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	<title>Apollo Theater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Apollo Theater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine gelungene, erwachsene Neuinszenierung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:43:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert. Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2225 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für die Premiere im La Jolla Playhouse in San Diego im Herbst 2014 wurde James Lapines Buch von Peter Parnell dahingehend überarbeitet, dass weniger das Süßliche im Mittelpunkt steht, für das Disney so beliebt ist, sondern die einzelnen Charaktere deutlich mehr Tiefgang bekommen.</p>
<p>Auch Alan Menken und Stephen Schwartz haben die Songs überarbeitet bzw. ergänzt und durch den Einsatz eines großes (Kirchen-)Chores der ganzen Show ein noch beeindruckenderes Klangbild gegeben.</p>
<p>Diese neue, „erwachsene“ Ausrichtung wird schon in der ersten Szene spürbar: Frollo ist ein verbitterter, fast schon bösartiger Kirchenfürst. Doch ein Rückblick in seine Vergangenheit zeigt, dass er sich seit Jugendtagen schuldig fühlt, seinen Bruder, der mit einer Zigeunerin durchbrennen wollte, im Stich gelassen  zu haben.</p>
<p>Quasimodo ist demzufolge auch kein Findelkind, sondern der Sohn seines Bruders und damit Frollos eigen Fleisch und Blut. Frollo (gespielt von einem herausragenden Felix Martin) versucht, sich der „Missgeburt“ zu entledigen, bringt es aber nicht über sich und verschreibt sich fortan der Kirche .</p>
<p>Zum „Narrenfest“ wird es nicht nur bunt auf der Bühne, auch die Integration von verschiedenen Religionsspezifischen  Klanginstrumenten ist sehr gelungen. Überhaupt wird hier viel mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen gespielt, die – wenn man sie wahrnehmen möchte – durchaus Spaß machen. König Louis XI , der mit der durch Andrea Merkel bekannt gewordenen Handhaltung des stabilen Dreiecks über die Bühne streitet, ist nur ein Beispiel hierfür.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2227 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg" alt="" width="400" height="256" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson.jpg 540w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Parnells Vorstellung lebt Quasimodo in seiner Welt über den Dächern Paris’ nicht mit einigen wenigen Wasserspeiern zusammen, sondern mit fast zwei Dutzend, die ihm alle gehörig die Meinung sagen, ihm aber auch nahezu bedingungslos zur Seite stehen. Einzig als der frustrierte und verletzte Quasimodo seine steinernen Freunde anzweifelt und beleidigt („Nur aus Stein“), ziehen sie sich (vorübergehend) von ihm zurück.</p>
<p>Jede der Glocken, die in Alexander Dodges Bühnenbild anmutig und gewaltig zugleich erscheinen, hat einen Namen, den Quasimodo ehrfurchtsvoll und voller Liebe ausspricht. „Draußen“ hat einen wunderschönen, kindlichen Charme und ist voller Neugier. David Jakobs gelingt es, den entstellten Glöckner stimmlich sehr verletzlich zu intonieren. Seine Jugend hilft ihm dabei, binnen Sekunden zu einem großen Sympathieträger zu werden.</p>
<p>Das Kostümdesign von Alejo Vietti besticht durch viele Details und eine weniger „schreiende“ Farbenpracht. Es wirkt alles etwas dezenter und natürlicher als man es sonst von Disney-Musicals gewöhnt ist. Kostümwechsel finden vor den Augen der Zuschauer statt, in dem kleine Einzelteile ausgetauscht werden, die das Gesamtbild komplett verändern.</p>
<p>Dies gilt auch für die alle Männer bezirzende Esmeralda (Mercedesz Csampai). Ihr Slow-Motion-Tücher-Tanz ist sehr lasziv gedacht, doch Csampai wirkt zu sehr wie eine Latina und ihr Hüftschwung ist mit dem einer versierten Bauchtänzerin nicht zu vergleichen. Dies mag aber durchaus Absicht von Chase Brock (Choreographie) gewesen sein, denn auch viele Ensemble-Tanznummern haben einen eindeutig spanischen Einschlag, der aber leider von den Tänzern tendenziell wenig akkurat umgesetzt wird.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2229 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei Männer – Frollo, Hauptmann Phoebus  und Quasimodo – wickelt Esmeralda spielend um den Finger. Ihre Zuneigung zu Quasimodo ist echt, sie verbringt Zeit mit ihm im Glockenturm von Notre Dame, lässt sich von ihm Gebärdensprache (toller Clou, denn laut Hugo’s Vorlage hat Quasimodo durch den Lärm der Glocken sein Gehör verloren) beibringen und fühlt sich sichtlich geborgen.</p>
<p>Ihre Stärke zeigt sich insbesondere dann, wenn sie sich frech gegen Frollo stellt.</p>
<p>Dieser sieht in ihr zunehmend eine Bedrohung – nicht nur für seine selbst auferlegte Keuschheit. Die erblühende Leidenschaft zwischen Esmeralda und Phoebus ist ihm ebenso ein Dorn im Auge wie die Zuneigung, die Esmeralda ganz offensichtlich für Quasimodo hegt. „Feuer der Hölle“ ist folgerichtig sehr intensiv, denn Felix Martin wird vom Chor großartig unterstützt – Gänsehaut pur!</p>
<p>Hauptmann Phoebus (Maximilian Mann) ist nicht bloß der tumbe Schönling, den man aus dem Disney-Trickfilm kennt, sondern hat durchaus Charakterstärke, die sich insbesondere in seinem Widerstand gegen Frollo zeigt. Den Kampf zwischen Frollo und Phoebus am Ende des ersten Akts beenden die Zigeuner mit einem (viele Zuschauer erschreckenden) Knalleffekt. Damit retten sie jedoch beiden Kontrahenten das Leben.</p>
<p>Doch das Drama geht weiter: Quasimodo muss mit ansehen, wie sich Esmeralda und Phoebus lieben, und Frollo verspricht Esmeralda Phoebus das Leben zu schenken, wenn sie ihm zu Willen ist. Sie willigt nur scheinbar ein, doch nachdem Phoebus bei Quasimodo in Sicherheit ist, wendet sie sich von Frollo ab und landet daher auf dem Scheiterhaufen. Dort spuckt sie Frollo ins Gesicht und sieht ihrem Ende entgegen. Doch Quasimodo rettet sie, während sich Clopin  um Phoebus Sicherheit kümmert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2228 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg" alt="" width="400" height="298" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Leider hält das vermeintliche Glück nicht lange: Esmeralda stirbt kurz nach ihrer Rettung, woraufhin sich Quasimodos geballte Wut entlädt und er den Verursacher allen Leids, Frollo, vom Kirchturm wirft.</p>
<p>Parnells Buch ist deutlich dichter dran an Victor Hugo’s düsterer Vorlage und lässt den „Disney-Filter“ weitgehend weg. Nicht unbedingt das Richtige für kleinere Kinder, aber ab 12 Jahren kann man die Handlung sicherlich verarbeiten. In Kombination mit symphonischen Showstoppern wie „Herz aus Stein“, „Hilf den Verstoß’nen“ und natürlich dem Ohrwurm „Einmal“ – der in der neuen Inszenierung sehr ruhig und melancholisch ist – wird der „Glöckner von Notre Dame“ richtig erwachsen.</p>
