<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Dominik Hees-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/dominik-hees/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/dominik-hees/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Jun 2021 13:54:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Dominik Hees-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/dominik-hees/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Genau so soll Andrew Lloyd Webbers Klassiker aussehen und klingen!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/genau-so-soll-andrew-lloyd-webbers-klassiker-aussehen-und-klingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2020 21:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Auler]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Anneke Brunekreeft]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Obermeier]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Arquin]]></category>
		<category><![CDATA[Carin Filipcic]]></category>
		<category><![CDATA[Chrissie Cartwright]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Hees]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Gerben Grimmus]]></category>
		<category><![CDATA[Lucius Wolter]]></category>
		<category><![CDATA[Ronacher]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Martin Allan]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2859</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/genau-so-soll-andrew-lloyd-webbers-klassiker-aussehen-und-klingen/">Genau so soll Andrew Lloyd Webbers Klassiker aussehen und klingen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier viel zu entdecken und man wird unweigerlich wieder zum neugierigen Kind.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2865 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sofort ins Auge sticht das Nummernschild am Schrottauto, in dem Jenny Fleckenreich ein Schläfchen hält: NAP70 – das zeugt von einem sehr langen Weg und einer breiten Vielfalt an Sets, denn in der Weltpremierenfassung prangte noch ein NAP1 an dem von Bühnen-Designer John Napier ersonnenen Pkw-Heck. Auch ansonsten gibt es kleine Farbänderungen und andere Marken auf dem Müllhaufen, den die Katzen ihr zuhause nennen, aber das Gefühl stimmt. Alan Walker hat hier ein sehr gutes Händchen für Originalität bewiesen.</p>
<p>Auch die Katzen selbst sind nur in Nuancen verändert, das Fell am Kopf vielleicht hier und da etwas flauschiger. John Napier, Tracy Stiles und Jenny Dean haben in Wien Hand angelegt und bis auf Macavity (der leider seiner farbenfrohen Fransen verlustig gegangen ist) sehen alle Katzen genauso aus, wie man sie in Erinnerung und liebgewonnen hat.</p>
<p>Das klingt alles ziemlich nach Standard und nichts Besonderem? Mag sein, aber genau diese Besinnung auf das Ursprüngliche macht diese Inszenierung so sehenswert. Kein sichtbarer Sparzwang, keine krampfhaften Kürzungen, einfach nur ein hervorragend gemachtes Ensuite-Musical.</p>
<p>Ein weiteres großes Plus an Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien ist das große Orchester. Péter Bíró dirigiert an diesem Abend 27 Musiker, die Lloyd Webbers Kompositionen bis auf den letzten Ton perfekt intonieren. Im Zuschauersaal des Ronacher kommt der volle Sound in höchster Qualität an.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2863 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bei der Besetzung hat das Kreativteam rund um Associate Director Chrissie Cartwright, die das Stück ganz im Stil von Trevor Nunn und Gillian Lynne inszeniert hat, einige Schätze vorzuweisen. Allen voran Carin Filipcic, die sich die Rolle der Grizabella mit Wietske van Tongeren teilt. Ihre ausdrucksstarke Mimik, die verzweifelten Tanzschritte in Erinnerung an ihre Jugend – das allein weckt schon viel Mitleid. Ihre kraftvolle Stimme und die beeindruckende Stimmkontrolle machen „Erinnerung“ zu dem erwarteten Highlight des Abends. Danach muss man erstmal tief durchatmen, um sich emotional wieder zu sammeln.</p>
<p>Dominik Hees wirbelt als Unruhestifter Rum Tum Tugger über die Bühne. Mit seinem Charme wickelt er Kätzchen wie Publikum gleichermaßen um die Pfoten. Er verleiht Tugger eine rockig-soulige Note, die dem Chaos-Kater sehr gut zu Gesicht steht. Wenige, gekonnt platzierte Phrasierungen machen „Rum Tum Tugger“ und „Mr. Mistoffelees“ zu absoluten Schmankerln.</p>
<p>Als Munkustrap, den eleganten, schützenden Anführer der Katzen, wurde Alexander Auler besetzt. Seine erste große Rolle nach dem Ende des Studiums im vergangenen Jahr füllt der Niedersachse mit einer beachtlichen Bühnenpräsenz, der perfekten Stimmlage und einem lupenreinen Gesang. Vor dieser Leistung kann man nur der Hut ziehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2867 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Lucius Wolter ist ein ungewöhnlich junger, leichtfüßiger Alt Deuteronimus, doch er spielt das Katzenoberhaupt mit viel Würde und verleiht ihm einen weisen und doch selbstbewussten Klang. Auch Birgit Arquin (Bombalurina) und Anneke Brunekreeft (Demeter) sind eine sehr gute Wahl für die erzählenden Katzen im Hintergrund.</p>
<p>Eigens für diese Inszenierung wurde die Growltiger-Szene neu geschrieben. Felix Martin überzeugt als zittriger, alter Theaterkater deutlich mehr als als swingender Piratenkapitän. Inhaltlich ändert sich nichts an der Handlung. Griddlebone (Barbara Obermeier) verdreht Growltiger den Kopf. Das große Schiffssegel jedoch, die auf die rückwärtige Leinwand projizierte Tower Bridge und die jazzig-swingende Matrosennummer geben ihr einen anderen, weniger düsteren Twist. Es ist Geschmackssache, ob man diese Neuerung mag. Für mich ist diese Änderung entbehrlich.</p>
