<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Elisabeth-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/elisabeth/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/elisabeth/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 13 Oct 2019 17:44:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Elisabeth-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/elisabeth/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Die Besetzung sorgt für einige Fragezeichen &#8211; trotz traumhaftem Ambiente und einem Orchester in Bestform</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-besetzung-sorgt-fuer-einige-fragezeichen-trotz-traumhaftem-ambiente-und-einem-orchester-in-bestform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2019 05:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Ziegler]]></category>
		<category><![CDATA[David Jakobs]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Perman]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Kunze]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Douwes]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Schönbrunn]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvester Levay]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Gernot]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2562</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das nennt man wohl eine kaiserliche Umgebung: Das Publikum wird von einer großen Bühne im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn bei Sonnenuntergang und hochsommerlichen Temperaturen empfangen. Das große Orchester der Vereinigten Bühnen Wien füllt diese Bühne fast komplett und lässt nur drei Gänge frei, auf denen die Akteure an diesem Abend agieren. Damit die mehr als ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-besetzung-sorgt-fuer-einige-fragezeichen-trotz-traumhaftem-ambiente-und-einem-orchester-in-bestform/">Die Besetzung sorgt für einige Fragezeichen &#8211; trotz traumhaftem Ambiente und einem Orchester in Bestform</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das nennt man wohl eine kaiserliche Umgebung: Das Publikum wird von einer großen Bühne im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn bei Sonnenuntergang und hochsommerlichen Temperaturen empfangen. Das große Orchester der Vereinigten Bühnen Wien füllt diese Bühne fast komplett und lässt nur drei Gänge frei, auf denen die Akteure an diesem Abend agieren. Damit die mehr als je 10.000 Zuschauer der beiden konzertanten Aufführungen auch nah am Geschehen sein können, wird die Bühne links und rechts von zwei überdimensionalen Leinwänden flankiert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2567 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-400x238.jpg" alt="" width="400" height="238" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-400x238.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-768x457.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-1024x610.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110.jpg 1500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass eine Open Air Location gewisse Herausforderungen mit sich bringt, hört man leider von Anfang an. Der Klang ist nicht ausgewogen, leise Töne sind kaum zu verstehen und die Mikros sind oftmals nicht rechtzeitig offen.</p>
<p>Dafür fühlen sich „Elisabeth“-Fans mit den angedeuteten Choreographien und den Originalkostümen sehr wohl. Der Wiedererkennungswert ist unbestreitbar. 27 Jahre nach der Uraufführung in Wien erleben die Zuschauer ein Konzert mit den Original-Kaiserpaar von 1992 in den Hauptrollen: Pia Douwes schlüpft einmal mehr in das enge Korsett der österreichischen Kaiserin, während Viktor Gernot als Franz Joseph I. erneut vergeblich um ihre Liebe und Unterstützung kämpft.</p>
<p>Doch auch Mark Seibert als Tod und Daniela Ziegler als Erzherzogin Sophie haben ihre Rollen bereits in früheren Bühnenfassungen gespielt. Komplettiert wird die Riege der bekannten Cast durch David Jakobs als Luigi Lucheni, Lukas Perman als Erzherzog Rudolf, Hans Neblung als Herzog Max und Patricia Nessy als Herzogin Ludovika / Frau Wolf. 16 weitere Darstellerinnen und Darsteller sorgen für ein rundes Gesamtbild.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2568 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2-310x400.jpg" alt="" width="310" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2-310x400.jpg 310w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2.jpg 654w" sizes="(max-width: 310px) 100vw, 310px" />Douwes transportiert die Naivität und Hoffnung der jungen Sisi routiniert, während Gernot dem glücklosen jungen Kaiser sehr viel Gefühl verleiht. Beide Darsteller haben das Spielalter ihrer Rollen natürlich lange hinter sich gelassen, was manches Mal zu unfreiwilliger Komik führt. Auch stimmlich war Douwes an diesem Abend hörbar angeschlagen, was die zahlreich anwesenden Fans wohlwollend überhörten. Als die beiden in vollem Ornat zum Auftakt des zweiten Akts in einer echten Pferdekutsche vorfahren, kennt die Begeisterung kein Halten!</p>
<p>Doch auch Mark Seibert setzt als Marionettenspieler gelungene Akzente. „Der letzte Tanz“ ist der erwartete Showstopper und bei „Die Schatten werden länger“ steckt er Perman spielend in die Tasche.</p>
<p>Daniela Ziegler zieht als Erzherzogin Sophie schauspielerisch alle Register, dafür muss man bei ihr deutliche Abstriche beim Gesang machen, was insbesondere beim Solo „Ist das nun mein Lohn?“ deutlich hörbar ins Gewicht fällt.</p>
<p>Ein Highlight ist sicherlich, dass Komponist Sylvester Levay den Taktstock von Michael Römer übernimmt, um „Ich gehör nur mir“ zu dirigieren. Diese Ehre wurde bisher nur sehr wenigen Zuschauern zuteil. Das ohnehin fulminant aufspielende Orchester wurde durch diesen besonderen Moment noch mehr in den Mittelpunkt dieses Musical-Konzerts gerückt.</p>
<p>Die Ensemble-Nummer („Caféhaus“, „Milch“, „Hass“) entwickeln auch mit reduzierten Choreographien und ohne Kulissen eine beeindruckende Intensität. Die handverlesenen Darstellerinnen und Darsteller überzeugen vollends.</p>
<p>David Jakobs gelingt es als Lucheni nicht ganz, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. „Kitsch“ bleibt – nicht zuletzt auch wegen der schlechten Tontechnik – deutlich hinter den Erwartungen zurück. Auch während Luchenis weiterer Szenen wirkt Jakobs‘ Spiel häufig leicht aufgesetzt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2569 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lukas Perman gibt den verstoßenen Sohn, Rudolf, sehr gefühlvoll und spielt mit großem Einsatz. Während sein Flehen zur Mutter in akustischer Mangelhaftigkeit untergeht, ist sein Kampf mit dem Tod durchaus ansprechend, wenn er auch Mark Seibert nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hat.</p>
