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	<title>Robin Kulisch-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Robin Kulisch-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein hochkarätig besetzter, einzigartiger Liederzyklus rund um das Thema Aids und HIV</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2018 21:50:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Admiralspalast]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-hochkaraetig-besetzter-einzigartiger-liederzyklus-rund-um-das-thema-aids-und-hiv/">Ein hochkarätig besetzter, einzigartiger Liederzyklus rund um das Thema Aids und HIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Janet Hood (Musik) und Bill Russell (Buch und Texte) haben in den 1980er Jahren das Stück „Elegies For Angels, Punks and Raging Queens“ geschrieben – zu einer Zeit da Aids und HIV die Schlagzeilen beherrschten, da die Viruserkrankung immer mehr (auch prominente) Menschen befiel und keine Heilung in Sicht war. HIV ist nach wie vor nicht heilbar, aber heutzutage kann man mit entsprechender Medikation ein ganz normales Leben führen und überträgt das Virus auch nicht mehr an seine Mitmenschen. Das macht HIV aber nicht weniger gefährlich. An sich ist und bleibt es eine tödliche Viruserkrankung.</p>
<p>In den 1980er Jahren war Aids noch als reine „Schwulenerkrankung“ verschrien. Heute weiß man, dass jeder Mensch auf unserem Planten diese Erkrankung bekommen kann. Das mit dieser Krankheit verbundene Stigma ist bis heute existent, obwohl man meinen mag, dass AIDS ein inzwischen abgeschlossenes Kapitel in unseren Geschichtsbüchern ist. Doch auch heute noch erkranken jährlich 1.000 Menschen allein in Deutschland an Aids. Das Ziel der Deutschen Aids Hilfe ist es, <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://kein-aids-fuer-alle.de/">bis 2020 keine Neuerkrankungen</a></span> mehr zu verzeichnen. Dabei helfen auch solche Abende wie dieses besondere Konzert im Berliner Admiralspalast am 10. Dezember 2018. Denn nur, wenn wir weiter darüber reden, können wir auch aktiv dabei helfen, das Virus zu bekämpfen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2402 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-261x400.jpg" alt="" width="161" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-261x400.jpg 261w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-768x1179.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8-667x1024.jpg 667w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies8.jpg 992w" sizes="(max-width: 161px) 100vw, 161px" /> <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2409 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1-397x400.jpg" alt="" width="245" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1-397x400.jpg 397w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1-150x150.jpg 150w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies1.jpg 460w" sizes="(max-width: 245px) 100vw, 245px" /> <img decoding="async" class="alignnone wp-image-2405 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-328x400.jpg" alt="" width="202" height="246" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-328x400.jpg 328w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-768x936.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5-841x1024.jpg 841w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies5.jpg 1022w" sizes="(max-width: 202px) 100vw, 202px" /></p>
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<p>Inspiriert wurde das Stück vom Aids Memorial Quilt, welcher Hinterbliebenen die Möglichkeit gibt, mit einem kreativen Stück Handwerkskunst der Verstorbenen zu gedenken. Als Aids vor gut 30 Jahren in das kollektive Bewusstsein rückte, erhielten viele Opfer keine angemessene Beerdigung. Inzwischen zählt dieses Mosaik an Erinnerungen mehr als 44.000 Einzelteile und wächst immer noch weiter.</p>
<p>Robin Kulisch und Daniel Witzke haben sich der 30 Monologe und 10 Songs angenommen. Witzke hatte das Stück schon <a href="http://www.musicals-online.com/?p=1722"><span style="color: #333399;">2007 im Hamburger Schmidt Theater</span></a> in einer deutschen Fassung auf die Bühne gebracht, doch für die <a href="https://www.facebook.com/pg/elegiesmusical/photos/?tab=album&amp;album_id=260698191266525"><span style="color: #333399;">Berliner Aufführung</span></a> wurde alle Songtexte und Monologe noch einmal bearbeitet, um ein einheitliches Komplettpaket zu schaffen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2401 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-344x400.jpg" alt="" width="258" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-344x400.jpg 344w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-768x894.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9-880x1024.jpg 880w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies9.jpg 1011w" sizes="auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px" />Wie die beiden Produzenten in der kurzen Einleitung erzählen, war der Abend zunächst eher kleiner geplant, doch es sprach sich in der Musicalszene sehr schnell herum und immer mehr Künstler baten ihre Unterstützung an und wollten dabei sein. Am Ende bestand das Ensemble aus 57 Darstellern aus dem deutschsprachigen Raum sowie einem Chor der Universität der Künste (Berlin).</p>
<p>Philipp Gras und Anne Sophie Keckeis sorgen am Klavier und Cello für die stimmungsvollen musikalischen Rahmen. Ansonsten ist das Studio im Admiralspalast spartanisch ausgestattet und bleibt düster, was den sehr persönlichen Geschichten, die an diesem Abend erzählt werden, noch mehr Nachdruck verleiht.</p>
