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	<title>Olegg Vynnyk-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Olegg Vynnyk-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Olegg Vynnyk: Der Tod gibt sich die Ehre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2005 16:39:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Les Miserables]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Olegg Vynnyk steht seit März als Tod in der Stuttgarter „Elisabeth“-Inszenierung nahezu täglich auf der Bühne des Apollo Theaters. blickpunkt musical traf den sympathischen Ukrainer bei einem Hamburg-Besuch. Michaela Flint: Mit Jean Valjean und dem Tod haben Sie in kurzer Zeit zwei der größten und beliebtesten männlichen Rollen im Musicaltheater übernommen. Olegg Vynnyk: Ja, das ...</p>
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<p class="Body">Olegg Vynnyk steht seit März als Tod in der Stuttgarter „Elisabeth“-Inszenierung nahezu täglich auf der Bühne des Apollo Theaters. blickpunkt musical traf den sympathischen Ukrainer bei einem Hamburg-Besuch.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Jean Valjean und dem Tod haben Sie in kurzer Zeit zwei der größten und beliebtesten männlichen Rollen im Musicaltheater übernommen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ja, das stimmt. Ich kenne niemanden, der erst Jean Valjean gespielt hat und danach den Tod. Bei mir war der Übergang besonders passend, denn am 31. Dezember bin ich das letzte Mal als Jean Valjean gestorben und schon am 2. Januar stand ich für die Proben als Tod auf der Bühne.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Den Tod spielen Sie inzwischen mehr als vier Monate. Hat sich alles eingespielt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ja – ich stehe im Wechsel sechs bzw. sieben Shows pro Woche auf der Bühne, sonst spielen die Cover-Besetzungen. Das Stück ist einfach toll. In dieser Rolle auf der Bühne zu stehen, ist ein bombastisches Gefühl.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die Rolle des Todes in „Elisabeth“ wurde maßgeblich von Uwe Kröger geprägt. Setzen Sie sich mit Ihrem „Vorgänger“ in irgendeiner Weise auseinander?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> </span>Nein, so was habe ich nie gemacht und werde ich nie machen. Das Schlimmste, was man machen kann, ist einen anderen Künstler zu kopieren. Wenn ein Künstler für eine Erstbesetzung ausgewählt wird, dann hat sich das Besetzungs-Team für eben diesen Darsteller bewusst entschieden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich hätte nie gedacht, dass ich Jean Valjean spielen würde, weil ich dafür mit knapp 30 eigentlich viel zu jung war. Bei den Auditions habe ich für Enjolras, den Studentenanführer, vorgesungen. Erst bei den Callbacks habe ich erfahren, dass man mich als Jean Valjean engagieren wollte. Ich glaube, ich war der jüngste Jean Valjean der Welt.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie haben Sie sich auf die doch sehr vielseitige Rolle des Todes vorbereitet?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ich habe mir natürlich die beiden Cast-Alben aus Wien und Essen angehört. Aber viel wichtiger ist, dass man auf der Bühne steht und die Rolle lebt. Das haben Michael Kunze und Sylvester Levay ganz deutlich gemacht.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was macht den Tod Ihrer Meinung nach so faszinierend für Zuschauer und Künstler?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Der Tod ist nicht nur die mystische Figur und der gefährliche Verführer. Vielmehr ist der Tod auf der einen Seite eher ein Briefträger, der schlechte Botschaften überbringt, und auf der anderen Seite ein Casanova. Er tötet niemanden selbst, sondern nimmt nur die Toten mit sich. Der Tod ist sehr intelligent und sieht, dass die Menschen sich ihre Probleme selbst machen. Warum streben alle nach Macht? Sie müssen eh alle sterben. Der Tod selbst ist nie böse, die Menschen sind böse.<br />
