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	<title>King Kong-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>King Kong-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2019 17:16:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Geipel]]></category>
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		<category><![CDATA[Hessisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das kleine Studio im Staatstheater Wiesbaden ist perfekt für das Drei-Personen-Stück von James Edward Lyons (Buch) und Paul Graham Brown (Musik). Die Geschichte des mysteriösen King Kong, der von dem karriere- und geldfixierten Carl Denham an den Broadway geholt wird, um dort nach einer Show mit anschließender Massenpanik elendig zu sterben, kennt sicherlich jeder. Lyons ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-sehr-gute-buehnenbild-stellt-die-darsteller-fast-in-den-schatten/">Das sehr gute Bühnenbild stellt die Darsteller fast in den Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das kleine Studio im Staatstheater Wiesbaden ist perfekt für das Drei-Personen-Stück von James Edward Lyons (Buch) und Paul Graham Brown (Musik). Die Geschichte des mysteriösen King Kong, der von dem karriere- und geldfixierten Carl Denham an den Broadway geholt wird, um dort nach einer Show mit anschließender Massenpanik elendig zu sterben, kennt sicherlich jeder.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2537 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__13_.jpg 1618w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lyons hat die Handlung so zusammengedampft, dass sie sich prima für kleine Bühnen eignet. Das Junge Staatstheater Wiesbaden nimmt solche Stoffe immer dankbar an und Iris Limbarth hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie genau weiß, wie sie ihre semiprofessionellen Darsteller in mehr oder weniger bekannten Stücken in Szene setzt.</p>
<p>In den Hauptrollen sind in der gut besuchten Vorstellung Tim Speckhardt (Carl Denham), Felicitas Geipel (Ann Darrow) und Benjamin Geipel (Jack Driscoll) zu sehen. Dass von den Dreien Speckhardt das beste Gesamtpaket zur Verfügung hat, zeigt er auch an diesem Abend nachdrücklich. Er singt sich fast fehlerfrei durch Browns leichtfüßige Melodien und überzeugt als schmieriger, nur den Erfolg im Blick habender Broadwayproduzent.</p>
<p>Felicitas und Benjamin Geipel zeigen da schon deutlich mehr Schwächen… Während man Felicitas Geipel die Naivität und Leichtigkeit der jungen Schauspielerin Ann Darrow nicht so recht abnehmen will, gibt Benjamin Geipel einen überzeugenden Seebären, für den es als Einzelgänger sehr überraschend ist, nicht nur eine Frau an Bord zu haben, sondern sich auch noch in diese zu verlieben. Gesanglich werden beide jedoch von Speckhardt abgehängt, dafür hört man bei beiden zu oft zu viele schiefe Töne.</p>
<p>Schiefe Töne kommen aber auch von Frank Bangert, der am Klavier und der Melodica den Abend instrumental (mit Ausnahme des zweimaligen Einsatzes einer Bongotrommlerin) allein bestreitet. Während er Browns Kompositionen am Klavier noch schön wiedergibt, klingen diese auf der Melodica doch oft sehr unsauber. Da hätte man sich gewünscht, dass stattdessen vielleicht doch ein Cello oder ähnliches an Bangerts Seite gewesen wäre. Dies hätte den klangvollen Stücken aus Browns Feder auch mehr Volumen verliehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2535 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__2_.jpg 1618w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Highlight dieser Inszenierung ist die Arbeit von Iris Limbarth und Britta Lammers (Bühne). Hier gibt es viele pfiffige Ideen, die den Abend kurzweilig werden lassen und von den Schwächen der Darsteller ablenken. Da ist zum einen die Tür im hinteren Teil der Bühne, die treffsicher als Küchentür in einem Diner, als Schiffstür mit Bullauge und als Bühnentür (mit Affe dahinter) fungiert.</p>
