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	<title>Backstage-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ich Tarzan, du Jane</title>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 08:26:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Anton Zetterholm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 29. Februar zeigt Sat.1 jeden Freitagabend den Auswahlprozess für die beiden Hauptrollen von Disneys „Tarzan“, das Mitte Oktober in der Neuen Flora Hamburg seine Deutschlandpremiere feiern wird. Den Live-Shows gingen wochenlange bundesweite Auditions voraus, bei denen ebenfalls Kameras dabei waren. Was ist die Motivation als Künstler bei solch einem außergewöhnlichen Casting mitzumachen? Und wie ...</p>
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<p>Seit 29. Februar zeigt Sat.1 jeden Freitagabend den Auswahlprozess für die beiden Hauptrollen von Disneys „Tarzan“, das Mitte Oktober in der Neuen Flora Hamburg seine Deutschlandpremiere feiern wird.</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Den Live-Shows gingen wochenlange bundesweite Auditions voraus, bei denen ebenfalls Kameras dabei waren. Was ist die Motivation als Künstler bei solch einem außergewöhnlichen Casting mitzumachen? Und wie fühlt es sich an, jede Woche live im Fernsehen aufzutreten? blickpunkt musical traf sich am 11. April mit vier Finalisten der Sat.1 Casting-Show „Ich Tarzan, Du Jane!“ und ging diesen Fragen auf den Grund..</p>
<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Ich_Tarzan,_Du_Jane_2008_files/shapeimage_3.png" alt="" width="314" height="403" /></div>
<p class="Body">Als wir um 18 Uhr beim TV-Studio ankommen, haben die Kandidaten schon die Generalprobe absolviert. Auf den Fluren spürt man die Anspannung so kurz vor der Live-Show. Moderator Hugo Egon Balder hält ein Pläuschchen mit Gastjuror Thomas Hermanns, in der Eingangshalle sammeln sich nach und nach die 600 Zuschauer, die bei der Entscheidung live dabei sein wollen. Und wo sind die Künstler? Die schonen sich – bei vielen halten sich hartnäckige Erkältungen – und bereiten sich mental auf den Auftritt vor.</p>
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<p class="Body">Die Gründe, warum man als Profi, Musicalschüler oder Quereinsteiger bei einem solchen Casting mitmacht, sind grundverschieden. Während es für Franziska Schuster, die zurzeit ein Studium der Zahnmedizin macht, die große Chance ist, ihren Kindheitstraum, einmal auf einer Musicalbühne stehen, zu erfüllen, ist Felix Maximilian da schon deutlich direkter: „Ich mag die Musik von Phil Collins und nachdem ich das Musical in Holland gesehen habe, war für mich klar, dass ich dabei sein will. Es ist eine tolle Show und Tarzan eine großartige Rolle!“ Melanie Ortner ging an dieses Casting heran wie an jedes andere: „Mir war zunächst nicht klar, dass das alles in live ausgestrahlten Fernsendungen enden würde. Ich dachte, ich gehe zu einer Audition für eine Hauptrolle in einer Deutschlandpremiere.“ Genauso wie Anton Zetterholm kennt Melanie Ortner die Show bis heute nicht. Der 21-jährige Schwede kam als Quereinsteiger in die Workshops, die direkt vor den TV-Shows stattfanden. Ursprünglich hatte er sich für eine Nebenrolle in „Tarzan“ beworben: „Ich dachte eigentlich nicht, dass ich Tarzan wäre. Aber inzwischen sehe ich es als eine große Chance an, hier mit dabei sein zu können. Immerhin ist Tarzan die einzige männliche Hauptrolle in einem Musical, die man spielen kann, ohne die Sprache perfekt zu beherrschen.“ sagt er lachend. Dieses Understatement hat er eigentlich nicht nötig, denn obgleich wir das Interview in Englisch geführt haben, ist sein Deutsch in den letzten Wochen sehr gut geworden, was man im Laufe des Abends in den Einspielern der Show auch deutlich hört.</p>
<p class="Body">Alle stehen zum ersten Mal vor Kameras auf der Bühne. „Dass man tatsächlich im Fernsehen ist, merkt man vor allem an den vielen SMS und E-Mails, die man nach jeder Sendung bekommt. Aber wirklich realisieren, kann man das eigentlich kaum.“ sagt Melanie Ortner und spricht damit auch für ihre Kollegen, die versuchen, den Spaß an der Sache in den Vordergrund zu rücken. Natürlich sind alle zwei Stunden vor der Show schon merklich nervös, doch „wir sind es als Musicaldarsteller gewöhnt, keine zweite Chance zu bekommen. Alles muss beim ersten Mal passen. Das ist im Fernsehen nicht anders.“ erklärt Anton Zetterholm. Der größte Unterschied zur Musicalbühne liegt für den Schweden darin, dass alles viel kleiner gespielt werden muss: „Wir haben gelernt, alles groß und raumgreifend zu spielen. Hier müssen wir jedoch nicht wirklich weinen, um Traurigkeit auszudrücken. Das kann die TV-Kamera über einen traurigen Gesichtsausdruck in einer</p>
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</p>
<p>Nahaufnahme viel direkter einfangen.“</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Auch wenn die eigentliche Arbeit auf der TV-Bühne sich nicht wesentlich von der im Theater unterscheidet, so haben es die TV-Shows doch in sich. Genauer gesagt weniger die Shows selbst als die kurze Probenzeit. „Für eine Bühnenrolle haben wir vier bis sechs Wochen Zeit, uns bis ins kleinste Detail vorzubereiten. Hier bekommen wir die Songs für die kommende Woche direkt nach der Live-Show, haben dann drei Tage Zeit, uns diese zu erarbeiten und ab dienstags sind wir dann schon wieder hier in Köln und proben gemeinsam.“ schildert Felix Maximilian seinen Alltag der letzten Wochen. Hinzukommt, dass er wie viele andere Kollegen, die jeden Freitag zu sehen sind, parallel noch in anderen Engagements verpflichtet ist und somit an den Wochenenden nach der Freitags-Sendung immer direkt auf die Musicalbühne müssen. Für Melanie Ortner ist die wöchentliche Rückkehr auf die Berliner „Mamma Mia!“Bühne fast ein bisschen Erholung: „ich spiele die Sophie schon sehr lange und daher ist es keine extrem harte Arbeit für mich. Die Unterstützung, die ich vom Theater und meinen Kollegen in Berlin erhalte, ist sehr wichtig und motiviert mich jede Woche neu, auch und gerade weil ich nach drei Wochen merke, dass die Kombination aus TV-Casting und Muscial-Engagement an meinen Kräften zehrt.“ Und auch die, die keine anderen musicalischen Verpflichtungen haben, sind an den „freien“ Tagen unterwegs, um ihre Familie zu treffen oder wie Anton Zetterholm es ausdrückt: „seine Freundin in Göteborg zu sehen und schwedische Luft zu atmen.“</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Ich_Tarzan,_Du_Jane_2008_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Einig sind sich alle darin, dass die kurze Probenzeit das härteste an diesem Casting sind: „Die Kameras nehme ich schon kaum mehr wahr“, sagt Felix Maximilian. Songs, Partner und auch Inhalt der Szene werden von der Jury (Pia Douwes, Ralf Schaedler und Michael Hildebrandt) vorgegeben. Gesanglich erarbeiten sich die Kandidaten ihre Songs allein und mit dem Vocal Coach der Show, Ratan Julian Jhaveri. Auch die schauspielerische Arbeit liegt, abgesehen vom Grundaufbau der Szene, bei den Künstlern selbst. Pia Douwes steht jedoch die ganze Zeit über unterstützend zur Seite und wenn die Proben dann auf der großen Show-Bühne stattfinden, hat auch der Regisseur der Show ein Wörtchen mitzureden.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Auch die verbliebenen zwölf Finalisten von „Ich Tarzan, Du Jane!“ hatten keinen Einfluss auf die Songauswahl. Felix Maximilian erklärt uns, dass man aber immer das Arrangement des jeweiligen Songs auf seine Stimme anpassen kann, um die Tonlage gegebenenfalls zu optimieren. „Ich finde es gut, dass wir keinen Einfluss auf die Songauswahl haben,“ meint Melanie Ortner, „so kann man immer wieder andere Facetten von sich zeigen. Die Jury denkt sich ja auch etwas bei den Songs, die sie für uns auswählt und unterstützt uns auch bei der Erarbeitung der Stücke.“ Anton Zetterholm ist heute mit seinem Song, „I want to break free“ von Queen nicht sehr glücklich „Ich bin eher ein lyrischer Tenor. Bisher hatte ich Glück mit den Songs, aber mit dieser Rock-Nummer ist es etwas schwieriger.“</p>
<p class="Body">Letztendlich sind alle noch verbliebenen Finalisten Konkurrenten, wenn es um die Besetzung der Rollen von Tarzan und Jane geht. Doch davon spürt man nichts. „Wir sind wie eine kleine Cast.“ sagt Melanie Ortner und Felix Maximilian pflichtet ihr bei: „Wie weinen miteinander, wir lachen miteinander und sind eine tolle Gruppe.“ Gibt es innerhalb der kleinen TV-Musical-Familie denn Favoriten? „Nein, wir sind alle sehr gut, jeder könnte die Hauptrolle spielen. Ich möchte nicht entscheiden müssen, wer als nächstes geht.“ beantwortet Felix Maximilian unsere Frage. Anton Zetterholm sieht es ähnlich: „Wir Tarzan-Kandidaten sind alle so unterschiedlich und jeder hat sehr gute Chancen. Es hängt einfach vom Geschmack des Publikums ab.“ „Jeder hofft natürlich, dass er die Rolle bekommt“, fügt Melanie Ortner hinzu, „aber alle können super singen und schauspielen.“ Franziska Schuster sieht es etwas lockerer: „Auch wenn es mein Traum ist, auf einer Musicalbühne zu stehen, gehe ich sehr unbefangen daran. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich ja mit meinem Studium ein zweites Standbein habe.“</p>