<p>Den Auftakt macht Ana Milva Gomes mit einer sehr warmen, gefühlvollen Interpretation des Titelsongs. Thomas Wissmanns folgender Monolog ist begeisternd, mitfühlend und liebevoll zugleich, was die emotionale Bandbreite an diesem Abend andeutet. Dominik Hees ist Josh, der uns eindrücklich davon berichtet, wie sich das Zusammenleben zwischen ihm und seinen fünf Freunden durch Aids verändert hat. Seine überbordende Energie findet ein Ende im Quartett „Ich halt mich fest an Dir“, das von Volkan Baydar, Gino Emnes, Jana Stelley und Denise Jastraunig gesungen wird. Dass die Künstler nur diesen einen Tag für eine gemeinsame Probe hatten und ansonsten jeder für sich die Texte und Songs einstudiert hat, merkt man keine Sekunde.</p>
<p>Ein sehr knapp bekleideter Carsten Lepper nimmt uns mit in das Seelenleben von Nick: Vordergründig ein ruppiger, arroganter Yuppie; hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch ein zutiefst verletzter Junge. Das Publikum bekommt keine Zeit, das Gesehene zu verarbeiten, schon stehen Ethan Freeman und Chris Murray auf der Bühne und geben ein sehr spannendes Duett („Jetzt nicht mehr“) zum Besten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2406 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-343x400.jpg" alt="" width="257" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-343x400.jpg 343w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-768x895.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4-879x1024.jpg 879w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies4.jpg 1155w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" />Doch hiermit ist der Spannungsbogen im ersten Akt noch nicht ausgereizt: Es folgt ein zu Tränen rührender, sehr intensiver Monolog von Iris Schumacher, die uns an der Geschichte von Rebecca teilhaben lässt, welche von ihrem Mann mit HIV infiziert wurde und ihre ungeborenen Kinder damit angesteckt hat. Das Studio bebt, wenn sich Iris Schumachers Trauer und Wut Bahn brechen. Ray (dargestellt von Arne Stephan) ist der nette Junge von nebenan, der aufgrund seiner Liebe zu Brian mit der Gesellschaft kollidiert. Patrick Stanke komplettiert diesen hochemotionalen Dreiklang mit „Und der Regen hört nicht auf“. Der Song allein berührt schon sehr, doch die Verbindung von sparsamer Musik, gefühlvollen Texten und Stankes warmer Stimme ist schlicht perfekt.</p>
<p>Alexander Soehnle hat es nicht leicht, diese Dramaturgie aufrecht zu erhalten, doch seine Geschichte vom Underdog Walter, der nach dem Ausbruch der Erkrankung in sein biederes Heimatdorf zurückkehrt und dort trotz aller schmerzhafter Erinnerungen mit offenen Armen empfangen wird, trifft mitten ins Herz.</p>
<p>Man wird emotional hin und hergeworfen. Das Finale des ersten Akts bildet „Celebrate“, in dem besonders Aisata Blackman gegenüber Jessica Kessler und Barbara Obermeier hervorsticht.</p>
<p>In der zweiten Hälfte sind es insbesondere Ulrich Allroggen und Leon van Leuwwenberg, die einen wachrütteln: Paul (Allroggen) steht zu seiner Krankheit, während Nat (Leuwwenberg) alles negiert und dagegen predigt. Doch die Leugnung der Realität hat auch Nat nicht vor dem Aids-Tod bewahrt. Auch die erfolgreiche Businessfrau Claudia (beeindruckend gespielt von Franziska Becker) schüttet uns ihr Herz aus und dankt ihrer Assistentin (Maya Hakvoort), die ihrer Hilflosigkeit gegenüber Aids mit dem Song „Ich weiß Dir nicht zu helfen“ auf sehr berührende Art Ausdruck verleiht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2404 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-400x338.jpg" alt="" width="301" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-400x338.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-768x648.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6-1024x865.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies6.jpg 1150w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" />Dass Lachen Balsam für die Seele ist, beweist die Drag Queen Jurassica Parker, der es gelingt, dem Publikum das vielfach im Hals steckenbleibende Lachen zu entlocken. Die Energie, mit der Reina Lemnitz ihrer Rolle Helen Ausdruck verleiht, holt einen sofort wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Monika Julia Freeman als durchgeknallte Shopping Queen leitet über zu dem gemeinsamen Song „Alles Geld der Welt“ mit Bettina Meske und Brigitte Oelke, der ganz klar von Meske und Oelke dominiert wird. Die beiden Ladies sind der Inbegriff von Bühnenpräsenz!</p>
<p>Kathi Damerows Monolog als Alma, die ihrem Mann für das „Geschenk“ nach dem Fremdgehen dankt, während sie ihr Geschäft auf der Toilette verrichtet, ist sehr kreativ und lustig, aber dennoch nicht weniger ergreifend.</p>
<p>Zum Schluss zieht uns noch einmal Thomas Wissmann in seinen Bann, bevor Armin Kahl als Miles seinen Gedanken über das Gehen und Loslassen nachhängt. „Ich lass Dich gehen“ (Leadgesang: Serkan Kaya) rundet dieses Zyklus aus Liedern und Monologen ab.</p>
<p>Während des Abends haben die Künstler nach und nach auf der kleinen Tribüne platzgenommen und ihren Kollegen im Rampenlicht teilweise selbst mit Gänsehaut und Tränen in den Augen zugesehen. In den Finalsong stimmen alle ein, das Publikum wird zum Mitklatschen animiert und die Anspannung auf allen Seiten löst sich sichtlich.</p>
