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	<title>Eddy Habbema-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Eddy Habbema-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Gute Fahrt, Titanic!</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2003 12:39:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ...</p>
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<p class="Body">Woran auch immer es gelegen haben mag, dass »Titanic« sich in Hamburg nicht behaupten konnte (zu hohe Ticketpreise, zu großes Theater, zu mächtige Konkurrenz in Form von »Mamma Mia!« und dem »König der Löwen«, kein Ohrwurm, keine die Handlung begleitende Personen, mit denen mit gelitten werden konnte, keine Musicalstars im Ensemble oder einfach nur eine ungenügende Vermarktung) – zur Derniere am 04. Oktober 2003 gab es noch einmal ein volles Haus.</p>
<p class="Body">Das hervorragende »Titanic«-Ensemble bot auch beim 323. Mal eine künstlerisch einwandfreie, anspruchsvolle Vorstellung. Die bei Dernieren üblichen Scherze und Anspielungen beschränkten sich auf charmante Textänderungen, die den Abschied für alle Beteiligten nur noch schwerer machten.</p>
<p class="Body">Auch das Publikum hatte sich etwas Besonderes ausgedacht: Als die Titanic zum letzten Mal vom Hamburger Kai in See stach, versank der Saal in einem Meer aus Taschentüchern, die zum Abschied geschwungen wurden. Viele Darsteller waren darauf nicht gefasst und mussten ganz schwer schlucken.</p>
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<p class="Body"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1428 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Titanic_2_2003.png" alt="" width="260" height="351" />Auch Maik Klokow, Geschäftsführer der Stage Holding, dem diese Show ganz offensichtlich sehr am Herzen lag, bildete hier keine Ausnahme – im Gegenteil: Wenn es ans Taschentuch-Winken, Szenenapplaus oder Standing Ovations ging, war er immer einer der Ersten die aktiv wurden.</p>
<p class="Body">Die bei kurzfristig abgesetzten Stücken zumeist unübliche Anwesenheit von Regisseur Eddy Habbema, Übersetzer Wolfgang Adenberg und Choreographin Kim Duddy adelte die ausgezeichnete Show und das Ensemble auf außergewöhnliche Weise und zeigte mehr als deutlich, dass mit diesem schnellen Ende wirklich niemand in der Stage Holding gerechnet hatte.</p>
<p class="Body">Die Geschichte nahm ihren verhängnisvollen Lauf, die Erste Klasse speiste ein letztes Mal im Großen Salon, in dem an diesem speziellen Samstagabend echtes Obst und echte Getränke gereicht wurden.</p>
<p class="Body">Mrs. Beane (Iris Schumacher) und das Ensemble tanzten den letzten Rag besonders ausgelassen und Norbert Kohler steigerte den Taschentuch-Verbrauch vor der Pause ins Unermessliche, als er als Frederick Fleet hoch über den Köpfen der Zuschauer in seinem Krähennest das unheilvolle „Kein Mond, kein Wind“ gefühlvoll und ergreifend anstimmte.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt häuften sich die Abschiedseinlagen zusehends: Der Teddy von Jack Thayer hatte eine eigene Schwimmweste mit Taucherbrille und Schnorchel bekommen. Robert Köhler hielt den Bären stolz vor seiner Brust und so mancher Darstellerin trieb es beim Anblick dieser herzerweichenden Accessoires die Tränen in die Augen.</p>
<p class="Body">Eine eher amüsante Szene war die hektische Flucht der Passagiere zu den Rettungsbooten. So wollte Eleanor Widener (Katja Thiede) das Schiff nicht verlassen, „solange es noch etwas zu trinken an Bord gibt!“ und Caroline Neville (Nicole Baumann) flüchtete gleich mit zwei heimlichen Verlobten. Beide Darsteller des Charles Clarke (Dernieren-Besetzung Andreas Bühring und eigentliche Erstbesetzung Björn Breckheimer) rannten vor ihrer großen Liebe in Richtung Boote und drehten sich zeitgleich um als sie „Charles!“ rief.</p>
