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	<title>Andreas Gergen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Andreas Gergen-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/beeindruckende-umsetzung-dieses-hochpolitischen-und-nicht-weniger-hochemotionalen-musicals-mit-einem-wermutstropfen/">Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
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<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
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<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
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<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Eine märchenhafte Reise mit einem sehr knuffigen Esel als Reiseleiter</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-maerchenhafte-reise-mit-einem-sehr-knuffigen-esel-als-reiseleiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2014 12:38:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Andreas Gergen]]></category>
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		<category><![CDATA[Capitoltheater]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Shrek]]></category>
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<div class="text-content style_External_390_285">
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<p class="Body">Erneut gelangt ein Kinderbuch über den Umweg Traumfabrik Hollywood auf die Musicalbühne. Nach dem weltweit erfolgreichen DreamWorks-Film von 2001 hob sich schon Ende 2008 am Broadway der Vorhang zur Weltpremiere der Musicalfassung von &#8222;Shrek&#8220;. Zweieinhalb Jahre später gelang &#8211; in einer überarbeiteten Fassung &#8211; der Sprung über den großen Teich ans West End. Vor zwei Jahren kamen unsere niederländischen Nachbarn in den Genuss des grünen Musicalspasses und seit 19. Oktober 2014 tourt &#8222;Shrek&#8220; nun &#8211; ebenfalls in einer Neuinszenierung &#8211; durch Deutschland.</p>
<p class="Body">Die Rechte sicherte sich rechtzeitig die Mehr! Entertainment GmbH und bringt damit die deutschsprachige Erstaufführung dieses Musical-Erfolgs auf die Bühne. Tourstart ist das Capitol Theater in Düsseldorf; es folgen Berlin, München, Zürich und Wien.</p>
<p class="Body">Die Geschichte vom grummeligen Oger, der durch viele Zufälle auf seine große Liebe Fiona trifft, hat sich sicherlich herumgesprochen.</p>
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<div class="text-content style_External_669_1898">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Bühnenadaption nimmt lediglich die Handlung des ersten der vier Animationsfilme auf, doch auch hier passiert reichlich, um damit einen kunterbunten Theaterabend zu füllen: Der Oger Shrek lebt zurückgezogen in seinem Sumpf und sieht sich genötigt mit Lord Farquaad zu sprechen als dieser im das Wohnrecht im Sumpf entzieht, um dorthin all die lästigen Märchenfiguren zu verbannen. Lord Farquaad, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich König von Duloc zu werden, nutzt die Gunst der Stunde und handelt mit Shrek einen Deal aus: Wenn dieser die als zukünftige Braut auserwählte Prinzessin Fiona aus den Klauen des bösen Drachen befreit, bekommt er sein Stück Sumpf auf Lebenszeit überschrieben. Auf seiner Wanderung trifft Shrek auf den sehr anhänglichen, redseligen Esel, der ihm mehr und mehr auf den Geist geht, obwohl dieser doch bloß sein Freund sein möchte.</p>
<p class="Body">Der Drache entpuppt sich als einsame Drachenlady, die sich Hals über Kopf in den Esel verliebt; Shrek kann Fiona daher weitgehend widerstandslos befreien und zurück zu dem etwas zu kurz geratenen Lord Farquaad begleiten. Auf dem Weg dorthin lernt der Zuschauer aber, dass Fiona verflucht ist und sich nach Sonnenuntergang in eine Oger-Dame verwandelt. Dieser Fluch kann nur durch den Kuss der wahren Liebe gebrochen werden. Fiona setzt folglich ihre ganze Hoffnung auf die bevorstehende Hochzeit.</p>
