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	<title>Entertainment-Shows-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Entertainment-Shows-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Weihnacht at Tiffany&#8217;s</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2024 06:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[English Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Gayle Tufts]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnacht at Tiffany's]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amerikanische Weihnachten sind heutzutage weltweit der Inbegriff von Weihnachten: Überladene Dekorationen in rot-goldendem Kitsch, knallbunt geschmückte Tannenbäume, dicke rotgewandete Männer mit weißem Rauschebart und ein Füllhorn an nicht endenen wollenden Weihnachtsliedern wie Mariah Careys &#8222;All I want for Christmas&#8220;, Bing Crosby&#8217;s &#8222;White Christmas&#8220;, &#8222;Do they know it&#8217;s Christmas&#8220; von Band Aid und natürlich Wham mit ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Amerikanische Weihnachten sind heutzutage weltweit der Inbegriff von Weihnachten: Überladene Dekorationen in rot-goldendem Kitsch, knallbunt geschmückte Tannenbäume, dicke rotgewandete Männer mit weißem Rauschebart und ein Füllhorn an nicht endenen wollenden Weihnachtsliedern wie Mariah Careys &#8222;All I want for Christmas&#8220;, Bing Crosby&#8217;s &#8222;White Christmas&#8220;, &#8222;Do they know it&#8217;s Christmas&#8220; von Band Aid und natürlich Wham mit dem unvergesslichen &#8222;Last Christmas&#8220;.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3620 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-348x400.png" alt="" width="348" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-348x400.png 348w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-891x1024.png 891w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-768x882.png 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-1337x1536.png 1337w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-1783x2048.png 1783w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New.png 1971w" sizes="(max-width: 348px) 100vw, 348px" />Doch wie gehts es jemandem, der mit all diesen Traditionen aufgewachsen ist und plötzlich in die eher getragene, biedere und in jedem Fall klassische, deutsche Weihnachtszeit kommt? Das kann niemand besser berichten als Gayle Tufts, die vor vielen Jahrzehnten ihre beschauliche amerikanische Heimat (Brockton in Massachusetts) gegen das quirlige Berlin getauscht hat.</p>
<p>Den erlittenen Kulturschock beschreibt sie in ihrer Show im English Theatre Hamburg in bestem Denglish, gespickt mit Anedokten aus beiden Kulturkreisen, Songs und sehr viel Zuneigung für beide Arten Weihnachten zu feiern.</p>
<p>2010 hat Tufts ihre Erfahrungen in ihrem Buch &#8222;Weihnacht at Tiffany&#8217;s&#8220; festgehalten, in dem sie vom vorweihnachtlichen Nahkampf in Einkaufszentren, nachbarschaftlichen Dekorations-Wettkämpfen, Truthahn und Kartoffelsalat bis hin zu &#8222;Oh, Du Fröhliche&#8220; und dem Kontrastprogramm &#8222;Deck the Halls&#8220; alle Elemente des weihnachtlichen Wahnsinns streift.</p>
<p>Wenn man die Nase voll hat vom Geschenke-Einpacken oder den Vorbereitungen für die zahlreichen Verwandschaftsbesuche an den kommenden Weihnachtstagen ist Gayle Tufts ein Garant für zwei Stunden gute Laune und gute Musik. Aber das Publikum lernt auch viel über die unterschiedlichen Kulturen Amerikas und Deutschlands. Ein bisschen Geschichtsstunde ist auch dabei.</p>
<p>Dank Tufts Charme und ihrer offenen Art fühlen sich die Zuschauer zu Gast bei einer Freundin. Es wird gemeinsam gelacht, in Erinnerungen geschwelgt und gesungen. Die perfekte Auszeit bevor einen der weihnachtliche Irrsinn am nächsten Tag wieder einholt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">22. Dezember</span><span class="Bold"> 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Gayle Tufts</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>English Theatre, Hamburg</span></span></p>
</div>
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		<title>Ein magischer Theaterabend mit einigen Längen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-magischer-theaterabend-mit-einigen-laengen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2023 07:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter und das verwunschene Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht nur, aber sicherlich auch Pandemie-bedingt, spielte die zweiteilige Version von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ im Mehr! Theater in Hamburg nur knapp 13 Monate, bevor am 9. Februar 2023 die um eineinhalb Stunden gekürzte einteilige Fassung zum ersten Mal aufgeführt wurde. Aber keine Sorge, es bleiben immer noch gut drei Stunden (zzgl. Pause), ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur, aber sicherlich auch Pandemie-bedingt, spielte die zweiteilige Version von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ im Mehr! Theater in Hamburg nur knapp 13 Monate, bevor am 9. Februar 2023 die um eineinhalb Stunden gekürzte einteilige Fassung zum ersten Mal aufgeführt wurde. Aber keine Sorge, es bleiben immer noch gut drei Stunden (zzgl. Pause), in denen das Publikum miterleben kann, wie Harry &amp; Ginny sowie Ron &amp; Hermine ihren Alltag als Erwachsene mit Jobs und Kindern bewältigen. Ja, auch ehemalige Zauberschüler haben irgendwann einen Job und eine Familie. Weniger zauberhaft ist das Leben deshalb aber noch lange nicht.</p>
<p>Auch jemand, der die acht „Harry Potter“-Filme nur ein bis zwei Mal gesehen und die sieben Bücher gar nicht gelesen hat, kann der radikal gekürzten Handlung gut folgen, zumal die Schere insbesondere im ersten Teil und somit in den ersten Jahren von Albus Potter in Hogwarts eingesetzt wurde. Ja, es wirkt wirklich manchmal etwas gehetzt und vielleicht wäre es klug gewesen, von der Einschulung direkt ins vierte Schuljahr zu springen, in dem sich die Ereignisse rund um das verwunschene Kind zutragen. Aber dank der wirklich magischen Momente sind diese Längen gut zu ertragen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3306 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-13-crdit-manuel-harlan-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-13-crdit-manuel-harlan-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-13-crdit-manuel-harlan-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-13-crdit-manuel-harlan-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-13-crdit-manuel-harlan-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-13-crdit-manuel-harlan-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass „Harry Potter und das verwunschene Kind“ ein reines Theaterstück ist und kein Musical verwundert auch sieben Jahre nach der Weltpremiere in London noch einige Besucher. Die Handlung beginnt 19 Jahre nach dem Ende der Bücher von J. K. Rowling: Harry Potter ist mit Ginny Weasley verheiratet, Vater von drei Kindern und arbeitet im Zaubereiministerium, was ihm nur mäßig viel Freude bereitet. Sein Sohn Albus Severus Potter, benannt nach zwei sehr großen und bekannten Magiern, wird nun ebenfalls Schüler in Hogwarts, um dort in Hexerei und Zauberei unterrichtet zu werden. Schon im Zug ins Zauberei-Internat (Abfahrt natürlich von Gleis 9 ¾) freundet er sich zum Erstaunen seiner Freundin (und Cousine) Rose Granger-Weasley mit Scorpius Malfoy, dem unerwartet schlagfertigen Spross von Draco Malfoy, an. Rose ist übrigens die Tochter von Hermine, die sich zur Zaubereiministerin hochgearbeitet hat, und Ron, der mit seinem Bruder George den Laden „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze“ führt.</p>
