<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Harold Prince-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/harold-prince/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/harold-prince/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2017 21:19:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Harold Prince-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/harold-prince/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ein Ausflug in die Welt des 80er Jahre Musicals</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-ausflug-in-die-welt-des-80er-jahre-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 14:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Das Phantom der Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harold Prince]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Edenborn]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Nicky Wuchinger]]></category>
		<category><![CDATA[Valerie Link]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1211</guid>

					<description><![CDATA[<p>Knapp zwölfeinhalb Jahre nachdem in Hamburg der letzte Vorhang für Andrew Lloyd Webbers ‘Das Phantom der Oper’ gefallen ist, erlebte das wohl klassischste aller Musicals am 28. November 2013 seine Wiederaufnahme in der Neuen Flora – dem Theater, das seinerzeit unter lautstarkem und pressewirksamem Protest eigens für dieses Stück gebaut wurde. Man kann darüber streiten, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-ausflug-in-die-welt-des-80er-jahre-musicals/">Ein Ausflug in die Welt des 80er Jahre Musicals</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Knapp zwölfeinhalb Jahre nachdem in Hamburg der letzte Vorhang für Andrew Lloyd Webbers ‘Das Phantom der Oper’ gefallen ist, erlebte das wohl klassischste aller Musicals am 28. November 2013 seine Wiederaufnahme in der Neuen Flora – dem Theater, das seinerzeit unter lautstarkem und pressewirksamem Protest eigens für dieses Stück gebaut wurde.</p>
<p class="Body">Man kann darüber streiten, ob nur sechs Jahre nach der letzten Stage Entertainment Produktion in Essen das Phantom seine Katakomben in Hamburg erneut beziehen muss und nicht inzwischen wirklich ganz Deutschland dieses Musical gesehen hat. Aber glaubt man den Gerüchten, handelt es sich bei der mit zehn Monaten recht kurz bemessenen Spielzeit nur um den Auftakt zur Deutschland-Premiere des Sequels ‘Love Never Dies’. So betrachtet, ist es natürlich clever, dem Publikum nochmals die Pariser Zeit von Christine, Raoul und dem Phantom zu zeigen, bevor man im Winter 2014 gemeinsam nach New York aufbricht und erlebt, was zehn Jahre nach dem Kronleuchter-Sturz aus den drei Protagonisten geworden ist.</p>
<p class="Body">Beim Betreten des Theatersaals sieht auf den ersten Blick alles aus wie früher. Lediglich das Bühnenportal wirkt etwas schmaler und die unzähligen, einen Sternenhimmel darstellenden Glühbirnen links und rechts der Stuhlreihen sind abgehängt. Der Zuschauer fühlt sich aber sofort wieder in die Pariser Oper versetzt: goldene Büsten umrahmen die Bühne und ein schwerer roter Samtvorhang macht neugierig auf das Geschehen dahinter.</p>
<p class="Body">Die Auktion zu Beginn des Stücks wartet mit keinerlei Überraschungen auf. Doch als das Orchester bei der Illumination des Kronleuchters zum ersten Mal in voller Pracht erklingt, zuckt man unweigerlich zusammen. Irgendwie klingt es anders, nicht so druckvoll wie früher. Laut Stage Entertainment hat Andrew Lloyd Webber sein Musical für die Hamburger Inszenierung neu orchestriert. Statt wie früher 29 sitzen jetzt nur noch 14 Musiker im Orchestergraben. Dass diese Reduzierung der Live-Musiker um die Hälfte Auswirkungen auf den Klang haben muss, leuchtet ein. Selbst wenn die fehlenden Instrumente virtuell mit Keyboards ergänzt werden, bekommt man den Eindruck, die weltbekannten Melodien würden mit halber Kraft gespielt.</p>