Bei „Elisabeth“ kann der Tod sich in all seinen Facetten zeigen: vom verführerischen Liebhaber bis hin zur gefährlichen, mystischen Person.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Der Tod wird optisch als eher androgyne Gestalt dargestellt. Wenn man Ihr Aussehen bei „Les Misérables“ und „Elisabeth“ vergleicht, fällt auf, dass Ihre Muskeln sichtbar geschrumpft sind. Mussten Sie sie abtrainieren?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> Der Tod muss aussehen wie ein perfekter Mensch. Ein bisschen Macho, aber athletisch. Vor „Les Misérables“ habe ich viel Bodybuilding gemacht. Schon damals musste ich mit dem Krafttraining aufhören, da ein durchtrainierter Körper nicht zu meinem Rollenalter von 45-80 Jahren passte. Bei mir geht der Muskelauf- und -abbau zum Glück ganz schnell. Wenn ich jetzt drei Monate trainieren würde, wären alle Muskeln sofort wieder da. Aber es ist nicht so, dass ich gar keinen Sport mehr treibe. Ich halte mich schon fit. Zum Beispiel habe ich im Theater in den Kulissen eine Ecke gefunden, wo ich auch während der Show Klimmzüge machen kann.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was machen Sie, wenn Sie nicht im Apollo Theater sind?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> </span>Ich bin ein Familienmensch und ich bin sehr glücklich, dass meine Frau mit unserem kleinen Sohn nach Stuttgart gezogen ist, obwohl sie auch eine sehr gute Sängerin ist und eigene Engagements haben könnte.<br />
Tagsüber habe ich oft Promotiontermine zu erledigen, aber abends nach der Show sitze ich dann häufig zu Hause vor dem Computer und komponiere oder arrangiere Songs.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Manchmal, wenn ich von einem Termin in einer anderen Stadt zurückkomme und mein Sohn plötzlich sitzen kann oder andere Fortschritte gemacht hat, weiß ich genau, dass ich ohne meine Familie nicht leben könnte. Ich wäre sehr unglücklich, wenn ich für ein längeres Engagement von ihnen getrennt wäre.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Einen eigenen Song haben Sie auf der Gala „Künstler gegen Aids“ im letzten Jahr in Berlin vorgetragen. Sie singen, komponieren, arrangieren – spielen Sie auch selbst ein Instrument?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ja, E-Gitarre spiele ich gut und sehr gern. Und ich den letzten Jahren habe ich auch Klavierspielen gelernt, was sehr beim Arrangieren hilft.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Schreiben Sie die Texte zu Ihren Songs auch selbst und – was vielleicht noch spannender ist: Wird es eine CD mit Ihren eigenen Stücken geben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk:</span></strong> Ich arbeite daran, aber es wird noch ein bisschen dauern. Musikalisch wird es in Richtung rockiger Pop gehen. Aber solange ich die Texte noch nicht auf deutsch fertig habe, sondern nur auf russisch, möchte ich davon nichts veröffentlichen. Die Texte sind mir sehr wichtig. Wenn ich komponiere, schreibe ich das Lied und habe eine Vision, wovon das Lied handelt; manchmal habe ich schon einen Titel.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Seit Jean Valjean kennt man Ihren Namen in Musicaldeutschland. Aber wie sind Sie überhaupt zum Musical gekommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Angefangen hat alles bei John Lehman. Bei einer allgemeinen Audition in den Stella Studios habe ich ihn kennen gelernt und er hat mir angeboten, mit mir an meiner Stimme zu arbeiten. Als ich zu singen begann, war ich eher ein Bass-Bariton. John Lehman hat aus mir einen Tenor gemacht. Ich werde ihm das ganze Leben dankbar sein, dass er diese Stimme aus mir hervorgeholt hat.<br />