<p>Auch King Kongs übergroße Hand, die von einem ganz in schwarz gekleideten Ensemblemitglied sehr unauffällig über die Bühne geschoben wird, erwartet man hier so nicht. Felicitas Geipel kann auf der Handfläche bequem Platz nehmen und sich dort sogar regelrecht hineinkuscheln. Diese Großkulisse ist dem Jungen Staatstheater exzellent gelungen.</p>
<p>Die vielen Schrank- und Truhenkoffer auf dem Schiff, welche auch als Mobiliar im Hotel, als  Versteck im Urwald und auch als Spitze des Empire State Buildings dienen, werden auch sehr gut eingesetzt. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass hier irgend etwas nicht stimmen würde.</p>
<p>Zur Ausstattung im weiteren Sinn gehören auch die Projektionen aus Schwarz-Weiß-Filmen, die von Gérard Naziri und Benjamin Geipel zusammengestellt und für das Stück angepasst wurden. Vor Beginn des Stücks und während der Pause werden die Zuschauer so in die richtige Zeit versetzt. Ein gelungener Schachzug.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2536 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/king_kong_c_christine_tritschler__14_.jpg 1617w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Limbarth überzeugt in dieser Produktion weniger dank ihrer Choreographien, für die sie diesmal ebenfalls verantwortlich zeichnet, als vielmehr wegen guter Regie-Einfälle, die das Publikum zum Lachen und Staunen bringen. Dazu zählt u. a. der „umgedrehte Limbo“, der von den Darstellern mithilfe von Masken und somit einer doppelseitigen Figur problemlos bewältigt wird. Aber auch die Flucht vor Kong über die Insel, mit dem im Hintergrund „vorbeiziehenden“ Fluss, ist sehr gelungen. Hier wurde mit weniger, sehr zielsicher eingesetzter Theatermagie genau der passende Rahmen für dieses Stück geschaffen.</p>
<p>„King Kong“ in Wiesbaden reiht sich ein in eine lange Riege von Stücken, die – je nach Spielstätte – ein größeres oder kleineres Publikum begeistern.</p>
<p>Vielleicht wäre es aber eine schöne Idee, auch mal anderen Sängerinnen die Chance auf eine Hauptrolle zu geben. Felicitas Geipel spielt so ziemlich jede weibliche Hauptrolle in Produktionen des Jungen Staatstheaters, doch nicht immer passt sie altersmäßig oder von der Stimmfarbe und -lage her zu der jeweiligen Rolle. In anderen Stücken hatten jedoch schon einige Ensemble-Kolleginnen gezeigt, dass auch sie durchaus in der „ersten Reihe“ bestehen können.</p>
<p>Man darf schon jetzt gespannt sein, welche Stücke das Junge Staatstheater Wiesbaden sich für die kommende Spielzeit aussuchen wird. Denn es sind immer schöne Überraschungen oder selten gespielte Musicals dabei, über die sich das Publikum sehr freut.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">4</span>. März 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> <span class="Bold">Felicitas Geipel, Tim Speckhardt, Benjamin Geipel<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Regie:</strong> Paul Graham Brown / Iris Limbarth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Christine Tritschler<br />
</span></div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Charakterstarke Umsetzung von Delos W. Lovelace’s Roman</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/charakterstarke-umsetzung-von-delos-w-lovelaces-roman/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2016 11:25:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Schäffer]]></category>
		<category><![CDATA[James Edward Lyons]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Brehm]]></category>
		<category><![CDATA[King Kong]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham Brown]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Pangl]]></category>