<p>Die Eltern von Albus, Scorpius und Rose sind in der Zauberwelt natürlich jedem bestens bekannt und während Rose mit ihrer erfolgreichen Mutter recht leichtes Spiel hat, haben Albus und Scorpius unter dem Ruf ihrer Väter – aus unterschiedlichsten Gründen – sehr zu leiden. Für Albus sind die Fußstapfen des „großen Harry Potter“ natürlich viel zu groß; auch der väterliche Druck hilft nicht dabei, dass er sich in der Zauberwelt wohl fühlt. Scorpius ist eigentlich ein ganz fröhlicher Zeitgenosse, aber die düstere Vergangenheit seiner Familie und die unzähligen Vorurteile gegenüber den Malfoys lassen ihn zum Außenseiter werden. Und so treffen zwei Jungs aufeinander, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten, die aber ihr tonnenschweres Erbe und die Sorge vor dem, was sie in Hogwarts erwartet, eint.</p>
<p>Als Albus dann noch vom Sprechenden Hut (auf der Bühne von Hans-Jürgen Helsing sehr nah an der literarischen Vorlage dargestellt) dem Haus Slytherin und nicht Gryffindor zugeteilt wird, ist das Chaos perfekt. Albus findet das eigentlich ganz prima, denn so kann er ungestört mehr Zeit mit Scorpius verbringen. Rose und auch Albus‘ Vater würden jedoch am liebsten gegen diese „unerhörte“ Entscheidung vorgehen, die ja nur ein Versehen sein kann. Denn ein Potter in Slytherin ist undenkbar! Auch wenn Harry am Ende des letzten Films zugegeben hat, dass das Haus in Ordnung sei, da ja auch Prof. Snape von dort kommt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3304 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Trimagisches-Turnier_01_credit-manuel-harlan_15x10-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Trimagisches-Turnier_01_credit-manuel-harlan_15x10-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Trimagisches-Turnier_01_credit-manuel-harlan_15x10-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Trimagisches-Turnier_01_credit-manuel-harlan_15x10-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Trimagisches-Turnier_01_credit-manuel-harlan_15x10-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Trimagisches-Turnier_01_credit-manuel-harlan_15x10.jpg 1772w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Jahre vergehen (auf der Bühne im Zeitraffer mit zahlreichen musikalisch untermalten Umbaupausen und Szenenwechseln umgesetzt) und die Zauberschüler starten – weiterhin mit gemischten Gefühlen, aber gestärkt durch ihre Freundschaft –, in die Ferien nach ihrem dritten Jahr.</p>
<p>Albus belauscht ein Gespräch zwischen seinem und Cedric Diggorys Vater, der Harry bittet, seinen Sohn wieder zum Leben zu erwecken. Albus lernt, dass es Zeitumkehrer gibt, mit denen man in der Zeit zurückreisen kann. Gemeinsam mit Scorpius und Cedrics Cousine Delphi,  stiehlt er einen zuvor konfiszierten Zeitwandler aus Hermines Büro im Zaubereiministerium &#8211; angetrieben davon, seinem Vater etwas zu beweisen. Sie reisen zurück zum Trimagischen Turnier („Harry Potter und der Feuerkelch“) und versuchen, Cedrics Ermordung durch einen Handlanger Voldemorts zu verhindern. Doch aufgrund ihrer Unwissenheit und Tollpatschigkeit verändern sie die Geschichte in unerwarteter Weise und müssen noch einmal zurückreisen, um ihre Scharte auszuwetzen. Das jedoch macht es noch viel schlimmer, denn Harry kommt dabei ums Leben. In der so entstandenen alternativen Zeitlinie herrscht Lord Voldemort mit seinen Dementoren nicht nur über Hogwarts, sondern über die ganze Welt. Albus und Rose gibt es nicht, und das Zaubereiministerium ist fest in der Hand von Dementoren.</p>
<p>In Hogwarts und auf den Zeitreisen müssen die Jungs viele ungeahnte Situationen meistern: So frisst das Bücherregal von Direktorin McGonagall einen nach dem anderen auf, sie nehmen Vielsafttrank zu sich, um unerkannt im Ministerium einbrechen zu können, tauchen im Schwarzen See, kämpfen im Dunkelwald und werden sogar von Dementoren verfolgt. Die alternativen Zeitstränge, die sie durch ihren unbedachten Einsatz des Zeitumkehrers erschaffen, sind so ganz anders als das, was sie sich vorgestellt haben. Eindruck bei Papa Harry machen sie damit jedenfalls nicht!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3309 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-18-credit-manuel-harlan-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-18-credit-manuel-harlan-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-18-credit-manuel-harlan-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-18-credit-manuel-harlan-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-18-credit-manuel-harlan-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-18-credit-manuel-harlan-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das führt sogar so weit, dass Harry – auch verursacht durch seine wieder schmerzende Narbe und eine bedrohliche Prophezeiung vom Zentaur Bane – versucht, Scorpius und Albus den Kontakt zu untersagen und von Prof. McGonagall beschatten lässt.</p>
<p>Harrys Plan geht nicht auf und die Jungs verschwinden einmal mehr in der Zeit, diesmal mit dramatischen Folgen: Voldemort hat die Schlacht von Hogwarts gewonnen, Harry ist tot, Albus existiert nicht, Dolores Umbridge ist die neue Schuldirektorin und setzt die Dementoren dazu ein, die Zauberschüler auf Spur zu halten. Scorpius selbst ist ein beliebter Quidditch-Spieler, der sich durch das Quälen von Mugglen und als Anführer der Inquisitionsgarde von Dolores Umbridge einen Namen gemacht hat. Für Scorpius ist klar: Er muss noch einmal zurück und alles rückgängig machen, was er und Albus dort verändert haben.</p>
<p>Doch er hat nicht mit Delphi gerechnet, die in einer der alternativen Zeiten den Zeitumkehrer noch einmal benutzt, um zu ihrem Vater zu kommen. Sie zerstört den Zeitumkehrer, wodurch Albus und Scorpius in der Zeit gefangen sind. Die beiden nehmen jedoch Kontakt mit ihren Eltern in der Gegenwart auf, in dem sie in der Vergangenheit eine Nachricht an Harry schicken, die er erst in der Gegenwart entdeckt. Harry tritt dann gemeinsam mit seinen Hogwartsfreunden einmal mehr gegen Lord Voldemort und dessen Tochter Delphi an, die sich selbst Augurin nennt und sich nur als Cedrics Cousine ausgegeben hat, um ihrem Vater das Leben retten und somit seine Gunst gewinnen zu können.</p>
