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	<title>Andrew Lloyd Webber-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Andrew Lloyd Webber-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Genau so soll Andrew Lloyd Webbers Klassiker aussehen und klingen!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Feb 2020 21:10:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinigten Bühnen Wien sind dafür bekannt, dass sie große Musicalproduktionen aus einem Guss auf die Bühne bringen. So verwundert es wenig, dass in der diesjährigen Spielzeit der Schrottplatz, auf dem Andrew Lloyd Webbers „Cats“ den Jellicle Ball tanzen, bis in die 10 Reihe des Parketts reicht. Wie in den 1980er Jahren gibt es hier viel zu entdecken und man wird unweigerlich wieder zum neugierigen Kind.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2865 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18162_1300x850_CATS_9_19-13.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sofort ins Auge sticht das Nummernschild am Schrottauto, in dem Jenny Fleckenreich ein Schläfchen hält: NAP70 – das zeugt von einem sehr langen Weg und einer breiten Vielfalt an Sets, denn in der Weltpremierenfassung prangte noch ein NAP1 an dem von Bühnen-Designer John Napier ersonnenen Pkw-Heck. Auch ansonsten gibt es kleine Farbänderungen und andere Marken auf dem Müllhaufen, den die Katzen ihr zuhause nennen, aber das Gefühl stimmt. Alan Walker hat hier ein sehr gutes Händchen für Originalität bewiesen.</p>
<p>Auch die Katzen selbst sind nur in Nuancen verändert, das Fell am Kopf vielleicht hier und da etwas flauschiger. John Napier, Tracy Stiles und Jenny Dean haben in Wien Hand angelegt und bis auf Macavity (der leider seiner farbenfrohen Fransen verlustig gegangen ist) sehen alle Katzen genauso aus, wie man sie in Erinnerung und liebgewonnen hat.</p>
<p>Das klingt alles ziemlich nach Standard und nichts Besonderem? Mag sein, aber genau diese Besinnung auf das Ursprüngliche macht diese Inszenierung so sehenswert. Kein sichtbarer Sparzwang, keine krampfhaften Kürzungen, einfach nur ein hervorragend gemachtes Ensuite-Musical.</p>
<p>Ein weiteres großes Plus an Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien ist das große Orchester. Péter Bíró dirigiert an diesem Abend 27 Musiker, die Lloyd Webbers Kompositionen bis auf den letzten Ton perfekt intonieren. Im Zuschauersaal des Ronacher kommt der volle Sound in höchster Qualität an.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2863 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18159_1300x850_CATS_9_19-5.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bei der Besetzung hat das Kreativteam rund um Associate Director Chrissie Cartwright, die das Stück ganz im Stil von Trevor Nunn und Gillian Lynne inszeniert hat, einige Schätze vorzuweisen. Allen voran Carin Filipcic, die sich die Rolle der Grizabella mit Wietske van Tongeren teilt. Ihre ausdrucksstarke Mimik, die verzweifelten Tanzschritte in Erinnerung an ihre Jugend – das allein weckt schon viel Mitleid. Ihre kraftvolle Stimme und die beeindruckende Stimmkontrolle machen „Erinnerung“ zu dem erwarteten Highlight des Abends. Danach muss man erstmal tief durchatmen, um sich emotional wieder zu sammeln.</p>
<p>Dominik Hees wirbelt als Unruhestifter Rum Tum Tugger über die Bühne. Mit seinem Charme wickelt er Kätzchen wie Publikum gleichermaßen um die Pfoten. Er verleiht Tugger eine rockig-soulige Note, die dem Chaos-Kater sehr gut zu Gesicht steht. Wenige, gekonnt platzierte Phrasierungen machen „Rum Tum Tugger“ und „Mr. Mistoffelees“ zu absoluten Schmankerln.</p>
<p>Als Munkustrap, den eleganten, schützenden Anführer der Katzen, wurde Alexander Auler besetzt. Seine erste große Rolle nach dem Ende des Studiums im vergangenen Jahr füllt der Niedersachse mit einer beachtlichen Bühnenpräsenz, der perfekten Stimmlage und einem lupenreinen Gesang. Vor dieser Leistung kann man nur der Hut ziehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2867 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18170__785.7698.CATS_.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Lucius Wolter ist ein ungewöhnlich junger, leichtfüßiger Alt Deuteronimus, doch er spielt das Katzenoberhaupt mit viel Würde und verleiht ihm einen weisen und doch selbstbewussten Klang. Auch Birgit Arquin (Bombalurina) und Anneke Brunekreeft (Demeter) sind eine sehr gute Wahl für die erzählenden Katzen im Hintergrund.</p>
<p>Eigens für diese Inszenierung wurde die Growltiger-Szene neu geschrieben. Felix Martin überzeugt als zittriger, alter Theaterkater deutlich mehr als als swingender Piratenkapitän. Inhaltlich ändert sich nichts an der Handlung. Griddlebone (Barbara Obermeier) verdreht Growltiger den Kopf. Das große Schiffssegel jedoch, die auf die rückwärtige Leinwand projizierte Tower Bridge und die jazzig-swingende Matrosennummer geben ihr einen anderen, weniger düsteren Twist. Es ist Geschmackssache, ob man diese Neuerung mag. Für mich ist diese Änderung entbehrlich.</p>
<p>Dem geneigten Musical-Publikum ebenfalls bestens bekannt ist Denise Jastraunig, die als Jenny Fleckenreich die Kakerlaken das Steppen lehrt. Ihre Spielfreude ist ansteckend und die Zuschauer fühlen sich sehr gut unterhalten. Stephen Martin Allan zeigt tänzerische Höchstleistungen als Mr. Mistoffelees und verzaubert das Publikum spielend. Da blickt man dann auch gern darüber hinweg, dass er &#8211; ähnlich wie Gerben Grimmus als Skimbleshanks &#8211; über einen starken Akzent verfügt, unter dem das Verständnis der Texte leidet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2864 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg" alt="" width="400" height="262" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-400x262.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9-768x502.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/18161_1300x850_CATS_9_19-9.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos Texte, auch diese entsprechend weitgehend dem Original von Michael Kunze, wenn auch in der leicht moderneren Fassung von vor 20 Jahren. Dass die Texte von der neuen Growltiger-Szene hierzu nicht so recht passen wollen, ist nur allzu verständlich.</p>
<p>Der Weg von Grizabella in die „Himmlischen Sphären“ führt einmal mehr über den Autoreifen. Dass dieser allerdings während des Aufstiegs vor und zurück „fährt“, ist sehr verwirrend. Doch die geniale Idee Grizabella auf einer Art Rampe in den Sternenhimmel zu ziehe und dort verschwinden zu lassen, ist großartig!</p>
<p>Ein ausverkauftes Haus auf einem Dienstag spricht für sich. Das Publikum war begeistert und stand schon wenige Sekunden nach dem letzten Ton auf, um die Darsteller jubelnd zu beklatschen. Hieran erkennt man einmal mehr, dass nichts dagegenspricht, Musical-Klassiker auf den Spielplan zu setzen – vorausgesetzt, man inszeniert nach dem Motto „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Denn nur so kann man ein bald 40 Jahre altes Musical über tanzende Katzen glaubwürdig präsentieren.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ronacher Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">18</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carin Filipcic, Dominik Hees, Lucius Wolter, Barbara Obermeier, Felix Martin, Alexander Auler, Stephen Martin Allan, Birgit Arquin, Anneke Brunekreeft, Gerben Grimmus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Chrissie Cartwright / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Vereinigte Bühnen Wien / Michaela Flint<br />
