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	<title>Lukas Nimschek-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Lukas Nimschek-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Open Air Zickenkrieg in Braunschweig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 13:03:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Braunschweig]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Matberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch das zweite Ergebnis des Kreativteams Nimschek / Kuropka / Damerow kommt im neu geschaffenen Musicaltheater im Braunschweiger Westand zur Aufführung: „Bürobiester“ lebt von der Kaltschnäuzigkeit der Firmeninhaberin Gloria, die „Wuffins“ (Snacks für Hund und Herrchen) mit unerbittlicher Hand führt. So hübsch pastellfarben die Einrichtung der Büroräume daherkommt (Bühne: Mathias Letzel), so frostig und dunkel ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch das zweite Ergebnis des Kreativteams Nimschek / Kuropka / Damerow kommt im neu geschaffenen Musicaltheater im Braunschweiger Westand zur Aufführung: „Bürobiester“ lebt von der Kaltschnäuzigkeit der Firmeninhaberin Gloria, die „Wuffins“ (Snacks für Hund und Herrchen) mit unerbittlicher Hand führt. So hübsch pastellfarben die Einrichtung der Büroräume daherkommt (Bühne: Mathias Letzel), so frostig und dunkel ist der Umgangston. Kein Wunder, dass niemand der Mitarbeiter zur Geburtstagsfeier der Chefin erscheint. Kurzerhand entführen Gigi (Glorias Assistentin) und Gil (Marketingleiter) die unbedarfte Gudrun aus dem Schweigeseminar vor der Bühne (aka Publikum) und überzeugen sie mit 100 Euro, sich als Mitarbeiterin der Buchhaltung auszugeben. Damit sind immerhin drei Partygäste anwesend als Gloria zu „I got a feeling“ von den „Black Eyed Peas“ im Leo-Onesie auf dem E-Roller durch das Publikum ins Büro braust.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3104 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Franziska-Kuropka-Kathi-Damerow-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Franziska-Kuropka-Kathi-Damerow-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Franziska-Kuropka-Kathi-Damerow-683x1024-1.jpg 683w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Für Franziska Kuropka, die das Buch gemeinsam mit Kathi Damerow geschrieben hat, ist Gloria eine Paraderolle. Sie ist unhöflich, arrogant, selbstherrlich und schroff zu allen Mitmenschen. Richtig fies und treffsicher unter der Gürtellinie. Solche Charaktere bringt Kuropka erfahrungsgemäß sehr glaubhaft rüber. Aber auch die Wandlung als sich am Ende alle Turbulenzen in Wohlgefallen auflösen, nimmt man ihr ab.</p>
<p>Gleiches gilt aber auch für Damerow, die als Gudrun eine 180° Kehrtwende hinlegt: Erst herrlich naiv, gutgläubig und ihrem Gunter vollständig hörig, entpuppt sie sich nach einem aus dem Ruder gelaufenen „Wahrheit oder Pflicht“ Spiel und einem von Gil und Gigi durchgeführten Make-Over als selbstbewusste „Gudrun-Bitch“, die es sogar mit Gloria aufnimmt.</p>
<p>Sagt sie am Anfang noch Sätze wie „Die Liebe von meinem Gunter ist wie eine Zwangsjacke – aber die kuschelige Variante!“ und singt Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“, wird daraus später ein beeindruckendes „Born this way!“, bei dem Damerow die Bühne rockt und das Publikum sich vor Lachen kaum mehr halten kann.</p>
<p>Dass sowohl Gil und Gloria als auch Gigi und Gloria eine gemeinsame Vergangenheit haben, führt zu einigen lustigen Verwerfungen: Gloria und Gil waren mal beste Freunde und haben sich im Streit um die Firma, die sie gemeinsam aufgebaut haben, entzweit. Gil wird von Mario Saccoccio mit genau der richtigen Dosis an Trash und Menschlichkeit gespielt, die die Rolle des schwulen Marketing-Chefs verträgt. Es werden viele Klischees bedient. Dabei immer ernst zu bleiben, fällt auch den Darstellern auf der Bühne manchmal Mal schwer. Doch Saccoccios Interpretation von „She‘s as cold as ice“ (Foreigner) sucht an diesem Abend ihresgleichen! Auch die übersetzte Fassung von „Gloria“ bringt er unnachahmlich zu Gehör.</p>
