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	<title>2011-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2011-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Melancholie und Freude in perfekter Kombination</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 08:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Das Orangenmädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell Dir vor, Du bekommst zwölf Jahre nach dem Tod Deines Vaters einen Brief von ihm, in dem er Dir die Liebesgeschichte Deiner Eltern erzählt und Dich ganz nebenbei nach dem Sinn des Lebens fragt. Ganz schön viel für einen Teeanger, der mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens schon genug zu tun hat. Doch genau ...</p>
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<p class="Body">Stell Dir vor, Du bekommst zwölf Jahre nach dem Tod Deines Vaters einen Brief von ihm, in dem er Dir die Liebesgeschichte Deiner Eltern erzählt und Dich ganz nebenbei nach dem Sinn des Lebens fragt. Ganz schön viel für einen Teeanger, der mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens schon genug zu tun hat.</p>
<p class="Body">Doch genau dies erlebt der 15-jährige Georg. Zwölf Jahre nachdem sein Vater Jan-Olav unerwartet, viel zu früh verstorben ist, findet seine Mutter Veronika beim Aufräumen einen Brief, den der Vater kurz vorm Tod an seinen Sohn verfasst hat. Beim Lesen dieses Briefs gerät der Teenager auf eine Achterbahn der Gefühle.</p>
<p class="Body">Die Geschichten von Vater und Sohn gleichen sich, denn nicht nur der junge Jan-Olav lässt sich durch die Treffen mit dem Orangenmädchen nur zu gern von seinem Medizinstudium ablenken, auch Georg steht vor der schier unüberwindlichen Aufgabe, die hübsche Geigenschülerin Isabell anzusprechen und sie um ein Date zu bitten.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die Romanvorlage zu diesem Stück stammt von Jostein Gaarder, der das Thema Tod eng mit dem Thema Liebe verbindet und so eine warmherzige Geschichte über das Leben erschafft, in der sich viele Leser in der ein oder anderen Episode wieder finden. Für die Musiktheater-Fassung wurde die komplexe Handlung gestrafft und ein kurzweiliges Vier-Personen-Stück kreiert.</p>
<p class="Body">Im Fokus von Christian Gundlachs Buch stehen zwei Parallelhandlungen: Der Medizinstudent Jan-Olav trifft das Mädchen im orangen Mantel mit der Tüte voll Orangen und verliebt sich Hals über Kopf in das „Orangenmädchen“. Die Irrungen dieses Kennenlernens und sich wieder aus den Augen-Verlierens führen von Oslo nach Spanien und wieder zurück. Schlussendlich stellt sich heraus, dass Veronika und Jan-Olav schon als Kinder befreundet waren und Veronika dieses Verwirrspiel geplant hat, damit die beiden Kinder von einst sich neu finden, kennen-, und liebenlernen können.</p>
<p class="Body">Georg, angehender Weltraumforscher, Träumer und Teenager-Sohn von Jan-Olav und Veronika, lernt seine erste Jugendliebe Isabell kennen und muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, einem Mädchen seine Gefühle zu zeigen &#8211; geschweige denn, es erst einmal überhaupt anzusprechen.</p>
<p class="Body">In dieser Situation liest Georg den Brief seines Vaters und findet darin das, was ihm bei seiner Mutter fehlt: Verständnis. Zudem erfährt er, dass der neue Mann an der Seite seiner Mutter schon da war, bevor sie seinen Vater kannte. Das wirkt sich nicht unbedingt förderlich auf das abgespannte Verhältnis zu seiner Mutter aus. Dass gerade die ersten Begegnungen mit der Liebe keineswegs nur dramatisch, sondern durchaus auch sehr lustig sein können, wird immer wieder deutlich.</p>
<p class="Body">In diesem Brief stellt sein Vater ihm eine bereits in Kindertagen gestellte Frage erneut: Würdest Du geboren werden wollen, wenn Du wüsstest, wie Dein Leben verlaufen wird?</p>
<p class="Body">Georg versteht diese Frage erst jetzt richtig und würde sie, wie sein Vater, tendenziell mit „Nein“ beantworten.</p>
<p class="Body">Erst als seine Mutter ihm erklärt, dass sein Vater seine Antwort aufgrund von Verbitterung und Schmerz wegen des viel zu früh endenden Lebens gegeben hat, gibt der Junge sich und seinem Leben eine richtige Chance und fasst den Mut, Jasmin um eine Verabredung zu bitten.</p>
<p class="Body">Das Stück wird szenisch sehr schlank umgesetzt. Fünf Podeste geben die verschiedenen Spielwiesen der vier Protagonisten ab. Ein großer oranger Mond eignet sich sowohl als romantischer Hintergrund für Jan-Olav und Veronika als auch als Ziel der Sehnsüchte des sternenguckenden Georg. Das Thema Orangen findet sich in in drei Stillleben mit Orangen wieder, die die Nationalgalerie Oslo und den Ort des ersten Treffen von Jan-Olav und Veronika darstellen. Das funktioniert prima und ist für dieses sehr emotionale Stück ideal. Die vielen Orangen, die in Papiertüten herumgetragen oder kunstvollen Pyramiden auf der Bühne drapiert werden, lassen das Publikum in den Genuss eines Dufttheaters kommen und machen dieses Stück nur umso besonderer.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau hat für die vier Darsteller wunderschöne Balladen geschrieben, die von Piano (Stephan Sieveking) und Cello (Hagen Kuhr) einfühlsam untermalt werden. Auch die Aufgewühltheit wird musikalisch durch diese Instrumenten-Kombination perfekt transportiert und durch poppige Uptempo-Songs über die Rampe gebracht. Erfreulich ist, dass sich Lingnau mit diesem Stück deutlich von seinen übrigen Kompositionen absetzt und der sonst so oft beklagte Wiedererkennungswert kaum vorhanden ist. Die Texte von Edith Jeske könnten an der ein oder anderen Stelle etwas ausgefeilter oder weniger plump sein, doch im Großen und Ganzen überbringen die Texte sowohl die lustigen und romantischen als auch die traurigen Passagen dieses Stücks.</p>
