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	<title>Theater an der Elbe-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Theater an der Elbe-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Clever erzähltes Biografie-Musical</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 11:02:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Proben zu seiner &#8222;Dangerous&#8220;-Tour 1992 wird Michael Jackson von einem Kamerateam begleitet. Auf Basis von deren Interviews wird die Lebensgeschichte des &#8222;King of Pop&#8220; erzählt. Lynn Nottages Buch stellt Michael Jacksons unbändige Kreativität und seinen Perfektionismus in den Mittelpunkt. Das strenge Regiment seines Vaters hat den jungen Künstlker geformt. Der unbedingte Erfolgszwang, den ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während der Proben zu seiner &#8222;Dangerous&#8220;-Tour 1992 wird Michael Jackson von einem Kamerateam begleitet. Auf Basis von deren Interviews wird die Lebensgeschichte des &#8222;King of Pop&#8220; erzählt. Lynn Nottages Buch stellt Michael Jacksons unbändige Kreativität und seinen Perfektionismus in den Mittelpunkt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3684 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x296.jpg" alt="" width="400" height="296" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x296.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1024x759.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-768x569.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment.jpg 1529w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das strenge Regiment seines Vaters hat den jungen Künstlker geformt. Der unbedingte Erfolgszwang, den er von Kindesbeinen an spürte, führte ihn in die Tablettensucht. Die Medien stürzten sich von Anfang an auf das Privatleben der Familie Jackson &#8211; und all deren negative Seiten. Das war für den jungen Michael prägend. Zeitlebens stand er unter Beobachtung, konnte nie er selbst sein. Zuflucht fand er in der Musik und im Tanz.</p>
<p>In dieser Show schlüpfen gleich drei Darsteller in die Rolle von Michael Jackson: Joshua zeichnet die Zeit den Jungen Michael Jackson als Teil der Jackson Five nach, Princa Damien übernimmt den Part nachdem Michael mit seinem Vater gebrochen hat und seinen eigenen weg geht und Benét Monteiro erweckt den Michael Jackson, den wir alle kennen, zum Leben. Und wie er das macht! Die zarte, gebrechliche Stimme, die Verletzlichkeit in jeder Bewegung abseits der Tanzfläche, die akzentuierten typischen MJ Moves (u.a. der Moonwalk), die sehr besondere Durchsetzungskraft, das Kindlich-Verträumte, die kongenialen Einfälle für die Umsetzung jedes einzelnen Songs auf der Tour &#8211; Monteiro ist absolut perfekt. Man kann sehr gut nachvollziehen, dass er die Kreativen schon beim Vorsprechen für die Londonder Version der Show begeistert hat. Der einzige, aber leider essentielle Kritikpunkt ist, dass es ihm nicht gelingt, die Songs so zu intonieren, dass es auch nur ansatzweise nach Michael Jackson klingt. Das ist schade. Doch Prince Damien macht dies in in seinen Passagen wett! Die &#8222;Kiekser&#8220;, all das, was MJs Stimme so unverkennbar macht: Prince Damien macht sich diese Besonderheiten zu eigen und agiert damit absolut überzeugend. Richtig schön zu erleben bei &#8222;Can you feel it&#8220; im zweiten Akt. Im Duett überzeugen die beiden älteren Michaels ebenfalls vollends: &#8222;She&#8217;s out of my life&#8220; ist wunderschön umgesetzt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3688 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment.jpg 1105w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Probenszenario wirkt gerade dadurch besonders austhentisch, das die Band mit auf der Bühne sitzt, die Tänzerinnen und Tänzer die Passagen immer und immer wieder üben müssen und das ganze auch optisch perfekt verpackt ist. Bühnenbild (Derek McLane, u. a. „Moulin Rouge! Das Musical”), Lichtdesign (Natasha Katz, u. a. „An American in Paris“) und Kostüme (Paul Tazewell, u.a. &#8222;Wicked&#8220;) sind perfekt aufeinander abgestimmt und versetzen das Publikum im Handumdrehen in die früher 1990er Jahre.</p>
<p>Michael Jackson war insbesondere für seine atemberaubenden Choreographien bekannt. Christopher Wheeldon lässt in seiner Arbeit zwar Ansätze erkennen, aber in den Szenen außerhalb der Probenumgebung, den Szenen, in denen Welthits wie &#8222;ABC&#8220; oder &#8222;Smooth Criminal&#8220; dargeboten werden, ist von Perfektionismus nichts zu erkennen. Gerade in letztgenannter Szene ist dies besonders bedauerlich, da diese den Einfluss von Bob Fosse auf Michael Jacksons Wirken unterstreichen soll. Hier haben sich nur wenige Wochen nach der Premiere (1. Dezember 2024) schon viele Unsauberheiten und unsynchrone Abläufe eingeschlichen. Das ist sehr traurig.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3687 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment.jpg 1742w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Während bei den Choreographien wirklich Luft nach oben ist, sind viele Regieeinfälle von Wheeldon schlicht großartig: Michael als Marionette vor die Presse treten zu lassen, trifft den Nagel auf den Kopf. &#8222;Billy Jean&#8220;, &#8222;Thriller&#8220; und &#8222;Man in the Mirror&#8220; sorgen zurecht für begeisterten Zwischenapplaus. Nicht zu vergessen das Ende der Show: Perfekter kann man diesen Abend nicht zuende bringen.</p>
<p>Neben den drei Michaels lassen noch Lee Ann Hierzer als Katherine Jackson und DNPRI als Quincy Jones aufhorchen. Hierzer singt sehr gefühlvoll, ihre Interpretation von &#8222;I&#8217;ll be there&#8220; ist wunderschön soulig. DNPRI überzeugt als Quincy Jones, einen der Väter von Michael Jacksons Erfolg. &#8222;Keep the faith&#8220; ist eine wunderschöne Hymne.</p>
