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	<title>Bad Vilbel-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Bad Vilbel-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Gute Regieeinfälle, toll eingekleidete Cagelles, aber irgendetwas fehlt&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2018 18:10:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr bringt man in Bad Vilbel einen Musicalklassiker zur Aufführung. Benedikt Borrmann inszeniert die bunte Travestieshow optisch schlank und emotional sehr unaufgeregt. Das ist mal eine ganz andere Annäherung an dieses Thema, bei dem jeder schrille Charaktere und ausladende Gestik erwartet. Die beiden überdimensionalen türkisen Damenpumps, von denen einer als Showtreppe und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gute-regieeinfaelle-toll-eingekleidete-cagelles-aber-irgendetwas-fehlt/">Gute Regieeinfälle, toll eingekleidete Cagelles, aber irgendetwas fehlt&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr bringt man in Bad Vilbel einen Musicalklassiker zur Aufführung. Benedikt Borrmann inszeniert die bunte Travestieshow optisch schlank und emotional sehr unaufgeregt. Das ist mal eine ganz andere Annäherung an dieses Thema, bei dem jeder schrille Charaktere und ausladende Gestik erwartet.</p>
<p>Die beiden überdimensionalen türkisen Damenpumps, von denen einer als Showtreppe und aufgeklappt als Georges Wohnung fungiert, sind die einzigen Großkulissen, die auf der Bühne zum Einsatz kommen. Ein Café wird lediglich durch eine kleine Markise sowie Klapptische und -stühle angedeutet. Zazas Garderobe ist mit dem vollen Garderobenständer und dem winzigen Tisch etwas in die Ecke gestopft und kann so überhaupt nicht wirken. Pia Oertel (Bühnenbild) gelingt hier leider kein ausgewogenes Miteinander von Haupt- und Nebenschauplätzen.</p>
<p>Das Gegenteil sind die ausgefallenen Kostüme der Cagelles, die durch die Wandlungsfähigkeit und ihr gutes aber nicht überladenes Design auffallen. Anja Müller hat hier definitiv das richtige Händchen bewiesen, auch wenn die sonstige Garderobe von George und Albin / Zaza eher fragwürdig, da unförmig und ohne Starappeal sind, den man zumindest bei Zazas Showkleidern erwarten kann.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2304 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/zlpb_25burg-KaefigNarren_4c-683x1024-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/zlpb_25burg-KaefigNarren_4c-683x1024-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/10/zlpb_25burg-KaefigNarren_4c-683x1024.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Zumindest musikalisch kann man hier diesmal kein Haar in der Suppe finden, denn Markus Höller hat seine siebenköpfige Band gut im Griff und trifft alle Einsätze tadellos.</p>
<p>Die Cagelles sind je nach Inszenierung mehr als nur schmückendes Beiwerk, das die Diva Zaza umschwirrt, doch in Bad Vilbel sind sie genau das: mehr oder weniger sinnvoll platzierte hübsche junge Männer „im Fummel“. Die Choreographien von Myriam Lifka tragen ebenfalls nicht dazu bei, die acht Tänzer ins Rampenlicht zu rücken, dafür sind die Tanzabfolgen zu träge. Davon unbenommen erkennt man aber durchaus, dass der ein oder andere mehr kann als er hier zeigen darf.</p>
<p>Norbert Wendel wirkt als George mit seinem goldenen Anzug und der Rudolf Moshammer Gedenkfrisur wie das typische Klischee des leicht tuntigen Nachtclubbesitzers in St. Tropez. Gesanglich kann er – wie auch der Rest des Ensembles &#8211; nicht wirklich überzeugen (der „Song am Strand“ enthält dann doch zu viele schiefe Töne). Während das Zusammenspiel mit Krisha Dalke als Georges Sohn Jean-Michel noch recht glaubwürdig gelingt, geben Wendel und Andrea Matthias Pagani als Albin bzw. Zaza ein eher merkwürdiges Paar ab. Dies liegt vor allem daran, dass ihnen im Umgang miteinander das Liebevolle gänzlich fehlt. Die beiden harmonieren weder im Spiel noch gesanglich, was sehr bedauerlich ist.</p>
