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	<title>Amphitheater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Amphitheater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jul 2018 20:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/dieses-maerchen-ist-genau-das-gegenteil-von-100-jahren-tiefschlaf/">Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie Euskirchen in der Titelrolle – damit steigen die Erwartungen schon beim Lesen der Besetzungs- und Kreativteamliste um ein Vielfaches.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2279 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-768x494.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon die Ouvertüre zeigt, dass Marian Lux ein Händchen für Dramaturgie hat. Seine einmalige Mischung aus frischem Pop und bedrohlich wirkender Symphonie ist für die Bühne des Hanauer Amphitheaters schon fast zu klein. Diese Kompositionen kann man sich auch sehr gut auf einer Ensuitetheaterbühne vor 2.500 Zuschauern vorstellen.</p>
<p>Wolfgang Adenberg ist mit Fug und Recht einer der besten Musicalautoren unseres Landes. Seine Idee für ein entstaubtes, modernes, lustiges und zugleich gefühlvolles „Dornröschen“ geht komplett auf. Der gekonnte Kniff, Dornröschen kurz vor dem eigentlichen Aufwachen aus dem Schlaf zu erwecken und sie als Seele ihre Lebensgeschichte noch einmal durchleben zu lassen, eröffnet viele Möglichkeiten.</p>
<p>Während Dornröschen sich noch wundert, warum alles voller Rosenranken ist und der gesamte Hofstaat schläft, lädt sie die optisch und vom Verhalten her verdächtig an „Wicked’s“ Glinda erinnernde gute Fee Aurora ein, sich die Geschehnisse anzusehen, die zu diesem 100jährigen Schlaf geführt haben.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-2278 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg" alt="" width="335" height="270" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-768x618.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4.jpg 800w" sizes="(max-width: 335px) 100vw, 335px" />Dornröschens Mutter (Königin Gloria), Aurora und die böse Fee Selena sind Schwestern, was das Publikum aber er kurz vor dem Finale erfährt. Durch einen Streit zwischen den Schwestern, ob ein Leben mit einem normalen Menschen (bezogen auf Gloria und den König) angebracht sei, entzweien sich die drei. Selena verflucht ihre beiden Schwestern, damit sie keine Kinder mehr bekommen können und nimmt Aurora sogar ihren Sohn Edmund weg. Aurora gelingt es zwar den Fluch von Gloria (Lisa-Marie Sumner) abzumildern, doch König Albrecht kann Selena ihre Niedertracht nicht verzeihen und lädt sie zur Taufe von Töchterchen Dornröschen ausdrücklich nicht ein.</p>
<p>Selena macht dies nur noch wütender. Sie erscheint auf der Taufe und belegt das Mädchen mit einem Todesfluch. Zum Glück kann Aurora auch diesen Fluch abschwächen, so dass Dornröschen und ihre Familie „nur“ schlafen und durch den Kuss der wahren Liebe erlöst werden können.</p>
<p>Dornröschen wächst behütet heran und ihre Mutter sieht die Lösung für ein weiteres glückliches Leben in der Vermählung ihrer Tochter mit einem befreundeten Königssohn. Dass weder Dornröschen noch der von ihrer Mutter auserkorene Prinz Alexander mit der arrangierten Ehe einverstanden sind, liegt auf der Hand. Dies ändert sich – wie es sich für ein richtiges Märchen gehört – bei ihrem ersten Aufeinandertreffen. So sieht Liebe auf den ersten Blick aus! Gepaart mit dem entsprechenden Wortwitz ist diese Kennenlern-Szene eines der Highlights des Stücks.<img decoding="async" class="size-medium wp-image-2277 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-768x474.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Solo des Königs, in dem er die anstehende Hochzeit seiner Tochter bedauert, ist eine wunderschöne, kraftvolle Ballade, die Sascha Oliver Bauer mit viel Gefühl intoniert. Dornröschen lehnt sich gegen den übermächtigen Vater auf, es kommt zum Streit und das Mädchen entdeckt im Schlossturm eine Kammer, in der Selena Flachs spinnt und das Kind in sein vermeintliches Verderben führt.</p>
<p>Der zweite Akt beginnt zunächst musikalisch und szenisch so wie der erste. Schnell wandelt sich aber alles in eine Art Albtraum, in dem die schlafenden Hofbewohner den 117. Geburtstag der Prinzessin feiern. Besonders gruselig sind die Fratzen, die in den Deckeln der Geschenkboxen verborgen sind und von den Darstellern abschreckend vor ihre Gesichter gehalten werden.</p>
