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	<title>2003-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2003-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Das Beste was Musicals in Deutschland zu bieten haben</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2003 15:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Musical Gala]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
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<p class="Body">Unter diesem Titel präsentierte die Stage Holding das Beste, was ihre Produktionen hergaben. Zumindest wurde vollmundig angekündigt, dass in der Köln Arena „die bekanntesten und größten Highlights der erfolgreichsten Musicals unserer Zeit in absoluter Top-Besetzung“ präsentiert werden sollten. 100 Künstler waren angekündigt, darunter ein 30-köpfiges Orchester und die Stars der einzelnen Produktionen.</p>
<p class="Body">Allerdings war das, was geboten wurden, dass letztlich nur als Mittelklasse einzustufen. In knapp 30 Songs wurden mehr oder weniger bekannte Stücke der Stage Holding International beworben. Darunter waren allein vier Stücke aus „Mamma Mia!“ sowie je zweimal „Der König der Löwen“ und „Elisabeth“. Das diese Selbstgänger noch einer so intensiven Werbung benötigen, erscheint im Rahmen einer Best Of-Gala etwas unangebracht.</p>
<p class="Body">Stücke wie „Tanz der Vampire“, „42nd Street“ oder „Les Misérables“, die allesamt über ausreichend Hitpotential verfügen, wurden mit je einem Song abgespeist. Da erstaunte es sehr, dass „Aida“ – ebenfalls eher als Problemkind der Stage Holding &#8211; gleich mit drei Songs vertreten war.</p>
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<p class="Body">Allerdings verwunderte sowohl die Auswahl der Songs als auch die Besetzung. Warum singt nicht Zoser-Erstbesetzung Kristian Vetter „Eine Pyramide mehr“, sondern Drew Sarich (dessen Leistung allerdings tadellos war und sehr beeindruckte)? Warum wurde nicht Amneris’ Paradestück „Mein Sinn für Stil“ präsentiert – immerhin war Maricel ja Bestandteil der Gala? Und wo war die neue Aida Judith Lefeber? Stattdessen mühte sich Ana Milva Gomes mit der Vertretung ab. Hätte man dafür nicht vielleicht Florence Kasumba einsetzen können? Immerhin hat sie diese Rolle zwölf Monate lang gespielt.</p>
<p class="Body">Und ob Stücke wie „Gypsy“, „Smokey Joe’s Café“ oder „Copacabana“ wirklich zu den erfolgreichsten Musicals unserer Zeit zählen, darf ebenfalls bezweifelt werden.</p>
<p class="Body">Genug der Kritik. Immerhin hatte diese Gala auch einiges positives zu bieten: Uwe Kröger brillierte als Tod aus „Elisabeth“ genauso wie als Kardinal Richelieu aus „3 Musketiere“. Dass diese Rolle zur Deutschlandpremiere ab 3. April 2005 von Uwe Kröger gespielt werden würde, stand bereits lange vor der Gala fest. Jedoch konnte sich das Publikum davon überzeugen, dass ihm der machthungrige Kardinal gut zu Gesicht steht. In zwei weiteren Stücken aus dem holländischen Erfolgsmusical „3 Musketiere“ stand Felix Martin als D’Artagnan im Mittelpunkt. Mit viel Energie und Leidenschaft verkörperte er den Möchtegern-Musketier und macht Lust auf mehr. Dennoch ist sicher, dass der sympathische Künstler die Vampire in Hamburg ein weiteres Jahr als alternierender Graf anführen wird. Die Rolle des jugendlichen Draufgängers, der nicht nur den Respekt der drei Musketiere, sondern auch das Herz von Constanze erobert, wird der ehemalige alternierende „Aida“-Radames Patrick Stanke spielen.</p>
<p class="Body">Von den „Stars“ der neun großen deutschen Musicalproduktionen war nur ein Bruchteil anwesend: Thomas Borchert wurde immerhin durch Felix Martin vertreten. Jessica Kesslers Part bei „Totale Finsternis“ übernahm Maricel, der die Rolle des jungen Mädchens jedoch nicht wirklich zu liegen schien. Isabel Dörfler stand stellvertretend für ihre Kollegen von „42nd Street“ auf der Bühne. Jasna Ivir und Carolin Fortenbacher repräsentierten die beiden „Mamma Mia!“-Ensembles. Von „Les Misérables“ war außer Uwe Kröger niemand mit von der Partie. Lediglich aus „Starlight Express“ reisten mit Bernie Blanks und Lothair Eaton die beiden Erstbesetzungen an.</p>
<p class="Body">Darüber hinaus ging die Besetzung der Rollen teilweise recht seltsame Wege: Maricel lieferte mit „Nur für mich“ eine genauso wenig überzeugende Leistung ab wie Carolin Fortenbacher als Grizabella oder die junge Muse des Phantoms der Oper. Und ob Jasna Ivir als Elisabeth mit „Ich gehör nur mir“ wirklich glücklich war?</p>
<p class="Body">Die wirklichen Highlights waren – neben der gelungenen Präsentation von vier Stücken aus „3 Musketiere“ – die kurzen Sequenzen, die sich die Darsteller scheinbar selbst ausgesucht hatten. So zog Isabel Dörfler beim Titelsong von „Cabaret“ alle Blicke auf sich und auch „Hello, Dolly!“ mit Carolin Fortenbacher als Titelfigur war gefällig inszeniert. Den aufreizendsten Auftritt hatte jedoch Felix Martin als Frank’N’Furter mit „Sweet Tranvestite“. In dieser Rolle hatten ihn sicherlich die wenigsten der rund 14.000 Zuschauer pro Show vermutet. Genau solche Schmankerl sind es, die ein Publikum von einer Best Of-Gala erwarten können muss!</p>
<p class="Body">Drew Sarich hatte sichtlich Spaß daran, dem Publikum einen Ausblick auf das vielleicht doch noch irgendwann zu Bühnenreife gelangende Scorpions-Stück „Wind of Change“ zu präsentieren, und rockte „Like a Hurricane“ über die Bühne.</p>
