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	<title>Katrin Gerken-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Katrin Gerken-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Melancholie und Freude in perfekter Kombination</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 08:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Katharina Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Hübner]]></category>
		<category><![CDATA[Das Orangenmädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Weiler]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Gerken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell Dir vor, Du bekommst zwölf Jahre nach dem Tod Deines Vaters einen Brief von ihm, in dem er Dir die Liebesgeschichte Deiner Eltern erzählt und Dich ganz nebenbei nach dem Sinn des Lebens fragt. Ganz schön viel für einen Teeanger, der mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens schon genug zu tun hat. Doch genau ...</p>
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<p class="Body">Stell Dir vor, Du bekommst zwölf Jahre nach dem Tod Deines Vaters einen Brief von ihm, in dem er Dir die Liebesgeschichte Deiner Eltern erzählt und Dich ganz nebenbei nach dem Sinn des Lebens fragt. Ganz schön viel für einen Teeanger, der mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens schon genug zu tun hat.</p>
<p class="Body">Doch genau dies erlebt der 15-jährige Georg. Zwölf Jahre nachdem sein Vater Jan-Olav unerwartet, viel zu früh verstorben ist, findet seine Mutter Veronika beim Aufräumen einen Brief, den der Vater kurz vorm Tod an seinen Sohn verfasst hat. Beim Lesen dieses Briefs gerät der Teenager auf eine Achterbahn der Gefühle.</p>
<p class="Body">Die Geschichten von Vater und Sohn gleichen sich, denn nicht nur der junge Jan-Olav lässt sich durch die Treffen mit dem Orangenmädchen nur zu gern von seinem Medizinstudium ablenken, auch Georg steht vor der schier unüberwindlichen Aufgabe, die hübsche Geigenschülerin Isabell anzusprechen und sie um ein Date zu bitten.</p>
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<p class="Body">Die Romanvorlage zu diesem Stück stammt von Jostein Gaarder, der das Thema Tod eng mit dem Thema Liebe verbindet und so eine warmherzige Geschichte über das Leben erschafft, in der sich viele Leser in der ein oder anderen Episode wieder finden. Für die Musiktheater-Fassung wurde die komplexe Handlung gestrafft und ein kurzweiliges Vier-Personen-Stück kreiert.</p>
<p class="Body">Im Fokus von Christian Gundlachs Buch stehen zwei Parallelhandlungen: Der Medizinstudent Jan-Olav trifft das Mädchen im orangen Mantel mit der Tüte voll Orangen und verliebt sich Hals über Kopf in das „Orangenmädchen“. Die Irrungen dieses Kennenlernens und sich wieder aus den Augen-Verlierens führen von Oslo nach Spanien und wieder zurück. Schlussendlich stellt sich heraus, dass Veronika und Jan-Olav schon als Kinder befreundet waren und Veronika dieses Verwirrspiel geplant hat, damit die beiden Kinder von einst sich neu finden, kennen-, und liebenlernen können.</p>
<p class="Body">Georg, angehender Weltraumforscher, Träumer und Teenager-Sohn von Jan-Olav und Veronika, lernt seine erste Jugendliebe Isabell kennen und muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, einem Mädchen seine Gefühle zu zeigen &#8211; geschweige denn, es erst einmal überhaupt anzusprechen.</p>
<p class="Body">In dieser Situation liest Georg den Brief seines Vaters und findet darin das, was ihm bei seiner Mutter fehlt: Verständnis. Zudem erfährt er, dass der neue Mann an der Seite seiner Mutter schon da war, bevor sie seinen Vater kannte. Das wirkt sich nicht unbedingt förderlich auf das abgespannte Verhältnis zu seiner Mutter aus. Dass gerade die ersten Begegnungen mit der Liebe keineswegs nur dramatisch, sondern durchaus auch sehr lustig sein können, wird immer wieder deutlich.</p>
<p class="Body">In diesem Brief stellt sein Vater ihm eine bereits in Kindertagen gestellte Frage erneut: Würdest Du geboren werden wollen, wenn Du wüsstest, wie Dein Leben verlaufen wird?</p>
<p class="Body">Georg versteht diese Frage erst jetzt richtig und würde sie, wie sein Vater, tendenziell mit „Nein“ beantworten.</p>
<p class="Body">Erst als seine Mutter ihm erklärt, dass sein Vater seine Antwort aufgrund von Verbitterung und Schmerz wegen des viel zu früh endenden Lebens gegeben hat, gibt der Junge sich und seinem Leben eine richtige Chance und fasst den Mut, Jasmin um eine Verabredung zu bitten.</p>