<p class="Body">Ein Musical mit einem so philosophischen Ansatz wie „Das Orangenmädchen“ steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit der Darsteller. Anna Katharina Bauer hat in der Rolle der Isabell den undankbarsten Part, da diese Figur eher eine Nebenrolle ist. So fällt sie leider kaum nachhaltig auf. Ihre drei Kollegen hingegen haben alle sehr starke Alter Egos &#8211; allen voran Sascha Rotermund als Jan-Olav. Er gibt den verliebten Medizinstudenten genauso überzeugend wie den genervten Ehemann, besticht aber vor allem im Zusammenspiel mit seinem Sohn. Gesanglich bedient Rotermund eine große emotionale Bandbreite. Sein finales Duett mit dem Sohn, in dem er ihm die entscheidende Frage stellt, geht sehr zu Herzen.</p>
<p class="Body">Benjamin Hübner hat es als „Halbstarker“ nicht leicht, dieser geballten Manneskraft etwas entgegenzusetzen, doch zeigt er Georgs Zerrissenheit sehr glaubhaft. Hier kommt ihm sicherlich zugute, dass seine Teenagertage noch nicht allzu lange her sind. Das Aufbäumen gegen die überfürsorgliche Mutter ist tragikomisch und nur zu nachvollziehbar.</p>
<p class="Body">Katrin Gerken gelingt der Spagat zwischen besorgter Mutter und jugendlichem Orangenmädchen sehr gut, wobei ihr der mütterliche Part deutlich besser zu Gesicht steht. Wenn sie ihrem Sohn die Welt der Liebe erklärt („Eine Leinwand ist kein Bild“, „Wenn Liebe sich ergibt“) ist dies sehr herzerwärmend.</p>
<p class="Body">Bei Themen wie dem Tod des Vaters, dem Sohn, der sich gegen die Mutter und deren neuen Mann auflehnt und damit kämpft, seinen Weg im Leben zu finden, könnte man durchaus ins Grübeln geraten. Doch dem Kreativ-Team ist es gelungen, dass Publikum durch viele amüsante und einfühlsam gestaltete Szenen mit einem guten Gefühl aus dem Theater zu entlassen.</p>
<p class="Body">Jeder, der Musiktheater mag, in dem die Menschen im Vordergrund stehen und nicht großartige Kulissen und pompöse Orchestrierungen; jeder, der Musicals mag, indem es nicht um seichte Unterhaltung geht, sondern in denen man seinen Kopf durchaus mitbenutzen darf, sollte sich dieses Stück nicht entgehen lassen. Glücklicherweise sind für 2012 weitere Spieltermine in und um Hamburg angesetzt, so dass die Geschichte vom „Orangenmädchen“ noch viele weitere Zuschauer berühren wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>29. Dezember 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Katharina Bauer, Katrin Gerken, Benjamin Hübner, Sascha Rotermund</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Harald Weiler / Martin Lingnau<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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		<title>Swing, Jazz, und viel Gefühl &#8211; die Show macht Spaß!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/swing-jazz-und-viel-gefuehl-die-show-macht-spass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 09:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Ain't Misbehavin']]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Milton Nealy]]></category>
		<category><![CDATA[Patrice Covington]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Covington]]></category>
		<category><![CDATA[Richard E. Maltby jr.]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Wayne Pretlow]]></category>
		<category><![CDATA[Yvette Monique Clark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tschüss grauer November in Hamburg! Die drei Sängerinnen und zwei Sänger der „Ain‘t Misbehavin“-Europatournee sprühen vor Energie und guter Laune. „Ain‘t Misbehavin“ feierte vor über 30 Jahren in New York seine Weltpremiere. Und bis heute haben die Songs von Fats Waller nicht an Wirkkraft eingebüßt. Die 31 Songs, die an diesem Abend in atemloser Reihenfolge ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
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<p class="Body">Tschüss grauer November in Hamburg! Die drei Sängerinnen und zwei Sänger der „Ain‘t Misbehavin“-Europatournee sprühen vor Energie und guter Laune.</p>
<p class="Body">„Ain‘t Misbehavin“ feierte vor über 30 Jahren in New York seine Weltpremiere. Und bis heute haben die Songs von Fats Waller nicht an Wirkkraft eingebüßt. Die 31 Songs, die an diesem Abend in atemloser Reihenfolge auf das Publikum abgefeuert werden, spiegeln die musikalische Bandbreite einer ganzen Generation wieder: Swing, Jazz, Blues &#8211; man gerät schnell ins Träumen an gute alte Zeiten, in denen Männer noch Männer sein durften und Frauen sich ganz ihren Verführungskünsten widmen konnten.</p>
