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	<title>Jens Janke-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Jens Janke-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Das Ensemble der Maury Yeston Konzerte in Hamburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2006 12:06:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Musikern & Ensembles]]></category>
		<category><![CDATA[Artur Molin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Direkt nach einem der Konzerte im Hamburger Stage Club trafen wir das Ensemble und stellten drei einfache Fragen. So vielseitig wie Maury Yestons Kompositionen sind auch die Antworten der sechs Protagonisten. Als erstes wollten wir natürlich wissen, warum man sich neben einem festen Engagement parallel für die Mitarbeit an einem Maury Yeston Konzertabend entscheidet. „Das ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-ensemble-der-maury-yeston-konzerte-in-hamburg/">Das Ensemble der Maury Yeston Konzerte in Hamburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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<p class="Body">Direkt nach einem der Konzerte im Hamburger Stage Club trafen wir das Ensemble und stellten drei einfache Fragen. So vielseitig wie Maury Yestons Kompositionen sind auch die Antworten der sechs Protagonisten.</p>
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<p class="Body">Als erstes wollten wir natürlich wissen, warum man sich neben einem festen Engagement parallel für die Mitarbeit an einem Maury Yeston Konzertabend entscheidet. „Das konnte ich gar nicht absagen.“, so Jörg Neubauer, „Ich habe Maury Yeston erst mit „Titanic“ für mich entdeckt. Vieles von dem, was wir hier singen, kannte ich vorher gar nicht. Aber es war eine großartige Möglichkeit, mal wieder etwas anderes zu machen und wieder als Sänger tätig zu sein.“ Jens Janke, der zum deutschen Premierenensemble von „Titanic“ gehörte, outet sich direkt als Fan von Maury Yeston: „Ich liebe seine Musik. Maury Yeston wird im deutschsprachigen Raum leider sehr wenig gespielt, aber er ist ein phantastischer Komponist.“. Die drei Damen hat das Konzert als solches und die Zusammenarbeit mit dem Künstlerteam gereizt. Während für Cornelia Drese die Abwechslung neben dem Job als Künstlerische Leiterin beim „Phantom der Oper“ im Vordergrund steht, hatte Valerie Link mit einer unerwarteten Herausforderung zu kämpfen: „Ich habe die Musik von Maury Yeston letzten Sommer zum ersten Mal gehört und war sofort begeistert.“, so die junge Hamburgerin, „aber es hat sich herausgestellt, dass ich die Stücke gesanglich wesentlich mehr proben musste als erwartet.“ Artur Molin hat, ähnlich wie Valerie Link, bisher keinerlei Berührungspunkte mit Maury Yeston gehabt. Parallel zu seinem Abschluss an der Folkwang Hochschule hat er sich auf diese Konzerte vorbereitet und dass, „obwohl dass ganze für mich Neuland war. Bisher habe ich mich eher im Rock-/Pop-Bereich gesehen. Dieses Projekt ist für mich eine sehr spannende Erfahrung.“ Dies nicht zuletzt, weil er Mitglied eines Teams ist, von dem er sehr viel gelernt hat: „Es ist großartig mit diesen Kollegen auf der Bühne zu stehen. Die Energie, die von jedem Einzelnen ausgeht ist unglaublich!“ Charlotte Heinke bestätigt die einhellige Meinung über die Qualität von Yestons Kompositionen und fügt hinzu, „dass wir als Team alle eine ähnliche Art zu arbeiten haben. Wir sind alle Seelenmenschen. Das macht diese Konzerte zu etwas ganz Besonderen.“</p>
<p class="Body">Gerade die „December Songs“ von Maury Yeston profitieren von dieser Energie auf ganz besondere Weise: Sie sind in jeder Note, jedem Wort sehr emotional. Die zweite Frage zielte daher darauf ab, wie man sich trotz einer sehr kurzen Probenzeit gefühlsmäßig auf diese Stücke einstellen kann. Alle antwortet uni sono, dass vor allem die einfühlsamen deutschen Texte dazu beitragen, dass diese Emotionen erst entstehen. „Die „December Songs“ sind ein grandioses Produkt von Maury Yeston und die deutschen Texte von Wolfgang Adenberg sind einfach phantastisch!“ antwortet Charlotte Heinke. Jens Janke bringt es auf den Punkt: „Wenn man sich entspannt auf den Text einlässt, kommen die Emotionen von ganz allein:“ Jörg Neubauer setzte sich für der Interpretation der Songs eine Messlatte, und die ist der Komponist selbst: „Die Gefühle an sich, sind der Grund, weshalb diese Melodien entstanden sind. Maury Yeston möchte mit seinen Liedern etwas ganz Bestimmtes ausdrücken. Meine Aufgabe als Künstler ist es, genau das gesanglich wiederzugeben und da passiert es automatisch, dass man sich emotional stärker beteiligt.“ Charlotte Heinke und Cornelia Drese berichten von eigenen Erlebnissen, an die sie sich durch verschiedene Songs erinnert fühlen und die sie dann für die Bühne nutzen können. Bei Charlotte Heinke sind es zum Beispiel „Großmutters Liebesbriefe“, die sie bewegen, da ihre Großmutter in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt hat. „Darüber hinaus liegen mir diese Songs emotional besonders, weil sie so auf den Punkt gebracht sind.“ Cornelia Drese hat Bezüge zu vielen Songs: „Sowohl Dezember Schnee“ als auch „Am Fluss“ beschreiben Situationen, die ich in ähnlicher Form in der jüngeren Vergangenheit erlebt habe.“ Und auch der „Bücherstand im Regen“ hat für Cornelia Drese eine spezielle Bedeutung: „Ich bin gelernte Buchhändlerin und bei diesem wunderschönen Lied kommen immer viele Erinnerungen an früher hoch.“</p>
