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	<title>Femke Soetenga-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Femke Soetenga-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Überzeugende Protagonisten in einem gelungenen Gesamtkonzept</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2021 11:15:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das First Stage Theater hat sich nach „Carrie“ erneut Verstärkung ans Haus geholt und ergänzt ihr Ensemble durch Femke Soetenga (Vi Moore), Riccardo Greco (Ren McCormack), und Florian Soyka (Reverend Shaw Moore). Alternierend stehen Kaatje Dierks (Vi Moore) und Marius Bingel (Ren McCormack) auf der Bühne. Dieses Vorgehen hat Vor- und Nachteile… Natürlich ziehen bekannte ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das First Stage Theater hat sich nach „<a href="https://www.musicals-online.com/?p=2623">Carrie</a>“ erneut Verstärkung ans Haus geholt und ergänzt ihr Ensemble durch Femke Soetenga (Vi Moore), Riccardo Greco (Ren McCormack), und Florian Soyka (Reverend Shaw Moore). Alternierend stehen Kaatje Dierks (Vi Moore) und Marius Bingel (Ren McCormack) auf der Bühne.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3129 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-3-1079x720-1.jpg 1079w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dieses Vorgehen hat Vor- und Nachteile… Natürlich ziehen bekannte Namen mehr Zuschauer an, vielleicht motivieren sie die Studierenden sogar und sie können von ihren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen etwas lernen, doch auf der anderen Seite haben die Absolventen so nicht die Möglichkeit sich in einer tragenden Rolle zu beweisen und zu lernen, wie man eine Hauptrolle angeht.</p>
<p>Doch das, was das Publikum an diesem Abend zu sehen bekommt, ist Musiktheater aus einem Guss! Es stimmt einfach alles: Licht, Ton und vor allem die Bühne, die in den letzten Monaten aufwändig umgebaut wurde, begeistern vom ersten Moment an. Der Schwarzlichttunnel mit Graffitis, durch den das Publikum den Saal betritt, der Sound der vorbeirauschenden Chicagoer U-Bahn, die Stahlbrücke, die schmucklosen Backsteinwände – das gesamte Erscheinungsbild ist perfekt. Allein schon für das Set Design und das Licht kann man Felix Wienbürger und Felix Löwy gratulieren.</p>
<p>Dazu stehen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn Darsteller auf der Bühne. Warum? Damit die Zuschauer, die aufgrund der Einlassregeln als erste und somit sehr früh Platz nehmen müssen, bereits unterhalten werden. Diese Darsteller sind es auch, die zu Showbeginn unmissverständlich auf die durchgehend zu tragende medizinische Maske hinweisen.</p>
<p>Schon beim Eröffnungssong zeigt sich die Energie des Ensembles. Die flotte Oma, die zu „Footloose“ leicht kantig ihre Hüften schwingt, ist großartig! Nebenbei wird eingeflochten, dass Ren mit seiner Mutter in das Kaff Bomont ziehen muss, da sie sich das Leben in Chicago, nachdem ihr Mann sie verlassen hat, nicht mehr leisten kann. Im sprichwörtlichen Handumdrehen findet sich das Publikum im sonntäglichen Gottesdienst von Reverend Moore wieder, wo sofort klar wird, dass der musik- und tanzliebende Ren hier überhaupt nicht hin passt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3125 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-1024x681.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/3-1082x720-1.jpg 1082w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Florian Soyka hat eine wundervolle Stimme, mit der er dem in Bomont tonangebenden Reverend sowohl Autorität verleiht als auch Verletzlichkeit („Hör nur einmal auf Dein Herz“). Vi, seine Gattin, ist zwischen Verständnis für ihren trauernden Mann, eigener Aufopferung für die guten Absichten des Reverends und der Liebe zu ihrer pubertierenden Tochter Ariel hin- und hergerissen. Femke Soetenga lässt als Vi Moore immer wieder durchblitzen, dass sie die Meinung ihres Gatten nicht immer teilt, ihn aber nahezu bedingungslos unterstützt (ganz wundervoll im Duett mit Rens Mutter Ethel (Juliane Elisabeth Neu) „Lieber will ich schweigen“). Auch ihr Solo „Hör nur einmal auf Dein Herz“ quillt an Wärme und Liebe nur so über. Dabei ist es nicht leicht, immer wieder zwischen Vater und Tochter zu vermitteln, ohne selbst unter die Räder zu kommen.</p>
<p>Das gar nicht so brave Pfarrerstöchtern Ariel wird von Faye Bollheimer mit viel Eigensinn und ansteckender Energie gespielt. Ariel hat es faustdick hinter den Ohren und heckt gemeinsam mit ihren Freundinnen Rusty (Lena-Sophie Pudenz), Urleen (Anna Luca Faradi) und Wendy Jo (Charlotte Elisabeth Schramm) ziemlich viel Blödsinn aus. Zudem ist sie auch noch mit dem stadtbekannten Rowdy Chuck (Luka Maksim Klais) zusammen. „Die Kleine ist heiß“ wird durch eine sehr offensiv-körperliche Choreographie unterstrichen. Wenn der Papa das wüsste…</p>