<p>Pia Douwes hat im obligatorischen Bilderrahmen und mit den großen Roben (Yan Tax) die optisch beeindruckendsten Momente. Viktor Gernot rührt mit „Boote in der Nacht“ zu Tränen. Doch in dieser konzertanten Fassung ist eindeutig der Tod das bestimmende Element. Seibert ist charmant, gefährlich und – egal in welcher Ecke der Bühne er steht – immer präsent. Auch gesanglich trotz er den Unwägbarkeiten und überzeugt.</p>
<p>So schön die Idee auch sein mag, die Originalbesetzung der Uraufführung nach fast 30 Jahren auf der Bühne zu vereinen, so unglücklich sind die unzähligen Nahaufnahmen, die jede einzelne Falte in den Gesichtern des ganz und gar nicht mehr jungen Kaiserpaars hervorheben. Zudem ist es deutlich nachteilig, dass die Darsteller vorrangig von unten gefilmt werden: Dieser Winkel lässt niemanden gut aussehen.</p>
<p>Fans von Michael Kunzes und Sylvester Levays Welthit kommen bei diesen konzertanten Aufführungen sicherlich auf ihre Kosten. Auch die einmalige Kombination von einem großen Orchester auf der Bühne und einer Teilinszenierung mit Kostümen, einigen Kulissen und Choreographien ist sehenswert. Gil Mehmert hat hier an vielen Stellen gute Ideen umgesetzt. Doch verglichen mit der Bühnenshow – egal, ob Originalshow von 1992 oder aktuelle Tourfassung von 2015 – bleibt dieses Konzert am Ende mittelmäßig.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" href="https://youtu.be/GX5dgYKSdhs"><strong>Promo-Video der Vereinigten Bühnen Wien</strong></a></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ehrenhof Schloss Schönbrunn, Wien</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 5. Juli 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Pia Douwes, Viktor Gernot, Mark Seibert, David Jakobs, Lukas Perman, Daniela Ziegler, Hans Neblung, Patricia Nessy</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Gil Mehmert / Sylvester Levay</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> VBW / Showfactory / Herwig Prammer<br />
</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-besetzung-sorgt-fuer-einige-fragezeichen-trotz-traumhaftem-ambiente-und-einem-orchester-in-bestform/">Die Besetzung sorgt für einige Fragezeichen &#8211; trotz traumhaftem Ambiente und einem Orchester in Bestform</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Manchmal ist es einfach gut, sich auf Altbewährtes zu verlassen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/manchmal-ist-es-einfach-gut-sich-auf-altbewaehrtes-zu-verlassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2015 14:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Angelika Wedekind]]></category>
		<category><![CDATA[Colosseum]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosch Abbasi]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Maximilian Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Kunze]]></category>
		<category><![CDATA[Roberta Valetini]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvester Levay]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hohler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1009</guid>

					<description><![CDATA[<p>Elisabeth und ihr Tête-à-tête mit dem Tod, der Mörder Lucheni, der ein sehr düsteres, egoistisches Bild der österreichischen Kitsch-Kaiserin zeichnet , Kaiser Franz-Josef und Kronprinz Rudolf, die vergeblich versuchen, Elisabeths Herz zu erreichen – das alles kennt die Musicalwelt schon seit 1992. Das Stück von Sylvester Levay und Michael Kunze hat Pia Douwes und Uwe ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/manchmal-ist-es-einfach-gut-sich-auf-altbewaehrtes-zu-verlassen/">Manchmal ist es einfach gut, sich auf Altbewährtes zu verlassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<p>Elisabeth und ihr Tête-à-tête mit dem Tod, der Mörder Lucheni, der ein sehr düsteres, egoistisches Bild der österreichischen Kitsch-Kaiserin zeichnet , Kaiser Franz-Josef und Kronprinz Rudolf, die vergeblich versuchen, Elisabeths Herz zu erreichen – das alles kennt die Musicalwelt schon seit 1992. Das Stück von Sylvester Levay und Michael Kunze hat Pia Douwes und Uwe Kröger unsterblich gemacht – doch nach mehr als 20 Jahren wird es wirklich Zeit für einen Generationswechsel auf der Bühne.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_251">
<div class="style_2">
<p class="Body">2015 / 2016 tourt Semmel Concerts bereits mit der dritten Tour des Drama-Musicals durch Europa und Asien. Beim Kreativteam verlässt man sich auf „Elisabeth“-erfahrene Experten: Levay kümmerte sich um die Orchestrierung, Harry Kupfer um die Inszenierung, Dennis Callahan mit Doris Marlis um die Choreographien sowie Hans Schavernoch und Yan Tax um Bühne und Kostüme.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_671">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die aktuelle Fassung unterscheidet sich in erster Linie dadurch von der Vorgängerversion, dass den bekannten Charaktere durch die Interpretationen der neuen Darstellerinnen und Darsteller neuer, frischer Wind eingehaucht wird.</p>
<p class="Body">Allen voran natürlich Roberta Valentini, die Elisabeth sehr streng und berechnend anlegt. Ihre Stärken liegen ganz klar in der Interpretation der erwachsenen Elisabeth und weniger bei der verspielten, trotzigen Prinzessin. Gesanglich wird sie der anspruchsvollen Titelrolle mehr als gerecht. In keiner Sekunde gibt es auch nur einen Funken Unsicherheit, in die großen Fußstapfen von Pia Douwes zu treten.</p>
<p class="Body">Mark Seibert gelingt es als Tod zu überzeugen. Er ist unnachgiebig und zeigt druckvoll, was er von Elisabeth und Rudolf erwartet. Die leisen Töne gehen dabei etwas unter. Die Liebe und Todessehnsucht, die den Tod mit Elisabeth und Rudolf verbinden, hätte von Robert Wann (Associate Director) gern noch etwas deutlicher herausgearbeitet werden können.</p>
<p class="Body">Neben Valentini bekam Kurosch Abbasi für seine Darbietung von Luigi Lucheni den meisten Applaus. Er hat sicherlich mit Abstand die dankbarste Rolle, da er viel mit dem Publikum interagieren darf und auch keine Gelegenheit dazu auslässt. Gesanglich wirkt er dennoch manchmal etwas kraftlos, was nicht so recht zu den bissigen Texten seiner Soli passen mag. Doch auch diesmal ist die Szene im „Kaffeehaus“ wieder eine der mitreißendsten Momente des Abends.</p>
