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	<title>Christian Schöne-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Christian Schöne-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein gut gemachtes Konzert, das auch im Live-Stream überzeugt</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 10:58:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ins Internet übertragen wurde.</p>
<p>Lediglich 200 Gäste konnten in der Orangerie des Schlosses Fulda live dabei sein, als Chris de Burgh und Dennis Martin der Welt ihr neues Werk präsentierten. An den heimischen Endgeräten jedoch wollten sich mehr als 35.000 Zuschauer dieses Live-Konzert nicht entgehen lassen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3132 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1.jpg 683w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Die Besetzung für dieses Konzert bestand aus Darstellern, die schon in vielen Stücken der Spotlight Musicals GmbH zu sehen waren, sowie Gästen, die dem Publikum durch zahlreiche andere Shows bekannt sind. Mark Seibert, Johanna Zett sowie Riccardo Greco gehörten zu den „Zugereisten“, die als Robin Hood, Lady Marian und Guy von Gisbourne auf der Bühne standen. Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke und Thomas Christ wiederum sind für regelmäßige Besucher der Schlossfestspiele in Fulda bekannte Gesichter.</p>
<p>Dazu kamen noch 15 weitere Sängerinnen und Sänger, die an diesem Abend als Chor fungierten sowie das große Orchester unter der Leitung von Frank Hollmann. Die Bühne war also wirklich voll! Schön, so etwas endlich wieder sehen zu können!</p>
<p>Chris de Burgh und Dennis Martin führten von einer Couch am Bühnenrand durch den Abend und erläuterten den szenischen Hintergrund der einzelnen Songs. An Anekdoten rund um die Entstehung des Stücks wurde ebenfalls nicht gespart. Diese Moderation wirkte über weite Teile sehr hölzern und einstudiert, wurde aber durch den sympathischen Chris de Burgh wettgemacht, der auch mit 50 Jahren Bühnenerfahrung kein bisschen von seinem Charme und irischen Witz verloren hat.</p>
<p>Spannend ist, dass zu Beginn des Stücks die alles andere als harmonische Beziehung von Robin von Loxley und seinem Vater thematisiert wird. Reinhard Brussmann ist ein unnachgiebiger, strenger Vater, der mit seinem Sohn häufig aneinandergerät („Wie ein wahrer Loxley“). Mark Seibert, der eigensinnige Spross, hält dagegen und schließt sich aus purem Trotz den Kreuzzügen an. Dieser Robin ist alles andere als sympathisch!</p>
<p>Im Duett mit seiner sehr jungen Frau Marian (sie ist erst 14 Jahre alt), tritt ein anderer, mitfühlender Robin zutage. Chris de Burgh singt die erste Strophe auf Englisch, dann übernehmen Seibert und Zett.</p>
<p>In der Folge lernt das Publikum alle relevanten Charaktere kennen, allen voran Thomas Christ, den machthungrigen Sheriff von Nottingham, dem alles Recht ist, um seine Tochter Marian bestmöglich zu verheiraten. Der gutmütige und in diesem Stück wohl nicht ganz so schusselige Bruder Tuck wird von André Haedicke gesungen. Seine Stimme bleibt im Kopf!</p>
<p>Will Scarlett und auch Marian müssen sich bei „Entrechtet, geächtet“ den Anschuldigungen des Sheriffs erwehren. Henschel als Scarlett lässt aufhorchen.</p>
<p>Dass Dennis Martin maßgeblich für dieses Musical mit verantwortlich ist, lässt sich spätestens bei „Wie ein guter Vater“ nicht mehr verleugnen. Deutlich erinnert die Melodie an „Die Päpstin“ und „Bonifatius“. Die Kombination von E-Gitarre und Streichern gelingt sehr charmant.</p>
<p>Beim Duett „Ich weiß nicht, wer Du bist“ meint man zu wissen, dass der Komponist Sabrina Weckerlin vor Augen hatte, als er den Song schrieb. Doch auch Zett hat eine sehr schöne Stimmfarbe, die gut zu diesem Song passt. Zudem harmoniert sie gesanglich sehr gut mit Seibert.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3133 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Robin ist nach seiner Rückkehr sehr mit sich selbst beschäftigt („Woran kann ich noch glauben?“), doch Marian rüttelt ihn unmissverständlich wach („Du bist nicht allein auf dieser Welt“). Seibert gelingt es, sein ziemlich psyeudo-dramatisches Solo sehr dosiert über die Rampe zu bringen, so dass es nicht ins Kitschige abdriftet. Auch das finale Duett der beiden („Endlich frei sein“) unterstreicht die große Harmonie der beiden. Das klingt schon jetzt richtig gut.</p>
<p>Christian Schöne hat seinen großen Auftritt als fieser König John mit „Eine neue Zeit“. Kurzerhand feuert er den zögerlichen Sheriff von Nottingham und ersetzt ihn durch seinen getreuen Guy von Gisbourne. Schöne, Greco und Christ liefern sich einen sehr intensiven Austausch, wobei Schöne als Despot die überzeugendste Vorstellung gibt.</p>