<p>Dem geneigten Musical-Publikum ebenfalls bestens bekannt ist Denise Jastraunig, die als Jenny Fleckenreich die Kakerlaken das Steppen lehrt. Ihre Spielfreude ist ansteckend und die Zuschauer fühlen sich sehr gut unterhalten. Stephen Martin Allan zeigt tänzerische Höchstleistungen als Mr. Mistoffelees und verzaubert das Publikum spielend. Da blickt man dann auch gern darüber hinweg, dass er &#8211; ähnlich wie Gerben Grimmus als Skimbleshanks &#8211; über einen starken Akzent verfügt, unter dem das Verständnis der Texte leidet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2864 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos Texte, auch diese entsprechend weitgehend dem Original von Michael Kunze, wenn auch in der leicht moderneren Fassung von vor 20 Jahren. Dass die Texte von der neuen Growltiger-Szene hierzu nicht so recht passen wollen, ist nur allzu verständlich.</p>
<p>Der Weg von Grizabella in die „Himmlischen Sphären“ führt einmal mehr über den Autoreifen. Dass dieser allerdings während des Aufstiegs vor und zurück „fährt“, ist sehr verwirrend. Doch die geniale Idee Grizabella auf einer Art Rampe in den Sternenhimmel zu ziehe und dort verschwinden zu lassen, ist großartig!</p>
<p>Ein ausverkauftes Haus auf einem Dienstag spricht für sich. Das Publikum war begeistert und stand schon wenige Sekunden nach dem letzten Ton auf, um die Darsteller jubelnd zu beklatschen. Hieran erkennt man einmal mehr, dass nichts dagegenspricht, Musical-Klassiker auf den Spielplan zu setzen – vorausgesetzt, man inszeniert nach dem Motto „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Denn nur so kann man ein bald 40 Jahre altes Musical über tanzende Katzen glaubwürdig präsentieren.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ronacher Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">18</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carin Filipcic, Dominik Hees, Lucius Wolter, Barbara Obermeier, Felix Martin, Alexander Auler, Stephen Martin Allan, Birgit Arquin, Anneke Brunekreeft, Gerben Grimmus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Chrissie Cartwright / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Vereinigte Bühnen Wien / Michaela Flint<br />
</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/genau-so-soll-andrew-lloyd-webbers-klassiker-aussehen-und-klingen/">Genau so soll Andrew Lloyd Webbers Klassiker aussehen und klingen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die perfekte Symbiose aus Glitzer und Tiefgang</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-perfekte-symbiose-aus-glitzer-und-tiefgang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2017 20:18:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Ebeling]]></category>
		<category><![CDATA[Cindy Lauper]]></category>
		<category><![CDATA[DB Bonds]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Hees]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Logemann]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Schuster]]></category>
		<category><![CDATA[Gino Emnes]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jeannine Wacker]]></category>
		<category><![CDATA[Kinky Boots]]></category>
		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Tilmann Madaus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2242</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viereinhalb Jahre nach der Broadwaypremiere und immerhin noch satte zwei Jahre nach der Premiere im Londoner West End kommt auch das deutsche Publikum endlich in den Genuss eines der schillerndsten Musicals der letzten Jahre: „Kinky Boots“! Es geht – wie der Name schon sagt – um „schräges Schuhwerk“, genauer gesagt um eine Schuhfabrik im beschaulichen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-perfekte-symbiose-aus-glitzer-und-tiefgang/">Die perfekte Symbiose aus Glitzer und Tiefgang</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viereinhalb Jahre nach der Broadwaypremiere und immerhin noch satte zwei Jahre nach der Premiere im Londoner West End kommt auch das deutsche Publikum endlich in den Genuss eines der schillerndsten Musicals der letzten Jahre: „Kinky Boots“!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2245 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/04-KB-Szenenmotiv_Everybody-say-yeah_preview-400x266.jpeg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/04-KB-Szenenmotiv_Everybody-say-yeah_preview-400x266.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/04-KB-Szenenmotiv_Everybody-say-yeah_preview.jpeg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es geht – wie der Name schon sagt – um „schräges Schuhwerk“, genauer gesagt um eine Schuhfabrik im beschaulichen englischen Northampton, die nur dadurch vor der Schließung bewahrt wird, dass sich der Erbe traut, einen scheinbar unpopulären Weg einzuschlagen und die gesamte Produktion auf ein Nischenprodukt auszurichten.</p>
<p>Das Publikum wird ohne Begrüßung direkt in die Handlung katapultiert: Flankiert von einem in roten Pumps tanzenden Jungen, lernt der kleine Charlie Price das Schuster-Handwerk von der Pieke auf, entscheidet sich dann aber – unterstützt von seiner Verlobten Nicola – dagegen, in die Schuhfabrik der Familie einzusteigen und will sein Glück im Marketing einer Londoner Firma versuchen. Schone kurze Zeit nachdem das Paar in London Fuß gefasst hat, stirbt Charlies Vater und der Sohn kehrt zurück ins rückständige, alten Werten verhaftete Northampton.</p>