<p class="Body">Wenn man sich dazu in Erinnerung ruft, dass die Gewerkschaft Verdi aufmerksamkeitsstark vor dem Theater mit einer Brass Band gegen den Ersatz von Live-Musikern durch Technologie demonstriert hat, drängt sich der Gedanke auf, dass es sich hier keineswegs um eine Neu-Orchestrierung durch den Komponisten handelt, sondern um eine strategische Entscheidung des Musical-Multis, die dieser im übrigen auch bei ‘Tarzan’ in Stuttgart (10 statt 17 Musiker) sowie ‘Sister Act’ in Oberhausen (8 statt 15 Musiker) umgesetzt hat.</p>
<p class="Body">Zuschauer, die das von der Stage Entertainment angekündigte “Original zurück in Hamburg” erwarten, dürfen daher zurecht enttäuscht sein. Zumal die Ticketpreise dieser deutlichen Verkleinerung des künstlerischen Personals keineswegs folgen, sondern konstant auf sehr hohem Niveau bleiben: Inklusive aller Gebühren zahlt der Zuschauer für ein ‘Phantom’-Ticket in der 1. Preiskategorie an einem Samstagabend mehr als 150 Euro.</p>
<p class="Body">Eine weitere Entscheidung, die leicht verstörend wirken kann, ist die Internationalität des Ensembles. Die 41 Ensemblemitglieder kommen aus 14 verschiedenen Ländern. So sehr Arthur Masella (Associate Director) die Frische der neuen Generation auch lobt, so bedauerlich ist es, dass man Meg Giry, den Auktionator oder Monsieur André teilweise ob ihres ausgeprägten Akzents kaum verstehen kann. Wir haben unzählige junge Musicaldarsteller im eigenen Land, durch deren Engagement diese unschöne Nebenwirkung hätte vermieden werden können. Da muss die Frage gestattet sein, wieso man auf fremdsprachige Talente setzt, deren phonetische Fähigkeiten für eine deutschsprachige Produktion nicht ausreichen.</p>
<p class="Body">Bei der Inszenierung hingegen kann sich das Publikum auf Altbewährtes freuen. Es hat sich nichts geändert: Die Gesten sind ausladend, die Mimik ist unbestreitbar eindeutig und die Charaktere agieren vollkommen erwartungsgemäß. Regisseur <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Harold_Prince_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=807">Harold Prince</a></span> betont, dass es sich beim ‘Phantom der Oper’ nicht um eines der Musicals handelt, das angepasst werden muss. Daher geistert das Phantom seit mehr als 25 Jahren absolut unverändert über die Bühnen dieser Welt. Doch auch dem „Phantom der Oper“ Trotzdem würde der Show eine Verjüngungskur sicherlich gut zu Gesicht stehen, denn sie Die ganze Show ist so spürbar im Stil der 80er-Jahre inszeniert, dass es manchmal schon unfreiwillig komisch wirkt, wenn Christine ihre Arme gen Himmel reckt oder das Phantom über alle Maßen theatralisch leidet. Durch eine gezieltere, modernere Personenregie würde dieser Musical-Klassiker auch heute noch einen Platz in den ersten Reihen der Beliebtheitslisten innehaben und sich nicht Stücken wie ‘Wicked’ geschlagen geben müssen. Ein Paradebeispiel, wie man ein 80er-Jahre Musical auch für heutige Generationen spannend gestalten kann, ist ‘Starlight Express’ in Bochum. Durch eine veränderte Bühne, neue Songs, neues Staging ist das Stück immer weiter gereift und sicherlich auch deshalb Deutschlands am längsten gespieltes Musical.</p>
<p class="Body">Es hängt also wieder einmal wie so oft an den Darstellern. Können sie das Publikum für sich gewinnen? Überzeugen sie mit ihrem Schauspiel und Gesang? Rühren sie die Zuschauer vielleicht sogar zu Tränen?</p>
<p class="Body">Valerie Link wurde als Christine Daaé engagiert. Sie profitierte sicherlich davon, dass sie von der ersten deutschen Christine, Anna Maria Kaufmann, gecoacht wurde. Denn wer, wenn nicht Kaufmann, weiß, wie sich Christine fühlt?</p>