<p class="Body">Womit aber weder Shrek noch Fiona gerechnet haben, sind die Gefühle, die sie trotz aller vermeintlichen Unterschiede füreinander entwickeln. Doch gerade als das Publikum glaubt, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt, kommt es zu einem folgenschweren Missverständnis und die Hochzeit von Fiona und Lord Farquaad findet wie geplant statt. Fast zu spät erscheint Shrek in der Kirche und zeigt Fiona seine wahren Gefühle. Die untergehende Sonne spielt ihm unwissentlich in die Karten und noch vor der eigentlichen Vermählung verwandelt sich Fiona wieder in einen Oger. Lord Farquaad kann sich vor Ekel kaum rühren und muss sich zudem gegen die meuternden Märchenfiguren wehren. Schließlich kommen noch Esel und Drache dazu und sprengen die Hochzeit endgültig. Shrek und Fiona ist das herzlich egal. Sie finden endlich zueinander, Fiona bleibt trotz des Kusses der wahren Liebe ein Oger und gemeinsam gründen sie im Sumpf eine Familie.</p>
<p class="Body">Was bei der deutschen Bühnenfassung sofort auffällt, sind Märchenfiguren wie &#8222;Max &amp; Moritz&#8220; oder &#8222;Struwwelpeter&#8220;, die im amerikanischen Original nicht vorkommen. Diese Anpassung an das heimische Publikum ist durchaus charmant. Einen ähnlich guten ersten Eindruck hinterlassen Kulissen und Technik: Shreks Stinktier-Deo verfehlt seine Wirkung genauso wenig wie die auf der Videoleinwand aufblühenden Fliegenpilze, als Shrek der ein oder andere Pups entfleucht. Die Sumpf-Szenerie mit entsprechender Hintergrundprojektion, den Bäumen und weiteren kleineren Kulissenelementen ist durch und durch gelungen.</p>
<p class="Body">Überhaupt macht die tourfähige Bühnenfassung einen sehr stimmigen Eindruck. Den Hauptteil bestreitet die bühnenfüllende Leinwand im Hintergrund, die mit verschiedensten Motiven bespielt wird. Teilweise hat man den Eindruck, dass diese dreidimensional sind, so brillant erstrahlen Farben und Konturen. Natürlich birgt diese technische &#8222;Spielerei&#8220; auch die Gefahr, dass man über das Ziel hinausschießt. Wenn plötzlich Harry Potter über die Leinwand fliegt oder am Horizont ein &#8222;MacHex&#8220; in rot-gelber Farbkomposition auftaucht, kratzt sich der Zuschauer doch leicht verwundert am Kopf.</p>
<p class="Body">Es gibt einige wenige Großkulissen, die ihren Zweck erfüllen, aber sicherlich keine Preise für das schönste Bühnenbild gewinnen würden. Bei den Baumstämmen, die den Sumpf links und rechts säumen, hätte man sich jedoch mehr Liebe zum Detail und weniger plakative 2D-Malerei gewünscht.</p>
<p class="Body">Ähnlich verhält es sich mit den Kostümen bzw. mit der Maske (Sarah Kleindienst). Die Kostüme der Märchenfiguren sind farbenfroh und sehr schön detailliert ausgearbeitet (Mario Reichlin). Auch die Rüstungen der Wachen und die Rattenkostüme sind ganz wunderbar. Einzig Pinocchio sieht so aus als hätte er ein Faschingskostüm an. Den hölzernen Eindruck von Armen und Beinen haben die Kollegen in Übersee deutlich besser erwecken können; in Düsseldorf sieht es mehr nach bemaltem Schlafanzug aus. Der Trick mit der langen Nase hingegen ist sehr gut umgesetzt.</p>
<p class="Body">Hinsichtlich der Maske setzt sich der Eindruck fort, dass man hier mit noch mehr Liebe zum Detail hätte arbeiten können. Das betrifft insbesondere Fiona als Oger, aber auch Shreks Maske sieht nicht immer überzeugend aus.</p>
<p class="Body">Die Szene, in der im Schnelldurchlauf das Leben von Fiona im Turm nacherzählt wird (&#8222;Heut ist der Tag&#8220;), gelingt eindrucksvoll. Die drei Sängerinnen entwickeln alle ihren eigenen, ganz besonderen Charme und man schaut jeder von ihnen gern zu. Besonders perfekt ist das Spiel mit der rosa Socke, Fionas imaginärem Prinz in schimmernder Rüstung.</p>
<p class="Body">Kurz vor der Pause begleiten die Zuschauer Shrek in die Höhle des Drachen (die praktischerweise der Kathedrale, in der später Fionas und Lord Farquaads Hochzeit stattfindet, sehr ähnelt). Mit Spannung erwartet das Publikum, wie der riesige rosa Drache in dieser Inszenierung wohl aussehen wird. Er bzw. sie ist schlichtweg ausgezeichnet! Gespielt von vier Darstellern zeigt sich die Drachenlady in ihrer vollen Pracht, wo anderswo nur der Kopf und Oberkörper gezeigt wurden. Absolut lippensynchron bewegt sich das gefährliche rosa Biest zum Gesang von Deborah Woodson, die am Bühnenrand steht. Sie ergänzt sich stimmlich perfekt mit Andreas Wolfram, der einen überaus charmanten Esel gibt.</p>
