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	<title>2009-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2009-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Chess oder Mamma Mia?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
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<div class="text-content style_External_390_285">
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<p class="Body">Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage auf, warum hier Songs aus zwei Shows miteinander vermischt werden? Hat man Angst, „Chess“ allein würde nicht zünden? Braucht man die allseits bekannten und beliebten ABBA-Hits, um dem Publikum vor Augen zu führen, dass „Chess“ aus der Feder von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden Bs von ABBA – stammt?</p>
<p class="Body">Weder die Unterschätzung von „Chess“ als Stück noch des Intellekts des Publikums sind gerechtfertigt. Wie die Essener Inszenierung von „Chess“ schon beweist, hat das Schachweltmeisterschafts-Musical vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und mit den amourösen Verwicklungen der Hauptakteure genug Potential, um sein Publikum blendend zu unterhalten.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1041">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch fangen wir am Anfang an: Der Vorhang hebt sich und man erblickt… eine komplett weiße Bühne! Erinnerungen an die letztjährige Inszenierung von „Jekyll &amp; Hyde“ werden wach. Auch hier spielte die Handlung vor einem komplett weißen Hintergrund. Bühnenbildnerin Barbara Bloch zeigt hier leider wenig Einfallsreichtum zumal, optische Veränderungen im Laufe der Handlung lediglich durch die amerikanische oder sowjetische Flagge erzeugt werden. Selbst die Hussen über den Stühlen sind weiß.</p>
<p class="Body">Doch ein intensives Stück wie „Chess“ vermag durchaus vor einem so tristen Hintergrund zu zünden. Leider misslingt dies in Lüneburg gründlich. Dies liegt daran, dass das Orchester auf der Hinterbühne versteckt wird und die Tontechniker es leider nicht vermögen, den symphonisch-poppigen Klang in den Zuschauersaal zu transportieren. Zuweilen klingt es so, als ob die Musiker gegen eine dicke Wattewand anspielen müssten.</p>
<p class="Body">Der sonst vorhandene Orchestergraben wird durch ein Hubelement gefüllt, in dem sich das Hotelzimmer von Frederick Trumper verbirgt. Diese zusätzliche Spielebene tut dem Stück sehr gut und sorgt für Abwechslung im alles überstrahlenden Weiß, da das Zimmer in 1970er Jahre typischen Brauntönen gehalten wurde. Doch leider dauen die Auf- und Abfahrten des Zimmers sehr lange und störten so den Handlungsfluss mehrfach.</p>
<p class="Body">Da also weder die Kulissen noch die Musik das Publikum begeistern konnten, liegt die Bürde alleinig auf den Schultern der Darsteller. Henrik Wager übernimmt die ihm schon bekannte Rolle des amerikanischen Schachspielers Frederick Trumper. Er spielt wunderbar impulsiv und feuert die Schachfiguren über die ganze Bühne. Man spürt seinen Unmut über die Entwicklungen – sowohl auf dem Schachbrett als auch im privaten Bereich – mehr als deutlich. Gesanglich leidet er unter der miserablen Aussteuerung, denn gerade bei seinen Soli „Pity the Child“ und „One Night in Bangkok“ versteht man ihn kaum. Dieses Problem hat auch Elisabeth Sikora, die als Florence zwischen den beiden Opponenten Freddie und Anatoly hin- und hergerissen ist. Mit „Nobody’s Side“ kann sie zwar zeigen, dass sie dem Stück gesanglich durchaus gewachsen ist, aber leider überträgt sich die Intensität nicht aufs Publikum. Schauspielerisch wirkt sie manchmal etwas überfordert mit der Emotionalität ihrer Figur, aber alles in allem gibt Sikora eine sehr menschliche Florence.</p>
