<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Henrik Wager-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/henrik-wager/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/henrik-wager/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Feb 2017 09:56:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Henrik Wager-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/henrik-wager/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Chess oder Mamma Mia?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/chess-oder-mamma-mia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Sikora]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Achilles]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Kochheim]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1375</guid>

					<description><![CDATA[<p>Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/chess-oder-mamma-mia/">Chess oder Mamma Mia?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage auf, warum hier Songs aus zwei Shows miteinander vermischt werden? Hat man Angst, „Chess“ allein würde nicht zünden? Braucht man die allseits bekannten und beliebten ABBA-Hits, um dem Publikum vor Augen zu führen, dass „Chess“ aus der Feder von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden Bs von ABBA – stammt?</p>
<p class="Body">Weder die Unterschätzung von „Chess“ als Stück noch des Intellekts des Publikums sind gerechtfertigt. Wie die Essener Inszenierung von „Chess“ schon beweist, hat das Schachweltmeisterschafts-Musical vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und mit den amourösen Verwicklungen der Hauptakteure genug Potential, um sein Publikum blendend zu unterhalten.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1041">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch fangen wir am Anfang an: Der Vorhang hebt sich und man erblickt… eine komplett weiße Bühne! Erinnerungen an die letztjährige Inszenierung von „Jekyll &amp; Hyde“ werden wach. Auch hier spielte die Handlung vor einem komplett weißen Hintergrund. Bühnenbildnerin Barbara Bloch zeigt hier leider wenig Einfallsreichtum zumal, optische Veränderungen im Laufe der Handlung lediglich durch die amerikanische oder sowjetische Flagge erzeugt werden. Selbst die Hussen über den Stühlen sind weiß.</p>
<p class="Body">Doch ein intensives Stück wie „Chess“ vermag durchaus vor einem so tristen Hintergrund zu zünden. Leider misslingt dies in Lüneburg gründlich. Dies liegt daran, dass das Orchester auf der Hinterbühne versteckt wird und die Tontechniker es leider nicht vermögen, den symphonisch-poppigen Klang in den Zuschauersaal zu transportieren. Zuweilen klingt es so, als ob die Musiker gegen eine dicke Wattewand anspielen müssten.</p>
<p class="Body">Der sonst vorhandene Orchestergraben wird durch ein Hubelement gefüllt, in dem sich das Hotelzimmer von Frederick Trumper verbirgt. Diese zusätzliche Spielebene tut dem Stück sehr gut und sorgt für Abwechslung im alles überstrahlenden Weiß, da das Zimmer in 1970er Jahre typischen Brauntönen gehalten wurde. Doch leider dauen die Auf- und Abfahrten des Zimmers sehr lange und störten so den Handlungsfluss mehrfach.</p>
<p class="Body">Da also weder die Kulissen noch die Musik das Publikum begeistern konnten, liegt die Bürde alleinig auf den Schultern der Darsteller. Henrik Wager übernimmt die ihm schon bekannte Rolle des amerikanischen Schachspielers Frederick Trumper. Er spielt wunderbar impulsiv und feuert die Schachfiguren über die ganze Bühne. Man spürt seinen Unmut über die Entwicklungen – sowohl auf dem Schachbrett als auch im privaten Bereich – mehr als deutlich. Gesanglich leidet er unter der miserablen Aussteuerung, denn gerade bei seinen Soli „Pity the Child“ und „One Night in Bangkok“ versteht man ihn kaum. Dieses Problem hat auch Elisabeth Sikora, die als Florence zwischen den beiden Opponenten Freddie und Anatoly hin- und hergerissen ist. Mit „Nobody’s Side“ kann sie zwar zeigen, dass sie dem Stück gesanglich durchaus gewachsen ist, aber leider überträgt sich die Intensität nicht aufs Publikum. Schauspielerisch wirkt sie manchmal etwas überfordert mit der Emotionalität ihrer Figur, aber alles in allem gibt Sikora eine sehr menschliche Florence.</p>
