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	<title>Hamilton-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Wer lebt, wer stirbt, wer schreibt Geschichte?</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 18:05:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Hamilton&#8220; ist auf den ersten Blick ein durch und durch US-amerikanisches Stück: Im Mittelpunkt steht mit Alexander Hamilton einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Das von ihm eingeführte Federal Reserve System ist bis heute prägend für das Land. Doch tatsächlich geht es auch um einen Imigranten, der aus dem Nichts kommt, das, was er gut ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Hamilton&#8220; ist auf den ersten Blick ein durch und durch US-amerikanisches Stück: Im Mittelpunkt steht mit Alexander Hamilton einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Das von ihm eingeführte Federal Reserve System ist bis heute prägend für das Land.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3252 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch tatsächlich geht es auch um einen Imigranten, der aus dem Nichts kommt, das, was er gut kann (Schreiben) bis zum Exzess betreibt, Erfolge feiert, an Grenzen stößt und die Menschen verletzt, die ihm am nächsten stehen. Diese Geschichte von A. Ham, einem jungen Mann, der Fehler machte und sich nicht scheute, dazu zu stehen, diese Geschichte kann man auch ganz wunderbar einem deutschen Musicalpublikum erzählen. Tragische und schwere Stücke funktionieren in Deutschland auf Ensuite-Bühnen schon seit vielen Jahren nicht mehr wirklich, doch die sehr besondere Art und Weise, in der Lin-Manuel Miranda und sein Team Hamiltons überaus abwechslunsgreiches Leben auf der Bühne nachzeichnen, zieht die Zuschauer in ihren Bann.</p>
<p>Sieben Jahre nach der Broadway-Premiere und fünf Jahre nachdem &#8222;Hamilton&#8220; auch das <a href="https://www.musicals-online.com/?p=2661">West End</a> im Sturm eroberte, kommt nun das deutschsprachige Publikum in den Genuss der ersten nicht-englischen Fassung dieses Musicalhits. Aber kann man die englischen Songtexte und Raps &#8222;einfach&#8220; so übersetzen? Es hat (auch wegen der Corona-Pandemie) ganze drei Jahre gedauert, bis die deutsche Version von Lin-Manuel Miranda freigegeben wurde. Kevin Schroeder und Rapper Sera Finale haben sich in ihrer Zusammenarbeit immer wieder gegenseitig herausgefordert und von vornherein nicht den Fehler gemacht, die fast 27.500 englischen Worte 1:1 zu übersetzen. Sie mussten auf Metrik, Inhalt sowie Sprachstruktur achten und natürlich auch den nicht zu vernachlässigenden Wortwitz unter einen &#8222;singbaren&#8220; Hut bringen. In diesem <a href="https://www.mopo.de/rausgehen/kultur/arschbombe-ins-konfetti-wie-ein-rapper-den-musical-hype-hamilton-uebersetzte/">Interview</a> beschreibt Sera Finale sehr eindrücklich, wie herausfordernd dieses Projekt war.</p>
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<p>Doch gerade &#8222;Hamilton&#8220; entfaltet seine ganze Kraft erst durch die Künstler auf der Bühne. Auch in Hamburg steht eine bunte Mischung aus Musicaldarstellern, Rappern und Popsängern auf der Bühne. Genauso wie in New York und London ist die Besetzung so divers wie sie nur sein kann. Die 34 Ensemble-Mitglieder stammen aus 13 verschiedenen Nationen. So hatte sich Miranda seinen &#8222;Hamilton&#8220;-Cast 2015 ausgedacht.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-3248 " src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-370x400.jpg" alt="" width="291" height="315" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-370x400.jpg 370w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-946x1024.jpg 946w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-768x831.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975.jpg 1383w" sizes="(max-width: 291px) 100vw, 291px" />Auch optisch steht die Bühne im Operettenhaus der Orginalversion im Richard Rodgers Theatre (David Korins) in nichts nach. Gleiches gilt für die Kostüme (Paul Tazewell). Das dies so konsequent umgesetzt wurde, ist sehr zu begrüßen, denn krampfthaft auf den deutschen Markt angepasste Sets sorgen in den allerseltensten Fällen für eine Verbesserung. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal das originale Lichtdesign (Howell Binkely), das auch in Hamburg wunderbare Räume auf der ansonsten recht einfarbig hölzernen Bühne erschafft.</p>