<p>Scorpius‘ mutiger Einsatz sorgt am Ende dafür, dass alles wieder so ist, wie es vor der Benutzung des Zeitumkehrers war. Sein Vater Draco lässt sich sogar dazu hinreißen, seinen Sohn zu umarmen – das gab es noch nie! Albus und Scorpius sind wieder beste Freunde. Vielleicht sogar mehr? Denn nachdem auch Harry und Albus sich nach dem finalen Kampf der Erwachsenen gegen Voldemort und seine Tochter wieder angenähert haben, erzählt Albus seinem Vater, dass Scorpius immer der wichtigste Mensch in seinem Leben sein wird. Dass „Cedric, der Überflüssige“, wie Voldemort ihn immer genannt hat, im Zentrum des Geschehens steht, ist ein feiner Schachzug, denn auf diese Art ist er nun alles andere als überflüssig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3307 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-16-credit-manuel-harlan-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-16-credit-manuel-harlan-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-16-credit-manuel-harlan-1024x768.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-16-credit-manuel-harlan-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-16-credit-manuel-harlan-1536x1152.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/hpudvk-hamburg-16-credit-manuel-harlan-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das ist wirklich sehr viel Handlung gepresst in drei Stunden Bühnengeschehen. Aber ehrlicherweise macht es nichts, wenn man den ein oder anderen Charakter nicht kennt oder die Zusammenhänge nicht gänzlich erfasst. Denn tatsächlich steht bei diesem Stück die Magie im Vordergrund und hier haben John Tiffany (Regie) und Jamie Harrison (Illusionen &amp; Zauber) ganze Arbeit geleistet. Das Lichtdesign von Neil Austin und das Sound Design von Gareth Fry spielen hierbei eine essenzielle Rolle, denn um das Geschehen wirklich magisch werden zu lassen, braucht es sehr ausgetüftelte Licht- und Soundeffekte. Über 1.200 Scheinwerfer verbreiten mehr als 800 verschiedene Lichtstimmungen – und die sind auch notwendig!</p>
<p>Der Effekt, der bei Anwendung des Zeitumkehrers das ganze Haus vibrieren lässt, ist atemberaubend. Der Kampf von Draco und Harry ist exzellent gestaged! Die „Reisen“ durch die rote Telefonzelle sind wahnsinnig clever (auch versierte Theaterbesucher werden kaum mitbekommen, wie schnell die Darsteller hier verschwinden und nur noch ihre Umhänge zurückbleiben) und auch das hungrige Bücherregal und die Kaminrutsche verfehlen ihre Wirkung nicht. Dumbledore, der Harry in einem Gemälde erscheint, zeigt pure Theaterkunst und die Verwandlung der Kinder in die Erwachsenen, nachdem sie den Vielsafttrank getrunken haben, ist mehr als gelungen. Nicht zu vergessen, der Schwarze See und der Verbotene Wald, die szenisch hervorragend umgesetzt sind. Apropos Verbotener Wald: Die Dementoren sind durch gekonntes Licht und Sound allein schon sehr gruselig. Wenn sie dann auch noch anfangen, über die Köpfe der Zuschauer zu fliegen oder Voldemort beinahe schwebend durch den Saal flieht, ist das für kleinere Theaterbesucher nachhaltig beeindruckend. Von den magischen Büchern und 42 (!) fliegenden Besen ganz zu schweigen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3308 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan-1366x2048.jpg 1366w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-4-credit-manuel-harlan.jpg 1575w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Magisch ist „Harry Potter und das verwunschene Kind“ auf jeden Fall! Was das Publikum hier zu sehen bekommt, ist Bühnenkunst auf allerhöchstem Niveau (Bühnenbild: Christine Jones). Da verzeiht man auch die Schwächen des Buchs.</p>
<p>Was jedoch sehr verwirrend ist, sind die Szenenwechsel und Umbaupausen. Warum müssen diese zu Musik stattfinden? Und warum wirbeln die Darsteller, welche die Szenenwechsel vorbereiten, dabei immer mit ihren Zauberumhängen? Auch die eingebauten Choreographien machen inhaltlich wenig Sinn. So gut die Melodien von Imogen Heap an diesen Stellen auch sein mögen, es entsteht der Eindruck, als wolle man dem Theaterstück auf Krampf noch etwas musicalhaftes hinzufügen, bloß weil John Williams‘ Filmsoundtrack von der „Harry Potter“-Reihe so im Ohr hängen geblieben ist.</p>
<p>Bitte nicht missverstehen, Musik und Choreographien sind sehr gelungen und wunderbar anzusehen bzw. zu hören, jedoch wirken sie wie ein Fremdkörper und stellen zumeist einen harten Bruch dar, anstatt harmonisch von einer Szene zur nächsten überzuleiten. Für &#8222;Harry Potter und das verwunschene Kind&#8220; gibt es mit 100 Cues für ein Theaterstück unerwartet viele Musikelemente, die neue Stimmungen und Szenen einleiten. Heap hat sich bei ihrer „Harry Potter Symphonie“ fundierte Gedanken gemacht, die von fröhlichen Klängen in Hogwarts und im Zaubereiministerium über elektronische Beats bei den Erlebnissen in den alternativen Zeiten bis zum orchestralen Finale eine sehr runde Geschichte erzählen. Doch so richtig passt sie nicht in das Gesamtkonzept des Stücks.</p>
<p>Wunderbar gelungen ist hingegen der trickreiche Ansatz von Requisiten. Beispielweise werden die Koffer nicht nur als Koffer genutzt, sondern sind auch die Sitzgelegenheiten im Hogwarts Express oder fungieren als Grabsteine (als Scorpius und Albus an Cedrics Grab stehen).</p>
<p>Viele Darsteller haben bereits die lange Fassung gespielt. An einigen Stellen merkt man noch kleinere Holperer, was verständlich ist, wenn man gewohnte Passagen komplett neu lernen muss, aber die Erfahrung mit den Figuren macht sich bezahlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3305 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Final-Battle_credit-manuel-harlan_20x10-400x241.jpg" alt="" width="400" height="241" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Final-Battle_credit-manuel-harlan_20x10-400x241.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Final-Battle_credit-manuel-harlan_20x10-1024x618.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Final-Battle_credit-manuel-harlan_20x10-768x463.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Final-Battle_credit-manuel-harlan_20x10-1536x927.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK_Final-Battle_credit-manuel-harlan_20x10-2048x1236.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Markus Schöttl ist ein sehr nachdenklicher und unerwartet egoistischer Harry Potter, er liebt seinen Sohn, ist aber hin- und hergerissen zwischen Sorge um ihn und seinen eigenen Erwartungen an Albus. Gut, dass Ginny (weise gespielt von Sarah Schütz) ihren Mann so gut versteht und ihm einerseits den Halt gibt, den er braucht, und andererseits auch mal in die richtige Richtung schubst. Albus Serverus wird auch in der Kurzfassung von Vincent Lang gespielt. Die Verletzlichkeit des Potter-Sprosses bringt er genauso gut über die Rampe wie dessen Trotz und Entschlossenheit.</p>
<p>Albus‘ Kumpel Scorpius wird in der Kurzfassung erstmals von Hardy Punzel gegeben, der den aufgeweckten, cleveren und belesenen Malfoy-Nachwuchs schnell zum Sympathieträger werden lässt. Als Draco Malfoy stänkert sich Alen Hodzovic durch den Abend, ist erwartet bissig und sein Kampf mit Harry Potter ist beeindruckend choreographiert.</p>
<p>Zodwa Selele steht im Mehr! Theater zum ersten Mal als Zaubereiministerin Hermine auf der Bühne und führt ein strenges Regiment mit gewohnt weichem Kern. Ihrem leicht schusseligen Ron (super sympathisch von Sebastian Witt dargestellt) kann sie nicht widerstehen. Heidi Jürgens kommt weiterhin die Doppelrolle als Prof. McGonagall und Dolores. Umbridge zu. Beide Damen spielt sie überzeugend und man kann sich vorstellen, dass die Unterschiedlichkeit dieser beiden Charaktere ihr besonders viel Freude macht.</p>