<p class="Body">Link verleiht dem Ballettmädchen mit Gesangsambitionen eine erfrischend selbstbewusste, erwachsene Note. Christine ist nicht mehr das naive Mäuschen, sondern zeigt Durchsetzungsstärke und kann sich gegenüber den beiden Männern, die um ihre Liebe buhlen, behaupten. Auch stimmlich wirkt Christine dank Links gelungener Intonation gereifter, was ihr sehr gut zu Gesicht steht. Ihrem klaren Sopran zu lauschen, ist eine Freude. Ihr “Könntest Du doch wieder bei mir sein” ist sehr intensiv und sorgt für Gänsehaut. Bedauerlich ist, dass beispielsweise bei “Engel der Muse” der Gesang der Protagonisten teilweise stark vom Orchester überlagert wird. Dadurch verliert nicht nur diese wesentliche Szene deutlich an Wirkung.</p>
<p class="Body">Stimmlich ist Mathias Edenborn als Phantom die perfekte Ergänzung zu Valerie Link. Die Duette vom Phantom und Christine sind wunderbar harmonisch, beide lassen sich genug Raum zur Entfaltung. Auch energische oder schwache Partien setzen beide stimmlich ideal um.</p>
<p class="Body">Schauspielerisch muss Edenborn noch in seine neue Rolle hineinwachsen. Er hat ganz starke Momente, insbesondere wenn er auf dem Engel kauernd das Eheversprechen von Christine und Raoul (“Mehr will ich nicht von Dir”) miterleben muss. Das Publikum bekommt unweigerlich Mitleid mit ihm. Auch das Finale und die Auseinandersetzung mit Raoul und Christine gelingen ihm exzellent. Dazwischen fehlt es ihm noch zu häufig an dem gewissen Etwas und er lässt es an der Stärke vermissen, die das Phantom auszeichnet. Dies wird sich aber mit etwas Routine sicherlich legen.</p>
<p class="Body">Die undankbarste Rolle der drei Hauptfiguren hat Nicky Wuchinger als Raoul, Vicomte de Chagny. Sich merklich gegen das Phantom und Christine durchzusetzen, gelingt den wenigsten Darstellern, die diese Rolle übernehmen. Auch Wuchinger kämpft hier einen aussichtslosen Kampf. Sein warmer, vielseitiger Tenor kommt kaum zur Geltung und dass Raoul durchaus seinen Mann stehen kann, kommt lediglich in der Szene zum Vorschein, in der er im Direktorenbüro dem Phantom den Krieg erklärt (“Briefe”).</p>
<p class="Body">Zudem hat auch er darunter zu leiden, dass das Orchester so manchen Gesang übertönt.</p>
<p class="Body">Rachel Anne Moore muss sich solchen Problemen als Primadonna Carlotta naturgemäß nicht stellen. Die erstaunlich junge und im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen sehr schlanke Sängerin wirkt am Anfang noch etwas schüchtern. Sie singt ihre Arien zwar lupenrein und ist auch wunderbar zickig, aber wirklich überzeugend ist sie erst im zweiten Akt. Carlottas Operndirektoren Monsieur Firmin und Monsieur André (Anton Rattinger und Guido Gottenbos) sorgen für die tolpatschigen, lustigen Momente. Vielleicht liegt es daran, dass man ‘Das Phantom der Oper’ schon unzählige Male gehört hat, aber zum ersten Mal kann man jedes Wort ihrer sehr schnellen Schlagabtausch-Duette verstehen.</p>
<p class="Body">Das Ballett zaubert den Zuschauern auch in der vierten deutschen Großproduktion ein Lächeln ins Gesicht und sorgt für etwas Auflockerung der tragischen Handlung. Darüber hinaus besticht das Stück durch opulente Kostüme, weltbekannte Bühnenbilder wie den Maskenball, den Opern-See und natürlich den Kronleuchter, der mit einer erfreulich hohen Geschwindigkeit auf die Bühne hinabrauscht. Es mag daran liegen, dass man im Musicalfach schon viel gesehen hat, aber die Tricks, die in den 80er-Jahren Staunen ausgelöst haben, etwa das Phantom, das hinter Christines Garderobenspiegel auftaucht oder der rote Tod, der sich nach dem Maskenball in Luft auflöst, haben ihre Magie verloren und wirken beinahe altmodisch.</p>
<p class="Body">Alles in allem hält ‘Das Phantom der Oper’ in der Hamburger Neuen Flora keine Überraschungen bereit. Inszenatorisch wäre sicherlich der ein oder andere moderne Kunstgriff wünschenswert gewesen. Musikalisch ist es zudem etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat, dürfte Letzteres aber kaum ins Gewicht fallen.</p>