<p>Schon mit dem Opening Song wird das Publikum direkt in eine musikalisch ungewohnte Welt entführt. &#8222;Alexander Hamilton&#8220; zeigt fast die komplette Bandbreite dessen, was im Laufe der Show noch geboten wird. Alle Sänger intonieren die deutschen Hiphop-Texte akkurat und die Timings sind perfekt. Das ist besonders deshalb bemerkenswert, da für die meisten von ihnen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Aber weder bei Gino Emnes (Aaron Burr), noch bei Daniel Dodd-Ellis (Lafayette / Jefferson) oder Benét Monteiro (Alexander Hamilton) hört man dies. Kein Vergleich zu den immer noch üblichen phonetischen &#8222;Überraschungen&#8220; wie bspw. bei &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/?p=3110">Wicked</a>&#8220; oder immer wieder beim &#8222;Starlight Express&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3255 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Eine präzise Intonierung ist bei dieser Show essentiell. Sich verhaspeln? Ein Texthänger? Mirandas Kompositionen verzeihen keinen Fehler. Dessen sind sich die Künstler ganz sicher bewusst und dennoch sieht alles so leicht und locker aus, wie man es sich wünscht. Da bleibt nur wenig Zeit für freche Grimassen, &#8222;zufällige&#8220; Mic Drops usw. Doch auch diese bauen die Künstler erfolgreich mit ein.</p>
<p>Monteiro gelingt die Gratwanderung zwischen ehrgeizigem, immer korrektem Politiker und gefühlvollem, geläutertem Ehemann und Vater ganz herovrragend. Es sprüht vor Energie, bringt die Choreographien und rasanten Songs gleichermaßen überzeugend über die Rampe. Dabei hat er den sprichwörtlichen Schalk im Nacken und erobert damit die Sympathien des Publikums im Handumdrehen. Hamiltons jahrelanger Widersacher, Aaron Burr, wird von Gino Emnes mit viel Verbissenheit und Berechnung gespielt. Burrs Bedauern, dass ausgerechnet er es ist, der das Genie Hamilton erschießt, nimmt man Emnes sofort ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3249 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson.jpg 1382w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Hamiltons Wegbegleiter, der Marquis de Lafayette, Hercules Mulligan und John Laurens, sorgen von Anfang an für richtig Stimmung: Dodd-Ellis rappt sich gekonnt durch den 1. Akt, nur in den Schatten gestellt von Redchild, der Mulligan eine nachdrückliche Präsenz verleiht. Oliver Edward spielt Hamiltons treuesten Freund John Laurens sehr nahbar. Alle drei dürfen in der zweiten Hälfte in weiteren Rollen glänzen: Dodd-Ellis als der sicherlich nicht nur zufällig an Prince erinnernde Jefferson, Redchild als kränkelnder Madison und Edward als Philip Hamilton. Hier zeigen sie noch einmal eine ganz andere, mal extravagante (Jefferson), mal sensible (Philip Hamilton), Facette. Dieser inszenartorische Kniff ist großartig, verlangt den Darstellern aber auch sehr viel ab.</p>
<p>Die Schuyler Schwestern sind ebenfalls hervorragend gecasted: Chasity Crisp ist eine sehr fürsorgliche Angelica und stellt als große Schwester ihr eigenes Glück hinter ihre Pflicht. Crisps soulige Stimme geht unter die Haut und sorgt insbesondere in den Duetten mit Ivy Quainoo als Eliza für Gänsehaut. Die gesanglichen Harmonien sind hier perfekt ausgearbeitet. Quainoo kennen viele als Gewinnerin von &#8222;The Voice of Germany&#8220;. Dass sie singen kann, muss sie nicht beweisen. Aber auch schauspielerisch steht sie den Kolleginnen in nichts nach. Sie zeichnet die komplette Bandbreite von der verliebten Braut bis zur trauernden Witwe sehr gefühlvoll nach.</p>
<p>Die dritte im Bunde ist Mae Ann Jorolan, die als kleine Peggy eine Nebenrolle übernimmt (mit ihrem ersten Auftritt aber ganz klar die Lacher auf ihrer Seite hat), aber als Maria Reynolds ihre verführerische Seite zeigen und ihre tolle rauchige Stimme zu Gehör bringen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3251 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bleiben noch Charles Simmons als George Washington und Jan Kersjes als King George III., zwei unumstrittene Führungspersönlichkeiten. Simmons ist väterlich-schützend, macht klare Ansagen und verkörpert den ersten US-Präsidenten sehr überzeugend. Kersjes hat die dankbarste Rolle in &#8222;Hamilton&#8220;. Er darf als amüsant-zickiger Side-Kick das Geschehen in den USA kommentieren und nimmt kein Blatt vor den Mund. Kersjes&#8216; Mimik, seine Spielfreude, gepaart mit King George&#8217;s fieser, überheblicher Art lassen das Publikum schon juchzen, wenn er nur die Bühne betritt.</p>