<p>Einmal mehr ist es Aurora, die die rettende Idee hat und auch Prinz Alex in einen 100-jährigen Schlaf versetzt, aus dem er just an dem Tag erwachen soll, an dem der Fluch von Dornröschen und ihrer Familie gelöst werden kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2280 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg" alt="" width="400" height="297" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-768x569.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alles sieht nach einem Happy End aus, doch auch hier hat Adenberg einen weiteren Kniff eingebaut: Es war nicht Aurora selbst, welche Dornröschen die ganze Zeit über durch ihre Vergangenheit geführt hat, sondern die als Aurora verkleidete Selena. Hierdurch konnte Selena herausfinden, an welcher Stelle Prinz Alex verwundbar ist, um so den erlösenden Kuss zu verhindern. Siegessicher rechnet sie nicht damit, dass sich plötzlich der ehemals unterwürfige Edmund sich gegen sie wendet und somit Print Alex rettet. Hierfür ist jedoch Dornröschen selbst verantwortlich: Es gelingt ihr, ein wenig der Zauberkraft, die auch tief in ihr schlummert, zu aktivieren und Edmund in seinem Traum zu erscheinen – ganz so wie es Aurora (bzw. Selena) ja auch bei ihr gemacht hat.</p>
<p>Mit vereinten Kräften überwinden Dornröschen, Edmund und Prinz Alex die Fee Selena („Das ist unsere letzte Möglichkeit“) und es folgt das ersehnte und obligatorische Happy End.</p>
<p>Die Handlung ist über weite Strecken sehr nah dran an der Grimmschen Vorlage. Doch ein Dornröschen, das in Chucks über die Bühne wirbelt, patzige Antworten gibt, das Geschehen altklug kommentiert und immer wieder durch ihren Eigensinn auffällt, ist schon etwas Besonderes. Sophie Euskirchen ist die ideale Besetzung für diese Rolle: Sie ist frech, flippig, fröhlich und leidenschaftlich. Sie wirkt authentisch und singt zudem auch noch sehr gut.</p>
<p>Joana Fee Würz ist eine herrlich sarkastische, vermeintlich naive Aurora. So eine gute Fee hat man sicherlich noch nie gesehen! Ihr gelingt die Gratwanderung zwischen süßlich-quietschender und quirlig-naiver Fee hervorragend. Sowohl gesanglich als auch optisch gibt sie eine richtig gute Figur ab.</p>
<p>Ihr Counterpart, die böse Fee Selena, wird von Kerstin Ibald mit viel Feingefühl gespielt. Sie ist nicht einfach nur böse, sondern verbittert und versteckt sich größtenteils hinter der bösartigen, menschverachtenden Fassade. Diesen kleinen Unterschied arbeitet Ibald exzellent heraus. Ihr samtiges Timbre (bspw. bei „Nacht“) ist beeindruckend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2276 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg" alt="" width="400" height="306" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-768x587.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Zusammenspiel mit Dennis Hupka als ihr unfreiwilliger Ziehsohn Edmund ist auf den Punkt. Das Timing der beiden ist perfekt. Warum Edmund an eine Mischung aus Quasimodo und Koukol erinnert, lässt sich nicht klären, aber Hupka spielt seine Rolle sehr überzeugend.</p>
<p>Fabian Böhle versucht als Hofmarschall vergebens die aufmüpfige Prinzessin zu unterrichten, dafür setzt er aber mit seinem vollen Bariton und lustigen Sprüchen wie „Dornröschen heul leise!“ unüberhörbare Akzente.</p>
<p>Kurosch Abbasi gibt einen überaus sympathischen, bodenständigen Prinzen ab, was insbesondere in der Interaktion mit dessen Diener Roderich (André Haedicke), dem Luxus und gutes Essen über alles gehen, zum Tragen kommt.</p>
<p>„Dornröschen“ sprüht vor frechen Sprüchen, cleveren Ideen und einer sehr gelungenen Personenregie. Musikalisch spürt man, dass diese Show ein Beleg dafür ist, dass von Marian Lux noch viel mehr zu erwarten ist. Auch Tobias Schunk mit seinem sehr wandlungsfähigen und Ulla Röhrs (Kostüme) fügen sich perfekt in diese Riege von Könnern ein. Das Kreativteam hat für diese Inszenierung perfekt miteinander gearbeitet.</p>
<p>Auch ein besseres Ensemble habe ich in Hanau bisher noch nicht gesehen.</p>
<p>Genau so funktioniert die Transformation von vermeintlich angestaubten Märchen in die heutige Zeit!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philippsruhe, Hanau</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 14. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Sophie Euskirchen, Kerstin Ibald, Joana Fee Würz, Kurosch Abbasi, Sascha Oliver Bauer, André Haedicke, Lisa-Marie Sumner</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Alex Balga / Marian Lux</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brüder Grimm Festspiele Hanau<br />
</span></div>
<div></div>
</div>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0&amp;autoplay=1"></iframe></center></p>