<p>Allenfalls das völlig unerwartete „If I could turn back time“ (Tina Turner), in dem Gloria ihre Tochter Gigi (!) um Verzeihung bittet, kann da noch mithalten. So hat man Kuropka selten gehört!</p>
<p>Als Gigi erlebt das Publikum eine sehr engagierte Sarah Matberg als stets bemühte, aber stets versagende Assistentin. Ihr Kampf mit der durch ihren ersten Joint herbei-halluzinierten Monsterspinne ist superlustig! Auch bei dem Versuch, Gudrun ihren Gunter auszureden, denn „Männer sind Schweine“, glänzt sie. Highlight ist aber ganz sicher die Make-Over-Szene, in der sie mit Saccoccio allerlei überdimensionale Kosmetikartikel über die Bühne balanciert und mit einem Medley aus 80-Jahre Hitsongs das Publikum zum Mitfeiern bringt.</p>
<p>Apropos Musik: Die gewählten Songs erreichen das Publikum treffsicher. Es wird geklatscht und mitgesungen und am Ende feiern alle eine große Party zum Titelsong der Serie „Friends“ („I’ll be there for you“).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3105 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/Ensemble_Buerobiester-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Choreographien stammen von Sven Niemeyer. Die Szene, in der er verbildlicht, dass Gunter Gudrun nicht liebt, sondern unterdrückt („Er gehört zu mir“), sowie „It’s a kind of magic“, wenn alle erfahren, dass Gudrun in die Zukunft schauen kann, ragen hier hervor. Auch der angedeutete Tango zu „Gloria“ ist sehr gelungen. Mit Saccoccio steht aber auch jemand auf der Bühne, der neben abwechslungsreichem Gesang und einem ausgeprägten Gespür für Komik auch noch ein großes Tanztalent besitzt.</p>
<p>Lustige Side Kicks wie der „Phantom der Oper“ Jingle, wenn die Lampe fast auf Gloria fällt, oder Choreographien, die an „Tanz der Vampire“ erinnern, lassen auch eingefleischte Musicalfans laut auflachen.</p>
<p>Bei diesen doch sehr klischeehaften Charakteren hatte Lukas Nimschek als Regisseur eher leichtes Spiel. Die vier Darsteller haben augenscheinlich Spaß an ihren überzeichneten Figuren, was sich direkt auf die Zuschauer überträgt. Nach 90 Minuten (Corona-konform ohne Pause) haben sich die Bürobiester (eigentlich ist ja nur die Chefin ein Biest) in kuschelige Büromietzen verwandelt, denen die gegenseitige Wertschätzung sehr am Herzen liegt.</p>
<p>„Bürobiester“ ist eine kurzweilige Musicalshow mit schrägen Charakteren, die einem so oder so ähnlich durchaus bekannt vorkommen. Gepaart mit den sehr abwechslungsreichen Songs aus den 1970ern bis heute ist sie ein Garant für einen unterhaltsamen Abend.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<em><span style="color: #000080;">gekürzt erschienen in </span><a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #000080;"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></span></a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Westand Musical, Braunschweig</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">17. Juli 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Sarah Matberg, Franziska Kuropka, Mario Saccoccio, Kathi Damerow</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> CU2MRW / Westand Musical</span></p>