<p>Ebenfalls in einer Doppelrolle stellt Uwe Serafin sein Können unter Beweis. Severus Snape und Lord Voldemort sind nicht die nettesten Zeitgenossen im „Harry Potter“-Universum, doch beide haben ihre Reize. Serafin hat sich eingespielt, das spürt das Publikum. Sein Voldemort sorgt für Gänsehaut und Prof. Snape erntet – zumindest in einer der alternativen Zeiten – viele Sympathiepunkte. Gut, dass er nicht den Fehler begeht, auch nur ansatzweise Alan Rickmans schauspielerische Meisterleistung bei der Schaffung dieses Charakters zu kopieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3310 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-8-credit-manuel-harlan-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-8-credit-manuel-harlan-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-8-credit-manuel-harlan-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-8-credit-manuel-harlan-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-8-credit-manuel-harlan-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/02/HPudvK-Showfoto-8-credit-manuel-harlan-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dumbledore besticht in den Filmen durch seine pure Präsenz. Michael Flöth gelingt die Übertragung auf die Bühne hervorragend, und sein unverkennbarer Bariton trägt dazu bei, Dumbledores Erscheinung im Bilderrahmen noch magischer wirken zu lassen.</p>
<p>Nicht unerwähnt bleiben darf Glenna Weber, die eine Maulende Myrte hinlegt, die ihresgleichen sucht. Als böse Augurin Delphi, die durch Zauberei zunächst als Cedrics Cousine agiert, um dann aber irgendwann doch ihre wahre Herkunft als Tochter Voldemorts zuzugeben, erleben die Zuschauer Felicitas Bauer. Sie wirkt anziehend auf Albus und handelt fast schon besessen bösartig, wenn sie versucht, Harry Potter für Lord Voldemort in die Falle zu locken. Ein wirklich spannender Charakter, der sehr gut durchdacht und von Bauer ungemein treffend dargestellt ist.</p>
<p>Was nach gut drei Stunden „Harry Potter und das verwunschene Kind“ bleibt, ist die Magie. Die Tricks und Verwandlungen gehen teilweise unter die Haut und lassen einen mit offenem Mund dasitzen. So etwas hat es in einem deutschen Theater noch nicht gegeben und es ist definitiv sehenswert.</p>
<p>Dennoch hat das Stück auch nach einer Kürzung um 90 Minuten noch viele Längen und könnte bestimmt durch Straffung der Umbaupausen sowie Weglassen der ersten Viertelstunde (Warum nicht gleich von der Einschulung ins vierte Schuljahr springen?) noch sinnhaft weiter gekürzt werden, um das Theatererlebnis noch runder zu gestalten.</p>
<p>Auch die Ticketpreise von über 200 Euro (samstags abends, PK1) darf man sicherlich kritisch hinterfragen. Natürlich ist die Show aufwendig. Das gesamte Theater wurde nur darauf ausgerichtet und eigens dafür gestaltet. Und ja, auch die Pandemie hat natürlich nicht zur Refinanzierung dieser Kosten beigetragen. Dennoch, wenn man als Zielgruppe Familien mit Kindern hat und gerade vor dem Hintergrund, dass bisher viele die zweiteilige Show nicht nur aufgrund deren Dauer, sondern auch aufgrund der damit verbundenen hohen Preise gemieden haben, ist es gut vorstellbar, dass die Rechnung, mit der „Kurzfassung“ mehr Gäste anzulocken, nicht ganz aufgehen wird.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;">Co-Autorin: Emily Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mehr! Theater am Großmarkt</span><span style="color: #000080;">, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung (Preview): </span></strong><span class="Bold">11. Februar 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller:</strong> Markus Schöttl, Sarah Schütz, Vincent Lang, Hardy Punzel, Alen Hodzovic, Zodwa Selele, Sebastian Witt, Heidi Jürgens, Uwe Serafin, Michael Flöth, Glenna Weber, Felicitas Bauer<br />
<strong>Regie: </strong>John Tiffany<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></span></p>
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		<title>Ein sehr intensives Stück, das viele Fragen aufwirft</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-sehr-intensives-stueck-das-viele-fragen-aufwirft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 16:58:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Der Henker]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Imperial Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Formanek]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Henker – egal ob vor 120 Jahren oder heutzutage – ist mitnichten einfach ein Beruf. Da steckt viel mehr dahinter. Was dieser Beruf für Josef Lang, den letzten Scharfrichter Österreich-Ungarns, bedeutete, erfahren die Zuschauer in dem autobiografischen Stück „Der Henker“. Josef Lang hat von 1855-1925 in Simmering bei Wien gelebt. Es ist also keineswegs Fiktion, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Henker – egal ob vor 120 Jahren oder heutzutage – ist mitnichten einfach ein Beruf. Da steckt viel mehr dahinter. Was dieser Beruf für Josef Lang, den letzten Scharfrichter Österreich-Ungarns, bedeutete, erfahren die Zuschauer in dem autobiografischen Stück „Der Henker“.</p>
<p>Josef Lang hat von 1855-1925 in Simmering bei Wien gelebt. Es ist also keineswegs Fiktion, was das Publikum zu hören bekommt, sondern seine ureigenen Gedanken, die er einige Jahre vor seinem Tod als Memoiren veröffentlichte. Lang war Tischler, Soldat und Heizer. Schließlich hatte er so viel gespart, dass er ein Kaffeehaus eröffnen konnte, das ihm und seiner Gattin ein gutes Leben ermöglichte. Er war zudem Mitglied der „Freiwilligen Simmeringer Turner-Feuerwehr“ und somit in mehrerlei Hinsicht schon vor seiner „Karriere“ als Scharfrichter kein Unbekannter in Simmering.</p>
<p>Wie es der Zufall wollte, war der damalige Wiener Scharfrichter Karl Selinger ein häufiger Gast in Langs Kaffeehaus und man kam ins Gespräch. Lang lernte dann als Gehilfe die Aufgaben eines Henkers kennen und – so seltsam es klingt – lieben. Nach Selingers Ableben 1899 fand sich zunächst kein geeigneter Nachfolger. Auch Lang war eigentlich nicht geeignet, da er bereits zu alt für den Beamtendienst war. Doch er hatte die Behörden mit seiner Gewissenhaftigkeit und seinem Eifer nachhaltig beeindruckt und so boten sie ihm die Stelle an. Am 27. Februar 1900 wurde Lang offiziell zum Wiener Scharfrichter ernannt.</p>
<p>In den folgenden 19 Jahren – bis zur Abschaffung der Todesstrafe – vollstreckte er 39 Urteile. Hierbei legte er besonderen Wert darauf, dass die Verurteilten nicht unnötig litten, weshalb er die Strangulation am Würgegalgen der in England üblichen Erhängungsmethode des Sturzes durch eine Falltür vorzog: „Eine Hinrichtungsdauer von mehr als einer Minute hielt er für eine „rohe Abschlachtung“ und war überzeugt, dass die Strangulation bei seiner Methode „nicht die mindesten Schmerzen“ bereite, ja vielmehr „angenehme Gefühle“ auslöse. Als Beweis führte er einen Strangulierungsversuch an, den er einmal durch seine Gehilfen an sich habe vornehmen lassen.“ (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Lang_(Henker)"><span style="color: #333399;">Zitat Wikipedia</span></a>)</p>
<p>In Wien war ein Henker vor 120 Jahren eine sehr angesehene Persönlichkeit. Das mag auch erklären, warum Lang seinen Beruf als Berufung sah, der er mit äußerster Akribie nachging und nicht als etwas Anstößiges, wie man vielleicht heutzutage gemeinhin denken mag.</p>
<p>Und genau in diesem Konflikt zwischen heutiger Betrachtungsweise und damaliger Selbst- und Fremdwahrnehmung eines Henkers liegt die Spannung des Stücks von Gerhard Dorfer und Anton Zettel, die Langs Leben als Vorlage für ein satirisches Einpersonenstück nahmen.</p>