<p class="Body">Jasna Ivir schlüpfte für die Gala noch einmal in die Rolle der Rosie. Sie lieferte zusammen mit Moderator Sebastian Deyle und „Komm und wag’s mit mir“ eine der lustigsten Nummern des Abends ab.</p>
<p class="Body">Generell war der zweite Akt viel straffer und abwechslungsreicher zusammengestellt als der erste. Aber ob „Best of 2004“ sich in dieser Form für eine Tour oder Fortsetzung anbietet? Sicherlich nicht. An der Umsetzung gab es nichts zu mäkeln, denn Ton, Licht und Inszenierung waren durchweg gut. Doch die Ankündigungen der Stage Holding ließen wesentlich mehr erwarten. Hinzu kommt, dass die Eintrittspreise von bis zu 70 € die Erwartungen sicherlich zusätzlich nach geschraubt hatten. Im Großen und Ganzen jedoch, hielt die Leistung nicht das, was Preis und Werbung versprachen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Color Line Arena, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carolin Fortenbacher, Jasna Ivir, Maricel, Felix Martin, Drew Sarich</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding</span></p>
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		<title>Die schrille Autoren-Biographie in München</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2003 12:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Poe]]></category>
		<category><![CDATA[Tollwood]]></category>
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<p class="Body">Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen.</p>
<p class="Body">Die Kompositionen von Nimsgern sind abwechslungsreich und eingängig, die Besetzung ist eingespielt und hat sich mehrfach bewährt – wo also soll man nach dem Haar in der Suppe suchen? Ganz klar: in der Location. Sei es nun die Akustik oder der sehr begrenzte Spielraum oder das Klima – ein (mobiles) Zelt ist einfach kein adäquater Spielort für ein anspruchsvolles Musical.</p>
<p class="Body">Edgar Allan Poes letzte Nacht, sein letzter Traum, ist Thema des Musicals Poe. In sieben Bildern, die thematisch zwar seinem Werk entlehnt sind, aber auch ohne deren Kenntnis eine eigene Kraft und Logik entwickeln, wird die Geschichte eines Paktes mit dem Teufel in Form des mysteriösen Dr. Pilatus erzählt.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Für den Preis angeblicher Heilung und eines letzten großen Erfolgs überlässt Poe seine so kraftvolle wie überbordende Fantasie dem Teufel. Auch im letzten Duell zwischen Poe und Pilatus erkennt Poe nicht die Wahrheit: Er selbst ist Pilatus. Er erschießt seinen Feind und damit auch sich.</p>
<p class="Body">Die Stimmen von Darius Merstein-Macleod, der als Pilatus an Exzentrik nicht zu überbieten ist, Poe-Darsteller Henrik Wager und Aino Laos (Virginia) sind – wie man sich u. a. auf dem Showalbum überzeugen kann – kräftig, durchdringend und perfekt für die Charaktere. Im Tollwood-Zelt kommen davon jedoch nur Bruchteile beim Publikum an. Die schlechte akustische Isolierung des Musicalzelts schluckt viele Details und man muss miterleben, wie die Darsteller dagegen ankämpfen.</p>
<p class="Body">Das intensive musikalische Rock-Spektakel wird durch ein gutes, phasenweise verwirrend schrilles Bühnenbild (Detlev Beaujean) ergänzt. Die teilweise sehr offenherzigen Kostüme (Angela C. Schuett) der Damen auf der Bühnen erfreuen die Herzen der männlichen Zuschauer. Für die Charaktertiefe sind bei Poe die Herren zuständig: Pilatus ist von der ersten bis zur letzten Minute Ehrfurcht gebietend und Angst einflößend – man merkt, dass sich Darius Merstein-Macleod in dieser Rolle gefällt und die Bösartigkeit hinter Mysterischem zu verstecken weiß. Henrik Wager, der Titel“held“, der keiner ist, versucht sich vergeblich gegen Pilatus und dessen vermeintliche Intrigen zu wehren, erliegt aber schließlich seinen eigenen Phantasien.</p>
<p class="Body">Aino Laos als Virginia Usher verfügt über eine angenehme Ausstrahlung und setzt die Waffen einer Frau gewinnbringend ein. Als Madeline Pfaahl/Psychezenobia ist Helena Hellqvist zu erleben, die mit schöner Stimme ihren sehr schrägen Charakteren Ausdruck verleiht.</p>
<p class="Body">Die vierköpfige Band unter der Leitung von Frank Nimsgern sorgt vor allem bei Showstoppern wie „Meister der Nacht“, „Sieh mich an“ und „Poemanie“ für satten Sound. Ruhigere Stücke wie „Auf den Flügeln der Nacht“ werden von der dürftigen Akustik leider arg in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: left;">Auch wenn die Zeltproduktion von „Poe“ nicht an die Originalinszenierung aus dem Saarbrücker Staatstheater herankommt, ist damit der lange überfällige Schritt getan, diese Show außerhalb des Saarlandes zu präsentieren.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Tollwood, München</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Darius Merstein-Macleod, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Frank Nimsgern<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Tollwood München<br />