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		<title>Verträumte Ostalgie trifft auf gnadenlose Schlagerbranche</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/vertraeumte-ostalgie-trifft-auf-gnadenlose-schlagerbranche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 07:33:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[maarten Flügge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kathi Damerow ist seit vielen Jahren ein festes Mitglied der Schmidt-Familie. „Heiße Ecke“ und „Wir“ sind nur zwei Beispiele, welche die Wandlungsfähigkeit der im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsenen Vollblutmusicaldarstellerin belegen. Ihre nasale Stimme, ihr Talent bitterböse Satire trocken über die Rampe zu bringen, ihre allgegenwärtige Frechheit – Damerow macht einfach Spaß! Am 29. November 2019 wurde ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kathi Damerow ist seit vielen Jahren ein festes Mitglied der Schmidt-Familie. „Heiße Ecke“ und „Wir“ sind nur zwei Beispiele, welche die Wandlungsfähigkeit der im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsenen Vollblutmusicaldarstellerin belegen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2749 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_03_c_OliverFantitsch.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ihre nasale Stimme, ihr Talent bitterböse Satire trocken über die Rampe zu bringen, ihre allgegenwärtige Frechheit – Damerow macht einfach Spaß!</p>
<p>Am 29. November 2019 wurde ihre Show „Gabi Mut“ zum 61. und vorerst letzten Mal im Schmidtchen gezeigt. Damerow hat die One-Woman-Show über die (ebenfalls) in Hagenow geborene Gabi selbst geschrieben. Maarten Flügge übernahm die Regie und Lukas Nimschek steuerte die Musik zu dieser Schlager-Satire bei.</p>
<p>Die kleine Gabi träumt von einer Gesangskarriere. Aber sie verbockte den entscheidenden Auftritt im DDR-Fernsehen und sah ihren Traum jäh platzen. Doch dann verspricht ihr Werner von der Stasi, dass er ihr helfen kann, wenn sie der Stasi hilft. Gabi wirft ihre ausgeprägten Zweifel über Bord und gewinnt die TV-Abstimmung. Das war 1983. Bis 1989 geht es mit ihrer Karriere gut voran, sie bekommt ein Haus in Berlin, tritt im Fernsehen auf und gibt viele Konzerte.</p>
<p>Doch dann kommt der Mauerfall und mit ihm das jähe Ende ihrer Engagements. Ost-Künstler sind einfach nicht mehr gefragt. Als dann noch die Ehefrau eines früheren Gesangspartners (und -liebhabers) publik macht, dass Gabi für die Stasi aktiv war, ist sie gänzlich am Ende.</p>
<p>Das Publikum erlebt im Zeitraffer das Weltgeschehen, während sich Gabi von Möbelgeschäftseröffnungen über Auftritte anlässlich 100. Geburtstage nach ganz unten arbeitet. Irgendwann zählt sie die Mahnungen, sammelt Flaschen und bekämpft ihren Frust mit Wodka. Sie schöpft nochmal kurz Hoffnung, also sie nach einem Anruf bei Radio Ostalgie einen Auftritt bei einer Firmenfeier angeboten bekommt. Schnell stellt sich heraus, dass diese Firma ein Neonazi-Vereinigung ist. Gabi lässt kein Fettnäpfchen aus…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2750 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_05_c_OliverFantitsch.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ihre Freundin Hella aus Kindheitstagen ist ihr Fels in der Brandung und so stürzt sie nicht ganz ab, versucht u. a. mit Tupperparties und eigenen Songs immer wieder auf die Beine zu kommen. Wenn man eines über Gabi sagen kann, ist es, dass sie sich nicht unterkriegen lässt! Das Finale bildet ein Interview bei RTL Explosiv, das auch nicht sehr positiv verläuft. Doch Gabi hat ihre Mitte gefunden und singt weiter…</p>
<p>Kathi Damerow kokettiert ganz wunderbar mit den Klischees über Ostdeutschland und hält dem Publikum den Spiegel vor. Ossis sind ganz offenbar auch 30 Jahre nach der Wende noch eine wunderbare Quelle für jeden noch so überheblichen Spott aus dem Westen. Dabei war im Osten nicht alles schlecht, auch wenn die kleine Gabi immer gespürt hat, dass es mehr geben muss als die in Erdtönen gehaltene Wohnung der Eltern und den Sandmann…</p>