</span></p>
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		<title>Ein Hoch auf mutige Regisseure &#8211; in diesem Fall Carsten Lepper &#8211; und Darsteller!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-hoch-auf-mutige-regisseure-und-darsteller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 09:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Abla Alaoui]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Sasanowitsch]]></category>
		<category><![CDATA[Alina Kölblinger]]></category>
		<category><![CDATA[André Bauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau Zuschauer zu berühren und zu begeistern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2849 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Aufführungsstätte wurde die TheaterArche in Wien gefunden, in der gut 100 Zuschauer in sehr intimem Rahmen an sieben Abenden im Februar 2020 der Lebens- und Liebesgeschichte von Rose, Alex, George, Giulietta und Jenny folgen konnten.</p>
<p>Und diese Geschichte hat es in sich:</p>
<p>Zunächst verliebt sich die mäßig erfolgreiche Schauspielerin Rose in ihren erst 17-jährigen Bewunderer Alex. Dieser überredet sie, mit ihr in das Landhaus seines Onkels zu kommen. Nach ein paar Tagen treffen sie dort Onkel George, dem Rose Hals über Kopf verfällt. Georges staatsmännisches Gebaren, sein Stil und natürlich auch sein Geld wirken ungemein anziehend. Es kommt zum Eklat als Rose Alex mitteilt, dass sie zwar beide liebt, aber bei George bleiben wird. Alex geht zum Militär und trifft erst 13 Jahre später wieder auf seinen Onkel und Rose, die inzwischen eine gemeinsame Tochter, Jenny, haben. Irgendwie rauft man sich zusammen und Alex bleibt dort. Kritisch wird es einmal mehr als Jenny sich zwei Jahre später in Alex verliebt und dieser die Gefühle – wohlwissend, dass es nicht sein darf – erwidert. George steigert sich so sehr in die Sorge um seine Tochter hinein, dass er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erleidet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2853 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86969471_481184339223993_1086697060272439296_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86969471_481184339223993_1086697060272439296_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86969471_481184339223993_1086697060272439296_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86969471_481184339223993_1086697060272439296_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86969471_481184339223993_1086697060272439296_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86969471_481184339223993_1086697060272439296_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auf seiner Beerdigung ist dann auch Giulietta zugegen – seinerzeit von George für Rose „abserviert“ &#8211; die sich aber mit dem Paar angefreundet hat und insbesondere eine innige Beziehung zu Rose aufbaute. George hatte seine Beerdigung penibel geplant und wollte, dass alle feiern und viel trinken anstatt weinend an seinem Grab zu stehen. Seine Freunde erfüllen ihm den Wunsch und feiern ein (be-)rauschendes Fest. Dies führt dazu, dass Giulietta Alex verführt, die beiden inflagranti von Jenny erwischt werden und Alex – trotz Roses letzter verzweifelter Liebeserklärung – das Landgut verlässt. Für immer? Wer weiß das schon… In drei Jahren wird Jenny 18 und niemand kann vorhersagen, was dann passiert…</p>
<p>Andrew Lloyd Webber hat für dieses Drei-Generationen-Musical mit „Love changes everything“ einen seiner größten Hits geschrieben. Auch wenn das Stück selbst nicht sehr bekannt ist (die deutschsprachige Premiere fand 1995 in Dresden statt), diesen Song kennen viele, da er zum Standard-Repertoire der meisten Soloalben von Musicalkünstlern auf der ganzen Welt gehört. Darüber hinaus besticht dieses Musical durch eine Vielzahl teils romantischer, teils sehr intensiver Duette und Balladen. Man muss jedoch über die teilweise etwas altmodischen deutschen Texte hinwegblicken, die Michael Kunze ja bereits vor über 25 Jahren schrieb.</p>
<p>„Aspects of Love“ gehört sicherlich nicht zu den leicht verdaulichen Stücken aus dem Hause Lloyd Webber. Dass die Songs aber von lediglich drei Musikern schwungvoll und voluminös intoniert werden, ist beachtlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2844 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86496270_480604299281997_6274567548642000896_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86496270_480604299281997_6274567548642000896_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86496270_480604299281997_6274567548642000896_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86496270_480604299281997_6274567548642000896_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86496270_480604299281997_6274567548642000896_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86496270_480604299281997_6274567548642000896_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Keine Frage also, dass „The Musical Showroom“ für dieses allein schon von den Grundlagen her emotional sehr aufwühlende Stück die perfekte Besetzung zusammenstellen wollte.</p>
<p>Mit Wietske van Tongeren (Rose), Karin Seyfried (Giulietta), Alexander Sasanowitsch (Alex), Ulrich Allroggen (George) und Abla Alaoui (Jenny) wurden exzellente Darsteller gecasted, welche die volle Klaviatur der Emotionen beherrschen.</p>
<p>Komplettiert wurde das Ensemble mit so klangvollen Namen wie André Bauer und Jana Werner sowie Georg Prohazka, Alina Kölblinger und Paul Csitkovics in den Nebenrollen.</p>
<p>Für solch ein intensives Stück ist die pure Nähe zwischen Darstellern und Publikum Gold wert. Alexander Sasanowitschs Sensibilität als junger Alex kommt so noch viel direkter über die Rampe. Mit seiner wundervollen verletzlichen Stimme verleiht er Alex jungenhaften Charme. Im zweiten Akt, wenn seine Figur 13 Jahre älter ist, tritt er selbstbewusst und dennoch gefühlvoll in Erscheinung. Sasanowitsch zeichnet Alex‘ emotionale Achterbahnfahrt sehr glaubwürdig nach und lässt es auch gesanglich an nichts missen.</p>
<p>Auch Georg Prohazka als von Rose entsprechend titulierter „Schnulzensänger“ ist großartig. Ihn bei „Parlez vous francais“ so klingen zu lassen wie das 1940er Jahre Radio, welches er zu Beginn der Szene einschaltet, ist ein großartiger Regie-Kniff. Er überzeugt aber ebenfalls als Roses Liebhaber Hugo und vor allem in den Tanzszenen, denn auch hier kann seine Vita schon einige Erfolge vorweisen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2846 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86766530_480604269282000_1322831342844510208_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86766530_480604269282000_1322831342844510208_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86766530_480604269282000_1322831342844510208_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86766530_480604269282000_1322831342844510208_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86766530_480604269282000_1322831342844510208_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86766530_480604269282000_1322831342844510208_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ullrich Allroggen ist ein sehr sympathischer George. Man nimmt ihm den Hang zu Wein, Weib und Malerei genauso ab wie seine gluckenhafte Fürsorge für Jenny („Doch mein größtes Glück bist Du“). Er ist nicht nur qua Rolle der Grand Seigneur, er lebt diesen Charakter bis in die Haarspitzen der stilvoll gegelten Haare.</p>