Innerhalb von sechs Monaten erreichte ich das hohe C und John Lehman überzeugte mich, bei der Tournee von „Kiss me, Kate“ die Rolle des Lucencio zu übernehmen, um mich stimmlich auszutoben. Im Jahr danach habe ich für den „Glöckner von Notre Dame“ vorgesungen und war dort erst im Ensemble und dann Cover von Phoebus und Clopin. Kurz danach war ich bei „Titanic“ im Ensemble, bevor ich als Jean Valjean engagiert wurde.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Jean Valjean und dem Tod haben Sie zwei sehr anspruchsvolle und unter Ihren Kollegen beliebte Rollen übernommen. Welche anderen Rollen reizen Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Früher habe ich mir oft gewünscht Jekyll&amp;Hyde zu spielen, aber ich würde nicht sagen, dass das meine Traumrolle ist. Jesus Christ Superstar ist eine tolle Rolle, die ich gern mal spielen würde. Und auch Graf von Krolock ist eine spannende Figur. Allerdings müsste ich dafür in einen echten Sarg klettern und bei dem Gedanken schüttelt es mich.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Ihrer Interpretation von Jean Valjean haben Sie Publikum und Kritiker gleichermaßen überzeugt. Wie sieht das beim Tod aus?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Bei „Elisabeth“ gab es auch negative Stimmen, zum Beispiel. zu meinem Bühnen-Make-Up. Ich mag Kritik, aber sie muss sachlich bleiben. Vergleiche mit Kollegen sind nicht gut, denn Künstler sind Individualisten. Es gibt bei jedem Darsteller klare Bilder, keiner kopiert den anderen – das wäre künstlerisch total uninteressant.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>„Elisabeth“ gehört zu den Musicals, die über einen ziemlich großen Fankreis verfügen. Welche Rolle spielen Fans für Ihre Arbeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> </span>Fans gehören dazu – sowohl zu meinem Job als auch zu meinem Leben. Ohne Fans kann es überhaupt nicht funktionieren, egal ob sie nun im Publikum sitzen oder mir Briefe schreiben. Zum Beispiel habe ich einen Brief von einem Mädchen bekommen, das geschrieben hat, dass sie genau weiß, was sie werden will, seitdem sie mich auf der Bühne gesehen hat. Darüber habe ich mich riesig gefreut.<br />
Einer der Jungen, die den kleinen Rudolf in „Elisabeth“ spielen, hat mir ein Bild gemalt und mir gesagt, dass er auch Darsteller werden möchte. In solchen Momenten weiß ich, dass ich nicht nur einen wunderschönen Beruf habe, sondern auch auf meine Leistung ein wenig stolz sein darf. Und wer weiß – vielleicht erzählt eines dieser Kinder irgendwann, dass es wegen mir Musical-Darsteller geworden ist.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß als Tod im Apollo Theater und bedanken uns für dieses offene Gespräch.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Die Kaiserin hält Hof in Stuttgart</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-kaiserin-haelt-hof-in-stuttgart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2005 16:56:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Boerdam]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Gaik]]></category>
		<category><![CDATA[Olegg Vynnyk]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gut eineinhalb Jahre nachdem sich „Elisabeth“ von bundesdeutschen Bühnen verabschiedete – und laut Stage Holding Geschäftsführer Maik Klokow mittelfristig auch nicht wieder dorthin zurückkehren sollte – feierte das weltweit erfolgreiche Musical von Sylvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Text) am 6. März seine Wiederaufnahme im Stuttgarter Apollo Theater. Bis Ende April läuft in Wien parallel ...</p>
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<p class="Body">Gut eineinhalb Jahre nachdem sich „Elisabeth“ von bundesdeutschen Bühnen verabschiedete – und laut Stage Holding Geschäftsführer Maik Klokow mittelfristig auch nicht wieder dorthin zurückkehren sollte – feierte das weltweit erfolgreiche Musical von Sylvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Text) am 6. März seine Wiederaufnahme im Stuttgarter Apollo Theater.</p>
<p class="Body">Bis Ende April läuft in Wien parallel die Jubiläumsproduktion mit Maya Hakvoort in der Titelrolle, Máté Kamarás als Tod und Serkan Kaya als Luigi Lucheni. Ab Mai stehen dann einzig die knapp 40 Künstlerinnen und Künstler der schwäbischen Inszenierung im Mittelpunkt der Berichterstattung. Und genau das haben sie sich auch verdient.</p>
<p class="Body">Das Stück vom Erfolgsteam Levay und Kunze beschreibt die österreichische Kaiserin nicht verkitscht-romantisch wie uns die 50er Jahre Filme von Ernst Marischka Glauben machen wollen, sondern hart und schonungslos, was auch bedeutet, dass Elisabeth teilweise als kalt und herzlos erscheint. Die lebensfrohe bayerische Prinzessin endet nach einem Leben als widerspenstige und starrsinnige Kaiser-Gattin als einsame alte Frau.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1074">
