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	<title>Janko Danailow-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Janko Danailow-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>WIR – Familie ist, was man draus macht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2019 17:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet. Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Musical ist dann gut, wenn es das Publikum mit einer pfiffigen Handlung unterhält, fröhliche und traurige, romantische und dramatische Szenen, charismatische Charaktere, mit denen sich die Zuschauer identifizieren können, sowie abwechslungsreiche Musik hat, die einen mal mitreißend, mal gefühlvoll durch einen kurzweiligen Abend begleitet.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2576 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_5_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das erste gemeinsame Musical von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek erfüllt all diese Kriterien. Kuropka und Nimschek sind seit vielen Jahren Mitglieder der viel zitierten „Schmidt-Familie“: Kuropka steht immer wieder in einer der zahlreichen Eigenproduktionen des erfolgreichen Privattheaters auf der Bühne (u. a. „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=2356"><span style="color: #333399;">Heiße Ecke</span></a>“, „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">7 auf einen Streich</a></span>“, „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=50"><span style="color: #333399;">Cindy Rella</span></a>“). Nimschek ist seit Jahren Teil des kreativen Teams und organisiert u. a. den zweijährigen „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=2210">Creators</a></span>“-Wettbewerb.</p>
<p>Das Thema Homosexualität wird in den drei Schmidt Theatern immer wieder aufgenommen und auf verschiedenste Art bearbeitet. Bei „WIR“ steht das Leben von zwei homosexuellen Paaren im Mittelpunkt. Christian (genannt Chrischi) und Magnus einerseits sowie Sabine („Bine“) und Nathalie andererseits leben glücklich zusammen und haben direkt nach der offiziellen Genehmigung der „Ehe für alle“ durch den Bundestag am 1. Oktober 2017 geheiratet. Das einzige, was beiden Paaren zu ihrem Glück noch fehlt, ist ein Kind. Da der Gesetzgeber hier nach wie vor hohe Hürden festlegt, versuchen sie ihr Glück bei einer LGBT-Begegnungsstätte.</p>
<p>Dort lernen sich die beiden Paare kennen bzw. Chrischi und Sabine stellen zur großen Überraschung ihrer Partner fest, dass sich aus Kindertagen kennen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2577 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_8_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Da Kerstin, die beste Freundin von Magnus und Chrischi, nicht deren Leihmutter sein möchte, reift plötzlich die Idee, dass man ja auch zu viert ein gemeinsames Kind bekommen und aufziehen könnte. Wer mit wem – natürlich nur im Sinne der Fortpflanzung – führt trotz anfänglicher Euphorie dennoch zu einigen Diskussionen.</p>
<p>Sabine und Nathalie entscheiden sich jedoch nach einem Besuch bei Bines Schwester und deren Kindern erstmal gegen ein Kind, da sie sich noch nicht bereit fühlen. Nach dem irrwitzig emotionalen Geständnis gegenüber Chrischi und Magnus folgt eine wilde Partynacht mit viel Alkohol und Ecstasy, die zu einer ungeplanten Schwangerschaft führt. Bis dieses Kind das Licht der Welt erblickt, müssen die beiden Paare aber noch viele Gespräche, Tränen und Versöhnungen hinter sich bringen.</p>
<p>Die Handlung ist an einigen Stellen vorhersehbar, aber die Protagonisten agieren immer menschlich und sehr nachvollziehbar. Es werden viele Klischees bedient (der „Meggings“ tragende, sehr körperbewusste Chrischi, der von seinem homophoben Vater fast bis zur Verleugnung der eigenen Sexualität unterdrückte Magnus, die burschikose Feuerwehrfrau Bine und die ehrgeizige, eher steife, sich nichts anmerken lassende Nathalie), aber diese werden von Regisseur Nimschek nicht triefend umgesetzt, sondern wohl dosiert.</p>