<p>Überhaupt ist Pagani den ganzen Abend nahezu ausschließlich melodramatisch, verbittert und wirkt frustriert. Hinzu kommen sehr überzeichnete tuntige Gestiken und das für eine Diva eher plumpe Auftreten. Das mag eine Möglichkeit sein, der Figur Zaza Leben einzuhauchen, aber die Strahlkraft und Grandezza, die diese Figur sonst ausmachen, fehlen hier leider gänzlich. Dabei singt Pagani grundsätzlich sehr schön. Doch die unterkühlten Emotionen, die sein Spiel bestimmen, stehen auch gesanglich im Vordergrund. Auch wenn das Publikum die weltbekannte Hymne „Ich bin, was ich bin“ enthusiastisch beklatscht, vom Gefühl, das dieser Song beinhaltet, kommt nichts über die Rampe.</p>
<p>Herrlich schräg ist Thorin Kuhn als Jakob. Er wirkt sehr sympathisch überdreht, hochgradig emotional und hat das Talent, das Publikum schnell für sich zu gewinnen. Bleiben noch Dalke, Janice Rudelsberger (Anne) sowie Silke Dubilier und Kai Möller (Marie und Edouard Dindon). Sie alle spielen rollendeckend, aber machen nicht mehr aus ihren Rollen. Dalkes Jean-Michel ist selbstbewusst und zielstrebig und verdrängt seine weiche Seite weitgehend, weshalb man ihm die Entschuldigung zum Ende der Show auch nur schwer glauben mag. Seine Stimme ist etwas zu tief und ihm fehlt bei seiner Liebeserklärung an seine Verlobte („Mit Anne im Arm“) die akustische Begeisterung, aber insgesamt macht er seine Sache gut.</p>
<p>Rudelsberger hat schon in den letzten Jahren immer Mal wieder von sich Hören gemacht. Sie ist nicht die süßliche Anne, die man sonst kennt, aber das wirkt auch sehr authentisch. Gemeinsam mit Dalke gibt sie ein sympathisches Paar ab, das weiß, was es will.</p>
<p>Viel Raum, ihre Rollen nachhaltig mit Leben zu füllen, haben auch Dubilier und Möller nicht, doch beide spielen sehr gut, was man auch schon im vergangenen Jahr bei „Summer in the City“ erleben konnten. Sie harmonieren gut miteinander und haben ein Händchen für die Gratwanderung von ernster Rolle und Komik.</p>
<p>Die acht Cagelles werden von Daniel-Erik Biel (CloClo), Yannik Gräf (Nicole), Joshua Hien (Babette), Raphael Köb (Angelique), Patrick Miller (Phaedra), Jendrik Sigwart (Chantal), Jan Großfeld (Hanna) und Thomas Zimmer (Mercedes) gespielt. Wie erwähnt sind ihre Kostüme sehr schön und sie bringen ihre Ensemblenummern sehr gefällig zu Gehör. Tänzerisch und in Sachen Eleganz sind hier durchaus Unterschiede feststellbar. Auch wirken einige mehr, andere weniger wie echte Travestiekünstler, doch sie erfüllen ihre Funktion und unterhalten das Publikum sehr gut.</p>
<p>„La Cage aux Folles“ ist ein sehr dankbarer Bühnenstoff. Man muss nur aufpassen, dass die Klischees nicht überhand gewinnen. Während dies bei Albins Übungseinheit zum „männlichen“ Verhalten noch sehr lustig ist, ist eine Freiheitsstatue im Regenbogenkostüm doch etwas zu viel des Guten. Auch der „Salat nach Art des Hauses“, aus dem ein knalloranger Dildo in der Mitte nach oben ragt, verfehlt seine Wirkung nicht. Gleiches gilt für „Die schönste Zeit“, währenddessen Mutter Zaza das Publikum mit einer urkomischen Gestik und Mimik erfolgreich zum Mitklatschen animiert. Auch die von den Cagelles dargestellten Buchstaben für „La Cage aux Folles“ sind sehr gelungen.</p>
<p>Wie gesagt, Borrmann hatte einige wirklich schöne Ideen für diese Inszenierung, doch so ganz will der Funke einfach nicht überspringen. Schade.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele, Bad Vilbel</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 21. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Norbert Wendel, Krisha Dalke, Andrea Matthias Pagani, Thorin Kuhn, Janice Rudelsberger, Silke Dubilier, Kai Möller, Daniel-Erik Biel, Yannik Gräf, Joshua Hien, Raphael Köb, Patrick Miller, Jendrik Sigwart, Jan Großfeld, Thomas Zimmer </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Choreographien:</span></strong> Benedikt Bormann / Myriam Lifka</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer</span></div>