<p>In der Folge kommt es zu der bekannten Rivalität zwischen Robin und Gisbourne, die in Grecos Solo „Ich oder Du“ gipfelt. Grecos beeindruckende Mimik lässt die Zuschauer sehr gut nachfühlen, dass er sich von König John unfair behandelt fühlt.</p>
<p>Die Entrechteten feiern ihren gelungenen Coup („Wir hab‘n die Kohle“) mit einem ‚Irish Jig Song‘. Warum Dennis Martin der Ansicht war, dass diese Partynummer unbedingt irisch sein musste (wenn Nottingham doch mitten im tiefsten England liegt), erschließt sich nicht. Dass Chris de Burgh diesen Song jedoch mal eben so aus dem Handgelenk geschüttelt hat, glaubt man wiederum sofort. Diese Musik liegt ihm einfach im Blut!</p>
<p>Statt des eigentlichen Final-Songs, den sich die Macher für die Premiere im kommenden Jahr aufheben, wurde mit „Robin Hood“ eine Ensemble-Nummer aus der Mitte des Stücks gewählt, die aber ebenfalls viel Energie freisetzt. Dass dieser Song Ähnlichkeiten mit „Fassade“ aus Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ ausweist, spielt hier sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle.</p>
<p>Als Zugabe erlebt das Publikum den Chris de Burgh, den es kennt: Mit „High on Emotion“ bringt er alle zum Klatschen und Tanzen. Wer kann, der kann! Und das auch noch mit bald 73 Jahren!</p>
<p>„Robin Hood“ als Musical-Konzert war eine willkommene Abwechslung im aktuellen Corona-Trott. Viele der Songs zünden sicherlich erst richtig, wenn sie in ihre Handlung eingebettet sind. Doch man bekommt einen guten Eindruck, was nächstes Jahr in Fulda zu erwarten ist. Die Konzert-Besetzung ist in jedem Fall sehens- bzw. hörenswert. Ob sie es auch sein werden, die im kommenden Sommer die Premiere spielen, wird die Zeit zeigen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Orangerie Schloss Fulda</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Live-Stream:</strong> 6</span><span class="Bold">. August 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Mark Seibert, Riccardo Greco, Johanna Zett, Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke, Thomas Christ </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Dennis Martin / Chris de Burgh<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stephan Drewianka<br />
</span></p>
</div>
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		<title>Legendärer Historienstoff vortrefflich vermusicalt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/legendaerer-historienstoff-vortrefflich-vermusicalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jul 2018 05:49:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Fiedler]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schöne]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Weyers]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Die Päpstin]]></category>
		<category><![CDATA[Fulda]]></category>
		<category><![CDATA[Lutz Standop]]></category>
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		<category><![CDATA[Reinhard Brussmann]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausgehend von der Krönung von Papst Joannes Anglicus wird rückblickend die Lebensgeschichte von Johanna erzählt, die schon direkt nach ihrer Geburt vom Vater als Wechselbalg bezeichnet wird. Heimlich lehrt die Mutter Johanna lesen und schreiben, was im 9. Jahrhundert n. Chr. alles andere als angebracht war für ein Mädchen. Zudem bringt sie ihrer Tochter bei, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgehend von der Krönung von Papst Joannes Anglicus wird rückblickend die Lebensgeschichte von Johanna erzählt, die schon direkt nach ihrer Geburt vom Vater als Wechselbalg bezeichnet wird.<img decoding="async" class="alignright wp-image-2269 size-medium" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Bild7-e1531720385196-400x283.jpg" alt="" width="400" height="283" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Bild7-e1531720385196-400x283.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Bild7-e1531720385196.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Heimlich lehrt die Mutter Johanna lesen und schreiben, was im 9. Jahrhundert n. Chr. alles andere als angebracht war für ein Mädchen. Zudem bringt sie ihrer Tochter bei, dass es neben dem katholischen Glauben noch andere Glaubensformen und Götter gibt, wie bspw. den germanischen Göttervater Odin.</p>
<p>Johannas Selbstständigkeit und ihr ausgeprägter Wissensdrang führen dazu, dass Aeskulapius, der eigentlich ihren Bruder auf die Klosterschule in Dorstadt mitnehmen möchte, auf sie aufmerksam wird. Als der Vater seine Zustimmung verweigert, dass auch Johanna mit auf die Klosterschule geht, laufen die Kinder nachts von zuhause weg. Gemeinsam gehen sie auf die Klosterschule und Johanna wird zum Schützling von Markgraf Gerold, der sie vor allen Anfeindungen durch die Klosterbrüder bewahrt.</p>