<p class="Body">Carsten Lepper (Ingenieur Thomas Andrews) änderte den Text seines großen Solos dahingehend ab, dass das Schiff nicht nur noch schneller, sondern von nun an endgültig sinken wird. All diese netten Kleinigkeiten wurden mit donnerndem Szenenapplaus und Standing Ovations bedacht.</p>
<p class="Body">Schwermütig und sehr ruhig wurde es im Publikum als Ida und Isidor Straus (Masha Karell und Ulrich Talle) sich noch einmal der schönen gemeinsamen Jahre entsannen und die Angst vor dem bevorstehenden Tod nur allzu deutlich zu spüren war. Die Anspannung ließ auch während des beklemmenden Finales nicht nach, wo die Überlebenden an Bord der Carpathia der Zurückgebliebenen gedachten.</p>
<p class="Body">Als die letzte Vorstellung von »Titanic« vorüber war, löste sich bei allen deutlich sichtbar die Anspannung. Viele Darstellerinnen und Darsteller (beispielsweise Leon van Leeuwenberg, Iris Schumacher und Patrick Stanke) konnten ihre Trauer nicht mehr unterdrücken. Zitternd und mit schwacher Stimme setzten sie zu dem herzzerreißenden Abschiedmedley „Wir sehen uns wieder“ an, in dem jeder der Hauptdarsteller noch einmal seine bekannteste Zeile singen durfte.</p>
<p class="Body">Besonders schön war, dass Darsteller, die bereits an anderen Theatern engagiert waren, extra für die Derniere noch einmal auf die Bühne der Neuen Flora zurückkehrten. Hierzu zählte Jens Janke als Funker Harold Bride (ab November in Stuttgart bei »42nd Street«) ebenso wie Seth Lerner (seit September bei »Les Misérables« im Theater des Westens auf der Bühne) und ein stimmlich sehr angegriffener Robin Brosch (als Inhaber Bruce Ismay), der seit einigen Wochen als Künstlerischer Direktor der Joop van den Ende Academy fungiert. Eine ebenfalls sehr reizende Geste war, dass die verletzte Katharina Trinkewitza zusammen mit der Dernieren-Besetzung der Damico-Tänzerin Daniela Wildprad auf die Bühne humpelte, um sich von den Gästen verabschieden. Die Kinderdarsteller des Jack Thayer bekamen eine Sondergenehmigung und sagten ihrem Hamburger Publikum ebenfalls Tschüss.</p>
<p class="Body">Die bewegenden Abschiedsworte von Company Manager Dirk Terwey machten sehr deutlich wie sehr die Künstler mit den Theater zusammen gewachsen waren und wie ausgezeichnet die Stimmung hinter der Bühne in den vergangenen zwölf Monaten gewesen ist. Doch das Ensemble rund um »Titanic«-Kaptän Michael Flöth verstreut es in alle Himmelsrichtungen: die einen zieht es nach Essen oder Stuttgart, die anderen nach Berlin oder ins nahe gelegene Operettenhaus. Nur sehr wenige bleiben in der Neuen Flora. Wie nach jeder Derniere kann man den Darstellerinnen und Darstellern für ihre zukünftigen Engagements nur viel Glück wünschen und ihnen für die hervorragende Leistung im »Titanic«-Ensemble danken.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>4. Oktober 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
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		<title>Die deutsche Musicallandschaft hat endlich wieder ein ‚echtes’ Musical</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2002 12:04:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
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		<category><![CDATA[Titanic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange haben die Anhänger des „klassischen“ Musicals darauf gewartet: Ein Stück bei dem das Ensemble, die Musik und das Bühnenbild perfekt kombiniert und absolut gleichwertig sind und gemeinsam ein gewaltiges Musicalerlebnis außergewöhnlichster Art erzeugen. Am 8. Dezember 2002 hielt genau solch ein Musical Einzug in die für 9 Mio. Euro atmosphärisch vollkommen verwandelte Neue Flora ...</p>