<p>„<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.elegies.de">Elegies</a></span>“ ist kein Musical über Aids. Das Stück drückt auch nicht banal auf die Tränendrüse. Vielmehr berührt jeder der 40 Monologe auf seine ganz eigene Weise – einige unfreiwillig komisch, andere sehr frustriert, verleugnet, mitleidsvoll oder aggressiv. Dass hier die Geschichten von 40 Aids-Opfern erzählt werden, ist immer präsent.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2408 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-400x328.jpg" alt="" width="276" height="227" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-400x328.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-768x630.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2-1024x840.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies2.jpg 1098w" sizes="auto, (max-width: 276px) 100vw, 276px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2407 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3-349x400.jpg" alt="" width="198" height="227" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3-349x400.jpg 349w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3-768x881.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies3.jpg 815w" sizes="auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2403 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-319x400.jpg" alt="" width="180" height="226" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-319x400.jpg 319w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-768x963.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7-817x1024.jpg 817w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Elegies7.jpg 935w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></p>
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<p>Autor Bill Russell war an diesem Tag in Berlin selbst mit dabei und wirkt sehr ehrfurchtsvoll beim Anblick dessen, was Robin Kulisch und Daniel Witzke hier geschaffen haben. Diese dankbare Haltung zeigt sich auch bei vielen Zuschauern und so manch einer wünscht sich die Wiederholung dieses Abends – gern auch mit einem kleineren Ensemble.</p>
<p>Aids ist nicht verschwunden, bloß weil es in den Medien keine Rolle mehr spielt. Reden wir darüber und sorgen so dafür, dass das Bewusstsein für diese Viruserkrankung wach bleibt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Studio im Admiralspalast, Berlin</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 10. Dezember 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Übersetzung:</span></strong> Daniel Witzke / Robin Kulisch<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> <span class=" _2iem" role="heading" aria-level="4">Carolin Weinkopf Photography</span><br />
</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-hochkaraetig-besetzter-einzigartiger-liederzyklus-rund-um-das-thema-aids-und-hiv/">Ein hochkarätig besetzter, einzigartiger Liederzyklus rund um das Thema Aids und HIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Selbstironie und Authentizität für 1 US Dollar pro Minute!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 18:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 19.05.2018 Eigentlich hat sich im Vergleich zur Berliner Uraufführung im vergangenen Jahr nichts geändert: die Besetzung ist dieselbe, die Jokes die gleichen, die Songs bekannt. Einzig Theater und Publikum sind anders als in Berlin. Im Hamburger Schmidtchen warten knapp 150 Gäste gespannt auf Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle und das schräge ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/selbstironie-und-authentizitaet-fuer-1-us-dollar-pro-minute/">Selbstironie und Authentizität für 1 US Dollar pro Minute!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Update, 19.05.2018</h3>
<p>Eigentlich hat sich im Vergleich zur Berliner Uraufführung im vergangenen Jahr nichts geändert: die Besetzung ist dieselbe, die Jokes die gleichen, die Songs bekannt. Einzig Theater und Publikum sind anders als in Berlin. Im Hamburger Schmidtchen warten knapp 150 Gäste gespannt auf Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle und das schräge Musical über die Entstehung eines Broadway-Musicals.</p>
<figure id="attachment_2258" aria-describedby="caption-attachment-2258" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2258 size-medium" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/04/PR_titel_der_show_1_c_SvenSerkis.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-2258" class="wp-caption-text">Foto: Sven Serkis</figcaption></figure>
<p>Schon am Anfang wird die Marschrichtung klar: Hunter und Jeff laden einfach Freunde ein und nutzen ihr Talent aus, um ihr neues Musical zu schreiben. Die vier Darsteller nehmen sich nicht ernst, das zeigt auch das vor Selbstironie triefende „Zwei Nobodys in New York“. Das Kennenlernen der beiden weiblichen Protagonisten (Susan und Heidi) ist herrlich extrem und die Motivation der beiden Ladies, bei Jeffs und Hunters Projekt mitzumachen, ist erfrischend ungewöhnlich.</p>
<p>Ebenso großartig ist Hunter, der als Jeffs „unbeschriebenes Blatt“ dem Komponisten mit viel Aggressivität, Provokation und Prolligkeit den Spiegel vorhält.</p>
<p>Eine emotionale Weltreise ist einmal mehr „Dabei sein“, in dem die beiden Kreativen ihrem Lebenstraum Ausdruck verleihen, einmal einen Tony Award zu erhalten und in Playbill genannt zu werden. Hier bedienen Dennis Weißert und Alexander Soehnle die komplette Klaviatur von super enthusiastisch bis hin zu zweifelnd depressiv absolut glaubwürdig.</p>
<p>Ein Highlight ist natürlich auch in Hamburg Susans Geschichte von den Vampiren, die einen hin und wieder heimsuchen. Der anschließende Song sorgt nicht nur wegen der angedeuteten Choreographie aus „Tanz der Vampire“ für große Begeisterung beim Publikum.</p>
<p>In den beiden Medleys nach der Pause („Festival Medley“ und „Dran Arbeiten Medley“) hat Regisseur und Übersetzer Robin Kulisch sehr viele Informationen untergebracht, die von den Darstellern sehr souverän über die Rampe gebracht werden. „Ändern / nicht ändern“, das hervorragend die Zweifel und Energien im Schaffensprozess beschreibt, gerät vielleicht etwas lang, doch Heidis Solo „Mädchen von damals“ lässt dies sofort wieder vergessen.</p>