<p class="Body">„Ain‘t Misbehavin“ hat keine Handlung, erzählt keine Geschichte und doch vermisst man nichts. Jedes einzelne Lied ist ein in sich abgeschlossenes Musiktheater. Die fünf Sängerinnen und Sänger treten folglich auch nicht unter irgendwelchen Phantasienamen auf, sondern mit ihren eigenen.</p>
<p class="Body">Charakterstärke zeichnet jeden einzelnen von ihnen aus. Während Patrice Convington das quietschige, unbedarfte Mädchen gibt, zeigt sich Rebecca Covington als vermeintlich schüchterne junge Lady. Die Grande Dame ist Yvette Monique Clark &#8211; so viel Bühnenpräsenz und Selbstbewusstsein suchen seinesgleichen. Die beiden Herren haben einen schweren Stand gegen drei so beeindruckende Ladies. Doch während Milton Nealy auf die Strategie des verführerischen Machos setzt, wickelt Wayne Pretlow die Damen auf und vor der Bühne mit seinem jugendlichen Charme spielend um den Finger. Er hat den Schalk im Nacken und wartet förmlich auf das nächste Augenzwinkern und einen weiteren lustigen Streich.</p>
<p class="Body">Unter den Songs finden sich bekannte Stücke wie der Titelsong oder „I can‘t give you anything but love“, fröhlich-freche Songs wie das Mitsing-Stück „Fat and Greasy“ oder überraschen lehrreiche Lieder wie „Find out what they like“, in dem dafür plädiert wird, den Männern alle Wünsche zu erfüllen, um ihnen zu gefallen.</p>
<p class="Body">Gerade Swing und Jazz funktionieren nur, wenn die Musiker ihr Handwerk verstehen und Leidenschaft für ihr Instrument aufbringen. Die sechsköpfige Live-Band erfüllt diese Anforderungen perfekt. Mit viel Schwung und wohl dosierter Energie spielen die Musiker alle Songs bis auf den kleinsten Ton schlichtweg wunderbar.</p>
<p class="Body">Dass diese Show auch noch nach ihrem Premierenjahr zahlreiche Theaterpreise gewonnen hat, verwundert nicht. Man geht gut gelaunt und im wahrsten Sinne des Wortes beschwingt aus dem Theater. Mit der Wahl dieses Stücks für die Herbstpremiere hat das St. Pauli Theater ganz eindeutig richtig gelegen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt</em> <em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>2. November 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yvette Monique Clark, Patrice Covington, Rebecca Covington, Milton Nealy, Wayne Pretlow </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Richard E. Maltby jr.<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Emmanuel Donny<br />
</span></div>
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		<title>20 Jahre Abwechslung, Musik und jede Menge Spaß</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/20-jahre-abwechslung-musik-und-jede-menge-spass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 09:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Hofmann]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Glenn Flavin]]></category>
		<category><![CDATA[Götz Fuhrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt‘s Tivoli]]></category>
		<category><![CDATA[Yvonne Disqué]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man in Hamburg nach guter Unterhaltung sucht, steht das Schmidt‘s Tivoli seit nunmehr 1991 ganz oben auf der Liste. Dreizehn musikalische Produktionen, die alle für dieses Haus geschrieben und komponiert wurden und nach ihrer Premiere vielfach in anderen deutschen Stadttheatern erfolgreich waren, boten allesamt beste Unterhaltung. Nach 20 Jahren wurde die Fassade des Reeperbahn-Theaters ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Wenn man in Hamburg nach guter Unterhaltung sucht, steht das Schmidt‘s Tivoli seit nunmehr 1991 ganz oben auf der Liste. Dreizehn musikalische Produktionen, die alle für dieses Haus geschrieben und komponiert wurden und nach ihrer Premiere vielfach in anderen deutschen Stadttheatern erfolgreich waren, boten allesamt beste Unterhaltung.</p>
<p class="Body">Nach 20 Jahren wurde die Fassade des Reeperbahn-Theaters zwar rund erneuert und durch eine zeitgemäße Illumination ergänzt, doch innen bleibt alles beim alten: Ein eingespieltes Kreativteam sucht nach neuen Stoffen, setzt diese auf die typische Tivoli-Weise um und bleibt sich treu.</p>
<p class="Body">Für die Geburtstagsgala wurde ein kompletter künstlerischer Rundumschlag zusammengestellt.</p>
<p class="Body">Wie schon vor 20 Jahren eröffnete eine ganz besondere „Carmen“-Inszenierung den Abend. Das Ensemble Endedans unter der Leitung von Tania Vergara Pérez gab eine zeitgenössische Ballett-Interpretation des Klassikers zum Besten. Das Besondere daran? Carmen ist ein Mann und tanzt zwischen zwei Männern. Der 50-minütigen schwulen Version fehlt es an nichts: Leidenschaft und Feuer, ein Feuerwerk für Augen und Ohren.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id3" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<p class="Body">Im 2. Akt wurden 24 Songs aus acht hauseigenen Erfolgsmusicals präsentiert. Das zwölfköpfige Ensemble stellt einmal mehr seine Vielseitigkeit und Spielfreude unter Beweis. Auch Hausherr Corny Littmann lässt es sich nicht nehmen und macht sich als Alien im Eiswagen und Indianerhäuptling gern zum Horst.</p>