<p>Hin- und hergerissen zwischen Tradition und Moderne, Verpflichtung und Liebe versucht Charlie sein Bestes, muss aber feststellen, dass die Fabrik schon lange nicht mehr profitabel ist. Schweren Herzens versucht er die langgedienten Mitarbeiter zu kündigen, was bei der quirligen Lauren einen Redeschwall auslöst, in dem sie Charlie nahelegt, „out of the box“ zu denken</p>
<p>Er erinnert sich an einem Abend in London, an dem er &#8211; seinen Frust in Alkohol ertränkend &#8211; auf die Drag Queen Lola traf. Eigentlich wollte er sie vor zudringlichen Halbstarken schützen, doch am Schluss bekommt er von Lola versehentlich einen Schlag versetzt und sie päppelt ihn wieder auf. Genauer gesagt fallen im die instabilen Absätze von Lolas extravaganten Stiefeln auf, die die Last eines erwachsenen Mannes schlichtweg nicht tragen können.</p>
<p>Er gewinnt Lola als Designerin und überzeugt die Belegschaft ihn in den kommenden Wochen dahingehend zu unterstützen, dass er seine neue Idee auf der Mailänder Schuhmesse vorstellen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2246 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/05-KB-Szenenmotiv-PrioB_preview-400x261.jpeg" alt="" width="400" height="261" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/05-KB-Szenenmotiv-PrioB_preview-400x261.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/05-KB-Szenenmotiv-PrioB_preview.jpeg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der Weg nach Mailand ist jedoch sehr holprig. Nicola zwingt Charlie, sich zwischen ihr und der Schuhfabrik zu entscheiden, und betrügt ihn zu allem Überfluss noch mit ihrem gemeinsamen Londoner Boss. Lola kehrt zurück zu ihren Wurzeln – aufs Land, wo Vorurteile über Cross-Dresser, Homosexuelle und jede Form der „Andersartigkeit“ die Regel sind. Natürlich sind auch die Fabrikarbeiter nicht frei von dieser Denke. Die Männer machen keinen Hehl daraus, dass ihnen der Mann in Frauenkleidern mehr als suspekt ist und sie ihn lieber heute als morgen wieder loswerden würden. Die Frauen hingegen freunden sich schnell mit Lola an.</p>
<p>Doch Charlie überspannt den Bogen: Er erwartet viel zu viel von seinen schwer schuftenden Mitarbeitern, beleidigt Lola, die sich daraufhin tief verletzt von ihm abwendet, und steht plötzlich vor den Scherben (nicht nur) seiner Existenz.</p>
<p>Die Geschichte von Charlie und Lola beruht auf einer wahren Begebenheit, insofern ist es nicht selbstverständlich, dass es ein Happy End gibt. Doch sowohl ihn der UK-Verfilmung von 2005 als auch in der von Harvey Fierstein (Buch) und Cindy Lauper (Musik) geschaffenen Musicalfassung wird der Ausblick auf die schillernde Zukunft von Charlie und Lola thematisiert, die, nachdem Charlie sich aufrichtig bei Lola entschuldigt hat, in Mailand mit ihren Stiefeln erfolgreich sind.</p>
<p>Am 3. Dezember 2017 feierte die deutsche Bühnenfassung (Songtexte: Kevin Schroeder, Dialoge: Ruth Deny) dieses nur auf den ersten Blick glitzernd-oberflächlichen Musicals im Operettenhaus in Hamburg seine Premiere. Da der Film in Deutschland nicht allzu bekannt ist, gehen die Zuschauer ohne große Erwartungen in diese Show und kommen begeistert wieder heraus. Genau so funktioniert erfolgreiches Musical, was die zahlreichen Tony Awards, Laurence Olivier Awards etc. der vergangenen Jahre unterstreichen.</p>
<p>Der Zauber dieses Stücks liegt in der stimmigen Handlung, den sympathischen Charakteren, der direkten Art, in der Vorurteile thematisiert und ausgeräumt werden, sowie in Cindy Laupers schmissigen Songs und nicht zuletzt an der guten Hamburger Besetzung, die von Regisseur und Choreograph Jerry Mitchell &#8211; und seinen lokalen Kollegen DB Bonds (Regie) und Rusty Mowery (Choreographie) &#8211; perfekt in Szene gesetzt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2247 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/07-KB-Szenenmotiv-PrioB_preview-242x400.jpeg" alt="" width="242" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/07-KB-Szenenmotiv-PrioB_preview-242x400.jpeg 242w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/07-KB-Szenenmotiv-PrioB_preview.jpeg 303w" sizes="auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px" />Da ist beispielsweise Franziska Schuster als Charlies Verlobte Nicola, die keinen Hehl daraus macht, was ihr Ziel ist: ein erfolgreiches Leben in London, fernab der kleingeistigen Dorfumgebung. Schuster legt viel Energie in die Interpretation der sehr selbstbewussten Nicola, die im Laufe des Abends immer unsympathischer wird, da sie so gar kein Verständnis für Charlies Pflichtgefühl hat und eiskalt ihr Ding durchzieht.</p>
<p>Zum Publikumsliebling entwickelt sich Jeannine Wacker, die Charlie als Lauren gehörig den Kopf wäscht, als er sie feuern will, und damit die Initialzündung zur Rettung der Fabrik gibt. Ihre teilweise gesungenen Monologe („Die Liste falscher Kerle“) sind nicht nur treffsicher intoniert, sondern auch mit viel Gespür für Komik und Timing vorgetragen, so dass man die quirlige Blondine schnell ins Herz schließt. Gerade bei Lauren und ihrer immer offensichtlicheren Verliebtheit in Charlie fallen auch die pfiffigen Texte von Schroeder und Deny sehr positiv ins Gewicht.</p>
<p>Ein ebenfalls sehr liebevoller Charakter ist George, der langgediente Assistent der Familie Price, gespielt vom Hamburger Theaterliebling Tilmann Madaus. Georges nicht gänzlich kritiklose Loyalität gegenüber Charlie ist beeindruckend und als er seiner Zuneigung zu Lola Ausdruck verleiht, jubeln ihm die Zuschauer begeistert zu.</p>