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		<title>Fulminanter Einstand der Vampire in der Neuen Flora Hamburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/fulminanter-einstand-der-vampire-in-der-neuen-flora-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 16:28:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Fredrik Wickerts]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Steinman]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Kohler]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Polanski]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Borchert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um es gleich vorweg zu nehmen: »Der König der Löwen« und »Mamma Mia!« haben seit 7. Dezember eine ebenbürtige Konkurrenz in der Hansestadt. Wenn jemand den beiden erfolgreichen Großproduktionen das Wasser reichen kann, dann ist es Roman Polanskis »Tanz der Vampire«. Nur neun Wochen hatte das Team um den Technischen Leiter Dennis Krauß Zeit, das ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Um es gleich vorweg zu nehmen: »Der König der Löwen« und »Mamma Mia!« haben seit 7. Dezember eine ebenbürtige Konkurrenz in der Hansestadt. Wenn jemand den beiden erfolgreichen Großproduktionen das Wasser reichen kann, dann ist es Roman Polanskis »Tanz der Vampire«.</p>
<p class="Body">Nur neun Wochen hatte das Team um den Technischen Leiter Dennis Krauß Zeit, das Bühnenbild aus Stuttgart für Hamburg zu adaptieren. Die besondere Herausforderung bestand darin, die Großkulissen, die auf eine schmale, sehr tiefe Bühne ausgelegt waren, dergestalt umzuarbeiten, dass sie auf der Hauptbühne der Neuen Flora, die keinerlei Stauraum im hinteren Bühnenbereich vorsieht, Platz finden. Auch der Einbau der ehemals zwölf Meter hohen Wendeltreppe im gräflichen Ballsaal bedurfte einiger Tricks und Kniffe.</p>
<p class="Body">Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Das Premierenpublikum honorierte diverse Bühnenbilder mit aufbrausendem Szenenapplaus. Besonders beeindruckt waren die Zuschauer von der Friedhofsszene, in der die Vampire zahllosen Gräbern entsteigen. Auch die Ahnengalerie im Vampirschloss, wo Graf von Krolock der Versuchung Sarah zu beißen kaum widerstehen kann, wurde mit viel Beifall bedacht.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1612">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Technikabteilung hat sich noch eine weitere Neuigkeit einfallen lassen, um die Besucher direkt in das Geschehen einzubinden: Das winterliche Transsylvanien wird im Theatersaal durch „echten“ Schnee greifbar. Alle Gäste, die in Reihe 13 saßen, mussten sich nach dem ersten Akt den Schnee von den Schultern klopfen, den ein Schneesturm über ihren Köpfen durchs Theater wirbelte. Auch für alle zukünftigen Zuschauer gilt: Ziehen Sie sich warm an! Denn dies war kein einmaliger Premieren-Gag, sondern ist Bestandteil jeder Vorstellung!</p>
<p class="Body">Oscar®-Gewinner Roman Polanski hat es sich nicht nehmen lassen, bei der Hamburger Musical-Produktion seines weltbekannten Hollywood-Klassikers „The Fearless Vampire Killers“ (1967) höchstpersönlich Regie zu führen. Im zur Seite stand ein Team, dass sich schon bei der Wiener und der Stuttgarter Inszenierung einen Namen gemacht hat: Michael Reed als Musical Supervisor und Dennis Callahan als Choreograph haben genauso langjährige Erfahrung mit Graf von Krolocks Vampiren wie William Dudley, der bereits für Wien und Stuttgart das Bühnenbild designte.</p>
<p class="Body">Nicht nur bei den Kreativen setzte die Stage Holding auf eine Menge Erfahrung. Von insgesamt 47 Darstellern haben bereits 15 in einer anderen »Tanz der Vampire«-Produktion mitgewirkt. Dies hat einerseits den Vorteil, dass die großen Tanz- und Gesangsnummern nahezu perfekt sind, andererseits fehlt es an der ein oder anderen Stelle an Frische und Schwung. Vielleicht liegt es gerade hieran, dass die Zuschauer nicht so gefesselt sind wie in Stuttgart? Es ist aber auch durchaus vorstellbar, dass die Sound Designer die typischen Akustikprobleme in der Neuen Flora von vorn herein ausschließen wollte und ihre Arbeit etwas zu gründlich gemacht haben…</p>
<p class="Body">Jim Steinmans Kompositionen sind mitreißend und animieren zum Mittanzen. Gesanglich und tänzerisch werden die rockigen Stücke hervorragend transportiert. Das Buch von Michael Kunze sorgt für heitere wie mitfühlende Momente. Ganz besonders sticht der Wortwitz hervor, mit dem Prof. Abronsius (Werner Bauer) sein Umfeld immer wieder zum Lachen bringt. Die anspruchsvollen Texte, die zudem in einem atemberaubenden Tempo vorgetragen, zollen den Besuchern höchsten Respekt ab. Werner Bauer liefert eine solide Interpretation des schusseligen Vampirjägers. Auch wenn seine Version lange nicht so witzig ist, wie die von Jens Janke in Stuttgart, so hat er doch die Lacher auf seiner Seite.</p>
<p class="Body">Als sein Assistent Alfred steht der Schwede Fredrik Wickerts auf der Bühne. Die Erfahrung mit der Rolle (aus Stuttgart) und der zusätzliche Phonetik-Unterricht machen sich bezahlt: Nahezu akzentfrei singt er sich mit seiner gefühlvollen Stimme in die Herzen des Publikums. Sein sensibel vorgetragenes Solo „Für Sarah“ rührt die Besucher zu Tränen. Auch in der allerletzten Reihe kommt an, dass der scheue Alfred alles geben würde, um das Herz der hübschen Sarah zu gewinnen. Fredrik Wickerts’ sanfte und zugleich kraftvolle Stimme prägt sich nachhaltig ein und macht seine Auftritte zu den bemerkenswertesten des Abends.</p>
<p class="Body">Das Objekt der Liebe Alfreds und der Begierde des Vampirgrafen, die junge Wirtstochter Sarah, wird von Jessica Kessler überzeugend unschuldig und doch wissbegierig dargestellt. Ihre helle, klare Stimme wirkt frisch und unverbraucht. Zu Beginn des Stücks ist sie noch naiv und unglücklich, doch sie wandelt sich zu einer wunderbar bösen und gierigen Vampir-Lady. Sowohl stimmlich als auch optisch geben Jessica Kessler und Fredrik Wickerts alias Sarah und Alfred ein perfektes Paar ab. Dass die junge Duisburgerin etwas ganz Besonderes ist, meint auch »Les Misérables«-Star Uwe Kröger: „Jessica ist die beste Sarah, die ich je gesehen habe!“</p>