<p class="Body">Man kann nur hoffen, dass dieser Rückgriff auf alte Bewährtes eine Ausnahme bleibt und die Stage Entertainment das Publikum nach dem ‘Phantom der Oper’ wieder mit neuen, kreativen Musicals bedient.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Mathias Edenborn, Valerie Link, Nicky Wuchinger</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Andrew Lloyd Webber / Harold Prince<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-ausflug-in-die-welt-des-80er-jahre-musicals/">Ein Ausflug in die Welt des 80er Jahre Musicals</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Harold Prince: Seid authentisch!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/harold-prince-seid-authentisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2013 13:12:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Phantom der Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Harold Prince]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=807</guid>

					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Sie sind seit einigen Tagen hier in Hamburg und begleiten die finalen Proben zum „Phantom der Oper“ in der Neuen Flora. Wie gefällt Ihnen das Hamburger Ensemble? Harold Prince: Es klingt zwar aufgesetzt, aber gestern Abend hatten wir einen magischen Moment. Zum ersten Mal haben alle Gewerke gemeinsam funktioniert; das Licht war perfekt, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/harold-prince-seid-authentisch/">Harold Prince: Seid authentisch!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_407">
<div class="style_2">
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Sie sind seit einigen Tagen hier in Hamburg und begleiten die finalen Proben zum „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Phantom_der_Oper_Hamburg_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1211">Phantom der Oper</a></span>“ in der Neuen Flora. Wie gefällt Ihnen das Hamburger Ensemble?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Es klingt zwar aufgesetzt, aber gestern Abend hatten wir einen magischen Moment. Zum ersten Mal haben alle Gewerke gemeinsam funktioniert; das Licht war perfekt, das Orchester klang wundervoll, die Sänger in ihren Kostümen sahen umwerfend aus. Ich habe ihnen gesagt, dass sie die Previews eigentlich gar nicht mehr brauchen und wir direkt Premiere feiern könnten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Wir haben hier in Hamburg eine tolle Cast. Sie kommen aus der ganzen Welt und dennoch fühlt es sich an, als seien wir eine große Familie.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Wenn Sie während der Proben zu einem Stück dazukommen, wie viel Einfluss haben Sie dann noch auf die Inszenierung?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Sehr viel. Hier in Hamburg ist Arthur Masella der Resident Director. Er ist mein Assistent in New York und inszeniert seit Jahren alle internationalen Produktionen. Wir denken fast wie ein und dieselbe Person.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Wenn ich später im Probenprozess hinzukomme, habe ich Chance, mir alles unvoreingenommen anzusehen. Ich versuche aber nicht, die Show zu verbessern.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_675_3094">
<div class="style_2">
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Das „Phantom der Oper“ hat seinen künstlerischen Höhepunkt vor langer Zeit erreicht. Also sehe ich es als meine Aufgabe an, jedes Ensemble an diesen Standard heranzuführen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Der einzige Unterschied zwischen den Produktionen sind die Menschen. Die Darsteller, die die Rollen spielen, haben verschiedene Stärken und Persönlichkeiten. Ich möchte herausarbeiten, was jeden von ihnen einmalig macht und von den Rollen-Vorgängern unterscheidet.