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<p class="Body">Grundsätzlich überwiegt aber bei allen Beteiligten die Freude dabei zu sein. Anton Zetterholm trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er sagt: „Wir sollten hier einfach eine schöne Zeit haben und es genießen Vergesst den Wettbewerb!“</p>
<p class="Body">In diesem Sinn begeben sich unsere bereits zu diesem Zeitpunkt perfekt geschminkten Interviewpartner zum Verkabeln, während das Publikum in das Studio strömt. Ca. 15 Minuten vor der Show kommt ein „Warm-Upper“ auf die Bühne und erzählt den Zuschauern, was sie machen sollen (frenetisch klatschen, jubeln, pfeifen) und was sie tunlichst unterlassen sollen (Nasebohren, gelangweilt gucken, aufstehen). Nach dieser Instruktion hält die Jury Einzug ins Studio und auch Moderator Hugo Egon Balder richtet ein paar Worte an das Publikum, bevor es ernst wird.</p>
<p class="Body">Dann geht es los und eines muss man festhalten: Eine solche Sendung zündet live um ein Vielfaches besser! Die Akustik am Bildschirm ist in der Regel grauenvoll, doch davon ist live nichts zu spüren. Musik und Gesang harmonieren und der Funke springt direkt aufs Publikum über. Philipp Hägelis sehr emotionales „Angels“ klingt noch lange im Studio nach und Katrin Löbbert („River deep, Mountain high“) und Elisabeth Hübert („Since you’ve been gone“) lassen die Wände wackeln. Selbst Jury-Mitglied Ralf Schaedler wippt fröhlich in seinem Sessel mit und Thomas Hermanns verschlägt es bei den ausgezeichneten Darbietungen der Finalisten fast die Sprache. Musical ist eben Live-Entertainment und nicht für das Format TV gemacht.</p>
<p class="Body">Nach knapp zwei Stunden und einer Zitterpartie für Jessica Kessler, Melanie Ortner, Patrick Stamme und Felix Maximilian, die alle noch ein zweites Mal singen mussten, verkündet die Jury das finale Urteil dieser Show. Die Anspannung ist bei allen Beteiligten deutlich zu spüren und die Luft vibriert: Melanie Ortner und Felix Maximilian sind am 18. April nicht mehr dabei. Beide tragen es mit Fassung, auch wenn die jeweiligen Fanblöcke doch sehr lange Gesichter machen und auch die ein oder andere Träne sich nicht unterdrücken lässt.</p>
<p class="Body">Wer wird Tarzan und Jane werden? Wir wissen es nicht. Verdient haben es ganz sicher alle. Die Entscheidung fällt am 2. Mai um 20.15 Uhr in Sat.1.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>We Will Rock You &#8211; Kulissen &#038; Technik</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 07:58:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Melcher]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Musical Dome]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
		<category><![CDATA[We Will Rock You]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 1000 Shows in Köln, die Spielzeit in Zürich wird bis Ende des Jahres verlängert und ab 24. Januar bekommen auch die Wiener ihre eigene „We Will Rock You“-Produktion. Dass zu einem erfolgreichen Musical nicht nur mitreißende Musik, eine gute Story und herausragende Darsteller (siehe Interview mit Vera Bolten) gehören, ist hinlänglich bekannt. blickpunkt ...</p>
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<p>Mehr als 1000 Shows in Köln, die Spielzeit in Zürich wird bis Ende des Jahres verlängert und ab 24. Januar bekommen auch die Wiener ihre eigene „We Will Rock You“-Produktion. Dass zu einem erfolgreichen Musical nicht nur mitreißende Musik, eine gute Story und herausragende Darsteller (siehe Interview mit <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.alexander-flint.de/Michaela/Musicals/ALT Musicalsite/html/v__bolten.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=833">Vera Bolten</a></span>) gehören, ist hinlänglich bekannt.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">blickpunkt musical hat einen Blick hinter den Vorhang des Kölner Musical Domes gewagt, denn schon die nackten Zahlen und Fakten sind beeindruckend: 107 Personen sind jeden Abend im Einsatz, um einen reibungslosen Showablauf zu gewährleisten, die Bühne ist 20 m breit, 16 m tief und der Bühnenturm 22 m hoch, das Gesamt-Equipment macht 20 Tonnen aus, allein die Videoinstallationen mit ihren 80 Einzelbildschirmen wiegen 4 Tonnen, das Soundsystem beachtliche 5 Tonnen und die Lichtanlage 10 Tonnen, 22 Musiker und 47 Darsteller sorgen jeden Abend in wechselnden Besetzungen für akustische und optische Unterhaltung.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p>Wir treffen Daniel Schult, einer von zwei Bühnenmeistern bei „We Will Rock You“, und lassen uns von ihm seinen zweifelsohne abwechslungsreichen Arbeitsplatz zeigen. Schult kennt das Zelt wie seine Westentasche, schon während „Gaudí“ (1996/97) war er hier beschäftigt. Während der Zeit von „Saturday Night Fever“, „Vom Geist der Weihnacht“ und „Jekyll &amp; Hyde“ war er beim Fernsehen als Bühnenmeister und Kulissenbauer beschäftigt, bis er im Oktober 2004 wieder in den MusicalDome zurückkehrte, um die Produktion von „We Will Rock You“ mit aufzubauen.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_670_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wir beginnen den Rundgang im Theatersaal: „Wir haben im Parkett 1200 Plätze und im Rang ca. 540.“, sagt Daniel Schult. Am augenfälligsten für das Publikum sind die Technikkabinen hinter den Sitzreihen: „Hinten sitzen Ton- und Lichttechnik und der Caller, der für den lückenlosen Ablauf der Show verantwortlich ist und mit allen Kollegen über Headsets in Kontakt steht.“ Aber auch die beiden Lichttechniker, die für jede Show ihre Arbeitsplätze links und rechts von der Bühne erklettern, kann man vom Zuschauerraum aus kaum übersehen: „Eigentlich ist so etwas im Theater nicht üblich, aber wir setzen die beiden Spotfahrer ganz bewusst so sichtbar ein, da wir mit unserer Show eine Rockkonzert-Atmosphäre erzeugen wollen.“</p>
<p class="Body">Wir gehen rechts hinter die Bühne und werden von Schult in einen dunklen, schallgedämpften, kleinen Raum geführt: „Hier in der Vocal Booth singen die Darsteller die Chornummern, wenn sie nicht auf der Bühne stehen. Die Live-Musik bekommen sie über Kopfhörer zugespielt und auf dem Monitor sehen sie den Dirigenten, damit die Einsätze stimmen.“ Dort wird aber nicht nur von bis zu 20 Personen parallel gesungen, sondern auch Kostümwechsel vorbereitet und nachgeschminkt, was bei dem begrenzten Platz eine organisatorische Meisterleistung ist.</p>
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<div class="text-content style_External_259_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wir betreten die Seitenbühne und müssen feststellen, dass der Platz hier im Gegensatz zu anderen Theatern sehr überschaubar ist. Es gibt kaum Stauraum für die Großkulissen wie das Heartbreak Hotel, die Bar oder den Thron der Killer Queen. Das Orchester wurde auf eine Art Balkon platziert. Parallel finden mitten zwischen den Kulissen auch noch die zahlreichen Quick Changes statt, da der Weg zu den Garderoben schlichtweg zu weit ist.</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
</div>
<p class="Body">Daniel Schult erläutert, dass die Kulissen in den verschiedenen „We Will Rock Produktionen“ überall identisch sind: „Das Heartbreak Hotel ist eine massive Stahlkonstruktion, die schon allein aus Sicherheitsgründen sehr stabil gebaut ist.</p>
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<div class="text-content style_External_670_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das macht es trotz der Rollen zu einem recht schweren Bühnenelement.“ Auch der in das Heartbreak Hotel integrierte Ford Transit ist ein Original. „Der Ford ist echt, aber nur so sieht es realistisch aus. Übrigens war der erste Tourwagen von ‚Queen’ auch ein Ford Transit ist. Und nun ist Ford unser Hauptsponsor – wenn das kein Zufall ist.“ gibt Schult die Anekdote augenzwinkernd wider. Auch wenn die Kulisse zweigeteilt links und rechts der Hauptbühne steht, muss sie während der Show dennoch innerhalb kürzester Zeit von vier Männern an ihre Position gebracht werden. „Die aufwendigsten Bühnenumbauten finden in den leisesten Szenen statt.“ erläutert Schult, „Bis das alles reibungs- und vor allem geräuschlos klappt, sind wochenlange technische Probenarbeiten erforderlich.“</p>
