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	<title>Josephin Busch-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Josephin Busch-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein wenig charismatisches Liebespaar in den Wirrungen der Maueröffnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2016 16:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast sechs Jahre nach der Uraufführung im Berliner Theater am Potsdamer Platz findet „Hinterm Horizont“ seinen Weg nun nach Hamburg. Udo Lindenberg kennt in Hamburg jeder – wohnt er doch seit jeder im angesehen Atlantic Hotel. Folglich setzt die Stage Entertainment in ihrer Vermarktung vollkommen auf den „Udo-Faktor“ anstatt auf die abwechslungsreiche Liebesgeschichte zwischen dem Musiker und dem Mädchen aus Ost-Berlin. Dass der Panikrocker aber durchaus polarisiert und das auch nicht gerade wenig, könnte die ohnehin schon kurze Spielzeit bis zum Sommer 2017 zusätzlich erschweren.</p>
<p>Ulrich Waller zeichnet die Geschichte von Udo und Jessy nach, die sich zum ersten Mal bei Udos einzigem DDR-Konzert im Oktober 1983 begegnen. Das Ergebnis einer leidenschaftlichen Nacht in Moskau einige Jahre später heißt Steve und macht seiner Mutter heutzutage das Leben schwer. Eine Journalistin findet heraus, dass da mal was war und interviewt Jessy. Zum Schluss lernt Steve sogar noch seinen richtigen Vater kennen und alle Leiden der letzten 20 Jahre sind vergessen.</p>
<p>Das Operettenhaus ist deutlich kleiner als das Theater am Potsdamer Platz, daher mussten einige Kulissen angepasst werden. Durch die Kompaktheit überzeugen die Ost- und Westwohnküchen noch mehr, der über allem schwebende Hut wirkt noch imposanter und die Mauer-Elemente, die als Leinwand fungieren, setzen das Geschehen noch besser ins Szene.</p>
<p>Alex Melcher übernahm die Hauptrolle nur eine Woche vor der Premiere, da sich Serkan Kaya bei den Proben schwer verletzt hatte. Natürlich kannte Melcher den Part, den er bereits in Berlin gespielt hatte. Doch eine kleinere Bühne, leicht angepasste Texte und drei neue Songs machten umfangreiche Proben und die Absage der ersten Preview erforderlich. Auffallend an seiner Interpretation ist, dass er Udo Lindenberg nicht nachmacht, sondern in den Dialogen „er selbst“ ist und nur dann in den typischen Udo-Slang verfällt, wenn sich sein Alter Ego beweisen oder schützen will, oder er in die Rolle des Rockstars schlüpft. Dieser Wechsel funktioniert jedoch sehr gut und lässt auch den Privatmenschen Udo am Geschehen teilhaben. Gesanglich fällt der Unterschied zum Original erst bei der Zugabe „Reeperbahn“ auf, die Udo Lindenberg gemeinsam mit Alex Melcher zum Besten gibt. Plötzlich herrscht eine ganz andere Stimmung im Saal. Die Zurückhaltung des Publikums ist verschwunden und alle bejubeln den Panikrocker.</p>
<p>Woher die Zurückhaltung und der dürftige Szenenapplaus in den vorangegangenen zweieinhalb Stunden rührt, kann man nur mutmaßen. Doch sicherlich liegt es auch daran, dass die Darsteller allesamt nicht sehr charismatisch oder liebenswert sind. Die komplette Show zielt auf die Lindenberg-Songs ab und berührt emotional nur, wenn die Szenen nach dem Mauerfall eigespielt werden oder Udo dazu aufruft auch „die verbliebenen Mauerreste in den Köpfen abzubauen“.</p>
<p>Weder Josephin Busch noch Nadja Petri können als junge bzw. heutige Jessy überzeugen. Sie wirken emotional kühl und sehr hart. Dies ändert sich auch in ihren Soli leider nicht.</p>
<p>Jessys Eltern und Bruder (Dorina Maltschewa als Mutter, Boris Böhringer als Vater und Marcus Schinkel als Bruder Elmar) spielen rollendeckend. Ihr Ost-Berliner Akzent wirkt authentisch und der Umgangston ist mehr hart als herzlich. Sie passen perfekt in das ostdeutsche Wohnzimmer, das mehr als nur ein Klischee ist.</p>
<p>Gänzlich unpassend wirkt Rainer Brandt als Minister. Seine Texte sind plump, sexistisch und für einen Minister der Staatssicherheit weder angemessen noch glaubwürdig. Er poltert wie ein Störfaktor über die Bühne und mehr als einmal fragt man sich: Soll das wirklich so sein? Aber einigen im Publikum scheint dieser Humor zu gefallen und man hört viele Lacher.</p>