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>In Ihrem letzten „musicals“-Interview sagten Sie, dass Sie gern Kleinigkeiten ändern, um den Darstellern eine neue, frische Perspektive zu geben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Das muss ich einfach machen. Die Resident Directors halten sich an meinen Regieplan, aber sie sollen auch auf die Stärken und Schwächen ihrer Schauspieler achten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich ändere dann häufig etwas am Blocking. Ich lasse das auch niemanden anderen machen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Der Grund sind die unterschiedlichen Bühnengrößen. Ich habe das Stück seinerzeit für ein 1200 Plätze Theater inszeniert; heute spielen wir es vor 1800 oder 2000 Zuschauern. Man muss es einfach größer inszenieren und die Darsteller müssen andere, längere Wege zurücklegen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Welche Ratschläge geben Sie den Darstellern, wenn Sie den Proben beiwohnen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Mein Rat ist einfach und grundlegend: Seid authentisch!</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Auch wenn es sich beim „Phantom der Oper“ um ein viktorianisches Melodram handelt, ist die Geschichte sehr menschlich. Das ist der Grund, warum die Zuschauer das Stück so mögen. Sie glauben den Charakteren, können sich in ihre Situation hineinversetzen und schon allein deshalb muss man ehrlich zu ihnen sein.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Der Film-Regisseur Robert Altman sagte einmal, ein gutes Casting macht 90 % der Inszenierung aus. Ich würde zwar die Prozentzahl leicht ändern, aber wichtig ist, dass die verbleibenden Prozente echt und authentisch sind. Man darf sein Publikum nicht durch irgendwelche Tricks täuschen. Auch bei einer fiktiven Geschichte wie der des Phantoms muss man immer ehrlich sein.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Schon vor zehn Jahren haben Sie in unserem Interview die Entwicklung weg von einzigartigen Musicalstoffen hin zu Disney-Produktionen und Compilation-Shows bedauert.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Ich glaube, ich sage besser nichts mehr und bedauere dies im Stillen. (lacht)</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ohne ins Detail gehen zu wollen, gibt es in meinen Augen ein Standard, den alle Musicals erfüllen müssen. Diesen Massstab habe ich in den letzten 60 Jahren eingehalten. Und auch die drei neuen Shows, an denen ich arbeite, müssen diese Norm erfüllen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Fakt ist, dass Musicals heutzutage viel beliebter sind als sie es damals waren, als sie in Europa Fuß fassten. Hauptgrund ist, dass durch das Ende des 2. Weltkriegs und den Fall des Eisernen Vorhangs durch den einsetzenden Tourismus ein ganz neues Publikum für Musicals entstand. Diese Zuschauer sprechen meistens nur wenig oder sogar überhaupt kein Englisch. Sie schauen sich Musicals an und mögen sie nicht wegen der Dialoge oder Songtexte, sondern wegen dem, was sie sehen. Die Musik trägt die Show.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Musicals sind heutzutage eine richtige Touristenattraktion.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Glauben Sie, dass einzigartige, kreative Stoffe und hochklassige Musicals, für die diese Branche früher so berühmt war, noch eine Chance haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Auf jeden Fall! Auch das „Phantom der Oper“ ist so eine Show und besticht durch viele Details. Aber man kann das Stück auch genießen, ohne jede Kleinigkeit bewusst wahrzunehmen. Ich denke, ob ein Musical erfolgreich ist, hängt maßgeblich von der Kultur und den Traditionen jedes einzelnen Zuschauers ab.