<p class="Body">Den russischen Schachweltmeister Anatoly Sergievsky spielt Gerd Achilles, der in Erscheinung, Stimme und Bewegung immer wieder an Marius aus „Les Misérables“ erinnert: Seine Stimme ist zwar wunderbar klar und deutlich (auch wenn „“Where I want to be“ noch eine Nummer zu groß für ihn war), aber sie ist zu glatt, um die vielfältigen Gefühle auszudrücken, mit denen Anatoly im Laufe der Geschichte konfrontiert wird. Seine durchaus stattliche Erscheinung wirkt durch die steifen Bewegungen sehr unsicher und unsouverän, was nicht so recht zu dem reifenden Schachspieler passen will.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Alvin Le-Bass als Arbiter, Harry Korn als Molokov und Anne Hoth als Anatolys Frau Svetlana. Um es vorweg zu nehmen: Harry Korn ist von allen Darstellern auf der Bühne der Überzeugendste: Er spielt den russischen Agenten und Beschützer von Anatoly wunderbar kalt und berechnend. Stimmlich lässt er keine Sekunde nach und gewinnt den Kampf mit der schlechten Tontechnik. Le-Bass verkauft sich als Arbiter unter Wert. Er wirkt trotz seiner Funktion als Schiedsrichter wenig souverän und die wenigen Songs, in denen er zu hören ist, fallen kaum auf. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er am Schluss als Lead-Sänger „The Winner takes it all“ anstimmt? Doch leider fällt seine Soul-Stimme in der vorgetragenen Fassung des ABBA-Hits nicht weiter ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Anne Hoth hat als Svetlana eine der undankbarsten Rollen. Die gehörnte Ehefrau hat in der Originalfassung einige wundervolle Balladen, die ihre Verletztheit nachdrücklich unterstreichen. Doch in Lüneburg wird eine davon gestrichen und durch „Lay all your love on me“ ersetzt. Aus inszenatorischer Sicht ein Fehlgriff. Dass Svetlana betrunken und wie irr kichernd in einer Bar endet, setzt die verwirrende Reihe der Personenregie fort.</p>
<p class="Body">Philipp Kochheim, der im letzten Jahr mit seiner sehr modernen Fassung von „Jekyll &amp; Hyde“ für Gesprächsstoff sorgte, kann seiner Inszenierung keinen roten Faden und keine eindeutige Handschrift geben. Gerade bei einem so komplexen Stück wie „Chess“ ist dieser inszenatorische Rahmen jedoch unerlässlich, da sich das Publikum sonst in den vielfältigen Nebenhandlungen verliert. Auch oder gerade weil „Chess“ in Lüneburg mit knapp zwei Stunden sehr stark gekürzt wurde, ist der Regisseur noch stärker in der Pflicht, seinem Publikum die Handlung nachvollziehbar zu machen. Leider gelingt dies Kochheim nicht.</p>
<p class="Body">Warum ABBA-Stücke hinzugefügt und vorhandene Songs gestrichen wurden, erschließt sich auch mit einigem Nachdenken nicht. Und besser macht diese Vermischung die Inszenierung leider auch nicht. Berücksichtigt man nun noch die teilweise mehr als holprigen deutschen Texte (sowohl Dialoge als auch Songs werden großteils auf Deutsch vorgetragen), bleibt mehr als nur ein fader Beigeschmack. Von wem diese Texte stammen ist nicht in Erfahrung zu bringen. Weder im Programmheft noch auf der Website des Theaters stehen hierzu nähere Informationen…</p>
<p class="Body">Dennoch ist das Premierenpublikum begeistert und zollt den Künstlern mit stehenden Ovationen Respekt für ihre Leistung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196">musicalzentrale.d<em>e</em></a></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>5. Dezember 2009<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Elisabeth Sikora, Henrik Wager<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus / Philipp Kochheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></p>
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		<title>Liebesangelegenheiten im Wilden Westen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/liebesangelegenheiten-im-wilden-westen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 11:34:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Carlos Lopez]]></category>
		<category><![CDATA[Hajo Sommers]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Peter Lengkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kalte Colts & Heiße Herzen]]></category>
		<category><![CDATA[Nito Torres]]></category>
