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	<title>Darius Merstein-MacLeod-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Darius Merstein-MacLeod-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Darius Merstein-MacLeod als Poe’s Pilatus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2005 16:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Poe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Darius Merstein-MacLeod ist ein Mann für schräge Musicalcharaktere: ob nun Jekyll/Hyde, Judas oder jetzt der Teufel persönlich. blickpunkt musical traf den umtriebigen Darsteller einen Tag nach der „Poe“-Premiere in München. Die Arbeit in dem Musicalzelt ist für die Sängerinnen und Sänger von „Poe“ nicht ganz ohne. „Die Luft ist sehr, sehr trocken hier. Ich möchte ...</p>
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<p class="Body">Darius Merstein-MacLeod ist ein Mann für schräge Musicalcharaktere: ob nun Jekyll/Hyde, Judas oder jetzt der Teufel persönlich. blickpunkt musical traf den umtriebigen Darsteller einen Tag nach der „Poe“-Premiere in München.</p>
<p class="Body">Die Arbeit in dem Musicalzelt ist für die Sängerinnen und Sänger von „Poe“ nicht ganz ohne. „Die Luft ist sehr, sehr trocken hier. Ich möchte nicht wissen, wie viele von uns jeden Abend mit Nasenbluten nach Haus gehen. Es sind auf jeden Fall eine ganze Menge, die damit zu kämpfen haben“ schildert der gebürtige Pole die äußeren Umstände auf dem Tollwood-Festival. Dennoch ist die Premiere sehr gut verlaufen und das „Publikum hat uns sehr gut aufgenommen.“</p>
<p class="Body">Obwohl es sich um das eingespielte Team aus Saarbrücken handelt, dass in München gemeinsam auf der Bühne steht, waren doch etwas umfang-reichere Proben notwendig: „Die Show wurde um 20 Minuten gekürzt, das heißt, dass wir die Choreographien und Stagings überarbeiten und neu lernen mussten. Dafür hatten wir vor der Premiere 4-5 Tage Zeit, an denen wir dann jeweils 12-14 Stunden geprobt haben.“ „Poe“ in München wird noch aus einem anderen Grund unter erschwerten Bedingungen gespielt – es gibt keine Cover: „Wenn einer von uns krank wird, müssen wir uns sehr gut überlegen, was wir dann machen.“</p>
<p class="Body">Trotz dieser widrigen Umstände gerät Darius Merstein-MacLeod regelrecht in Schwärmen, wenn er von „Poe“ erzählt: „Die Musik ist einfach großartig. Es ist nicht das Musical-Einerlei, was man so kennt. Pilatus als Rolle ist phantastisch. Das Teuflische an ihm macht mir viel Spaß.</p>
<p class="Body">Obwohl ich auch sehr diszipliniert sein muss, denn ich mische mich zwar unter die Tänzer und Schauspieler, bleibe aber ein „Gegenstand“, was bedeutet, dass ich nicht mittanzen darf.“ Glaubt man dem sympathischen Darsteller, ist es gar nicht so schwer, den Teufel zu spielen.</p>
<p class="Body">„Ich habe das Buch gelesen und wusste sofort, dass ich diese Rolle spielen wollte. Es ist viel einfacher einen bösen Charakter zu spielen, als einen netten.“</p>
<p class="Body">So verwundert es dann auch wenig, dass Jekyll/Hyde zu seinem Lieblingsparts gehört: „Wo sonst kann ein Darsteller einen so schizophrenen Menschen spielen? Im Bruchteil von Sekunden diese Verwandlung nicht nur zu zeigen, sondern auch zu spüren, ist schon eine besondere Herausforderung, Und natürlich gibt es kein anderes Musical, in dem ein Darsteller mit sich selbst ein Duett singen darf. Das ist zwar hart, aber man weiß am Ende des Tages, was man geleistet hat.“</p>