		<category><![CDATA[TfN]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Müller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das 50 Plätze fassende theo im Hildesheimer Theater für Niedersachsen ist ideal, um kleine neue Musicals auszuprobieren. Das Publikum ist nah dran am Geschehen und aufgrund der räumlichen Begrenzung werden Kulissen so sparsam eingesetzt, dass die Zuschauer nahezu zwangsläufig ihre Phantasie einsetzen müssen, um die Bühnenbilder in ihren Köpfen zu erschaffen. Das ist auch bei ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das 50 Plätze fassende theo im Hildesheimer Theater für Niedersachsen ist ideal, um kleine neue Musicals auszuprobieren. Das Publikum ist nah dran am Geschehen und aufgrund der räumlichen Begrenzung werden Kulissen so sparsam eingesetzt, dass die Zuschauer nahezu zwangsläufig ihre Phantasie einsetzen müssen, um die Bühnenbilder in ihren Köpfen zu erschaffen.</p>
<p>Das ist auch bei Paul Graham Browns (Musik) und James Edward Lyons (Buch) „King Kong“ nicht anders. Bereits 2009 feierte das Stück seine Premiere in Berlin. Seither wurde es auf einigen Bühnen im deutschsprachigen Raum zur Aufführung gebracht. Auch das Theater für Niedersachsen sicherte sich den Stoff aus der kreativen Feder des eingespielten Teams Brown / Lyons.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-209 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/04_KING-KONG_Brehm-Müller-Pangel_Heidrich-300x200.jpg" alt="04_king-kong_brehm-mu%cc%88ller-pangel_heidrich" width="300" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/04_KING-KONG_Brehm-Müller-Pangel_Heidrich-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/04_KING-KONG_Brehm-Müller-Pangel_Heidrich-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/04_KING-KONG_Brehm-Müller-Pangel_Heidrich-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der erste Akt beginnt mit dem erfolglosen Regisseur Carl Denham, der vergeblich versucht, einigen Produzenten sein neues Projekt schmackhaft zu machen: Er möchte ein Schiff chartern, um in der Südsee dem sagenumwobenen King Kong nachzujagen. Er stößt jedoch auf klare Ablehnung. Der Zufall will es, dass ihm die ebenso glücklose Schauspielerin Ann Darrow in die Arme läuft, die er schlussendlich davon überzeugen kann, ihm in dieses Abenteuer zu folgen. Das Schiff, das die beiden mit ihrer geheimnisvollen Ausrüstung gen Süden bringen soll, ist der Seelenverkäufer von Kapitän Jack Driscoll.</p>
<p>Die beiden Männer bilden widerwillig eine Zweckgemeinschaft, während Ann versucht, ihr Können den Wünschen ihres Regisseurs anzupassen. Driscoll versucht, Denham von seinem Vorhaben anzubringen und erliegt währenddessen langsam aber sicher Anns Charme. Als sie schließlich auf der Südseeinsel an Land gehen, ist er sehr um Anns Sicherheit besorgt. Er ist es, der sie schließlich aus den Armen King Kongs rettet, während Denham zu allen Mitteln greift, um seinen Film noch spannender zu machen.</p>
<p>King Kong wird gegen Anns und Driscolls Protest betäubt und von den Dreien nach New York verfrachtet, wo er als Broadway-Attraktion die Kassen klingeln lassen und Denhams Ruf aufpolieren soll. Ann ist gefangen zwischen ihrer Liebe zu Driscoll, ihrer Zuneigung zu dem vermeintlichen Monster und ihrem Wunsch nach Ruhm und Anerkennung als Schauspielerin.</p>
<p>Nach King Kongs Ausbruch gipfelt das Ganze in einer martialischen Jagd auf das Biest, dessen Ermordung auch Ann und Driscoll nicht verhindern können. Währen die beiden aber noch sich haben, verliert Denham einmal mehr alles.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-208 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/03_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow-Müller-Carl-Denham-Brehm-Jack-Driscoll_Heidrich-300x200.jpg" alt="03_king-kong_pangel-ann-darrow-mu%cc%88ller-carl-denham-brehm-jack-driscoll_heidrich" width="300" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/03_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow-Müller-Carl-Denham-Brehm-Jack-Driscoll_Heidrich-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/03_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow-Müller-Carl-Denham-Brehm-Jack-Driscoll_Heidrich-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/03_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow-Müller-Carl-Denham-Brehm-Jack-Driscoll_Heidrich-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Stück von Lyons und Brown stellt die Charaktere und deren Beziehung zueinander in den Mittelpunkt des Geschehens. Entsprechend ausgeprägt sind auch die Dialoge im Vergleich zu den gesungenen Passagen. Musikalisch begleitet werden die drei Akteure von Kathryn Bolitho am Piano.</p>
