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	<title>Katharine Mehrling-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Katharine Mehrling-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<item>
		<title>Liebevoll-komische Rundreise durch die Märchenwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Dec 2017 14:49:40 +0000</pubDate>
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<h3>Update, 28.12.2017</h3>
<p>In der diesjährigen Wiederaufnahme steht erneut Franziska Kuropka in ihrer Paraderolle als 13. Fee und böse Stiefmutter auf der Bühne. Sie überstrahlt in Verschlagenheit alle Kollegen und jagt einigen Kindern mit ihren nebelumwobenenen Auftritten einen ordentlichen Schrecken ein. Doch auch als rappende Rapunzel und Ossi-Zwerg hat Kuropka die Lacher auf ihrer Seite. Neu im Ensemble ist Christian Petru, der als symatisch-schusseliges Schneiderlein eine Märchenschönheit nach der anderen befreit. Natürlich helfen hierbei aber der Zufall und eine gehöige Portion Glück gehörig mit.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-2174 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2013/12/Es_war_einmal_09-e1514723810774-400x333.jpg" alt="" width="281" height="234" /></p>
<p>Veit Schäfermeier steht erstmal als Vater und König auf der Bühne. Er macht seine Sache mehr als gut und bringt viele mit seiner gar nicht wirklich strengen Art zum Lachen. Katrin Taylor macht in sämtlichen Prinzessinnenrollen ene gute Figur: Ob als tumpes Dornröschen, liebliches Schneewittchen oder selbstbewusstes Rotkäppchen &#8211; durch den Wechsel von Dialekten und Habitus unterscheiden sich die Figuren so sehr, dass nicht jedes Kind sofort merkt, dass überall die gleiche Schauspielerin dahintersteckt. Timo Riegelsbeger komplettiert das Ensemble an diesem Tag und ist ein sehr niedlicher böser Wolf zum Knuddeln. Auch als leicht trotteliger Diener des Königs macht er viel Spaß.</p>
<p>Am Ende jubelt das Publikum begeistert und klatscht und tanzt zwischen den Stuhlreihen mit. &#8222;Es war einmal&#8220; ist hervorragende Familienunterhaltung und kann  jedem, der Freude an wortwitzigem Musiktheater für Groß &amp; Klein hat, dringend ans Herz gelegt werden.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p class="Body">Papa ist alles andere als Märchenfest &#8211; das merken seine drei Kinder mehr als deutlich als er ihnen die Geschichte vom „Tapferen Schneiderlein“ in einer sehr kreativen Fassung erzählt.</p>
<p class="Body">Das Schneiderlein erlegt sieben Fliegen mit einem Schlag, soweit so richtig. Gut, die Fliegen saßen nicht auf einem Pflaumenmusbrot, sondern auf einem Honigbrot&#8230; Aber richtig schräg wird es als der König, der dem vermeintlich übermächtigen Schneiderlein unlösbare Aufgaben stellt, die Hand seiner Tochter verspricht. Und dieses Töchterlein ist Schneewittchen. Da blättert man dann doch im Geiste in seinen Grimmschen Märchenbüchern und überlegt, welche Querverbindung man vergessen haben könnte.</p>
<p class="Body">Doch es kommt noch besser. Dss Schneiderlein muss nicht nur Dornröschen aus seinem 100jährigen Schlaf wachküssen, Rapunzel aus em Turmgefängnis retten und das Rotkäppchen sicher zu seiner Großmutter bringen. Nein, das Schneiderlein muss ich auch mit dem Froschkönig, Hänsel &amp; Gretel und Schneewittchens böser Stiefmutter herumschlagen.</p>
<p class="Body">Was wie das pure dichterische Chaos klingt, entpuppt sich als Riesenspaß für Groß und Klein auf der Bühne des Schmidt Theaters. Es läuft so einiges durcheinander, aber die Kinder lieben den jammernden und ganz und gar nicht bösen großen grauen Wolf. Sie unterstützen das Schneiderlein bei all seinen Abenteuern und helfen Dornröschen und Rapunzel lautstark gegen ihre Widersacher. Dass die böse Stiefmutter ausgebuht wird, versteht sich von selbst.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2173 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2013/12/Es_war_einmal_08-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" /></p>
<p class="Body">Auch Handpuppen kommen in diesem Stück in Gestalt von singenden Rosen und dem extrem flirtenden Froschkönig zu Ruhm. Kids haben an dieser Art von Mitmachtheater sehr viel Freude.</p>
