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	<title>Felix Martin-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Felix Martin-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Genau so soll Andrew Lloyd Webbers Klassiker aussehen und klingen!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Feb 2020 21:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier viel zu entdecken und man wird unweigerlich wieder zum neugierigen Kind.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2865 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sofort ins Auge sticht das Nummernschild am Schrottauto, in dem Jenny Fleckenreich ein Schläfchen hält: NAP70 – das zeugt von einem sehr langen Weg und einer breiten Vielfalt an Sets, denn in der Weltpremierenfassung prangte noch ein NAP1 an dem von Bühnen-Designer John Napier ersonnenen Pkw-Heck. Auch ansonsten gibt es kleine Farbänderungen und andere Marken auf dem Müllhaufen, den die Katzen ihr zuhause nennen, aber das Gefühl stimmt. Alan Walker hat hier ein sehr gutes Händchen für Originalität bewiesen.</p>
<p>Auch die Katzen selbst sind nur in Nuancen verändert, das Fell am Kopf vielleicht hier und da etwas flauschiger. John Napier, Tracy Stiles und Jenny Dean haben in Wien Hand angelegt und bis auf Macavity (der leider seiner farbenfrohen Fransen verlustig gegangen ist) sehen alle Katzen genauso aus, wie man sie in Erinnerung und liebgewonnen hat.</p>
<p>Das klingt alles ziemlich nach Standard und nichts Besonderem? Mag sein, aber genau diese Besinnung auf das Ursprüngliche macht diese Inszenierung so sehenswert. Kein sichtbarer Sparzwang, keine krampfhaften Kürzungen, einfach nur ein hervorragend gemachtes Ensuite-Musical.</p>
<p>Ein weiteres großes Plus an Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien ist das große Orchester. Péter Bíró dirigiert an diesem Abend 27 Musiker, die Lloyd Webbers Kompositionen bis auf den letzten Ton perfekt intonieren. Im Zuschauersaal des Ronacher kommt der volle Sound in höchster Qualität an.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2863 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bei der Besetzung hat das Kreativteam rund um Associate Director Chrissie Cartwright, die das Stück ganz im Stil von Trevor Nunn und Gillian Lynne inszeniert hat, einige Schätze vorzuweisen. Allen voran Carin Filipcic, die sich die Rolle der Grizabella mit Wietske van Tongeren teilt. Ihre ausdrucksstarke Mimik, die verzweifelten Tanzschritte in Erinnerung an ihre Jugend – das allein weckt schon viel Mitleid. Ihre kraftvolle Stimme und die beeindruckende Stimmkontrolle machen „Erinnerung“ zu dem erwarteten Highlight des Abends. Danach muss man erstmal tief durchatmen, um sich emotional wieder zu sammeln.</p>
<p>Dominik Hees wirbelt als Unruhestifter Rum Tum Tugger über die Bühne. Mit seinem Charme wickelt er Kätzchen wie Publikum gleichermaßen um die Pfoten. Er verleiht Tugger eine rockig-soulige Note, die dem Chaos-Kater sehr gut zu Gesicht steht. Wenige, gekonnt platzierte Phrasierungen machen „Rum Tum Tugger“ und „Mr. Mistoffelees“ zu absoluten Schmankerln.</p>
<p>Als Munkustrap, den eleganten, schützenden Anführer der Katzen, wurde Alexander Auler besetzt. Seine erste große Rolle nach dem Ende des Studiums im vergangenen Jahr füllt der Niedersachse mit einer beachtlichen Bühnenpräsenz, der perfekten Stimmlage und einem lupenreinen Gesang. Vor dieser Leistung kann man nur der Hut ziehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2867 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Lucius Wolter ist ein ungewöhnlich junger, leichtfüßiger Alt Deuteronimus, doch er spielt das Katzenoberhaupt mit viel Würde und verleiht ihm einen weisen und doch selbstbewussten Klang. Auch Birgit Arquin (Bombalurina) und Anneke Brunekreeft (Demeter) sind eine sehr gute Wahl für die erzählenden Katzen im Hintergrund.</p>
<p>Eigens für diese Inszenierung wurde die Growltiger-Szene neu geschrieben. Felix Martin überzeugt als zittriger, alter Theaterkater deutlich mehr als als swingender Piratenkapitän. Inhaltlich ändert sich nichts an der Handlung. Griddlebone (Barbara Obermeier) verdreht Growltiger den Kopf. Das große Schiffssegel jedoch, die auf die rückwärtige Leinwand projizierte Tower Bridge und die jazzig-swingende Matrosennummer geben ihr einen anderen, weniger düsteren Twist. Es ist Geschmackssache, ob man diese Neuerung mag. Für mich ist diese Änderung entbehrlich.</p>
<p>Dem geneigten Musical-Publikum ebenfalls bestens bekannt ist Denise Jastraunig, die als Jenny Fleckenreich die Kakerlaken das Steppen lehrt. Ihre Spielfreude ist ansteckend und die Zuschauer fühlen sich sehr gut unterhalten. Stephen Martin Allan zeigt tänzerische Höchstleistungen als Mr. Mistoffelees und verzaubert das Publikum spielend. Da blickt man dann auch gern darüber hinweg, dass er &#8211; ähnlich wie Gerben Grimmus als Skimbleshanks &#8211; über einen starken Akzent verfügt, unter dem das Verständnis der Texte leidet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2864 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos Texte, auch diese entsprechend weitgehend dem Original von Michael Kunze, wenn auch in der leicht moderneren Fassung von vor 20 Jahren. Dass die Texte von der neuen Growltiger-Szene hierzu nicht so recht passen wollen, ist nur allzu verständlich.</p>