<p>Mindestens ebenso viele Sympathiepunkte erhält Abla Alaoui, auch wenn ihre sich auf den 2. Akt begrenzte Spielzeit ihre Chancen hier einschränkt. Doch Alaoui spielt mit soviel kindlicher Freude und singt so glockenklar („Meerjungfrauen-Song“), dass man unweigerlich schützend seine Hand um ihre Schultern legen möchte als sie erkennt, dass ihr angebeteter Alex sie ablehnt.</p>
<p>Alina Kölblinger und Paul Csitkovics treten vorrangig bei den Umbauten und in größeren Ensembleszenen in Erscheinung. Sie haben sichtlich Spaß an dem was sie machen und sorgen auch tänzerisch für einen schönen Rahmen (Choreographie: Linda Hold &amp; Birgit Wanka-Noisternig.</p>
<p>Die etwas wichtigen Nebenrollen übernehmen André Bauer und Jana Werner, wahlweise als Roses Theaterdirektor Marcel („Du hast die Macht zu zaubern“) oder als Georges Haushälterin Elizabeth. Auch ihnen kann man die Spielfreude nicht absprechen. Ihre Erfahrung macht sich bei den vielen Rollenwechseln sicherlich ebenfalls bezahlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2843 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86387753_480604262615334_3280345327462252544_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86387753_480604262615334_3280345327462252544_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86387753_480604262615334_3280345327462252544_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86387753_480604262615334_3280345327462252544_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86387753_480604262615334_3280345327462252544_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86387753_480604262615334_3280345327462252544_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Giulietta ist im Laufe des Stücks an vielen Stellen das Sinnbild für Verführung. Karin Seyfried füllt diese Rolle perfekt aus. Sie ist lasziv, sexy, weiß genau, was George oder Alex von ihr erwarten, macht aber auch deutlich, dass sie kein Püppchen ist. Sie schnappt sich am Hochzeitstag von George und Rose die Braut und küsst sie. Auch ihr Solo („Liebe ist viel mehr“), in dem sie ihre andere, verletzliche Seite zeigt, ist sehr anrührend. Ihre Stimme passt perfekt zu Lloyd Webbers Kompositionen. Eine bessere Besetzung kann man sich nicht vorstellen.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Handlung und folglich auch im Mittelpunkt des Abends steht jedoch Rose, die von Wietske van Tongeren gespielt wird. Diese Rolle ist nicht nur sehr anspruchsvoll, weil der Charakter die meiste Zeit mit auf der Bühne ist, sondern vor allem deshalb, weil emotional und gesanglich eine große Bandbreite abgerufen werden muss: von der erfolglosen, frustrierten Schauspielerin über die frisch verliebt turtelnde Geliebte bis hin zur berühmten Schauspielerin, Ehefrau und Mutter. Über allem schwebt, dass Rose beide Männer – Alex und George – liebt, jeden auf seine Weise. Dass sie auch Experimente mit Giulietta macht und sich einen Liebhaber leistet, macht die Figur von Rose nicht einfacher. Weiß sie wirklich, was sie will? Dass sie nicht alles haben kann und nicht alle Menschen um sie herum nach ihrer Pfeife tanzen, muss sie schmerzlich erfahren als Jenny sich in Alex verliebt und schlussendlich George stirbt. In einem Akt höchster Verzweiflung – Alleinsein ist so gar nichts für Rose – gesteht sie Alex einmal mehr ihre Liebe („Alles nur nicht einsam“) und bittet ihn zu bleiben. Doch er lehnt ab und verlässt sie.</p>
<p>Van Tongeren hat hier eine wirklich große Aufgabe zu stemmen, was ihr über weite Strecken auch sehr gut gelingt (zauberhaft: „Wach ich oder träum ich“). In der finalen Szene sorgt sie mit ihrem Wutausbruch, der in ein verheultes Liebesgeständnis mündet, für Gänsehaut und Tränen in den Augen. Carsten Lepper, Artistic Director und Regisseur, hätte sich keine bessere Hauptdarstellerin wünschen können, denn diese ganzen Gefühle zu kontrollieren und gezielt abzurufen, ist keine leichte Aufgabe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2845 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86260671_480604385948655_2014022534323765248_o.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es ist unübersehbar, dass Lepper eine Vision hatte, als er sich um die Rechte für dieses Stück bewarb. Die Charaktere harmonieren und ergänzen einander. Allroggen spielt ebenso glaubwürdig den Lebemann mit Geliebter wie den Ehemann mit Frau und Kind. Seyfried bewegt sich im leichten Fach gleichermaßen souverän wie als durchsetzungsstarke Frau. Sasanowitsch wirkt an der Seite von Rose genauso authentisch wie als erwachsener Mann, der sich der Avancen von Jenny nicht erwehren kann und will. Ganz zu schweigen von seinem Quickie mit Giulietta. Das hierfür in beachtlich kurzer Zeit viel gemeinsam erarbeitet wurde, wird deutlich.</p>
<p>Das Ensemble agiert als einheitliches Ganzes und der rote Faden im Hinblick auf die Klarheit der Gefühle ist deutlich erkennbar. Lepper, der die Rolle des Alex vor über 20 Jahren bei der Schweizer Erstaufführung im Stadttheater Bern selbst gespielt hat, weiß genau, worauf es bei einer gelungenen Personenregie ankommt und entlockt seinen Darstellern emotionale und gesangliche Höchstleistungen.</p>
<p>Auch schöne Ideen, wie die Nutzung eines „Leinwandvorhangs“, der mal mit Bildmotiven, mal mit Farbverläufen immer wieder neue Stimmungen heraufbeschwört, funktioniert sehr gut. Christian Ariel Heredia hat hier viel Fingerspitzengefühl gezeigt und es gelingt ihm, die kleine Bühne nicht zu überfrachten, was beileibe nicht jeder schafft.</p>
<p>„Aspects of Love“ ist ein gelungener Auftakt. Ich wünsche „The Musical Showroom“, dass noch viele weitere Produktionen ähnlichen Anspruchs und Qualität folgen werden.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> TheaterArche, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">16</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Wietske van Tongeren, Karin Seyfried, Alexander Sasanowitsch, Ulrich Allroggen, Abla Alaoui, André Bauer, Jana Werner, Georg Prohazka, Alina Kölblinger, Paul Csitkovics</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carsten Lepper / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> The Musical Showroom/ Christian Ariel Heredia<br />
</span></p>
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		<title>Eine sehr befremdliche Verfilmung des Samtpfoten-Musicals</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 09:38:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fast 40 Jahre nach der Uraufführung des Bühnenmusicals in London (1981) bringt Regisseur Tom Hooper seine Vorstellung einer modernen „Cats“-Fassung auf die Leinwand. Es ist sehr populär, Musicals von der Bühne auf Celluloid zu bannen. Beim “Phantom der Oper“ und “Into the Woods“ gelang dies nur mäßig überzeugend. Doch „Die Schöne und das Biest“ und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast 40 Jahre nach der Uraufführung des Bühnenmusicals in London (1981) bringt Regisseur Tom Hooper seine Vorstellung einer modernen „Cats“-Fassung auf die Leinwand.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2761 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/63113-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/63113-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/63113.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es ist sehr populär, Musicals von der Bühne auf Celluloid zu bannen. Beim “<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=331">Phantom der Oper</a></span>“ und “Into the Woods“ gelang dies nur mäßig überzeugend. Doch „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1898"><span style="color: #333399;">Die Schöne und das Biest</span></a>“ und auch „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=345">Les Misérables</a></span>“ (ebenfalls von Hooper) erzielten mehr als Achtungserfolge in der Musical-Fangemeinde. Von „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=339">Mamma Mia</a></span>“ ganz zu schweigen</p>