<p>[titel der show] endet mit „Nine People&#8217;s Favorite Thing“ und somit nicht nur mit einer sehr schönen Botschaft, sondern auch mit einer sehr schönen Energie.</p>
<p>Dieser kleine, aber sehr feine Blick hinter die Kulissen der Musicalwelt mag für sogenannte Insider spannender sein als für Musicalbesucher, die sonst eher die bunte Welt der Ensuite-Produktionen vorziehen. Aber die ansteckende Begeisterung und Authentizität der Darsteller sowie die phasenweise schamlose Ehrlichkeit und Direktheit der Dialoge und Songtexte sind es, die diesen Abend für jeden Zuschauer zu etwas Besonderem machen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p>Wer schon immer einmal wissen wollte, wie ein Broadway-Musical entsteht, dem sei [titel der show] von Jeff Bowen und Hunter Bell wärmstens ans Herz gelegt. Im Sommer 2004 beschlossen die beiden übermütig, ein eigenes Musical beim New York City Musical Theater Festival einzureichen. Sie hatten drei Wochen Zeit bis zum Abgabetermin und keine Idee, geschweige denn ein Werk, welches in der Schublade nur darauf wartete, entdeckt zu werden. Voller Enthusiasmus &#8211; und sicherlich auch mit einer gehörigen Portion Verzweiflung &#8211; machten sie aus der Not eine Tugend und schrieben einfach alles nieder, was sie in den folgenden Wochen erlebten. Der Entstehungsprozess dieses 2006 am Off-Broadway, 2008 am „Great White Way“ und 2013 in London aufgeführten Vier-Personen-Stücks ist so amüsant und ehrlich, dass man sich der Wirkung von [titel der show] nicht entziehen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2023 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-2_BEWERBUNGSFORMULAR-Annika-Henz-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Franziska-Kuropka-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />So erging es auch Robin Kulisch, der dieses Stück schon lange nach Deutschland bringen wollte. 2016 bekam er endlich die Chance und schuf die deutsche Fassung dieser ur-amerikanischen Produktion, die im April 2017 unter seiner Regie im Berliner Admiralspalast uraufgeführt wurde.</p>
<p>[titel der show] ist erfrischend jung und offen. Das spiegelt sich auch in der manchmal sehr deutlichen Sprache wieder. Political correctness? Who cares? Manche Dinge müssen einfach ausgesprochen werden! Da wird dann der PC schon mal als „Drecksscheiß-Commmodore C64“ bezeichnet oder die Office Managerin als Firmenhure.</p>
<p>Schon im ersten Song, der bezeichnenderweise „Song Nummer 1“ heißt, wird deutlich, dass Bell und Bowen mit sehr viel Selbstironie ans Werk gegangen sind. Vielleicht geriet dieses Musical so auch ein Stückweit zur Eigentherapie.</p>
<p>Wer jedoch bei den zahllosen Anspielungen und VIPs mithalten will, mit denen sich die Protagonisten einen Schlagabtausch nach dem anderen liefern, ist gut beraten, sich vor dem Besuch der Show das umfangreiche Glossar im Programmheft durchzulesen. Doch keine Sorge, auch eingefleischte Musicalfans und Fachpublikum müssen nicht wenige der genannten Namen und Produktionen googlen, um auch nur annähernd alle Gleichnisse zu verstehen, derer sich die Autoren im Laufe des Abends bedienen. Besonders viel gibt es bei „Zwei Nobodies in New York“ auf die Ohren, jedoch rauschen Melodie und Text so schnell am Zuschauer vorbei, dass man allein deshalb schon nicht alles mitbekommt.</p>
<p>An Wortwitz und hoher Taktung mangelt es dieser Show wahrlich nicht. Neben Jeff Bowen (Alexander Soehnle) und Hunter Bell (Dennis Weißert), die sich die Bälle in ihrem Kreativprozess nur so zu werfen, lernt das Publikum Susan und Heidi kennen. Susan (Franziska Kuropka) ist eine Schauspielerin, die sich als Office Managerin ihren Lebensunterhalt verdient, da ihr Bühnenleben dafür nicht genug abwirft. Heidi (Annika Henz) hat tatsächlich schon in zwei echten Broadway-Musicals mitgespielt – als „Understudy-Walk-In-Cover-Ensemble“ oder ähnliches – und ist somit die Erfahrenste des Vierergespanns, wenn es um namhafte Engagements geht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2022 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_ZWEI-NOBODIES-Alexander-Soehnle-Dennis-Weißert-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alle finden mehr und mehr Gefallen daran, Teil von diesem Etwas zu sein. Natürlich läuft der Schaffensprozess nicht ohne Komplikationen ab. Jeffs Besserwisserei (PIN heißt eben nicht PIN-Nummer) treibt Hunter in den Wahnsinn, während Hunter während einer Kreativblockade das ganze Projekt fast zum Scheitern bringt. Von Himmelhochjauchzend und Träumen vom eigen Tony Award bis hin zur Visualisierung des eigenen Scheiterns ist alles dabei.</p>
<p>Die Anspielungen enden im Übrigen nicht bei den Texten, auch die Choreographien (Silvia Varelli) kommen dem geneigten Zuschauer durchaus sehr bekannt vor – allen voran Dennis Callahans bekannte „Tanz der Vampire“-Choreographien, die die vier Darsteller zum besten geben, wenn sie mit „Stirb Vampir, stirb“ versuchen, ihre Dämonen zu beschwören. Doch auch die vielzitierten „Jazz Hands“ sind in der ein oder anderen Szene zu entdecken.</p>
<p>Zum Auftakt des zweiten Akts wird die Weiterentwicklung des Stücks nach der erfolgreichen Premiere beim Musical Theater Festival in mehreren witzigen, atemlosen Medleys nachgezeichnet. Dazu gehört auch, dass die beiden Damen, die sich im ersten Akt eher durch Stutenbissigkeit hervorgetan haben, sich anfreunden.</p>
