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	<title>Titanic-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Titanic-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein Genuss für alle Sinne!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 11:19:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Ansgar Schäfer]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Maury Yestons Untergangs-Drama begeistert schon seit der Uraufführung 1997 mit symphonisch aufbrandenden Klängen, die die Zuschauer vollumfänglich in ihren Bann ziehen. Allein diese musikalische Kulisse open air bereitzustellen, ist eine Herausforderung für sich! Doch das Mecklenburgische Staatstheater hat keine Mühen gescheut und platziert sein komplettes Orchester Corona-konform Abstand haltend in einem großen Saal innerhalb des Theaters, von dem aus der Sound live in das Amphitheater im Alten Garten vor dem Theater übertragen wird. Und was für ein Sound das ist! Martin Schelhaas hat hier erstklassige Arbeit geleistet, die von der exzellenten Tontechnik ohne jeden Verlust zu Gehör gebracht wird. Und so sitzt das Publikum schon während der Ouvertüre mit Gänsehaut da und lauscht gebannt den musikalischen Wogen, auf denen die Titanic schwimmt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3075 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-1024x768.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-1536x1152.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Zuschauer wurden im Schachbrettmuster platziert und jede zweite Reihe blieb frei, so dass auch hier die obligatorischen 1,5 m Abstand gewahrt wurden. Das wunderbare Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning (blau-weiße Skizzen der Titanic säumen in Rundbögen links und rechts die verschiedenen Spielebenen), die dahinter aufblitzenden Türme des Schweriner Schlosses sowie die Möwen über den Köpfen des Publikums lassen diese Sicherheitsmaßnahmen jedoch schnell vergessen. Die schwungvollen Melodien, wenn die verschiedenen Gästeklassen „ihre“ Titanic entdecken, nehmen einen direkt mit auf große Fahrt!</p>
<p>Das Ensemble klingt voluminös; Daniel Kirchmann hat hier mit der Choreinstudierung ein gutes Händchen bewiesen. Nur selten hört man einzelne Darstellerinnen oder Darsteller aus der Gruppe heraus.</p>
<p>Auch optisch sind die Klassen der Passagiere sehr gut voneinander unterscheidbar: Während die dritte Klasse in dickeren Stoffen und Erdtönen gewandet ist, gibt es in der 2. Klasse durchweg feinere Gewebe in klareren Farben (insbesondere Alice und Edgar Beane) zu sehen. Die 1. Klasse sticht besonders durch die detailverliebten Kleider und Hüte hervor, die vor Satin und Glitzer nur so wimmeln. Adriana Mortelliti zeichnet für diese Kostümwelten verantwortlich.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3072 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-1536x979.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-2048x1306.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Inszeniert wurde dieses Festspiel-Musical von Toni Burkhardt, der als Operndirektor des Hauses auch schon einige andere Musicals („My Fair Lady“, „Im Weißen Rössl“) auf die Bühne gebracht hat. Burkhardt hat ein Gespür für große Stoffe, vergisst aber dabei nicht die Charaktere. Dies wird auch hier bei „Titanic“ sehr deutlich: So viel Empfindsamkeit und Menschlichkeit trifft man bei den Protagonisten selten an. So wirkt bspw. der 1. Offizier Murdoch (gespielt von Marco Fahrland-Jadue) sehr natürlich und bringt sein Solo „Ein Kapitän zu sein“ sehr gefühlvoll über die Rampe. Oliver Morschel sitzt zwar als Funker Bride in seinem kleinen Kämmerlein, doch auch er ist wundervoll nahbar und sein teils sehr klassischer Gesang („Die Nacht hallte wider“) berührt tief. Als der robuste und hemdsärmelige Heizer Barrett steht Dennis Weißert auf der Bühne. Auch er legt viel Gefühl in seinen Gesang und wirkt sehr authentisch in seinen Handlungen.</p>
<p>Die drei Kates (Carmen Danen als McGowan, Laura Saleh als Mullins und Katrin Hübner als Murphey) bringen die Sehnsüchte, die sie mit einem neuen Leben „in Amerika“ verbinden, ganz zauberhaft zum Ausdruck. Insbesondere Danen‘s rauchige Stimme passt ganz hervorragend zum burschikosen Wesen der Kate McGowan.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3069 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Cornelius Lewenberg und Marion Wulf stehen als Edgar und Alice Beane auf der strahlend weißen Bühne. Ihre blauen Kostüme heben sich hier ganz vortrefflich ab. Während Alice in dieser Inszenierung zwar nicht so exzentrisch, aber dennoch sehr willensstark ist, besticht Edgar durch eine raumgreifende Souveränität. Lewenbergs tiefe Stimme verleiht dem seiner Frau vermeintlich hinterherlaufenden Edgar eine ganz besondere Nuance.</p>
<p>„Kein Mond“, eine der ergreifendsten und aufwühlendsten Nummern dieses Stück, ist perfekt inszeniert: Konstantin Busack überstrahlt als Frederick Fleet im Krähennest mit seiner klaren Stimme alles! Das Ensemble erklingt einmal mehr tadellos.</p>
<p>Das Wasser vor der Bühne ist in dieser Szene tatsächlich komplett ruhig und der schwarze Mond, der im Hintergrund wohl die mondlose Nacht symbolisieren soll, geben dieser etwas Bedrohliches. In dem Moment, in dem die unsinkbare Titanic den Eisberg trifft, scheinen das ganze Amphitheater und alle Tribünen zu erbeben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3068 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-scaled.jpg 1706w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Es gelingt dem Kreativteam Burkhardt-Schelhaas diese Intensität auch nach der Pause aufrechtzuerhalten: „Im Schlafanzug im Großen Saal“ strebt gleichsam energisch voran und schwebt trotzdem scheinbar leicht dahin. Alles gipfelt in der „Schuldfrage“, in der sich Eigentümer Ismay (Marc Clear), Schiffskonstrukteur Andrews (Max Niemeyer) und Captain Smith (Ansgar Schäfer) gegenseitig anklagen, für das Unglück verantwortlich zu sein. Sowohl gesanglich als auch mimisch lässt Clear hier keinen Zweifel aufkommen: Ismay ist gänzlich unschuldig. Doch die mitschwingende und deutlich sichtbare Emotionalität belegt etwas anderes. Andrews alias Niemeyer sieht sehr schnell, dass dieses Unglück ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist. Sein vehementes Gegenangehen wirkt so gar nicht britisch unterkühlt. Eine großartige Dramatik! In diesem Trio ist der Captain tatsächlich das schwächste Glied, doch irgendwie passt dessen Verletztheit und unbedingte Verantwortung perfekt dazu.</p>
<p>Zartfühlend und sehr liebevoll anzuschauen sind Femke Soetenga und Sven Mattke als alterndes Ehepaar Ida und Isidor Straus, das sich entschließt, seine Plätze in den Booten jüngeren Passagieren zu überlassen. „Wie vor aller Zeit“ ist einerseits sehr traurig, andererseits aber doch auch eine wundervolle Liebeserklärung, die von den beiden Sängern mit sehr viel Verve intoniert wird.</p>
<p>Max Niemeyer zeigt bei „Andrews‘ Vision“ nochmals viel Scham und Schuldgefühl, was in jedem Ton mitklingt. Man ist so gebannt von diesem Einzelschicksal, dass man fast verpasst, dass sich der Untergang nun auch auf der Bühne zeigt: Einzelne Spielebenen verschieben sich und werden immer schräger. Hier hätte man sich vielleicht etwas mehr gewünscht, doch eine umfassende Veränderung der Bühne hätte andererseits den Fokus auf die Protagonisten zu sehr gestört.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3071 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wenn zum Finale die Überlebenden am Bühnenrand stehen (Marc Clear alias Ismay würde aber wohl am liebsten im Erdboden verschwinden), während in der Großkulisse noch die Ertrunkenen liegen und das Ensemble ein letztes Mal zur Lobpreisung der Titanic ansetzt, sieht man hier und da im Publikum durchaus einige Tränen fließen. Die dramatische Geschichte über die vielen verschiedenen Menschen, die man in gut drei Stunden ein wenig kennenlernen durfte, eingefasst von Melodien, die mitreißender nicht sein könnten – bei den Schlossfestspielen in Schwerin erlebt man die perfekte Symbiose.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<em><span style="color: #000080;">leicht gekürzt erschienen in </span><a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #000080;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Marc Clear, Max Niemeyer, Ansgar Schäfer, Marco Fahrland-Jadue</span>, Oliver Morschel, Dennis Weißert, Carmen Danen, Laura Saleh, Katrin Hübner, Cornelius Lewenberg, Marion Wulf, Konstantin Busack, Femke Soetenga, Sven Mattke     </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Toni Burkhardt<br />