<p>Nach einem Normannenangriff, dem außer Johanna alle im Kloster zum Opfer fallen, sieht sie ihre einzige Chance darin, sich fortan als Mann zu verkleiden und geht als Mönch ins Kloster Fulda. Auch dort macht sie sich jedoch schnell Feinde, denn entgegen der katholischen Vorgaben beschäftigt sie sich intensiv mit den Schriften von Hippokrates und wendet dessen Heilungsmethoden erfolgreich an.</p>
<p>Doch genau diese Heilungskünste ebnen ihr den weg nach Rom, wo sie schon nach kurzer Zeit zum Leibarzt des Papstes wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2263 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/19-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/19-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/19-die-paepstin-das-musical-2018-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/19-die-paepstin-das-musical-2018.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sie, von der natürlich in Rom (außer Aeskulapius) keiner ahnt, dass sie eine Frau ist, erfreut sich ob ihres medizinischen Fachwissens großer Beliebtheit beim Volk. Als nach der Vergiftung ein neuer Papst gewählt wird, fällt die Wahl der Kardinäle auf sie. Am Ziel ihrer Träume angekommen, muss Johanna, gekrönt als Papst Joannes Anglicus, lernen, dass ihre Liebe zu Gerold und ihre Schwangerschaft sich nicht verheimlichen lassen. In einem dramatischen Finale erleidet Johanna eine Fehlgeburt vor den Augen der römischen Bürger, die sie selbst nicht überlebt.</p>
<p>Diese dem Reich der Mythologie entstammende Geschichte erlaubt viel Spielraum für Intrigen, und auch tiefe Gefühle – ob nun Liebe oder Hass – sind unumgänglich. Eine wahre Fundgrube für jeden Musicalautor! Dennis Martin (Musik), Peter Scholz (Produktion), Christoph Jilo (Dramaturgie) sowie Stanislav Moša (Regie) konnten für ihre Inszenierung, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Fulda gezeigt wurde, aus dem Vollen schöpfen.</p>
<p>Die wandelbare Drehbühne (Christopher Weyers) kommt dann auch entsprechend pompös daher. Ob römischer Säulengang, die ärmliche Hütte von Johannas Eltern, die Klosterschule, ein Bordell oder die päpstlichen Gemächer – mit wenigen zusätzlichen Großkulissen und den Treppenelementen lässt sich alles im „Handumdrehen“ glaubwürdig auf die Bühne bringen.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2271 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Paep_06-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Paep_06-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Paep_06-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Paep_06.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Etwas unnötig sind die Projektionen auf die Leinwand im Hintergrund der Großkulisse. Man sieht zum einen nicht viel davon, zum anderen gibt es immer mal wieder Fehlermeldungen, die davon zeugen, dass das verwendete System wohl noch nicht ganz ausgegoren ist.</p>
<p>Musikalisch bekommt das Publikum dank zusätzlicher Halbplaybacks vom Band einen fulminanten Sound geboten. Damit wird auch die vierte Reprise von „Wechselbalg“ nicht langweilig. Dennis Martins hat den Schwerpunkt ganz klar auf die Soli und Duette der Protagonisten gelegt. Ensemblenummern wie „Im Namen des Herrn“ oder „Jahrmarkt in St. Deny“ sind zwar lustig, aber mehr als Füllmaterial sind sie am Ende nicht.</p>
<p>Hingegen hat „Wehrlos, machtlos“, das Liebesduett von Johanna und Gerold im ersten Akt, das Zeug zu einem über die Grenzen dieses Stücks hinaus bekannten Musicalhit. Das liegt aber auch daran, dass Sabrina Weckerlin und Mark Seibert hierfür schlicht die ideale Besetzung sind. Ihre Stimmen harmonieren perfekt.</p>
<p>Die großartige Besetzung ist es auch, die „Die Päpstin“ so sehenswert macht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2265 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/35-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/35-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/35-die-paepstin-das-musical-2018-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/35-die-paepstin-das-musical-2018.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sabrina Weckerlin ist die Rolle der Johanna auf den Leib geschrieben. Sie ist in jeder Sekunde präsent, man leidet mit ihr, erlebt ihre Zweifel, aufkeimenden Gefühle für Gerold und Trauer um den verlorenen Bruder hautnah mit. Gesanglich ist sie über jeden Zweifel erhaben. Ihre Bandbreite reicht von gefühlvoller Ballade bis hin zu kraftvollen Rocknummern und sie überzeugt mit jedem einzelnen Song. „Allein“ ist ein Beispiel dafür, wie sie alle Zuschauer allein mit ihrer Stimme in ihren Bann zieht.</p>