		<category><![CDATA[Omega Awlime]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Darsteller-Truppe aus „Ganz oder gar nicht – Ladies Night“ hat es in den Wilden Westen verschlagen. Mit jeder Menge Anleihen an „Bonanza“ und unter Berücksichtigung aller nur erdenklichen Klischees über Cowboys und Indianer schaffen Omega Awlime, Heinz Peter Lengkeit, Carlos Lopez, Hajo Sommers und Nito Torres eine wundervoll sinnentleerte Parodie auf Western. Die Woche ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_772">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Darsteller-Truppe aus „Ganz oder gar nicht – Ladies Night“ hat es in den Wilden Westen verschlagen. Mit jeder Menge Anleihen an „Bonanza“ und unter Berücksichtigung aller nur erdenklichen Klischees über Cowboys und Indianer schaffen Omega Awlime, Heinz Peter Lengkeit, Carlos Lopez, Hajo Sommers und Nito Torres eine wundervoll sinnentleerte Parodie auf Western. Die Woche im November 2009 in Hamburg war nur der Auftakt. Erklärtes Ziel ist die Unterhaltung von Frauen, deren Männer im Sommer den Fernseher und die Fußball-WM ihren Gattinnen vorziehen. Diese vernachlässigten Damen möchte die „Ladies Night“ Truppe mit ihrer neuen Show unterhalten. Und das gelingt ganz prächtig.</p>
<p class="Body">Die Handlung ist sehr überschaubar: Adam, Horst und der Kleine sind glückliche Cowboys, die mit ihrem Vater und dem Chinesen Hop Sing auf ihrer Ranch leben. Mit dem Tod von Pa ändert sich jedoch alles, denn dessen letzter Wille war die Hochzeit seiner Söhne – zumindest einer von ihnen sollte heiraten und die Familienehre retten. Die drei Schwestern auf der Hühnerfarm scheinen die passende (und einzige) Option für die drei Tolpatsche zu sein. Kommentiert wird das Ganze von Indianern, die dem Geschehen von einer Anhöhe in der Nähe folgen. Es kommt wie erwartet: Man trifft sich, erschießt sich fast und am Schluss siegt die Liebe …</p>
<p class="Body">Dieter Woll hat in seinem Buch alle nur erdenklichen Vorurteile verarbeitet. Die Dialoge strotzen nur so vor Kalauern. Und doch gibt es reichlich Arbeit für die Lachmuskeln. Besonders die bissigen Kommentare der ewig betrunkenen Indianer sind sehr erheitert. Dass die drei Cowboys den mehr oder weniger augenfälligen Reizen der drei Hühnerfarm-Mädels erliegen, ist vorhersehbar. Dass auch Hop Sing der unnahbaren Hip Song, die den Haushalt der Mädchen eher nicht managt, verfällt, ist ebenfalls logisch.</p>
<p class="Body">Auch all diejenigen, die nur darauf warten, dass sich Omega Awlime alias Mr. Magic wie in „Ladies Night“ auszieht, werden nicht enttäuscht. Es ist also wieder für jeden Geschmack etwas dabei.</p>
<p class="Body">Eine hochtrabende Handlung sucht man hier vergebens. Auch die Auswahl der Songs ist genau auf das Western-Genre zugeschnitten. „Cotton Eye Joe“ fehlt genauso wenig wie ABBA. Es wird ein bunter Mix geboten, der jeglicher sinnhaften Grundlage entbehrt. Doch gerade weil die Künstler darum wissen, sich selbst nicht ernst nehmen und das Publikum mit in ihre aberwitzigen Unterhaltungen einbinden, kann man diesen Abend getrost genießen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3342" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3342">musicalzentrale.de</a></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>10. November 2009</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Omega Awlime, Heinz Peter Lengkeit, Carlos Lopez, Hajo Sommers, Nito Torres</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch:</span></strong> Gerburg Janke / Dieter Woll<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christoph Schwarz<br />
</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Alter und Aussehen egal</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/alter-und-aussehen-egal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 16:50:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Elena Zvirbulis]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Vicaire]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Schell]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt in Love]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