<p>Der Star der Show ist neben Quasimodo der 24-köpfige Chor, der mal a capella, mal als Verstärkung des Ensembles richtig Druck macht und für zahlreiche Gänsehautschauer sorgt. Die Zigeuner hingegen bleiben trotz schwungvoller Songs („Drunter Drüber“) blass, gleiches gilt für ihren „König“ Clopin (Gavin Turnbull), der zwar mit viel Wortwitz agiert, aber so richtig präsent ist er nicht.</p>
<p>Dafür haben die Wasserspeier – wie bereits erwähnt – deutlich an Bedeutung hinzugewonnen. &#8222;Ein Mann wie du&#8220;, Wie aus Stein&#8220; und das finale „Einmal“ bestechen durch Witz, Freundschaft und Tiefgang. Insbesondere die letzte Szene, in der zunächst alle mit Masken und entstellt auf die Bühne kommen, was am Ende durch Quasimodo aufgelöst wird, indem er sich selbst von Buckel und Maske befreit, bleibt lange im Gedächtnis haften.</p>
<p>Die neue Tourfassung von „Der Glöckner von Notre Dame“ ist sehens- und hörenswert. Das Bühnenbild wirkt durch seine Holzkonstruktion spartanisch und warm zugleich. Das Orchester (in Stuttgart unter der bewährten Leitung von Bernhard Volk) verleiht Menkens Kompositionen genau das richtige Volumen und bringt sowohl die leisen Töne als auch die symphonischen Passagen absolut souverän zu Gehör.</p>
<p>Die aktuelle Besetzung ist durch die Bank gut, allen voran David Jakobs, der den verspielten, naiven und liebenswert ehrlichen Quasimodo sowohl spielerisch als auch gesanglich von der ersten bis zur letzten Minute sehr glaubwürdig durch die Achterbahn der Gefühle steuert. Felix Martin gelingt der Spagat zwischen Frollos durch eigene Fehler und dem klerikalen Machtmenschen bedingte Verbitterung hervorragend. Es ist spannend zu sehen, wie Martin hinter dieser streitbaren und umstrittenen Figur verschwindet. So kennt man ihn ganz sicher nicht. Und Mercedesz Csampai legt Esmeralda weniger oberflächlich an als man es sonst gewohnt ist. Manchmal ist sie jedoch zu ernst und zu erwachsen, da wäre etwas mehr Leichtigkeit schöner gewesen.</p>
<p>Doch auch in Scott Schwartz&#8217;s Inszenierung sind es die Wasserspeier, die das gesellschaftliche Gewissen repräsentieren. Hier findet sich jeder in der ein oder anderen Ansicht oder Haltung wieder. Großartig!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span class="Bold" style="color: #003366;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. Februar 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>David Jakobs</span>, Felix Martin, Maximilian Mann, Mercedesz Csampai, Gavin Turnbull</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Scott Schwartz / Alan Menken</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> D. Overmann / J. Persson</span></div>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Eine unterhaltsame Familien-Show auf Deutschlandtour</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-show-im-falschen-theater/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 10:10:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 20.05.2018 Das wohl bekannteste Kindermädchen macht Station in Hamburg. Im Theater an der Elbe tanzen Mary Poppins, Schornsteinfeger Bert und Familie Banks durch einen kurzen, sehr bedeutsamen Lebensabschnitt der Familie. Optisch steht die Hamburger Fassung den Wiener und Stuttgarter Inszenierungen in nichts nach, auch die Hauptdarsteller kennt man schon, denn Elisabeth Hübert und David ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Update, 20.05.2018</h3>
<p>Das wohl bekannteste Kindermädchen macht Station in Hamburg. Im Theater an der Elbe tanzen Mary Poppins, Schornsteinfeger Bert und Familie Banks durch einen kurzen, sehr bedeutsamen Lebensabschnitt der Familie.</p>
<p>Optisch steht die Hamburger Fassung den Wiener und Stuttgarter Inszenierungen in nichts nach, auch die Hauptdarsteller kennt man schon, denn Elisabeth Hübert und David Boyd haben auch für den Hamburger Tourstop ihre Rollen aus Stuttgart und Wien wieder übernommen.</p>
<p>David Boyd scheint in der Rolle des tanzenden und singenden Kleinkünstlers und Gelegenheitsarbeiters Bert seine Paraderolle gefunden zu haben. Einmal mehr überzeugt er von der ersten bis zur letzten Minute. Auch Elisabeth Hübert liegt die bittersüße Mary durchaus, auch wenn ihre Fröhlichkeit manchmal etwas zu aufgesetzt wirkt. Tänzerisch zeigt sie jedoch an diesem Abend nicht ihre stärkste Leistung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-401 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary-266x400.jpg" alt="Vereinigte Bühnen Wien present Disney's and Cameron Mackintosh's MARY POPPINS, directed by Richard Eyre, codirector and choreography Matthew Bourne starring Annemieke van Dam (Mary Poppins), David Boyd (Bert), Reinwald Kranner (George Banks), Milica Jovanovic (Winifred Banks), Tania Golden (Mrs. Brill), Maaike Schuurmans (Miss Andrew), Dick Lohr (Generaldirektor/Admiral Boom), Niklas Abel (Robertson Ay), Sandra Pires (Vogelfrau) Deutschsprachige Erstaufführung am 1. Oktober 2014 im Ronacher Theater, Wien" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Livio Cecini erinnert stark an Monty Python’s John Cleese, was es zu Beginn etwas schwierig macht, ihm die ernste, verbitterte Seite abzunehmen. Umso glaubwürdiger ist er dafür aber gegen Ende der Show, wenn er den Bankenbossen seine Meinung geigt. Lisa Kolada ist eine wunderbar selbstbewusste Winifred Banks. Das passt zwar nicht so ganz zu dem Bild, welches man eigentlich von der liebenden Ehefrau und Mutter hat, doch Kolada wirkt authentisch und hat mit „Mrs. Banks zu sein“ einen ganz starken Moment.</p>
<p>Die beiden Kinder Jane und Michael wollen in der besuchten Vorstellung nicht so recht überzeugen. Sie reichen weder gesanglich noch schauspielerisch an andere Nachwuchsdarsteller heran, die man bisher in diesen Rollen gesehen hat – ganz zu schweigen von den Kindern, die diese Rollen am Londoner West End gespielt haben.</p>
<p>Das Personal der Banks, Mrs. Brill und Robertson Ay, werden von Heike Wiltrud Schmitz und Niklas Abel gespielt. Im Vergleich zu früheren Inszenierungen bleiben die beiden jedoch eher blass, auch wenn ihre Comedy-Einlagen das Publikum durchaus erfreuen.</p>
<p>Die schauderhafte Miss Andrew gibt Maaike Schuurmans, die sichtliche Freude daran hat, diesem bösartigen, egoistischen Charakter Leben einzuhauchen. Dass sie gesanglich über jeden Zweifel erhaben ist, kann sie jedoch leider nur andeuten.</p>
<p>Erwähnenswert ist definitiv auch Michael Clauder, der als Admiral Boom breitestes Hamburgisch spricht und Maik Lohse, der als sächsischer Parkwächter für viele Lacher sorgt.</p>