<p class="Body">Auch als Jesus Christ Superstar, eine der ersten Rollen, die Darius Merstein-MacLeod je gespielt hat, fühlt er sich wohl: „Irgendwann möchte ich diese Rolle unbedingt noch einmal spielen – am liebsten auf englisch. Diese Rolle hat sehr viel mit privaten Emotionen zu tun. Auch wenn es nur einmal sein sollte – noch einmal Jesus zu spielen, ist ein großer Wunsch von mir.“ unterstreicht er seine Begeisterung für diese Rolle.</p>
<p class="Body">Nach „Jekyll &amp; Hyde“ hat man Darius Merstein-MacLeod an einigen Stadttheatern gesehen, aber in keiner großen Ensuite-Produktion mehr: „Das liegt auch mit daran, dass ich dort in den Auditions aus welchen Gründen auch immer, keinen Erfolg hatte. Aber der Vorteil ist, dass ich dadurch an vielen Stadttheatern mein Spektrum erweitern kann. Ensuite zu spielen, bringt eine gewisse Bequemlichkeit, aber auch finanzielle Sicherheit mit sich. Aber an kleineren Theatern hat man mehr Möglichkeiten, dem Publikum andere musikalische und schauspielerische Facetten von sich zu zeigen und Rollen mit zu gestalten.“ Ein weiteres Plus ist, dass der Musicaldarsteller sich seinen „Hobbies“ Komponieren und Regieführen widmen kann: „Musik ist seit meinem sechsten Lebensjahr mein Leben. Damals stand ich zum ersten Mal auf der Bühne. Ich werde immer irgendetwas mit Musik machen. Sollte ich einmal nicht mehr selbst auf der Bühne stehen, bleibe ich dem Theater auf jeden Fall verbunden – ob nun als Regisseur, Lichtdesigner, Maskenbildner usw. Das gehört alles zusammen und ich kann mich gut in die Kollegen hinter der Bühne hineinversetzen.“</p>
<p class="Body">Silvester ging „Poe“ zum letzten Mal in München über die Bühne. Neue Termine in Saarbrücken sind geplant und sicherlich wird auch Darius Merstein-MacLeod dann wieder mit von der Partie sein.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.darius-merstein.de">www.darius-merstein.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Romeo und Julia on Ice – ein Musical erweckt das Eis zum Leben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/romeo-und-julia-on-ice-ein-musical-erweckt-das-eis-zum-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2004 16:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Oelke]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo & Julia on Ice]]></category>
		<category><![CDATA[Zoltán Tombor]]></category>
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<p class="Body">Es ist schon ein gewagtes Unterfangen drei unterschiedliche Kunstformen wie klassisches Schauspiel, Eiskunstlaufen und Musical miteinander zu kombinieren. Doch die positiven Resonanzen aus dem eigenen Land ermutigten die tschechischen Macher nach einer erfolgreichen Tournee im Herbst 2003 in diesem Frühjahr die einmalige Eisshow auch den angrenzenden Nachbarländern Schweiz, Österreich und Deutschland zu präsentieren.</p>
<p class="Body">Sowohl das Eiskunstlauf- als auch das Gesangs-Ensemble wurde exklusiv besetzt: Unter den 36 Eiskunstläufern finden sich zahlreiche Olympiasieger, Europameister und Landesmeister. So übernehmen die mehrfachen Eistanz-Weltmeister Anjelika Krylova und Oleg Ovsiannikov die Rolle des tragischen Liebespaars, Olympiasieger Alexei Urmanov (alt. Europameister Dmitri Dmitrenko) spielt oder vielmehr tanzt den aufbrausenden Tybalt, der sich von Eisakrobat Armen Saakian als Mercutio nur allzu gern provozieren lässt.</p>