<p class="Body">Rebecca und Chagal, die Eltern von Sarah, werden von Jan Merchant und Jerzy Jeszke dargestellt. Jan Merchant meistert die Gratwanderung von der brüskierten Wirtsfrau zur liebenden und trauernden Witwe mit Bravour. Ihre wenigen Gesangszeilen offenbaren eine warme, mitfühlende Stimme, die man aufgrund der ansonsten recht dominant angelegten Rolle nicht erwarten würde.</p>
<p class="Body">Der gebürtige Pole Jerzy Jeszke kehrt in der Rolle des untreuen Wirts Chagal auf eine ihm wohl vertraute Bühne zurück: Schon als Phantom der Oper begeisterte er das Hamburger Publikum! Mit viel Witz und Originalität überzeugt er als um das Wohlergehen seiner Tochter besorgter Vater genauso wie als „jüdischer Vampir“.</p>
<p class="Body">Der Grund für die nächtlichen Ausflüge von Chagal ist die hübsche Magda, die als Magd in seinem Wirtshaus arbeitet. Anna Thorén hat diese Rolle bereits in Stuttgart gecovert, wird ihr jedoch nicht vollends gerecht. Sie hat zwar eine laute, durchdringende Popstimme, es mangelt ihr aber in den entsprechenden Szenen an der Lüsternheit, die sie mit ihrem Text „Geil zu sein, ist komisch!“ ankündigt.</p>
<p class="Body">Das Verbindungsglied zwischen der Welt der Vampire und den Dorfbewohnern ist der Bucklige Koukol. Stefan Büdenbender hat diesen Part schon in Stuttgart perfektioniert und erschreckt auch in Hamburg das Publikum mit seiner schaurigen Maske und dem unsympathischen Auftreten zu Tode. Instinktiv schaut man zu Boden, wenn sich der Diener des Vampirgrafen auf einen zu bewegt – so furchterregend sieht der Künstler aus.</p>
<p class="Body">Die sagenumwobene Hauptfigur des Musicals ist der Vampirgraf von Krolock, der mit seinem Sohn und unzähligen Gefolgsleuten in einem düsteren Schloss wohnt. Thomas Borchert, der zugunsten dieser Rolle auf den Luigi Lucheni in der Wiener Jubiläumsinszenierung von »Elisabeth« verzichtete, stellt den Herrscher der Nacht erschreckend emotionslos dar. Seine volle Stimme passt perfekt zu den rockigen Melodien von Jim Steinman. Vor allem in den langsamen Passagen kommt seine stimmliche Bandbreite hervorragend zum Ausdruck. Jedoch lässt er bei „Unstillbare Gier“ die Verletzlichkeit vermissen, die beim Zuschauer Mitleid mit dem seit hunderten von Jahren vereinsamten Grafen wecken soll. Alfreds Kommentar, nachdem er den Grafen in dieser ruhigen Minute beobachtet hat (“ Sie haben Gefühle!“) wirkt bei Thomas Borcherts unterkühlter Darstellung etwas fehl am Platz.</p>
<p class="Body">Alternierend wird der Graf von Felix Martin gespielt, dessen intensive Interpretation des Fürsterzbischof Colloredo in »Mozart!« darauf hoffen lässt, dass er dem Grafen mehr Struktur verleiht.</p>
<p class="Body">Norbert Kohler, der sich als Grafensohn Herbert „unsterblich“ in den schüchternen Alfred verliebt, gibt den schwulen Jungvampir tuntig; karikiert diese Eigenschaft jedoch nicht, so dass seine Einsamkeit und sein Verlangen nach „Frischfleisch“ sehr glaubhaft sind. Seine schöne Stimme macht das Duett mit Fredrik Wickerts „Wenn Liebe in Dir ist“ zu einem der Highlights der Vorstellung.</p>
<p class="Body">Was von der Hamburger Inszenierung haften bleibt, sind – neben den sehr guten Protagonisten – vor allem die großen Tanzszenen, in den denen das Ensemble mit der eindeutigen Handschrift von Dennis Callahan über die Bühne rockt. Hier ist neben der Traumszene von Sarah „Die roten Stiefel“ vor allem das Nightmare-Solo „Carpe Noctem“ zu nennen. In diesen Szenen verkörpern die grandiosen Tänzerinnen und Tänzer den Sex, die Leidenschaft und das Geheimnisvolle, das jeden Vampir umgibt, auf eine besonders explosive und ansteckende Weise.</p>
<p class="Body">»Tanz der Vampire« lebt von der Dunkelheit und Mystik. Besonders die Schlosskulissen, aber auch die extravaganten Kostüme von Sue Blane und das außergewöhnliche Make-Up inkl. individuell angepasster Vampir-Eckzähne sorgen dafür, dass die Darsteller zum Fürchten aussehen.</p>
<p class="Body">Man kann sich vorstellen, dass es dem Ensemble einen Heidenspaß macht, jeden Abend durch den Theatersaal zu „schweben“ (tatsächlich scheinen die Vampire bei ihrem ersten Erscheinen an den Wänden und in den Gängen der Neuen Flora zu schweben) und die Zuschauer zu erschrecken. Derartige Adrenalinschübe sorgen bei den sonst so unterkühlten Nordlichtern dafür, dass sie den Kultcharakter dieses Grusicals schon jetzt verstehen. Auch das Premierenpublikum feierte die Vampire frenetisch mit minutenlangen Standing Ovations. Mehr als 130.000 verkaufte Tickets – und dies bereits vor der Premiere – deuten darauf hin, dass nach zwei schwierigen Jahren endlich wieder eine Erfolgsproduktion in die Neue Flora eingezogen ist.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>7. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Thomas Borchert, Jessica Kessler, Norbert Kohler, Fredrik Wickerts</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Roman Polanski / Jim Steinman<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
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		<title>Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 15:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Dörfler]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur Ausgangslage… Die sich daraus entwickelnde Handlung ist schnell erzählt: Peggy überzeugt mit ihrem außerordentlichen Talent und nicht zuletzt durch ihren natürlichen Charme den Direktor und wird für seine neue Show „Pretty Lady“ als Ensemble-Mitglied engagiert. Obwohl sie um Längen besser tanzt und singt als ihre Kolleginnen, ist Peggy mit der Ensemble-Rolle überglücklich.</p>