<p>Als erfolgshungriger, machtbesessener Regisseur Denham wurde Tim Müller gecastet. Sein „neuer Stern am Broadway-Himmel“ ist Sandra Pangl. Jürgen Brehm schippert die beiden als Kapitän Driscoll über den Atlantik. Der gigantische Kong wird in dieser Inszenierung durch einen Kunstfellvorhang angedeutet.</p>
<p>Alle drei haben ihre ganz starken Momente: Müller, wenn er im Duett mit Brehm seine Liebe zu Ann entdeckt. Auch als er dem anwesenden Publikum seinen neuesten Coup „King Kong“ präsentiert, kann er überzeugen.</p>
<p>Brehm zeigt viel Gefühl, deutet stimmlich an, dass noch wesentlich mehr in ihm steckt und kann insbesondere den Beschützerinstinkt gegenüber Ann gut umsetzen. Pangl übertrifft ihre beiden Kollegen aber bei weitem: Ihre Mimik in der ersten Drehszene auf dem Boot beeindruckt mit großer Ausdrucksstärke. Ihr energisch-verzweifeltes „Jetzt bin ich mal dran“ erreicht rotz schwierigen Texts die Zuschauer. Vor allem jedoch ihr Spiel mit dem Fellvorhang, in den sie sich mal einwickelt, mal festklammert, ist sehr gelungen. Wenn sie von Kong durchgekitzelt wird, vergisst das Publikum nahezu, dass sich hinter dem Vorhang niemand versteckt, der ihn bewegt. Pangl alias Ann sagt auch den bogenschließenden Satz „Eines Tages wird jeder zu mir aufschauen!“ Ganz stark ist Pangl als sie auf dem Empire State Building das Geschehene reflektiert („Hoch auf dem Gipfel der Welt“).</p>
<p>Inszeniert wurde das Musical von Björn Schäffer, der auch die Ausstattung federführend verantwortete. Er lässt seinen Kollegen, mit denen er im TfN parallel auch auf der großen Bühne stand und steht, viel Raum zur Interpretation, was dem Stück sehr zugute kommt. Ausstattungstechnisch begnügt er sich mit drei Quadern und einigen Kisten. Wie er selbst im Interview im Programmheft sagt, lässt er den Zuschauern damit viele Möglichkeiten, das Bühnenbild individuell zu vervollständigen. Jedoch wirkt die Wahl dieser Kulissen an einigen Stellen unfreiwillig komisch: Der Balanceakt von Driscoll und Ann über die Schlucht, symbolisiert durch ein auf dem Boden liegendes Seil, sorgt doch für einige Lacher. Dafür gelingt der schnelle Wechsel von Kongs dramatischer Festsetzung hin zum Broadway-Theater ausgesprochen gut.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-210 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/05_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow_Heidrich-300x200.jpg" alt="05_king-kong_pangel-ann-darrow_heidrich" width="300" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/05_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow_Heidrich-300x200.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/05_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow_Heidrich-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/05_KING-KONG_Pangel-Ann-Darrow_Heidrich-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Auch wenn am Ende die akustische Untermalung von Kongs Sturz deutlich zu kurz ausfällt und der rituelle Tanz der Eingeborenen zu Beginn des zweiten Akts eher merkwürdig – obwohl tänzerisch durchaus ansprechend – wirkt, ergibt sich am Schluss ein rundes Bild.</p>
<p>Brown hat dramatische, an den leicht eindimensionalen Klang von 30er Jahre Stummfilmen erinnernde Popsongs komponiert. Die gewählten Reprisen (bspw. „Jetzt bin ich / sind wir mal dran“) funktionieren. Manches Mal hört man arge Disharmonien, die aber auch durch die anspruchsvollen Texte zu erklären sind.</p>