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		<title>Masha Karell stellt alle in den Schatten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/masha-karell-stellt-alle-in-den-schatten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 11:58:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Leder]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Jahr widmen sich die Hanauer Märchenfestspiele mit ihrem Open Air Musical dem Grimmschen Klassiker „Rapunzel“. Die eigentliche Handlung kennt – nicht erst seit Disney’s „Rapunzel – Neu Verföhnt“ – wohl jeder im Publikum: Ein kleines Mädchen wird von einer bösen Zauberin in einem Turm gefangen gehalten, da die Zauberin das Mädchen ganz für ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/masha-karell-stellt-alle-in-den-schatten/">Masha Karell stellt alle in den Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr widmen sich die Hanauer Märchenfestspiele mit ihrem Open Air Musical dem Grimmschen Klassiker „Rapunzel“. Die eigentliche Handlung kennt – nicht erst seit Disney’s „Rapunzel – Neu Verföhnt“ – wohl jeder im Publikum: Ein kleines Mädchen wird von einer bösen Zauberin in einem Turm gefangen gehalten, da die Zauberin das Mädchen ganz für sich allein haben möchte und niemandem vertraut. Das Mädchen wird älter und beginnt Fragen zu stellen. Per Zufall entdeckt ein Prinz den Turm und erklimmt ihn mithilfe von Rapunzels langem Haar. Es kommt zum Bruch mit der Zauberin, aber schlussendlich sind Rapunzel und ihr Prinz glücklich vereint.</p>
<p>In Hanau dauert die Herleitung bis zum spannenden Teil der Handlung fast den kompletten ersten Akt. Frank-Lorenz Engel legt viel Wert auf die Beweggründe der vermeintlich bösen Zauberin. Allerdings ist Frau Gothel, so der Name der Zauberin, nicht von Grund auf böse, sondern lediglich von ihrem unerfüllten Kinderwunsch zerfressen. Sie betreibt ein Kinderspielparadies, in dem auch die Angestellten vom königlichen Hof ein und ausgehen. So auch Martin und Johanna, die in Bälde ihr erstes Kind erwarten und bei Frau Gothel ihre Grundausstattung kaufen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-238 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra-300x199.jpeg" alt="fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra" width="398" height="264" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra-300x199.jpeg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra.jpeg 570w" sizes="auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px" />Als Johanna eines Abends von Gelüsten nach frischen Rapunzeln (Feldsalat) geplagt wird, klettert Martin ihr zuliebe in den verbotenen Garten, um den Salat für seine Frau zu stehlen. Es gab schon immer Gerüchte, dass es in diesem Garten spuken soll. Doch in Wirklichkeit hütet Frau Gothel diesen verbotenen Garten und vernichtet jeden, der ihn unerlaubterweise betritt. Sie erwischt Martin auf frischer Tat. Als sie droht, ihm das Leben zu nehmen, versucht er zu verhandeln. Er ringt Frau Gothel das Versprechen ab, dass sie ihn am Leben lässt, wenn er ihr sein Erstgeborenes überlässt. Kurze Zeit nach der Geburt löst Frau Gothel dieses Versprechen ein und nimmt das Kind zu sich.</p>
<p>Johanna kommt über diesen Verlust kaum hinweg und ist sich immer sicher, dass ihre Tochter noch lebt. Martin versucht verzweifelt daran, das Geschehene hinter sich zu lassen. Ihnen kommt irgendwann der Zufall zur Hilfe, denn der übermütige Königssohn und seine Cousins entdecken bei Spielen im Wald den Turm und der Prinz erklimmt diesen, um sich dann Hals über Kopf in Rapunzel zu verlieben.</p>
<p>Dass der Prinz überhaut keine Lust auf seine anstehende Krönung hat und einer seiner Cousins die Liebelei als Chance sieht, mit Frau Gothel gemeinsame Sache zu machen, den Prinzen zu beseitigen und selbst den Thron zu besteigen, ist eine neue Facette des alten Märchens. Auch dass eine schusselige Elfe und ein grummeliger Zwerg jahrelang nach Rapunzel suchen, um sie aus den Fängen der Zauberin zu befreien, kommt so in Grimms Märchen nicht vor. Doch diese beiden parallelen Handlungsstränge bringen mehr Schwung in das Stück und eröffnen Möglichkeiten für vielseitige gesangliche, schauspielerische und choreographische Highlights.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-242 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel4-215x300.jpg" alt="rapunzel4" width="287" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel4-215x300.jpg 215w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel4.jpg 394w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" />Dass am Ende die Zauberin Gothel ihrem unvermeidlichen Schicksal zugeführt wird, Johanna und Martin ihre Tochter wiederbekommen und sich der Prinz mit Rapunzel an seiner Seite dem Königsamt gewachsen sieht, ist das obligatorische Happy End, ohne das ein Märchen einfach nicht enden kann.</p>