<p class="Body">Den russischen Schachweltmeister Anatoly Sergievsky spielt Gerd Achilles, der in Erscheinung, Stimme und Bewegung immer wieder an Marius aus „Les Misérables“ erinnert: Seine Stimme ist zwar wunderbar klar und deutlich (auch wenn „“Where I want to be“ noch eine Nummer zu groß für ihn war), aber sie ist zu glatt, um die vielfältigen Gefühle auszudrücken, mit denen Anatoly im Laufe der Geschichte konfrontiert wird. Seine durchaus stattliche Erscheinung wirkt durch die steifen Bewegungen sehr unsicher und unsouverän, was nicht so recht zu dem reifenden Schachspieler passen will.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Alvin Le-Bass als Arbiter, Harry Korn als Molokov und Anne Hoth als Anatolys Frau Svetlana. Um es vorweg zu nehmen: Harry Korn ist von allen Darstellern auf der Bühne der Überzeugendste: Er spielt den russischen Agenten und Beschützer von Anatoly wunderbar kalt und berechnend. Stimmlich lässt er keine Sekunde nach und gewinnt den Kampf mit der schlechten Tontechnik. Le-Bass verkauft sich als Arbiter unter Wert. Er wirkt trotz seiner Funktion als Schiedsrichter wenig souverän und die wenigen Songs, in denen er zu hören ist, fallen kaum auf. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er am Schluss als Lead-Sänger „The Winner takes it all“ anstimmt? Doch leider fällt seine Soul-Stimme in der vorgetragenen Fassung des ABBA-Hits nicht weiter ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Anne Hoth hat als Svetlana eine der undankbarsten Rollen. Die gehörnte Ehefrau hat in der Originalfassung einige wundervolle Balladen, die ihre Verletztheit nachdrücklich unterstreichen. Doch in Lüneburg wird eine davon gestrichen und durch „Lay all your love on me“ ersetzt. Aus inszenatorischer Sicht ein Fehlgriff. Dass Svetlana betrunken und wie irr kichernd in einer Bar endet, setzt die verwirrende Reihe der Personenregie fort.</p>
<p class="Body">Philipp Kochheim, der im letzten Jahr mit seiner sehr modernen Fassung von „Jekyll &amp; Hyde“ für Gesprächsstoff sorgte, kann seiner Inszenierung keinen roten Faden und keine eindeutige Handschrift geben. Gerade bei einem so komplexen Stück wie „Chess“ ist dieser inszenatorische Rahmen jedoch unerlässlich, da sich das Publikum sonst in den vielfältigen Nebenhandlungen verliert. Auch oder gerade weil „Chess“ in Lüneburg mit knapp zwei Stunden sehr stark gekürzt wurde, ist der Regisseur noch stärker in der Pflicht, seinem Publikum die Handlung nachvollziehbar zu machen. Leider gelingt dies Kochheim nicht.</p>
<p class="Body">Warum ABBA-Stücke hinzugefügt und vorhandene Songs gestrichen wurden, erschließt sich auch mit einigem Nachdenken nicht. Und besser macht diese Vermischung die Inszenierung leider auch nicht. Berücksichtigt man nun noch die teilweise mehr als holprigen deutschen Texte (sowohl Dialoge als auch Songs werden großteils auf Deutsch vorgetragen), bleibt mehr als nur ein fader Beigeschmack. Von wem diese Texte stammen ist nicht in Erfahrung zu bringen. Weder im Programmheft noch auf der Website des Theaters stehen hierzu nähere Informationen…</p>
<p class="Body">Dennoch ist das Premierenpublikum begeistert und zollt den Künstlern mit stehenden Ovationen Respekt für ihre Leistung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196">musicalzentrale.d<em>e</em></a></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>5. Dezember 2009<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Elisabeth Sikora, Henrik Wager<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus / Philipp Kochheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/chess-oder-mamma-mia/">Chess oder Mamma Mia?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überzeugende Neu-Inszenierung in Köln</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ueberzeugende-neu-inszenierung-in-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2006 09:52:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Aleksander di Capri]]></category>
