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	<title>Schmidtchen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Schmidtchen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>WIR – Familie ist, was man draus macht!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2019 17:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Heinke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet. Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2576 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek erfüllt all diese Kriterien. Kuropka und Nimschek sind seit vielen Jahren Mitglieder der viel zitierten „Schmidt-Familie“: Kuropka steht immer wieder in einer der zahlreichen Eigenproduktionen des erfolgreichen Privattheaters auf der Bühne (u. a. „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=2356"><span style="color: #333399;">Heiße Ecke</span></a>“, „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">7 auf einen Streich</a></span>“, „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=50"><span style="color: #333399;">Cindy Rella</span></a>“). Nimschek ist seit Jahren Teil des kreativen Teams und organisiert u. a. den zweijährigen „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=2210">Creators</a></span>“-Wettbewerb.</p>
<p>Das Thema Homosexualität wird in den drei Schmidt Theatern immer wieder aufgenommen und auf verschiedenste Art bearbeitet. Bei „WIR“ steht das Leben von zwei homosexuellen Paaren im Mittelpunkt. Christian (genannt Chrischi) und Magnus einerseits sowie Sabine („Bine“) und Nathalie andererseits leben glücklich zusammen und haben direkt nach der offiziellen Genehmigung der „Ehe für alle“ durch den Bundestag am 1. Oktober 2017 geheiratet. Das einzige, was beiden Paaren zu ihrem Glück noch fehlt, ist ein Kind. Da der Gesetzgeber hier nach wie vor hohe Hürden festlegt, versuchen sie ihr Glück bei einer LGBT-Begegnungsstätte.</p>
<p>Dort lernen sich die beiden Paare kennen bzw. Chrischi und Sabine stellen zur großen Überraschung ihrer Partner fest, dass sich aus Kindertagen kennen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2577 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Da Kerstin, die beste Freundin von Magnus und Chrischi, nicht deren Leihmutter sein möchte, reift plötzlich die Idee, dass man ja auch zu viert ein gemeinsames Kind bekommen und aufziehen könnte. Wer mit wem – natürlich nur im Sinne der Fortpflanzung – führt trotz anfänglicher Euphorie dennoch zu einigen Diskussionen.</p>
<p>Sabine und Nathalie entscheiden sich jedoch nach einem Besuch bei Bines Schwester und deren Kindern erstmal gegen ein Kind, da sie sich noch nicht bereit fühlen. Nach dem irrwitzig emotionalen Geständnis gegenüber Chrischi und Magnus folgt eine wilde Partynacht mit viel Alkohol und Ecstasy, die zu einer ungeplanten Schwangerschaft führt. Bis dieses Kind das Licht der Welt erblickt, müssen die beiden Paare aber noch viele Gespräche, Tränen und Versöhnungen hinter sich bringen.</p>
<p>Die Handlung ist an einigen Stellen vorhersehbar, aber die Protagonisten agieren immer menschlich und sehr nachvollziehbar. Es werden viele Klischees bedient (der „Meggings“ tragende, sehr körperbewusste Chrischi, der von seinem homophoben Vater fast bis zur Verleugnung der eigenen Sexualität unterdrückte Magnus, die burschikose Feuerwehrfrau Bine und die ehrgeizige, eher steife, sich nichts anmerken lassende Nathalie), aber diese werden von Regisseur Nimschek nicht triefend umgesetzt, sondern wohl dosiert.</p>
<p>Einzig bei den Nebenrollen (homophober Vater, nymphomaner Begegnungsstätten-Leiter, beste Schwulen-Freundin, überspannte Krampf-Veganerin) schlägt das Autoren-Duo ab und an über die Stränge. Doch die so kreierten Figuren sind herrlich schräg und (mit Ausnahme von Magnus‘ Vater) sehr unterhaltsam.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2572 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Neben den sehr schlau eingesetzten mobilen Wänden und Kleinkulissen, mit denen im Handumdrehen aus Bines und Nathalies Wohnung das vegane Restaurant „Speisen ohne Scham“ wird (Bühne: Florian Bänsch), den schmissigen Synthi Pop Songs (herausragend ist hierbei natürlich die Kindheitstrauma-Abschiedshymne „Bitterfeld“, die zudem von Bart de Clercq klasse choreographiert wurde) sowie dem Wortwitz in Songtexten und Dialogen lebt „WIR“ von der exzellenten Besetzung.</p>
<p>Charlotte Heinke gelingt der Spagat von der liebenden Frau zur verspannten Business-Woman sehr gut. Auch ihre Gewissensbisse wegen der Schwangerschaft und die Zukunftsängste bringt sie sehr glaubwürdig über die Rampe. Steffi Irmen ist neu in der Schmidt-Familie, hat aber als Bine einen fulminanten Einstand. Sie bringt die Gefühlsachterbahn mit Bravour hinter sich und überzeugt sowohl als ruppiger Ost-Teenie in Bitterfeld und selbstbewusste Feuerwehrfrau als auch als werdende Mutter. Bine kommt gemeinsam mit Chrischi die Rolle des Bindeglieds zu, denn die zwei sind es, welche die beiden Paare wieder zusammenführen wenn es kriselt. Janko Danailow spielt die Rolle des leicht überdrehten, etwas gefühlsduseligen Christian sehr ansprechend. Auch die verletzten Gefühle, als Magnus zum wiederholten Mal nach dem Besuch seines Vaters ihre Beziehung in Frage stellt, nimmt man ihm sofort ab. Ähnlich wie Nathalie hat auch Magnus den sprichwörtlichen Stock im Po. Ein entspannter Umgang mit Fremden und bedingungsloses Vertrauen sind ihm fremd. Veit Schäfermeier spielt diese Rolle sehr authentisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2578 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>So unterschiedlich die Charaktere der Paare auch sind, so gut ergänzen sie sich. Die Zuschauer spüren, dass hier Menschen zusammen auf der Bühne stehen, die sich mögen.</p>
<p>Auch gesanglich jagt hier ein Highlight das nächste: Die &#8222;Bitterfeld&#8220;-Hymne &#8211; optisch und akustisch im bester 90er Jahre Stil &#8211; sowie &#8222;Heut ist unser Tag&#8220; sorgt für richtig Schwung auf und vor der Bühne. Doch auch die leisen Töne gehen unter die Haut. (&#8222;Ich lieb Dich jetzt schon so&#8220; ist eine Liebeserklärung von Bine und Nathalie an das ungeborene Kind).</p>
<p>Auch die zahlreichen Nebenrollen sind mit Kathi Damerow und Robin Brosch perfekt besetzt. Beide überzeugen durch Wandlungsfähigkeit und ihren Sinn für Humor. Brosch sorgt als weichgespülter LGBT-Begegnungsstätten-Leiter Norman für Lacher und Szenenapplaus. Als Magnus‘ Vater ist er einschüchternd und äußerst unsympathisch. Damerow gibt die eindimensionale Kerstin wunderbar respektlos. Auch als „Scheidenflüsterin“ und Service-Kraft im veganen Restaurant unterhält sie das Publikum hervorragend. Nicht zu vergessen ihr &#8222;Kinder sind ein Segen &#8211; man bekommt sooooviel zurück&#8220;, das sie als Bines Schwester nicht müde wird zu proklamieren, obwohl der Stress mit drei Kindern sie aufzufressen scheint. Schlicht großartig!</p>
