<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>André Haedicke-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/andre-haedicke/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/andre-haedicke/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 09 Nov 2024 10:12:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>André Haedicke-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/andre-haedicke/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 21:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
		<category><![CDATA[Bathoni Buenorkuor]]></category>
		<category><![CDATA[Benét Monteiro]]></category>
		<category><![CDATA[Casey Nicholaw]]></category>
		<category><![CDATA[Chasity Crisp]]></category>
		<category><![CDATA[Detlef Leistenschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hercules]]></category>
		<category><![CDATA[Kristofer Weinstein-Storey]]></category>
		<category><![CDATA[Leslie Beehann]]></category>
		<category><![CDATA[Mae Ann Jorolan]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
		<category><![CDATA[Marta Di Giulio]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Shekinah McFarlane]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Mefan]]></category>
		<category><![CDATA[Stefano Francabandiera]]></category>
		<category><![CDATA[UZOH]]></category>
		<category><![CDATA[Venolia Manale]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.musicals-online.com/?p=3408</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen? Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin. &#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr. In der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/">Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen?</strong></p></blockquote>
<p>Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3445 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1342w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In der Bühnenfasssung sind hier an erster Stelle die fünf Musen zu nennen, die Hercules von Geburt an begleiten. Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH und Shekinah McFarlane haben als Kalliope, Thalia, Terpsichore, Kilo und Melpomene einen wunderschönen, souligen Klang. Die Songs passen perfekt und geben den Damen die Chance zu glänzen. Ihre Auftritte sind glamourös, raumgreifend und mitreißend. Kein Kleid gleicht dem anderen, hier haben Gregg Barnes und Sky Switser <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1T8p_TXTlrg">sehr viel Kreativität einfließen</a> lassen. Und jede Frau im Publikum, die jenseits der allgegenwärtigen Size Zero Mode liegt, schnalzt ob des Sexappeals der Musen-Optik mit der Zunge. Warum allerdings Hercules in ein unsägliches 1980er Jahre Netzhemd gesteckt wurde, das ihn auch optisch zur Karikatur werden lässt, bleibt ein Rätsel. Er wirkt wirklich eher putzig und niedlich als stark&#8230;</p>
<p>Einige Finessen weist ebenfalls das Bühnenbild von Dane Laffre in perfektem Zusammenspiel mit dem Video- (George Reeve) und Lichtdesign (Jeff Croiter) auf. Von &#8222;tanzenden&#8220; Säulen, über Hades&#8216; düstere (verdächtig an Graf von Krolocks Keller erinnernde) Unterwelt nebst sehr findig gelöster Lebensfäden, denen beim Abschneiden sehr putzige Geister hinterher fliegen, bis hin zu den großartig visualisierten, sprechenden Statuen, dem an Mosaike angelehnten Hintergrund bei Hercules&#8216; Reise in die menschliche Zwischenwelt &#8211; es ist schon viel Schönes dabei an diesem Premierenabend. Sprachlos machen die über die Bühne geschossenen Pfeile, die in einer der Säule stecken bleiben. Licht &amp; Technik &amp; Timing in perfekter Harmonie &#8211; so geht Theatermagie!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3443 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1408w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es gibt aber auch die andere Seite: kitschig gewandete Götter im Olymp, sehr slapstick-lastige Dialoge, etwas armselig wirkende Kampfszenen&#8230; Hier misslingt die Gratwanderung, das was auf dem Bildschirm begeistert, in derselben Form auf die Bühne zu bringen, deutlich.</p>