		<category><![CDATA[Colloneum]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Woolfson]]></category>
		<category><![CDATA[Gaudí]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1729</guid>

					<description><![CDATA[<p>13 Jahre nach seiner Weltpremiere wurde Eric Woolfsons „Gaudí“ überarbeitet und einen Tag vor Heilig’ Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Die tourfähige Show gefällt vor allem durch die ansteckende Energie ihrer drei Hauptdarsteller: Aleksander di Capri als Don Parker, Henrik Wager als Marc Winner und Karin Seyfried als Isabella Masini. „Gaudí“ erzählt die Geschichte des Schriftstellers ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ueberzeugende-neu-inszenierung-in-koeln/">Überzeugende Neu-Inszenierung in Köln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">13 Jahre nach seiner Weltpremiere wurde Eric Woolfsons „Gaudí“ überarbeitet und einen Tag vor Heilig’ Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Die tourfähige Show gefällt vor allem durch die ansteckende Energie ihrer drei Hauptdarsteller: Aleksander di Capri als Don Parker, Henrik Wager als Marc Winner und Karin Seyfried als Isabella Masini.</p>
<p class="Body">„Gaudí“ erzählt die Geschichte des Schriftstellers Don Parker, der ein sehr zurückgezogenes Leben führt. Sein Vorbild ist der 1852 geborene Baumeister Antoni Gaudí. Genauso wie er lebt Parker nur für die Kunst. Liebe oder andere Lebensfreuden spielen für ihn keine Rolle.</p>
<p class="Body">Bis zu dem Tag, an dem Parker den Gaudí-Preis für Literatur gewinnt und über Nacht eine Person des öffentlichen Lebens wird. Die Medien sind hinter ihm her und stellen sein so geordnetes Leben auf den Kopf. Auch der Produzent Marc Winner wittert seine Chance und setzt seine bildhübsche Freundin Isabella auf den introvertierten Autor an, um ihm die Filmrechte für seinen Roman abzuluchsen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_990">
<div class="style_2">
<p class="Body">Isabella umgarnt den Schriftsteller und Parker lässt sich auf den Flirt ein. Mehr noch, er spürt zum ersten Mal, dass es auch ein Leben neben seinen Büchern gibt. In Barcelona, wo eine Vielzahl von Gebäuden Gaudís eindeutige Handschrift trägt, kommen sich die beiden näher. Auch wenn Isabella an ihrem Auftrag zu zweifeln scheint und echte Gefühle für Parker entwickelt, führt sie ihren Auftrag dennoch erfolgreich aus. Marc Winners (schlussendlich unbegründete) Eifersucht führt zu einer Auseinandersetzung, an deren Ende der Freitod von Don Parker (wie Gaudí wird er von einem Zug überfahren) und die Hochzeit von Isabella und Marc Winner stehen.</p>
<p class="Body">Die ganze Handlung wird immer wieder von einer Kamera von Gaudí TV begleitet. Auch wenn die Idee, das Leben von Don Parker als Sensationsstory einer rücksichtslosen Reporterin zu erzählen, ihren Charme hat, so sind die Auftritte von Gracia Lopez (Stefanie Lämmerhirt) doch eher überflüssig, da sie die Handlung nicht voranbringen.</p>
<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1731 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Gaudi2_2007.png" alt="" width="260" height="335" />Aleksander di Capri gibt einen leidensfähigen Don Parker. Er weist die Presse genauso überzeugend und resolut von sich, wie er sich langsam der schönen Isabella öffnet und Gefühle zeigt. Schauspielerisch hat sich di Capri in den letzten Monaten stark weiter entwickelt. Auch wenn die kurze Probenzeit von nicht einmal einem Monat kaum eine intensive Auseinandersetzung mit dem Charakter zulässt, holt er doch das heraus, was machbar ist. Seine Stimmfarbe passt hervorragend zu Balladen wie „Closer to heaven“ oder „Love can be lonely“. Auch bei „Parca Güell“ harmoniert er einwandfrei mit seiner Duettpartnerin Karin Seyfried.</p>
