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	<title>Dear Evan Hansen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Dear Evan Hansen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Bei Weitem keine leichte Kost</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2021 19:49:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach seiner Broadway-Premiere im Dezember 2016 hat „Dear Evan Hansen“ die Musicalwelt im Sturm erobert. Sechs Tonys im Folgejahr, u. a. für das „Beste Musical“ und den „Besten Hauptdarsteller“ (Ben Platt) sprechen für sich. Benj Pasek und Justin Paul (u. a. „Dogfight“, „The Greatest Showman”) haben in diesem Stück Erlebnisse aus der eigenen Schulzeit verarbeitet. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach seiner Broadway-Premiere im Dezember 2016 hat „Dear Evan Hansen“ die Musicalwelt im Sturm erobert. Sechs Tonys im Folgejahr, u. a. für das „Beste Musical“ und den „Besten Hauptdarsteller“ (Ben Platt) sprechen für sich. Benj Pasek und Justin Paul (u. a. „Dogfight“, „The Greatest Showman”) haben in diesem Stück Erlebnisse aus der eigenen Schulzeit verarbeitet.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-3089 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/06-400x301.jpg" alt="" width="335" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/06-400x301.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/06-768x577.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/06.jpg 800w" sizes="(max-width: 335px) 100vw, 335px" />Im Grunde geht es um den Teenager Evan Hansen, der unter Angststörungen leidet und in der Schule als Außenseiter gilt. Auch Connor Murphy ist ein Außenseiter, aber eher weil er unangepasst ist und manchmal auch aggressiv agiert. Die Geschichten der beiden werden auf immer miteinander verbunden als Connor einen Brief findet, den Evan – auf Anraten seines Psychotherapeuten – an sich selbst geschrieben hat.</p>
<p>Dieser Brief bringt das sprichwörtliche Fass bei Connor zum Überlaufen. Er ist ohnehin sehr labil und kann mit der im Brief angedeuteten Liebeserklärung an seine kleine Schwester Zoe – die er um jeden Preis beschützen möchte – nicht umgehen. Er verschwindet und wird nach drei Tagen tot aufgefunden.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3081" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/01-400x211.jpg" alt="" width="334" height="176" />Connors Eltern halten dieses Schreiben für dessen Abschiedsbrief und legen alle Hoffnungen darin, dass ihr Sohn doch nicht so unbeliebt war, wie alle behaupten, sondern einen richtigen Freund hatte, dem er sogar Briefe schrieb.</p>
<p>Evan ist durch so viel Aufmerksamkeit eingeschüchtert. Anstatt das Missverständnis aufzuklären, lässt er sich von Connors Mutter immer weiter in diese gar nicht existierende Freundschaft hineinquatschen. Mit seinem Kumpel Jared programmiert er sogar eine E-Mail-Korrespondenz zwischen den beiden. Er möchte Connors Mutter nicht weh tun, sieht seine Chance, Connors Schwester näherzukommen und verpasst den Zeitpunkt, aus diesem Lügengebilde noch rechtzeitig auszusteigen.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-3090 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/04-400x267.jpg" alt="" width="335" height="223" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/04-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/04-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/04.jpg 800w" sizes="(max-width: 335px) 100vw, 335px" />Diese von allen offenbar unbemerkte Freundschaft zieht sehr große Kreise: Es wird eine Gedenkveranstaltung in der Schule abgehalten, das Obstbaumwäldchen, in dem die beiden angeblich so gern waren, soll mittels Fundraising in einen Connor Murphy Gedenkwald umgewidmet werden, usw.</p>