<p>„King Kong“ kann man sich definitiv in einer größeren Inszenierung mit einer breiteren Orchestrierung vorstellen. Mehr Darsteller braucht es nicht. Wichtig ist jedoch, dass die drei Protagonisten nicht nur gesanglich gut, sondern auch schauspielerisch exzellent sind. Denn „King Kong“ ist ein Musical der Charaktere, die allesamt sehr stark ausgeprägt sind. Diese Besonderheit will und muss bedient werden. In Hildesheim gelingt dies nicht in Gänze, aber es gibt zahlreiche Szenen, in denen großes Potential aufblitzt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> TfN &#8211; Theter für Niedersachsen, Hildesheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>19. Juni 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Jürgen Brehm, Sandra Pangl, Tim Müller</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Paul Graham Brown / Björn Schäffer<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Clemens Heidrich<br />
</span></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Paul Graham Brown: Begrenzung ist manchmal eine Art von Befreiung!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/paul-graham-brown-begrenzung-ist-manchmal-eine-art-von-befreiung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 12:33:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf des Jahrhunderts]]></category>
		<category><![CDATA[King Kong]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Graham Brown]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paul Graham Brown studierte Music and Dramatic Presentation an der University of Leeds, an dem er seinen Abschluss mit dem Kompositionspreis des Music Departments feiern konnte. Anschließend folgte eine 5-jährige Tätigkeit als Musical Autor für die North Kesteven District Council, England, wo er fast 20 neue Stücke, die alle in der Region aufgeführt wurden, schrieb, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_388">
<div class="style_2">
<p class="Body">Paul Graham Brown studierte Music and Dramatic Presentation an der University of Leeds, an dem er seinen Abschluss mit dem Kompositionspreis des Music Departments feiern konnte. Anschließend folgte eine 5-jährige Tätigkeit als Musical Autor für die North Kesteven District Council, England, wo er fast 20 neue Stücke, die alle in der Region aufgeführt wurden, schrieb, Regie führte oder produzierte. Seit bald zehn Jahren lebt der Engländer nun in Deutschland und hat in dieser Zeit mehrere eigene Shows zur Aufführung gebracht. Dazu zählte „Bonnie &amp; Clyde“ und „Show Dogs“, für das er den 1. Preis beim Grazer Musical Festival 2007 gewann.</p>
<p class="Body">Im letzten Winter wurde sein neuestes Musical „Der Kampf des Jahrhunderts“ in der Tribüne Berlin uraufgeführt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Autor James Edward Lyons setzte er fort: Zurzeit schreibt das anglo-amerikanische Duo an einem Musical über King Kong.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>King Kong besticht üblicherweise durch seine großen Dimensionen. Bisher hat sich keiner getraut, diesen Stoff auf eine Musicalbühne zu bringen. Was reizt Sie daran?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span> </strong>Vielleicht ist es genau das, dass sich bisher niemand getraut hat, dieses Thema in einem Musical zu verarbeiten (lacht). Viele Leute kennen King Kong, aber keiner weiß, wie wir es für die Bühne umsetzen werden. Das macht dieses Projekt besonders spannend.</p>
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<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>„King Kong“ wird ein Drei-Personen-Stück sein. Der Casting-Prozess ist gerade abgeschlossen. Warum haben Sie sich für Katharina Koch, Wolfgang Höltzel und Marc Schlapp entschieden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span> </strong>James und ich wollten schon seit langem mit Katharina Koch arbeiten. Wir kennen sie beide von früheren Projekten. Sie hat Facetten von denen wir wussten, dass sie perfekt auf unsere weibliche Hauptrolle passen würden und sie besonders interessant machen würden. In den Filmen ist die Rolle der Ann immer sehr oberflächlich angelegt. Das wollten wir vermeiden und mit Katharina sind wir hier auf der sicheren Seite. Wolfgang Höltzel und Marc Schlapp haben uns in den Auditions von vornherein überzeugt. Das Zusammenspiel der beiden ist ideal für unsere männlichen Charaktere. Die genauen Hintergründe für unsere Entscheidung werden Sie verstehen, sobald unser Stück aufgeführt wird.