<p>Einzig bei den Nebenrollen (homophober Vater, nymphomaner Begegnungsstätten-Leiter, beste Schwulen-Freundin, überspannte Krampf-Veganerin) schlägt das Autoren-Duo ab und an über die Stränge. Doch die so kreierten Figuren sind herrlich schräg und (mit Ausnahme von Magnus‘ Vater) sehr unterhaltsam.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2572 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/WIR_1_c_MorrisMacMatzen.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Neben den sehr schlau eingesetzten mobilen Wänden und Kleinkulissen, mit denen im Handumdrehen aus Bines und Nathalies Wohnung das vegane Restaurant „Speisen ohne Scham“ wird (Bühne: Florian Bänsch), den schmissigen Synthi Pop Songs (herausragend ist hierbei natürlich die Kindheitstrauma-Abschiedshymne „Bitterfeld“, die zudem von Bart de Clercq klasse choreographiert wurde) sowie dem Wortwitz in Songtexten und Dialogen lebt „WIR“ von der exzellenten Besetzung.</p>
<p>Charlotte Heinke gelingt der Spagat von der liebenden Frau zur verspannten Business-Woman sehr gut. Auch ihre Gewissensbisse wegen der Schwangerschaft und die Zukunftsängste bringt sie sehr glaubwürdig über die Rampe. Steffi Irmen ist neu in der Schmidt-Familie, hat aber als Bine einen fulminanten Einstand. Sie bringt die Gefühlsachterbahn mit Bravour hinter sich und überzeugt sowohl als ruppiger Ost-Teenie in Bitterfeld und selbstbewusste Feuerwehrfrau als auch als werdende Mutter. Bine kommt gemeinsam mit Chrischi die Rolle des Bindeglieds zu, denn die zwei sind es, welche die beiden Paare wieder zusammenführen wenn es kriselt. Janko Danailow spielt die Rolle des leicht überdrehten, etwas gefühlsduseligen Christian sehr ansprechend. Auch die verletzten Gefühle, als Magnus zum wiederholten Mal nach dem Besuch seines Vaters ihre Beziehung in Frage stellt, nimmt man ihm sofort ab. Ähnlich wie Nathalie hat auch Magnus den sprichwörtlichen Stock im Po. Ein entspannter Umgang mit Fremden und bedingungsloses Vertrauen sind ihm fremd. Veit Schäfermeier spielt diese Rolle sehr authentisch.</p>
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<p>So unterschiedlich die Charaktere der Paare auch sind, so gut ergänzen sie sich. Die Zuschauer spüren, dass hier Menschen zusammen auf der Bühne stehen, die sich mögen.</p>
<p>Auch gesanglich jagt hier ein Highlight das nächste: Die &#8222;Bitterfeld&#8220;-Hymne &#8211; optisch und akustisch im bester 90er Jahre Stil &#8211; sowie &#8222;Heut ist unser Tag&#8220; sorgt für richtig Schwung auf und vor der Bühne. Doch auch die leisen Töne gehen unter die Haut. (&#8222;Ich lieb Dich jetzt schon so&#8220; ist eine Liebeserklärung von Bine und Nathalie an das ungeborene Kind).</p>
<p>Auch die zahlreichen Nebenrollen sind mit Kathi Damerow und Robin Brosch perfekt besetzt. Beide überzeugen durch Wandlungsfähigkeit und ihren Sinn für Humor. Brosch sorgt als weichgespülter LGBT-Begegnungsstätten-Leiter Norman für Lacher und Szenenapplaus. Als Magnus‘ Vater ist er einschüchternd und äußerst unsympathisch. Damerow gibt die eindimensionale Kerstin wunderbar respektlos. Auch als „Scheidenflüsterin“ und Service-Kraft im veganen Restaurant unterhält sie das Publikum hervorragend. Nicht zu vergessen ihr &#8222;Kinder sind ein Segen &#8211; man bekommt sooooviel zurück&#8220;, das sie als Bines Schwester nicht müde wird zu proklamieren, obwohl der Stress mit drei Kindern sie aufzufressen scheint. Schlicht großartig!</p>