<p>Der Weg von Grizabella in die „Himmlischen Sphären“ führt einmal mehr über den Autoreifen. Dass dieser allerdings während des Aufstiegs vor und zurück „fährt“, ist sehr verwirrend. Doch die geniale Idee Grizabella auf einer Art Rampe in den Sternenhimmel zu ziehe und dort verschwinden zu lassen, ist großartig!</p>
<p>Ein ausverkauftes Haus auf einem Dienstag spricht für sich. Das Publikum war begeistert und stand schon wenige Sekunden nach dem letzten Ton auf, um die Darsteller jubelnd zu beklatschen. Hieran erkennt man einmal mehr, dass nichts dagegenspricht, Musical-Klassiker auf den Spielplan zu setzen – vorausgesetzt, man inszeniert nach dem Motto „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Denn nur so kann man ein bald 40 Jahre altes Musical über tanzende Katzen glaubwürdig präsentieren.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ronacher Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">18</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carin Filipcic, Dominik Hees, Lucius Wolter, Barbara Obermeier, Felix Martin, Alexander Auler, Stephen Martin Allan, Birgit Arquin, Anneke Brunekreeft, Gerben Grimmus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Chrissie Cartwright / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Vereinigte Bühnen Wien / Michaela Flint<br />
</span></p>
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			</item>
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		<title>Eine gelungene, erwachsene Neuinszenierung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-erwachsene-neuinszenierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[David Jakobs]]></category>
		<category><![CDATA[Der Glöckner von Notre Dame]]></category>
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		<category><![CDATA[Scott Schwartz]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert. Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2225 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für die Premiere im La Jolla Playhouse in San Diego im Herbst 2014 wurde James Lapines Buch von Peter Parnell dahingehend überarbeitet, dass weniger das Süßliche im Mittelpunkt steht, für das Disney so beliebt ist, sondern die einzelnen Charaktere deutlich mehr Tiefgang bekommen.</p>
<p>Auch Alan Menken und Stephen Schwartz haben die Songs überarbeitet bzw. ergänzt und durch den Einsatz eines großes (Kirchen-)Chores der ganzen Show ein noch beeindruckenderes Klangbild gegeben.</p>
<p>Diese neue, „erwachsene“ Ausrichtung wird schon in der ersten Szene spürbar: Frollo ist ein verbitterter, fast schon bösartiger Kirchenfürst. Doch ein Rückblick in seine Vergangenheit zeigt, dass er sich seit Jugendtagen schuldig fühlt, seinen Bruder, der mit einer Zigeunerin durchbrennen wollte, im Stich gelassen  zu haben.</p>
<p>Quasimodo ist demzufolge auch kein Findelkind, sondern der Sohn seines Bruders und damit Frollos eigen Fleisch und Blut. Frollo (gespielt von einem herausragenden Felix Martin) versucht, sich der „Missgeburt“ zu entledigen, bringt es aber nicht über sich und verschreibt sich fortan der Kirche .</p>
<p>Zum „Narrenfest“ wird es nicht nur bunt auf der Bühne, auch die Integration von verschiedenen Religionsspezifischen  Klanginstrumenten ist sehr gelungen. Überhaupt wird hier viel mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen gespielt, die – wenn man sie wahrnehmen möchte – durchaus Spaß machen. König Louis XI , der mit der durch Andrea Merkel bekannt gewordenen Handhaltung des stabilen Dreiecks über die Bühne streitet, ist nur ein Beispiel hierfür.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2227 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg" alt="" width="400" height="256" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson.jpg 540w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Parnells Vorstellung lebt Quasimodo in seiner Welt über den Dächern Paris’ nicht mit einigen wenigen Wasserspeiern zusammen, sondern mit fast zwei Dutzend, die ihm alle gehörig die Meinung sagen, ihm aber auch nahezu bedingungslos zur Seite stehen. Einzig als der frustrierte und verletzte Quasimodo seine steinernen Freunde anzweifelt und beleidigt („Nur aus Stein“), ziehen sie sich (vorübergehend) von ihm zurück.</p>
<p>Jede der Glocken, die in Alexander Dodges Bühnenbild anmutig und gewaltig zugleich erscheinen, hat einen Namen, den Quasimodo ehrfurchtsvoll und voller Liebe ausspricht. „Draußen“ hat einen wunderschönen, kindlichen Charme und ist voller Neugier. David Jakobs gelingt es, den entstellten Glöckner stimmlich sehr verletzlich zu intonieren. Seine Jugend hilft ihm dabei, binnen Sekunden zu einem großen Sympathieträger zu werden.</p>
<p>Das Kostümdesign von Alejo Vietti besticht durch viele Details und eine weniger „schreiende“ Farbenpracht. Es wirkt alles etwas dezenter und natürlicher als man es sonst von Disney-Musicals gewöhnt ist. Kostümwechsel finden vor den Augen der Zuschauer statt, in dem kleine Einzelteile ausgetauscht werden, die das Gesamtbild komplett verändern.</p>
