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	<title>Clingenburg-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Clingenburg-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Musikalisch disharmonisch &#038; mit hervorragenden Protagonisten – Leonard Bernstein wäre zufrieden</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jun 2018 18:36:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Prolog, in dem sich die verfeindeten Jets und Sharks tänzerisch und kämpferisch messen, zeigt alles auf, was Leonard Bernsteins Klassiker so berühmt gemacht hat: Disharmonische, aggressiv-mitreißende Kompositionen, raumgreifende, teils verstörende Choreographien (bei der Broadway-Premiere im Jahr 1957 von Jerome Robbins) wecken die Spannung auf das, was da noch kommen mag. Auf der Clingenburg zeichnet ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/musikalisch-disharmonisch-mit-hervorragenden-protagonisten-leonard-bernstein-waere-zufrieden/">Musikalisch disharmonisch &#038; mit hervorragenden Protagonisten – Leonard Bernstein wäre zufrieden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Prolog, in dem sich die verfeindeten Jets und Sharks tänzerisch und kämpferisch messen, zeigt alles auf, was Leonard Bernsteins Klassiker so berühmt gemacht hat: Disharmonische, aggressiv-mitreißende Kompositionen, raumgreifende, teils verstörende Choreographien (bei der Broadway-Premiere im Jahr 1957 von Jerome Robbins) wecken die Spannung auf das, was da noch kommen mag.</p>
<p>Auf der Clingenburg zeichnet Timo Radünz nach „Cabaret“ (2017) auch in diesem Jahr für die Choreographien des Festspielmusicals verantwortlich. Er orientiert sich stark an Robbins’ Vorlage und der Wiedererkennungswert ist hoch. Leider scheinen diese Schrittabfolgen für das Ensemble jedoch mehrheitlich zu anspruchsvoll, denn asynchrone Choreographien, verspätete Einsätze oder unsauber getanzte Figuren ziehen sich wie ein roter Faden durch den Abend.</p>
<p>Die Bühne (Marcel Krohn, der auch Regie führte) ist kompakter als in den Vorjahren. Es gibt drei Spielebenen (Doc’s Drugstore, das Brautmodengeschäft, in dem Maria und Anita arbeiten und die Hauptbühne), die durch einige wenige Großkulissen, wie bspw. ein rollendes Geländer oder Bauzäune, Veränderung erfahren. Die Kostüme (Evelyn Straulino) passen perfekt in die 1950er Jahre, in denen die Handlung angesiedelt ist. Einzig bei den Perücken von Doc und einer „blondgefärbten Puerto-Ricanerin“ wäre mehr Liebe zum Detail wünschenswert gewesen.</p>
<p>Das unerwartet große, 15-köpfige Orchester unter der Leitung von Philip Tillotson verschwindet im Gegensatz zu früheren Produktion komplett hinter einer Wand mit der New Yorker Skyline. Die Musiker erwecken Bernsteins voluminöse, teils symphonische Melodien zum Leben. Dass dies nicht gänzlich ohne Zuspielen weiterer Instrumente vom Band gelingt, ist mehrfach gut hörbar. Doch der Gesamteindruck ist sehr überzeugend.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2314 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/westsidestory062.jpg-BF-400x400.jpg" alt="" width="400" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/westsidestory062.jpg-BF-400x400.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/westsidestory062.jpg-BF-150x150.jpg 150w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/westsidestory062.jpg-BF-768x768.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/westsidestory062.jpg-BF.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Einen weniger guten Abend haben Ton- und Lichttechnik. Mehrfach sind Mikros „offen“, wenn sie eigentlich „zu“ sein sollten. Man möchte die Darsteller nach dem Tanzen weder lautstark schnaufen hören, noch deren Gespräche backstage. Auch dass phasenweise eine nicht unerhebliche Zahl von Mikros ausfällt und die Künstler danach (auch über die Pause hinaus) so klingen als säßen sie in einer Tonne, zeugt nicht gerade von der Qualität der eingesetzten Technik. Auch die Lichttechniker verpassen mehrfach ihre Einsätze, obwohl diese nicht selten für das Publikum hörbar über Walkie Talkies zu hören sind. So etwas ist schade und trübt den Genuss doch nachhaltig.</p>