<p>Neben den Musen gibt es einen weiteren Sidekick, der diese Show auflockert: Karl (Mario Saccoccio) und Heinz (André Haedicke), die trotteligen, obrigkeitshörigen Handlanger von Hades. Mit viel Humor führen sie ihren Chef vor, um am Ende die Seiten zu wechseln und eine nicht unwesentliche Rolle beim Happy End zu spielen. Saccoccio und Haedicke bilden hier ein großartiges Duo und schon ihr Anblick lässt das Publikum auf die nächste schräge Idee oder &#8222;dummen&#8220; Spruch hoffen.</p>
<p>Apropos Happy End: Natürlich finden Hercules und Meg auch auf der Bühne der Neuen Flora zueinander. Der Weg dorthin ist steinig und mit vielen Prüfungen gepflastert.<br />
Meg, Hades&#8216; sehr selbstbewusste, sich ihrer Reize und Wirkung auf Männer durch aus bewusste Ziehtochter, ist herrlich kratzbürstig. Mae Ann Jorolan überzeugte bis vor Kurzem noch als Peggy Schuyler / Maria Reynolds in &#8222;Hamilton&#8220; und darf jetzt eine ganz andere, überhaupt nicht brave Seite von sich zeigen. Und das macht sie großartig! Ihr zuzuhören und zuzusehen, ist eine Freude!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3441 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos &#8222;Hamilton&#8220;, auch Hauptdarsteller Benét Monteiro ist dem Hamburger Publikum aus dem Hip-Hop-Musical über die amerikanischen Gründerväter bekannt. So sehr er <a href="https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/">als A. Ham überzeugen</a> konnte, so wenig scheint ihm Hercules zu liegen. Man wird das Gefühl nicht los, dass er nicht wirklich weiß, ob er die Figur als Karikatur anlegen oder ernsthaft spielen soll. Der Charakter wirkt größtenteils unausgegoren, was man aber sicherlich nicht allein Monteiro anlasten sollte. Hinzu kommen unerwartete phonetische Hürden. Den schnellen Sprechgesang des Alexander Hamilton konnte Monteiro einwandfrei ins Operettenhaus bringen. Bei Hercules hat er doch seine liebe Müh mit den deutschen Texten.</p>
<p>Damit ist er jedoch nicht allein. Die deutsche Sprache ist offenbar für die wenigsten Darsteller so vertraut, dass sie sie &#8222;einfach&#8220; singen könnten. Traurig, dass man so etwas immer noch erleben muss! Wir haben brillante Phonetikcoaches in Hamburg und ganz nebenbei auch herausragende Darsteller:innen, die Muttersprachler sind. Es wäre begrüßenswert, wenn hier endlich ein Umdenken stattfinden würde. Denn die pfiffigsten Songtexte und Dialoge nützen nichts, wenn die Zuschauer sie nicht verstehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3446 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wo wir grad von guten Texte reden: In Medusas Bar treffen nicht nur optisch sehr spannende Charaktere aufeinander, sie sprühen auch nur so vor Wortwitz. Allen voran Phil, der immer wieder für Lacher sorgt. Kristofer Weinstein-Storey hat eine der dankbarsten Rollen in diesem Stück übernommen und führt nicht nur Hercules auf den richtigen weg, sondern holt auch die Zuschauer immer wieder gekonnt ab.</p>
<p>Ein tolles Gesamtpaket liefert auch Detlef Leistenschneider als Hades ab. Er ist sarkastisch, rachsüchtig und zwischendurch auch mal beleidigt und wehleidig. Auf eine Linie lässt sich dieser Gott der Unterwelt jedoch nicht festlegen, was manchmal zwar für mehr Klarheit sorgen würde, aber diesen CHarakter nur umso spannender macht.</p>
<p>Wenn die Musen Hercules&#8216; Werbeversuchen um Meg beiwohnen, ist das Thema &#8222;pretty in pink&#8220; von den Rosen in den Amphoren über die einmal mehr beeindruckend abwechslungsreichen Kleider bis hin zu den Perücken perfekt durchgezogen. Auch Hades &#8218; Kostüm als er auf die Erde zurückkehrt, ist sehr gelungen, wird aber durch die Musen in der Kampfkleidung römischscher Gladiatoren direkt wieder in den Schatten gestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3444 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg" alt="" width="400" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x687.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x515.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1097w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Beim finalen Kampf von Hades und Hercules, erinnert einen Hades zunächst verdächtig stark an den Wizard aus &#8222;Wicked&#8220;, doch der Kampf an sich ist sehr gut gestaged und dass Hera, also die Mama, Hades&#8216; Schwachstelle ist, geht absolut in Ordnung.</p>