<p class="Body">Für die Einspielung der deutschsprachigen Fassung wurden Musical-Darsteller engagiert, die dem Publikum aus verschiedenen deutschen Musical-Produktionen („Jekyll und Hyde“, „Jesus Christ Superstar“, „Elisabeth“) bekannt sind. Die künstlerischen Voraussetzungen für diese Großproduktion konnten besser kaum sein.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1746">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der hohe Anspruch, den Komponist Boris Urbánek und Regisseur Jindrich Simek haben, spiegelt sich auch in der Zusammensetzung des Kreativ-Teams wider:</p>
<p class="Body">Die Choreographie übernahm Pasquale Camerlengo, der Eiskunstlaufkennern aus seiner Zeit als italienischer Paarläufer wohlbekannt ist und dessen Bilder auf dem Eis geradezu mit der Musik verschmelzen. Für Szenenbilder und Kostüme zeichnet Alexander Babraj verantwortlich, der sich auch über die Grenzen Tschechiens hinaus einen Namen als Bühnenbildner gemacht hat. Die musikalische Leitung der deutschen Fassung übernahm der Niederländer Koen Schoots, der sich dem deutschen Publikum mit seiner Arbeit für „Cats“, „Buddy – das Musical“ und vor allem „Jekyll und Hyde“ in Bremen empfohlen hat.</p>
<p class="Body">Die Erwartungen an eine derartig besetzte Inszenierung waren verständlichermaßen hoch. Die Story von Shakespeares romantischer Tragödie ist hinlänglich bekannt. Berücksichtigt man, dass Eiskunstlauf eine sehr harmonische, leider allzu oft ins Kitschige driftende Sportart ist, und die Tschechen darüber hinaus für ihre hoffnungslos romantischen Märchen („Drei Haselnüsse für ein Aschenbrödel“) bekannt sind, war klar, dass die Inszenierung historisch orientiert, farbenfroh und künstlerisch anspruchsvoll werden würde. Diese Erwartungen wurden auch nahezu vollends erfüllt.</p>
<p class="Body">Ausgehend von einem Prolog, in dem William Shakespeare höchstselbst das Publikum auf die Geschichte der Capulets und Montagues vorbereitet, wird in 17 Bildern die Leidensgeschichte des Liebespaares gezeigt. Gleich zu Beginn, auf dem Marktplatz von Verona, zeigt sich das Eiskunstlauf-Ensemble in voller Pracht. Die Schauspieler auf der Drehbühne, die stilecht einem italienischen Palazzo der Renaissance nachempfunden ist, sind in historische Gewänder gehüllt. Klare Linien und Farbgebungen machen deutlich, wer zu welcher der beiden Familien gehört: Die Capulets – zu denen auch Julia zählt – sind in warme Orange- und Rottöne gekleidet, während Romeo und die Montagues blaue Kostüme tragen. Auch am Palazzo wird durch historische Portraits von Romeo und Julia optisch deutlich hervorgehoben, welches Haus welche Familie beherbergt.</p>
<p class="Body">
Der Einfallsreichtum von Babraj tritt während des Maskenballs besonders deutlich hervor, denn kein Kostüm ist wie das andere: Alle 36 Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer tragen komplett unterschiedliche, sehr phantasievolle Kostüme, deren Farbreichtum nur noch vom Lichtdesign übertroffen wird. Angenehm ist, dass die Kostüme jedoch nur in einzelnen Szenen überzeichnet wurden und die Hauptfiguren in zeitgemäßen Kleidern des 15. Jahrhunderts auftreten. Beispielsweise tragen die Herren zumeist Strumpfhosen mit langem Wams. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang auch die reich bestickten Gewänder der verfeindeten Elternpaare und des Herzog Escalus mit ihren originellen Kopfbedeckungen.</p>
<p class="Body">Das Lichtdesign von Jan Plesník unterstützt die märchenhafte Inszenierung von Simek perfekt und taucht die Protagonisten in immer wieder neue Farbwelten. So gestehen sich Romeo und Julia ihre Liebe mit der wunderschönen Ballade „Ich gehör Dir“ in hellblauen und zart-rosé Lichtkegeln, die einige Zuschauer durchaus als „Zuviel des Guten“ empfunden haben mögen. Jedoch passt es einwandfrei zu dem anvisierten Stil der tschechischen Macher. Dass Julia am Ende dieser Szene klassisch korrekt auf einem Balkon ihre Pirouetten dreht, ist das i-Tüpfelchen.</p>