<p>Die Mädels sind es auch, die Ren mit „Jemand schaut zu“ aufklären, dass in Bomont nichts unbeobachtet bleibt. Das Timing der vier Darstellerinnen in dieser Szene ist perfekt. Und Grecos Mimik spricht Bände! Diese Szene ist nur ein Beispiel dafür, dass Regisseur Felix Löwy „Footloose“ schön frech und natürlich inszeniert hat. Die Künstler auf der Bühne wirken alle nahbar und ihre Handlungen nachvollziehbar.</p>
<p>Ariel spürt, dass Ren sich mit dem geltenden Tanzverbot nicht abfinden möchte. Sie ist von dem unangepassten Großstädter fasziniert. Im Rollschuh-Café provoziert sie ihn zu „Holding out for a hero“ schon arg. Dass es zwischen den beiden funkt, bleibt nicht unbemerkt und macht Chuck eifersüchtig, was dazu führt, dass Ren Ariel vor ihrem Freund beschützen muss.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3127 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-400x257.jpg" alt="" width="400" height="257" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-400x257.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-1024x657.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1-768x493.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-1-1122x720-1.jpg 1122w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Holding out for a hero“ ist die aufwändigste Szene im Stück: Rasante 1980er Jahre Choreographien (verantwortlich: Phil Kempster), schnelle Kostümwechsel, farbenfrohe Lichtstimmungen – all dies macht richtig Spaß. Warum jedoch (mit patriotisch gefärbten Leuchtstangen tanzende) US-Soldaten die so dringend benötigten Helden darstellen, die von Mädels in äußerst knappen ebenfalls blau-weiß-roten Badeanzügen angehimmelt werden und dann auch noch Captain America in voller Montur tanzend sich plötzlich gegen eben jene Soldaten erwehrt, erschließt sich nicht. Schwungvoll und unterhaltsam ist diese Szene aber dennoch.</p>
<p>Die anschließende Sportstunde ist optisch nicht weniger kitschig. Knappe Sportshorts bei den Herren und noch knappere Aerobic-Anzüge bei den Damen wecken Erinnerungen an höchst fragwürdige Sportmode. Nicht zu vergessen die Stulpen!</p>
<p>Ren motiviert die Schüler, für ihre Wünsche einzustehen. Sie wollen einen Abschlussball feiern – mit allem was dazu gehört! Dazu werden Flugblätter verteilt (die im Saal von oben auf die Köpfe der Zuschauer herunter regnen) und Ren auserkoren, mit dem Reverend zu sprechen.</p>
<p>Diese Konfrontation zwischen Ren und Shaw („Befreit“) ist sehr gut inszeniert. Die Chemie zwischen Greco und Soyka stimmt, die Choreographien sind passend zum Thema „Wer die Angst besiegt“. Erfolg hat Ren mit seinem leicht naiv wirkenden Plädoyer jedoch nicht.</p>
<p>Frustriert schleichen sich die Jugendlichen davon, um im Nachbardorf tanzen zu gehen. Dort stehen Country und Line-Dance auf dem Programm. Kempster hat die Tänze vielseitig in Szene gesetzt, viel Lebensfreude und positive Vibes fließen dem Publikum entgegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3128 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Footloose-Musical-Hamburg-First-Stage-Theater-2-1078x720-1.jpg 1078w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Willard (Aliosha Jorge Ungur) und Rusty (Pudenz) werden von Ren und Ariel in die richtige Richtung geschupst. Denn dass die beiden ein süßes Paar abgeben würden, sieht jeder! Willard entdeckt an diesem Abend sein tänzerisches Können, was von Rusty mit einem schauspielerisch und gesanglich sehr gelungenen „Let’s hear it for the boy“ gefeiert wird.</p>
<p>Doch der Abend endet nicht so fröhlich, wie er begann. Ariel wird von ihrem enttäuschten und überforderten Vater geohrfeigt. Vergeblich versucht Vi einmal mehr zu vermitteln. Soetenga und Soyka geben ein sehr glaubwürdiges, in tiefer Liebe verbundenes Paar ab, das sich nach dem Tod des Sohnes zwar auseinandergelebt hat, aber langsam wieder entdeckt, was es aneinander hat.</p>
<p>Ariel verschwindet von zuhause, wird von Chuck aufgegriffen und ziemlich unsanft gemaßregelt. Sie trifft auf ihre Freunde, die gerade Pläne für die anstehende Stadtratssitzung schmieden. Willard lässt alle  ausführlichst daran teilhaben, was seine „Mama sagt“. Ungur zeigt hier ein untrügliches Gespür für Komik, gepaart mit seiner unerwartet souligen Stimme eine unnachahmliche Mischung.</p>
<p>Ren ist von dieser (zugegebenermaßen etwas langatmigen) Litanei irritiert und leicht genervt. Grecos Ausdruck ist unbezahlbar! Auch wenn es phasenweise ein wenig ungewöhnlich erscheint, dass Ren eher der nette Junge von nebenan anstatt des aus dem Film bekannten Aufrührers ist, passt dies sehr gut und Greco wirkt in seinen zu großen Karottenjeans und schlechtsitzenden Lederjacken nur um so authentischer. Mit diesem Mehr an Empathie erreicht er die Zuschauer spielend.</p>