<p>Die PHIL-Methode wirkt (<strong>P</strong>ower-<strong>H</strong>erz-<strong>I</strong>ntelligenz-<strong>L</strong>iebe) und am Schluss rettet Hercules nicht nur Meg, sondern damit auch die Erde und sorgt so dafür, dass auch die Götter im Olymp ungestört weiterleben können.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist deutlich sichtbar als Tourproduktion angelegt, was nicht Schlimmes sein muss. Einige Kostüme und Kulissen sehen eher kostenoptmiert aus, andere sind sehr zweckdienlich, aber funktionierten super (wie bspw. die Hintergrundprojektion bei Hercules&#8216; Reise). Ob diesem Stück eine erfolgreiche Tourkarriere beschieden sein wird, würde ich bezweifeln wollen. Denn um an Disney-Erfolge wie &#8222;Der König der Löwen&#8220; oder &#8222;Tarzan&#8220; anzuknüpfen, fehlt hier in allen Bereichen zu viel.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage-Theater Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">24</span><span class="Bold">. März 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Benét Monteiro, Mae Ann Jorolan, Kristofer Weinstein-Storey, Detlef Leistenschneider, Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH, Shekinah McFarlane, Mario Saccoccio, André Haedicke, Sophie Mefan, Bathoni Buenorkuor, Marta Di Giulio, Stefano Francabandiera</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik: </strong>Casey Nicholaw / Alan Menken<br />
<strong>Fotos: </strong>Johan Persson<br />
</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/">Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein gut gemachtes Konzert, das auch im Live-Stream überzeugt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-gut-gemachtes-konzert-das-auch-im-live-stream-ueberzeugt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 10:58:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
		<category><![CDATA[Chris de Burgh]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schöne]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Henschel]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Fulda]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Zett]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Brussmann]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Greco]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Hood]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Christ]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.musicals-online.com/?p=3121</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-gut-gemachtes-konzert-das-auch-im-live-stream-ueberzeugt/">Ein gut gemachtes Konzert, das auch im Live-Stream überzeugt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im letzten Jahr sollte „Robin Hood“ im Schlosstheater Fulda Premiere feiern. Pandemiebedingt hatte man diese jedoch zunächst auf 2021 verschoben. Inzwischen wurde sie sogar auf 2022 verlegt. Aber um allen – Darstellern, Musikern und Zuschauern – die Wartezeit zu verkürzen, wurde am 6. August 2021 ein hochwertig umgesetztes Konzert gegeben, welches auch per Live-Stream ins Internet übertragen wurde.</p>
<p>Lediglich 200 Gäste konnten in der Orangerie des Schlosses Fulda live dabei sein, als Chris de Burgh und Dennis Martin der Welt ihr neues Werk präsentierten. An den heimischen Endgeräten jedoch wollten sich mehr als 35.000 Zuschauer dieses Live-Konzert nicht entgehen lassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3132 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-17-683x1024-1.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Die Besetzung für dieses Konzert bestand aus Darstellern, die schon in vielen Stücken der Spotlight Musicals GmbH zu sehen waren, sowie Gästen, die dem Publikum durch zahlreiche andere Shows bekannt sind. Mark Seibert, Johanna Zett sowie Riccardo Greco gehörten zu den „Zugereisten“, die als Robin Hood, Lady Marian und Guy von Gisbourne auf der Bühne standen. Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke und Thomas Christ wiederum sind für regelmäßige Besucher der Schlossfestspiele in Fulda bekannte Gesichter.</p>