<p class="Body">„Romeo und Julia On Ice“ vereint gleichermaßen poetische und akrobatische Momente, zu denen zweifelsohne auch der Fechtkampf zwischen Tybalt und Mercutio zählt. Dmitri Dmitrenko als Tybalt und Armen Saakian (Mercutio) fliegen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit über das Eis, vollführen Mehrfachsprünge, Salti und bekämpfen sich mit echten Degen. Trotz oder gerade wegen seiner Frechheit und Akrobatik entwickelt sich Armen Saakian zum Publikumsliebling, obwohl er schon im ersten Akt einen hingebungsvollen Tod stirbt.</p>
<p class="Body">Weitere mehr oder weniger kitschige und monumental inszenierte Bilder sind die Kirche von Pater Lorenzo, in der Romeo und Julia getraut werden, die durch ein riesiges weißes Kreuz auf pinkfarbenem Grund symbolisiert wird, die trotz der Farbenfreude sehr beklemmend wirkt als sie zum Ort von Julias Trauerfeier wird.</p>
<p class="Body">Grenzwertig ist die Szene, in der Graf Paris auf einem mit Pfauenfedern reich geschmückten Schlitten ins Haus der Capulets einzieht, um Julia zu heiraten. Diese hat jedoch schon längst das Gift genommen und sich in einem ergreifenden Solo, indem sie mit Engelsflügeln geschmückt mehrere Meter über der Einfläche schwebend, von ihrer Welt verabschiedet. Nicht zu vergessen ist der voll funktionstüchtige Springbrunnen im Garten der Capulets der gleich in mehreren Szenen im Mittelpunkt steht.</p>
<p class="Body">Man kann es mögen oder auch nicht, aber Eiskunstlauf lebt von ausladenden Gesten, bunten Farbwelten sowie harmonisch fließenden Bewegungen und diese Eigenschaften wurden mit der Musik von Urbánek perfekt in Einklang gebracht. Eingespielt vom Symphonieorchester der Prager Philharmoniker bieten die Kompositionen alles auf, was ein an einem historischen Theaterstück orientiertes Musical verlangt: romantische Balladen, aggressive Kampfesklänge, große Chornummern, leidvolle Duette…</p>
<p class="Body">Nicole Seeger und Sascha Th. Krebs liehen Julia und Romeo ihre Stimmen und sind damit für die Romantik zuständig. Duette wie „Ich gehör Dir“ und „Ich schwöre Dir die Liebe“ machen deutlich, worum es in diesem Stück geht – bedingungslose Liebe abseits aller Konventionen. Auch ihre leidenschaftlichen Soli klingen lange nach. So trauert Romeo (Sascha Th. Krebs) zunächst noch seiner vermeintlich großen Liebe Rosalind nach („Was ist Liebe?“) und Julia (Nicole Seeger) lässt ihren Gefühlen in „Einer Nacht voller Träume“ und beim „Todeskuss“ freien Lauf.</p>
<p class="Body">Darius Merstein-MacLeod und Zoltán Tombor liefern sich als Mercutio und Tybalt verbale Gefechte der Extraklasse – es ist eine Freude ihrem Kampf zuzuhören (und ihren Eiskunstlaufenden Alter Egos zuzuschauen), der sich in „Fluch über Euch!“ entlädt. Doch zuvor stellt sich jeder in einem Solo vor: Während Mercutio (Darius Merstein-MacLeod) mit „Königin Mab“ charmant und provokant daherkommt, legt Zoltán Tombor in „Tybalt, das Tier“ eine gehörige Portion Aggressivität, die seinen Widersacher das Fürchten lehren soll.</p>