<p class="Body">Der „Sommernachtstraum“ und „Cabaret“ fehlen genauso wenig wie die Motto-Shows „Fifty Fifty“ und „Sixty Sixty“. Die Erfolgsproduktionen „Swinging St. Pauli“ und „Heiße Ecke“ runden das heitere Bild ab. Die Galabesucher kennen viele Stücke und stimmen &#8211; wenn auch meist erst nach Aufforderung &#8211; gern mit ein. Genau diese Leichtigkeit und die Fähigkeit, die Zuschauer spielend in gute Laune zu versetzen, ist es, was das Schmidt‘s Tivoli seit 20 Jahren ausmachen. Daran wird sich garantiert auch in den nächsten Jahren nichts ändern.</p>
<p class="Body">Und so strömen die über 600 Galabesuche nach der Show auf den Vorplatz, um die neue Fassade in allem ihrem Glanz zu erleben und gebührend zu feiern. Ein gelungener Abend geht zu Ende. Aber sicherlich nicht der letzte im Schmidt‘s Tivoli.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt‘s Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>1. September 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kathi Damerow, Yvonne Disqué, Glenn Flavin, Götz Fuhrmann, Bernhard Hofmann, Benjamin Zobrys</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Corny Littmann / Martin Lingnau<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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		<title>Never change a running system &#8211; Rocky Horror Show ohne Ecken und Kanten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/never-change-a-running-system-rocky-horror-show-ohne-ecken-und-kanten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 08:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Daisy Wood-Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Hawkins]]></category>
		<category><![CDATA[Matthew McKenna]]></category>
		<category><![CDATA[Richard O‘Brien]]></category>
		<category><![CDATA[Rob Fowler]]></category>
		<category><![CDATA[Rocky Horror Show]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Buntrock]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspielhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Sky Dumont]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit fast 40 Jahren, genauer gesagt seit 16. Juni 1973, ist Richard O‘Briens frivol-schaurige Geschichte von Frank‘N‘Furter auf den Bühnen dieser Welt Zuhause. Auch die Deutschland-Tourneen des Kult-Musicals sind immer ausverkauft und so weckte die Ankündigung von BB Promotion eine neue „Rocky Horror Show“ auf Reisen zu schicken, große Vorfreude. Dass es sich um eine ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Seit fast 40 Jahren, genauer gesagt seit 16. Juni 1973, ist Richard O‘Briens frivol-schaurige Geschichte von Frank‘N‘Furter auf den Bühnen dieser Welt Zuhause. Auch die Deutschland-Tourneen des Kult-Musicals sind immer ausverkauft und so weckte die Ankündigung von BB Promotion eine neue „Rocky Horror Show“ auf Reisen zu schicken, große Vorfreude.</p>
<p class="Body">Dass es sich um eine Wiederauflage der Neuinszenierung von 2008/09 handelte, war eine Randnotiz, die nicht weiter ins Gewicht fiel. Doch während und nach der Show sah man doch viele fragende Gesichter. Fehlte doch der schlüpfrige Gesamtkontext fast völlig; das Publikum wurde vom Erzähler nicht „abgeholt“ und Spaß am Time Warp hatten fast nur die Bühnenkünstler.</p>
<p class="Body">Natürlich fällt auch das schwer zu begeisternde Hamburger Publikum bei der Nachbetrachtung mit ins Gewicht. Und doch: In allen zuvor von mir besuchten Hansestadt-Inszenierungen dieses musicalischen Horror-Klassikers feierte das Publikum sich selbst und verwandelte das Theater mit Konfetti, Toilettenpapier, Zeitungshüten, Spielkarten, Gummihandschuhen und nicht zuletzt Wasserpistolen in eine einzige große Time Warp Party. Leider sucht man diese Begeisterung im Schauspielhaus vergeblich&#8230;</p>
<p class="Body">Dabei fängt alles sehr schön an: Auf einer Leinwand werden Ausschnitte aus Schwarz-Weiß-Horrorstreifen gezeigt. Während Magentas Eröffnungssolo wird auf der Weltkugel zum Spielort der ersten Szene (vor einer Kirche) gereist. Diese Szenerie wird für den Epilog wieder aufgenommen und rundet die Show sehr gut ab. Überhaupt funktioniert das Bühnenbild David Farley sehr gut: Die Szenenbilder sind zurückhaltend ausgestattet und einzelne optische Highlights machen sie spannend. So kann der Fokus auf den Akteuren liegen, was bei dieser Show wichtiger ist als sonstwo.</p>
<p class="Body">Die bekannte Geschichte von Frank‘N‘Furter und seinen durchaus als skurril zu bezeichnenden Dienstboten Riff Raff, Magenta und Columbia, den Besuchern Brad und Janet, Rocky, Eddie und Dr. Scott wird auf dieser Tour von Sky Dumont erzählt. Leider erfüllt er seine Aufgabe sehr gelangweilt und oberlehrerhaft. Er geht nicht auf das Publikum ein und erntet neben den augenzwinkernden Standard-Sprüchen wie „langweilig“, „schneller“ tatsächlich ernst gemeinte Pfiffe und Buhrufe. Doch anstatt aktiv spielerisch mit dieser Resonanz umzugehen, übergeht er das Publikum weitestgehend auf arrogante und nicht rollen-adäquate Weise. Dumont scheinen die Fußstapfen von Hans B. Goetzfried, der die Rolle des Erzählers jahrelang hervorragend übernommen hat, leider mehrere Nummern zu groß.</p>