<p>Dazu kamen noch 15 weitere Sängerinnen und Sänger, die an diesem Abend als Chor fungierten sowie das große Orchester unter der Leitung von Frank Hollmann. Die Bühne war also wirklich voll! Schön, so etwas endlich wieder sehen zu können!</p>
<p>Chris de Burgh und Dennis Martin führten von einer Couch am Bühnenrand durch den Abend und erläuterten den szenischen Hintergrund der einzelnen Songs. An Anekdoten rund um die Entstehung des Stücks wurde ebenfalls nicht gespart. Diese Moderation wirkte über weite Teile sehr hölzern und einstudiert, wurde aber durch den sympathischen Chris de Burgh wettgemacht, der auch mit 50 Jahren Bühnenerfahrung kein bisschen von seinem Charme und irischen Witz verloren hat.</p>
<p>Spannend ist, dass zu Beginn des Stücks die alles andere als harmonische Beziehung von Robin von Loxley und seinem Vater thematisiert wird. Reinhard Brussmann ist ein unnachgiebiger, strenger Vater, der mit seinem Sohn häufig aneinandergerät („Wie ein wahrer Loxley“). Mark Seibert, der eigensinnige Spross, hält dagegen und schließt sich aus purem Trotz den Kreuzzügen an. Dieser Robin ist alles andere als sympathisch!</p>
<p>Im Duett mit seiner sehr jungen Frau Marian (sie ist erst 14 Jahre alt), tritt ein anderer, mitfühlender Robin zutage. Chris de Burgh singt die erste Strophe auf Englisch, dann übernehmen Seibert und Zett.</p>
<p>In der Folge lernt das Publikum alle relevanten Charaktere kennen, allen voran Thomas Christ, den machthungrigen Sheriff von Nottingham, dem alles Recht ist, um seine Tochter Marian bestmöglich zu verheiraten. Der gutmütige und in diesem Stück wohl nicht ganz so schusselige Bruder Tuck wird von André Haedicke gesungen. Seine Stimme bleibt im Kopf!</p>
<p>Will Scarlett und auch Marian müssen sich bei „Entrechtet, geächtet“ den Anschuldigungen des Sheriffs erwehren. Henschel als Scarlett lässt aufhorchen.</p>
<p>Dass Dennis Martin maßgeblich für dieses Musical mit verantwortlich ist, lässt sich spätestens bei „Wie ein guter Vater“ nicht mehr verleugnen. Deutlich erinnert die Melodie an „Die Päpstin“ und „Bonifatius“. Die Kombination von E-Gitarre und Streichern gelingt sehr charmant.</p>
<p>Beim Duett „Ich weiß nicht, wer Du bist“ meint man zu wissen, dass der Komponist Sabrina Weckerlin vor Augen hatte, als er den Song schrieb. Doch auch Zett hat eine sehr schöne Stimmfarbe, die gut zu diesem Song passt. Zudem harmoniert sie gesanglich sehr gut mit Seibert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3133 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/08/Robin-Hood-Stream-by-Stephan-Drewianka-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Robin ist nach seiner Rückkehr sehr mit sich selbst beschäftigt („Woran kann ich noch glauben?“), doch Marian rüttelt ihn unmissverständlich wach („Du bist nicht allein auf dieser Welt“). Seibert gelingt es, sein ziemlich psyeudo-dramatisches Solo sehr dosiert über die Rampe zu bringen, so dass es nicht ins Kitschige abdriftet. Auch das finale Duett der beiden („Endlich frei sein“) unterstreicht die große Harmonie der beiden. Das klingt schon jetzt richtig gut.</p>
<p>Christian Schöne hat seinen großen Auftritt als fieser König John mit „Eine neue Zeit“. Kurzerhand feuert er den zögerlichen Sheriff von Nottingham und ersetzt ihn durch seinen getreuen Guy von Gisbourne. Schöne, Greco und Christ liefern sich einen sehr intensiven Austausch, wobei Schöne als Despot die überzeugendste Vorstellung gibt.</p>
<p>In der Folge kommt es zu der bekannten Rivalität zwischen Robin und Gisbourne, die in Grecos Solo „Ich oder Du“ gipfelt. Grecos beeindruckende Mimik lässt die Zuschauer sehr gut nachfühlen, dass er sich von König John unfair behandelt fühlt.</p>
<p>Die Entrechteten feiern ihren gelungenen Coup („Wir hab‘n die Kohle“) mit einem ‚Irish Jig Song‘. Warum Dennis Martin der Ansicht war, dass diese Partynummer unbedingt irisch sein musste (wenn Nottingham doch mitten im tiefsten England liegt), erschließt sich nicht. Dass Chris de Burgh diesen Song jedoch mal eben so aus dem Handgelenk geschüttelt hat, glaubt man wiederum sofort. Diese Musik liegt ihm einfach im Blut!</p>
<p>Statt des eigentlichen Final-Songs, den sich die Macher für die Premiere im kommenden Jahr aufheben, wurde mit „Robin Hood“ eine Ensemble-Nummer aus der Mitte des Stücks gewählt, die aber ebenfalls viel Energie freisetzt. Dass dieser Song Ähnlichkeiten mit „Fassade“ aus Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ ausweist, spielt hier sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle.</p>