<p class="Body">Aber auch für die erwachsenen Besucher bietet „Es war einmal&#8230;“ viel. Heiko Wohlgemuth hat gewohnt spitzfindige Dialoge und Songtexte geschrieben. Während Kinder so etwas wie „Wir gehen in den Har(t)z4!“ oder „&#8230;nur Spiegel-Leser wissen mehr.“ oder „Rapunzel, Du hast die Haare schön!“ einfach überhören, wissen die Großen ganz genau, was dahinter steckt und schütten sich aus vor Lachen.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau hat schmissige, abwechslungsreiche Songs für das Märchenmusical geschrieben. Seine Handschrift ist unverkennbar, mitklatschen ist ausdrücklich erlaubt. Dass die Kreativen sich dabei selbst nicht so ernst nehmen, zeigt die Ballade „Dies ist ein trauriges Lied“, deren einziger Songtext aus der Wiederholung des Titels besteht.</p>
<p class="Body">Doch auch tänzerisch hat „Es war einmal“ einiges zu bieten. Benjamin Zobrys hat den Darstellern schwungvolle Choreographien beigebracht, die auch das Publikum zum Mittanzen anregen.</p>
<p class="Body">Auch die Darsteller haben sichtlich Spaß, allen voran Franziska Kuropka, die sich als 13. Fee und böse Stiefmutter in der Ablehnung des Publikums weidet. Als überdrehte gute Fee und überschwänglicher Ossi-Zwerg hat sie aber ganz klar die Sympathien auf ihrer Seite. Auch Marco Knorz begeistert als sympathisch-tolpatschiges Schneiderlein. Torsten Hammann schüchtert allein ob seiner puren Statur als König ein. Seine sonore Stimme sorgt für Gänsehautschauer. Doch auch als schwuler Zwerg und schusseliger Papa macht er Spaß. Hakan T. Aslan ist der böse Wolf, dem gleich mehrfach der Bauch aufgeschnitten wird. Auch als „Türken-Zwerg“ sorgt er mit wunderbaren Sprüchen für Lacher („Hab‘ ich Kino im Gesicht, oder was?!“). Johanna Haas ist als Schneewittchen, Rotkäppchen, Dornröschen und Rapunzel zu sehen. Allesamt hübsche Prinzessinnen. Haas ist zuckersüß und gibt jeder der vier Ladys ihren eigen Stil.</p>
<p class="Body">Carolin Spieß, selbst seit Jahren festes Mitglied der Schmidt-Theater-Familie (u. a. „Villa Sonnenschein“, „Die Königs vom Kiez“), hat mit „Es war einmal“ ein ganz besonderes Weihnachtsmusical inszeniert. Ganz in der Tradition der Schmidtschen Musicalproduktionen haben die Zuschauer viel zu lachen, die Charaktere sind sehr sympathisch und gemeinsam mit den zweckdienlichen, aber nicht minder überraschenden Kulissen von Christine Grimm ergibt sich eine rundum gelungene Show und ganz bestimmt kein „Grims Grams“!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. Dezember 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Franziska Kuropka, Marco Knorz,  Thorsten Hamann, Johanna Haas, Hakan T. Aslan</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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		<title>Eine unterkühlte Strippenzieherin in ausgefallenen, puritanischen Kulissen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterkuehlte-strippenzieherin-in-ausgefallenen-sehr-puritanischen-kulissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 17:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Drew Sarich]]></category>
		<category><![CDATA[Evita]]></category>
		<category><![CDATA[Fabio Diso]]></category>
		<category><![CDATA[Katharine Mehrling]]></category>
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		<category><![CDATA[Vladimir Korneev]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Publikum findet sich in einer Kinoatmosphäre wieder: Auf der Leinwand wird ein Film mit Argentiniens First Lady Eva Duarte de Perón gezeigt. Plötzlich bricht der Film ab und im Saal wird verkündet, dass ebendiese Schauspielerin, von ihrem Volk liebevoll Evita genannt, soeben verstorben ist. Andrew Lloyd Webbers düsterer Auftakt zur musikalischen Erzählung von Eva ...</p>
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<div id="body_content" class="bumper">
