<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Michel Driesse-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/michel-driesse/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/michel-driesse/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Feb 2017 12:06:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Michel Driesse-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/michel-driesse/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Knastbrüder beim Square Dance</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/knastbrueder-beim-square-dance/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2008 12:01:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Christian Kosel]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Driesse]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Kraft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1783</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mathias Christian Kosel weiß wie man kleine ansprechende Musicals schreibt. Mit den „Sing, Sing, Sing – The Andrews Sisters“ oder „Sister Soul“ erzielte er mehr als nur lokale Achtungserfolge. Kennt man seine anderen Shows, erwartet man weniger eine tiefgründige Handlung als vielmehr bekannte Songs – das klassische Erfolgsrezept von Compilation Shows. Mit Country hat sich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/knastbrueder-beim-square-dance/">Knastbrüder beim Square Dance</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mathias Christian Kosel weiß wie man kleine ansprechende Musicals schreibt. Mit den „Sing, Sing, Sing – The Andrews Sisters“ oder „Sister Soul“ erzielte er mehr als nur lokale Achtungserfolge. Kennt man seine anderen Shows, erwartet man weniger eine tiefgründige Handlung als vielmehr bekannte Songs – das klassische Erfolgsrezept von Compilation Shows. Mit Country hat sich Kosel für seine „Jailbirds“ bei einer Musikrichtung bedient, die schier unendlichen Stoff bietet. Und doch ist „Jailbirds“ keine bloße Aneinanderreihung von Songs, sondern gibt erstaunlich viel Raum für die Entwicklung der einzelnen Schicksale der Insassen von County Jails in Friggles Flat.</p>
<p class="Body">Die Handlung ist inspiriert von einem Gesangswettbewerb, der in russischen Gefängnissen vor einigen Jahren stattfand. Kosel verlegte das Geschehen in ein Provinznest in Amerika, indem ein übellauniger Chief ein unerbittliches Regiment über den Bezirksknast führt. Die sieben Insassen sitzen aus unterschiedlichsten Gründen, großen und kleinen Straftaten ein und sind den Schikanen des Gefängnisdirektors ausgeliefert. Einzig für die Arbeit im Steinbruch verlassen sie ihre Zellen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_755">
<div class="style_2">
<p class="Body">Eines Tages wird Neuzugang Billy in das Gefängnis von Friggles Flat überstellt. Sein Vergehen? Alberne Urkundenfälschung – er hat einen Scheck mit Dagobert Duck unterschrieben.</p>
<p class="Body">Dem zurückhaltenden werdenden Vater fällt es nicht leicht, sich in die Gemeinschaft der Häftlinge zu integrieren, aber nach und nach gewinnt er sie durch seine Begeisterungsfähigkeit und unbedingte Loyalität.</p>
<p class="Body">Als der Gouverneur von Georgia, der die Prämisse vertritt „Musik macht uns zu besseren Menschen“, unter den Landesgefängnissen einen Gesangswettstreit ausruft, bei dem der Gewinner seine Freiheit gewinnen kann, ist die Aufregung auch in Friggles Flat groß. Alle sehen ihre Chance, doch der bärbeißige Chief versucht, ihnen den Spaß zu nehmen. Billy schafft es, seine Knastbrüder davon zu überzeugen, dass sie nur gemeinsam zu diesem Wettbewerb kommen können. Und so wird beim Abwasch, im Steinbruch oder vor dem Schlafengehen eifrig geprobt.</p>
