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	<title>2019-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2019-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Kreative Inszenierung von und mit talentierten Nachwuchsdarstellern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 15:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Die Große Weihnachtsshow]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer Weihnachten und Musicals liebt, ist in der „Großen Weihnachtsshow“ im Hamburger First Stage Theater goldrichtig! Schon beim Betreten des Theaters gelangt man in ein überschwänglich dekoriertes WinterWonderLand: Überall glitzert und funkelt es, lachen einen Weihnachtsmänner und Rentiere an. Die Terrasse wurde kurzerhand in eine beeindruckende Eisbar verwandelt – eine ganz andere Welt als im ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/kreative-inszenierung-von-und-mit-talentierten-nachwuchsdarstellern/">Kreative Inszenierung von und mit talentierten Nachwuchsdarstellern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Weihnachten und Musicals liebt, ist in der „Großen Weihnachtsshow“ im Hamburger First Stage Theater goldrichtig! Schon beim Betreten des Theaters gelangt man in ein überschwänglich dekoriertes WinterWonderLand: Überall glitzert und funkelt es, lachen einen Weihnachtsmänner und Rentiere an. Die Terrasse wurde kurzerhand in eine beeindruckende Eisbar verwandelt – eine ganz andere Welt als im klassisch rot-goldenen Ambiente der Foyerbar.</p>
<p>Schon allein diese Verwandlung sucht ihresgleichen!</p>
<p>Das Publikum wird schon vor der eigentlichen Show durch ein Spalier singender Engel geleitet. Im Saal und auf der Bühne stimmt das Ensemble die Gäste mit weltbekannten Weihnachtsklassikern auf den Abend ein.</p>
<p>Auch der Theatersaal und die Bühne sind zauberhaft gestaltet. Auf der Bühne finden sich ein Winterwald am Teich, eine einladende Winterhütte, ein riesiger Stapel Geschenke und die Bühne links und rechts flanierende, saalhohe Weihnachtsbäume. Wirklich spitze, was sich Felix Wienbürger und Nils Hagelstein an Kulissen haben einfallen lassen!</p>
<p>Auch die vielseitigen Kostüme des aus Absolventen und Studierenden bestehenden Ensembles übersteigen das Niveau einer „Musical-School Produktion“ bei weitem: Die Kleider der Damen funkeln um die Wette, rote Pfauenfedern schmücken ihre Köpfe, Elfen und zahlreiche, sehr putzige „ugly jumpers“ runden das Bild ab.</p>
<p>Dieses sehr stilvolle Ambiente wird ebenfalls von Felix Wienbürger ins rechte Licht gerückt. Das Lichtdesign mit zahlreichen moving lights und wechselnden Farbspektren unterstreicht den hohen Anspruch der Stage School bei ihren Produktionen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2874 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-1024x576.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault.jpg 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Inszenierung (jede Szene wurde von den Studierenden selbst erarbeitet), Regie (Dennis Schulze und Adam M. Cooper), Kulissen, Licht – das alles ist ganz großes Kino bzw. großes Musical!</p>
<p>Die „Große Weihnachtsshow“ ist ein Stück im Stück: Die Zuschauer erleben die letzte Probe vor der eigentlichen Show – inkl. gestresstem Regisseur, überspannter (und im späteren Verlauf unter Gedächtnisverlust leidender) Diva, Putzfrau mit Bühnenambitionen und herumwuselndem Choreografen.</p>
<p>Die „Weihnachtsmarkt Live-Kapelle“ unter der Leitung von Christian Feltkamp begleitet die über 45 Darstellerinnen und Darsteller. Es wurde natürlich darauf geachtet, dass jeder mal drankommt und sich von seiner besten Seite zeigen kann. Doch einige wenige ragen aus der Menge der Studierenden deutlich hervor.</p>
<p>Hierzu zählt an erster Stelle Niklas Heinrichs, der als reichlich tuntiger Choreograf versucht, den aufgeregten Hühnerhaufen kurz vor der Premiere auf die richtigen Positionen zu dirigieren und es nebenbei dem unüberhörbar genervten Regisseur (Nicolas Schulze) recht zu machen. Heinrichs macht „Home“ und „Hero“ zu den Gänsehautmomenten des Abends. Er hat nicht nur eine spannende Stimmfarbe, sondern verfügt auch über eine beachtliche Stimmkontrolle. Ihm gelingt, was seinen Mitschülern in den meisten Fällen noch fehlt: Er legt viel Gefühl in die Songs und gewinnt so die Herzen des Publikums im Sturm.</p>
<p>Für die lustigen Momente sind die beiden Elfen 1305 und 1.305 zuständig. Lisa Zell und Thomas Perkins werfen sich gekonnt die Bälle zu, zeigen Gespür für Timing und singen nebenbei „Alles was Du kannst“ noch sehr ansprechend.</p>
<p>Cedric J. Nayna ist ebenfalls einer der besseren Sänger an diesem Abend. Er hat eine sehr gute Technik, phrasiert vielleicht an der ein oder anderen Stelle zuviel, doch mit „O Holy Night“ und „Amazing Grace“ weiß er zu überzeugen.</p>
<p>Miss L. Toe, der Star der Weihnachtsshow, wird von Alexandra Nikolina gespielt. Sie weiß, worauf es ankommt, spielt überheblich und selbstverliebt, wie man es von einer Klischee-Diva erwartet. Auch die diesjährige Absolventin der Stage School verfügt über eine bemerkenswerte Technik, doch man wird das Gefühl nicht los, dass sie stimmlich an diesem Abend etwas angeschlagen war. Folglich gelingt ihr auch Whitney Houstons Showstopper „I have nothing“ nicht gänzlich. Auch bei Nikolina vermisst man die Emotionen.</p>
<p>Die „Große Weihnachtsshow“ ist eine bunte Mischung aus bekannten Weihnachtsliedern, Welthits und lustigen Showeinlagen. Jede Szene ist in sich stimmig und auch die umspannende Klammer der Show in der Show funktioniert. Viele Szenen sind eine Kombination aus Gesang und Tanz oder Schauspiel. Schauspielerisch sind die Studierenden allesamt sehr gut aufgestellt. Auch gesanglich sorgen sie vor allem in Ensemble-Nummern für fröhliche Momente. Schwachpunkte kann man vor allem im Tanz ausmachen: Viele Choreografien sind wundervoll gedacht, doch die Umsetzung ist nicht selten unsauber. Timings stimmen nicht und vielfach lassen es die Nachwuchsdarsteller auch an Körperspannung vermissen. Nichtsdestoweniger kann man den Contemporary Dance Einlagen und auch den Ballett-Nummern sehr viel Schönes abgewinnen.</p>
<p>Die „Große Weihnachtsshow“ liefert eine Überdosis Weihnachten – wobei, kann es von Weihnachten je genug geben?</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage, Hamburg</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 26. Dezember 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Absolventen &amp; Studierende der Stage School</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Dennis Schulze und Adam M. Cooper</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> First Stage / Dennis Mundkowski<br />
</span></div>