<p>Die Zuschauer lernen an diesem Abend zwar nichts Neues über Michael Jackson, doch Nottage macht ihn nahbar und zeigt ihn sehr verletzlich. Das Konzept der Show funktioniert zu 100 %. Bühnenbild, Musik, Licht, Projektionen &#8211; das Gesamtbild ist perfekt. Die Künstler auf, über, unter und hinter der Bühne bekommen stehende Ovationen und dürfen sich für dieses muscalische Gesamtkunstwerk zurecht feiern lassen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">19</span><span class="Bold">. März 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Benét Monteiro, Prince Damien, David Hughey, Eve Rades, Lee Ann Hierzer, DNPRI, Rob &#8222;Krucible&#8220; Marshall, Vic Anthony, OJ Lynch</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie &amp; Choreographie:</strong> Christopher Wheeldon<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Matthew Murphy</span></span></p>
</div>
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		<title>Ohne Elsas Eispalast nicht der Rede wert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ohne-elsas-eispalast-nicht-der-rede-wert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 15:51:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Antoine D. Banks-Sullivan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ursprünglich war „Die Eiskönigin“ in Hamburg als Europa-Premiere geplant, nun waren die Engländer doch schneller (Europa-Premiere im West End im September 2021) und das Theater an der Elbe ist nun „nur noch“ der Ort der Deutschland-Premiere. Am Broadway wurde die Bühnen-Adaption des Disney-Hits lediglich zwei Jahre gespielt. Trotz einiger Tony Award Nominierungen gewann das Stück ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich war „Die Eiskönigin“ in Hamburg als Europa-Premiere geplant, nun waren die Engländer doch schneller (Europa-Premiere im West End im September 2021) und das Theater an der Elbe ist nun „nur noch“ der Ort der Deutschland-Premiere.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3174 " src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-400x326.jpg" alt="" width="336" height="274" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-400x326.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-1024x834.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-768x626.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-1536x1252.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628.jpg 1555w" sizes="auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px" />Am Broadway wurde die Bühnen-Adaption des Disney-Hits lediglich zwei Jahre gespielt. Trotz einiger Tony Award Nominierungen gewann das Stück 2019 „nur“ einen Drama Desk Award für das „Beste Puppet Design“. Dennoch waren Zuschauer wie Kritiker von den technischen Finessen, die in der Show erstmalig in dieser Vollkommenheit gezeigt wurden, sehr angetan.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Stage Entertainment mit genau dieser Magie, diesem Zauber, die Werbetrommel rührt. Denn die Handlung von „Die Eiskönigin“ kennt sowieso fast jeder.</p>
<p>Inhaltlich gibt es nahezu keinerlei Abweichungen zum Animationsfilm. Versierte Kenner des Films vermissen jedoch Olafs wertvollen Hinweis, dass „gelb und Schnee ein No Go“ sind. Auch dass er seine Karottennase nicht ein einziges Mal verliert, fällt durchaus auch einigen Zuschauern auf.</p>
<p>Das Publikum lernt sehr aufgeweckte Schwestern kennen, die im Schloss von Arendelle ihre Kindheitstage genießen. Insbesondere Anna (bei der Premiere gespielt von Anastasia) ist ein echter Frechdachs und sorgt mit ihr herrlich forschen Art für viele Lacher. Hier haben auch die von Ruth Deny ins Deutsche übertragenen Dialoge einen nicht unwesentlichen Anteil („nicht hummeln, sondern helfen!“). Elsa (gespielt von Isabella) hingegen trägt schon früh an der Bürde ihrer Zauberkräfte und zieht sich nach dem Unfall, bei dem sie Anna schwer verletzt hat, gänzlich in ihr Schneckenhaus zurück. Die Spielfreude der beiden Mädchen ist ansteckend, da schaut das Publikum wohlwollend darüber hinweg, dass der Gesang ziemlich schief ist („Willst Du einen Schneemann bauen?“).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3171 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-400x271.jpg" alt="" width="400" height="271" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-400x271.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-1024x694.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-768x521.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-1536x1042.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_DuBistAlles_MacMatzen_7319-2048x1389.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die erwachsenen Prinzessinnen werden von Sabrina Weckerlin (Elsa) und Celena Pieper (Anna) zum Leben erweckt. Geht man davon aus, dass Elsa mit Erreichen der Volljährigkeit zur Königin von Arendelle gekrönt wird, ist das Alter der beiden Darstellerinnen mit Mitte Dreißig (Weckerlin) und Ende Zwanzig (Pieper) doch etwas hoch. Weckerlins Elsa ist fast zu abgeklärt, kühl und sehr mütterlich, während Piepers Anna manchmal unangemessen albern und überstark auf männliche Körper fixiert über die Rampe kommt.</p>
<p>Dass die beiden gesanglich exzellent auf die Rollenprofile passen, steht jedoch außer Frage. „Ich lass los“ ist auch im Bühnenmusical der Showstopper! Weckerlins Ausdrucksstärke und ihre Fähigkeit von den leisesten, zerbrechlichen Tönen bis hin zu raumgreifenden, energiegeladenen Passagen alles blitzsauber zu intonieren, sind beeindruckend. Die stehenden Ovationen waren – gerade auch im Zusammenspiel mit der Begeisterung für die magische Verwandlung der Bühne – mehr als gerechtfertigt. Auch der neue Song „Monster“ ist Weckerlin quasi auf den Leib geschrieben. Das Kostüm jedoch ist für eine Elsa absolut unpassend.</p>
<p>Pieper überzeugt vor allem mit ruhigeren Duetten wie „Wann warst Du schon mal verliebt?“ oder „Du bist alles“. Gerade im letztgenannten Duett fällt auf, wie ähnlich die Stimmfarben der beiden Hauptdarstellerinnen sind.</p>