<p class="Body">Bei einer der Previews kommt es zu einem folgenschweren Unglück: Peggy wird von einem Tanzpartner so ungeschickt geführt, dass sie mit dem Star der Show – der Diva Dorothy Brock – zusammenstößt, die sich daraufhin den Knöchel bricht. Peggy wird gefeuert und ohne Hauptdarstellerin droht die Show zu platzen… In wenigen Tagen ist Premiere und niemand ist da, der die Rolle der Diva adhoc übernehmen kann – außer Peggy.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1007">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mit vereinten Kräften überzeugt das Ensemble Julian Marsh das junge Ausnahmetalent zurückzuholen. Dies gelingt und für Peggy beginnt ein Proben-Marathon, denn sie muss binnen 36 Stunden eine große Hauptrolle auswendig lernen, damit die Premiere von „Pretty Lady“ am Broadway ein Erfolg wird.</p>
<p class="Body">Schon die Ouvertüre dieses Glamour-Musicals ist atemberaubend: Der Vorhang hebt sich nur einen Meter, gerade soweit, dass das Publikum die Füße des Ensembles sehen kann. Dann wird es von einem wahren Trommelfeuer aus Steppschritten geradezu in die Sitze gepresst! Und genau das ist es, worum es geht: Stepptanz! Die Show besteht zu 75 % aus der genialen Choreographie von Gower Champion, die von Randy Skinner für die Stuttgarter Inszenierung beeindruckend umgesetzt wurde. Für die restlichen 25 % leuchten die schillernden Kostüme und das glitzernde Bühnenbild um die Wette.</p>
<p class="Body">800 Kostüme und 600 Paar Schuhe kommen jeden Abend zum Einsatz. Diese Vielfalt allein übertrifft schon alles bisher da gewesene. Doch das Bühnenbild von Douglas W. Schmidt stellt alles andere in den Schatten: Ein überdimensionaler, bühnenfüllender Spiegel macht aus dem tanzenden Damen-Ensemble perfekt aufeinander abgestimmte Synchronschwimmerinnen. Die von auffälliger Leuchtreklame umgebene Showtreppe gibt dem Finale der Show den passenden Rahmen. Wer bis dahin nicht weiß, worum es geht, weiß spätestens dann: Wir sind am Broadway! Der schimmernden Scheinwelt von Ruhm, Träumen und Tränen.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird durch auffallend wenige Gesangsstücke und spritzig-leichte Dialoge erzählt, die jedoch mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny adaptiert wurden.</p>
<p class="Body">Wenn man Kritik an diesem Stück üben möchte, bietet sich bei der Handlung ein geeigneter Ansatzpunkt: Die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten (sei es nun zwischen Peggy Sawyer und dem Broadway-Direktor Julian Marsh oder dem Tenor Billy Lawlor, der sich in Peggy verguckt) werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.</p>
<p class="Body">Karin Seyfried gibt als Peggy Sawyer ein sympathisches, naives Mädchen vom Lande, das sich in der hübschen Traumwelt des Showbizz sehr wohl fühlt. Tänzerisch gehört sie zum Besten, was Deutschland Musicalbühnen derzeit zu bieten haben. Ihr zur Seite steht mit Jens Janke in der Rolle des selbsternannten Frauenhelden Billy Lawlor, ein erfahrener Sänger und Schauspieler, der schon als Prof. Abronsius in »Tanz der Vampire« und Funker Harold Bride (»Titanic«) die Herzen des Publikums eroberte. Seine leicht überzogene Darstellung des eitlen Gockels sorgt für viele Lacher im Publikum und gibt der Show etwas sehr erfrischendes. Dass er nun aber auch noch tanzen und steppen kann – und sich dabei ganz sicher nicht verstecken muss – macht ihn zum Star von »42nd Street«!</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist Wolf Wrobel, der bis zum Sommer bei »Mamma Mia!« in Hamburg auf der Bühne stand. Als Dance Captain Andy Lee scheucht er das Ensemble über die Bühne und unterzieht es harter Proben. Sieht man den Münchner zum ersten Mal auf der Bühne, so glaubt man kaum, wie viel explosive Energie in ihm steckt, mit der er bei seinen Steppeinlagen die Zuschauer scheinbar spielend mitreißt.</p>
<p class="Body">Der Star von „Pretty Lady“ – die alternde Diva Dorothy Brock – wird von Isabel Dörfler glaubhaft verkörpert, obwohl ihre Zickigkeit und ihre Starallüren an der ein oder anderen Stelle noch mehr betont werden könnten.</p>
<p class="Body">Ex-Vampirgraf Kevin Tarte ist mit Stuttgart zwischenzeitlich so verwachsen, dass er in »42nd Street« die Rolle des Broadway-Direktors Julian Marsh übernahm. Ob er sich jedoch damit einen Gefallen getan hat? Zeitweise hat man das Gefühl, er karikiert die Rolle des erfolglosen Direktors sehr stark.</p>
<p class="Body">Dadurch wirkt er nicht wirklich überzeugend, seine Souveränität und seine fesselnde Bühnenpräsenz machen jedoch vieles wieder wett. Dass Kevin Tarte in der gesamten Show nur zweimal mit seiner vollen und warmen Stimme beeindrucken darf, bedauern sicherlich nicht nur seine Fans…</p>
<p class="Body">»42nd Street« wird vom Stepptanz getragen – alles andere ist nebenrangig. Der Funke springt schon in der ersten Szene auf die Besucher über und viele wippen im Sitz mit, wenn die 48 Darstellerinnen und Darsteller loslegen. Die Premierengäste von dem beeindruckenden Ensemble schwindelig getanzt. Überall hörte man nach der Premiere wie mit Hochachtung und Ehrfurcht von der Leistung des Ensembles gesprochen wurde.</p>