<p>Das Publikum findet sich in einer Kinoatmosphäre wieder: Auf der Leinwand wird ein Film mit Argentiniens First Lady Eva Duarte de Perón gezeigt. Plötzlich bricht der Film ab und im Saal wird verkündet, dass ebendiese Schauspielerin, von ihrem Volk liebevoll Evita genannt, soeben verstorben ist.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Andrew Lloyd Webbers düsterer Auftakt zur musikalischen Erzählung von Eva Peróns bewegtem Leben, verschlägt dem Publikum regelmäßig die Sprache. Auch im Wiener Ronacher Theater bleibt dieser Effekt nicht aus. Das 24-köpfige Orchester unter der Leitung von Carsten Paap kann hier seine volle symphonische Stärke ausspielen und sorgt direkt zu Beginn für einen Gänsehautmoment. Verstärkt wird die beklemmende Situation durch die Trauergemeinde, die den Sarg in einem virtuellen Regen weißer Rosen von der Bühne trägt.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="283" height="401" /></div>
</div>
<p class="Body">Die Verwandlung von der dunklen Friedhofsstimmung zum fröhlichen Musikabend in Evitas Heimatdorf Junín gelingt ganz vorzüglich. Auch die angedeutete Häuserfront in Buenos Aires, vor der sich Evitas Liebhaber die Klinke in die Hand geben („Adiós und Danke“), wirkt sehr gut.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Stephan Prattes hat mit seinem Bühnenbild eine kalte, düstere Umgebung geschaffen, in der nur Evita und diejenigen, die sie mit ihrer Präsenz ehrt, im Licht stehen.</p>
<p class="Body">Dass Evita nicht nur die Männer im Allgemeinen, sondern insbesondere mächtige Männer um den Finger wickelt, wird in der dem ersten Treffen von Perón und Evita vorgeschalteten Szene klar: Die Mächtigen Argentiniens sind eigentlich nur Schießbudenfiguren, die eine nach der anderen „umfallen“, bis nur noch Perón übrig bleibt.</p>
<p class="Body">Die Treppen- und Geländer-Konstruktion, welche die verschiedenen Spielebenen (Peróns Villa, Casa Rosada) ermöglicht, ist großartig, wenn auch eine etwas wackelige Angelegenheit, da sie regelmäßig schon bespielt wird, während die einzelnen Elemente noch „zusammengesetzt“ werden. Zum ersten Mal kommt diese Konstruktion in voller Größe bei „Ich wäre wirklich gut für Dich“ zum Einsatz. Das sich öffnende Schlafzimmer wirkt aufgrund der umgebenden Stahlkonstruktion trotz der großen Bühne sehr intim.</p>
<p class="Body">Wenn sich Evita in der nächsten Szene Peróns bisheriger Geliebter auf unzweifelhafte Art entledigt („Du nimmst den Koffer wieder in die Hand“), wird einmal mehr deutlich, dass die deutschen Texte aus Michael Kunzes Übersetzung von 1981 nicht mehr zeitgemäß sind und auch nicht immer zu Lloyd Webbers Kompositionen passen wollen. „Star Quality“ mit „Glitter und Glanz“ zu übersetzen, passt nicht ganz. Das bei der „Regenbogen-Tour“ nahezu alle Designernamen in der deutschen Übersetzung fehlen, nimmt dem Song einen Teil seiner Bedeutung, auch wenn er dadurch vielleicht leichter zu singen ist.</p>
</div>
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<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_261_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Auch bei „Wach auf, Argentinien“ harmonieren die deutschen Texte wegen ihrer anderen Betonung nicht wirklich mit der Melodie des Stücks.</p>
<p class="Body">Durchaus spannend ist hingegen die Choreographie (Vincent Paterson) in einigen Szenen. Während die Tanzeinlagen meistenteils eher unspektakulär sind und dem Ensemble das Latino-Feeling nahezu gänzlich abgeht, sticht die Interpretation von „Fort mit diesem Weib“, in der Peróns Mitstreiter aus ihrer Abneigung gegen die Verbindung von Perón mit der nicht schicklichen Schauspielerin keinen Hehl machen, deutlich hervor. Der Tanz von und mit den Stühlen verleiht der intensiven Szene noch mehr Nachdrücklichkeit.</p>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_670_285">
<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_4.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Zu Beginn des zweiten Akts zeigt sich, wer in dieser Inszenierung mit die beste Arbeit abgeliefert hat: Prattes’ Integration des Zuschauerraums in das Bühnenbild und andersherum (Stahlgitter an den Balustraden der Ränge, Säulen wie im Zuschauersaal auf der Bühne) schafft eine spürbare Nähe zwischen Darstellern und Zuschauern.</p>