<p>Was man Intendant Marcel Krohn und seinem Team zugutehalten muss, ist ihr Händchen für eine absolut gelungene Besetzung der Hauptrollen, auch wenn zumindest Riff (Alexander Ruttig) und Tony (Gevorg Apérants) etwas zu alt wirken.</p>
<p>Maria (Theano Makariou), Tony (G. Apérants), Anita (Lucia Isabel Haas Muñoz) und Bernardo (Mario Saccoccio) verkörpern ihre Rollen in jeder Sekunde zu 100% überzeugend. Die Ausflüge ins Spanische von Maria und Anita klingen nicht nur authentisch, im Fall von Anita sind sie es auch, denn die in Ecuador geborene und in Mexiko aufgewachsene Schauspielerin zeigt ihr Feuer und ihre Leidenschaft nicht nur verbal. Rassig hält sie ihrem „Nardo“ den Spiegel vor oder zieht Rosalia auf, die so gern wieder zurück nach Puerto Rico möchte („Amerika“). Haas Muñoz mit all ihrer Leidenschaft zuzuschauen, die sie sowohl gesanglich als auch tänzerisch, mimisch und gestisch zum Ausdruck bringt, ist eine wahre Pracht.</p>
<p>Makariou klingt, obgleich Zypriotin, ebenfalls sehr authentisch und spielt liebenswert und selbstbewusst. Ihr klassischer Sopran passt perfekt zu Maria und man spürt, dass sie diese Rolle nicht zum ersten Mal spielt. Gleiches gilt im Übrigen für Apérants. Auch er hat eine klassisch ausgebildete Stimme, die sich perfekt an Bernsteins Hits wie „Maria“ und „Tonight“ anpasst &#8211; inklusive Gänsehautschauer! Eine bessere Besetzung für Maria und Tony vermag man sich kaum vorzustellen.</p>
<p>Den Anführer der Sharks spielt Mario Saccoccio, der ihn düster und herrisch anlegt – genau so wie man sich einen frustrierten Bandenchef vorstellt, der in der neuen Umgebung nicht weiß, wo er mit sich hin soll und deshalb jeden provoziert, der ihm über den Weg läuft. Er hat eine gute Bühnenpräsenz und wirkt die ganze Zeit undurchschaubar.</p>
<p>Die Inszenierung hat gute und verwirrende Momente. Eine süße Idee ist das muntere Hüte-Wechsel-Spiel von Tony und Maria während ihrer fiktiven Hochzeit. Auch das erste „private“ Zusammentreffen ist – als Romeo &amp; Julia Balkonszene – sehr treffend umgesetzt.</p>
<p>„Ich seh schön aus / I feel pretty“ ist wunderbar schrill und lustig – so wie eine Gruppe heranwachsender Damen eben sein kann.</p>
<p>Für Stirnrunzeln sorgt das etwas befremdliche Staging während Tonys Solo „Maria“, wo ihn Krohn quer über die Bühne, auf die obere Ebene und wieder zurück schickt. Der Sinn dahinter erschließt sich nicht.</p>
<p>Das Gerüst, auf dem Tony und Maria „Heut Nacht / Tonight“ beschwören, bringt unweigerlich die Erinnerung an „Titanic“ mit sich, wenn auch auf die ausgestreckten Arme verzichtet wurde.</p>
<p>Sehr intensiv inszeniert Krohn Ensemble-Nummern wie die Hinführung zu „Somewhere“ oder der Albtraum Marias, bei dem am Ende alle Bandenmitglieder beider Seiten tot sind. Auch die Vergewaltigung Anitas ist beklemmend inszeniert.</p>
<p>Die „West Side Story“ bei den Clingenburg Festspielen ist absolut sehenswert und ihre Hauptdarsteller sind herausragend. Makariou und Apérants glaubt man die Liebe zwischen ihren Alter Egos Maria und Tony sofort. Sie legen sehr viel Gefühl in ihre weltberühmten Songs und treffen so mitten ins Herz!</p>