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			</item>
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		<title>Witzige Charaktere und eine gute Songauswahl sorgen für gute Laune</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/witzige-charaktere-und-eine-gute-songauswahl-sorgen-fuer-gute-laune/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2017 19:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
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		<category><![CDATA[Susanne Rögner]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/witzige-charaktere-und-eine-gute-songauswahl-sorgen-fuer-gute-laune/">Witzige Charaktere und eine gute Songauswahl sorgen für gute Laune</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Christian H. Voss hat sich eine sehr unterhaltsame Schlagerrevue ausgedacht, die er bei den diesjährigen Burgfestspielen in Bad Vilbel zur Uraufführung bringt. Es geht um Sabine, die ungewollt schwanger ist. Michael, der Vater, freut sich sehr, doch wie sollen die beiden diese Neuigkeit ihren Eltern beibringen? Sabines Eltern sind sehr konservativ, ihr Vater führt ein strenges Patriachat, auch wenn Mutter Ursula durchaus Modernisierungstendenzen hat. Michaels Eltern, Johannes und Anni, sind das komplette Gegenteil und leben in einer bunten Kommune, in der es keine Regeln gibt und wo man lieber mit bewusstseinserweiternden Substanzen experimentiert.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2101 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/SummeritCity_BurgfestspieleBadVilbel_Ensemble-287_EugenSommer-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/SummeritCity_BurgfestspieleBadVilbel_Ensemble-287_EugenSommer-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/SummeritCity_BurgfestspieleBadVilbel_Ensemble-287_EugenSommer.jpg 640w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass wir uns in den 1960er Jahren befinden, machen einige Nachrichten-Schlagzeilen zu Beginn des Stücks mehr als deutlich: „Ich bin ein Berliner“, „I have a dream“, „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“, „Rahn schießt, Tor Tor Tor!“ – diese Zitate kann nun wirklich jeder zeitlich einordnen.</p>
<p>Und wenn das nicht hilft, geben das kunterbunte Bühnenbild und die nicht minder farbenfrohen Kostüme mit ihren typischen breiten Hemdkragen, Schlaghosen und kurzen Röcken einen weiteren deutlichen Hinweis. Oliver Kostecka (Bühne) und Monika Seidl (Kostüme) schöpfen hier aus dem Vollen. Warum allerdings in der Hippie-Wohnung das Wort „Ecstasy“ an die Rückwand „gepinselt“ wurde, ist etwas seltsam. Denn diese Pillen wurden erst in den 1980er Jahren in größerem Stil auf den Markt gebracht.</p>
<p>Ernst, Ursula und Sabine sind eine wunderbare Klischeefamilie und insbesondere Ernst ist voller Vorurteile: Er sagt, wo es langgeht, Ursula folgt seinem Regiment weitgehend, schützt und versteht ihre Tochter aber auch. Kurzerhand plant sie die Hochzeit von Michael und Sabine, damit die Schwangerschaft legitim wird.</p>
<p>Das obligatorische Kennenlernen der beiden Elternpaare wird – wie nicht anders zu erwarten – chaotisch, lustig. Der Vergleich, dass dieses Treffen einem Tanztee von Chrustschow und Kennedy ähnelt, ist sehr treffend gewählt.</p>