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Zwei Beispiele: „West Side Story“ ist das Paradebeispiel für eine New Yorker Story, aber heutzutage ist das Stück so international wie kaum ein anderes. Ein weiteres Beispiel, wo am Anfang niemand hat ahnen können, was daraus wird, ist „Anatevka“. Das Stück hat eine grund-jüdische Handlung, spielt in einem Shtetl in Russland und dank Jerôme Robbins Choreographien rückten die Traditionen immer mehr in den Mittelpunkt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Traditionen sind nicht jüdisch, japanisch, russisch oder deutsch; Tradition ist Familie. Jeder, der dieses Stück sieht, nimmt genau das mit. Für mich ist „Anatevka“ eine Liebeserklärung an die Institution Familie, die immer mehr in Vergessenheit gerät. Ich habe leider nie mit meinen Eltern und Großeltern in einem Haus gelebt, aber meine Mutter ist in solch einem Mehr-Generationen-Haus aufgewachsen. Das muss eine wundervolle Zeit gewesen sein.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich weiß nicht, wie lange diese Entwicklung noch weitergeht, aber sehr viele Söhne und Töchter von Freunden bekommen ihre Kinder in ihren Vierzigern, das heißt wenn die Kinder das College verlassen , sind die Eltern um die 70. Das ist eine ganz andere Welt, in der Kinder heute aufwachsen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> In den letzten Jahren hat es sich zum Trend entwickelt, beliebte Bühnenmusicals auf die Kinoleinwand zu bringen. Hierzu zählen natürlich Joel Schumachers „Phantom der Oper“-Verfilmung und in diesem Jahr Tom Hoopers Version von „Les Misérables“.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Einige sind sehr gelungen, andere weniger. Ich glaube, dabei sollten wir es belassen. „West Side Story“ und auch „Cabaret“ waren auch erfolgreiche Kinofilme, aber ich persönlich mochte die Bühnenfassungen lieber.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Einen Bühnenmusical für die Leinwand zu adaptieren, ist sehr schwierig. Szenen zu spielen und „Ich liebe Dich“ zu singen, ist im Film viel komplizierter.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Gibt es eine Art Wettbewerb zwischen Musicals auf der Kinoleinwand und Musicals im Theater?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Nein, ich sehe hier keinerlei Konkurrenz. Ich hatte das Glück, an einem Musical beteiligt zu sein, dass jeden Filmerfolg um Längen schlägt. Ich sage das nicht, weil ich verantwortlich dafür bin, es ist pures Schicksal, dass wir in London schon seit 27 Jahren erfolgreich sind. Ich kann es mir nur so erklären, dass die Zuschauer sich das Stück mehrfach ansehen. Und inzwischen wächst eine neue Generation heran, die das Stück heute zum ersten Mal sieht. Das ist eine tolle Entwicklung!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Sie haben gesagt, dass es nicht darum geht, dem Publikum das zu zeigen, was es sehen will, sondern es dahin zu führen, was Sie als Musical-Macher es sehen lassen wollen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Daran glaube ich 100 %ig! Letztlich sieht jeder Zuschauer ein Musical ein wenig anders. Es ist also viel besser, wenn fünf Menschen ihnen etwas zeigen, was die Zuschauer annehmen und wertschätzen können.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Für mich war es immer wichtig, dass die Kulissen nicht echt sind. Ich ziehe leere Räume auf der Bühne vor: traumhafte Requisiten vor einer schwarzen Wand. Für mich ist klar, dass das Publikum die leeren Flächen füllt, jeder für sich, mit unterschiedlichen Tapeten, unterschiedlichem Design etc. Theater lädt ein, sich eine andere Welt auszumalen und vorzustellen. Das ist einer der Gründe, weshalb ich nicht so sehr an Kino und Fernsehen glaube: Hier werden alle leeren Flächen von vornherein ausgefüllt.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wenn Sie sich etwas für die Musicalbranche wünschen könnten, was wäre das?