<p>Hat man die Show mehrfach gesehen, achtet man natürlich noch viel mehr auf das drum herum. Die originellen Schattenspiele beim Drachensteigenlassen zum Beispiel oder das herausragende Lichtdesign bei „Schritt für Schritt“ und das tolle Bühnenbild insbesondere in der Bank. Hier waren eindeutig Könner am Werk, die wissen, wie man eine magische Show kreiert!</p>
<p>Leider fällt aber im gleichen Ausmaß auf, das die Choreographien auch einige Wochen nach der Hamburg-Premiere noch nicht sitzen. Zu viele kleine Asynchronitäten und verspätete Einsätze trüben den Genuss etwas.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-406 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop-400x266.jpg" alt="mp_stu_prio2_szenenmotiv_rooftop" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch das Publikum achtet im allgemeinen nicht auf diese Details. Die Zuschauer feiern „Supercalifragilistic“ genauso wie „Chim Chim Cheree“ oder „Alles was wir wollen kann passieren“.</p>
<p>Apropos Publikum, es scheint inzwischen nicht nur Usus zu sein, dass man in Alltagskleidung (zerrissene Jeans, fleckige Pullis, ausgelatschte</p>
<p>Schuhe) ins Musical geht. Vielmehr greift es wie eine Seuche um sich, dass im Theater nicht nur gegessen und getrunken wird, sondern dass das Bühnengeschehen hörbar kommentiert und im Extremfall die Songs sogar mitgesungen werden.</p>
<p>Die auf diese Art engagierten Zuschauer sind sich des Ärgernisses, das sie auslösen, zumeist nicht bewusst, manchmal ist es ihnen aber schlichtweg egal.</p>
<p>Diese Respektlosigkeit gegenüber den Künstlern auf, unter, vor und hinter der Bühne ist kaum mehr zu ertragen und man kann sich nur wünschen, dass diese Entwicklung irgendwie gestoppt werden kann.</p>
<p>Denn die Künstler auf der Bühne geben jeden Abend ihr Bestes, um die Gunst des Publikums zu erlangen! Der langanhaltende Applaus im Theater an der Elbe zeigt an diesem Abend ganz klar die Dankbarkeit der Mehrheit der Zuschauer für eine unterhaltsame, gelungene Show. Dem kann ich mich nur anschließen! Danke für zweieinhalb Stunden gute Laune und die Energie, die Ihr jeden Abend wieder über die Rampe bringt!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p>Disney’s Bühnenversion von „Mary Poppins“ ist wundervoll. Das haben London und <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=151">Wien</a></span> eindrucksvoll bewiesen. Die Stuttgarter Inszenierung ist 1:1 aus Österreich übernommen und bietet produktionstechnisch folglich keine Überraschungen. Bühnenbild und Kostüme (beides Bob Crowley) sind prachtvoll und farbenfroh, die Choreographien (Matthew Bourne, Stephen Mear) mitreißend (wenn auch an einigen Stellen etwas unausgereift und holprig) und die Charaktere gut erarbeitet (Regie: James Powell). Bleiben also die Darsteller, denen wir uns ausführlich widmen können.</p>
<p>Elisabeth Hübert ist eine resolute und doch warmherzige Mary Poppins. Mehr als einmal lässt sie hinter der strengen Fassade die herzensgute, liebevolle Mary aufblitzen. Sie passt stimmlich sehr gut auf die Rolle und kommt während der schwungvollen Tanzszenen nur selten hörbar aus der Puste.</p>
<p>Ihr zur Seite steht der unermüdliche Optimist Bert, den David Boyd nach Wien auch in Stuttgart in Perfektion spielt. Er und seine steppenden Schornsteinfeger-Kollegen versprühen jede Menge guter Laune und sorgen zusammen mit „Supercalifragilistisch“ für eine von nur zwei ausgiebig beklatschten Szenen.</p>
<p>„Schritt für Schritt“ hat zudem eine sehr gute Dramaturgie, Musik, Tänzer und Szenerie ziehen das Publikum vollkommen in ihren Bann.</p>
<p>Livio Cecini gibt einen nicht nur optisch überzeugenden Mr. Banks. Er erinnert an John Cleese, ist aber bei weitem nicht so schlaksig. Er spielt rollenentsprechend überheblich, aber nicht so eklig und distanziert, wie man es in anderen Inszenierungen schon erlebt hat. Cecini landet einen der größten Lacher, als er ein Investitionsgesuch in der Bank mit den Worten abschmettert: „Dann gehen Sie doch zur Deutschen Bank!“. Sein „Supercalifragilistisch“ und der wahnwitzige Ausraster in Erwartung seiner Kündigung sind großartig! So nahbar hat man George Banks selten erlebt.</p>
<p>Als seine unerwartet selbstbewusste Gattin Winifred ist Jennifer van Brenk zu sehen. Wie sie sich gegenüber Georges Chef in der Bank behauptet ist super. Etwas befremdlich wirkt es dagegen, wenn sie ihren Mann nachäfft und die Vorstellung ihrer Kinder ins Alberne abgleitet.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-399 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1-400x255.jpg" alt="MARY POPPINS, mit Elisabeth Hübert (Mary Poppins), David Boyd (Bert), Livio Cecini (George Banks), Jennifer van Brenk (Winifred Banks), Maaike Schuurmans (Miss Andrew), Betty Vermeulen (Vogelfrau), Petra Welteroth (Mrs. Brill), Niklas Abel (Robertson Ay), Dirk Lohr (Admiral Boom), Roimata Templeton (Miss Lark) und Anastasia Bain (Miss Corry)" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Kinder&#8230; Dass die Besetzung von Kinderrollen in Deutschland seit jeher problematisch ist, weiß man. Die Qualität der Kinderdarsteller am West End oder Broadway erreichen „unsere“ Kinder nie. Aber es wäre doch schön, wenn sie zumindest singen könnten. Zina Strunz und Benedikt Neuhoff können als Jane und Michael leider nicht einmal einen Niedlich-Bonus einheimsen. Michael ist ein Lausejunge, wie er im Buche steht, und pöbelt ganz gern. Er spielt insgesamt recht gut und auch sein Gesang ist solide. Strunz hingegen schreit sich weitgehend durch den Abend und wirkt auch im Spiel noch recht unsicher. Aber vielleicht gibt sich das ja im Laufe der Spielzeit.</p>
<p>Das Personal von Familie Banks, Mrs. Brill und Robertson Ay, wird von Petra Welteroth und Niklas Abel gegeben. Abel spielt absolut rollendeckend. Welteroth legt aber ihm gegenüber noch eine Schippe drauf, ist herrlich herrisch und gestresst. Beide können nichts dafür, dass die Dialoge in der Szene, in der die Küche in Trümmer gelegt wird, recht platt sind. Aber Welteroth erreicht das Publikum mit ihrem schwäbischen Fluch am Ende des Stücks problemlos. Schade jedoch, dass das lange, laute „Sirenengeheul“ dadurch entfällt. Aber hierzulande hätte vermutlich niemand diesen Ton einem britischen Krankenwagen zugeschrieben.</p>
<p>Eine Besonderheit (an diesem Abend?) ist die Doppelrolle von Maryanne Kelly, die als Vogelfrau und fruchtbares Kindermädchen Miss Andrew zu erleben ist. Als Miss Andrew ist sie herrlich eklig und ihr „Krautsaft und Fischöl“ ist wirklich sehr schwer bekömmlich. Als Vogelfrau jedoch ist sie etwas zu hart und ihre tiefe, volle Stimme mag nicht so recht zu der gefühlvollen Ballade „Futter“ passen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-400 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert-400x291.jpg" alt="mary_stu_prio1_szenenmotiv_bert" width="400" height="291" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert-400x291.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Des Weiteren sind noch Anastasia Bain und Maik Lohse zu erwähnen: Bain ist die wundervolle, freche Mrs. Corry. Ihre voluminöse Gospelstimme passt perfekt zu dieser selbstbewussten Figur. Lohse taucht in vielen Szenen als Parkwächter auf. Seine sächsischen Kommentare sind lustig und seine Begeisterung für das Drachensteigenlassen weckt bei den Zuschauern Kindheitserinnerungen. Wer fand es nicht toll, seinen Drachen hoch am Himmel im Wind tanzen zu sehen?</p>