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<p>Leider ist es das dann aber auch schon in Sachen Magie. Der Rest des Stücks plätschert recht unaufgeregt dahin und wären nicht Olaf, Kristoff und Sven bliebe es in Arendelle ganz schön finster. Olaf wird – genau wie Timon bei „Disney’s König der Löwen“ – von einem Darsteller gespielt und gesungen, der Kopf und Körper des Schneemanns vor den Bauch geschnallt hat und manuell steuert. Sven hingegen gleicht in der Funktionalität den Antilopen aus dem Nachbartheater: Ein Balletttänzer ist an Händen und Füßen mit Stelzen verbunden und stakst so als Rentier über die Bühne. Kein Wunder, denn die Puppets stammen von Michael Curry, der auch bei „Der König der Löwen“ für die Puppets verantwortlich zeichnete.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3169 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson.jpg 566w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Benét Monteiro und Antoine D. Banks-Sullivan verkörpern das lustig-tollpatschige Duo Kristoff und Sven. Wenn Kristoff im Zweigespräch mit Sven feststellt, dass „Kein Mensch ist so gut wie ein Rentier“ oder ihm seine Liebe zu Anna („Kristoffs Gute Nacht Lied“) gesteht, legt Monteiro sehr viel Gespür für Timing und genau die richtige Portion Gefühl in die Songs, um noch glaubwürdig zu wirken. Elindo Avastia hat als Olaf etwas leichteres Spiel: Das Publikum johlt beim Anblick des kleinen Schneemanns und freut sich mit ihm, wenn er vom „Sommer“ träumt und Hildegard, der Möwe, hinterherruft.</p>
<p>Fast alle Songs, die an diesem Abend zu hören sind, wurden von Kirsten Anderson-Lopez und Robert Lopez für das Bühnenmusical neu geschrieben. Stücke wie „Hygge“ oder „Hans aus dem Süden“ bleiben jedoch nicht wirklich haften. Nichtsdestoweniger bringen die neun Musiker unter der Leitung von Aday Rodriguez Toledo die Kompositionen kraftvoll zu Gehör. Auch wenn in Hamburg weniger als die Hälfte der Musiker im Orchestergraben sitzt als am Broadway, klingen die Stücke doch sehr ausgewogen und voluminös.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3168 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson-400x301.jpg" alt="" width="400" height="301" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson-400x301.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson.jpg 460w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Choreografien (Associate Choreographer: Charlie Williams) sind nicht wirklich magisch, sondern eher eine unauffällige Ausschmückung der Handlung. Einzig bei „Fixxer upper“, wenn Pabbie (der stark an Aquaman erinnernde David Negletto) versucht, Anna das Leben zu retten, lassen sich wunderbar kreative Ansätze erkennen. Viele Ensemblenummern erinnern vom Staging her zudem an die Hexenjagd-Szenen bei „Wicked“. Überhaupt ist dies ein Thema, welches sehr stark betont wird. Als Anführer der Hexenjäger ist Eric Minsk als Pitzbühl in gewohnt enervierender Art zu sehen.</p>
<p>Genial gelungen ist die Visualisierung der Hexenjagd als Elsa auf der Suche nach ihrer Schwester alle Bewohner Arendelles zu Eisblöcken gefrieren lässt. Hier greifen Licht, Kostüm und Choreografie perfekt ineinander.</p>
<p>Unter diesem Schwerpunkt leidet jedoch die Ausarbeitung der Bindung der beiden Schwestern zuweilen sehr. Hier wurde viel Potential verschenkt, das Stück für Erwachsene attraktiver zu machen.</p>
<p>Milan van Waardenburg steht als Prinz Hans auf der Bühne. Er hat eine recht undankbare Rolle, da er den langweiligen Prinzen nur allzu glaubhaft verkörpert und sich auch gesanglich nicht absetzen kann. Am spannendsten wird er, wenn Hans Anna sein wahres Ansinnen gesteht: Sehr schön düster und gefährlich reiht er sich ein in die Riege derer, die auf Hexenjagd gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3170 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson-400x264.jpg" alt="" width="400" height="264" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson-400x264.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson.jpg 566w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch wenn es eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte, möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass das Ensemble von „Die Eiskönigin“ sicherlich das mit Abstand „diverseste“ Ensemble ist, das je auf einer deutschen Musicalbühne gestanden hat. Das Königspaar ist maximalpigmentiert und asiatisch (Dominik Doll und Lanie Sumalinog), Olaf und Kristoff sind ebenfalls maximalpigmentiert (Avastia und Monteiro), dazu kommen zahlreiche weitere Künstler aus dem europäischen, englischen und amerikanischen Raum. Warum dies bemerkenswert ist? Weil in diesem Fall ganz bewusst die Ebene des Klischeedenkens (Olaf muss weiß sein, Kristoff und das Königspaar müssen skandinavisch aussehen) verlassen wurde und schlichtweg die besten Darsteller für diese Rollen besetzt wurden. Chapeau, liebes Casting-Team.</p>
<p>Elsas Eispalast muss die komplette Show tragen, was leider nicht durchgehend gelingt. Technische Neuerungen sucht man in den übrigen Szenen nahezu vergebens. Ja, es gibt ein oder zwei magische Broadway-Momente, doch das allein ist nicht genug. Den Aufwand, den es bedurfte, die komplette Bühne zu verkabeln und mit LEDs auszustatten sowie die 30 Computer zu programmieren, die jeden Abend die Kulissen und Bühne zum Erstrahlen bringen, nimmt man als Zuschauer nicht wahr. Dafür braucht es Wow-Momente. Und den gibt’s in der „Eiskönigin“ nur einmal.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. November 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Sabrina Weckerlin, Celena Pieper, Benét Monteiro, Antoine D. Banks-Sullivan, David Negletto, Eric Minsk, Milan van Waardenburg, Dominik Doll, Lanie Sumalinog<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Kirsten Anderson-Lopez &amp; Robert Lopez / Adrian Sarple<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac-Maatzen<br />
</span></span></p>
</div>
</div>
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		<title>Das Bryan Adams Musical kann mit dem Film nicht mithalten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-bryan-adams-musical-kann-mit-dem-film-nicht-mithalten/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 12:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Bryan Adams]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Patricia Meeden]]></category>