</span></span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></p>
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		<title>Diese Show kommt auch ohne große Kulissen aus</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/diese-show-kommt-auch-ohne-grosse-kulissen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Aug 2018 20:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Chris McGuigan]]></category>
		<category><![CDATA[Greg Castiglioni]]></category>
		<category><![CDATA[Jacinta Whyte]]></category>
		<category><![CDATA[Maury Yeston]]></category>
		<category><![CDATA[Niall Sheehy]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Marshall]]></category>
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		<category><![CDATA[Staatsoper Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria Serra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BB Promotion brachte in diesem Sommer Maury Yestons größten Erfolg „Titanic“ in der englischen Originalfassung nach Deutschland. Die Premiere fand ausgerechnet in Hamburg statt &#8211; der Stadt, in der die Stage Entertainment im Jahr 2003 nach nicht einmal 10 Monaten mit demselben Stück baden ging.  Vielleicht war das der Grund, warum nur wenige Tage nach ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>BB Promotion brachte in diesem Sommer Maury Yestons größten Erfolg „Titanic“ in der englischen Originalfassung nach Deutschland. Die Premiere fand ausgerechnet in Hamburg statt &#8211; der Stadt, in der die Stage Entertainment im Jahr 2003 nach nicht einmal 10 Monaten mit demselben Stück baden ging.  Vielleicht war das der Grund, warum nur wenige Tage nach Beginn der Sommerspielzeit die Hamburgische Staatsoper halb leer war.</p>
<p>Ein Schiffsuntergang in einer Hafenstadt zu zeigen, zumal auf Englisch, funktioniert auch in der drittgrößten Musicalmetropole der Welt leider nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2376 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-03-credit-scott-rylander-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-03-credit-scott-rylander-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-03-credit-scott-rylander-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-03-credit-scott-rylander.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die 25 Darsteller schlüpfen in die Rollen der Besatzung sowie die der Passagiere der 1., 2. und 3. Klasse und zeichnen anhand der ausgefeilten Charaktere die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschende Mehrklassengesellschaft nach – in all ihren dramatischen Facetten.</p>
<p>Das Bühnenbild besteht aus einem Balkon mit Reling sowie einer fahrbaren Treppe. Auf diesen beiden Ebenen (Bühne und Balkon) spielen sich die tragischen Ereignisse vom 14. April 1912 ab. David Woodhead (Set &amp; Costume Design) erreicht hier mit minimalem Aufwand die größtmögliche Wirkung. Auch die Kostüme sind ihm sehr gut gelungen, auch wenn einige Hosen der Herren doch etwas zu weit sind und einige Mäntel der Damen etwas sehr voluminös.</p>
<p>Der Sound ist für die Hamburgische Staatsoper überraschend gut. Sounddesigner Andrew Johnson hat hier ganze Arbeit geleistet. Dennoch bleiben einige Szenen, wie gerade auch die Ankunft der Passagiere, etwas drucklos. Doch dies gleichen gute Einfälle von Regisseur Thomas Southerland und seinem Associate Director Franny Anne Rafferty, wie beispielsweise die von den Passagieren durch Zerreißen ihrer Tickets selbst erzeugten Papierschnipsel, die beim Auslaufen geworfen werden, wieder aus.</p>
<p>Während Niall Sheehy als Frederick Barrett sehr sympathisch und gefühlvoll über die Rampe kommt, fehlt es Philip Rahm als Captain Smith leider an Autorität und Stattlichkeit, die man beispielsweise bei einem Michael Flöth (Captain Smith in Hamburg und Bad Hersfeld) schon bei dessen Betreten der Bühne spürt. Jacinta Whyte hat als Alice Bean eine der dankbarsten Rollen und wird dem Komikfach weitgehend gerecht. Als sehr freche und selbstbewusste Kate McGowan ist Victoria Serra zu erleben. Dass sie mit dieser Rolle hinter ihrem Können zurückbleibt, merkt man mehrfach.</p>
<p>Wie in Opern üblich wird auch „Titanic“ mit deutschen Texten übertitelt. Hier handelt es sich erfreulicherweise auch nicht um arg zusammengekürzte Übersetzungen von Google Translate, sondern es werden weitgehend die Originaltexte von Wolfgang Adenberg gezeigt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2375 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-02-credit-scott-rylander-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-02-credit-scott-rylander-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-02-credit-scott-rylander-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/titanic-the-musical-foto-02-credit-scott-rylander.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Southerland hat eine sehr ruhige Inszenierung erschaffen, in der Musik und Charaktere im Vordergrund stehen. Keine reißerischen, überdramatischen Momente, sondern der sehr dosierte Einsatz von Emotionen und Gestik machen diese Show erlebenswert. Wenn man sich vollends auf Yestons raumgreifende Kompositionen einlässt und den Einzelschicksalen folgt, kann man einen schönen Musicalabend genießen.</p>
<p>Herausragende Szenen sind das Duett von Heizer und Funker (Sheehy und Oliver Marshall)  sowie der Heiratsantrag, den Kate McGowan ihrem Jim (Chris McGuigan) macht. Auch die Schuldzuweisungen von Ismay (Simon Green) gegenüber Andrews (Greg Castiglioni) und dem Captain sind gelungen. Weniger stimmungsvoll sind die Dinnerszenen und der sehr belanglose „Ragtime“.</p>
<p>Erwähnen sollte man noch Kieran Brown, der seine Schuldgefühle als 1. Offizier Murdoch nicht verarbeiten kann, was in einer sehr beklemmenden Szene zum Ausdruck kommt. Auch Castiglionis „Autum“ ist wunderschön. Hier wirkt auch das gen Himmel aufsteigende Heck, das Andrews langsam herunterrutscht, sehr eindrücklich.</p>
<p>Wie so häufig bei UK (Tour) Produktionen ist die gesangliche Qualität sehr hoch und die Abstimmung mit der Band (ein Orchester sucht man im Orchestergraben vergeblich) vorzüglich.</p>
<p>Wenn die Überlebenden am Schluss die Bühne verlassen und dort eine bühnenfüllende Auflistung aller Opfer zurücklassen, haben nicht wenige Zuschauer einen Kloß im Hals.</p>
<p>Der umgehend einsetzende Applaus und die stehenden Ovationen zollen der Leistung der Darsteller Respekt und zeugen von der Begeisterung für dieses Stück. Maury Yestons Melodien haben die Menschen berührt, keine Frage.</p>
<p>Aber Hamburg ist und bleibt der falsche Standort für dieses Musical!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatsoper, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 11. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Niall Sheehy, Philip Rahm, Jacinta Whyte, Victoria Serra, Oliver Marshall, Chris McGuigan,Greg Castiglioni, Simon Green </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Thom Southerland / Maury Yeston</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Scott Rylander</span></div>
