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	<title>Raphaela Groß-Fengels-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Raphaela Groß-Fengels-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Schenkelklopf-Humor in bester „Lümmel“-Manier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2018 18:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Burkhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelos Sargantzo]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Kähe holt die Kuh vom Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Taylor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass William Danne ein Händchen für skurrile Charaktere hat, die einen wahlweise an Dieter Hallervorden oder die „Lümmel von der ersten Bank“ erinnern, ist dem Publikum der Hamburger Schmidt-Theater-Familie schon seit Jahren bekannt. Mit Freude erinnert man sich an „Schmidt in Love“ (2009), eine Revue in der welcher der gebürtige Sauerländer sein Händchen für Pointen, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass William Danne ein Händchen für skurrile Charaktere hat, die einen wahlweise an Dieter Hallervorden oder die „Lümmel von der ersten Bank“ erinnern, ist dem Publikum der Hamburger Schmidt-Theater-Familie schon seit Jahren bekannt. Mit Freude erinnert man sich an „Schmidt in Love“ (2009), eine Revue in der welcher der gebürtige Sauerländer sein Händchen für Pointen, Comedy und Gesang schon kurz nach seiner Ausbildung nachdrücklich unter Beweis stellte.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2310 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_1_550px-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_1_550px-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_1_550px.jpg 550w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mit „Käthe holt die Kuh vom Eis“ bringt er nun seine Liebeserklärung an das bauernhöfische Leben im Sauerland, eingebettet in eine abstruse Handlung mit liebenswert-schrillen Charakteren, in Hamburg zur Aufführung. Die Hauptrolle der verzweifelt-vertrottelten Bäuerin Käthe hat er sich selbst auf den Leib geschrieben. Etwas weltfremd, aber mit reichlich sprichwörtlicher Bauernschläue ausgestattet, unternimmt Käthe einen letzten Versuch, der unausweichlichen Zwangspfändung zu entgehen, indem sie gestressten und überspannten Großstädtern ein paar Tage echtes Landleben mit Ausmisten, Melken und jeder Menge Landluft anbietet.</p>
<p>Zunächst taucht der Berliner Rascal auf, dem sein Vater zwei Wochen in Kuhschitt-Hagen (ja, so heißt das Dorf, in dem Käthe lebt) verordnet hat, um den wankelmütigen Studienabbrecher auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, ihm die Flausen auszutreiben und ihn dazu zu bringen, sich endlich einen richtigen Job zu suchen.</p>
<p>Wenig später erscheint die überdrehte Kindergärtnerin Leonie, die dringend Abstand von den schon fast extremistischen veganen Müttern ihrer Schützlinge braucht. Dass die schräge Blondine selbst nicht das hellste Licht auf der Torte ist, macht diese Figur nur umso amüsanter.</p>
<p>Es folgt Jürgen, der sich in der sauerländischen Einöde vor seinen offenbar zahlreichen Gespielinnen versteckt. Doch sein unablässig klingelndes Handy und seine Fixierung auf alles Sexuelle zeigen auf, dass ihm die Gunst der Damen im allgemeinen alles andere als unrecht ist.</p>
<p>Komplettiert wird die ungewöhnliche Land-WG durch „die freche Vivian“, eine Gerichtsvollzieherin, die insgeheim von einer Karriere als Sängerin träumt (was ihr Umfeld jedoch wenig gutheißen würde).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2308 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_6_550px-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_6_550px-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_6_550px.jpg 550w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Aufeinandertreffen dieser so unterschiedlichen Charaktere wird mit jeder Menge Kalauern, Missverständnissen und Musik zu einem wahren Feuerwerk der Unterhaltung.</p>
<p>Leonie, die zum Gassenhauer „Heidi“ alle 423 Schafe im Publikum begrüßt und sich über kopulierende Keiler freut, hat die Lacher sofort auf ihrer Seite. Dass sie die Herausforderung eine Kaffeemühle zu bedienen auch mit Rascals Hilfe nicht meistert, ist zu putzig. Ihr Kennenlernen mündet in dem Duett „Heile Welt“, in dem Rascal pauschal gegen alles anstinkt und Leonie versucht, ihn von ihrem überschwänglichen Optimismus zu überzeugen. Dies gelingt ihr erst, als er die frische Milch trinkt und seine Laktoseintoleranz dazu führt, dass die Welt für ihn plötzlich rosarot wird.</p>