<p class="Body">Nach der Pause erlebt das Publikum, wie fröhlich Fiona jeden Morgen begrüßt &#8211; in diesem Fall auch Kermit den Frosch, was die Frage aufwirft, wie Kermit nach Duloc kommt. Das direkt daran anschließende Stepptanz-Ballett mit unzähligen, ziemlich niedlichen Ratten ist eines der Highlights des Abends. Die Choreographie dieser Szene ist ganz eindeutig an Altmeister Bob Fosse angelehnt und entfaltet auch in &#8222;Rattenhosen&#8220; ihre volle Magie. Doch auch darüber hinaus gefällt das, was sich Choreographin Kim Duddy für die Märchenfiguren und Bürger von Duloc ausgedacht hat, sehr.</p>
<p class="Body">Die Adaption von Dialogen und Songtexten ist immer eine sehr knifflige Aufgabe, denn allzu oft verschenken die Produzenten hier viel Potential. Mit Heiko Wohlgemuth und Kevin Schröder hat man jedoch zwei absolute Könner verpflichtet, die der großen Herausforderung, den Wortwitz der Originalvorlage zu übertragen, mehr als gerecht werden. Ob Frau Holle allerdings RTL2 gucken oder zum Stichwort &#8222;Bald weht hier ein anderer Wind!&#8220; die Melodie von &#8222;Wind of Change&#8220; gepfiffen werden muss, darf bezweifelt werden.</p>
<p class="Body">Zum Finale gibt es einmal mehr ein sehr gutes Szenenbild zu bewundern: Die Kathedrale, in der Lord Farquaad seine Fiona ehelichen möchte, funktioniert als Projektion einwandfrei. Das hinzugefügte Echo erweckt den Eindruck, dass sich die Hochzeitgesellschaft wirklich in einem alten, halligen Kirchenschiff befindet.</p>
<p class="Body">Insgesamt kommt die Tourproduktion auf eine Nettospielzeit von 2 Stunden und 30 Minuten, in denen es nicht langweilig wird. Einen großen Anteil daran hat auch die gut besetzte Band unter der Leitung von Heribert Feckler. Es ist alles so perfekt abgemischt, dass man sich manches Mal fragt, ob die Musik nicht doch vom Band kommt, doch der Kameraschwenk durch den Orchesterraum und die Bühnenpräsenz der Musiker zum Schlussapplaus belehrt die Gäste eines Besseren.</p>
<p class="Body">Bei einer optisch abgespeckten Bühnenversion wie dieser kommt es vor allem darauf an, dass die Darsteller die Bühne erobern. Beim Casting hat die Mehr! Entertainment ein glückliches Händchen bewiesen: Andreas Lichtenberger führt das Ensemble als Shrek an. Schauspielerisch überzeugt er sowohl als grummeliger Motzkopf als auch als sanftmütiger grüner Riese. Gesanglich erwartet man von einem Oger nicht allzu viel, doch auch hier lässt Lichtenberger es an nichts vermissen.</p>
<p class="Body">Akustische Highlights setzen vor allem Bettina Mönch als Fiona und Andreas Wolfram als Esel. Bettina Mönch zieht gesanglich alle Register und überzeugt in jedem Song. Schauspielerisch kann sie vor allem mit ihrem komödiantischen Talent punkten. Der Esel darf unglaublich nerven und Andreas Wolfram treibt Shrek als ebendieser an den Rand des Wahnsinns. Das macht er jedoch mit soviel Witz und einem so liebevollen Augenaufschlag, dass man ihm nichts krumm nehmen kann. Verglichen mit der Broadway-Fassung könnte man jedoch meinen, dass er manches Mal fast schon wieder zu lieb ist. Der Esel auf der New Yorker Bühne war noch um ein vielfaches zickiger und nervtötender.</p>
<p class="Body">Doch vielleicht ist dies auch ein Regiekniff von Andreas Gergen. Gleiches könnte man bezüglich der sehr exzentrischen und manches Mal doch zu tuntigen Ausgestaltung von Lord Farquaad vermuten. Carsten Lepper füllt diese körperlich sehr anstrengende Figur (er bewegt sich nur auf Knien über die Bühne) mit Leben und herrscht über Duloc wie kein Zweiter. “Hier in Duloc” gehört zu den schwungvollsten Szenen des Abends. Die umfassenden Anwendungen im palasteigenen Wellness-Tempel anlässlich Lord Farquaads bevorstehender Hochzeit sind überraschen, da so bisher noch nicht gesehen. Die Szene zeigt einmal mehr, dass Lepper sowohl schauspielerisch als auch gesanglich viel zu bieten hat. Das Finale der Szene erinnert mehr als nur vage an „ich gehör nur mir“ &#8211; den „Elisabeth“-Hit schlechthin &#8211; und sorgt nicht nur bei den Musicalfans für großes Gelächter.</p>