<p>Auch in diesem Jahr haben die Teams von Bühnenbild (Tobias Schunck) und Kostümbild (Ulla Röhrs) ganze Arbeit geleistet: Zahlreiche versteckte Türen und drehbare Bühnenelemente sorgen für Abwechslung und verschiedene Spielebenen. Die Kostüme, allen voran diejenigen von Frau Gothel, Elfe Felicitas, den drei Blumen, Grompf und die Königsrobe, sind farbenfroh, rollengerecht und mit vielen kleinen Details gearbeitet. Hier hat sich jemand Gedanken gemacht!</p>
<p>Einen faden Beigeschmack hinterlässt einmal mehr die Tontechnik im Amphitheater am Schloss Philippsruhe. Einzig die Ensemblenummern kommen druckvoll aus den zahlreichen Lautsprechern. Viele Soli fallen einer schlechten Aussteuerung – mal zu viele Höhe, mal zu viele Bässe, mal insgesamt zu leise – zum Opfer. Bei Shay Cohens Kompositionen zu „Rapunzel“ gibt es viele gewichtige Soli, insbesondere für die Damen. Das beginnt direkt in der zweiten Szene mit „Ein Kind“, in dem sich Frau Gothels unbändiger Kinderwunsch eindrucksvoll Bahn bricht. Masha Karell zeigt schon zu diesem sehr frühen Zeitpunkt, was stimmlich in ihr steckt. Doch auch Judith Jakob kann mit ihrer schönen Beltstimme als von Schwangerschaftsgelüsten getriebene Johanna überzeugen.</p>
<p>Einen roten Faden lässt Cohens Werk hingegen nicht erkennen: Die Blumen tanzen zu einem enervierenden Boogie, Grompf und Felicitas legen einen Rock’n’Roll hin, zwischendurch hört man gefällige Popsongs und eine Hiphop-Persiflage und on top erklingen die kraftvollen Musicalarien von Gothel. Entsprechend diesem wirren musikalischen Konzept hat Bart De Clercq die Tanzszenen choreographiert. Nachvollziehbarerweise gibt es auch hier keine einheitliche Linie. Das Ende vom 1. Akt verpufft vollends, da einfach alle Darsteller auf der Bühne stehen, tanzen und es nicht zum Klimax kommt. Die Choreographie des Finales ist ebenso hektisch und mag so gar nicht zum Song „Die Liebe ist die stärkste Macht“ passen.</p>
<p>Auch inhaltlich ging es bei einigen Szenen mit dem Kreativteam durch: Warum eine etwas schusselige Elfe bei der Bestäubung ziemlich lüsterner Blumen helfen muss, die nach erfolgter Besamung die obligatorische „Zigarette danach“ rauchen, ist in einem Familienmusical eher unangebracht und zieht die Handlung nur unnötig in die Länge. Auch ihr Hilferuf nach den Elfenfreundinnen im zweiten Akt hat keinerlei Gewicht für die Handlung und erinnert zudem stark an die tanzenden Rebhühner aus dem „Gestiefelten Kater“ 2015.</p>
<p>Doch drei starke Charaktere entschädigen für Vieles: Frau Gothel, Felicitas und Grompf sind durchdacht, das Publikum kann ihren Beweggründen gut folgen und die Darsteller legen alles in die Interpretation hinein, was bei einem eher seichten Märchen möglich ist. Masha Karell besticht als einschüchternde Zauberin mit unerwartet viel Stil. Wenn sie die zentrale Treppe hinabstreitet, ist sie über jeden Zweifel erhaben. Ihr Erklettern des Turms in Ballrobe und High Heels erntet zurecht Szenenapplaus. Jedoch gelingt es Karell auch, die verletzte, um Rapunzel besorgte Seite von Frau Gothel glaubwürdig über die Rampe zu bringen. Ihr „Nimm Dich in Acht mein Kind“, wenn Rapunzel nach ihrem Vater fragt und Frau Gothel gegen die Menschen im Allgemeinen und Männer im Besonderen wettert, sorgt für Gänsehaut. Das Karell in der Vergangenheit schon erfolgreich als Norma Desmond auf der Bühne stand, kann sie nicht verhehlen und so entdeckt man viel Divenhaftes in ihrem Spiel, was aber zur Außenseiterin Gothel sehr gut passt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-244 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6-300x211.jpg" alt="rapunzel6" width="402" height="283" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6-300x211.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6-768x541.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6.jpg 836w" sizes="auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px" />Die Elfe Felicitas und der Zwerg Grompf bilden das ungleiche Paar, welches sich auf die Suche nach Rapunzel macht, sie per Zufall entdeckt (Felicitas schaut im Vorbeiflug in den Turm und entdeckt das Mädchen), den Prinzen bei seinem Kampf gegen die Zauberin unterstützt, die Gothel mit einem Elfenzauber außer Gefecht setzt und mit einer Spinne in die Flucht schlägt. Wie es sich für ein Märchen gehört, verlieben sich die beiden Fabelwesen trotz aller vermeintlichen Gegensätze auch noch ineinander.</p>