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		<title>Märchen mal anders – und hochaktuell!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2019 15:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Frederik von Mansberg]]></category>
		<category><![CDATA[Grimm!]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T3]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Margarita Georgiadis]]></category>
		<category><![CDATA[Paula Franke]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Littig]]></category>
		<category><![CDATA[T3]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Zaufke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2010 gibt das Theater Lüneburg jedes Jahr Jugendlichen eine Plattform, um gemeinsam mit erwachsenen Profis ein Musical zu erarbeiten. In den letzten Jahren gehörten Stücke wie „13“, „Spring Awakening“ oder „Next to Normal“ zu den Themen, die im kleinen T3 Theater direkt neben dem Großen Haus gezeigt wurden. Auch „Grimm“ von Peter Lund (Buch) ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2010 gibt das Theater Lüneburg jedes Jahr Jugendlichen eine Plattform, um gemeinsam mit erwachsenen Profis ein Musical zu erarbeiten. In den letzten Jahren gehörten Stücke wie „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1227">13</a></span>“, „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1276">Spring Awakening</a></span>“ oder „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1053"><span style="color: #333399;">Next to Normal</span></a>“ zu den Themen, die im kleinen T3 Theater direkt neben dem Großen Haus gezeigt wurden.</p>
<p>Auch „Grimm“ von Peter Lund (Buch) und Thomas Zaufke (Musik) reiht sich ein die Riege anspruchsvoller, da inhaltlich sehr aktueller Stoffe. Lund ermöglicht einen anderen Blickwinkel auf bekannte Märchen der Gebrüder Grimm. Jeder kennt „Rotkäppchen“ und „Der Wolf und die sieben Geißlein“ – aber ist der Wolf, dem in diesen beiden Märchen die Rolle des Bösewichts zukommt, wirklich so grausam wie beschrieben? Gibt es vielleicht Gründe für sein Verhalten? Es lohnt sich, hier mal hinter die Fassade zu schauen, denn auch und gerade Märchen sind nicht frei von Vorurteilen und Stereotypen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2779 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-5-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-5-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-5-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-5.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die 14-jährige Dorothea lebt als Mensch inmitten von Hunden, Schweinen und Ziegen. Die Dorfgemeinschaft funktioniert: Bürgermeister Sultan, der alte Hofhund des Bauern, ist Wächter und Ratgeber zugleich, Gisella kümmert sich aufopferungsvoll um ihre sieben Geißlein, Schweinchen Schlau und seine Geschwister Didi und Dicklinde sorgen für Abwechslung. Keiner von ihnen traut sich jedoch in den Wald, denn dort ist es gefährlich – so sagt man zumindest.</p>
<p>Doch Oma Eulalia, eine leicht wunderliche alte Eule, hat sich genau dorthin zurückgezogen und scheint sich sehr wohl zu fühlen.</p>
<p>Eines Tages möchte Dorothea Oma Eule, von der sie auch das verhasste rote Käppchen geschenkt bekommen hat, besuchen gehen. Im Wald trifft sie auf den jungen Wolf Grimm. Beide fühlen sich magisch angezogen vom „Unbekannten“ und verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Während Dorothea sofort merkt, dass an den Gerüchten um den bösen Wolf nichts dran ist und im Dorf ein gutes Wort für ihn einlegt, verhindert sie gleichzeitig, dass der Wolf seine Vorurteile über Menschen ablegen kann, denn sie gesteht ihm nicht, dass sie zu dieser von als „gefährlichsten und niederträchtigsten“ bezeichneten Art auf der Erde gehört.</p>
<p>Nach anfänglichem Aufeinanderzugehen im Dorf siegen Neid und Missgunst, und die von Schweinchen Schlau gesäten Vorbehalte fallen auf fruchtbaren Boden. Obwohl er nichts getan hat, wird der Wolf verurteilt und des Dorfes verwiesen. Dorothea ist verletzt und geschockt, aber so richtig tritt sie für ihren neuen Freund dann auch wieder nicht ein. Sie bleibt im Dorf und nimmt mit regelmäßigen Treffen im Wald vorlieb.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2778 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-4-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass diese ganze Dorfwelt voller Vorurteile, Gerüchte, Hass und Missgunst hätte verhindert werden können, lag vor 14 Jahren in den Pfoten Sultans: Gemeinsam mit seinem Kumpel, dem Vater von Grimm, hat er eine List ersonnen, wie sie den Bauern davon abbringen konnten, den alten, nutzlosen Hofhund zu erschießen. Der Plan funktionierte, doch als es dann darum ging, dem Bauern zu verheimlichen, wo der Wolf und seine Familie wohnten, konnte Sultan nicht aus seiner Haut: Der Hund ist des Menschen bester Freund! Er verriet seinen Kumpel und machte sich dessen Todes schuldig.</p>
<p>Doch auch diese schwere Verfehlung wird am Ende von der Dorfgemeinschaft hingenommen – um des lieben Friedens willen…</p>
<p>Sätze wie „Wir sind nicht allein auf der Welt“, „Der Klimaschutz fängt beim Fleischverzicht an“ oder „Brennende Wälder als Futter für Rinder“ verpuffen leider. Auch die (gleichgeschlechtliche) Liebe von Dicklinde und Schweinchen Wild wird nicht mit einer entsprechenden Botschaft versehen, als der Wolf fragt, was daran normal sein soll, dass zwei weibliche Schweine sich verlieben.</p>
<p>Hier hätte man sicherlich noch deutlich plakativer sein können – dem Unterhaltungswert des Stücks hätte dies sicherlich keinen Abbruch getan.</p>
<p>Im Laufe des Stücks klingen viele Argumente gegen die allgegenwärtigen Märchen-Klischees an. Die Figuren zeigen auf, dass viele Geschichten, die man sich erzählt, nicht plausibel oder schlichtweg erfunden und nicht wahr sind. Doch trotz dieser zahlreichen Hinweise und Protestaufrufe siegen Alltag und Bequemlichkeit: Der Wolf lebt wieder im Wald, Oma Eule bleibt ebenfalls dort, Dorothea und die anderen bleiben im sicheren Dorf. Die einzige Ausnahme ist Schweinchen Dicklinde, die in Schweinchen Wild ihre große Liebe gefunden hat und ihr altes Leben gegen ein gemeinsames Leben im Wald eintauscht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2777 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-3-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-3-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-3-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-3.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Insgesamt 18 Darsteller wirbeln über die Bühne und die beiden Spielebenen rechts und links davon. Die Inszenierung von Friedrich von Mansberg gefällt, da sie viel Spielraum lässt für individuelle Interpretationen. Warum Schweinchen Schlau von zwei sich mäßig ergänzenden Jugendlichen gespielt wird, erschließt sich nicht, und auch die Anleihe beim „König der Löwen“ als Rotkäppchen nach deren Rettung wie Simba dem Dorfvolk präsentiert wird, ist eher überflüssig. Hingegen ist das gemeinsame Sprechen von Sätzen durch Didi und Dicklinde sehr gelungen und auch Didis Verzweiflung als sich Dicklinde von ihr abwendet sehr gut inszeniert.</p>