<p>Die zehn Protagonisten (einen einzelnen Hauptdarsteller gibt es nicht) müssen nicht nur ihre Charaktere verstehen, darstellen und gesanglich wiedergeben können, auch tänzerisch werden sie mit eingebunden, was allen gut gelingt. Andy Blankenbuehlers Choreographien sind zackig, präzise und unterstreichen das Gesungene durch Bewegungen bis in Detail. Leider schaffen es die Tänzerinnen und Tänzer nicht durchgehend, dieses hohe Niveau zu halten (Kisha Howard, Resident Dance Supervisor). Mehrfach tanzt jemand aus der Reihe oder verpasst seinen/ihren Einsatz. Das ist schade.</p>
<p>Die zehn Musiker unter der Bühne begleiten das Geschehen auf der Bühne gekonnt. Philipp Gras sorgt für das richtige Tempo, was bei &#8222;Hamilton&#8220; durchaus herausfordernd sein kann. Einzig die verstärkenden Einspieler (u.a. bei &#8222;Rewind&#8220;) klingen sehr seltsam.</p>
<p>&#8222;Hamilton&#8220; auf Deutsch ist ein rundum gelungenes Experiment. Mehr als das, es ist endlich mal wieder ein Stück Broadway an der Elbe, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Ja, die Show ist anders als alles, was man bisher hierzulande gesehen hat. Doch wenn man sich darauf einlässt, wird man vollumfänglich belohnt. Derart viele Emotionen, verpackt in Pop, Hiphop und Rap von höchster Güte, findet man sonst nirgends auf dem Musicalmarkt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Medienpremiere: </span></strong><span class="Bold">5</span>. Oktober 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benét Monteiro, Gino Emnes, Charles Simmons, Daniel Dodd-Ellis, Redchild, Oliver Edward, Jan Kersjes, Chasity Crisp, Ivy Quainoo, Mae Ann Jorolan</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik &amp; Buch:</span></strong> <span class="Bold">Thomas Kail (Resident Director: Denise Obedekah) / Lin-Manuel Miranda<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson<br />
</span></div>
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		<title>The Show Must Go On!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/the-show-must-go-on/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 08:06:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen Unterstützung.</p>
<p>Dieser <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://theatresupportfund.co.uk/">Theatre Support Fund+</a></strong></span> bekam sehr schnell viel Unterstützung aus der Branche – sei es nun werblich oder finanziell – und schon bald sah man überall auf Social Media das unverkennbare Logo dieser Initiative.</p>
<p>Zu den T-Shirts gesellten sich bald unzählige weitere Merchandise-Artikel wie Hoodies oder Becher; auch Masken waren dabei und so konnten die Initiatoren binnen eines Jahres mehr als 50.000 Artikel in die ganze Welt verschicken.</p>
<p>Ein Christmas Charity Song, gesungen von 30 West End Darstellern, spülte weitere Spenden in die Kasse, so dass man nach nur 7 Monaten schon mehr 600.000 GBP gesammelt hatte, die an <strong><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.actingforothers.co.uk/">Acting for Others</a></span></strong>, den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.trtf.com/fleabag-support-fund">Fleabag Support Fund</a></strong></span> und den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.nhscharitiestogether.co.uk/our-covid-19-appeal/">NHS Covid-19 Urgent Appeal</a></strong></span> weitergegeben wurden.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Es sollte auch ein Konzert geben! Eigentlich nur konsequent, doch aufgrund der dynamischen Entwicklung von Corona und den entsprechenden Gegenmaßnahmen wurde dies bis zum Sommer 2021 mehrfach verschoben. Aber Anfang Juni war es soweit und das Benefizkonzert konnte vor einem Live Publikum im wunderschönen Palace Theatre stattfinden. Vom 2.-6. Juni 2021 wurde das Konzert mit Stücken aus den 16 Musicals aufgeführt, die dem Logo der Initiative ihr unverwechselbares Aussehen gegeben haben. Die letzte der sieben Aufführungen wurde dann weltweit gestreamed, so dass am Ende mehr als 40.000 Menschen dieses Konzert erleben konnten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2989 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bonnie Langford, seit mehr als 40 Jahren eine feste Größe nicht nur im West End, und Trevor Dion Nicholas (aktuell bei „Hamilton“ im Victoria Palace Theatre engagiert) führten als sympathische Hosts mit einem Augenzwinkern durch den Abend.</p>