<p class="Body">Aber in einem war man sich sicher: Die absoluten Sympathieträger – und damit die Stars des Stuttgarter Broadway – sind Karin Seyfried und Jens Janke!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Isabel Dörfler, Jens Janke, Karin Seyfried, Kevin Tarte</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Randy Skinner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
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		<title>Zwei Institutionen, die zueinander gefunden haben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/zwei-institutionen-die-zueinander-gefunden-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2003 12:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Les Miserables]]></category>
		<category><![CDATA[Olegg Vynnyk]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kröger]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich wird der leidenschaftliche Musicalerfolg von Boublil und Schönberg wieder in einem großen Musicaltheater aufgeführt! Die Zeiten, in denen die Studenten auf kleinen Stadttheater-Barrikaden ihren Kampf um Ehre und Gleichberechtigung, Freundschaft und Liebe ausfechten mussten, sind vorbei! Kein Wunder also, dass zur Premiere im ehrwürdigen Theater des Westens die Schöpfer dieses Werkes – Alain Boublil ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Endlich wird der leidenschaftliche Musicalerfolg von Boublil und Schönberg wieder in einem großen Musicaltheater aufgeführt! Die Zeiten, in denen die Studenten auf kleinen Stadttheater-Barrikaden ihren Kampf um Ehre und Gleichberechtigung, Freundschaft und Liebe ausfechten mussten, sind vorbei!</p>
<p class="Body">Kein Wunder also, dass zur Premiere im ehrwürdigen Theater des Westens die Schöpfer dieses Werkes – Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg – nebst Rekordproduzent Cameron Mackintosh anreisten, um sich ein weiteres Mal von der Begeisterung des Publikums für ihr Stück mitreißen zu lassen.</p>
<p class="Body">Im Vorfeld wurde viel Aufhebens um das für 10 Mio. Euro <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=460">runderneuerte Theater des Westens</a></span> gemacht – fast mehr als um das Stück an sich und seine Darsteller. Zugegeben, der Monate lange Umbau hat sich gelohnt, das Theater des Westens strahlte am Premierenabend mit den heraus-geputzten Gästen aus Entertainment, TV und Politik um die Wette.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1259">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bei der Berliner Inszenierung von »Les Misérables« griff man auf ein Team zurück, das schon jahrelange Erfahrung mit verschiedensten Inszenierungen des Victor Hugo Klassikers vorzuweisen hat: James Powell führte schon bei der Londoner Original-Produktion von »Les Misérables« Regie und ist nach einer »Les Misérables« Konzert-Tour durch Skandinavien als Associate Director ans Theater des Westens gekommen. Nick Davies war schon bei »Les Misérables« in London und Duisburg als Musical Supervisor verantwortlich. Auch der Künstlerische Leiter Markus Brühl und der Musikalische Leiter Bernd Steixner haben schon Erfahrungen mit »Les Misérables« in Duisburg sammeln können.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1415 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/LesMis_2_2003.png" alt="" width="260" height="335" />Die bei der Stage Holding inzwischen bewährte Zusammensetzung von Ensembles aus erfahrenen Musicaldarstellern und Absolventen von Musicalakademien funktioniert bei »Les Misérables« zum ersten Mal richtig gut. Als großer Name soll und wird Uwe Kröger als Inspektor Javert die Fans in Theater des Westens holen. Für den Musicalstar geht mit dem Engagement bei »Les Misérables« ein Traum in Erfüllung, denn „es war immer mein Wunsch hier aufzutreten. Ich freue mich über die große Ehre, auf dieser Bühne im schönsten Ensemblestück aller Zeiten spielen zu dürfen.“</p>
<p class="Body">Ihm zur Seite steht mit Oleh Vynnyk als Jean Valjean ein in der deutschen Musicallandschaft bisher unbekannter Künstler. Dies hat sich aber mit der Premiere schlagartig geändert, denn er hat sich in kürzester Zeit absolut überzeugend in den verletzlichen, besorgten Charakter des Strafgefangenen Jean Valjean eingearbeitet. Scheinbar spielend wird Oleh Vynnyk mit seiner enormen stimmlichen Bandbreite den komplexen Anforderungen dieser Rolle in jeder Szene gerecht. Auch die Entwicklung vom gebrochenen Sträfling zum angesehenen Bürgermeister und schlussendlich liebevollen Vater fühlt der Ukrainer auf der Bühne intensiv nach. Er wird allen Facetten dieses Charakters gerecht und trägt das Stück in vielen Szenen allein.</p>
<p class="Body">Darüber hinaus ist Olegg Vynnyk in der Lage seinen Widersacher Javert problemlos an die Wand bzw. in den Hintergrund zu spielen – und das will was heißen, denn Javert wird von niemand Geringerem als Uwe Kröger verkörpert. Uwe Kröger wirkt tatsächlich etwas farblos und gewinnt gegenüber Oleh Vynnyk keinen Stich. Phasenweise passt er sich so gut in das Ensemble ein, dass er kaum noch auffällt. Seine Bühnenpräsenz, mit der er in Stücken wie »Elisabeth« jeden einzelnen Zuschauer im Vorbeigehen gefangen nahm und nicht mehr los ließ, kommt als Javert so gut wie nie zum Tragen.</p>