<p>Die beiden finden den Pfändungsbescheid und stellen Käthe zur Rede. Deren Patentlösung für alles („Immer wenn ich traurig bin, trink ich einen Korn“) wird umgehend vom Publikum lauthals mitgesungen. So trashig diese Szenerie daher kommt, so gut fühlt sich das Publikum unterhalten.</p>
<p>Gemeinsam mit dem unangenehm aufdringlichen Wiener Schmalzbubi Jürgen (mit Quakstimme und Vokuhila-Frisur) überlegen die drei, wie sie Käthes Hof retten können. Den Geistesblitz hat Leonie: „Es gibt keine veganen Märchen!“</p>
<p>Prompt beschließen sie, „Rotkäppchen“ als „Rotkäthchen“ in einer veganen Fassung für YouTube zu drehen und mit den Werbeeinnahmen Käthes Probleme auf einen Schlag zu lösen.</p>
<p>Es folgen aberwitzige Dialoge und jede Menge Situationskomik. Kurz vor der Pause wird das Publikum mit dem „Ententanz“ noch aktiv in das Geschehen mit einbezogen, bevor Fräulein Rottenmeier in Form der zunächst nicht als solche erkannten Gerichtsvollzieherin Vivian die Bühne betritt.</p>
<p>Im zweiten Akt geht es ähnlich skurril weiter. Ein Schenkelklopfer jagt den nächsten, das Publikum johlt. „Die freche Vivian“ verarbeitet ihre Betriebsfeier-Schmach mit einem entsprechenden Auftritt im „Rotkäthchen“-Video und kann (oder will?) sich den Avancen von Jürgen irgendwann nicht mehr widersetzen, der sich sprichwörtlich auf die prüde Beamtin stürzt, nachdem er endlich einsieht, dass Leonie sich in Rascal verguckt hat.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2307 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_4_550px-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_4_550px-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/KaetheHoltDieKuhVomEis_c_mmacm_4_550px.jpg 550w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Natürlich wird das schräge vegane Märchen ein viraler Hit und Käthe kann sich vor Anfragen nicht mehr retten. Ende gut, alles gut! Genauso muss es doch sein, oder?</p>
<p>Die Darsteller haben allesamt sichtlich Freude an diesem Stück. William Dannes sauerländische Wurzeln hört man sehr deutlich und seine Interpretation der schrulligen Bäuerin ist herausragend. Evangelos Sargantzo gibt den ziellosen Großstadt-Twen sehr überzeugend und kann auch dessen sanfte Seiten gut herausarbeiten. Katrin Taylor hat als durchgeknallte Erzieherin eine sehr dankbare Rolle und füllt diese in jeder Sekunde aus. Ihre zuckersüße, tumbe und leicht nervige Mischung kommt bei den Zuschauern sehr gut an. Der schnöselige Frauenheld Jürgen geht Johann Anzenberger sehr leicht von der Hand. Er ist in Optik und Auftreten ein echter Antimann und erinnert sicherlich nicht zufällig an den Hausmeister aus den „Lümmel-Filmen“. Dass „Pig-Woman“ alias „die freche Vivian“ alias Raphaela Groß-Fengels auf diesen windigen Wiener abfährt, komplettiert die absonderlichen Zufälle dieser Show.</p>
<p>William Danne zeichnet neben dem Buch auch für die Regie verantwortlich und hat hier einen sehr guten Job gemacht, denn so schräg die Protagonisten auch sein mögen, sie sind dennoch glaubwürdig. Neben bekannten Mitklatsch-Hits hat Christian Burkhardt mit „Komm zu Käthe“ und „In dieser heilen Welt“ zwei Songs für dieses Musical komponiert, die ansteckend sind und sich perfekt in das Gesamtkonzept einfügen.</p>
<p>„Käthe holt die Kuh vom Eis“ ist unterhaltsames Boulevard-Theater, von dem es heutzutage immer weniger gibt. Die Begeisterung des Publikums zeigt ganz klar, dass es hiervon nie genug geben kann.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 30. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>William Danne, Evangelos Sargantzo, Katrin Taylor, Johann Anzenberger, Raphaela Groß-Fengels</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> William Danne / Christian Burkhardt</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></div>
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		<title>Ein Muss für jeden Beziehungsmuffel!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-muss-fuer-jeden-beziehungsmuffel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 10:41:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegende Bauten]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe meine Frau]]></category>