<p class="Body">Ähnlich enttäuschend kommt Jon Hawkins als Brad über die Rampe. Er spielt das zugegebenermaßen schüchterne Muttisöhnchen Brad so blass und leise, dass man ihn mehrfach kaum versteht. Auch mit seinem Solo „Once in a while“ kann er diesem Boygroup-Image leider nichts entgegensetzen.</p>
<p class="Body">Überraschend hingegen gelingt Matthew McKennas Interpretation von Riff Raff: Schaurig, geheimnisvoll, unerwartet attraktiv und mit einer überzeugenden Bühnenpräsenz spielt er den scheinheiligen Diener. Optisch erinnert er an Gary Oldman in „Bram Stoker‘s Dracula“, was der Figur durchaus gut steht. Stimmlich kann McKenna voll überzeugen.</p>
<p class="Body">Daisy Wood-Davis steht ihm da in nichts nach, auch wenn sie als brave Janet noch nicht aus dem Vollen schöpft. Als Janets Kleidung fällt und sie dank Frank‘n‘Furter von der sprichwörtlichen verbotenen Frucht genascht hat, kommt eine fast verruchte, unersättliche junge Frau zum Vorschein, deren klangvolle Stimme sich vor allem bei „Toucha-Toucha-Touch Me“ Bahn bricht und viel Freude bereitet.</p>
<p class="Body">Die Hauptrolle auf dieser Tournee spielt Rob Fowler, der den Frank‘n‘Furter nach 2008 bereits zum zweiten Mal gibt. Der Engländer lässt es an nichts vermissen. Optisch ist er ideal, auch wenn seine wasserstoffblonden Haare etwas gewöhnungsbedürftig sind. Stimmlich steckt er seine Kollegen spielend in die Tasche. Man ist geneigt zu sagen, dass er für diese Rolle fast schon zu gut singt; hat er doch eine ausgeprägte Rockstimme,die immer mal wieder deutlich zu hören ist. Doch auch die leisen Töne meistert er gefühlvoll.Dass die Figur in dieser Inszenierung weniger frivol und exzentrisch angelegt ist, ist bedauerlich. Doch Fowler gibt sein Bestes, über dieses Manko hinweg zu spielen.</p>
<p class="Body">Generell entfaltet sich diese „Rocky Horror Show“ mit gebremstem Schaum. Irgendwie will der Funke nicht überspringen. Columbia (Kerry Winter) ist lange nicht so quietschig und nervtötend wie man es gewöhnt ist. Magenta (Djalenga Scott) singt ihr Solo wunderbar, spielt aber so unterkühlt und gleichgültig, dass sie danach kaum noch auffällt. Eddie und Dr. Scott (Sean Kingsley) sind vom Publikum weder durch „Shhh“ noch „Uh!“ kommentierte Randfiguren &#8211; obwohl der fiese deutsche Akzent von Dr. Scott extrem lustig ist und beide Figuren über eine entsprechende Bühnenpräsenz verfügen. Es ist traurig, mit ansehen zu müssen, dass die Darsteller auf diese Zwischenrufe förmlich warten und so gut wie nichts von den Zuschauern zu hören ist.</p>
<p class="Body">Sam Cassidy spielt einen sehr muskulösen Rocky (ein wirklich perfekt definierter Körper), bei dem die Maskenbilder das Sixpack kaum mit Farbe verstärken müssen. Doch sein kindliches, blondgelocktes Gesicht, das er durch ein extrem dümmliches Grinsen noch betont, will zu diesem Körper nicht recht passen. Liest man dann in seiner Biografie, dass Cassidy bisher u. a. Benjamin und Joseph in „Joseph“ oder als Prince Charming in „Cincerella“ auf der Bühne stand, scheint dies sofort deutlich geeigneter für den Londoner.</p>
<p class="Body">Die herausragendste Szene dieser Inszenierung ist Frank‘N‘Furters Auftritt bei der Floor Show: eine Blondine auf King Kongs Hand, Razzle Dazzle Federfächer und ein Rob Fowler der die ganze emotionale Bandbreite abfeuert &#8211; schlichtweg großartig.</p>
<p class="Body">Es bleibt ein trauriger und fader Beigeschmack: In dieser Produktion wurden der „Rocky Horror Show“ nahezu alle Ecken und Kanten abgeschliffen. Die Show hat mehr von braven Mainstream und verliert so ihren Kultcharakter. Ein komplett NICHT tanzender Theaterrang ist bei einer normalen „Rocky Horror Show“ ein Ding der Unmöglichkeit. Und doch habe ich dies gleich zweimal erleben müssen. Bad, bizarre and bloody brilliant ist irgendwie anders&#8230;</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schauspielhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>27. Juli 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Rob Fowler, Matthew McKenna, Daisy Wood-Davis, Jon Hawkins, Sky Dumont</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong>  Sam Buntrock / Richard O‘Brien<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Thommy Mardo<br />
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		<title>Jodelnde Musical-Diva trifft auf Landei mit Vollmeise</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jodelnde-musical-diva-trifft-auf-landei-mit-vollmeise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 08:44:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Bott]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Oh Alpenglühn!]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 23. Juli 2017 Auch sechs Jahre nach der Premiere dieses urkomischen Zwei-Personen-Stücks haben die Hautdarsteller Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach nicht an Biss verloren. Das Mikro hat Aussetzer? Kein Problem, Fortenbacher versucht die Probleme mit Stand-Up Comedy zu überbrücken. Als das nicht ausreicht, geht sie von der Bühne ab, holt sich ein neues Mikro ...</p>