<p class="Body">Am Tag des Wettbewerbs gewinnt dann tatsächlich Billy alle Stimmen der Jury und gibt zum Erstaunen aller seinen Gewinn an seinen Zellenkumpel Lamotte weiter, der als Farbiger grundlos eingebuchtet wurde und ganz besonders unter den Allüren des Chiefs leidet. Für soviel Großmut wird Billy vom Gouverneur belohnt und seine Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Billy kann zurück nach Hause zu seiner schwangeren Frau.</p>
<p class="Body">Die raubeinigen Insassen habe alle eine ganz individuelle Geschichte. Da musste gerade das Casting passen. Doch man kann dem Altonaer Theater nur gratulieren – dir Künstler, die bei „Jailbirds“ auf der Bühne stehen, sind allesamt „tolle Typen“. Sie sind markant, unterschiedlich wie Tag und Nacht und doch jeder auf seine Weise liebenswert. Billy ist dabei der größte Sympathieträger. Michel Driesse überzeugt sowohl zu Beginn des Stücks als er völlig eingeschüchtert in das Gefängnis eingeliefert wird und sich gegen seine wenig freundlichen Insassen behaupten muss. Auch im Verlauf des Stücks, wo er zu einer Art freundschaftlicher Therapeut für alle Knastbrüder wird, kann er der Figur Billy verschiedene Facetten verleihen. Gesanglich meistert der „Tanz der Vampire“-Darsteller (Stuttgart, Hamburg, Berlin, und bald auch Oberhausen) sowohl die ungewohnt leisen Country-Balladen als auch die schwungvollen Ensemblenummern ohne Fehl und Tadel.</p>
<p class="Body">Billys Frau Rose wird von Anna Bauer gespielt. Bei ihrer schwachen Stimme vermag sich nicht zu erschließen, warum sie für diese Rolle engagiert wurde, da sie beispielsweise mit „Leaving on a Jetplane“ einen sehr intensiven Song hat, dem sie bei weitem nicht gewachsen ist.</p>
<p class="Body">Positiv kommen dafür Darren Perkins, Mario Ramos und Holger Löwenberg und Thomas B. Hoffmann daher, die als Lamotte, Tabacco, Banjo und Duck Eggs sehr starkte Moment haben – sowohl gesanglich als auch schauspielerisch. Sei es nun der Selbstmordversuch von Lamotte, die grantig-liebenswerte Art von Banjo, Tabaccos unwiderstehlicher Drang zum Opernsingen oder Duck Eggs esoterisches Spiel, das in dessen Tod gipfelt. Allesamt sind sehr markante Typen, denen man die charakterstarke Interpretation dieser sehr unterschiedlichen Rollen auf den ersten Blick nicht zutraut.</p>
<p class="Body">Jan Peter Heyne gibt einen wunderbar fiesen Chief. Beim Schlussapplaus erntet er für seine Darstellung und seine markigen Sprüche dann auch Pfiffe und Buhrufe – auch eine Art der Anerkennung.</p>
<p class="Body">Drei Musiker (Sascha Kraft, Pablo Saez, Kristofer Vio) wurden in die Handlung integriert und verstärken die Hauptfiguren stimmlich und akustisch mit Gitarre, Geige und Percussion. Kosel selbst sitzt im Sträflingsdress am Klavier an der Seitenbühne.</p>
<p class="Body">„Jailbirds“ ist trotz aller Vorbehalte gegen Compilation-Shows oder Stadttheater-Musicals ein gelungenes Werk und sorgt für gute Unterhaltung. Der Funke springt auf das Publikum über und die Zuschauer stimmen auch ohne jegliche Aufforderung durch die Cast in den Gesang von „Oh Susannah“ oder „Country Roads“ mit ein. Was will man mehr?</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">2008</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Michel Driesse, Sascha Kraft</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> <span class="Bold">Mathias Christian Kosel<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Altonaer Theater<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/knastbrueder-beim-square-dance/">Knastbrüder beim Square Dance</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Guys Sing Dolls Ensemble über die etwas andere Musical-Gala</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-guys-sing-dolls-ensemble-ueber-die-etwas-andere-musical-gala/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2006 12:02:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Musikern & Ensembles]]></category>