<p>„WIR“ zeigt, wie eine Familie abseits aller Rollenklischees entstehen kann – mit allen Verwerfungen, die zu solch einem Entstehungsprozess dazugehören. Die Zuschauer bekommen im Laufe des Abends das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Genau das ist es, was diesen Abend so besonders macht! Dieses Debüt von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek kann man nur als gelungen bezeichnen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://youtu.be/zqKfupnWsCA"><strong>Promo-Video von WIR</strong></a></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">11</span>. April 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Steffi Irmen, Charlotte Heinke, Veit Schäfermeier, Janko Danailow<span class="Bold">, Kathi Damerow, Robin Brosch<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Texte / Regie:</strong> Franziska Kuropka &amp; Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Liebe ist nicht immer leicht – das zeigt dieses Zwei-Personen-Stück sehr nachdrücklich</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/liebe-ist-nicht-immer-leicht-das-zeigt-dieses-zwei-personen-stueck-sehr-nachdruecklich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2019 16:53:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Constanze Behrends]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelos Sargantzo]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jana & Janis]]></category>
		<category><![CDATA[Janne Marie Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jana und Janis kennen sich schon seit der Schule. Aus Freundschaft wurde Liebe, doch man lebte sich auseinander. Jana wollte hinaus in die große weite (Schauspiel-)Welt, Janis ging in seinem Musikerdasein auf. Fünf Jahre nach ihrer Trennung laufen sich die beiden in Hamburg plötzlich völlig unerwartet in die Arme: Jana kommt grad von einem eher ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jana und Janis kennen sich schon seit der Schule. Aus Freundschaft wurde Liebe, doch man lebte sich auseinander. Jana wollte hinaus in die große weite (Schauspiel-)Welt, Janis ging in seinem Musikerdasein auf. Fünf Jahre nach ihrer Trennung laufen sich die beiden in Hamburg plötzlich völlig unerwartet in die Arme: Jana kommt grad von einem eher missglückten USA-Aufenthalt zurück, der ihrer Schauspielkarriere auf die Sprünge helfen sollte und in der Ehe mit einem narzisstischen Möchtegern-Regisseur endete. Janis ist verlobt, hat nach seiner verebbten Musikkarriere das Restaurant seiner Eltern übernommen und fühlt sich dabei gar nicht so unwohl.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2488 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die beiden spüren aber sofort, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben. Sie geben sich der Leidenschaft hin und landen direkt im Bett. Doch plötzlich meldet sich das schlechte Gewissen, beide denken an ihre Partner und ihre eigene gemeinsame Vergangenheit. Warum hat es damals nicht geklappt? Griechisches Charme-Tourette trifft auf deutsche Sturheit – nicht unbedingt die besten Voraussetzungen. Doch die beiden wurden entgegen aller Vorurteile ein Paar in einer leidenschaftlichen Beziehung. Es wurde heiß geliebt, laut gestritten, doch Janis Credo „Wer sich küsst, kann nicht streiten!“ funktionierte sehr oft.</p>
<p>Doch damals stellten sie auch fest „Du und ich, das passt einfach nicht“. Im gemeinsamen Griechenlandurlaub ist Jana nur genervt und gelangweilt, was Janis aber vor lauter Heimatliebe nicht mitbekommt. Als sich für Jana ein Traum erfüllt und sie an der Universität der Künste in Berlin zum Studium zugelassen wird, kann Janis sich nicht mit ihr freuen und wird auf alles und jeden eifersüchtig, mit dem Jana zu tun hat. Folglich geht die Fernbeziehung der beiden – nicht erst nach Janis‘ Seitensprung – endgültig in die Brüche.</p>
<p>Beide führen fortan ihr eigenes Leben und kommen doch nie wirklich voneinander los: Jana verliebt sich in eine Frau, was Janis total überfordert. Doch sie werden Freunde, reden viel – ganz nach dem Motto „Wer braucht schon wahre Liebe?“ Als Janis‘ Vater stirbt ist Jana sofort für ihren Freund da. Sie kommen wieder zusammen, doch der Druck von ihrem Vater und seiner Mutter, endlich zu heiraten, ist groß. Als Janis Jana einen Heiratsantrag macht, sagt sie nein und flüchtet nach Los Angeles.</p>
<p>Was Janis nicht weiß und erst jetzt beim Wiedersehen erfährt ist, dass Jana zu diesem Zeitpunkt schwanger war und vor der Verantwortung geflohen ist, da sie sich noch nicht reif genug für ein Kind fand. Sie versucht, ihr Handeln zu rechtfertigen und bittet Janis um Verzeihung.</p>
<p>Ob Janis Janas Entschuldigung annimmt und die beiden doch wieder ein Paar werden, entscheidet in dieser Show das Publikum. In der besuchten Vorstellung entschideden sich die Zuschauer mehrheitlich für eine gemeinsame Zukunft von Jana und Janis, was wohl auch für alle anderen Shows dieser Spielzeit galt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2490 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Evangelos Sargantzo ist als Janis die Freundlichkeit in Person. Für jeden hat er ein Lächeln übrig, immer hat er ein offenes Ohr. Diese Feinfühligkeit wird besonders bei der Ballade „Papa“ deutlich, in der Janis den Tod seines Vaters betrauert. Dass er auch anders kann, merkt man in den Auseinandersetzungen mit Jana. Hier fliegen die Fetzen und die beiden übertrumpfen sich gegenseitig mit Verletzungen. Sargantzo gelingt der Spagat vom liebenswerten Jungen von nebenan zum verletzten Mann an Janas Seite sehr glaubwürdig. Auch dass er sich in der Rolle, die er für seine (Bühnen-)DSDS-Karriere annehmen musste, nicht wirklich wohl fühlt, nimmt man ihm sofort ab.</p>
<p>Janne Marie Peters ist als Jana herrlich überspannt und sehr egozentrisch. Dass in ihrem Leben überhaupt noch Platz für jemand anderen ist, schwer zu glauben. Doch in den nachdenklichen Momenten wie „Eigentlich“ zeigt sie deutlich ihre Unsicherheit und ihre tiefen Gefühle. Sie kann richtig zickig und eklig sein und muss Janis zurecht um Vergebung bitten. Peters gelingt es, diese Bandbreite an Facetten authentisch über die Rampe zu bringen. Zudem sorgen natürlich ihre leicht verstörenden ‚Penismonologe‘ beim Publikum für besondere Erheiterung.</p>
<p>Sargantzo und Peters ergänzen sich sehr gut und es macht Spaß, ihnen bei der Gestaltung der Hauptfiguren zuzusehen. Eine andere Besetzung mag man sich für dieses Stück kaum vorstellen.</p>