<p class="Body">Die Nebenrollen – Kaiser Franz Josef I., Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Sophie &#8211; sind mit Maximilian Mann, Angelika Wedekind und Thomas Hohler rollendeckend besetzt. Jedem von ihnen gelingt es, seinem Alter Ego eine unverwechselbare Handschrift zu geben: So gewinnt Mann das Publikum mit seinen gefühlvollen Duetten für sich, Wedekind gelingt der Wechsel von der gestrengen Kaiserin-Mutter zur gebrochenen Schwiegermutter beeindruckend, und Hohler überzeugt mit seinem Hin- und Hergerissensein zwischen Rebellion gegen den Vater und nicht erwiderter Liebe der Mutter.</p>
<p class="Body">Im Gedächtnis bleiben vor allem die Szenen im „Irrenhaus“, die viel beschworenen „Boote in der Nacht“ und die Szene „Hass“, die vielen Zuschauern einmal mehr eiskalte Schauer über den Rücken jagte.</p>
<p class="Body">Wenn man ein Musical mehrfach in verschiedenen Versionen gesehen hat und es die Show zudem auch komplett auf DVD gibt, sucht man förmlich nach dem Haar in der Suppe. Im Fall der aktuellen Tourproduktion wird man bei Orchestrierung und Choreographie fündig. Auffallend oft spielt das Orchester unter der Leitung von Paul Christ nicht akzentuiert. Auch einige Tanzszenen werden schlampig umgesetzt und dass obwohl Dennis Callahans Choreographien gerade für akkurate, zackige Bewegungsabläufe bekannt sind. Irritierend wirken auch die scheinbar ungebügelten, zerknitterten Ballkleider und die etwas billig wirkende Lederkluft vom Tod. Und wenn man hinter der durchaus beeindruckenden Videowand die Schatten der Bühnenarbeiter sieht oder das Ensemble, das sich für die nächste Szene aufstellt, mehr als deutlich zu erkennen ist, wundert man sich einmal mehr, warum auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten nicht ausreichend Wert gelegt wird.</p>
<p class="Body">Doch die Generation Zuschauer, die sich „Elisabeth“ zum ersten Mal anschaut, wird diese kleinen Mängel nicht wahrnehmen, sondern diese gelungene Bühnenshow genießen – und das zurecht!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Colosseum, Essen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>27. Februar 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Roberta Valetini, Kurosch Abbasi, Marc Seibert,Maximilian Mann, Angelika Wedekind, Thomas Hohler </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Sylvester Levay / Robert Wann<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Juliane Bischof<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/manchmal-ist-es-einfach-gut-sich-auf-altbewaehrtes-zu-verlassen/">Manchmal ist es einfach gut, sich auf Altbewährtes zu verlassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elisabeth &#8211; The next generation</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/elisabeth-the-next-generation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 10:38:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Annemieke van Dam]]></category>
		<category><![CDATA[Bruni Grassini]]></category>
		<category><![CDATA[Capitol Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Pol]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Arno]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hohler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1339</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die aktuelle Tourfassung des erfolgreichsten deutschsprachigen Musicals kommt sehr kompakt daher. Die Originalinszenierung der Vereinigten Bühnen Wien verzichtet auf allzu große Bühnenbilder, arbeitet viel mit Projektionen und Einzel-Kulissen. Die fehlenden Effekte der Essener Inszenierung fallen nicht ins Gewicht. Im Gegenteil, die Videoprojektionen von Wien wecken Erinnerungen an die österreichische Hauptstadt und die allgegenwärtige bedrohlich wirkende ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/elisabeth-the-next-generation/">Elisabeth &#8211; The next generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Die aktuelle Tourfassung des erfolgreichsten deutschsprachigen Musicals kommt sehr kompakt daher. Die Originalinszenierung der Vereinigten Bühnen Wien verzichtet auf allzu große Bühnenbilder, arbeitet viel mit Projektionen und Einzel-Kulissen. Die fehlenden Effekte der Essener Inszenierung fallen nicht ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Im Gegenteil, die Videoprojektionen von Wien wecken Erinnerungen an die österreichische Hauptstadt und die allgegenwärtige bedrohlich wirkende Hofburg macht Sisis Gefängnis sehr deutlich.</p>
<p class="Body">Nicht gespart wurde an den opulenten Kostümen und Perücken, die vor allem die Damen traumhaft über die Bühne schweben lassen. Auch auf die bekannten Choreographien von Dennis Callahan muss niemand verzichten.</p>
<p class="paragraph_style">Die junge Tournee-Besetzung ist durchwachsen: Annemieke van Dam überzeugt als Elisabeth in jedem Lebensalter und trifft jeden auch noch so hohen Ton perfekt.</p>
<p class="paragraph_style">Oliver Arno gibt einen androgynen, eleganten Tod. Es scheint ihm manchmal an Selbstsicherheit zu fehlen und so wirkt er in manchen Szenen eher wahnsinnig denn schicksalslenkend.</p>
<p class="paragraph_style">Markus Pol strahlt Stil und Eleganz aus. Er spielt das Dilemma von Kaiser Franz I. &#8211; zwischen der Liebe seines Lebens und den kaiserlichen Verpflichtungen in Gestalt seiner Mutter hin- und hergerissen zu sein &#8211; überzeugend. Sein „Wir sind wie zwei Boote in der Nacht“ treibt dem Zuschauer die Tränen in die Augen.</p>
<p class="paragraph_style">Christa Wettstein scheint mit der Rolle der Erzherzogin Sophie gesanglich überfordert und steht weit hinter ihren Vorgängerinnen in dieser Rolle zurück. Schauspielerisch nimmt man ihr nur die Verbitterung ab, doch Mitleid mit einer Mutter, die nur das Beste für ihren Sohn will, kommt nicht auf.</p>
<p class="paragraph_style">Thomas Hohler gibt einen sehr entschlossenen Kronprinz Rudolf. Gesanglich ist er top, doch optisch wirkt er schon beinah angsteinflößend, sieht er doch aus wie ein Vampir mit fast weißem Gesicht und dunklen Augenringen.</p>
<p class="paragraph_style">Die Riege der Hauptdarsteller wird komplettiert von Bruno Grassini, dem als Luigi Lucheni die wichtige Rolle des Erzählers zukommt. Leider hat man so manches Mal den Eindruck, dass er nicht wirklich versteht, was er singt und so verliert die Rolle des Kaiserinnen-Mörders in dieser Fassung an Bedeutung.</p>