<p>Als Zugabe erlebt das Publikum den Chris de Burgh, den es kennt: Mit „High on Emotion“ bringt er alle zum Klatschen und Tanzen. Wer kann, der kann! Und das auch noch mit bald 73 Jahren!</p>
<p>„Robin Hood“ als Musical-Konzert war eine willkommene Abwechslung im aktuellen Corona-Trott. Viele der Songs zünden sicherlich erst richtig, wenn sie in ihre Handlung eingebettet sind. Doch man bekommt einen guten Eindruck, was nächstes Jahr in Fulda zu erwarten ist. Die Konzert-Besetzung ist in jedem Fall sehens- bzw. hörenswert. Ob sie es auch sein werden, die im kommenden Sommer die Premiere spielen, wird die Zeit zeigen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Orangerie Schloss Fulda</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Live-Stream:</strong> 6</span><span class="Bold">. August 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Mark Seibert, Riccardo Greco, Johanna Zett, Reinhard Brussmann, Christian Schöne, Dennis Henschel, André Haedicke, Thomas Christ </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Dennis Martin / Chris de Burgh<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stephan Drewianka<br />
</span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-gut-gemachtes-konzert-das-auch-im-live-stream-ueberzeugt/">Ein gut gemachtes Konzert, das auch im Live-Stream überzeugt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/dieses-maerchen-ist-genau-das-gegenteil-von-100-jahren-tiefschlaf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jul 2018 20:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
		<category><![CDATA[Hanau]]></category>
		<category><![CDATA[Joana Fee Würz]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Ibald]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosch Abbasi]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa-Marie Sumner]]></category>
		<category><![CDATA[Marian Lux]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Oliver Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Euskirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2274</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/dieses-maerchen-ist-genau-das-gegenteil-von-100-jahren-tiefschlaf/">Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie Euskirchen in der Titelrolle – damit steigen die Erwartungen schon beim Lesen der Besetzungs- und Kreativteamliste um ein Vielfaches.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2279 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-768x494.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon die Ouvertüre zeigt, dass Marian Lux ein Händchen für Dramaturgie hat. Seine einmalige Mischung aus frischem Pop und bedrohlich wirkender Symphonie ist für die Bühne des Hanauer Amphitheaters schon fast zu klein. Diese Kompositionen kann man sich auch sehr gut auf einer Ensuitetheaterbühne vor 2.500 Zuschauern vorstellen.</p>
<p>Wolfgang Adenberg ist mit Fug und Recht einer der besten Musicalautoren unseres Landes. Seine Idee für ein entstaubtes, modernes, lustiges und zugleich gefühlvolles „Dornröschen“ geht komplett auf. Der gekonnte Kniff, Dornröschen kurz vor dem eigentlichen Aufwachen aus dem Schlaf zu erwecken und sie als Seele ihre Lebensgeschichte noch einmal durchleben zu lassen, eröffnet viele Möglichkeiten.</p>
<p>Während Dornröschen sich noch wundert, warum alles voller Rosenranken ist und der gesamte Hofstaat schläft, lädt sie die optisch und vom Verhalten her verdächtig an „Wicked’s“ Glinda erinnernde gute Fee Aurora ein, sich die Geschehnisse anzusehen, die zu diesem 100jährigen Schlaf geführt haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2278 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg" alt="" width="335" height="270" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-768x618.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px" />Dornröschens Mutter (Königin Gloria), Aurora und die böse Fee Selena sind Schwestern, was das Publikum aber er kurz vor dem Finale erfährt. Durch einen Streit zwischen den Schwestern, ob ein Leben mit einem normalen Menschen (bezogen auf Gloria und den König) angebracht sei, entzweien sich die drei. Selena verflucht ihre beiden Schwestern, damit sie keine Kinder mehr bekommen können und nimmt Aurora sogar ihren Sohn Edmund weg. Aurora gelingt es zwar den Fluch von Gloria (Lisa-Marie Sumner) abzumildern, doch König Albrecht kann Selena ihre Niedertracht nicht verzeihen und lädt sie zur Taufe von Töchterchen Dornröschen ausdrücklich nicht ein.</p>