<p>Alles in allem also ein wirklich schönes, neues Familienmusical. Wären da nicht ein paar Ungereimtheiten im Gesamteindruck: Die eigentlich sehr energiegeladene Show kann genau diese diese Energie leider nicht gänzlich über die Rampe bringen. Nicht ohne Grund dauert es fast den kompletten ersten Akt bis das Publikum zum ersten Mal Szenenapplaus spendet („Supercalifragilistisch“), obwohl es auch schon vorher genug Gelegenheiten dafür gegeben hätte. Die Dialoge sind teilweise zu leise, so dass man nicht jedes gesprochene Wort verstehen kann. Gesang und Orchester hingegen sind wiederum sehr gut ausgesteuert. Bernd Steixner heizt seinen Musikern ordentlich ein!</p>
<p>Die schlichte Größe der Bühne im Apollo Theater, auf der die Kulissen manchmal etwas verloren wirken (bspw. das viel zu dunkle Kinderzimmer oder auch das eben nicht bühnenfüllende aufgeklappte Haus der Banks’ und die sehr breiten Seitenbegrenzungen in der Parkszene), wird zu einem Störfaktor. Im Vergleich zu der optisch sehr kompakten Inszenierung im <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=151">Wiener Ronacher</a></span> wirkt hier vieles wie auf einer Guckkastenbühne.</p>
<p>Doch natürlich verfehlen Großkulissen wie die beeindruckende Bank und Effekte wie die von der Bühne in den Saal fliegenden Sterne beim Finale („Alles was wir wollen, kann passieren“) sowie der kleine Zug, der bei der Vogelfrau-Szene im Hintergrund entlangfährt, ihre Wirkung nicht.</p>
<p>Ein weiteres Manko war das Verhalten des Publikums: Unterhaltungen und Kommentierungen des Bühnengeschehens bis hin zum Mitsingen der bekannten Songs scheinen heutzutage total akzeptabel zu sein. Zumindest war dies in den Reihen vor und hinter mir der Fall. Wenn dann das Theater wie in der besuchten Vorstellung nur im Parkett gefüllt ist und die Ränge leer bleiben, fällt solch ein schlechtes Benehmen noch mehr auf. Man kann nur hoffen, dass die Künstler auf, unten und neben der Bühne möglichst wenig hiervon mitbekommen.</p>
<p>Denn das Ensemble gibt alles, damit „Mary Poppins“ funktioniert. Und mit dem Buch (Julian Fellowes), der Musik und der aktuellen Besetzung sind hierfür die besten Voraussetzungen geschaffen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. Oktober 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Elisabeth Hübert, David Boyd, Livio Cecini, Jennifer van Brenk, Petra Welteroth, Niklas Abel, Anastasia Bain, Maik Lohse</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Richard M. Sherman &amp; Robert B. Sherman sowie George Stiles &amp; Anthony Drewe / James Powell<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Stage Entertainment</span></div>
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		<title>Broadway-Feeling im Schwabenländle</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/broadway-feeling-im-schwabenlaendle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 09:20:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Lucy Scherer]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Wicked]]></category>
		<category><![CDATA[Willemijn Verkaik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich kann auch Deutschland am weltweiten Hype um die beiden Hexen von Oz teilhaben. Seit 15. November ziehen die grüne Elphaba und die aufmerksamkeitsheischende Glinda das Publikum im Palladium Theater in ihren Bann. Stephen Schwartz’ Kompositionen funktionieren auch mit einem deutlich kleineren Orchester als am Broadway, die Ozianer begeistern auch in geringerer Anzahl als im ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Endlich kann auch Deutschland am weltweiten Hype um die beiden Hexen von Oz teilhaben. Seit 15. November ziehen die grüne Elphaba und die aufmerksamkeitsheischende Glinda das Publikum im Palladium Theater in ihren Bann.</p>
<p class="Body">Stephen Schwartz’ Kompositionen funktionieren auch mit einem deutlich kleineren Orchester als am Broadway, die Ozianer begeistern auch in geringerer Anzahl als im West End. „Wicked“ ist eine perfekte Show, bei der von Musik über Bühnenbild bis hin zu Story und Kostümen einfach alles stimmt. Die Zuschauer werden in die magisch-grüne Welt von Oz hineingezogen und verlassen das Theater wie verzaubert.</p>
<p class="Body">„Wicked“ bringt mehr als nur einen Hauch von Broadway ins beschauliche Stuttgart-Möhringen. Die Standortfrage wurde lange diskutiert und auch nach der Show darf man auf die längerfristige Akzeptanz der Show durch das schwäbische Publikum gespannt sein. Der Boden für einen großen Erfolg ist in jedem Fall bereitet.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1310">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das deutsche Ensemble braucht sich hinter seinen internationalen Kollegen nicht zu verstecken. Angelika Wedekind gibt eine hervorragende Madame Akaber (im Original Mme. Morrible), die mit viel Wortwitz und unterschwelliger Intriganz von der ersten bis zur letzten Minute überzeugt. Carlo Lauber nimmt man den „seelenvollen Mann“ und Zauberer von Oz durchaus ab, ein bisschen mehr manipulative Hinterhältigkeit würde seiner Interpretation jedoch gut zu Gesicht stehen. Dass Lauber weder ein herausragender Sänger und Tänzer ist, kann man ihm verzeihen. Nicole Radeschnig beweist viel Leidensfähigkeit als Nessarose und bleibt trotz ihres noch sehr jungen Alters vor allem wegen ihres lupenreinen Gesangs in Erinnerung. Stefan Stara gibt den Moq (im Original Boq) leider sehr hart und abgeklärt. Das Sympathische, Naiv-Verliebte des Manschkin-Jungen und das Mitleiderregende des späteren Blechmanns gelingt ihm jedoch nicht zu transportieren. Auch gesanglich lässt sich aus seinen beiden Songs sehr viel mehr herausholen.</p>
<p class="Body">Kommen wir zu den drei Hauptpersonen, aus deren Dreiecksbeziehung sich eine Geschichte mit großer Tragweite für ganz Oz entwickelt.</p>
<p class="Body">Mark Seibert, der als Fiyero die Wahl hat zwischen der hübschen und beliebten Glinda und der grünen und aufmüpfigen Elphaba, gibt den Beau nicht ganz so vergnügungssüchtig du egozentrisch wie in anderen Inszenierungen. Doch das schadet der Figur keineswegs, im Gegenteil: Der zusätzliche Tiefgang macht den Fiyero bedeutender für den Fortgang der Geschichte und hebt diese eher undankbare Herrenrolle aus dem Dasein als hübsches Anhängsel heraus. Optisch wie gesanglich lässt Seibert es an nichts vermissen. Sein schöner warmer Tenor passt ausgezeichnet zu Schwartz’ Popkompositionen.</p>
