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	<title>Burgfestspiele-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Burgfestspiele-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Witzige Charaktere und eine gute Songauswahl sorgen für gute Laune</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jul 2017 19:21:44 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Christian H. Voss hat sich eine sehr unterhaltsame Schlagerrevue ausgedacht, die er bei den diesjährigen Burgfestspielen in Bad Vilbel zur Uraufführung bringt. Es geht um Sabine, die ungewollt schwanger ist. Michael, der Vater, freut sich sehr, doch wie sollen die beiden diese Neuigkeit ihren Eltern beibringen? Sabines Eltern sind sehr konservativ, ihr Vater führt ein strenges Patriachat, auch wenn Mutter Ursula durchaus Modernisierungstendenzen hat. Michaels Eltern, Johannes und Anni, sind das komplette Gegenteil und leben in einer bunten Kommune, in der es keine Regeln gibt und wo man lieber mit bewusstseinserweiternden Substanzen experimentiert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2101 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/SummeritCity_BurgfestspieleBadVilbel_Ensemble-287_EugenSommer-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/SummeritCity_BurgfestspieleBadVilbel_Ensemble-287_EugenSommer-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/SummeritCity_BurgfestspieleBadVilbel_Ensemble-287_EugenSommer.jpg 640w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass wir uns in den 1960er Jahren befinden, machen einige Nachrichten-Schlagzeilen zu Beginn des Stücks mehr als deutlich: „Ich bin ein Berliner“, „I have a dream“, „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“, „Rahn schießt, Tor Tor Tor!“ – diese Zitate kann nun wirklich jeder zeitlich einordnen.</p>
<p>Und wenn das nicht hilft, geben das kunterbunte Bühnenbild und die nicht minder farbenfrohen Kostüme mit ihren typischen breiten Hemdkragen, Schlaghosen und kurzen Röcken einen weiteren deutlichen Hinweis. Oliver Kostecka (Bühne) und Monika Seidl (Kostüme) schöpfen hier aus dem Vollen. Warum allerdings in der Hippie-Wohnung das Wort „Ecstasy“ an die Rückwand „gepinselt“ wurde, ist etwas seltsam. Denn diese Pillen wurden erst in den 1980er Jahren in größerem Stil auf den Markt gebracht.</p>
<p>Ernst, Ursula und Sabine sind eine wunderbare Klischeefamilie und insbesondere Ernst ist voller Vorurteile: Er sagt, wo es langgeht, Ursula folgt seinem Regiment weitgehend, schützt und versteht ihre Tochter aber auch. Kurzerhand plant sie die Hochzeit von Michael und Sabine, damit die Schwangerschaft legitim wird.</p>
<p>Das obligatorische Kennenlernen der beiden Elternpaare wird – wie nicht anders zu erwarten – chaotisch, lustig. Der Vergleich, dass dieses Treffen einem Tanztee von Chrustschow und Kennedy ähnelt, ist sehr treffend gewählt.</p>
<p>Dank eines sehr besonderen Mitternachtsimbisses entdecken in der Folge Ernst und Uschi ihre Libido neu, Ernst und Johannes entwickeln eine gemeinsame glücklich machende Produktlinie für Ernsts Bäckerei und Sabine und Michael entscheiden sich für ihr Kind, aber gegen eine sofortige Heirat.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2102 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Diese Revue lebt von Situationskomik, die die Protagonisten allesamt sehr gut beherrschen. Theodor Reichert alias Johannes spielt den Hippie-Papa sehr pointiert, steckt das Publikum mit seinem Lachen an und ist in seiner laxen, sehr entspannten Art ein großer Sympathieträger. Michaels Mutter Anni wird von Susanne Rögner gespielt. Sie kann ihrem sehr präsenten Gatten nicht wirklich etwas entgegensetzen, passt aber trotzdem sehr gut in die Hippie-Runde. Wenn dort eine große Kissenschlacht stattfindet oder die Hippies „die Internationale“ singen, ist sie die perfekte „Mutti“. Ganz anders, aber nicht weniger amüsant sind ihre Versuche, Ursula Details zu deren Sexualleben zu entlocken (Stichwort Oswald Kolle).</p>
<p>Zur Hippie-Kommune gehört auch Frank (gespielt von Martin Planz). Er hat eine spannende Rockröhre und spielt den irgendwie doch in traditionellen Strukturen festhängenden Möchtegern-Chef des Hippie-Clans („Frauen waschen ab“) sehr gut. „The Who“s „My Generation“ intoniert er wunderbar exzentrisch und sein Habitus ist entsprechend auslandend.</p>
<p>Der strenge, traditionsbewusste Ernst wird von Kai Möller gegeben. Er spielt den unerschütterlich an seinem „Das haben wir schon immer so gemacht!“ festhaltenden Vater überaus glaubhaft. Umso lustiger wird es, wenn er unter Drogeneinfluss eine doch sehr nachdrückliche Bewusstseinsänderung durchlebt. Gesanglich ist er nicht so stark, sein „Paint It, Black“ ist eher weniger harmonisch und die Intensität dieses Rolling Stones Hits geht leider verloren.</p>