<p class="Body">Insgesamt kann man jedoch sagen, dass Tourfassungen wie diese sehr lohnenswert sind und eine tolle Möglichkeit darstellen, um einer breiteren Masse große Musicalproduktionen näherzubringen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Capitol Theater, Düsseldorf</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>12. April 2010</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Oliver Arno, Bruni Grassini, Thomas Hohler, Markus Pol, Annemieke van Dam</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Text:</span></strong> Sylvester Levay / Michael Kunze<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Capitol Theater, Düsseldorf<br />
</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/elisabeth-the-next-generation/">Elisabeth &#8211; The next generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Drama in zwei Akten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-drama-in-zwei-akten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 12:54:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Grassini]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Kupfer]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Pol]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Arno]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Douwes]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvester Levay]]></category>
		<category><![CDATA[Theater des Westens]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kröger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1818</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das erfolgreichste deutschsprachige Musical als Tourfassung in einer neuen Inszenierung? Auch wenn Originalregisseur Harry Kupfer das Heft in der Hand und mit Pia Douwes und Uwe Kröger zwei Originaldarsteller der Wiener Uraufführung von 1992 für die Hauptrollen engagiert hatte, so hielten sich doch im Vorfeld einige Bedenken. Kann man eine Produktion, die von opulenten Kostümen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-drama-in-zwei-akten/">Ein Drama in zwei Akten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das erfolgreichste deutschsprachige Musical als Tourfassung in einer neuen Inszenierung? Auch wenn Originalregisseur Harry Kupfer das Heft in der Hand und mit Pia Douwes und Uwe Kröger zwei Originaldarsteller der Wiener Uraufführung von 1992 für die Hauptrollen engagiert hatte, so hielten sich doch im Vorfeld einige Bedenken. Kann man eine Produktion, die von opulenten Kostümen und Großkulissen nur so strotzt, auf eine üblicherweise minimalistische Tournee-Version zusammendampfen? Können Douwes und Kröger ihre Paraderollen auch nach 16 Jahren noch glaubhaft über die Rampe bringen? Diese Vorbehalte sollten sich teilweise als sehr begründet darstellen, aber dazu später mehr.</p>
<p class="Body">Gleich vornweg: Wer gehofft hatte, dass in Berlin die positiven Effekte und Regiekniffe aus Essen, Stuttgart und Wien zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefasst würden, der wurde enttäuscht. Die Berliner Inszenierung entspricht weitestgehend der Version, die bis Ende 2005 in Wien gespielt wurde.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1343">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Bühne hat sich optisch natürlich etwas verändert. Dort wo in Wien Bühnenfüllende Hintergrundvorhänge das Ambiente der Szene bestimmt haben, muss in Berlin eine mehrfach unterteilte Leinwand mit eher selten stimmigen Hintergrundprojektionen für Stimmung sorgen. Dies misslingt jedoch gründlich. Zum einen durch die Unterteilung der Leinwand, die notwendig ist, damit die Darsteller wie Figuren in einem Wetterspiel durch die Öffnungen „fahren“ können, zum anderen, da die projizierten Motive teilweise unpassend oder schlichtweg nicht zu erkennen sind (Es könnte auch irgendeine Kirche sind und nicht die Augustinerkappelle oder irgendein Schloss und nicht die Hofburg oder Schönbrunn).</p>
<p class="Body">Auch an pompösen Großkulissen wurden aus nachvollziehbaren Gründen gespart, handelt es sich doch nicht um eine Ensuite-Produktion der Stage Entertainment oder Vereinigten Bühnen Wien, sondern um ein Stück der LaBelle Musical Tournee GmbH (u. a. „Robin Hood“), deren einzige Spielorte bisher Berlin (bis 28. September) und Basel (ab 17. Oktober) sind. Dennoch sind Bühnenbilder und Kostüme für eine Musicaltournee absolut in Ordnung. Hat man jedoch den Vergleich fehlt einem die Liebe zum Detail, den Perücken sieht man den Rotstift an, den Kostümen fehlt es an den reichhaltigen Feinheiten, die man mit einem pompösen Adelshaus verbindet. Besonders ins Gewicht fallen die Sparmaßnahmen in einigen wichtigen Szenen:</p>
<ul>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Die Hochzeitsszene wurde komplett verschenkt, da keinerlei optische Hochzeitsausstattung zu erkennen ist – Elisabeth und Franz Josef sehen genauso aus wie die Hochzeitgäste. Ganz zu schweigen von einem roten Teppich, den man hier als Andeutung eines Kirchengangs komplett vermisst.</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Wenn Elisabeth am Sarg ihres Sohns Rudolf zusammenbricht, wäre es durchaus hilfreich, dieses auch auf der Bühne zu sehen. Eine solche Szene ins Leere zu spielen, entbehrt jeglicher Seriosität.</p>
</li>
<li class="full-width">
<p class="paragraph_style">Das Feldbett, das während „Die Schatten werden länger“ auf dem schwarzen Flügel-Gefährt des Todes platziert ist, ist mehr als nur unpassend. Es zieht die ansonsten sehr intensive Szene ins Lächerliche.</p>
</li>
</ul>
<p class="Body">Sehr gut hingegen ist die Szene im „Wiener Kaffeehaus“: Während die lästernden Wiener in der österreichischen Inszenierung noch mit eher unpassend anmutenden Autoscootern über die Bühne fuhren, steuern die Darsteller in der aktuellen Produktion Podeste mit jeweils einem Tisch und mehreren Stühlen, die perfekt an die gemütlichen Kaffeehäuser erinnern.</p>
<p class="Body">Doch neben diesen optischen Anpassungen, mit denen man sich irgendwie noch arrangieren kann, ist es vor allem die glatte und kalte Regieführung, die diese neue „Elisabeth“ schwächt. Harry Kupfers Inszenierung ist emotionslos und unaufregend. Es scheint nicht mehr darum zu gehen, das dramatische Leben von Elisabeth zu erzählen; Gefühle spielen offenbar keine Rolle mehr.</p>
<p class="Body">Natürlich transportieren die herausragende Partitur von Sylvester Levay und die Texte von Michael Kunze alle nur erdenklichen Stimmungen, doch wenn diese schauspielerisch nicht aufgegriffen werden (dürfen), fragt man sich, warum man sich nicht einfach eine der CDs zur Show anhört.</p>