<p class="Body">In jeder Show sind zehn Techniker damit beschäftigt, die Kulissen, Züge und Requisiten an ihre Positionen zu schaffen: „Fünf sind unmittelbar auf der der Bühne im Einsatz, zwei steuern die Züge und Automationsfahrten von der Galerie aus und drei arbeiten unter der Bühne.“ Unter der Bühne befindet sich die „Garage“ der Show; dort stehen Harley und Van und warten auf ihren Einsatz. Mit einer Hubbühne werden die beiden Vehikel, in einigen Szenen auch Darsteller, aus den Katakomben auf die Bühne gefahren. „Ein Kollege bedient die Bühne, ein zweiter bewegt die Kulissen an die vorgesehene Stelle und der dritte ist nur für die Sicherheit da. Immerhin öffnet sich eine 1,5 x 3,5 m große Öffnung mitten in der Bühne und da muss alles hundertprozentig stimmen. Aber wenn sich der Boden öffnet, sind alle Augen von uns, inkl. einer Infrarot-Kamera, darauf gerichtet. Ohne die Freigabe des Stage Managers von der Seitenbühne, kann die Hubbühne nicht bewegt werden.“</p>
<p class="Body">Dass die Harley Davidson ebenfalls echt ist, führt uns Daniel Schult direkt selbst vor. Die Drehungen auf der Bühne werden von den Darstellern selbst ausgeführt. Die Blinker dienen als Steuerungselemente für die Drehungen. „Es wird eine Drehung bis 360° ausgeführt.“</p>
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<div class="style_2">
<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_401_352">
<div class="style_2">
<p class="Body">Etwas ernüchternd ist der Blick in den Van, das Liebesnest von Galileo und Scaramouche. Gemütlich ist sicherlich was anderes…</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_2.png" alt="" width="403" height="248" /></div>
<p class="Body">Auf dem Weg zurück auf die Bühne kommen wir am so genannten Radioraum vorbei, in dem alle Darsteller mit ihren Microports ausgestattet werden. Direkt daneben befindet sich eine kleine Videokabine für die Leinwandauftritte von Killer Queen und Khashoggi. Ein Monitor zeigt dem Darsteller das Geschehen auf der Bühne und Markierungen an den Wänden zeigen an, wo er bzw. sie hingucken muss, um die gewünschten optischen Effekte des direkten Blickkontaktes auf der Bühne zu erzielen. „Diese Szenen können beim Zuschauer den Eindruck eines Einspielers erwecken, werden aber jeden Abend live gespielt.“</p>
<p class="Body">Auf der Bühne sind gerade die Vorbereitungen für die Show in vollem Gang. Dazu zählt auch das Wischen der Treppe mit den weißen GaGa-Statuen: „Die Treppe muss jeden Tag gewischt werden, jede Show hinterlässt ihre Spuren, die man auf diesem weißen Untergrund sehr deutlich sieht. Außerdem wird die Treppe regelmäßig neu gestrichen.“ Die Treppe wird mittels eines im Bühnenboden befindlichen Seilsystems bewegt. Dazu sind in den Boden Führungsspalten eingelassen. Für die Darsteller sind also nicht nur die zahlreichen Markierungen mit verschiedenen farbigen Klebestreifen auf dem Bühnenboden relevant, sondern sie müssen zudem genau wissen, wo diese Spalten sind. Immerhin sind diese bis zu 2 cm breit.</p>
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<p class="Body">Der imposante Thron der Killer-Queen steht, genauso wie die Bar, die ganze Zeit während der Show auf der Bühne. Während jedoch die Bar durch einen Vorhang für die Zuschauer unsichtbar gemacht wird, wird der Thron auf einer Zwischenebene unter dem Orchester geparkt. Da diese Kulisse 2 Tonnen wiegt, ist es mit einfach herunterheben und nach vorn schieben nicht getan. „Auch hier haben wir eine spezielle Hubbühne, auf die wir den Thron während der Show geräuschlos fahren und mit der wir die Höhe bewältigen.“ Zusätzlich ist im Thorn selbst eine Hydraulikbühne integriert, auf der Killer Queen und Khashoggi während „It’s a Kind of Magic“ stehen und sich in 3 m Höhe drehen. „Die Darsteller stehen auf einem Drehteller, der die Drehung des Panels ausgleicht, damit sie nie mit den Rücken zum Publikum stehen.“ erläutert Daniel Schult.</p>
<p class="Body">Nun geht es eine Etage nach oben auf die Galerie. Dort, gut 3 m oberhalb des Orchesters, ist das Reich der Züge und Automationen. Und – dort ist es sehr warm: „Im Sommer haben wir hier oben gern mal 38° C.“</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/We_Will_Rock_You_2007_files/shapeimage_7.png" alt="" width="403" height="169" /></div>
</div>
<p class="Body">Oben angekommen, stehen wir in einer Technikzentrale: Unzählige Computer, Bildschirme und Schaltpulte bestimmen den Alltag der Bühnentechniker 10 m über dem Bühnenboden. „Auf den Computern ist die ganze Show gespeichert, alle Verwandlungen, alle Positionen, alle Geschwindigkeiten.“ Bereiche, die für die beiden Bühnentechniker nicht direkt einsehbar sind, werden von Kameras abgedeckt. Zudem sind sie auch über Headsets mit dem Stage Manager verbunden und werden so über alles informiert. Deshalb gehört es zu den Hauptaufgaben des Bühnenmeisters, während der Show immer zu überwachen, wo sich etwas bewegt und einzelne Bewegungen oder Züge im Ernstfall sofort zu stoppen. Hier steht die Sicherung aller Künstler, Techniker und Mitarbeiter an erster Stelle.“</p>
<p class="Body">Genauso wie alle Züge ist auch die imposante Videowall doppelt gesichert: „Die Vorschriften im Theater besagen, dass Züge an Stahlseilen aufgehängt sein müssen, die das 12fache des tatsächlichen des Einzeldekoration tragen. Die Videowand allein wiegt immerhin schon zweieinhalb Tonnen.“</p>
<p class="Body">Daniel Schult bringt uns wieder in den Theatersaal zurück. Die gesammelten Eindrücke lassen „We Will Rock You“ noch ein Stück bombastischer erscheinen. Einmal mehr durften wir feststellen, dass ein Musical ohne die zahlreichen Mitarbeiter aus den Backstage-Bereichen Bühnentechnik, Beleuchtung, Tonabteilung, Stage Management, Maske und Kostüm nicht denkbar ist. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal eine Show besuchen und achten Sie auf die vielen technischen Kleinigkeiten, die man auch aus dem Zuschauerraum bemerkt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/we-will-rock-you/">We Will Rock You &#8211; Kulissen &#038; Technik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Bollywood-Tour</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/bollywood-tour/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 08:16:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bollywood]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inzwischen ist auch Deutschland vom „Bollywood“-Virus infiziert. Was in England die Zuschauer schon seit vielen Jahren vor die TV-Geräte und in Theater (u. a. „Bombay Dreams“) zieht, gibt es nun in kompakter Form auch für das kontinentaleuropäische Publikum. In blickpunkt musicals haben wir bereits über die Premiere von „Bollywood“ in Berlin berichtet. Inzwischen reisen die ...</p>
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<p>Inzwischen ist auch Deutschland vom „Bollywood“-Virus infiziert. Was in England die Zuschauer schon seit vielen Jahren vor die TV-Geräte und in Theater (u. a. „Bombay Dreams“) zieht, gibt es nun in kompakter Form auch für das kontinentaleuropäische Publikum.</p>
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<p class="Body">In blickpunkt musicals haben wir bereits über die Premiere von „Bollywood“ in Berlin berichtet. Inzwischen reisen die 40 Künstler und ihre fast ebenso große Tour-Crew seit fünf Monaten durch den nass-kalten europäischen Herbst und spielen fast jeden Tag an einem anderen Ort, in einem anderen Theater, meistens in einer Mehrzweckhalle. „Es ist wirklich schade, dass wir keine Zeit haben, uns die Städte, in denen wir auftreten, anzuschauen.“ bedauert Hauptdarstellerin Carol Furtado. „Jeden Tag auf der Bühne zu stehen, ist nicht das Anstrengende, wenn man auf Tour ist. Was uns wirklich die Kraft raubt, ist das permanente Reisen. Wir sind kaum zwei Nächte in einer Stadt.“ Dennoch versucht die junge Künstlerin auch etwas von der Stadt in sich aufzunehmen, in der der Tour-Tross gerade Halt macht: „Während meine Kollegen Work-Outs machen oder sich schon Stunden vor der Show mental darauf einstimmen, gehöre ich zu den etwas „Gemütlicheren“. Jeder Mensch tickt eben anders und für mich ist es sehr wichtig, mir die Besonderheiten der Stadt anzuschauen.“</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Bollywood_2007_files/shapeimage_3.png" alt="" width="314" height="405" /></div>
<p class="Body">Seit Oktober 2006 wird „Bollywood“ nun schon in Europa gezeigt. Für Carol Furtado ist dies eine einmalige Chance, ihr Land zu präsentieren. Denn auch wenn der Name etwas anderes nahe legt – Carol Furtado ist so indisch wie man nur sein kann: „Meine Eltern stammen aus Goa und ich bin katholisch erzogen worden. Daher kommt der für eine Inderin sehr ungewöhnliche Vorname Carol. Und mein Ur-Ur-Ur-Großvater war Portugiese, was man am Nachnamen erkennt. Aber ich bin eine echte Inderin.“ Für die Carol Furtado ist es eine große Herausforderung, jeden Abend wieder auf der Bühne die Titelfigur zu spielen. Bisher hatte sie vor allem durch Tanzauftritte auf sich aufmerksam gemacht. Eine Rolle, in der auch Schauspiel gefordert wird, war für sie neu. „Ich bin sehr stolz hier mit dabei sein zu dürfen. Für mich ist es natürlich noch ein bisschen härter als für die anderen, weil ich fast jeden Tag Pressetermine habe, aber ich freue mich jedes Mal darauf, endlich wieder auf der Bühne tanzen zu können. Tanzen ist das, was ich seit Jahren mache und das kann ich hier richtig ausleben.“</p>