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<p class="Body">Lange haben die Anhänger des „klassischen“ Musicals darauf gewartet: Ein Stück bei dem das Ensemble, die Musik und das Bühnenbild perfekt kombiniert und absolut gleichwertig sind und gemeinsam ein gewaltiges Musicalerlebnis außergewöhnlichster Art erzeugen.</p>
<p class="Body">Am 8. Dezember 2002 hielt genau solch ein Musical Einzug in die für 9 Mio. Euro atmosphärisch vollkommen verwandelte Neue Flora in Hamburg: »Titanic – Das Musical« lockte am Premierentag Stars aus aller Welt an die Elbe! Neben Liza Minelli und Sophia Loren war auch Gina Lollobrigida der Einladung der Stage Holding gefolgt und zusammen mit 2000 weiteren geladenen Gästen erlebten sie eine hervorragende Show, die außer der zugrunde liegenden wahren Geschichte des White Star Line Kreuzers Titanic nichts mit James Camerons Kinoerfolg zu tun hat!Die 37 Premierendarsteller zeigten sich von ihrer allerbesten Seite, das 23-köpfige klassische »Titanic«-Orchester spielte sich eindrucksvoll in die Herzen der Gäste und die Bühnentechniker leisteten Schwerstarbeit, um die Titanic wirkungsvoll auf der Bühne untergehen zu lassen. Aber der Reihe nach – denn bevor die Premiere gefeiert werden konnte, wartete noch ein hartes Stück Arbeit auf alle Beteiligten auf und hinter der Bühne…</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1797">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die auf dem roten Teppich vor der Neuen Flora herrschenden frostigen Temperaturen des Hamburger Winteranfangs wurden sofort vergessen gemacht, als die Gäste das Foyer des Theaters betraten: Das ehemals kalte durch Stahlgeländer, gekachelte Böden und schlicht weiße Wände geprägte Theater wirkt nach dem Umbau warm und gemütlich: Raffinierte Lichteffekte lassen das weitläufige Foyer familiärer erscheinen und die gemütlichen Sitzecken laden die Besucher zu einem kleinen Small Talk vor der Show ein. Über die in allen Theatern der Stage Holding ausgestellte Moderne Kunst kann man geteilter Meinung sein, dennoch gehört sie inzwischen zum Bild eines Stage Holding Theaters dazu und tut der warmen Atmosphäre sicherlich keinen Abbruch.</p>
<p class="Body">Im Theatersaal wurden die Gäste von dem 14 m breiten und 9 m hohen Bühnenportal aus genieteten Stahlplatten empfangen und nachdem auch die Ehrengäste aus Hollywood unter tosendem Beifall ihre Plätze eingenommen hatten, konnte die Reise losgehen:</p>
<p class="Body">In der Eröffnungsszene am Pier in Southampton stellen die 37 Darstellerinnen und Darsteller insgesamt 75 Personen dar, die auf der Titanic nach Amerika mitreisen wollen. Hierzu zählen neben den Offizieren, Stewards (u. a. Leon van Leeuwenberg als 1. Klasse Steward Henry Etches und Ole Lehmann als Chefsteward Andrew Latimer) und weiteren Bediensteten auch die Gäste der 1., 2. und 3. Klasse. Es wird gezeigt, welche Träume die Ankommenden mit dem Schiff und einem Leben in Amerika verbinden.</p>
<p class="Body">Besonders beeindruckend ist in dieser Szene das Schauspiel des Ensembles, das die Besucher glauben macht, direkt neben der riesigen 300 m langen Titanic zu sitzen – obwohl auf der Bühne außer der Gangway und einer Ankerleine nichts von ihr zu sehen ist.</p>
<p class="Body">Auch der Kapitän E. J. Smith (Michael Flöth), der Ingenieur der Titanic Thomas Andrews (Carsten Lepper) und ihr Eigentümer Bruce Ismay (Robin Brosch) werfen bewundernde Blicke auf das Meisterwerk – &#8222;das größte bewegliche Objekt&#8220; aus Menschenhand.</p>