<p>Die Choreographien von Rhea Gubler sind gut auf die Nachwuchskünstler angepasst, auch wenn sich hier einmal mehr deutlich sichtbar Tanztalent ausmachen lässt.</p>
<p>Sascha Littig gibt den erfahrenen, aber leider wenig weisen Bürgermeisterhund Sultan. Gesanglich und von der Bühnenpräsenz her reicht niemand an häufigen Gast auf Lüneburgs Bühnen heran. Seinen Sohn Rex spielt Gunt Temuujin, der die Wandlung vom feigen Hündchen zum selbstbewussten Nachwuchs-Wächter ganz passabel nachzeichnet. Er hat eine schöne Stimme, ihm fehlt es aber noch ein wenig an Übung, um dieses Handwerkszeug auch gekommen einsetzen zu können.</p>
<p>Von den Jugendlichen sticht Anton Frederik von Mansberg heraus: Er spielt den jungen Wolf Grimm sehr authentisch, kann Gefühle gut über die Rampe bringen und überzeugt gesanglich in allen emotionalen und kompositionsbedingten Höhen und Tiefen. Er hat eine sehr spannende Stimmfarbe und man darf gespannt sein, was man von diesem talentierten Theaterfamilienspross in Zukunft noch hören bzw. sehen wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2781 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/GRIMM_c_tw_AndreasTamme-9-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schauspielerisch ist das gesamte junge Ensemble sehr stark, die schwächen zeigen sich insbesondere im Gesang. Dies gilt für Nike Just (Dorothea), Jona Hoek (Schweinchen Wild), Leonie Wiegmann (Schweinchen Didi) und Viktoria Flecke (Schweinchen Dicklinde) gleichermaßen. Sie alle spielen ihren teilweise schrägen Rollen mit viel Einsatz, dass so manches Mal die Stimme wackelt, was bei einem freien Jugendensemble zu verzeihen ist.</p>
<p>Paula Franke hat als Gisella Geiß eine sehr dankbare Rolle: Sie spielt und singt die meckernde Alleinerziehende mit leichtem Hang zum Anbiedern an vermeintliche Mächtige (wahlweise Sultan, Schweinchen Schlau oder Grimm) sehr gut.</p>
<p>Margarita Georgiadis zeigt als Oma Eule den richtigen Weg auf – auch wenn nicht jeder folgen möchte oder kann. Sie spielt mit viel Talent für Pointen und ist sich ihrer Präsenz sehr bewusst. Auch ihrem Gesang hört man gern zu.</p>
<p>„Grimm“ ist unterhaltsame Gesellschaftskritik, die in Lüneburg etwas zu brav gerät. Doch man kann den Jugendlichen unumwunden attestieren, dass sie ihre Rollen mit viel Engagement spielen und diese durchaus tiefergehend erarbeitet haben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">20</span><span class="Bold">. Dezember 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sascha Littig, Margarita Georgiadis, Paula Franke, Nike Just, Anton Frederik von Mansberg (*Namensnennungen vorbehaltlich der Bestätigung der Besetzung durch das Theater)</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg / Thomas Zaufke<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme</span></p>
</div>
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		<title>Verträumte Ostalgie trifft auf gnadenlose Schlagerbranche</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/vertraeumte-ostalgie-trifft-auf-gnadenlose-schlagerbranche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 07:33:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[maarten Flügge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kathi Damerow ist seit vielen Jahren ein festes Mitglied der Schmidt-Familie. „Heiße Ecke“ und „Wir“ sind nur zwei Beispiele, welche die Wandlungsfähigkeit der im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsenen Vollblutmusicaldarstellerin belegen. Ihre nasale Stimme, ihr Talent bitterböse Satire trocken über die Rampe zu bringen, ihre allgegenwärtige Frechheit – Damerow macht einfach Spaß! Am 29. November 2019 wurde ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kathi Damerow ist seit vielen Jahren ein festes Mitglied der Schmidt-Familie. „Heiße Ecke“ und „Wir“ sind nur zwei Beispiele, welche die Wandlungsfähigkeit der im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsenen Vollblutmusicaldarstellerin belegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2749 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ihre nasale Stimme, ihr Talent bitterböse Satire trocken über die Rampe zu bringen, ihre allgegenwärtige Frechheit – Damerow macht einfach Spaß!</p>
<p>Am 29. November 2019 wurde ihre Show „Gabi Mut“ zum 61. und vorerst letzten Mal im Schmidtchen gezeigt. Damerow hat die One-Woman-Show über die (ebenfalls) in Hagenow geborene Gabi selbst geschrieben. Maarten Flügge übernahm die Regie und Lukas Nimschek steuerte die Musik zu dieser Schlager-Satire bei.</p>
<p>Die kleine Gabi träumt von einer Gesangskarriere. Aber sie verbockte den entscheidenden Auftritt im DDR-Fernsehen und sah ihren Traum jäh platzen. Doch dann verspricht ihr Werner von der Stasi, dass er ihr helfen kann, wenn sie der Stasi hilft. Gabi wirft ihre ausgeprägten Zweifel über Bord und gewinnt die TV-Abstimmung. Das war 1983. Bis 1989 geht es mit ihrer Karriere gut voran, sie bekommt ein Haus in Berlin, tritt im Fernsehen auf und gibt viele Konzerte.</p>
<p>Doch dann kommt der Mauerfall und mit ihm das jähe Ende ihrer Engagements. Ost-Künstler sind einfach nicht mehr gefragt. Als dann noch die Ehefrau eines früheren Gesangspartners (und -liebhabers) publik macht, dass Gabi für die Stasi aktiv war, ist sie gänzlich am Ende.</p>
<p>Das Publikum erlebt im Zeitraffer das Weltgeschehen, während sich Gabi von Möbelgeschäftseröffnungen über Auftritte anlässlich 100. Geburtstage nach ganz unten arbeitet. Irgendwann zählt sie die Mahnungen, sammelt Flaschen und bekämpft ihren Frust mit Wodka. Sie schöpft nochmal kurz Hoffnung, also sie nach einem Anruf bei Radio Ostalgie einen Auftritt bei einer Firmenfeier angeboten bekommt. Schnell stellt sich heraus, dass diese Firma ein Neonazi-Vereinigung ist. Gabi lässt kein Fettnäpfchen aus…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2750 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ihre Freundin Hella aus Kindheitstagen ist ihr Fels in der Brandung und so stürzt sie nicht ganz ab, versucht u. a. mit Tupperparties und eigenen Songs immer wieder auf die Beine zu kommen. Wenn man eines über Gabi sagen kann, ist es, dass sie sich nicht unterkriegen lässt! Das Finale bildet ein Interview bei RTL Explosiv, das auch nicht sehr positiv verläuft. Doch Gabi hat ihre Mitte gefunden und singt weiter…</p>