<p class="Body">So weit weg von zuhause, in einer vollkommen anderen Kultur – kommt da nicht Heimweh auf? „Sicherlich vermissen wir unsere Familien und unsere Heimat. Bisher hatten wir auch keine Chance, zwischendurch für ein paar Tage zurückzufliegen. Aber auf der anderen Seite ist es sehr spannend zu erleben, wie das Publikum auf uns reagiert. Die Arbeit kommt zuerst, da muss alles andere hinten anstehen. Der Kulturaustausch, den wir mit dieser Show fördern, ist für mich der beste Weg, dem Westen unsere Kultur zu zeigen. Man sieht in dieser Show einfach alles: unsere Traditionen, wie wir leben und sprechen, wie wichtig Farben und Musik für uns sind – eben was für Menschen wir sind.“</p>
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<p class="Body">Durch die Farben, Klänge und Tänze wird eine unbändige Lebensfreude ausgedrückt. Sehr wichtig sind hierbei die authentischen Kostüme, die vom traditionellen Sari über folkloristische Trachten der Landbevölkerung bis hin zu extrem knappen Tops und Hotpants – die man in dieser Form nicht mit Indien in Verbindung bringen würde &#8211; alles aufbieten, was das Herz begehrt. Für die zahlreichen Kostüme der 40</p>
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<p class="Body">Tänzerinnen und Tänzer zeichnet Falguni Thakore verantwortlich. Bereits seit zehn Jahren arbeitet sie für die Filmindustrie Indiens und durfte u. a. Kostüme für Rani Mukherji, eine der bekanntesten indischen Schauspielerinnen, entwerfen. Auf der „Bollywood“-Tour achtet ihr langjähriger Assistent Faisal Sajed darauf, dass jedes der 1200-1500 Kostüme, die pro Jahr für diese Show gebraucht werden, in tadellosem Zustand ist. „Meine wichtigste Aufgabe ist, darauf zu achten, dass immer alle Kostüme dabei sind und keines vergessen wird oder verloren geht. Wir haben zwar Ersatzkostüme, aber wenn mal eines der Originalkostüme fehlt, gefährdet das die ganze Show.“ Voller Stolz spricht der Designer von der Energie, die durch „Bollywood“ jeden Abend freigesetzt wird: „Die Kostüme, das Licht, die Musik und vor allem die Tänzer, die unglaublich schnelle Choreographien zu bewältigen haben, machen für mich den Reiz aus.“ Doch gerade die Choreographien und die Vielseitigkeit verlangen einem Kostümbildner viel ab. „Im Vergleich zu den Filmproduktionen, in denen ich assistiert habe, müssen die Kostüme bei einer Live-Show viel farbenfroher und glitzernder sein. Auf der anderen Seite müssen sie aber auch robuster sein als beim Film, da sie hier viel mehr aushalten müssen.“ Vorbereitung ist für Faisal Sajed alles. Die Kostüme sind zwar recht praktikabel designed, so dass er und die beiden Dresser dem Ensemble im Laufe des Abends bei bis zu 20 Kostümwechseln helfen können. „Doch das geht nur, wenn die Kostüme jeden Abend sorgsam an der gleichen Stelle hängen. Sonst gibt es backstage ein großes Chaos.“ Neben den aufwändig bestickten traditionellen Kostümen und Kleidern, stechen vor allem die knappen Höschen und nackten Oberkörper der Tänzer ins Auge. Eine derartige Freizügigkeit ist man aus der Bollywood-Fabrik so nicht gewöhnt. „Das stimmt, aber das hier ist ja auch kein Film, sondern eine Show für ein westliches Publikum. Viele Songs wurden mit westlichen Tanzstilen choreographiert. Da lag es nahe, auch die Kostüme entsprechend modern zu designen. Aber am besten gefallen mir immer noch die klassischen indischen Saris.“</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Bollywood_2007_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Die „Bollywood“-Show hat den Untertitel „Die Geschichte der Merchant-Familie“ – und der kommt nicht von ungefähr: Regisseur Toby Gough hatte die Idee zu dieser Show als er Vaibhavi Merchant kennen lernte, die mit ihren erst 30 Jahren schon eine feste Größe in der Filmwelt von Indien hat. Die junge Choreographin stammt aus einer alten Tänzer-Dynastie – den Merchants -, die mit Hiralal einen der bekanntesten Choreographen aus dem goldenen Zeitalter des Hindi-Kinos hervorbrachte. Und auch die Komponisten Salim und Sulaiman tragen den Nachnamen Merchant, auch wenn sie mit der Choreographin nicht verwandt sind.</p>
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<p class="Body">Gelernt hat Vaibhavi Merchant ihr Handwerk von ihrem Onkel Chinni Prakash; ihren ersten eigen Bollywood-Film choreographierte sie bereits 1999 („Hum Dil De Chuke Chanam“ / „Ich habe mein Herz verschenkt“). Seitdem dreht die Merchant-Tochter einen Film nach dem anderen – in den letzten Jahren immer häufiger assistiert von ihrer Schwester Shruti Merchant. Während der Tour von „Bollywood“ achtet Shruti darauf, dass die Choreographien ihrer Schwester auch über Monate hinweg auf gleich bleibend hohem Niveau präsentiert werden. „Im letzten Sommer haben wir drei Monate lang intensiv in Bombay geprobt. Da unsere Tänzerinnen und Tänzer allesamt Profis sind, brauchen wir jetzt während des täglichen Tourablaufs keine langen Proben mehr, sondern können uns darauf beschränken, kleine Unsauberkeiten, die sich eingeschlichen haben zu beseitigen oder Unsicherheiten zu nehmen und Schrittfolgen wieder aufzufrischen.“</p>
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<p class="Body">Die schwungvollen Choreographien, die teilweise sogar zweimal täglich vom Ensemble über die Rampe gebracht werden müssen, fordern doch auch sicherlich manchmal ihren Tribut in Form von Verletzungen? „Nein, Gott sei Dank hatten wir bisher nur kleinere Zwischenfälle. Und bei wirklichen Ausfällen ist unser Ensemble so flexibel, dass sich die einzelnen Tänzer problemlos auf andere Schrittfolgen umstellen können.“</p>
<p class="Body">Die vielfältigen Tänze und mitreißenden Melodien sind der Hauptgrund, warum „Bollywood“ auch in Deutschland erfolgreich Einzug gehalten hat. Doch sicher war das am Anfang nicht, wie Shruti erzählt: „Uns wurde von vornherein gesagt, dass das deutsche Publikum relativ reserviert ist und „schwer zu knacken“ sei. Wir haben uns der Herausforderung gestellt und schon bei der vierten Show in Berlin standen die Zuschauer von ihren Sitzen auf und tanzten mit. Inzwischen gehört Deutschland zu den Ländern, in denen wir am liebsten auftreten, weil das Publikum mitgeht und uns damit regelrecht zu Höchstleistungen anspornt.“</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Bollywood_2007_files/shapeimage_6.png" alt="" width="314" height="405" /></div>
<p class="Body">Ein ebenso ruhiger wie unerwartet talentierter Zeitgenosse sorgt für den strahlenden Teint des Teams: Ashtule Ramchandra, genannt Bala, kümmert sich als Make-Up Artist vorrangig um die Optik der Schauspieler. Jeden Tag schminkt er die Schauspieler eine Stunde vor Showbeginn: „Insgesamt habe ich für jede Show drei Stunden Arbeit – eine Stunde schminken der Schauspieler und während der zwei Vorstellungs-Stunden helfe ich backstage beim Ankleben von Schnurrbärten, Perücken, Hüten usw.“ Bala ist der einzige Mitarbeiter im Make-Up-Bereich, da ist es klar, dass er sich nicht um alle gleich intensiv kümmern kann: „Den Tänzerinnen und Tänzern zeige ich wie sie sich schminken sollen. Inzwischen machen das alle selbst.“</p>
<p class="Body">Bisher hat Bala in der indischen Filmindustrie gearbeitet und die bekanntesten Darsteller unter seinen Händen gehabt. Doch „eine Live-Show zu begleiten, ist viel spannender. Alles muss viel überzeichneter sein und immer auf den Punkt stimmen.“ Auch Bala hat eine Lieblingsszene bei „Bollywood“: „Die Sequenz, in der Shantilal [Ayeshas Merchants Großvater, Anm. d. Red.] stirbt, ist jedes Mal sehr ergreifend.“</p>
<div>Dass der sympathische Inder, der soviel Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, auch ganz anders sein kann, sieht man im Tourtagebuch auf www.gobollywood.de. Dort imitiert der Masken-Profi den großen Bollywood-Schauspieler Amitabh Bachchan auf eindrucksvolle Weise, mit der er jeden Wettbewerb gewinnen würde. So verkürzt er dem Team so manche Wartezeit zwischen den Proben oder vor den Auftritten.</div>
<p class="Body">Das „Bollywood“-Team ist eine große glückliche Truppe. „Es wie in einer richtigen Familie – es gibt Leute, die magst Du und andere, mit denen Du nicht so gut auskommst.“ erzählt Carol Furtado. „Aber wir geben uns gegenseitig Halt, beten gemeinsam und treffen uns in der Küche, die wie auch bei uns zuhause, der wichtigste Ort – unser Kommunikationszentrum – ist.“ Auch wenn die eher traurige Umgebung einer Multifunktionshalle dies nicht widerspiegelt, man glaubt dem Team sofort, dass diese kleine indische Tour-Gemeinde funktioniert.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Im Studio mit Dennis Durant</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/im-studio-mit-dennis-durant/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 14 Jan 2007 08:22:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[CD-Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Durant]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CD-Aufnahmen – das ist ein Blick hinter die Kulissen, zu dem man selten die Chance bekommt. Da Dennis Durant, der Moderator und Sänger unserer Musical-Gala auf Fehmarn im Herbst sein zweites Album produziert hat, war die Gelegenheit günstig und blickpunkt musical war exklusiv dabei als „With a Whisper“ aufgenommen wurde. Durant schreibt und komponiert seine ...</p>