<p>In regelmäßigen Abständen zeigt das Hamburger Imperial Theater dieses Stück in der Regie von Geriet Schieske mit Marko Formanek in der Hauptrolle. Das Theater empfängt die Zuschauer zu diesem Anlass schon mit Straußschen Walzern und stimmt so gekonnt auf die Zeit der k.u.k. Monarchie ein.</p>
<p>Als gebürtiger Wiener kann Formanek der Person Josef Lang allein durch Sprache und Ausdruck viel Authentizität verleihen. Ausgehend von Langs Entlassung aus dem Staatsdienst 1919 erzählt Lang wie er zu Österreich-Ungarns letztem Scharfrichter wurde und warum er diesen Beruf so gern ausgeübt hat.</p>
<p>Genau hierin liegt das Perfide dieses Stücks: Der Zuschauer erlebt einen Mann, der sich ganz fürchterlich darüber ärgert, dass ihm die Arbeitsgrundlage entzogen wurde. Dabei hat er seinen Job fast 20 Jahre exzellent und fehlerfrei ausgeführt. Nie gab es einen Grund zur Klage.</p>
<p>Dass dieser Job jedoch das Umbringen von Menschen war, was mit heutigem Wissen keine angebrachte Ahndung einer Straftat ist, macht die ganze Sache schwierig. Eigentlich möchte man Mitleid haben mit diesem Mann, der sogar dafür gesorgt hat, dass die ihm überlassenen Straftäter nicht unnötig leiden. Doch Mitleid mit einem Henker? Jemandem der Menschen auf Befehl des Kaisers umbringt? Das passt nicht zusammen, oder?</p>
<p>Marko Formanek dosiert sowohl leise als auch laute Töne genau und nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Reise in die Gedankenwelt eines pflichtwussten Wiener Beamten. Lang war selbstbewusst und hat seine Aufgabe nie hinterfragt. Schließlich war die Rechtsprechung damals so und einer musste diesen Job ja machen. Warum dann also nicht jemand, der die Tötung so schmerzfrei wie irgend möglich vollzieht? „Urteil ist Urteil und Vorschrift ist Vorschrift!“ So lautet Langs Motto.</p>
<p>Aber darf man sich damit wirklich rausreden? Gebietet es nicht der gesunde Menschenverstand, dass man alle seine Aktivitäten hinterfragt, vor allem, wenn andere Menschen hierdurch zu Tode kommen? Für Josef Lang waren die Hinrichtungen eine befohlene Notwendigkeit des Staates. Nichts, was ihm zu hinterfragen zusteht.</p>
<p>Diskussionsbedarf gibt es nach dem Besuch von „Der Henker“ reichlich.</p>
<p>Außer Frage steht jedoch, dass Formanek hiermit ein Meisterstück abliefert, denn auch als Schauspieler, der einen solch zwiespältigen Charakter spielt, kann man sich von seiner eigenen Denke nicht befreien. Um so eindrucksvoller ist es, wenn Formanek als letzten Akt auf eine wackelige Tisch-Stuhl-Konstruktion steigt, sein zu einer Schlaufe geknüpftes Seil um den Hals legt, das andere Ende über einen Balken wirft und… Ja, was dann? Im Theater wird es dunkel und das Stück ist vorbei. Umgebracht hat Josef Lang sich nicht. Soviel ist bekannt…</p>
<p>Tiefschwarz geschildert, brillant und schonungslos gespielt und viel Stoff für angeregte Gespräche. Ein toller Theaterabend!</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_112">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Imperial Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 20. Januar 2020</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Marko Formanek</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Geriet Schieske</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong></span>Imperial Theater<br />
</span></div>
</div>
<div style="text-align: center;"><a href="https://youtu.be/ltEFMZRZCiQ"><strong><span style="color: #333399;">Eindruck vom Stück (Video)</span></strong></a></div>
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		<title>Willkommen bei den Hartmanns</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/willkommen-bei-den-hartmanns/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 05 Jan 2020 19:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Henrike Fehrs]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Beck]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie im Winterhuder Fährhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Woelffer]]></category>
		<category><![CDATA[Meike Harte]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Roll]]></category>
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		<category><![CDATA[Quatis Tarkington]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Willing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>John von Düffel hat den Filmhit von Simon Verhoeven für die Bühne aufgearbeitet. Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz, Palina Rojinski, Elyas M’Barek, Uwe Ochsenknecht und Eric Kabongo haben die Komödie um das Ehepaar Hartmann &#8211; beide in der Midlifecrisis &#8211; die den geflüchteten Diallo aus Nigeria bei sich aufnehmen, zu einem Kassenschlager im ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>John von Düffel hat den Filmhit von Simon Verhoeven für die Bühne aufgearbeitet. Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz, Palina Rojinski, Elyas M’Barek, Uwe Ochsenknecht und Eric Kabongo haben die Komödie um das Ehepaar Hartmann &#8211; beide in der Midlifecrisis &#8211; die den geflüchteten Diallo aus Nigeria bei sich aufnehmen, zu einem Kassenschlager im Winter 2016/2017 gemacht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2806 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns285-960x490-1-400x204.jpg" alt="" width="400" height="204" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns285-960x490-1-400x204.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns285-960x490-1-768x392.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns285-960x490-1.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Verhoevens Film ist eine Gesellschaftssatire mit vielen komischen Momenten, die aber durchaus einen ernsten und immer noch aktuellen Hintergrund haben. Was fängt man mit seinem Leben an, wenn die Kinder aus dem Haus sind und/oder die Rente bevorsteht? Wie kann man den vielen Geflüchteten am besten helfen, sich zu integrieren? Wohin möchte man mit seinem Leben – was ist der Sinn des Lebens? Sind Geld und Karriere alles? Oder sind es doch Familie und Freunde, die am wichtigsten sind?</p>
<p>Jeder Zuschauer findet hier den ein oder anderen Ansatzpunkt und erkennt sich oder sein Umfeld in der Handlung wieder.</p>
<p>Martin Woelffer führte Regie bei der Erstaufführung der Bühnenfassung in der Komödie am Kurfürstendamm im März 2019 und inszeniert das Stück auch im Winterhuder Fährhaus in Hamburg. Erfahrene und dem Publikum auch aus dem TV bekannte Schauspieler übernehmen die Hauptrollen: Meike Harten gibt die besorgte Übermutter Angelika, die vor lauter Kümmern um andere sich selbst verloren hat. Angelikas erfolgreichen Chirurg Richard, der ein ernstes Thema mit seinem Altern hat, spielt Michael Roll. Ute Willing steht als esoterisch angehauchte Flüchtlingshelferin Heike auf der Bühne. Die erwachsenen Kinder Sophie und Philipp, die beide mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben, spielen Jonathan Beck und Henrike Fehrs. Mike Adler gibt Tarek, den Assistenzarzt und Initiator der Laufgruppe für Geflüchtete. Der Part des Geflüchteten Diallo, der plötzlich der Mittelpunkt des Hartmann-Kosmos ist, aber manchmal gar nicht weiß, wie ihm geschieht, wird von Quatis Tarkington übernommen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2805 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns358-1-960x490-1-400x204.jpg" alt="" width="400" height="204" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns358-1-960x490-1-400x204.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns358-1-960x490-1-768x392.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns358-1-960x490-1.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Handlung an sich findet im Prinzip die ganze Zeit im Garten der Hartmanns statt. Andere Räume werden nicht geöffnet. Insofern hatte Stephan Fernau (Bühne und Kostüm) relativ leichtes Spiel, da neben dem Garten nur Fensteröffnungen oder die Gänge im Theater mitbespielt werden.</p>