<p>Doch die Gruppe verliert sich im Streit über die Zukunft des Stücks: Hunter möchte „sein“ Musical unbedingt an den Broadway bringen. Den anderen läuft der Prozess zu zäh („Ändern, nicht ändern“, „Peinlicher Photo-Termin“) und sie wenden sich lieber anderen, vielversprechenderen Jobs zu. Irgendwann eskaliert das Ganze, Hunter flippt aus und die anderen schwelgen in Erinnerungen („Zurück nach damals“). Es stellt sich die Frage, ob man lieber „Nine people’s favorite thing“ sein möchte oder es nicht vielleicht besser wäre, „a 100 people’s ninth favourite thing“ zu sein. Am Ende dieser emotionalen Achterbahnfahrt sind alle bereit für die echte „Broadway-Premiere“.</p>
<p>Ein so pures, nahbares Stück steht und fällt mit der „Anfassbarkeit“ der Künstler. Im Stück taucht die Frage auf: „Wer sagt, ein Klavier und vier Stühle reichen nicht für ein Musical?“ Ganz klare Antwort: Niemand! Zumindest niemand, der sich auf dieses so geradlinige Stück einlässt. Denn die beiden Damen und Herren auf der Bühne hätten besser nicht besetzt werden können. Da braucht es absolut keine weiteren Kulissen und große Szenenbilder.</p>
<p>Dennis Weißert ist als Hunter voller Energie, oft im Kopf unterwegs, kommt mit den schnellen, abwechslungsreichen Songs hervorragend zurecht und gibt einen wunderbaren Kreativpartner von Alexander Soehnle. Dieser gibt den rationaleren , manchmal etwas pessimistischen Komponisten sehr glaubwürdig. Seine Rechnung, dass man den Zuschauern, die 90 US Dollar für eine 90-minütige Show bezahlen, in jeder Minute was richtig Gutes für ihr Geld geben sollte, ist bestechend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2021 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/08/titel-der-show_Prio-1_SONG-NUMMER-EINS-Franziska-Kuropka-Dennis-Weißert-Alexander-Soehnle-Annika-Henz-Photo-Sven-Serkis-©-titel-der-show.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Franziska Kuropka kann ihren rauen Charme und die ihr eigene freche Schnauze als Susan hervorragend einsetzen. Dass sich hinter dieser harten Schale aber auch ein weicher Kern verbirgt, bringt sie ebenso glaubwürdig über die Rampe. Heidi wiederum wirkt nur scheinbar wie etwas Besseres. Annika Henz liefert das beste musicaldarstellerische Gesamtpaket ab und füllt diese Rolle damit perfekt aus.</p>
<p>Nicht vergessen sollte man Damian Omansen, der als mehr oder weniger schweigsamer Pianist Larry zu jeder Zeit Teil des Bühnengeschehens ist.</p>
<p>Was diese Show besonders sehenswert macht, ist der fühlbare Spaß, den die vier Künstler auf der Bühne haben. Sie harmonieren schlichtweg perfekt und lassen die Geschichte von Bell und Bowen dadurch absolut authentisch erscheinen.</p>
<p>Stellt sich die Frage, ob [titel der show] auch ein größeres Publikum abseits der kleinen, eingeschworenen Musicalwelt anspricht. Die unzähligen Bezüge zur amerikanischen Musicalindustrie sind beachtlich. Und auch das Thema – die Entstehung eines Musicals – interessiert vielleicht nicht die breite Masse. Doch jeder, der kurzweilige Unterhaltung und sympathische Charaktere mit hohem Identifikationspotential mag, ist hier goldrichtig. Den Wortwitz der englischen Sprache hat Robin Kulisch mit spitzem Bleistift und viel Sprachgefühl ins Deutsche übertragen, auch wenn er sicherlich an einigen Stellen an seine Grenzen kam („Nine people’s favorite thing“). Dass man sich bei Bowens Kompositionen, die mal swinging, mal jazzig, mal poppig und mal „klassisch“ musicalesque daherkommen, nicht selten beim Mitwippen ertappt, spricht ebenfalls sehr für dieses Musical.</p>
<p>Die Spielzeit in Berlin war kurz, aber eindrücklich. Einmal mehr muss man ausdrücklich bedauern, dass sich in Deutschland keine Off-Szene etablieren konnte, die solchen Stücken Raum bietet. Dem Kreativteam ist sehr zu wünschen, dass [titel der show] schon bald in Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet oder auch Wien auf die Bühne gebracht wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Admiralspalast, Berlin</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 25. April 2017</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Franziska Kuropka, Annika Henz, Dennis Weißert, Alexander Soehnle, Damian Omansen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Jeff Bowen / Robin Kulisch</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Sven Serkis<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Creators-Finale 2015</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/creators-finale-2015/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2015 14:06:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Creators-Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Oktober 2015 konnten die fünf Finalisten aus den Vorrunden eins, zwei und drei endlich ihre einstündigen Wettbewerbsbeiträge zeigen. Im Publikum saß neben zahlreich vertretenen Fans und Musicalbegeisterten natürlich auch die Fachjury. Die Finalisten waren musikalisch und inhaltich sehr verschieden. Das beweist einmal mehr die Vielseitigkeit des Genres Musical. Von erwachsensenem Musiktheater, über satirisch-komische Revuen ...</p>
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<div class="tinyText">Im Oktober 2015 konnten die fünf Finalisten aus den Vorrunden eins, zwei und drei endlich ihre einstündigen Wettbewerbsbeiträge zeigen. Im Publikum saß neben zahlreich vertretenen Fans und Musicalbegeisterten natürlich auch die Fachjury.</div>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die Finalisten waren musikalisch und inhaltich sehr verschieden. Das beweist einmal mehr die Vielseitigkeit des Genres Musical. Von erwachsensenem Musiktheater, über satirisch-komische Revuen bis hin zum Familienmusical &#8211; in diesem Finale war alles vertreten.</p>
<h3 class="Body">Die Finalisten</h3>