		<category><![CDATA[William Danne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, in dieser Show geht es um die Liebe und ihre Spielarten, aber auf keinen Fall bierernst oder steif, sondern wie man es von den Kreativen des Schmidt Theater kennt: mit jeder Menge Humor. Mitklatschen und Mitsingen sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht. Letzteres fällt bei den zahlreichen Rückgriffen auf bekannte Musical-Songs auch nicht schwer. Da wird ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ja, in dieser Show geht es um die Liebe und ihre Spielarten, aber auf keinen Fall bierernst oder steif, sondern wie man es von den Kreativen des Schmidt Theater kennt: mit jeder Menge Humor. Mitklatschen und Mitsingen sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht. Letzteres fällt bei den zahlreichen Rückgriffen auf bekannte Musical-Songs auch nicht schwer. Da wird kurzerhand &#8222;Heiß begehrt&#8220; aus &#8222;Wicked&#8220; intoniert, wenn die flippige Sandy der etwas steifen Juliane zeigt, was sie alles aus sich machen kann. Elena Zvirbulis (Sandy) empfiehlt sich mit dieser Einlage spielend als Glinda, denn sowohl in Sachen Quietschigkeit als auch Tontrefferquantität steht sie ihren Kolleginnen in Stuttgart und London in nichts nach.</p>
<p class="Body">Auch &#8222;Haispray&#8220;- und &#8222;Chicago&#8220;-Songs werden treffsicher in die Revue eingebaut. Besonders großen Anklang findet &#8222;Good morning Altona&#8220; frei nach &#8222;Good morning Baltimore&#8220; aus &#8222;Haispray&#8220;, das herrlich politisch unkorrekt die augenfälligen Besonderheiten, wie den überdurchschnitt-lich hohen Anteil ausländischer Mitbürger, die in diesem Hamburger Stadtteil leben, hervorhebt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_667_1225">
<div class="style_2">
<p class="Body">Und doch ist die Show keine bloße Aneinanderreihung von bekannten Musicalstücken und Swing-Hits (&#8222;That&#8217;s Amore&#8220;), sondern eine gelungene Mischung aus bekannten und weniger bekannten Stücken, die für die musikalische Abwechslung sorgen.</p>
<p class="Body">Schwach ist allerdings die Handlung: In der Hamburger WG leben das Paar Juliane und Reiner sowie die junge Sandy und der über beide Ohren in sie verliebte Lukas. Im Laufe des Abends erfährt der Zuschauer, wie sich Juliane und Reiner kennengelernt haben und dass ihre Beziehung mehr aus der Verzweiflung heraus entstand, gar keinen Partner mehr zu finden als aus wahrer Liebe. Sandy dagegen findet Lukas ebenso sympathisch wie er sie und wartet darauf, dass er den ersten Schritt macht, wozu dieser aber zu schüchtern ist. Eines Tages stellt dann Reiner fest, dass er sich zu Lukas hingezogen fühlt und Juliane möchte ihr Sexualleben unbedingt aufregender gestalten und bestellt sich einen Callboy nach Haus. Damit ist für ausreichend emotionales Chaos auf allen Seiten gesorgt und doch plätschert das Geschehen unspektakulär vor sich hin. Aber am Ende finden sich Sandy und Lukas und auch Juliane und Reiner versuchen es noch einmal miteinander.</p>
<p class="Body">Natürlich ruft die eine oder andere Szene Erinnerungen wach oder bedient Klischees, doch vom Schmidt Theater hätte man wesentlich mehr Spitzen erwartet. Man vermisst die Offenheit und Tabulosigkeit, mit der sonst im Schmidt Theater ausnahmslos jedes Thema verarbeitet wird.</p>
<p class="Body">Für die vier Darsteller auf der Bühne gibt es dennoch viele Möglichkeiten, ihre Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen: So organisiert Susi Banzhaf nicht nur als steife, &#8222;chronisch unbefriedigte&#8220; Juliane das Leben ihrer WG-Kollegen, sondern philosophiert auch als vulgäre Ricky in lupenreinem Barmbeker Slang für eine Welt ohne String-Tangas und Männer, die sie mit ihrem BNW (kein Tippfehler, sondern ein konsequent durchgezogener Sprachfehler) und ihrer eigenen Tanke erobern.</p>
<p class="Body">William Danne besticht als Landei Lukas durch seine liebenswerte Schüchternheit und seinen pointierten trockenen Humor. Wenn er im orangefarbenen Ganzkörper-Strampelanzug auf die Bühne kommt und verzweifelt &#8222;That&#8217;s a Möhre&#8220; singend nach seinem Hasen namens &#8222;Schwarze Barbara&#8220; sucht, treibt es den Zuschauern die Lachtränen in die Augen. In der Szene, in der Danne die Auswahl als vierter Mitbewohner nachzeichnet, kann er in verschiedenen Rollen, manchmal nur für wenige Sekunden, glänzen: Sowohl als Öko-Hippie, als auch als durchgeknallte Wahrsagerin macht er eine gute Figur. Als Lukas Mutter Lisbeth, die urplötzlich ihren Sohn in der Großstadt besucht, treibt er nicht nur Reiners Halbzwillingsbruder René in den Wahnsinn. Danne hat eine starke Bühnenpräsenz, die das Publikum mit entsprechendem Szenenapplaus belohnt.</p>