<p>Schon der Opening Song (aus der Feder von George Stiles und Anthony Drewe) punktet durch super aktuelle, pfiffige Texte und eine schmissige Melodie. Stuart Morley leitet das Orchester an diesem Abend. Es ist eine Freude, Musiker wieder live spielen zu sehen und zu hören.</p>
<p>Das Besondere an diesem Konzert war, dass nicht die üblichen Highlight Songs aus den jeweiligen Musicals zum Besten gegeben wurden, sondern durchaus zwar bekannte Stücke, die aber eigentlich eher in der sprichwörtlichen zweiten Reihe hinter den Showstoppern zu finden sind.</p>
<p>Den Auftakt macht Jordan Luke Gage mit „It’s my life“ aus dem hierzulande eher unbekannten Stück „&amp; Juliet“. Gefolgt von Collette Guitarts “Heart of Stone” aus “Six” merkte man sofort, wo die Reise an diesem Abend hinging: unerwartete Songs präsentiert von sehr guten Protagonisten in einem familiären Rahmen.</p>
<p>Unterstützt werden die West End Darsteller vom „Choir of the Graduates 2020“, die im letzten Jahr nicht die Chance hatte, ihr Können öffentlich unter Beweis zu stellen. Dies holen sie im Palace Theatre aber auf beeindruckende Weise nach!</p>
<p>Janique Charles und Kayi Ushe (dieses Konzert bildet sein West End Debüt) performen ein leider leicht disharmonisches „Can you feel the love tonight“ aus „Disney&#8217;s The Lion King“. Hier hört man deutlich, dass den Akteuren das tägliche Zusammenspiel auf der Bühne fehlt, um diesen Song authentisch interpretieren zu können.</p>
<p>Zizi Strallen schlüpft wieder in die Rolle des Kindermädchens und legt mit „Practically Perfect“ aus „Mary Poppins“ einen Auftritt „völlig ohne Fehler“ hin. Ihr Strahlen und ihr Gesang wirken nach. Dass als Jane eine Nichte von Bonnie Langford auf der Bühne steht, macht diesen Abend nur noch persönlicher.</p>
<p>Marcus Harman hat einen der emotionalsten Auftritte des Abends. Sein „For Forever“ aus “Dear Evan Hansen“ sorgt nicht zuletzt auch wegen seiner eindrücklichen Gestik und Mimik für Gänsehaut auch vor dem heimischen Bildschirm.</p>
<p>Trevor Dion Nicholas, bei „Hamilton“ eigentlich als George Washington auf der Bühne, hat sich für diesen Anlass etwas ganz Besonderes ausgedacht: Er gibt eine auf die aktuelle Situation umgetextete Version von King George’s „You’ll be back“ zum Besten und hat damit ganz sicher jede Menge Lacher auf seiner Seite! Seine Mimik ist herausragend und seine positive Ausstrahlung nimmt die Zuschauer mit!</p>
<p>Zwischendurch gab es einige Einspieler von Darstellern, die die Aktion im Laufe der letzten Monate unterstützt haben, u. a. auch von David Bedella, der die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der „Theatre People“ herausstellte.</p>
<p>Aimie Atkinson zeigt ihre stimmliche Vielseitigkeit (rockig und gefühlvoll) mit „I can’t go back“ aus “Pretty Woman“. Direkt danach mach Aisha Jawando deutlich, warum sie die perfekte Erstbesetzung für Tina Turner im gleichnamigen Musical ist: Ihr „We don’t need another hero“ lässt keine Wünsche offen!</p>
<p>Das Finale des ersten Akts bestreitet Mazz Murray mit „The winner takes it all“ aus „Mamma Mia!“. Sie scheint voll in der Rolle zu sein: hart zu sich und selbstbewusst nach außen. Ihre raue Stimme lässt die tiefen Verletzungen von Donna für die Zuschauer nur umso klarer nachspüren.</p>
<p>In Momenten wie diesen entfalten das schlichte Set Design von Soutra Gilmour und das Lichtdesign von Howard Hudson ihre volle Wirkung. Es muss nicht immer alles groß und ausladend sein. Manchmal ist weniger mehr. Und an diesem Abend stehen schließlich die Künstler selbst im Mittelpunkt!</p>
<p>Nach der Pause legt Olly Dobson mit “The Power of Love” aus dem neuen Compilation-Musical “Back to the Future &#8211; The Musical” eine fröhliche Performance hin. Er ist ein lustiger Typ, der auf die Rolle des Marty McFly ganz hervorragend passt.</p>
<p>Dom Simpson und Tom Xander sind so tief in ihren Rollen drin, dass man bei “You and me“ sofort mitbekommt, dass „The Book of Mormon“ ein durchaus kontroverses Musical ist. Die beiden harmonieren sehr gut.</p>