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		<category><![CDATA[Pretty Woman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Pretty Woman“ – das sind Gegensätze, die sich anziehen, hartes Business, in der Gefühle keinen Platz haben, und andererseits eine ungeahnte Verbundenheit, Vertrauen und Romantik pur. Der Film von 1990 hat Julia Roberts über Nacht zum Weltstar gemacht, während Richard Gere die Figur des knallharten und überaus charmanten Geschäftsmanns, der plötzlich Zugang zu seinen Gefühlen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Pretty Woman“ – das sind Gegensätze, die sich anziehen, hartes Business, in der Gefühle keinen Platz haben, und andererseits eine ungeahnte Verbundenheit, Vertrauen und Romantik pur. Der Film von 1990 hat Julia Roberts über Nacht zum Weltstar gemacht, während Richard Gere die Figur des knallharten und überaus charmanten Geschäftsmanns, der plötzlich Zugang zu seinen Gefühlen findet/zulässt, perfektionierte.</p>
<p>„Pretty Woman“ – das sind auch Roxettes „It must have been love”, Princes “Kiss” in der Badewanne und Roy Orbisons Titelsong.</p>
<p>All dies sucht man auf der Musicalbühne im Hamburger Theater am Hafen vergeblich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2834 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Vivian_HighHeels_cMorris-Mac-Matzen-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Vivian_HighHeels_cMorris-Mac-Matzen-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Vivian_HighHeels_cMorris-Mac-Matzen.jpg 667w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Dabei startet es so schön, hat die Stage Entertainment doch Daniela Hoffmann, Julia Roberts deutsche Synchronstimme, für die Ansage im Theater (Handys aus, keine Fotos etc.) engagiert…</p>
<p>Bryan Adams and Jim Vallances Songs werden von einer kleinen Live-Band intoniert. Nur in 2-3 Szenen klingt der Rock an, der Adams weltberühmt gemacht hat. Ansonsten kommen die meisten Songs eher uninspiriert daher.<br />
„Welcome to Hollywood“ soll Energie und Freude transportieren, aber so richtig kommt beides nicht im Zuschauerraum an. Man spürt die Idee hinter dem Song, aber irgendwie können Gesang und Performance diese nicht zum Leben erwecken.</p>
<p>Vivian (das Kostüm entspricht 1:1 dem aus dem Film) und Edward werden direkt zu Beginn in ihren Lebenswelten mit ihren so unterschiedlichen Problemen vorgestellt. Vivian bekommt von ihrer Mitbewohnerin Kit auch direkt eine wesentliche Lebensweisheit mitgeteilt: „Vivian, Du kannst nicht immer alle glücklich machen, Du bist kein Tequila!“</p>
<p>Vivians Aktionsradius ist sehr farbenfroh, aber mehr als diese spartanischen Gerüste mit Leuchtreklame bekommt der Zuschauer nicht zu sehen. Die Kulissen (David Rockwell) sind insgesamt sehr sparsam und eher praktikabel als beeindruckend. Einem Vergleich mit anderen, opulenter ausgestatteten Broadway-Shows kann „Pretty Woman“ an dieser Stelle nicht standhalten.</p>
<p>Kein Wunder, dass Vivian dort nicht bleiben möchte: „Alles, nur nicht hier“ verdeutlicht dem Publikum, dass sie niemals auf dem Strip enden wollte und ihre Zukunft ganz klar woanders sieht. Bloß wo, das weiß Vivian noch nicht.</p>
<p>Die hemdsärmelige, bodenständige Kit de Luca wird von Maricel rollendeckend gespielt. Ihre überbordende Energie ist ansteckend und sie darf mit ihrer Rockröhre die schmissigsten Songs zum Besten geben.</p>
<p>Patricia Meeden hingegen kann zu Anfang gesanglich nicht überzeugen. Ihre samtige Stimme klingt leicht nasal und der ihr eigene Soul will nicht so recht zu den Songs passen. Letzteres gilt auch für Mark Seibert: „Sie hat etwas Besonderes“ scheint doch sehr schwer zu singen.</p>
<p>Doch die Harmonie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt, auch wenn es für die Handlung eher schwierig ist, dass beide altersmäßig dicht beieinander liegen und sie keine 18 Jahre trennen so wie Richard Gere und Julia Roberts.</p>
<p>Meeden ist fast Mitte Dreißig und somit 10 Jahre älter als Roberts damals im Film. Dadurch verändern sich beide Charaktere nicht unwesentlich. Vivian hat deutlich mehr Lebenserfahrung. Ihr fehlt die jugendliche Frechheit und Naivität. Die Verwandlung zur selbstbewussten Dame der Gesellschaft geht zu schnell und glatt. Vivian eckt hierbei zudem wesentlich weniger an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2833 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Edward-Vivian_Finale_cMorris-Mac-Matzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Edward-Vivian_Finale_cMorris-Mac-Matzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Edward-Vivian_Finale_cMorris-Mac-Matzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Edward-Vivian_Finale_cMorris-Mac-Matzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Edwards Charakter wird dahingehend abgewandelt, dass er Vivian nicht nur sofort verfällt, sondern dass er – im Gegensatz zum Film – auch direkt feststellt, dass ihm im Leben etwas fehlt und er die Frau an seiner Seite vermisst. In der sehr schönen Ballade „Freiheit“ wird dies nur allzu deutlich. Die Einleitung mit Akustik-Gitarre und Cello hätte man gern im kompletten Song beibehalten können, um dessen Gefühl noch besser zu unterstreichen. Drums und E-Gitarre ab der zweiten Strophe gelingt dies nicht so gut.</p>
<p>Natürlich erwartet niemand, dass eine Bühnenadaption 1:1 dem entspricht, was die Zuschauer von der Leinwand kennen. Doch die Charaktere der Hauptfiguren so signifikant zu verändern, kann verstörend wirken. J. F. Lawton (Buch) und Jerry Mitchell (Regie) haben sich sicherlich etwas dabei gedacht.</p>
<p>Die Szenen mit dem Hotelmanager im Beverly Wilshire Hotel sind sehr gelungen. Paul Kribbe als Hotelmanager spielt mit großer Freude. Gesanglich ist er nicht der Stärkste, aber dies macht er durch seinen Charme und Witz wieder wett.</p>
<p>Die meisten Lacher bekommt Bellboy Giulio (Johnny Galeandro), ob nun durch seine Mimik, seine humorvollen Fahrstuhlfahrten oder sein übereifriges Gehorsam. Er sorgt überall – auf und vor der Bühne &#8211; für gute Laune.</p>
<p>Dass Vivian anstatt der Regeln eines offiziellen Dinners Tango-Tanzen lernt und somit die viel zitierten „schlüpfrigen kleinen Scheißerchen“ entfallen, passt einmal mehr zum fortgeschrittenen Bühnenalter: Mit Mitte 30 glaubt einem niemand mehr, dass man nicht weiß, wie man sich in einem vornehmen Restaurant zu benehmen hat, während Tango-Tanzen doch etwas „exotischer“ ist.</p>