<p>Die vorurteilsbehaftete Dorfgemeinschaft wird von Benjamin Ebeling als (Möchtegern-)Macho Don verkörpert. Er gibt den distanzierten, grantelnden Fabrikarbeiter, der sich zunächst von Lola vorführen lässt, weil er sie nicht sofort als Mann in Frauenkleidern erkennt, um dann Stimmung gegen den Eindringling zu machen. Am Schluss ist es jedoch er, der alle Kollegen davon überzeugt, Charlie und Lola in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Ebeling kann diese Wandlung sehr glaubwürdig nachzeichnen.</p>
<p>Bleiben noch die beiden Hauptfiguren: Lola und Charlie. Den gefallenen Sohn, der sein Glück in der Fremde (und in Frauenkleidern) gefunden hat, gibt Gino Emnes, dem Hamburger Publikum bestens bekannt aus seiner Zeit als Simba beim „König der Löwen“. Der schüchterne, wenig entscheidungsfreudige Charlie Price wird von Dominik Hees gespielt. Beide füllen ihre Rollen sehr gut aus, wobei Emnes natürlich die dankbarere Rolle hat: Sein Charakter ist tiefgründiger, er steht über lange Strecken in High Heels und schillernden Kostümen auf der Bühne und darf auch mal exzentrisch-tuntig über sie Stränge schlagen. Doch Hees agiert absolut auf Augenhöhe. Ihr Duett „Nie dieser Sohn“, in dem beide mit den so unterschiedlichen Erwartungen ihrer Väter an sie hadern, ist sehr schön.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2243 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/01-KB-Szenenmoti_Land-von-Lola_preview-400x291.jpeg" alt="" width="400" height="291" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/01-KB-Szenenmoti_Land-von-Lola_preview-400x291.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/05/01-KB-Szenenmoti_Land-von-Lola_preview.jpeg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch „Kinky Boots“ lebt vor allem von den großvolumig inszenierten, häufig bunten Ensembleszenen (u. a. „So’n sexy hohes Teil“, „Komm steh auf / Sei Du“). Nicht nur Cindy Laupers Popsongs zünden hier richtig gut, auch das Schillernde, was einem auf jedem Show-Plakat entgegen strahlt, wird hier sichtbar: Sechs herausragende Drag-Queens, Lolas Angels, setzen mit ihrer Eleganz und tänzerischem Vermögen Maßstäbe. Dort wo einige Songs schlichtweg zu lang sind (1-2 Strophen weniger wäre bspw. bei „Hier fängt es an“ und „Nie dieser Sohn“ definitiv mehr gewesen), sorgen die Angels für Entertainment und Abwechslung.</p>
<p>Auch optisch überzeugt „Kinky Boots“ – so wie die Kostüme von Lola und den Angels schillern, blinken und leuchten, so „farblos“ und verwaschen, dadurch aber sehr treffend, kommen die Kostüme der Fabrikarbeiter daher (Kostümdesign Gregg Barnes). Auch die Fabrik selbst wird durch das exzellente Lichtdesign (Kenneth Posner, in Hamburg Jeremy Cunningham und Phil Kong) zum Leben erweckt. Man spürt, hier hat sich jemand wirklich Gedanken zu einem stimmigen Gesamtkonzept gemacht. Dazu gehört auch der exzellent gestagte Boxkampf von Lola und Don, der in Slow Motion keinen Fehler verzeiht.</p>
<p>Die Botschaft von „Kinky Boots“ ist glasklar: „Verstell Dich nicht, lebe Dein Leben und bleib wie Du bist!“ Genau dieses Bekenntnis zur gelebten Individualität jenseits aller Vorurteile wird vom Publikum gefeiert. Nur selten kommt es vor, dass die Zuschauer schon während der Final-Nummer tanzend, klatschend und johlend in den Reihen stehen. Doch „Kinky Boots“ trifft den Nerv der Zeit! Bleibt zu hoffen, dass diese Show nicht wie der Film nur von einer Minderheit besucht wird, sondern dass sich die breite Masse von dieser wunderbaren Botschaft anstecken lässt und in Scharen ins Operettenhaus strömt, dass passenderweise direkt auf der Reeperbahn, der Hauptstraße des Hamburger Rotlichtviertels, liegt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 3</span><span class="Bold" style="color: #000080;">. Dezember 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Gino Emnes</span>, Dominik Hees, Franziska Schuster, Jeannine Wacker, Tilmann Madaus, Benjamin Ebeling, Frank Logemann</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> DB Bonds / Cindy Lauper</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-perfekte-symbiose-aus-glitzer-und-tiefgang/">Die perfekte Symbiose aus Glitzer und Tiefgang</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine nicht ganz runde Weltpremiere</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-nicht-ganz-runde-weltpremiere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 11:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Hees]]></category>
		<category><![CDATA[Ds Wunder von Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Hübert]]></category>
		<category><![CDATA[Gil Mehmert]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Stage Theater an der Elbe]]></category>
		<category><![CDATA[Tetje Mierendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1120</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ähnlich wie bei „Rocky“ vor zwei Jahren hat sich die Stage Entertainment bei „Das Wunder von Bern“ erneut an die Kombination eines sportlichen Themas mit Musiktheater gewagt. Zumindest sind es der Fußball und der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die den Handlungsrahmen für „Das Wunder von Bern“ bilden. Basierend auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-nicht-ganz-runde-weltpremiere/">Eine nicht ganz runde Weltpremiere</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">Ähnlich wie bei „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rocky_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1294">Rocky</a></span>“ vor zwei Jahren hat sich die Stage Entertainment bei „Das Wunder von Bern“ erneut an die Kombination eines sportlichen Themas mit Musiktheater gewagt. Zumindest sind es der Fußball und der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die den Handlungsrahmen für „Das Wunder von Bern“ bilden.</div>