<p>Herausragend komisch sind ihre Besuche im Parkett. Nicht erfahrene Schmidts-Besucher sind arg irritiert, wenn sie gebeten werden, Wodkaflaschen von Gabi fernzuhalten, als Gäste einer Tupperparty mit auf die Bühne zu kommen oder kurzerhand zu Gabis stalkendem Fanclubvorsitzenden Bernd gemacht werden. Doch für die übrigen Zuschauer ist es nur umso lustiger. Wenn Damerow einen Gast bittet, eine Postkarte vorzulesen und diese – schließlich befindet man sich ja im Osten – in sächsischer Lautschrift verfasst hat, verfehlt dieser Schenkelklopfer sein Ziel ins Lachzentrum nicht. Man nimmt Damerow die naive junge Gabi genauso ab, wie die verbitterte Alkoholikerin im Plattenbau &#8211; eine beachtliche schauspieleriche Bandbreite!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2748 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/12/Gabi_Mut_11_c_OliverFantitsch.jpg 667w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Musikalisch wird das Publikum von 1980er Deutsch-Pop über den in den 1990er Jahren beliebten Synthesizer-Schlager bis hin zu Songs im Stil von Andrea Berg und Helene Fischer auf eine spannende Reise mitgenommen. Nimschek verarbeitet die verschiedenen Stile sehr gelungen und Damerow intoniert &#8211; oder vielmehr lebt &#8211; jeden einzelnen Song auf ihre unnachahmliche Art, inklusive urkomischer Choreographien.</p>
<p>Als Gabi nach einem neuen Hit sucht, der sie aus der Misere führen soll, formuliert sie es so: „Ich brauch ein Lied, mit `nem richtig beschissenen Beat, der bei drei Promille noch zieht…“ Der Song ist schmissig und das Publikum geht sofort mit. Der Text macht mehr als deutlich, dass die Aussage eines Schlagers im Grunde vollkommen egal ist, wenn die Zuschauer mitklatschen oder -tanzen können. Diese nicht allzu subtile Abrechnung mit der banalen, aber ungemein erfolgreichen Volkspop- und Schlagerwelt der heutigen Zeit kann man nur als sehr gelungen bezeichnen.</p>
<p>Szenen wie diese oder die Tupperparty sind ungemein komisch, leben von Damerows Improvisationstalent und holen das Publikum sehr gekonnt ab. Ernstere oder dramatischere Szenen, wie die Erpressung oder die Alkoholsucht, führen zu Fremdscham. Das Auf und Ab von Gabis Leben machen an diesem Abend auch die Zuschauer mit, was nicht selten zu einem leicht stockenden Handlungsablauf führt.</p>
<p>Es war spannend zu sehen, ob es Kathi Damerow, deren Stärken in der Interaktion mit Kollegen auf der Bühne und ihrer Spontaneität liegen, gelingen würde, ein abendfüllendes Programm überzeugend zu bestreiten. Man kann dies ganz klar mit einem „teils-teils“ beantworten: In manchen Momenten schüttet sich das Publikum aus vor Lachen oder fordert frenetische Zugaben der Songs. Andererseits hat das Stück ein paar Längen, welche die Zuschauer nur schwer verdauen können. Für eine satirische Sozialstudie über das Künstlerleben vor und nach der Wende fehlt es „Gabi Mut“ an Tiefgang. Die Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Beschreibung der Wirklichkeit für viele Sänger in den letzten 30 Jahren, gelingt leider nicht gänzlich überzeugend.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">29. November 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kathi Damerow</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Maarten Flügge / Kathi Damerow / Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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		<title>WIR – Familie ist, was man draus macht!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wir-familie-ist-was-man-draus-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2019 17:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Heinke]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Janko Danailow]]></category>