<p class="Body">Das Zusammenspiel mit Karin Seyfried funktioniert ausgezeichnet. Man merkt, dass sich die beiden Darsteller mögen. Seyfried gibt eine ebenso so schöne wie berechnende Isabella. Leider ist gerade sie diejenige, die unter der schlechten Aussteuerung von Musik und Gesang am meisten zu leiden hat. So wird erst im zweiten Akt hörbar, dass mit Karin Seyfried eine sehr gute Sängerin engagiert wurde („Forbidden Fruit“). Das Hin- und Hergerissensein zwischen Pflichterfüllung, d. h. Parker zum Verkauf der Filmrechte zu bewegen, und ehrlichen Gefühlen für den so Betrogenen nimmt man ihr ohne Bedenken ab. Schlussendlich ist sie aber doch die Braut des „Bad Guy“ und füllt diese Rolle sehr gut aus.</p>
<p class="Body">Der „Bad Guy“ ist der fiese Produzent Marc Winner. Henrik Wager hat schon bei „Poe“ unter Beweis gestellt, dass ihm exzentrische Charaktere liegen. Er hat mit Abstand die dankbarste Rolle, mit den intensivsten Songs. „Money talks“ und „Puppet Master“ sprechen für sich und Wager überzeugt mit seiner ausgeprägten Popstimme. Die Auseinandersetzung mit Isabella gipfelt in dem Duett „Too late“, das sowohl musikalisch als auch schauspielerisch von beiden Darstellern mitreißend umgesetzt wird.</p>
<p class="Body">Die drei Hauptcharaktere werden von einem zwölfköpfigen Ensemble unterstützt, das in Tanzszenen wie dem „Tango Güell“ von Kim Duddy perfekt in Szene gesetzt wird. Die Choreographien sind abwechslungsreich und gefallen, selbst wenn sie noch nicht 100%ig synchron erfolgten. Auch die drei Hauptfiguren werden nicht ausgespart. Dass di Capri im Gegensatz zu Seyfried nicht der geborene Tänzer ist, wird aber von Duddy sehr geschickt kaschiert. Auch die futuristischen Kostüme von Robbie Wörsing tragen ihr Stück dazu bei, „Gaudí“ zu einem Musical zu machen, das man sich gern anschaut. Das Finale, „La Sagrada Familia“, wird vom gesamten Ensemble bestritten und ist in seiner kathedralen Akustik kaum zu toppen.</p>
<p class="Body">Heutzutage ungewöhnlich ist die Kombination von englischen Gesangstexten und deutschen Dialogen. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen, doch in diesem Fall sorgte die mangelnde Akustik des Kölner Palladiums dafür, dass die Stimmen der Sänger häufig von den Synthesizer-Pop-Klängen überlagert wurden und damit der Text nicht mehr verständlich war. Insofern ist Konzentration und genaues Hinhören gefragt, wenn man der recht seichten Handlung bis ins Details folgen wollte.</p>
<p class="Body">Das siebenköpfige Orchester unter der Leitung von Michel Crosio spielt viele Stücke live, doch man mag nicht so recht glauben, dass dies gänzlich ohne Computer-Unterstützung gelingt. Dafür sind die Melodien doch häufig zu voluminös für nur sieben Musiker. Dennoch ergibt sich musikalisch ein stilsicheres Gesamtbild.</p>
<p class="Body">Wenn Komponist Eric Woolfson schon im Vorfeld sagte, „Es ist die beste „Gaudí“-Inszenierung, die es je gab.“ hat er dabei sicherlich auch die Projektionen auf die fünf Großleinwände gemeint. Diese einfache, aber sehr effektvolle Art des Bühnenbildes ermöglicht eine Anpassung an die futuristischen Kostüme genauso wie die Schaffung des Güell Parks oder die Hochzeitskirche von Isabella und Marc Winner.</p>
<p class="Body">Ohne einen Vergleich ziehen zu wollen, kann man festhalten, dass die neue „Gaudí“-Produktion mit gut zwei Stunden Dauer kompakt und in sich stimmig ist. Es ist zwar nichts wirklich Neuartiges an dieser Show festzustellen, doch die Art und Weise wie die einzelnen Komponenten miteinander verflochten wurden, ist zweifelsohne gelungen. Wer sich ein modernes Musical mit poppiger Musik anschauen möchte, ist dort sehr gut aufgehoben.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Colloneum, Köln</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">Dezember 2006</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Aleksander di Capri, Karin Seyfried, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Eric Woolfson<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Colloneum Köln</span></div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ueberzeugende-neu-inszenierung-in-koeln/">Überzeugende Neu-Inszenierung in Köln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die schrille Autoren-Biographie in München</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2003 12:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Poe]]></category>