<p>„Willkommen bei den Hartmanns“ funktioniert auch auf der Theaterbühne ganz hervorragend. Es gibt reichlich Momente zum Nachdenken, Lachen und – beim Thema Flüchtlinge in Deutschland fast zwangsläufig – auch Fremdschämen. Wer den Film gesehen hat, erkennt vieles wieder: Angelikas zunehmender Alkoholkonsum ist auch in Gang und Sprache nicht mehr zu kaschieren. Richards verzweifelter Versuch, mit Botoxspritzen und Discobesuchen sein Altern aufzuhalten, ist mitleiderregend. Heike ergeht sich in Selbstverwirklichung und Helfersyndrom – gern auch mithilfe bewusstseinserweiternder Substanzen. Philipp kämpft gegen seine Ex-Frau und merkt vor lauter Karrierefokussierung nicht, dass ihm sein Sohn Basti entgleitet. Sophie sucht nach dem Sinn des Lebens und versucht krampfhaft, sich dem Kontroll- und Bevormundungswahn ihres Vaters zu widersetzen. Tarek ist genervt von dem latenten Rassismus seines Professors, umso mehr geht er in seiner Laufgruppe mit den Flüchtlingen auf. Diallo ist spürbar traumatisiert und sehr dankbar für die Unterstützung der Hartmanns, auch wenn er die ganze Familie etwas schräg findet und die Familienmitglieder treffsicher als verwirrt bezeichnet. Neu bzw. anders im Vergleich zum Film ist, dass Diallo seinen kleinen Bruder – einem der wenigen Überlebenden nach dem Boko Haram Angriff auf das Dorf – nachholen will. Dass Diallo noch Familie hat und am Schluss – trotz erfolgreichen Asylantrags – wieder zurück in seine Heimat geht, um seinen Bruder zu suchen, gibt der Handlung nochmal einen etwas anderen Twist.</p>
<p>Die komplette Riege auf der Bühne kann an diesem Abend überzeugen. Allen voran Tarkington, dessen Überforderung mit den durchgeknallten Hartmanns sehr glaubhaft ist. Er hat Charme und Witz und gewinnt so die Herzen der Zuschauer im Sturm.</p>
<p>Michael Roll brilliert in der Rolle des Familienoberhaupts, dem vor der ungewissen Zukunft als Rentner graut und der sich von jüngeren Männern und Ärzten bedroht fühlt. Er macht sich herrlich lächerlich mit seinen Schönheits-OPs, bringt aber auch die tief verborgene Verletzlichkeit von Richard gut über die Rampe.</p>
<p>Angelika weiß nicht mehr, wo sie hingehört. Meike Harten kann diese Verlorenheit gut nachempfinden. Auch die Flucht in den Alkohol zeichnet sie glaubwürdig nach. Angelika ist keine besonders temperamentvolle Frau, weshalb Harten sehr monoton wirkt. Diese ruhige Art mag auf einige Zuschauer verstörend und unangebracht wirken, kann aber seitens des Regisseurs auch beabsichtigt sein. So ganz sicher ist man hier jedoch nicht…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2808 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns505-960x490-1-400x204.jpg" alt="" width="400" height="204" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns505-960x490-1-400x204.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns505-960x490-1-768x392.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/191030_Fantitsch_Komoedie_Hartmanns505-960x490-1.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Heike ist Angelikas Freundin, die ein biederes, braves Erwachsenendasein grundsätzlich ablehnt. Ute Willing spielt die klischeehafte Hippietussi mit viel Energie und Einsatz. Jonathan Beck spielt den karrierebesessenen Yuppie genauso glaubwürdig wie den souveränen Anwalt. Die Szenen als Vater sind aufgrund des imaginären bzw. nur im Hiphop-Video sichtbaren Basti eher zu vernachlässigen, doch dass er am Schluss geläutert ist und schmerzhaft durch die Nacht in der Psychiatrie gelernt hat, worauf es ankommt, glaubt man ihm gern.</p>
<p>Henrike Fehrs darf sich als „schwarzes Schaf“ der Familie austoben: Sie streitet mit dem Vater, unterstützt die Mutter, hilft Diallo und sucht mehr oder weniger erfolgreich nach dem richtigen Job und dem perfekten Mann. Fehrs hat besonders starke Momente als sie im Drogenrausch Trockenschwimmen auf der Bühne vollführt und am Tag danach die Folgen sehr nachdrücklich durchlebt. Auch als sie Philipp deutlich die Meinung sagt, wird deutlich, dass dieses zierliche Persönchen mehr kann als nur hübsch aussehen.</p>
<p>Bleibt noch Mike Adler, der von vornherein ein wahrer Sympathieträger ist. Sowohl seine berechtigte Kritik am Professor als auch sein Engagement in der Flüchtlingshilfe nimmt man ihm ab. Auch das Wiedertreffen mit seiner Schulliebe Sophie gelingt ihm sehr süß und authentisch.</p>
<p>Regieseitig spannend ist, dass das Publikum häufig direkt angesprochen oder ins Spiel mit einbezogen wird – sei es als Geflüchtete, die sich bei den Hartmanns bewerben, als rassistischer Mob vor der Tür der Hartmanns oder als Richter in Diallos Asylverfahren. Auch dies birgt lustige Momente und bindet die Zuschauer sehr erfolgreich in das Geschehen mit ein.</p>
<p>Diese Bühnenfassung kann man – nicht zuletzt aufgrund der vielseitigen Handlungsvorlage – als sehr gelungen bezeichnen. Das Publikum wird sehr gut unterhalten und es gibt auch keine langatmigen Szenen, nur um jedes Element des Films auch auf der Bühne wiederzugeben. Genau so gelingt der Transfer eines Celluloid-Hits auf die Stadttheaterbühne.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Komödie im Winterhuder Fährhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 3. Januar 2020</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Quatis Tarkington, Michael Roll, Meike Harte, Ute Willing, Henrike Fehrs, Jonathan Beck, Mike Adler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Martin Woelffer</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos:</strong> </span>Oliver Fantitisch<br />
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		<title>Monsieur Claude und seine Töchter</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/monsieur-claude-und-seine-toechter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 19:34:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Andrés Mendez]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Schmid]]></category>
		<category><![CDATA[Anneke Schwabe]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Lee Johnson]]></category>
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		<category><![CDATA[Hannah Rebekka Ehlers]]></category>