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		<title>Selten ist Maury Yestons musikalischer Luxusliner so stilvoll untergegangen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/selten-ist-maury-yestons-musikalischer-luxusliner-so-stilvoll-untergegangen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2017 21:20:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bad Hersfeld überzeugt Jahr um Jahr durch herausragende Musicalproduktionen. Hierbei bleiben mal die Kulissen, mal opulente Kostüme, mal die exzellente Besetzung und dann wieder das großartige Orchester im Gedächtnis haften. Bei der diesjährigen Produktion von „Titanic“ sind es Wertschätzung und Stil, die sich wie ein roter Faden durch Stefan Hubers Inszenierung ziehen und sie besonders ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bad Hersfeld überzeugt Jahr um Jahr durch herausragende Musicalproduktionen. Hierbei bleiben mal die Kulissen, mal opulente Kostüme, mal die exzellente Besetzung und dann wieder das großartige Orchester im Gedächtnis haften. Bei der diesjährigen Produktion von „Titanic“ sind es Wertschätzung und Stil, die sich wie ein roter Faden durch Stefan Hubers Inszenierung ziehen und sie besonders machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2066 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-13-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-13-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-13-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-13.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Timo Dentler und Okarina Peter (Bühne) sowie Susanne Hubrich (Kostüme) haben sich hinsichtlich des Farbspektrums von Kulissen und Kostümen lediglich an Schwarz-, Grau- und Weißtönen orientiert. Einzig der Kapitän und die Offiziere tragen sehr dunkelblaue Uniformen. Diese durch die Kontraste zwischen hell und dunkel ganz und gar nicht triste Farbwelt ist bei weitem nicht so deprimierend wie es scheint.</p>
<p>Die sieben jeweils dreistöckigen Buchstaben, die mit ihrem Etagen und Metallgerüsten die Decks der Titanic vortrefflich symbolisieren, schüchtern durch ihre bloße Größe ein. Man könnte auch sagen, sie wirken erhaben, fast schon majestätisch. Die Einamkeit der Besatzung auf Brücke und im Krähennest wird hiermit nur allzu klar. Zwischen den beiden großen Steinsäulen in der Mitte der Stiftsruinenbühne ist eine Brücke an Ketten aufgehängt, mit der sich die spätere Schräglage des Ozeanriesen nachdrücklich unterstreichen lässt.</p>
<p>Diese Bühnenelemente werden im Laufe des Stücks unzählige Male hin und her bewegt, gedreht oder auf der Seitenbühne versteckt. Darüber hinaus gibt es nur noch wenige Kleinkulissen wie Tische und Stücke, die insbesondere dann eine tragende (bzw. schwimmende) Rolle erhalten, wenn sie beim Untergang der Titanic auf der steil ansteigenden Hinterbühne zusammen mit den ertrinkenden Passieren durcheinander purzeln und so das blanke Chaos hinterlassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2065 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-8-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-8-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-8-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-8.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />So stilvoll und unaufdringlich wie die Bühne sind auch die Kostüme. Natürlich trägt die 1. Klasse reich bestickte und glänzende Stoff in einem warmen, eleganten Elfenbeinton. Die 2. Klasse hat Hubrich in alltagstaugliche hellgraue Kleider und Anzüge gesteckt, deren Schnitte aber durchaus etwas Elegantes haben. Die 3. Klasse ist in ihren teilweise dreckigen, zerschlissenen Kleidern in dunkelgrau und schwarz eindeutig als mittellos zu identifizieren. Die wenigen Akzente sind punktgenau und gekonnt gesetzt. Toll, wenn schon in diesen Bereichen sichtbar wird, dass sich jemand grundlegende Gedanken über ein Stück gemacht hat.</p>
<p>Christoph Wohlleben und sein Orchester haben das große Vergnügen, Maury Yestons raumgreifende, gefühlvolle Kompositionen zu intonieren. Dies gelingt ihnen über weite Strecken ganz hervorragend. Schon die ersten Noten der Ouvertüre und das genüssliche Anschwellen des Klangvolumens sorgen für Gänsehaut. Jeder in der Stiftsruine spürt: Das hier ist kein oberflächliches, leicht verdauliches Musical. Schon allein die Musik ist so vielseitig und anspruchsvoll, dass jeder Zuschauer leicht nachvollziehen kann, warum „Titanic“ 1997 Tony Awards für die ‚Beste Originalmusik’, das ‚Beste Musicallibretto’ sowie die ‚Beste Orchestrierung’ bekam. Zudem wurde das Stück von Peter Stone (Buch) und Maury Yeston (Musik) noch als ‚Bestes Musical’ und für das ‚Beste Bühnenbild’ ausgezeichnet. Das alles ist mehr als 20 Jahre her und doch kann „Titanic“ auch 2017 – in dieser Bad Hersfelder Fassung &#8211; vollends überzeugen.</p>
<p>Wohlleben treibt seine Musiker deutlich hör- und sichtbar an. Ja, das Tempo von Yestons Kompositionen ist hoch und bei einigen Passagen „trödeln“ ein paar Musiker etwas. Zufrieden ist Wohlleben an diesem Tag nicht – das sieht man ihm auch noch beim Schlussapplaus an. Doch für den geneigten Musicalbesucher sind diese Tempoabweichungen marginal, ist er doch gefangen von den Schicksalen auf dem Schiff.</p>
<p>Wenn die „Titanic“ dann endlich in See sticht („Gute Fahrt“) und hierzu die Buchstaben zum ersten Mal in Gänze vor dem Publikum stehen, erleben die Zuschauer das perfekte Zusammenspiel von Bühne, Darstellern und Orchester. Auf der Bühne ist abstrakt zu erkennen, was für eine beeindruckende Konstruktion den Hafen von Southampton verlässt, die Darsteller erzählen ihre Motive, Wünsche und Träume für ihre Reise mit viel Gefühl und das Orchester lässt die sich schneller drehenden Schiffsschrauben fast spürbar werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2068 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-15-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-15-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-15-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-15.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />David Arnsperger gibt den Heizer Barrett vielleicht etwas zu glatt. Der sonst eher raubeinige Heizer ist in Bad Hersfeld sehr lyrisch. Arnsperger hat eine wunderschöne Stimme und singt seine Soli glasklar, daran gibt es keinen Zweifel. Doch an der ein oder anderen Stelle hätte etwas „Dreck in der Stimme“ der Figur Barrett sicherlich nicht geschadet.</p>
<p>Das Duett von Barrett und Funker Bride (Andreas Bongard) ist sehr gelungen und emotional – wenn auch auf komplett unterschiedlichen Ebenen. Die beiden Herren passen stimmlich sehr gut zusammen.</p>
<p>Ebenfalls wunderschön und ebenfalls wesentlich weniger exzentrisch als in anderen Inszenierungen ist das Trio der drei irischen Kates. „In Amerika“ ist jugendlich, frisch und voll weiblichem Charme. Gabriela Ryffel, Melanie Gebhard und Veronika Hörmann ergänzen sich sehr gut und verkörpern ihre Rollen sehr sympathisch und nahbar.</p>
<p>Die unaufgeregte Handschrift Hubers in der Personenregie zeigt sich auch in der Figur der Alice Beane. Kristin Hölck spielt die willensstarke, eigensinnige und geltungssüchtige Zweite-Klasse-Passagierin glaubwürdig und nicht so extrem. Dass ihr stimmlich so schnell niemand etwas vormacht, wird auch in Bad Hersfeld einmal mehr klar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2064 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-7-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-7-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-7-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-7.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Michael Flöth hat den glücklosen Kapitän E. J. Smith bereits bei der Deutschlandpremiere 2002/2003 in Hamburg gespielt. Auch nach 15 Jahren ist er die unangefochtene Respektsperson der Inszenierung. Seine Offiziere &#8211; Jörg Neubauer als 1. Offizier Murdoch, Jürgen Strohschein als 2. Offizier Lightoller und Dominik Büttner als 3. Offizier Pitman – kommen ebenfalls sehr authentisch über die Rampe. Insbesondere Neubauer kann mit seinem Solo punkten, in dem er mit den Verpflichtungen eines Kapitäns hadert.</p>