		<category><![CDATA[Kathi Damerow]]></category>
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		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet. Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2576 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek erfüllt all diese Kriterien. Kuropka und Nimschek sind seit vielen Jahren Mitglieder der viel zitierten „Schmidt-Familie“: Kuropka steht immer wieder in einer der zahlreichen Eigenproduktionen des erfolgreichen Privattheaters auf der Bühne (u. a. „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=2356"><span style="color: #333399;">Heiße Ecke</span></a>“, „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">7 auf einen Streich</a></span>“, „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=50"><span style="color: #333399;">Cindy Rella</span></a>“). Nimschek ist seit Jahren Teil des kreativen Teams und organisiert u. a. den zweijährigen „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=2210">Creators</a></span>“-Wettbewerb.</p>
<p>Das Thema Homosexualität wird in den drei Schmidt Theatern immer wieder aufgenommen und auf verschiedenste Art bearbeitet. Bei „WIR“ steht das Leben von zwei homosexuellen Paaren im Mittelpunkt. Christian (genannt Chrischi) und Magnus einerseits sowie Sabine („Bine“) und Nathalie andererseits leben glücklich zusammen und haben direkt nach der offiziellen Genehmigung der „Ehe für alle“ durch den Bundestag am 1. Oktober 2017 geheiratet. Das einzige, was beiden Paaren zu ihrem Glück noch fehlt, ist ein Kind. Da der Gesetzgeber hier nach wie vor hohe Hürden festlegt, versuchen sie ihr Glück bei einer LGBT-Begegnungsstätte.</p>
<p>Dort lernen sich die beiden Paare kennen bzw. Chrischi und Sabine stellen zur großen Überraschung ihrer Partner fest, dass sich aus Kindertagen kennen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2577 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Da Kerstin, die beste Freundin von Magnus und Chrischi, nicht deren Leihmutter sein möchte, reift plötzlich die Idee, dass man ja auch zu viert ein gemeinsames Kind bekommen und aufziehen könnte. Wer mit wem – natürlich nur im Sinne der Fortpflanzung – führt trotz anfänglicher Euphorie dennoch zu einigen Diskussionen.</p>
<p>Sabine und Nathalie entscheiden sich jedoch nach einem Besuch bei Bines Schwester und deren Kindern erstmal gegen ein Kind, da sie sich noch nicht bereit fühlen. Nach dem irrwitzig emotionalen Geständnis gegenüber Chrischi und Magnus folgt eine wilde Partynacht mit viel Alkohol und Ecstasy, die zu einer ungeplanten Schwangerschaft führt. Bis dieses Kind das Licht der Welt erblickt, müssen die beiden Paare aber noch viele Gespräche, Tränen und Versöhnungen hinter sich bringen.</p>
<p>Die Handlung ist an einigen Stellen vorhersehbar, aber die Protagonisten agieren immer menschlich und sehr nachvollziehbar. Es werden viele Klischees bedient (der „Meggings“ tragende, sehr körperbewusste Chrischi, der von seinem homophoben Vater fast bis zur Verleugnung der eigenen Sexualität unterdrückte Magnus, die burschikose Feuerwehrfrau Bine und die ehrgeizige, eher steife, sich nichts anmerken lassende Nathalie), aber diese werden von Regisseur Nimschek nicht triefend umgesetzt, sondern wohl dosiert.</p>