<p>Einige Szenen, u. a. auch die im Ministerbüro, geraten deutlich zu lang. Hinzu kommen Tanznummern zu Instrumental-Rock, bei denen man sich auch eine deutliche Kürzung gewünscht hätte („Gitarren statt Knarren“, „Moskau“). Über Ungereimtheiten wie die Einspielung der „Tagesthemen“ als Jessys Vater am 9. November 1989 den Fernseher einschaltet, um zu erfahren, was dort zu den Mauerfall-Gerüchten gesagt wird, könnte man hinwegblicken, wenn die bekannten Songs zünden würden. Doch der Titelsong verpufft in disharmonischem Gesang der beiden Hauptdarsteller und „Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr“ will so gar nicht zu den Stimmlagen der beiden Jessys passen. Vielleicht ist es auch die Songauswahl an sich, die dieses Musicals so unterkühlt wirken lässt.</p>
<p>Um einen Bezug zu Hamburg herzustellen, wurde immer wieder darauf verwiesen, dass Udo Lindenberg ja in Hamburg heimisch ist. Auch zwei Songs von Udo Lindenbergs letztem Album (&#8222;Einer muss den Job ja machen&#8220;, &#8222;Durch die schweren Zeiten&#8220;) wurden in die Hamburger Fassung integriert. Zusätzlich wurde der Schluss stärker auf die Reeperbahn ausgerichtet: Olivia Jones gibt (in einem bedauerlicherweise extrem schäbigen Kostüm) eine ihrer Kiez-Führungen, Hans Albers singt „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, und trotzdem will der Funke nicht überspringen. Kaum jemand schunkelt im Publikum. Erst als Udo Lindenberg in denselben grünen Socken wie Melcher auf die Bühne schlurft und das Mikro schwingt, ändert sich dies schlagartig.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">10</span>. November 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Alex Melcher, Josephin Busch, Dorina Maltschewa, Nadja Petri, Rainer Brandt, Boris Böhringer, Marcus Schinkel </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Udo Lindenberg / <span class="Bold">Ulrich Waller<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
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		<title>Hinterm Horizont</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/hinterm-horizont/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 13:07:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterm Horizont]]></category>
		<category><![CDATA[Josephin Busch]]></category>
		<category><![CDATA[Serkan Kaya]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gut produzierte Highlight-CD, jedoch leider ohne Hitsong Wenige Wochen nach der Weltpremiere legt die Stage Entertainment das Castalbum zu ihrer Eigenproduktion „Hinterm Horizont“ vor. Die 21 Songs zeichnen ein umfassendes Bild über das Schaffenswerk von Udo Lindenberg. Die musicalischen Neuinterpretationen sind gefällig und man kann die CD gut nebenbei hören. Genau darin liegt aber die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Gut produzierte Highlight-CD, jedoch leider ohne Hitsong</h3>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_665_570">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wenige Wochen nach der Weltpremiere legt die Stage Entertainment das Castalbum zu ihrer Eigenproduktion „Hinterm Horizont“ vor. Die 21 Songs zeichnen ein umfassendes Bild über das Schaffenswerk von Udo Lindenberg. Die musicalischen Neuinterpretationen sind gefällig und man kann die CD gut nebenbei hören.</p>
<p class="Body">Genau darin liegt aber die Gefahr dieses Albums: Sämtliche Ecken und Kanten, die einen Udo Lindenberg ausmachen, fehlen und die Songs plätschern dahin.</p>
<p class="Body">Einige Stücke sind nicht im Studio, sondern im Theater aufgenommen, um die szenische Umgebung einzufangen. Sicherlich soll dies dabei helfen, die Handlung auch auf der CD zu transportieren, doch leider misslingt dies, da die Dialoge komplett aus dem Zusammenhang gerissen werden und so nicht dazu dienen können, den Song innerhalb des Bühnengeschehens zu verorten.</p>
<p class="Body">Auch das Booklet unterstützt hier wenig, da es mehr Bilder als Informationen rund um das Musical enthält.</p>