<p class="Body">An jedem der vier Konzertabende war das Publikum emotional aufgewühlt und am Ende hörbar hingerissen von der Leistung der sechs bzw. sieben Darsteller. Aber wird sich in Deutschland dauerhaft ein Forum für derartige Konzerte finden? Während die Herren ganz klar ihrer Hoffnung und ihrem Wunsch Ausdruck verleihen, dass es solche Projekte gern häufiger geben sollte und sie immer wieder gern daran teilnehmen, sehen Cornelia Drese und Charlotte Heinke dieses Projekt auch von einer wirtschaftlichen Seite: „Man muss einfach gute Werbung machen für diese Projekte. Gerade Maury Yeston ist in der Musicalgemeinde nicht allzu bekannt und da müssen alle mit anpacken, es weiter erzählen, die Fanclubs und Internet-Foren informieren usw.“ erläutert Charlotte Heinke. Cornelia Drese sieht die Zukunft solcher Konzertreihen als eher schwierig an, aber „je öfter wir solche Konzerte machen, desto größer wird die Aufmerksamkeit, aber die breite Masse werden wir damit nicht so einfach erreichen. Wir haben keine Lobby und müssen diese Projekte in Eigeninitiative immer wieder voranbringen.“ „Als Künstler sollten wir nie aufhören, solche Projekte zu machen. Es ist eine einmalige Gelegenheit, sich auszutoben, Abwechslung zu den festen Engagements zu bekommen und selbst kreativ zu sein!“ Mit diesem Appell spricht Charlotte Heinke jedem der beteiligten Künstler aus der Seele.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Jens Janke: Von der Gorch Fock in die Vampirgruft und weiter an den schillernden Broadway</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Oct 2004 15:07:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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<p class="Body">In den vergangenen zehn Jahren stand der gebürtige Westfale in acht Großproduktionen und vielen Stadttheater-Musicals auf der Bühne. Meistens gehörte er dabei zur Erstbesetzung, doch nur einmal – nämlich als Zigeunerkönig Clopin in „Der Glöckner von Notre-Dame“ – war er in einer Hauptrolle zu sehen, die auch von außen als solche betrachtet wurde. Doch auch als Kronprinz Rudolf in der Wiener Inszenierung von „Elisabeth“, als Prof. Abronsius im „Tanz der Vampire“ in Wien und Stuttgart und als Harold Bride in „Titanic“ füllte er nicht eben kleine Rollen aus. Der IMAGE-Award, den er 1998 als bester Nebendarsteller für seine Interpretation des Tobias in „Sweeney Todd“ im Opernhaus Köln erhalten hat, macht deutlich, dass Jens Janke sich auch als Ensemble-Mitglied „bemerkbar“ macht.</p>
<p class="Body">Sein aktuelles Engagement bei „42nd Street“ in Stuttgart, der Frauenheld Billy Lawlor, wird nach außen hin nicht als Hauptrolle verkauft. Im Mittelpunkt sämtlicher PR-Aktionen stehen seine Kollegen Kevin Tarte (Julian Marsh), Isabel Dörfler (Dorothy Brock) und Karin Seyfried (Peggy Sawyer).</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Billy Lawlor ist genauso wie der Funker Bride und Prof. Abronsius eine nicht gerade kleine Erstbesetzung, die aber von der Stage Holding nicht als Hauptrolle bewertet wird. Was bedeutet das für Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Es ist immer schwierig, die Rollen eines Stückes in Haupt- und Nebenrollen einzuteilen, denn dafür ist nicht allein die Größe der Rolle, die Anzahl der Lieder oder die Länge der Szenen ausschlaggebend, sondern auch die dramaturgische Funktion der Rolle – ist sie Teil des Konfliktes oder des Haupthandlungsfadens? Leider hängen von dieser Einteilung nicht nur die Applausordnung, sondern auch Presse- und Promotiontermine und nicht zuletzt auch die Gage ab.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Der Funker Harold Bride ist ganz klar eine Nebenrolle in „Titanic“. Eine wirklich zentrale Hauptrolle gibt es in diesem Stück meiner Meinung nach aber sowieso nicht. Prof. Abronsius ist da schon spezieller, er ist fast den ganzen Abend auf der Bühne und eindeutig die komödiantische Hauptrolle des Stückes.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Billy Lawlor ist zusammen mit Peggy Sawyer die einzige „Drei-Sparten-Vollblut-Musicalrolle“ in „42nd Street“. Die stimmlichen und tänzerischen Anforderungen an diese Rollen sind sehr hoch, beide stehen fast den ganzen Abend auf der Bühne und sind Solisten in den großen Nummern der Show. In diesem speziellen Fall habe ich wirklich ein Problem damit, dass Billy von der Stage Holding nur als „mittlere Nebenrolle“ eingestuft wurde. Aber dafür sind Fotos von Karin Seyfried und mir jetzt gerade auf allen Nutella-Gläsern. Solche Kooperationen haben sonst nur ganz große Tennis-Stars.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Was ist für Sie das Besondere an „42nd Street“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> „42nd Street ist bisher meine erste Show, in der niemand – und schon gar nicht der Großteil des Ensembles wie bei „Les Miserables“ oder „Titanic“ – stirbt. Ich muss auch keinen Mord oder Selbstmord begehen wie bei „Elisabeth“, „Gambler“ oder in „Sweeney Todd“. Das ist wirklich ungemein heilsam fürs Gemüt…<br />
Zudem ist „Billy Lawlor“ eine große Herausforderung, weil es eine der wenigen Rollen ist, die gleichermaßen Tanz, Gesang und Schauspiel erfordert.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vom Professor über einen Funker hin zu einem steppenden Frauenhelden… Der Professor und der Funker waren eher schauspiel- und gesangslastig – Billy Lawlor dagegen bewegt sich in erster Linie tanzend bzw. steppend über die Bühne. Wie war die Umstellung für Sie? Haben Sie für diese Rolle extra Tanzstunden genommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong></span> Nein, ich tanze und steppe seit vielen Jahren und habe auch in Wien an der „Universität der Künste“ und am „Tanz- und Gesangstudio Theater an der Wien“ Stepptanz unterrichtet. Es wäre illusorisch zu glauben, dass man sich die erforderlichen Steppkenntnisse für „42nd Street“ mal eben während der achtwöchigen Probenphase aneignen könnte…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Acht Shows in der Woche steppen sind auch im Musicalbereich eine außergewöhnliche Belastung. Was machen Sie, um sich sprichwörtlich „auf den Beinen zu halten“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> Morgens nach einer Doppelvorstellung tun die ersten Schritte vom Bett zum Bad schon ziemlich weh. Da hilft nur tägliches WarmUp vor der Show und danach duschen, baden, salben usw.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Hatten Sie nicht auch die Möglichkeit in Hamburg zu bleiben, um den Prof. Abronsius im „Tanz der Vampire“ in der Neuen Flora zu spielen? Warum haben Sie sich für Billy Lawlor und „42nd Street“ entschieden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong> </span>Nach den Auditions im letzten Sommer war ich ziemlich in einer Zwickmühle. Es war sehr schmeichelhaft, für beide Premieren eine Hauptrolle angeboten zu bekommen und ich liebe den Vampirjäger Abronsius. Aber seit ich 1990 „42nd Street“ in Wien gesehen habe, wollte ich einmal auf der großen Dollarmünze steppen. Dass ich als Billy Lawlor bei einer weiteren deutschen Erstaufführung zur Premierenbesetzung gehöre, spielte natürlich auch eine Rolle bei meiner Entscheidung.