<p>Sophie Euskirchen gibt der Elfe ihre unverwechselbare quakige Stimme. Sie bringt nicht nur deren Schusseligkeit ungemein sympathisch über die Rampe, sondern kann auch ihr Comedy-Talent unter Beweis stellen. Dass sie nebenbei noch gut singt und weiß, wie sie sich in ihren VoKuHiLa-Kleid gekonnt bewegt, macht dieses energiegeladene Gesamtpaket komplett. Ihre Wortgefechte mir Grompf sind lustig, kindgerecht und sorgen für viele Lacher. Den schlecht gelaunten, ziemlich faulen Grompf gibt Alexander Leder. Gesanglich muss er nicht so viel zeigen, dafür überzeugt er mit seinem Spiel und kann die Wandlung vom Miesepeter zum liebenswerten Zwerg gut nachzeichnen. Euskirchen und Leder haben die dankbarsten Szenen und harmonieren auf der Bühne sehr gut. So verwundert es wenig, dass sie nach Masha Karell am meisten Applaus bekommen.</p>
<p>Dabei sollte es doch eigentlich Rapunzel sein, über deren Befreiung und rosige Zukunft das Publikum sich am meisten freut. Jedoch steht in dieser Inszenierung klar die Zauberin im Mittelpunkt des Interesses. Katharina Abt ist als Rapunzel kaum mehr als schmückendes Beiwerk. Zugegeben, das erste Zusammentreffen mit dem Prinzen ist sehr wortreich und die Sindbad-Metapher, welche die große Sehnsucht nach Freiheit beider in dem Song „Wer alles wagt“ zum Ausdruck bringt, bleibt durchaus hängen. Doch vielmehr gibt das Buch für die Titelrolle nicht her. Während es für Abt also kaum Möglichkeiten gibt, sich in den Vordergrund zu spielen, hat Dennis Weißert als Prinz Philipp hier durchaus mehr Chancen. Dass der Prinz keine Lust hat, König zu werden und am liebsten mit Rapunzel durchbrennen würde, um dem vermeintlichen goldenen Käfig zu entfliehen, kann Weißert gut umsetzen. Das entsprechende Solo („Ich hab geträumt“) interpretiert er mit seinem warmen Tenor sehr gut. Seine Mimik bei der Krönungsprobe ist großartig und die <img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-243 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel5-199x300.jpg" alt="rapunzel5" width="199" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel5-199x300.jpg 199w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel5.jpg 613w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" />sportlichen Einlagen bis hin zum Hiphop von Philipp und seinen Cousins (Swen Prüwer, Benjamin Beckmann, Jan-Werner Schäfer) bekommen extra Applaus.</p>
<p>Herzog Eduard (Prüwer) verfolgt jedoch einen eigenen Plan. Er möchte König werden und greift hier auch zu hinterlistigen Mitteln, um den Hof vom Tod Philipps zu überzeugen. Prüwer kann das Egozentrische dieses Charakters sehr gut umsetzen und wird seiner Rolle als Fiesling mehr als gerecht.</p>
<p>Am Ende sind alle glücklich: Rapunzel lehnt sich gegen Gothel auf, die sich beim Anblick einer Spinne in Luft auflöst. Johanna und Martin können endlich ihre Tochter wieder in die Arme nehmen. Philipp und Rapunzel werden das neue Königspaar.</p>
<p>Wieso sich Gothels Zauber mit ihrem Verschwinden ohne ein weiteres Wort auflösen (Philipp kann wieder sehen, das Energiefeld-Gefängnis von Rapunzel verschwindet) und der nachdrücklich intonierte Freiheitsdrang von Prinz und Rapunzel plötzlich keine Rolle mehr spielt, irritiert nur kurz. Was bleibt ist eine Märchen-Musical-Inszenierung mit einem unerwarteten Focus. Jedoch trägt Masha Karell die Bürde der heimlichen Hauptrolle mit großer Grandezza. Einmal mehr beweist sich, dass einzelne Darsteller den Unterschied machen!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philipssruhe, Hanau</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>28. Mai 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Masha Karell, Sophie Euskirchen, Alexander Leder</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Shay Cohen / Holger Hauer<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Gebrüder Grimm Märchenfestspiele Hanau<br />
</span></div>
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		<title>Ein rundum gelungener Start in die Open Air Saison 2015</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-rundum-gelungener-start-in-die-open-air-saison-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2015 13:42:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
		<category><![CDATA[Cusch Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Dobrowolski]]></category>
		<category><![CDATA[Der Gestiefelte Kater]]></category>
		<category><![CDATA[Hanau]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Schubring]]></category>
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		<category><![CDATA[Tanja Bahmani]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Tinney]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Brüder Grimm Festspiele in Hanau haben sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe des Musicalsommers entwickelt. Regelmäßig wechselnde Kreativteams verleihen den angestaubten Grimmschen Märchen immer wieder einen neuen, unerwarteten Anstrich. In diesem Jahr liefern Cusch Jung (Regie) und Marc Schubring (Musik) ein Familienmusical auf höchstem Niveau ab. Zu Beginn wohnen die Zuschauer ...</p>