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Auch ein Musical über das Thema Boxen hat es bisher nicht gegeben. Suchen Sie sich Ihre Themen gezielt danach aus, was es schon mal zu sehen gab?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Mir ging es beim „Kampf des Jahrhunderts“ weniger um das Boxen an sich. Als ich die Geschichte zum ersten Mal hörte, war ich von der Begegnung dieser beiden so unterschiedlichen Männer fasziniert. Ich wusste nicht viel über die Hintergründe dieses Kampfes, aber ich spürte die Energie dieses Zusammentreffens. Oft werden Shows über Charaktere geschrieben, mit denen sich das Publikum identifizieren kann. Meist sind sie sind dem Publikum sympathisch und der Zuschauer kann die Entscheidungen der Charaktere nachempfinden. Doch manchmal sind es eben auch die Anti-Helden, die das Publikum bewegen: Sweeney Todd und Mrs. Lovett sind dafür ein perfektes Beispiel. Faktisch waren sie Massenmörder, doch die Zuschauer lieben sie. Auch nicht alles, was Max Schmeling gemacht hat, stieß auf Begeisterung. Um das zu vertuschen, wurde eine riesige Marketing- Kampagne aufgefahren. Doch eine wirkliche Boxerkarriere kann man nicht durch Marketing machen. Man muss auch ein entsprechendes Talent haben. Genau das hat James in seinem Buch gemeint als er geschrieben hat: „Hier zählt nacktes Können gegen nacktes Können!“ Genau das spürt man auch heute noch, wenn man sich ihre Kämpfe ansieht.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Heutzutage gibt es viele Fun-Shows, die das Publikum mit wenig Handlung und Tiefgang unterhalten wollen. Sie haben mit „Der Kampf des Jahrhunderts“ ein sehr facettenreiches Stück mit unterschiedlichsten Charakteren geschrieben. Birgt es nicht ein gewisses Risiko, bewusst ein Musical zu schreiben, dass nicht dem offenbaren Mainstream entspricht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Ich persönlich mag Fun-Shows sehr. „Mamma Mia“ ist perfekt, um einen fröhlichen Abend im Theater zu verbringen. Um „Mamma Mia“ zu verstehen, braucht man nicht sehr hart zu „arbeiten“, man kann sich zurücklehnen und es genießen. Für viele Zuschauer ist „Mamma Mia“ eine sehr emotionale Angelegenheit. Ich denke, je mehr man sich mit einem Thema bzw. eine Handlung befasst, desto tiefer steigt man auch als Zuschauer ein und desto mehr Spaß macht es tatsächlich.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ein Risiko besteht immer, wenn man ein neues Stück auf die Bühne bringen möchte, aber für „Der Kampf des Jahrhunderts“ haben wir mit der Tribüne in Berlin ein Theater gefunden, dass sehr gern Musicals zeigte, bei denen das Publikum sich mehr auf die Story einlassen muss, um die Charaktere und ihr Handeln wirklich zu verstehen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die Tribüne, die leider zum Jahresende 2008 schließen musste, war ein sehr kleines Theater. Wie sind Sie darauf gekommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Als ich nach Berlin kam, habe ich für die Tribüne zusammen mit Nina Schneider und Maja Das Gupta „Das Newsical“ entwickelt. Schon 2006 war man dort sehr aufgeschlossen und so konnten wir jeden Tag ein neues Stück aufführen (Anm. d. Red.: Für „Das Newsical“ wurden jeden Tag die Schlagzeilen neu ausgewertet und binnen 24 Stunden wurden täglich neue Kurz-Musicals geschrieben, geprobt und aufgeführt.). Die Arbeit mit dem Theater hat uns sehr viel Spaß gemacht… Irgendwann habe ich meine Idee geäußert, ein Max Schmeling Musical zu machen und im Prinzip haben sie unsere neue Show gekauft, ohne zu wissen, was genau der Inhalt war, denn