<p class="Body">Die schöne, beliebte und am Schluss der Show offiziell als „gut“ geadelte Glinda spielt die junge Lucy Scherer. Ein Springinsfeld voll überbordender Energie und Lebensfreude, der versucht, alle in seine rosarote Prinzessinnenwelt zu ziehen. Die Freude am Spiel ist der Regensburgerin in jeder Szene anzumerken. Besonders überzeugend gelingen ihr Szenen wie „Heiß geliebt“ (im Original „Popular“), wo sie quietschend über die Bühne springt und versucht, Elphaba von ihrem Lebensstil zu überzeugen. Durch ihre fröhliche und mitreißende Interpretation verzeiht man ihr auch, dass sie nicht alle Gesangspassagen 100%ig meistert. Es passt einfach zu dem Bild der gar nicht s perfekten Glinda.</p>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1705 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Wicked2_2007.png" alt="" width="260" height="335" />Bleibt noch Elphaba, deren Liebe zu Fiyero einen Keil zwischen sie und Glinda treibt und deren Einladung zum Zauberer von Oz die Eifersucht Glindas noch weiter schürt.</p>
<p class="Body">Mit der Holländerin Willemijn Verkaik hat die Stage Entertainment eine Künstlerin verpflichtet, die optisch &#8211; mit Eleganz und Bühnenpräsenz -, stimmlich – ihr „Frei und Schwerelos“ (im Original „Defying Gravity“) ist einer von Idina Menzel kreierten Rolle mehr als würdig -, und schauspielerisch – ihre ausdrucksstarke Mimik ist atemberaubend – schlichtweg zauberhaft ist. Einfach wundervoll!</p>
<p class="Body">Ohne Zweifel können sich beide deutschen Hexen mit ihren Kolleginnen in London messen und würden nicht verlieren…</p>
<p class="Body">Kleinere Änderungen machen die Show Deutschland-kompatibel: Zahlreiche Anspielungen und Erläuterungen zum „Zauberer von Oz“, dessen Handlung „Wicked“ teilweise nachgelagert ist, teilweise parallel dazu verläuft, sollen das Publikum noch weiter in die magische Welt von Oz integrieren. Doch eigentlich braucht es diese Anspielungen nicht, denn „Wicked“ ist auch ohne die Rahmenhandlung eine zauberhafte Geschichte um eine sehr spezielle Freundschaft zweier Hexen wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.</p>
<p class="Body">Optisch hält man sich weitestgehend an die internationalen Produktionsvorgaben. Lediglich das Astgeflecht wurde noch weiter in den Saal hineingezogen und ermöglicht so den fliegenden Affen bei ihrer Befreiung auch über die Köpfe des Publikums zu entfliehen. Ein toller Effekt!</p>
<p class="Body">Davon abgesehen, überzeugen Kostüm-, Masken- und Bühnenbildabteilungen auch in Deutschland auf ganzer Linie. Obgleich keine Disney-Produktion ist „Wicked“ an Farbenfreude kaum zu überbieten und liefert in vielen Szenen ein optisches Feuerwerk.</p>
<p class="Body">Der größte Unterschied zu den internationalen Produktionen liegt natürlich in der Sprache. Man hat sich hierzulande daran gewöhnt, dass bei Broadway- oder West End Importen jedes Wort übersetzt wird. Manchmal gelingt dies sehr gut, wie bspw. im Fall von „We Will Rock You“, manchmal wird, wie im Fall von „Mamma Mia!“ die deutsche Sprache doch sehr verbogen, um passend gemacht zu werden.</p>
<p class="Body">Die Trennung der Übertragung von Dialog- und Songtexten hat sich hierbei sehr bewährt. Bei „Wicked“ zeichnet erneut Ruth Deny („3 Musketiere“, „Mamma Mia!“, etc.) für die Adaption der Dialoge verantwortlich. Ihr Gespür für Pointen stellt sie mehr als einmal unter Beweis und so verzeiht man ihr auch Stilblüten wie „Dorothy’s Hündchen Lotto, nee Toto“. Spitzfindig und geistreich liefern sich die Protagonisten ihre verbalen Schlagabtausche dank Ruth Deny.</p>
<p class="Body">Auch bei den Songtexten von Michael Kunze gibt es nur wenig auszusetzen. Wer das Original nicht kennt, fühlt sich mit den Adaptionen des erfahrenen Musicalautors sehr wohl. Kritisch wird es nur dort, wo die Bedeutung von Inhalten verändert wird. Wenn von einem „Tag in der grünen Smaragdstadt“ gesungen wird, fragt man sich unweigerlich, ob es auch gelbe, rote und blaue Smaragde gibt (im Original heißt es „One short day in the Emerald City“). Aus dem kämpferisch-herausfordernden „Defying Gravity“ ein fröhliches „Frei und Schwerelos“ zu machen, zielt auch deutlich an der eigentlichen Aussage des Songs vorbei. Und wenn die Bürger von Oz konstatieren „Keiner weint um Hexen“ (im Original „No one mourns the Wicked“) scheinen alle zu vergessen dass auch Glinda eine Hexe ist. Doch wir wollen die Liste nicht zu lang werden lassen… Durch diese Uminterpretationen verschieben sich Inhalte und Beziehungen zwischen den Charakteren, die Kennern des Originals nur bedingt gefallen. Der größte Fauxpas ist jedoch der krampfhafte Versuch, das Wort „Wicked“ in der Inszenierung unterzubringen. Am Schluss von Fiyeros und Elphabas Duett „Solang ich Dich hab“ sagt Elphaba im Original „For the first time of my life I feel … wicked!“. Funktioniert perfekt und jeder weiß, was gemeint ist. Auf Deutsch sagt sie dann folgerichtig: „Zum ersten Mal im Leben fühle ich mich … wicked!“ <em>Wie bitte???</em> Die Bedeutung des Wortes „wicked“ im Englischen ist vielschichtig und sicherlich nicht leicht zu übersetzen, doch warum man in dieser Szene vollkommen inkonsequent das englische Wort benutzt und nicht ein weitaus zweckdienlicheres und verständlicheres „verzaubert“ einsetzt, erschließt sich nicht.</p>
<p class="Body">Doch trotz dieser kleinen textlichen Schwächen ist „Wicked“ eine Show, die man in Deutschland gern länger sehen würde. Auch wenn das Wetter am Premierenabend sehr frostig war und das Premierenpublikum zwar begeistert, aber wenig wirklich frenetisch war, hoffen wir, dass sich dieser Import lange auf deutschen Bühnen halten wird. Denn „Wicked“ ist eine Show, die man – nicht nur als Musicalfan – gesehen haben muss!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>November 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Lucy Scherer, Mark Seibert, Willemijn Verkaik</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Joe Mantello  / Stephen Schwartz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment</span></div>
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		<title>Die Kaiserin hält Hof in Stuttgart</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-kaiserin-haelt-hof-in-stuttgart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2005 16:56:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Maike Boerdam]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Gaik]]></category>