<p class="Body">Elena Zvirbulis gibt die naive Sandy, die unbedingt beim nächsten DJ-Bobo-Casting gewinnen möchte. Mit ihren Stepp- und Gesangseinlagen gewinnt sie die Herzen der Zuschauer. Man hat sogar Mitleid mit ihr als sie das Casting wegen der geruchsintensiven Auswirkungen einer zuvor verspeisten Kohlsuppe vermasselt. Als Callboy Rodriguez mit überdimensionalem Sombrero wirkt sie eher niedlich, aber dennoch passt es zur Revue.</p>
<p class="Body">Der vierte im Bunde ist Mario Saccoccio, der als frustrierter und emotional unentschlossener Reiner ein Couch-Potatoe-Leben an der Seite von Juliane führt. Er ist der Schwächste dieses Quartetts, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass er während des laufenden Probenprozesses die Rollen übernommen hat, die ursprünglich Nik Breidenbach spielen sollte. Während er als Reiner zu unscheinbar bleibt, kann er als dessen Halbzwillingsbruder René &#8211; als ein alle Klischees erfüllender Franzose &#8211; auftrumpfen. Hier fallen dann auch die leichten Ausspracheprobleme kaum noch auf, während diese bei Reiner doch mehr als einmal aufhorchen lassen.</p>
<p class="Body">Die Personenregie von Joseph Vicaire ist durchaus gelungen. Er lässt seinen Kollegen ausreichend Spielraum für eigene Interpretationen und Improvisationen. Mit Susi Banzhaf und William Danne hat er zwei großartige Sänger im Ensemble, deren Wandlungsfähigkeit und Comedy-Talent herausragend sind. Markus Schell, der im Hintergrund am Klavier den ganzen Abend begleitet, spielt sich ebenfalls nicht in den Vordergrund und wird liebevoll in einige Szenen eingebunden.</p>
<p class="Body">&#8222;Schmidt in love&#8220; ist eine kurzweilige Revue, die ganz sicher für gute Stimmung sorgt, was nicht zuletzt der ansteckenden Spielfreude des Ensembles zu danken ist. Um die vielen kleinen Anspielungen auf Musicals oder aktuelles Zeitgeschehen mitzubekommen, muss man das Stück sicherlich mehrfach sehen, was bei Eintrittspreisen von maximal 27,50 Euro durchaus machbar erscheint.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196">musicalzentrale.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. Oktober 2009</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Susi Banzhaf, William Danne, Mario Saccoccio, Elena Zvirbulis</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Markus Schell / Joseph Vicaire<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Schmidt Theater</span></p>
<hr />
<h3 class="Body">Nachtrag zur Wiederaufnahme am 01.05.2012</h3>
<p class="Body">Auch in diesem Jahr haben sich im Vergleich zur Vorjahresfassung viele Details verändert. Nicht alle Gags zünden, was aber vielleicht auch an dem sehr jungen Publikum liegen mochte, das sich nicht auf die schräge WG einlassen wollte. Alle anderen hatten aber viel Spaß an dem unglaublich schüchternen Lukas und seiner notgeilen Mutter Lisbeth (beide hinreißend gespielt von William Danne), am sexuell unentschlossenen Reiner und seinem etwas sehr übertrieben schmalzigen Halbzwillingsbruder René (Mario Saccoccio), an Juliane auf der Suche nach sexueller Erfüllung und Ricky Busch mit ihrem BNW (Susi Banzhaf) sowie last but not least dem pinken Tanz-Girlie Sandy und dem gar nicht kleinen Rodriguez (Elena Zvirbulis).</p>
<p class="Body">Die Besetzung ist unverändert und harmoniert auf der Bühne perfekt. Auch spontane Texthänger werden durch wunderbare Improvisationen umschifft oder einfach herzlich weggelacht.</p>
<p class="Body">Mein Lieblingszitat (von Mutter Lisbeth): „Scheiße am Stil ist auch ne Blume!“ Wunderbar offen und ohne jeglichen Anspruch auf inhaltliches Niveau. Was hier zählt ist Unterhaltung &#8211; und die gelingt musikalisch und schauspielerisch einmal mehr aufs Allerbeste.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein seltsamer Fall</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-seltsamer-fall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 11:27:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Wildhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Pascale Chevroton]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lübeck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seltsam war er wirklich, der Fall von Deacon William Brodie, auf dessen Leben Robert Louis Stevenson seinen Roman von Dr. Jekyll und Mr. Hyde aufbaute. Und nicht minder seltsam sind die verschiedenen Bühnenadaptionen dieses Themas. Denkt man nur an die Broadway-Fassung mit David Hasselhoff, die sich grundlegend von der Version in Bremen und Köln unterscheidet. ...</p>