<p>Man darf gespannt sein, was in Klingenberg 2019 passiert, wenn ein neuer Intendant die Zügel übernimmt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Clingenburg Festspiele</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 16. Juni 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Theano Makariou, Gevorg Apérants, <span class="Bold">Alexander Ruttig, Lucia Isabel Haas Muñoz, Mario Saccoccio</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Choreographie:</span></strong> Marcel Krohn / Timo Radünz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> <span class="irc_su" dir="ltr">Bjoern Friedrich</span><br />
</span></div>
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		<title>Licht und Schatten in der Burgruine der Clingenburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/licht-und-schatten-in-der-burgruine-der-clingenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 05:07:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Cabaret]]></category>
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		<category><![CDATA[Susanne Anders]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Wulz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Cabaret“ ist fröhlich und traurig, voller Liebe und tiefem Hass, erfrischend jugendlich und liebevoll gealtert. Mit diesen Widersprüchen muss sich jeder Regisseur auseinandersetzen, der Joe Masteroffs, John Kanders und Fred Ebbs Klassiker auf die Bühne bringt. Marcel Krohn stellte sich in diesem Jahr dieser Aufgabe für die Clingenburg Festspiele. Beim sehr moderaten Schussapplaus muss man ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Cabaret“ ist fröhlich und traurig, voller Liebe und tiefem Hass, erfrischend jugendlich und liebevoll gealtert. Mit diesen Widersprüchen muss sich jeder Regisseur auseinandersetzen, der Joe Masteroffs, John Kanders und Fred Ebbs Klassiker auf die Bühne bringt. Marcel Krohn stellte sich in diesem Jahr dieser Aufgabe für die Clingenburg Festspiele. Beim sehr moderaten Schussapplaus muss man konstatieren, dass diese Inszenierung ihre guten und weniger guten Momente hat.</p>
<p>Auf der Haben-Seite stehen ganz klar Werner Wulz als frech-frivoler Conférencier Emcee, Claus Wilcke als Herr Schultz und die ansteckende Spielfreude von Mariyama Ebel. Nicht so gelungen ist hingegen die Darstellung der Nationalsozialisten, die mit einem spiegelverkehrt geschriebenen ANGST auf der Armbinde anstelle des durchaus angebrachten Hakenkreuzes auftreten (zumal diese auch im Programmheft als „SA-Leute“ bezeichnet werden), sowie das Weglassen des weltbekannten Showstoppers „Mein Herr“. Zudem fehlt es dieser Inszenierung irgendwie an Handlung. Man hetzt hier leider von Song zu Song und nimmt sich keine Zeit, die einzelnen Charaktere detaillierter herauszuarbeiten.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1979 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/cabaret009-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" />Wulz füllt die Rolle des Gastgebers hervorragend aus. Seine Witze sind klischeebeladen und leicht trashig. Auch gesanglich füllt er die Rolle des Erzählers sehr gut aus. Fabian Baecker nimmt man die Rolle des schüchternen, teilweise ängstlichen Cliff in jeder Sekunde ab. Er spielt mit sehr viel Gefühl, was er auch mit seiner Stimme zum Ausdruck bringen kann.</p>
<p>Ramona Schmid und Maik Eckhardt übernehmen die Rollen der Prostituierten Fräulein Kost und des Nazis Ernst Ludwig. Sie haben kaum Text und treten nur bei der Verlobungsfeier von Fräulein Schneider und Herrn Schultz wirklich in Erscheinung.</p>
<p>Franziska Krumwiede gibt eine wunderbar resolute, herzensgute Fräulein Schneider, doch besonders viel Freude macht Claus Wilcke als Herr Schultz, da er den jüdischen Obstverkäufer mit so viel Einfühlungsvermögen und Zuneigung spielt, dass man sich schützend vor ihn stellen möchte, wenn die Scheiben seines Ladens eingeworfen werden und seine Verlobung mit Fräulein Schneider daran zerbricht.</p>