		<category><![CDATA[Olegg Vynnyk]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gut eineinhalb Jahre nachdem sich „Elisabeth“ von bundesdeutschen Bühnen verabschiedete – und laut Stage Holding Geschäftsführer Maik Klokow mittelfristig auch nicht wieder dorthin zurückkehren sollte – feierte das weltweit erfolgreiche Musical von Sylvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Text) am 6. März seine Wiederaufnahme im Stuttgarter Apollo Theater. Bis Ende April läuft in Wien parallel ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Gut eineinhalb Jahre nachdem sich „Elisabeth“ von bundesdeutschen Bühnen verabschiedete – und laut Stage Holding Geschäftsführer Maik Klokow mittelfristig auch nicht wieder dorthin zurückkehren sollte – feierte das weltweit erfolgreiche Musical von Sylvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Text) am 6. März seine Wiederaufnahme im Stuttgarter Apollo Theater.</p>
<p class="Body">Bis Ende April läuft in Wien parallel die Jubiläumsproduktion mit Maya Hakvoort in der Titelrolle, Máté Kamarás als Tod und Serkan Kaya als Luigi Lucheni. Ab Mai stehen dann einzig die knapp 40 Künstlerinnen und Künstler der schwäbischen Inszenierung im Mittelpunkt der Berichterstattung. Und genau das haben sie sich auch verdient.</p>
<p class="Body">Das Stück vom Erfolgsteam Levay und Kunze beschreibt die österreichische Kaiserin nicht verkitscht-romantisch wie uns die 50er Jahre Filme von Ernst Marischka Glauben machen wollen, sondern hart und schonungslos, was auch bedeutet, dass Elisabeth teilweise als kalt und herzlos erscheint. Die lebensfrohe bayerische Prinzessin endet nach einem Leben als widerspenstige und starrsinnige Kaiser-Gattin als einsame alte Frau.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1074">
<div class="style_2">
<p class="Body">Diese Rolle erfordert eine große schauspielerische und gesangliche Bandbreite und wurde entscheidend mitgeprägt von Pia Douwes – für viele die einzig wahre Bühnenkaiserin! Aber ihre Stuttgarter Nachfolgerin (mit Essener „Elisabeth“-Erfahrung), Maike Boerdam muss sich hinter ihr nicht verstecken. Sie konnte sich von dem großartigen, sicherlich auch erdrückenden, Vorbild lösen und liefert eine eigene originelle und herzergreifende Interpretation der meist-bewundertsten und zutiefst leidenden Frau des 18. Jahrhunderts. Selbst Pia Douwes kommentierte Boerdams Leistung am Premierenabend nach der Szene in der Nervenklinik („Gar nichts“) mit einem spontanen „Schön!“. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p class="Body">Die Geschichte von Elisabeth wird als Rückblende erzählt. Es ist ihr Mörder, Luigi Lucheni, der dem Publikum das geheimnis-umwitterte Leben dieser einmaligen Frau näher bringt. Der Part des Erzählers beinhaltet eine hohe Kommunikationsfähigkeit, da der Darsteller das Publikum ganz in seinen Bann ziehen muss, um mit dessen Emotionen spielen zu können. Bei der Besetzung dieser Rolle hat man mit Carsten Lepper ebenfalls auf Bewährtes zurückgegriffen. Gemeinsam mit Regisseur und Choreograph Dennis Callahan hat Lepper die Figur des Lucheni weiter entwickelt (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Carsten_Lepper_2005.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=899">Interview</a></span>). Er beherrscht es perfekt, den Elisabeth-Mörder verrückt und allwissend zugleich darzustellen. Im Gegensatz zur Essener Inszenierung ist der Lucheni in Stuttgart jedoch weniger clownesque, sondern wesentlich berechnender und Leppers „neue“ Version von „Kitsch“ trieft nur so vor Sarkasmus und Geringschätzung für die leichtgläubigen Mitbürger Elisabeths.</p>
<p class="Body">Für die geheimnisvoll-düsteren Szenen des Abends ist Olegg Vynnyk in der Rolle des Todes verantwortlich. Es kann keinen Zweifel geben, dass Vynnyk diese ausdrucksstarke Rolle brillant verkörpert. Das Knistern der Anziehung zwischen ihm und der todessüchtigen Elisabeth ist bis in den letzten Reihen des Theatersaals spürbar. Ebenso mystisch wie leidenschaftlich zieht er das Publikum in seine Welt: Fassungslos erleben die Zuschauer, wie der Tod die Kaiserin von Österreich endgültig für sich gewinnt und im Dunkel der Bühne des Apollo Theaters verschwindet.</p>
<p class="Body">Der dritte Hauptdarsteller mit „Elisabeth“-Erfahrung ist Nico Gaik, der als verzweifelter, freiheitsliebender Kronprinz Rudolf eine gute Leistung abliefert. Genauso wie Ivar Helgason (Kaiser Franz Joseph) holt er aus seiner Rolle das Maximum heraus. Leider sind jedoch diese beiden Charaktere nur sehr wenig ausgereift und haben gegen Elisabeth, den Tod und Lucheni keine Chance, so dass sie während des gesamten Stück blass bleiben.</p>
<p class="Body">Ganz im Gegenteil zu ihren beiden letztgenannten Kollegen machen Susan Rigvava-Dumas (Erzherzogin Sophie) und Kaatje Dierks (Elisabeths Mutter / Frau Wolf) ihre Soli zu Showstoppern. Mit „Ist Das Nun Mein Lohn?“ weckt Rigvava-Dumas tiefes Mitleid für die vom Sohn zugunsten der Ehefrau verstoßene Mutter. Die Verletzlichkeit einer nach außen hin sehr starken und emotional kalten Frau (vor allem im ersten Akt: „Eine Kaiserin Muss Glänzen“) bringt Rigvava-Dumas perfekt auf den Punkt. Dierks nutzt ihre einzige Chance und gewinnt mit Energie und schöner Stimme den Theatersaal mit Frau Wolf’s Salon („Nur Kein Genieren“) im Handumdrehen für sich.</p>
<p class="Body">Die Stuttgarter Inszenierung besticht durch sehr klare Linien – ein deutliches Anzeichen für die Handschrift von Dennis Callahan. Leider birgt diese klar strukturierte Regie auch die Tendenz zur Eintönigkeit, doch die hervorragenden Darsteller wissen diese Klippen sicher zu umschiffen. Die Choreographie, das eigentliche Arbeitsfeld von Callahan ist, wie erwartet, aufgrund seiner reichhaltigen Erfahrungen (neben „Elisabeth“ u. a. „Tanz der Vampire“ und Mozart!“) ohne Fehl und Tadel. Die für ihn typischen markant-zackigen Tanzbewegungen wurden noch detaillierter ausgearbeitet, so dass das Zusammenspiel in Ensemblenummern wie „Der letzte Tanz“ oder „Alle Fragen sind gestellt“ am Ende des 2. Akts noch stimmiger wirkt.</p>
<p class="Body">Die Kostüme (Yan Tax) und auch das Bühnenbild (Paul Gallis) wurden nahezu identisch aus Essen übernommen. Hier steckt der Kreativ-Teufel im Detail und wer Unterschiede feststellen will, muss schon sehr genau hinschauen. Ein gutes Beispiel ist der Frack, den Lepper zur Eröffnung des zweiten Akts trägt: Im Vergleich zu Essen wurden dort doppelt so viele Pailletten hinzugefügt; dem Funkeln dieses „kitschigen“ Kleidungsstücks kann sich nun wirklich niemand mehr entziehen.</p>
<p class="Body">Alles in allem wirkt die Stuttgarter „Elisabeth“-Inszenierung lange nicht so neu und anders wie es das komplett neu gestaltete Logo vermuten ließ. Statt eines an einen Totenkopf erinnerndes Elisabeth-Porträt wird jetzt wird roten Flügeln in Herzform vor einem zersprungenen Spiegel geworben. Über Sinn und Unsinn dieser Veränderung kann man sicherlich trefflich streiten.</p>