<p>Silke Dubilier gelingt die Darstellung der aus ihrem engen Korsett ausbrechenden Ursula sehr gut. Die „Szenen einer Ehe“, als sie mit Ernst ihre neu gewonnenen Erkenntnisse für mehr Schwung im Ehebett ausprobieren will, sind brüllend komisch. Ihr „Satisfaction“ nach den gescheiterten Versuchen, ihr Liebesleben anzufachen, ist schlichtweg spitze. Hinweise auf aktuelle politische Geschehnisse („Es gibt keinen Fraktionszwang!“) sorgen für zusätzliche Stimmung!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2099 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B.jpg 958w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die gegen die Konventionen ihres Elternhauses aufbegehrende Sabine wird von Sarah Laminger sehr sympathisch angelegt. Sie weiß, was sie will und ist bereit, dafür gegen Widerstände anzukämpfen. Laminger ist gesanglich etwas unausgewogen. Wenn sie in der Bruststimme singt, ist sie herausragend, singt sie in der Kopfstimme, wirkt sie sehr unsicher. Das fällt direkt am Anfang beim Duett („I got you babe“) mit Michael besonders auf, wiederholt sich aber im Laufe des Abends noch mehrfach.</p>
<p>Krisha Dahlke gewinnt als Michael nicht nur Sabine im Sturm. Auch die Zuschauer schließen den liebevollen jungen Mann sofort in ihr Herz. Er ist diplomatisch und vereint die Vorteile aus beiden Welten (Hippiekultur und Kleinbürgertum). Er ist es auch, der das Geheimnis der Schwangerschaft vor den Vätern ausplappert und das ganze Chaos verursacht, welches das Publikum zweieinhalb Stunden hervorragend unterhält. Gesanglich hat er mit „Yesterday“ und „My Song“ zwei wunderschöne Balladen zu intonieren, was er auch durchaus sehr schön macht.</p>
<p>Diese Revue ist zwar keine Mitmach-Show, doch das hält das Publikum nicht davon ab, bei jeder sich bietenden Gelegenheit mitzuklatschen oder gar lauthals mitzusingen. Einerseits zeigt dies, dass Voss mit seiner Revue das Publikum perfekt abholt. Andererseits übertönen diese Gesänge mehrfach die Darsteller auf der Bühne, was man durchaus als mangelndem Respekt bezeichnen könnte. Gut, dass es in der Burgruine etwas enger ist, sonst würden sicherlich nicht wenige Zuschauer in die Tänze des Ensembles einstimmen (Choreographie: Martin Ruppel).</p>
<p>„Summer in the City“ macht Spaß, ist kurzweilig und eine sehr gelungene Produktion, die als Open Air Revue im Sommer perfekt platziert ist.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen <em>in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele, Bad Vilbel</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 29. Juni 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Sarah Laminger, Krisha Dahlke, Theodor Reichert, Susanne Rögner, Martin Planz, Silke Dubilier, Kai Möller</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musikalische Leitung / Regie:</span></strong> Philipp Polzin / Christian H. Voss</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer</span></div>
</div>
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		<title>Eine ungewöhnliche Interpretation des Andrew Lloyd Webber Klassikers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 19:09:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Matthias Pagani]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[April Hailer]]></category>
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		<category><![CDATA[Benedikt Borrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Burgfestspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Janne Marie Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Robert David Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Sunset Boulevard]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Burgfestspiele in Bad Vilbel sind für viele ein fester Termin im Sommerfestspielplan. Wie in jedem Jahr stehen auch diesen Sommer zwei Musicals auf dem Programm: Den Anfang machte am 14. Juni Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“, gefolgt von der 1960er Jahre Revue „Summer in the City“, die am 30. Juni Premiere feierte. Die Plakate, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Burgfestspiele in Bad Vilbel sind für viele ein fester Termin im Sommerfestspielplan. Wie in jedem Jahr stehen auch diesen Sommer zwei Musicals auf dem Programm: Den Anfang machte am 14. Juni Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“, gefolgt von der 1960er Jahre Revue „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=2097">Summer in the City</a>“, die am 30. Juni Premiere feierte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2095 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/20012079a.jpg" alt="" width="300" height="200" />Die Plakate, die eine junge, lasziv dreinblickende Schönheit zeigten, sorgen bei Kennern des Dramas um die Stummfilm-Diva Norma Desmond für Irritationen. Dass Benedikt Borrmann jedoch auch die Rolle der Norma Desmond so ganz anders anlegte, als man es bisher gewohnt war, überraschte sehr. In Bad Vilbel ist Norma Desmond keine stilvolle, alternde Diva, die in ihrer Vergangenheit festhängt, sondern vielmehr eine sprunghafte, latent nymphomane (sie trägt Strapse und ist häufig leicht bekleidet), unter ausgeprägter Schizophrenie leidende, weltfremde Schauspielerin auf dem Abstellgleis.</p>