<p>Das Ganze kippt erst, als der vermeintliche Abschiedsbrief, in dem es auch darum geht, wie sehr sich der Verfasser von seinen Eltern im Stich gelassen fühlt, im Internet veröffentlicht wird. Connors Familie ist einem unsäglichen Shitstorm ausgesetzt und wird von der viel zitierten Community für den Tod ihres Sohnes verantwortlich gemacht. Diese Situation wird für Evan unerträglich. Dann kommt auch Evans Mutter dahinter, dass ihr Sohn sie bezüglich Connor angelogen hat und stellt bei einem Treffen mit Connors Eltern klar, dass nicht alles, was Evan erzählt hat, stimmt. In der Folge klärt Evan die Verkettung aus Missverständnissen und Unwahrheiten auf und wird wieder zum Einsiedler, der er vorher war, fühlt sich aber noch viel einsamer und schlechter als je zuvor.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3092 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/02-e1636363657651-400x259.jpg" alt="" width="334" height="216" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/02-e1636363657651-400x259.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/02-e1636363657651.jpg 652w" sizes="auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px" />Ein Jahr später treffen sich Evan und Zoe im Obstbaumwäldchen. Ihre Zuneigung ist nach wie vor vorhanden. Und so endet das Stück auf eine seltsame Weise recht versöhnlich.</p>
<p>Auf die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Dear_Evan_Hansen_(film)">Handlung</a> (wikipedia.com) kann man sich einlassen oder auch nicht. Man kann durchaus Mitleid mit Evan haben, doch manchmal überwiegt auch das blanke Unverständnis, dass er sein Lügenschloss gegen jedes bessere Wissen aufrechterhält.</p>
<p>In jedem Fall liefert dieses Stück viel Gesprächsstoff…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3088 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/05-400x267.jpg" alt="" width="336" height="224" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/05-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/05-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/05.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px" />Für die filmische Fassung wurde eine sehr gute Besetzung gewählt, die einerseits der breiten Masse bekannt ist (Amy Adams als Cynthia Murphy, Julianne Moore als Heidi Hansen), aber auch viele Nachwuchstalente, die sehr überzeugen (insbesondere Amandla Stenberg als Alana und Nik Dodani als Jared).</p>
<p>Bereits im Vorfeld wurde kritisch diskutiert, dass Ben Platt, der Evan Hansen bei der Broadway-Premiere 2016 gespielt hat, fünf Jahre später, mit inzwischen 28 Jahren, auch auf der Leinwand den Teenager Evan gibt. Doch ehrlich gesagt, kann man sich kaum eine bessere Besetzung für diese so anspruchsvolle Rolle vorstellen: Evans verhuschte Blicke, sein gebeugter Gang, die ängstlich-schüchterne Kopfhaltung auf der einen Seite und das strahlende Lächeln, schelmische Glitzern in den Augen, das sichtbare Wohlfühlen in der Familie Murphy auf der anderen – Ben Platt stellt dies unbestreitbar glaubwürdig dar. Auch das Hin- und Hergerissensein zwischen seiner Krankheit, seinen Gefühlen, seinen eigenen Wertevorstellungen, den Missverständnissen und der eigenen Feigheit  – diese Konflikte drückt er sehr authentisch aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3087 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/07-400x267.jpg" alt="" width="355" height="237" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/07-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/07-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/07.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px" />Dazu kommt noch sein perfekt auf Paseks / Pauls Kompositionen abgestimmter Gesang: Seine warme, beinahe zerbrechliche Stimme und seine vokale Energie beim Connors Gedenkveranstaltung („You will be found“) jagen einem Gänsehautschauer über den Rücken und Tränen in die Augen.</p>
<p>Die filmische Umsetzung des Musicals kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. „Dear Evan Hansen“ hat Spielfilmcharakter, ist kurzweilig und man hetzt nicht von Song zu Song. Die meisten Songs fügen sich sehr gut in die Handlungen und Dialoge ein.</p>