<p>In der folgenden Szene gestehen sich Ren und Ariel ihre Liebe. „Wunderland“ wird von Greco und Bollheimer schnörkellos und warmherzig intoniert, ihre Stimmen harmonieren insbesondere in den tiefen Lagen ganz wunderbar. Man wünscht den beiden ein großes Haus mit 1500 Zuschauern, die ihnen sicherlich genauso andächtig lauschen wie die Corona-bedingt sehr wenigen Gäste an diesem Abend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3130 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-1024x650.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/2-1134x720-1.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Stadtratssitzung gerät zur Farce, was den Jugendlichen natürlich überhaupt nicht gefällt und bei Vi den Geduldsfaden reißen lässt. Doch alle Fürsprache nützt nichts, der Stadtrat lehnt den geplanten Abschlussball ab.</p>
<p>Rens Mutter klärt ihren Sohn jedoch dahingehend auf, dass der Reverend die Abstimmung im Vorfeld schon mit den anderen Stadträten besprochen und ihn so hintergangen hat. Die Kids hatten trotz der besten Vorbereitung inkl. Bibelzitate keine Chance auf eine faire Verhandlung.</p>
<p>Ren nimmt all seinen Mut zusammen und geht zum Reverend in die Kirche. Diesmal hat er die besseren Argumente und Shaw hat ein Einsehen. Was die Gemeinde am nächsten Morgen hört, ist die Predigt eines geläuterten Vaters, der den Tanzabend „mit Gottes Hilfe“ erlaubt. Einmal mehr glänzt Soyka in dieser Szene mit seiner warmen Stimme.</p>
<p>Mit dem Finale zu „Footloose“ wird dann ein Feuerwerk an Choreographien und guter Laune abgebrannt. Die Kids tanzen sich die Seele aus dem Leib, all die aufgestaute Energie bricht sich bahn. Aber auch die älteren Semester – allen voran das Ehepaar Moore – schwingt eifrig das Tanzbein. Boris Netsvetaev und die tadellos aufspielende Band tragen hierzu einen nicht unerheblichen Teil bei.</p>
<p>Die Zugabe ist fröhlich und versprüht Zuversicht und Optimismus pur. Das ist genau das, was die Menschen jetzt brauchen! Nicht nur in der Handlung des Stücks, sondern auch auf den Zuschauerplätzen und ehrlicherweise überall auf der Welt!</p>
<p>„Footloose“ im First Stage Theater ist ein rundum gelungenes Stück, da alle Künstler vor, auf und hinter der Bühne ihr Handwerk verstehen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">13</span><span class="Bold">. August 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Studierende der Stage School, Femke Soetenga, Riccardo Greco</span></span><span style="color: #000080;"><span class="Bold">, Florian Soyka<br />
<strong>Musik / Bühne: </strong>Felix Löwy / Felix Wienbürger<br />
<strong>Fotos: </strong>First Stage / Mundkowski</span></span></p>
</div>
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		<title>Ein Genuss für alle Sinne!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-genuss-fuer-alle-sinne/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 11:19:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maury Yestons Untergangs-Drama begeistert schon seit der Uraufführung 1997 mit symphonisch aufbrandenden Klängen, die die Zuschauer vollumfänglich in ihren Bann ziehen. Allein diese musikalische Kulisse open air bereitzustellen, ist eine Herausforderung für sich! Doch das Mecklenburgische Staatstheater hat keine Mühen gescheut und platziert sein komplettes Orchester Corona-konform Abstand haltend in einem großen Saal innerhalb des ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Maury Yestons Untergangs-Drama begeistert schon seit der Uraufführung 1997 mit symphonisch aufbrandenden Klängen, die die Zuschauer vollumfänglich in ihren Bann ziehen. Allein diese musikalische Kulisse open air bereitzustellen, ist eine Herausforderung für sich! Doch das Mecklenburgische Staatstheater hat keine Mühen gescheut und platziert sein komplettes Orchester Corona-konform Abstand haltend in einem großen Saal innerhalb des Theaters, von dem aus der Sound live in das Amphitheater im Alten Garten vor dem Theater übertragen wird. Und was für ein Sound das ist! Martin Schelhaas hat hier erstklassige Arbeit geleistet, die von der exzellenten Tontechnik ohne jeden Verlust zu Gehör gebracht wird. Und so sitzt das Publikum schon während der Ouvertüre mit Gänsehaut da und lauscht gebannt den musikalischen Wogen, auf denen die Titanic schwimmt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3075 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-1024x768.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-1536x1152.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Zuschauer wurden im Schachbrettmuster platziert und jede zweite Reihe blieb frei, so dass auch hier die obligatorischen 1,5 m Abstand gewahrt wurden. Das wunderbare Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning (blau-weiße Skizzen der Titanic säumen in Rundbögen links und rechts die verschiedenen Spielebenen), die dahinter aufblitzenden Türme des Schweriner Schlosses sowie die Möwen über den Köpfen des Publikums lassen diese Sicherheitsmaßnahmen jedoch schnell vergessen. Die schwungvollen Melodien, wenn die verschiedenen Gästeklassen „ihre“ Titanic entdecken, nehmen einen direkt mit auf große Fahrt!</p>