<p>Constanze Behrends hat eine bewegte Liebesgeschichte charmant verpackt. Die Diskussionen der beiden Protagonisten leben vom Wortwitz und auch wenn manche Szenen vorhersehbar sind, ist „Jana &amp; Janis“ sehr kurzweilige Unterhaltung. Die Songs und Texte von Lukas Nimschek und Franziska Kuropka sind abwechslungsreich und reichen von Pop und Schlager bis hin zu traurigen Musicalballaden.</p>
<p>Wieder einmal zeigt die Schmidt Theater Familie, dass es weder große Kulissen (hier sind Szenenwechsel mithilfe von Obstkisten perfekt mit in die Handlung integriert) noch opulente Kompositionen oder ein Starensemble braucht, um das Publikum für sich zu gewinnen und zu unterhalten.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 8. Februar 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Evangelos Sargantzo, Janne Marie Peters</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Constanze Behrends / Lukas Nimschek</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen</span></div>
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		<title>Eine pfiffige Showidee, die durchaus polarisiert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-pfiffige-showidee-die-durchaus-polarisiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jan 2019 06:55:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Amor läuft Amok]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Schwendy]]></category>
		<category><![CDATA[Tom van Hasselt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man kann sich gut vorstellen, dass Amor sich von der ganzen modernen Technik überfordert fühlt: Wer schießt heute schon noch mit Pfeil und Bogen? Die Verkupplung bindungswilliger Großstädter übernehmen doch heute Tinder, Parship, Lovoo &#38; Co.  Da braucht’s doch keinen altmodischen Liebesboten mehr, der sich detailliert überlegt, welche zwei Menschen gut (und langfristig) zueinander passen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-pfiffige-showidee-die-durchaus-polarisiert/">Eine pfiffige Showidee, die durchaus polarisiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann sich gut vorstellen, dass Amor sich von der ganzen modernen Technik überfordert fühlt: Wer schießt heute schon noch mit Pfeil und Bogen? Die Verkupplung bindungswilliger Großstädter übernehmen doch heute Tinder, Parship, Lovoo &amp; Co.  Da braucht’s doch keinen altmodischen Liebesboten mehr, der sich detailliert überlegt, welche zwei Menschen gut (und langfristig) zueinander passen könnten. Oder?!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2428 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_4_c_MorrisMacMatzen-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_4_c_MorrisMacMatzen-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_4_c_MorrisMacMatzen.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Im neuen Zwei-Personen-Stück von und mit Tom van Hasselt und Stefanie Schwendy „Amor läuft Amok“ geht es genau darum: Amor verzweifelt an dem ganzen neumodischen Technikkram, kennt aber ein Paar, dass sich dringend verlieben sollte, da es für Clara die letzte Chance auf ein Baby sein wird. Doch Gott knackt lieber hochaufgeregt seinen Egoshooter Highscore anstatt Amor Gehör zu schenken. Amor ist diese Algorithmus-Versessenheit zuwider und er gibt alles, um Gotts Aufmerksamkeit auf Clara und Hans zu lenken, die dringend ein bisschen göttliche Unterstützung in Sachen Partnersuche benötigen.</p>
<p>Schlussendlich gibt Gott nach und die Reise in Claras und Hans‘ Leben beginnt: Beide kennen sich aus Schultagen, sind irgendwie befreundet, aber so richtig „klick“ gemacht hat es nie. Dafür war Hans immer viel zu sehr Nerd und Clara viel zu sehr auf der Suche nach Anerkennung durch die ach so beliebten Mitschüler, Kollegen, Chefs usw.</p>
<p>Hans hat inzwischen „BigDater“ gegründet und verhilft anderen per Algorithmus zum Liebesglück. Als er nun Clara seine ungebrochene Zuneigung gestehen will, sie aber immer noch in erster Linie den Computerfreak in ihm sieht, empfiehlt er ihr die Partnersuche im Internet. Er kreiert einen Avatar, der Claras vermeintlichem Traummann entspricht, und chattet so „ganz ungezwungen“ mit ihr. Es kommt, was kommen muss: Clara möchte diesen Supermann treffen. Hans alias Zorro lädt sie zum Firmentreffen von „BigDater“ ein und schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe: Er kann den jungen, hippen Geschäftsführer beobachten, der ihn gerade aus seinem eigenen Unternehmen wegrationalisieren möchte und kann parallel als Zorro Clara weiter den Kopf verdrehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2430 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_9_c_MorrisMacMatzen-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_9_c_MorrisMacMatzen-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_9_c_MorrisMacMatzen.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Leider kommt – u. a. dank Claras nymphomanischer Mutter – alles anders als geplant und der junge CEO verführt Clara zu einem Quickie. Die dachte, sie hätte ihrem Traumprinzen dieses Vergnügen zugestanden, muss jedoch feststellen, dass sie ein Opfer eines Missverständnisses wurde. Im Zuge dieses Wirrwarrs gibt sich auch Hans als Zorro zu erkennen und Clara erkennt, dass sie nur der Idee vom perfekten Mann hinterhergelaufen ist, während im richtigen Leben doch jemand auf sie wartet, der sie auf Händen trägt. Diese Erkenntnis führt gleichtätig zum nächsten Beischlaf, was wiederum neun Monate später zur Geburt von sehr ungleichen Zwillingen führt.</p>
<p>Das klingt alles reichlich verwirrend? Ist es auch. Das Stück ist schnell, die beiden Darsteller verwandeln sich in fast jeder Szene in einen anderen Charakter, spielen neben dem Keyboard auch Cello und Gitarre, und man muss schon aufmerksam dranbleiben, um dann auch noch sämtlichen Wortwitz mitzubekommen.</p>
<p>Einige Passagen sind absolut dazu geeignet, dem Smartphone-fixierten, egozentrischen Publikum den Spiegel vorzuhalten und mehr als deutlich aufzuzeigen, dass man auch mal wieder hochschauen sollte. Denn das richtige Leben findet weder im PC noch in Smartphone Apps statt.  Andere Szenen sind sehr schräg, enervierend und das Stück bekommt Schlagseite mit der Tendenz ins Trashige zu kippen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2427 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_2_c_MorrisMacMatzen-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_2_c_MorrisMacMatzen-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/AmorLaeuftAmok_2_c_MorrisMacMatzen.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Genau dies ist es, was es einigen Zuschauern schwer macht, sich gut unterhalten zu fühlen.</p>