<p>Dies gilt auch für die alle Männer bezirzende Esmeralda (Mercedesz Csampai). Ihr Slow-Motion-Tücher-Tanz ist sehr lasziv gedacht, doch Csampai wirkt zu sehr wie eine Latina und ihr Hüftschwung ist mit dem einer versierten Bauchtänzerin nicht zu vergleichen. Dies mag aber durchaus Absicht von Chase Brock (Choreographie) gewesen sein, denn auch viele Ensemble-Tanznummern haben einen eindeutig spanischen Einschlag, der aber leider von den Tänzern tendenziell wenig akkurat umgesetzt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2229 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei Männer – Frollo, Hauptmann Phoebus  und Quasimodo – wickelt Esmeralda spielend um den Finger. Ihre Zuneigung zu Quasimodo ist echt, sie verbringt Zeit mit ihm im Glockenturm von Notre Dame, lässt sich von ihm Gebärdensprache (toller Clou, denn laut Hugo’s Vorlage hat Quasimodo durch den Lärm der Glocken sein Gehör verloren) beibringen und fühlt sich sichtlich geborgen.</p>
<p>Ihre Stärke zeigt sich insbesondere dann, wenn sie sich frech gegen Frollo stellt.</p>
<p>Dieser sieht in ihr zunehmend eine Bedrohung – nicht nur für seine selbst auferlegte Keuschheit. Die erblühende Leidenschaft zwischen Esmeralda und Phoebus ist ihm ebenso ein Dorn im Auge wie die Zuneigung, die Esmeralda ganz offensichtlich für Quasimodo hegt. „Feuer der Hölle“ ist folgerichtig sehr intensiv, denn Felix Martin wird vom Chor großartig unterstützt – Gänsehaut pur!</p>
<p>Hauptmann Phoebus (Maximilian Mann) ist nicht bloß der tumbe Schönling, den man aus dem Disney-Trickfilm kennt, sondern hat durchaus Charakterstärke, die sich insbesondere in seinem Widerstand gegen Frollo zeigt. Den Kampf zwischen Frollo und Phoebus am Ende des ersten Akts beenden die Zigeuner mit einem (viele Zuschauer erschreckenden) Knalleffekt. Damit retten sie jedoch beiden Kontrahenten das Leben.</p>
<p>Doch das Drama geht weiter: Quasimodo muss mit ansehen, wie sich Esmeralda und Phoebus lieben, und Frollo verspricht Esmeralda Phoebus das Leben zu schenken, wenn sie ihm zu Willen ist. Sie willigt nur scheinbar ein, doch nachdem Phoebus bei Quasimodo in Sicherheit ist, wendet sie sich von Frollo ab und landet daher auf dem Scheiterhaufen. Dort spuckt sie Frollo ins Gesicht und sieht ihrem Ende entgegen. Doch Quasimodo rettet sie, während sich Clopin  um Phoebus Sicherheit kümmert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2228 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg" alt="" width="400" height="298" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Leider hält das vermeintliche Glück nicht lange: Esmeralda stirbt kurz nach ihrer Rettung, woraufhin sich Quasimodos geballte Wut entlädt und er den Verursacher allen Leids, Frollo, vom Kirchturm wirft.</p>
<p>Parnells Buch ist deutlich dichter dran an Victor Hugo’s düsterer Vorlage und lässt den „Disney-Filter“ weitgehend weg. Nicht unbedingt das Richtige für kleinere Kinder, aber ab 12 Jahren kann man die Handlung sicherlich verarbeiten. In Kombination mit symphonischen Showstoppern wie „Herz aus Stein“, „Hilf den Verstoß’nen“ und natürlich dem Ohrwurm „Einmal“ – der in der neuen Inszenierung sehr ruhig und melancholisch ist – wird der „Glöckner von Notre Dame“ richtig erwachsen.</p>
<p>Der Star der Show ist neben Quasimodo der 24-köpfige Chor, der mal a capella, mal als Verstärkung des Ensembles richtig Druck macht und für zahlreiche Gänsehautschauer sorgt. Die Zigeuner hingegen bleiben trotz schwungvoller Songs („Drunter Drüber“) blass, gleiches gilt für ihren „König“ Clopin (Gavin Turnbull), der zwar mit viel Wortwitz agiert, aber so richtig präsent ist er nicht.</p>
<p>Dafür haben die Wasserspeier – wie bereits erwähnt – deutlich an Bedeutung hinzugewonnen. &#8222;Ein Mann wie du&#8220;, Wie aus Stein&#8220; und das finale „Einmal“ bestechen durch Witz, Freundschaft und Tiefgang. Insbesondere die letzte Szene, in der zunächst alle mit Masken und entstellt auf die Bühne kommen, was am Ende durch Quasimodo aufgelöst wird, indem er sich selbst von Buckel und Maske befreit, bleibt lange im Gedächtnis haften.</p>
<p>Die neue Tourfassung von „Der Glöckner von Notre Dame“ ist sehens- und hörenswert. Das Bühnenbild wirkt durch seine Holzkonstruktion spartanisch und warm zugleich. Das Orchester (in Stuttgart unter der bewährten Leitung von Bernhard Volk) verleiht Menkens Kompositionen genau das richtige Volumen und bringt sowohl die leisen Töne als auch die symphonischen Passagen absolut souverän zu Gehör.</p>
<p>Die aktuelle Besetzung ist durch die Bank gut, allen voran David Jakobs, der den verspielten, naiven und liebenswert ehrlichen Quasimodo sowohl spielerisch als auch gesanglich von der ersten bis zur letzten Minute sehr glaubwürdig durch die Achterbahn der Gefühle steuert. Felix Martin gelingt der Spagat zwischen Frollos durch eigene Fehler und dem klerikalen Machtmenschen bedingte Verbitterung hervorragend. Es ist spannend zu sehen, wie Martin hinter dieser streitbaren und umstrittenen Figur verschwindet. So kennt man ihn ganz sicher nicht. Und Mercedesz Csampai legt Esmeralda weniger oberflächlich an als man es sonst gewohnt ist. Manchmal ist sie jedoch zu ernst und zu erwachsen, da wäre etwas mehr Leichtigkeit schöner gewesen.</p>