<p>Das Ensemble klingt voluminös; Daniel Kirchmann hat hier mit der Choreinstudierung ein gutes Händchen bewiesen. Nur selten hört man einzelne Darstellerinnen oder Darsteller aus der Gruppe heraus.</p>
<p>Auch optisch sind die Klassen der Passagiere sehr gut voneinander unterscheidbar: Während die dritte Klasse in dickeren Stoffen und Erdtönen gewandet ist, gibt es in der 2. Klasse durchweg feinere Gewebe in klareren Farben (insbesondere Alice und Edgar Beane) zu sehen. Die 1. Klasse sticht besonders durch die detailverliebten Kleider und Hüte hervor, die vor Satin und Glitzer nur so wimmeln. Adriana Mortelliti zeichnet für diese Kostümwelten verantwortlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3072 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-1536x979.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-2048x1306.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Inszeniert wurde dieses Festspiel-Musical von Toni Burkhardt, der als Operndirektor des Hauses auch schon einige andere Musicals („My Fair Lady“, „Im Weißen Rössl“) auf die Bühne gebracht hat. Burkhardt hat ein Gespür für große Stoffe, vergisst aber dabei nicht die Charaktere. Dies wird auch hier bei „Titanic“ sehr deutlich: So viel Empfindsamkeit und Menschlichkeit trifft man bei den Protagonisten selten an. So wirkt bspw. der 1. Offizier Murdoch (gespielt von Marco Fahrland-Jadue) sehr natürlich und bringt sein Solo „Ein Kapitän zu sein“ sehr gefühlvoll über die Rampe. Oliver Morschel sitzt zwar als Funker Bride in seinem kleinen Kämmerlein, doch auch er ist wundervoll nahbar und sein teils sehr klassischer Gesang („Die Nacht hallte wider“) berührt tief. Als der robuste und hemdsärmelige Heizer Barrett steht Dennis Weißert auf der Bühne. Auch er legt viel Gefühl in seinen Gesang und wirkt sehr authentisch in seinen Handlungen.</p>
<p>Die drei Kates (Carmen Danen als McGowan, Laura Saleh als Mullins und Katrin Hübner als Murphey) bringen die Sehnsüchte, die sie mit einem neuen Leben „in Amerika“ verbinden, ganz zauberhaft zum Ausdruck. Insbesondere Danen‘s rauchige Stimme passt ganz hervorragend zum burschikosen Wesen der Kate McGowan.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3069 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Cornelius Lewenberg und Marion Wulf stehen als Edgar und Alice Beane auf der strahlend weißen Bühne. Ihre blauen Kostüme heben sich hier ganz vortrefflich ab. Während Alice in dieser Inszenierung zwar nicht so exzentrisch, aber dennoch sehr willensstark ist, besticht Edgar durch eine raumgreifende Souveränität. Lewenbergs tiefe Stimme verleiht dem seiner Frau vermeintlich hinterherlaufenden Edgar eine ganz besondere Nuance.</p>
<p>„Kein Mond“, eine der ergreifendsten und aufwühlendsten Nummern dieses Stück, ist perfekt inszeniert: Konstantin Busack überstrahlt als Frederick Fleet im Krähennest mit seiner klaren Stimme alles! Das Ensemble erklingt einmal mehr tadellos.</p>
<p>Das Wasser vor der Bühne ist in dieser Szene tatsächlich komplett ruhig und der schwarze Mond, der im Hintergrund wohl die mondlose Nacht symbolisieren soll, geben dieser etwas Bedrohliches. In dem Moment, in dem die unsinkbare Titanic den Eisberg trifft, scheinen das ganze Amphitheater und alle Tribünen zu erbeben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3068 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-scaled.jpg 1706w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Es gelingt dem Kreativteam Burkhardt-Schelhaas diese Intensität auch nach der Pause aufrechtzuerhalten: „Im Schlafanzug im Großen Saal“ strebt gleichsam energisch voran und schwebt trotzdem scheinbar leicht dahin. Alles gipfelt in der „Schuldfrage“, in der sich Eigentümer Ismay (Marc Clear), Schiffskonstrukteur Andrews (Max Niemeyer) und Captain Smith (Ansgar Schäfer) gegenseitig anklagen, für das Unglück verantwortlich zu sein. Sowohl gesanglich als auch mimisch lässt Clear hier keinen Zweifel aufkommen: Ismay ist gänzlich unschuldig. Doch die mitschwingende und deutlich sichtbare Emotionalität belegt etwas anderes. Andrews alias Niemeyer sieht sehr schnell, dass dieses Unglück ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist. Sein vehementes Gegenangehen wirkt so gar nicht britisch unterkühlt. Eine großartige Dramatik! In diesem Trio ist der Captain tatsächlich das schwächste Glied, doch irgendwie passt dessen Verletztheit und unbedingte Verantwortung perfekt dazu.</p>