<div class="style_2">Basierend auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann (2003) geht es aber weniger um den Fußball als vielmehr um den nach zwölf Jahren Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Richard Lubanski, der sich nur langsam wieder an sein altes Leben gewöhnt. Im Mittelpunkt des Films steht hierbei die Beziehung von Richard zu dessen Sohn Matthias, der erst nach seinem Einberufungsbefehl geboren wurde, weshalb die beiden sich erst einmal überhaupt kennenlernen müssen.</div>
<div class="style_2">
<p>Film und Musical enden beide im doppelten Happy End: Deutschland wird Fußball-Überraschungsweltmeister und Richard und Matthias finden als Vater und Sohn zueinander.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_268">
<div class="style_2">2011 ließ die Stage Entertainment eigens für diese Eigenproduktion im Hamburger Hafen ein neues Theater bauen, welches Anfang November mit viel Pomp eröffnet wurde. Ob der Bau wirklich das architektonische Juwel ist (von der Stage Entertainment im Programmheft so benannt), kann jeder selbst entscheiden. Doch der graue, an einen Helm erinnernde, Theaterbau fügt sich weder in das Hafenbild ein, noch sorgt das schlichte weiß-rote Foyer für Wohlfühl-Atmosphäre. Vielmehr erinnert der neutrale Bau an ein Museum wie es in jeder größeren Stadt stehen könnte. Dieser Eindruck wird durch die ausgestellte Kunst zusätzlich bestärkt.</div>
<div class="style_2">
<p>Doch im Musiktheater geht es ja nicht um das „Draußen“, sondern um das Geschehen auf der Bühne. Und das beginnt sehr beklemmend: Zur Ouvertüre werden auf der bühnenfüllenden Leinwand Bilder aus dem Nachkriegs-Deutschland gezeigt und der Zuschauer wird Luftlinie in die graue Tristesse des Ruhrpotts geflogen. Nach einem sehr getragenen Auftakt, in dem Matthias‘ (Riccardo) Fußballliebe deutlich wird, folgt die im Laufe des Abends mehrfach wiederholte Schunkelnummer „Dat wird doch nie wat“. Die Ankunft Richards (Detlef Leistenschneider) am Essener Hauptbahnhof gelingt dank der guten Projektionen (Ad de Haan, Timm Ringewaldt) sehr plastisch. Die Szene, in der die frisch gebackene Anette Ackermann (Elisabeth Hübert) ihrem Gatten, Sportjournalist Paul (Andreas Bongard), die Hochzeitsreise schmackhaft machen möchte, wird auch dank der im Hintergrund schnell wechselnden Motive &#8211; von Frauenkirche, Schiefem Turm von Pisa, Eiffelturm bis hin zu Big Ben &#8211; zu einer in sich stimmigen Comedy-Nummer.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_370">
<div class="style_2">Eine weitere Szene, die durch die Videoleinwand stark gewinnt, ist die Abfahrt der Kumpel in den Schacht, in dem Richard dann einen sehr intensiven Kriegs-Alptraum durchlebt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Parallel bereitet sich die Fußball-Nationalmannschaft mit ihrem Trainer Sepp Herberger (in der Medienpremiere am 22.11. gespielt von Michael Ophelders) auf die WM vor. Die Liegestützen, die Ophelders alias Herberger seinen jugendlichen Spielern vormacht, bekommen die deutlich hörbare Anerkennung der Zuschauer.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Als Adi Dassler (Jogi Kaiser) den Fußballern ihre neuen Schuhe vorstellt und die Jungs diese direkt in einer an „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rock_the_Ballet_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=708">Rock the Ballet</a></span>“ erinnernden Choreographie ausprobieren, wirkt die Verquickung von Fußballtraining und Jazztanz doch arg verwirrend. Simon Eichenbergers Choreographien sind durchaus anspruchsvoll und begeistern, doch in das Gesamtbild wollen sie nicht so recht passen.<br />
Gleiches gilt für den parallelen Handlungsstrang, der die Rebellion von Richards Sohn Bruno (David Jakobs) gegen die Nationalsozialisten aufzeigen soll: Mit Rock‘n‘Roll setzt sich Bruno eindrucksvoll für den Kommunismus ein. Wie das jedoch zusammenpasst &#8211; westliche Rockmusik und östliche Politansichten -, bleibt ungeklärt.</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_352">
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Doch das Ensemble tanzt sich schwungvoll durch die typischen 50er Jahre Klänge, während Jakobs diese durchaus eindrucksvoll intoniert. Das Aufbegehren von Brunos Schwester Ingrid (Marie Lumpp) gegen das väterliche Verbot sich mit britischen Soldaten zu treffen („Ich will doch nur leben“), zeigt zum ersten Mal deutlich die Handschrift von Komponist Martin Lingnau. Auffällig ist hierbei, dass bei nahezu allen Songs Keyboards und Schlagzeug im Vordergrund stehen. Große, voluminöse Melodien sucht man vergebens. Nichtsdestoweniger überzeugt die Live-Band unter der Leitung von Christoph Bönecker.<br />
Szenenapplaus bekommt das Bühnenbild von Jens Kilian für die Verwandlung der Reisekoffer in einen Bus, von dem aus dann ein fröhliches „Hoch auf dem gelben Wagen“ ins Publikum geschmettert wird. Die Zuschauer trauen sich zwar nicht, genauso gut gelaunt einzustimmen, aber ein zögerlich einsetzendes Mitklatschen zeigt, dass die Busfahrt ihr Ziel nicht verfehlt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Das Finale des 1. Akts wirft einmal mehr inhaltliche Fragezeichen auf: Im Hotel in der Schweiz lässt sich Sepp Herberger von einer Putzfrau sein berühmtestes Zitat („Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten.“) in den Mund legen und die komplette Mannschaft darf sich dann zudem belehren lassen, „nicht so deutsch“ zu sein. Was komisch gemeint ist, kommt doch etwas hölzern über die Rampe und wirkt spätestens beim Tanz der Fußball-Elf in blauen Glitzersakkos deplatziert.</div>