<p>Ein weiteres Stück, dass in Deutschland bisher kaum bekannt ist, ist „Come from Away“ basierend auf den Ereignissen von 9/11. Alice Fearn klingt bei “Me and the sky” sehr amerikanisch-kraftvoll, wozu der leichte Country-Einschlag in ihrer Stimme perfekt passt.</p>
<p>Mit gleich vier Matildas steht Carly Thoms auf der Bühne: Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza und Alex Munden stehlen ihr bei „When I grow up“ aus „Matilda &#8211; The Musical“ schlichtweg die Show. Die einzige Erwachsene ist in diesem Song kaum zu hören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2988 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adam Fisher zeichnet für das Sound Design verantwortlich. Vielleicht liegt es am Streaming, aber deutlich zu oft sind die Lead-Sänger schlecht ausgesteuert und somit nicht immer gut zu verstehen. Das ist schade, denn gegen einen Chor oder ein Orchester ansingen zu müssen, ist sicherlich nicht das, was sich ein Darsteller wünscht.</p>
<p>Auch Sharan Phull gehört mit dem Medley “Beautiful / Spotlight” aus “Everybody&#8217;s Talking About Jamie” zu denjenigen, die in ihrer Ballade viel Gefühl zeigen dürfen und dies auch macht.</p>
<p>John Owen-Jones bringt es auf den Punkt: “It feels good to be back”! Sein “Bring him home” aus “Les Misérables” gehört zu den eindrücklichsten Momenten des Abends. Man sieht überall Zuschauer, die sich verstohlen die Tränen aus den Augen wischen. Und auch auf der heimischen Couch ist man davor nicht sicher.</p>
<p>Ein weiteres sehr junges Duo sind Lucy St Louis und Rhys Whitfield, die “All I ask of you” aus ”The Phantom Of The Opera” singen. Gerade bei St Louis spürt man die Nervosität der Debütantin, denn sie singt etwas zu schnell. Whitfield kann ihr jedoch schon jetzt kaum etwas entgegensetzen.</p>
<p>Chris Marcus und Damien Stanton beschreiben im nächsten Einspieler noch einmal allen den Weg, den sie mit ihrer Initiative seit Mai 2020 gegangen sind. Es ist schön zu sehen, wieviel Unterstützung die beiden im Laufe der Monate erfahren haben.</p>
<p>Mit “The Wizard and I” gibt die aktuelle Elphaba-Erstbesetzung Laura Pick eine weitere gnadenlos gute Perfomance aus „Wicked“ zum Besten. Ihre warme Stimme und ihre sympathische Ausstrahlung tun ihr übriges, um das Publikum zu begeistern.</p>
<p>Christine Allado und Alexia Khadime fügen mit “Miracles” aus “The Prince of Egypt” einen weiteren Stephen Schwartz Musical-Erfolg an und machen damit Lust auf mehr.</p>
<p>Nun folgt, was bei allen Charity-Konzerten obligatorisch ist: Sadiq Khan, Londons Bürgermeister, betritt die Bühne und betont, dass London die „Theater-Hauptstadt der Welt“ ist und „Kultur der Klebstoff, der die Stadt zusammenhält“.</p>
<p>Gemeinsam mit den beiden Gründern von <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.theshowmustgoonlive.com">„The Show Must Go On!“</a></strong></span> wird verkündet, dass das Spendenziel von 1 Mio GBP erreicht wurde.</p>
<p>Das Finale wird dann von Alice Fearn, John Owen-Jones, Mazz Murray und Laura Pick als Solisten eingeleitet: Queens Welthit „The Show Must Go On” wird von allen gemeinsam gefeiert!</p>
<p>Was für ein Abend! Es ist großartig zu erleben, wie aus einer Idee so etwas Wundervolles werden kann! Alles für einen guten Zweck, alle gemeinsam. Insgesamt waren mehr als 5000 Darsteller an diesem Konzert beteiligt und mehr als 120 Mitarbeiter wurden eingestellt, um diese Konzerte auf die Bühne zu bringen. Beeindruckend und dringend zur Nachahmung empfohlen! Die Menschen brauchen Kultur wie die Luft zum Atmen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Palace Theatre London via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Bonnie Langford, Trevor Dion Nicholas, Aisha Jawando, Marcus Harman, Sharan Phull, Collette Guitart, Dom Simpson, Tom Xander, Laura Pick, Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza, Alex Munden, Carly Thoms, Jordan Luke Gage, John Owen-Jones, Janique Charles, Kayi Ushe, Christine Allado, Alexia Khadime, Alice Fearn, Lucy St Louis, Rhys Whitfield, Zizi Strallen, Mazz Murray, Olly Dobson, Aimie Atkinson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Luke Sheppard &amp; Anna Fox<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></p>