<p class="Body">Keiner der Darsteller berührt durch sein Schauspiel. Das ist sehr schade, denn nicht nur Elisabeth geht im Laufe des Musicals durch ein Wechselbad der Gefühle. Auch bspw. Erzherzogin Sophie hat und zeigt ihre schwachen Seiten („Bellaria“), doch in Berlin gibt Christa Wettstein eine hölzerne, verbitterte und missgünstige Kaisersmutter. Das majestätische und ehrfurchgebietende der ehemaligen Regentin lässt sie gänzlich vermissen. Auch gesanglich vermag sie die tiefe Liebe und Enttäuschung nicht zu vermitteln, die diese Frau geprägt haben.</p>
<p class="Body">Auch Oliver Arno vermag als Kronprinz Rudolf nicht zu überzeugen. Er ist kaum zu hören, bleibt in jeder Szene gleichermaßen blass und unscheinbar und hat einem Uwe Kröger nichts entgegenzusetzen.</p>
<p class="Body">Ebenso wenig zufrieden stellend sind die Auftritte von Bruno Grassini als Luigi Lucheni. Der Erzähler, der in anderen Inszenierungen das Publikum um den Finger wickelt, kämpft im Theater des Westens einen aussichtslosen Kampf: Seine Witze kommen nicht an, der Sarkasmus ist nicht pointiert und gesanglich hinkt er meilenweit hinter seinen Rollenvorgängern hinterher.</p>
<p class="Body">Positiv stechen da Markus Pol und Maike Katrin Schmidt hervor, die als Kaiser Franz-Joseph und Herzogin Ludovika / Frau Wolf rollendeckend agieren und ihre wenigen Songs schön und gefühlvoll interpretieren.</p>
<p class="Body">Bleiben noch die beiden Protagonisten des Stücks: Pia Douwes als Elisabeth und Uwe Kröger als der Tod. Beide haben ihre Rollen in der Weltpremiere kreiert und sind ganz sicher über jede Kritik erhaben. Beide haben in den letzten 16 Jahren eine enorme Karriere gemacht, die auch ihren Paraderollen zu Gute kommt. Pia Douwes hat die Rolle in vielen Inszenierungen perfektioniert. Rein vom Gesang her nimmt man ihr die 16-jährige Landprinzessin Sisi genauso ab wie die verbitterte Kaiserin auf der Flucht vor ihren Verpflichtungen. Optisch lässt sich der Altersunterschied nicht so gut kaschieren. Doch ab der 20. Reihe nimmt man nicht mehr wahr, dass die Hauptdarstellerin ihrer Bühnenfigur im ersten Akt gut 25 Jahre an Lebenserfahrung voraus hat. Leider krankt aber auch ihre Interpretation an der seltsam schnörkellosen Regie von Harry Kupfer. Nahezu leidenschaftslos und kalt spielt sich Douwes durch die einzelnen Szenen. Gänsehaut bei „Ich gehör nur mir“? – Fehlanzeige!</p>
<p class="Body">Auch die Szenen mit ihrem langjährigen Kollegen Uwe Kröger verhallen spannungslos. Verhaltener Applaus zeigt an, dass das Publikum emotional nicht gefesselt ist. Und dass, obwohl die Beziehung von Elisabeth und dem Tod musikalisch und textlich nur so Funken sprüht.</p>
<p class="Body">Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Uwe Kröger weder schauspielerisch noch gesanglich überzeugen kann. Er ist einfach Uwe Kröger, und das mit Inbrunst und Nachdruck. Doch der androgyne Tod, der Verführer und Liebhaber von Elisabeth? Nein, der ist er leider nicht mehr. Man hat häufig das Gefühl, dass Kröger versucht, sich aus der starren Regie zu befreien, indem er eigene Phrasierungen einfließen lässt. Doch Stimme und Bewegungen fehlt es an Leichtigkeit und jugendlichem Charme. Der Tod ist in der Tournee-Inszenierung weder bedrohlich, noch leidenschaftlich, sondern einfach Uwe Kröger.</p>
<p class="Body">Wäre nicht das herausragende Orchester unter der Leitung von Bernd Steixner, man würde sich wirklich fragen müssen, warum „Elisabeth“ so viele Preise abgeräumt hat. Doch Steixner treibt seine 25 Musiker zu Höchstleistungen an und macht aus dem Drama-Musical ein exzellentes Musiktheaterstück und entschädigt so für manchen Mangel auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Ansonsten enttäuscht die überarbeitete „Elisabeth“ über lange Strecken. Schade, dass man die Chance nicht genutzt hat, das Beste aus den bisherigen Inszenierungen zusammenzutragen.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<p class="paragraph_style_1"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater des Westens, Berlin</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>April 2008</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Pia Douwes, Uwe Kröger, Markus Pol, Bruno Grassini, Oliver Arno</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Harry Kupfer / Sylvester Levay<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> LaBelle Musical Tournee GmbH<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-drama-in-zwei-akten/">Ein Drama in zwei Akten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Carsten Lepper: Was sind die Unterschiede zwischen Essen und Stuttgart?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/carsten-lepper-was-sind-die-unterschiede-zwischen-essen-und-stuttgart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2005 15:50:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=899</guid>

					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Wie geht es Ihnen eine Woche nach der Wiederaufnahme von „Elisabeth&#8220;? Carsten Lepper: Sehr gut. Direkt nach der Premiere bin ich für zwei Tage in einen Wellness-Kurzurlaub gefahren und habe mich von den anstrengenden letzten Wochen sehr gut erholen können. Dadurch konnte ich am Mittwoch und Donnerstag nach der Premiere mit viel neuer Energie starten. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/carsten-lepper-was-sind-die-unterschiede-zwischen-essen-und-stuttgart/">Carsten Lepper: Was sind die Unterschiede zwischen Essen und Stuttgart?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_527">
<div class="style_2">
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie geht es Ihnen eine Woche nach der Wiederaufnahme von „Elisabeth&#8220;?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Sehr gut. Direkt nach der Premiere bin ich für zwei Tage in einen Wellness-Kurzurlaub gefahren und habe mich von den anstrengenden letzten Wochen sehr gut erholen können. Dadurch konnte ich am Mittwoch und Donnerstag nach der Premiere mit viel neuer Energie starten. In Stuttgart zu spielen, macht viel Spaß. Das Publikum ist total begeistert und wir haben ein tolles Ensemble hier auf der Bühne.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Warum haben Sie die Rolle des Lucheni erneut übernommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Ehrlich gesagt habe ich auf meinen Bauch gehört: Als feststand, dass „Elisabeth“ nach Stuttgart kommen würde, wohnte ich noch in Stuttgart und habe am Stadttheater Pforzheim in „Hair“ mitgespielt. Da lag es nahe, sich zu bewerben. Natürlich musste ich auch daran denken, wie es sich auf meine künstlerische Laufbahn auswirken würde, diese Rolle, die ich ja schon in Essen ein Jahr lang  gespielt hatte, erneut zu übernehmen. Aber es reizte mich sehr, den Lucheni noch einmal zu spielen und zu verändern. Für mich war die Rolle in Essen noch „nicht fertig“.