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	<title>Lisa Huk-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Lisa Huk-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Der perfekte Startschuss für Hamburgs Off-Musicalszene</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 15:07:27 +0000</pubDate>
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<p class="Body">Die neugegründete Produktionsfirma „Avenue A productions“ hat es sich zum Ziel gesetzt, kleinere und unabhängige Musical-Produktionen, in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Dass der Firmenname nicht von Ungefähr kommt, zeigt schon das erste Stück, das das Team um Urs Affolter und <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Sebastian_Rousseau_2014.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=810">Sebastian Rousseau</a></span> auf die Bühne des Gruenspans bringt: Das Tony Award dekorierte Musical „Rent“ aus der Feder von Jonathan Larson bildet den Auftakt zu einer Reihe von Musicalschätzen, die in New York und London Weltruhm erlangt haben, es aber in Deutschland mehr als schwer hatten, weil sie eben nicht bunt, fröhlich und massenkompatibel sind.</p>
<p class="Body">Kenner der Hamburger Musikszene kratzen sich sicherlich verwundert am Kopf: Der Rock-Club Gruenspan als Musical-Location? Oh ja, das funktioniert. Schon beim Try-Out von „Sherlock Holmes 2.0“ im August 2013 zeigte das Gruenspan seine Qualitäten als Spielstätte für kleine Musicals, denen eine intime Umgebung sehr gut zu Gesicht steht.</p>
<p class="Body">Auch „Rent“, die im New York Ende des letzten Jahrhunderts angesiedelte Handlung, seine acht Hauptfiguren mit ihren Problemen rund um Liebe, Drogen, AIDS und die titelgebende Wohnungsnot sind alles andere Mainstream. Dennoch oder gerade deshalb zählt „Rent“ mit mehr als 5.000 Vorstellungen zu den erfolgreichsten Broadway-Musicals.</p>
<p class="Body">Nach Düsseldorf 1999 und Wiesbaden 2007-2009 bekommen die Zuschauer in Hamburg die neuere deutsche Fassung von Wolfgang Adenberg zu hören. Wenn man jedoch eine der englischen Versionen – sei es nun die Broadway Cast oder den Soundtrack zum Film von 2006 &#8211; im Ohr hat, holpern einige deutsche Passagen doch arg. Das Wort Rent mit Geld zu übersetzen, ist inhaltlich zweifelsfrei korrekt und es passt zur Melodie des Titelsongs, und doch fühlt es sich befremdlich an, das Wort, das dem Stück seinen Namen verdankt, in der Show nicht einmal zu hören. Doch ein deutsches Publikum wünscht sich deutsche Texte und diese Hürde muss auch eine Off-Szene nehmen.</p>
<p class="Body">Urs Affolter inszeniert das Stück so klar, deutlich und ungeschminkt wie man es sich wünscht. Nichts lenkt von den starken Charakteren ab. Die Personenregie ist einwandfrei, jede Hauptrolle hat starke Momente und darf diese auch voll auskosten. Arnold Grevers kleidet alle Protagonisten treffend ein. Nichts stört das Bild der drogenabhängigen Mimi, der Drag Queen Angel oder des leicht spießigen Mark.</p>
<p class="Body">Die fünfköpfige Band unter der Leitung von Peter Koobs ist auf der rechten Bühnenhälfte platziert – eine echte Herausforderung für die Tontechnik. Um zu vermeiden, dass die volle Wucht der rockigen Sounds das Ensemble auf der Bühne übertönt, hat man Drummer Henning Brandt in einen Plexiglaskäfig verbannt. Aber es gelingt ihm und seinen Kollegen Ulrich Rohde (Gitarre), Julius Trautvetter (Keyboard) und Sebastian Behnk (Bass) dem Stück die musikalische Intensität zu verleihen, die es braucht, um seine volle Wirkung zu entfalten.</p>