<p>Doch auch in Scott Schwartz&#8217;s Inszenierung sind es die Wasserspeier, die das gesellschaftliche Gewissen repräsentieren. Hier findet sich jeder in der ein oder anderen Ansicht oder Haltung wieder. Großartig!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span class="Bold" style="color: #003366;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. Februar 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>David Jakobs</span>, Felix Martin, Maximilian Mann, Mercedesz Csampai, Gavin Turnbull</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Scott Schwartz / Alan Menken</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> D. Overmann / J. Persson</span></div>
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		<title>Schwungvolle Inszenierung des Charles Dickens Klassikers</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schwungvolle-inszenierung-des-charles-dickens-klassikers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 15:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
		<category><![CDATA[Annemarie Eilfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Michael Steffan]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Ron Holzschuh]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterzelt Neue Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Geist der Weihnacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über diese Produktion kann man viel Schönes berichten, doch auch der erste Eindruck zählt. Und dazu gehören an diesem Nachmittag lediglich gut 300 Gäste die sich ihren Platz im weiten Rund des 1.500 Plätze Theaterzelts aussuchen können. Schade, dass man seitens des Veranstalters hier nicht kurzfristig die Ränge geschlossen hat. Darüber hätten sich viele Besucher ...</p>
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<div id="body_content">Über diese Produktion kann man viel Schönes berichten, doch auch der erste Eindruck zählt. Und dazu gehören an diesem Nachmittag lediglich gut 300 Gäste die sich ihren Platz im weiten Rund des 1.500 Plätze Theaterzelts aussuchen können. Schade, dass man seitens des Veranstalters hier nicht kurzfristig die Ränge geschlossen hat. Darüber hätten sich viele Besucher sicherlich sehr gefreut. Zudem wäre es für die Darsteller sicherlich ein schöneres Gefühl gewesen, in strahlende Augen zu schauen als vor den zahlreichen leeren Sitzreihen an der Bühne zu spielen.</p>
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<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
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<p class="Body">Außerdem fühlt es sich für niemanden angenehm an, im Abfall der vorangegangenen Show zu sitzen. Hier wäre etwas mehr Auge fürs Detail beim Veranstalter wünschenswert gewesen. Ansonsten gibt es hierzu ja auch keinen Grund zur Klage, denn im (zugegebenermaßen völlig überhitzten) Foyer gibt es verschiedene englisch thematisierte Sitzecken und verschiedenste Bars, die zum Verweilen einladen.</p>
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<p class="Body">Die Geschichte von Ebenezer Scrooge, dem grantigen Geizhals, der von den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft heimgesucht wird, dürfte auch hierzulande inzwischen durchaus bekannt sein. Marley, Scrooge’s ehemaliger Geschäftspartner, ist als Geist in der Zwischenwelt gefangen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem alten Freund die Verbitterung auszutreiben und ihm zu zeigen, wie schön sein Leben sein könnte, wenn er sein Verhalten nur ein wenig ändern würde. Begleitet werden die beiden auf ihrer Reise vom Weihnachtsengel, der sich am Ende als Scrooge’s große Liebe Belle entpuppt, die seit ihrem Tod über das Leben ihres Ebenezers gewacht hat.</p>
<p class="Body">Natürlich gibt es ein Happy End! Auch wenn Scrooge seine Belle für immer verloren hat, gewinnt er doch neue Freunde – allen voran die Familie seines Mitarbeiters Cratchit – und wird fortan kein Weihnachtsfest mehr allein verbringen müssen.</p>
<p class="Body">Dieses Musical feierte am gleichen Ort bereits vor 14 Jahren Premiere und ist keinesfalls eine Kopie des Alan Menken Stücks.  Dirk Michael Steffan (Musik) und Michael Tasche (Buch) haben ein sehr rundes, in sich stimmiges Stück kreiert, das kurzweilig und unterhaltsam ist. Wie bei einem Weihnachtsmusical nicht anders zu erwarten, sind einige Songs und Dialoge speziell auf die junge Zielgruppe abgestimmt. Dazu gehört auch, dass Marley die Zuschauer ins Spiel mit einbezieht. Der freche, unbeirrbare Geist ist der große Sympathieträger der Geschichte und Ron Holzschuh weiß diesen Trumpf gekonnt auszuspielen.</p>
<p class="Body">Sein Bewährungsprojekt ist Scrooge, der dank Felix Martin ungeahnte Facetten an den Tag legt. Er ist nicht nur grantig, geizig und ewig schlecht gelaunt. Martin gelingt es eindrucksvoll, den Bogen von der Verbitterung zum Bedauern, vom Geiz zum Geben, zu spannen. Dabei legt er nicht nur viel Gefühl in sein Spiel, sondern transportiert auch mit seinen Soli sehr viele Emotionen.</p>