<p>Zartfühlend und sehr liebevoll anzuschauen sind Femke Soetenga und Sven Mattke als alterndes Ehepaar Ida und Isidor Straus, das sich entschließt, seine Plätze in den Booten jüngeren Passagieren zu überlassen. „Wie vor aller Zeit“ ist einerseits sehr traurig, andererseits aber doch auch eine wundervolle Liebeserklärung, die von den beiden Sängern mit sehr viel Verve intoniert wird.</p>
<p>Max Niemeyer zeigt bei „Andrews‘ Vision“ nochmals viel Scham und Schuldgefühl, was in jedem Ton mitklingt. Man ist so gebannt von diesem Einzelschicksal, dass man fast verpasst, dass sich der Untergang nun auch auf der Bühne zeigt: Einzelne Spielebenen verschieben sich und werden immer schräger. Hier hätte man sich vielleicht etwas mehr gewünscht, doch eine umfassende Veränderung der Bühne hätte andererseits den Fokus auf die Protagonisten zu sehr gestört.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3071 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wenn zum Finale die Überlebenden am Bühnenrand stehen (Marc Clear alias Ismay würde aber wohl am liebsten im Erdboden verschwinden), während in der Großkulisse noch die Ertrunkenen liegen und das Ensemble ein letztes Mal zur Lobpreisung der Titanic ansetzt, sieht man hier und da im Publikum durchaus einige Tränen fließen. Die dramatische Geschichte über die vielen verschiedenen Menschen, die man in gut drei Stunden ein wenig kennenlernen durfte, eingefasst von Melodien, die mitreißender nicht sein könnten – bei den Schlossfestspielen in Schwerin erlebt man die perfekte Symbiose.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<em><span style="color: #000080;">leicht gekürzt erschienen in </span><a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #000080;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Marc Clear, Max Niemeyer, Ansgar Schäfer, Marco Fahrland-Jadue</span>, Oliver Morschel, Dennis Weißert, Carmen Danen, Laura Saleh, Katrin Hübner, Cornelius Lewenberg, Marion Wulf, Konstantin Busack, Femke Soetenga, Sven Mattke     </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Toni Burkhardt<br />
</span></span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></p>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Gergen]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelius Lewenberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Marc Clear]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburgisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Rasmus Borkowski]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerin]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kroggel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2925 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x980.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1306.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch mit Highlights wie der brennenden Bühne bei Trumpers ergreifenden Erinnerungen an seine unglückliche Kindheit („Sei nie ein Kind“) macht Hinrichs dies spielend wett.</p>
<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2924 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Trumpers Widersacher, Anatoly Sergievsky, wird von Marc Clear gespielt. Das Schweriner Publikum kennt ihn bereits von „Jekyll &amp; Hyde“ und wird auch bei „Chess“ nicht enttäuscht. Clears nur scheinbar unauffällige Erscheinung mündet in einer raumgreifenden Bühnenpräsenz, die sich bei „Wer ich sein will“ und natürlich der ergreifenden „Hymne“ Bahn bricht. Gergen hat die Dramaturgie bei „Anthem“ perfekt nachgezeichnet. Gesanglich meistert er die schwungvollen und textreichen Songs beeindruckend souverän. Wenn Clear am Schluss auf einer Mauer steht und um ihn herum Wachtürme, Stacheldraht und die UdSSR-Flagge projiziert werden, muss man dies neidlos als ein perfektes Szenenbild mit einer unzweideutigen Botschaft und einem herausragenden Protagonisten anerkennen. Gänsehaut pur!</p>
<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2927 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg" alt="" width="400" height="289" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x740.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x555.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1109.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1479.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Besetzung könnte insgesamt kaum besser sein. Einzig „One Night in Bangkok“ – der vom Publikum heiß ersehnte Welthit dieser Show – verpufft etwas. Die Szene sieht gut aus, das Ensemble tanzt mitreißend, doch Fabio Diso scheint in den Song nicht reinzukommen. Warum am Schluss die englischen Songtexte eingeblendet werden (während zu Beginn Deutsch gesungen wird) und man nun offenbar in einer Karaoke-Bar ist, kommt beim Publikum nicht an. Anstatt Jubelstürmen, die man sonst bei diesem Hit gern erlebt, geht das Publikum einfach zur nächsten Szene über.</p>