<p class="Body">Doch am Anfang wird es ganz still im Gruenspan: Die Ouvertüre wird a-cappella vom Ensemble intoniert. Ganz pur sorgen die Sänger so für den ersten Gänsehautschauer. Als erstes lernen die Zuschauer naturgemäß Mark Cohen kennen, der als eine Art Erzähler durch die Handlung führt. Simon Mehlich spielt den unentschlossenen, frisch verlassenen Filmemacher sehr überzeugend und sympathisch. Sowohl im „Tango Maureen“ als auch bei „Living in America“ kann er zeigen, was gesanglich in ihm steckt.</p>
<p class="Body">Robert Meyer wurde als erfolgloser Musiker Roger gecastet. Dass was Meyer im Vergleich zu Rollen-Vorgängern an Rockröhre fehlt, macht er durch eine große emotionale Bandbreite weit. Er spielt seinen Frust über das Leben im Allgemeinen genauso ergreifend wie seine unterdrückte und doch übermächtige Liebe zu Mimi. Wenn ihm bei Angels Beerdigung die Tränen übers Gesicht laufen, ist das Publikum von dieser Gefühlstiefe sehr beeindruckt.</p>
<p class="Body">Mimi gewinnt Roger mit einer List für sich. Lisa Huk wickelt als Mimi Roger in der Kerzen-Szene spielend um den kleinen Finger. Drogensucht und Krankheit haben das Mädchen gezeichnet. Huk trägt diesem Verfall überzeugend Rechnung, sprüht in den richtigen Momenten vor Energie und lässt es stimmlich an nichts vermissen.</p>
<p class="Body">Das zweite Paar, Angel und Collins, lernt sich nach einem Überfall auf der Straße kennen. Nicht nur Collins ist von Angels Fürsorge und Güte begeistert. Sebastian Rousseau spielt die AIDS-kranke und dennoch lebensbejahende Drag Queen ergreifend, sorgt für Lacher und viele Damen im Publikum zollen ihm ob seines artistischen Könnens auf High Heels („Today for you, tomorrow for me“) sicherlich Respekt.</p>
<p class="Body">Gerd Achilles spielt den desillusionierten MIT-Absolventen Tom Collins. Dass Collins ein wesentliches Bindeglied der Gruppe ist, fließt immer wieder in seine liebevollen Gestiken ein. Man glaube Achilles sofort, dass Collins ein herzensguter Mensch ist, der für Angel unendlich tief empfindet. „Ich deck Dich zu“ (zunächst im Duett mit Rousseau, dann auf Angels Beerdigung solo) gehört auch in dieser Inszenierung zu den schönsten und traurigsten Momenten.</p>
<p class="Body">Die Performance-Künstlerin Maureen wird abwechselnd von Dörthe Thiel und Dorothea Maria Müller gespielt. Beide Darstellerinnen haben sichtlich Spaß daran, das Publikum mit der „Fliegenden Kuh“ zum Muhen zu animieren (was im übrigen einwandfrei klappt). Ihre Interpretationen unterscheiden sich in Nuancen. Beide werden der kraftvollen, raumgreifenden, sexy provozierenden Maureen mehr als gerecht.</p>
<p class="Body">Als Maureens Freundin Joanne steht Stefanie Derner auf der Gruenspan-Bühne. Dass in der Blondine jede Menge Kraft steckt, erlebt man nicht nur in ihrem Duett mit Maureen „Lass mich oder verlass mich“ eindrucksvoll, sondern auch in ihren Soli während „Seasons of Love“. Sie gibt eine wundervoll gestresste, überperfekte Anwältin, die auch noch das Leben ihrer Partnerin auf die Reihe kriegen will.</p>
<p class="Body">Einzig Benny, gespielt von Johannes Braun, bleibt in dieser Inszenierung verglichen mit den übrigen Protagonisten etwas blass. Er wirkt weder bedrohlich noch besonders zielstrebig. Vielmehr steht seine gute Seite im Fokus, die in anderen Produktionen fast untergeht.</p>
<p class="Body">Das „Rent“ kein buntes Spaßprogramm ist, spürt man während der Szene in der Selbsthilfegruppe bis in die letzte Fingerspitze. Das Ensemble spielt beklemmend authentisch.</p>
<p class="Body">„Du fehlst mir / Without you“ ist ein weiteres Beispiel dafür, dass weniger manchmal mehr ist. Während vorn rechts auf der Bühne Collins an Angels Sterbebett wacht, singt sich Mimi ihre Trauer und Verlustängste auf der Galerie von der Seele, während vorn links ein sehr verloren wirkender Roger leidet. Im Hintergrund wird per Videoprojektion ein Goldfisch eingeblendet, der nahezu auf dem Trockenen vor sich hinzappelt.</p>