		<category><![CDATA[Fredrik Wickerts]]></category>
		<category><![CDATA[Guys sing Dolls]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Driesse]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Mares]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Reichwein]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=764</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das gab es bisher in Deutschland – und im übrigen auch sonst – noch nirgendwo: Fünf Musicaldarsteller, die in einer außergewöhnlichen Gala die Songs ihrer Kolleginnen zum Besten geben. Nicht „im Fummel“, sondern geschmackvoll gekleidet und ansprechend inszeniert. Vom Konzept, über die Arrangements bis hin zum Logodesign und der Locationsuche haben die Darsteller ihr Gemeinschaftsprojekt ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-guys-sing-dolls-ensemble-ueber-die-etwas-andere-musical-gala/">Das Guys Sing Dolls Ensemble über die etwas andere Musical-Gala</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das gab es bisher in Deutschland – und im übrigen auch sonst – noch nirgendwo: Fünf Musicaldarsteller, die in einer außergewöhnlichen Gala die Songs ihrer Kolleginnen zum Besten geben. Nicht „im Fummel“, sondern geschmackvoll gekleidet und ansprechend inszeniert.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_675_1612">
<div class="style_2">
<p class="Body">Vom Konzept, über die Arrangements bis hin zum Logodesign und der Locationsuche haben die Darsteller ihr Gemeinschaftsprojekt in Eigenregie und ohne Unterstützung durch einen Musicalkonzern o. ä. in Angriff genommen. Die Idee zu diesem abendfüllenden Programm hatte Michel Driesse im Winter 2005/2006. „Ich bin sehr kreativ und wollte schon immer einmal „Ich gehört mir“ singen, wofür es natürlich in der regulären Show keine Gelegenheit gibt. Eines Tages kam mir die Idee, daraus ein vollständiges Programm zu machen.“ erklärt der Holländer. Die fünf „Guys“, die die Damen-Lieder singen, sind neben Michel Driesse: Tim Reichwein, Patrick Mares, Veit Schäfermeier und Fredrik Wickerts. Als musikalische Unterstützung und einzige Frau auf dem Parkett steht den fünf Sängern Marina Kommisartchik zur Seite. Seit Jahren ist sie fester Bestandteil im Orchester der Neuen Flora und widmet sich gern ambitionierten Projekten abseits der großen Ensuite-Bühnen. Alle sechs gehörten zum Ensemble von „Tanz der Vampire“ in Hamburg und „da wir noch keine Engagements nach Hamburg hatten, hatten wir die Wahl zwischen gelangweilt zuhause herumsitzen oder etwas Neuem noch nie Dagewesenem.“ beschreibt Veit Schäfermeier den Ursprung dieser Kombo. Patrick Mares ergänzt: „Wir verstehen uns auch privat sehr gut und Michel musste uns gar nicht lange überreden bei „Guys sing Dolls“ mitzumachen.“</p>
<p class="Body">Das Programm haben Michel Driesse und Veit Schäfermeier gemeinsam erarbeitet, wobei Michel Driesse schon sehr konkrete Vorstellungen hatte, wo es hingehen sollte. Fredrik Wickerts erinnert sich: „Wir saßen mit einer langen Liste mit Damen-Songs aus Musicals bei mir und haben überlegt, wie wir das zusammensetzen.“ Bei der Masse war es schon ganz gut, dass Driesse die Oberhand behielt und sich programmatisch durchsetzte. Herausgekommen ist ein Potpourri aus Themenblocks, in denen nicht nur die bekannten Musicalklassiker präsentiert werden, sondern auch viele der breiten masse eher unbekannte Stücke, dazu zählen Songs aus „Yentl“ genauso wie Titel aus „Copacabana“ oder „A Little Night Music“.</p>