<p class="Body">Musikalisch gibt es an dieser Aufnahme nichts auszusetzen. Die zwölfköpfige Band intoniert die bekannten Stücke sauber und Andreas Herbigs Arrangements verleihen ihnen zielsicher die gewünschte Richtung. Was jedoch bei all dieser Perfektion auf der Strecke bleibt, ist der typisch Lindenbergsche Panikrock.</p>
<p class="Body">Hauptdarsteller Serkan Kaya, der seine Stimme so stark auf die Rolle Udo angepasst hat, dass man sie kaum noch als seine eigene identifizieren kann, schafft es leider nicht, dieser CD etwas Herausragendes zu verleihen. Es fehlt der individuelle Charakter, der viele Musical-CDs zum Verkaufsschlager macht.</p>
<p class="Body">Josephin Busch als junge Jessy singt sich &#8211; im Gegensatz zum Live-Auftritt im Theater am Potsdamer Platz &#8211; charmant durch alle Partituren. Bei der Zugabe „Hinterm Horizont“ mit Udo Lindenberg verblasst sie jedoch gänzlich hinter ihrem Duettpartner.</p>
<p class="Body">Aline Staskowiaks Stimme hingegen hat das gewisse Etwas, dass man sie in den wenigen Songs, an denen sie beteiligt ist, immer wieder heraushört.</p>
<p class="Body">Diese Castaufnahme ist eine kompakte Sammlung von Udo Lindenbergs bekanntesten Hits, die gesanglich und musikalisch einwandfrei produziert ist. Ob sie Udo Lindenberg Fans gefällt, sei dahingestellt. Für die Besucher der Show erfüllt sie auf jeden Fall die Aufgabe, Erinnerungen an das Stück zu wecken.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>Ein überragender Serkan Kaya macht dieses Musical sehenswert!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 08:25:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterm Horizont]]></category>
		<category><![CDATA[Josephin Busch]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stamme]]></category>
		<category><![CDATA[Serkan Kaya]]></category>
		<category><![CDATA[Theater am Potsdamer Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Brussig]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Lindenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich bringt die Stage Entertainment ihr lange geplantes Wieder-vereinigungs-Musical auf die Bühne! Es ist zwar nicht mit der der Musik von den „Scorpions“ und im Mittelpunkt steht auch nicht die Wende, sondern eine Ost-West-Liebesgeschichte &#8211; aber immerhin ist der 20-Jahre-Wiedervereinigungs-Zug nicht ganz ohne den Musicalmulti abgefahren. Apropos Zug &#8211; Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ kennt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Endlich bringt die Stage Entertainment ihr lange geplantes Wieder-vereinigungs-Musical auf die Bühne! Es ist zwar nicht mit der der Musik von den „Scorpions“ und im Mittelpunkt steht auch nicht die Wende, sondern eine Ost-West-Liebesgeschichte &#8211; aber immerhin ist der 20-Jahre-Wiedervereinigungs-Zug nicht ganz ohne den Musicalmulti abgefahren.</p>
<p class="Body">Apropos Zug &#8211; Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ kennt ja fast jedes Kind. Dieser und 29 weitere Songs des Panikrockers wurden mehr oder weniger ausführlich in diesem Musical verarbeitet. Einige Titel werden nur angespielt, aber der Großteil wird in die Handlung integriert. Ein Hinweis sei gestattet: Um dieses Musical wirklich genießen zu können, sollte man die Musik von Udo Lindenberg zumindest mögen, besser noch Fan sein.</p>
<p class="Body">„Hinterm Horizont“ basiert &#8211; zumindest ansatzweise &#8211; auf eigenen Erfahrungen von Udo Lindenberg. Als einer der ersten westdeutschen Rockmusiker erhält Udo Lindenberg 1983 die Erlaubnis, ein Konzert in der DDR zu geben. Bei seinem Auftritt im Palast der Republik lernt Udo das junge FDJ-Mädchen Jessy kennen und beide verlieben sich ineinander.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Als Jessys Bruder Elmar bei dem Versuch einen ihrer Liebesbriefe in den Westen zu schmuggeln, verhaftet wird, nutzt die Stasi die Chance das junge Mädchen für ihre Zwecke einzusetzen und rekrutiert sie als „IM Regenwürmchen“. Mit der „Operation Lederhose“ soll der Staatsfeind Udo Lindenberg ausspioniert werden.</p>