<p class="Body">So viele Emotionen muss das Publikum erst einmal verarbeiten.</p>
<p class="Body">Diese Inszenierung besticht durch ihre puren Gefühle. Jeder Darsteller geht zu 100 % in seiner Rolle auf. Hinzu kommt, dass Band und Ensemble nahezu perfekt aufeinander abgestimmt sind. Nur in wenigen Momenten übertönt die Band die leisen Einsätze der Solisten. So wird jeder Zuschauer erreicht und es gibt – glaubt man den stehenden Ovationen &#8211; niemanden, der nicht restlos von „Rent“ begeistert ist.</p>
<p class="Body">Ja, es ist schwere Kost, die beileibe nicht in mundgerechten Häppchen serviert wird, sondern brutal und direkt. Aber genau das wollte Jonathan Larson mit seinem Stück bewirken: Das Leben ist eben nicht nur rosarot und fröhlich, sondern hat Schattenseiten, die gezeigt werden müssen.</p>
<p class="Body">Man kann Avenue A Productions nur wünschen, dass es nicht bei „Rent“ bleibt, sondern dass auf diesem Niveau noch weitere Produktionen folgen und man so den ersten Grundstein zu einer echten Fringe-Szene in Deutschland legt. Diese ist seit langem mehr als überfällig.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Gruenspan, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellungen: </span></strong>14. + 22. Dezember 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Lisa Huk, Simon Mehlich, Robert Meyer, Sebastian Rousseau, Dörthe Thiel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Jonathan Larson / Urs Affolter<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Avenue A productions<br />
</span></div>
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		<item>
		<title>Pleiten, Pech und Papa &#8211; der neue Reeperbahn-Hit!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/pleiten-pech-und-papa-der-neue-reeperbahn-hit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2013 14:32:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Die Königs vom Kiez]]></category>
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		<category><![CDATA[Nadine Schreier]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Rüh]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Stara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vater König, Kiezbekannte Schnapsnase und auf ganz St. Pauli nur Käpt&#8217;n genannt, wirft jeden Cent, den seine Sprösslinge heranschaffen, mit Schwung wieder zum Fenster raus. Soweit die Kurzbeschreibung des neuesten Musicals des auch über die Hamburger Grenzen hinaus bekannten und bewährten Kreativteams Martin Lingnau (Musik, Idee, Buch), Heiko Wohlgemuth (Songtexte, Buch), Mirko Bott (Buch) und ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Vater König, Kiezbekannte Schnapsnase und auf ganz St. Pauli nur Käpt&#8217;n genannt, wirft jeden Cent, den seine Sprösslinge heranschaffen, mit Schwung wieder zum Fenster raus. Soweit die Kurzbeschreibung des neuesten Musicals des auch über die Hamburger Grenzen hinaus bekannten und bewährten Kreativteams Martin Lingnau (Musik, Idee, Buch), Heiko Wohlgemuth (Songtexte, Buch), Mirko Bott (Buch) und Corny Littmann (Regie).</p>
<p class="Body">„Die Königs vom Kiez“ ist jedoch wesentlich vielschichtiger als man es vom Hamburger Schmidt Theater gewohnt ist. Auch eine gehörige Portion Sozialkritik ist in dieser Musicalkomödie verpackt. Es kann für dieses Stück keinen passenderen Spielort geben – sowohl für die Rahmenhandlung als auch für die Bühnenshow – als das Schmidt Theater, das am 8. August seinen 25. Geburtstag auf dem Spielbudenplatz feierte und damit eine feste Größe der Hamburger Unterhaltungsbranche darstellt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Es geht