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		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind seit Jahren mit demselben Partner liiert &#8211; oder gar verheiratet? Eigentlich ist auch alles okay, aber ein bisschen Abwechslung &#8211; vor allem im Bett &#8211; wäre doch mal ganz schön? Partnertausch mit den besten Freunden &#8211; dann bleibt es ja quasi in der Familie? Passen Sie auf, was Sie sich wünschen &#8211; es ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Sie sind seit Jahren mit demselben Partner liiert &#8211; oder gar verheiratet? Eigentlich ist auch alles okay, aber ein bisschen Abwechslung &#8211; vor allem im Bett &#8211; wäre doch mal ganz schön? Partnertausch mit den besten Freunden &#8211; dann bleibt es ja quasi in der Familie?</p>
<p class="Body">Passen Sie auf, was Sie sich wünschen &#8211; es könnte in Erfüllung gehen!</p>
<p class="Body">Wolle überzeugt Erwin in einer Bierlaune davon, seine Frau Cleo zu einem flotten Dreier zu überreden.. Cleo willigt ein. Das ganze soll im Rahmen des alljährlichen Weihnachtsessens stattfinden.</p>
<p class="Body">Aber irgendwie hatte Cleo sich das anders vorgestellt als Erwin und Wolle hatte eh was ganz anderes im Hinterkopf. Und als dann noch Wolles Frau Monika mitmischt, endet das Weihnachtsessen im Desaster&#8230; Die Paare sind zerstritten, die Freundschaften untereinander haben einen tiefen Knacks bekommen und wie es weitergehen soll, weiß keiner der vier Protagonisten.</p>
<p class="Body">Und dennoch ist diese Musicalkomödie wunderbar geeignet, um allen &#8211; Paaren wie Singles &#8211; den Spiegel vorzuhalten. Unfreiwillige Situationskomik &#8211; wie bspw. fliegender Kartoffelbrei &#8211; machen jeden Abend individuell und fordert den vier Darstellern eine Menge Selbstbeherrschung ab!</p>
<p class="Body">Cleo (gespielt von Raphaela Groß-Fengels) ist wunderbar zickig. Natasha Hill gibt die leicht prüde Monika absolut überzeugend. Nik Breidenbach stellt als Wolle einmal mehr sein komödiantisches Talent unter Beweis und Mickey Petersson besticht als liebenswerter Tolpatsch und Teddybär. In jedem Charakter sind Facetten versteckt, in denen sich der Zuschauer wiedererkennt.</p>
<p class="Body">Von diesen Musical-Perlen möchten wir in Hamburg gern viel mehr sehen!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Fliegende Bauten, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>12. Mai 2010</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nik Breidenbach, Raphaela Groß-Fengels, Natasha Hill, Mickey Petersson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Cy Coleman / Lutz E. Seelig<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Fliegende Bauten, Hamburg<br />
</span></div>
</div>
</div>
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		<title>Endlich Off-Broadway in Deutschland!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/endlich-off-broadway-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 11:56:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Café Keese]]></category>
		<category><![CDATA[Cy Coleman]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe meine Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Lutz E. Seelig]]></category>
		<category><![CDATA[Mickey Petersson]]></category>
		<category><![CDATA[Natascha Hill]]></category>
		<category><![CDATA[Raphaela Groß-Fengels]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit „Ich liebe meine Frau“ feierte am 13. April ein Cy Coleman Stück im Hamburger Café Keese seine Deutschlandpremiere, dass von 1977-1979 sehr erfolgreich am Off-Broadway lief. Der Erfolg lässt sich durch die gewohnt mitreißenden Kompositionen Colemans und die wundervoll selbstironische Handlung leicht nachvollziehen. „I love my wife“ hielt schon Ende der 70er dem Publikum ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mit „Ich liebe meine Frau“ feierte am 13. April ein Cy Coleman Stück im Hamburger Café Keese seine Deutschlandpremiere, dass von 1977-1979 sehr erfolgreich am Off-Broadway lief. Der Erfolg lässt sich durch die gewohnt mitreißenden Kompositionen Colemans und die wundervoll selbstironische Handlung leicht nachvollziehen. „I love my wife“ hielt schon Ende der 70er dem Publikum den Spiegel vor – daran hat sich auch 30 Jahre später nichts geändert: Sind wir wirklich soviel offener und experimentierfreudiger in Sachen Partnerschaft und Beziehung als vor der sexuellen Revolution? Oder sind nicht vielleicht doch noch genauso bieder und spießig wie unsere Eltern / Großeltern? Genau diesen Fragen geht „Ich liebe meine Frau“ auf den Grund.</p>