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Was ist das Reizvolle an der Rolle des Sissi-Mörders?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Ganz klar der direkte Publikumskontakt. Ich kann mir die Zuschauer raussuchen, die ich dann direkt anspiele. Früher war ich eher scheu. Nach der ersten Preview vor Stuttgarter Publikum haben viele mir gesagt, ich solle die Gäste noch deutlicher ansprechen. Das habe ich mir zu Herzen genommen und seitdem ich das mache, bekomme ich direkt Reaktionen, auf die ich eingehen kann.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Ist die Show für Ihr Empfinden anders oder frischer als in Essen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Nein, nicht wirklich. Das Staging ist zwar verändert worden, aber ob das besser oder schlechter ist, soll jeder selbst entscheiden. Dadurch, dass Dennis Callahan neben der Choreographie auch die Regie übernommen hat, wurden viele Szenen mehr choreographiert. Beispielsweise die Szene in Bad Ischl, wo ich die drei Frauen (Herzogin Ludovika, Prinzessin Helene, Erzherzogin Sophie, Anm. d. Red.) hinter die Tür sperre. Außerdem sind die Choreographien viel exakter als in Essen. Dadurch ist viel mehr Bewegung drin. Ganz toll sind hier die Kollegen. Ich bin ein wirklicher Fan von diesem Ensemble. Es ist ein sehr homogenes Ensemble und ich mag jeden auf seine Art.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit Dennis Callahan als Regisseur und Choreograph?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Als wir hier angefangen haben zu proben, hatte ich ja noch den Essener Lucheni in der Schublade. Den hätte ich einfach nur herausholen können. Aber das wollten weder Dennis noch ich. Trotzdem war es sehr schwer für mich, diese alten Gewohnheiten abzulegen und ich musste hart daran arbeiten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass alles zu sehr duchgestaged würde, aber dem ist nicht so.<br />
Was ich Dennis zugute halten muss und wofür ich ihm im Nachhinein ein Kompliment machen möchte, ist, dass während der gesamten Probenphase kein einziges Mal gebrüllt wurde. Das ist sonst häufig anders. Doch obwohl wir oft Ärger mit der Technik, vor allem mit Licht und Sound, hatten, blieb er die ganze Zeit über ruhig. Vielleicht ist es seine amerikanische Art, aber er hat einen sehr respektvollen und kooperativen Umgang mit uns allen gepflegt. Es war eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wann genau haben Sie mit den Proben zu Elisabeth angefangen? War es leichter, weil Sie die Rolle und die Texte schon kannten?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Wir haben direkt nach Neujahr mit den Proben angefangen. Da Dennis den Lucheni tiefer und kerniger haben wollte, musste ich zurückgehen vor die Zeit in Essen und die Rolle komplett neu lernen. In Essen war der Lucheni zu sehr der Hampelmann. Um mehr Körperlich zu entwickeln bin ich die ersten Wochen immer mit Gewichtmanschetten an den Füßen herumgelaufen. Dadurch habe ich nicht nur körperlich einen sehr guten Stand entwickelt.<br />
Der Text war innerhalb von 14 Tagen wieder da, so dass ich mich ausführlich auf den Charakter konzentrieren konnte.<br />
Einiges aus Essen konnte ich tatsächlich „wieder verwenden“, weil es sehr gut zu Dennis’ Vorstellung vom neuen Lucheni passte.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie sahen die letzten vier Wochen vor der Premiere aus? Gab es so etwas wie einen Probenalltag?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Im Allgemeinen haben wir entweder von 10-19 Uhr oder von 13-22 Uhr geprobt. Aber man probt ja nicht nur im Theater. Als darstellender Künstler ist man sein eigenes Instrument und damit arbeitet man natürlich auch Zuhause noch weiter. 70-80-Stunden-Wochen sind während der Proben keine Seltenheit.<br />
Man muss aufpassen, dass es nicht zuviel wird und sich selbst immer mal wieder zurücknehmen, damit man nicht die ganze Energie verbrennt.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Können Sie skizzieren, wie die letzten 7 Tage vor der Premiere aussahen? Gab es noch viele Änderungen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>In den letzten beiden Wochen vor der Premiere findet jeden Tag ein Durchlauf statt.<br />
Während der Previews gibt meistens kleinere musikalische Änderungen und Korrekturen der Applausfolge.<br />
Ich persönlich finde, dass zehn Previews zuviel sind. Wenn man schon vor der offiziellen Premiere so oft auf der Bühne steht, läuft man Gefahr am Premierentag müde und ausgepowert zu sein.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Stimmt es, dass zwei Tage vor der Premiere noch inszenatorische Änderungen vorgenommen wurden? Was bedeutet das für Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Carsten Lepper:</strong> </span>Ja. Der Produzent Joop van den Ende hat sich am Samstagmittag einen Durchlauf angesehen und danach wurden einige Szenen auf die Essener Version zurück geändert. Einige empfinden das sicherlich als Verschlechterung, aber Geschmäcker sind verschieden. Natürlich sind alle ein bisschen enttäuscht, wenn lange geprobte Szenen kurzfristig noch geändert werden, aber die Wünsche der Produzenten werden anstandslos erfüllt. Zum Glück waren die Änderungen vornehmlich technischer Art – also Licht oder Sound, so dass es für uns als Darsteller keine großen Veränderungen in Schrittfolgen gab und damit die Gefahr merklicher Irrtümer während der Premiere ausgeschlossen werden konnte.<br />
Die Medienpremiere am Vorabend der offiziellen Galapremiere war somit die „Ur-Show“.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie sieht ein Premierentag für die Darsteller aus?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Carsten Lepper: </span></strong>Für mich war die Premiere ein sehr entspannter Tag. Ich habe ausgeschlafen, bin dann ins Theater gefahren und habe das Treiben ruhig an mir vorbeiziehen lassen. Ich habe auch kein extremes Premieren-Lampenfieber oder spezielle Rituale wie einige meiner Kollegen. Ich finde mit diesem Theater-Aberglauben blockiert man sich selbst und baut einen Druck auf, der nicht notwendig ist. Für so etwas kann und will ich keine Energie aufwenden.<br />