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was ist für Sie das Faszinierende an Ihren Job?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Jens Janke:</strong> Helden, Verlierer, Liebhaber, Mörder, Narren, Genies, Wahnsinnige, Lebemänner – die Bandbreite von Erfahrungen, die man auf der Bühne machen kann, ist einfach viel größer als die eines einzigen Lebens. Das hat mich von der Schule an fasziniert und tut es immer noch, zumal ich bisher auch das Glück hatte, eine ungewöhnliche Vielfalt an Rollen darstellen zu dürfen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vor Ihrer Ausbildung zum Musical-Darsteller haben Sie auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ als Funker die Welt umsegelt. Wieso haben Sie das Schiff gegen die Bühne eingetauscht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Die Funkerei und ihre technischen Aspekte haben mich damals sehr interessiert. Ich habe als Funker eine schöne und interessante Zeit auf der „Gorch Fock“ gehabt, aber ein Traumberuf im Sinne von „das ist die Erfüllung meines Lebens“ war es nicht.<br />
Während meiner Weltumsegelung auf der „Gorch Fock“ habe ich in Sydney „Les Miserables“ gesehen. Das ist eine lange Geschichte von einem einzigartigen Abend in meinem Leben… Fakt ist, dass mich die Show so nachhaltig beeindruckt hat, dass ich seit diesem Abend Sänger und Schauspieler werden wollte – und geworden bin.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie und wo haben Sie Ihre Ausbildung gemacht? Was hat Sie in dieser Zeit besonders geprägt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Ich habe drei Jahre an Peter Wecks „Tanz- und Gesangstudio Theater an der Wien“ studiert. Prägend war vor allem die Wiener Kulturszene, die täglich eine unglaubliche Palette an Oper, Schauspiel, Ballett und Musicals bietet. Dort habe ich dann auch meine Frau kennen gelernt, die in Wien Theaterwissenschaften studierte.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie arbeiten in Stuttgart, Ihre Frau in Berlin – ist das auf die Dauer nicht sehr belastend?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Es ist nicht einfach, aber wir wissen beide, dass das im Theaterberuf unvermeidlich ist. Durch diese jobbedingte Trennung gehen wir bewusster miteinander und der gemeinsamen Zeit um. Und wer weiß, vielleicht zieht „42nd Street“ in nicht zu ferner Zukunft nach Berlin um…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Mit zwei Haushalten, die zudem noch mehrere hundert Kilometer auseinander liegen, ist Ihre Freizeit sicherlich sehr begrenzt. Bleibt da noch Luft für Hobbies?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>An den Wochenenden, d. h. montags/dienstags, bin ich so oft ich kann in Berlin. In Stuttgart kümmere ich tagsüber vor allem um meine Bonsais, nachts sitze ich meistens vor dem Computer. Ich freue mich schon jetzt auf den Sommer, darauf mein neues Fahrrad einzufahren, die Sonnenstunden im Möhringer Freibad und die beginnende „Nicht-mehr-nur-Trockenanzug-Tauchsaison“.<br />
Meine Freizeitgestaltung ist im Wesentlichen auf Entspannung aufgebaut. Ich brauche nicht wirklich einen Ausgleich oder gar ein Kontrastprogramm zu meinem Job. Im Gegenteil, ich gehe nach wie vor auch als Zuschauer gern ins Theater, sogar in Musicals.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Ehrlich? Gibt es ein Musical, das Sie besonders gern ansehen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Mein „all-time-favourite“ ist „Sweeney Todd“ von Stephen Sondheim. Die Geschichte ist fantastisch, intelligent, lustig, gruselig, die Musik atemberaubend. Vor allem „Not while I´m around“ ist einfach wunderschön!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus? Welche Rolle möchten Sie unbedingt noch mal spielen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong> </span>Ich möchte mich in der Zukunft weniger an den Rollen orientieren und mehr an meinem Privatleben, d. h. je näher an Berlin, desto reizvoller die Rolle. Ein „unbedingt“ gibt es nicht mehr.<br />
Aber Prof. Abronsius würde ich jederzeit wieder spielen und auch Billy Lawlor würde mir viel Spaß machen – in Berlin. Bei „Sweeney Todd“ sind alle Rollen eine echte Herausforderung an den Schauspieler und ich könnte mir gut vorstellen, darin in einem Stadttheater mitzuwirken. Gleiches gilt für „Sunday in the Park with George“.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Viele Musicaldarsteller engagieren sich auch außerhalb des Theaters, z. B. auf Galas.Oer sie produzieren eigene CDs. Haben Sie da auch Ambitionen? In der Vergangenheit war in dieser Richtung von Ihnen noch nicht allzu viel zu sehen…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> Stimmt. Ich liebe es einfach, Rollen auf der Bühne zu durchleben. Mehr oder weniger „nackte“ Galas hatten für mich noch nie einen Reiz. Die meisten „Meine-liebsten-Musical-Songs“-CDs finde ich sehr eintönig, außerdem glaube ich nicht, dass ich eine bessere machen könnte, also lasse ich lieber die Finger davon. Eine CD-Produktion mit Liedern von Perrin Allen (Musikalischer Leiter von „Mamma Mia!“ Anm. d. Red.) oder Couplets von Wolfgang Adenberg wäre reizvoll, aber bisher gibt es noch keine konkreten Pläne.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Ich bin nicht sicher, wie groß der Fankult bei „42nd Street“ ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass viele ehemalige „Tanz der Vampire“-Fans aus dem Schwäbischen auch „42nd Street“ in ihr Herz geschlossen haben. Was bedeuten Fans für Ihre Arbeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Die „Tanz der Vampire“-Vorstellungen, in denen hunderte weitere Vampire im Zuschauerraum saßen, waren schon etwas Besonderes. Wenn ein Stück eine große Fangemeinde anziehen und binden kann, dann ist das eine tolle Bestätigung für alle Beteiligten und gibt einem das gute Gefühl, etwas richtig Tolles gemacht zu haben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Mit einem „Star-Kult“ konnte ich noch nie etwas anfangen, ich freue mich aber immer sehr, wenn mir – wie gerade erst vorgestern eine junge Frau aus Wien – Menschen erzählen, dass ich der Auslöser war, einen Theaterberuf zu ergreifen. Das ist das schönste Kompliment, das es gibt.