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<p><strong>Update, 23. Juli 2017</strong></p>
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<p>Auch sechs Jahre nach der Premiere dieses urkomischen Zwei-Personen-Stücks haben die Hautdarsteller Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach nicht an Biss verloren. Das Mikro hat Aussetzer? Kein Problem, Fortenbacher versucht die Probleme mit Stand-Up Comedy zu überbrücken. Als das nicht ausreicht, geht sie von der Bühne ab, holt sich ein neues Mikro und fängt einfach nochmal mit der Auftaktszene an. Das Publikum johlt schon an dieser Stelle.</p>
<p>„La Fortenbacher“ war an diesem Abend in Höchstform. Ihr „Ich will alles“ ist komplett Ga-Ga und ihre gelallte Opernarie schlicht großartig. Die perfekte Symbiose von Gesang und Comedy.</p>
<p>Getoppt wird dies von einem „Bad Romance“, bei dem ein Zuschauer zum unfreiwilligen Star wird, indem er einfach mitten während des Songs aufsteht (vermutlich um das WC aufsuchen), während Fortenbacher hinter ihm hergeht. Da er dies aber nicht zu bemerken scheint, muss ihm seine Begleitung bei seiner Rückkehr erst einmal erläutern, warum das Publikum lauthals lachend applaudiert.</p>
<p>„Hare Krishna“, der Auftakt zum zweiten Akt, holt das Publikum exzellent ab und die Zuschauer schunkeln ähnlich verstrahlt wie die „bekifften“ Protagonisten durch die Reihen.</p>
<p>Nik Breidenbach hat seinen großen Moment mit der aus „Jekyll &amp; Hyde“ bekannten „Konfrontation“, nur dass sich hier nicht die zwei widerstreitenden Persönlichkeiten eines Mannes gegenüberstehen, sondern der Almhüttenwirt und seine irgendwie doch nicht ganz so tote Mutter. Höchst anspruchsvoll, hohes Tempo und sehr viel Situationskomik. Das ist Unterhaltung pur!</p>
<p>Wie sagte Breidenbach doch ganz richtig am Schluss: „Dieses Stück ist an jedem Abend ein bisschen anders!“ Das ist eindeutig wahr, denn die vielen kleinen Pannen und Texthänger wurden von ihm und Carolin Fortenbacher extrem lustig überspielt oder Szenen neu interpretiert. Die beiden nehmen weder sich noch das Stück allzu ernst, und genau diese Spiel- und Lebensfreude überträgt sich nahtlos aufs Publikum.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<hr />
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<h3 class="paragraph_style_1">Nachtrag zur Inszenierung 2012</h3>
<p class="Body">Was im letzten Jahr zu Standing Ovations geführt hat, bringt man im Folgejahr leicht modifiziert erneut auf die Bühne. Dieses bewährte System hat sich seit Jahren für „Villa Sonnenschein“ bewährt; nun übernimmt man es auch für „Oh Alpenglühn“: Bereits jetzt steht fest, dass das schräge Zwei-Personen-Stück auch 2013 auf der Bühne des Schmidt Theater zu sehen sein wird.</p>
<p class="Body">Die Änderungen im Vergleich zum Vorjahr sind marginal, lediglich das komplette Streichen zweier Szenen fällt deutlich auf. Der gefloppte Grandprix-Song von Carolin Fortenbacher entfiel ersatzlos und auch die Szene, in der minutenlang durch diverse Htschnipsel im Radio gezappt wurde, fehlt. Dies unterstützt den Handlungsfluss deutlich und man vermisst es nicht eine Sekunde.</p>
<p class="Body">Ansonsten überzeugt die Fortenbacher auch in diesem Jahr als überspannte und chronisch untervögelte Musical-Diva sowohl gesanglich als auch spielerisch. Nik Breidenbachs Vielseitigkeit macht 2012 genauso viel Spaß wie 2011. Seine „Mutter-Sohn-Konfrontation“ in Anlehnung an „Jekyll &amp; Hyde“ ist aller Ehren wert.</p>
<p class="Body">Besonders schön zu erleben war wie das Publikum mit einbezogen wurde. Ein leichtfertiger Kommentar mündet da durchaus in einem Tänzchen mit Breidenbach auf der Bühne. Genauso mögen die Zuschauer ihr Schmidt‘s!</p>
<p class="Body">Ich freue mich schon jetzt auf 2013!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<hr />
<p>Schon als man den nasskalten Hamburger Sommer verlässt und am Premierenabend das Schmidt Theater betritt, wird man thematisch abgeholt: Das Servicepersonal ist in typisch bayrischen rot-weiß-karierten Hemden mit Seppelhut gekleidet und auch Hausherr Corny Littmann begrüßt seine Gäste in Krachlederner &#8211; natürlich stilecht in St. Pauli-Farben. „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Villa_Sonnenschein_2005.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1657">Villa Sonnenschein</a></span>“-Besuchern mag sein Hut sehr bekannt vorkommen &#8211; aber aufgepeppt mit ein paar Edelweiß-Zweigen ist Gustavs Cordhut die ideale Kopfbedeckung für diesen Anlass.</p>
<p class="Body">Im Saal werden die Gäste mit populärer Volksmusik empfangen und man ist gespannt, was sich das Schmidt-Team diesmal ausgedacht hat, um die schnöde Musiktheaterwelt Hamburg zu bereichern.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-2079 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/08/oh-alpengluehn-bg-bild-3.jpg" alt="" width="396" height="295" />Dass eine Hamburger Theater-Institution wie das Schmidt Theater ausgerechnet die bayerischen Alpen als Kulisse für seine neueste Produktion gewählt hat, schürt die Hoffnung auf ein amüsantes, kurzweiliges und gewohnt schräges Musical.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_670_923">