<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Der Titelheld hat in dieser Inszenierung keine Chance gegen Fagin!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-titelheld-hat-in-dieser-inszenierung-keine-chance-gegen-fagin/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 19 Nov 2017 20:04:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Murray]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul Schiffner]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Lübeck]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Christ]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lionel Barts beliebter Klassiker steht in Lübeck in dieser Spielzeit in einer sehr voluminösen Inszenierung von Wolf Widder auf dem Spielplan. Charles Dickens Roman vom kleinen Waisenjungen Oliver, der nach einer schauerlichen „Waisenhauskarriere“ in den Fängen der Taschendiebbande von Fagin landet und bei einem seiner Beutezüge dank einer sehr glücklichen Fügung seinen Großonkel kennenlernt, ist hinlänglich bekannt. Spätestens nach dem letzten großen West End Revival 2009 haben viele Theater den Stoff wieder für sich entdeckt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2236 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_13-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_13-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_13.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Katja Lebelt hat für die Handlung zu Beginn der Industrialisierung den passenden düsteren Rahmen geschaffen. Den grauen, teilweise mit verblichenen Postern plakatierten Hauswänden stehen farbenfrohe Kleider der Damen der Middle und Upper Class gegenüber. Auch die Kinder von Fagins Diebesbande und Nancy tragen den ein oder anderen farbenfrohen Akzent zur Schau.</p>
<p>Mit beweglichen Elementen wird durch wenige Handgriffe aus Fagins Räuberhöhle schnell ein Marktplatz. Durch diesen effektvollen Einsatz von Bühnenteilen beweist das Theater Lübeck einmal mehr, dass sich (nicht nur) seine Musicalproduktionen sehen lassen können.</p>
<p>Spannend an dieser Produktion ist zudem die große Anzahl an kleinen und großen Darstellern auf der Bühne: Neben den Chören der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen sowie des Katharineums ist der beachtliche Statisterie-Chor zu erleben. Hinzu kommen noch mehr als 20 Solisten, in diesem Jahr angeführt von den Gästen Chris Murray als Fagin, Thomas Christ als Bill Sikes und Femke Soetenga als Nancy.</p>
<p>Leander Härtel müht sich als Oliver Twist redlich, den hohen Erwartungen, die mit dieser Rolle verbunden sind, gerecht zu werden. Da er im Vergleich zu vielen anderen Kindern auf der Bühne recht groß ist, fehlt ihm der „Niedlichfaktor“. Zudem singt er tendenziell eher klassisch und wechselt sehr oft zwischen Kopf- und Bruststimme. Das Unbefangene, Kindliche, was diesen cleveren, vom Schicksal gebeutelten Jungen ausmacht, geht Härtel leider gänzlich ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2235 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_06-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_06-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_06.jpg 333w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Als Artful Dodger, der Vorzeige-Taschendieb aus Fagins Bande, steht mit Paul Schiffner ein frecher Junge auf der Bühne, der zwar optisch und spielerisch ganz sympathisch über die Rampe kommt, leider die Spielfreude jedoch gesanglich nicht umsetzen kann. Schon sein erster Song („Komm, fühle dich ganz zuhaus“), eine schwungvolle Mitklatschnummer, gerät durch die fade Interpretation schnell wieder in Vergessenheit.</p>
<p>Sicherlich mag es streng erscheinen, mit den Kindern auf der Bühne so hart ins Gericht zu gehen. Doch bei „Oliver“ stehen eigentlich genau diese Kinder im Mittelpunkt des Interesses&#8230; Eigentlich. In Lübeck ist der Star der Show jedoch ganz klar Fagin! Chris Murray spielt mit wechselnden Dialekten, ist gesanglich über jeden Zweifel erhaben, behandelt die Kinder fast väterlich-liebevoll und wirkt phasenweise wie die Karikatur des fiesen Bandenchefs.</p>
<p>Herausragend ist die Szene, in der Fagin sich seiner ganz persönlichen Schmuckschatulle widmet und mit den einzelnen Schmuckstücken spielt, ihnen Namen gibt und sich wie ein Kind in diesem Spiel verliert. Scheinbar ist Wolf Widders Idee von Fagin von einer gewissen Schizophrenie geprägt. Doch obwohl man Fagin eigentlich anders kennt, passt diese Charakterausarbeitung sehr gut und ist mit Chris Murray perfekt besetzt.</p>