<p>Nicht vergessen sollte man Alen Hodzovic, der als Schiffskonstrukteur Andrews zu jeder Zeit genau über das Können des Schiffs und die Auswirkungen der Schäden Bescheid weiß. Er gibt den Ingenieur souverän und clever. Als er kurz vor dem Untergang erkennt, dass ein kurzer Strich im Konstruktionsplan die Schotten um ein Deck erhöht und damit das Unglück somit hätte verhindern werden können, ist seine Verzweiflung spürbar. „Mr. Andrews’ Vision“ intoniert er sehr wandelbar, wobei er in der „Schuldfrage“-Szene mit dem Kapitän und Bruce Ismay noch glaubwürdiger wirkt.</p>
<p>Apropos Ismay, Frank Winkels spielt den unsympathischen Reederei-Direktor treffsicher überheblich und unsympathisch. Dass sich dieser windige, feige Kerl kurz vor dem Untergang von Bord geschlichen hat, nimmt man Winkels fast persönlich übel.</p>
<p>Der dramaturgisch gelungene Aufbau hin zum Finale des 1. Akts, dem Rammen des Eisbergs, bei dem am Ende das „A“ in der Mitte zerbricht und Treppen ins Nirgendwo führen, ist einmal mehr ein gelungener Kniff von Stefan Huber.</p>
<p>Wenn im 2. Akt die teilweise doch sehr leichtgläubigen Passagiere vom 1. Klasse Steward Henry Etches (von Mathias Schlung mit der idealen Mischung aus Untergebenheit und Selbstbewusstsein gespielt) aus ihren Kabinen geholt werden, ist die Drei-Klassen-Gesellschaft dank der Etagenkonstruktion visuell wieder exzellent dargestellt.</p>
<p>Das Ausbooten ist chaotisch und laut, doch dann wird es ganz ruhig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2067 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-14-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-14-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-14-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/Titanic-by-Stephan-Drewianka-Web-14.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ida und Isidor Strauss (Christine Rothacker und Uwe Dreves) stehen auf der Brücke hoch über den Köpfen der Zuschauer und verbringen ihre letzten Momente gemeinsam und voller Liebe und Zuneigung füreinander. Auch in Bad Hersfeld rührt dieses süße alte Ehepaar zu Tränen.</p>
<p>Nachdem die Titanic im schwarzen Atlantik versunken ist und die Bühne zeitweilig komplett geräumt wurde, kommen nach und nach die Überlebenden an den Bühnenrand. Dass sie ihre Trauer vor den im Hintergrund liegenden Ertrunkenen zum Ausdruck bringen, erhöht die ohnehin schon große Anspannung beim Publikum.</p>
<p>„Titanic“ ist keine Gute-Laune-Show, auch wenn es Szenen wie „Ragtime“ (von Melissa King sehr stimmig und wenig exzentrisch choreographiert) gibt. Doch das Publikum lässt seiner Begeisterung für diesen so schnörkellos inszenierten Stoff freie Bahn und steht schon wenige Sekunden nachdem der letzte Ton verhallt ist auf, um den Künstler stehende Ovationen zu spenden.</p>
<p>Maury Yestons mitreißende Kompositionen verfehlen ihre Wirkung nicht. Stefan Huber hat zudem die Produktion so angelegt, dass Musik, Darsteller und Bühne nicht wie so oft in Konkurrenz zueinander treten, sondern ein überaus stillvolles, harmonisches Ganzes bilden, wie man es heutzutage doch eher selten sieht. Schlichtweg wunderbar!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine, Bad Hersfeld</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 6. August 2017</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong></span></span><span style="color: #000080;"> Michael Flöth, Frank Winkels, Alen Hodzovic, David Arnsperger, Gabriela Ryffel, Melanie Gebhard, Veronika Hörmann, Andreas Bongard, Mathias Schlung, Kristin Hölck, Christine Rothacker, Uwe Dreves</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Maury Yeston / Stefan Huber</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stephan Drewianka, musical-world.de<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Jens Janke: Von der Gorch Fock in die Vampirgruft und weiter an den schillernden Broadway</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Oct 2004 15:07:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen zehn Jahren stand der gebürtige Westfale in acht Großproduktionen und vielen Stadttheater-Musicals auf der Bühne. Meistens gehörte er dabei zur Erstbesetzung, doch nur einmal – nämlich als Zigeunerkönig Clopin in „Der Glöckner von Notre-Dame“ – war er in einer Hauptrolle zu sehen, die auch von außen als solche betrachtet wurde. Doch auch ...</p>
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<div class="text-content style_External_400_556">
<div class="style_2">
<p class="Body">In den vergangenen zehn Jahren stand der gebürtige Westfale in acht Großproduktionen und vielen Stadttheater-Musicals auf der Bühne. Meistens gehörte er dabei zur Erstbesetzung, doch nur einmal – nämlich als Zigeunerkönig Clopin in „Der Glöckner von Notre-Dame“ – war er in einer Hauptrolle zu sehen, die auch von außen als solche betrachtet wurde. Doch auch als Kronprinz Rudolf in der Wiener Inszenierung von „Elisabeth“, als Prof. Abronsius im „Tanz der Vampire“ in Wien und Stuttgart und als Harold Bride in „Titanic“ füllte er nicht eben kleine Rollen aus. Der IMAGE-Award, den er 1998 als bester Nebendarsteller für seine Interpretation des Tobias in „Sweeney Todd“ im Opernhaus Köln erhalten hat, macht deutlich, dass Jens Janke sich auch als Ensemble-Mitglied „bemerkbar“ macht.</p>
<p class="Body">Sein aktuelles Engagement bei „42nd Street“ in Stuttgart, der Frauenheld Billy Lawlor, wird nach außen hin nicht als Hauptrolle verkauft. Im Mittelpunkt sämtlicher PR-Aktionen stehen seine Kollegen Kevin Tarte (Julian Marsh), Isabel Dörfler (Dorothy Brock) und Karin Seyfried (Peggy Sawyer).</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Billy Lawlor ist genauso wie der Funker Bride und Prof. Abronsius eine nicht gerade kleine Erstbesetzung, die aber von der Stage Holding nicht als Hauptrolle bewertet wird. Was bedeutet das für Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Es ist immer schwierig, die Rollen eines Stückes in Haupt- und Nebenrollen einzuteilen, denn dafür ist nicht allein die Größe der Rolle, die Anzahl der Lieder oder die Länge der Szenen ausschlaggebend, sondern auch die dramaturgische Funktion der Rolle – ist sie Teil des Konfliktes oder des Haupthandlungsfadens? Leider hängen von dieser Einteilung nicht nur die Applausordnung, sondern auch Presse- und Promotiontermine und nicht zuletzt auch die Gage ab.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Der Funker Harold Bride ist ganz klar eine Nebenrolle in „Titanic“. Eine wirklich zentrale Hauptrolle gibt es in diesem Stück meiner Meinung nach aber sowieso nicht. Prof. Abronsius ist da schon spezieller, er ist fast den ganzen Abend auf der Bühne und eindeutig die komödiantische Hauptrolle des Stückes.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Billy Lawlor ist zusammen mit Peggy Sawyer die einzige „Drei-Sparten-Vollblut-Musicalrolle“ in „42nd Street“. Die stimmlichen und tänzerischen Anforderungen an diese Rollen sind sehr hoch, beide stehen fast den ganzen Abend auf der Bühne und sind Solisten in den großen Nummern der Show. In diesem speziellen Fall habe ich wirklich ein Problem damit, dass Billy von der Stage Holding nur als „mittlere Nebenrolle“ eingestuft wurde. Aber dafür sind Fotos von Karin Seyfried und mir jetzt gerade auf allen Nutella-Gläsern. Solche Kooperationen haben sonst nur ganz große Tennis-Stars.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Was ist für Sie das Besondere an „42nd Street“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> „42nd Street ist bisher meine erste Show, in der niemand – und schon gar nicht der Großteil des Ensembles wie bei „Les Miserables“ oder „Titanic“ – stirbt. Ich muss auch keinen Mord oder Selbstmord begehen wie bei „Elisabeth“, „Gambler“ oder in „Sweeney Todd“. Das ist wirklich ungemein heilsam fürs Gemüt…<br />