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<p class="Body">Seltsam war er wirklich, der Fall von Deacon William Brodie, auf dessen Leben Robert Louis Stevenson seinen Roman von Dr. Jekyll und Mr. Hyde aufbaute. Und nicht minder seltsam sind die verschiedenen Bühnenadaptionen dieses Themas. Denkt man nur an die Broadway-Fassung mit David Hasselhoff, die sich grundlegend von der Version in Bremen und Köln unterscheidet. Ganz zu schweigen von der letztjährigen Inszenierung in Lüneburg, die das Stück in einem vollkommen neuen Gewand kleidete. Und nun also Lübeck…</p>
<p class="Body">Die Grundstimmung auf der Bühne war dem viktorianischen Zeitalter entsprechend eher dunkel. Der Einsatz einer Videokamera, mit der Dr. Jekyll sich und sein Experiment filmt, passt dann aber weder zu den viktorianischen Kulissen und Kostümen noch zeugt es von großer Kreativität seitens der Regie. Denn die Szenen mit der Videokamera gehörten zu den neuartigen Highlights der Lüneburger „Jekyll &amp; Hyde“-Fassung.</p>
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<p class="Body">Auch abseits dieser kleineren Missgriffe muss man die diesjährige Musicalpremiere in Lübeck leider dem Mittelmaß zuordnen. Waren Stücke wie „My Fair Lady“, „La Cage aux Folles“, „Les Misérables“ und „Evita“ durchweg überzeugend – weil Regie, Bühnengewerke und Musik perfekt zusammenpassten – so scheint dies bei „Jekyll &amp; Hyde“ nicht geglückt. Die Regie von Pascale Chevroton scheint an vielen Stellen unausgegoren. So verpufft die Konfrontation gänzlich in der Belanglosigkeit, obwohl der freischwebende Labortisch hierzu den perfekten Rahmen abgegeben hätte, und auch der Einsatz der Hubbühne wird mehrfach überstrapaziert und führt zu langen Umbauphasen, die den Fluss der Handlung stören. Warum sich Vasiliki Roussi als Lucy von der Bühnendecke als Tuch-Seil-Artistin abseilt, ist wohl künstlerischer Freiheit zuzurechnen. Gleiches gilt für die Opfer von Mr. Hyde, die nach ihrem Tod angeschnallt werden und dann hoch über der Szenerie schwebend einige Minuten verharren. Und warum Lisa Carew, Dr. Jekylls Verlobte, in dieser Inszenierung Emma heißt, wer weiß das schon? Leichter zu erklären ist da, dass die Rolle von John Utterson, Dr. Jekylls Freund, vergrößert wurde, um Lokalmatador Steffen Kubach mehr Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Aber auch hier wurde die Änderung nicht konsequent verfolgt, sondern nur angedeutet.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1379 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/JH_2_2009.png" alt="" width="260" height="335" />Musikalisch fehlt es dem Orchester an Schwung. Gerade bei diesem Stück erwartet man viel Intensität und Kraft in den Melodien, doch leider werden Ludwig Pflanz und sein Orchester diesem Anspruch nicht gerecht. Die miserable Tontechnik am Premierenabend tat ein Übriges, um den Genuss des Musicals zu beeinträchtigen. Auch das Licht sorgt für viele Fragezeichen: Warum steht der Hauptdarsteller mehrfach singend im Dunkeln, während der Verfolger auf andere Darsteller gerichtet ist?</p>