<p>Dank eines sehr besonderen Mitternachtsimbisses entdecken in der Folge Ernst und Uschi ihre Libido neu, Ernst und Johannes entwickeln eine gemeinsame glücklich machende Produktlinie für Ernsts Bäckerei und Sabine und Michael entscheiden sich für ihr Kind, aber gegen eine sofortige Heirat.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2102 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/zlpb_27summer_Ensemble-0_4c-960x640.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Diese Revue lebt von Situationskomik, die die Protagonisten allesamt sehr gut beherrschen. Theodor Reichert alias Johannes spielt den Hippie-Papa sehr pointiert, steckt das Publikum mit seinem Lachen an und ist in seiner laxen, sehr entspannten Art ein großer Sympathieträger. Michaels Mutter Anni wird von Susanne Rögner gespielt. Sie kann ihrem sehr präsenten Gatten nicht wirklich etwas entgegensetzen, passt aber trotzdem sehr gut in die Hippie-Runde. Wenn dort eine große Kissenschlacht stattfindet oder die Hippies „die Internationale“ singen, ist sie die perfekte „Mutti“. Ganz anders, aber nicht weniger amüsant sind ihre Versuche, Ursula Details zu deren Sexualleben zu entlocken (Stichwort Oswald Kolle).</p>
<p>Zur Hippie-Kommune gehört auch Frank (gespielt von Martin Planz). Er hat eine spannende Rockröhre und spielt den irgendwie doch in traditionellen Strukturen festhängenden Möchtegern-Chef des Hippie-Clans („Frauen waschen ab“) sehr gut. „The Who“s „My Generation“ intoniert er wunderbar exzentrisch und sein Habitus ist entsprechend auslandend.</p>
<p>Der strenge, traditionsbewusste Ernst wird von Kai Möller gegeben. Er spielt den unerschütterlich an seinem „Das haben wir schon immer so gemacht!“ festhaltenden Vater überaus glaubhaft. Umso lustiger wird es, wenn er unter Drogeneinfluss eine doch sehr nachdrückliche Bewusstseinsänderung durchlebt. Gesanglich ist er nicht so stark, sein „Paint It, Black“ ist eher weniger harmonisch und die Intensität dieses Rolling Stones Hits geht leider verloren.</p>
<p>Silke Dubilier gelingt die Darstellung der aus ihrem engen Korsett ausbrechenden Ursula sehr gut. Die „Szenen einer Ehe“, als sie mit Ernst ihre neu gewonnenen Erkenntnisse für mehr Schwung im Ehebett ausprobieren will, sind brüllend komisch. Ihr „Satisfaction“ nach den gescheiterten Versuchen, ihr Liebesleben anzufachen, ist schlichtweg spitze. Hinweise auf aktuelle politische Geschehnisse („Es gibt keinen Fraktionszwang!“) sorgen für zusätzliche Stimmung!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2099 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/1960229_cms2image-frame-960x640_1pra2z_58yx1B.jpg 958w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die gegen die Konventionen ihres Elternhauses aufbegehrende Sabine wird von Sarah Laminger sehr sympathisch angelegt. Sie weiß, was sie will und ist bereit, dafür gegen Widerstände anzukämpfen. Laminger ist gesanglich etwas unausgewogen. Wenn sie in der Bruststimme singt, ist sie herausragend, singt sie in der Kopfstimme, wirkt sie sehr unsicher. Das fällt direkt am Anfang beim Duett („I got you babe“) mit Michael besonders auf, wiederholt sich aber im Laufe des Abends noch mehrfach.</p>
<p>Krisha Dahlke gewinnt als Michael nicht nur Sabine im Sturm. Auch die Zuschauer schließen den liebevollen jungen Mann sofort in ihr Herz. Er ist diplomatisch und vereint die Vorteile aus beiden Welten (Hippiekultur und Kleinbürgertum). Er ist es auch, der das Geheimnis der Schwangerschaft vor den Vätern ausplappert und das ganze Chaos verursacht, welches das Publikum zweieinhalb Stunden hervorragend unterhält. Gesanglich hat er mit „Yesterday“ und „My Song“ zwei wunderschöne Balladen zu intonieren, was er auch durchaus sehr schön macht.</p>
<p>Diese Revue ist zwar keine Mitmach-Show, doch das hält das Publikum nicht davon ab, bei jeder sich bietenden Gelegenheit mitzuklatschen oder gar lauthals mitzusingen. Einerseits zeigt dies, dass Voss mit seiner Revue das Publikum perfekt abholt. Andererseits übertönen diese Gesänge mehrfach die Darsteller auf der Bühne, was man durchaus als mangelndem Respekt bezeichnen könnte. Gut, dass es in der Burgruine etwas enger ist, sonst würden sicherlich nicht wenige Zuschauer in die Tänze des Ensembles einstimmen (Choreographie: Martin Ruppel).</p>