<p>Kathi Damerow kokettiert ganz wunderbar mit den Klischees über Ostdeutschland und hält dem Publikum den Spiegel vor. Ossis sind ganz offenbar auch 30 Jahre nach der Wende noch eine wunderbare Quelle für jeden noch so überheblichen Spott aus dem Westen. Dabei war im Osten nicht alles schlecht, auch wenn die kleine Gabi immer gespürt hat, dass es mehr geben muss als die in Erdtönen gehaltene Wohnung der Eltern und den Sandmann…</p>
<p>Herausragend komisch sind ihre Besuche im Parkett. Nicht erfahrene Schmidts-Besucher sind arg irritiert, wenn sie gebeten werden, Wodkaflaschen von Gabi fernzuhalten, als Gäste einer Tupperparty mit auf die Bühne zu kommen oder kurzerhand zu Gabis stalkendem Fanclubvorsitzenden Bernd gemacht werden. Doch für die übrigen Zuschauer ist es nur umso lustiger. Wenn Damerow einen Gast bittet, eine Postkarte vorzulesen und diese – schließlich befindet man sich ja im Osten – in sächsischer Lautschrift verfasst hat, verfehlt dieser Schenkelklopfer sein Ziel ins Lachzentrum nicht. Man nimmt Damerow die naive junge Gabi genauso ab, wie die verbitterte Alkoholikerin im Plattenbau &#8211; eine beachtliche schauspieleriche Bandbreite!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2748 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch.jpg 667w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Musikalisch wird das Publikum von 1980er Deutsch-Pop über den in den 1990er Jahren beliebten Synthesizer-Schlager bis hin zu Songs im Stil von Andrea Berg und Helene Fischer auf eine spannende Reise mitgenommen. Nimschek verarbeitet die verschiedenen Stile sehr gelungen und Damerow intoniert &#8211; oder vielmehr lebt &#8211; jeden einzelnen Song auf ihre unnachahmliche Art, inklusive urkomischer Choreographien.</p>
<p>Als Gabi nach einem neuen Hit sucht, der sie aus der Misere führen soll, formuliert sie es so: „Ich brauch ein Lied, mit `nem richtig beschissenen Beat, der bei drei Promille noch zieht…“ Der Song ist schmissig und das Publikum geht sofort mit. Der Text macht mehr als deutlich, dass die Aussage eines Schlagers im Grunde vollkommen egal ist, wenn die Zuschauer mitklatschen oder -tanzen können. Diese nicht allzu subtile Abrechnung mit der banalen, aber ungemein erfolgreichen Volkspop- und Schlagerwelt der heutigen Zeit kann man nur als sehr gelungen bezeichnen.</p>
<p>Szenen wie diese oder die Tupperparty sind ungemein komisch, leben von Damerows Improvisationstalent und holen das Publikum sehr gekonnt ab. Ernstere oder dramatischere Szenen, wie die Erpressung oder die Alkoholsucht, führen zu Fremdscham. Das Auf und Ab von Gabis Leben machen an diesem Abend auch die Zuschauer mit, was nicht selten zu einem leicht stockenden Handlungsablauf führt.</p>
<p>Es war spannend zu sehen, ob es Kathi Damerow, deren Stärken in der Interaktion mit Kollegen auf der Bühne und ihrer Spontaneität liegen, gelingen würde, ein abendfüllendes Programm überzeugend zu bestreiten. Man kann dies ganz klar mit einem „teils-teils“ beantworten: In manchen Momenten schüttet sich das Publikum aus vor Lachen oder fordert frenetische Zugaben der Songs. Andererseits hat das Stück ein paar Längen, welche die Zuschauer nur schwer verdauen können. Für eine satirische Sozialstudie über das Künstlerleben vor und nach der Wende fehlt es „Gabi Mut“ an Tiefgang. Die Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Beschreibung der Wirklichkeit für viele Sänger in den letzten 30 Jahren, gelingt leider nicht gänzlich überzeugend.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">29. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kathi Damerow</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Maarten Flügge / Kathi Damerow / Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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		<title>Gute Laune und Lebensfreude, wohin man schaut</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gute-laune-und-lebensfreude-wohin-man-schaut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 22:37:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Beate Weidenhammer]]></category>
		<category><![CDATA[Debbie Reynolds]]></category>
		<category><![CDATA[Donald O’Connor]]></category>
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		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Merle Hoch]]></category>
		<category><![CDATA[Nacio Herb Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Schmidt]]></category>
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		<category><![CDATA[Steffen Neutze]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Kratz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon das Lesen des Musicaltitels zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Unweigerlich spitzt man die Lippen und beginnt die weltbekannte Melodie aus dem Film von 1952 zu pfeifen. Auf dem herbstlich-feuchten Weg ins Theater ist man geneigt, sogar fröhlich in Pfützen zu springen, so warm und wohlig ist das Gefühl, das dieser Song auslöst. Der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon das Lesen des Musicaltitels zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Unweigerlich spitzt man die Lippen und beginnt die weltbekannte Melodie aus dem Film von 1952 zu pfeifen. Auf dem herbstlich-feuchten Weg ins Theater ist man geneigt, sogar fröhlich in Pfützen zu springen, so warm und wohlig ist das Gefühl, das dieser Song auslöst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2740 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der Film mit Gene Kelly, Donald O’Connor und Debbie Reynolds in den Hauptrollen zählt nicht nur für das American Film Institute als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Du_sollst_mein_Gl%C3%BCcksstern_sein#Das_Titellied">bester Musicalfilm aller Zeiten</a>. Es gibt also reichlich Vorschusslorbeeren für diesen Stoff.</p>
<p>In den 1980er Jahren wurde das Stück dann von Betty Comden und Adolph Green für die Musicalbühne adaptiert. Die Musik stammt von Nacio Herb Brown.</p>
<p>1983 war Premiere in London, 2012 gab es im West End ein großes Revival und seither entdecken immer Stadttheater diesen beschwingten Stoff für sich.</p>
<p>In Lüneburg wird die alternative deutsche Fassung von Roman Hinze gezeigt, die aber (glücklicherweise) viele Songs im Original von Arthur Freed belässt.</p>