<div class="style_2">
<p class="Body">Diese Rolle erfordert eine große schauspielerische und gesangliche Bandbreite und wurde entscheidend mitgeprägt von Pia Douwes – für viele die einzig wahre Bühnenkaiserin! Aber ihre Stuttgarter Nachfolgerin (mit Essener „Elisabeth“-Erfahrung), Maike Boerdam muss sich hinter ihr nicht verstecken. Sie konnte sich von dem großartigen, sicherlich auch erdrückenden, Vorbild lösen und liefert eine eigene originelle und herzergreifende Interpretation der meist-bewundertsten und zutiefst leidenden Frau des 18. Jahrhunderts. Selbst Pia Douwes kommentierte Boerdams Leistung am Premierenabend nach der Szene in der Nervenklinik („Gar nichts“) mit einem spontanen „Schön!“. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p class="Body">Die Geschichte von Elisabeth wird als Rückblende erzählt. Es ist ihr Mörder, Luigi Lucheni, der dem Publikum das geheimnis-umwitterte Leben dieser einmaligen Frau näher bringt. Der Part des Erzählers beinhaltet eine hohe Kommunikationsfähigkeit, da der Darsteller das Publikum ganz in seinen Bann ziehen muss, um mit dessen Emotionen spielen zu können. Bei der Besetzung dieser Rolle hat man mit Carsten Lepper ebenfalls auf Bewährtes zurückgegriffen. Gemeinsam mit Regisseur und Choreograph Dennis Callahan hat Lepper die Figur des Lucheni weiter entwickelt (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Carsten_Lepper_2005.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=899">Interview</a></span>). Er beherrscht es perfekt, den Elisabeth-Mörder verrückt und allwissend zugleich darzustellen. Im Gegensatz zur Essener Inszenierung ist der Lucheni in Stuttgart jedoch weniger clownesque, sondern wesentlich berechnender und Leppers „neue“ Version von „Kitsch“ trieft nur so vor Sarkasmus und Geringschätzung für die leichtgläubigen Mitbürger Elisabeths.</p>
<p class="Body">Für die geheimnisvoll-düsteren Szenen des Abends ist Olegg Vynnyk in der Rolle des Todes verantwortlich. Es kann keinen Zweifel geben, dass Vynnyk diese ausdrucksstarke Rolle brillant verkörpert. Das Knistern der Anziehung zwischen ihm und der todessüchtigen Elisabeth ist bis in den letzten Reihen des Theatersaals spürbar. Ebenso mystisch wie leidenschaftlich zieht er das Publikum in seine Welt: Fassungslos erleben die Zuschauer, wie der Tod die Kaiserin von Österreich endgültig für sich gewinnt und im Dunkel der Bühne des Apollo Theaters verschwindet.</p>
<p class="Body">Der dritte Hauptdarsteller mit „Elisabeth“-Erfahrung ist Nico Gaik, der als verzweifelter, freiheitsliebender Kronprinz Rudolf eine gute Leistung abliefert. Genauso wie Ivar Helgason (Kaiser Franz Joseph) holt er aus seiner Rolle das Maximum heraus. Leider sind jedoch diese beiden Charaktere nur sehr wenig ausgereift und haben gegen Elisabeth, den Tod und Lucheni keine Chance, so dass sie während des gesamten Stück blass bleiben.</p>
<p class="Body">Ganz im Gegenteil zu ihren beiden letztgenannten Kollegen machen Susan Rigvava-Dumas (Erzherzogin Sophie) und Kaatje Dierks (Elisabeths Mutter / Frau Wolf) ihre Soli zu Showstoppern. Mit „Ist Das Nun Mein Lohn?“ weckt Rigvava-Dumas tiefes Mitleid für die vom Sohn zugunsten der Ehefrau verstoßene Mutter. Die Verletzlichkeit einer nach außen hin sehr starken und emotional kalten Frau (vor allem im ersten Akt: „Eine Kaiserin Muss Glänzen“) bringt Rigvava-Dumas perfekt auf den Punkt. Dierks nutzt ihre einzige Chance und gewinnt mit Energie und schöner Stimme den Theatersaal mit Frau Wolf’s Salon („Nur Kein Genieren“) im Handumdrehen für sich.</p>
<p class="Body">Die Stuttgarter Inszenierung besticht durch sehr klare Linien – ein deutliches Anzeichen für die Handschrift von Dennis Callahan. Leider birgt diese klar strukturierte Regie auch die Tendenz zur Eintönigkeit, doch die hervorragenden Darsteller wissen diese Klippen sicher zu umschiffen. Die Choreographie, das eigentliche Arbeitsfeld von Callahan ist, wie erwartet, aufgrund seiner reichhaltigen Erfahrungen (neben „Elisabeth“ u. a. „Tanz der Vampire“ und Mozart!“) ohne Fehl und Tadel. Die für ihn typischen markant-zackigen Tanzbewegungen wurden noch detaillierter ausgearbeitet, so dass das Zusammenspiel in Ensemblenummern wie „Der letzte Tanz“ oder „Alle Fragen sind gestellt“ am Ende des 2. Akts noch stimmiger wirkt.</p>