<p class="Body">In Moskau kommt es zu einem folgenschweren zweiten Treffen des Liebespaares: Jessy wird schwanger! Doch ihre systemtreuen Eltern schaffen es, die verunsicherte Tochter davon zu überzeugen, Udo nichts von seinem Kind zu erzählen und stattdessen den erfolgreichen DDR-Hammerwerfer Marco zu heiraten.</p>
<p class="Body">Als sich Udo und Jessy in den Wirren nach der Wende wieder begegnen, zeigt er ihr die kalte Schulter, da er von der Stasi über Jessys Spionage-Tätigkeiten erfahren hat und sehr verletzt ist. Danach haben die beiden sich nicht mehr gesehen.</p>
<p class="Body">Alles kommt heraus als Jessy ihre Geschichte einer Nachwuchs-Reporterin erzählt, die auf der Suche nach einer Schlagzeile ist. Nachdem Mareike die Tragweite der bewegenden Erzählungen erkannt hat, drängt sie Jessy dazu, ihrem inzwischen 23-jährigen Sohn Steve die Wahrheit zu sagen und mit ihm nach Hamburg zu fahren, um seinen Vater zu treffen.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_259_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mit Thomas Brussig wurde ein Autor verpflichtet, der bereits einschlägige Erfahrungen mit dem Thema DDR gesammelt hat. „Helden wie wir“ und „Sonnenallee“ haben sowohl im Theater als auch im TV ein großes Publikum erreicht und begeistert.</p>
<p class="Body">Die spritzigen Dialoge tragen die Handlung voran, regen zum Nachdenken oder Lachen an und entschädigen für die ein oder andere langatmige Szene.</p>
<p class="Body">Regie führt Ulrich Waller, der in Hamburg das St. Pauli Theater und das Hansa Varieté mit leitet und bereits vor fünf Jahren mit Udo Lindenberg an gemeinsamen Shows zusammengearbeitet hat.</p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Man spürt klassische Theaterregie in vielen Szenen. Sie macht dieses Musical besonders und trägt vielfach dazu bei, dass das Publikum das Gefühl hat, ein reines Theaterstück und kein Musiktheater zu sehen. „Hinterm Horizont“ ist ganz sicher nicht eins von diesen „Gute-Laune-Musicals“, die es in den letzten Jahren in Deutschland im Überfluss gegeben hat. Bei dieser Show kann und sollte man seinen Kopf benutzen, um sich auf die Handlung einzulassen. Denn so lustig die Szenen der Stasi-Mitarbeiter sind &#8211; wozu auch die Überzeichnung der beiden Hauptagenten beiträgt &#8211; so ernst ist doch der Hintergrund dessen, was bis vor 20 Jahren in der DDR vonstatten ging.</p>
<p class="Body">Den Bogen zum Unterhaltungsgenre Musical spannen die Tanzszenen, die sowohl musikalisch (kein Udo Lindenberg, sondern 08/15-Instrumental-Rock) als auch inhaltlich mehr als Lückenfüller fungieren und irgendwie fehl am Platz wirken, da sie den Handlungsfluss unterbrechen. Dennoch greifen die Gewerke Licht, Kulissen, Kostüme und Choreographie hier perfekt ineinander und bilden eine schön anzuschauende Einheit.</p>
<p class="Body">Die Bühne mit ihren sparsam, aber effektvoll eingesetzten Kulissen gehört sicher zu den Highlights dieses Stücks. Raimund Bauer nimmt das Lindenberg-Thema in Form eines überdimensionalen Huts auf, der mal mit bespielt wird, mal über dem Geschehen schwebt. Sowohl das Wohnzimmer von Jessy Eltern als auch die aktuelle Küche der „alten“ Jessy werden in Erinnerung an frühe Theaterzeiten auf Podesten in die Bühnenmitte gefahren und stehen dort als einziger Farbklecks inmitten der schwarzen Bühne. Das allgegenwärtige Symbol der DDR &#8211; Hammer und Zirkel &#8211; ist einschüchternd im Hintergrund platziert und wird farblich in das Gesamtkonzept eingebunden. Doch am beeindruckendsten sind die Leinwände, die links und rechts mit Medienberichten und Videoaufnahmen der 80er Jahre bespielt werden (die Tagesthemen vom 9. November 1989 mit Hanns J. Friedrichs Anmoderation eines „historischen Tages“ sorgen immer noch für Gänsehaut).</p>
<p class="Body">Zusammengeklappt an den Bühnenrand gesetzt, stellen die Leinwand-elemente die Mauer dar. Eine wunderbar kreative und zugleich unter-schwellig beklemmende Lösung, die weltbekannte Mauer mit in das Stück zu integrieren.</p>
<p class="Body">Trotz der eingesetzten Theaterfinesse und der Erfahrung des Kreativteams bleibt „Hinterm Horizont“ bis hierher ein sehr gut gemachtes Theaterstück.</p>