<p>„Summer in the City“ macht Spaß, ist kurzweilig und eine sehr gelungene Produktion, die als Open Air Revue im Sommer perfekt platziert ist.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen <em>in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele, Bad Vilbel</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 29. Juni 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>Sarah Laminger, Krisha Dahlke, Theodor Reichert, Susanne Rögner, Martin Planz, Silke Dubilier, Kai Möller</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musikalische Leitung / Regie:</span></strong> Philipp Polzin / Christian H. Voss</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer</span></div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/witzige-charaktere-und-eine-gute-songauswahl-sorgen-fuer-gute-laune/">Witzige Charaktere und eine gute Songauswahl sorgen für gute Laune</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Eine ungewöhnliche Interpretation des Andrew Lloyd Webber Klassikers</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-ungewoehnliche-interpretation-des-andrew-lloyd-webber-klassikers/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 19:09:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Matthias Pagani]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[April Hailer]]></category>
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		<category><![CDATA[Janne Marie Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Robert David Marx]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Burgfestspiele in Bad Vilbel sind für viele ein fester Termin im Sommerfestspielplan. Wie in jedem Jahr stehen auch diesen Sommer zwei Musicals auf dem Programm: Den Anfang machte am 14. Juni Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“, gefolgt von der 1960er Jahre Revue „Summer in the City“, die am 30. Juni Premiere feierte. Die Plakate, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Burgfestspiele in Bad Vilbel sind für viele ein fester Termin im Sommerfestspielplan. Wie in jedem Jahr stehen auch diesen Sommer zwei Musicals auf dem Programm: Den Anfang machte am 14. Juni Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“, gefolgt von der 1960er Jahre Revue „<a href="http://www.musicals-online.com/?p=2097">Summer in the City</a>“, die am 30. Juni Premiere feierte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2095 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/20012079a.jpg" alt="" width="300" height="200" />Die Plakate, die eine junge, lasziv dreinblickende Schönheit zeigten, sorgen bei Kennern des Dramas um die Stummfilm-Diva Norma Desmond für Irritationen. Dass Benedikt Borrmann jedoch auch die Rolle der Norma Desmond so ganz anders anlegte, als man es bisher gewohnt war, überraschte sehr. In Bad Vilbel ist Norma Desmond keine stilvolle, alternde Diva, die in ihrer Vergangenheit festhängt, sondern vielmehr eine sprunghafte, latent nymphomane (sie trägt Strapse und ist häufig leicht bekleidet), unter ausgeprägter Schizophrenie leidende, weltfremde Schauspielerin auf dem Abstellgleis.</p>
<p>In der Titelrolle ist April Hailer zu sehen, die zwar durchaus Musical-Erfahrung hat, einem aber nicht sofort einfallen würde, wenn man auf der Suche nach einer exzellenten Sängerin mit bestechender Bühnenpräsenz ist. Und so lässt Hailers Norma Desmond gesanglich sehr viel zu wünschen übrig. Schon bei „Nur ein Blick“ werden die Defizite offenbar: Das Orchester (Leitung: Markus Höller) beginnt zu spielen und man bekommt direkt Gänsehaut, wenn die Streicher einsetzen. Da es Hailer jedoch nicht gelingt, sich auf eine Stimmlage festzulegen, fehlt der rote Faden und die Wirkung dieses Songs verpufft trotz ihrer exzellenten Mimik.</p>