<p>Amy Adams ist eine rührend besorgte, liebevolle Mutter, die sich an jedes noch so kleine Haar klammert, nur um endlich glauben zu können, dass ihr Sohn Connor kein Scheusal war. Adams spielt nicht nur sehr einfühlsam, sondern singt auch sehr gut. Im „Requiem“ vereinigen sich diese beiden Eigenschaften zur Perfektion.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3085 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/09-e1636363442811-400x301.jpg" alt="" width="353" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/09-e1636363442811-400x301.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/09-e1636363442811.jpg 560w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" />Dass Cynthia Murphy aber in ihrer eigenen Trauer manchmal ihren Mann, Connors Stiefvater Larry (stark gespielt von Danny Pino) und ihre Tochter Zoe (Kaitlyn Dever) vernachlässigt, führt zu intensiven Auseinandersetzungen innerhalb der trauernden Familie.</p>
<p>Heidi Hansen hingegen, Evans alleinerziehende Mutter, versucht alles, um ihrem Sohn ein normales Leben zu ermöglichen. Sie nimmt Extraschichten im Krankenhaus an, bezahlt einen Psychiater, aber entfernt sich dabei immer mehr von ihrem Sohn, der eigentlich nur eines braucht: ihre Nähe und ihr Vertrauen. Julianne Moore spielt die erschöpfte Heidi in allen Facetten berührend. „So big / so small“, der Song in dem Heidi mit Evan über dessen Lügen, die gemeinsame Vergangenheit und die Beziehung zueinander spricht, geht unter die Haut – nicht zuletzt auch deshalb, weil Moore hier absolut den richtigen Ton trifft (im wahrsten Wortsinn).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3091 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/03-400x267.jpg" alt="" width="354" height="236" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/03-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/03-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/03.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px" />In diesem Zusammenhang erfährt das Publikum auch, dass Evans Sturz vom Baum während der Sommerferien bei Weitem kein Unfall war, sondern dass er einfach losgelassen hat. Er war nicht mit Connor zusammen, wie er alle hat Glauben machen wollen („For Forever“), sondern es war, wie Connor (gespielt von Colton Ryan) schon in einem imaginären Zweigespräch angedeutet hatte, ein Selbstmordversuch.</p>
<p>Alana, Evans nur scheinbar selbstbewusste und proaktive Schulkameradin, ist dank Amandla Stenbergs sehr authentischem Spiel eine Erscheinung. Keiner würde glauben, dass auch dieses Mädchen unter Depressionen leidet. „The Anonymous Ones“ ist einer der stärksten Songs der Show. Alana gesteht Evan, dass sie seine Probleme nur zu gut kennt und zeigt Gemeinsamkeiten auf. Schade, dass Stenberg gesanglich nicht ganz an ihr schauspielerisches Können heranreicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3083 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/14-400x267.jpg" alt="" width="339" height="226" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/14-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/14-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/14.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px" />Jared, der Sohn einer befreundeten Familie der Hansens, der sich nur aus dieser familiären Verpflichtung heraus mit Evan abgibt, ist eine große Hilfe als seine Programmierkenntnisse gefragt sind. „Sincerely, Me“ ist ein lustiger Song, mit dem Evans Lügenschloss Gestalt annimmt, denn Jared und er erfinden E-Mails, die Connor und Evan sich angeblich geschrieben haben. Dass Jared hier immer wieder in etwas platte Ideen abdriftet, die Evan dann in ein jugendfreies Gewand kleidet, macht den Song nur um so witziger. Die Szene ist auf der Leinwand sehr amüsant umgesetzt. Dodani und Platt hatten sichtlich ihren Spaß.</p>
<p>Zoe und Evan kommen sich im Laufe der Wochen nach Connors Tod näher. Alles scheint perfekt. „Only Us“ wirkt dann aber mit seinen Klischee-Bildern vom Prom und dem Freizeitpark doch irgendwie sehr abgefahren. Dever und Platt geben ein schönes Paar ab und das Ende des Films deutet an, dass es trotz aller Lügen vielleicht doch eine gemeinsame Zukunft für die beiden gibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3082 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/22-e1636363200291-400x265.jpg" alt="" width="400" height="265" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/22-e1636363200291-400x265.