<p>Die Kleider (Gregg Barnes) und Perücken (Josh Marquette) – insbesondere von Vivian – sehen wenig hochwertig aus. Sowohl die Sängerin am Piano als in der Folge auch Vivian sind in einfache Stoffbahnen gewandet, die so gar nichts mit der Schneiderkunst zu tun haben, wie man sie aus „Wicked“ oder „Paramour“ kennt. Auch hier kann man sich des Anscheins nicht erwehren, dass „Pretty Woman“ eine im Verhältnis sehr günstige Ensuite-Produktion ist, die sich prima als Tourproduktion eignet.</p>
<p>Dies gilt auch für die Kleider, die Vivian auf dem Rodeo Drive kauft: Die Hüte sind zu dezent und klein und die Kleider lange nicht so geschmackvoll wie man sie sich von einer millionenschweren Musicalproduktion gewünscht hätte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2835 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Vivian_red_cMorris-Mac-Matzen-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Vivian_red_cMorris-Mac-Matzen-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/JPG_72_dpi_RGB-PW_HH_Prio2_Vivian_red_cMorris-Mac-Matzen.jpg 667w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Zum Schluss des ersten Akts erklingen dann endlich ein paar vage Takte von Roy Orbisons Titelsong. Man spürt förmlich wie das Publikum dem entgegenfiebert. Dies wird mit dem zweiten Akt noch deutlicher, wo das Publikum direkt mit der „Pretty Woman“ Melodie begrüßt wird, die sich dann aber schrittweise in die wenig mitreißende Klangwelt von Bryan Adams und Jim Vallance verwandelt.</p>
<p>Vivian und Edward gehen zum Poloturnier und die Zuschauer sehen sich der Ascot-Szene aus „My Fair Lady“ gegenüber. Sowohl optisch (die High Society in schicken weißen Kleidern und Anzügen, allesamt mit Champagnergläsern in der Hand) als auch tonal erinnert „Das ist unsere Welt“ an diesen Klassiker.</p>
<p>Im folgenden Aufeinandertreffen von Kit und Vivian legt Kit eine Lebensbeichte ab und gibt Vivian einmal mehr den Rat, ihren Traum niemals aufzugeben. „Sie mich nur an“ ist berührend und zeigt die so gut versteckte weiche Seite der sonst so robusten Kit de Luca.</p>
<p>Es folgt die weltberühmte Szene mit der Halskette, die beim Zuklappen fast aus dem Schmuckkästchen fällt. Der Hotelmanager agiert als Dirigent und das Publikum kommt in den Genuss von zwei exzellenten Szenen aus La Traviata. Die beiden Sänger Rachel Bahler und Marco Trespioli sorgen für Gänsehaut und lenken ob ihres Könnens vollständig vom Geschehen in der mittig auf der Bühne platzierten Loge mit Vivian und Edward ab.</p>
<p>„Du und ich“ ist ein sehr schönes Stück von Edward, in dem er sich seiner Liebe zu Vivian Gewahr wird. Warum Tänzer um das Bett tanzen, auf dem das Paar von der Bühne gefahren werden, erschließt sich nicht.</p>
<p>Doch Edward ist nach dieser Nacht komplett verändert: Er rezitiert Shakespeare, hat keine Schuhe an und verpasst Geschäftstreffen.</p>
<p>Auch Vivian ist wie verwandelt: Sie hat plötzlich lange glatte Haare und schwört zu „Kein Weg zurück“ (guter Beat), dass sie niemals wieder zurück in die Gosse möchte.</p>
<p>Die Art wie Edward seinem einstigen Feind Morse die Zusammenarbeit zum Bau von Kreuzfahrtschiffen anbietet, ist sehr lustig. Edward und Morse (Frank Logemann) kommen beide sehr sympathisch über die Rampe.</p>
<p>Parallel muss sich Vivian der geschmacklosen Avancen von Edwards Anwalt Phil (Nigel Casey) erwehren, der ihr derart zusetzt, dass sie wegläuft. Doch auch hier greift der Hotelmanager ins Geschehen ein und gibt Edward den Tipp, wo er Vivian finden kann. Wer jetzt erwartet, dass Edward im weißen Rolls Royce vorfährt, wird enttäuscht. Stattdessen nimmt er auf der Rückenlehne der Bank unterhalb von Vivians Wohnung Platz und „reitet“ auf dem dort abgebildeten weißen Pferd, bis sie ihn zur erneut erklingenden Arie aus ‚La Traviata‘ erhört. Natürlich kann Vivian bei diesem Anblick nicht widerstehen (während sich das Publikum vor Lachen krümmt)…<br />
„Gewinner für immer! Du und ich – wenn wir es nicht schaffen, wer dann?“ so lautet eine Zeile aus dem finalen Song, die wohl belegen soll, dass Vivian und Edward das perfekte Paar sind.</p>
<p>Bei der Besetzung darf man einiges hinterfragen, finden sich doch zahlreiche Darsteller im Ensemble, deren Deutschkenntnisse noch ausbaufähig sind.<br />
Die Hauptrollen sind gut besetzt und harmonieren. Schauspielerisch überzeugen Meeden und Seibert, wenn man die Abwandlung ihrer Charaktere zugrunde legt. Gesanglich können beide mehr und kämpfen oft mit ihren Songs, was sehr schade ist.</p>
<p>Maricel füllt ihre sehr Rolle mit viel Lebensfreude und kann mit Bryan Adams‘ Kompositionen auch gesanglich am besten umgehen.</p>
<p>Die wichtigste Nebenrolle hat jedoch Paul Kribbe, der als ‚Happy Man‘, moralische Instanz und Hotelmanager die Fäden in der Hand hält. Sein Spiel sprüht vor Witz und Engagement.</p>
<p>Insgesamt kann „Pretty Woman“ als Musical jedoch nicht überzeugen. Wenn man sich anschaut, dass die Ticketpreise auf demselben Niveau liegen wie bei „König der Löwen“, „Paramour“ oder „Tanz der Vampire“ fragt man sich zwangsläufig, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis hier stimmt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 2. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Patricia Meeden, Mark Seibert, Maricel, Paul Kribbe, Nigel Casey, Frank Logemann</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Jerry Mitchell / Bryan Adams</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment / Morris Mac Matzen<br />
</span></div>
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		<title>Routiniertes Abspulen des Bekannten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/routiniertes-abspulen-des-bekannten/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 06:52:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>20 Jahre nach der Wiener Uraufführung im Jahr 1997 sind im deutschsprachigen Raum gleich zwei Inszenierungen des bissigen Vampirmusicals zu sehen: Die Tourproduktion macht im Herbst Halt in Hamburg, wohingegen die Wiener erneut in den Genuss von „Tanz der Vampire“ – diesmal im Ronacher Theater – kommen und das Jubiläum standesgemäß begehen. Dass das in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>20 Jahre nach der Wiener Uraufführung im Jahr 1997 sind im deutschsprachigen Raum gleich zwei Inszenierungen des bissigen Vampirmusicals zu sehen: Die Tourproduktion macht im Herbst Halt in Hamburg, wohingegen die Wiener erneut in den Genuss von „Tanz der