<p>Die Kit Kat Girls (Franziska Lißmeier, Sandra Leitner, Nadja Görts, Susanne Anders) wirbeln in sehr schönen Kostümen (Marianne Heide) über die Bühne, sind quietschig und sexy – genauso wie man es erwartet. Im Normalfall kommt keine von ihnen an Sally Bowles heran. Doch in dieser Inszenierung ist Sally etwas plump, ihre Kleider sind nicht wirklich schön, sie trägt Doc Martins und trägt deutlich weniger Sexappeal zur Schau bei als ihre Kolleginnen. Entsprechend wirkt Mariyama Ebel etwas ungelenk – nicht nur tänzerisch, sondern auch im Schauspiel. Ihre Dialoge wirken aufgesetzt, was so gar nicht zu ihrer positiven Ausstrahlung und ihrer Energie passen mag.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1981 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/06/cabaret090-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" />Als nach dem „Vaterland“-Lied der SA auf Fräulein Schneiders und Herrn Schultz Verlobung plötzlich Pause ist, ist das Publikum sehr verstört. Viele fragen sich: „Ist das das Ende des Musicals?“ Nein, ist es nicht. Und zum Auftakt des zweiten Akts lässt Krohn die Kit Kat Girls in tarnfarbenen Kleidchen und mit Springerstiefeln tanzen. Das passt hervorragend zu den Bomberjacken der Nazis und holt das Publikum sofort wieder ins Geschehen zurück.</p>
<p>Was leider in diesem Jahr deutlich auffällt, sind die gesanglichen Schwächen des Ensembles. Mit Ausnahme von Wulz und Wilcke hört man bei allen schiefe Töne, inklusive Orchester, das bei „Vielleicht diesmal“ sehr disharmonisch ist.</p>
<p>Dass Sally eine wankelmütige Person ist, die sich an nichts und niemanden bindet, wird im Lauf des Stücks nur allzu deutlich. Als sie ihren heißgeliebten Pelzmantel verkauft, um ihr Kind abzutreiben, führt dies zum endgültigen Bruch mit Cliff. Den anschließenden Titelsong interpretiert Ebel mit unglaublicher Kraft und Abscheu, sie wirkt fast wahnsinnig vor Schmerz und Liebeskummer.</p>
<p>„Cabaret“ ist keine leichte Kost, das zeigt diese Produktion sehr klar. Das Publikum ist entsprechend mitgenommen und so gibt es nur einen (imaginären) Vorhang für die Darsteller, die zum Schlussapplaus alle in der Kleidung von KZ-Gefangenen erscheinen. Das allein spricht schon Bände, denn vergangenes Jahr bei „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=260">Hair</a>“ und auch im Jahr zuvor bei „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1006">Dracula</a>“ gab es stehende Ovationen und „Zugabe“-Rufe.</p>
<p>Die ernste Thematik von „Cabaret“ hat Krohn sehr gut und stringent aufgenommen. Das leichte, ausgleichende des Kabaretts und die Tiefe der Charaktere fallen diesem Schwerpunkt leider zum Opfer, was das ansonsten mitreißende Stück eher schwer verdaulich macht.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <em>in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Clingenburg, Klingenburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. Juni 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller:</strong> Mariyama Ebel, Werner Wulz, Claus Wilcke, </span>Fabian Baecker, Ramona Schmid, Maik Eckhardt , Franziska Krumwiede, Franziska Lißmeier, Sandra Leitner, Nadja Görts, Susanne Anders</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  John Kander / Marcel Krohn</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Björn Friedrich<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Die Energie dieses Ensembles ist ansteckend!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-energie-dieses-ensembles-ist-ansteckend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2016 12:28:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Catherin Joos]]></category>