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Das Publikum wird immer anspruchsvoller. Wir müssen das, was die Musicals der 1960er Jahre ausmachte, auf die heutige Zeit übertragen. Sondheim-Musicals sprechen den Intellekt des Publikums an. In den 1920er und 1930er Jahren stand wie Musik im Vordergrund; die Bücher und Libretti waren albern. Sie dienten nur dazu, die wundervollen Songs zu verbinden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Im Musical-Business ist das passiert, was der Populärmusik auch widerfahren ist: Theatermusik funktioniert nicht mehr als Popmusik. Heutzutage sind RnB und Rock&#8217;N&#8217;Roll populär. Diese Musikstile lassen sich aber nur sehr schwer für die Bühne adaptieren, da man die Worte nicht versteht. Worte und Texte sind für die Handlung eines Musicals aber unerlässlich Deshalb haben wir heutzutage Rockkonzerte auf der einen Seite und Book Musicals auf der anderen Seite.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Kann man heutzutage Musicals noch wirklich erfolgreich produzieren?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Sicher. Aber alles, was solange läuft wie das „Phantom der Oper“ ist eine Ausnahme. Aber es gibt jedoch auch neuere Shows, die beispielsweise „Wicked“ oder „Der König der Löwen“, die lange erfolgreich laufen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Was wir – hoffentlich nur zweitweise – verloren haben, sind die Musicals, die neben der Musik vor auch die Sprache als Medium benutzen. Da wir Shows für ein vielsprachiges Publikum produzieren, rückt die Sprache immer weiter in den Hintergrund.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Würden Sie sagen, dass es typisch für die deutsche Musicallandschaft ist, dass man lieber ältere, bereits anderswo erfolgreich erprobte Shows zeigt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Der Import von amerikanischen Musicals nach Europa hat eine lange Tradition. Rolf Kutschera, der langjährige Direktor vom Theater an der Wien, spielte eine große Rolle als es seinerzeit darum ging, Stücke wie „A Little Night Music“, „Evita“ oder „A Kiss Of A Spiderwoman“ nach Europa zu bringen. Er war ein guter Freund von mir. Leider ist er letztes Jahr verstorben. Aber ich bin immer wieder gern hergekommen, um mit ihm in Wien zu arbeiten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Doch es gibt auch neue Musicals, die in Europa entstehen. Michael Kunze hat mit „Rebecca“ und „Tanz der Vampire“ neue Stücke geschrieben, die in Deutschland sehr erfolgreich waren.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Also sind Michael Kunze &amp; Sylvester Levay für den deutschsprachigen Musicalmarkt das, was Andrew Lloyd Webber und Stephen Sondheim für England und die USA sind?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Es gibt große Unterschiede zwischen diesen Musicalnationen. Etwas, was in Deutschland funktioniert, wird nicht notwendigerweise nach Amerika exportiert. Und es gibt auch zahlreiche Shows bei uns, die niemals in Europa laufen würden. Ich habe an einigen mitgearbeitet, die sehr amerikanische Themen behandeln. Stephen Sondheims „Company“ habe ich sowohl in New York als auch in London inszeniert und im West End hat es fantastische Kritiken bekommen. Wir hatten zwar den Vorteil, dass es in der gleichen Sprache gezeigt wurde, aber das Publikum wurde einfach nicht warm damit. Die britische und amerikanische Lebensweise sind eben nicht dieselbe. Also wurde es dort schnell wieder abgesetzt.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Wenn ein junger Autor oder Komponist Sie um Rat fragen würde, wie er sein Stück am besten auf die Bühne bringen könnte, was würden Sie ihm antworten?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Ich weiß gar nicht, ob ich jemals einen solchen Rat gegeben habe. Aber ich sage immer, dass man sich selbst ausdrücken muss. Es geht – erneut – nicht darum, herauszufinden, was das Publikum möchte, sondern was man als Musical-Macher zeigen möchte. Wenn man dann noch über Sinn für Stil und ein gewisses elitäres Denken verfügt, kann man sich glücklich schätzen. Ich schätze elitäres Denken sehr, nur kann man dies von der Mehrheit des Publikums nicht erwarten. Also muss man sein Publikum in einer Sprache ansprechen, die die meisten verstehen. Sag einfach, was Du denkst, textlich oder musikalisch, und hoffe, dass es eine hohe Qualität hat und es genug Leute verstehen und schätzen. Das ist reine Glückssache.