<p class="Body">Nachdem alle Passagiere ihre Kabinen gefunden haben, nimmt das Schiff an Fahrt auf – was man von dem Stück im 1. Akt leider nicht ganz behaupten kann. Der erste Akt behandelt die vier Tage der ruhigen Fahrt, die die Titanic verbrachte, bevor die schlimmste denkbare Katastrophe in Form eines Eisbergs eintrat. In diesen ersten Szenen werden einzelne Schicksale, Träume und Wünsche der Passagiere deutlich gemacht und es wird eine Beziehung zwischen Publikum und Passagieren hergestellt. Es gibt jedoch keine Hauptfiguren (wie Kate Winslet und Leonardo Di Caprio als Rose und Jack im Hollywood-Film), die den Zuschauer durch das Stück leiten.</p>
<p class="Body">Die Unterschiede zwischen 1. und 3. Klasse werden bei den gezeigten Abendveranstaltungen (Galadiner beim Kapitän vs. Irischem Tanzabend unter Deck) betont. Und dann gibt es da auch noch die 2. Klasse, in erster Linie durch die Rolle der Alice Bean (witzig gespielt von Iris Schumacher) symbolisiert, die alles daran setzt, um zu der von ihr hoch verehrten High Society dazu zu gehören.</p>
<p class="Body">Der Spannungsbogen, der im 1. Akt erzeugt wird, ist enorm. Das Publikum erlebt mit, wie Titanic-Eigentümer Bruce Ismay den Kapitän zu immer schnellerer Fahrt antreibt, obwohl sowohl Kapitän Smith als auch seinen Offizieren Murdoch (Wolfgang Höltzel) und Lightoller (Stefan Voigt) nicht ganz wohl dabei ist. Der Unmut über die Geltungssucht von Ismay wird vom Ingenieur Andrews geteilt, der davon abrät, schon auf der Jungfernfahrt mit maximaler Geschwindigkeit zu fahren, nur um das berühmte blaue Band derschnellsten Amerika-Überfahrt zu ergattern.</p>
<p class="Body">Auch mehrere Decks unter Wasser, im so genannten Kesselraum, plagen den Heizer Frederick Barrett (Patrick Stanke) Zweifel an dem Befehl mehr Dampf zu machen. Außerdem hat auch noch private Probleme: Er möchte er seine Freundin in England gern heiraten, weiß aber nicht so genau, wie das anstellen soll. Daher holt er sich im Funkraum vom Funker Harold Bride (Jens Janke) Hilfe und übermittelt seinen Heiratsantrag in einer sehr bewegenden Szene mit der modernen Telegraphie.</p>
<p class="Body">Natürlich kennt das Publikum das Schicksal, das die Titanic ereilen wird, dennoch schaffen es Maury Yestons abwechslungsreiche Musik und Peter Stones sehr gutes Buch, dieses im ersten Akt in den Hintergrund zu drängen: Die Ragtime-Szene dient laut »Titanic«-Director Eddy Habbema einzig und allein dazu, die Zuschauer vom Unvermeidlichen abzulenken. In dieser Szene spielt die weltberühmte Band unter Leitung von Wallace Hartley (Christopher Morandi) einen damals sehr populären Charleston und animiert die 1. Klasse Passagiere zum Tanzen. Die Kostüme und Hüte der Damen in dieser Szene sind absolut sehenswert und vermitteln dem Zuschauer das Gefühl 90 Jahre in der Zeit zurückzureisen.</p>
<p class="Body">Das Ende des ersten Aktes bildet die Kollision mit dem Eisberg, deren Vibration auch in den Zuschauerreihen zu spüren ist und nicht nur wegen des imposanten Bühnenbildes (das Ensemble steht auf drei Spielebenen plus Krähennest hoch über der Bühne) ein beklemmendes Gefühl auslöst.</p>
<p class="Body">Im zweiten Akt geht es dann „nur“ noch um den Untergang der Titanic. Der Zuschauer erlebt mit, wie die 3.-Klasse Passagiere sich trotz versperrter Türen zu retten versuchen, während sich 1. und 2. Klasse im Großen Salon versammeln. Für das grandiose Bühnenbild der großen Freitreppe spendete das Premierenpublikum Szenenapplaus.</p>
<p class="Body">Eine der Schlüsselszenen im zweiten Akt ist „Die Schuldfrage“. Diese Szene wurde bühnentechnisch genial umgesetzt – die Zuschauer haben wirklich das Gefühl in den Funkraum im Schiffsbauch der sinkenden Titanic zu schauen. Der Eigentümer Ismay (Robin Brosch) macht dem Ingenieur Andrews (Carsten Lepper) und Kapitän Smith (Michael Flöth) Vorwürfe, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Während Funker Bride (Jens Janke) verzweifelt versucht, die umliegenden Schiffe zu erreichen, verschaffen die drei Protagonisten ihrer Verärgerung und gegenseitigen Schuldzuweisung stimmgewaltig Luft.</p>