<div class="style_2">
<p>In der zweiten Hälfte offenbart sich die fehlende Dramaturgie noch deutlicher. Von der Vielzahl paralleler Handlungsstränge wird keiner gewissenhaft aufgenommen. Die Charaktere bleiben blass und es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Die Gratwanderung, die fragile Beziehung zwischen Vater und Sohn mit stimmungsvollen, bühnenfüllenden Musical-Tanznummern zu verbinden, gelingt kaum. Die Intimität und Verletzlichkeit der Familie Lubanski verflüchtigt sich in dem 2.000 Plätze fassenden Theater nur allzu leicht. Das mag auch eine Erklärung dafür sein, dass die hinreißende Vera Bolten als Mutter Christa kaum in Erscheinung tritt. Auch Matthias und seine Freunde können das Publikum nicht erreichen, obwohl dies bei Kindern auf der Musicalbühne im allgemeinen schon fast ein Selbstläufer ist. Hingegen erscheinen die Comedy-Szenen mit dem Eheaar Ackermann oder die Tanzszenen der Fußballer zwar musicalkonform, jedoch passen sie nicht zum Rest der Handlung.</p>
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_395_369">
<div class="style_2">Bekannte Zitate verpuffen ebenso wie der durch TV und Radio bereits im Vorfeld bekannte Titelsong „Wunder gescheh‘n“ (gesungen von Vera Bolten als Mutter Christa). Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass die Übertragung des Films auf die Musicalbühne für Gil Mehmert keine leichte Aufgabe war und er sich zwischen Revue, Comedy, klassischem Theater und Akrobatik nicht entscheiden konnte. Der gewählte Mittelweg wird leider keiner Sparte und keinem Charakter gerecht.</div>
<div class="style_2">
<p>Rundum gelungene Szenen wie „An Wunder glaubt doch jeder“ mit einem überzeugenden Tetje Mierendorf als Pfarrer oder „Kannst Du denn wirklich nur an Fußball denken?“, in der Anette (Hübert) die Aufmerksamkeit ihres Mannes mit den Mitteln einer Frau auf sich zu ziehen versucht, wirken ohne Konzept aneinandergereiht.</p>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_570">
<div class="style_2">In Richtung Finale verändert sich die Szenerie: Waren vorher die Hintergrundprojektionen angelehnt an die Realität (Hausdächer, Flussläufe, Gebirge) , sind es nun Kreidezeichnungen, die die an Richard und Matthias auf dem Weg nach Bern vorbeiziehende Landschaft darstellen. Der Grund wird schnell klar, wenn man sieht, wie das entscheidende Spiel der Fußball-WM auf der Bühne umgesetzt wird: Ungarische und deutsche Spieler laufen dem projizierten Ball auf der vertikalen Leinwand hinterher. Dabei werden die jeweiligen Positionen und Bewegungen wie auf einer Taktik-Tafel eingezeichnet und mit dem original Radiokommentar von Herbert Zimmermann unterlegt. Akrobatisch eine großartige Leistung der Darsteller! Zudem allein schon durch die deutschlandweit bekannten Worte Zimmermanns sehr berührend.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Nach dem Sieg wechselt das Bühnenbild wieder zu realitätsnahen Projektionen und die Zuschauer erleben wie der kleine Matthias seinem Idol Helmut Rahn (Dominik Hees) bei der Abfahrt aus der Schweiz zujubelt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Der Schriftzug „Weltmeister 1954“ hebt sich und unterstützt von ein wenig Pyrotechnik fallen sich alle jubelnd in die Arme.<br />
Auch wenn klar ist, worauf es in dieser Show hinausläuft, fällt die Vereinigung von Vater und Sohn in diesem Finale fast gar nicht ins Gewicht. Der Fußballsieg steht eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Was bleibt nach zwei Stunden und zwanzig Minuten „Das Wunder von Bern“? Abwechslungsreiche Melodien, aber leider zu viele Reprisen; einige gut durchdachte Szenen, aber leider kein zusammenhängendes Ganzes; sehr gute Schauspieler und Sänger, die ihr Können in dieser Show aber leider nicht unter Beweis stellen können.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Dem Musical gelingt es bedauerlicherweise nicht, die Intensität des Films zu transportieren. Das liegt sicherlich auch daran, dass es zu viele Charaktere sind, die ihre eigene kleine Geschichte erzählen und dadurch die Konzentration auf die eigentliche Handlung &#8211; die Wiedervereinigung von Vater und Sohn &#8211; verloren geht. Ein anderer Grund mag sein, dass das Theater für diesen so persönlichen Stoff schlichtweg zu groß ist und sich die filigranen schauspielerischen Einsätze in den letzten Reihen gar nicht erst feststellen lassen, da man die Mimik der Darsteller nicht einmal erahnen kann.<br />