<p>Selena macht dies nur noch wütender. Sie erscheint auf der Taufe und belegt das Mädchen mit einem Todesfluch. Zum Glück kann Aurora auch diesen Fluch abschwächen, so dass Dornröschen und ihre Familie „nur“ schlafen und durch den Kuss der wahren Liebe erlöst werden können.</p>
<p>Dornröschen wächst behütet heran und ihre Mutter sieht die Lösung für ein weiteres glückliches Leben in der Vermählung ihrer Tochter mit einem befreundeten Königssohn. Dass weder Dornröschen noch der von ihrer Mutter auserkorene Prinz Alexander mit der arrangierten Ehe einverstanden sind, liegt auf der Hand. Dies ändert sich – wie es sich für ein richtiges Märchen gehört – bei ihrem ersten Aufeinandertreffen. So sieht Liebe auf den ersten Blick aus! Gepaart mit dem entsprechenden Wortwitz ist diese Kennenlern-Szene eines der Highlights des Stücks.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2277 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-768x474.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Solo des Königs, in dem er die anstehende Hochzeit seiner Tochter bedauert, ist eine wunderschöne, kraftvolle Ballade, die Sascha Oliver Bauer mit viel Gefühl intoniert. Dornröschen lehnt sich gegen den übermächtigen Vater auf, es kommt zum Streit und das Mädchen entdeckt im Schlossturm eine Kammer, in der Selena Flachs spinnt und das Kind in sein vermeintliches Verderben führt.</p>
<p>Der zweite Akt beginnt zunächst musikalisch und szenisch so wie der erste. Schnell wandelt sich aber alles in eine Art Albtraum, in dem die schlafenden Hofbewohner den 117. Geburtstag der Prinzessin feiern. Besonders gruselig sind die Fratzen, die in den Deckeln der Geschenkboxen verborgen sind und von den Darstellern abschreckend vor ihre Gesichter gehalten werden.</p>
<p>Einmal mehr ist es Aurora, die die rettende Idee hat und auch Prinz Alex in einen 100-jährigen Schlaf versetzt, aus dem er just an dem Tag erwachen soll, an dem der Fluch von Dornröschen und ihrer Familie gelöst werden kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2280 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg" alt="" width="400" height="297" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-768x569.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alles sieht nach einem Happy End aus, doch auch hier hat Adenberg einen weiteren Kniff eingebaut: Es war nicht Aurora selbst, welche Dornröschen die ganze Zeit über durch ihre Vergangenheit geführt hat, sondern die als Aurora verkleidete Selena. Hierdurch konnte Selena herausfinden, an welcher Stelle Prinz Alex verwundbar ist, um so den erlösenden Kuss zu verhindern. Siegessicher rechnet sie nicht damit, dass sich plötzlich der ehemals unterwürfige Edmund sich gegen sie wendet und somit Print Alex rettet. Hierfür ist jedoch Dornröschen selbst verantwortlich: Es gelingt ihr, ein wenig der Zauberkraft, die auch tief in ihr schlummert, zu aktivieren und Edmund in seinem Traum zu erscheinen – ganz so wie es Aurora (bzw. Selena) ja auch bei ihr gemacht hat.</p>
<p>Mit vereinten Kräften überwinden Dornröschen, Edmund und Prinz Alex die Fee Selena („Das ist unsere letzte Möglichkeit“) und es folgt das ersehnte und obligatorische Happy End.</p>
<p>Die Handlung ist über weite Strecken sehr nah dran an der Grimmschen Vorlage. Doch ein Dornröschen, das in Chucks über die Bühne wirbelt, patzige Antworten gibt, das Geschehen altklug kommentiert und immer wieder durch ihren Eigensinn auffällt, ist schon etwas Besonderes. Sophie Euskirchen ist die ideale Besetzung für diese Rolle: Sie ist frech, flippig, fröhlich und leidenschaftlich. Sie wirkt authentisch und singt zudem auch noch sehr gut.</p>