Zudem ist „Billy Lawlor“ eine große Herausforderung, weil es eine der wenigen Rollen ist, die gleichermaßen Tanz, Gesang und Schauspiel erfordert.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vom Professor über einen Funker hin zu einem steppenden Frauenhelden… Der Professor und der Funker waren eher schauspiel- und gesangslastig – Billy Lawlor dagegen bewegt sich in erster Linie tanzend bzw. steppend über die Bühne. Wie war die Umstellung für Sie? Haben Sie für diese Rolle extra Tanzstunden genommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong></span> Nein, ich tanze und steppe seit vielen Jahren und habe auch in Wien an der „Universität der Künste“ und am „Tanz- und Gesangstudio Theater an der Wien“ Stepptanz unterrichtet. Es wäre illusorisch zu glauben, dass man sich die erforderlichen Steppkenntnisse für „42nd Street“ mal eben während der achtwöchigen Probenphase aneignen könnte…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Acht Shows in der Woche steppen sind auch im Musicalbereich eine außergewöhnliche Belastung. Was machen Sie, um sich sprichwörtlich „auf den Beinen zu halten“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> Morgens nach einer Doppelvorstellung tun die ersten Schritte vom Bett zum Bad schon ziemlich weh. Da hilft nur tägliches WarmUp vor der Show und danach duschen, baden, salben usw.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Hatten Sie nicht auch die Möglichkeit in Hamburg zu bleiben, um den Prof. Abronsius im „Tanz der Vampire“ in der Neuen Flora zu spielen? Warum haben Sie sich für Billy Lawlor und „42nd Street“ entschieden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong> </span>Nach den Auditions im letzten Sommer war ich ziemlich in einer Zwickmühle. Es war sehr schmeichelhaft, für beide Premieren eine Hauptrolle angeboten zu bekommen und ich liebe den Vampirjäger Abronsius. Aber seit ich 1990 „42nd Street“ in Wien gesehen habe, wollte ich einmal auf der großen Dollarmünze steppen. Dass ich als Billy Lawlor bei einer weiteren deutschen Erstaufführung zur Premierenbesetzung gehöre, spielte natürlich auch eine Rolle bei meiner Entscheidung.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was ist für Sie das Faszinierende an Ihren Job?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Jens Janke:</strong> Helden, Verlierer, Liebhaber, Mörder, Narren, Genies, Wahnsinnige, Lebemänner – die Bandbreite von Erfahrungen, die man auf der Bühne machen kann, ist einfach viel größer als die eines einzigen Lebens. Das hat mich von der Schule an fasziniert und tut es immer noch, zumal ich bisher auch das Glück hatte, eine ungewöhnliche Vielfalt an Rollen darstellen zu dürfen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vor Ihrer Ausbildung zum Musical-Darsteller haben Sie auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ als Funker die Welt umsegelt. Wieso haben Sie das Schiff gegen die Bühne eingetauscht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Die Funkerei und ihre technischen Aspekte haben mich damals sehr interessiert. Ich habe als Funker eine schöne und interessante Zeit auf der „Gorch Fock“ gehabt, aber ein Traumberuf im Sinne von „das ist die Erfüllung meines Lebens“ war es nicht.<br />
Während meiner Weltumsegelung auf der „Gorch Fock“ habe ich in Sydney „Les Miserables“ gesehen. Das ist eine lange Geschichte von einem einzigartigen Abend in meinem Leben… Fakt ist, dass mich die Show so nachhaltig beeindruckt hat, dass ich seit diesem Abend Sänger und Schauspieler werden wollte – und geworden bin.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie und wo haben Sie Ihre Ausbildung gemacht? Was hat Sie in dieser Zeit besonders geprägt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Ich habe drei Jahre an Peter Wecks „Tanz- und Gesangstudio Theater an der Wien“ studiert. Prägend war vor allem die Wiener Kulturszene, die täglich eine unglaubliche Palette an Oper, Schauspiel, Ballett und Musicals bietet. Dort habe ich dann auch meine Frau kennen gelernt, die in Wien Theaterwissenschaften studierte.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie arbeiten in Stuttgart, Ihre Frau in Berlin – ist das auf die Dauer nicht sehr belastend?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Es ist nicht einfach, aber wir wissen beide, dass das im Theaterberuf unvermeidlich ist. Durch diese jobbedingte Trennung gehen wir bewusster miteinander und der gemeinsamen Zeit um. Und wer weiß, vielleicht zieht „42nd Street“ in nicht zu ferner Zukunft nach Berlin um…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Mit zwei Haushalten, die zudem noch mehrere hundert Kilometer auseinander liegen, ist Ihre Freizeit sicherlich sehr begrenzt. Bleibt da noch Luft für Hobbies?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>An den Wochenenden, d. h. montags/dienstags, bin ich so oft ich kann in Berlin. In Stuttgart kümmere ich tagsüber vor allem um meine Bonsais, nachts sitze ich meistens vor dem Computer. Ich freue mich schon jetzt auf den Sommer, darauf mein neues Fahrrad einzufahren, die Sonnenstunden im Möhringer Freibad und die beginnende „Nicht-mehr-nur-Trockenanzug-Tauchsaison“.<br />
Meine Freizeitgestaltung ist im Wesentlichen auf Entspannung aufgebaut. Ich brauche nicht wirklich einen Ausgleich oder gar ein Kontrastprogramm zu meinem Job. Im Gegenteil, ich gehe nach wie vor auch als Zuschauer gern ins Theater, sogar in Musicals.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Ehrlich? Gibt es ein Musical, das Sie besonders gern ansehen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Mein „all-time-favourite“ ist „Sweeney Todd“ von Stephen Sondheim. Die Geschichte ist fantastisch, intelligent, lustig, gruselig, die Musik atemberaubend. Vor allem „Not while I´m around“ ist einfach wunderschön!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus? Welche Rolle möchten Sie unbedingt noch mal spielen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong> </span>Ich möchte mich in der Zukunft weniger an den Rollen orientieren und mehr an meinem Privatleben, d. h. je näher an Berlin, desto reizvoller die Rolle. Ein „unbedingt“ gibt es nicht mehr.<br />
Aber Prof. Abronsius würde ich jederzeit wieder spielen und auch Billy Lawlor würde mir viel Spaß machen – in Berlin. Bei „Sweeney Todd“ sind alle Rollen eine echte Herausforderung an den Schauspieler und ich könnte mir gut vorstellen, darin in einem Stadttheater mitzuwirken. Gleiches gilt für „Sunday in the Park with George“.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Viele Musicaldarsteller engagieren sich auch außerhalb des Theaters, z. B. auf Galas.Oer sie produzieren eigene CDs. Haben Sie da auch Ambitionen? In der Vergangenheit war in dieser Richtung von Ihnen noch nicht allzu viel zu sehen…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> Stimmt. Ich liebe es einfach, Rollen auf der Bühne zu durchleben. Mehr oder weniger „nackte“ Galas hatten für mich noch nie einen Reiz. Die meisten „Meine-liebsten-Musical-Songs“-CDs finde ich sehr eintönig, außerdem glaube ich nicht, dass ich eine bessere machen könnte, also lasse ich lieber die Finger davon. Eine CD-Produktion mit Liedern von Perrin Allen (Musikalischer Leiter von „Mamma Mia!“ Anm. d. Red.) oder Couplets von Wolfgang Adenberg wäre reizvoll, aber bisher gibt es noch keine konkreten Pläne.