Vampire“ – diesmal im Ronacher Theater – kommen und das Jubiläum standesgemäß begehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2125 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio1_Szenenmotive-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio1_Szenenmotive-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio1_Szenenmotive-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio1_Szenenmotive-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio1_Szenenmotive.jpg 1219w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass das in den letzten Jahren Jahren mehrfach „für immer“ verabschiedete und auferstandene Musicals in der Tourneefassung sehr schlank daherkommt, ist nicht neu. Auch im großen Hamburger Theater an der Elbe wirkt das Haus von Chagal wie eine Miniaturausgabe der Version aus der Neuen Flora (2003 – 2006), ganz zu schweigen von der Wendeltreppe. Doch Kostüme und Maske entschädigen für Vieles. Schließlich geht es ja bei einem Rockmusical weniger um das Drumherum, sondern vielmehr um Musik und Gesang.</p>
<p>Aday Rodriguez Toledo hetzt jedoch seine Musiker und Sänger durch die Show. Atemlos jagt eine Szene die nächste, das Publikum bekommt keine Chance, das Gesehene zu verarbeiten. Doch die Cast müht sich redlich, ihren Charakteren die besonderen Momente zu verleihen.</p>
<p>Yvonne Köstler, die die grantelnde Wirtin Rebecca gibt, spielt und singt mit viel Engagement und es gelingt ihr, der gehörnten Ehefrau und späteren Witwe viel Gefühl zu verleihen. Chagal, der jedem Rockzipfel nachjagt, wird von Michael Anzalone mit viel Engagement und schelmischem Charme gespielt.</p>
<p>Das Forscherduo Professor Abronsius und Alfred wird von Victor Petersen und Tom van der Ven zum Leben erweckt. Die beiden harmonieren sehr gut und können die ihnen eigene Schusseligkeit und Naivität sehr gut über die Rampe bringen. Gerade bei Professor Abronsius Soli „Natur“ und „Bücher“ fällt das hohe Tempo des Orchesters sehr auf, denn es fällt Petersen ganz offensichtlich nicht leicht, die vielen Worte in diesem zusätzlich angezogenen Tempo zu formulieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2126 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio2_Szenenmotive-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio2_Szenenmotive-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio2_Szenenmotive-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio2_Szenenmotive-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/JPG-72-dpi-RGB-TdV_HH_Prio2_Szenenmotive.jpg 1382w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sarah, das Objekt der Begierde Alfreds – und des Vampirgrafen – wird von Anja Wendzel gespielt. Sie ist selbstbewusst, hat ihren eigenen Kopf und wickelt die Männer – ganz gleich ob Papa Chagal, Verehrer Alfred oder den mysteriösen Graf von Krolock &#8211; spielend um den Finger. Auch gesanglich weiß sie zu überzeugen. „Die roten Stiefel“ gehören einmal mehr zu den Highlights der Show. Dazu tragen aber auch die sehr akkurat getanzten Choreographien von Dennis Callahan bei. Für die Tour wurde augenscheinlich ein herausragendes Tanzensemble gecastet.</p>
<p>Mathias Edenborn und Kirill Zolygin komplettieren die Reihe der Protagonisten als düstere Vampirfamilie, Graf von Krolock und sein Sohn Herbert. Edenborn legt den Vampirgrafen sehr lyrisch an. So recht passen mag dies nicht. Außerdem wird man das Gefühl nicht los, dass die bekanntlich sehr anspruchsvolle Rolle des Obervampirs vielleicht doch eine Nummer zu groß für ihn war. So oft fehlt es an Gefühl, und so wirken Gesang &amp; Spiel oft abgespult. Zolygin hingegen trifft mit seiner Interpretation ins Schwarze. Er gibt den gelangweilten Sohn und gefährlichen Verführer gleichermaßen glaubhaft. Hier zahlt sich die lange Erfahrung mit der Rolle aus.</p>
<p>„Tanz der Vampire“ hat musikalisch nichts von seiner Energie verloren. Ein wenig mehr „Ruhe“, sofern dies bei einem Rockmusical das richtige Wort ist, würde der Tourfassung jedoch sehr gut tun. Dann hätten alle – auf und vor der Bühne – etwas mehr Zeit, dieses hervorragende Musical und seine spannenden Charaktere auch wirklich zu genießen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Oktober 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Mathias Edenborn, Yvonne Köstler, Michael Anzalone, Victor Petersen, Tom van der Ven, Anja Wendzel, Kirill Zolygin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> Jim Steinman / Michael Kunze</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Eine unterhaltsame Familien-Show auf Deutschlandtour</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-show-im-falschen-theater/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 10:10:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 20.05.2018 Das wohl bekannteste Kindermädchen macht Station in Hamburg. Im Theater an der Elbe tanzen Mary Poppins, Schornsteinfeger Bert und Familie Banks durch einen kurzen, sehr bedeutsamen Lebensabschnitt der Familie. Optisch steht die Hamburger Fassung den Wiener und Stuttgarter Inszenierungen in nichts nach, auch die Hauptdarsteller kennt man schon, denn Elisabeth Hübert und David ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Update, 20.05.2018</h3>
<p>Das wohl bekannteste Kindermädchen macht Station in Hamburg. Im Theater an der Elbe tanzen Mary Poppins, Schornsteinfeger Bert und Familie Banks durch einen kurzen, sehr bedeutsamen Lebensabschnitt der Familie.</p>
<p>Optisch steht die Hamburger Fassung den Wiener und Stuttgarter Inszenierungen in nichts nach, auch die Hauptdarsteller kennt man schon, denn Elisabeth Hübert und David Boyd haben auch für den Hamburger Tourstop ihre Rollen aus Stuttgart und Wien wieder übernommen.</p>