<p class="Body">Die Kostüme (Yan Tax) und auch das Bühnenbild (Paul Gallis) wurden nahezu identisch aus Essen übernommen. Hier steckt der Kreativ-Teufel im Detail und wer Unterschiede feststellen will, muss schon sehr genau hinschauen. Ein gutes Beispiel ist der Frack, den Lepper zur Eröffnung des zweiten Akts trägt: Im Vergleich zu Essen wurden dort doppelt so viele Pailletten hinzugefügt; dem Funkeln dieses „kitschigen“ Kleidungsstücks kann sich nun wirklich niemand mehr entziehen.</p>
<p class="Body">Alles in allem wirkt die Stuttgarter „Elisabeth“-Inszenierung lange nicht so neu und anders wie es das komplett neu gestaltete Logo vermuten ließ. Statt eines an einen Totenkopf erinnerndes Elisabeth-Porträt wird jetzt wird roten Flügeln in Herzform vor einem zersprungenen Spiegel geworben. Über Sinn und Unsinn dieser Veränderung kann man sicherlich trefflich streiten.</p>
<p class="Body">Für die Künstler auf der Bühne ist dies jedoch zweitrangig. Sie gewöhnen sich nach der zweimonatigen Probenzeit jetzt daran, sieben Mal pro Woche auf der Bühne des Apollo Theaters zu stehen. Wenn man die Steigerung des Ensembles von der so genannten Medienpremiere hin zu einen Tag später folgenden Galapremiere erlebt hat, weiß man, dass hier eine sehr gute Truppe zusammengefunden hat, die nicht mehr an Grundsätzlichkeiten arbeiten muss, sondern sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Spielbetrieb auf die Feinarbeit konzentrieren kann. Dies hat für die Zuschauer den großen Vorteil, dass die Charaktere deutlicher betont und verschiedene Szenen so noch intensiver gespielt werden können. Genauso stellt man sich ein gutes Showkonzept vor. Es muss ja nicht immer alles neu und innovativ sein.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. März 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Maike Boerdam, Carsten Lepper, Olegg Vynnyk, Nico Gaik</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie</span></strong> / <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">David Callahan / Sylvester Levay<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding</span></div>
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		<title>Zwei Institutionen, die zueinander gefunden haben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/zwei-institutionen-die-zueinander-gefunden-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2003 12:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Les Miserables]]></category>
		<category><![CDATA[Olegg Vynnyk]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kröger]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Bolten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich wird der leidenschaftliche Musicalerfolg von Boublil und Schönberg wieder in einem großen Musicaltheater aufgeführt! Die Zeiten, in denen die Studenten auf kleinen Stadttheater-Barrikaden ihren Kampf um Ehre und Gleichberechtigung, Freundschaft und Liebe ausfechten mussten, sind vorbei! Kein Wunder also, dass zur Premiere im ehrwürdigen Theater des Westens die Schöpfer dieses Werkes – Alain Boublil ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<div class="style_2">
<p class="Body">Endlich wird der leidenschaftliche Musicalerfolg von Boublil und Schönberg wieder in einem großen Musicaltheater aufgeführt! Die Zeiten, in denen die Studenten auf kleinen Stadttheater-Barrikaden ihren Kampf um Ehre und Gleichberechtigung, Freundschaft und Liebe ausfechten mussten, sind vorbei!</p>
<p class="Body">Kein Wunder also, dass zur Premiere im ehrwürdigen Theater des Westens die Schöpfer dieses Werkes – Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg – nebst Rekordproduzent Cameron Mackintosh anreisten, um sich ein weiteres Mal von der Begeisterung des Publikums für ihr Stück mitreißen zu lassen.</p>