James und ich waren noch ganz am Anfang des Kreationsprozesses als wir die Zusage von der Tribüne bekamen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Das klingt sehr nach Arbeiten unter hohem Druck. Gemeinhin verbinden viele mit dem Komponieren immer noch das romantische Bild der Muse, die den Komponisten küsst, so dass ihm über Nacht neue Melodien einfallen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Tatsächlich ist das Schreiben von Songs sehr harte Arbeit. Es gibt diese Momente, da kommt einem plötzlich eine Melodie in den Kopf und daraus wird dann ein Lied für die Show. Aber meistens ist es andersherum. Man sitzt am Klavier und sucht nach den passenden musikalischen Themen für seine Helden auf der Bühne. Es muss nicht nur technisch perfekt sein, sondern auch 100 % auf das Bühnengeschehen passen. James und ich haben viel über alles diskutiert, damit der Song in der jeweiligen Situation exakt auf den entsprechenden Charakter und seine Gefühlswelt passt. Das Schreiben eines Musicals ist wirklich alles andere als leicht.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die Idee, jedem der Charaktere in „Kampf des Jahrhunderts“ einen eigenen Musikstil zuzuordnen, hat die Arbeit sicherlich nicht beschleunigt. Warum haben Sie es sich extra schwer gemacht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Tatsächlich war es dadurch viel einfacher. Begrenzung ist manchmal auch eine Art von Befreiung. Für mich war von Anfang klar, dass Joe Louis, der „black character“ eine andere Sprache haben muss als Max Schmeling. Und auch Maxs Manager Joe Jacobs ist sehr besonders. Nicht, weil er Jude ist – das ist für ihn persönlich kein Thema. Es rückt erst in den Vordergrund als Max von den Nazis für ihre Propaganda-Maschine eingesetzt wird. Dennoch standen wir vor einem Problem: In anderen Musicals helfen Reprisen dem Publikum den roten Faden zu halten bzw., Charaktere wieder zu erkennen. Das war beim „Kampf des Jahrhunderts“ wenig möglich, da sich viele Songs stilistisch von den anderen unterschieden. Die große jiddische Nummer von Joe Jacobs haben wir nur deshalb im Finale als Reprise genommen, weil er damit alles perfekt zusammenfasst, was in der Geschichte von Max Schmeling, Joe Louis und den Menschen um sie herum passiert.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Läuft diedie Arbeit an neuen Musicals hier in Deutschland anders ab als in England oder den Vereinigten Staaten?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> In Amerika ist es ganz anders. Dort herrscht eine ganze andere Musiktheaterkultur. Die Theater werden dort viel weniger subventioniert und es gibt auch diese Art von Theater-Abonnements nicht, die es herzulande gibt. Daher müssen von jeder Show deutlich mehr Vorstellungen gespielt werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss die Qualität entsprechend hoch sein. Dadurch kann sich der Entwicklungsprozess eines neuen Musicals sehr in die Länge ziehen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Als wir „Fairystories“ in den USA entwickelt haben, haben wir mit einem sogenannten Reading angefangen. Dort war schon Publikum anwesend und die haben das Musical sehr gern und ausführlich diskutiert, kritisiert und so weiter voran gebracht. Bei den ersten Workshops (noch ohne Kostüme) hat der Regisseur dem Stück wieder eine andere Note gegeben. Als wir dann in Seattle eine eigene kleine Produktion mit vollem technischen Support bekamen, hatten wir wieder einen neuen Regisseur und „Fairystories“ hat sich noch mal verändert. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Regisseuren war sehr wertvoll. Jeder hat einen anderen Blickwinkel, identifiziert sich aber voll mit dem Stück und gibt tolle Hinweise. So etwas nenne ich perfekte Teamarbeit. Keiner hat mir Vorschriften gemacht, bloß weil er der Regisseur war und sich durchsetzen wollte, sondern wir haben alles gemeinsam besprochen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Das liegt aber zum Teil auch daran, dass es in den USA hunderte, wenn nicht tausende talentierte Autoren und Komponisten an neuen Musicals arbeiten. Und nur ein winzig kleiner Bruchteil schafft es an den Broadway. Während hier in Deutschland jedes Stück, dass mit einem Theater entwickelt wird, dort auch unbedingt auf die Bühne gebracht werden muss. Das erhöht den Druck ungemein und ist für die Kreativität als solche nicht immer förderlich.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Würden Sie sagen, dass uns eine Art Off-Broadway oder Fringe-Szene, in der sich jeder so ausprobieren kann, wie in England fehlt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Im Prinzip ist eine solche Szene auch in Deutschland vorhanden, aber leider findet man wenig Produzenten, die Interesse daran haben oder den Mut aufbringen, eine neue Show zu machen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">In USA gibt es Musicaltheater seit bald 100 Jahren, da sind die Menschen ganz anders mit aufgewachsen und haben einen anderen Zugang dazu.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Warum haben Sie sich entschieden, gerade in Deutschland zu arbeiten und nicht mehr in England oder den USA, wo Ihre Stücke vielleicht größere Bekanntheit erreichen würden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span> </strong>Vor zehn Jahren gab es einen Punkt in meinem Leben, an dem ich entscheiden musste, ob ich dauerhaft als Angestellter für die Community 5-6 kleine Musical im Jahr nicht nur schreiben und komponieren, sondern auch inszenieren wollte. Ich entschied mich für eine Art Sabbatical und wollte in paar Wochen bei Freunden in München verbringen. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl, fand neue Aufgaben außerhalb des Musicals und entschied mich, meinen Job in England zu kündigen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Dass ich dann in Berlin gestrandet bin, liegt daran, dass ich die Energie dieser Stadt sehr mag. Man hat das Gefühl, hier noch etwas bewegen zu können. Wenn man irgendwo in Deutschland arbeitet, muss es Berlin sein. Langsam wird Berlin wirklich zur Hauptstadt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich wollte immer leben und arbeiten. Genau das kann ich hier.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Seit kurzem arbeiten Sie an der Stage School in Hamburg als Dozent für Liedinterpretation. Wie kam es dazu?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Ich wollte gern wieder unterrichten. Das hat mir schon 2006 an Paul McCartney LIPA School in Liverpool viel Spaß gemacht. Und da die Stage School im Januar nach einem neuen Dozenten suchte, hat das perfekt gepasst.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Zurzeit arbeiten Sie – wieder mit James Edward Lyons – an Ihrem neuen Stück. „King Kong“ wird im am 28. August Weltpremiere feiern. Erzählen Sie uns mehr darüber…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Paul Graham Brown:</span></strong> Die Premiere wird im „Kleinen Theater“ sein. Unser Musical basiert auf der Novelle von Delos W. Lovelace. Wir haben die Handlung auf die drei Hauptcharaktere konzentriert. Es geht um ihre Beziehung zueinander und darum, wie diese sich verändert als sie King Kong begegnen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Musikalisch bleiben wir in den 1930er Jahren. Beim „Kampf des Jahrhunderts“ habe ich mit der Musik verschiedene konkrete Welten dargestellt. Bei „King Kong“ müssen wir mit den Songs eine fiktive Welt erschaffen, die nicht immer schön ist. Mit der Musik versuchen wir, die Phantasie der Zuschauer anzuregen, damit jeder sich sein eigenes Bild über King Kongs Welt machen kann.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Aber natürlich wird es kein Horror-Musical, sondern eine Show über Sehnsucht und Emotionen, wobei der Humor nicht zu kurz kommen wird.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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