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.jensjanke.de" href="http://www.jensjanke.de">www.jensjanke.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 15:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Dörfler]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur Ausgangslage… Die sich daraus entwickelnde Handlung ist schnell erzählt: Peggy überzeugt mit ihrem außerordentlichen Talent und nicht zuletzt durch ihren natürlichen Charme den Direktor und wird für seine neue Show „Pretty Lady“ als Ensemble-Mitglied engagiert. Obwohl sie um Längen besser tanzt und singt als ihre Kolleginnen, ist Peggy mit der Ensemble-Rolle überglücklich.</p>
<p class="Body">Bei einer der Previews kommt es zu einem folgenschweren Unglück: Peggy wird von einem Tanzpartner so ungeschickt geführt, dass sie mit dem Star der Show – der Diva Dorothy Brock – zusammenstößt, die sich daraufhin den Knöchel bricht. Peggy wird gefeuert und ohne Hauptdarstellerin droht die Show zu platzen… In wenigen Tagen ist Premiere und niemand ist da, der die Rolle der Diva adhoc übernehmen kann – außer Peggy.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1007">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mit vereinten Kräften überzeugt das Ensemble Julian Marsh das junge Ausnahmetalent zurückzuholen. Dies gelingt und für Peggy beginnt ein Proben-Marathon, denn sie muss binnen 36 Stunden eine große Hauptrolle auswendig lernen, damit die Premiere von „Pretty Lady“ am Broadway ein Erfolg wird.</p>
<p class="Body">Schon die Ouvertüre dieses Glamour-Musicals ist atemberaubend: Der Vorhang hebt sich nur einen Meter, gerade soweit, dass das Publikum die Füße des Ensembles sehen kann. Dann wird es von einem wahren Trommelfeuer aus Steppschritten geradezu in die Sitze gepresst! Und genau das ist es, worum es geht: Stepptanz! Die Show besteht zu 75 % aus der genialen Choreographie von Gower Champion, die von Randy Skinner für die Stuttgarter Inszenierung beeindruckend umgesetzt wurde. Für die restlichen 25 % leuchten die schillernden Kostüme und das glitzernde Bühnenbild um die Wette.</p>
<p class="Body">800 Kostüme und 600 Paar Schuhe kommen jeden Abend zum Einsatz. Diese Vielfalt allein übertrifft schon alles bisher da gewesene. Doch das Bühnenbild von Douglas W. Schmidt stellt alles andere in den Schatten: Ein überdimensionaler, bühnenfüllender Spiegel macht aus dem tanzenden Damen-Ensemble perfekt aufeinander abgestimmte Synchronschwimmerinnen. Die von auffälliger Leuchtreklame umgebene Showtreppe gibt dem Finale der Show den passenden Rahmen. Wer bis dahin nicht weiß, worum es geht, weiß spätestens dann: Wir sind am Broadway! Der schimmernden Scheinwelt von Ruhm, Träumen und Tränen.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird durch auffallend wenige Gesangsstücke und spritzig-leichte Dialoge erzählt, die jedoch mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny adaptiert wurden.</p>
<p class="Body">Wenn man Kritik an diesem Stück üben möchte, bietet sich bei der Handlung ein geeigneter Ansatzpunkt: Die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten (sei es nun zwischen Peggy Sawyer und dem Broadway-Direktor Julian Marsh oder dem Tenor Billy Lawlor, der sich in Peggy verguckt) werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.</p>
<p class="Body">Karin Seyfried gibt als Peggy Sawyer ein sympathisches, naives Mädchen vom Lande, das sich in der hübschen Traumwelt des Showbizz sehr wohl fühlt. Tänzerisch gehört sie zum Besten, was Deutschland Musicalbühnen derzeit zu bieten haben. Ihr zur Seite steht mit Jens Janke in der Rolle des selbsternannten Frauenhelden Billy Lawlor, ein erfahrener Sänger und Schauspieler, der schon als Prof. Abronsius in »Tanz der Vampire« und Funker Harold Bride (»Titanic«) die Herzen des Publikums eroberte. Seine leicht überzogene Darstellung des eitlen Gockels sorgt für viele Lacher im Publikum und gibt der Show etwas sehr erfrischendes. Dass er nun aber auch noch tanzen und steppen kann – und sich dabei ganz sicher nicht verstecken muss – macht ihn zum Star von »42nd Street«!</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist Wolf Wrobel, der bis zum Sommer bei »Mamma Mia!« in Hamburg auf der Bühne stand. Als Dance Captain Andy Lee scheucht er das Ensemble über die Bühne und unterzieht es harter Proben. Sieht man den Münchner zum ersten Mal auf der Bühne, so glaubt man kaum, wie viel explosive Energie in ihm steckt, mit der er bei seinen Steppeinlagen die Zuschauer scheinbar spielend mitreißt.</p>
<p class="Body">Der Star von „Pretty Lady“ – die alternde Diva Dorothy Brock – wird von Isabel Dörfler glaubhaft verkörpert, obwohl ihre Zickigkeit und ihre Starallüren an der ein oder anderen Stelle noch mehr betont werden könnten.</p>
<p class="Body">Ex-Vampirgraf Kevin Tarte ist mit Stuttgart zwischenzeitlich so verwachsen, dass er in »42nd Street« die Rolle des Broadway-Direktors Julian Marsh übernahm. Ob er sich jedoch damit einen Gefallen getan hat? Zeitweise hat man das Gefühl, er karikiert die Rolle des erfolglosen Direktors sehr stark.</p>
<p class="Body">Dadurch wirkt er nicht wirklich überzeugend, seine Souveränität und seine fesselnde Bühnenpräsenz machen jedoch vieles wieder wett. Dass Kevin Tarte in der gesamten Show nur zweimal mit seiner vollen und warmen Stimme beeindrucken darf, bedauern sicherlich nicht nur seine Fans…</p>
<p class="Body">»42nd Street« wird vom Stepptanz getragen – alles andere ist nebenrangig. Der Funke springt schon in der ersten Szene auf die Besucher über und viele wippen im Sitz mit, wenn die 48 Darstellerinnen und Darsteller loslegen. Die Premierengäste von dem beeindruckenden Ensemble schwindelig getanzt. Überall hörte man nach der Premiere wie mit Hochachtung und Ehrfurcht von der Leistung des Ensembles gesprochen wurde.</p>