<p>David Boyd scheint in der Rolle des tanzenden und singenden Kleinkünstlers und Gelegenheitsarbeiters Bert seine Paraderolle gefunden zu haben. Einmal mehr überzeugt er von der ersten bis zur letzten Minute. Auch Elisabeth Hübert liegt die bittersüße Mary durchaus, auch wenn ihre Fröhlichkeit manchmal etwas zu aufgesetzt wirkt. Tänzerisch zeigt sie jedoch an diesem Abend nicht ihre stärkste Leistung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-401 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary-266x400.jpg" alt="Vereinigte Bühnen Wien present Disney's and Cameron Mackintosh's MARY POPPINS, directed by Richard Eyre, codirector and choreography Matthew Bourne starring Annemieke van Dam (Mary Poppins), David Boyd (Bert), Reinwald Kranner (George Banks), Milica Jovanovic (Winifred Banks), Tania Golden (Mrs. Brill), Maaike Schuurmans (Miss Andrew), Dick Lohr (Generaldirektor/Admiral Boom), Niklas Abel (Robertson Ay), Sandra Pires (Vogelfrau) Deutschsprachige Erstaufführung am 1. Oktober 2014 im Ronacher Theater, Wien" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Livio Cecini erinnert stark an Monty Python’s John Cleese, was es zu Beginn etwas schwierig macht, ihm die ernste, verbitterte Seite abzunehmen. Umso glaubwürdiger ist er dafür aber gegen Ende der Show, wenn er den Bankenbossen seine Meinung geigt. Lisa Kolada ist eine wunderbar selbstbewusste Winifred Banks. Das passt zwar nicht so ganz zu dem Bild, welches man eigentlich von der liebenden Ehefrau und Mutter hat, doch Kolada wirkt authentisch und hat mit „Mrs. Banks zu sein“ einen ganz starken Moment.</p>
<p>Die beiden Kinder Jane und Michael wollen in der besuchten Vorstellung nicht so recht überzeugen. Sie reichen weder gesanglich noch schauspielerisch an andere Nachwuchsdarsteller heran, die man bisher in diesen Rollen gesehen hat – ganz zu schweigen von den Kindern, die diese Rollen am Londoner West End gespielt haben.</p>
<p>Das Personal der Banks, Mrs. Brill und Robertson Ay, werden von Heike Wiltrud Schmitz und Niklas Abel gespielt. Im Vergleich zu früheren Inszenierungen bleiben die beiden jedoch eher blass, auch wenn ihre Comedy-Einlagen das Publikum durchaus erfreuen.</p>
<p>Die schauderhafte Miss Andrew gibt Maaike Schuurmans, die sichtliche Freude daran hat, diesem bösartigen, egoistischen Charakter Leben einzuhauchen. Dass sie gesanglich über jeden Zweifel erhaben ist, kann sie jedoch leider nur andeuten.</p>
<p>Erwähnenswert ist definitiv auch Michael Clauder, der als Admiral Boom breitestes Hamburgisch spricht und Maik Lohse, der als sächsischer Parkwächter für viele Lacher sorgt.</p>
<p>Hat man die Show mehrfach gesehen, achtet man natürlich noch viel mehr auf das drum herum. Die originellen Schattenspiele beim Drachensteigenlassen zum Beispiel oder das herausragende Lichtdesign bei „Schritt für Schritt“ und das tolle Bühnenbild insbesondere in der Bank. Hier waren eindeutig Könner am Werk, die wissen, wie man eine magische Show kreiert!</p>
<p>Leider fällt aber im gleichen Ausmaß auf, das die Choreographien auch einige Wochen nach der Hamburg-Premiere noch nicht sitzen. Zu viele kleine Asynchronitäten und verspätete Einsätze trüben den Genuss etwas.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-406 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop-400x266.jpg" alt="mp_stu_prio2_szenenmotiv_rooftop" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch das Publikum achtet im allgemeinen nicht auf diese Details. Die Zuschauer feiern „Supercalifragilistic“ genauso wie „Chim Chim Cheree“ oder „Alles was wir wollen kann passieren“.</p>
<p>Apropos Publikum, es scheint inzwischen nicht nur Usus zu sein, dass man in Alltagskleidung (zerrissene Jeans, fleckige Pullis, ausgelatschte</p>
<p>Schuhe) ins Musical geht. Vielmehr greift es wie eine Seuche um sich, dass im Theater nicht nur gegessen und getrunken wird, sondern dass das Bühnengeschehen hörbar kommentiert und im Extremfall die Songs sogar mitgesungen werden.</p>
<p>Die auf diese Art engagierten Zuschauer sind sich des Ärgernisses, das sie auslösen, zumeist nicht bewusst, manchmal ist es ihnen aber schlichtweg egal.</p>
<p>Diese Respektlosigkeit gegenüber den Künstlern auf, unter, vor und hinter der Bühne ist kaum mehr zu ertragen und man kann sich nur wünschen, dass diese Entwicklung irgendwie gestoppt werden kann.</p>
<p>Denn die Künstler auf der Bühne geben jeden Abend ihr Bestes, um die Gunst des Publikums zu erlangen! Der langanhaltende Applaus im Theater an der Elbe zeigt an diesem Abend ganz klar die Dankbarkeit der Mehrheit der Zuschauer für eine unterhaltsame, gelungene Show. Dem kann ich mich nur anschließen! Danke für zweieinhalb Stunden gute Laune und die Energie, die Ihr jeden Abend wieder über die Rampe bringt!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p>Disney’s Bühnenversion von „Mary Poppins“ ist wundervoll. Das haben London und <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=151">Wien</a></span> eindrucksvoll bewiesen. Die Stuttgarter Inszenierung ist 1:1 aus Österreich übernommen und bietet produktionstechnisch folglich keine Überraschungen. Bühnenbild und Kostüme (beides Bob Crowley) sind prachtvoll und farbenfroh, die Choreographien (Matthew Bourne, Stephen Mear) mitreißend (wenn auch an einigen Stellen etwas unausgereift und holprig) und die Charaktere gut erarbeitet (Regie: James Powell). Bleiben also die Darsteller, denen wir uns ausführlich widmen können.</p>
<p>Elisabeth Hübert ist eine resolute und doch warmherzige Mary Poppins. Mehr als einmal lässt sie hinter der strengen Fassade die herzensgute, liebevolle Mary aufblitzen. Sie passt stimmlich sehr gut auf die Rolle und kommt während der schwungvollen Tanzszenen nur selten hörbar aus der Puste.</p>
<p>Ihr zur Seite steht der unermüdliche Optimist Bert, den David Boyd nach Wien auch in Stuttgart in Perfektion spielt. Er und seine steppenden Schornsteinfeger-Kollegen versprühen jede Menge guter Laune und sorgen zusammen mit „Supercalifragilistisch“ für eine von nur zwei ausgiebig beklatschten Szenen.</p>
<p>„Schritt für Schritt“ hat zudem eine sehr gute Dramaturgie, Musik, Tänzer und Szenerie ziehen das Publikum vollkommen in ihren Bann.</p>
<p>Livio Cecini gibt einen nicht nur optisch überzeugenden Mr. Banks. Er erinnert an John Cleese, ist aber bei weitem nicht so schlaksig. Er spielt rollenentsprechend überheblich, aber nicht so eklig und distanziert, wie man es in anderen Inszenierungen schon erlebt hat. Cecini landet einen der größten Lacher, als er ein Investitionsgesuch in der Bank mit den Worten abschmettert: „Dann gehen Sie doch zur Deutschen Bank!“. Sein „Supercalifragilistisch“ und der wahnwitzige Ausraster in Erwartung seiner Kündigung sind großartig! So nahbar hat man George Banks selten erlebt.</p>