<p>Die Idee, den analogen Amor in die digitale Partnerschaftssuche zu katapultieren, um seine Position neu zu erfinden, ist wirklich gut und hat sehr viel Potential. Tom van Hasselt und Stefanie Schwendy sind erfahrene und vielseitige Darsteller, die ihre acht Rollen und Instrumente schnell und amüsant bedienen können. Van Hasselt ist nicht der beste Sänger, was manchmal arg ins Gewicht fällt. Aber insgesamt harmonieren die beiden sehr gut und ihre Spielfreude kann man genießen.</p>
<p>In der aktuellen Version kann „Amor läuft Amok“ nicht ganz überzeugen. Es wäre sicherlich schon einiges gewonnen, wenn eine dritte Person mit auf der Bühne stünde, die die ganze Zeit das Keyboard bedienen würde, so dass sich die anderen beiden aufs Spiel konzentrieren könnten. Aber wie üblich im Schmidtchen wird hier auch mal etwas ausprobiert und weiterentwickelt. Und vor diesem Hintergrund ist „Amor läuft Amok“ ein wirklich guter Anfang!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 5. Januar 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Tom van Hasselt, Stefanie Schwendy</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Felix Powroslo / Tom van Hasselt</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen</span></div>
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		<title>Der Mythos Marlene auf grandiose Weise entzaubert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-mythos-marlene-auf-grandiose-weise-entzaubert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 20:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Marie Mäkelburg]]></category>
		<category><![CDATA[Marlene Dietrich]]></category>
		<category><![CDATA[Mythos Marlene]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie kennen Marlene Dietrich nur von den gleichnamigen Hosen? „Der blaue Engel“ – irgendwann mal gehört, aber nie gesehen? Sie haben nie verstanden, warum um diese Frau so ein Hype veranstaltet wurde? Dann gehen Sie unbedingt ins Schmidtchen und schauen sich „Mythos Marlene“ an. Kerstin Marie Mäkelburg entführt das Publikum knapp zwei Stunden lang in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kennen Marlene Dietrich nur von den gleichnamigen Hosen? „Der blaue Engel“ – irgendwann mal gehört, aber nie gesehen? Sie haben nie verstanden, warum um diese Frau so ein Hype veranstaltet wurde?</p>
<p>Dann gehen Sie unbedingt ins Schmidtchen und schauen sich „Mythos Marlene“ an. Kerstin Marie Mäkelburg entführt das Publikum knapp zwei Stunden lang in die Lebens- und Gedankenwelt der Stilikone und des Hollywood-Lieblings.</p>
<p>Ausgehend von ihrem Tod im Jahr 1992 blickt Marlene zurück auf ihre lange, sehr bewegte Vergangenheit. Schon in jungen Jahren war sie in Berlin ein gefragter Stummfilmstar, doch erst nach der Veröffentlichung von „Der blaue Engel“ im Jahr 1930 nahm ihre Karriere Fahrt auf und sie ging mit Regisseur Josef von Sternberg in die USA, deren Staatsbürgerschaft sie 1939 annahm.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2135 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/MythosMarlene_09_c_OliverFantitsch-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/MythosMarlene_09_c_OliverFantitsch-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/MythosMarlene_09_c_OliverFantitsch.jpg 667w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Marlene Dietrich war kein Kind von Traurigkeit, sie nutzte ihre Gelegenheiten, hielt sich nicht an Konventionen, führte eine offene Ehe und kämpfte zeitlebens gegen das durch „die fesche Lola“ (ihre Rolle im „Blauen Engel“) entstandene Image des liederlichen deutschen Fräuleins an. Dabei „kann ich doch viel mehr“. Aber wirklich sehen, wollte das wohl kaum jemand&#8230;</p>
<p>Kerstin Marie Mäkelburg ähnelt der Dietrich allein schon durch ihre Statur sowie ihre sehr markante, tiefe Stimme. Spielend leicht intoniert sie deutsche, englische und französische Titel – natürlich auch „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.</p>
<p>Mit unbestreitbarer Arroganz und Bitterkeit zieht Mäkelburg (alias die Dietrich) über unfähige Maskenbildner, gutgläubige Männer und die ihr entgegengebrachten Vorurteile her. Sie lässt an niemandem – außer ihrem geliebten Gatten Rudi – ein gutes Haar.</p>
<p>Mit einer gewissen Süffisanz in Ausdrucksweise und Habitus macht sie den Zuschauern unmissverständlich klar, dass sie sich zwar der Anerkennung durch „ihr“ Publikum bewusst war und diese auch für ihre Zwecke einzusetzen wusste, dass sie aber letztendlich für ihr Umfeld nur Verachtung übrig hatte. Ein netter, sympathischer Mensch scheint Marlene Dietrich nicht gewesen zu sein.</p>
<p>Wenn sie von ihrer Tochter Marie berichtet („Mein kleines Baby“) spürt man keinen Mutterstolz, geschweige denn Liebe, sondern eine große Erwartungshaltung, dass auch die eigene Tochter ihrer Mutter dienen und keine Widerworte zu geben habe.</p>
<p>Sie schwärmt von Burt Bacharach („Kisses sweeter than wine“) und Frank Sinatra (den sie im Rahmen ihres „Engagements als Zirkusdirektor in Las Vegas“ kennenlernte), zitiert Ernest Hemingway und bringt klar zum Ausdruck, dass sie mit Charlie Chaplin nie etwas anfangen konnte.</p>
<p>Besonders beklemmend ist die Interpretation von „Sag mir, wo die Blumen sind“, die im Zusammenhang mit Marlene Dietrichs deutlicher Positionierung gegen Hitler und das NS-Regime treffsicher platziert ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2134 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/11/MythosMarlene_07_c_OliverFantitsch-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" />Einer der emotionalsten Songs ist jedoch „Puff, der Zauberdrachen“, in dem Mäkelburg das Publikum hinter die maskuline, selbstbewusste Fassade der Dietrich lässt und die Hollywood-Diva ein wenig menschlicher und anfassbarer macht.</p>
<p>Dass die Berliner sie nach ihrer Zeit in den USA nicht mit offenen Armen empfangen haben, hat Marlene Dietrich arg zugesetzt. Wie sehr sie darunter gelitten hat, ihre geliebte Heimat in Trümmern zu sehen und die unverhohlene Abneigung der Berliner zu spüren, bricht sich in „Ruinen von Berlin“ Bahn, das Mäkelburg gleich viersprachig intoniert.</p>
<p>„Mythos Marlene“ ist kein heiteres, oberflächliches One-Woman-Stück. Doch die Verbitterung, die Verletztheit, die Härte von der Dietrich fesseln das Publikum. Hierzu trägt sowohl die schlanke Inszenierung nur mit Pianist Markus Schell und einem überdimensionalen Reisekoffer, der als Garderobe auf der Bühne dient, als auch das herausragende, teilweise nur auf einen Spot reduzierte Licht bei. Dadurch wird „La Dietrich“ noch mysteriöser.</p>
<p>Kerstin Marie Mäkelburg ist eine Erscheinung. Die Rolle der eleganten Diva steht ihr sehr gut zu Gesicht. Gleich ob im weißen (Fake Fur) Pelz oder im klassischen Frack – ihre Bühnenpräsenz lässt einen das Auge keine Sekunde von ihr abwenden. Sie bleibt zu jedem Zeitpunkt in ihrer Rolle, auch wenn einige Ansichten von Marlene Dietrich mindestens diskussionswürdig sind und im Zuschauerraum zu Raunen führen.</p>