<p class="Body">Doch man muss Uwe Kröger zugute halten, dass er sich in Gesellschaft ausgezeichneter weiterer Hauptdarsteller befindet, die allesamt ihr Recht auf Bühne einfordern. Ann Christin Elverum gibt eine sehr verletzliche und beschützenswerte Fantine, deren Sorgen der Rolle nicht gerecht zu werden (siehe Interview Ausgabe 05-03), vollkommen unbegründet sind. Sie meistert den anspruchsvollen Titel „Ich hab geträumt“ mit Bravour und rührt das Publikum zu Tränen. Kasper Holmboe ist mit seiner Rolle als Bischof von Digne bereits aus Duisburg sehr vertraut. Seine volle, warme Stimme unterstützt seinen Auftritt als souveräner Gönner Valjeans ideal. Man darf gespannt sein, wie er die Herausforderung als Zweitbesetzung von Valjean und Javert meistern wird.</p>
<p class="Body">Die Thénardiers werden von Ulrich Wiggers und Heike Schmitz in einer Weise verkörpert, die ihresgleichen sucht. Ulrich Wiggers hat in der Rolle des betrügerischen und leicht-vertrottelten Wirts Thénardier ganz offensichtlich seine Paraderolle gefunden. Er übertrumpft in seinem Schauspiel bei weitem alle bisher da gewesenen Interpreten dieser Rolle; dass er zudem auch noch richtig singen kann, macht ihn zu einer Idealbesetzung, die das Publikum im Sturm begeistert! An seiner Seite die ewig mürrische und extrem unfreundliche Madame Thénardier, die von Heike Schmitz formvollendet interpretiert wird. Sie hat jedoch ihrem „Bühnengatten“ gegenüber einen entscheidenden Vorteil, verkörperte sie diese Rolle doch bereits bei Stadttheater-Inszenierungen. Daher weiß sie genau, worauf es ankommt und wie sie das Publikum zugleich erschrecken und erfreuen kann.</p>
<p class="Body">Die Tochter der Thénardiers, Eponine, wird von der UdK-Absolventin Vera Bolten gegeben, in die große Hoffnungen gesteckt wurden. Ihr Spiel ist jedoch sehr hart und die sensible Seite des unglücklich verliebten Straßenmädchens nimmt man ihr nicht ganz ab. Dies mag zu einem Teil aber auch daran liegen, dass sie gerade in ihrem großen Solo „Nur für mich“ stimmlich kaum warme Akzente zu setzen vermag. Valerie Link hingegen scheint wiederum ein Glücksgriff des Casting-Teams zu sein. Sie stellt die abgeschottet von der Außenwelt aufwachsende, demütige und schüchterne Cosette sehr ergreifend dar. Ihr großer Moment ist das Duett „Mein Herz ruft nach Dir“, in dem sie dem Studenten Marius ihre Liebe gesteht. Die Sympathie zwischen Valerie Link und Lucius Wolter (Marius) ist zu spüren und man glaubt dem Paar sofort, dass sie ineinander verliebt sind.</p>
<p class="Body">Das gefühlvolle Spiel von Lucius Wolter kommt auch in den großen Szenen mit den Studenten im ABC-Café deutlich zum Tragen. Seine feine, zeitweise allerdings zu sanfte Stimme weckt Mitgefühl und wenn er gegen Ende des Stücks „Dunkles Schweigen an den Tischen“ bedauert, ringen sicherlich nicht wenige Zuschauer mit der Fassung.</p>
<p class="Body">Der Studentenanführer Enjolras wird von Martin Pasching verkörpert, der seine Freunde auf eindrucksvolle Weise motiviert und mitreißt. Doch seine Erscheinung ist (noch) etwas zu unauffällig, um als Anführer einer rebellischen Studentengruppe gegen die französische Armee auf die Barrikaden zu gehen und für Ehre und Gerechtigkeit zu sterben.</p>
<p class="Body">Die Fabrikarbeiter, Huren und Studenten werden von einem hervorragenden Ensemble verkörpert, das stimmlich ausgezeichnet zusammen passt und schauspielerisch harmoniert.</p>
<p class="Body">Die exzellenten Darstellerinnen und Darsteller ließen am Premierentag vergessen, dass die Show mit einer einstündigen Verspätung anfangen musste, da der Motor der Drehbühne nicht einwandfrei funktionierte. Doch das kann eigentlich nur als gutes Omen gewertet werden. Denn wie Cameron Mackintosh mitteilte, gab es dasselbe Problem auch bei der Medien-Premiere von »Les Misérables« am Broadway und danach hat man dort 18 Jahre lang sehr erfolgreich gespielt.</p>
<p class="Body">Wie formulierte Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit in seinem Grußwort an die Premierengäste so treffend? „Berlin ist um einen Anziehungspunkt reicher!“ Dem kann nur zugestimmt werden, denn nur selten gab es eine Premierenbesetzung, die ihre Rollen so verinnerlicht hatte, dass sie bis ins kleinste Detail überzeugte. Gleiches gilt auch für das 25-köpfige Orchester, dass man Premierenabend unter der Leitung von Nick Davies sein Allerbestes gegeben hatte.</p>
<p class="Body">Nachdem die Show nach Standing Ovations und schier endlosem Applaus erfolgreich über die Bühne gegangen war, verteilten sich die 2.300 geladenen Gäste auf das Partyzelt und das Hochparkett-Foyer und feierte bis in die frühen Morgenstunden.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Vera Bolten, Uwe Kröger, Olegg Vynnyk</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong>  Claude-Michel Schönberg / Alain Boublil<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
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		<title>Gute Fahrt, Titanic!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gute-fahrt-titanic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2003 12:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Eddy Habbema]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Maury Yeston]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ungenügende Vermarktung) – zur Derniere am 04. Oktober 2003 gab es noch einmal ein volles Haus.</p>
<p class="Body">Das hervorragende »Titanic«-Ensemble bot auch beim 323. Mal eine künstlerisch einwandfreie, anspruchsvolle Vorstellung. Die bei Dernieren üblichen Scherze und Anspielungen beschränkten sich auf charmante Textänderungen, die den Abschied für alle Beteiligten nur noch schwerer machten.</p>