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<p class="Body">CD-Aufnahmen – das ist ein Blick hinter die Kulissen, zu dem man selten die Chance bekommt. Da Dennis Durant, der Moderator und Sänger unserer Musical-Gala auf Fehmarn im Herbst sein zweites Album produziert hat, war die Gelegenheit günstig und blickpunkt musical war exklusiv dabei als „With a Whisper“ aufgenommen wurde.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Dennis_Durant_Making_Of_2007_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Durant schreibt und komponiert seine Songs selbst. Auf dem neuen Album „So They Say“ sind neben zwei Cover-Stücken zehn eigene Songs zu finden. Jeder einzelne erzählt eine eigene, in sich abgeschlossene Geschichte, die durch persönliche Erlebnisse des ehemaligen „König der Löwen“-Darstellers motiviert ist. So auch „With a Whisper“. Es handelt von einer Frau, die allein mit ihrer samtigen Stimme positiven Einfluss auf ihre Mitmenschen nehmen kann.</p>
<p class="Title">Als wir im Studio in der Nähe von Husum ankommen, erleben wir die erste Überraschung: Die Tonspuren für Schlagzeug, Gitarre und Bass sind bereits im Vorwege aufgenommen worden. Es gibt also keine Live-Musik im Studio, sondern an diesem Tag geht es „nur“ um die Gesangspassagen von zwei Stücken. In einem kleinen Raum neben dem eigentlichen Studio treffen wir– umgeben von zahllosen Büchern und einem für Laien unübersichtlichen EDV-Equipment – den Produzenten und Bassisten Dirk-Uwe Wendrich. Während Dennis Durant sich vorbereitet und einsingt, zeigt uns Wendrich wie er die Tonspuren am PC noch im Nachhinein verändern kann: Da wird dann einfach mehr Hall hinzugefügt, wo es nötig ist oder die Base Drum zurückgenommen, wo sie zu sehr im Vordergrund steht. Wendrich verstellt einige der unzähligen Drehknöpfe, verschiebt einen Regler am PC und schon klingt alles viel ‚satter’ als in der ursprünglichen puren Aufnahme. Wir gewinnen ein Gefühl dafür, warum CD-Produktionen sich häufig eklatant vom Live-Gesang eines Künstlers unterscheiden.</p>
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<p class="Body">Bevor der Song schließlich aufgenommen wird, singt Durant ihn zwei bis drei Mal komplett durch. So gewinnt er ein Gefühl für Betonungen und bringt sich in die richtige Stimmung. Denn gerade bei CD-Aufnahmen muss die Emotionalität eines Songs zu hören sein.</p>
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Dennis_Durant_Making_Of_2007_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Erst danach wird er in einem Stück aufgenommen. Was nun folgt, raubt uns eine weitere Illusion: Strophe für Strophe wird abgespielt, geprüft, erneut eingesungen. Auch einzelne Zeilen werden nachträglich erneut aufgenommen, um unerwünschte Zischlaute o. ä. herauszufiltern. Genau dieser Prozess ist das Langwierige an einer CD-Produktion. Das Einspielen der</p>
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<div class="tinyText stroke_0">Instrumente und das Aufnehmen von Leadgesang und Background-Stimmen geht verhältnismäßig schnell. Doch das Bearbeiten jedes einzelnen Songs dauert – wie in diesem Fall – gern einige Stunden Tag. Sogar wir können am Abend den Text auswendig und die Melodie mitsummen.</div>
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<p class="Body">Am Ende steht ein gesanglich perfekter Song, der vom Mischer „nur“ noch zusammengesetzt werden muss. Ab jetzt kann man nichts mehr ändern. Dann geht es ins Presswerk und eine Woche später ist alles fertig. Das Ergebnis &#8211; eine CD mit zwölf Titeln namens „So They Say“ – ist seit Mitte November im Handel erhältlich.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Der König der Löwen &#8211; Castwechsel</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-koenig-der-loewen-castwechsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2006 08:45:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Sauer]]></category>
		<category><![CDATA[König der Löwen]]></category>
		<category><![CDATA[Mbuso Ndlovu]]></category>
		<category><![CDATA[Winston Hillyer]]></category>
		<category><![CDATA[Yanisleisy Aguilar Diaz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mbuso Ndlovu gehört seit zweieinhalb Jahren zum Ensemble im Hamburger Hafentheater. Wie viele seine Kollegen wurde der Südafrikaner direkt in seinem Heimatland Afrika für den „König der Löwen“ gecastet. Ein Mal im Jahr fliegen das Disney- und das Kreativ-Team vom Hafentheater nach Afrika. Dort werden Sängerinnen und Sänger gefunden, die von Klein auf mit Zulu- ...</p>
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<p>Mbuso Ndlovu gehört seit zweieinhalb Jahren zum Ensemble im Hamburger Hafentheater. Wie viele seine Kollegen wurde der Südafrikaner direkt in seinem Heimatland Afrika für den „König der Löwen“ gecastet. Ein Mal im Jahr fliegen das Disney- und das Kreativ-Team vom Hafentheater nach Afrika. Dort werden Sängerinnen und Sänger gefunden, die von Klein auf mit Zulu- und Xhosa-Gesängen groß geworden sind und diese Klänge, Laute und Rhythmen fühlen und leben. So ist es auch bei Mbuso Ndlovu: Von Kindesbeinen an gehörte Musik zum Leben des in der Nähe von Durban geborenen Südafrikaners vollkommen selbstverständlich dazu. „Bei uns zuhause ist Singen das normalste der Welt.</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Konig_der_Lowen_2-2006_files/shapeimage_3.png" alt="" width="311" height="401" /></div>
<p class="Body">Wir singen immer und überall. Die Menschen in Südafrika sind fröhlich und das zeigen sie durch Gesang.“ Mbuso Ndlovu hatte das Glück, seine Leidenschaft für die Musik bereits in der Schule und danach in zahlreichen Chören und Bands ausleben zu können. Noch als Schüler machte er bei den Auditions für die Disney-Show mit. Er überzeugte die Kreativen sofort mit seiner warmen Stimme. Doch er entschied sich, zunächst seinen Schulabschluss zu beenden und so dauerte es noch eineinhalb Jahre bevor er sich – nach einer erneuten Audition in Johannesburg mit hunderten von Mitstreitern – auf den Weg in den hohen Norden machte. In Hamburg angekommen, standen für ihn musikalische und schauspielerische Proben und vor allem Phonetikunterricht auf dem Programm. Inzwischen hat sich der sympathische Künstler eine zweite Heimat in Hamburg aufgebaut. „Ich versuche auch täglich mein Deutsch zu verbessern – bin aber ehrlich gesagt sehr froh, dass im Theater Englisch gesprochen wird.“ Seine kleine Tochter, die erst nach seiner Abreise nach Hamburg zur Welt kam, hat er nur sehr selten gesehen, da das Engagement ihm kaum Zeit lässt für längere Zeit nach Afrika zu fliegen. Einmal im Jahr nimmt er sich aber die Zeit und fliegt für vier Wochen zu seiner Familie und besucht seine Freunde, „obwohl vier Wochen viel zu kurz sind, um wirklich alle zu sehen.“</p>
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<p class="Body">Im letzten Herbst standen dann wie jedes Jahr die internen Auditions für den anstehenden Cast-Wechsel an. Mbuso Ndlovu suchte eine neue Herausforderung innerhalb des Ensembles &#8211; doch das Kreativ-Team vom Hafentheater forderte wesentlich mehr von ihm. „Sie wollten, dass ich für Simba vorsinge.“ Also musste er den Kreativen beweisen, dass er das Zeug zum König der Löwen hat. Gesanglich ließ er hieran keinen Zweifel aufkommen, die Jury war sehr angetan und lud ihn zu den Finals ein, in denen nur noch wenige Darsteller gegeneinander antraten. „Sie mochten mich, meine Stimme, meine Art zu singen. Irgendwie hat es dann doch nicht geklappt. Das gehört bei Auditions aber einfach dazu. Ich werde es dieses Jahr wieder versuchen.“ Eine neue Position im Ensemble bekam der talentierte Südafrikaner dennoch: seit Anfang April ist er nicht mehr nur als Antilope zu sehen, sondern auch in zahlreichen anderen Rollen, wie zum Beispiel Büffel, Pflanzen und Hyänen. „Eigentlich bin ich sowieso der wahre König – beim Schlussapplaus stehe ich nämlich als Letzter auf dem Königsfelsen…“, scherzt Mbuso Ndlovu und lacht fröhlich.</p>
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<div class="text-content style_External_259_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ganz neu im Ensemble ist Felix Sauer. Die Hyäne Ed ist nur eine von gleich drei Rollen, die er als Walking Cover seit Anfang April regelmäßig spielt. Der gebürtige Berliner setzte sich bei den Auditions im November durch und hatte am 5. April seine Premiere als königlicher Ratgeber Zazu. Der dritte Part, den er zu lernen hat, ist die Rolle von Timon, dem vorlauten Erdmännchen. Wir treffen Felix Sauer an seinem ersten Tag im Theater und begleiten ihn bei den so genannten Fittings. Dort werden für jeden neuen Darsteller die Maße und Abdrücke genommen, um Kostüme und Perücken individuell anpassen zu können.</p>