<p>Zahlreiche weitere Verfilmungen sind bereits in Planung – darunter „Joseph“ und „In the Heights“. Auch von „Sunset Boulevard“ als Leinwandmusical träumt Andrew Lloyd Webber seit einigen Jahren sehr medienwirksam.</p>
<p>Doch 2019 sind erstmal T. S. Eliots „Practical Cats“ an der Reihe. Schon als im Sommer der erste Trailer veröffentlich wurde, ging ein Raunen durch die Musical-Gemeinde: Das was dort gezeigt wurde, hatte herzlich wenig mit dem zu tun, was man von einem Musicalfilm mit höchsten technischen Raffinessen erwartet hatte. Leider kann auch das vollständige Werk diesen Eindruck nicht bessern.</p>
<p>Es beginnt mit der Ouvertüre, die sehr zurückhaltend aus den Kinolautsprechern plätschert. Zudem fehlen dem versierten Theatergänger natürlich die rundum blinkenden Katzenaugen im Saal. Doch wirklich erwarten konnte man diesen Effekt im Kino nicht.</p>
<p>Tom Hooper hat nach eigener Aussage eine Fantasy-Version von „Cats“ geschaffen, die sich offenbar dadurch auszeichnet, dass Menschen mit computererzeugtem Fell durch London streifen. Das Größenverhältnis, wenn die menschlichen Katzen am Eros-Brunnen auf dem Piccadilly Circus tanzen, passt jedoch nicht. Auch der Trafalgar Square sieht in der Finalszene eher aus wie ein Gemälde, das im Hintergrund platziert wurde. Auch ist eher irritierend, dass die Füße und Hände der Schauspieler „original“ sind und nur in wenigen Szenen einige Katzen Schuhe tragen (bspw. in der Stepp-Szene von Skimbleshanks). Berücksichtigt man dann auch noch die von Jenny Fleckenreich dressierten Mäuse und Kakerlaken, die ebenfalls menschliche Gesichter haben, wird es vollends skurril.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2765 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/francesca-hayward-cats-2-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/francesca-hayward-cats-2-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/francesca-hayward-cats-2.jpg 618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Bewegungen der Katzen sind leider weniger geschmeidig und sehen nach Computertechnik aus, die an Computerspiele der späten 90er Jahre erinnert. Idris Elbas‘ Kopf ist schlecht in die Szenen geschnitten und die Sprünge sowie Tanzschritte der Samtpfoten sind gänzlich unnatürlich. Katzen, die beim Springen verschwimmen oder deren Füße beim Tanzen den Boden nicht berühren, sind einfach unecht. Hinzu kommen noch die Gesichter, die auf unnatürliche Art mal breiter und mal schmaler werden, sowie die Ohren, die sich häufig sehr „kreativ“ und auf keinen Fall felin durch die Gegend bewegen.</p>
<p>Auch wenn im Abspann gefühlt 500 Mitarbeiter aufgelistet werden, die die visuellen Effekte er- und bearbeitet haben, wird man das Gefühl nicht los, dass hier die Erfahrung mit dem Genre fehlte. Alternativ ist es natürlich auch vorstellbar, dass Hooper eine sehr spezielle Vorstellung der Bewegungsabläufe von Katzen und dem computervisuellen Aufbau der Umgebung hatte, die sich für Otto Normal Musical-Besucher nicht nachvollziehen lässt.</p>
<p>Doch abgesehen von den überholten Visual Effects, steht ja bei einem Musical die Musik im Vordergrund. Andrew Lloyd Webber hat an einige Songs noch einmal Hand angelegt, was im Sinne einer Modernisierung vollkommen legitim ist. Dennoch passt es zu den Chaos-verbreitenden Katzen Mungojerrie und Rumpleteazer überhaupt nicht, wenn sie anstatt zu einer flippigen Uptempo-Nummer nun zu einem Swing &amp; Jazz Song Unfug stiften. Die Idee, Skimbleshanks, den Kater vom Nachtexpress, steppen zu lassen, verwirrt zunächst ebenfalls sehr. Doch die Art wie diese Szene sich entwickelt und die Tatsache, dass der Stepptanz durchaus „nach vorne“ geht, sorgen für ein stimmiges Gesamtbild.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2766 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/james-corden-cats-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/james-corden-cats-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/james-corden-cats.jpg 618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch einige Charaktere wurden für den Film überarbeitet. Allen voran natürlich die schüchterne Victoria, die im Film durchaus Selbstbewusstsein zeigt, sich in Mr. Mistoffelees verliebt und sogar einen eigenen neuen Song bekommt, der von Taylor Swift und Andrew Lloyd Webber stammt. Apropos Mr. Mistoffelees – ihn anstatt des gewitzten, schlauen Zauberers als ängstlichen Tollpatsch darzustellen, dessen Magie eher in seinen fehlschlagenden Tricks liegt, wird viele Musicalfans ärgern.</p>
<p>Auch Rum Tum Tugger bekommt eine wesentlich kleinere Rolle, da viele seiner Gesangspassagen von Munkustrap übernommen werden. Frauenheld? Fehlanzeige! Growltiger verkommt gar zur Nebenrolle. Dafür sind Bustopher Jones, Jenny Fleckenreich, Macavity und Old Deuteronomy wesentlich präsenter, was aber nicht zuletzt auch an deren Besetzung liegt.</p>
<p>Bustopher Jones wird von einem herrlich süffisanten James Corden gespielt. Dass er auch singen kann, beweist er seit Jahren u. a. in seiner „Late Late Show“. Rebel Wilson beweist ihr Talent für Komik und Timing als Jenny Fleckenreich. Idris Elba gibt den magisch-gefährlichen Macavity, der alle Katzen, die mit ihm um die Wiedergeburt konkurrieren, kurzerhand auf ein Themseboot verschleppt.</p>
<p>Den größten „Aufschrei“ gab es in der Community jedoch als bekannt wurde, dass Judi Dench das Katzen-Oberhaupt Old Deuteronomy spielen würde. Old Deuteronomy eine Frau? Das kann doch nicht funktionieren! So las man überall… Doch dank der herausragenden Schauspielerin Judi Dench fällt diese wesentliche Änderung im Vergleich zur Bühnenversion nicht ins Gewicht. Sie spielt mütterlich, zeigt Herz und lässt es an nichts vermissen, was man mit Old Deuteronomy verbindet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2771 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/ian-mckellan-cats-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/ian-mckellan-cats-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/ian-mckellan-cats.jpg 618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schauspielerische Exzellenz beweist auch Ian McKellen als Theaterkater Gus. Man hat unfassbar viel Mitgefühl mit diesem altersschwachen Katerchen.</p>
<p>Weitere Weltstars, die für dieses Fantasy-Musical engagiert wurden, sind Jennifer Hudson als Grizabella, Jason Derulo als Rum Tum Tugger und Taylor Swift als Bombalurina. Mit Francesca Hayward als Victoria, Robbie Fairchild als Munkustrap und Laurie Davidson als Mr. Mistoffelees sind viele Schauspieler zu erleben, die man sonst vor allem aus TV-Serien kennt.</p>
<p>An Namen hat „Cats 2.0“ also einiges zu bieten…</p>
<p>Ja, viele Katzen sehen anders aus als man es von der Bühne gewohnt ist, dazu zählen insbesondere Old Deuteronomy, der beige und nicht mehr dunkelbraun ist, und Macavity, der schlicht braun ist anstatt orange-rot-schwarz. Doch diese Fellwechsel kann man als künstlerische Freiheit durchgehen lassen.</p>
<p>Dass die Katzen allerdings mit Rum Tum Tugger in einer Milchbar feiern, ist unverständlich, da Katzen schlichtweg keine Kuhmilch trinken (sollten).</p>