<p>Einzig bei den Nebenrollen (homophober Vater, nymphomaner Begegnungsstätten-Leiter, beste Schwulen-Freundin, überspannte Krampf-Veganerin) schlägt das Autoren-Duo ab und an über die Stränge. Doch die so kreierten Figuren sind herrlich schräg und (mit Ausnahme von Magnus‘ Vater) sehr unterhaltsam.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2572 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Neben den sehr schlau eingesetzten mobilen Wänden und Kleinkulissen, mit denen im Handumdrehen aus Bines und Nathalies Wohnung das vegane Restaurant „Speisen ohne Scham“ wird (Bühne: Florian Bänsch), den schmissigen Synthi Pop Songs (herausragend ist hierbei natürlich die Kindheitstrauma-Abschiedshymne „Bitterfeld“, die zudem von Bart de Clercq klasse choreographiert wurde) sowie dem Wortwitz in Songtexten und Dialogen lebt „WIR“ von der exzellenten Besetzung.</p>
<p>Charlotte Heinke gelingt der Spagat von der liebenden Frau zur verspannten Business-Woman sehr gut. Auch ihre Gewissensbisse wegen der Schwangerschaft und die Zukunftsängste bringt sie sehr glaubwürdig über die Rampe. Steffi Irmen ist neu in der Schmidt-Familie, hat aber als Bine einen fulminanten Einstand. Sie bringt die Gefühlsachterbahn mit Bravour hinter sich und überzeugt sowohl als ruppiger Ost-Teenie in Bitterfeld und selbstbewusste Feuerwehrfrau als auch als werdende Mutter. Bine kommt gemeinsam mit Chrischi die Rolle des Bindeglieds zu, denn die zwei sind es, welche die beiden Paare wieder zusammenführen wenn es kriselt. Janko Danailow spielt die Rolle des leicht überdrehten, etwas gefühlsduseligen Christian sehr ansprechend. Auch die verletzten Gefühle, als Magnus zum wiederholten Mal nach dem Besuch seines Vaters ihre Beziehung in Frage stellt, nimmt man ihm sofort ab. Ähnlich wie Nathalie hat auch Magnus den sprichwörtlichen Stock im Po. Ein entspannter Umgang mit Fremden und bedingungsloses Vertrauen sind ihm fremd. Veit Schäfermeier spielt diese Rolle sehr authentisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2578 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_10_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>So unterschiedlich die Charaktere der Paare auch sind, so gut ergänzen sie sich. Die Zuschauer spüren, dass hier Menschen zusammen auf der Bühne stehen, die sich mögen.</p>
<p>Auch gesanglich jagt hier ein Highlight das nächste: Die &#8222;Bitterfeld&#8220;-Hymne &#8211; optisch und akustisch im bester 90er Jahre Stil &#8211; sowie &#8222;Heut ist unser Tag&#8220; sorgt für richtig Schwung auf und vor der Bühne. Doch auch die leisen Töne gehen unter die Haut. (&#8222;Ich lieb Dich jetzt schon so&#8220; ist eine Liebeserklärung von Bine und Nathalie an das ungeborene Kind).</p>
<p>Auch die zahlreichen Nebenrollen sind mit Kathi Damerow und Robin Brosch perfekt besetzt. Beide überzeugen durch Wandlungsfähigkeit und ihren Sinn für Humor. Brosch sorgt als weichgespülter LGBT-Begegnungsstätten-Leiter Norman für Lacher und Szenenapplaus. Als Magnus‘ Vater ist er einschüchternd und äußerst unsympathisch. Damerow gibt die eindimensionale Kerstin wunderbar respektlos. Auch als „Scheidenflüsterin“ und Service-Kraft im veganen Restaurant unterhält sie das Publikum hervorragend. Nicht zu vergessen ihr &#8222;Kinder sind ein Segen &#8211; man bekommt sooooviel zurück&#8220;, das sie als Bines Schwester nicht müde wird zu proklamieren, obwohl der Stress mit drei Kindern sie aufzufressen scheint. Schlicht großartig!</p>