<p class="Body">Auch das Publikum hatte sich etwas Besonderes ausgedacht: Als die Titanic zum letzten Mal vom Hamburger Kai in See stach, versank der Saal in einem Meer aus Taschentüchern, die zum Abschied geschwungen wurden. Viele Darsteller waren darauf nicht gefasst und mussten ganz schwer schlucken.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_923">
<div class="style_2">
<p class="Body"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1428 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Titanic_2_2003.png" alt="" width="260" height="351" />Auch Maik Klokow, Geschäftsführer der Stage Holding, dem diese Show ganz offensichtlich sehr am Herzen lag, bildete hier keine Ausnahme – im Gegenteil: Wenn es ans Taschentuch-Winken, Szenenapplaus oder Standing Ovations ging, war er immer einer der Ersten die aktiv wurden.</p>
<p class="Body">Die bei kurzfristig abgesetzten Stücken zumeist unübliche Anwesenheit von Regisseur Eddy Habbema, Übersetzer Wolfgang Adenberg und Choreographin Kim Duddy adelte die ausgezeichnete Show und das Ensemble auf außergewöhnliche Weise und zeigte mehr als deutlich, dass mit diesem schnellen Ende wirklich niemand in der Stage Holding gerechnet hatte.</p>
<p class="Body">Die Geschichte nahm ihren verhängnisvollen Lauf, die Erste Klasse speiste ein letztes Mal im Großen Salon, in dem an diesem speziellen Samstagabend echtes Obst und echte Getränke gereicht wurden.</p>
<p class="Body">Mrs. Beane (Iris Schumacher) und das Ensemble tanzten den letzten Rag besonders ausgelassen und Norbert Kohler steigerte den Taschentuch-Verbrauch vor der Pause ins Unermessliche, als er als Frederick Fleet hoch über den Köpfen der Zuschauer in seinem Krähennest das unheilvolle „Kein Mond, kein Wind“ gefühlvoll und ergreifend anstimmte.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt häuften sich die Abschiedseinlagen zusehends: Der Teddy von Jack Thayer hatte eine eigene Schwimmweste mit Taucherbrille und Schnorchel bekommen. Robert Köhler hielt den Bären stolz vor seiner Brust und so mancher Darstellerin trieb es beim Anblick dieser herzerweichenden Accessoires die Tränen in die Augen.</p>
<p class="Body">Eine eher amüsante Szene war die hektische Flucht der Passagiere zu den Rettungsbooten. So wollte Eleanor Widener (Katja Thiede) das Schiff nicht verlassen, „solange es noch etwas zu trinken an Bord gibt!“ und Caroline Neville (Nicole Baumann) flüchtete gleich mit zwei heimlichen Verlobten. Beide Darsteller des Charles Clarke (Dernieren-Besetzung Andreas Bühring und eigentliche Erstbesetzung Björn Breckheimer) rannten vor ihrer großen Liebe in Richtung Boote und drehten sich zeitgleich um als sie „Charles!“ rief.</p>
<p class="Body">Carsten Lepper (Ingenieur Thomas Andrews) änderte den Text seines großen Solos dahingehend ab, dass das Schiff nicht nur noch schneller, sondern von nun an endgültig sinken wird. All diese netten Kleinigkeiten wurden mit donnerndem Szenenapplaus und Standing Ovations bedacht.</p>
<p class="Body">Schwermütig und sehr ruhig wurde es im Publikum als Ida und Isidor Straus (Masha Karell und Ulrich Talle) sich noch einmal der schönen gemeinsamen Jahre entsannen und die Angst vor dem bevorstehenden Tod nur allzu deutlich zu spüren war. Die Anspannung ließ auch während des beklemmenden Finales nicht nach, wo die Überlebenden an Bord der Carpathia der Zurückgebliebenen gedachten.</p>
<p class="Body">Als die letzte Vorstellung von »Titanic« vorüber war, löste sich bei allen deutlich sichtbar die Anspannung. Viele Darstellerinnen und Darsteller (beispielsweise Leon van Leeuwenberg, Iris Schumacher und Patrick Stanke) konnten ihre Trauer nicht mehr unterdrücken. Zitternd und mit schwacher Stimme setzten sie zu dem herzzerreißenden Abschiedmedley „Wir sehen uns wieder“ an, in dem jeder der Hauptdarsteller noch einmal seine bekannteste Zeile singen durfte.</p>
<p class="Body">Besonders schön war, dass Darsteller, die bereits an anderen Theatern engagiert waren, extra für die Derniere noch einmal auf die Bühne der Neuen Flora zurückkehrten. Hierzu zählte Jens Janke als Funker Harold Bride (ab November in Stuttgart bei »42nd Street«) ebenso wie Seth Lerner (seit September bei »Les Misérables« im Theater des Westens auf der Bühne) und ein stimmlich sehr angegriffener Robin Brosch (als Inhaber Bruce Ismay), der seit einigen Wochen als Künstlerischer Direktor der Joop van den Ende Academy fungiert. Eine ebenfalls sehr reizende Geste war, dass die verletzte Katharina Trinkewitza zusammen mit der Dernieren-Besetzung der Damico-Tänzerin Daniela Wildprad auf die Bühne humpelte, um sich von den Gästen verabschieden. Die Kinderdarsteller des Jack Thayer bekamen eine Sondergenehmigung und sagten ihrem Hamburger Publikum ebenfalls Tschüss.</p>
<p class="Body">Die bewegenden Abschiedsworte von Company Manager Dirk Terwey machten sehr deutlich wie sehr die Künstler mit den Theater zusammen gewachsen waren und wie ausgezeichnet die Stimmung hinter der Bühne in den vergangenen zwölf Monaten gewesen ist. Doch das Ensemble rund um »Titanic«-Kaptän Michael Flöth verstreut es in alle Himmelsrichtungen: die einen zieht es nach Essen oder Stuttgart, die anderen nach Berlin oder ins nahe gelegene Operettenhaus. Nur sehr wenige bleiben in der Neuen Flora. Wie nach jeder Derniere kann man den Darstellerinnen und Darstellern für ihre zukünftigen Engagements nur viel Glück wünschen und ihnen für die hervorragende Leistung im »Titanic«-Ensemble danken.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>4. Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
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