<p class="Body">Von den 18 weiteren Darstellerinnen und Darstellern kann sich niemand nachhaltig ins Gedächtnis singen oder spielen. Auch Stefan Luethy als Pinocchio gelingt es nicht, aus seiner Rolle als Rädelsführer der Märchenfiguren mehr zu machen als eine Randnotiz. Da kam dieser Figur in der Originalfassung doch eine deutlich größere Bedeutung zu. Schade, dass dies im Capitol Theater nicht übernommen wurde.</p>
<p class="Body">Als Tourfassung funktioniert &#8222;Shrek&#8220; ganz sicher. Es ist begrüßenswert, dass auch die deutschsprachigen Musicalbesucher damit in den Genuss eines Broadway- und West End-Hits kommen. Dreht man seitens der Regie und Maske / Kulisse noch an der ein oder anderen Stellschraube, können sich die Zuschauer auf einen rundum gelungenen Abend freuen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Capitoltheater, Düsseldorf</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>19. Oktober 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Andreas Lichtenberger, Bettina Mönch, Carsten Lepper, Andreas Wolfram</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Andreas Gergen<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Jens Hauer / Mehr Entertainment!<br />
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		<title>Schöne, schlüssige Tourfassung mit herausragenden Darstellern in den Hauptrollen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/schoene-schluessige-tourfassung-mit-herausragenden-darstellern-in-den-hauptrollen/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 08:36:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_2">
<p class="Body">Die in der Spielzeit 2010 / 2011 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourende Produktion von Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ ist bereits der 20. Aufguss der deutschsprachigen Version dieses düsteren, brutalen, aber nicht weniger emotionalen und tief berührenden Musicals.</p>
<p class="Body">Die Rolle des ambitionierten Wissenschaftlers Dr. Jekyll und menschenverachtenden Mr. Hyde verlangt dem Darsteller einiges ab. Nicht ohne Grund gilt sie als eine der, wenn nicht sogar die anspruchsvollste männliche Rolle im Musicalbusiness. Mit Yngve Gasoy-Romdal wurde von der Direktion Landgraf ein Künstler engagiert, der diese Figur schon in Köln und Magdeburg eindrucksvoll verkörpert hat. Mit Leah Delos Santos als Lisa Carew hat er eine Kollegin an seiner Seite, die schon bei der deutschen Erstaufführung 1999 in dieser Rolle auf der Bühne das Publikum zu Tränen rührte. Komplettiert wird das Leading Trio an diesem Abend durch Anne-Mette Riis, die als Freudenmädchen Lucy für die verruchten Momente des Stücks sorgt.</p>
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<div class="text-content style_External_670_553">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bei Tourneeproduktionen macht man leider oft die Erfahrung, dass vor allem an Ausstattung und Technik (Musik, Licht, Ton) gespart wird. Nicht so in diesem Fall! Wildhorns Kompositionen werden von einem Live-Orchester einwandfrei in puren Hörgenuss umgewandelt. Kim Scharnberg (Orchestrierung) und Heiko Lippmann (Musikalische Leistung) leisten hier allabendlich Großes. Das Bühnenbild von Jan Freese ist funktional und dennoch sehr aufwendig. Durch das Auf- und Zuklappen von Seitenelementen entstehen verschiedene Räume für die feine englische Gesellschaft, die Besucher der „Roten Ratte“, Dr. Jekylls Labor usw. Durch die Wahl von teilweise kaputten Sprossenfenstern und Säulen lässt sich der handlungsumspannende Tatort London sehr gut nachempfinden.</p>
<p class="Body">Ein ganz großes Kompliment bekommen die Licht- und Tontechniker. Die düstere Stimmung wird vom Licht (Rolf Spahn) perfekt unterstützt. Die Lichtstimmung in den Szenen „Konfrontation“ und „Angst“ muss sich hinter keiner Ensuite-Produktion verstecken. Auch vom Sounddesign kann sich so manch eine fest an einem Haus spielende Musical-Produktion eine Scheibe abschneiden. Stadthallen stellen Tontechniker immer vor besondere Herausforderungen, aber der Klang im Stadeum war brillant.</p>