<p class="Body">Für die Künstler auf der Bühne ist dies jedoch zweitrangig. Sie gewöhnen sich nach der zweimonatigen Probenzeit jetzt daran, sieben Mal pro Woche auf der Bühne des Apollo Theaters zu stehen. Wenn man die Steigerung des Ensembles von der so genannten Medienpremiere hin zu einen Tag später folgenden Galapremiere erlebt hat, weiß man, dass hier eine sehr gute Truppe zusammengefunden hat, die nicht mehr an Grundsätzlichkeiten arbeiten muss, sondern sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Spielbetrieb auf die Feinarbeit konzentrieren kann. Dies hat für die Zuschauer den großen Vorteil, dass die Charaktere deutlicher betont und verschiedene Szenen so noch intensiver gespielt werden können. Genauso stellt man sich ein gutes Showkonzept vor. Es muss ja nicht immer alles neu und innovativ sein.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. März 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Maike Boerdam, Carsten Lepper, Olegg Vynnyk, Nico Gaik</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie</span></strong> / <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">David Callahan / Sylvester Levay<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-kaiserin-haelt-hof-in-stuttgart/">Die Kaiserin hält Hof in Stuttgart</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 15:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Dörfler]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur Ausgangslage… Die sich daraus entwickelnde Handlung ist schnell erzählt: Peggy überzeugt mit ihrem außerordentlichen Talent und nicht zuletzt durch ihren natürlichen Charme den Direktor und wird für seine neue Show „Pretty Lady“ als Ensemble-Mitglied engagiert. Obwohl sie um Längen besser tanzt und singt als ihre Kolleginnen, ist Peggy mit der Ensemble-Rolle überglücklich.</p>
<p class="Body">Bei einer der Previews kommt es zu einem folgenschweren Unglück: Peggy wird von einem Tanzpartner so ungeschickt geführt, dass sie mit dem Star der Show – der Diva Dorothy Brock – zusammenstößt, die sich daraufhin den Knöchel bricht. Peggy wird gefeuert und ohne Hauptdarstellerin droht die Show zu platzen… In wenigen Tagen ist Premiere und niemand ist da, der die Rolle der Diva adhoc übernehmen kann – außer Peggy.</p>
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<p class="Body">Mit vereinten Kräften überzeugt das Ensemble Julian Marsh das junge Ausnahmetalent zurückzuholen. Dies gelingt und für Peggy beginnt ein Proben-Marathon, denn sie muss binnen 36 Stunden eine große Hauptrolle auswendig lernen, damit die Premiere von „Pretty Lady“ am Broadway ein Erfolg wird.</p>
<p class="Body">Schon die Ouvertüre dieses Glamour-Musicals ist atemberaubend: Der Vorhang hebt sich nur einen Meter, gerade soweit, dass das Publikum die Füße des Ensembles sehen kann. Dann wird es von einem wahren Trommelfeuer aus Steppschritten geradezu in die Sitze gepresst! Und genau das ist es, worum es geht: Stepptanz! Die Show besteht zu 75 % aus der genialen Choreographie von Gower Champion, die von Randy Skinner für die Stuttgarter Inszenierung beeindruckend umgesetzt wurde. Für die restlichen 25 % leuchten die schillernden Kostüme und das glitzernde Bühnenbild um die Wette.</p>
<p class="Body">800 Kostüme und 600 Paar Schuhe kommen jeden Abend zum Einsatz. Diese Vielfalt allein übertrifft schon alles bisher da gewesene. Doch das Bühnenbild von Douglas W. Schmidt stellt alles andere in den Schatten: Ein überdimensionaler, bühnenfüllender Spiegel macht aus dem tanzenden Damen-Ensemble perfekt aufeinander abgestimmte Synchronschwimmerinnen. Die von auffälliger Leuchtreklame umgebene Showtreppe gibt dem Finale der Show den passenden Rahmen. Wer bis dahin nicht weiß, worum es geht, weiß spätestens dann: Wir sind am Broadway! Der schimmernden Scheinwelt von Ruhm, Träumen und Tränen.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird durch auffallend wenige Gesangsstücke und spritzig-leichte Dialoge erzählt, die jedoch mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny adaptiert wurden.</p>
<p class="Body">Wenn man Kritik an diesem Stück üben möchte, bietet sich bei der Handlung ein geeigneter Ansatzpunkt: Die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten (sei es nun zwischen Peggy Sawyer und dem Broadway-Direktor Julian Marsh oder dem Tenor Billy Lawlor, der sich in Peggy verguckt) werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.</p>
<p class="Body">Karin Seyfried gibt als Peggy Sawyer ein sympathisches, naives Mädchen vom Lande, das sich in der hübschen Traumwelt des Showbizz sehr wohl fühlt. Tänzerisch gehört sie zum Besten, was Deutschland Musicalbühnen derzeit zu bieten haben. Ihr zur Seite steht mit Jens Janke in der Rolle des selbsternannten Frauenhelden Billy Lawlor, ein erfahrener Sänger und Schauspieler, der schon als Prof. Abronsius in »Tanz der Vampire« und Funker Harold Bride (»Titanic«) die Herzen des Publikums eroberte. Seine leicht überzogene Darstellung des eitlen Gockels sorgt für viele Lacher im Publikum und gibt der Show etwas sehr erfrischendes. Dass er nun aber auch noch tanzen und steppen kann – und sich dabei ganz sicher nicht verstecken muss – macht ihn zum Star von »42nd Street«!</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist Wolf Wrobel, der bis zum Sommer bei »Mamma Mia!« in Hamburg auf der Bühne stand. Als Dance Captain Andy Lee scheucht er das Ensemble über die Bühne und unterzieht es harter Proben. Sieht man den Münchner zum ersten Mal auf der Bühne, so glaubt man kaum, wie viel explosive Energie in ihm steckt, mit der er bei seinen Steppeinlagen die Zuschauer scheinbar spielend mitreißt.</p>
<p class="Body">Der Star von „Pretty Lady“ – die alternde Diva Dorothy Brock – wird von Isabel Dörfler glaubhaft verkörpert, obwohl ihre Zickigkeit und ihre Starallüren an der ein oder anderen Stelle noch mehr betont werden könnten.</p>
<p class="Body">Ex-Vampirgraf Kevin Tarte ist mit Stuttgart zwischenzeitlich so verwachsen, dass er in »42nd Street« die Rolle des Broadway-Direktors Julian Marsh übernahm. Ob er sich jedoch damit einen Gefallen getan hat? Zeitweise hat man das Gefühl, er karikiert die Rolle des erfolglosen Direktors sehr stark.</p>
<p class="Body">Dadurch wirkt er nicht wirklich überzeugend, seine Souveränität und seine fesselnde Bühnenpräsenz machen jedoch vieles wieder wett. Dass Kevin Tarte in der gesamten Show nur zweimal mit seiner vollen und warmen Stimme beeindrucken darf, bedauern sicherlich nicht nur seine Fans…</p>