<p class="Body">Unter dem unausgewogenen Ton litten auch die Darsteller sehr. Mit Ausnahme von Thomas Christ in der Titelrolle war kaum einer wirklich zu verstehen. Christ, der in den letzten beiden Jahren bereits als Ché in „Evita“ und Jean Valjean in „Les Misérables“ die Kritiker für sich begeisterte, legt sich für eine der größten und anspruchsvollsten männlichen Rollen im Musicalfach ins Zeug. Überzeugend und nicht überzogen stellt die Wandlung von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde dar. Man nimmt ihm die Forschungsbesessenheit ab. Stimmlich kann er der Rolle gerecht werden, obwohl hier der Unterschied zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde noch etwas trennschärfer herausgearbeitet werden könnten. Das würde dem Publikum den Unterschied, der optisch nicht übermäßig deutlich wird, noch besser vor Augen führen. Die sichtbare Wandlung besteht in erster Linie aus einem verwuschelten Haarschopf und einem dunklen Mantel, der durch Wenden des Laborkittels von Dr. Jekyll entsteht. So manches Mal hat Christ mit diesem sehr pfiffigen, aber nur wenig praktikablen Kostümwechsel zu kämpfen.</p>
<p class="Body">Ausnahmslos alle anderen Darsteller sind austauschbar. Sonja Freitag gibt ihrer Emma Carew nichts erinnerungswürdiges, und auch Vasiliki Roussi bleibt als Lucy mehr für ihre akrobatischen Einlagen im Gedächtnis als für ihr Spiel und ihren Gesang. Gesanglich weist sie sehr große Schwächen auf: Zwar hat sie eine wunderschöne Stimmt, doch es fehlt ihr an Volumen und Facettenreichtum, um der Rolle der Prostituierten genügend Druck zu verleihen.</p>
<p class="Body">Da überzeugt Masha Karrell als Nellie schon mehr. Sie gibt eine verspielt-überdrehte Bordellchefin und geizt nicht mit ihren Reizen. Stimmlich hört man ihr das schwere Leben und die Verruchtheit deutlich mehr an als Roussi.</p>
<p class="Body">Über Steffen Kubach alias John Utterson kann man kaum ein schlechtes Wort verliehen. Gesanglich passt er wunderbar auf die Rolle, auch sein Schauspiel ist überzeugend – und doch kämpft er gegen Windmühlen, da die Rolle im Vergleich zu seinen sonstigen Parts geradezu nicht existent ist.</p>
<p class="Body">Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich das Theater Lübeck mit sehr gemischten Gefühlen verlassen. Wirklich überzeugt hat diese Produktion von „Jekyll &amp; Hyde“ mich leider nicht.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lübeck</span></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>19. September 2009</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Thomas Christ</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Frank Wildhorn / Pascale Chevroton<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Thorsten Wulff<br />
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		<title>Charmantes Verwicklungsspiel als Garant für gute Laune</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/charmantes-verwicklungsspiel-als-garant-fuer-gute-laune/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 11:19:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Jörg Frey]]></category>
		<category><![CDATA[Meike Kircher]]></category>
		<category><![CDATA[Victor/Victoria]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das beschauliche Altonaer Theater in Hamburg ist seit Jahren ein Garant für kurzweilige Unterhaltung. Ob nun „My Fair Lady“, „Jailbirds“ oder “Victor/Victoria” – jede Produktion hat ihren ganz persönlichen Charme und zaubert dem Publikum ein Lächeln auf das Gesicht. In diesem Jahr hat man sich also des Klassikers von Blake Edwards (Buch), Henry Mancini (Musik) ...</p>
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<p class="Body">Das beschauliche Altonaer Theater in Hamburg ist seit Jahren ein Garant für kurzweilige Unterhaltung. Ob nun „My Fair Lady“, „Jailbirds“ oder “Victor/Victoria” – jede Produktion hat ihren ganz persönlichen Charme und zaubert dem Publikum ein Lächeln auf das Gesicht.</p>
<p class="Body">In diesem Jahr hat man sich also des Klassikers von Blake Edwards (Buch), Henry Mancini (Musik) und Leslie Bricusse (Songtexte) angenommen. In der Regie von Ulrike Grote entwickelt sich die Geschichte von Victoria Grant, die aus der Not eine Tugend macht und mithilfe von Toddy der gefeierte polnische Travestiedarsteller Victor Grazinski wird.</p>
<p class="Body">Das Stück spielt Anfang der 30er Jahre in Paris. Victoria lernt bei einem Vorsingen in einem Nachtclub den schwulen Chansonnier Carol Todd, genannt Toddy, kennen. Im Gegensatz zum Nachtclubbesitzer erkennt Toddy das Potential der jungen Frau. Durch einen Zufall kommt er auf die Idee, Victoria als Graf Victor auszugeben. Das macht er natürlich nicht ganz uneigennützig. Denn mit dem schicken jungen Grafen an seiner Seite möchte Toddy seinen Ex-Freund eifersüchtig machen. Dass die Auftritte von Victor in kurzer Zeit ganz Paris begeistern, kommt ihm da sehr gut zu Pass.</p>