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<div class="text-content style_External_670_335">
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<p class="Body">Er hat vor seinem Engagement beim „König der Löwen“ lange Zeit in London gelebt und sowohl dort als auch in Deutschland in zahlreichen Schauspielrollen auf der Bühne gestanden. „Schon bevor ich nach London ging, war ich aktiver Tänzer. Um im Musical-Business Fuß zu fassen, habe ich meinen Ausbildungsschwerpunkt in England auf Schauspiel und Gesang gelegt. Inzwischen würde ich mich als Schauspieler bezeichnen, der sehr gern singt.“ In London hat Felix Sauer viel mit Kindern gearbeitet und bei der renommierten Stagecoach Ltd., einer Einrichtung, die jungen Talenten die Möglichkeit bietet, sich auszuprobieren, ebenfalls Schauspiel- und Gesangsunterricht gegeben.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Konig_der_Lowen_2-2006_files/shapeimage_6.png" alt="" width="310" height="399" /></div>
<p class="Body">Für Felix Sauer ist die Rolle des Zazu eine Traumrolle. „Ich arbeite sehr gern mit Kindern zusammen. Die Show ist so phantasievoll und magisch. Und ich kann meinen kindlichen Spieltrieb ausleben – einfach herrlich.“ Nicht ganz so lustig findet er jedoch die Plastikfolien, die ihm gerade um den Kopf gewickelt werden. Zusammen mit den detaillierten Maßen – von Ohr zu Ohr, von Nase zu Nacken, rund um den Kopf – entsteht so die Form aus der dann der Abdruck für die Kopfform gegossen wird.</p>
<p class="Body">Nachdem der Schauspieler fast eine Stunde unter den kundigen und flinken Fingern der Maskenbildnerinnen saß, geht es weiter zur nächsten Station: die Puppet-Werkstatt. Dort hängen an der Tür schon mehr oder weniger gelungene Polaroid-Fotos der neuen Darsteller – damit die Mitarbeiter auch wissen, wer welche Ausstattung braucht. Da Felix Sauer sowohl als Hyäne Ed als auch als Timon mit aufwendigen Kostümen ausgestattet wird, müssen auch hier wieder  Maße ermittelt werden. Während das bei Ed noch recht einfach geht, ist der Aufwand für den Tragebügel von Timon ungleich höher. Während sich der Neu-Hamburger seiner Kleidung entledigt – die Form wird direkt vom Oberkörper genommen – legt Puppet-Master Mike Grimm eine milchige Plastikplatte in ein Heißwasser-bad. „Um zu verhindern, dass die Timon-Darsteller Rückenschmerzen bekommen, wurde ein Bügel entwickelt, mit dem sie sowohl fei singen und spielen können als auch ihren Körper schonen.“ erklärt Mike Grimm den Hintergrund für diese merkwürdige Konstruktion. Was hier jetzt unscheinbar vor sich hinköchelt, wird dem ahnungslosen, zu Recht skeptischen Künstler nach kaum erwähnenswerter Abkühlzeit auf den nackten Rücken gelegt. Der Spruch, „Was tut man nicht alles für die Kunst.“ nimmt hier körperlich spürbare Ausmaße an. Nach dem Abdruck ist der Rest Feinarbeit, den die sieben Mitarbeiter der Puppet-Abteilung ohne den Darsteller erledigen.</p>
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<p class="Body">Am gleichen Tag wie Felix Sauer hat auch Yanisleisy Aguilar Diaz ihren ersten Arbeitstag beim „König der Löwen“. Die junge Kubanerin ist schon mitten dabei als wir in die heiligen Hallen von Kostümleitung Andrea Steinbüchel platzen. Anhand von Kostümen aus dem Kostümfundus stellt die erfahrene Kostümbildnerin erst einmal fest, welchem Typ die neue Tänzerin ähnelt. „Bei Yanis haben wir ziemlich viel Glück, weil viele Kostüme ihr ohne große Änderungen passen.“ erläutert Andrea Steinbüchel. Als nächstes holt die Kostümbildnerin eine Art Strumpfhosen-Farbfächer hervor. Da einige der Kostüme durchscheinend sind, muss darunter ein Ganzkörperanzug in der Hautfarbe des Künstlers getragen werden. Und von diesen Hautfarben gibt es eine schier unbegrenzte Zahl an Schattierungen. Hinzu kommt, dass die Haut an den Oberarmen eine andere Färbung hat wie an den Knöcheln. Da kommt es durchaus mal vor, dass für eine Person 4-6 Farbtypen ausgesucht werden, die dann bei der Färbung des ursprünglich weißen Stoffes zum Einsatz kommen.</p>
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<p class="Body">Da Yanisleisy Aguilar Diaz im Ensemble als Tänzerin in zahlreichen unterschiedlichen Rollen zu sehen sein wird, muss sie besonders viele Kostüme anprobieren. Von bunten typisch afrikanischen Kostümen über die weiten Baströcke, die die Savanne darstellen bis hin zur Hyäne ist alles dabei. Der jungen Künstlerin macht es sichtlich viel Spaß in die verschiedenen Kostüme zu schlüpfen und so posiert sie gern zwei Stunden vor dem Spiegel, dreht und wendet sich, während Andrea Steinbüchel und ihre Kollegin an allen Kostümen herumzupfen bis sie perfekt sitzen oder notwendige Änderungen aufnehmen. Das Königskostüm ist natürlich das der Löwin – innerhalb weniger Minuten haben die versierten Kostümbildnerinnen aus dem Fundus und mithilfe von Kostümen aktueller Darstellerinnen die passenden Maße ermittelt und so erscheint die ehemalige „Lady Salsa“-Tänzerin in voller Pracht und strahlt auch ohne Musik, Kulissen und Lichttechnik eine geheimnisvolle Königlichkeit aus. „Das fühlt sich toll an! Ich freue mich schon sehr, die ganzen Kostüme auf der Bühne zu tragen.“</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Konig_der_Lowen_2-2006_files/shapeimage_5.png" alt="" width="407" height="285" /></div>
<p class="Body">Seine Majestät höchstselbst steht uns drei Tage nach seiner Premiere als Simba Rede und Antwort: Der Australier Winston Hillyer ist im Februar nach Hamburg gekommen und hat seitdem tagelang Texte und Songs gelernt, Tanz- und Schauspielproben absolviert. Für den „König der Löwen“ hat er seine australische Heimat verlassen und kämpft nun wie alle Darsteller von der Südhalbkugel mit den Hamburger Wetterverhältnissen. „Als ich Melbourne verlassen habe, hatte wir Hochsommer. Hier ist es kalt und regnet ständig.“ Recht hat er, der Winter war in Hamburg diesmal besonders lang und unfreundlich. Kein Wunder also, dass er seine neue Heimat auch noch nicht erkundet hat: „Neben den Proben blieb mir keine Zeit. Ich bin ständig im Theater gewesen und nur zum Schlafen nach Hause gefahren. Zeit für meine Hobbies hatte ich in den letzten zwei Monaten leider nicht.“</p>
<p class="Body">Eigentlich hat der erst 20-jährige für die australische Produktion vorgesungen, aber das Kreativ-Team entschied sich, ihm die Rolle des Simba in Hamburg anzubieten. Für Winston Hillyer eine große Herausforderung, vor allem weil er weder eine Ausbildung im Musicalfach genossen hat, noch jemals auf einer Bühne gestanden hat. „Ich habe als Schulkind in vielen Bands gesungen. Nach der Highschool studierte ich Musiktheater am Victorian College of the Arts in Melbourne.“ Schon vor zwei Jahren hatte sich der sympathische Australier für die heimische Produktion des „Lion King“ beworben. In den folgenden Monaten hat er an vielen Workshops teilgenommen, die dann in einem sehr schönen Weihnachtsgeschenk endeten: „Weihnachten habe ich einen Anruf bekommen und wurde gefragt, ob ich Simba in Deutschland spielen würde. Ich kann es immer noch nicht so ganz glauben, dass ich jetzt hier bin. Wahrscheinlich begreife ich das erst, wenn ich irgendwann wieder zurück in Australien bin.“</p>
<div>Nach ihrer Premiere in ihren neuen Rollen sind alle noch sehr aufgeregt. Während Felix Sauer seine Premiere als Zazu als „Tanz auf dem Eis“ bezeichnet, ist der junge Simba-Darsteller Winston Hillyer noch sehr gefesselt von der Erfahrung: „Es war unglaublich. Zum ersten Mal vor richtigem Publikum, vor über 2000 Menschen zu spielen, ist einfach großartig!“ Die Premiere von Yanisleisy Aguilar Diaz liegt zwar schon einige Wochen zurück, aber dennoch sind die Emotionen nach ihrer nur zweiwöchigen Probenzeit noch deutlich spürbar: „Hinterher war ich sehr erleichtert und habe vor Freude geweint. Alle waren zuerst erschüttert, weil sie dachten, dass etwas Schlimmes passiert war, aber ich war einfach nur überglücklich, dass alles so gut geklappt hat.“ Felix Sauer war insofern in einer besonderen Situation, da er die Premiere seiner beiden Kollegen aus dem Publikum mit ansehen konnte und die Reaktionen der Zuschauer direkt mitbekam. „Dass ich die Premiere der neuen Cast als Zuschauer erleben durfte, war etwas ganz Besonderes.“ Einen Tag später war es dann auch für Felix Sauer soweit. Normalerweise bekommt ein Walking Cover nicht so schnell die Möglichkeit, das Erlernte vor Publikum zu zeigen. „Ich war sehr überrascht als man mir sagte, dass ich direkt einen Tag nach dem Cast-Wechsel schon als Zazu auf die Bühne sollte. In den letzten sechs Wochen hatte ich die ganze Zeit meinen Rollen-Kollegen zugeschaut und von ihnen gelernt und plötzlich stand ich selbst auf der Bühne. Aber es hat richtig gut funktioniert.“</div>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Konig_der_Lowen_2-2006_files/shapeimage_2.png" alt="" width="405" height="249" /></div>