<p>Hailers Stärken liegen ganz klar im Sprechgesang, der absolut akkurat und gewollt disharmonisch ist. Hier kann sie ihr Gespür für Timing ausspielen. Es gelingt ihr vorzüglich, den Wahnsinn der Norma Desmond herauszuarbeiten. Allerdings ist die Bad Vilbeler Norma um ein Vielfaches wahnsinniger, eifersüchtiger und rachsüchtiger als man erwarten würde. Besonders stark fällt auf, dass es ihr – sicherlich regieseitig so gewollt &#8211; gänzlich an Grazie und Stil fehlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2092 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/Bad_Vilbel_Burgfestspiele_Sunset_Boulevard_5-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" />Es wirkt alles aufgesetzt und unnatürlich. Wenn sie dann die große Showtreppe auch noch mehrfach wie ein junges Reh hinaufhüpft, gehen der Stil und die Grandezza, die die Stummfilm-Diva gemeinhin umgeben, gänzlich verloren.</p>
<p>In der Rolle des offenbar geldsüchtigen Joe Gillis lässt sich Robert David Marx von Norma an die Leine legen. Marx kennt die Rolle aus dem Effeff und weiß, wo er die Schwerpunkte setzen muss. Naturgemäß ist es nicht vorgesehen, sich in dieser Rolle in den Vordergrund zu spielen, aber Marx holt alles aus der Rolle des glücklosen Autors heraus, was geht. Seine Interpretation des Titelsongs ist wunderbar bitter. Insbesondere im Zusammenspiel mit Janne Marie Peters (Betty Schaefer) und Andrea Matthias Pagani (Max) kann er unterschiedliche Facetten zeigen.</p>
<p>Die beiden letztgenannten sind es auch, die diese Aufführung – neben dem wieder sehr gelungenen Bühnenbild (Pia Oertel) und dem sehr guten Orchester – sehenswert machen: Peters ist als Betty zuckersüß und selbstbewusst zugleich. Sie setzt gesanglich Maßstäbe und man hört und schaut ihr sehr gern zu. Das romantische Duett mit Marx („Viel zu sehr“) ist ganz im Stil der 1980er Jahre gehalten und wirkt daher im Vergleich zu vielem anderen, was das Publikum an diesem Abend erleben darf, sehr authentisch. Pagani wiederum ist eine sehr elegante Erscheinung. Er gibt den liebevollen Diener bis in jede Haarspitze überzeugend. Ganz besonders begeistert er das Publikum aber in seinen Soli (&#8222;Kein Star wird jemals größer sein&#8220;, „Träume aus Licht “), die vor Schmerz und Verbitterung auf der einen und Liebe und Zuneigung auf der anderen Seite nur so triefen. Ein wunderbares Highlight an diesem Abend!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2094 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/10/Bad_Vilbel_Burgfestspiele_Sunset_Boulevard_4-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" />Im Prinzip braucht es ja nicht mehr als diese vier Personen, um die Geschichte von Norma Desmond und Joe Gillis zu erzählen, doch in Bad Vilbel stehen noch weitere elf Darsteller und sieben Statisten auf der Bühne, die vielfach nicht mehr als singendes, tanzendes Beiwerk sind. Das ist sehr schade, denn einige dieser Darsteller (u. a. Janice Rudelsberger) haben in den letzten Jahren schon gezeigt, dass sie mehr können.</p>
<p>Die Choreographien wurden von Myriam Lifka erarbeitet und präsentieren in erster Linie das Ensemble sehr ansprechend. Nur in wenigen Fällen (bspw. beim Walzer) fällt tänzerisch etwas negativ auf.</p>
<p>„Sunset Boulevard“ in Bad Vilbel ist anders als man es erwartet: Norma Desmond scheint schon in ihrer aktiven Zeit als Star des Stummfilms eine selbstherrliche, selbstverliebte Diva gewesen zu sein, die erwartet, dass alles und jeder nach ihrer Pfeife tanzt. Diese Charaktereigenschaft hat sich in der Inszenierung von Borrmann zu krankhaftem Wahnsinn ausgeweitet, der jegliches Mitgefühl für die alternde Schauspielerin im Keim erstickt. Damit fehlt es der Hauptfigur an Tiefe, was sehr schade ist.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen <em>in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgfestspiele, Bad Vilbel</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 14. Juni 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>April Hailer, Janne Marie Peters, Robert David Marx, Andrea Matthias Pagani</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / Benedikt Borrmann </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Eugen Sommer<br />