<p class="Body">Der Spaß an ihrer Arbeit ist den fünf Darstellern zu jeder Zeit anzumerken: Sei es nun in dem „Hurenblock“, in den Stücke aus „Cabaret“, „Jekyll &amp; Hyde“ oder „Chicago“ untergebracht und klassisch auf der Stuhlreihe inszeniert sind oder der Duett-Block, der viele großen Damenduette wie „I know him so well“ („Chess“) oder „I still believe“ („Miss Saigon“) beinhaltet. Besonders viel Spaß haben Künstler und Publikum bei der musikalischen „Reise nach Jerusalem“, in der sich die fünf Sänger um die Stühle jagen und der Verlierer einen neuen Titel singen muss. Im Schnelldurchlauf werden hier „Evita“. „Cats“, „Mozart!“ und „Die schöne und das Biest“ abgehakt. Und das ganze immer mit der nötigen Wertschätzung. Während des gesamten Abends wird kein Song verunglimpft oder durch unpassende Choreographien oder Kostüme in ein falsches Licht gerückt.</p>
<p class="Body">Wie Driesse, der natürlich „Ich gehör nur mir“ intoniert, haben auch seine vier Kollegen einen absoluten Lieblingssong, den sie schon immer einmal live auf einer Bühne performen wollten. Für Tim Reichwein ist dies „I am telling you“ aus „Dreamgirls“ – „meinem absoluten Lieblingsstück“ gibt der Neu-Wiener zu. Patrick Mares Herz schlägt für „So einfach, so schwer“ aus „Aida“ und Fredrik Wickerts überrascht das Publikum mit „Du maste finas“ aus dem schwedischen Erfolgmusical „Kristina“. Veit Schäfermeier schlüpft in die Rolle von Milady de Winter und verkündet ergreifend „Milady ist zrück“ aus den „3 Musketieren“. So unterschiedlich diese persönlichen Gesangsvorlieben sind, so verschieden sind auch die fünf Menschen dahinter.</p>
<p class="Body">Auch wenn sie die erste Zeit nach „Tanz der Vampire“ noch gemeinsam in Hamburg waren, zerstreuten sich ihre Wege bald in alle Regionen Deutschlands und darüber hinaus. Einzig Patrick Mares ist noch in der Hansestadt geblieben, doch auch er wird bald auf der „Aida“ anheuern und als Solist auf Kreuzfahrt gehen. Tim Reichwein gehört zum „Rebecca“-Ensemble in Wien, Veit Schäfermeier gibt den Prof. Abronsius beim „Tanz der Vampire“ in Berlin, Michel Driesse kämpft mit den „3 Musketieren“ in Stuttgart und Fredrick Wickerts pendelt zwischen Hannover und den umliegenden Städten mit „Arielle“. Es war also gar nicht so leicht für Marina Kommisartchik ihre fünf Guys zum Proben unter einen Hut zu bekommen. „Die Proben waren sehr schwierig. Weil wir so wenig gemeinsame Zeit hatten, mussten wir sehr konzentriert arbeiten.“ erzählt Patrick Mares. Tim Reichwein fügt hinzu, dass es gut war, „dass Michel eingegriffen hat, wenn wir zu undiszipliniert waren. Er war von Anfang der Regisseur des Ganzen und seine Sache sehr gut gemacht.“ Fredrik Wickerts ergänzt: „Es gab nie Streit. Wir sind alle Profis genug, um zu wissen, dass einer die letzte Entscheidung treffen muss, die dann zu akzeptieren ist. Viele Köche verderben eben auch in unserer Branche den Brei.“</p>
<p class="Body">Wenn man Songs nur von Frauen gesungen kennt, hat man automatisch auch die entsprechende Stimmlage im Ohr. Die fünf Jungs und ihre begnadete Pianistin wollten jedoch keine Persiflage auf die Bühne bringen, sondern sich ernsthaft mit diesem Thema befassen. „Deshalb haben wir die Songs alle für unsere Stimmlage umarrangiert.“ erklärt Veit Schäfermeier. „Das war ganz schön viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt.“ meint Michel Driesse. Natürlich kann man nicht jeden Song auch thematisch von Frauen auf Männer umändern, „zum Beispiel ist es bei „Amerika“ aus „Titanic“ nicht leicht, immer ernst zu bleiben, wenn ich singe, dass ich Zofe/Lehrerin werde“, sagt Fredrik Wickerts, aber im Großen und Ganzen passt ein Damen-Soli auch für Männer.</p>