<p class="Body">Im Mittelpunkt stehen zwei seit der Schulzeit befreundete Paare, die in ihrem Ehealltag gar nicht so unglücklich sind, denen jedoch der gewisse Kick fehlt. Während sich Cleo (Raphaela Groß-Fengels) und Monika (Natascha Hill) in Shoppingexzessen und dem neuesten Klatsch und Tratsch ergehen, entspinnt sch in den Hirnen ihrer Gatten (Detlef Leistenschneider als Wolle und Mickey Petersson als Erwin) die Vorstellung einer Ménage-à-Trois. Treibende Kraft hierbei ist Wolle, dem sein Sexualleben augenscheinlich schon länger etwas zu öde ist. Erwin lässt sich überzeugen und schlägt seiner Frau Cleo vor, ihr bis dahin glückliches, aber normales, Sexualleben aufregender zu gestalten. Er hat sich auch genau überlegt, wer die dritte Person sein soll: Monika, Wolles Frau. Doch Cleo hat so ihre eigenen Vorstellungen und würde sich lieber Wolle als zusätzlichen Partner ins Bett einladen. Das passt Erwin natürlich so gar nicht, aber nach einigem Hin und Her einigt man sich mit Wolle auf einen Vierer am Heiligen Abend. Allerdings hat niemand Monika über dieses Vorhaben informiert. Die Katastrophe ist vorprogrammiert: Monika ist beleidigt als ihre Kochkünste nicht gewürdigt werden, Wolle würde Cleo am liebsten sofort flachlegen, Erwin wird die Situation von Minute zu Minute mulmiger, und doch reizt in ein Techtelmechtel mit Monika sehr. Ein turbulentes Vom-Wohnzimmer-durchs-Schlafzimmer-Getobe beginnt, zwischendurch entledigen sich die Paar fast gänzlich ihrer Festtagskleidung und das ganze endet – nein, nicht im geplanten, coolen, sexuell erweiternden Vierer, sondern in einer peinlich-berührten Stimmung, in der sich die vier ganz schnell wieder anziehen, Cleo und Erwin nach hause gehen und die vier den Rest der Feiertage und ihres Lebens ganz spießig mit ihren Ehepartner verbringen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_671">
<div class="style_2">
<p class="Body">Obgleich das Stück schon dreißig Jahre auf dem Buckel hat, sprüht es vor Witz und Situationskomik. Da bedarf es sehr viel Gespür, das ganze nicht in Lächerliche abrutschen zu lassen. Leistenschneider und Petersson beweisen dieses auf ganzer Linie. Ob nun Petersson den im Grunde seines Herzen schüchternen und immer wieder zweifelnden Erwin gibt oder Leistenschneider den wollüstigen, vermeintlich experimentierfreudigeren Wolle – beide schenken ihren Charakteren volle Authentizität. Ihre beiden Kolleginnen haben es da etwas schwerer, zumal sich Damen auch grundsätzlich nicht so leicht in die Karten schauen lassen. Aber Raphaela Groß-Fengels zeigt eindrucksvoll, dass die Idee eines Dreiers einen bisher ungekannten Wunsch Cleos zum Ausdruck bringt und Natascha Hill gibt eine wundervoll zickige Monika, die in der Ehe mit Wolle ganz klar die sprichwörtlichen Hosen anhat.</p>
<p class="Body">Alle vier zeigen, dass Musical alles andere als langweilig ist. Die Pointen sitzen und das Publikum hat sicht- und hörbar seine Freude an dieser musikalischen Satire.</p>
<p class="Body">Die vier Darsteller werden von einer vierköpfigen Band unterstützt, die auch geschickt in die Handlung mit eingebaut werden.</p>
<p class="Body">Durch den kompakten Bau des Tanzlokals Café Keese geht akustisch nichts verloren und Colemans Kompositionen kommen in aller Pracht beim Zuschauer an.</p>
<p class="Body">Auch die wenigen Kulissen, die sehr effektvoll eingesetzt werden und so die verschiedenen Szenen immer wieder neu einkleiden, zeigen, dass es nicht immer die 10 Mio. Produktion sein muss, um ansprechend unterhalten zu werden.</p>
<p class="Body">„Ich liebe meine Frau“ sorgt für einen unbeschwerten Abend bei Zuschauern, Künstlern und Kreativen gleichermaßen. Es ist eine Freude zu sehen, dass Regisseur Lutz E. Seelig sich während der Premiere ebenfalls vor Lachen kaum halten konnte.</p>
<p class="Body">Genau so funktioniert Off-Broadway, das macht den Reiz am Musical aus! Es muss nicht immer alles höher, größer, teurer, schneller sein. Mit möglichst wenig Aufwand dem Publikum einen schönen Abend bereiten und dabei als Künstler selbst noch Spaß haben &#8211; was will man mehr? Auch unserer Sicht ganz einfach: Wir wollen davon in Deutschland noch viel mehr sehen!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Café Keese, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>13. April 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Raphaela Groß-Fengels, Natascha Hill, Detlef Leistenschneider, Mickey Petersson</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie</span></strong> <strong>/ <span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Lutz E. Seelig / Cy Coleman<br />
</span></span></div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/endlich-off-broadway-in-deutschland/">Endlich Off-Broadway in Deutschland!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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