<p>Erst nach dem Finale fällt die sprichwörtlich Maske und das gewinnende Lächeln von Kerstin Marie Mäkelburg bricht sich Bahn. Das Publikum ist restlos begeistert. Stehende Ovationen und auch während der Verabschiedung durch Hausherr Henning Mehrtens nicht enden wollende „Bravo“ Rufe belegen, dass das Schmidt Theater mit diesem Programm den Nerv der Zeit getroffen hat.</p>
<p>Nach dieser Show verstehen Sie den Menschen Marlene Dietrich sicherlich besser, es wird jedem im Schmidtchen klar, warum dieses „preußische Mädel“ alle um den Finger wickeln konnte. Man geht mit jeder Menge Gesprächsstoff und Dankbarkeit für solch eine hochprofessionelle, ergreifende Show aus dem Theater.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 18. November 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darstellerin: </strong></span>Kerstin Marie Mäkelburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Bearbeitung:</span></strong> Corny Littmann</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Creators-Finale 2017</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/creators-finale-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2017 16:59:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. Oktober 2017 war es soweit: Zum zweiten Mal luden Corny Littmann und Norbert Aust zum Finale des von Ihnen 2014 ins Leben gerufenen Autoren- und Komponistenwettbewerbs „Creators“ ein. Die fünf Finalisten hatten sich in zwei Vorrunden gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt und konnten während des Sommers mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld in der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. Oktober 2017 war es soweit: Zum <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=105">zweiten Mal</a></span> luden Corny Littmann und Norbert Aust zum Finale des von Ihnen 2014 ins Leben gerufenen Autoren- und Komponistenwettbewerbs „Creators“ ein. Die fünf Finalisten hatten sich in zwei Vorrunden gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt und konnten während des Sommers mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld in der Tasche, ihre 20-minütigen Vorrundenbeiträge zu einstündigen Finalmusicals auszubauen.</p>
<p>Das Finale war für Zuschauer wie Jury ein echter Musical-Marathon. Bereits um 16 Uhr ging es los und erst lange nach 23 Uhr wurden die Sieger – ja es gab in diesem Jahr zwei – verkündet.</p>
<h3 style="text-align: center;">B A Star</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2211 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt-768x485.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_BAStar_3_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Den Anfang machte „B A Star“ von Karl Lindner. Hier geht es um eine alleinerziehende Mutter, die finanziell am Ende ist und ihre Rettung darin sieht, ihre Tochter Marie bei dem Casting-Wettbewerb „B A Star“ anzumelden. Die Show kämpft allerdings mit schlechten Einschaltquoten und im Hintergrund wird sehr viel gemauschelt, was Marie sofort erkennt und sich von diesem Umfeld lossagt. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in den Publikumsliebling, dem vom Produzenten übel mitgespielt wird. Am Ende tritt Maries Mama selbst auf und bringt mit ihrem emotionalen Auftritt alle zum Nachdenken.</p>
<p>Linder arbeitet mit vielen musikalischen Stilmitteln (Sprechgesang, Ballade, Pop), lässt seine Songs in einem englisch-deutschen Mischmasch singen und bedient sich zahlreicher mit Casting-Shows verbundener Klischees. Regina Mallinger überzeugt als Mutter, da sie sowohl emotional als auch schauspielerlisch und gesanglich Akzente zu setzen weiß.</p>
<p>Insgesamt stellt sich jedoch die Frage, wo Karl Lindner mit „B A Star“ hinmöchte, denn einen roten Faden kann man in dieser Stunde nicht erkennen, und ob die Charaktere in einer abendfüllenden Fassung noch mehr Tiefgang entwickeln, bleibt fraglich. Doch das Publikum nimmt das klischeegetränkte Stück dankbar an und nicht nur die angereisten Fans spenden langen Applaus.</p>
<h3 style="text-align: center;">WWW – #verwunschen und vernetzt</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2218 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt-400x232.jpg" alt="" width="400" height="232" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt-400x232.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt-768x445.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_3_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Nach einer kurzen Pause ging es nebenan im Schmidtchen weiter mit „WWW – #verwunschen und vernetzt“ von Florian Miro. Im Vorentscheid hieß das Stück noch „The Wicked Witch of the Web“, doch eine der damaligen Empfehlungen der Jury war, auch den Titel zu überdenken, was Miro ganz offenbar beherzigt hat. Der neue Titel macht sicherlich neugierig – griffiger ist er aber nicht wirklich. Doch es geht ja bei „Creators“ nicht darum, im Finale die perfekte Show auf die Bühne zu bringen, sondern der Jury das Potential zu zeigen, was in dem jeweiligen Beitrag steckt. Und in „WWW“ steckt jede Menge Potential!</p>
<p>Angefangen mit der Präsentation: alle Darsteller tragen rollenkonforme Kostüme, weiße Würfel dienen als szenengestaltende Bühnenelemente. Die neun Darsteller (u. a. Kerstin Ibald als großartige Hexe Grimmemiene, Patrick Stamme als eitler Prinz und Marco Formanek als Spiegel) haben sich ganz offenbar sehr gut auf diesen Kurzauftritt vorbereitet, denn egal ob böse Hexe, betörende Loreley, eitler Prinz oder Kampfzwerg Ligof Legends – die Märchencharaktere sind allesamt glaubwürdig und jeder für sich macht richtig Spaß.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2219 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt-400x249.jpg" alt="" width="400" height="249" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt-400x249.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt-768x478.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_WWW_5_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Handlung hat sich seit dem Vorentscheid weiterentwickelt: Grimmemiene ist die Herrscherin des Magischen Netzes. Ihr erklärtes Ziel ist es, eine neue Welt zu schaffen, in der das Böse regiert. Durch eine technische Panne gelangen drei bereits eingefangene Märchenfiguren zurück in den Märchenwald und entdecken ihre eigentliche Heimat komplett neu. Es kommt zu vielen Überraschungen, Nicklichkeiten und auch Romanzen. Wir lernen die altbekannten Kinderlieblinge von einer ganz anderen, nicht immer sympathischen oder jugendfreien Seite kennen: Der Gestiefelte Kater „Miatsetung“ ist ziemlich aggressiv, der Fliegende Holländer macht aus seinen sexuellen Bedürfnissen keinen Hehl und will sich endlich mal wieder „den Mast polieren lassen“, und die „Schuppenbarbie“ Loreley wehrt sich vehement gegen die Avancen des selbstverliebten Prinzen.</p>