<p class="Body">Das Stück wird szenisch sehr schlank umgesetzt. Fünf Podeste geben die verschiedenen Spielwiesen der vier Protagonisten ab. Ein großer oranger Mond eignet sich sowohl als romantischer Hintergrund für Jan-Olav und Veronika als auch als Ziel der Sehnsüchte des sternenguckenden Georg. Das Thema Orangen findet sich in in drei Stillleben mit Orangen wieder, die die Nationalgalerie Oslo und den Ort des ersten Treffen von Jan-Olav und Veronika darstellen. Das funktioniert prima und ist für dieses sehr emotionale Stück ideal. Die vielen Orangen, die in Papiertüten herumgetragen oder kunstvollen Pyramiden auf der Bühne drapiert werden, lassen das Publikum in den Genuss eines Dufttheaters kommen und machen dieses Stück nur umso besonderer.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau hat für die vier Darsteller wunderschöne Balladen geschrieben, die von Piano (Stephan Sieveking) und Cello (Hagen Kuhr) einfühlsam untermalt werden. Auch die Aufgewühltheit wird musikalisch durch diese Instrumenten-Kombination perfekt transportiert und durch poppige Uptempo-Songs über die Rampe gebracht. Erfreulich ist, dass sich Lingnau mit diesem Stück deutlich von seinen übrigen Kompositionen absetzt und der sonst so oft beklagte Wiedererkennungswert kaum vorhanden ist. Die Texte von Edith Jeske könnten an der ein oder anderen Stelle etwas ausgefeilter oder weniger plump sein, doch im Großen und Ganzen überbringen die Texte sowohl die lustigen und romantischen als auch die traurigen Passagen dieses Stücks.</p>
<p class="Body">Ein Musical mit einem so philosophischen Ansatz wie „Das Orangenmädchen“ steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit der Darsteller. Anna Katharina Bauer hat in der Rolle der Isabell den undankbarsten Part, da diese Figur eher eine Nebenrolle ist. So fällt sie leider kaum nachhaltig auf. Ihre drei Kollegen hingegen haben alle sehr starke Alter Egos &#8211; allen voran Sascha Rotermund als Jan-Olav. Er gibt den verliebten Medizinstudenten genauso überzeugend wie den genervten Ehemann, besticht aber vor allem im Zusammenspiel mit seinem Sohn. Gesanglich bedient Rotermund eine große emotionale Bandbreite. Sein finales Duett mit dem Sohn, in dem er ihm die entscheidende Frage stellt, geht sehr zu Herzen.</p>
<p class="Body">Benjamin Hübner hat es als „Halbstarker“ nicht leicht, dieser geballten Manneskraft etwas entgegenzusetzen, doch zeigt er Georgs Zerrissenheit sehr glaubhaft. Hier kommt ihm sicherlich zugute, dass seine Teenagertage noch nicht allzu lange her sind. Das Aufbäumen gegen die überfürsorgliche Mutter ist tragikomisch und nur zu nachvollziehbar.</p>
<p class="Body">Katrin Gerken gelingt der Spagat zwischen besorgter Mutter und jugendlichem Orangenmädchen sehr gut, wobei ihr der mütterliche Part deutlich besser zu Gesicht steht. Wenn sie ihrem Sohn die Welt der Liebe erklärt („Eine Leinwand ist kein Bild“, „Wenn Liebe sich ergibt“) ist dies sehr herzerwärmend.</p>
<p class="Body">Bei Themen wie dem Tod des Vaters, dem Sohn, der sich gegen die Mutter und deren neuen Mann auflehnt und damit kämpft, seinen Weg im Leben zu finden, könnte man durchaus ins Grübeln geraten. Doch dem Kreativ-Team ist es gelungen, dass Publikum durch viele amüsante und einfühlsam gestaltete Szenen mit einem guten Gefühl aus dem Theater zu entlassen.</p>
<p class="Body">Jeder, der Musiktheater mag, in dem die Menschen im Vordergrund stehen und nicht großartige Kulissen und pompöse Orchestrierungen; jeder, der Musicals mag, indem es nicht um seichte Unterhaltung geht, sondern in denen man seinen Kopf durchaus mitbenutzen darf, sollte sich dieses Stück nicht entgehen lassen. Glücklicherweise sind für 2012 weitere Spieltermine in und um Hamburg angesetzt, so dass die Geschichte vom „Orangenmädchen“ noch viele weitere Zuschauer berühren wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>29. Dezember 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Katharina Bauer, Katrin Gerken, Benjamin Hübner, Sascha Rotermund</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Harald Weiler / Martin Lingnau<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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		<title>Leichte Kost charmant serviert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2004 16:25:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Heinke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Gerken]]></category>