Im Gegensatz zu „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Rocky_2012.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1294">Rocky</a></span>“, bei dem die charmant umgesetzte, bekannte Geschichte sich auf eine zentrale Figur konzentriert und gemeinsam mit der außergewöhnlichen Bühnentechnik dieses Stück zu einem gelungenen Ensuite-Musical macht, verliert sich „Das Wunder von Bern“ in der Vielzahl von Charakteren und schafft es trotz ansprechender, wenn auch nicht neuartiger Bühnentechnik, nicht, die Bedeutung des Weltfußballereignisses auf die damit verbundenen Veränderungen im Leben der Familie Lubanski herunterzubrechen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>23. November 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Detlef Leistenschneider, Vera Bolten, Elisabeth Hübert, Dominik Hees, Tetje Mierendorf</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong> Regie &amp; Buch / <span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Gil Mehmert / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-nicht-ganz-runde-weltpremiere/">Eine nicht ganz runde Weltpremiere</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Endlich tanzen sie wieder!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/endlich-tanzen-sie-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 08:18:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Cats]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Hees]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Lee Johnson]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Logemann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jack Rebaldi]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Berger]]></category>
		<category><![CDATA[Masha Karell]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Knights]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Zelt auf dem Heiligengeistfeld]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1304</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau 10 Jahre ist es her, dass der letzte Jellicle Ball im Hamburger Operettenhaus stattfand. Doch seit 6. Januar 2011 sind alle Katzen wieder in der Hansestadt: Munkustrap und Rum Tum Tugger, Grizabella und Gus, Skimbleshanks und Jenny Fleckenreich, Mr. Mistoffelees und natürlich Alt Deuteronimus. 27 Katzen haben &#8211; wenn auch ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/endlich-tanzen-sie-wieder/">Endlich tanzen sie wieder!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">Fast auf den Tag genau 10 Jahre ist es her, dass der letzte Jellicle Ball im Hamburger Operettenhaus stattfand. Doch seit 6. Januar 2011 sind alle Katzen wieder in der Hansestadt: Munkustrap und Rum Tum Tugger, Grizabella und Gus, Skimbleshanks und Jenny Fleckenreich, Mr. Mistoffelees und natürlich Alt Deuteronimus. 27 Katzen haben &#8211; wenn auch nur für einige Wochen &#8211; Asyl im imposanten Theaterzeit im Herzen Hamburgs gefunden.</div>
<div class="style_2">
Nicht nur für mich war „Cats“ das erste Musical, das ich &#8211; vor mehr als 20 Jahren! &#8211; gesehen habe. Andrew Lloyd Webbers Klassiker war jahrzehntelang die Galionsfigur der Branche; das Stück, an dem sich alle anderen messen lassen mussten &#8211; sei es nun in Sachen Anspruch für die Künstler (Gesang, Tanz und Schauspiel sind hier wie in kaum einem anderen Musical gefordert) oder auch Spieldauer. „Cats“ gehört neben dem „Phantom der Oper“, „Starlight Express“ und „Les Misérables“ auch heute noch zu den bekanntesten, am längsten gespielten Musicals weltweit.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Und doch mussten die Produzenten Maik Klokow und Michael Brenner vermutlich reichlich Zweifler überzeugen als sie diesen vermeintlich angestaubten Klassiker erneut durch Deutschland schicken wollten. Eines kann man jedoch schon am Tag der Tour-Premiere in Hamburg festhalten: Ihre Beharrlichkeit hat sich gelohnt. Die Ticketverkäufe sind sehr gut, die Spielzeit in Hamburg wurde bereits vorzeitig um zwei Wochen verlängert und die Show begeistert auch nach 20 Jahren!</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Der Bühnenbau im 1800 Plätze fassenden Theaterzelt (trotz Minusgraden sehr angenehm warm) erinnert an die Weltpremierenbühne in New London Theatre: Der Zuschauer sitzt fast komplett rundherum um die Bühne und kann das Geschehen aus (fast) jedem Winkel verfolgen. Die liebevoll arrangierten Schrottplatzelemente zeigen ebenfalls englische Wurzeln, findet man dort doch Packungen von Cookies und Waschmitteln, die es nur auf der Insel hinter dem Ärmelkanal gibt. Auch die Kostüme entsprechen weitgehend der englischen Originalproduktion, was man vor allem an Rum Tum Tugger und Mr. Mistoffelees sieht, deren Fell in der Hamburger Ursprungsfassung noch an einigen Stellen anders gefleckt war.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Optisch war demnach alles beim Alten und man musste nicht mit Überraschungen rechnen. Und genau dafür möchte man dem Kreativteam danken: Keine krampfhafte Modernisierung, zwanghafte Entstaubung oder zusätzliche Special Effects, die ein modernes Publikum in Staunen versetzen &#8211; nein, pure klassische Musical-Kunst ist es, die Chrissie Cartwright und Japheth Myers in ihrer Inszenierung zur Aufführung bringen.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_259_301">
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">So spult sich die bekannte Geschichte der Katzen ab, die um die Gunst von Alt Deuteronimus buhlen, der am Ende entscheidet, welche von ihnen wieder geboren wird.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Die Casting-Verantwortlichen habe großartige Arbeit geleistet: Jack Rebaldi gibt einen starken Munkustrap. Seine beeindruckende  Bühnenpräsenz und volle Stimme erzeugen nicht nur in der Katzenschar Bewunderung für diesen Katzenanführer.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Grizabella ist sicherlich eine der dankbarsten Rollen im Musiktheater und Masha Karell füllt die Rolle der alten Glamour-Katze sehr gut aus. Sie singt sich zwar nicht in die höchsten Höhen, doch gefällt ihre Interpretation von „Mondlicht“.<br />