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<p>Die Brüder Grimm Festspiele in Hanau haben sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe des Musicalsommers entwickelt. Regelmäßig wechselnde Kreativteams verleihen den angestaubten Grimmschen Märchen immer wieder einen neuen, unerwarteten Anstrich. In diesem Jahr liefern Cusch Jung (Regie) und Marc Schubring (Musik) ein Familienmusical auf höchstem Niveau ab.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Zu Beginn wohnen die Zuschauer einer Gerichtsverhandlung in der Zwischenwelt bei, in der der Bonvivant Felix de Laroche-Carabas nach eindringlichem Flehen und Fürsprache der weiblichen Anwesenden begnadigt wird. Zur Bewährung wird er als Kater Felix mit der Auflage auf die Erde zurückgeschickt, einen armen Schlucker reich, glücklich und zum König zu machen. Der Müllersbursche Konstantin scheint dafür genau der Richtige zu sein.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_906">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der Zufall und die ebenfalls begnadigte Comtesse Romanova helfen dem Kater bei seiner Aufgabe. Romanova steht – wie könnte es anders sein – in Diensten der gelangweilten Prinzessin, die von ihrem Vater in Watte gepackt und von dessen Ratgeber, dem intriganten Zauberer Fürst Sourisaut, für seine Zwecke eingespannt wird.</p>
<p class="Body">Die Handlanger des Zauberers, Mist und Übel, sorgen durch ihre Tollpatschigkeit für jede Menge Chaos. Ihre kindliche Neugier und die Kabbeleien torpedieren mehr als einmal die fiesen Pläne ihres Meisters.</p>
<p class="Body">Am Ende verlieben sich Prinzessin und Müllersbursche ineinander; der König dankt ab. Kater Felix kann stolz auf seine Arbeit sein, denn bis zum Happy End gibt es jede Menge Verwicklungen und Irrwege.</p>
<p class="Body">Franz-Lorenz Engel hat das Märchen mit viel Witz und Augenzwinkern in ein Musical verwandelt, welches Cusch Jung mit einem ausgezeichneten Händchen für die perfekte Besetzung und eine nicht minder gelungene Personenregie auf die Bühne bringt. Marc Schubrings schwungvolle, abwechslungsreiche Melodien bieten für jeden Geschmack etwas. Kinder können die Songs schnell mitsummen und die Eltern erfreuen sich an den launigen Songtexten von Edith Jeske.</p>
<p class="Body">Komplettiert wird die Riege der Kreativen von Tobias Schunk (Bühne) und Ulla Röhrs (Kostüme). Schunks Bühne ist aufwendig, es wird auf drei Ebenen gespielt und im Handumdrehen wird aus einem Birkenwald das Königsschloss, eine Boutique oder die Mühle. Auch das ausgeklügelte Lichtdesign hat an dieser gelungenen Umsetzung einen großen Anteil. Röhrs Werk zeigt sich vor allem in den Kleidern der Prinzessin, den Kostümen der Engel und Rebhühner sowie den Umhängen des Zauberers. Vielseitig, ungewöhnlich, elegant und prunkvoll – hier kommt das Publikum aus dem Staunen kaum heraus.</p>
<p class="Body">Alle Rollen im „Gestiefelten Kater“ sind sehr gut besetzt &#8211; allen voran Tanja Bahmani als Köchin Mathilda. Ihre Mimik ist beeindruckend, sie spielt resolut und ihr Comedy-Talent lässt sich nicht verheimlichen. Zudem verfügt sie über eine starke Rockstimme, die sie nur zu gern und in vollem Umfang einsetzt. Mit „Dein Genuss ist ein Muss“ zeigt sie,  dass sie den König mehr als nur als Chef schätzt. Kurzerhand übernimmt sie das Regiment über dessen Wohlbefinden und nicht einmal der Zauberer kann daran etwas ändern.</p>
<p class="Body">Alexander Martin gibt den nonchalanten, gewitzten Kater, der mit unnachahmlichem französischen Akzent und die Charme die Damenwelt um den Finger wickelt. Er erinnert phasenweise an eine Mischung aus Rum Tum Tugger und Munkustrap aus „Cats“, doch in Sachen Gewitztheit ist Kater Felix seinen vierbeinigen Musicalkollegen um Meilen voraus.</p>
<p class="Body">Als Müllersbursche Konstantin steht Dennis Dobrowolski auf der Bühne des Amphitheaters am Schloss Philipsruhe. Er gibt den unsicheren, schüchternen, aber zu gleich herzensguten und grundehrlichen Jungen zu jeder Zeit glaubhaft. Seine Soli sind ebenso überzeugend. Seine jugendlich-warme Stimme passt perfekt zum Rollenprofil. „Lügen kann ich nicht“ ist hierfür der Beweis.</p>