<p>Joana Fee Würz ist eine herrlich sarkastische, vermeintlich naive Aurora. So eine gute Fee hat man sicherlich noch nie gesehen! Ihr gelingt die Gratwanderung zwischen süßlich-quietschender und quirlig-naiver Fee hervorragend. Sowohl gesanglich als auch optisch gibt sie eine richtig gute Figur ab.</p>
<p>Ihr Counterpart, die böse Fee Selena, wird von Kerstin Ibald mit viel Feingefühl gespielt. Sie ist nicht einfach nur böse, sondern verbittert und versteckt sich größtenteils hinter der bösartigen, menschverachtenden Fassade. Diesen kleinen Unterschied arbeitet Ibald exzellent heraus. Ihr samtiges Timbre (bspw. bei „Nacht“) ist beeindruckend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2276 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg" alt="" width="400" height="306" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-768x587.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Zusammenspiel mit Dennis Hupka als ihr unfreiwilliger Ziehsohn Edmund ist auf den Punkt. Das Timing der beiden ist perfekt. Warum Edmund an eine Mischung aus Quasimodo und Koukol erinnert, lässt sich nicht klären, aber Hupka spielt seine Rolle sehr überzeugend.</p>
<p>Fabian Böhle versucht als Hofmarschall vergebens die aufmüpfige Prinzessin zu unterrichten, dafür setzt er aber mit seinem vollen Bariton und lustigen Sprüchen wie „Dornröschen heul leise!“ unüberhörbare Akzente.</p>
<p>Kurosch Abbasi gibt einen überaus sympathischen, bodenständigen Prinzen ab, was insbesondere in der Interaktion mit dessen Diener Roderich (André Haedicke), dem Luxus und gutes Essen über alles gehen, zum Tragen kommt.</p>
<p>„Dornröschen“ sprüht vor frechen Sprüchen, cleveren Ideen und einer sehr gelungenen Personenregie. Musikalisch spürt man, dass diese Show ein Beleg dafür ist, dass von Marian Lux noch viel mehr zu erwarten ist. Auch Tobias Schunk mit seinem sehr wandlungsfähigen und Ulla Röhrs (Kostüme) fügen sich perfekt in diese Riege von Könnern ein. Das Kreativteam hat für diese Inszenierung perfekt miteinander gearbeitet.</p>
<p>Auch ein besseres Ensemble habe ich in Hanau bisher noch nicht gesehen.</p>
<p>Genau so funktioniert die Transformation von vermeintlich angestaubten Märchen in die heutige Zeit!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philippsruhe, Hanau</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 14. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Sophie Euskirchen, Kerstin Ibald, Joana Fee Würz, Kurosch Abbasi, Sascha Oliver Bauer, André Haedicke, Lisa-Marie Sumner</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Alex Balga / Marian Lux</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brüder Grimm Festspiele Hanau<br />
</span></div>
<div></div>
</div>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0&amp;autoplay=1"></iframe></center></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/dieses-maerchen-ist-genau-das-gegenteil-von-100-jahren-tiefschlaf/">Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leider gänzlich misslungene Bühnenfassung der BDSM-Weltbesteller</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/leider-gaenzlich-misslungene-buehnenfassung-der-bdsm-weltbesteller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 11:24:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[49 1/2 Shades of Grey]]></category>
		<category><![CDATA[André Haedicke]]></category>
		<category><![CDATA[Beatrice Reece]]></category>
		<category><![CDATA[Capitol Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Dustin Smalles]]></category>
		<category><![CDATA[Gerburg Jahnke]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Christof Scheibe]]></category>
		<category><![CDATA[Kira Primke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1117</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zehn Tage vor der Deutschlandpremiere von 49 1/2 Shades of Grey“ hieß es: Steht weniger drauf, ist aber mehr drin. Wirklich sehr kurzfristig musste die Mehr! Entertainment GmbH den Namen für die deutschsprachige Fassung von „50 Shades of Grey – A musical parody“ ändern. Marketing- und PR-technisch sicherlich ein Alptraum und alles andere als lustig. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/leider-gaenzlich-misslungene-buehnenfassung-der-bdsm-weltbesteller/">Leider gänzlich misslungene Bühnenfassung der BDSM-Weltbesteller</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Zehn Tage vor der Deutschlandpremiere von 49 1/2 Shades of Grey“ hieß es: Steht weniger drauf, ist aber mehr drin. Wirklich sehr kurzfristig musste die Mehr! Entertainment GmbH den Namen für die deutschsprachige Fassung von „50 Shades of Grey – A musical parody“ ändern. Marketing- und PR-technisch sicherlich ein Alptraum und alles andere als lustig.</p>