</span></div>
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		<title>Mitreißende Musik und eine bekannte Handlung allein genügen nicht immer</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mitreissende-musik-und-eine-bekannte-handlung-allein-genuegen-nicht-immer/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2015 14:16:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Vilbel]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Goodman]]></category>
		<category><![CDATA[Burgtheater]]></category>
		<category><![CDATA[Flashdance]]></category>
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		<category><![CDATA[Julia Waldmeyer]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Kaiser]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Al-Windawe]]></category>
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<div id="body_content">Man ist sofort drin in der Handlung des 80er Jahre Klassiker „Flashdance“: die genauso robuste wie leichtfüßige Schweißerin Alex, ihr mit seinen Aufgaben sichtlich unzufriedener Boss Nick, die leichtgläubige Gloria und ihr gar nicht witziger Komikerfreund Jimmy. Die Handlung des Musicals wurde im Vergleich zum Film deutlich zusammengestrichen (Buch: Tom Hadley und Robert Cary). Man beschränkt sich auf die wesentlichen Charaktere und Hits, die Robbie Roth um weitere Songs ergänzt hat.</p>
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<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Schweißerin Alex, verdient sich nachts als Tänzerin in einem Club etwas Geld dazu, da es ihr großes Ziel ist, eine Ausbildung zur professionellen Tänzerin zu absolvieren. Ihr neuer Boss und späterer Freund Nick lässt seine Beziehungen spielen, damit sie in der renommierten Shipley Tanzakademie vortanzen darf. Dies gefällt der selbstbewussten Alex überhaupt nicht. Zu allem Überfluss stirbt auch noch Hannah, die ihr zeitlebens eine gute Freundin und strenge Ballettlehrerin gewesen war. Doch am Ende zeigt sie der Jury, was sie kann und wird mit Kusshand aufgenommen.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Parallel wird der Druck für ihre Freundin Gloria so stark, dass sie den Verlockungen des neuen Clubs unten an der Straße erliegt – egal wie schmierig dessen Betreiber C. C. auch sein mag. Sie träumt von einer großen Karriere als Showgirl, muss aber schnell feststellen, dass sie dort nur ein Animationsgirl ist. Nachdem ihr Freund Jimmy sie dann auch noch zugunsten seiner vermeintlich vielversprechenden Komiker-Karriere in New York verlässt, flüchtet sie sich in Drogen und Alkohol, bis Alex sie aus diesem Teufelskreis herauszieht.</p>
<p class="Body">Bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel wird das Stück von Christian H. Voss inszeniert, der bereits im fünften Jahr für diese Bühne tätig ist. Das 18-köpfige Ensemble besteht aus Musical-Vollprofis, die allesamt ihre Stärken und Schwächen haben.  Es ist keiner darunter, der in allen drei Sparten überzeugt – und bei einem Musical, in dem Tanzen im Mittelpunkt steht, sind alle drei Sparten gleichermaßen erforderlich.</p>
<p class="Body">Die neuen Songs von Roth werden in der deutschen Übersetzung von Anja Hauptmann vorgetragen, während die Welthits wie „Maniac“, „Manhunt“, „Gloria“ und „What a Feeling“ im englischen Original gesungen werden. Diese Mischung fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Erwartungsgemäß geht das Publikum bei den bekannteren Songs richtig mit, freut sich aber auch über das ein oder andere gut arrangierte Duett zwischen Nick und Alex.</p>