um Familie König, bestehend aus der pflegebedürftigen Oma, dem alkoholkranken Papa, der Teeniemutter Pamela mit Sohn Brutus, den Zwillingen Benny und Björn, die als aufstrebender Musicaldarsteller und Kleinkrimineller ihr Bestes geben sowie Marie, die als älteste Tochter nicht nur die Familie zusammenhält, sondern auch dafür sorgt, dass die Wohnung nicht endgültig zum Schweinestall verkommt. Nachbarin Berta, die mehr als nur ein Auge auf den Käpt&#8217;n geworfen hat, gehört ebenfalls schon fast zur Familie. Sozialarbeiter Alex hat sich trotz aller widrigen Umstände in die patente Marie verliebt und gibt sich redlich Mühe, sie zu erobern.</p>
<p class="Body">Das Geld ist bei Familie König eh schon mehr als knapp und als dann plötzlich eine Räumungsandrohungl ins Haus flattert, ist Kreativität gefragt. 7.500 Euro in einer Woche – wie soll das bloß gehen? Während Pamela kurzerhand ihre Liebhaber um Alimente für Brutus erpresst, Benny seine Marihuana-Pflanzen zu Geld macht und Björn sich zur großen Erschütterung aller als HSV-Maskottchen verdingt, der Käpt&#8217;n auch noch das Pfandgeld in seiner Kneipe versäuft, sucht Marie nach Wegen, um weitere Kosten zu sparen.</p>
<p class="Body">Kurz scheint ihnen das Glück hold als Oma bei der Glücksspirale eine lebenslange Sofortrente von 7.500 Euro gewinnt. Dumm nur, dass sie in derselben Nacht noch stirbt. Nun ist guter Rat teuer – woher bekommt man eine neue Oma, die die Notarin überzeugt und wohin mit der toten Oma? Keine Sorge – zumindest für das letzte Problem hat Papa König eine Idee: Oma wird einfach auf dem Recyclinghof entsorgt! Und auch das mit der neuen Oma lösen die Königs auf ihre eigene, ungewöhnlich-charmante Weise. Am Schluss gibt es großes Happy End in vielerlei Hinsicht und die Erkenntnis: „Alles ist hier Karma!“</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_392_342">
<div class="style_2">
<p class="Body">Natürlich läuft in dieser Show nichts so wie geplant – sonst wären wir nicht im Schmidt&#8217;s, sondern im Schauspielhaus oder Thalia Theater. Aus dem „Souterrain des Lebens“ hat der Zuschauer einen ganz anderen, sehr direkten Blickwinkel auf die schmutzige Seite des Hamburger Kiez. Der ausgeprägte Hamburger Akzent, inklusive typisch hamburgischer Ausdrücke und zum Teil sehr rauem Umgangston, zeigt überdeutlich, wo wir uns befinden. Authentischer geht es nicht! Selbstverständlich ist man als Bewohner des Stadtteils St. Pauli, zum dem Reeperbahn und Kiez gehören, auch Fan des Zweitligisten 1. FC St. Pauli. Kein Wunder also, dass nicht nur Käpt&#8217;n König fast in Ohnmacht fällt, als einer seiner Söhne im Dino-Kostüm des HSV-Maskottchens Hermann nach Hause kommt. Das grenzt ja beinahe an Hochverrat!</p>
<p class="Body">Ja, es wird mit Klischees gespielt. Noch ein Beispiel? „Deinen Grünkohl kannst Du höchstens in Pinneberg als Gras verkaufen!“ Echte Hamburger lachen darüber ganz sicher&#8230;</p>
<p class="Body">Die Protagonisten nehmen kein Blatt vor den Mund. Sowohl Songtexte als auch Dialoge sind wunderbar bissig und treffen den Nagel mehr als einmal auf den Kopf: „Du steckst doch immer in der Scheiße: Nur die Tiefe ändert sich!“, „Ich bin der einzige Mensch, der aufwacht, um einen Albtraum zu haben.“, „Habt Ihr mal versucht, Euch nach eineinhalb Liter Blut spenden, einen von der Palme zu wedeln?“ Zartbesaitete Gemüter trauen sich vielleicht nicht, diesen derben Humor anzunehmen, doch in „Die Königs vom Kiez“ ist er so charmant verpackt, dass man gar nicht anders kann als zu lachen.</p>