<p class="Body">Die berühmteste Szene („Wein nicht um mich Argentinien“) wird auf einer Brücke in der Bühnenmitte gespielt. Die im Hintergrund projizierte Frontansicht der Casa Rosada lenkt jedoch leider von den Protagonisten ab. Nichtsdestoweniger kann Katharine Mehrling hier mit ihrem rauen Charme punkten. Sie spielt die First Lady, die ihrem Mann bedingungslos den Rücken stärkt, sehr souverän. Dennoch wird mehr als deutlich, dass sie ihren Mann genauso bedingungslos im Griff hat.</p>
<p class="Body">In der zweiten Hälfte des Stücks nimmt man Mehrling die Evita eher ab als im ersten Akt. Die lebensfrohe, jugendliche Landschönheit gelingt ihr bei weitem nicht so glaubhaft wie die berechnende, wenig feminine First Lady, die alles – auch ihre Gesundheit – dem Erfolg ihres Mannes unterordnet.</p>
<p class="Body">Dies wird während der „Regenbogen-Tour“ (Evitas Reise wird optisch auf einer farbenfroh umrandeten Europakarte nachgezeichnet) umso deutlicher: Um jeden Preis möchte sie die Europäer für die Politik ihres Mannes gewinnen. Als die Engländer sie brüskieren (sie wurde in einem Landhaus anstatt im Buckingham Palace empfangen), zeigt sie deutlich, welch eine Diva in der kleinen Lady steckt.</p>
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</div>
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<div class="text-content style_External_395_375">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die insgesamt überzeugendste schauspielerische und gesangliche Leistung liefert Fabio Diso als Che ab: „Spendengelder fließen“ bringt er mit viel Energie und Sarkasmus über die Rampe. Auch im „Walzer für Eva und Che“ kann er überzeugen, selbst wenn die Szene insgesamt etwas träge inszeniert ist und man den kämpferischen Tanz mit wechselnder Führung der beiden Protagonisten vermisst. Dafür fällt das Lichtdesign (Andrew Voller) in dieser Szene sehr positiv auf.</p>
<p class="Body">Etwas über das Ziel hinaus schießt Regisseur Vincent Paterson mit dem Gebet „Santa Evita“, in dem er Eva als Madonna in einem Bilderrahmen hoch über den Köpfen der Betenden schweben lässt.</p>
<p class="Body">Das einzige Solo von Thomas Borchert als Juan Perón („Wie ein Diamant“) ist hingegen wieder höchst beklemmend inszeniert. Wenn er am Ende in die Mündungen der auf ihn gerichteten Waffen blickt, schluckt der ein oder andere Zuschauer kalt.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Evitas letzte Momente, in denen sie noch einmal ihr nur 33-jähriges Leben Revue passieren lässt, ist sicherlich eines der Highlights der neuen Wiener Produktion: Evita sitzt am Bühnenrand in einem Rollstuhl und wichtige Ereignisse spielen sich vor ihr auf der Drehbühne ab.</p>
</div>
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<div class="text-content style_External_670_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mehrling wirkt zart und gebrechlich als sie sich für ihre letzte Ansprache hinstellt, gestützt von Perón. Auch wenn diese Verletzlichkeit in ihrer Stimme nicht zu hören ist, schauspielerisch meistert sie diese Sequenz hervorragend.</p>
<p class="Body">Das Kreativteam für diese Neuinszenierung ist international und sorgt für viel frischen Wind. Vincent Paterson zeigt eine unbarmherzige Evita, die weder mit anderen noch mit sich Nachsicht kennt. Sein Che ist bitterböse und über alle Maßen sarkastisch. Alle anderen, auch Juan Perón, geraten zu Randnotizen.</p>
<p class="Body">Obwohl er in Sachen Choreographie über eine beeindruckende Vita verfügt (er hat Tourneen für und mit Madonna und Michael Jackson choreographiert), kann er bei „Evita“ damit leider nicht überzeugen. Die meisten Choreographien sind nicht akzentuiert genug, um den Latino- und Popklängen gerecht zu werden. Zudem sind sie sehr Mainstream und wenig originell, mit Ausnahme der bereits erwähnten Stuhltanzszene.</p>
<p class="Body">Stephan Prattes liefert mit seiner optischen Version von „Evita“ ein Meisterstück ab. Sicherlich polarisiert diese Art des Bühnenbildes stark, doch für mich funktioniert dieses Zusammenspiel zwischen grobschlächtigen Materialien und der hell erstrahlenden Welt von Evita sehr gut. Robert Schwaighofers Kostüme, an denen es nichts zu beanstanden gibt, fügen sich hier perfekt ein. Langweilig? Nein, sicherlich nicht. Rollendeckend und zeitgemäß? Auf jeden Fall!</p>