<p class="Body">Die Hauptdarsteller spielen alle gut und können überzeugen. Insbesondere Barbara Goodman gelingt eine herausragende Interpretation der Hannah: Mit viel Witz und Schlitzohrigkeit bringt sie Alex so weit, dass sie sich bei der Shipley Akademie bewirbt. Dass sie nicht einmal einen akzeptablen Sprechgesang über die Rampe bringt, ist zwar erschreckend. Doch irgendwie sieht man es ihr nach, da sie schauspielerisch einfach zu gut ist. Julia Waldmeyer gibt eine sehr sympathische Alex. Der Lockenkopf steht ihr sehr gut und sie weiß ihren Körper rollenkonform zu bewegen. Dass sie nicht an die weltbekannten Tanzszenen zu „What a feeling“ heranreicht, kann man ihr leicht verzeihen. Auch Jennifer Beals konnte diese Erwartungen 1983 nicht erfüllen. Als Stahlwerks-Boss Nick steht Tim Al-Windawe seinen Mann. Er harmoniert im Spiel gut mit Waldmeyer und hat es sichtlich nicht leicht, einen Stich bei der selbstbewussten jungen Frau zu machen, gesanglich hängt sie ihn jedoch ab. Die glücklose Gloria wird von Janice Rudelsberg verkörpert. Sie überzeugt schauspielerisch zu 100 %, es wird aber genauso klar, dass ihr Roths Kompositionen nicht liegen und sie auch Popnummern wie „ Maniac“ nicht souverän präsentieren kann. Der Möchtegern-Comedian Jimmy hat naturgemäß eine sehr dankbare Rolle und Marcel Kaiser füllt diese sehr gut aus. Auch gesanglich kann er als einer von Wenigen überzeugen.</p>
<p class="Body">Das Ensemble fällt vor allem dadurch auf, dass es sich nicht sonderlich geschmeidig bewegt und die Treffsicherheit von Tönen bei vielleicht 80 % liegt. Da wird einem so manches Mal recht mulmig.</p>
<p class="Body">Generell scheint auf den Gesang nicht allzuviel Wert gelegt worden zu sein, denn dass die Darsteller singen können, haben sie in anderen Produktionen deutschlandweit bereits bewiesen. Doch hier wirkt es manches Mal als würden dem Publikum diejenigen DSDS-Teilnehmer vorgeführt, die es keinesfalls in den Recall geschafft hätten („I love Rock’N’Roll“).</p>
<p class="Body">Auch choreographisch gibt es leider keine Highlights zu berichten. Till Nau hat sich bestimmt bemüht, seinen Kollegen die schwungvollen, mitreißenden Choreographien zu vermitteln. Doch schaut man genau hin, sind es nur zwei oder drei Darsteller, die diese auch perfekt umsetzen können.</p>
<p class="Body">Viel Potential wurde aber auch szenisch verschenkt. Ein exemplarisches Beispiel ist die bekannte „Wasserdusche“ zu „What a feeling“ – in Bad Vilbel fällt nur ein kleines Rinnsal auf Alex hinab und sofort schließt sich der Vorhang. Da waren viele Zuschauer zurecht enttäuscht.  Auch das finale Vortanzen irritiert: Der ganze Song wirkt langsamer und Waldmeyer scheint mit angezogener Handbremse zu tanzen, wo man volle Energie erwarten würde. Dennoch erkennt man Elemente aus der Originalchoreographie, die vom Publikum lautstark beklatscht werden.</p>
<p class="Body">Wenn man die diesjährige Inszenierung von „Singin’ in the Rain“ in Bad Vilbel gesehen hat, weiß man, dass dieselben Darsteller auch ganz anders können. Insofern kann man die Ursache für diese mäßige Umsetzung nur beim Kreativteam suchen. Schade, dass „Flashdance“ nicht überzeugen kann.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Burgtheater, Bad Vilbel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>2. Juli 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Julia Waldmeyer, Tim Al-Windawe, Janice Rudelsberg, Barbara Goodman, Marcel Kaiser</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Robbie Roth / Christian H. Voss<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Burgfestspiele Bad Vilbel</span></div>
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