<p class="Body">Weniger authentisch hingegen ist Annemarie Eilfeld als Engel. Sie wirkt eher steif und kann die tiefe Liebe, die es zwischen Belle und Scrooge einmal gab, nicht zum Ausdruck bringen. Auch gesanglich kann die DSDS-Halbfinalistin nicht überzeugen.</p>
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<p class="Body">Die Charaktere sind insgesamt sehr glaubhaft entwickelt und für Kinder gut zu verstehen. Dazu zählt auch die spendable Vorzeigefamilie Fezziwig. „Nur eine Kleinigkeit“, wo die Familie alle Freunde und Bekannte zu einem opulenten Weihnachtsmahl einlädt, gehört zu den lustigen Nummern der Show.</p>
<p class="Body">Einige gute Ensemblesongs wie die Geister mit ihrem „Oops, das tut uns leid“ oder auch „In Ketten geschmiedet“ wurden leider ein Opfer der miserablen Tontechnik. Auch wenn am Tonpult mehrere Techniker saßen, ist es ihnen während der kompletten Show nicht gelungen, den Sound so zu regeln, dass man ihn auch über die Boxen im Zuschauerbereich hört. Meistenteils hat man die Sängerinnen und Sänger nahezu unverstärkt gehört. Dabei passierte es dann auch nur allzu oft, dass die Solisten im Ensemblegesang untergingen.</p>
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<p class="Body">Bei „Diese Nacht soll niemals enden“ zeigt sich, dass Steffan’s Kompositionen beileibe nicht trivial sind. So angenehm sie ansonsten dahinfließen, das zwei- bzw. am Schluss dreistimmige Arrangement dieses Songs ist bemerkenswert rund.</p>
<p class="Body">Auch Bühnenbild, Lichtdesign und Video bilden eine sehr harmonische Einheit. Die Wandlung von der lebendigen, erleuchteten Stadt zu Scrooge’s kargem Büro mit riesigem Tresor gelingt ganz hervorragend, die Videoprojektionen erzeugen in viele Szenen eine zusätzliche Weite, die sehr gut ins Gesamtbild passt. Doch auch hier spielt der Faktor Mensch einige Male einen Streich: Der Spotfahrer erfasst die singenden Akteure sehr häufig zu spät oder einfach falsch!</p>
<p class="Body">Bleiben noch die Choreographien. Auch diese fügen sich hervorragend in das von Alex Balga geschaffene London aus Dickens’ Zeiten ein. Sie sind schwungvoll, das Publikum kann mitklatschen und hat seine Freude an den herumwirbelnden Kleidern und dem Schneegestöber. Für „In Ketten geschmiedet“ hat Natalie Holtom ganz eindeutig Anleihen bei Dennis Callahan gemacht, denn die Bewegungsabläufe, synchronen Zuckungen und hoch gereckten Arme erinnern arg an „Tanz der Vampire“.</p>
<p class="Body">Das Finale zeigt noch einmal das (fast) perfekte Zusammenspiel aller Gewerke: Marley und der Engel entschweben Richtung Himmel – der geschmackvoll erleuchteten, sich in der Mitte öffnenden Bühnenrückleinwand, Felix Martin spielt den überglücklichen Scrooge nah am Rand des Wahnsinns und hat mit der Moral von der Geschichte das unbestreitbar wahre Schlusswort: „Wenn ich Liebe gebe, werde ich reich!“</p>
<p class="Body">„Vom Geist der Weihnacht“ ist ein sehr gut inszeniertes, mit viel Gespür für Details auf die Bühne gebrachtes Weihnachtsmusical für die ganze Familie. Genau so etwas sucht man in der hektischen Vorweihnachtszeit!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theaterzelt Neue Mitte, Oberhausen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>26. November 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Felix Martin, Ron Holzschuh, Annemarie Eilfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Alex Balga / Dirk Michael Steffan<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Jens Ochmann<br />
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		<title>Das Beste was Musicals in Deutschland zu bieten haben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-beste-was-musicals-in-deutschland-zu-bieten-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2003 15:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Musical Gala]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Color Line Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Drew Sarich]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jasna Ivir]]></category>
		<category><![CDATA[Maricel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter diesem Titel präsentierte die Stage Holding das Beste, was ihre Produktionen hergaben. Zumindest wurde vollmundig angekündigt, dass in der Köln Arena „die bekanntesten und größten Highlights der erfolgreichsten Musicals unserer Zeit in absoluter Top-Besetzung“ präsentiert werden sollten. 100 Künstler waren angekündigt, darunter ein 30-köpfiges Orchester und die Stars der einzelnen Produktionen. Allerdings war das, ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_335">
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<p class="Body">Unter diesem Titel präsentierte die Stage Holding das Beste, was ihre Produktionen hergaben. Zumindest wurde vollmundig angekündigt, dass in der Köln Arena „die bekanntesten und größten Highlights der erfolgreichsten Musicals unserer Zeit in absoluter Top-Besetzung“ präsentiert werden sollten. 100 Künstler waren angekündigt, darunter ein 30-köpfiges Orchester und die Stars der einzelnen Produktionen.</p>