		<category><![CDATA[Tollwood]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1418</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen. Die Kompositionen von Nimsgern ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/">Die schrille Autoren-Biographie in München</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen.</p>
<p class="Body">Die Kompositionen von Nimsgern sind abwechslungsreich und eingängig, die Besetzung ist eingespielt und hat sich mehrfach bewährt – wo also soll man nach dem Haar in der Suppe suchen? Ganz klar: in der Location. Sei es nun die Akustik oder der sehr begrenzte Spielraum oder das Klima – ein (mobiles) Zelt ist einfach kein adäquater Spielort für ein anspruchsvolles Musical.</p>
<p class="Body">Edgar Allan Poes letzte Nacht, sein letzter Traum, ist Thema des Musicals Poe. In sieben Bildern, die thematisch zwar seinem Werk entlehnt sind, aber auch ohne deren Kenntnis eine eigene Kraft und Logik entwickeln, wird die Geschichte eines Paktes mit dem Teufel in Form des mysteriösen Dr. Pilatus erzählt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_503">
<div class="style_2">
<p class="Body">Für den Preis angeblicher Heilung und eines letzten großen Erfolgs überlässt Poe seine so kraftvolle wie überbordende Fantasie dem Teufel. Auch im letzten Duell zwischen Poe und Pilatus erkennt Poe nicht die Wahrheit: Er selbst ist Pilatus. Er erschießt seinen Feind und damit auch sich.</p>
<p class="Body">Die Stimmen von Darius Merstein-Macleod, der als Pilatus an Exzentrik nicht zu überbieten ist, Poe-Darsteller Henrik Wager und Aino Laos (Virginia) sind – wie man sich u. a. auf dem Showalbum überzeugen kann – kräftig, durchdringend und perfekt für die Charaktere. Im Tollwood-Zelt kommen davon jedoch nur Bruchteile beim Publikum an. Die schlechte akustische Isolierung des Musicalzelts schluckt viele Details und man muss miterleben, wie die Darsteller dagegen ankämpfen.</p>
<p class="Body">Das intensive musikalische Rock-Spektakel wird durch ein gutes, phasenweise verwirrend schrilles Bühnenbild (Detlev Beaujean) ergänzt. Die teilweise sehr offenherzigen Kostüme (Angela C. Schuett) der Damen auf der Bühnen erfreuen die Herzen der männlichen Zuschauer. Für die Charaktertiefe sind bei Poe die Herren zuständig: Pilatus ist von der ersten bis zur letzten Minute Ehrfurcht gebietend und Angst einflößend – man merkt, dass sich Darius Merstein-Macleod in dieser Rolle gefällt und die Bösartigkeit hinter Mysterischem zu verstecken weiß. Henrik Wager, der Titel“held“, der keiner ist, versucht sich vergeblich gegen Pilatus und dessen vermeintliche Intrigen zu wehren, erliegt aber schließlich seinen eigenen Phantasien.</p>
<p class="Body">Aino Laos als Virginia Usher verfügt über eine angenehme Ausstrahlung und setzt die Waffen einer Frau gewinnbringend ein. Als Madeline Pfaahl/Psychezenobia ist Helena Hellqvist zu erleben, die mit schöner Stimme ihren sehr schrägen Charakteren Ausdruck verleiht.</p>
<p class="Body">Die vierköpfige Band unter der Leitung von Frank Nimsgern sorgt vor allem bei Showstoppern wie „Meister der Nacht“, „Sieh mich an“ und „Poemanie“ für satten Sound. Ruhigere Stücke wie „Auf den Flügeln der Nacht“ werden von der dürftigen Akustik leider arg in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: left;">Auch wenn die Zeltproduktion von „Poe“ nicht an die Originalinszenierung aus dem Saarbrücker Staatstheater herankommt, ist damit der lange überfällige Schritt getan, diese Show außerhalb des Saarlandes zu präsentieren.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Tollwood, München</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Darius Merstein-Macleod, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Frank Nimsgern<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Tollwood München<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/">Die schrille Autoren-Biographie in München</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