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/22-e1636363200291.jpg 636w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Damit sind wir auch schon bei dem größten Unterschied von Bühnenfassung und Film, denn im Gegensatz zur Bühne setzt man sich mit dem Charakter Evan Hansen ganz anders auseinander. Es löst sich am Ende nicht alles in Wohlgefallen auf. Evan muss viel tun, damit ihm – auch von den Zuschauern – verziehen werden kann. Doch er gibt sich Mühe, liest die zehn Lieblingsbücher von Connor, um den Jungen besser zu verstehen, jobbt, um sich fürs College etwas dazuzuverdienen und seine Mutter zu entlasten und versucht, die Beziehung zu den Murphys, die er so unsagbar tief verletzt hat, langsam wieder aufzubauen. Das Treffen von Zoe und ihm im „Connor Murphy Memorial Orchard“ schürt die Hoffnung, dass dies klappen könnte.</p>
<p>Auch musikalisch haben Pasek &amp; Paul das Portfolio erweitert und mit &#8222;The Anonymous Ones&#8220; und &#8222;A little closer&#8220; zwei wunderbare neue Songs für die Filmfassung geschrieben. Doch auch die bekannten Showstopper wie &#8222;For Forever&#8220; und insbesondere &#8222;You will be found&#8220; verfehlen ihre Wirkung nicht.</p>
<p>„Dear Evan Hansen“ ist gut gemachtes Musiktheater mit einer zeitgemäßen Thematik, über die man lange diskutieren kann. Der Film ist ein adäquater Ersatz für alle, die die Show bisher nicht im Theater gucken konnten – idealerweise natürlich in der Originalfassung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong>Stephen Chbosky</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Ben Platt, Amay Adams, Julianne Moore, Kaitlyn Dever, Colton Ryan, Amandla Stenberg, Nik Dodani, Danny Pino</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Benj Pasek, Justin Paul</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>Universal Pictures Germany<br />
</span></div>
</div>
</div>
<div></div>
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		<title>The Show Must Go On!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/the-show-must-go-on/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 08:06:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/the-show-must-go-on/">The Show Must Go On!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen Unterstützung.</p>
<p>Dieser <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://theatresupportfund.co.uk/">Theatre Support Fund+</a></strong></span> bekam sehr schnell viel Unterstützung aus der Branche – sei es nun werblich oder finanziell – und schon bald sah man überall auf Social Media das unverkennbare Logo dieser Initiative.</p>
<p>Zu den T-Shirts gesellten sich bald unzählige weitere Merchandise-Artikel wie Hoodies oder Becher; auch Masken waren dabei und so konnten die Initiatoren binnen eines Jahres mehr als 50.000 Artikel in die ganze Welt verschicken.</p>
<p>Ein Christmas Charity Song, gesungen von 30 West End Darstellern, spülte weitere Spenden in die Kasse, so dass man nach nur 7 Monaten schon mehr 600.000 GBP gesammelt hatte, die an <strong><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.actingforothers.co.uk/">Acting for Others</a></span></strong>, den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.trtf.com/fleabag-support-fund">Fleabag Support Fund</a></strong></span> und den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.nhscharitiestogether.co.uk/our-covid-19-appeal/">NHS Covid-19 Urgent Appeal</a></strong></span> weitergegeben wurden.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Es sollte auch ein Konzert geben! Eigentlich nur konsequent, doch aufgrund der dynamischen Entwicklung von Corona und den entsprechenden Gegenmaßnahmen wurde dies bis zum Sommer 2021 mehrfach verschoben. Aber Anfang Juni war es soweit und das Benefizkonzert konnte vor einem Live Publikum im wunderschönen Palace Theatre stattfinden. Vom 2.-6. Juni 2021 wurde das Konzert mit Stücken aus den 16 Musicals aufgeführt, die dem Logo der Initiative ihr unverwechselbares Aussehen gegeben haben. Die letzte der sieben Aufführungen wurde dann weltweit gestreamed, so dass am Ende mehr als 40.000 Menschen dieses Konzert erleben konnten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2989 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bonnie Langford, seit mehr als 40 Jahren eine feste Größe nicht nur im West End, und Trevor Dion Nicholas (aktuell bei „Hamilton“ im Victoria Palace Theatre engagiert) führten als sympathische Hosts mit einem Augenzwinkern durch den Abend.</p>