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		<title>Hamilton</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/just-you-wait-musik-und-darsteller-stehen-hier-im-mittelpunkt/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 07 Oct 2019 20:18:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[London]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit vier Jahren in New York und seit Dezember 2017 auch im West End „the hottest tickets“, mit zahllosen Preisen überschüttet, Kritiker ergehen sich in Superlativen – kann man sich als „Musicalmacher“ mehr wünschen? Lin-Manuel Miranda, der schon 2007 mit „In the Heights“ ein erfolgreiches Hiphop-Musical an den Broadway brachte, gelang mit „Hamilton“ der große ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/just-you-wait-musik-und-darsteller-stehen-hier-im-mittelpunkt/">Hamilton</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vier Jahren in New York und seit Dezember 2017 auch im West End „the hottest tickets“, mit zahllosen Preisen überschüttet, Kritiker ergehen sich in Superlativen – kann man sich als „Musicalmacher“ mehr wünschen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2668 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-06-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-06-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-06.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lin-Manuel Miranda, der schon 2007 mit „In the Heights“ ein erfolgreiches Hiphop-Musical an den Broadway brachte, gelang mit „Hamilton“ der große Coup: Die Lebensgeschichte von Alexander Hamilton (1757-1804), einem weniger bekannten und doch durch das von ihm gegründete Finanzsystem historisch gesehen elementaren Gründungsvater der Vereinigten Staaten von Amerika, fasziniert. Dem Waisenkind gelingt es, sich gegen alle Widerstände in die erste Reihe der Politik hochzuarbeiten. An der Seite von George Washington erhält er Anerkennung, spürt aber auch schnell, dass die Luft dort oben dünn ist und es viele Neider gibt.</p>
<p>Leider zeigt er zwischenmenschlich kein besonders gutes Gespür, lässt sich mit den falschen Leuten ein, heiratet die Schwester der Frau, die er eigentlich liebt, vergisst vor lauter Verbissenheit und Ehrgeiz seine Familie, lässt sich im vollen Wissen um die Konsequenzen vom Ehemann seiner Affäre erpressen und wird am Ende von einem jahrzehntelangen Wegbegleiter im Duell ermordet, der den Erfolg Hamiltons nie akzeptieren konnte und wollte.</p>
<p>Hamilton schrieb sich im Laufe seines Lebens um Kopf und Kragen, was ihn im Rückblick mitunter als einen sehr nervtötenden Zeitgenossen erscheinen lässt. Zudem war er so sehr von sich und seinem Wissen überzeugt, dass er keine Kritik duldete: In Zeiten, wo sich Amerika gerade von Großbritannien losgesagt hatte, setzte er sich für eine starke nationale Regierung ein. Er kämpfte gegen die Briten und lehnte gleichzeitig öffentliche Unruhen ab, da in seinen Augen nur geordneter Widerstand zielführend war. Sein Starrsinn brachte ihm den Titel als erster Finanzminister Amerikas ein. Er gründete die Föderalistische Partei, zudem war er Mitbegründer der New York Manumission Society, die für die Abschaffung der Sklaverei und für die Rechte der afrikanischstämmigen Bevölkerung eintrat (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Hamilton">Wikipedia</a>) .Einige der von ihm in die Verfassung der Vereinigten Staaten eingebrachten Themen haben auch heute noch ihre Berechtigung und Gültigkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2671 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-10-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-10-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-10.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Klingt nach viel Drama und Psychospielchen? Von beidem gibt es reichlich, doch Miranda, der für Buch, Musik und Texte verantwortlich zeichnet, gelingt es, die Show trotz der vielschichtigen Charaktere und zahlreichen Handlungsstränge kurzweilig zu gestalten.</p>
<p>Am Broadway hat Miranda die Titelrolle selbst gespielt und damit den Maßstab gesetzt, an dem sich alle Darsteller messen lassen müssen, die in die Rolle des Gründungsvaters schlüpfen. Doch Miranda hatte sich sechs Jahre lang intensiv mit dem Mann auseinandergesetzt, der noch heute die 10$-Scheine der USA schmückt. Basierend auf der 800-seitigen Biografie von Ron Chernow, die ohne den unermüdlichen Einsatz von Hamiltons Witwe Elizabeth Hamilton wohl nie zustande gekommen wäre, hat Miranda eine knapp dreistündige Bühnenshow erschaffen, die die wesentlichen Akteure der Gründerzeit (George Washington, Thomas Jefferson, Aaron Burr, King George) in eine abwechslungsreiche, auf Tatsachen beruhende Geschichtsstunde einbindet.</p>