<p>Dies alles wird mit ausnehmend viel Wortwitz, pointierten Texten und einer großen Portion Selbstironie erzählt. Die Songs sind schwungvoll und abwechslungsreich. Das Publikum fühlte sich sehr gut unterhalten und applaudierte anhaltend. Kein Wunder also, dass „WWW“ schon frühzeitig als einer der Jury-Favoriten feststand.</p>
<h3 style="text-align: center;">Bitte nicht im Stehen kacken – The fabulous life of a Saftschubse</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2216 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt-400x235.jpg" alt="" width="400" height="235" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt-400x235.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt-768x452.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Saftschubse_4_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Direkt weiter ging es wieder im Schmidt Theater mit dem klangvollen Musical: „Bitte nicht im Stehen kacken – The fabulous life of a Saftschubse“. Dass dieses Stück von Mirko Klos sehr ironisch und satirisch ist, war schon im Vorentscheid deutlich geworden. Bei „St. Pauli Airwaves“ kommen zahlreiche Musicaldarsteller unter, die es auf der Bühne nicht geschafft haben. Entsprechend klischeelastig wird die Flugreise nach Indien: Das Publikum lernt Bibi kennen, die heute ihren ersten Tag hat und sich direkt mit Uschi anlegt, die ihren letzten Tag als First Class Stewardess hat. Maurice, die Galleymaus, kommentiert das Geschehen und Gabi, die Chefin, hält ihren verrückten Hühnerhaufen irgendwie zusammen.</p>
<p>Musikalisch ist „BNIMSK“ eher eine Revue mit Schlagerschwerpunkt und funktioniert auch sehr gut so. Nicht so gelungen ist, dass das Publikum auch ziemlich erniedrigende Weise mit einbezogen wird. So überzogen die Figuren auf der Bühne (u. a. Daniel Johnson als herrlich tuntiger Maurice, Sarah Matberg als wunderbar überspannte Uschi und Anne Hoth als herrlich naive Bibi) auch sein mögen, sich auf Kosten einzelner Zuschauer lustig zu machen, kommt bei den wenigsten wirklich gut an. Vielleicht auch deshalb springt der Funke nicht so recht über und die hohen Erwartungen, die man nach dem Vorentscheid mit diesem Beitrag verknüpft hat, wurden leider nicht erfüllt.</p>
<h3 style="text-align: center;">Back into the Closet</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2212 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt-400x260.jpg" alt="" width="400" height="260" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt-400x260.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt-768x498.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Closet_4_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es folgte der sicherlich kontroverseste Beitrag des Abends: „Back into the Closet“ thematisiert die „Heilung“ von Schwulen, Lesben und Transgender Menschen durch ominöse Gruppierungen. Was eine überzogene Abrechnung mit diesem unsinnigen Thema sein könnte, gerät zu einem trashigen Durcheinander, das den Pfad des guten Geschmacks mehrfach verlässt.</p>
<p>Peter AufderHaar und Matthias von Schemm (Autor und Komponist des Stücks) stehen selbst mit auf der Bühne und geben Mitglieder der Gruppe, die ihr Seelenheil in der Umpolung durch die christliche Psychologenvereinigung „Salve Moribus“ suchen. Sie haben u. a. mit Yvonne Disqué und David Lee Krohn sehr gute Sänger um sich gescharrt, doch irgendwie verliert sich dieser Wettbewerbsbeitrag in Klischees und somit den roten Faden. Schade, denn der voluminöse Auftakt „Happy and Gay“ und die teilweise bitterbösen Dialoge haben durchaus Lust auf mehr gemacht.</p>
<h3 style="text-align: center;">Pendelton und die Theaterleichen</h3>
<p>Fehlte noch der letzte Finalist: Kostas Georgious und Chris Brewers „Pendelton und die Theaterleichen“. Schon im Vorentscheid hatte man das Gefühl, dass das Stück auf dem richtigen Weg ist und zu diesem frühen Zeitpunkt das rundeste Gesamtkonzept anbieten konnte. Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen aus der Schmidt-Familie (u. a. Franziska Kuropka, Charlotte Heinke, Robin Brosch, Dörthe Thiele, Regie: Nik Breidenbach) wurde dieser hohe Anspruch aufrechterhalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2213 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935-400x240.jpg" alt="" width="400" height="240" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935-400x240.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935-768x461.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_3_c_DanielReinhardt-e1517764636935.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Jack Pendelton ist ein erfolgloser Privatdetektiv, der durch Zufall auf einen ungelösten, mysteriösen Mordfall im Astor Theater stößt. Er begegnet mit Harold Harker einem seiner Jugendhelden, verguckt sich in die süße Magdalena, verdächtigt den windigen Sam Jourdan und lässt sich von Carl Weber und Monika hinters Licht führen. Allesamt arbeiten in diesem Theater, sind irgendwie geheimnisvoll und haben was zu verbergen. Dann macht auch noch seine Assistentin Sonja gemeinsame Sache mit dem Polizeidirektor Hank Tempelton, und somit ist Jacks Ehrgeiz geweckt. Irgendwie muss er dahinter kommen, wer der Mörder ist&#8230;</p>
<p>Musikalisch durchgehend im Swing &amp; Jazz zuhause (schöne Ballade: „Demnächst in diesem Theater“), lässt „Pendelton“ kaum mehr Wünsche offen. Wer diesen Musikstil mag, fühlt sich hier wohl. Hinzu kommen noch exzentrische Charaktere, die sich mit coolen, lustigen Dialogen den ein oder anderen Schlagabtausch liefern. Optimierungspotential? Da müsste man schon sehr genau hinschauen. Selbst die Darbietungsform ist schon nahe am Perfekten. Die Paravents, die als mobile Kulissen genutzt werden, sind durch ihren Stoffbezug auf Kostümelemente einzelner Darsteller abgestimmt. Bei einem so hohen Niveau fühlt sich nach dem Verklingen des letzten Tons alles nach einem Heimspiel für „Pendelton“ an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2215 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt-400x233.jpg" alt="" width="400" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt-400x233.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt-768x447.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/CREATORS_Pendelton_7_c_DanielReinhardt.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Jury war sich sehr schnell sehr einig, dass „WWW &#8211; #verwunschen und vernetzt“ und „Pendelton und die Theaterleichen“ die vielversprechendsten Finalisten des diesjährigen „Creators-Wettbewerbs“ waren. Und zwar aus komplett verschiedenen Gründen: „WWW“ war der kreativste Beitrag mit den pfiffigsten Dialogen und der abwechslungsreichsten Musik, aus dem sich viel machen lässt. „Pendelton“ war aufgrund des hohen Ausarbeitsgrades eigentlich schon fast fertig und man konnte sie sich problemlos schon sehr bald auf einer Stadttheaterbühne vorstellen. Doch zwei Sieger verkünden? Geht das?</p>