<p class="Body">Im Vorfeld wurde viel Aufhebens um das für 10 Mio. Euro <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=460">runderneuerte Theater des Westens</a></span> gemacht – fast mehr als um das Stück an sich und seine Darsteller. Zugegeben, der Monate lange Umbau hat sich gelohnt, das Theater des Westens strahlte am Premierenabend mit den heraus-geputzten Gästen aus Entertainment, TV und Politik um die Wette.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1259">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bei der Berliner Inszenierung von »Les Misérables« griff man auf ein Team zurück, das schon jahrelange Erfahrung mit verschiedensten Inszenierungen des Victor Hugo Klassikers vorzuweisen hat: James Powell führte schon bei der Londoner Original-Produktion von »Les Misérables« Regie und ist nach einer »Les Misérables« Konzert-Tour durch Skandinavien als Associate Director ans Theater des Westens gekommen. Nick Davies war schon bei »Les Misérables« in London und Duisburg als Musical Supervisor verantwortlich. Auch der Künstlerische Leiter Markus Brühl und der Musikalische Leiter Bernd Steixner haben schon Erfahrungen mit »Les Misérables« in Duisburg sammeln können.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1415 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/LesMis_2_2003.png" alt="" width="260" height="335" />Die bei der Stage Holding inzwischen bewährte Zusammensetzung von Ensembles aus erfahrenen Musicaldarstellern und Absolventen von Musicalakademien funktioniert bei »Les Misérables« zum ersten Mal richtig gut. Als großer Name soll und wird Uwe Kröger als Inspektor Javert die Fans in Theater des Westens holen. Für den Musicalstar geht mit dem Engagement bei »Les Misérables« ein Traum in Erfüllung, denn „es war immer mein Wunsch hier aufzutreten. Ich freue mich über die große Ehre, auf dieser Bühne im schönsten Ensemblestück aller Zeiten spielen zu dürfen.“</p>
<p class="Body">Ihm zur Seite steht mit Oleh Vynnyk als Jean Valjean ein in der deutschen Musicallandschaft bisher unbekannter Künstler. Dies hat sich aber mit der Premiere schlagartig geändert, denn er hat sich in kürzester Zeit absolut überzeugend in den verletzlichen, besorgten Charakter des Strafgefangenen Jean Valjean eingearbeitet. Scheinbar spielend wird Oleh Vynnyk mit seiner enormen stimmlichen Bandbreite den komplexen Anforderungen dieser Rolle in jeder Szene gerecht. Auch die Entwicklung vom gebrochenen Sträfling zum angesehenen Bürgermeister und schlussendlich liebevollen Vater fühlt der Ukrainer auf der Bühne intensiv nach. Er wird allen Facetten dieses Charakters gerecht und trägt das Stück in vielen Szenen allein.</p>
<p class="Body">Darüber hinaus ist Olegg Vynnyk in der Lage seinen Widersacher Javert problemlos an die Wand bzw. in den Hintergrund zu spielen – und das will was heißen, denn Javert wird von niemand Geringerem als Uwe Kröger verkörpert. Uwe Kröger wirkt tatsächlich etwas farblos und gewinnt gegenüber Oleh Vynnyk keinen Stich. Phasenweise passt er sich so gut in das Ensemble ein, dass er kaum noch auffällt. Seine Bühnenpräsenz, mit der er in Stücken wie »Elisabeth« jeden einzelnen Zuschauer im Vorbeigehen gefangen nahm und nicht mehr los ließ, kommt als Javert so gut wie nie zum Tragen.</p>
<p class="Body">Doch man muss Uwe Kröger zugute halten, dass er sich in Gesellschaft ausgezeichneter weiterer Hauptdarsteller befindet, die allesamt ihr Recht auf Bühne einfordern. Ann Christin Elverum gibt eine sehr verletzliche und beschützenswerte Fantine, deren Sorgen der Rolle nicht gerecht zu werden (siehe Interview Ausgabe 05-03), vollkommen unbegründet sind. Sie meistert den anspruchsvollen Titel „Ich hab geträumt“ mit Bravour und rührt das Publikum zu Tränen. Kasper Holmboe ist mit seiner Rolle als Bischof von Digne bereits aus Duisburg sehr vertraut. Seine volle, warme Stimme unterstützt seinen Auftritt als souveräner Gönner Valjeans ideal. Man darf gespannt sein, wie er die Herausforderung als Zweitbesetzung von Valjean und Javert meistern wird.</p>