<p class="Body">»42nd Street« wird vom Stepptanz getragen – alles andere ist nebenrangig. Der Funke springt schon in der ersten Szene auf die Besucher über und viele wippen im Sitz mit, wenn die 48 Darstellerinnen und Darsteller loslegen. Die Premierengäste von dem beeindruckenden Ensemble schwindelig getanzt. Überall hörte man nach der Premiere wie mit Hochachtung und Ehrfurcht von der Leistung des Ensembles gesprochen wurde.</p>
<p class="Body">Aber in einem war man sich sicher: Die absoluten Sympathieträger – und damit die Stars des Stuttgarter Broadway – sind Karin Seyfried und Jens Janke!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Isabel Dörfler, Jens Janke, Karin Seyfried, Kevin Tarte</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Randy Skinner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
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		<title>42nd Street &#8211; Offene Probe</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/42nd-street/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2003 08:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Mitte September vibriert das gesamte Theater unter den 96 steppenden Füßen des »42nd Street«-Ensembles. Für die 48 Darstellerinnen und Darsteller ist das vor allem eine konditionelle Herausforderung: „Ich wusste gar nicht, dass man so viele Blasen an den Füßen haben kann“, seufzt sich Tänzer Benjamin Rufin. Alle Backstage-Abteilungen arbeiten auf Hochtouren, damit bis 21. ...</p>
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<p>Seit Mitte September vibriert das gesamte Theater unter den 96 steppenden Füßen des »42nd Street«-Ensembles. Für die 48 Darstellerinnen und Darsteller ist das vor allem eine konditionelle Herausforderung: „Ich wusste gar nicht, dass man so viele Blasen an den Füßen haben kann“, seufzt sich Tänzer Benjamin Rufin.</p>
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<div class="text-content style_External_390_301">
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<p class="Body">Alle Backstage-Abteilungen arbeiten auf Hochtouren, damit bis 21. November jeder Schritt und jedes Wort perfekt sitzen. „42nd Street ist eine temporeiche Tanzshow mit einer großen Portion Comedy.“ erklärt Eddy Habbema, der nach »Titanic« auch bei dieser Stage Holding Produktion Regie führt.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/42nd_Street_2003_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Die Geschichte spielt Ende der 30er Jahre. Julian Marsh (gespielt von Ex-Vampirgraf Kevin Tarte), ein Musicalproduzent mit großen finanziellen Schwierigkeiten, erhofft sich ein Comeback mit seiner neuen Produktion »Pretty Lady«. Finanziert wird das neue Stück von Abner Dillon, dessen ganzes Interesse jedoch nur der Hauptdarstellerin Dorothy Brock (Isabel Dörfler) gilt, die nach Julian Marshs Meinung aber viel zu alt für diese Rolle ist.</p>
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<div>Bei der Auswahl von Bewerbern für die Ballettgruppe sind die Ansprüche an Gesang und Tanz sehr hoch. Kurz vor Schluss des Vortanztermins erscheint die junge Peggy Sawyer (Karin Seyfried). Sie kommt direkt aus der Provinz und hat sich verspätet. Zwar bekommt sie noch die Chance, ihr Talent zu beweisen, doch Choreograph Andy Lee ist hart, wer zu spät kommt, fliegt raus. Enttäuscht eilt Peggy von der Bühne und läuft Julian Marsh direkt in die Arme, ohne zu wissen, wer er ist. Billy Lawlor, der männliche Star des Stücks, sowie einige Ensemblemitglieder, sind begeistert von Peggys Talent und überzeugen Julian davon, dass er sie unter Vertrag nimmt.</div>
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<p class="Body">In der Hektik einer Aufführung kommt es zu einem unglücklichen Vorfall: Peggy verursacht einen Zusammenstoß mit Dorothy, die sich dabei den Knöchel bricht. Die Vorstellung muss abgebrochen werden und Peggy wird gefeuert. Wieder ist die Produktion in Gefahr, weil Dorothy so nicht auftreten kann. Das verzweifelte Ensemble sieht nur eine Chance: Peggy muss für Dorothy einspringen.</p>
<p class="Body">Die Premiere am Broadway steht kurz bevor, doch die anstrengenden Proben setzen Peggy zu: Sie ist kurz vor dem Zusammenbruch. Julian ist sicher, dass sie es schaffen wird und macht ihr Mut. Vor der Premiere kommt sogar die verletzte Dorothy zu Peggy und wünscht ihr Glück. Das Musical beginnt, Premiere wird ein großer Erfolg und aus dem unbekannten Aschenputtel Peggy wird über Nacht ein Star.</p>
<p class="Body">„Der Humor muss auf das deutsche Publikum zugeschnitten werden. Außerdem ist es sehr wichtig, dass die Solisten Akzente richtig setzen und die Pointen sauber herausarbeiten.“ so Eddy Habbema. Mit dem Feinschliff des Buchs sind Ruth Deny (Dialoge) und Wolfgang Adenberg (Songtexte) beauftragt worden. Beide haben ihr Können schon bei »Mamma Mia!« (Ruth Deny) und »Titanic« (Wolfgang Adenberg) erfolgreich unter Beweis stellen können.</p>
<p class="Body">Auch die Kostüm- und Maskenabteilung hat alle Hände voll zu tun. Für das 48-köpfige Ensemble müssen über 200 in Indonesien geknüpfte Kunsthaarperücken typindividuell angepasst werden. Als Vorlagen für die Frisuren der 30er Jahre dienen zahlreiche Fotos von Hollywood-Diven wie Marlene Dietrich oder Greta Garbo vor.</p>
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<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/42nd_Street_2003_files/shapeimage_5.png" alt="" width="408" height="171" /></div>
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<p class="Body">Seit Mitte Oktober finden bis zu vier Proben zeitgleich statt: Tanzproben für das Ensemble, Phonetik- und Schauspielunterricht für die Solisten und Gesangsproben. Choreograph Randy Skinner stellt sich der Herausforderung, 48 steppende Beinpaare zu koordinieren und für Synchronität zu sorgen. Er ist begeistert von der Internationalität des Ensembles: „Noch nie habe ich mit so einer internationalen Cast gearbeitet. Es ist toll, Künstler aus 15 Ländern in einem Ensemble zu haben. Das gab es noch nicht einmal am Broadway!“</p>
<p class="Body">Nicht genug, dass das Haus unter den Tanzproben erbebt – zudem gibt es auch lautstarke Umbauten im Foyer und Theatersaal: Allein die imposante Show-Treppe hat einen Umfang von 8 mal 10 Metern. Das Foyer wird komplett umgestaltet: Das mystische Flair der Vampirgruft mit all ihren Spinnweben wird einem klassisch-eleganten Theaterambiente Platz machen. Im Theatersaal selbst werden Teppichboden und Sitze komplett erneuert.</p>
<p class="Body">Man darf gespannt sein, ob dieser Vorbereitungs- und Probenmarathon bis 21. November wirklich abgeschlossen ist und eine reibungslose »42nd Street«-Premiere von im runderneuerten Apollo Theater über die Bühne gehen kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>Veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
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