<p>Doch auch Mark Seibert als Markgraf Gerold darf sowohl seine gefühlvolle als auch seine kämpferische Seite zeigen. Besonders schön war sein (geplanter?) Versprecher „Ich werde Wien &#8230; äh Rom noch heute verlassen!“. Die Zuschauer, die Seibert noch aus „Elisabeth“ oder „Mozart!“ kennen, hatten hier hörbar ihren Spaß!</p>
<p>Reinhard Brussmann ist das personifizierte Gewissen. Als Aeskulapius ist er Erzähler und Johannas Mentor gleichermaßen. Er hilft dem Publikum das Geschehen historisch einzuordnen und passt auf, dass Johanna nicht zu schaden kommt. Sein warmer Bariton geht unter die Haut.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2264 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/20-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/20-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/20-die-paepstin-das-musical-2018-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/20-die-paepstin-das-musical-2018.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Rolle des Fieslings Anastasius hat Christian Schöne übernommen. Anastasius ist ein durch und durch machtbesessener, missgünstiger und neidischer Mensch, der Johannas Erfolg an der Klosterschule genauso missachtet wie ihren steilen Aufstieg in Rom bis zum Papst Joannes Anglicus – auch wenn er bis kurz vor Schluss nicht ahnt, dass diese beiden Widersacher ein und dieselbe Person sind. Angetrieben von seinem Vater Arsenius (Daniele Nonnis) setzt er alles daran, selbst Papst zu werden, was ihm zeitlebens nicht gelingen wird. Schöne verleiht diesem unangenehmen Charakter sehr viel Glaubwürdigkeit und bildet einen guten Gegenpart zu Weckerlins sanfter, aber nicht minder gewinnender Ausstrahlung. Nonnis ist als machtverwöhnter Vater Arsenius ebenfalls sehr überzeugend und hat seinen Sohn sehr gut im Griff (bis dieser ihn aus eigenem Machtdurst umbringt).</p>
<p>Lutz Standop darf als Bischof Fulgentius und Prior Rabanus seine Wandlungsfähigkeit zeigen. Als vulgärer Bischoff und noch viel mehr als warmherziger Prior weiß er zu überzeugen. Ihm kommt auch die Rolle zu, Johanna einmal mehr vor den Anfeindungen ihres Umfeldes zu schützen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2266 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/40-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/40-die-paepstin-das-musical-2018-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/40-die-paepstin-das-musical-2018.jpg 730w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ein weiteres Highlight dieser Cast ist Anke Fiedler als Johannas Mutter sowie „Cesarin von Rom“, die mit ihrem Bordell so manche politische Entscheidung gewinnbringend für sich genutzt hat. Auch sie hat eigentlich nur ein Solo je Figur, legt hier aber soviel Energie hinein, dass sie das Publikum begeistert.</p>
<p>Am Ende sind es 5-6 Songs und 3-4 Protagonisten, die die gesamte Energie dieses Stücks transportieren und die Charaktere musikalisch beschreiben. Das ist schade für die anderen Darsteller, denn immerhin mühen sich hier mehr als 30 Künstler ab. Sie versuchen, die Lebensfreude und Ablehnung der Bevölkerung rund um Johanna in ihren verschiedenen Lebenslagen auszudrücken und geben ihr bestes, die Choreographien von Julia Poulet umzusetzen, was leider jedoch regelmäßig durch verpasste Einsätze misslingt.</p>
<p>Auch Stanislav Moša verleiht dem Stück nicht den erforderlichen Zusammenhalt. Es wäre wünschenswert, die Szenen zwischen den großen Duellen und Duetten von Johanna und Gerold oder Gerold und Anastasius mit Sinnhaftigkeit zu füllen. Die etwas planlos durch die Luft fliegenden Raben oder der an den „Zigeunerball“ im „Glöckner von Notre-Dame“ erinnernde „Jahrmarkt in St. Deny“ sind nur zwei Beispiele dafür, dass Buch und Regie deutliche Schwächen aufweisen.</p>
<p>Dennoch wird das Publikum durch „Die Päpstin“ sehr gut unterhalten, denn dramatische Stoffe mit charismatischen Hauptfiguren funktionieren – wie nicht zuletzt der Erfolg von „Elisabeth“ belegt. Und zumindest was die Songs der Titelfigur und deren Besetzung angeht, hat das Kreativteam in Fulda alles richtig gemacht.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schloßtheater Fulda</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 7. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Sabrina Weckerlin, Mark Seibert, Reinhard Brussmann, Anke Fiedler, Lutz Standop, Christian Schöne</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Stanislav Moša / Dennis Martin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Spotlight Musicals<br />
</span></div>
</div>
</div>
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