Aber im Großen und Ganzen war es ein entspannter Tag im Theater, der nur dadurch besonders wurde, dass viele Blumen und Glückwunschkarten abgegeben wurden. Zudem war uns das Publikum wohl gesonnen. Also konnte gar nichts mehr schief gehen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Was ändert sich im täglichen Probenplan direkt nach einer Premiere?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Carsten Lepper:</strong> </span>Zurzeit haben die Erstbesetzungen keine Proben, da die Cover von Elisabeth, dem Tod, Lucheni usw. einstudiert werden. Mittwochs nachmittags gibt es immer eine allgemeine Note-Session, in der die künstlerische Leitung mit uns die Fehler der vergangenen Shows bespricht.<br />
Putzproben gibt es eigentlich nur für das Ensemble und da ich kaum Choreographien habe, muss ich dort nicht dabei sein. Für mich stehen erst wieder Proben auf dem Plan, wenn neuen Kollegen dazu kommen. Bis dahin spiele ich 7 Shows in der Woche und hoffe, ab April von zeit zu Zeit mal einen Tag freinehmen zu können, wenn die beiden Lucheni-Zweitbesetzungen den Part beherrschen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Sie sind auch weiterhin bei &#8222;Hair&#8220; in Pforzheim als Claude zu sehen. Wie wichtig sind Ihnen solche Abstecher zum Stadttheater?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Carsten Lepper:</strong> </span>Zuallererst einmal muss sich der Lucheni jetzt erstmal einspielen. Und da ich „Hair“ erst wieder im Mai spiele, habe ich dafür ausreichend Zeit.<br />
Parallel muss ich mich aber schon darauf konzentrieren, dass ich vom Claude nichts vergesse. Es macht mir Spaß in Pforzheim zu spielen und ich möchte damit sehr gern weitermachen.<br />
Generell gilt aber für mich: Ich gehöre fest zum Ensemble von „Elisabeth“ und zuviel Stress ist nicht gesund. Damit würde ich mich kaputt machen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wir danken Ihnen für dieses nette Gespräch und wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren weiteren Shows als Lucheni in Stuttgart.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.carstenlepper.com">www.carstenlepper.com</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/carsten-lepper-was-sind-die-unterschiede-zwischen-essen-und-stuttgart/">Carsten Lepper: Was sind die Unterschiede zwischen Essen und Stuttgart?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Olegg Vynnyk: Der Tod gibt sich die Ehre</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/olegg-vynnyk-der-tod-gibt-sich-die-ehre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2005 16:39:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Les Miserables]]></category>
		<category><![CDATA[Olegg Vynnyk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=935</guid>

					<description><![CDATA[<p>Olegg Vynnyk steht seit März als Tod in der Stuttgarter „Elisabeth“-Inszenierung nahezu täglich auf der Bühne des Apollo Theaters. blickpunkt musical traf den sympathischen Ukrainer bei einem Hamburg-Besuch. Michaela Flint: Mit Jean Valjean und dem Tod haben Sie in kurzer Zeit zwei der größten und beliebtesten männlichen Rollen im Musicaltheater übernommen. Olegg Vynnyk: Ja, das ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/olegg-vynnyk-der-tod-gibt-sich-die-ehre/">Olegg Vynnyk: Der Tod gibt sich die Ehre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_544">
<div class="style_2">
<p class="Body">Olegg Vynnyk steht seit März als Tod in der Stuttgarter „Elisabeth“-Inszenierung nahezu täglich auf der Bühne des Apollo Theaters. blickpunkt musical traf den sympathischen Ukrainer bei einem Hamburg-Besuch.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Jean Valjean und dem Tod haben Sie in kurzer Zeit zwei der größten und beliebtesten männlichen Rollen im Musicaltheater übernommen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ja, das stimmt. Ich kenne niemanden, der erst Jean Valjean gespielt hat und danach den Tod. Bei mir war der Übergang besonders passend, denn am 31. Dezember bin ich das letzte Mal als Jean Valjean gestorben und schon am 2. Januar stand ich für die Proben als Tod auf der Bühne.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Den Tod spielen Sie inzwischen mehr als vier Monate. Hat sich alles eingespielt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ja – ich stehe im Wechsel sechs bzw. sieben Shows pro Woche auf der Bühne, sonst spielen die Cover-Besetzungen. Das Stück ist einfach toll. In dieser Rolle auf der Bühne zu stehen, ist ein bombastisches Gefühl.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die Rolle des Todes in „Elisabeth“ wurde maßgeblich von Uwe Kröger geprägt. Setzen Sie sich mit Ihrem „Vorgänger“ in irgendeiner Weise auseinander?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> </span>Nein, so was habe ich nie gemacht und werde ich nie machen. Das Schlimmste, was man machen kann, ist einen anderen Künstler zu kopieren. Wenn ein Künstler für eine Erstbesetzung ausgewählt wird, dann hat sich das Besetzungs-Team für eben diesen Darsteller bewusst entschieden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich hätte nie gedacht, dass ich Jean Valjean spielen würde, weil ich dafür mit knapp 30 eigentlich viel zu jung war. Bei den Auditions habe ich für Enjolras, den Studentenanführer, vorgesungen. Erst bei den Callbacks habe ich erfahren, dass man mich als Jean Valjean engagieren wollte. Ich glaube, ich war der jüngste Jean Valjean der Welt.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie haben Sie sich auf die doch sehr vielseitige Rolle des Todes vorbereitet?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ich habe mir natürlich die beiden Cast-Alben aus Wien und Essen angehört. Aber viel wichtiger ist, dass man auf der Bühne steht und die Rolle lebt. Das haben Michael Kunze und Sylvester Levay ganz deutlich gemacht.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was macht den Tod Ihrer Meinung nach so faszinierend für Zuschauer und Künstler?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Der Tod ist nicht nur die mystische Figur und der gefährliche Verführer. Vielmehr ist der Tod auf der einen Seite eher ein Briefträger, der schlechte Botschaften überbringt, und auf der anderen Seite ein Casanova. Er tötet niemanden selbst, sondern nimmt nur die Toten mit sich. Der Tod ist sehr intelligent und sieht, dass die Menschen sich ihre Probleme selbst machen. Warum streben alle nach Macht? Sie müssen eh alle sterben. Der Tod selbst ist nie böse, die Menschen sind böse.<br />