<p class="Body">Allerdings war das, was geboten wurden, dass letztlich nur als Mittelklasse einzustufen. In knapp 30 Songs wurden mehr oder weniger bekannte Stücke der Stage Holding International beworben. Darunter waren allein vier Stücke aus „Mamma Mia!“ sowie je zweimal „Der König der Löwen“ und „Elisabeth“. Das diese Selbstgänger noch einer so intensiven Werbung benötigen, erscheint im Rahmen einer Best Of-Gala etwas unangebracht.</p>
<p class="Body">Stücke wie „Tanz der Vampire“, „42nd Street“ oder „Les Misérables“, die allesamt über ausreichend Hitpotential verfügen, wurden mit je einem Song abgespeist. Da erstaunte es sehr, dass „Aida“ – ebenfalls eher als Problemkind der Stage Holding &#8211; gleich mit drei Songs vertreten war.</p>
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<div class="text-content style_External_669_839">
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<p class="Body">Allerdings verwunderte sowohl die Auswahl der Songs als auch die Besetzung. Warum singt nicht Zoser-Erstbesetzung Kristian Vetter „Eine Pyramide mehr“, sondern Drew Sarich (dessen Leistung allerdings tadellos war und sehr beeindruckte)? Warum wurde nicht Amneris’ Paradestück „Mein Sinn für Stil“ präsentiert – immerhin war Maricel ja Bestandteil der Gala? Und wo war die neue Aida Judith Lefeber? Stattdessen mühte sich Ana Milva Gomes mit der Vertretung ab. Hätte man dafür nicht vielleicht Florence Kasumba einsetzen können? Immerhin hat sie diese Rolle zwölf Monate lang gespielt.</p>
<p class="Body">Und ob Stücke wie „Gypsy“, „Smokey Joe’s Café“ oder „Copacabana“ wirklich zu den erfolgreichsten Musicals unserer Zeit zählen, darf ebenfalls bezweifelt werden.</p>
<p class="Body">Genug der Kritik. Immerhin hatte diese Gala auch einiges positives zu bieten: Uwe Kröger brillierte als Tod aus „Elisabeth“ genauso wie als Kardinal Richelieu aus „3 Musketiere“. Dass diese Rolle zur Deutschlandpremiere ab 3. April 2005 von Uwe Kröger gespielt werden würde, stand bereits lange vor der Gala fest. Jedoch konnte sich das Publikum davon überzeugen, dass ihm der machthungrige Kardinal gut zu Gesicht steht. In zwei weiteren Stücken aus dem holländischen Erfolgsmusical „3 Musketiere“ stand Felix Martin als D’Artagnan im Mittelpunkt. Mit viel Energie und Leidenschaft verkörperte er den Möchtegern-Musketier und macht Lust auf mehr. Dennoch ist sicher, dass der sympathische Künstler die Vampire in Hamburg ein weiteres Jahr als alternierender Graf anführen wird. Die Rolle des jugendlichen Draufgängers, der nicht nur den Respekt der drei Musketiere, sondern auch das Herz von Constanze erobert, wird der ehemalige alternierende „Aida“-Radames Patrick Stanke spielen.</p>
<p class="Body">Von den „Stars“ der neun großen deutschen Musicalproduktionen war nur ein Bruchteil anwesend: Thomas Borchert wurde immerhin durch Felix Martin vertreten. Jessica Kesslers Part bei „Totale Finsternis“ übernahm Maricel, der die Rolle des jungen Mädchens jedoch nicht wirklich zu liegen schien. Isabel Dörfler stand stellvertretend für ihre Kollegen von „42nd Street“ auf der Bühne. Jasna Ivir und Carolin Fortenbacher repräsentierten die beiden „Mamma Mia!“-Ensembles. Von „Les Misérables“ war außer Uwe Kröger niemand mit von der Partie. Lediglich aus „Starlight Express“ reisten mit Bernie Blanks und Lothair Eaton die beiden Erstbesetzungen an.</p>
<p class="Body">Darüber hinaus ging die Besetzung der Rollen teilweise recht seltsame Wege: Maricel lieferte mit „Nur für mich“ eine genauso wenig überzeugende Leistung ab wie Carolin Fortenbacher als Grizabella oder die junge Muse des Phantoms der Oper. Und ob Jasna Ivir als Elisabeth mit „Ich gehör nur mir“ wirklich glücklich war?</p>
<p class="Body">Die wirklichen Highlights waren – neben der gelungenen Präsentation von vier Stücken aus „3 Musketiere“ – die kurzen Sequenzen, die sich die Darsteller scheinbar selbst ausgesucht hatten. So zog Isabel Dörfler beim Titelsong von „Cabaret“ alle Blicke auf sich und auch „Hello, Dolly!“ mit Carolin Fortenbacher als Titelfigur war gefällig inszeniert. Den aufreizendsten Auftritt hatte jedoch Felix Martin als Frank’N’Furter mit „Sweet Tranvestite“. In dieser Rolle hatten ihn sicherlich die wenigsten der rund 14.000 Zuschauer pro Show vermutet. Genau solche Schmankerl sind es, die ein Publikum von einer Best Of-Gala erwarten können muss!</p>
<p class="Body">Drew Sarich hatte sichtlich Spaß daran, dem Publikum einen Ausblick auf das vielleicht doch noch irgendwann zu Bühnenreife gelangende Scorpions-Stück „Wind of Change“ zu präsentieren, und rockte „Like a Hurricane“ über die Bühne.</p>
<p class="Body">Jasna Ivir schlüpfte für die Gala noch einmal in die Rolle der Rosie. Sie lieferte zusammen mit Moderator Sebastian Deyle und „Komm und wag’s mit mir“ eine der lustigsten Nummern des Abends ab.</p>