<p>Barbara Bloch hat die Bühne sehr passend mit diversen Großkulissen in Form von Filmrollen oder Filmklappen ausgestattet. Diese werden als Hintergrund oder Projektionsfläche genutzt, aber auch durchaus immer mal wieder in die Choreographien (Olaf Schmidt) eingebunden. Auch große Glitzersterne, die den Prunk der aufkommenden Tonfilmindustrie vortrefflich unterstreichen, wurden an der Bühnendecke platziert. Mindestens ebenso treffsicher ist das Kostümbild von Susanne Ellinghaus: Elegante schwarze Fräcke, Lackschuhe und weiße Schals bei den Herren, mit Federn besetzte, schillernde Kleider mit farblich abgestimmten Accessoires wie Taschen und Schuhen bei den Damen – hier fehlt es an nichts.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2735 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Highlight ist natürlich auch hier der Regen, der sich am Ende des ersten Akts literweise über die Bühne ergießt und so Don Lockwood zu einem verliebten Tänzchen in den Pfützen animiert. Für ein Stadttheater ein wirklich beeindruckendes Szenenbild.</p>
<p>Ulrich Stöcker (musikalische Leitung) spielt mit den Lüneburger Symphonikern schon bei der Ouvertüre fulminant auf und lässt im Laufe des Abends keinen Deut nach. Die Zuschauer werden sofort von den liebevollen, warmen Klängen umarmt.</p>
<p>Auch die Tontechnik, die in den letzten Jahren im Theater Lüneburg häufig zu wünschen übrigließ, reiht sich ein in den gelungenen Rahmen.</p>
<p>Die Choreographien, die von vier Tanzpaaren sehr ansprechend (wenn auch nicht immer synchron) umgesetzt werden, sind ebenfalls schön anzusehen. Federfächer und Stepptanz – beides gehört unumstößlich dazu, wenn man an Gene Kelly denkt, der ja die Filmvorlage mit inszeniert hat. Zwar verfügen die Hauptdarsteller allesamt nicht über ein sehr ausgeprägtes Tanztalent, doch sie haben Spaß und das wirkt ansteckend.</p>
<p>Olaf Schmidt, der auch für die Regie verantwortlich zeichnet, schickt das Publikum mit den Schwarz-weiß-Videos aus den 1920er Jahren, die sehr gekonnt mit Ausschnitten der Musical-Hauptdarsteller verwoben sind, direkt auf eine Zeitreise in die Stummfilmära. Produzenten, Regisseure und Schauspieler sehen sich mit den populärer werdenden Tonfilmen ganz neuen Herausforderungen gegenüber. Ganz nebenbei müssen noch zahlreiche Affären und Intrigen möglichst pressewirksam verkauft werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2739 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-1-734x1024-287x400.jpg" alt="" width="287" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-1-734x1024-287x400.jpg 287w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-1-734x1024.jpg 734w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" />Dora Bailey (gespielt von Kirsten Patt) ist das Bindeglied zwischen Bühnengeschehen und Zuschauern. Ihre Reportagen sind es, die immer wieder einen Wechsel des Blickwinkels ermöglichen. Im Mittelpunkt des Interesses steht das Stummfilm-Traumpaar Don Lockwood und Lina Lamont. Während Lina in ihrer tumben Art jedoch alles glaubt, was die Presse über das Paar schreibt, und daher von ihrer baldigen Verlobung ausgeht, steht für Don fest, dass es sich bei ihrer „Beziehung“ um reines Schauspiel für die Reporter handelt. Privat ist er weit davon entfernt, sich in Lina zu verlieben.</p>
<p>Doch Don war nicht immer ein gefeierter Star und so lernt das Publikum direkt am Anfang auch Cosmo kennen, seinen Weggefährten, mit dem er seit Kindheitstagen dem Künstler- und Schauspielertraum nachjagte. Auch in Hollywood ist Cosmo an Dons Seite – wenn auch nur als Pianist.</p>
<p>Die schöne heile Stummfilmwelt bekommt einen herben Knacks als sich Don in die Sängerin und Nachwuchsschauspielerin Kathy verliebt. Lina wird ihm immer egaler und er versucht, jede freie Minute mit Kathy zu verbringen. Als Studioboss R. F. Simpson beschließt, ab sofort auch Tonfilme zu drehen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können, winkt Kathys große Chance. Denn Lina Lamont mag vielleicht hübsch anzusehen sein, aber ihre quäkend-schrille Stimme ist nicht zu ertragen, ganz zu schweigen von ihrem Gesang. Cosmo hat die Idee, die Filme mit Lina zu drehen und die Tonspur hinterher von Kathy neu aufnehmen zu lassen.</p>
<p>Dies scheint auch ganz hervorragend zu funktionieren, bis Lina dahinterkommt. Sie ist nicht bereit, ihren Ruhm mit Kathy zu teilen – gleiches gilt für Don. In ihrer verblendeten Selbstliebe ist Lina fest davon überzeugt, dass die Zuschauer sie auch weiterhin vergöttern werden. Sie erpresst Don und Kathy damit, die Scharade auffliegen zu lassen und so Kathys Hollywood-Karriere im Keim zu ersticken. Don, Kathy und auch R. F. sehen keine Chance sich Lina entgegenzustellen.</p>
<p>Auf der Eröffnungs-Pressekonferenz des neuesten Films („Der tanzende Kavalier“) wird Lina vom begeisterten Publikum aufgefordert, ein Stück aus dem Film zu singen. Es ist einmal mehr Cosmo, der den rettenden Einfall hat und Kathy hinter dem Vorhang singen lässt, während Lina nur die Lippen dazu bewegt. Don zieht heimlich den Vorhang auf, Cosmo greift ebenfalls zum Mikro und Lina wird zum Gespött der versammelten Presse.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2737 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-8-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Für die Hauptrollen hat sich das Theater Lüneburg wieder drei Gäste eingeladen: Gerd Achilles ist als Don Lockwood zu erleben, Merle Hoch ist die selbstbewusste und talentierte Kathy Seldon und Kristian Lucas gibt Dons cleveren besten Freund Cosmo.</p>
<p>Den meisten Applaus erntet jedoch Beate Weidenhammer, deren Interpretation der nervtötenden, quietschenden Lina Lamont ihresgleichen sucht. Ihr Solo „Was läuft hier schief?“ ist schreiend komisch. Dass man absichtlich so schief singen kann, ist – in diesem Fall – unglaublich gut.</p>
<p>Kathy Seldon ist nicht minder selbstbewusst, doch kennt sie ihre Grenzen und ist von sich bei weitem nicht so überzeugt wie Lina. Merle Hoch verleiht der jungen Sängerin viel Weichheit und Raffinesse. Sie ist sehr sympathisch und man kann verstehen, warum sich Don in dieses Mädchen verguckt. Hochs klare Stimme kommt insbesondere bei „You are my Lucky Star“ und „Would you?“ sehr schön zur Geltung.</p>
<p>Gerd Achilles gelingt die Gratwanderung vom übertrieben spielenden Stummfilmstar zum normalen schwer verliebten Mann ganz hervorragend. Mit seinem Tenor verleiht er „Singin‘ in the Rain“ oder „Fit as a Fiddle“ viel Schwung. Seine Energie schwappt zusammen mit dem Pfützenwasser über die Rampe und die Zuschauer bekommen nicht genug.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2742 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484-400x189.jpg" alt="" width="400" height="189" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484-400x189.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484-768x363.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/SINGIN-IN-THE-RAIN_c_tw_AndreasTamme-6-1024x484.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die zweite Reihe scheint Cosmos Schicksal zu sein. Doch durch spitzbübische Ideen und viel Wortwitz gelingt es ihm, sich immer wieder bemerkbar zu machen. Kristian Lucas scheint sich in dieser Rolle sehr wohl zu fühlen. Er ist absolut überzeugend! Vor allem Szenen wie Dons Vokaltraining („Moses Supposes“ – herausragend: Marcus Billen als Sprecherzieher) und den Szenen, in denen er mit Achilles und Hoch gemeinsam auf der Bühne steht („Got to dance“, „Good morning“) ist seine Spielfreude greifbar. Doch auch sein Solo „Make &#8218;Em Laugh“ bereitet viel Freude.</p>