<p>Tom Hooper hat in einem Interview gesagt, dass er mit der Catnip-Szene („Macavity“) neue filmische Maßstäbe setzen wollte. Der geneigte Kinobesucher sucht diese Maßstäbe, denn eine Taylor Swift, die sich als Bombalurina auf einem Halbmond räkelt und langsam in einem Theatersaal herabgelassen wird, während alle Katzen um sie herum durch das Catnip komplett high werden, ist absolut nichts Außergewöhnliches.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2762 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/63115-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/63115-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/63115.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schwierig wird es auch bei Gesang und Tanz… Nicht alle Schauspieler in diesem Musicalfilm sind auch herausragende Sänger. Dafür bestechen sie mit einer gnadenlos guten Mimik (insbesondere McKellen, Corden, Wilson, Derulo). Tänzerisch kann man niemanden in diesem Film wirklich einschätzen, da sämtliche Choreographien durch die Computerbearbeitung unrealistisch wirken. Andy Blankenbuehler hat ein Händchen für moderne Choreos (siehe „Hamilton“), doch zu „Cats“ wollen diese – zumindest in der für den Zuschauer sichtbaren Fassung – nicht passen. Von Gillian Lynnes felinen Tanzsequenzen ist in Hoopers „Cats“ jedenfalls nichts mehr zu erkennen.</p>
<p>Nina Schneider hat einige der ursprünglichen deutschen Texte von Michael Kunze in das 21. Jahrhundert übertragen. Leider klingen diese nicht selten plump und unbeholfen (bspw. „Rum Tum Tugger“, „Einladung zum Jellicle Ball“).</p>
<p>Für die deutsche Fassung wurde einmal mehr einige Rolle doppelt durch einen Synchronsprecher und einen Sänger besetzt. Im Fall von Munkustrap, bei dem Patrick Stanke beide Parts übernahm, geht dies leider daneben, denn viele Sprechgesangspassagen klingen schrecklich schief. Da die raumgreifenden großen Songs von Munkustrap stark gekürzt wurden, kommt Stankes schöne Stimme leider kaum zur Geltung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2764 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/idris-elba-cats-2-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/idris-elba-cats-2-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/idris-elba-cats-2.jpg 618w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Patricia Meeden singt den weltbekannten Showstopper „Memory“, der auf Deutsch aber jetzt auch nicht mehr „Erinnerung“ heißt. Sie kann &#8211; im Gegensatz zu Jennifer Hudson – mit ihrer Interpretation vollends überzeugen.</p>
<p>Philipp Büttner („Aladdin“) kommt die Aufgabe zu, Jason Derulo zu „synchronisieren“. Da Rum Tum Tugger in dieser filmischen Fassung aber nicht allzu viel zu sagen hat, fällt es Büttner leicht, mit diesem Part zu überzeugen.</p>
<p>Manuel Straube verleiht Bustopher Jones eine sehr gelungene deutsche Stimme. Gleiches gilt für Thomas Rauscher und Pia Allgaier, die Gus und Bombalurina ihre deutschen Stimmen leihen.</p>
<p>Andreas Bongard (Mr. Mistoffelees) und Sabrina Weckerlin (Cassandra) verkaufen sich leider in dieser seltsamen Musicalfassung sehr unter Wert. Auch Toby Heinz und Carin Filipcic haben als Mungojerrie und Rumpleteazer so ihre liebe Müh.</p>
<p>Zudem muss man leider auch noch anmerken, dass man deutlich hört, dass die Songs im Studio eingesungen wurden. Man spürt keinerlei Atmosphäre, nur kalte klare Wände um den Gesang. Auch dies ist bei einem Stück wie „Cats“ sehr bedauerlich.</p>
<p>Insgesamt kann man sagen, dass Tom Hoopers Fantasy-Film das Lyrische und Magische gänzlich abgeht, was „Cats“ seit fast vier Jahrzehnten ausmacht. Diese Verfilmung reiht sich nahtlos in die Reihe mit dem „Phantom der Oper“ und „Into the Woods“ ein und lässt direkt auf „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.youtube.com/watch?v=U0CL-ZSuCrQ">In the Heights</a></span>“ hoffen, das im Gegensatz zu „Cats“ nach dem ersten Trailer sehr vielversprechend aussieht.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Tom Hooper</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Judi Dench, Ian McKellen, James Corden, Rebel Wilson, Jason Derulo, Taylor Swift, Jennifer Hudson, Francesca Hayward, Robbie Fairchild, Laurie Davidson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / 1 Song mit Taylor Swift</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>Universal Pictures International</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Starlight Express &#8211; Runderneuerung nach 30 Jahren</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/starlight-express-runderneuerung-nach-30-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2019 21:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Arlene Philipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Jones]]></category>
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		<category><![CDATA[David Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Emilie du Leslay]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Jacobs]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Fetter]]></category>
		<category><![CDATA[Reva Rice]]></category>
		<category><![CDATA[Rose Ouelette]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Starlight Express“ ist weltweit das am längsten an demselben Standort gespielte Musical. Drei Generationen von Musical- und Eisenbahnfans haben sich in den mehr als 30 Jahren seit der deutschen Premiere 1988 von Andrew Lloyd Webbers Klassiker verzaubern lassen. Die Macher lassen sich viel einfallen, um die Show weiter zu entwickeln, zu modernisieren und so für ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Starlight Express“ ist weltweit das am längsten an demselben Standort gespielte Musical. Drei Generationen von Musical- und Eisenbahnfans haben sich in den mehr als 30 Jahren seit der deutschen Premiere 1988 von Andrew Lloyd Webbers Klassiker verzaubern lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2612 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild2_1200x900-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild2_1200x900-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild2_1200x900.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Macher lassen sich viel einfallen, um die Show weiter zu entwickeln, zu modernisieren und so für alle nachwachsenden Theaterbesucher spannend zu machen: Zunächst wurden die Eisenbahntrassen über Kreuz quer durch das Parkett gelegt, dann folgten Stunt-Fahrer, es folgten neue Songs und Pyrotechnik.</p>
<p>Pünktlich zum 30. Geburtstag 2018 gab es die umfassendsten Veränderungen in der Geschichte dieses Musicals:</p>
<ul>
<li>neue Kostüme für Elektra, Pearl, Red Caboose und weitere Züge</li>
<li>der Zug „Brexit“ als weiterer Starter an dem Rennen</li>
<li>Ashley und Buffy wurden aufs Abstellgleis gefahren</li>
<li>neue Songs (u. a. für die Personenzüge und für Pearl)</li>
<li>neue Texte (aus „G.E.K.U.P.P.E.L.T.“ wird „A.B.G.E.H.Ä.N.G.T.“)</li>
<li>die größte Veränderung: die alte Dampflok „Papa“ wird durch „Mama“ ersetzt</li>
</ul>
<p>Das ist für Kenner der Show ganz schön viel auf einmal&#8230;</p>
<p>Dass Ashley, der Rauchwaggon, und Buffy, der Büffetwaggon, nicht mehr dabei sind, ist schade, denn beide haben den Zeitgeist repräsentiert, der zur Entstehung der Musicals herrschte. Ersetzt wurden sie durch Carrie und Belle, einen Gepäckwagen und einen Getränkewagen.</p>