<p class="Body">Die letzten Wochen waren für alle sehr anstrengend. Yanisleisy Aguilar Diaz und Winston Hillyer mussten Deutsch lernen – für Winston Hillyer die größte Herausforderung („Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ich mache, wenn ich eine Textzeile vergesse.“) – und natürlich auch die Schauspiel- und Gesangsproben mitmachen.</p>
<p class="Body">Für Yanisleisy Aguilar Diaz war die Arbeit mit der durchnummerierten Bühne etwas ganz Neues. „Ich hörte während der Proben immer nur: Du stehst auf der 5, aber Du musst in dieser Szene auf der 8 stehen.“ Felix Sauer erläutert den Hintergrund: „Im Bühnenrand sind Zahlen angegeben, die die Positionierung von uns Darstellern auf der Bühne eindeutig machen. Auch und gerade weil wir mit Kindern arbeiten, ist diese Vereinfachung des Stagings sehr hilfreich, wenn auch erst einmal ungewöhnlich. Das ist bei der aufwendigen Bühnentechnik lebenswichtig, damit jeder genau auf dem richtigen Platz steht, wenn zum Beispiel ein Teil der Bühne abgesenkt wird.“ Dass es gerade die Kinder sind, die den erwachsenen Kollegen zeigen und sagen, wann sie falsch stehen, gibt er gern zu. „Die Kids achten da extrem darauf. Ich bekomme sofort direktes Feedback von meinen jungen Kollegen, wenn ich irgendwo falsch gestanden habe.“ „Das gleiche gilt für unsere Texte: Die Kinder kennen jede Zeile und sagen uns sofort, wenn wir uns irgendwo versprochen haben.“ fügt Winston Hillyer hinzu.</p>
<p class="Body">In den knapp acht Wochen, die für einen Cast-Wechsel zur Verfügung stehen, war kein Tag wie der andere. „Besonders die letzten beiden Wochen waren sehr aufregend. Das Kreativteam von Disney war hier, da hat sich jeder noch mehr angestrengt.“ erzählt Winston Hillyer. „Man konnte in jedem Raum spüren, dass Disney im Haus war und die Premiere für uns immer näher rückte.“ ergänzt Felix Sauer.</p>
<p class="Body">Doch das intensive Training hat sich für alle gelohnt. Yanisleisy Aguilar Diaz fügte sich als Tänzerin perfekt in das Ensemble ein. Sie absolviert die anspruchsvollen Choreographien als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Mbuso Ndlovu zaubert mit seiner Stimme den Spirit Afrikas in seine vielfältigen Rollen. Felix Sauer, der mit seinem knallblauen Zazu-Gesicht backstage kaum wieder zu erkennen war, gibt ein lustiges Plappermaul und erntet damit die Lacher, die er sich verdient hat. Winston Hillyer beeindruckt vor allem vor dem Hintergrund, dass er über keine Musicalerfahrung verfügt: Gesanglich und schauspielerisch ist an dem jungen Australier nichts auszusetzen. Im Gegenteil, das Zusammenspiel mit seiner Nala (Jessica Mears) funktioniert perfekt. Aber was man an ihm nicht hoch genug loben kann, ist durch seine ausgezeichnete deutsche Aussprache. Er steht neben langjährigen und erfahrenen „König der Löwen“-Kollegen auf der Bühne, deren Phonetik lange nicht so gut ist wie seine. Wenn er nun noch die nötige Souveränität bekommt, die er als König der Löwen schon ausstrahlt, die aber letzten Endes noch sehr gespielt wirkt, dann empfiehlt er sich auf lange Zeit für die Musicalbühne.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Villa Sonnenschein &#8211; Von Puppen und Menschen</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Mar 2006 09:35:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennen Sie Tukulele? Nein? Dann wird es aber Zeit… Tukulele ist das bevorzugte Reiseziel von Dr. Mathieu und weckt in der „Villa Sonnenschein“ in Form einer Dia-Show Fernweh. An der Nordküste der Insel Mubatomba im südmipentinischen Meer gelegen, dient Tukulele seit einigen Jahren Pharmakonzernen als Ort für Kongresse korrupter Kassenärzte. Wer sich die Dias von ...</p>
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<p>Kennen Sie Tukulele? Nein? Dann wird es aber Zeit…</p>
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<p class="Body">Tukulele ist das bevorzugte Reiseziel von Dr. Mathieu und weckt in der „Villa Sonnenschein“ in Form einer Dia-Show Fernweh. An der Nordküste der Insel Mubatomba im südmipentinischen Meer gelegen, dient Tukulele seit einigen Jahren Pharmakonzernen als Ort für Kongresse korrupter Kassenärzte. Wer sich die Dias von Dr. Mathieu genauer anschaut, erkennt im Hintergrund den Hamburger Hafen. Genau das ist der Kult hinter der Show…</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Villa_Sonnenschein_2006_files/shapeimage_3.png" alt="" width="307" height="394" /></div>
<p class="Body">Das Schmidt Theater ist seit 1988 eine feste Größe im Hamburger Kultur- und Nachtleben. Neben TV-Auftritten, Bühnenpräsenz in den skurrilsten Rollen und Ausflügen ins Regiefach ist Corny Littmann, der Inhaber vom Schmidt Theater und dem daneben liegenden Schmidt’s Tivoli, auch Künstlerischer Leiter bei Seelive Tivoli, die die AIDA-Clubschiffe mit verschiedensten Showprogrammen ausstatten.</p>
<p class="Body">blickpunkt musical warf einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen des mit 400 Plätzen gar nicht so kleinen Kulttheaters auf dem Hamburger Kiez und traf dabei Corny Littmann, der als Inhaber des Theaters alle Zügel fest in der Hand hält, unterhielt sich mit Nik Breidenbach über die Ähnlichkeit zwischen einem Schauspieler und seiner Puppe und folgte Multitalent Heiko Wohlgemuth in die Puppenwerkstätten, erfuhr von ihm wie das „Altersheim“-Stück entstand und warum er immer wieder als Darsteller mit auf der Bühne steht.</p>
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<p class="Body">„Villa Sonnenschein“ war im Sommer 2005 die Eröffnungsproduktion für das „neue“ Schmidt Theater. Der Premiere ging der Abriss des 1988 von Corny Littmann eröffneten Schmidt Theaters und der zeitgemäße Wiederaufbau voraus. „Die Gewissheit, dass das alte Theater verschwindet, war schon schwer zu ertragen.“ gibt Corny Littmann zu, „Jetzt ist alles sehr modern. Wir haben hier eine wunderbare Symbiose aus dem Alten und dem notwendig Neuen geschaffen. Die Bühnentechnik wurde aktuellen Standards angepasst, die Garderobensituation, die im alten Theater wirklich sehr unglücklich war, entspricht dem eines modernen Theaters. Es ist uns gelungen, den alten Geist in das neue Theater hinüberzubringen. Ich sehne mich nicht zurück nach dem kleinen Schmidt Theater. In unserem neuen Haus bin ich rundum glücklich.“</p>
<p class="Body">Die beiden Theater von Corny Littmann lassen immer wieder durch erfolgreiche Eigenproduktionen aufhorchen. Dazu zählen u. a. „Fifty, Fifty“, „Swinging St. Pauli“, die „Heiße Ecke“ und seit letztem Jahr eben die „Villa Sonnenschein“. Nicht ohne Stolz erläutert Corny Littmann das Konzept: „Wir machen konsequent Eigenproduktionen. Wir leben davon, dass wir eigene Stücke erfinden und diese auf der Bühne weiterentwickeln. Dazu gehört natürlich auch ein über die Jahre gewachsenes kleines Kreativteam.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Villa_Sonnenschein_2006_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Mit Martin Lingnau, Thomas Matschoß und Heiko Wohlgemuth haben wir erfolgreiche Komponisten, Autoren und Texter direkt bei uns im Haus. Der beste Beweis für den Erfolg unseres Teams sind die verschiedenen Tour-varianten von „Swinging St. Pauli“ und von der „Heißen Ecke“ ist im letzten November schon die 500. Vorstellung gelaufen. Wenn man es auf den Punkt bringen will, kann man sagen, dass wir die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten konsequent ausnutzen. Das Gegenbeispiel ist die Stage Entertainment, die mit der deutschen Fassung von „Mamma Mia!“ alle Kritiker hat verstummen lassen und sich mit „Pinkelstadt“ richtig was getraut hat. Aber seitdem? Es kommt eben nichts nach. Das ist im Vergleich zu deren Möglichkeiten ziemlich dürftig. Und wir stellen laufend neue Eigenproduktionen auf die Bühne.“</p>
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<p class="Body">Sprechende Puppen und Bettpfannen, singende Blumen und Wildschweine sowie stundenlang piepsende Hauptdarsteller – all das bietet die „Villa Sonnenschein“ (<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.alexander-flint.de/Michaela/Musicals/ALT Musicalsite/html/villa_sonnenschein.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1657">Premierenbericht</a></span>). Die Figuren, das Bühnenbild, die Texte zeugen von viel Kreativität im Hintergrund. Doch wie kommt man auf die Idee ein Musical über die korrupten, menschenverachtenden Vorgänge in einem Altersheim zu machen? Mit-Autor Heiko Wohlgemuth berichtet von der ursprünglichen Idee, ein Musical über den Kiez zu machen „mit Feuerschluckern, boxenden Känguruhs usw. Daraus wurde dann letztlich erstmal die „Heiße Ecke“. Aber die Idee, etwas mit Puppen zu machen war immer noch da. Nachdem ich mit Corny und Martin dann „Avenue Q“ am Broadway gesehen hatte, waren wir so begeistert, dass sich gleich die ersten Ideen entwickelten. Für mich als Henson-Fan – ich liebe die Muppet Show, Sesamstraße usw. – eröffnete sich eine große Spielwiese. Schon als ich hier im Schmidt’s angefangen habe, habe ich schnell Puppen wie das sprechende Mikro und Pit Bull in die Programme eingebaut, an denen ich beteiligt war.“ „Das mit den Puppen ist keine neue Erfindung von uns. Wir fanden das, was die in New York gemacht haben einfach klasse und haben überlegt, wie wir das bei uns in Deutschland umsetzen können.“ ergänzt Corny Littmann.</p>