<p>„WIR“ zeigt, wie eine Familie abseits aller Rollenklischees entstehen kann – mit allen Verwerfungen, die zu solch einem Entstehungsprozess dazugehören. Die Zuschauer bekommen im Laufe des Abends das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Genau das ist es, was diesen Abend so besonders macht! Dieses Debüt von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek kann man nur als gelungen bezeichnen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://youtu.be/zqKfupnWsCA"><strong>Promo-Video von WIR</strong></a></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">11</span>. April 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Steffi Irmen, Charlotte Heinke, Veit Schäfermeier, Janko Danailow<span class="Bold">, Kathi Damerow, Robin Brosch<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Texte / Regie:</strong> Franziska Kuropka &amp; Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/wir-familie-ist-was-man-draus-macht/">WIR – Familie ist, was man draus macht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Liebe ist nicht immer leicht – das zeigt dieses Zwei-Personen-Stück sehr nachdrücklich</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/liebe-ist-nicht-immer-leicht-das-zeigt-dieses-zwei-personen-stueck-sehr-nachdruecklich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2019 16:53:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Constanze Behrends]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelos Sargantzo]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jana & Janis]]></category>
		<category><![CDATA[Janne Marie Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Nimschek]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidtchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jana und Janis kennen sich schon seit der Schule. Aus Freundschaft wurde Liebe, doch man lebte sich auseinander. Jana wollte hinaus in die große weite (Schauspiel-)Welt, Janis ging in seinem Musikerdasein auf. Fünf Jahre nach ihrer Trennung laufen sich die beiden in Hamburg plötzlich völlig unerwartet in die Arme: Jana kommt grad von einem eher ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jana und Janis kennen sich schon seit der Schule. Aus Freundschaft wurde Liebe, doch man lebte sich auseinander. Jana wollte hinaus in die große weite (Schauspiel-)Welt, Janis ging in seinem Musikerdasein auf. Fünf Jahre nach ihrer Trennung laufen sich die beiden in Hamburg plötzlich völlig unerwartet in die Arme: Jana kommt grad von einem eher missglückten USA-Aufenthalt zurück, der ihrer Schauspielkarriere auf die Sprünge helfen sollte und in der Ehe mit einem narzisstischen Möchtegern-Regisseur endete. Janis ist verlobt, hat nach seiner verebbten Musikkarriere das Restaurant seiner Eltern übernommen und fühlt sich dabei gar nicht so unwohl.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2488 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/musical-jana-und-janis-hamburg-morris-mcmatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die beiden spüren aber sofort, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben. Sie geben sich der Leidenschaft hin und landen direkt im Bett. Doch plötzlich meldet sich das schlechte Gewissen, beide denken an ihre Partner und ihre eigene gemeinsame Vergangenheit. Warum hat es damals nicht geklappt? Griechisches Charme-Tourette trifft auf deutsche Sturheit – nicht unbedingt die besten Voraussetzungen. Doch die beiden wurden entgegen aller Vorurteile ein Paar in einer leidenschaftlichen Beziehung. Es wurde heiß geliebt, laut gestritten, doch Janis Credo „Wer sich küsst, kann nicht streiten!“ funktionierte sehr oft.</p>
<p>Doch damals stellten sie auch fest „Du und ich, das passt einfach nicht“. Im gemeinsamen Griechenlandurlaub ist Jana nur genervt und gelangweilt, was Janis aber vor lauter Heimatliebe nicht mitbekommt. Als sich für Jana ein Traum erfüllt und sie an der Universität der Künste in Berlin zum Studium zugelassen wird, kann Janis sich nicht mit ihr freuen und wird auf alles und jeden eifersüchtig, mit dem Jana zu tun hat. Folglich geht die Fernbeziehung der beiden – nicht erst nach Janis‘ Seitensprung – endgültig in die Brüche.</p>