<p class="Body">Vertraute Stimmen hört man in dem traurigen Duett der beiden Mütter, die den Tod ihrer Kinder beklagen: Brigitte Oelke (Gräfin Capulet) und Nicole Sieger (Gräfin Montague) harmonieren stimmlich perfekt und machen die ergreifende Szene „Es ist so wenig Liebe in uns“ zu einem der Höhepunkte der Show. Carsten Axel Lepper und Karim Khawatmi haben als verschmähter Graf Paris und besonnener Herzog Escalus ebenfalls je einen Song auf der CD wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Während der strenge Herzog Escalus (Karim Khawatmi) sein Volk ermahnt („Genug davon!“) und sich jegliche Streitigkeiten zwischen den verfeindeten Familien verbittet, möchte Graf Paris vor lauter Glück über die bevorstehende Hochzeit mit seiner angebeteten Julia am liebsten die ganze Welt umarmen („Ein goldener Ring“).</p>
<p class="Body">Während die Musik abwechslungsreich und stimmig mit eingängigen Melodien komponiert ist, lassen die deutschen Texte von Melitta Edith (alias Susanne Dengler) an vielen Stellen doch sehr zu wünschen übrig. Teilweise bleibt sie dicht an Shakespeares Vorlage, was sich nur schwer mit den Melodien vereinbaren lässt, an anderer Stelle werden Schüttelreime gebildet, die einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Doch diese textlichen Unebenheiten, trüben das Gesamtbild kaum.</p>
<p class="Body">Was jedoch einen negativen Beigeschmack verursacht, ist, dass die tschechischen Schauspieler der deutschen Playbacks ihrer Musical-Kollegen nicht Herr wurden. Abwechselnd wurde eine Szene von Eiskunstläufern oder Schauspielern dargestellt. Während sich die Eiskunstläufer jedoch auf ihren Sport konzentrieren durften und nicht „mitsangen“, waren die Schauspieler offenbar verpflichtet, die deutschen Dialoge und Songs mitzusprechen. Schade nur, dass kaum einer seine Texte kannte. Bei einigen Schauspielern war es sogar so, das man meinte, sie würden lediglich den Mund nur auf und zu machen wie ein Fisch im Aquarium. Dies ist ein Manko, das erwähnt werden muss. Die Darsteller von Graf Paris und Herzog Escalus setzen sich hier von ihren übrigen Schauspiel-Kollegen ab, denn sie beherrschten nicht nur die Dialoge, sondern konnten auch die Soli nahezu fehlerfrei „mitsingen“. Für die geplante Tour im Herbst muss an der Phonetik der Schauspieler ganz intensiv gearbeitet werden, denn dieser Fauxpas passt so gar nicht zu der ansonsten hochkarätigen Besetzung und dem hohen Anspruch der Kreativen.</p>
<p class="Body">„Romeo und Julia On Ice“ ist eine außergewöhnliche Idee, die absolut sehenswert ist – vorausgesetzt, man lässt sich auf die harmoniesüchtige Farbwelt des Eiskunstlaufs und die fließenden Klänge eines romantischen Musicals ein. Wer damit nichts anfangen kann, wird auch dieser mutigen Inszenierung nichts abgewinnen können.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in Da Capo</em></p>
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<div class="spacer">
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Arena, Hannover</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Mai 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Brigitte Oelke, Darius Merstein-MacLeod, Zoltán Tombor </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Jindrich Simek / Pasquale Camerlengo</span></span></p>
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		<title>Die schrille Autoren-Biographie in München</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2003 12:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Poe]]></category>
		<category><![CDATA[Tollwood]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen. Die Kompositionen von Nimsgern ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen.</p>
<p class="Body">Die Kompositionen von Nimsgern sind abwechslungsreich und eingängig, die Besetzung ist eingespielt und hat sich mehrfach bewährt – wo also soll man nach dem Haar in der Suppe suchen? Ganz klar: in der Location. Sei es nun die Akustik oder der sehr begrenzte Spielraum oder das Klima – ein (mobiles) Zelt ist einfach kein adäquater Spielort für ein anspruchsvolles Musical.</p>