<p class="Body">Heiko Wohlgemuth führt weiter aus, dass die Puppen in „Villa Sonnenschein“ in dem vollen Bewusstsein eingesetzt wurden, dass Vergleiche mit „Avenue Q“ gemacht werden. „Doch das Puppenspiel ist ja nicht in Amerika erfunden worden und auch nicht hier. Es ist nur in dieser Form Deutschland noch nicht umgesetzt worden. Ich könnte das Argument verstehen, wenn wir die Handlung abgekupfert hätten. Für mich war der Hauptgrund für den Einsatz der Puppen, dass man damit direkt an die Kinderseele jedes Zuschauers rührt.“ Corny Littmann fügt hinzu, dass es für die Gäste ein besonderer Reiz ist, herauszufinden, wie und von wem die verschiedenen Puppen gespielt werden. „Bei „Avenue Q“ gibt es nur einen Überraschungsmoment, wo eine Pizzapackung anfängt zu sprechen. Diese Idee haben wir zwar aufgenommen, aber bei uns sprechen Bettpfannen, Kissen, Blumen usw. – viel mehr und viel ungewöhnlichere Gegenstände.“</p>
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<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Villa_Sonnenschein_2006_files/shapeimage_6.png" alt="" width="310" height="399" />Jetzt wissen wir zwar, weshalb die Puppen eingesetzt wurden, aber so richtig klar ist immer noch nicht, warum Rentner im Mittelpunkt der Handlung stehen und Corny Littmann für seine Rolle sogar eigens Rollstuhl fahren lernen musste. Heiko Wohlgemuth versucht, das zu erklären: „Alte Leute sind von einer ganz bestimmten Aura umgeben. Man empfindet automatisch Mitgefühl und Sympathie für einen alternden US-Schauspieler, der sich durch eine Talk-Show schlägt. Den Ausschlag hat bei mir der Besuch von „Titanic“ gegeben. Ich fand das Stück im Großen und Ganzen eher fade. Als ich das alte Ehepaar gesehen habe, dachte ich – ja, da ist es wieder. Ich fühlte mich durch deren Geschichte wesentlich mehr berührt als durch die ganzen jungen Schicksale, die dort dargestellt wurden. So kam es zu der Idee, die Handlung in ein Altersheim zu verlegen.“</p>
<p class="Body">Erfahrungsgemäß ändert sich bei den Eigenproduktion aus der Schmidt’s-Fabrik während des Spielbetriebs noch eine ganze Menge. Auch bei der „Villa Sonnenschein“ wurde in den ersten 100 Shows noch viel an den Dialogen, den Gags, den Songs usw. gebastelt. „Unsere Stücke werden zu einem gewissen Anteil auch immer vom Ensemble mitgeschrieben.“ erläutert Heiko Wohlgemuth, „Alle, die in irgendeiner Form daran beteiligt sind, geben uns Tipps und Anregungen, die wir dann diskutieren. Aber ich kann mich an keine Show erinnern, bei der wir noch drei Tage vor der Premiere so viel geändert haben. Wir hatten drei verschiedene Openings für die „Villa Sonnenschein“ und haben immer wieder probiert, welches am besten ankommt. Und wenn ein Gag an einem Tag nicht funktioniert hat, haben wir ihn am nächsten Tag geändert.“</p>
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<p class="Body">Das Spielen der Puppen gehört zu den Dingen, die sich das Team gemeinsam erarbeitet hat. Heiko Wohlgemuth, der als Zweitbesetzung von Dr. Mathieu ebenfalls regelmäßig auf der Bühne steht, erzählt, dass für richtigen Unterricht bei einem professionellen Puppenspieler keine Zeit war: „Keiner von uns hatte Erfahrungen im Puppenspiel. So was lernt man eben nicht auf der Schauspielschule.“ Nik Breidenbach pflichtet seinem Kollegen bei: „Der Umgang mit den Puppen hat sich von selbst entwickelt. Ich liebe es, mit diesen Puppen zu spielen. Man ist so dicht dran am Publikum. Ich spiele durch die Puppe hindurch und verstecke mich auch irgendwie dahinter. Es ist eine andere Art zu Spielen, die mir als Schauspieler auch eine andere Freiheit ermöglicht.“ Hinter der Bühne geht es – für den Zuschauer unsichtbar – oft recht hektisch zu. Die fünf puppenspielenden Darsteller spielen ja nicht nur eine, sondern teilweise bis zu drei Figuren. Nik Breidenbach ist neben dem eitlen Dr. Mathieu auch noch als allwissende, ständig plappernde Pflanze Julio und als Tod zu erleben: „Raus aus dem Doktor, rein in die Pflanze, den Gang hinter mir dann so freihalten, dass die anderen von vorbeigehen können, mich das Publikum aber nicht sieht.</p>
<p class="Body">Mit dem einen Arm noch in Julio, in der anderen Hand schon den Tod… Es ist alles recht eng und muss sehr schnell gehen, aber es macht einen Heidenspaß.“ Heiko Wohlgemuth ergänzt nüchtern (aber nicht ohne Stolz): „Wir haben auch eine gute Truppe.“</p>
<p class="Body">Was bei einem Aufenthalt in der „Villa Sonnenschein“ auffällt, ist dass die Puppen eine gewisse Ähnlichkeit mit ihren spielenden Menschen haben. Nik Breidenbach lacht: „Das kann gar nicht sein. Dr. Mathieu war schon fertig, bevor ich überhaupt wusste, dass ich diese Rolle spielen würde.“ Auch Heiko Wohlgemuth bestätigt, dass die Puppen sich überhaupt nicht an den Darstellern orientieren konnten, da aufgrund des Zeitdrucks Auditions und Puppenbau parallel stattfanden. Der Bau der Puppen stellte dabei eine wesentlich größere Herausforderung dar, als vorher angenommen: „Ein professioneller Puppenbauer braucht ca. zwei Jahre Vorlauf für das Kreieren von Puppen. Wir hatten aber nur vier Wochen Zeit. Wir haben viele Entwürfe gesehen, aber keiner war das, was wir uns vorgestellt hatten.“ Das „Villa Sonnenschein“-Team fand die Rettung dann schließlich im eigenen Haus: Götz Furhmann, Darsteller in der „Heißen Ecke“, entwarf innerhalb von 24 Stunden einen Dr. Mathieu, der alle umhaute. „Ich weiß noch, wie er damit durch das Terrassenfenster schaute und wir alle befreit ausatmeten.“ beschreibt Heiko Wohlgemuth die Erleichterung über diese Schicksalsfügung.</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Villa_Sonnenschein_2006_files/shapeimage_7.png" alt="" width="403" height="169" /></div>
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<p class="Body">Da mit Dr. Mathieu eine der wichtigsten Figuren schon fertig gestellt war, befasste sich Götz Fuhrmann mit den weiteren Charakteren. Anhand der Charakterbeschreibung von Heiko Wohlgemuth machte er sich Gedanken zu den Gesichtszügen jeder einzelnen Puppe und modellierte diese in Ton vor. Da alle Puppen verschiedene Gefühlsregungen zeigen, durften die Gesichter auf keinen Fall eindimensional sein. Nach ein bisschen Tüftelarbeit standen die markanten Falten und Furchen in den Tonmodellen fest. Anhand des hieraus gefertigten Gipsabdrucks wurden die Puppenköpfe dann aus Silikon gefertigt und mit Weichschaum aufgefüllt. Diese Materialien sind unerlässlich, da sie am leichtesten sind, denn immerhin tragen die fünf Darsteller ihre Puppen jeden Abend zweieinhalb Stunden herum und einen Bandscheibenschaden wollte keiner riskieren. Während sich Götz Fuhrmann also um die „menschlichen“ Puppen kümmerte, hat sich Multitalent Heiko Wohlgemuth an die Bettpfanne und Sonnenblumen gemacht. Hierbei stand vor allem die einfache Handhabung im Mittelpunkt: Man kann nicht 20 Personen hinter die Bühne stellen, um Lampen, Wildschwein, Bingo-Karton usw. zu spielen. Die lebendigen Requisiten mussten von maximal einer Person spielbar bleiben. Zahlreiche Versionen hat er durchprobiert bis er die sehr lebhaften Figuren fertig gestellt hatte.</p>
<p class="Body">Auf die Frage, wie viel man von sich selbst in die Figuren einbringt, ernten wir allgemeines Gelächter. „Die Figuren sind so abstrakt, dass man sich gar nicht mit ihnen identifizieren kann. Insofern macht es keinen Unterschied, ob man den Doktor, eine Pflanze oder ein Kissen spielt.“ so Nik Breidenbach. Heiko Wohlgemuth ergänzt: „Auf der Reeperbahn laufen jede Menge verschrobener Charaktere herum, die prima Vorlagen für Puppen jeglicher Art abgeben.“ Bei Corny Littmann verhält es sich etwas anders. Der schrullige, todessehnsüchtige Gustav ist wieder eine dieser Rollen, in denen sich der Chef am wohlsten zu fühlen scheint. „Je länger ich eine Rolle spiele, desto größer werden die Ähnlichkeiten. Dennoch arbeiten wir viel mit Klischees und stellen die Figuren völlig überspitzt dar.“ sagt Corny Littmann. Heiko Wohlgemuth gibt zu, dass er sich beim Schreiben dieser Rolle stark an Oma Lizzy aus „Pension Schmidt“ orientiert hat, die ebenfalls durch ihre unfreundliche, ruppige Art und ihre grenzwertigen Sprüche auffiel. Und natürlich wurde auch diese Figur von Corny Littmann gespielt.</p>
<p class="Body">Das Schmidt Theater und sein Chef sind Hamburger Originale, die Eigenproduktionen des Kreativ-Team Lingnau/Matschoß/Wohlgemuth sind Kult und bei soviel spürbarer Familiarität und Bodenständigkeit ist nachvollziehbar, warum auch in Zukunft viele Gäste den Weg an den Spielbudenplatz Nr. 27 finden werden.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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