<p class="Body">Generell war der zweite Akt viel straffer und abwechslungsreicher zusammengestellt als der erste. Aber ob „Best of 2004“ sich in dieser Form für eine Tour oder Fortsetzung anbietet? Sicherlich nicht. An der Umsetzung gab es nichts zu mäkeln, denn Ton, Licht und Inszenierung waren durchweg gut. Doch die Ankündigungen der Stage Holding ließen wesentlich mehr erwarten. Hinzu kommt, dass die Eintrittspreise von bis zu 70 € die Erwartungen sicherlich zusätzlich nach geschraubt hatten. Im Großen und Ganzen jedoch, hielt die Leistung nicht das, was Preis und Werbung versprachen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="bumper">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Color Line Arena, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carolin Fortenbacher, Jasna Ivir, Maricel, Felix Martin, Drew Sarich</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding</span></p>
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		<title>Die Wunder sind vorüber!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-wunder-sind-vorueber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2002 11:56:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach nur 320 Vorstellungen senkte sich der Vorhang für »Mozart! – Das Musical« in der Neuen Flora Hamburg zum letzten Mal. Das Aus für die Wiener Erfolgsproduktion von Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze kam sehr viel schneller als geplant. Doch bevor sich der fulminante Sternenhimmel, der jeden Besucher bereits beim Betreten des Saals verzauberte, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach nur 320 Vorstellungen senkte sich der Vorhang für »Mozart! – Das Musical« in der Neuen Flora Hamburg zum letzten Mal.</p>
<p class="Body">Das Aus für die Wiener Erfolgsproduktion von Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze kam sehr viel schneller als geplant. Doch bevor sich der fulminante Sternenhimmel, der jeden Besucher bereits beim Betreten des Saals verzauberte, für immer verdunkelte, gaben alle »Mozart!«-Darsteller, das Orchester und die Backstage-Mitarbeiter noch einmal ihr Bestes, um die kurze »Mozart!«-Zeit in Hamburg stilvoll zu beenden.</p>
<p class="Body">Die Show begann unter dem frenetischen Jubel der 1.800 Gäste. Die erste längere Unterbrechung gab es schon nach der 3. Szene, in der Felix Martin (Fürsterzbischof Colloredo) mit &#8222;Wo bleibt Mozart?&#8220; die Besucher zu spontanen Standing Ovations hinriss. Großen Applaus erntete auch Ethan Freeman, der als Leopold Mozart das Publikum zu Tränen rührte als er seinem Sohn Wolfgang ein letztes verzweifeltes Mal den guten Rat gab &#8222;Schließ&#8216; Dein Herz in Eisen ein&#8220;.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1377">
<div class="style_2">
<p class="Body">Dass diese »Mozart!«-Vorstellung eine ganz besondere war, wurde jedem spätestens in der Praterszene klar, nach der die Requisiteure eine weiße Fahne mit der Aufschrift „Tschüß“ aus dem Weberschen Wohnmobil hängten und beim Verlassen der Bühne zum Abschied ins Publikum winkten.</p>
<p class="Body">Die ganze Show war gespickt mit vielen kleinen Hinweisen auf das Ende des Stücks. Am deutlichsten waren gezielte Textänderungen von Aleksander di Capri, der als Graf Arco den rebellischen Wolfgang Mozart (ein letztes und erneut außergewöhnliches Mal gespielt von Yngve Gasoy-Romdal) nach Bad Hersfeld schickte, anstatt nach Salzburg – eine Anspielung auf Yngve Gasoy-Romdals dortiges Engagement als Jesus in Andrew Lloyd Webbers Jesus Christ Superstar. Am Ende der vorletzten Szene im 1. Akt fanden sowohl Aleksander di Capri als auch Yngve Gasoy-Romdal die eindringlichsten Worte: &#8222;Schade um uns Mozart! Jetzt ist es aus mit uns!&#8220; &#8222;Nein, wir fangen erst an, jetzt sind wir frei!!!!&#8220; Das Ergebnis dieser sehr emotionalen Einlage waren minutenlange Standing Ovations.</p>
<p class="Body">Nachdem der letzte Ton von „Wie wird man seinen Schatten los?“ verklungen war und Yngve Gasoy-Romdal den 1. Akt trotz seiner Rückenverletzung mit dem legendären Sprung über die Klaviertasten beendet hatte, wollte der Applaus für die grandiose Leistung des Ensembles nicht enden.</p>
<p class="Body">Auch im 2. Akt fanden die »Mozart!«-Darsteller die passenden Worte zum abrupten Ende der Spielzeit. So beklagte sich Maricel alias Constanze bei Wolfgang über die Umstände, die zur Absetzung des Stücks geführt haben, anstatt (wie es im Skript steht) um Schutz vor ihrer herrischen Mutter und deren Freund zu bitten: &#8222;Die haben mich hier rausgeworfen! Und Geld bekomme ich auch keins mehr!&#8220;</p>
<p class="Body">Einen Lacher ernteten die Requisiteure, die der Königin der Nacht, die während des Zauberflötenmedleys von der Bühnendecke schwebt, ein brasilianisches Fußballtrikot übergezogen hatten. Diese witzige Showeinlage drängte die aufsteigende Trauer noch einmal kurzzeitig zurück.</p>
<p class="Body">Als jedoch die Sterbeszene vorüber war und sich das »Mozart!«-Ensemble an den Bühnenrand vorwagte, um ein letztes Mal gemeinsam „Wie wird man seinen Schatten los?“ zu singen, stand bereits das gesamte Publikum und zwischen all den Jubelrufen und begeisterten Pfiffen hörte man tiefe Schluchzer und sah um sich herum viele Gäste mit Tränen in den Augen. Aber auch den Darstellern ging es nicht besser…</p>