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich hatte schon immer Geschmack und Stil und ich stand ehrgeizig hinter jedem meiner Projekte, aber ich war nie so „avantgarde“, dass ich die große Mehrheit des Publikums nicht erreichte.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wenn Sie auf Ihre 60 Jahre Jahre Berufserfahrung im Musical-Business zurückblicken, gibt es Musicals, auf die sie stolz sind oder bei denen sie bereuen, dass sie sie inszeniert haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Oh ja, jedes Mal, wenn ein Musical nicht erfolgreich ist, bedaure ich, dass ich daran mitgewirkt habe. Es gibt nur Erfolg oder Misserfolg. Manchmal muss man einfach eine Show machen, weil man einen Job braucht, auch wenn man keine wirkliche Idee hat, wie man das Stück inszenieren soll. Also arbeitet man daran und bedauert es gleichzeitig. Aber so ist das Leben. Man kann nicht immer Erfolg haben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Es gibt viele Musicals, auf die ich sehr stolz bin und auch einige, über die wir besser nicht reden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Natürlich bin ich stolz auf das, was wir mit dem „Phantom der Oper“ erreicht haben. Auch „Company“, „Sweeney Todd“ und „Evita“ habe ich sehr gern gemacht. Gerade bei „Evita“ habe ich Dinge ausprobiert, die ich vorher nie gemacht habe und sie haben funktioniert. Darauf bin ich stolz. Genauso wie auf „Follies“. Es war sicherlich kein Verkaufshit, aber ich habe es sehr gern inszeniert.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> &#8222;Das Phantom der Oper&#8220; in Hamburg ist die vierte deutsche Ensuite-Produktion. Können Sie noch zählen, wie oft Sie dieses Stück weltweit inszeniert haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span></strong> Nein, ich zähle da nicht mit. Aber für meine Rede bei den Tony Awards im Juni habe ich mir einige Zahlen geben lassen, die wirklich beeindruckend sind: Wir haben 65.000 Vorstellungen in 29 Ländern vor 115 Mio. Zuschauern gegeben. Wenn ich am Anfang meiner Karriere stünde, müssten sich alle weiteren Erfolge an diesem hohen Standard messen lassen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3">M<strong>ichaela Flint:</strong></span> Warum hat das „Phantom der Oper“ seinen Reiz auch nach 27 Jahren nicht verloren?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Harold Prince:</span> </strong>Die Zeiten sind schwierig – aus verschiedensten Gründen: Die sozialen Rahmenbedingungen sind unterschiedlich, finanziell haben es viele Menschen schwer und auch politisch ist es heutzutage nicht einfach. In solchen Zeiten sollte man sich ein Ticket für das „Phantom der Oper“ kaufen und seine Sorgen für einige Stunden vergessen. Das „Phantom der Oper“ spielt 1870/1880. Die Geschichte ist kraftvoll, die Bühne traumhaft ausgestattet und die Musik ist wunderschön. Außerdem ist das Stück sehr romantisch. Genau das ist der Grund, weshalb Andrew Lloyd Webber und ich dieses Musical unbedingt auf die Bühne bringen wollten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Viele Zuschauer haben mir gesagt, dass es etwas in diesem Stück gibt, dass sie wieder wie Kinder fühlen lässt. Wie damals als man zum ersten Mal ein Buch gelesen hat. Es ist wundervoll für uns alle, sich von Zeit zu Zeit in einer anderen Welt zu verlieren, die so gar nichts mit der realen Welt zu tun hat.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wir danken Ihnen für dieses offene Interview und wünschen Ihnen für das „Phantom der Oper“ und Ihre weiteren Projekte alles Gute.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/harold-prince-seid-authentisch/">Harold Prince: Seid authentisch!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