<p class="Body">Die Charaktere sind Unikate und als solche sehr stark, einmalig und trotz aller Fehler liebenswert. Götz Fuhrmann erinnert als Papa König, also als Käpt&#8217;n, an eine Mischung aus Michael Keaton und Udo Lindenberg. Dass er tatsächlich NICHT betrunken ist, glaubt man ihm kaum. Der leicht federnde Gang, die lallende Sprache, die rudernden Arme – ja, solche Leute trifft man oft (aber nicht nur) auf dem Kiez. Carolin Spieß als latent notgeile Nachbarin Berta klingt wie Heidi Kabel, benimmt sich aber so gar nicht wie eine Dame. Wenn sie zu ihrem ganz besonderen „La Paloma Ohe“ ansetzt, mit dem sie den Käpt&#8217;n von ihren Reizen überzeugen will („Auf alten Schiffen lernt man segeln“), bleibt kein Auge trocken. Auch ihre hamburgische Eloquenz (Spargel, Mohn, Austern etc sind „Aphrodiaphragma“) ist herzerweichend. Auch die gestrenge Notarin Winkelmüller bringt sie gekonnt über die Rampe.</p>
<p class="Body">Lisa Huk ist als Teeniemutter mit ihrem Baby komplett überfordert, markiert aber immer die Starke. Sie weiß genau wie sie Männer um den kleinen Finger wickelt. Stefan Stara spielt die Zwillinge Benny und Björn und springt zwischen der kreativen und angepassten Kiezwelt hin und her: Mal ist er der besonnene zielstrebige Björn, der sich für seine Familie aufopfert, dann wieder der immer gut gelaunte Benny, der den ewig grummeligen Dealer davon überzeugen versucht, dass Drogen verkaufen Spaß macht und man lächelnd noch mehr Erfolg hat. Beim Song „St. Pauli“ kann er auch tänzerisch aus dem Vollen schöpfen. Seine Energie ist absolut mitreißend.</p>
<p class="Body">Stefan Rüh spielt den vermeintlichen Sozialarbeiter Alex, der sich später als Polizist outen muss, genauso charmant und überzeugend wie den gescheiterten Geisteswissenschaftler, der in der Stammkneipe vom Käpt&#8217;n das Bier zapft und seine Gäste pseudophilosophisch erfreut. Gleich fünf Rollen übernimmt Tim Koller – dabei zeigt er als verliebter Inder Ranjid, schwuler Priester, gefährlicher Dealer, pflichtbesessener Bofrosthorst und schillernde Lottofee eine große Bandbreite an schauspielerischem und komödiantischem Talent. Ihm kommt mit „Alles ist hier Karma!“ auch Moral von der Geschichte zu.</p>
<p class="Body">Bleibt noch Nadine Schreier, die als Marie zwischen dem Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Familie und ihren eigenen Gefühlen und Träumen hin- und hergerissen ist. Man kann ihren Konflikt gut nachvollziehen und möchte ihr unbedingt helfen.</p>
<p class="Body">Die durchaus vielschichtigen Charaktere machen „Die Königs vom Kiez“ zu einer außergewöhnlichen Eigenproduktion. Selten hat man im Schmidt Theater ein so rundes, stimmiges Musical gesehen: Heiko Wohlgemuths knackige, treffsichere Texte, Martin Lingnaus schwungvolle, vertraute Melodien, die sehr gute Personenregie Corny Littmanns und durch die Bank exzellente Schauspieler und Sänger machen dieses Stück zu einem Hamburger Original. Getoppt wird das Ganze durch die anspruchsvollen, abwechslungsreichen Choreographien von Benjamin Zobrys, die insbesondere im Albtraum des Käpt&#8217;ns, in dem er und seine Familie vor Dieter Bohlen auftreten und sich nieder machen lassen müssen, und im Finale zur Geltung kommen.</p>
<p class="Body">Sie möchten einen Blick hinter die schillernden Fassaden der Theater, Striptease-Bars und Musik-Clubs auf dem Hamburger Kiez werfen? Schauen Sie sich „Die Königs vom Kiez“ an und sie bekommen einen guten Eindruck, wie einige Menschen dort teilweise leben (müssen).</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. September 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Götz Fuhrmann, Lisa Huk, Tim Koller, Stefan Rüh, Nadine Schreier, Carolin Spieß, Stefan Stara</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Martin Lingnau / Corny Littmann<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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