<ul>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">„Immer der Nase nach“ von Harald Buresch (Libretto) und Jörg Hilger (Musik)</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">„Älter“ von Robin Kulisch  (Buch &amp; Liedtexte) und Philipp Gras (Musik)</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="Title">„Zzaun!“ von Tilmann von Blomberg (Buch) und Alexander Kuchinka (Musik &amp; Songtexte)</p>
</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_670_104">
<div class="style_2">
<ul>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">„Made in Germany“ von Kevin Schröder (Buch &amp; Liedtexte) und Marc Seitz (Musik)</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Tresenkönigin“ von Konrad Lorenz (Buch) und dem Trio Hafennacht (Musik)</p>
</li>
</ul>
<h3 class="paragraph_style_1" style="text-align: center;">Als Gewinner wählte die Fachjury „Zzaun!“</h3>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_2738">
<div class="style_2">
<h2 class="Body">Das Finale 2015</h2>
<p class="Body">Am 12. und 13. Oktober 2015 war es soweit: Im Hamburger Schmidt Theater fand das Finale des ersten Wettbewerbs für Musicalautoren und -komponisten statt.</p>
<p class="Body">Die fünf Finalisten hatten nach den Vorentscheiden vom Schmidt’s Tivoli jeweils 10.000 Euro erhalten, mit denen sie aus ihren 20-minütigen Kurzpräsentationen einstündige Bühnenfassungen ihres Musicals erschaffen konnten. Zudem hatte Juror Florian Vogel (bis 2013 Künstlerischer Leiter des Schauspielhauses Hamburg) mit jedem noch dramaturgisch an den Finalbeiträgen gearbeitet.</p>
<p class="Body">Die Jury war zu diesem Ereignis natürlich fast vollständig anwesend. Einzig der Jury-Vorsitzende Helmut Baumann fehlte, da er an den beiden Finaltagen der „Creators“ ein Engagement an einem anderen Theater hatte.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Immer der Nase nach</h3>
<p class="Body">Den Anfang machte das Familienmusical „Immer der Nase nach“. Dieses „etwas andere Märchenmusical“ hatte schon im Vorentscheid das Publikum begeistert. Auch diesmal war eine große Fangemeinde vertreten, die jede Szene und jeden Witz lautstark beklatschte. Die Leistung der zehn Darsteller war überzeugend. Insbesondere Iris Schumacher als Märchentante, Frank Winkels als Zauberer Bubu, Martina Lechner als Prinzessin mit der langen Nase und Raphaela Groß-Fengels als Hexe „Wilde Hilde“ schienen ihre Rollen für diese zusammenfassende Vorstellung bereits vollständig ausgearbeitet zu haben. Sie wirkten authentisch und man konnte sich gut vorstellen, wie ihr Spiel bei einem jungen Publikum ankommen würde.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-948 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Immer der Nase nach&quot; vonJörg Hilger und Harald Buresch), aufgenommen am 12. Oktober 2015 während des Finales zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Immer_der_Nase_nach_01-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Musikalisch erinnern Jörg Hilgers Kompositionen oft an Stephen Schwartz’ „Wicked“, hierzu zählen bspw. auch „Wie passt man sich an?“ und „Ich schaff das“. Schwungvoll und gefällig entwickeln sich die Melodien in dieser einen Stunde. Songs wie „Fein und famos“, von den ansonsten eher fragwürdigen Figuren des Zwergs und des Riesen, sind ganz klar auf Kinder abgestimmt, denen Mitmachen, Mitklatschen und Mittanzen im Theater Freude bereitet. Auch die Choreographien (Sven Niemeyer) sind dynamisch und vom angestrebten jungen Zielpublikum sicherlich gut zu konsumieren.</div>
<p class="Body">Harald Buresch hat Songtexte geschrieben, die weder positiv noch negativ auffallen. Dafür sind die erdachten Figuren, welche die altbekannte Märchenwelt nach bester Disney-Manier, inklusive deutlicher „Moral von der Geschichte“ („Zeig deine Nase“) und entsprechendem Lernpotential, auf den Kopf stellen, schön exzentrisch (Wilde Hilde), nervtötend (die bösen Stiefschwestern Babette und Janette), herzensgut (Prinzessin) oder einfach nur liebenswert wie Bubu und der König.</p>
<p class="Body">Die Autoren bezeichnen ihr Werk als humorvolles Musical über Selbstachtung, gegenseitigen Respekt und ungewöhnliche Freundschaften. Das Buch hat jedoch noch einige Schwächen. Beispielsweise wird in der einstündigen Fassung nicht deutlich wie die verschiedenen Charaktere zusammenhängen. Auch die Aufgabe von Prinz Pupsi bleibt unklar. Die im „Creators“-Finale gezeigte Handlung als solche bringt diese Figur zumindest nicht voran. Zudem scheint die Story sehr vorhersehbar und man vermisst den Überraschungseffekt.</p>
<h2 class="Body" style="text-align: center;">Älter</h2>
<p class="Body">Startnummer 2 war „Älter“, ein Stück, in dem das Thema Älterwerden am Beispiel einer exemplarischen Familie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Rechts auf der Bühne spielte die sechsköpfige Band, während links davon die sechs Darsteller mithilfe von Pappkartons ihre verschiedenen Szenen umrahmen. Anhand verschiedener Stereotype werden die perfekte, aufopferungsvolle Mutter Hannelore, ihr Ehemann Arno, der verzweifelt nach dem Paar sucht, dass sie einmal waren, sowie dessen unabhängige, erfolgreiche, vermeintlich glückliche Single-Schwester Elke dargestellt. Die jüngere Generation bilden Hannelores und Arnos Tochter Annika, die mit ihrer Schwangerschaft und der plötzlichen Hochzeit überfordert ist, ihr Verlobter Sven, der mit seinem Kopf nur bei der Arbeit ist und ihr Bruder Chris, der mit seinem Leben noch so gar nichts anzufangen weiß und sein Heil im Auszug und Studium sucht. Eine ganz normale Familie also, mit der sich viele Zuschauer auf die ein oder andere Weise identifizieren können.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-952 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-400x266.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Älter&quot; von Robin Kulisch und Philipp Gras, aufgenommen am 12. Oktober 2015 während des Finales zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Aelter_01-1024x681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Philipp Gras’ Kompositionen klingen stark nach Jason Robert Brown. Die Musiker intonieren die abwechslungsreichen Melodien akkurat und bewältigen die Tempowechsel mit Bravour. Genau so klingen Musicals im 21. Jahrhundert.</div>