<p>Für Miranda war sofort klar, dass er „Hamilton“ musikalisch im Hiphop verorten würde: „[Hamiltons] Lebensgeschichte ist so unwahrscheinlich wie die Geschichte Amerikas selbst. Genau das ist Hiphop: Man schreibt über seinen Kampf und beschreibt diesen so gut, dass man den eigenen Kampf überwindet.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2664 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-02-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-02-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-02.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In London wurde mit Jamael Westman ein in der Musicalszene weitgehend Unbekannter mit der Titelrolle besetzt. Miranda weiß eben genau, was er sucht. Westman ist nicht der typische Sympathieträger, die kantigen Eigenschaften Hamiltons glaubt man ihm sofort. Doch es gelingt ihm, den Bogen zum gefühlvollen Ehemann, dem von Selbstzweifeln zerfressenen Politneuling und dem schuldbewussten Vater (nach dem Duell-Tod seines Sohns Philips) zu spannen. Er bringt den schnellen Sprechgesang fehlerlos über die Rampe. Miranda hat sehr viel Text in die 34 (!) Songs gepackt. Das ist für viele Musicaldarsteller sicherlich eine Herausforderung. Doch Westman gibt sich hier keine Blöße. Manchmal wirkt er geradezu unnahbar, was aber einmal mehr die unsympathischen Eigenschaften Alexander Hamiltons unterstreicht. Und dennoch fühlt man mit ihm mit. Man hinterfragt seine Entscheidungen, möchte ihn manches Mal wachrütteln oder einfach nur in den Arm nehmen. Diese Titelrolle ist wahrlich kein einfacher Part.</p>
<p>Seinen ewigen Widersacher Aaron Burr spielt an diesem Abend Aaron Lee Lambert. Burr ist zielstrebig, opportunistisch und geht über Leichen, um seine Ziele zu erreichen. Diese Eigenschaften verkörpert Lambert über weite Strecken glaubwürdig. Gesanglich zeigt er insbesondere bei „Wait for it“ was in ihm steckt. Ansonsten wirkt er vielfach etwas schüchtern, was in dieser gesanglich und schauspielerisch sehr intensiven Show sehr schnell auffällt.</p>
<p>Aus verschiedensten Gründen herausragend sind Dom Hartley-Harris als George Washington, Jason Pennycooke als Marquis de Lafayette und Thomas Jefferson sowie Jon Robyns als King George. Hartley-Harris lässt schon im ersten Song („Alexander Hamilton“) aufhorchen. Sein voluminöser Bariton sticht deutlich hervor. Auch wenn er von seiner Statur her nicht sonderlich imposant ist, stimmlich steckt er alle in die Tasche und wird so seiner Rolle als erster US-Präsident mehr als gerecht. Robyns hat als King George sicherlich die dankbarste Rolle, darf er das Geschehen in New York doch in höchst süffisanter Weise vom Bühnenrand kommentieren. Sein überspitzter Oxford-Akzent und seine leicht tuntige Attitüde sorgen für Lacher, die er augenscheinlich sehr genießt. Pennycooke darf in seiner Doppelrolle übertreiben: Als französischer Gesandter Lafayette stolziert er in extravaganten Anzügen über die Bühne, während er als 3. US-Präsident Jefferson ungehemmt seine Macht ausspielt. Zudem setzt er auch gesanglich Duftmarken, denn auch er kommt mit dem gesanglichen Schnellfeuer dieser Show hervorragend zurecht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2666 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-04-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-04-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-04.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Emile Ruddock setzt als Hercules Mulligan im ersten Akt deutlich hörbare Akzente. Im zweiten Akt, als angehender vierter Präsident der Vereinigten Staaten bleibt er jedoch leider eher etwas blass.</p>