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		<category><![CDATA[Monsieur Claude und seine Töchter]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Heyn]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Waller]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria Fleer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Claude Verneuil und seine Gattin Marie sind stolze Eltern von vier Töchtern. Bei der Wahl der Lebenspartner ihrer Kinder stoßen die erzkonservativen Gaullisten und Katholiken an ihre Grenzen: ein Chinese, ein Jude und ein Araber sind die Männer der ersten drei Töchter. Durch dieses Minenfeld an Klischees und Stereotypen wandert insbesondere Claude sehr treffsicher: kein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Claude Verneuil und seine Gattin Marie sind stolze Eltern von vier Töchtern. Bei der Wahl der Lebenspartner ihrer Kinder stoßen die erzkonservativen Gaullisten und Katholiken an ihre Grenzen: ein Chinese, ein Jude und ein Araber sind die Männer der ersten drei Töchter. Durch dieses Minenfeld an Klischees und Stereotypen wandert insbesondere Claude sehr treffsicher: kein Aufeinandertreffen, an dem sich nicht ein Streitgespräch über Rassismus und Religionen entwickelt. Auch die drei Ehemänner gießen regelmäßig Öl ins Feuer, denn so ganz freimachen können sie sich von den allgegenwärtigen Vorurteilen auch nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2799 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/MC_Familie-am-Tisch_c-Hanna_Glueck-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" />In diese ohnehin angespannte Familienkonstellation platzt Nesthäkchen Laure mit ihren Hochzeitsplänen. Sehr zur unverhohlenen Freude ihrer Eltern ist ihr Auserwählter ein Franzose und auch noch Katholik. Was für ein Glück!</p>
<p>Dass Lauras Verlobter jedoch maximalpigmentiert ist und dessen Vater ebenfalls in einer tradierten Welt voller Vorurteile lebt, verkompliziert die Hochzeit ungemein.</p>
<p>Spätestens seit dem Kinohit mit Christian Clavier als grantelnder Monsieur Claude (2014) ist die abwechslungsreiche Familiengeschichte der Verneuils vielen bekannt. Von Fremdschämen über Erstaunen, herzhaftem Lachen bis hin zu schmachtenden Seufzern erzielte die Komödie eine große emotionale Bandbreite beim Publikum.</p>
<p>Stefan Zimmermann hat die Handlung für die Theaterbühne umgearbeitet, die nunmehr in der dritten Spielzeit im Hamburger St. Pauli Theater in der Regie von Ulrich Waller zu sehen ist.</p>
<p>Das Publikum wird mithilfe von Hochzeitsfotos der drei älteren Schwestern schnell ins Geschehen hineingeholt: Odile hat David Benichou geheiratet, Isabelle hat sich mit Rachid Ben Assem vermählt und Ségolène hat Chao Ling ihr Ja-Wort gegeben.</p>
<p>Schon die erste Szene, in der beim gemeinsamen Essen ausführlich über die Beschneidung von Odiles und Davids Sohn diskutiert wird, ist irrwitzig. Die Stimmung kippt als Rachid seinen Schwiegervater als Rassisten bezeichnet. Auch Marie beteiligt sich aktiv an den Diskussionen und so geht man im Streit auseinander.</p>
<p>Sie ist es auch, die am meisten unter der angespannten Situation leidet. Da ihr die Gespräche mit dem Pfarrer von Chinon nicht mehr helfen, begibt sie sich in psychologische Behandlung, die schnell eine ausgewachsene Depression zutage führt. Sie hängt all ihre Hoffnungen an ein versöhnliches Weihnachtsessen mit allen Kindern und deren Familien. Natürlich plant sie dafür eine koschere, eine Halal- und eine glasierte Gans ein, damit keiner ihrer Schwiegersöhne durch das klassische französische Weihnachtsessen brüskiert wird.</p>
<p style="text-align: left;">Die Töchter instruieren ihre Ehemänner unmissverständlich, dass sie sich angemessen zu verhalten haben und nicht jeden Kommentar persönlich nehmen oder durch eine entsprechende Reaktion würdigen sollten.</p>
<p>Das Essen läuft dann auch tatsächlich weitgehend harmonisch ab, die Männer singen sogar zusammen die Marseillaise als sie sich über Fußball unterhalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2798 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/MC_M.Prelle-A.Schmid_Kettensäge_c-Hanna_Glueck_klein-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" />Wenn sich Laure nun noch mit dem Dorf-Streber Xavier verkuppeln ließe, wäre Claudes und Maries Welt wieder in Ordnung.</p>
<p>Doch Laure mag sich nicht länger verstellen und eröffnet ihren Eltern, dass sie sich mit Charles verlobt hat. Die Eltern sehen dem Treffen mit dem vermeintlichen perfekten Schwiegersohn voller Erwartung entgegen. Als Laure dann jedoch mit „dem schwarzen Charles“ (<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.st-pauli-theater.de/programm/monsieur-claude-und-seine-toechter-2/">Zitat</a></span>) zum Dinner kommt, sind beide vollkommen überfordert und enttäuscht. Sie ertränken ihren Frust im Alkohol, was im Fall von Claude zu herrlich komischen Entgleisungen führt.</p>
<p>In der Folge beginnt Marie, ihrem Mann die Schuld daran zu geben, dass das Verhältnis zu den Kindern so zerrüttet ist. Dabei ist auch sie nicht frei von kleingeistigem Gedankengut, was spätestens bei dem hinkenden Vergleich ihrer (geheilten) Panik vor Feldmäusen deutlich wird, die sie mit ihrer Angst vor Ausländern gleichsetzt.</p>
<p>Dass auch Charles sein Päckchen zu tragen hat, zeigt sich als die Eltern des Brautpaars miteinander skypen, um sich kennenzulernen. André, Charles Vater, macht keinen Hehl aus seinen Vorbehalten gegenüber „dem weißen Mann“. Madeleine, Andrés Gattin, kennt ihren Mann sehr gut, kann ihm diese ungerechtfertigten Denkmuster aber auch nicht abgewöhnen.</p>
<p>Doch Laure und Charles halten an der Hochzeit fest. Am Abend vor dem großen Tag sind die Väter so frustriert, dass sie gemeinsam was trinken gehen. Sie enden nach einer feucht-fröhlichen Nacht im Dorfgefängnis, das sie nur mit Rachids Hilfe rechtzeitig vor der Hochzeit verlassen können. Die Väter haben in dieser Nacht viele Gemeinsamkeiten entdeckt und reden so – zur allgemeinen Verwirrung – auf Laure ein, welche die Hochzeit nun doch absagen will, zumal Marie plant, sich von Claude zu trennen. Diese Schuld möchte Laure nicht auf sich und ihre Ehe laden.</p>
<p>Aber am Ende wird natürlich doch geheiratet und die Zukunft für die Multi-Kulti-Familie sieht sehr rosig aus.</p>
<p>Der Erfolg dieses Stücks steht und fällt mit den Darstellern. In Hamburg wurde mit Michael Prelle ein exzellenter Schauspieler für die Rolle von Monsieur Claude engagiert. Er spielt mit viel Einsatz und in jeder Sekunde glaubwürdig. Die Naivität und Weinseligkeit von Claude bringt er urkomisch über die Rampe. Obwohl Claude sehr in der Vergangenheit zu leben und wenig Interesse am Überdenken seiner Verhaltensmuster zu haben scheint, wirkt Prelles Monsieur Claude dennoch sympathisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2797 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/MC_K.Koch-L.Newkirk-E.L.Johnson-P.Abozen-H.R.Ehlers-A.Schmid-M.Prelle_c-Hanna_Glueck_klein-400x269.jpg" alt="" width="400" height="269" />Als leicht verstrahlte, immer um Harmonie bemühte Marie ist Angela Schmid zu erleben. Sie erinnert in ihrem Spiel mehr als vage an Inge Meisel, was ihr schon von Beginn an viele Bonuspunkte einbringt. Schmid kann sowohl die zickigen als auch die verletzten Gefühle von Marie sehr gut transportieren und harmoniert sehr gut mit Prelle.</p>
<p>Love Newkirk und Eric Lee Johnson stehen als Madeleine und André Koffi auf der Bühne des St. Pauli Theaters. Johnson spielt herrlich überspannt und energisch. Ein typisches Alphatier. Newkirk gleicht diesen polternden Charakter beschwichtigend aus. Es gelingt ihr mit viel Charme immer wieder eine Brücke zu schlagen. Dass auch sie durchaus mehr Energie hat und keinesfalls nur in der zweiten Reihe steht, blitzt in einigen Momenten auf.</p>
<p>Das junge Brautpaar wird von Hannah Rebekka Ehlers und Patrick Abozen gegeben. Beide spielen rollendeckend und gerade Abozen stellt sein Gespür für komische Momente unter Beweis.</p>