		<category><![CDATA[Clingenburg]]></category>
		<category><![CDATA[David Krohn]]></category>
		<category><![CDATA[Galt MacDermot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast schon majestätisch thront die alte Clingenburg auf ihrem Weinberg am romantisch verschlungenen Main. Schon seit 1994 bildet sie die perfekte Kulisse für Open Air Theater. Auch Musicals haben dort seit vielen Sommern ihren festen Platz. In diesem Jahr wollte ein Anwohnerpaar dem Verein, der die Festspiele veranstaltet, die lautstarke Beschallung untersagen. Musik und Musical ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast schon majestätisch thront die alte Clingenburg auf ihrem Weinberg am romantisch verschlungenen Main. Schon seit 1994 bildet sie die perfekte Kulisse für Open Air Theater. Auch Musicals haben dort seit vielen Sommern ihren festen Platz. In diesem Jahr wollte ein Anwohnerpaar dem Verein, der die Festspiele veranstaltet, die lautstarke Beschallung untersagen. Musik und Musical sind eben doch Geschmackssache. Doch anstatt klein beizugeben, einigte man sich: Die Stücke beginnen eine halbe Stunde früher, die Dezibelzahl wurde heruntergeregelt und um Schlag 22 Uhr verklingt der letzte Ton in der Burgruine. Damit ist an dieser Front erst einmal Ruhe eingekehrt, doch für die Kreativen bedeutet dies große Umstellungen: „Hair“ wird ohne Pause durchgespielt, d. h. Peter Rein, der Regisseur, und sein Ensemble mussten einige Passagen anpassen – nicht nur akustisch, sondern auch inhaltlich, damit die fehlende dramaturgische Pause nicht so arg ins Gewicht fällt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-262 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-108_v-img__1__1__xl_-fc0f2c4a90a5ebfa79f56bc1c9c6a86c876e2a3c-400x400.jpg" alt="clingenburg-festspiele-klingenberg-108_v-img__1__1__xl_-fc0f2c4a90a5ebfa79f56bc1c9c6a86c876e2a3c" width="400" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-108_v-img__1__1__xl_-fc0f2c4a90a5ebfa79f56bc1c9c6a86c876e2a3c-400x400.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-108_v-img__1__1__xl_-fc0f2c4a90a5ebfa79f56bc1c9c6a86c876e2a3c-150x150.jpg 150w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-108_v-img__1__1__xl_-fc0f2c4a90a5ebfa79f56bc1c9c6a86c876e2a3c.jpg 558w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das 22-köpfige Ensemble macht die gedrosselten Melodien von Galt MacDermot mit unbändiger Spielfreude wett. Sie spielen sich fröhlich durch die tragisch endende Freundschaft von Berger und Claude, haben viel Spaß an den abwechslungsreichen Flower-Power-Songs und nehmen sich selbst nicht allzu ernst.</p>
<p>Regieseitig gibt es einige fragwürdige Entscheidungen, bspw. warum zu „Sodomy“, einem Song der ganz deutlich die Masturbation thematisiert, eine Massenorgie stattfindet, die dann wenig später während eines kollektiven LSD-Trips des Tribes in paarweisem Gruppensex endet. „Electric Blues“ und „Hare Krishna“ passen inszenatorisch so gar nicht zum Gesamtbild und auch die durchaus lustige Badeszene im Burgeigenen Brunnen gerät deutlich zu lang.</p>
<p>Besonders gelungen ist die Geburtstagsparty von Sheila, die Berger und sein Tribe mit allen Mitteln der Kunst aufmischen. Beklemmend gut sind auch die Szenen von Claude beim Militär sowie Bergers unfreiwillige Einberufung. Immer wieder urkomisch sind die Autofahrten, bei denen abwechselnd Berger, Sheila oder Steve die Pkw-Geräusche mittels Handmikro improvisieren. Steves gespielter Worpantrieb sorgt für viele Lacher im Publikum.</p>