<div class="style_2">
<p class="Body">Inhaltlich geht es um eine ausgebrannte Musical-Diva, die sich vom Liebhaber ihres Agenten in ein Wellnesshotel in den Alpen einbuchen lässt, um dem Stress ihrer gescheiterten Ehe und den üblichen Wehwehchen einer alternden Musicaldarstellerin zu entfliehen. Jedoch landet sie in einem kleinen Berghof, in dem einzig das Zimmer der verstorbenen Mutter des Bauern vermietet wird. Musical-Diva Carolin Joopina van der Holding (Ähnlichkeiten mit dem Chef eines  weltbekannten Musicalkonzerns sind ganz sicher beabsichtigt) verfällt zusehends dem rustikalen Charme von Leopold. Der wiederum führt immer wieder geheimnisvolle Telefonate mit dem Liebhaber ihres Agenten, Fernando, und hört die Stimme seiner Mutter aus dem Jenseits, die ihm Carolin ausreden will. Plötzlich taucht Carolins Ehemann auf, wird aber von Poldi kurzerhand um die Ecke gebracht und entsorgt. Doch damit nicht genug &#8211; auch Carolin schwebt plötzlich in Lebensgefahr&#8230; Das klingt verwirrend? Wir wären ja auch nicht im Schmidt Theater, wenn alles nach Schema F ablaufen würde.</p>
<p class="Body">„Oh Alpenglühn!“ lebt von zwei vielseitig talentierten Bühnenkünstlern: Nik Breidenbach als Bauer Leopold und Carolin Fortenbacher als Carolin Joopina van der Holding werfen sich gegenseitig die Bälle zu und ziehen schauspielerisch, komödiantisch und gesanglich alle Register.</p>
<p class="Body">Mirko Bott hat beiden Künstlern die Rollen auf den Leib geschrieben. Beide haben die Möglichkeit, sich von unerwarteten Seiten zu zeigen: Nik Breidenbach brilliert in einer wunderbar schrägen Variante von Wildhorns „Konfrontation“ zwischen Mutter und Sohn, die gesanglich bekanntermaßen zu den schwersten Partien im Musicalbusiness gehört. Mit „I beg your pardon“ stellt er Poldis kaum vorhandene Englischkünste unter Beweis und lässt einem beim Hören dieses leider gar nicht so seltenen deutschen Akzents die Haare zu Berge stehen. Breidenbach alias Poldi gibt alles und testet seine Flirt- und Tanzkünste nicht nur an Carolin, sondern auch im Publikum &#8211; Songs wie „Komm und bedien Dich“ (im Original „Help yourself“ von Tom Jones) und „“I‘ve got you under my skin“ sind da sehr zweckdienlich.</p>
<p class="Body">Überhaupt ziehen sich die Bezüge zu großen Musicals wie ein roter Faden durch das Stück: Permanente Verweise auf Carolin Fortenbachers Paraderolle in „Mamma Mia“ in Form von Handyklingeln oder Einspielen des Songs „Fernando“ beim gleichnamigen Stichwort sind da eher die plumpe Variante. Harmonischer fügen sich die kurzen Sequenzen aus „Jekyll &amp; Hyde“, „Tanz der Vampire“ und „Phantom der Oper“ in das Gesamtbild ein.</p>
<p class="Body">Leider nimmt Carolin Fortenbacher das Musical-Motiv sehr stark auf und bewegt sich phasenweise wie eine Kreuzung aus dem Glöckner von Notre-Dame und Edward Hyde über die Bühne. Auch wenn ich allerhöchsten Respekt davor habe, dass sie im ersten Akt ausschließlich in extrem hohen High Heels über die Bühne trippeln, tanzen und überhaupt gehen muss, ihre überbordende Energie bricht sich in exzessiven Bewegungen Bahn, mit denen sie deutlich über das Ziel hinaus schießt. Hier wie auch gesanglich gilt: Weniger ist manchmal mehr. Denn ihre durchaus eindrucksvolle Stimmvielfalt stellt die Fortenbacher wie schon früher allzuoft durch Lautstärke in den Vordergrund, was sie nicht nötig hat. Denn Strauß‘ „Frühlingsstimmen-Walzer“ und „Das Phantom der Oper“ sind wahrlich keine Stücke, die jede Musicaldarstellerin im Repertoire hat. Mit ihrer Interpretation von Lady Gagas „Bad Romance“ haut sie das Publikum schlichtweg um und zeigt eine Facette, die ihr so sicherlich keiner zugetraut hat.</p>
<p class="Body">Auch Situationskomik kommt beim Schmidtschen „Oh Alpenglühn“ nicht zu kurz. Sprüche wie „Du bist aufgeregter als der Auerhahn in den Sissi-Filmen“ oder „Das Hemd ist so wie Du: ein kratziges Karo“ treffen genauso ins Schwarze wie „In Hamburg bin ich weltbekannt!“.</p>
<p class="Body">Der erste Akt entfaltet sich stimmig und rund vor den Augen des Publikums, es wird wird gejammert, getrunken, gelacht, getanzt und geflirtet. Im zweiten Akt wird es wesentlich skurriler und man gewinnt den Eindruck als würde das Stück etwas ziel- und strukturlos in einer Sackgasse münden. Aber so wie man die Shows im Schmidt Theater kennt, wird auch hieran im Laufe der Zeit noch weiter gefeilt.</p>
<p class="Body">Am Ende des zweiten Akts sitzt Carolin gefesselt im Wohnzimmer eines irr lachenden, wahnsinnigen Leopold und eine Stimme aus dem Off (der schon bei „Pension Schmidt“ aktive Wilhelm Wieben) kündigt eine Auflösung der Szene in einer Fortsetzung an. Diese würden sicherlich viele gern sehen. Man denke nur an Nik Breidenbach als Poldis schwuler Bruder Fernando oder einen weiteren Exkurs in die theatralische Vergangenheit der Musical-Diva &#8211; da ist Musik drin&#8230;</p>