<p>Ulrich Kratz darf als R. F. Simpson ganz in der Rolle der „grauen Eminenz“ aufgehen. Sein Bariton dröhnt klangvoll durch den Saal – ihm widerspricht man nur sehr zögerlich. Doch auch die durch Linas Erpressung ausgelöste Hilflosigkeit nimmt man ihm ab. Ebenfalls aus dem Haus-Ensemble ist Steffen Neutze, der als gestresster Regisseur Roscoe Dexter viele Lacher auf sich vereint.</p>
<p>„Singin in the Rain“ bringt sehr viel gute Laune mit. Wenn es noch dazu, wie in Lüneburg, so leichtfüßig und unterhaltsam inszeniert wird, dass Zuschauer und Darsteller gleichermaßen Freude daran haben, gibt es nichts hinzuzufügen. Beim Finale mitsummende Zuschauer und auch ein Jahr nach der Premiere nicht enden wollender Applaus sprechen für sich.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">21. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Merle Hoch, Kristian Lucas, Beate Weidenhammer, Ulrich Kratz, Steffen Neutze</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Olaf Schmidt / Nacio Herb Brown<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme</span></p>
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		<title>Schwere Kost – auf Celluloid wie auf der Musicalbühne nicht leicht zu verdauen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schwere-kost-auf-celluloid-wie-auf-der-musicalbuehne-nicht-leicht-zu-verdauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 20:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Doktor Schiwago]]></category>
		<category><![CDATA[Dorothea Maria Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Jeannine Michèle Wacker]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Lucy Simon]]></category>
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		<category><![CDATA[Ulrich Kratz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den mit fünf Oscars ausgezeichneten Film von 1965 mit Omar Sharif, Geraldine Chaplin und Julie Christie in den Hauptrollen kennen sicherlich viele. Das über drei Stunden lange Epos über die Lebens- und Liebesgeschichte des Poeten und Arztes Dr. Jurij Schiwago erfordert Sitzfleisch, denn die Handlung zwischen 1. Weltkrieg und Russischer Revolution birgt kaum amüsante Momente. ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den mit fünf Oscars ausgezeichneten Film von 1965 mit Omar Sharif, Geraldine Chaplin und Julie Christie in den Hauptrollen kennen sicherlich viele. Das über drei Stunden lange Epos über die Lebens- und Liebesgeschichte des Poeten und Arztes Dr. Jurij Schiwago erfordert Sitzfleisch, denn die Handlung zwischen 1. Weltkrieg und Russischer Revolution birgt kaum amüsante Momente.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2724 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-3-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der als Waise bei einem befreundeten Paar seiner Eltern aufwachsende Jurij heiratet in jungen Jahren Tonia, deren Tochter. Im Krieg lernt er die Krankenschwester Lara kennen und lieben. Sie ist so anders als die brave Tonia: leidenschaftlich, energisch und ungemein anziehend. Noch während sie an der Front sind, verfällt Jurij Lara vollends. Doch beide sind vernünftig und so geht Jurij zurück zu seiner Frau und seinem Sohn und Lara zieht nach Yuriiatin, wo sie hofft, ihren Mann und ihre Familie zu finden.</p>
<p>Doch in Moskau ist nichts mehr wie es vor dem 1. Weltkrieg war: Aristokraten werden geächtet, wenn nicht sogar direkt ermordet, und auch Jurij und seine Familie müssen hungern und führen ein Leben im Versteck. Sie beschließen zu fliehen – ausgerechnet nach Yuriiatin. Jurij versucht das Zusammentreffen mit Lara solange wie irgend möglich hinauszuzögern, doch irgendwann fällt ihm zuhause die Decke auf den Kopf und er geht in die Bibliothek, in der Lara seit ihrer Flucht arbeitet. Die Liebe zwischen den beiden entbrennt erneut…</p>
<p>Tonia spürt, dass sich Jurij von ihr entfernt, konfrontiert Lara irgendwann und muss feststellen, dass sie dieser Frau nicht böse sein kann. Sie beschließt nach Moskau zurückzukehren, um von dort nach Paris zu fliehen. Jurij bleibt in Yuriiatin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2718 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dort trifft er erneut auf Pawel, der sich jetzt Strelnikow nennt und als Revolutionsführer jeden bekämpft, der &#8211; aus seiner Sicht – Russland schadet. Dazu zählt auch Jurij, der mit seinen Gedichten für einiges Ungemach gesorgt hat. Aber die beiden verbindet auch eine persönliche Feindschaft, ist Pawel doch Laras Ehemann. Allerdings hat er sie direkt verstoßen, nachdem er von ihrem leichtfertigen Lebensstil vor ihrer Beziehung erfährt (sie hatte sich dem machtbesessenen Viktor Komarovskij hingegeben). Doch Pawel liebt Lara noch immer und kämpft zeitlebens gegen diese Gefühle an, was ihn zu einem verbitterten Feldherrn macht.</p>
<p>Für Lara und Jurij wird es in Yuriiatin gefährlich. Als Viktor Komarovskij ihnen anbietet, ihnen zur Flucht zu verhelfen, bleibt Jurij unter einem Vorwand dort. Er verspricht Lara nachzukommen, bleibt aber in Yuriiatin, da seine Anwesenheit die Geliebte einer viel zu großen Gefahr aussetzen würde.</p>
<p>Strelnikow, der dem Erschießungskommando der Roten Armee entkommen konnte, trifft auf der Suche nach Lara auf Jurij. Als er erfahren muss, dass seine große Liebe geflohen ist und sein Lebensinhalt, die Revolution, niedergeschlagen ist, entscheidet er sich für den Freitod.</p>
<p>Jurij hingegen bleibt bis zu seinem Tod in Yuriiatin.</p>
<p>Das Stück beginnt mit der Beerdigung von Jurijs Vater und endet mit der Beerdigung von Jurij (nur 27 Jahre später), zu der nur Lara und ihre gemeinsame Tochter erscheinen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2723 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-12-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lucy Simon (Musik) und Michael Weller (Buch) haben das Musical geschrieben, welches 2006 in San Diego uraufgeführt wurde. Seitdem gab es einige Überarbeitungen und auch weltweite Produktionen. In dieser Spielzeit nahm nun auch das Theater Lüneburg den Stoff auf und zeigt eine Gast-Inszenierung von Olaf Strieb. Dieser frische Wind tut der Musicalsparte in Lüneburg sehr gut.</p>