Bei „Elisabeth“ kann der Tod sich in all seinen Facetten zeigen: vom verführerischen Liebhaber bis hin zur gefährlichen, mystischen Person.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Der Tod wird optisch als eher androgyne Gestalt dargestellt. Wenn man Ihr Aussehen bei „Les Misérables“ und „Elisabeth“ vergleicht, fällt auf, dass Ihre Muskeln sichtbar geschrumpft sind. Mussten Sie sie abtrainieren?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> Der Tod muss aussehen wie ein perfekter Mensch. Ein bisschen Macho, aber athletisch. Vor „Les Misérables“ habe ich viel Bodybuilding gemacht. Schon damals musste ich mit dem Krafttraining aufhören, da ein durchtrainierter Körper nicht zu meinem Rollenalter von 45-80 Jahren passte. Bei mir geht der Muskelauf- und -abbau zum Glück ganz schnell. Wenn ich jetzt drei Monate trainieren würde, wären alle Muskeln sofort wieder da. Aber es ist nicht so, dass ich gar keinen Sport mehr treibe. Ich halte mich schon fit. Zum Beispiel habe ich im Theater in den Kulissen eine Ecke gefunden, wo ich auch während der Show Klimmzüge machen kann.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was machen Sie, wenn Sie nicht im Apollo Theater sind?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> </span>Ich bin ein Familienmensch und ich bin sehr glücklich, dass meine Frau mit unserem kleinen Sohn nach Stuttgart gezogen ist, obwohl sie auch eine sehr gute Sängerin ist und eigene Engagements haben könnte.<br />
Tagsüber habe ich oft Promotiontermine zu erledigen, aber abends nach der Show sitze ich dann häufig zu Hause vor dem Computer und komponiere oder arrangiere Songs.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Manchmal, wenn ich von einem Termin in einer anderen Stadt zurückkomme und mein Sohn plötzlich sitzen kann oder andere Fortschritte gemacht hat, weiß ich genau, dass ich ohne meine Familie nicht leben könnte. Ich wäre sehr unglücklich, wenn ich für ein längeres Engagement von ihnen getrennt wäre.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Einen eigenen Song haben Sie auf der Gala „Künstler gegen Aids“ im letzten Jahr in Berlin vorgetragen. Sie singen, komponieren, arrangieren – spielen Sie auch selbst ein Instrument?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Ja, E-Gitarre spiele ich gut und sehr gern. Und ich den letzten Jahren habe ich auch Klavierspielen gelernt, was sehr beim Arrangieren hilft.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Schreiben Sie die Texte zu Ihren Songs auch selbst und – was vielleicht noch spannender ist: Wird es eine CD mit Ihren eigenen Stücken geben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk:</span></strong> Ich arbeite daran, aber es wird noch ein bisschen dauern. Musikalisch wird es in Richtung rockiger Pop gehen. Aber solange ich die Texte noch nicht auf deutsch fertig habe, sondern nur auf russisch, möchte ich davon nichts veröffentlichen. Die Texte sind mir sehr wichtig. Wenn ich komponiere, schreibe ich das Lied und habe eine Vision, wovon das Lied handelt; manchmal habe ich schon einen Titel.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Seit Jean Valjean kennt man Ihren Namen in Musicaldeutschland. Aber wie sind Sie überhaupt zum Musical gekommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Angefangen hat alles bei John Lehman. Bei einer allgemeinen Audition in den Stella Studios habe ich ihn kennen gelernt und er hat mir angeboten, mit mir an meiner Stimme zu arbeiten. Als ich zu singen begann, war ich eher ein Bass-Bariton. John Lehman hat aus mir einen Tenor gemacht. Ich werde ihm das ganze Leben dankbar sein, dass er diese Stimme aus mir hervorgeholt hat.<br />
Innerhalb von sechs Monaten erreichte ich das hohe C und John Lehman überzeugte mich, bei der Tournee von „Kiss me, Kate“ die Rolle des Lucencio zu übernehmen, um mich stimmlich auszutoben. Im Jahr danach habe ich für den „Glöckner von Notre Dame“ vorgesungen und war dort erst im Ensemble und dann Cover von Phoebus und Clopin. Kurz danach war ich bei „Titanic“ im Ensemble, bevor ich als Jean Valjean engagiert wurde.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Jean Valjean und dem Tod haben Sie zwei sehr anspruchsvolle und unter Ihren Kollegen beliebte Rollen übernommen. Welche anderen Rollen reizen Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Früher habe ich mir oft gewünscht Jekyll&amp;Hyde zu spielen, aber ich würde nicht sagen, dass das meine Traumrolle ist. Jesus Christ Superstar ist eine tolle Rolle, die ich gern mal spielen würde. Und auch Graf von Krolock ist eine spannende Figur. Allerdings müsste ich dafür in einen echten Sarg klettern und bei dem Gedanken schüttelt es mich.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Ihrer Interpretation von Jean Valjean haben Sie Publikum und Kritiker gleichermaßen überzeugt. Wie sieht das beim Tod aus?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Olegg Vynnyk: </span></strong>Bei „Elisabeth“ gab es auch negative Stimmen, zum Beispiel. zu meinem Bühnen-Make-Up. Ich mag Kritik, aber sie muss sachlich bleiben. Vergleiche mit Kollegen sind nicht gut, denn Künstler sind Individualisten. Es gibt bei jedem Darsteller klare Bilder, keiner kopiert den anderen – das wäre künstlerisch total uninteressant.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>„Elisabeth“ gehört zu den Musicals, die über einen ziemlich großen Fankreis verfügen. Welche Rolle spielen Fans für Ihre Arbeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Olegg Vynnyk:</strong> </span>Fans gehören dazu – sowohl zu meinem Job als auch zu meinem Leben. Ohne Fans kann es überhaupt nicht funktionieren, egal ob sie nun im Publikum sitzen oder mir Briefe schreiben. Zum Beispiel habe ich einen Brief von einem Mädchen bekommen, das geschrieben hat, dass sie genau weiß, was sie werden will, seitdem sie mich auf der Bühne gesehen hat. Darüber habe ich mich riesig gefreut.<br />
Einer der Jungen, die den kleinen Rudolf in „Elisabeth“ spielen, hat mir ein Bild gemalt und mir gesagt, dass er auch Darsteller werden möchte. In solchen Momenten weiß ich, dass ich nicht nur einen wunderschönen Beruf habe, sondern auch auf meine Leistung ein wenig stolz sein darf. Und wer weiß – vielleicht erzählt eines dieser Kinder irgendwann, dass es wegen mir Musical-Darsteller geworden ist.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß als Tod im Apollo Theater und bedanken uns für dieses offene Gespräch.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/olegg-vynnyk-der-tod-gibt-sich-die-ehre/">Olegg Vynnyk: Der Tod gibt sich die Ehre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