<p class="Body">Dass Thorsten Tinney sein Fach beherrscht, beweist er seit vielen Jahren insbesondere in kleineren Inszenierungen („Pinkelstadt“, „Die Schwarzen Brüder“). Als Zauberer Fürst Sourisaut darf er seine dunkle Seiten zeigen und den ganzen Königshof schikanieren. Die Figur macht ihm sichtlich Spaß – bis zu dem Moment, wo er sich vom Kater austricksen lässt und sich – insbesondere für die kleinen Zuschauer nicht ersichtlich – vor aller Augen in eine Maus verwandelt, die vom Kater dann genüsslich verspeist wird.</p>
<p class="Body">Mist und Übel, die Diener, die so schusselig sind, dass sie in ihre eigenen Stolperfallen laufen, vereinen die meisten Lacher auf sich. Michael Schäfer und Michael Morgenstern erinnern vage an Max und Moritz und haben sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe. Herausragend sind ebenfalls die Rebhühner nebst entsprechendem Ballett. Nicht nur die Kostüme, auch die Choreographien und die Mimik von Annette Potempa, Ira Theofanidis und Mirjam Wolf sorgen für Seitenstechen vor Lachen.</p>
<p class="Body">„Der Gestiefelte Kater“ in Hanau ist ein Lehrstück für eine perfekte Bühnenadaption. Ein Schlitzohr als Protagonist, der diese Eigenschaft ausleben darf, schräge, aber nicht zu seltsame Figuren, die Felix und Konstantin auf ihrer Reise begegnen, schmissige Kompositionen, kurzweilige Dialoge, phantasievolle Kostüme und ein mitreißendes Ensemble sind die Zutaten für diesen wunderbaren Musicalcocktail.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater, Hanau</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>15. Mai 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Alexander Martin, Tanja Bahmani, Dennis Dobrowolski, Thorsten Tinney, Michael Schäfer, Michael Morgenstern</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Marc Schubring / Cusch Jung<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Reinhard Paul<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-rundum-gelungener-start-in-die-open-air-saison-2015/">Ein rundum gelungener Start in die Open Air Saison 2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Ein musicalisches Märchen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-musicalisches-maerchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2004 15:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander S. Bermange]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
		<category><![CDATA[Das singende]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schöne und das Biest]]></category>
		<category><![CDATA[Hanau]]></category>
		<category><![CDATA[springende Löweneckerchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum 20. Geburtstag der Hanauer Brüder Grimm Festspiele vertont Alexander S. Bermange unter dem Namen „Die Schöne und das Biest“ ein eher unbekanntes Märchen der Grimmschen Brüder. Oder kennen Sie „Das singende, springende Löweneckerchen“? Der Versuch dieses verschachtelte Märchen kurz zusammen zu fassen, muss zwangsläufig misslingen, da sich immer mehr folgenreiche Handlungsstricke aus einer einzigen ...</p>
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<div class="style_3">
<p class="Body">Zum 20. Geburtstag der Hanauer Brüder Grimm Festspiele vertont Alexander S. Bermange unter dem Namen „Die Schöne und das Biest“ ein eher unbekanntes Märchen der Grimmschen Brüder.</p>
<p class="Body">Oder kennen Sie „Das singende, springende Löweneckerchen“? Der Versuch dieses verschachtelte Märchen kurz zusammen zu fassen, muss zwangsläufig misslingen, da sich immer mehr folgenreiche Handlungsstricke aus einer einzigen Entscheidung eines Königs entwickeln. So wird an dieser Stelle auf die Inhaltsangabe aus dem Programmheft zurückgegriffen:</p>
<p class="Body">„Prolog: Ein Zauberer und seine Tochter Scheherazade beherrschen die Menschen, da sie mit ihren magischen Kräften Einfluss auf alle Individuen nehmen können. Die Tochter des Zauberers ist durch die Macht des Vaters daran gewöhnt, alles zu bekommen, was sie sich wünscht. Aus Langeweile und Übermut verwandeln sie einen schönen Prinzen in einen Löwen. Nur des Nachts in völliger Finsternis bekommt er seine menschliche Gestalt zurück. Der Zauber ist nur durch uneigennützige Liebe wieder zu lösen.</p>
<p class="Body">Handlung: Die jüngste von drei Töchtern wünscht sich, dass ihr Vater ihr von einer Reise eine Löweneckerchen (eine Lerche) mitbringt. Als er eines fangen will, fordert ein Löwe dafür sein Leben oder das, was ihm daheim zuerst begegnet. Dies ist seine jüngste ihm liebste Tochter (Judith), die sich daraufhin dem Löwen ausliefert.</p>