<p>Barbara Bloch (Bühne) und Christine Bertl (Kostüme) schaffen einen gelungenen Rahmen für die düstere Handlung. Die haushohen Metallkreuze aus der Auftaktszene bleiben die ganze Zeit auf der Bühne, werden ab und ab von anderen mobilen – ganz in Rost-Rot gehaltenen &#8211; Kulissen verdeckt. Die Brücke im Bühnenzentrum ermöglicht viele Spielmöglichkeiten, die von Strieb gekonnt genutzt werden.</p>
<p>Bertl greift insbesondere die Unterschiedlichkeit von Tonia und Lara sehr gekonnt auf: Während Tonia in weiten, wallenden Gewändern gekleidet ist, trägt Lara Hosenanzüge, die eher modern geschnitten sind und der selbstbewussten jungen Frau sehr gut stehen.</p>
<p>Für die drei Hauptrollen hat sich das Theater Lüneburg drei Gäste ans Haus geholt: Kristian Lucas als Dr. Schiwago, Dorothea Maria Müller als Lara und Jeannine Michèle Wacker als Tonia. In weiteren wichtigen Rollen sind die Ensemblemitglieder Ulrich Kratz (Viktor Komarovskij) und Steffen Neutze (Pawel / Strelnikow) zu sehen. Weitere 13 Darsteller sowie der Opern- und Extrachor komplettieren das eindrucksvolle Gesamtbild. Nicht zu vergessen die Kinderdarsteller, die die jungen Alter Egos von Jurij, Tonia und Lara verkörpern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2721 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kristian Lucas ist in Lüneburg kein Unbekannter. Er hat dort u. a. in „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1249"><span style="color: #333399;">Sunset Boulevard</span></a>“ und „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=1053"><span style="color: #333399;">Next to normal</span></a>“ mitgewirkt. Auch bei „Singin‘ in the Rain“ spielt er eine der Hauptrollen. Dorothea Maria Müller ist dem Lüneburger Publikum aus „Tell me on a Sunday“ ebenfalls bestens vertraut.</p>
<p>Lucas‘ Jurij ist ein sympathischer, pflichtbewusster Arzt. Besonders die gefühlvollen Momente beim Schreiben der Gedichte gelingen ihm sehr gut. Man spürt, dass in Jurij kein klassischer Aristokrat schlummert, sondern ein Freigeist, den er aber die meiste Zeit unterdrücken muss. Sein schnörkelloser Tenor passt gut zu Lucy Simons Kompositionen. Die Duette – insbesondere mit Jeannine Michèle Wacker („Ich seh‘ den Mond“) – sind sehr harmonisch. Doch auch das Zusammenspiel mit Dorothea Maria Müller ist glaubwürdig.</p>
<p>Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, was nicht zuletzt auf Striebs ausgeprägtes feinstoffliche Personenregie zurückzuführen ist. Die Gefühlswirrungen und -wandlungen aller fünf Protagonisten sind sehr gut nachzuvollziehen.</p>
<p>Man nimmt Wacker die verliebte und besorgte Ehefrau genauso ab, wie die verständnisvolle, ihren Sohn schützende Mutter.</p>
<p>Ulrich Kratz ist als herrischer Mäzen rollenkonform sehr unsympathisch und einschüchternd, doch man glaubt ihm am Schluss gern, dass er echte Gefühle für Lara hegt (auch wenn sie diese nicht erwidert).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2720 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-13-683x1024-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-13-683x1024-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/DOKTOR-SCHIWAGO_c_tw_AndreasTamme-13-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Beeindruckend spielt Steffen Neutze: Sein warmer Bariton passt hervorragend sowohl zum verletzten Pawel als auch zum gefährlichen und besessenen Revolutionsführer. Auch ihm nimmt man die starken Gefühle ab, die den Lebensweg seiner Figur beherrschen. Sein finales Zitat „Du hast geliebt, ich hatte Macht. Wer kann schon sagen, wer von uns beiden die Zeit besser genutzt hat?“ gibt dies ziemlich präzise wieder.</p>
<p>„Die Liebe wählt uns“ wird von Müller und Lucas mit viel Gefühl umgesetzt: Lara und Jurij wollen sich gegen ihre Gefühle nicht wehren, obwohl beide wissen, dass es falsch ist, sich ihnen hinzugeben. Die beiden geben auf der Bühne durchaus ein glaubwürdiges Paar ab. Ihr Liebesduett „Lass und teilen, was uns bleibt“ ist gleichermaßen tragisch wie romantisch.</p>
<p>Eine ganze andere Emotionslage müssen Müller und Wacker bei „Sie und ich“ verarbeiten. Beiden gelingt dies hervorragend. Die Zuschauer verstehen die Beweggründe für das Handeln von beiden Frauen.</p>
<p>Den Song, den jeder mit „Doktor Schiwago“ verbindet, sing jedoch der Damenchor. „Einst kommt der Tag“ wurde von Sabine Ruflair sehr gefällig auf die weltbekannte Melodie von Maurice Jarre („Lara’s Theme“) geschrieben.</p>
<p>In dieser Inszenierung wird viel Wert auf die Authentizität der handelnden Personen gelegt. Dass hierbei der Spannungsbogen ein wenig vernachlässigt wird, ist verständlich und bei diesem an sich schon langatmigen Stoff auch verzeihbar. Die Musik an sich ist gefällig und passt gut in das Russland des beginnenden 20. Jahrhunderts. Doch beschwingten Schrittes verlässt man das Theater sicherlich nicht. „Doktor Schiwago“ bleibt auch als Bühnenfassung ein schwer zu verarbeitenden Stoff für das Publikum.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">16. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kristian Lucas, Dorothea Maria Müller, Jeannine Michèle Wacker, Steffen Neutze, Ulrich Kratz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Olaf Strieb / Lucy Simon<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></p>
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		<title>Musikalisches Krimitheater mit echten Typen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musikalisches-krimitheater-mit-echten-typen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Nov 2019 20:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Bianca Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Schmitt]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Thannhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Gosta Liptow]]></category>
		<category><![CDATA[Iris schumacher]]></category>
		<category><![CDATA[Janis Zaurins]]></category>
		<category><![CDATA[M - Eine Stadt sucht ihren Mörder]]></category>
		<category><![CDATA[Marko Formanek]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Wennmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das aktuelle Musical „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ basiert auf Thea von Harbous und Fritz Langs Tonfilm von 1931. Er ist einer der ersten deutschen Tonfilme überhaupt und wurde 2008 als beste deutsche Filmproduktion aller Zeiten gelistet. Aber Moment – wieso Musical? Das Imperial Theater ist doch seit vielen Jahren bekannt für seine ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das aktuelle Musical „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ basiert auf Thea von Harbous und Fritz Langs Tonfilm von 1931. Er ist einer der ersten deutschen Tonfilme überhaupt und wurde 2008 als <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/M_(1931)">beste deutsche Filmproduktion aller Zeiten</a></span> gelistet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2713 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/190818_Fantitsch_Imperial_Theater_M290web-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/190818_Fantitsch_Imperial_Theater_M290web-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/190818_Fantitsch_Imperial_Theater_M290web.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Aber Moment – wieso Musical? Das Imperial Theater ist doch seit vielen Jahren bekannt für seine exzellenten Krimi-Stücke. Und überhaupt, in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ gibt es nicht einmal im Film Musik!<br />