<p class="Body">Aber in einem war man sich sicher: Die absoluten Sympathieträger – und damit die Stars des Stuttgarter Broadway – sind Karin Seyfried und Jens Janke!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Isabel Dörfler, Jens Janke, Karin Seyfried, Kevin Tarte</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Randy Skinner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
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		<title>42nd Street &#8211; Offene Probe</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/42nd-street/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2003 08:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Mitte September vibriert das gesamte Theater unter den 96 steppenden Füßen des »42nd Street«-Ensembles. Für die 48 Darstellerinnen und Darsteller ist das vor allem eine konditionelle Herausforderung: „Ich wusste gar nicht, dass man so viele Blasen an den Füßen haben kann“, seufzt sich Tänzer Benjamin Rufin. Alle Backstage-Abteilungen arbeiten auf Hochtouren, damit bis 21. ...</p>
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<div id="body_content">
<p>Seit Mitte September vibriert das gesamte Theater unter den 96 steppenden Füßen des »42nd Street«-Ensembles. Für die 48 Darstellerinnen und Darsteller ist das vor allem eine konditionelle Herausforderung: „Ich wusste gar nicht, dass man so viele Blasen an den Füßen haben kann“, seufzt sich Tänzer Benjamin Rufin.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Alle Backstage-Abteilungen arbeiten auf Hochtouren, damit bis 21. November jeder Schritt und jedes Wort perfekt sitzen. „42nd Street ist eine temporeiche Tanzshow mit einer großen Portion Comedy.“ erklärt Eddy Habbema, der nach »Titanic« auch bei dieser Stage Holding Produktion Regie führt.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/42nd_Street_2003_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Die Geschichte spielt Ende der 30er Jahre. Julian Marsh (gespielt von Ex-Vampirgraf Kevin Tarte), ein Musicalproduzent mit großen finanziellen Schwierigkeiten, erhofft sich ein Comeback mit seiner neuen Produktion »Pretty Lady«. Finanziert wird das neue Stück von Abner Dillon, dessen ganzes Interesse jedoch nur der Hauptdarstellerin Dorothy Brock (Isabel Dörfler) gilt, die nach Julian Marshs Meinung aber viel zu alt für diese Rolle ist.</p>
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<div>Bei der Auswahl von Bewerbern für die Ballettgruppe sind die Ansprüche an Gesang und Tanz sehr hoch. Kurz vor Schluss des Vortanztermins erscheint die junge Peggy Sawyer (Karin Seyfried). Sie kommt direkt aus der Provinz und hat sich verspätet. Zwar bekommt sie noch die Chance, ihr Talent zu beweisen, doch Choreograph Andy Lee ist hart, wer zu spät kommt, fliegt raus. Enttäuscht eilt Peggy von der Bühne und läuft Julian Marsh direkt in die Arme, ohne zu wissen, wer er ist. Billy Lawlor, der männliche Star des Stücks, sowie einige Ensemblemitglieder, sind begeistert von Peggys Talent und überzeugen Julian davon, dass er sie unter Vertrag nimmt.</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_721">
<div class="style_2">
<p class="Body">In der Hektik einer Aufführung kommt es zu einem unglücklichen Vorfall: Peggy verursacht einen Zusammenstoß mit Dorothy, die sich dabei den Knöchel bricht. Die Vorstellung muss abgebrochen werden und Peggy wird gefeuert. Wieder ist die Produktion in Gefahr, weil Dorothy so nicht auftreten kann. Das verzweifelte Ensemble sieht nur eine Chance: Peggy muss für Dorothy einspringen.</p>
<p class="Body">Die Premiere am Broadway steht kurz bevor, doch die anstrengenden Proben setzen Peggy zu: Sie ist kurz vor dem Zusammenbruch. Julian ist sicher, dass sie es schaffen wird und macht ihr Mut. Vor der Premiere kommt sogar die verletzte Dorothy zu Peggy und wünscht ihr Glück. Das Musical beginnt, Premiere wird ein großer Erfolg und aus dem unbekannten Aschenputtel Peggy wird über Nacht ein Star.</p>
<p class="Body">„Der Humor muss auf das deutsche Publikum zugeschnitten werden. Außerdem ist es sehr wichtig, dass die Solisten Akzente richtig setzen und die Pointen sauber herausarbeiten.“ so Eddy Habbema. Mit dem Feinschliff des Buchs sind Ruth Deny (Dialoge) und Wolfgang Adenberg (Songtexte) beauftragt worden. Beide haben ihr Können schon bei »Mamma Mia!« (Ruth Deny) und »Titanic« (Wolfgang Adenberg) erfolgreich unter Beweis stellen können.</p>
<p class="Body">Auch die Kostüm- und Maskenabteilung hat alle Hände voll zu tun. Für das 48-köpfige Ensemble müssen über 200 in Indonesien geknüpfte Kunsthaarperücken typindividuell angepasst werden. Als Vorlagen für die Frisuren der 30er Jahre dienen zahlreiche Fotos von Hollywood-Diven wie Marlene Dietrich oder Greta Garbo vor.</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/42nd_Street_2003_files/shapeimage_5.png" alt="" width="408" height="171" /></div>
</div>
<p class="Body">Seit Mitte Oktober finden bis zu vier Proben zeitgleich statt: Tanzproben für das Ensemble, Phonetik- und Schauspielunterricht für die Solisten und Gesangsproben. Choreograph Randy Skinner stellt sich der Herausforderung, 48 steppende Beinpaare zu koordinieren und für Synchronität zu sorgen. Er ist begeistert von der Internationalität des Ensembles: „Noch nie habe ich mit so einer internationalen Cast gearbeitet. Es ist toll, Künstler aus 15 Ländern in einem Ensemble zu haben. Das gab es noch nicht einmal am Broadway!“</p>
<p class="Body">Nicht genug, dass das Haus unter den Tanzproben erbebt – zudem gibt es auch lautstarke Umbauten im Foyer und Theatersaal: Allein die imposante Show-Treppe hat einen Umfang von 8 mal 10 Metern. Das Foyer wird komplett umgestaltet: Das mystische Flair der Vampirgruft mit all ihren Spinnweben wird einem klassisch-eleganten Theaterambiente Platz machen. Im Theatersaal selbst werden Teppichboden und Sitze komplett erneuert.</p>
<p class="Body">Man darf gespannt sein, ob dieser Vorbereitungs- und Probenmarathon bis 21. November wirklich abgeschlossen ist und eine reibungslose »42nd Street«-Premiere von im runderneuerten Apollo Theater über die Bühne gehen kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>Veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="tinyText">