<p>Femke Soetenga darf die Rolle der „großen Schwester“ spielen, die sich rührend um Oliver kümmert, gleichzeitig an ihrer Liebe zum gewalttätigen Bill Sikes fast verzweifelt und am Ende ihr Leben gibt, um Oliver vor Sikes zu retten. Leider wird sie am Premierenabend ein Opfer der Tontechnik, denn ihre durchaus kraftvollen Soli kommen durch einen dicken Wattevorhang beim Publikum an. So kann das an sich lustige „Um-Pa-Pa“ natürlich nicht zünden. Durch ihr einfühlsames Spiel macht sie jedoch vieles wieder wett.</p>
<p>Bill Sikes gerät in dieser Inszenierung fast zu einer Randfigur. Thomas Christ spielt grausam und blutrünstig, kann aber mit den wenigen Gesangspassagen kaum zeigen, was tatsächlich in ihm steckt. Immerhin hat er auch in Lübeck schon Hauptrollen wie Jean Valjean („Les Misérables“) überzeugend gespielt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2239 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_017-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_017-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/oliver_017.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die weiteren Figuren sind rollendeckend besetzt – allen voran natürlich Mr. Bumble, dessen Interpretation dem Publikumsliebling Steffen Kubach sichtlich Spaß macht. Auffällig ist, dass das Stück insgesamt sehr dialoglastig ist. Die Songs treten in der aktuellen Inszenierung fast in den Hintergrund. Dies liegt sicherlich nicht an dem wie immer großen, klangvollen Lübecker Orchester unter der Leitung Adrian Pavlovs. Doch so richtig springt der Funke nicht über.</p>
<p>Dies spürt man auch beim Premierenapplaus, bei dem die heutzutage fast obligatorischen stehenden Ovationen nur sehr schleppend den Saal erobern. Doch auch hier zeigt der Applaus, dass das Publikum insbesondere von Chris Murray besonders angetan schien. Nicht nur sein finales Lamento („Überdenke ich meine Lage“) ist absolut großartig.</p>
<p>Nach dieser teilweise recht langatmigen Inszenierung, in der es nur wenige Lichtblicke (u. a. die Choreographien von Harald Kratochvil) gab, bleibt die Frage: Geht es in diesem Stück um Oliver und das Happy End, das er nach fast drei Stunden erleben darf, oder vielleicht doch um das abwechslungsreiche Leben, das den Charakter von Fagin zu einem Spannungsfeld aus Überleben und Wahnvorstellungen geformt hat?</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Großes Theater, Lübeck</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. November 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Chris Murray, Femke Soetenga, Thomas Christ, Steffen Kubach, Leander Härtel, Paul Schiffner</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Wolf Widder / Lionel Bart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Malzahn<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Deutschlandpremiere von Jason Robert Browns Erstlingswerk</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/deutschlandpremiere-von-jason-robert-browns-erstlingswerk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2006 09:13:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Cap San Diego]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Heinke]]></category>
		<category><![CDATA[Femke Soetenga]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Seitz]]></category>
		<category><![CDATA[Songs for a New World]]></category>
		<category><![CDATA[Volkan Baydar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erneut bringt Daniel Witzke („Big Fish Theatre Productions“) ein wahres Musical-Juwel in Deutschland zur Aufführung. Jason Robert Brown hat in den USA mit Stücken wie „The Last Five Years“, „Parade“ und „Songs for a New World“ mehr als nur Achtungserfolge erzielt. Seine Kompositionen sind eingängig ohne langweilig zu sein, seine Texte sprühen vor Witz und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Erneut bringt Daniel Witzke („Big Fish Theatre Productions“) ein wahres Musical-Juwel in Deutschland zur Aufführung. Jason Robert Brown hat in den USA mit Stücken wie „The Last Five Years“, „Parade“ und „Songs for a New World“ mehr als nur Achtungserfolge erzielt. Seine Kompositionen sind eingängig ohne langweilig zu sein, seine Texte sprühen vor Witz und Einfallsreichtum. Nicht ohne Grund gilt der mit 36 Jahren noch recht junge Komponist und Autor als eine der genialsten und aussichtsreichsten seit Stephen Sondheim.</p>