<p>Wenn schon die Herren dieses Ensembles echte „Typen“ sind und jeder einzelne spannende Facetten und aufmerksamkeitsstarke Soli hat, möchten die Damen hier natürlich nicht hintenanstehen. Rachelle Ann Go, Allyson Ava-Brown und Sharon Rose sind als Schwestern-Trio Eliza, Angelica und Peggy Schuyler pure Frauen-Power: Frech, energisch und leidenschaftlich zeigen sie den Männern ganz klar, dass mit ihnen zu rechnen ist. Jede einzelne der drei Damen überzeugt schauspielerisch vollends, gesanglich jedoch wünscht man sich insbesondere von Ava-Brown mehr. Während Go, die am West End u. a. in „Miss Saigon“ brillierte, die Hiphop-Kompositionen beachtlich meistert, hat Ava-Brown hier mit ihrem eher klassischen Gesangshintergrund mehr zu kämpfen. Man hört, dass ihr Hiphop nicht wirklich liegt und die schnellen Texte nicht so recht zu ihrem Sopran passen wollen. Nichtsdestoweniger bilden die drei mehr als nur einen hübschen Gegenpol zu den Männern. Insbesondere Go darf am Schluss deutlich zeigen, dass die Welt ohne Eliza kaum etwas über den wahren Alexander Hamilton wüsste.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2667 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-05-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-05-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-05.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Insgesamt stehen „nur“ 23 Darsteller auf der Bühne, die das Leben und Wirken von Hamilton in einer sehr modernen Inszenierung nachzeichnen. Doch jeder bekommt seinen Moment. Insbesondere die Tänzerinnen und Tänzer können in dieser Show glänzen. Andy Blankenbuehler erhielt für seine intensiven, teils extremen „Hamilton“-Choreographien einen Laurence Olivier Award. Man versteht sofort warum, denn der fesselnden Wirkung der Tanzszenen kann man sich kaum entziehen.</p>
<p>Dass die Künstler auf der Bühne so glänzen können, liegt unter anderem auch daran, dass Paul Tazewell in den Kostümen viel mit Beigetönen arbeitet, die Gehröcke in gedecktem Blau und die Damenkleider in zurückhaltendem Pastell gehalten sind. Einzig King George, der Marquis de Lafayette und Hamiltons Affäre Maria Reynolds tragen kräftige Farben. Eingebettet in ein mit Holzbalken karg gestaltetes Bühnenbild (David Korins) bestehend aus einer Galerie und einer mobilen Treppe sowie Stühlen, Tischen und Koffern lenkt nichts vom eigentlichen Geschehen ab.</p>
<p>Alex Lacamoire hat Lin-Manuel Mirandas Songs so mitreißend arrangiert und orchestriert, dass sie direkt in die Beine gehen. Das 10-köpfige Orchester unter der Leitung von Richard Beadle steht der Leistung der Hauptdarsteller in Nichts nach und bringt das Victoria Palace Theatre zum Beben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2670 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-09-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-09-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/hamilton-09.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Hamilton“ ist ein ungewöhnliches Musical, das durch seine intensiven Songs und die herausragenden Hauptdarsteller besticht. Es ist kein Stoff, den man so nebenbei konsumiert, denn auch Mirandas Texte haben es in sich. Da man in der rasenden Geschwindigkeit, in der sich die Handlung auf der Bühne entfaltet, kaum jedes Wort verstehen kann, empfiehlt sich das Nachlesen der Songtexte. Erst dann bekommt man ein wirkliches Gespür dafür, was für eine Meisterleistung die Sängerinnen und Sänger allabendlich vollbringen. Sich hier nicht zu verhaspeln, ist ganz große Kunst.</p>
<p>Der Stoff dieses Musicals ist Ur-amerikanisch, mit leichtem britischen Einfluss. Darauf muss man sich einlassen, wenn man dieses Stück verstehen will. Patriotismus und Kolonialismus werden großgeschrieben. Schon allein deshalb ist es schwer unvorstellbar, dass „Hamilton“ in einer deutschsprachigen Fassung auf einer deutschen Bühne laufen wird. Die Stage Entertainment hat ihre diesbezüglichen Pläne auch erstmal abgeschrieben. So großartig „Hamilton“ in der englischen Originalfassung ist, so wenig wird eine für das deutsche Publikum adaptierte Fassung dem Ansinnen von Lin-Manuel Miranda gerecht, dem Mann auf der 10$-Note ein (musikalisches) Denkmal zu setzen &#8211; frei nach dem Motto &#8222;Who lives, who dies, who tells your story?&#8220;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Victoria Palace Theatre, London</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 4. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Jamael Westman, Rachelle Ann Go, Aaron Lee Lambert, Allyson Ava-Brown, Dom Hartley-Harris, Jason Pennycooke, Emile Ruddock, Sharon Rose, Jon Robyns</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik: </span></strong><span class="Bold">Thomas Kail / Lin-Manuel Miranda<br />
</span></span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Fotos:</strong> Matthew Murphy for Delfont Mackintosh<br />
</span></div>
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