<p class="Body">An den von Court Watson entworfenen Kostümen der feinen Londoner Damenwelt kann man jedoch durchaus Kritik üben. Sie unterscheiden sich in den Farbtönen und Stil kaum von denen der Unterschicht, wie sie die Huren der „Roten Ratte“  oder die Frauen von der Straße tragen. Um die große Distanz zwischen diesen Gesellschaftsschichten zu unterstreichen, hätte man sich mehr Farbenfreude und schöne Kleider bei den Adligen und Reichen gewünscht. Einzig Lisas Hochzeitskleid geht in diese Richtung, wobei man sich doch fragt, ob ein blaues Hochzeitskleid zur damaligen Zeit standesgemäß gewesen wäre.</p>
<p class="Body">Die 19 Darsteller auf der Bühne agieren mitreißend &#8211; sowohl in Tanz und Gesang. Es macht Spaß ihnen in den verschiedenen Szenen zu folgen. Dass die Tourfassung von Andreas Gergen und Christian Struppeck fast 30 Minuten kürzer ist als die ursprüngliche Bremer Version fällt dabei kaum ins Gewicht. Die Songs, die fehlen, vermisst man kaum. Die Stücke, die an anderer Stelle platziert wurden, runden die Inszenierung ab.</p>
<p class="Body">Yngve Gasoy-Romdal zeigt auch in dieser vermeintlich kleinen Produktion sein volles Potential und sorgt im Publikum mit seinem unverwechselbaren Tenor für Jubelstürme. Seine Fangemeinde aus Hamburg und Umgebung ist geschlossen nach Stade gereist, um ihr Idol lautstark zu bejubeln. Aber seine Leistung rechtfertigt jeden noch so langen Applaus. Mit „Dies ist die Stunde“ berührt er tief, seine „Angst“ in der gleichnamigen Szene ist bis in die letzten Sitzreihen greifbar. Dass er die Welt für irr hält, kann man in dieser Szene sehr gut nachempfinden. Die Zerrissenheit zwischen Wissenschaftler und Mörder, zwischen liebendem Verlobten und gleichgültigem Killer spielt Gasoy-Romdal glaubhaft und von der sprichwörtlichen Routine ist in keiner Sekunde etwas zu spüren.</p>
<p class="Body">Auch Leah Delos Santos kann als Jekylls unglückliche Verlobte Lisa erfahrungstechnisch aus dem Vollen schöpfen. Ihr warmer, voller Sopran lässt Herzen schmelzen und ihre zierliche Statur weckt bei männlichen Zuschauern ganz sicher den Beschützerinstinkt. Die Liebe zwischen ihr und Jekyll fühlt sich echt an, ihre Sorge um ihren entrückt wirkenden Verlobten teilt man sofort. Das gemeinsame Duett mit Lucy „Nur sein Blick“ gerät zum Showstopper, gleiches gilt für „Nimm mich wie ich bin“, welches sie gemeinsam mit Yngve Gasoy-Romdal intoniert.</p>
<p class="Body">Als leichtes Mädchen Lucy Harris steht an diesem Abend Anne-Mette Riis auf der Bühne.  Das unscheinbar wirkende Stimmwunder (Scaramouche und Ozzy in „We Will Rock You“ waren nur zwei ihrer früheren Rollen) lebt das Verruchte und Ungehörige des Rotlichtmilieus in jeder Bewegung aus. Ihre zarte Seite kommt im Song „jemand wie Du“ deutlich zum Tragen; ihre Leidenschaft lebt sie im „Gefährlichen Spiel“ mit Yngve Gasoy-Romdal aus. Einzig, dass „Mädchen der Nacht“, das Duett in dem Lucy gemeinsam mit Puffmutter Nellie über ihr Leben abseits der feinen Gesellschaft lamentiert, in dieser Inszenierung fehlt, muss man bedauernd zur Kenntnis nehmen.</p>
<p class="Body">Aus dem restlichen Ensemble spielt und singt sich keiner in den Vordergrund. Alle agieren rollendeckend und stellen in verschiedenen Figuren ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Hier hat sich eine perfekt aufeinander eingestimmte Truppe zusammengefunden.</p>
<p class="Body">Diese „Jekyll &amp; Hyde“ Inszenierung begeistert und macht Lust auf mehr. Tourneen auf diesem Niveau sind im Musicalbereich leider viel zu selten. Man kann dem Veranstalter eine Fortsetzung daher nur wärmstens ans Herz legen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stadeum, Stade</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>2. März 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Anne-Mette Riis, Leah Delos Santos</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Frank Wildhorn / Andreas Gergen &amp; Christian Struppeck<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Hans-Ludwig Böhme<br />
</span></div>
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