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Ich bin nicht sicher, wie groß der Fankult bei „42nd Street“ ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass viele ehemalige „Tanz der Vampire“-Fans aus dem Schwäbischen auch „42nd Street“ in ihr Herz geschlossen haben. Was bedeuten Fans für Ihre Arbeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Die „Tanz der Vampire“-Vorstellungen, in denen hunderte weitere Vampire im Zuschauerraum saßen, waren schon etwas Besonderes. Wenn ein Stück eine große Fangemeinde anziehen und binden kann, dann ist das eine tolle Bestätigung für alle Beteiligten und gibt einem das gute Gefühl, etwas richtig Tolles gemacht zu haben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Mit einem „Star-Kult“ konnte ich noch nie etwas anfangen, ich freue mich aber immer sehr, wenn mir – wie gerade erst vorgestern eine junge Frau aus Wien – Menschen erzählen, dass ich der Auslöser war, einen Theaterberuf zu ergreifen. Das ist das schönste Kompliment, das es gibt.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.jensjanke.de" href="http://www.jensjanke.de">www.jensjanke.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Gute Fahrt, Titanic!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gute-fahrt-titanic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2003 12:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Eddy Habbema]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Maury Yeston]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
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<p class="Body">Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ungenügende Vermarktung) – zur Derniere am 04. Oktober 2003 gab es noch einmal ein volles Haus.</p>
<p class="Body">Das hervorragende »Titanic«-Ensemble bot auch beim 323. Mal eine künstlerisch einwandfreie, anspruchsvolle Vorstellung. Die bei Dernieren üblichen Scherze und Anspielungen beschränkten sich auf charmante Textänderungen, die den Abschied für alle Beteiligten nur noch schwerer machten.</p>
<p class="Body">Auch das Publikum hatte sich etwas Besonderes ausgedacht: Als die Titanic zum letzten Mal vom Hamburger Kai in See stach, versank der Saal in einem Meer aus Taschentüchern, die zum Abschied geschwungen wurden. Viele Darsteller waren darauf nicht gefasst und mussten ganz schwer schlucken.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_923">
<div class="style_2">
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1428 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Titanic_2_2003.png" alt="" width="260" height="351" />Auch Maik Klokow, Geschäftsführer der Stage Holding, dem diese Show ganz offensichtlich sehr am Herzen lag, bildete hier keine Ausnahme – im Gegenteil: Wenn es ans Taschentuch-Winken, Szenenapplaus oder Standing Ovations ging, war er immer einer der Ersten die aktiv wurden.</p>
<p class="Body">Die bei kurzfristig abgesetzten Stücken zumeist unübliche Anwesenheit von Regisseur Eddy Habbema, Übersetzer Wolfgang Adenberg und Choreographin Kim Duddy adelte die ausgezeichnete Show und das Ensemble auf außergewöhnliche Weise und zeigte mehr als deutlich, dass mit diesem schnellen Ende wirklich niemand in der Stage Holding gerechnet hatte.</p>
<p class="Body">Die Geschichte nahm ihren verhängnisvollen Lauf, die Erste Klasse speiste ein letztes Mal im Großen Salon, in dem an diesem speziellen Samstagabend echtes Obst und echte Getränke gereicht wurden.</p>
<p class="Body">Mrs. Beane (Iris Schumacher) und das Ensemble tanzten den letzten Rag besonders ausgelassen und Norbert Kohler steigerte den Taschentuch-Verbrauch vor der Pause ins Unermessliche, als er als Frederick Fleet hoch über den Köpfen der Zuschauer in seinem Krähennest das unheilvolle „Kein Mond, kein Wind“ gefühlvoll und ergreifend anstimmte.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt häuften sich die Abschiedseinlagen zusehends: Der Teddy von Jack Thayer hatte eine eigene Schwimmweste mit Taucherbrille und Schnorchel bekommen. Robert Köhler hielt den Bären stolz vor seiner Brust und so mancher Darstellerin trieb es beim Anblick dieser herzerweichenden Accessoires die Tränen in die Augen.</p>
<p class="Body">Eine eher amüsante Szene war die hektische Flucht der Passagiere zu den Rettungsbooten. So wollte Eleanor Widener (Katja Thiede) das Schiff nicht verlassen, „solange es noch etwas zu trinken an Bord gibt!“ und Caroline Neville (Nicole Baumann) flüchtete gleich mit zwei heimlichen Verlobten. Beide Darsteller des Charles Clarke (Dernieren-Besetzung Andreas Bühring und eigentliche Erstbesetzung Björn Breckheimer) rannten vor ihrer großen Liebe in Richtung Boote und drehten sich zeitgleich um als sie „Charles!“ rief.</p>
<p class="Body">Carsten Lepper (Ingenieur Thomas Andrews) änderte den Text seines großen Solos dahingehend ab, dass das Schiff nicht nur noch schneller, sondern von nun an endgültig sinken wird. All diese netten Kleinigkeiten wurden mit donnerndem Szenenapplaus und Standing Ovations bedacht.</p>
<p class="Body">Schwermütig und sehr ruhig wurde es im Publikum als Ida und Isidor Straus (Masha Karell und Ulrich Talle) sich noch einmal der schönen gemeinsamen Jahre entsannen und die Angst vor dem bevorstehenden Tod nur allzu deutlich zu spüren war. Die Anspannung ließ auch während des beklemmenden Finales nicht nach, wo die Überlebenden an Bord der Carpathia der Zurückgebliebenen gedachten.</p>
<p class="Body">Als die letzte Vorstellung von »Titanic« vorüber war, löste sich bei allen deutlich sichtbar die Anspannung. Viele Darstellerinnen und Darsteller (beispielsweise Leon van Leeuwenberg, Iris Schumacher und Patrick Stanke) konnten ihre Trauer nicht mehr unterdrücken. Zitternd und mit schwacher Stimme setzten sie zu dem herzzerreißenden Abschiedmedley „Wir sehen uns wieder“ an, in dem jeder der Hauptdarsteller noch einmal seine bekannteste Zeile singen durfte.</p>
<p class="Body">Besonders schön war, dass Darsteller, die bereits an anderen Theatern engagiert waren, extra für die Derniere noch einmal auf die Bühne der Neuen Flora zurückkehrten. Hierzu zählte Jens Janke als Funker Harold Bride (ab November in Stuttgart bei »42nd Street«) ebenso wie Seth Lerner (seit September bei »Les Misérables« im Theater des Westens auf der Bühne) und ein stimmlich sehr angegriffener Robin Brosch (als Inhaber Bruce Ismay), der seit einigen Wochen als Künstlerischer Direktor der Joop van den Ende Academy fungiert. Eine ebenfalls sehr reizende Geste war, dass die verletzte Katharina Trinkewitza zusammen mit der Dernieren-Besetzung der Damico-Tänzerin Daniela Wildprad auf die Bühne humpelte, um sich von den Gästen verabschieden. Die Kinderdarsteller des Jack Thayer bekamen eine Sondergenehmigung und sagten ihrem Hamburger Publikum ebenfalls Tschüss.</p>
<p class="Body">Die bewegenden Abschiedsworte von Company Manager Dirk Terwey machten sehr deutlich wie sehr die Künstler mit den Theater zusammen gewachsen waren und wie ausgezeichnet die Stimmung hinter der Bühne in den vergangenen zwölf Monaten gewesen ist. Doch das Ensemble rund um »Titanic«-Kaptän Michael Flöth verstreut es in alle Himmelsrichtungen: die einen zieht es nach Essen oder Stuttgart, die anderen nach Berlin oder ins nahe gelegene Operettenhaus. Nur sehr wenige bleiben in der Neuen Flora. Wie nach jeder Derniere kann man den Darstellerinnen und Darstellern für ihre zukünftigen Engagements nur viel Glück wünschen und ihnen für die hervorragende Leistung im »Titanic«-Ensemble danken.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>4. Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
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		<title>Patrick Stanke: vom Chemikanten zum Heizer auf der Musicalbühne</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/patrick-stanke-vom-chemikanten-zum-heizer-auf-der-musicalbuehne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2003 16:16:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Sie spielen seit 8 Monaten die Rolle des Heizers Frederick Barrett in »Titanic«. Wollten Sie schon immer Musical-Darsteller werden? Patrick Stanke: Eigentlich fing es schon in der Schule an. Da habe ich entdeckt, dass Musik mir Spaß macht und die übliche Sängerkarriere gemacht: Schulband, eigene Band, E-Gitarre, Klavier… Mit Musicals richtig angefangen habe ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_544">