<p>An den eigentlichen Rollen hat sich jedoch nichts geändert. Neu ist der Song „Ich bin ich“, mit dem die Personenzüge unterstreichen, dass Individualität zählt und kein Grund zur Ausgrenzung ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2611 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild1_1200x900-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild1_1200x900-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild1_1200x900.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es fällt auf, dass die Nicklichkeiten und Streits zwischen den Zügen und deren Waggons deutlicher hervorgehoben werden als in der Vergangenheit. Diese plakative Zurschaustellung von Feindschaft ist nicht notwendig und führt dazu, dass Kinder im Publikum irritiert fragen, warum und worüber sich die Züge so lange streiten.</p>
<p>Hier spielt auch eine Rolle, dass man sich auch nach drei Jahrzehnten in Bochum treu bleibt und die Phonetik vieler Darsteller derart zu wünschen übriglässt, dass man das Gesungene nicht versteht.</p>
<p>Die neuen Kostüme sollen moderner sein, aber Red Caboose wirkt dadurch eher fad. Er erinnert mehr an den Riddler aus „Batman“ und ist weniger intrigant als früher, da seine Geldforderungen von Greaseball und Elektra einmal mehr sehr plakativ und berechnend sind.</p>
<p>Pearl musste sich von ihrer 80er Jahre „Wallemähne“ trennen und sieht jetzt aus wie eine 08/15-Tussi mit einem Sonnenhut als Accessoire.</p>
<p>Am diskussionswürdigsten ist jedoch das neue Kostüm von Elektra: War er früher noch in rot-blau gewandet, was den Wechselstrom sehr farbenfroh darstellte, trägt er nun – wie auch seine Züge – in schwarz-silber mit hohem Glitzerfaktor. Sein Kopfschmuck wiederum erinnert an die Glasfaserlampen aus den 80er Jahren, verfehlt aber seine Wirkung in Silber komplett. Elektra war schon immer der „androgyne“ Herausforderer, in der neuen Inszenierung läuft er jedem Travestiekünstler spielend den Rang ab.</p>
<p>„Brexit“ als neuen Zug einzuführen, ist eine politisch zeitgenössische Idee. Da dieser Zug aber lediglich für einen doch sehr billigen Witz („Kann nicht antreten, weil er zu spät ist.“) auf der Bühne steht, hätte man sich diesen auch gern sparen können.</p>
<p>Der Verlust von Papa schmerzt, war doch die erfahrene Dampflok die Schulter zum Anlehnen, der Tröster und Mutmacher in einem, den viele Zuschauer sehr geliebt haben. Warum es diesen radikalen Wandel gab, kann man nur mutmaßen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2608 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/Showbild_Pearl_Rusty-277x400.jpg" alt="" width="277" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/Showbild_Pearl_Rusty-277x400.jpg 277w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/Showbild_Pearl_Rusty.jpg 346w" sizes="auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px" />Doch auch Mütter haben gute Ratschläge und so fügt sich Mama sehr stimmig in das Gesamtwerk ein. Dies liegt allerdings zu einem sehr großen Anteil an Reva Rice, die diese Rolle für „Starlight Express“ in Deutschland kreiert hat. Die erfahrende Broadway-Darstellerin war in den 80er Jahren die erste Pearl am Broadway und hat im „New Starlight Express“ Ende der 90er Jahre in London die Rolle erneut übernommen. Ihre Ausstrahlung ist raumgreifend. Ihr Gesang (und insbesondere ihre Phonetik) ist über jeden Zweifel erhaben: Hier steht jemand auf der Bühne, der mit jeder Faser seines Körpers das Publikum zu begeistern weiß.</p>
<p>Markus Fetter gibt einen sehr süßen Rusty und weiß mit Gefühl und Energie zu überzeugen. Die inszenatorischen Änderungen der „Starlight Express“-Szene ohne grünen Laser, dafür mit Discokugel, gelben Strahlen und Minidrohnen, unterstreichen die Magie der Szenerie.</p>
<p>Emilie du Leslay als Pearl ist süß und zurückhaltend. Warum sie mit Elektra mitgeht, der ja nun absolut nicht pfeifen kann (was ihr aber neuerdings essentiell wichtig zu sein scheint), versteht in dieser Neu-Inszenierung kaum jemand. Gesanglich ist sicherlich noch etwas Luft nach oben, aber sie gehört zu den phonetisch verständlicheren Darstellern auf der Bühne. Allerdings läuft ihr Rose Ouellette als Dinah den Rang ab: Sie hat eine spannendere Bühnenpräsenz und zeigt den anderen eindeutig, wo es langgeht.</p>
<p>Der Lieblingszug von Dinah ist unverändert Greaseball. David Brown spielt den sehr von sich überzeugten Chauvi rollendeckend, aber um gänzlich zu überzeugen, fehlt ihm noch ein wenig.</p>
<p>Kristian Jacobs und Daniel Ellison reichen nicht an das heran, was man von Elektra und Red Caboose kennt und folgerichtig erwartet. Beide agieren mit angezogener Handbremse und können auch gesanglich nicht mit ihren Vorgängern mithalten. Das ist sehr schade, denn gerade diese beiden Figuren haben der Show zu mehr Abwechslung verholfen. Nun wirken diese beiden Züge doch sehr arg gestreamlined.</p>
<p>Tom Slade treibt an diesem Nachmittag sein Orchester zu Höchstleistungen an – vielleicht hört man deshalb die Drums doch so manches Mal lauter als man es sich wünschen würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2613 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild7-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild7-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/09/STARLIGHT_EXPRESS-_Showbild7.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Starlight Express“ ist und bleibt eine Show, in der Kinderträume wahr werden. Doch auf Krampf potentielle sexistische Rollenprofile abschaffen zu wollen und dadurch die Rivalität zwischen Männern und Frauen noch deutlicher hervorzuheben, ist am Ziel vorbei gearbeitet. Da hilft es auch nicht, dass einer der Rockys nun von einer Frau gespielt wird oder der TGV von Coco, ebenfalls einer Frau, gezogen wird.</p>
<p>Mir persönlich haben die Rollenprofile der 80er Jahre sehr gut gefallen, denn sie haben ein für mich stimmiges Gesamtbild ergeben. Durch die Anpassung des fast 40 Jahre alten Stoffs an vermeintliche gesellschaftliche Denkmuster des 21. Jahrhunderts wirkt die Show eher unrund. Denn wenn man dies komplett zu Ende denkt, fehlt auf jeden Fall ein eindeutig homosexueller Zug und Machos wie Greaseball bekommen sicherlich keine so selbstbewussten Waggons wie Dinah ab…</p>
<p>Aber wer weiß, wie sich „Starlight Express“ weiterentwickelt – bisher haben die Kreativen sich noch immer etwas Neues einfallen lassen… Ein Ende dieser Erfolgsstory scheint jedenfalls nicht in Sicht.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Starlight Express Theater, Bochum</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 8. September 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Reva Rice, Markus Fetter, Emilie du Leslay, David Brown, Rose Ouelette, Kristian Jacobs, Daniel Ellison, Christian Jones</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik: </span></strong>Arlene Philipps / Andrew Lloyd Webber</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Starlight Express<br />
</span></div>
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		<title>Andrew Lloyd Webbers Klassiker in einer kurzen, knackigen Fassung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/andrew-lloyd-webbers-klassiker-in-einer-kurzen-knackigen-fassung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2019 14:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Ahoi Hafenfestival]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Ahoi Hafenfestival in Stralsund und Greifswald lockt seit fünf Jahren Einheimische und Touristen auf die Hansawiese bzw. in den Museumshafen. In diesem Jahr steht mit „Jesus Christ Superstar“ ein weltweit erfolgreiches Rockmusical auf dem Programm. Die abendliche Startzeit um 21.30 Uhr ist auf die Lichtverhältnisse abgestimmt: Die Show beginnt während der Dämmerung und endet ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ahoi Hafenfestival in Stralsund und Greifswald lockt seit fünf Jahren Einheimische und Touristen auf die Hansawiese bzw. in den Museumshafen. In diesem Jahr steht mit „Jesus Christ Superstar“ ein weltweit erfolgreiches Rockmusical auf dem Programm.</p>