<p class="Body">Edgar Allan Poes letzte Nacht, sein letzter Traum, ist Thema des Musicals Poe. In sieben Bildern, die thematisch zwar seinem Werk entlehnt sind, aber auch ohne deren Kenntnis eine eigene Kraft und Logik entwickeln, wird die Geschichte eines Paktes mit dem Teufel in Form des mysteriösen Dr. Pilatus erzählt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_503">
<div class="style_2">
<p class="Body">Für den Preis angeblicher Heilung und eines letzten großen Erfolgs überlässt Poe seine so kraftvolle wie überbordende Fantasie dem Teufel. Auch im letzten Duell zwischen Poe und Pilatus erkennt Poe nicht die Wahrheit: Er selbst ist Pilatus. Er erschießt seinen Feind und damit auch sich.</p>
<p class="Body">Die Stimmen von Darius Merstein-Macleod, der als Pilatus an Exzentrik nicht zu überbieten ist, Poe-Darsteller Henrik Wager und Aino Laos (Virginia) sind – wie man sich u. a. auf dem Showalbum überzeugen kann – kräftig, durchdringend und perfekt für die Charaktere. Im Tollwood-Zelt kommen davon jedoch nur Bruchteile beim Publikum an. Die schlechte akustische Isolierung des Musicalzelts schluckt viele Details und man muss miterleben, wie die Darsteller dagegen ankämpfen.</p>
<p class="Body">Das intensive musikalische Rock-Spektakel wird durch ein gutes, phasenweise verwirrend schrilles Bühnenbild (Detlev Beaujean) ergänzt. Die teilweise sehr offenherzigen Kostüme (Angela C. Schuett) der Damen auf der Bühnen erfreuen die Herzen der männlichen Zuschauer. Für die Charaktertiefe sind bei Poe die Herren zuständig: Pilatus ist von der ersten bis zur letzten Minute Ehrfurcht gebietend und Angst einflößend – man merkt, dass sich Darius Merstein-Macleod in dieser Rolle gefällt und die Bösartigkeit hinter Mysterischem zu verstecken weiß. Henrik Wager, der Titel“held“, der keiner ist, versucht sich vergeblich gegen Pilatus und dessen vermeintliche Intrigen zu wehren, erliegt aber schließlich seinen eigenen Phantasien.</p>
<p class="Body">Aino Laos als Virginia Usher verfügt über eine angenehme Ausstrahlung und setzt die Waffen einer Frau gewinnbringend ein. Als Madeline Pfaahl/Psychezenobia ist Helena Hellqvist zu erleben, die mit schöner Stimme ihren sehr schrägen Charakteren Ausdruck verleiht.</p>
<p class="Body">Die vierköpfige Band unter der Leitung von Frank Nimsgern sorgt vor allem bei Showstoppern wie „Meister der Nacht“, „Sieh mich an“ und „Poemanie“ für satten Sound. Ruhigere Stücke wie „Auf den Flügeln der Nacht“ werden von der dürftigen Akustik leider arg in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: left;">Auch wenn die Zeltproduktion von „Poe“ nicht an die Originalinszenierung aus dem Saarbrücker Staatstheater herankommt, ist damit der lange überfällige Schritt getan, diese Show außerhalb des Saarlandes zu präsentieren.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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</div>
<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Tollwood, München</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Darius Merstein-Macleod, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Frank Nimsgern<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Tollwood München<br />
</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/">Die schrille Autoren-Biographie in München</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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