<p>„WIR“ zeigt, wie eine Familie abseits aller Rollenklischees entstehen kann – mit allen Verwerfungen, die zu solch einem Entstehungsprozess dazugehören. Die Zuschauer bekommen im Laufe des Abends das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Genau das ist es, was diesen Abend so besonders macht! Dieses Debüt von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek kann man nur als gelungen bezeichnen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div style="text-align: center;"><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://youtu.be/zqKfupnWsCA"><strong>Promo-Video von WIR</strong></a></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidtchen, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">11</span>. April 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Steffi Irmen, Charlotte Heinke, Veit Schäfermeier, Janko Danailow<span class="Bold">, Kathi Damerow, Robin Brosch<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Musik / Texte / Regie:</strong> Franziska Kuropka &amp; Lukas Nimschek<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Erfolgreicher Transfer von der Schweiz nach Norddeutschland</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/erfolgreicher-transfer-von-der-schweiz-nach-norddeutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2014 12:05:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schwarzen Brüder]]></category>
		<category><![CDATA[Janko Danailow]]></category>
		<category><![CDATA[Jasper Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Maite Kelly]]></category>
		<category><![CDATA[Open Air Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Zeug]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Bückeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Tinney]]></category>
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<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bereits 2007 wurde die Geschichte des zwölfjährigen Giorgio, der sein Leben als Kaminfegerjunge in Zwangsarbeit und Hunger im Mailand des 19. Jahrhunderts fristet und mit seinen Freunden, den „Schwarzen Brüdern“, die Flucht vor seinen Peinigern wagt, um in seine Heimat zurückzukehren, in der Schweiz uraufgeführt. Sieben Jahre später inszeniert Autor Mirco Vogelsang nun auch die Deutschlandpremiere auf Schloss Bückeburg.</p>
<p class="Body">Das fürstliche Schloss bietet eine wunderbare Kulisse für die Schornsteine, Taverne, das Haus von Giorgios Meister sowie den Mailänder Marktplatz. Die Kulissen (Harry Behlau) sind teilweise so passend in die Fassade des Schlosses eingearbeitet, dass man schon sehr genau hinsehen muss, um zu erkennen, dass Dachschindeln und Schornsteine „angebaut“ wurden.</p>
<p class="Body">Was direkt zu Beginn auffällt, sind die raumgreifenden Choreographien von Sabine Lindlar, die – nicht nur wegen des Schornsteinfeger-Hintergrunds – mehr als einmal an die Leichtigkeit von „Mary Poppins“ erinnern. Auch die Polonaise der Kaminkehrer-Buben („Frisch ans Werk“) ist wunderschön anzuschauen.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_669_839">
<div class="style_2">
<p class="Body">Musikalisch lässt sich das Stück schwer einordnen. Von poppigen Ensemblenummern über rockige Duette bis hin zu gefühlvollen Balladen ist alles vertreten. Einen roten Faden lässt Georgij Modestov in seiner Komposition vermissen. Doch dem musikalischen Leiter Andreas Papst gelingt es, mit seinem 14-köpfigen Orchester einen beachtlichen Klangteppich zu schaffen, auf dem sich die dramatische Handlung entwickeln kann.</p>
<p class="Body">Aus dem Ensemble ragt ganz klar Jasper Klein als Giorgio heraus. Er ist in fast jeder Szene auf der Bühne und hat ein beachtliches Gesangs- und Schauspielpensum zu bewältigen. Während der Jungdarsteller schauspielerisch seinen erwachsenen Kollegen in keinster Weise nachsteht, hat er stimmlich seinen Weg noch nicht gefunden. Er wechselt zwischen seiner vollen, emotionalen Bruststimme und der kindlichen Kopfstimme, was den Genuss so manches Songs arg in Mitleidenschaft zieht.</p>