<p class="Body">Dass einige Szenen sich nicht nur beim Publikum besonderer Beliebtheit erfreuen, wird beispielsweise beim Hexenblock deutlich: Veit Schäfermeier und Tim Reichwein blühen geradezu auf und fegen zu „Popular“ und „Defying Gravity“ wie ein Wirbelwind über die Bühne. Ganz großartig ist auch die Interpretation von Tim Reichwein, Michel Driesse und Patrick Mares von „Wer kann schon ohne Liebe sein“ aus „3 Musketiere“. Urkomisch ist Fredrik Wickerts „Hula-Song“ aus „Dirty Dancing“. Auch als Veit Schäfermeier, in Hamburg noch als Zweitbesetzung des Grafen von Krolock auf der Bühne, einige Textzeilen von den „Roten Stiefeln“ anstimmt, johlen die Zuschauer. Das Publikum biegt sich vor Lachen. Überhaupt ist die „Guys sing Dolls“-Gala mit kleinen komödiantischen Einlagen gespickt, die den Ablauf etwas auflockern, das Konzept aber dadurch nicht ins Wanken bringen. Dazu gehört auch schon die bereits erwähnte „Reise nach Jerusalem“, die den Künstlern nicht nur Ausdauer abverlangt, sondern auch eine hohe Konzentration voraussetzt. Denn während die Zuschauer ihren Spaß haben, dürfen die Sänger nicht vergessen, welcher Song als nächstes kommt. Auch Initiator und Regisseur Driesse erfreut sich jedes Mal aufs Neue an seinem Werk: „Ich bin so stolz auf die Jungs. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, mit fünf Freunden auf der Bühne zu stehen.“ Ein emotionales Highlight für den jungen Holländer ist die Version von „I will never leave you“ aus „Side Show“, die in Gebärdensprache präsentiert wird. „Mein Ex-Freund war taub, deshalb weiß ich wie wichtig Gebärdensprache ist. Ich erinnere mich gern daran, was ich durch ihn an Erfahrungen gewonnen habe.“</p>
<p class="Body">Dass Michel Driesse und seine fünf Kollegen mit diesem Konzept etwas völlig Neues auf die Beine gestellt haben, ist ihnen inzwischen bewusst. „Am Anfang ging es darum, zu testen wie das Konzept beim Publikum ankommt. Wir hatten keine Idee, dass es so gut angenommen würde, dass wir jetzt sogar eine Sommer-Tournee damit machen.“ sagt Driesse nicht ohne Stolz. Man kennt zahlreiche Shows, in denen Drag-Queens oder Travestie-Künstler Songs von Sängerinnen auf die Schippe nehmen, doch davon distanzieren sich die ehemaligen Hamburger Vampire ausdrücklich. „Wir sind keine Männer in Frauenkleidern, sondern ernstzunehmende Sänger, die mit dieser Show die Musik ehren wollen.“ führt Reichwein an. Patrick Mares fährt fort: „Einige Songs sind schon sehr schwierig, da sie besonders weich und melodisch sind. Da könnte es passieren, dass es lächerlich wirkt, wenn man nicht ernsthaft an die Sache herangeht.“ Doch die Songliste ist von Michel Driesse und Veit Schäfermeier so gut zusammengestellt, dass diese Stücke nicht so prägnant sind.</p>
<p class="Body">Die ersten drei Vorstellungen fanden in Hamburg vor durchaus musical-interessiertem Publikum statt. Die ursprünglich als Einzelshow geplante erste Aufführung war so schnell ausverkauft, dass man eine zweite und ritte nachschieben „musste“. „Spannend wird es zu erleben, wie Zuschauer auf uns reagieren, die nicht in einer großen Musicalstadt wohnen.“ sagt Wickerts. Pragmatisch fügt Reichwein hinzu: „Wenn man nicht zu hohe Erwartungen hat, kann man – wie immer im Leben &#8211; nicht enttäuscht werden. Ich kann nur jeden motivieren, seine Ideen umzusetzen und sich durch eventuelle Hürden nicht aufhalten zu lassen.“ Alle sechs freuen sich sehr auf die geplante Sommer-Tournee und darauf endlich mal wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen.</p>
<p class="Body">Die nächste Chance „Guys sing Dolls“ live zu erleben, hat man am 15. Januar in Norden. Bis dahin wird sich wieder jeder in seinem stillen Kämmerlein in Berlin, Wien, Stuttgart, Hannover bzw. auf einem Schiff vorbereiten und erst am Vorstellungstag in Norden werden Choreographie und Staging erneut gemeinsam geprobt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-guys-sing-dolls-ensemble-ueber-die-etwas-andere-musical-gala/">Das Guys Sing Dolls Ensemble über die etwas andere Musical-Gala</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