<div class="style_2">
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie spielen seit 8 Monaten die Rolle des Heizers Frederick Barrett in »Titanic«. Wollten Sie schon immer Musical-Darsteller werden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke:</span></strong> Eigentlich fing es schon in der Schule an. Da habe ich entdeckt, dass Musik mir Spaß macht und die übliche Sängerkarriere gemacht: Schulband, eigene Band, E-Gitarre, Klavier…<br />
Mit Musicals richtig angefangen habe ich am Tic-Theater in Wuppertal, wo ich dreieinhalb Jahre viel gespielt habe. Zum Beispiel in »Blutsbrüder«, »It’s Showtime« &#8211; einer Musical-Revue, »Café Mitte« – dem Nachfolger von »Linie 1«.<br />
In dieser Zeit habe ich auch eine Ausbildung als Chemikant gemacht – meine Eltern wollten eben, dass ich etwas Bodenständiges lerne.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Und wie ging es nach der „Alibi“-Ausbildung weiter? Sie wussten doch sicherlich schon, dass Sie Ihr Berufsleben nicht in einem Labor verbringen würden…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke: </span></strong>Der Theaterdirektor vom Tic-Theater hat mich angesprochen, ob ich nicht an einer Musical-Schule vorsingen wolle. Er hat den Kontakt zur Bayerischen Theaterakademie „August Everding“ in München hergestellt, wo ich auch tatsächlich vorgesungen habe. Ich bin direkt genommen worden. Das ist eigentlich eher unüblich, denn Musical-Darsteller singen sonst an sehr vielen Schulen vor, bevor sie irgendwo aufgenommen werden. Aber ich habe irgendwie immer Glück. Vielleicht sitzt auf meiner Schulter ein kleiner Glückspilz…</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die Ausbildung ist aber noch nicht abgeschlossen, oder?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Nein, die Ausbildung dauert vier Jahre und in meinem zweiten Jahr habe ich für »Titanic« vorgesungen, weil ich für das dritte Jahr ein Praktikum brauchte. Ich war zu der Zeit im Ensemble von »La Bohème« bei den Bregenzer Festspielen und bin zum Vorsingen nach</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Stuttgart geflogen. Als ich ein paar Wochen später zu den so genannten „Finals“ in Hamburg ankam, wäre ich am liebsten gleich wieder abgereist! Die anderen Darsteller, die für die Rolle des Frederick Barrett eingeladen wurden, waren allesamt gestandene Musical-Größen mit viel Erfahrung und ich hatte mir da so gar keine Chancen ausgerechnet.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich wurde in einen Raum geführt, in dem sich gerade einer dieser „Stars“ – Namen tun hier nichts zur Sache – vorbereitete. Er musste den Raum dann für mich – einen kleinen Studenten – räumen und fragte nur noch: „Wer ist Patrick Stanke?“</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie war diese entscheidende Audition für Sie? Viel Erfahrung hatten Sie auf diesem Gebiet ja noch nicht sammeln können.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Das ganze hat lange gedauert und war richtig harte Arbeit. Es war sehr interessant und ich habe wirklich viel gelernt. Spannend war vor allem, dass man unter Druck zeigen musste, in wie vielen verschiedenen Facetten man die Rolle des Heizers spielen konnte.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wann wurde Ihnen dann die endgültige Entscheidung über die Erstbesetzung des Heizers mitgeteilt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke: </span></strong>Der Anruf kam als ich schon wieder zurück in Österreich war und einer Bekannten gerade eine Gesangs-stunde gab. Da war ich natürlich erstmal sprachlos!<br />
Eigentlich war das alles ganz anders geplant. Ich musste erstmal mit der Schule sprechen, ob man dieses Engagement als Praktikumsjahr anrechnen kann. Zum Glück ging das und jetzt habe ich parallel zu »Titanic« noch Unterricht, unter anderem in Gesang.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Nachdem das Organisatorische geklärt war, wie haben Sie sich auf die Rolle des Heizers Barrett vorbereitet?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke:</span> </strong>Da ich bei »La Bohème« als Tänzer im Ensemble war, hatte ich viel Zeit, mich vorzubereiten. Mit dem Musikalischen Leiter der Bayrischen Theaterakademie Phillip Tilitson und meinem Gesangslehrer Bruce Earnest habe ich mich musikalisch darauf vorbereitet und mir das Repertoire angeeignet. Ganz bewusst habe ich mich nicht auf eine spezielle Spielweise festgelegt. Ich wollte mir die Detailarbeit aufheben, um während der Proben auf die Anforderungen des Regisseurs und der künstlerischen Leitung eingehen zu können.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Jetzt sind Sie ja schon fast ein Jahr in Hamburg. Stellt sich da so etwas wie ein Alltag ein? Wird neben der Vorstellung am Abend noch viel geprobt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Dadurch, dass wir Darsteller abends arbeiten, gännen wir uns den Luxus und schlafen morgens etwas länger. Nach einem gesunden Frühstück und meinem täglichen Training im Fitness-Studio gehe ich gern am Hafen oder an der Alster spazieren, um Frischluft zu tanken. Seit ich in Hamburg bin, esse ich zum Mittag besondern gern Fisch oder Sushi. Nachmittags geht’s dann in die Neue Flora zum Einsingen. Eine halbe Stunde vor der Vorstellung gehe ich dann in die Maske zum Schminken und Umziehen…</p>
<p>Einige denken, dass es langweilig werden könnte, wenn man ein Stück so oft spielt. Dem ist aber nicht so: Es wird eher immer schwieriger als leichter sich täglich neu auf die Gegebenheiten einzustellen. Ich habe immer noch vor jeder Vorstellung Lampenfieber! Aber man lernt, es einzuschätzen. Die Ernsthaftigkeit, mit der bei einer Ensuite-Produktion gearbeitet wird, zollt mir nach wie vor viel Respekt ab.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Gibt es im Vergleich zu den kleineren Theatern, in denen Sie gespielt haben, Vor- oder Nachteile an einer großen Ensuite-Produktion wie »Titanic«?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Von Vorteil ist natürlich, dass die Öffentlichkeitsarbeit viel ausgeprägter ist. Dadurch werden viel mehr Menschen auf die eigene Arbeit aufmerksam. Außerdem fühlt man sich bei einer Ensuite-Produktion sicherer, denn man bekommt für eine längere Zeit einen festen Vertrag.</p>
<p>Der Nachteil ist, dass hier alles viel zu groß und dadurch eher unpersönlich ist. Das Tic-Theater in Wuppertal war eine Art Kellertheater mit 80 Sitzplätzen und die Zuschauer in der ersten Reihe haben wirklich mit den Knien an der Bühne gesessen. Und genau das macht für mich Theater aus! Man hat direkten Kontakt zu seinem Publikum!</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Hier ist alles so riesig, so glamourös! Es gibt ganz viele Eindrücke, die ich bis heute noch nicht richtig verarbeitet habe. Zum Beispiel habe ich die große Liza Minelli bei der Premiere auf die Wange geküsst – das war schon etwas sehr Besonderes und hat mich tief beeindruckt.</p>
<p class="Body">Aber ich merke von Vorstellung zu Vorstellung, dass ich lerne, damit umzugehen, dass das Publikum so weit weg ist. Irgendwann weiß man, wie man es greifen kann, es zu sich holt und mit den Knien an die Bühne setzt!</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie problematisch ist die immense Technik bei »Titanic« – die ist doch sicher nicht ganz ungefährlich?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Patrick Stanke:</strong> Wir spielen heute schon die 256. Show und bis vor zwei Tagen hatten wir – toi, toi, toi – keinen einzigen technischen Fehler. Der allererste war wirklich am 27.07.: Die gesamte Bühnentechnik ist ausgefallen und wir haben eine konzertante Version aufgeführt. Für mich war das eine ganz neue Erfahrung!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie muss man sich die konzertante Aufführung eines Musicals vorstellen, bei dem die Technik eine so bedeutende Rolle spielt wie bei »Titanic«?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Es war sehr schwierig! Normalerweise haben wir Darsteller für jeden Satz und jedes Wort unterstützende Bewegungen oder Requisiten, aber das entfällt bei einer konzertanten Aufführung komplett.<br />