<p class="Body">Der Löwe ist aber ein Prinz, der von der Tochter eines mächtigen Zauberers aus Langeweile verzaubert wurde und bei Nacht seine Menschengestalt erhält. Sie heiraten und leben glücklich in seinem Schloss. Eines Tages wird der Löwen-Gemahl durch einen Lichtstrahl in eine Taube verwandelt. Sieben Jahre muss er fortfliegen, bevor er von seiner Frau erlöst werden kann. Als er wieder zum Löwen wird, kämpft er mit einem Lindwurm, der die verwandelte Zaubererstochter ist. Seine Frau kann ihm durch die Hilfe der Gestirne zum Menschen zurückverwandeln, was aber auch mit dem Lindwurm geschieht. Die Zaubererstochter fliegt daraufhin mit dem Prinzen davon.</p>
<p class="Body">Nach weiterer Suche findet Judith ihren Mann im Schloss des Zauberers. Als er sie erkennt, können beide fliehen und kehren glücklich in sein Schloss zurück. Schlussendlich widersteht das junge Paar allen noch so bösartigen Ränkespielen des mächtigen Zauberers. Es gelingt ihnen, allen Schicksalsschlägen zu trotzen und zum Schluss ihre Freiheit wieder zu erlangen.“</p>
<p class="Body">Die Komplexität dieses Stücks ist auch einer der Knackpunkte der liebevollen Inszenierung. Vor der historischen Kulisse des Hanauer Schloss Philipsruhe wird das Stück in einem zeltbedachten Amphitheater aufgeführt. Auf der Bühne zieht eine große Treppe zwangsläufig die Aufmerksamkeit auf sich. Dass die Darsteller hier nicht stolpern oder gar stürzen, grenzt schon beinahe an ein Wunder, sind die Stufen doch äußerst steil. Links befindet sich eine kleine Drehbühne, die weitere Szenenbilder wie das Haus des Zauberers ermöglicht.</p>
<p class="Body">Das internationale Kreativ-Team hat sich alle Mühe gegeben, ein rundes Musical zusammen zu stellen. Doch als durchkomponiertes Musical kann dieses Stück nicht bezeichnet werden, dafür bedarf es zu vieler erklärender Dialoge, damit der Zuschauer der Handlung folgen kann. „Musiktheater“ ist eher die zutreffende Bezeichnung, denn so wird den umfangreichen Dialoge und zahlreichen Musiknummern Rechnung getragen.</p>
<p class="Body">Der australische Regisseur Marc Urquhart hat das Stück inszeniert. Die zehn Darsteller wirken jedoch leider in einigen Szene fehl platziert bzw. die ansatzweise vorhandenen Choreographien sind nicht zu Ende durchgetimed. Doch das ist – neben der durch die Open Air Veranstaltung Problem behafteten Akustik – auch schon der einzige Wermutstropfen dieser Produktion.</p>
<p class="Body">Die zehn Darsteller verfügen allesamt über ein großes Bühnenrepertoire. Nachhaltig im Gedächtnis bleiben Klaus Philipp, der als Löwe sehr ausdrucksstarke Soli hat, während er als Prinz fast schon zu lieb wirkt sowie Olivia Maria Bauer, die als die Schöne Judith das Publikum mit heller klarer Stimme fesseln kann. Auch Marc Ermisch als Zauberer und Thomas Müller-Brandes als Sänger und Erzähler haben ihre starken Momente. Durch die notwendigen Kürzungen können die Figuren nicht so sehr ausgearbeitet werden wie wünschenswert.</p>
<p class="Body">Komponist Alexander S. Bermange (London) versteht es, mit seinen wundervollen Balladen der Romanze die notwendigen Emotionen zu verleihen, die allein anhand der Texte von Dieter Stegmann nicht geweckt werden würden. Ansprechende UpTempo-Nummern für das ganze Ensemble machen Lust auf mehr, doch das stark gekürzte Buch beschneidet die musikalischen Möglichkeiten ein ums andere Mal. Doch insgesamt hat der junge Komponist die Herausforderung, passende Melodien auf bereits bestehende Texte zu erarbeiten, sehr gut gemeistert.</p>
<p class="Body">Auch wenn es sich bei „Die Schöne und das Biest“ um ein musikalisches Märchen handelt, ist dieses Stück ganz sicher kein Kindermusical. Zwar wurden mit der Eule (Corinna Maria Lechler) und dem schusseligen Diener Johann (Detlev Nyga) zwei Rollen etabliert, die das Zeug dazu haben, Kinder zu erfreuen, doch die Geschichte als solche ist für Kinder unter 12 Jahren wohl kaum (oder nur unter der aktiven Erklärungshilfe der Eltern) nachvollziehbar.</p>
<p class="Body">Die Idee, bekannte Märchen als Musical auf die Bühne zu bringen ist generell nicht zu verachten. Doch in diesem Fall wurden mit der Auswahl des Stücks schon große Barrieren aufgebaut, die auch durch noch so gute Darsteller und Kompositionen kaum eingerissen werden konnten. Schade…</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicalzentrale.de">musicalzentrale.de</a></span></p>
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<div class="spacer">
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philippsruhe, Hanau</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>Sommer 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Ensemble der Brüder Grimm Märchen Festspiele Hanau</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Alexander S. Bermange<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brüder Grimm Märchen Festspiele Hanau<br />
</span></p>
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