<p>Ja, es geht! Und so hat „Creators“ 2017 zwei Sieger hervorgebracht.</p>
<p>Auch die zweite Runde des „Creators“-Wettbewerbs hat gezeigt, dass in deutschsprachigen Autoren- und Komponistenköpfen noch viele Schätze schlummern, die das Tageslicht erblicken müssen. Dass es eine Fortsetzung des Wettbewerbes geben wird, verkündete Corny Littmann ebenfalls. Diese Info ging aber im Jubel der Gewinnerteams fast unter. Auf die Finalisten 2019 freut sich nicht nur die Jury aber schon jetzt!</p>
<p class="paragraph_style_2" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_75">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Theater:</strong> </span>Schmidt Theater &amp; Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <span class="Bold"><strong>Finale:</strong> </span>16. Oktober 2017<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span> </strong>Daniel Reinhardt für Morris Mac Matzen-Photography </span></div>
</div>
</div>
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		<title>Selbstironie und Authentizität für 1 US Dollar pro Minute!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 18:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 19.05.2018 Eigentlich hat sich im Vergleich zur Berliner Uraufführung im vergangenen Jahr nichts geändert: die Besetzung ist dieselbe, die Jokes die gleichen, die Songs bekannt. Einzig Theater und Publikum sind anders als in Berlin. Im Hamburger Schmidtchen warten knapp 150 Gäste gespannt auf Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle und das schräge ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Update, 19.05.2018</h3>
<p>Eigentlich hat sich im Vergleich zur Berliner Uraufführung im vergangenen Jahr nichts geändert: die Besetzung ist dieselbe, die Jokes die gleichen, die Songs bekannt. Einzig Theater und Publikum sind anders als in Berlin. Im Hamburger Schmidtchen warten knapp 150 Gäste gespannt auf Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle und das schräge Musical über die Entstehung eines Broadway-Musicals.</p>
<figure id="attachment_2258" aria-describedby="caption-attachment-2258" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2258 size-medium" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-2258" class="wp-caption-text">Foto: Sven Serkis</figcaption></figure>
<p>Schon am Anfang wird die Marschrichtung klar: Hunter und Jeff laden einfach Freunde ein und nutzen ihr Talent aus, um ihr neues Musical zu schreiben. Die vier Darsteller nehmen sich nicht ernst, das zeigt auch das vor Selbstironie triefende „Zwei Nobodys in New York“. Das Kennenlernen der beiden weiblichen Protagonisten (Susan und Heidi) ist herrlich extrem und die Motivation der beiden Ladies, bei Jeffs und Hunters Projekt mitzumachen, ist erfrischend ungewöhnlich.</p>
<p>Ebenso großartig ist Hunter, der als Jeffs „unbeschriebenes Blatt“ dem Komponisten mit viel Aggressivität, Provokation und Prolligkeit den Spiegel vorhält.</p>
<p>Eine emotionale Weltreise ist einmal mehr „Dabei sein“, in dem die beiden Kreativen ihrem Lebenstraum Ausdruck verleihen, einmal einen Tony Award zu erhalten und in Playbill genannt zu werden. Hier bedienen Dennis Weißert und Alexander Soehnle die komplette Klaviatur von super enthusiastisch bis hin zu zweifelnd depressiv absolut glaubwürdig.</p>
<p>Ein Highlight ist natürlich auch in Hamburg Susans Geschichte von den Vampiren, die einen hin und wieder heimsuchen. Der anschließende Song sorgt nicht nur wegen der angedeuteten Choreographie aus „Tanz der Vampire“ für große Begeisterung beim Publikum.</p>
<p>In den beiden Medleys nach der Pause („Festival Medley“ und „Dran Arbeiten Medley“) hat Regisseur und Übersetzer Robin Kulisch sehr viele Informationen untergebracht, die von den Darstellern sehr souverän über die Rampe gebracht werden. „Ändern / nicht ändern“, das hervorragend die Zweifel und Energien im Schaffensprozess beschreibt, gerät vielleicht etwas lang, doch Heidis Solo „Mädchen von damals“ lässt dies sofort wieder vergessen.</p>
<p>[titel der show] endet mit „Nine People&#8217;s Favorite Thing“ und somit nicht nur mit einer sehr schönen Botschaft, sondern auch mit einer sehr schönen Energie.</p>
<p>Dieser kleine, aber sehr feine Blick hinter die Kulissen der Musicalwelt mag für sogenannte Insider spannender sein als für Musicalbesucher, die sonst eher die bunte Welt der Ensuite-Produktionen vorziehen. Aber die ansteckende Begeisterung und Authentizität der Darsteller sowie die phasenweise schamlose Ehrlichkeit und Direktheit der Dialoge und Songtexte sind es, die diesen Abend für jeden Zuschauer zu etwas Besonderem machen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p>Wer schon immer einmal wissen wollte, wie ein Broadway-Musical entsteht, dem sei [titel der show] von Jeff Bowen und Hunter Bell wärmstens ans Herz gelegt. Im Sommer 2004 beschlossen die beiden übermütig, ein eigenes Musical beim New York City Musical Theater Festival einzureichen. Sie hatten drei Wochen Zeit bis zum Abgabetermin und keine Idee, geschweige denn ein Werk, welches in der Schublade nur darauf wartete, entdeckt zu werden. Voller Enthusiasmus &#8211; und sicherlich auch mit einer gehörigen Portion Verzweiflung &#8211; machten sie aus der Not eine Tugend und schrieben einfach alles nieder, was sie in den folgenden Wochen erlebten. Der Entstehungsprozess dieses 2006 am Off-Broadway, 2008 am „Great White Way“ und 2013 in London aufgeführten Vier-Personen-Stücks ist so amüsant und ehrlich, dass man sich der Wirkung von [titel der show] nicht entziehen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2023 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />So erging es auch Robin Kulisch, der dieses Stück schon lange nach Deutschland bringen wollte. 2016 bekam er endlich die Chance und schuf die deutsche Fassung dieser ur-amerikanischen Produktion, die im April 2017 unter seiner Regie im Berliner Admiralspalast uraufgeführt wurde.</p>
<p>[titel der show] ist erfrischend jung und offen. Das spiegelt sich auch in der manchmal sehr deutlichen Sprache wieder. Political correctness? Who cares? Manche Dinge müssen einfach ausgesprochen werden! Da wird dann der PC schon mal als „Drecksscheiß-Commmodore C64“ bezeichnet oder die Office Managerin als Firmenhure.</p>
<p>Schon im ersten Song, der bezeichnenderweise „Song Nummer 1“ heißt, wird deutlich, dass Bell und Bowen mit sehr viel Selbstironie ans Werk gegangen sind. Vielleicht geriet dieses Musical so auch ein Stückweit zur Eigentherapie.</p>