Besonders schwer war es in der Funkraum-Szene, wo ich als Barrett meiner Freundin in England einen Heiratsantrag mache. Am Schluss der Szene sagt der Funker Bride „Nachricht angekommen“ und hält mir normalerweise zur Bestätigung seinen Kopfhörer hin. Aber ganz ohne Kulissen und Requisiten war das schon eine sehr seltsame Situation.<br />
Der Vorteil an einer solchen „Panne“ ist natürlich, dass man gesanglich und schauspielerisch mehr von sich zeigen kann.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Haben Sie in Ihrer Ausbildung einen besonderen Schwerpunkt auf Gesang gelegt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Nein, das geht gar nicht. In der Schule wird Schauspiel, Tanz und Gesang parallel gelehrt. Zeitweise hatte ich sogar mehr Tanz- und Schauspielstunden als Gesangsunterricht. Gerade in der Bayerischen Theaterakademie ist das natürlich klasse, denn die Schule ist direkt an das Prinzregentheater angeschlossen und die Schüler können das Gelernte gleich auf einer großen Bühne umsetzen. Aber Singen ist für mich eines der wichtigsten Dinge im Leben. Ich singe immer und überall! Damit hat alles angefangen und heute erschrecke ich manchmal, weil mir immer bewusster wird, dass ich jetzt tatsächlich Sänger bin!</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Ihrer gefühlvollen Interpretation des Heizers haben Sie in kürzester Zeit die Herzen des Publikums erobert. Was bedeutet es für Sie, der meist-fotografierte und -interviewte Darsteller dieser Produktion zu sein? Sie stehen noch ganz am Anfang Ihrer Karriere, da könnte man mutmaßen, dass es nicht so leicht ist, plötzlich ein Musical-Star zu sein und von Fans umringt zu werden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke: </span></strong>Es gibt schon Tage, da brauche ich eine halbe Stunde, bis ich durch das Fan-Spalier zum Bühnen-Eingang komme. Aber daran gewöhnt man sich und ich komme einfach etwas eher, damit ich mehr Zeit für die Fans habe. Heute habe ich zum Beispiel schöne Blumen und ein Portrait bekommen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich mag diese Atmosphäre, denn ich bin Sänger und ich freue mich sehr, dass mir die Stage Holding soviel Vertrauen schenkt – direkt von der Schule eine große Rolle zu übernehmen und diese dann auch gleich in acht Shows pro Woche spielen zu dürfen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Was machen Sie mit den vielen Fangeschenken: Teddys, Bilder, Briefe usw.?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Viele Geschenke sind natürlich hier im Theater in meiner Garderobe. Alles, was hier keinen Platz findet, wird in meinem ehemaligen Kinderzimmer bei meinen Eltern aufbewahrt.<br />
Es ist schön, dass ich meinen Eltern zeigen kann, dass ich es geschafft habe. Denn ich war ja immer der Revoluzzer, der wilde Sänger &#8211; und Gesang war aus ihrer Sicht nicht wirklich etwas Sicheres…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>»Titanic« gehört in wenigen Wochen zur deutschen Musical-Gesichte. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass das Stück vom Publikum nicht angenommen wird?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke:</span> </strong>Ich finde nicht, dass die Show vom Publikum nicht angenommen wird. Es gibt Tage, da komme ich beim Schluss-Applaus auf die Bühne und es ist wie bei einem Rockkonzert: Alle schreien und kreischen und es fliegen viele Teddybären auf die Bühne…<br />
»Titanic« ist eine grandiose Show mit hervorragend gecasteten Darstellerinnen und Darstellern.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Aus rechnerischer Sicht ist es in Ordnung, ein Stück abzusetzen, wenn man feststellt, dass es nicht das einspielt, was sich die Stage Holding ausgerechnet hatte. Künstlerisch ist das sicherlich keine sehr feine Angelegenheit. Aber Theater war eben noch nie etwas Sicheres; schon früher sind die Gaukler durch die Städte gezogen und haben gehofft, den einen oder anderen Zuschauer zu finden … Und bei den heutigen Theaterdimensionen muss ein Musical-Betreiber rechtzeitig auf die Bremse treten, bevor wirklich große Einbußen entstehen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Gibt es etwas, was Sie von »Titanic« „mitnehmen“ &#8211; irgendwelche Erinnerungen, mehr oder weniger lustige Pannen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>In den letzten zwölf Monaten habe ich sehr viele nette Menschen kennen gelernt. Ich freue mich schon sehr darauf, sie in anderen Produktionen wieder zu treffen. Auch die ganze Erfahrung, die ich hier sammeln durfte, nehme ich mit. Als „echtes“ Erinnerungsstück hätte ich am liebsten eine meiner Heizer-Schaufeln…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Natürlich habe ich auch manchmal Fehler gemacht… Zum Beispiel habe ich mich schon während meines Urlaubs so verrückt gemacht, was passiert, wenn ich meinen Text vergesse, dass ich ihn prompt in der ersten Vorstellung nach dem Urlaub vergessen habe. Da musste ich dann improvisieren, aber ich konnte die Szene zum Glück noch retten.</p>
<p>Die Anekdote der Anekdoten ist, dass ich bei meinem ersten großen Engagement einen besonders guten Eindruck machen wollte und nicht kreidebleich bei der Probe erscheinen wollte. Also bin ich vorher häufiger ins Sonnenstudio gegangen. Das Ergebnis war, dass ich die Heizer-Szene bei den ersten Proben mit einem krebsroten, sonnenverbrannten Oberkörper spielen musste. Das hat natürlich sehr zur Belustigung meiner Kollegen beigetragen…</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die spannendste Frage zum Schluss: Was kommt nach »Titanic«? Einige »Titanic«-Darsteller haben ihre Nachfolge-Engagements schon in der Tasche; bei Ihnen hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Sie zu »Aida« nach Essen gehen. Gibt es inzwischen ein konkretes Engagement?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke:</span> </strong>Ja, gestern habe ich unterschrieben: Ich gehe als alternierender Radames zu »Aida«.<br />
Der Zeitplan ist sehr eng, denn am 04. Oktober spiele ich in der Neuen Flora die letzte »Titanic«-Show, am 05. schaue ich mir die »Aida« -Premiere an, am 06. ziehe ich um und am 07. fange ich an, in Essen zu proben. Die Premiere in meiner neuen Rolle werde ich voraussichtlich am 01. November haben.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was passiert mit Ihrer Ausbildung? Verschieben Sie den Abschluss &#8211; jetzt, wo Sie solch ein attraktives Folge-Engagement haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Nein, ich habe mit der Theaterakademie vereinbart, dass ich im Januar 2004 zurückkomme, um mein Abschlussprojekt &#8211; eine One-Man-Show – zu machen. Die Diplomarbeit muss und werde ich neben meinem Engagement bei »Aida« machen. Es wird ein hartes Jahr, aber ich habe mir den Abschluss dieser Ausbildung fest als Ziel gesetzt. Ich möchte diese Schule als Diplom-Musical-Darsteller verlassen!!!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Herr Stanke, wir danken Ihnen für dieses offene Gespräch und wünschen Ihnen bereits jetzt viel Erfolg für Ihr Engagement in Essen und Ihre Diplomarbeit!</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.patrickstanke.de/">www.patrickstanke.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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