<p class="Body">Das „Alpenglühn“ endet sehr plötzlich und hinterlässt ein leicht verwirrtes, aber nicht minder gut gelauntes Publikum. Dieses kleine Comedy-Musical reiht sich ein die Vielzahl erfolgreicher Musicalproduktionen aus dem Hause Schmidt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>14. Juli 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Carolin Fortenbacher</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong> Corny Littmann / Mirko Bott<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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		<title>Kurzweilige, aber immer noch anspruchsvolle Inszenierung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kurzweilige-aber-immer-noch-anspruchsvolle-inszenierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 08:40:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Anatevka]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Peter Wöhler]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Stötzel]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Waller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Anatevka“ ist wahrlich keine leichte Kost. Und dass obwohl dem Musical-Genre immer eine gewisse Oberflächlichkeit nachgesagt wird&#8230; Die Geschichte des jüdischen Milchmanns Tevje und seinen drei Töchtern tritt hier erfolgreich den Gegenbeweis an. Joseph Steins Buch stellt seit der Uraufführung 1964 die Theatermacher immer wieder vor Probleme: Eine dunkle und tragische Handlung in ärmlicher Umgebung, ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">„Anatevka“ ist wahrlich keine leichte Kost. Und dass obwohl dem Musical-Genre immer eine gewisse Oberflächlichkeit nachgesagt wird&#8230; Die Geschichte des jüdischen Milchmanns Tevje und seinen drei Töchtern tritt hier erfolgreich den Gegenbeweis an.</p>
<p class="Body">Joseph Steins Buch stellt seit der Uraufführung 1964 die Theatermacher immer wieder vor Probleme: Eine dunkle und tragische Handlung in ärmlicher Umgebung, getragen von einem herausragenden Hauptdarsteller. Einfach ist das nicht und doch hat es „Anatevka“ in das Standard-Repertoire vieler Stadttheater geschafft.</p>
<p class="Body">Mit einer Spielzeit von über drei Stunden müssen die Intendanten und Dramaturgen unseres Landes dem Publikum schon eine gefällige Inszenierung anbieten, um den Spannungsbogen und damit die Aufmerksamkeit über einen so langen Zeitraum aufrecht zu erhalten.</p>
<p class="Body">Misslang dies kürzlich in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Anatevka_2010.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1354">Lübeck</a></span> noch gründlich, so nahm sich das Hamburger St. Pauli Theater des Stoffs an und schaffte es, die immer noch langatmige Geschichte so auf die Bühne zu bringen, dass man nicht schon in der Pause gehen wollte.</p>
<p class="Body">Das Erfolgsrezept liegt im gleichzeitigen Drehen an mehreren Stellschrauben. Zum einen arrangierte Matthias Stötzel viele Stücke frischer und sorgte so für eine „helle“ Momente. Ulrich Waller bewies inszenatorischen Mut und kürzte das Stück an den richtigen Stellen (zugegeben, es hätten durchaus noch ein paar mehr sein dürfen). Zudem konnte das St. Pauli Theater mit einem jungen Ensemble aufwarten, das mit Gustav Peter Wöhler von einem sehr charismatischen und in Hamburg sehr beliebten Hauptdarsteller angeführt wurde.</p>
<p class="Body">Das kleine Hamburger Theater gibt einen schönen Rahmen für die Geschichte der kleinen jüdischen Gemeinde, die zunehmend unter den Übergriffen russischer Zarengetreuer zu leiden hat. Die Kulissen sind dementsprechend dunkel gehalten und doch können durch wenige Handgriffe und gut eingesetzte Hintergründe verschiedene Ecken des Dorfs dargestellt werden.</p>
<p class="Body">Da die drei Töchter Tevjes sehr schwungvoll und frech angelegt wurden, macht es Spaß, dem gestresste Milchmann beim Hüten seiner Rasselbande zuzusehen. Wöhler spielt die verschiedenen Facetten glaubhaft. Dass er nicht der beste Sänger des Ensembles ist, sieht man ihm daher gern nach.</p>
<p class="Body">Das Schicksal der Familie entwickelt sich vor den Augen und durch Tevjes pointierte Monologe gelingt es immer wieder, innezuhalten, das Publikum wieder einzufangen und gemeinsam weiter zu gehen.</p>
<p class="Body">Das vielseitig besetzte Orchester unter der Leitung von Matthias Stötzel spielt die schmissigen Melodien von Jerry Bock mitreißend, wo es passt und gefühlvoll dosiert in den ruhigeren Szenen.</p>
<p class="Body">Eine einzige Frage bleibt offen: Warum spricht Tevje immer wieder von der Bibel, wo doch die Thora im jüdischen Glauben das entsprechende Glaubensbuch ist. Die Inszenierung zeigt viele klassisch jüdische Handlungsweisen, da ist die Erwähnung der Bibel sehr irreführend.</p>
<p class="Body">Doch abgesehen von diesem kleinen Rätsel gefällt diese Produktion des Musical-Klassikers sehr.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> St. Pauli Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>13. April 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gustav Peter Wöhler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musikalische Leitung:</span></strong> Ulrich Waller / Matthias Stötzel<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> St. Pauli Theater / NDR<br />
</span></div>
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