<p>Die abendliche Startzeit um 21.30 Uhr ist auf die Lichtverhältnisse abgestimmt: Die Show beginnt während der Dämmerung und endet in dunkler Nacht, so dass auch die Lichtdesigner – die bei Sommer Open Air Produktionen sonst häufig das Nachsehen haben – ihren Teil zum optischen Gesamtkunstwerk beitragen können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2637 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-10-Vincent-Leifer-e1570543754819-400x208.jpg" alt="" width="400" height="208" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-10-Vincent-Leifer-e1570543754819-400x208.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-10-Vincent-Leifer-e1570543754819-768x399.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-10-Vincent-Leifer-e1570543754819.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Bühne besteht aus Gerüsten und Treppenelementen (Christopher Melching – ebenfalls Kostüme); für Abwechslung sorgen die fünf LED-Leinwände unterschiedlicher Größe. Für die Illustrationen und das Video-Design zeichnet Gintare Minelgaite verantwortlich. Häufig lenken diese Videos aber vom Geschehen eher ab, als dass sie die Handlung sinnvoll ergänzen. So werden bei den Auseinandersetzungen von Judas und Maria sowie Jesus und Judas im Hintergrund Szenen eines Boxkampf-Cartoons und während der Ouvertüre eine Zeichentrick-Mondlandung sowie ein Sternenkrieg gezeigt. Auch die aufblühenden Lilien bei „Hosanna“ passen nicht wirklich zum Geschehen.</p>
<p>Einzig bei „Gethsemane“ kann man die im Hintergrund eingeblendeten Bilder der Erde aus dem Weltall mit der Handlung zusammenbringen: Jesus weiß, dass er sterben wird und alle – auch er – sehen tatenlos zu. Anders ergeht es dem blauen Planeten aktuell auch nicht.</p>
<p>Musikalisch ist dieses Rockmusical leider eine klassisch gespielte Rockoper. Das Philharmonische Orchester Vorpommern unter der Leitung von David Behnke und der Opernchor des Theaters Vorpommern (Einstudierung: Mauro Fabbri) intonieren Andrew Lloyd Webbers druckvolle Kompositionen zwar tonal einwandfrei, doch das Ganze wirkt zu opernhaft, zu aufgesetzt. Es fehlt das umfassende Dirigat, das aus dem fehlerfreien Spiel und Gesang der Noten das Rockmusical macht, das der Musicalzuschauer kennt.</p>
<p>Diese Disharmonien hört man vom ersten Moment an und auch dem dreiköpfigen Tontechnikteam gelingt es nicht, die Unausgewogenheit zu regulieren. Auch scheinen die Bässe zu fehlen, was bei einem ausgewiesenen Rockmusical sehr ins Gewicht fällt.</p>
<p>So kämpfen die Protagonisten doch allzu oft gegen zu laute Einzelinstrumente an oder versuchen vergeblich, sich stimmlich gegen das Orchester zu behaupten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2636 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-7-Vincent-Leifer-e1570543955492-400x272.jpg" alt="" width="400" height="272" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-7-Vincent-Leifer-e1570543955492-400x272.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-7-Vincent-Leifer-e1570543955492.jpg 622w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Gäste hat das Theater Vorpommern Chris Murray und Sasha Di Capri engagiert, die als erfahrene Darsteller von Jesus und Judas ihr ganzes Können ausspielen. Chris Murray hat zudem gemeinsam mit Dirk Löschner die Regie dieser Inszenierung übernommen.</p>
<p>Die beiden Hauptfiguren haben viele Freiheiten und wirken in ihrem Handeln authentisch.</p>
<p>Auch Andrey Valiguras (Kaiaphas), Martin Mulders (Annas), Thomas Rettensteiner (Pilates) und Mario Gremlich (Herodes) spielen und singen gefällig. Einzig Maria (Feline Zimmermann) wirkt sehr hölzern und erinnert nicht zuletzt auch wegen ihrer knallroten Perücke eher an eine manipulative Jessica Rabbit als an die gefühlvolle, Jesus umsorgende Frau.</p>
<p>Di Capri ist rockig, wird aber massiv von der schlechten Tontechnik ausgebremst. Größtenteils klingt er sehr „mumpfig“, was sich negativ auf die Intensität seiner Auseinandersetzungen mit Jesus oder Szenen wie Judas Selbstmord und „Superstar“ auswirkt.</p>
<p>Chris Murray legt Jesus ungewöhnlich wissend und bitter, gleichzeitig ahnungsvoll und betroffen an. Gesanglich meistert er die Partie bravourös und sorgt mehrfach für Gänsehaut, auch wenn seine lyrische Intonation zuweilen etwas irritiert. Mit ungewöhnlichen Phrasierungen macht er „Gethsemane“ zu dem erwarteten Showstopper des Abends.</p>
<p>Da diese Produktion komplett auf Deutsch und die Musik ungewöhnlich zurückhaltend ist, kann man den Texten von Anja Hauptmann gut folgen. Dadurch wirken die Charaktere nahbarer als sonst, was ein positiver Nebeneffekt der ansonsten sehr bedauernswerten orchestralen Gesamtleistung ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2635 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-3-Vincent-Leifer-e1570543799940-400x245.jpg" alt="" width="400" height="245" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-3-Vincent-Leifer-e1570543799940-400x245.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Jesus-Christ-Superstar-3-Vincent-Leifer-e1570543799940.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Etwas schräg sind die Leuchtstäbe der Römer, die Jesus festsetzen und das rote Halsband, welches Jesus offenbar unsägliche Schmerzen zufügt. Diese Anleihen an die SciFi-Welt sowie die MGs, mit denen die Apostel herumfuchteln, sind eher befremdlich. Einen roten Faden sucht man in dieser Inszenierung vergeblich. Sie ist nicht durchgehend modern, aber auch eine andere einheitliche Spielebene sucht man vergebens.</p>
<p>Einzelne Szenen jedoch, wie beispielweise Judas‘ Selbstmord, sind sehr gut durchdacht und funktionieren auch mittels der ausgefeilten Choreographien von Sven Niemeyer nachhaltig.</p>
<p>Anstatt der üblichen 135 Minuten ist diese Inszenierung nur gut 95 Minuten lang und wird ohne Pause durchgespielt. Auch diese deutliche Kürzung trägt sicherlich dazu bei, dass nicht alle Charakterzüge ausgearbeitet werden konnten. Das Publikum hat kaum die Chance, eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen, geschweige denn das Gesehene zu verarbeiten. Und so bleibt der Szenenapplaus an vielen Stellen aus und es wird zügig weitergespielt.</p>
<p>Bei „Jesus Christ Superstar“ in Stralsund wird viel von dem Potential verschenkt, über das diese Show verfügt. Das ist sehr bedauerlich, denn Protagonisten, Ensemble und Bühnenbildner zeigen, dass sie mehr können und auch eindeutig mehr verdient haben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Hansawiese, Stralsund</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 13. Juli 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Chris Murray, Sasha Di Capri, Feline Zimmermann, Andrey Valiguras, Martin Mulders, Thomas Rettensteiner, Mario Gremlich </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Chris Murray / Andrew Lloyd Webber</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Vorpommern / Vincent Leifer<br />
</span></div>