<p class="Body">Der Geschäftsführer der Neuen Flora, Dieter Powitz, hielt eine kurze Rede und bedankte sich bei allen, die »Mozart!« während der schweren Monate in Hamburg unterstützt hatten. Dann bat er die Schöpfer von »Mozart!« Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze zusammen mit den weiteren Wolfgang-Darstellern Fritz Schmid, Martin Pasching und Fernand Delosch auf die Bühne.</p>
<p class="Body">Aber damit war die letzte »Mozart!«-Show noch nicht zu Ende&#8230;</p>
<p class="Body">Das Ensemble hatte sich noch eine ganz besondere Überraschung ausgedacht: Zunächst hörte man nur ein einsames Klavier, das ein Lied anstimmte, dass von vielen Besuchern der Hamburger »Mozart!«-Inszenierung als das schönste des gesamten Stücks bezeichnet wurde: „Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise!“ erklang noch einmal in einer wundervollen Interpretation. Das zu Tränen gerührte Ensemble und ein sichtlich ergriffener Hauptdarsteller sangen die ersten Worte des in diesem Moment so passenden Liedes. Die nächste Strophe wurde von den vier Wolfgang-Darsteller allein gesungen und auch die „Originalfassung“, in der Wolfgang, sein Vater Leopold, seine Schwester Nannerl und seine Mutter Maria-Anna voneinander Abschied nehmen, wurde in einer weiteren Strophe aufgegriffen.</p>
<p class="Body">Wer bis zu dieser Minute dem Ende von »Mozart!« noch relativ gelassen entgegen gesehen hatte, rang spätestens jetzt mit seiner Fassung. Zahllose Rosen, Geschenke und Plakate, die zu den Darstellern auf die Bühne geworfen wurden, taten ein übriges, um jedem im Publikum klar zu machen, dass er hier die letzten Minuten eines der besten deutschsprachigen Musicals erlebte.</p>
<p class="Body">Abschließend sangen die »Mozart!«-Darsteller zusammen mit allen 1.800 Gästen ein letztes sehr bewegendes Mal „Gold von den Sternen“ und dann senkte sich der letzte Vorhang von »Mozart!« in Hamburg.</p>
<p class="Body">Für die Mitarbeiter der Neuen Flora gab es zum Abschied noch eine Dernierenparty, auf der sich die Künstler und Backstage-Mitarbeiter von ihrem »Mozart!« verabschieden konnten. Doch zuvor gab es noch eine eilig einberufene Mitarbeiterversammlung, auf der den Mitarbeitern das verkündet wurde, was am nächsten Tag in allen Zeitungen stand: dass die Stage Holding vier der fünf Stella-Theatern kaufen würde und die Nachfolgeproduktionen ebenfalls bereits feststehen.</p>
<p class="Body">Auch, wenn sich alle gewünscht hatten, dass es mit »Mozart!« weitergehen würde, war die verkündete Übernahme der Neuen Flora durch die Stage Holding ein Lichtblick. Aber bevor sich irgend jemand Gedanken über die Zukunft in Form eines riesigen Atlantik-Kreuzers namens »Titanic« machte, wurde im Foyer der Neuen Flora noch einmal eine der berühmt-berüchtigten Stella-Partys gefeiert: Es gab ein großes Buffet; und der DJ spielte einen Musikmix, der auch den erschöpftesten Mitarbeiter zum Tanzen animierte.</p>
<p class="Body">Dennoch sah man überall auch Menschen, die sich traurig in den Armen lagen und spürte ein bisschen von dem Wehmut über das plötzliche Ende von »Mozart!«. Es ließ sich eben doch nicht verhehlen, dass es sich um eine Abschiedsfeier handelte – Abschied von »Mozart!«, vom Theater, von den lieb gewonnenen Kolleginnen und Kollegen…</p>
<p class="Body">Als es am Montag morgen in Hamburg schon wieder hell wurde, war die Dernierenparty immer noch in vollem Gang.</p>
<p class="Body">Dass ein musikalisch und künstlerisch erstklassig besetztes Stück nach insgesamt nicht einmal 750 Vorstellungen in Wien und Hamburg abgesetzt werden muss, ist sehr schade. Das ist absolut kein Alter für Musical, wenn man bedenkt, dass Stücke wie »Cats«, »Starlight Express« und »Das Phantom der Oper« in Deutschland seit weit über zehn Jahren laufen und auch »Elisabeth« im Herbst 10-jähriges Jubiläum feiert. Vielleicht darf ja auch »Mozart!« eines Tages an einem anderen Standort eine Wiederauferstehung feiern.</p>
<p class="Body">Den 35 Künstlern, die in den vergangenen Monaten Abend für Abend auf der Bühne der Neuen Flora standen und die Besucher in ihren Bann zogen, kann man nur wünschen, dass sie möglichst bald ein Engagement bei einem ähnlich anspruchsvollen Musical und einem so begeisterungsfähigen Publikum wie dem in der Neuen Flora Hamburg finden.</p>
<p class="Body">Und für die Mitarbeiter der Neuen Flora bleibt zu hoffen, dass die Stage Holding nicht allzu viele Personalkürzungen vornimmt und dass das grandiose Team, das »Das Phantom der Oper« und »Mozart!« betreut hat auch der »Titanic« beim deutschen Stapellauf zur Seite stehen kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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</div>
<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>30. Juni 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Felix Martin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong>  Michael Kunze / Sylvester Levay<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stella Entertainment<br />
</span></div>
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