<p class="Body">Woran es diesem Finalisten mangelt, ist die Struktur: Die bewusst geplante, lose Aneinanderreihung von Szenen führt vielfach zu Verwirrung. Mit rotem Faden und durchgehender Handlung wäre diese Stück für die Zuschauer deutlich besser zu verarbeiten. Die sechs Charaktere müssen sehr stark besetzt sein, was in diesem Fall besonders bei Hannelore, Elke, Annika und Chris gelungen ist: Iris Schumacher steht als perfekte Mutter auf der Bühne. Wenn sie am Schluss in Tränen aufgelöst fragt (bzw. singt), ob es nicht reicht zufrieden statt glücklich zu sein, haben auch viele Zuschauer einen Kloß im Hals. Franziska Becker gibt die energiegeladene, etwas zu kumpelhaft verständnisvolle coole Tante genauso glaubwürdig wie die von allen missverstandene, in Wahrheit einsame Schwägerin. Die Auseinandersetzung der beiden Schwägerinnen ist dank dieser beiden starken Schauspielerinnen sehr intensiv. Franziska Kuropka geht als Annika sehr hart mit sich und der Welt ins Gericht. Als Chris ihr Rotwein über das Hochzeitskleid schüttet und sie daraufhin komplett ausflippt, erntet sie viele wissende Seufzer im Publikum. Jonas Hein übernahm den Part des flügge werdenden Sohns Chris. Er wird den anspruchsvollen Kompositionen („Hallo Welt!“, „Was bleibt?“) durchweg gerecht und kann die Zweifel und Ängste eines Twens gut über die Rampe bringen.</p>
<p class="Body">Die Authentizität von „Älter“ steht und fällt mit Darstellern die sowohl schauspielerisch als auch gesanglich auf höchstem Niveau agieren: Kulisch hat schnelle, spitze Dialoge geschrieben, die höchste Aufmerksamkeit erfordern. Gleiches gilt für die Songtexte – auch hier muss der Zuschauer zuhören, um nichts zu verpassen. „Älter“ ist intelligentes Musiktheater für Erwachsene.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Zzaun!</h3>
<p class="Body">Der letzte Teilnehmer am ersten Finaltag war „Zzaun!“. Das Nachbarschaftsmusical spielt ebenfalls mit alltäglichen Gegebenheiten. In diesem Fall ist es jedoch nicht der sprichwörtliche Apfel aus Nachbars Garten, der zum Eklat führt, sondern eine abgebrochene Zaunspitze. Die Autoren möchten mit „Zzaun!“ auf satirische Art das vielbeschworene Harmoniebedürfnis von uns allen aufs Korn nehmen und gelangen von einem vermeintlich belanglosen Nachbarschaftsstreit zu einer Krise globalen Ausmaßes.</p>
<p class="Body">Begleitet von fünf Musikern auf der linken Seite der Bühne nehmen die sieben Sängerinnen und Sänger mit ihren Notenbüchern hintern einem langen Tisch Platz. Dahinter bleiben sie leider auch während der gesamten Stunde sitzen bzw. stehen. Nach der ansprechenden Kurzpräsentation im Frühjahr war dieses Setting etwas enttäuschend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-118" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Zzaun-300x200.jpg" alt="Das Ensemble des Musicals &quot;Zaunn!&quot; von Tilmann von Blomberg und Alexander Kuchinka, aufgenommen am 12. Oktober 2015 während des Finales zum Wettbewerb &quot;CREATORS - Neue Musicals braucht das Land&quot; im Schmidt Theater in Hamburg © Oliver Fantitsch, PF 201723, D-20207 HH, Deutschland, Tel: 040/562448, Tel: 0163/5405849, oliver@fantitsch.de, F i n a n z a m t H a m b u r g - H a n s a, UST-ID: DE118809982,  ---Weitere Bilder im Internetarchiv unter www.fantitsch.de recherchierbar---" width="350" height="233" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Zzaun-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Creators_Zzaun.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
<p class="Body">Komponist Kuchinka betont, dass er ganz bewusst auf eine durchkomponierte, musikalische Struktur verzichtet. Das erklärt Wiederholungen von Sprechgesängen (hervorragend: Kuchinka als Zaun Müller mit dem gleichnamigen Song) und die vermeintliche bunte Stilmischung, die in keine Schublade passen mag. Einige Stücke sind eindeutig zu lang im Vergleich zu ihrer Aussage, doch hieran kann das Kreativteam sicherlich noch feilen.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Made in Germany</h3>
<p class="Body">Den zweiten Tag eröffnete „Made in Germany“: Die Bundeswehr sucht mittels Casting („Deutschland sucht den Supersoldaten“) nach Nachwuchs, den sie dann nach Nirvanistan in den Einsatz schickt. Der Rekrut Elvis Schmidt wird ausgewählt und trifft vor Ort auf Sandalfisten und Schuhiten. Er verbündet sich mit der lokalen Bevölkerung (Lachma und dessen Schwester Shisha), verschenkt Bundeswehr-Waffen an die Nirvanen und ermöglicht ihnen so ein besseres Leben.</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-950 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-400x254.jpg" alt="Creators Wettbewerb &quot;Made in Germany&quot;, am 13.10.2015 im Hamburger Schmidts Theater." width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Made_in_Germany_06-1024x650.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Made in Germany“ ist so abstrus, dass es von Beginn an polarisiert. Man fragt sich in nahezu jeder Szene: Wollen die Autoren provozieren oder haben sie auch eine Botschaft? Wollen sie sich lustig machen oder gibt es einen fundierten Hintergrund für ihr Thema? Kevin Schröder und Marc Seitz bewegen sich mit ihrem Stück am Rand des guten Humors. Dialoge und Buch sind nicht bissig genug, um wirklich in der Tradition von „The Book of Mormons“ zu stehen. Es besteht oft die Gefahr der Oberflächlichkeit und des Fremdschämens für vermeintlich unangebrachtes Herziehen über Klischees, die in den Medien über arabische Einsatzgebiete deutscher Soldaten kolportiert werden.</div>