<p class="Body">Wäre da nicht Serkan Kaya, der als Udo Lindenberg alle Kollegen abhängt, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Der aus Musicals wie „Elisabeth“, „We will rock you“, „Chess“ oder „Jesus Christ Superstar“ bekannte Darsteller geht vollkommen in seiner Rolle auf. Kongenial spielt er den Panikrocker, der trotz aller wirren Formulierungen tiefe Gefühle zeigt. Kaya interpretiert die Lindenberg-Songs so authentisch, dass sich manch einer im Publikum fragt: „Ist das der echte Udo?“</p>
<p class="Body">In keiner Sekunde hat man das Gefühl, dass Kaya der Rolle seinen Stempel aufdrücken will, sondern er überzeugt vollends mit einer perfekten Imitation ohne auch nur im Ansatz die zahlreichen Gelegenheiten  zu nutzen, die Figur Udo L. zu persiflieren.</p>
<p class="Body">Hinter der tiefen Stimme und dem rauch- und whiskygeschwängerten Gesang erinnert nichts an den sympathischen Deutsch-Türken. Unvermeidlich hat der geneigte Musicalkenner Sorge, dass seine Stimme durch dieses Engagement nicht nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen werde.</p>
<p class="Body">Diesem so präsenten Hauptdarsteller vermag keiner seiner Kollegen das Wasser zu reichen. Einzig Anika Mauer als „alte“ Jessy und Patrick Stamme als „Irrer“ im Udo L. Casting der Stasi ragen hier heraus. Mauer durchlebt die Vergangenheit der Jessy sehr überzeugend und kann auch gesanglich mit Wärme und Tiefe überzeugen. In einer der lustigsten Szenen sucht die Stasi ein Double für Udo Lindenberg, um damit zu verhindern, dass der Staatsfeind die DDR noch einmal mit einem Konzert heimsucht: Kandidat ‚Kulturkader’ contra ‚wirren Vopo’. Der Dritte &#8211; ein Irrer &#8211; ist dann zu perfekt, beleidigt den Minister und die Stasi muss erkennen, dass sie Udo Lindenberg nicht verhindern können. Stamme singt und spielt den Irren so echt, dass auch die größten Fans ins Grübeln kommen: „Hat sich Udo einen Kurzauftritt in sein Musical schreiben lassen?“</p>
<p class="Body">Die junge Josephin Busch übernimmt die Rolle der jungen Jessy. Leider fehlt es ihr an schauspielerischer Reife, um die Rolle wirklich überzeugend über die Rampe zu bringen. Auch gesanglich ist sicherlich noch Potential vorhanden, denn vor allem in den Duetten mit Kaya schmerzt ihre krächzende Stimme mehr als das man ihr gern lauscht.</p>
<p class="Body">Als ihr Bruder Elmar wurde der Schauspieler Christian Sengewald engagiert, der die Rolle des rebellischen Westflüchtlings sehr gut wiedergibt. Sengewald ist nur einer von vielen Schauspielern ohne Musicalerfahrung, die für diese Weltpremiere gecastet wurden. Dieser Schwerpunkt ist für ein Musical sicherlich ungewöhnlich und der Zusammenarbeit mit dem Hamburger St. Pauli Theater zuzurechnen, macht sich in diesem Fall aber bezahlt, da es weniger um gesangliche Fertigkeiten als um ungewöhnliche Charaktere geht, die in den Nebenrollen von Bedeutung sind.</p>
<p class="Body">Die Handlung in Form einer durchgängigen Rückblende zu erzählen, macht es dem Zuschauer sehr leicht, dem Geschehen zu folgen. Das Finale im Hamburger Atlantic Hotel im „Hier und Heute“ stattfinden zu lassen, bindet die Liebesgeschichte von Jessy und Udo L. wunderbar ab. Doch eine Frage bleibt: Wie viel Wahrheit steckt in der Geschichte von der Schwangerschaft? Ein Geheimnis, das auch bei der Weltpremiere nicht gelöst wurde.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater am Potsdamer Platz, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>13. Januar 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Josephin Busch, Serkan Kaya, Andrea Mauer, Patrick Stamme</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> Udo Lindenberg / Thomas Brussig<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brinkhoff/Mögenburg / Tine Acke<br />
</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-ueberragender-serkan-kaya-macht-dieses-musical-sehenswert/">Ein überragender Serkan Kaya macht dieses Musical sehenswert!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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