<p>Als seine unerwartet selbstbewusste Gattin Winifred ist Jennifer van Brenk zu sehen. Wie sie sich gegenüber Georges Chef in der Bank behauptet ist super. Etwas befremdlich wirkt es dagegen, wenn sie ihren Mann nachäfft und die Vorstellung ihrer Kinder ins Alberne abgleitet.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-399 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1-400x255.jpg" alt="MARY POPPINS, mit Elisabeth Hübert (Mary Poppins), David Boyd (Bert), Livio Cecini (George Banks), Jennifer van Brenk (Winifred Banks), Maaike Schuurmans (Miss Andrew), Betty Vermeulen (Vogelfrau), Petra Welteroth (Mrs. Brill), Niklas Abel (Robertson Ay), Dirk Lohr (Admiral Boom), Roimata Templeton (Miss Lark) und Anastasia Bain (Miss Corry)" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Kinder&#8230; Dass die Besetzung von Kinderrollen in Deutschland seit jeher problematisch ist, weiß man. Die Qualität der Kinderdarsteller am West End oder Broadway erreichen „unsere“ Kinder nie. Aber es wäre doch schön, wenn sie zumindest singen könnten. Zina Strunz und Benedikt Neuhoff können als Jane und Michael leider nicht einmal einen Niedlich-Bonus einheimsen. Michael ist ein Lausejunge, wie er im Buche steht, und pöbelt ganz gern. Er spielt insgesamt recht gut und auch sein Gesang ist solide. Strunz hingegen schreit sich weitgehend durch den Abend und wirkt auch im Spiel noch recht unsicher. Aber vielleicht gibt sich das ja im Laufe der Spielzeit.</p>
<p>Das Personal von Familie Banks, Mrs. Brill und Robertson Ay, wird von Petra Welteroth und Niklas Abel gegeben. Abel spielt absolut rollendeckend. Welteroth legt aber ihm gegenüber noch eine Schippe drauf, ist herrlich herrisch und gestresst. Beide können nichts dafür, dass die Dialoge in der Szene, in der die Küche in Trümmer gelegt wird, recht platt sind. Aber Welteroth erreicht das Publikum mit ihrem schwäbischen Fluch am Ende des Stücks problemlos. Schade jedoch, dass das lange, laute „Sirenengeheul“ dadurch entfällt. Aber hierzulande hätte vermutlich niemand diesen Ton einem britischen Krankenwagen zugeschrieben.</p>
<p>Eine Besonderheit (an diesem Abend?) ist die Doppelrolle von Maryanne Kelly, die als Vogelfrau und fruchtbares Kindermädchen Miss Andrew zu erleben ist. Als Miss Andrew ist sie herrlich eklig und ihr „Krautsaft und Fischöl“ ist wirklich sehr schwer bekömmlich. Als Vogelfrau jedoch ist sie etwas zu hart und ihre tiefe, volle Stimme mag nicht so recht zu der gefühlvollen Ballade „Futter“ passen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-400 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert-400x291.jpg" alt="mary_stu_prio1_szenenmotiv_bert" width="400" height="291" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert-400x291.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Des Weiteren sind noch Anastasia Bain und Maik Lohse zu erwähnen: Bain ist die wundervolle, freche Mrs. Corry. Ihre voluminöse Gospelstimme passt perfekt zu dieser selbstbewussten Figur. Lohse taucht in vielen Szenen als Parkwächter auf. Seine sächsischen Kommentare sind lustig und seine Begeisterung für das Drachensteigenlassen weckt bei den Zuschauern Kindheitserinnerungen. Wer fand es nicht toll, seinen Drachen hoch am Himmel im Wind tanzen zu sehen?</p>
<p>Alles in allem also ein wirklich schönes, neues Familienmusical. Wären da nicht ein paar Ungereimtheiten im Gesamteindruck: Die eigentlich sehr energiegeladene Show kann genau diese diese Energie leider nicht gänzlich über die Rampe bringen. Nicht ohne Grund dauert es fast den kompletten ersten Akt bis das Publikum zum ersten Mal Szenenapplaus spendet („Supercalifragilistisch“), obwohl es auch schon vorher genug Gelegenheiten dafür gegeben hätte. Die Dialoge sind teilweise zu leise, so dass man nicht jedes gesprochene Wort verstehen kann. Gesang und Orchester hingegen sind wiederum sehr gut ausgesteuert. Bernd Steixner heizt seinen Musikern ordentlich ein!</p>
<p>Die schlichte Größe der Bühne im Apollo Theater, auf der die Kulissen manchmal etwas verloren wirken (bspw. das viel zu dunkle Kinderzimmer oder auch das eben nicht bühnenfüllende aufgeklappte Haus der Banks’ und die sehr breiten Seitenbegrenzungen in der Parkszene), wird zu einem Störfaktor. Im Vergleich zu der optisch sehr kompakten Inszenierung im <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=151">Wiener Ronacher</a></span> wirkt hier vieles wie auf einer Guckkastenbühne.</p>
<p>Doch natürlich verfehlen Großkulissen wie die beeindruckende Bank und Effekte wie die von der Bühne in den Saal fliegenden Sterne beim Finale („Alles was wir wollen, kann passieren“) sowie der kleine Zug, der bei der Vogelfrau-Szene im Hintergrund entlangfährt, ihre Wirkung nicht.</p>
<p>Ein weiteres Manko war das Verhalten des Publikums: Unterhaltungen und Kommentierungen des Bühnengeschehens bis hin zum Mitsingen der bekannten Songs scheinen heutzutage total akzeptabel zu sein. Zumindest war dies in den Reihen vor und hinter mir der Fall. Wenn dann das Theater wie in der besuchten Vorstellung nur im Parkett gefüllt ist und die Ränge leer bleiben, fällt solch ein schlechtes Benehmen noch mehr auf. Man kann nur hoffen, dass die Künstler auf, unten und neben der Bühne möglichst wenig hiervon mitbekommen.</p>
<p>Denn das Ensemble gibt alles, damit „Mary Poppins“ funktioniert. Und mit dem Buch (Julian Fellowes), der Musik und der aktuellen Besetzung sind hierfür die besten Voraussetzungen geschaffen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. Oktober 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Elisabeth Hübert, David Boyd, Livio Cecini, Jennifer van Brenk, Petra Welteroth, Niklas Abel, Anastasia Bain, Maik Lohse</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Richard M. Sherman &amp; Robert B. Sherman sowie George Stiles &amp; Anthony Drewe / James Powell<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Stage Entertainment</span></div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-show-im-falschen-theater/">Eine unterhaltsame Familien-Show auf Deutschlandtour</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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