<p>Schon der Opening Song (aus der Feder von George Stiles und Anthony Drewe) punktet durch super aktuelle, pfiffige Texte und eine schmissige Melodie. Stuart Morley leitet das Orchester an diesem Abend. Es ist eine Freude, Musiker wieder live spielen zu sehen und zu hören.</p>
<p>Das Besondere an diesem Konzert war, dass nicht die üblichen Highlight Songs aus den jeweiligen Musicals zum Besten gegeben wurden, sondern durchaus zwar bekannte Stücke, die aber eigentlich eher in der sprichwörtlichen zweiten Reihe hinter den Showstoppern zu finden sind.</p>
<p>Den Auftakt macht Jordan Luke Gage mit „It’s my life“ aus dem hierzulande eher unbekannten Stück „&amp; Juliet“. Gefolgt von Collette Guitarts “Heart of Stone” aus “Six” merkte man sofort, wo die Reise an diesem Abend hinging: unerwartete Songs präsentiert von sehr guten Protagonisten in einem familiären Rahmen.</p>
<p>Unterstützt werden die West End Darsteller vom „Choir of the Graduates 2020“, die im letzten Jahr nicht die Chance hatte, ihr Können öffentlich unter Beweis zu stellen. Dies holen sie im Palace Theatre aber auf beeindruckende Weise nach!</p>
<p>Janique Charles und Kayi Ushe (dieses Konzert bildet sein West End Debüt) performen ein leider leicht disharmonisches „Can you feel the love tonight“ aus „Disney&#8217;s The Lion King“. Hier hört man deutlich, dass den Akteuren das tägliche Zusammenspiel auf der Bühne fehlt, um diesen Song authentisch interpretieren zu können.</p>
<p>Zizi Strallen schlüpft wieder in die Rolle des Kindermädchens und legt mit „Practically Perfect“ aus „Mary Poppins“ einen Auftritt „völlig ohne Fehler“ hin. Ihr Strahlen und ihr Gesang wirken nach. Dass als Jane eine Nichte von Bonnie Langford auf der Bühne steht, macht diesen Abend nur noch persönlicher.</p>
<p>Marcus Harman hat einen der emotionalsten Auftritte des Abends. Sein „For Forever“ aus “Dear Evan Hansen“ sorgt nicht zuletzt auch wegen seiner eindrücklichen Gestik und Mimik für Gänsehaut auch vor dem heimischen Bildschirm.</p>
<p>Trevor Dion Nicholas, bei „Hamilton“ eigentlich als George Washington auf der Bühne, hat sich für diesen Anlass etwas ganz Besonderes ausgedacht: Er gibt eine auf die aktuelle Situation umgetextete Version von King George’s „You’ll be back“ zum Besten und hat damit ganz sicher jede Menge Lacher auf seiner Seite! Seine Mimik ist herausragend und seine positive Ausstrahlung nimmt die Zuschauer mit!</p>
<p>Zwischendurch gab es einige Einspieler von Darstellern, die die Aktion im Laufe der letzten Monate unterstützt haben, u. a. auch von David Bedella, der die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der „Theatre People“ herausstellte.</p>
<p>Aimie Atkinson zeigt ihre stimmliche Vielseitigkeit (rockig und gefühlvoll) mit „I can’t go back“ aus “Pretty Woman“. Direkt danach mach Aisha Jawando deutlich, warum sie die perfekte Erstbesetzung für Tina Turner im gleichnamigen Musical ist: Ihr „We don’t need another hero“ lässt keine Wünsche offen!</p>
<p>Das Finale des ersten Akts bestreitet Mazz Murray mit „The winner takes it all“ aus „Mamma Mia!“. Sie scheint voll in der Rolle zu sein: hart zu sich und selbstbewusst nach außen. Ihre raue Stimme lässt die tiefen Verletzungen von Donna für die Zuschauer nur umso klarer nachspüren.</p>
<p>In Momenten wie diesen entfalten das schlichte Set Design von Soutra Gilmour und das Lichtdesign von Howard Hudson ihre volle Wirkung. Es muss nicht immer alles groß und ausladend sein. Manchmal ist weniger mehr. Und an diesem Abend stehen schließlich die Künstler selbst im Mittelpunkt!</p>
<p>Nach der Pause legt Olly Dobson mit “The Power of Love” aus dem neuen Compilation-Musical “Back to the Future &#8211; The Musical” eine fröhliche Performance hin. Er ist ein lustiger Typ, der auf die Rolle des Marty McFly ganz hervorragend passt.</p>
<p>Dom Simpson und Tom Xander sind so tief in ihren Rollen drin, dass man bei “You and me“ sofort mitbekommt, dass „The Book of Mormon“ ein durchaus kontroverses Musical ist. Die beiden harmonieren sehr gut.</p>