<p>Wer jedoch bei den zahllosen Anspielungen und VIPs mithalten will, mit denen sich die Protagonisten einen Schlagabtausch nach dem anderen liefern, ist gut beraten, sich vor dem Besuch der Show das umfangreiche Glossar im Programmheft durchzulesen. Doch keine Sorge, auch eingefleischte Musicalfans und Fachpublikum müssen nicht wenige der genannten Namen und Produktionen googlen, um auch nur annähernd alle Gleichnisse zu verstehen, derer sich die Autoren im Laufe des Abends bedienen. Besonders viel gibt es bei „Zwei Nobodies in New York“ auf die Ohren, jedoch rauschen Melodie und Text so schnell am Zuschauer vorbei, dass man allein deshalb schon nicht alles mitbekommt.</p>
<p>An Wortwitz und hoher Taktung mangelt es dieser Show wahrlich nicht. Neben Jeff Bowen (Alexander Soehnle) und Hunter Bell (Dennis Weißert), die sich die Bälle in ihrem Kreativprozess nur so zu werfen, lernt das Publikum Susan und Heidi kennen. Susan (Franziska Kuropka) ist eine Schauspielerin, die sich als Office Managerin ihren Lebensunterhalt verdient, da ihr Bühnenleben dafür nicht genug abwirft. Heidi (Annika Henz) hat tatsächlich schon in zwei echten Broadway-Musicals mitgespielt – als „Understudy-Walk-In-Cover-Ensemble“ oder ähnliches – und ist somit die Erfahrenste des Vierergespanns, wenn es um namhafte Engagements geht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2022 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alle finden mehr und mehr Gefallen daran, Teil von diesem Etwas zu sein. Natürlich läuft der Schaffensprozess nicht ohne Komplikationen ab. Jeffs Besserwisserei (PIN heißt eben nicht PIN-Nummer) treibt Hunter in den Wahnsinn, während Hunter während einer Kreativblockade das ganze Projekt fast zum Scheitern bringt. Von Himmelhochjauchzend und Träumen vom eigen Tony Award bis hin zur Visualisierung des eigenen Scheiterns ist alles dabei.</p>
<p>Die Anspielungen enden im Übrigen nicht bei den Texten, auch die Choreographien (Silvia Varelli) kommen dem geneigten Zuschauer durchaus sehr bekannt vor – allen voran Dennis Callahans bekannte „Tanz der Vampire“-Choreographien, die die vier Darsteller zum besten geben, wenn sie mit „Stirb Vampir, stirb“ versuchen, ihre Dämonen zu beschwören. Doch auch die vielzitierten „Jazz Hands“ sind in der ein oder anderen Szene zu entdecken.</p>
<p>Zum Auftakt des zweiten Akts wird die Weiterentwicklung des Stücks nach der erfolgreichen Premiere beim Musical Theater Festival in mehreren witzigen, atemlosen Medleys nachgezeichnet. Dazu gehört auch, dass die beiden Damen, die sich im ersten Akt eher durch Stutenbissigkeit hervorgetan haben, sich anfreunden.</p>
<p>Doch die Gruppe verliert sich im Streit über die Zukunft des Stücks: Hunter möchte „sein“ Musical unbedingt an den Broadway bringen. Den anderen läuft der Prozess zu zäh („Ändern, nicht ändern“, „Peinlicher Photo-Termin“) und sie wenden sich lieber anderen, vielversprechenderen Jobs zu. Irgendwann eskaliert das Ganze, Hunter flippt aus und die anderen schwelgen in Erinnerungen („Zurück nach damals“). Es stellt sich die Frage, ob man lieber „Nine people’s favorite thing“ sein möchte oder es nicht vielleicht besser wäre, „a 100 people’s ninth favourite thing“ zu sein. Am Ende dieser emotionalen Achterbahnfahrt sind alle bereit für die echte „Broadway-Premiere“.</p>
<p>Ein so pures, nahbares Stück steht und fällt mit der „Anfassbarkeit“ der Künstler. Im Stück taucht die Frage auf: „Wer sagt, ein Klavier und vier Stühle reichen nicht für ein Musical?“ Ganz klare Antwort: Niemand! Zumindest niemand, der sich auf dieses so geradlinige Stück einlässt. Denn die beiden Damen und Herren auf der Bühne hätten besser nicht besetzt werden können. Da braucht es absolut keine weiteren Kulissen und große Szenenbilder.</p>
<p>Dennis Weißert ist als Hunter voller Energie, oft im Kopf unterwegs, kommt mit den schnellen, abwechslungsreichen Songs hervorragend zurecht und gibt einen wunderbaren Kreativpartner von Alexander Soehnle. Dieser gibt den rationaleren , manchmal etwas pessimistischen Komponisten sehr glaubwürdig. Seine Rechnung, dass man den Zuschauern, die 90 US Dollar für eine 90-minütige Show bezahlen, in jeder Minute was richtig Gutes für ihr Geld geben sollte, ist bestechend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2021 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Franziska Kuropka kann ihren rauen Charme und die ihr eigene freche Schnauze als Susan hervorragend einsetzen. Dass sich hinter dieser harten Schale aber auch ein weicher Kern verbirgt, bringt sie ebenso glaubwürdig über die Rampe. Heidi wiederum wirkt nur scheinbar wie etwas Besseres. Annika Henz liefert das beste musicaldarstellerische Gesamtpaket ab und füllt diese Rolle damit perfekt aus.</p>
<p>Nicht vergessen sollte man Damian Omansen, der als mehr oder weniger schweigsamer Pianist Larry zu jeder Zeit Teil des Bühnengeschehens ist.</p>
<p>Was diese Show besonders sehenswert macht, ist der fühlbare Spaß, den die vier Künstler auf der Bühne haben. Sie harmonieren schlichtweg perfekt und lassen die Geschichte von Bell und Bowen dadurch absolut authentisch erscheinen.</p>
<p>Stellt sich die Frage, ob [titel der show] auch ein größeres Publikum abseits der kleinen, eingeschworenen Musicalwelt anspricht. Die unzähligen Bezüge zur amerikanischen Musicalindustrie sind beachtlich. Und auch das Thema – die Entstehung eines Musicals – interessiert vielleicht nicht die breite Masse. Doch jeder, der kurzweilige Unterhaltung und sympathische Charaktere mit hohem Identifikationspotential mag, ist hier goldrichtig. Den Wortwitz der englischen Sprache hat Robin Kulisch mit spitzem Bleistift und viel Sprachgefühl ins Deutsche übertragen, auch wenn er sicherlich an einigen Stellen an seine Grenzen kam („Nine people’s favorite thing“). Dass man sich bei Bowens Kompositionen, die mal swinging, mal jazzig, mal poppig und mal „klassisch“ musicalesque daherkommen, nicht selten beim Mitwippen ertappt, spricht ebenfalls sehr für dieses Musical.</p>
<p>Die Spielzeit in Berlin war kurz, aber eindrücklich. Einmal mehr muss man ausdrücklich bedauern, dass sich in Deutschland keine Off-Szene etablieren konnte, die solchen Stücken Raum bietet. Dem Kreativteam ist sehr zu wünschen, dass [titel der show] schon bald in Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet oder auch Wien auf die Bühne gebracht wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Admiralspalast, Berlin</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 25. April 2017</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle, Damian Omansen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Jeff Bowen / Robin Kulisch</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Sven Serkis<br />
</span></div>
</div>
</div>
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