<p>Beide führen fortan ihr eigenes Leben und kommen doch nie wirklich voneinander los: Jana verliebt sich in eine Frau, was Janis total überfordert. Doch sie werden Freunde, reden viel – ganz nach dem Motto „Wer braucht schon wahre Liebe?“ Als Janis‘ Vater stirbt ist Jana sofort für ihren Freund da. Sie kommen wieder zusammen, doch der Druck von ihrem Vater und seiner Mutter, endlich zu heiraten, ist groß. Als Janis Jana einen Heiratsantrag macht, sagt sie nein und flüchtet nach Los Angeles.</p>
<p>Was Janis nicht weiß und erst jetzt beim Wiedersehen erfährt ist, dass Jana zu diesem Zeitpunkt schwanger war und vor der Verantwortung geflohen ist, da sie sich noch nicht reif genug für ein Kind fand. Sie versucht, ihr Handeln zu rechtfertigen und bittet Janis um Verzeihung.</p>
<p>Ob Janis Janas Entschuldigung annimmt und die beiden doch wieder ein Paar werden, entscheidet in dieser Show das Publikum. In der besuchten Vorstellung entschideden sich die Zuschauer mehrheitlich für eine gemeinsame Zukunft von Jana und Janis, was wohl auch für alle anderen Shows dieser Spielzeit galt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2490 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/szenenbild-jana-und-janis-musical-hamburg-morris-mcmatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Evangelos Sargantzo ist als Janis die Freundlichkeit in Person. Für jeden hat er ein Lächeln übrig, immer hat er ein offenes Ohr. Diese Feinfühligkeit wird besonders bei der Ballade „Papa“ deutlich, in der Janis den Tod seines Vaters betrauert. Dass er auch anders kann, merkt man in den Auseinandersetzungen mit Jana. Hier fliegen die Fetzen und die beiden übertrumpfen sich gegenseitig mit Verletzungen. Sargantzo gelingt der Spagat vom liebenswerten Jungen von nebenan zum verletzten Mann an Janas Seite sehr glaubwürdig. Auch dass er sich in der Rolle, die er für seine (Bühnen-)DSDS-Karriere annehmen musste, nicht wirklich wohl fühlt, nimmt man ihm sofort ab.</p>
<p>Janne Marie Peters ist als Jana herrlich überspannt und sehr egozentrisch. Dass in ihrem Leben überhaupt noch Platz für jemand anderen ist, schwer zu glauben. Doch in den nachdenklichen Momenten wie „Eigentlich“ zeigt sie deutlich ihre Unsicherheit und ihre tiefen Gefühle. Sie kann richtig zickig und eklig sein und muss Janis zurecht um Vergebung bitten. Peters gelingt es, diese Bandbreite an Facetten authentisch über die Rampe zu bringen. Zudem sorgen natürlich ihre leicht verstörenden ‚Penismonologe‘ beim Publikum für besondere Erheiterung.</p>
<p>Sargantzo und Peters ergänzen sich sehr gut und es macht Spaß, ihnen bei der Gestaltung der Hauptfiguren zuzusehen. Eine andere Besetzung mag man sich für dieses Stück kaum vorstellen.</p>
<p>Constanze Behrends hat eine bewegte Liebesgeschichte charmant verpackt. Die Diskussionen der beiden Protagonisten leben vom Wortwitz und auch wenn manche Szenen vorhersehbar sind, ist „Jana &amp; Janis“ sehr kurzweilige Unterhaltung. Die Songs und Texte von Lukas Nimschek und Franziska Kuropka sind abwechslungsreich und reichen von Pop und Schlager bis hin zu traurigen Musicalballaden.</p>
<p>Wieder einmal zeigt die Schmidt Theater Familie, dass es weder große Kulissen (hier sind Szenenwechsel mithilfe von Obstkisten perfekt mit in die Handlung integriert) noch opulente Kompositionen oder ein Starensemble braucht, um das Publikum für sich zu gewinnen und zu unterhalten.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 8. Februar 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Evangelos Sargantzo, Janne Marie Peters</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Constanze Behrends / Lukas Nimschek</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen</span></div>
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