Vielleicht ist ihre Mimik an einigen Stellen etwas zu menschlich und zu wenig katzenhaft, aber wirklich ins Gewicht fällt das kaum.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Dominik Hees schlüpft in die Rolle des Katzen-Chauvis Rum Tum Tugger und wickelt jedes Kätzchen spielend um den Finger (oder besser: um den Schwanz). Obwohl er den vorlauten und selbstbewussten Kater sehr gut über die Rampe bringt, ist sowohl stimmlich als auch schauspielerisch noch Potential vorhanden, denn einiges wirkte noch zu aufgesetzt. Man wünscht sich etwas mehr Rock und Frivolität &#8211; beides zeichnet Rum Tum Tugger aus.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Für die Gumbie-Katze, Jenny Fleckenreich, wurde mit Ann Christin Elverum ebenfalls eine Künstlerin mit jahrelanger Musicalerfahrung engagiert. Ihre Spielfreude und die wunderbare Stimme geben der steppenden Katze noch mehr Schwung als sie ohnehin schon hat.<br />
Den wichtigsten Kater spielt Martin Berger: Man vermag sich kaum vorzustellen wie sehr er unter dem riesigen Fellumhang von Alt Deuteronimus schwitzt und doch strahlt er Würde und Weisheit aus und überzeugt vollends.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Als Theaterkater Gus darf Frank Logemann aus dem Vollen schöpfen und zwischen tatterndem Katzengreis und jugendlichem Katzenliebhaber (Growltiger) wechseln. Zudem „rollt“ er auch als Bustopher Jones über die Bühne. Der Vielseitigkeit dieser Rollen wird er sowohl stimmlich als auch schauspielerisch mehr als gerecht. Warum aus der Operetteneinlage eine Whiskylastige Pub-Hymne wurde, erschließt sich nicht wirklich, aber dieses Stück im Stück war schon immer etwas schwierig und hat den Handlungsfluss eher gestoppt als gefördert.Die Gute-Laune-Katze ist seit jeher Skimbleshanks. Der Eisenbahnkater<br />
wird von Paul Knights mitreißend gespielt, getanzt und gesungen. Die  Szene, in der die Katzen aus Schrottteilen eine Dampflok bauen, zaubert<br />
auch heute noch den Allermeisten ein Lächeln aufs Gesicht.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Mr. Mistoffelees gehört ebenfalls zu den Publikumslieblingen. Mark John Richardson ist sich dieser Tatsache bewusst und bezieht das Publikum in<br />
sein Spiel ein. Seine Pirouetten lösen bei den Zuschauern wahre Jubelstürme aus.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Tänzerisch spielt sich auch Jason Winter in den Vordergrund. Während er als Plato noch eine Katze von vielen ist, sticht er als böser Macavity nicht<br />
nur wegen seiner kraftvollen und dennoch feingliedrigen Bewegungen hervor, sondern auch durch seine intensive Mimik.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Überhaupt wurden &#8211; so scheint es &#8211; starke Persönlichkeiten gecastet, die „ihren“ Katzen ein sehr individuelles Auftreten verleihen. Schaut man in die grandios geschminkten Gesichter verschwinden die Künstler nicht gänzlich hinter Maske und Make-Up, sondern haben noch genug Spielraum, sie selbst zu sein. So bleiben auch Mungojerrie und Rumpleteazer (Tommie Luyben und Marleen de Vries) nicht nur durch die amüsante Geschichte und die eigenwillige Choreographie im Kopf, sondern auch durch ihre ausdrucksstarken Gesichter.Wenn man an dieser neu aufgelegten Tournee-Fassung überhaupt etwas kritisieren will, sind es die &#8211; im Nachgang an das Ende der Ensuite-Produktion &#8211; „optimierten“ Texte, die mehr holprig als flüssig über die Lippen kommen. Alt Deuteronimus klingt eher nach einer schweren Krankheit als nach dem ehrwürdigen Chef der Jellicle Cats &#8211; warum also nicht auch hier beim Original bleiben: Old Deuteronomy?</div>
<div class="style_2">
Die Authentizität der Tourproduktion spiegelt sich leider aber auch darin wieder, dass man nicht alle Darsteller einwandfrei versteht. Hier muss die Phonetikabteilung dringend nacharbeiten, aber auch der Sound-Designer sollte an dieser Stelle noch nachbessern, denn allzu oft scheint das akustische Verhältnis zwischen Gesang und Instrumenten zugunsten des Orchesters unausgewogen.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Schon im Operettenhaus war eine spannende Frage, wo das Orchester platziert wurde. Dieses Rätsel ist im Zelt umso größer, da von einem richtigen Backstage-Bereich nichts zu sehen ist und unter der Bühne ganz sicher kein Platz ist, da diese nur 50 cm über dem Kopfsteinpflaster des Heiligengeistfeldes gebaut ist. Die Antwort ist sehr unromantisch: Das Orchester wurde um fast 50 % dezimiert und die verbliebenen zehn Musiker spielen in Containern hinter dem Bühnenzelt.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Auch diesen für eine Tour notwendigen Verschlankungen ist es zuzuschreiben, dass vorn beim Publikum mehrfach das Schlagzeug viel zu laut ankommt und in anderen Szenen die Streicher fast gar nicht zu hören sind. Aber das ist dank moderner Tontechnik kein unlösbares Problem.<br />
„Cats“ wieder in Hamburg auf die Bühne zu bringen &#8211; war das wirklich eine gute Idee? Ja! Das Musical ist rund, jede Szene funktioniert, es ist echtes Musical als Kunsthandwerk, es begeistert und hinterlässt 1800 glücklich strahlende Zuschauer! Kann es eine bessere Begründung geben?</div>
<div class="style_2">
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Zelt auf dem Heiligengeistfeld, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. Januar 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Martin Berger, Dominik Hees, Eric Lee Johnson, Paul Knights, Masha Karell, Frank Logemann, Jack Rebaldi</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Andrew Lloyd Webber<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Nilz Böhme / Mardo<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/endlich-tanzen-sie-wieder/">Endlich tanzen sie wieder!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