<p>Auch die anderen drei Paare haben ihre starken, zumeist lustigen Momente: Andrés Mendez, der als Shao über reichlich Humor verfügt und über die klischeehaften Vorstellungen seiner Schwager herzlich lachen kann. Holger Dexne als strenger Rachid wird ganz weich, wenn es um Fußball geht, und den glücklosen David spielt Patrick Heyn ebenfalls sehr überzeugend.</p>
<p>Dass in allen drei Ehen die Damen das Sagen haben, ist für jeden Zuschauer mehr als offensichtlich: Victoria Fleer als Odile ist verständnisvoll, wenn David mal wieder mit einer Geschäftsidee scheitert, und versucht sich vergeblich als große Schwester aus der Verantwortung zu stehlen, als es darum geht, Laure von der Hochzeit abzuraten. Isabelle, die weder Zigaretten noch dem Wein gegenüber abgeneigte Klischee-Französin, wird von Anneke Schwabe sehr glaubhaft verkörpert. Gleiches gilt für Marina Lubrich als Ségolène. Wenn sie ihr Kind auf dem Spielplatz auf Chinesisch zurechtweist, ist das herrlich unerwartet.</p>
<p>Doch der Star des Abends, was nicht zuletzt auch der nicht enden vollende Applaus belegt, ist Michael Prelle. Er spielt diese durchaus kritisierbare Rolle mit viel Fingerspitzengefühl und so gelingt ihm die Gratwanderung vom konservativen Gaullisten, der mehr oder weniger freiwillig im 21. Jahrhundert ankommt, exzellent.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 22. Dezember 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Hannah Rebekka Ehlers, Patrick Heyn, Victoria Fleer, Angela Schmid, Michael Prelle, Anneke Schwabe, Holger Dexne, Marina Lubrich, Andrés Mendez, Love Newkirk, Eric Lee Johnson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Ulrich Waller</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Fotos:</strong> </span>Hanna Glück<br />
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		<title>Cesar Millan &#8211; It’s all about family</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/cesar-millan-its-all-about-family/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 12:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hundetrainer erfreuen sich in Fernsehsendungen großer Beliebtheit. Einer der ersten war Cesar Millan, der mit seiner TV-Sendung ein Millionenpublikum begeistert. Inzwischen gibt es mit Brandan McMillan im US-Fernsehen und Martin Rütter im deutschen TV weitere sehr beliebte Hundetrainer, die mit verschiedenen Methoden alle nur ein Ziel haben: Dem Menschen zu helfen, seinen Hund zu verstehen. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hundetrainer erfreuen sich in Fernsehsendungen großer Beliebtheit. Einer der ersten war Cesar Millan, der mit seiner TV-Sendung ein Millionenpublikum begeistert. Inzwischen gibt es mit Brandan McMillan im US-Fernsehen und Martin Rütter im deutschen TV weitere sehr beliebte Hundetrainer, die mit verschiedenen Methoden alle nur ein Ziel haben: Dem Menschen zu helfen, seinen Hund zu verstehen.</p>
<p>Einige Methoden (wie bspw. die so genannte Würgeschlaufe) dieser Trainer ruft gleichermaßen auch Kritiker auf den Plan. Das Millan aber der erste und weltweit bekannteste von ihnen ist, muss er sich auch am häufigsten und öffentlichkeitswirksamsten damit auseinandersetzen.</p>
<p>Nichtsdestoweniger lassen sich weder Millan noch Rütter davon abhalten, ihr Wissen auf unterhaltsame Weise auch in Live-Shows weiterzugeben. Diese Shows sind genau wie die TV-Sendungen sehr unterhaltsam – mit dem Unterschied, dass hier nichts geschnitten wird und die Tiere so reagieren wie sie reagieren und nicht nach dem Wünschen von Regie und Cutter. Das sorgt manches Mal für unfreiwillige Komik.</p>
<p>Nachdem Cesar Millan per Gerichtsurteil lernen musste, dass in Deutschland andere und strengere Tierschutzgesetze gelten als in den USA, hat er seine neue Show daraufhin angepasst: Die Hunde kommen mit ihren Haltern auf die Bühne und anstatt sie selbst zu „lenken“, zeigt er an Beispielsituationen, wie die Halter meist schon mit kleinen Veränderungen ihres eigenen Verhaltens viel erreichen können.</p>
<p>Die neueste Show trägt den Titel „It’s all about family“. Das liegt weniger daran, dass viele Menschen ihren Hund als Familienmitglied betrachten, sondern ist darauf zurückzuführen, dass er erstmals seine beiden Söhne Andre und Calvin dabeihat. Gemeinsam berichten sie von ihrem Farmleben und geben dabei ganz nebenbei wertvolle Tipps an die Zuschauer weiter. Cesar Millan hat in seinem DPC (Dog Psychology Centre) einen Bereich, den er &#8222;Serengeti&#8220; nennt. Dieser Platz ist sein Inbegriff von Familie, Einheit und Freiheit.</p>
<p>Im Mittelpunkt stehen fünf Body Motions: STRETCH &#8211; WALK &#8211; RUN &#8211; REST – SLEEP: „Wenn man Hunde oder Katzen morgens beobachtet, ist das erste, was sie machen, sich zu strecken. Dann laufen sie herum. So finden sie Wasser und Futter. Dann ruhen sie sich aus und schlafen.“ (Quelle: <a href="https://eu.rgj.com/story/news/2019/08/08/cesar-milan-dog-whisperer-coming-las-vegas-mgm-grand-copperfield-theater/1958304001/">Interview</a>).</p>
<p>Das klingt nicht nur nach einem sehr gesunden Tagesablauf, das ist es auch – auch für uns Menschen. Allerdings verhindern wir dies durch den Alltagsstress, dem wir uns alle unterordnen: Der Wecker klingelt, wir springen (ohne Strecken) auf, machen uns fertig, gehen mit dem Hund (wenn überhaupt) 10 Minuten vor die Tür und zwingen ihn sein Geschäft unter Druck machen. Dann bleibt er stundenlang gelangweilt allein zu Hause – von Bewegung jeglicher Art keine Spur. Und Futter steht dort meist auch immer rum…</p>
<p>Langeweile führt bei Mensch und Tier gleichermaßen zu verrückten Ideen und so passiert es nicht selten, dass Hunde (und auch Katzen) die Wohnung „umdekorieren“.</p>
<p>Folgt man dieser Logik geht es Cesar Millan eigentlich nur darum, dass wir alle zurückfinden zu unseren Wurzeln und zu den Gesetzen der Natur. Daran ist nichts auszusetzen und unzählige „Lebensberater“ proklamieren seit Jahren dasselbe. Wenn wir auf diesem Weg dann noch unsere Haustiere mitnehmen, geht es auch ihnen sehr schnell sehr viel besser.</p>
<p>Fünf Gasthunde nebst Herrchen und Frauchen werden als Beispiele für „Fehlverhalten“ auf die Bühne der Kieler Sparkassenarena eingeladen. Dass solch eine Situation nicht nur für die Hunde spannend und aufregend, vielleicht auch erschreckend sein kann, versteht jeder Zuschauer sofort. Sehr lustig ist jedoch, dass sich fast alle Hunde an diesem Abend vorbildlich verhalten und Cesar Millan nicht korrigierend eingreifen muss. Ja, so kann es auch gehen.</p>
<p>Da es aber an diesem Abend im Grunde auch gar nicht um Hunde an sich ging, sondern – wie immer bei Cesar Millan – darum, den Menschen zu trainieren, damit es Mensch und Tier gemeinsam besser geht, fiel dies nicht weiter negativ ins Gewicht. Schaut man sich nur diese Show an, gibt es keinen Anlass an Cesar Millans Ansatz zu zweifeln.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_72">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Sparkassen-Arena, Kiel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span> </strong>19. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Idee:</span></strong> Cesar Millan</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Foto:</span></strong> Semmel Concerts<br />
</span></div>
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