		<category><![CDATA[Sing Sing Sing]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria Fleer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die drei Andrew Sisters haben eine weltweit beachtete Karriere hingelegt! 90 Millionen verkaufte Schallplatten sprechen für sich! Alles begann 1938 mit “Bei mir bist Du schön” und setzte sich auf einer nicht endenden wollenden Tour durch die Vereinigten Staaten fort. Als im Dezember 1941 der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour erfolgt, kamen auch die ...</p>
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<p class="Body">Die drei Andrew Sisters haben eine weltweit beachtete Karriere hingelegt! 90 Millionen verkaufte Schallplatten sprechen für sich! Alles begann 1938 mit “Bei mir bist Du schön” und setzte sich auf einer nicht endenden wollenden Tour durch die Vereinigten Staaten fort.</p>
<p class="Body">Als im Dezember 1941 der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour erfolgt, kamen auch die Andrew Sisters ihrer Vaterlandspflicht nach und zogen an die Front. Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg bestand die Hauptaufgabe der drei Schwestern aus Minneapolis darin, die GIs mit ihrer fröhlichen Musik vorübergehend auf andere Gedanken zu bringen. “Boogie gegen Bomben, Rumba gegen Raketen, Hits gegen Hitler” (Theater) lautete ihre Devise.</p>
<p class="Body">Im Mittelpunkt des Musicals von Mathias Kosel steht &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; die Musik. Doch auch die Geschichte abseits der Bühne mit Eifersüchteleien, Schicksalsschlägen und alltäglichen Problemen wie dem Wunsch nach Schokolade oder Strumpfhosen wird von Kosel berücksichtigt.</p>
<p class="Body">Die Inszenierung im Altonaer Theater kommt ohne große Kulissen aus. Koffer werden als Sitzmöbel genutzt; Fahnen links uns rechts der Bühne helfen bei der Bestimmung des jeweiligen Aufenthaltsortes der Andrew Sisters.</p>
<p class="Body">Im Hintergrund befindet sich bühnenfüllend die “Blue Eyes Swing Band” mit Musicalautor Mathias Kosel am Piano. Die Band trägt maßgeblich dazu bei, Schwingungen ins Publikum zu transportieren. Die drei Darstellerinnen der Andrew Sisters schaffen dies leider nur zu selten. Katrin Gerken (LaVerne Andrews), Charlotte Heinke (Patty Andrews) und Victoria Fleer (Maxene Andrews) geben sich redlich Mühe, den Funken der flotten Musik überspringen zu lassen. Doch häufig wirkt ihre Fröhlichkeit allzu aufgesetzt und wenig mitreißend. Die Choreographie von Mecki Fiedler fällt kaum nennenswert auf. Und die Frage, warum die drei Schwestern in einigen Szenen laut klackende Steppschuhe tragen, ohne je mehr als drei Schritte damit zu tanzen, bleibt unbeantwortet.</p>
<p class="Body">Gesanglich bewegen sich die drei Künstlerinnen sicher in ihrem Metièr. Ein stimmlich harmonisches Zusammenspiel macht viele der bekannten Songs ( z. B. “In the Mood”, “Bella, Bella Marie”, “Rum and Coca Cola”, “Lullaby of Broadway”) zu einem Erlebnis.</p>
<p class="Body">Dass aufgrund des historischen Hintergrunds auch ernstere Töne angeschlagen werden müssen, ist unerlässlich. So verliest Bandleader Wally Weschler (Mathias Kosel) die einschneidenden Worte von Theodore Roosevelt als der bis dahin größte Auftritt der Andrew Sisters in New York am 7. Dezember 1941 durch den Angriff der Japaner auf Pearl Harbour verhindert wird.</p>
<p class="Body">Als kurz vor Schluss des Stücks LaVerne (Katrin Gerken) ihren Schwestern gesteht, dass sie Brustkrebs hat, ist die Beklemmung und das Entsetzen der jüngeren Geschwister fast körperlich zu spüren. Nach dieser Szene bleibt die Stimmung leider auch in Bezug auf die weitere Songauswahl im Keller. Anstatt die Besucher mit dem beschwingten “Sing, Sing, Sing” zu entlassen, wird das Finale mit dem melancholisch angehauchten Medley “Alexanders Ragtime Band” bestritten.</p>
<p class="Body">Trotz der guten Darstellerinnen und der swingenden Band &#8211; die zudem viele Lacher auf ihre schauspielerischen Einsätze bekommt &#8211; reißt einen das Stück nicht so vom Sessel, wie man es von einem Swing-Musical mit bekannten Hits der 30er und 40er Jahre erhofft.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht auf <a href="http://www.musicalzentrale.de"><span style="color: #333399;">musicalzentrale.de</span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>April 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Victoria Fleer, Katrin Gerken, Charlotte Heinke </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Mathias Kosel<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Altonaer Theater Hamburg<br />
</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/leichte-kost-charmant-serviert/">Leichte Kost charmant serviert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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