<p>Ein weiteres Stück, dass in Deutschland bisher kaum bekannt ist, ist „Come from Away“ basierend auf den Ereignissen von 9/11. Alice Fearn klingt bei “Me and the sky” sehr amerikanisch-kraftvoll, wozu der leichte Country-Einschlag in ihrer Stimme perfekt passt.</p>
<p>Mit gleich vier Matildas steht Carly Thoms auf der Bühne: Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza und Alex Munden stehlen ihr bei „When I grow up“ aus „Matilda &#8211; The Musical“ schlichtweg die Show. Die einzige Erwachsene ist in diesem Song kaum zu hören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2988 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adam Fisher zeichnet für das Sound Design verantwortlich. Vielleicht liegt es am Streaming, aber deutlich zu oft sind die Lead-Sänger schlecht ausgesteuert und somit nicht immer gut zu verstehen. Das ist schade, denn gegen einen Chor oder ein Orchester ansingen zu müssen, ist sicherlich nicht das, was sich ein Darsteller wünscht.</p>
<p>Auch Sharan Phull gehört mit dem Medley “Beautiful / Spotlight” aus “Everybody&#8217;s Talking About Jamie” zu denjenigen, die in ihrer Ballade viel Gefühl zeigen dürfen und dies auch macht.</p>
<p>John Owen-Jones bringt es auf den Punkt: “It feels good to be back”! Sein “Bring him home” aus “Les Misérables” gehört zu den eindrücklichsten Momenten des Abends. Man sieht überall Zuschauer, die sich verstohlen die Tränen aus den Augen wischen. Und auch auf der heimischen Couch ist man davor nicht sicher.</p>
<p>Ein weiteres sehr junges Duo sind Lucy St Louis und Rhys Whitfield, die “All I ask of you” aus ”The Phantom Of The Opera” singen. Gerade bei St Louis spürt man die Nervosität der Debütantin, denn sie singt etwas zu schnell. Whitfield kann ihr jedoch schon jetzt kaum etwas entgegensetzen.</p>
<p>Chris Marcus und Damien Stanton beschreiben im nächsten Einspieler noch einmal allen den Weg, den sie mit ihrer Initiative seit Mai 2020 gegangen sind. Es ist schön zu sehen, wieviel Unterstützung die beiden im Laufe der Monate erfahren haben.</p>
<p>Mit “The Wizard and I” gibt die aktuelle Elphaba-Erstbesetzung Laura Pick eine weitere gnadenlos gute Perfomance aus „Wicked“ zum Besten. Ihre warme Stimme und ihre sympathische Ausstrahlung tun ihr übriges, um das Publikum zu begeistern.</p>
<p>Christine Allado und Alexia Khadime fügen mit “Miracles” aus “The Prince of Egypt” einen weiteren Stephen Schwartz Musical-Erfolg an und machen damit Lust auf mehr.</p>
<p>Nun folgt, was bei allen Charity-Konzerten obligatorisch ist: Sadiq Khan, Londons Bürgermeister, betritt die Bühne und betont, dass London die „Theater-Hauptstadt der Welt“ ist und „Kultur der Klebstoff, der die Stadt zusammenhält“.</p>
<p>Gemeinsam mit den beiden Gründern von <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.theshowmustgoonlive.com">„The Show Must Go On!“</a></strong></span> wird verkündet, dass das Spendenziel von 1 Mio GBP erreicht wurde.</p>
<p>Das Finale wird dann von Alice Fearn, John Owen-Jones, Mazz Murray und Laura Pick als Solisten eingeleitet: Queens Welthit „The Show Must Go On” wird von allen gemeinsam gefeiert!</p>
<p>Was für ein Abend! Es ist großartig zu erleben, wie aus einer Idee so etwas Wundervolles werden kann! Alles für einen guten Zweck, alle gemeinsam. Insgesamt waren mehr als 5000 Darsteller an diesem Konzert beteiligt und mehr als 120 Mitarbeiter wurden eingestellt, um diese Konzerte auf die Bühne zu bringen. Beeindruckend und dringend zur Nachahmung empfohlen! Die Menschen brauchen Kultur wie die Luft zum Atmen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Palace Theatre London via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Bonnie Langford, Trevor Dion Nicholas, Aisha Jawando, Marcus Harman, Sharan Phull, Collette Guitart, Dom Simpson, Tom Xander, Laura Pick, Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza, Alex Munden, Carly Thoms, Jordan Luke Gage, John Owen-Jones, Janique Charles, Kayi Ushe, Christine Allado, Alexia Khadime, Alice Fearn, Lucy St Louis, Rhys Whitfield, Zizi Strallen, Mazz Murray, Olly Dobson, Aimie Atkinson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Luke Sheppard &amp; Anna Fox<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></p>
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