<p class="Body">Als väterlicher Freund steht ihm Thorsten Tinney als Meister Rossi zur Seite. Er gibt einen herzensguten Meister, der sich einerseits rührend um „seinen Buben“ kümmert, sich gleichzeitig aber dem egoistischen Wesen seiner Frau erwehren muss, die alles dafür tut, dass ihr Kronsohn Anselmo die beste Behandlung erfährt. Als eben jene Frau Rossi steht eine bild- und stimmgewaltige Maite Kelly vor dem Fürstenschloss. Wenn sie die Bühne betritt, hat niemand anderer mehr Raum. Sie erinnert in ihrem burschikosen Wesen an Madame Thénardier aus „Les Misérables“. Ihr rhythmisches Frühlingszwiebel-hacken im zweiten Akt ist wahrlich zum Zungeschnalzen. Was dieser Figur jedoch etwas abgeht, ist die Liebe zu ihren Kindern – auch zu ihrer an Schwindsucht erkrankten Tocher Angeletta. Das ist sehr schade, denn diese zusätzliche Facette hätte Mutter Rossi sicherlich noch interessanter gemacht.</p>
<p class="Body">Anselmo und Angeletta werden von Andreas Röder und Sandra Pangl gespielt. Beide spielen rollendeckend, entwickeln Emotionen und können das Publikum überzeugen. Gesanglich kann sich jedoch nur Pangl hervortun, die mit dem Solo „Dezemberwind“ einen der schönsten Titel des Stücks singen darf.</p>
<p class="Body">Giorgios besten Freund Alfredo, den im Verlauf des Stücks der permanent eingeatmete Russ umbringt, spielt Janko Danailow. Ihm gelingt es, viel Gefühl in das harte Leben der Kaminkehrer zu bringen. Er spielt sehr einfühlsam und man glaubt ihm die Beschützerrolle sofort. Sein sanfter Tenor passt ideal zu Modestovs Kompositionen und man lauscht ihm gern. In der Szene, die er auf dem Schlossdach spielt, richten sich alle Augen gebannt auf ihn und man wagt ob der Intensität des Songs und der Inszenierung kaum zu atmen. Bleibt nur zu hoffen, das sich der sehr echt klingende Husten nicht doch dauerhaft auf seine Stimmbänder auswirkt.</p>
<p class="Body">Ein schöner Kniff der Regie ist es, den Kinderhändler und den Retter der Schwarzen Brüder von demselben Darsteller spielen zu lassen. Während Peter Zeug als fieser Luini jedoch leider nicht gänzlich überzeugen kann, gelingt ihm dies als Dr. Casella in jeder Szene. Der Wandel vom geringschätzenden Alkoholiker zum hilfsbereiten, sorgsamen Arzt ist beachtlich. Die Szene „Na, wie wär&#8217;s?“, in der Giorgio von Dr. Casella komplett neu eingekleidet wird, ist wahrlich herzerwärmend.</p>
<p class="Body">Das Stück endet mit einem Happy End für Giorgio und einige seiner Freunde. Andere fallen leider der Schinderei ihrer Meister und der gefährlichen Aufgabe als Kaminkehrer zum Opfer. Zum Schluss erlebt der Zuschauer, dass die Hilfe des Arztes jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist: Luini treibt wieder neue Buben in die Stadt, die meistbietend verkauft werden, Familie Rossi lebt auch weiterhin in ständigem Streit und alles beginnt von vorn.</p>
<p class="Body">Leider war die Vorstellung nicht ausverkauft, was der Leistung des Ensembles und des Kreativ-Teams in keiner Weise gerecht wird. Vielleicht liegt es an den doch beachtlichen Ticketpreisen von bis zu 99 Euro. Vielleicht muss es sich aber auch erst noch herumsprechen, dass man im Schloss Bückeburg hochklassiges Open Air Musical erleben kann. Der Anfang ist gemacht, man darf gespannt sein, was die neue Saison in Bückeburg für die Zuschauer bereithält.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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</div>
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<div class="bumper">
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Open Air Bühne, Schloss Bückeburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>29. August 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Janko Danailow, Maite Kelly, Jasper Klein, Thorsten Tinney, Peter Zeug</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong><span class="Bold"> G. Modestov / M. Vogelsang<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> stappenbeck-foto.de</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/erfolgreicher-transfer-von-der-schweiz-nach-norddeutschland/">Erfolgreicher Transfer von der Schweiz nach Norddeutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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