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<p class="Body">Das zehnköpfige Ensemble besticht durch viel Energie. Die Choreographien (mit entwickelt von Alex Balga) sind durchdacht und mitreißend. Szenische Einfälle wie der „Fliegende Teppich“ aus einem Tarnnetz sind pfiffig. Zu viele Songs, die sich um das Thema Sex drehen („Sexy Time“, „Sei kein Schaf“), wirken dagegen etwas plump. Herausragend ist Kerstin-Marie Mäkelburg, die als gestrenge Staatssekretärin Heckler-Koch nach „ganz oben“ will.</p>
<p class="Body">Das Stück kippt vollends als plötzlich Drachentöter und Superheld Siegfried dem Nachwuchshelden Elvis Tipps zur Lösung seines Problems geben will. „Made in Germany“ scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein, hat aber viel unterhaltsames Potential. Herzu zählen auch die poppig-rockigen Musiknummern von Seitz, die im Gegensatz zur deprimierenden Kriegsumgebung stehen.</p>
<h3 class="Body" style="text-align: center;">Tresenkönigin</h3>
<p class="Body">Der letzte Finalist, „Tresenkönigin“, gewann schon in den Vorentscheiden viele Herzen. Das lag nicht nur an den wunderbaren melancholischen Melodien des Trio Hafennacht, die perfekt zur Handlung in einer Hamburger Hafenkneipe passten. Auch die resolute Wirtin Tante Hermine und die draufgängerischen Jungs, die ihre ersten sexuellen Erlebnisse beim Bier in der „Kuhwerder Fähre“ besprechen, zeugten von einem hohen Grad an Authentizität.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-951 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-400x267.jpg" alt="Creators Wettbewerb &quot;Tresenkönigin&quot;, am 13.10.2015 im Hamburger Schmidts Theater." width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2015/10/CREATORS_Finale_Tresenkoenigin_03-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Neben dem Trio Hafennacht waren sieben Darsteller auf der Bühne zu sehen. Zudem führte Autor Konrad Lorenz selbst in die verschiedenen szenischen Abschnitte ein.  Auffällig war, dass die meisten Darsteller aus der „Schmidt-Familie“ stammten und auch die Regie (Hans B. Goetzfried) von hauseigenem Personal geführt wurde. Sollte es hier schon einen heimlichen Favoriten geben?</div>
<p class="Body">Leider konnte die „Tresenkönigin“ in der längeren Fassung nicht überzeugen. Die Szenen waren zu lang, die Songs zu langatmig und so gut und intensiv die einzelnen Szenen auch waren, ein unterhaltsames Musical stellten sich viele anders vor. Die Dialoge waren vielfach zu getragen und wirkten aufgesetzt. Auch der unbestreitbare Hamburger Lokalkolorit konnte nicht so überzeugen, wie in der Kurzfassung. Vielleicht lag es daran, dass das Publikum nach vier einstündigen Präsentationen gesättigt war. Sicherlich spielte auch eine Rolle, dass „Tresenkönigin“ die gesetzten 60 Minuten um fast die Hälfte überzogen hat – der Funke wollte trotz mitklatschtauglicher Melodien nicht überspringen.</p>
<p class="Body">Die Jury hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und gründlich alle Vorzüge und Verbesserungspotentiale der Kandidaten diskutiert. Bei der Vielseitigkeit der eingereichten Beiträge war ein einstimmiges Ergebnis nicht zu erzielen und sicherlich auch nicht erwartet worden.</p>
<p class="Body">Schlussendlich hat mit „Zzaun!“ der Finalist gewonnen, der in den Augen der Fachjury die größte Chance hat, bald an einem Theater im deutschsprachigen Raum aufgeführt zu werden.</p>
<p class="Body">Genauso wie alle anderen Finalisten auch, bekommt das Kreativteam von „Zzaun“ umfangreiche Materialien (professionelles Video- und Fotomaterial ihres einstündigen Beitrags), mit denen sie ihr Stück passenden Theatern vorstellen können. Damit ist der Grundstein gelegt, den Weg gehen müssen die Autoren und Komponisten jedoch selbst.</p>
<p class="Body">Nichtsdestoweniger betonte die Jury bei der Preisverleihung, dass keines der Finalstücke schon vollständige Bühnenreife hätte. An jedem der Stücke muss noch gefeilt werden: Sei es am Buch, an den Dialogen oder der Komposition. Doch was die Jury ebenfalls unisono anerkennend und begeistert feststellte, war, dass es auch in unseren Breitengraden zahlreiche Autoren und Komponisten gibt, die das Talent haben, großartige Musiktheaterstücke zu schreiben. Beseelt von dieser Erkenntnis zeigte sich die Jury zuversichtlich, dass sicherlich einige Stücke aus dem „Creators“-Wettbewerb ihren Weg auf eine deutschsprachige Bühne finden werden.</p>
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<div>Zum Schluss verkündeten Norbert Aust und Corny Littmann noch, dass dies erst der Anfang war und bereits 2017 ein weiterer „Creators“-Wettbewerb stattfinden wird. Der Einsendeschluss hierfür ist der 30. November 2016. Bei der Vielfalt, die wir in diesem Jahr schon erleben durften, dürfen wir alle – Jury wie Publikum – gespannt sein, was sich die überaus kreativen Musicalautoren und -komponisten dieses Landes für die nächste Runde einfallen lassen.</div>
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<p class="paragraph_style_2" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_75">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Theater:</strong> </span>Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Finale:</strong> </span>12. und 13. Oktober 2015<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span> </strong>Oliver Fantitsch / Markus Scholz</span></div>
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