Die Erklärung hierfür ist ganz einfach: Frank Thannhäuser und sein Team wollten anlässlich des 25-jährigen Bestehens eine Brücke schlagen zu den Anfängen als Musiktheater. Marko Formanek hat daher „kurzerhand“ die düstere Geschichte musikalisch aufgearbeitet. Entstanden ist ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Krimimusical.</p>
<p>Es geht in diesem Stück um einen Kindermörder, der eine kleine Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Schon acht Kinder sind tot aufgefunden worden! Die Dorfbewohner bekommen die neuesten Informationen aus der Zeitung und fangen an, sich gegenseitig zu verdächtigen („Was in einer Stadt in der Zeitung steht“).</p>
<p>Das Publikum sieht im Hintergrund, wie ein Mann der kleinen Elsi Beckmann (das Mädchen „erscheint“ nur verbal) einen roten Luftballon schenkt und sie mit ihm mitgeht. Elsi ist das nächste Opfer des Mörders. Ihre Mutter, gespielt von der großartigen Iris Schumacher, wartet verzweifelt auf Nachrichten („Du bist alles, was ich hab“).</p>
<p>Derweil führt die Polizei eine Razzia im Rotlichtmilieu durch. Auch in Theodoras Puff bleibt kein Stein auf dem anderen. Dabei stellt sich heraus, dass Theordora (Bianca Arndt) und Kommissar Karl Lohmann (Dieter Schmitt) eine gemeinsame Vergangenheit haben, welche sie aber vor den anderen Kleinkriminellen verbergen können.</p>
<p>Da die städtischen Verbrecher unter der Führung von dem Schränker (der mehr als nur vage an Kenneth Branagh erinnernde Sönke Städtler) sich nicht länger wegen des Kindermörders gängeln lassen wollen – denn naturgemäß geraten sie im Zweifelsfall sehr schnell ins Kreuzfeuer der Ermittler – beschließen sie, ihn selbst zu fangen.</p>
<p>Im Gegensatz zur Polizei, die sich an die Spielregeln halten muss und auch lange nicht so gut vernetzt ist, wie die Kriminellen, erreichen sie in kurzer Zeit ihr Ziel, auch wenn es noch einige Verwirrungen auf dem Weg dahin gibt. Am liebsten würden sie den Kindermörder direkt umbringen, allerdings setzen die Kommissare eines der Bandenmitglieder so lange unter Druck setzen, bis dieser das Versteck der Verbrecher verrät, und so kann die Polizei den Kindermörder und einige Kriminelle verhaften.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2711 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/190818_Fantitsch_Imperial_Theater_M043web-259x400.jpg" alt="" width="259" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/190818_Fantitsch_Imperial_Theater_M043web-259x400.jpg 259w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/11/190818_Fantitsch_Imperial_Theater_M043web.jpg 388w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" />Es stellt sich heraus, dass die Polizei ebenfalls den richtigen Riecher hatte und Hans Beckert, dem Untermieter von Witwe Winkler, dicht auf den Fersen war. Beckert ist ziemlich unscheinbar, doch er hat eine Persönlichkeitsstörung, der er gänzlich ausgeliefert ist: Brutalste Mordgelüste nehmen von ihm Besitz und bestimmen in regelmäßigen Abständen sein Handeln.</p>
<p>Marko Formanek übernimmt die sehr spannende Rolle des Kindernmörders. Den Kampf der beiden in Beckert wütenden Charaktere bringt er ausdrucksstark über die Rampe. Einerseits sehr schüchtern und zurückhaltend, dann wieder nah am Wahnsinn und sehr bedrohlich. Sein Ausbruch am Ende des ersten Akts jagt einem Gänsehaut-Schauer über den Rücken. Anleihen bei der „Konfrontation“ aus „Jekyll &amp; Hyde“ sind sicherlich nicht ganz zufällig.</p>
<p>Gleichermaßen bekommt man aber auf sehr seltsame Weise Mitleid, wenn er am Ende des zweiten Akts um Erlösung fleht.</p>
<p>Normalerweise stehen die elf Darsteller vorrangig in Theaterstücken und nicht in Musicals auf der Bühne. Singen ist demnach nicht ihre Stärke, doch Formanek und Hiller haben clevere Songs geschrieben, die die Darsteller allesamt gut meistern.</p>
<p>Musicalprofis wie Iris Schumacher, Bianca Arndt und Marko Formanek stechen hier hervor. Arndt vor allem durch ihre klangvolle Stimme und den akzentuierten Gesang. Iris Schumacher legt so viel Gefühl in ihre Songs, dass man sich als Zuschauer regelrecht umarmt fühlt. Formanek kombiniert intensives Spiel mit einer starken Stimme. Sein Hans Beckert regt zum Nachdenken an: Kann man einen Kindermörder zum Tode verurteilen, der seine Mordgelüste aufgrund einer psychischen Störung nicht kontrollieren kann?</p>
<p>Aber bei aller Grausamkeit der Handlung, gibt es auch lustige Momente. Hierfür sind in erster Linie die manchmal leicht schusseligen Polizisten (Dieter Schmitt und Janis Zaurins) verantwortlich. Aber auch die glücklosen Verbrecher, allen voran Franz (Ulrich Schaller), sowie das wahnsinnig hilfsbereite (und für ihr Umfeld nervtötende) Ehepaar Kubitzke (Stefanie Wennmann und Gosta Liptow) sorgen für Lacher.</p>
<p>Durch die Gestaltung der Bühne mit zwei rollenden Treppen, einer Galerie und vielen Nischen (Alexander Beutel, Sven Wiehe, Mariele Kaiser) sind die Darsteller immer in Bewegung und es gibt unzählige Spielebenen. Genau diese Vielseitigkeit machen die Produktionen im Imperial Theater so charmant.</p>
<p>Doch am Ende bleibt ein Kloß im Hals, für den einmal mehr die trauernde Mutter Beckmann verantwortlich ist: Die Kriminellen wollen Selbstjustiz an Beckert üben und ihn umbringen. Frau Beckmann, deren kleine Elsi von ebendiesem Beckert aus dem Leben gerissen wurde, kommentiert diese Pläne: „Hass macht nichts ungeschehen. Beckert umzubringen, bringt die Kinder nicht zurück.“</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Imperial Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">14</span><span class="Bold">. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Marko Formanek, Iris Schumacher, Bianca Arndt, Dieter Schmitt, Janis Zaurins, Stefanie Wennmann, Gosta Liptow</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Frank Thannhäuser / Marko Formanek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/musikalisches-krimitheater-mit-echten-typen/">Musikalisches Krimitheater mit echten Typen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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