<p class="Body">„Songs for a New World“ ist weniger ein Musical mit festen Charakteren und stringenter Handlung als vielmehr ein Song-Zyklus, in dem jedes Stück eine eigene Geschichte mit eigenen Figuren erzählt. Die 19 Stücke handeln allesamt von Aufbruch – auf welche Weise auch immer: Da gibt es den Basketballprofi, der mit seiner Berühmtheit hadert, die Ehefrau, die sich von ihrem Gatten allein gelassen fühlt, das Liebespaar, dass sich traut zu seinen Gefühlen zu stehen oder die Frau von Santa Claus, die ihrem Frust stimmgewaltig Luft macht.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_738">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die gewählte Location, der einzige noch seetaugliche Museumsfrachter Cap San Diego, und das Premierendatum, der 11. September, bildeten einen perfekten Rahmen für das Stück, in dem alle ihre Vergangenheit abschütteln und sich in eine neue, ungewisse Zukunft stürzen möchten. Die Besetzung des Vier-Personen-Stücks konnte mit Charlotte Heinke, Femke Soetenga, Volkan Baydar und Marc Seitz nicht idealer vorgestellt werden. Die vier Sänger waren so unterschiedlich und daher so vielseitig einsetzbar, dass niemals auch nur der Gedanke einer Wiederholung aufkam.</p>
<p class="Body">Nur zwei Lieder wurden ins Deutsche übertragen. Keine leichte Aufgabe, wenn man sich die Detailgenauigkeit der englischen Texte und die pointierten Kompositionen von Jason Robert Brown vor Augen führt. Daher konnte sich auf Wolfgang Adenberg nicht vorstellen, diese Aufgabe zu übernehmen, doch – so schreibt er auf seiner Homepage  &#8211; überzeugte ihn Jason Robert Brown zwei Stücke zu übersetzen: “&#8220;Just one step&#8220; ist so schnell ist, dass man das Englische kaum verstehen würde, und &#8222;Surabaya Santa&#8220; ist ohnehin eine Parodie auf Brecht/Weill und nach JRB&#8217;s Meinung daher prädestiniert für einen deutschen Text.“ Beide Stücke wurden von Charlotte Heinke gesungen, die darin erneut ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen konnte. Sowohl als vermeintlich todessüchtige Ehefrau, die alles hat, was man sich im Leben wünschen kann und deren Selbstmorddrohung eindeutig eine leere Drohung ist („Nur ein Schritt“) als auch als genervte Ehefrau des Weihnachtsmanns, der immer zu allen lieb ist nur nicht zu ihr („Surabaya Santa“) muss sie neben den spitzfindigen Texten von Adenberg auch noch temporeiche Kompositionen bewältigen. Heinke meistert diese Anforderung scheinbar spielend und überzeugt auf ganzer Linie.</p>
<p class="Body">Volkan Baydar, die Stimme von Orange Blue („You’ve got that light“) arrangiert sich trotz seiner intensiven Popstimme gut mit Browns Melodien. Auch wenn er manchmal versucht, seine Musical-Kollegen an Lautstärke zu übertrumpfen, macht er dies durch lässige und natürliche Schauspiel-Improvisationen spielend wett. Besonders deutlich wird dies bei „King of the World“, wo er den typischen Basketball-Spieler mimt, der sich in seinem Ruhm sonnt.</p>
<p class="Body">Femke Soetenga, die schon als Magda im Hamburger „Tanz der Vampire“ aufhorchen ließ, gibt mit ihrer glockenklaren Stimme den verletzlichen Frauen genau das, was bei Männern den Beschützerinstinkt auslöst. „Christmas Lullaby“ wird so zu einem der ergreifendsten Songs. Ihr Duett mit Marc Seitz („Dirty Dancing“) – “I&#8217;d Give It All For You” – gehört zu den Highlights der Show. Auch der junge Neu-Hamburger stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass er mehr kann als in der Masse eines Ensuite-Ensembles unterzugehen und empfiehlt sich für die erste Reihe.</p>
<p class="Body">Die Leistung als Solisten kann nicht hoch genug geschätzt werden, als Ensemble jedoch sorgen die vier Sänger mit ihrem intensiven Zusammenspiel für Gänsehaut-Atmosphäre. „The New World“ bleibt auch Stunden nach dem Ende der Show noch im Kopf. Unterstützt werden sie von der fünfköpfgen Live-Band unter der Leitung von Carsten Paap. Browns abwechslungsreiche Melodien – von Swing über Funk bis hin zu Rock-Pop ist alles vertreten – bereiten ihnen keinerlei Schwierigkeiten und so sorgen sie für einen künstlerisch rundum gelungenen Abend.</p>
<p class="Body">Einziger Wermutstropfen an diesem ansonsten rundum perfekten Musical-Revue-Abend ist die doch eher unpraktische Luke im Bauch eines Frachters. Auch wenn die Akustik überraschen gut war und auch die Auf- und Abgänge über verschiedene Treppen und Hintertüren für Abwechslung in der Regie sorgen, so fühlte man sich doch etwas beengt mit den Metallwänden und der nicht gerade üppigen Beleuchtung. Bei der nächsten Aufführung von „Songs for a New World“ sollte auf die Wahl der Spielstätte noch mehr Wert gelegt werden. Dass es weitere Vorstellung von Jason Robert Browns Song-Revue in Deutschland geben wird, steht fest. Wann, wo und in welcher Form und mit welchen Sängern, erfahren Sie in Kürze bei uns.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Cap San Diego, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Herbst 2006</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Volkan Baydar, Charlotte Heinke, Marc Seitz, Femke Soetenga</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Jason Robert Brown / <span class="Bold">Daniel Witzke<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Big Fish Theatre Productions<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
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