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		<title>Gute Fahrt, Titanic!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gute-fahrt-titanic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2003 12:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Eddy Habbema]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
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		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ungenügende Vermarktung) – zur Derniere am 04. Oktober 2003 gab es noch einmal ein volles Haus.</p>
<p class="Body">Das hervorragende »Titanic«-Ensemble bot auch beim 323. Mal eine künstlerisch einwandfreie, anspruchsvolle Vorstellung. Die bei Dernieren üblichen Scherze und Anspielungen beschränkten sich auf charmante Textänderungen, die den Abschied für alle Beteiligten nur noch schwerer machten.</p>
<p class="Body">Auch das Publikum hatte sich etwas Besonderes ausgedacht: Als die Titanic zum letzten Mal vom Hamburger Kai in See stach, versank der Saal in einem Meer aus Taschentüchern, die zum Abschied geschwungen wurden. Viele Darsteller waren darauf nicht gefasst und mussten ganz schwer schlucken.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_923">
<div class="style_2">
<p class="Body"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1428 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Titanic_2_2003.png" alt="" width="260" height="351" />Auch Maik Klokow, Geschäftsführer der Stage Holding, dem diese Show ganz offensichtlich sehr am Herzen lag, bildete hier keine Ausnahme – im Gegenteil: Wenn es ans Taschentuch-Winken, Szenenapplaus oder Standing Ovations ging, war er immer einer der Ersten die aktiv wurden.</p>
<p class="Body">Die bei kurzfristig abgesetzten Stücken zumeist unübliche Anwesenheit von Regisseur Eddy Habbema, Übersetzer Wolfgang Adenberg und Choreographin Kim Duddy adelte die ausgezeichnete Show und das Ensemble auf außergewöhnliche Weise und zeigte mehr als deutlich, dass mit diesem schnellen Ende wirklich niemand in der Stage Holding gerechnet hatte.</p>
<p class="Body">Die Geschichte nahm ihren verhängnisvollen Lauf, die Erste Klasse speiste ein letztes Mal im Großen Salon, in dem an diesem speziellen Samstagabend echtes Obst und echte Getränke gereicht wurden.</p>
<p class="Body">Mrs. Beane (Iris Schumacher) und das Ensemble tanzten den letzten Rag besonders ausgelassen und Norbert Kohler steigerte den Taschentuch-Verbrauch vor der Pause ins Unermessliche, als er als Frederick Fleet hoch über den Köpfen der Zuschauer in seinem Krähennest das unheilvolle „Kein Mond, kein Wind“ gefühlvoll und ergreifend anstimmte.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt häuften sich die Abschiedseinlagen zusehends: Der Teddy von Jack Thayer hatte eine eigene Schwimmweste mit Taucherbrille und Schnorchel bekommen. Robert Köhler hielt den Bären stolz vor seiner Brust und so mancher Darstellerin trieb es beim Anblick dieser herzerweichenden Accessoires die Tränen in die Augen.</p>
<p class="Body">Eine eher amüsante Szene war die hektische Flucht der Passagiere zu den Rettungsbooten. So wollte Eleanor Widener (Katja Thiede) das Schiff nicht verlassen, „solange es noch etwas zu trinken an Bord gibt!“ und Caroline Neville (Nicole Baumann) flüchtete gleich mit zwei heimlichen Verlobten. Beide Darsteller des Charles Clarke (Dernieren-Besetzung Andreas Bühring und eigentliche Erstbesetzung Björn Breckheimer) rannten vor ihrer großen Liebe in Richtung Boote und drehten sich zeitgleich um als sie „Charles!“ rief.</p>
<p class="Body">Carsten Lepper (Ingenieur Thomas Andrews) änderte den Text seines großen Solos dahingehend ab, dass das Schiff nicht nur noch schneller, sondern von nun an endgültig sinken wird. All diese netten Kleinigkeiten wurden mit donnerndem Szenenapplaus und Standing Ovations bedacht.</p>
<p class="Body">Schwermütig und sehr ruhig wurde es im Publikum als Ida und Isidor Straus (Masha Karell und Ulrich Talle) sich noch einmal der schönen gemeinsamen Jahre entsannen und die Angst vor dem bevorstehenden Tod nur allzu deutlich zu spüren war. Die Anspannung ließ auch während des beklemmenden Finales nicht nach, wo die Überlebenden an Bord der Carpathia der Zurückgebliebenen gedachten.</p>
<p class="Body">Als die letzte Vorstellung von »Titanic« vorüber war, löste sich bei allen deutlich sichtbar die Anspannung. Viele Darstellerinnen und Darsteller (beispielsweise Leon van Leeuwenberg, Iris Schumacher und Patrick Stanke) konnten ihre Trauer nicht mehr unterdrücken. Zitternd und mit schwacher Stimme setzten sie zu dem herzzerreißenden Abschiedmedley „Wir sehen uns wieder“ an, in dem jeder der Hauptdarsteller noch einmal seine bekannteste Zeile singen durfte.</p>
<p class="Body">Besonders schön war, dass Darsteller, die bereits an anderen Theatern engagiert waren, extra für die Derniere noch einmal auf die Bühne der Neuen Flora zurückkehrten. Hierzu zählte Jens Janke als Funker Harold Bride (ab November in Stuttgart bei »42nd Street«) ebenso wie Seth Lerner (seit September bei »Les Misérables« im Theater des Westens auf der Bühne) und ein stimmlich sehr angegriffener Robin Brosch (als Inhaber Bruce Ismay), der seit einigen Wochen als Künstlerischer Direktor der Joop van den Ende Academy fungiert. Eine ebenfalls sehr reizende Geste war, dass die verletzte Katharina Trinkewitza zusammen mit der Dernieren-Besetzung der Damico-Tänzerin Daniela Wildprad auf die Bühne humpelte, um sich von den Gästen verabschieden. Die Kinderdarsteller des Jack Thayer bekamen eine Sondergenehmigung und sagten ihrem Hamburger Publikum ebenfalls Tschüss.</p>
<p class="Body">Die bewegenden Abschiedsworte von Company Manager Dirk Terwey machten sehr deutlich wie sehr die Künstler mit den Theater zusammen gewachsen waren und wie ausgezeichnet die Stimmung hinter der Bühne in den vergangenen zwölf Monaten gewesen ist. Doch das Ensemble rund um »Titanic«-Kaptän Michael Flöth verstreut es in alle Himmelsrichtungen: die einen zieht es nach Essen oder Stuttgart, die anderen nach Berlin oder ins nahe gelegene Operettenhaus. Nur sehr wenige bleiben in der Neuen Flora. Wie nach jeder Derniere kann man den Darstellerinnen und Darstellern für ihre zukünftigen Engagements nur viel Glück wünschen und ihnen für die hervorragende Leistung im »Titanic«-Ensemble danken.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>4. Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