<p class="Body">Die Thénardiers werden von Ulrich Wiggers und Heike Schmitz in einer Weise verkörpert, die ihresgleichen sucht. Ulrich Wiggers hat in der Rolle des betrügerischen und leicht-vertrottelten Wirts Thénardier ganz offensichtlich seine Paraderolle gefunden. Er übertrumpft in seinem Schauspiel bei weitem alle bisher da gewesenen Interpreten dieser Rolle; dass er zudem auch noch richtig singen kann, macht ihn zu einer Idealbesetzung, die das Publikum im Sturm begeistert! An seiner Seite die ewig mürrische und extrem unfreundliche Madame Thénardier, die von Heike Schmitz formvollendet interpretiert wird. Sie hat jedoch ihrem „Bühnengatten“ gegenüber einen entscheidenden Vorteil, verkörperte sie diese Rolle doch bereits bei Stadttheater-Inszenierungen. Daher weiß sie genau, worauf es ankommt und wie sie das Publikum zugleich erschrecken und erfreuen kann.</p>
<p class="Body">Die Tochter der Thénardiers, Eponine, wird von der UdK-Absolventin Vera Bolten gegeben, in die große Hoffnungen gesteckt wurden. Ihr Spiel ist jedoch sehr hart und die sensible Seite des unglücklich verliebten Straßenmädchens nimmt man ihr nicht ganz ab. Dies mag zu einem Teil aber auch daran liegen, dass sie gerade in ihrem großen Solo „Nur für mich“ stimmlich kaum warme Akzente zu setzen vermag. Valerie Link hingegen scheint wiederum ein Glücksgriff des Casting-Teams zu sein. Sie stellt die abgeschottet von der Außenwelt aufwachsende, demütige und schüchterne Cosette sehr ergreifend dar. Ihr großer Moment ist das Duett „Mein Herz ruft nach Dir“, in dem sie dem Studenten Marius ihre Liebe gesteht. Die Sympathie zwischen Valerie Link und Lucius Wolter (Marius) ist zu spüren und man glaubt dem Paar sofort, dass sie ineinander verliebt sind.</p>
<p class="Body">Das gefühlvolle Spiel von Lucius Wolter kommt auch in den großen Szenen mit den Studenten im ABC-Café deutlich zum Tragen. Seine feine, zeitweise allerdings zu sanfte Stimme weckt Mitgefühl und wenn er gegen Ende des Stücks „Dunkles Schweigen an den Tischen“ bedauert, ringen sicherlich nicht wenige Zuschauer mit der Fassung.</p>
<p class="Body">Der Studentenanführer Enjolras wird von Martin Pasching verkörpert, der seine Freunde auf eindrucksvolle Weise motiviert und mitreißt. Doch seine Erscheinung ist (noch) etwas zu unauffällig, um als Anführer einer rebellischen Studentengruppe gegen die französische Armee auf die Barrikaden zu gehen und für Ehre und Gerechtigkeit zu sterben.</p>
<p class="Body">Die Fabrikarbeiter, Huren und Studenten werden von einem hervorragenden Ensemble verkörpert, das stimmlich ausgezeichnet zusammen passt und schauspielerisch harmoniert.</p>
<p class="Body">Die exzellenten Darstellerinnen und Darsteller ließen am Premierentag vergessen, dass die Show mit einer einstündigen Verspätung anfangen musste, da der Motor der Drehbühne nicht einwandfrei funktionierte. Doch das kann eigentlich nur als gutes Omen gewertet werden. Denn wie Cameron Mackintosh mitteilte, gab es dasselbe Problem auch bei der Medien-Premiere von »Les Misérables« am Broadway und danach hat man dort 18 Jahre lang sehr erfolgreich gespielt.</p>
<p class="Body">Wie formulierte Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit in seinem Grußwort an die Premierengäste so treffend? „Berlin ist um einen Anziehungspunkt reicher!“ Dem kann nur zugestimmt werden, denn nur selten gab es eine Premierenbesetzung, die ihre Rollen so verinnerlicht hatte, dass sie bis ins kleinste Detail überzeugte. Gleiches gilt auch für das 25-köpfige Orchester, dass man Premierenabend unter der Leitung von Nick Davies sein Allerbestes gegeben hatte.</p>
<p class="Body">Nachdem die Show nach Standing Ovations und schier endlosem Applaus erfolgreich über die Bühne gegangen war, verteilten sich die 2.300 geladenen Gäste auf das Partyzelt und das Hochparkett-Foyer und feierte bis in die frühen Morgenstunden.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Vera Bolten, Uwe Kröger, Olegg Vynnyk</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong>  Claude-Michel Schönberg / Alain Boublil<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
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