<p>In der Titelrolle ist April Hailer zu sehen, die zwar durchaus Musical-Erfahrung hat, einem aber nicht sofort einfallen würde, wenn man auf der Suche nach einer exzellenten Sängerin mit bestechender Bühnenpräsenz ist. Und so lässt Hailers Norma Desmond gesanglich sehr viel zu wünschen übrig. Schon bei „Nur ein Blick“ werden die Defizite offenbar: Das Orchester (Leitung: Markus Höller) beginnt zu spielen und man bekommt direkt Gänsehaut, wenn die Streicher einsetzen. Da es Hailer jedoch nicht gelingt, sich auf eine Stimmlage festzulegen, fehlt der rote Faden und die Wirkung dieses Songs verpufft trotz ihrer exzellenten Mimik.</p>
<p>Hailers Stärken liegen ganz klar im Sprechgesang, der absolut akkurat und gewollt disharmonisch ist. Hier kann sie ihr Gespür für Timing ausspielen. Es gelingt ihr vorzüglich, den Wahnsinn der Norma Desmond herauszuarbeiten. Allerdings ist die Bad Vilbeler Norma um ein Vielfaches wahnsinniger, eifersüchtiger und rachsüchtiger als man erwarten würde. Besonders stark fällt auf, dass es ihr – sicherlich regieseitig so gewollt &#8211; gänzlich an Grazie und Stil fehlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2092 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/Bad_Vilbel_Burgfestspiele_Sunset_Boulevard_5-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" />Es wirkt alles aufgesetzt und unnatürlich. Wenn sie dann die große Showtreppe auch noch mehrfach wie ein junges Reh hinaufhüpft, gehen der Stil und die Grandezza, die die Stummfilm-Diva gemeinhin umgeben, gänzlich verloren.</p>
<p>In der Rolle des offenbar geldsüchtigen Joe Gillis lässt sich Robert David Marx von Norma an die Leine legen. Marx kennt die Rolle aus dem Effeff und weiß, wo er die Schwerpunkte setzen muss. Naturgemäß ist es nicht vorgesehen, sich in dieser Rolle in den Vordergrund zu spielen, aber Marx holt alles aus der Rolle des glücklosen Autors heraus, was geht. Seine Interpretation des Titelsongs ist wunderbar bitter. Insbesondere im Zusammenspiel mit Janne Marie Peters (Betty Schaefer) und Andrea Matthias Pagani (Max) kann er unterschiedliche Facetten zeigen.</p>
<p>Die beiden letztgenannten sind es auch, die diese Aufführung – neben dem wieder sehr gelungenen Bühnenbild (Pia Oertel) und dem sehr guten Orchester – sehenswert machen: Peters ist als Betty zuckersüß und selbstbewusst zugleich. Sie setzt gesanglich Maßstäbe und man hört und schaut ihr sehr gern zu. Das romantische Duett mit Marx („Viel zu sehr“) ist ganz im Stil der 1980er Jahre gehalten und wirkt daher im Vergleich zu vielem anderen, was das Publikum an diesem Abend erleben darf, sehr authentisch. Pagani wiederum ist eine sehr elegante Erscheinung. Er gibt den liebevollen Diener bis in jede Haarspitze überzeugend. Ganz besonders begeistert er das Publikum aber in seinen Soli (&#8222;Kein Star wird jemals größer sein&#8220;, „Träume aus Licht “), die vor Schmerz und Verbitterung auf der einen und Liebe und Zuneigung auf der anderen Seite nur so triefen. Ein wunderbares Highlight an diesem Abend!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2094 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/Bad_Vilbel_Burgfestspiele_Sunset_Boulevard_4-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" />Im Prinzip braucht es ja nicht mehr als diese vier Personen, um die Geschichte von Norma Desmond und Joe Gillis zu erzählen, doch in Bad Vilbel stehen noch weitere elf Darsteller und sieben Statisten auf der Bühne, die vielfach nicht mehr als singendes, tanzendes Beiwerk sind. Das ist sehr schade, denn einige dieser Darsteller (u. a. Janice Rudelsberger) haben in den letzten Jahren schon gezeigt, dass sie mehr können.</p>
<p>Die Choreographien wurden von Myriam Lifka erarbeitet und präsentieren in erster Linie das Ensemble sehr ansprechend. Nur in wenigen Fällen (bspw. beim Walzer) fällt tänzerisch etwas negativ auf.</p>
<p>„Sunset Boulevard“ in Bad Vilbel ist anders als man es erwartet: Norma Desmond scheint schon in ihrer aktiven Zeit als Star des Stummfilms eine selbstherrliche, selbstverliebte Diva gewesen zu sein, die erwartet, dass alles und jeder nach ihrer Pfeife tanzt. Diese Charaktereigenschaft hat sich in der Inszenierung von Borrmann zu krankhaftem Wahnsinn ausgeweitet, der jegliches Mitgefühl für die alternde Schauspielerin im Keim erstickt. Damit fehlt es der Hauptfigur an Tiefe, was sehr schade ist.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen <em>in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele, Bad Vilbel</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 14. Juni 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>April Hailer, Janne Marie Peters, Robert David Marx, Andrea Matthias Pagani</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / Benedikt Borrmann </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer<br />
</span></div>
</div>
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