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		<title>Die deutsche Musicallandschaft hat endlich wieder ein ‚echtes’ Musical</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-deutsche-musicallandschaft-hat-endlich-wieder-ein-echtes-musical/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2002 12:04:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
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		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange haben die Anhänger des „klassischen“ Musicals darauf gewartet: Ein Stück bei dem das Ensemble, die Musik und das Bühnenbild perfekt kombiniert und absolut gleichwertig sind und gemeinsam ein gewaltiges Musicalerlebnis außergewöhnlichster Art erzeugen. Am 8. Dezember 2002 hielt genau solch ein Musical Einzug in die für 9 Mio. Euro atmosphärisch vollkommen verwandelte Neue Flora ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Lange haben die Anhänger des „klassischen“ Musicals darauf gewartet: Ein Stück bei dem das Ensemble, die Musik und das Bühnenbild perfekt kombiniert und absolut gleichwertig sind und gemeinsam ein gewaltiges Musicalerlebnis außergewöhnlichster Art erzeugen.</p>
<p class="Body">Am 8. Dezember 2002 hielt genau solch ein Musical Einzug in die für 9 Mio. Euro atmosphärisch vollkommen verwandelte Neue Flora in Hamburg: »Titanic – Das Musical« lockte am Premierentag Stars aus aller Welt an die Elbe! Neben Liza Minelli und Sophia Loren war auch Gina Lollobrigida der Einladung der Stage Holding gefolgt und zusammen mit 2000 weiteren geladenen Gästen erlebten sie eine hervorragende Show, die außer der zugrunde liegenden wahren Geschichte des White Star Line Kreuzers Titanic nichts mit James Camerons Kinoerfolg zu tun hat!Die 37 Premierendarsteller zeigten sich von ihrer allerbesten Seite, das 23-köpfige klassische »Titanic«-Orchester spielte sich eindrucksvoll in die Herzen der Gäste und die Bühnentechniker leisteten Schwerstarbeit, um die Titanic wirkungsvoll auf der Bühne untergehen zu lassen. Aber der Reihe nach – denn bevor die Premiere gefeiert werden konnte, wartete noch ein hartes Stück Arbeit auf alle Beteiligten auf und hinter der Bühne…</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1797">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die auf dem roten Teppich vor der Neuen Flora herrschenden frostigen Temperaturen des Hamburger Winteranfangs wurden sofort vergessen gemacht, als die Gäste das Foyer des Theaters betraten: Das ehemals kalte durch Stahlgeländer, gekachelte Böden und schlicht weiße Wände geprägte Theater wirkt nach dem Umbau warm und gemütlich: Raffinierte Lichteffekte lassen das weitläufige Foyer familiärer erscheinen und die gemütlichen Sitzecken laden die Besucher zu einem kleinen Small Talk vor der Show ein. Über die in allen Theatern der Stage Holding ausgestellte Moderne Kunst kann man geteilter Meinung sein, dennoch gehört sie inzwischen zum Bild eines Stage Holding Theaters dazu und tut der warmen Atmosphäre sicherlich keinen Abbruch.</p>
<p class="Body">Im Theatersaal wurden die Gäste von dem 14 m breiten und 9 m hohen Bühnenportal aus genieteten Stahlplatten empfangen und nachdem auch die Ehrengäste aus Hollywood unter tosendem Beifall ihre Plätze eingenommen hatten, konnte die Reise losgehen:</p>
<p class="Body">In der Eröffnungsszene am Pier in Southampton stellen die 37 Darstellerinnen und Darsteller insgesamt 75 Personen dar, die auf der Titanic nach Amerika mitreisen wollen. Hierzu zählen neben den Offizieren, Stewards (u. a. Leon van Leeuwenberg als 1. Klasse Steward Henry Etches und Ole Lehmann als Chefsteward Andrew Latimer) und weiteren Bediensteten auch die Gäste der 1., 2. und 3. Klasse. Es wird gezeigt, welche Träume die Ankommenden mit dem Schiff und einem Leben in Amerika verbinden.</p>
<p class="Body">Besonders beeindruckend ist in dieser Szene das Schauspiel des Ensembles, das die Besucher glauben macht, direkt neben der riesigen 300 m langen Titanic zu sitzen – obwohl auf der Bühne außer der Gangway und einer Ankerleine nichts von ihr zu sehen ist.</p>
<p class="Body">Auch der Kapitän E. J. Smith (Michael Flöth), der Ingenieur der Titanic Thomas Andrews (Carsten Lepper) und ihr Eigentümer Bruce Ismay (Robin Brosch) werfen bewundernde Blicke auf das Meisterwerk – &#8222;das größte bewegliche Objekt&#8220; aus Menschenhand.</p>
<p class="Body">Nachdem alle Passagiere ihre Kabinen gefunden haben, nimmt das Schiff an Fahrt auf – was man von dem Stück im 1. Akt leider nicht ganz behaupten kann. Der erste Akt behandelt die vier Tage der ruhigen Fahrt, die die Titanic verbrachte, bevor die schlimmste denkbare Katastrophe in Form eines Eisbergs eintrat. In diesen ersten Szenen werden einzelne Schicksale, Träume und Wünsche der Passagiere deutlich gemacht und es wird eine Beziehung zwischen Publikum und Passagieren hergestellt. Es gibt jedoch keine Hauptfiguren (wie Kate Winslet und Leonardo Di Caprio als Rose und Jack im Hollywood-Film), die den Zuschauer durch das Stück leiten.</p>
<p class="Body">Die Unterschiede zwischen 1. und 3. Klasse werden bei den gezeigten Abendveranstaltungen (Galadiner beim Kapitän vs. Irischem Tanzabend unter Deck) betont. Und dann gibt es da auch noch die 2. Klasse, in erster Linie durch die Rolle der Alice Bean (witzig gespielt von Iris Schumacher) symbolisiert, die alles daran setzt, um zu der von ihr hoch verehrten High Society dazu zu gehören.</p>
<p class="Body">Der Spannungsbogen, der im 1. Akt erzeugt wird, ist enorm. Das Publikum erlebt mit, wie Titanic-Eigentümer Bruce Ismay den Kapitän zu immer schnellerer Fahrt antreibt, obwohl sowohl Kapitän Smith als auch seinen Offizieren Murdoch (Wolfgang Höltzel) und Lightoller (Stefan Voigt) nicht ganz wohl dabei ist. Der Unmut über die Geltungssucht von Ismay wird vom Ingenieur Andrews geteilt, der davon abrät, schon auf der Jungfernfahrt mit maximaler Geschwindigkeit zu fahren, nur um das berühmte blaue Band derschnellsten Amerika-Überfahrt zu ergattern.</p>