<p class="Body">Dass Victor auch Leute neugierig macht, mit denen man sich besser nicht anlegt, ist nahezu unvermeidlich. Der Kleinkriminelle King Marchand sieht Victor auf der Bühne und ist zunächst von dem Mann im Damenkleid abgestoßen. Plötzlich bemerkt er jedoch, dass er sich zu Victor hingezogen fühlt und bekommt arge Selbstzweifel. Nach einem Zwischenfall offenbart sich Victoria King Marchand und die beiden beginnen eine Affäre. Sehr zum Leidwesen der nunmehr abservierten Norma, die auf Rache sinnt und versucht, King Marchand mit seiner vermeintlichen Homosexualität in Gangsterkreisen in Unbill zu bringen.</p>
<p class="Body">Das Finale ist ein heiteres Durcheinander, an dessen Ende Victoria und King Marchand als echtes Paar aus Frau und Mann hervorgehen, Norma frustriert davonläuft und King Marchands Leibwächter sich hoffnungslos in Toddy verliebt.</p>
<p class="Body">Die Handlung an sich gibt viele Möglichkeiten, um Nebenhandlungen aufzubauen und verschiedenste Charaktere wechselseitig in den Mittelpunkt zu stellen. Leider misslingt Ulrike Grote dieses feine Zusammenspiel gründlich. Ihre Figuren scheinen nicht zu Ende gedacht und kratzen nur an der Oberfläche der vielschichtigen Geschichte.</p>
<p class="Body">So steht erstaunlicherweise nicht Victor/Victoria alias Meike Kircher im Mittelpunkt des Geschehens, sondern Toddy (Hans-Jörg Frey) und Norma (Regina Stötzel) avancieren zu den absoluten Publikumslieblingen. Frey gibt einen sehr charmanten alternden Homosexuellen, der aus seiner Leidenschaft keinen Hehl macht und Victoria mit viel Gefühl als bester Freund zur Seite steht. Er überzeichnet den Charakter dort, wo es passt und nimmt sich an anderer Stelle gleichermaßen zurück.</p>
<p class="Body">Regina Stötzel spielt die nervige, strunzdoofe Vorzeige-Blondine Norma exzellent. Ihre Auftritte sorgen für Lacher und anhaltenden Zwischenapplaus. Sie hat mit Abstand die dankbarste Rolle und macht was daraus.</p>
<p class="Body">Als King Marchand versucht Stefan Haschke seinen Mann zu stehen. Leider fällt es ihm schwer den gerissenen Gangster glaubhaft über die Rampe zu bringen. Natürlich spielt hierbei auch eine Rolle, dass er nicht das gängige Klischee eines gutaussehenden Adonis erfüllt. Seine Kolleginnen sind größer als er und allein dadurch gerät ganz schnell an die Grenze zur Witzfigur. Berücksichtigt man hierbei nun noch, dass sein Leibwächter (gespielt von Simon Zigah) – ein Bär von einem Mann – ihn an komödiantischen Szenen und Bühnenpräsenz deutlich übertrumpft, kann einem Haschke schon fast leid tun. Und doch drängt sich der verdacht auf, dass er nichts dafür kann. Denn auch die Rolle von Victor/Victoria gerät zur Randfigur. Dies liegt sicherlich nicht an dem nicht vorhandenen schauspielerischen Unvermögen von Meike Kircher – im Gegenteil, sie spielt ihre beiden Parts sehr gut und zeigt auch Ansätze, die die innere Zerrissenheit erahnen lassen. Und doch bleibt sie am Ende blass.</p>
<p class="Body">Bleiben noch die Songs, von denen vor allem „ Le Jazz Hot“ und „The Shady Dame from Seville“ sowie die wunderschöne Ballade „Du und Ich“ im Gedächtnis bleiben. Erstere wegen der farbenfrohen Kostüme der vier Tänzer und des Stars Victor sowie der ausladenden Choreographien; letzterer wegen der schönen Stimmfarben von Meike Kirchen und Hans-Jörg Frey, die erahnen lassen, was möglich gewesen wäre.</p>
<p class="Body">So schön „Victor/Victoria“ oberflächlich betrachtet sein mag und so sehr man auch über die Comedy-Nummern lacht – ein Slapstick-Musical ist das Stück nun bei weitem nicht. Und diese Grenze wurde in der Regie von Ulrike Grote leider nicht gewahrt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>2. August 2009</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Meike Kircher, Hans-Jörg Frey</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Ulrike Grote<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Joachim Hiltmann<br />
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