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		<title>Schnurrt auch nach über 35 Jahren wie ein Kätzchen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schnurrt-auch-nach-ueber-35-jahren-wie-ein-kaetzchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Aug 2017 05:50:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Agnes Pure]]></category>
		<category><![CDATA[Alte Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
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		<category><![CDATA[Marina Stevenson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andrew Lloyd Webber’s Samtpfoten haben schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Genaugenommen tanzten die Katzen den Jellicle Ball 1981 zum ersten Mal – selbstverständlich in London. Mehr als 36 Jahre später (und mehr als 31 Jahre nach der Deutschlandpremiere in Hamburg) tourt „Cats“ noch immer durch die Lande und erfreut inzwischen die dritte Generation seit ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Andrew Lloyd Webber’s Samtpfoten haben schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Genaugenommen tanzten die Katzen den Jellicle Ball 1981 zum ersten Mal – selbstverständlich in London. Mehr als 36 Jahre später (und mehr als 31 Jahre nach der Deutschlandpremiere in Hamburg) tourt „Cats“ noch immer durch die Lande und erfreut inzwischen die dritte Generation seit der Weltpremiere.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2076 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-10-credit-alessandro-pinn-400x257.jpg" alt="" width="400" height="257" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-10-credit-alessandro-pinn-400x257.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-10-credit-alessandro-pinn-768x492.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-10-credit-alessandro-pinn.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />John Napier’s kreatives, ausladendes Design wurde für die Tourproduktionen schon vor Jahrzehnten verschlankt. So passt der Schrottplatz, auf dem sich die Katzen zum „Jellicle Ball“ treffen, nunmehr auch perfekt in die Alte Oper Frankfurt. Die blauen Lichterketten an der Decke erzeugen ein leicht nostalgisches Gefühl, das perfekt zu den leuchtenden Katzenaugen passt, die während der Ouvertüre überall auf der Bühne aufblitzen. Howard Eaton hat hier gute Arbeit geleistet und das sprichwörtliche Rad dankenswerter Weise nicht neu erfunden.</p>
<p>Doch schon hier wird klar, dass die Alte Oper soundtechnisch eine Herausforderung ist: Die achtköpfige Live-Band unter der Leitung von Tim Davies klingt blechern, der Gesang sehr mumpfig. Der Sound kommt komplett von vorn. Greg Pink hat sicherlich versucht, das Beste herauszuholen, aber die deutlichen Abstriche in Sachen Tontechnik konnte er nicht verhindern.</p>
<p>Umso schöner ist es, dass die Kostüme genauso aussehen wie 1981. Jede einzelne Katze hat den Wandel der Zeit unbeschadet überstanden und sieht bis zum letzten aufgemalten Schnurrbarthaar so aus, wie Napier es sich seinerzeit ausgedacht hat.</p>
<p>Marina Stevenson, selbst ausgebildete Tänzerin, die u. a. bei „Cats“ und „Phantom of the Opera“ im West End auf der Bühne stand, ist Resident Director der aktuellen Tour. Sie hat ausnehmend viel Erfahrung mit diesen musikalischen Katzen (u. a. in Spanien, den Niederlanden und der Schweiz), was man insbesondere an den Choreographien erkennt. Die Katzen bewegen sich sehr geschmeidig und die vielen Tanzszenen werden sehr synchron von den Darstellern performed.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2073 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-04-credit-alessandro-pinn-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-04-credit-alessandro-pinn-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-04-credit-alessandro-pinn-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-04-credit-alessandro-pinn.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Andererseits scheint sie es in dieser Produktion sehr eilig zu haben. Nicht nur, dass die komplette Sequenz von Growltiger und Griddlebone fehlt – das allein sind mehr als 15 Minuten –, auch dass viele Songs ohne kunstvolle Akzente und Pausen einfach „durchgesungen“ werden, schadet dem Stück. Die Charaktere haben daher viel weniger Möglichkeiten, sich zu präsentieren und ihre Geschichte nachhaltig zu erzählen. Besonders ins Gewicht fällt dies bei „Mungojerrie &amp; Rumpleteazer“, „Rum Tum Tugger“, „Mister Mistoffelees“ und „Moments of Happiness“.</p>
<p>Die internationale Cast ist sehr gut besetzt, allen voran Joanna Ampil. Deren „Memory“ leidet zwar auch unter dem schlechten Sound, dennoch bekommt das Publikum, das dem weltbekannten Song entgegenfiebert („Jetzt kommt es!“), einen sehr guten Eindruck davon, zu was die überraschend jung wirkende Darstellerin fähig ist. Eine gute Soundanlage und die Zuschauer wären im wahrsten Sinn des Wortes weggeblasen worden. Ampil spielt sehr akzentuiert und streng, doch ihr Pfund ist die Emotionalität, die sie mit ihrem Gesang über die Rampe bringen kann.</p>
<p>Auch sehr beeindruckend ist Agnes Pure als Demeter. Ihre Mimik ist herausragend und ihre stimmliche Bandbreite, die sie bei „Macavity“ unter Beweis stellt, ist beeindruckend. Very british als Bustopher Jones und zuckersüß als Theaterkater Gus ist Tony McGill. Man amüsiert sich mit dem überkandidelten Feinschmecker-Kater und möchte den alten Kater, der sich wehmütig an seine Schauspielkarriere erinnert, einfach nur in den Arm nehmen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2072 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-03-credit-alessandro-pinn-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-03-credit-alessandro-pinn-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-03-credit-alessandro-pinn-768x510.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/cats-foto-03-credit-alessandro-pinn.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Matt Krzan und John Brannoch gelingt es als Munkustrap und Rum Tum Tugger leider nicht ganz, ihre ansonsten sehr präsenten Rollen zu füllen. Beide sind exzellente Sänger und Schauspieler, doch die sehr gehetzte Personenregie und der mäßige Sound schaden gerade diesen beiden Charakteren sehr.</p>
<p>Ein Wort noch zu den „Übertexten“, die bei Produktionen auf Englisch offenbar notwendig sind: Kennt man „Cats“, dann kann man diese sehr gut ignorieren, zumal sie nur selten zum aktuell Gesagten / Gesungenen passen. Sieht man „Cats“ in dieser Tourproduktion zum ersten Mal und ist man der englischen Sprache nicht mächtig, helfen diese rudimentären Übersetzungen beim Verständnis nicht wirklich weiter. Warum lässt man also nicht die existierenden deutschen Texte parallel zum Gesang „durchlaufen“? Das wäre sicherlich deutlich zielführender.</p>
<p>Doch insgesamt hat „Cats“ seinen Zauber nicht verloren. Ja, es ist ein Musical der 1980er Jahre und das sieht, hört und spürt man. Doch es funktioniert! Die Musik berührt, die Chorographien beeindrucken und der „Hit-Song“ verfehlt seine Wirkung nicht. Es ist eine unterhaltsame Show, die man sich gern anschaut.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Alte Oper, Frankfurt</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 23. August 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Joanna Ampil, Matt Krzan, John Brannoch, Agnes Pure, Tony McGill</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / Marina Stevenson</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Alessandro Pinn<br />
</span></div>
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