<p class="Body">Spätestens in der Folgeszene, in der das letzte Rettungsboot abgefiert werden soll, begannen einige Premierengäste mit ihrer Fassung zu ringen. Hier wird emotional aufwühlend gezeigt, dass sich Familien und Ehepaare trennen müssen, die Bediensteten stumpf und ohne nachzudenken ihre Befehle ausführen und es zeigt sich, dass die Liebe stärker ist als die Angst vor dem Tod. Als der 1. Klasse Passagier Isidor Straus (Robert Lenkey) seinen Platz im Rettungsboot zugunsten jüngerer Passagiere ablehnt, verzichtet auch seine Frau Ida (Marina Edelhagen) aus Liebe zu ihrem Mann auf die Rettung und verbringt ihre letzten Stunden gemeinsam mit dem Mann, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist.</p>
<p class="Body">Carsten Leppers große Stunde schlägt mit der Szene &#8222;Mr. Andrews&#8216; Vision&#8220;: Der Ingenieur ist im Rauchsalon der 1. Klasse und stellt entsetzt fest, dass mit ein paar winzig kleine Korrekturen an den Plänen die Katastrophe hätte verhindert werden können. Am Ende dieser Szene geht die Titanic endgültig unter und der Ingenieur nimmt seine Erkenntnisse mit in den Tod.</p>
<p class="Body">Das Finale des Stücks beginnen die in Decken des Rettungsschiffs „Carpathia“ gehüllten Überlebenden des Untergangs. Schonungslos wird dem Publikum vor Augen geführt, wie viele Menschen auf dieser Jungfernfahrt ihr Leben lassen mussten. Aus dem Off verstärken die Stimmen der Verstorbenen den Chor der Überlebenden und plötzlich öffnet sich noch einmal die Bühne und man sieht die auf der sinkenden Titanic Zurückgebliebenen wieder am Dock in Southampton.</p>
<p class="Body">Mit diesem Gänsehaut-Abschluss endete das Stück unter dem tosenden Applaus des Premierenpublikums, das schon von seinen Plätzen aufstand, bevor die letzten<br />
Töne überhaupt verklungen waren.</p>
<p class="Body">Ein besonders schweres Los hat beim Schlussapplaus Robin Brosch, der den feigen, prestige-süchtigen Titanic-Eigentümer Bruce Ismay so überzeugend spielt, dass er zum Dank vom Publikum ausgebuht wird und regelrecht um Verzeihung bitten muss, damit die Zuschauer seine Leistung mit Applaus statt Pfiffen honorieren.</p>
<p class="Body">Die Resonanz unter den Premierengästen war durchweg positiv. Viele hatten Tränen in den Augen und ihre Mimik sprach Bände als sie den Theatersaal verließen, um nun mit allen anderen auf diese gelungene Premierenvorstellung anzustoßen.</p>
<p class="Body">»Titanic« lebt von einer genialen Komposition von schauspielerisch und gesanglich durchweg sehr guten Darstellerinnen und Darstellern, einem mitfühlenden nah der wirklichen Tragödie verfassten Buch, bewegender Musik und einem atemberaubenden Bühnenbild! Wer nicht glaubt, dass ein Schiff auf einer Bühne untergehen kann, sollte sich in der Neuen Flora vom Gegenteil überzeugen lassen.</p>
<p class="Body">Aus dem Ensemble soll hier bewusst niemand einzeln hervorgehoben werden, da ausnahmslos alle ihre Rollen hervorragend beherrschen. Einen Eindruck von diesem stimmgewaltigen, erstklassig ausgewählten Ensemble, den ergreifenden Chornummern und der wunderschönen Musik aus Maury Yestons Feder bekommt man auch auf der Originalaufnahme der hamburgischen »Titanic«-Inszenierung, die seit der Premiere im Handel erhältlich ist.</p>
<p class="Body">Oder noch besser: Man geht einfach hin und lässt sich von diesem Musical-Meisterwerk in Hamburg gefangen nehmen!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Jens Janke, Carsten Lepper, Patrick Stanke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong>  Eddy Habbema / Maury Yeston<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
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