<p class="Body">Auch mehrere Decks unter Wasser, im so genannten Kesselraum, plagen den Heizer Frederick Barrett (Patrick Stanke) Zweifel an dem Befehl mehr Dampf zu machen. Außerdem hat auch noch private Probleme: Er möchte er seine Freundin in England gern heiraten, weiß aber nicht so genau, wie das anstellen soll. Daher holt er sich im Funkraum vom Funker Harold Bride (Jens Janke) Hilfe und übermittelt seinen Heiratsantrag in einer sehr bewegenden Szene mit der modernen Telegraphie.</p>
<p class="Body">Natürlich kennt das Publikum das Schicksal, das die Titanic ereilen wird, dennoch schaffen es Maury Yestons abwechslungsreiche Musik und Peter Stones sehr gutes Buch, dieses im ersten Akt in den Hintergrund zu drängen: Die Ragtime-Szene dient laut »Titanic«-Director Eddy Habbema einzig und allein dazu, die Zuschauer vom Unvermeidlichen abzulenken. In dieser Szene spielt die weltberühmte Band unter Leitung von Wallace Hartley (Christopher Morandi) einen damals sehr populären Charleston und animiert die 1. Klasse Passagiere zum Tanzen. Die Kostüme und Hüte der Damen in dieser Szene sind absolut sehenswert und vermitteln dem Zuschauer das Gefühl 90 Jahre in der Zeit zurückzureisen.</p>
<p class="Body">Das Ende des ersten Aktes bildet die Kollision mit dem Eisberg, deren Vibration auch in den Zuschauerreihen zu spüren ist und nicht nur wegen des imposanten Bühnenbildes (das Ensemble steht auf drei Spielebenen plus Krähennest hoch über der Bühne) ein beklemmendes Gefühl auslöst.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt geht es dann „nur“ noch um den Untergang der Titanic. Der Zuschauer erlebt mit, wie die 3.-Klasse Passagiere sich trotz versperrter Türen zu retten versuchen, während sich 1. und 2. Klasse im Großen Salon versammeln. Für das grandiose Bühnenbild der großen Freitreppe spendete das Premierenpublikum Szenenapplaus.</p>
<p class="Body">Eine der Schlüsselszenen im zweiten Akt ist „Die Schuldfrage“. Diese Szene wurde bühnentechnisch genial umgesetzt – die Zuschauer haben wirklich das Gefühl in den Funkraum im Schiffsbauch der sinkenden Titanic zu schauen. Der Eigentümer Ismay (Robin Brosch) macht dem Ingenieur Andrews (Carsten Lepper) und Kapitän Smith (Michael Flöth) Vorwürfe, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Während Funker Bride (Jens Janke) verzweifelt versucht, die umliegenden Schiffe zu erreichen, verschaffen die drei Protagonisten ihrer Verärgerung und gegenseitigen Schuldzuweisung stimmgewaltig Luft.</p>
<p class="Body">Spätestens in der Folgeszene, in der das letzte Rettungsboot abgefiert werden soll, begannen einige Premierengäste mit ihrer Fassung zu ringen. Hier wird emotional aufwühlend gezeigt, dass sich Familien und Ehepaare trennen müssen, die Bediensteten stumpf und ohne nachzudenken ihre Befehle ausführen und es zeigt sich, dass die Liebe stärker ist als die Angst vor dem Tod. Als der 1. Klasse Passagier Isidor Straus (Robert Lenkey) seinen Platz im Rettungsboot zugunsten jüngerer Passagiere ablehnt, verzichtet auch seine Frau Ida (Marina Edelhagen) aus Liebe zu ihrem Mann auf die Rettung und verbringt ihre letzten Stunden gemeinsam mit dem Mann, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist.</p>
<p class="Body">Carsten Leppers große Stunde schlägt mit der Szene &#8222;Mr. Andrews&#8216; Vision&#8220;: Der Ingenieur ist im Rauchsalon der 1. Klasse und stellt entsetzt fest, dass mit ein paar winzig kleine Korrekturen an den Plänen die Katastrophe hätte verhindert werden können. Am Ende dieser Szene geht die Titanic endgültig unter und der Ingenieur nimmt seine Erkenntnisse mit in den Tod.</p>
<p class="Body">Das Finale des Stücks beginnen die in Decken des Rettungsschiffs „Carpathia“ gehüllten Überlebenden des Untergangs. Schonungslos wird dem Publikum vor Augen geführt, wie viele Menschen auf dieser Jungfernfahrt ihr Leben lassen mussten. Aus dem Off verstärken die Stimmen der Verstorbenen den Chor der Überlebenden und plötzlich öffnet sich noch einmal die Bühne und man sieht die auf der sinkenden Titanic Zurückgebliebenen wieder am Dock in Southampton.</p>
<p class="Body">Mit diesem Gänsehaut-Abschluss endete das Stück unter dem tosenden Applaus des Premierenpublikums, das schon von seinen Plätzen aufstand, bevor die letzten<br />
Töne überhaupt verklungen waren.</p>
<p class="Body">Ein besonders schweres Los hat beim Schlussapplaus Robin Brosch, der den feigen, prestige-süchtigen Titanic-Eigentümer Bruce Ismay so überzeugend spielt, dass er zum Dank vom Publikum ausgebuht wird und regelrecht um Verzeihung bitten muss, damit die Zuschauer seine Leistung mit Applaus statt Pfiffen honorieren.</p>
<p class="Body">Die Resonanz unter den Premierengästen war durchweg positiv. Viele hatten Tränen in den Augen und ihre Mimik sprach Bände als sie den Theatersaal verließen, um nun mit allen anderen auf diese gelungene Premierenvorstellung anzustoßen.</p>
<p class="Body">»Titanic« lebt von einer genialen Komposition von schauspielerisch und gesanglich durchweg sehr guten Darstellerinnen und Darstellern, einem mitfühlenden nah der wirklichen Tragödie verfassten Buch, bewegender Musik und einem atemberaubenden Bühnenbild! Wer nicht glaubt, dass ein Schiff auf einer Bühne untergehen kann, sollte sich in der Neuen Flora vom Gegenteil überzeugen lassen.</p>
<p class="Body">Aus dem Ensemble soll hier bewusst niemand einzeln hervorgehoben werden, da ausnahmslos alle ihre Rollen hervorragend beherrschen. Einen Eindruck von diesem stimmgewaltigen, erstklassig ausgewählten Ensemble, den ergreifenden Chornummern und der wunderschönen Musik aus Maury Yestons Feder bekommt man auch auf der Originalaufnahme der hamburgischen »Titanic«-Inszenierung, die seit der Premiere im Handel erhältlich ist.</p>
<p class="Body">Oder noch besser: Man geht einfach hin und lässt sich von diesem Musical-Meisterwerk in Hamburg gefangen nehmen!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong>  Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
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