<p class="Body">Koen Schoots kann mit seinem großen Orchester musikalisch aus dem Vollen schöpfen. Das Orchester im Ronacher wird immer gern so groß wie irgend möglich besetzt – und genau dies zahlt sich am Ende aus. Die Musicals in diesem Haus klingen immer phantastisch! Auch bei „Evita“ lassen es die Musiker an nichts vermissen.</p>
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<div class="text-content style_External_261_280">
<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Evita_Wien_2016_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Die Besetzung ist zumindest bei der Titelrolle sehr ungewöhnlich. Katharine Mehrling, sonst eher im Jazz und Chanson zuhause, klingt für eine Evita zu dunkel und ist vom Habitus her auch deutlich kantiger als ihre Rollenvorgängerinnen.</p>
<p class="Body">Dass Evita sich ihrer weiblichen Reize sehr bewusst war und diese treffsicher eingesetzt hat, nimmt man Mehrling nicht ab. Hingegen bringt sie Machthunger und Ehrgeiz der argentinischen First Lady absolut glaubwürdig rüber. Ihre Stärken liegen im Schauspiel und hier insbesondere im zweiten Akt, in dem sie den Aufstieg und Zerfall der zierlichen Diva sehr gut nachzeichnet.</p>
</div>
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<div id="id11" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_369">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der Erzähler und erklärte Feind Evitas ist Che. Auch wenn sich ihre Wege in der Realität nie gekreuzt haben, bietet das Gegenspiel der erfolgreichen Schauspielerin und des aufmüpfigen Revolutionärs viel Raum für charakterstarke Interpretation. Fabio Diso ist sicherlich noch ein wenig jung, um die Erfahrung ausspielen zu können, über die Erstbesetzung Drew Sarich verfügt, doch er macht seine Sache sehr gut. Gesangliche Unsicherheiten macht er mit einem charmanten, energiegeladenen Spiel wieder wett und kann so ein sehr gutes Gesamtbild abliefern.</p>
<p class="Body">Die einzigen beiden Männer aus Evitas Leben, die Andrew Lloyd Webber in seinem Musical auftauchen lässt, sind der Sänger Magaldi und ihr späterer Ehemann Perón. Während Magaldi von Evita als Sprungbrett nach Buenos Aires genutzt wird, hat sie an der Seite Peróns ganz andere Pläne für Argentinien.</p>
<p class="Body">Vladimir Korneev spielt den glücklosen Sänger und kann mit seinen beiden Szenen zumindest gesanglich etwas glänzen. Thomas Borchert hat als Juan Perón noch weniger solistische Momente. Perón ist sicherlich eine der eher undankbareren Rollen im Musical: Eigentlich eine Hauptfigur, aber leider nur wenig ausgearbeitet und nur dazu dienend, den Weg einer Schauspielerin in die Politik aufzuzeigen. Borchert spielt rollendeckend mit wenig Profilschärfe. Er kann nur mit einem Song wirklich glänzen. Doch das Zusammenspiel mit Mehrling funktioniert und die beiden harmonieren als Paar sowohl gesanglich als auch schauspielerisch. Borchert zeigt deutlich, dass sich Perón seiner Position in dieser Ehe durchaus bewusst war. Mehr ist aus dieser Rolle nicht herauszuholen.</p>
<p class="Body">Ist es wirklich interessant, ein Musical 40 Jahre nach der Veröffentlichung seiner ersten Aufnahme und 38 Jahre nach dessen Uraufführung in London noch einmal auf eine große Bühne zu bringen? Ja, auf jeden Fall! Insbesondere dann, wenn wie in Wien die Inszenierung in vielen Bereichen frisch und ungewöhnlich ist.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold">Theater:</span> Ronacher, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span> 26. März 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Darsteller:</span> Katharine Mehrling, Fabio Diso, Thomas Borchert</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Regie / Bühne:</span> Vincent Paterson / Stephan Prattes</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold">Fotos: </span>VBW / Deen van Meer</span></div>
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