<p>Überhaupt sind es die vielen kleinen Einzelaktionen, die diese Aufführung so charmant machen: Marcus Abdel-Messih überzeugt als überbesorgter Steve genauso wie als splitterfasernackter Woodrow Sheldon, der bei der Musterung augenzwinkernd seine rot lackierten Fußnägel preisgibt. Steves Schwester Sheila, die einerseits das brave Töchterchen sein will, sich aber andererseits stark von Berger animalischer Art angezogen fühlt, wird von Julia Hell mit großartiger Mimik und einem gehörigen Schuss Ironie gespielt.</p>
<p>Als charismatischer Anführer des Tribes erlebt das Publikum einen blendend aufgelegten Lars Schmidt, der sich mit seinen intensiven, teils exzentrischen Songinterpretationen für die Titelrolle in „Jesus Christ Superstar“ empfiehlt. Schmidt reißt nicht nur das Ensemble mit, sondern gewinnt auch das Publikum im Handumdrehen. Als schüchterner Claude, der seine ersten Erfahrungen mit Drogen und der freien Liebe sichtlich genießt, steht Marcel Kaiser auf der Bühne im Burghof. Er transportiert die verwirrenden Gefühle zwischen Pflichtbewusstsein und Genusssucht sehr gut und gibt einen starken Counterpart zu Berger ab.</p>
<p>David Krohn interpretiert Woof fast schon tuntig, als Diva und immer vorbereiteter Dealer, aber mit dem Herzen am rechten Fleck. Er überragt die meisten seiner Kollegen und hat nicht zuletzt auch deshalb eine auffällige Bühnenpräsenz. Schade ist, dass dieser Inszenierung der Soul ein wenig abgeht, was vor allem daran liegt, dass die Soulsängerinnen (Georgia Reh, Victoria Enste und Mariama Ebel) ihr Können &#8211; vielleicht auch wegen der gebremsten Tonanlage &#8211; nicht unter Beweis stellen können. Dafür entschädigt Catherin Joos als Jeannie mit ihrer glockenklaren Stimme in so manchen Song.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-263 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647-400x225.jpg" alt="clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647-768x431.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg 994w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Hair“ lebt auch von den Farben und dem Tanz. Ersteres wurde auf der Clingenburg von Christian Baumgärtel (Bühne) und Isa Mehnert (Kostüme) wunderbar umgesetzt: Große bunte Blumen sowie verstörend gemusterte und farblich herrlich im 70er Jahre Stil kombinierte Kostüme sorgen für ein perfektes optisches Bild. Die Choreographien von Ronny Bartsch wirken hingegen vielfach belanglos. Das große Ensemble ist so gut wie nie synchron und viele scheinen mit der Schrittfolge oder dem Tempo überfordert. Hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen.</p>
<p>Doch am Ende fällt auch dies kaum ins Gewicht, da die Darsteller genau zwei Stunden lang ein Gute-Laune-Feuerwerk abschießen, ohne jedoch die Botschaft des Stücks aus den Augen zu verlieren. Auch in heutigen Zeiten sind mahnende Worte gegen sinnlose Kriegseinsätze brandaktuell.</p>
<p>Man hätte das Stück sicherlich etwas frischer und straffer umsetzen können, denn „Hair“ hat einige Längen. Doch die Darsteller wurden gut gecastet und sie können ihre Charaktere sehr glaubhaft verkörpern. Die Energie des Ensembles ist so mitreißend, dass das Publikum lautstark nach einer Zugabe verlangt. Doch diese muss aus rechtlichen Gründen ausbleiben.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Open Air Bühne auf der Clingenburg, Klingenberg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>4. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  David Krohn, Marcel Kaiser, Lars Schmidt, Catherin Joos</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Galt MacDermot / Peter Rein<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Clingenburg Festspiele e.V.<br />
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