<p class="Body">Denn genau das soll das Stück ja sein: eine lustige, musikalische Parodie auf den BDSM-Bestseller „Fifty Shades of Grey“ von E. L. James. 70 Millionen Exemplare der Trilogie wurden weltweit verkauft. Da bleibt es nicht aus, dass sich auch Bühnen und Filmemacher diesem Stoff nähern. Es gibt einige parodistische Bühnenadaptionen; die deutsche Version basiert auf der in Los Angeles erfolgreichen Musicalparodie „50 Shades of Grey“, die inzwischen den Zusatz  „The original parody“ trägt, und seit 21. Februar auch in New York zu sehen ist.</p>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1595">
<div class="style_2">
<p class="Body">Für alle, an denen der Hype um Christian Grey und seine Gespielin Anastasia Steele (Ana) vorbeigegangen ist: Ana springt für ihre Mitbewohnerin bei einem Interview mit dem Milliardär Christian Grey ein. Sie verliebt sich Hals über Kopf und auch Christian ist von ihrer Unschuld sehr angetan. Ohne Umwege führt er die naive junge Frau in seine Welt von Fesselspielen, Doms und Subs, was Ana zunächst überfordert. Aber sie findet zusehends Gefallen an seinen Züchtigungen und als er sich ihr auch emotional öffnet, ihr von seiner traumatischen Kindheit erzählt, verfällt sie ihm vollends.</p>
<p class="Body">Gerburg Jahnke (verantwortlich für Buch und Regie) empfängt das erwartungsvolle Publikum mit einer perfekt auf das Stück abgestimmten Ansage: „Mr. Grey befiehlt Ihnen, das Handy auszuschalten!“. Der Auftritt der vierköpfigen Band in Lack und Leder bildet den vielversprechenden Auftakt zu einem spaßig-skurillen Abend.</p>
<p class="Body">Was dann folgt, ist jedoch eine Aneinanderreihung von Plattitüden, Banalitäten und Fremdschämen. Diesbezüglich hat sich Jahnke sehr eng an die Buchvorlage gehalten. Beispiele gefällig?: „Du siehst heute aus wie geleckt.“ &#8211; „Das wüsste ich aber!“, „Hunger-Pipi-kalt, so sind Mädchen halt!“, „Das Loch tief in mir gehört geflickt!“. Das Niveau könnte kaum geringer sein.</p>
<p class="Body">Schöne Ideen wie die Darstellung von Anas innerer Göttin als unrasiertem Mann mit J.Lo-Po im Glitzerfummel sowie das sexy Mobiliar in Christian Greys Appartement kann man dem deutschen Kreativteam nicht positiv anschreiben, da beides aus der US-Produktion übernommen wurde.</p>
<p class="Body">In der Musicalparodie ist Ana das Klischee der pummeligen, verunsicherten Jungfrau, die ihre Nase nur in Bücher steckt und von Männern allenfalls als Kumpel wahrgenommen wird. Christian Grey hingegen ist ein kleiner, unangenehm aufdringlicher, wenig eloquenter, sexfixierter Mann mit Zwangsstörungen und ebenfalls einigen Pfunden zuviel auf den Rippen. Entsprechend singen beide auch von „Elefant und Maus“ als sie sich kennenlernen.</p>
<p class="Body">Anas Kollege José, das fleischgewordene Vorurteil des stumpfen, eindimensionalen Latino-Lovers, wird mit aller sprachlichen Genialität um sie: „Warum bist Du so spröde, findest Du mich etwa öde?, das wäre blöde.“ Auch sehr treffend: „Ist Deine Mango bereit zum Tango?“</p>
<p class="Body">Wenn die beiden Männer um die sie in Breite und Körperlänge deutlich überragende Ana Flamenco tanzen, ist das schon sehr albern. Anas Erkenntnis „Ich bin nicht allein“ zu den Klängen von „I will follow him“ zeigt was für eine wundervolle Soulstimme in Beatrice Reece steckt, wirkt aber irgendwie deplatziert.</p>
<p class="Body">Das Stück ist so aufgebaut, dass ein Lesekreis frustrierter Enddreißigerinnen den ersten „Shades of Grey“-Band liest, um wieder mehr Spannung in ihren Beziehungsalltag zu bekommen. Mal schauen die drei von außen auf die Handlung, mal diskutieren sie ihre Ansichten und Erlebnisse, dann plötzlich werden sie Teil der Geschichte, beraten Ana und unterhalten sich mit deren innerer Göttin. Das alles ist sehr verwirrend, durch die zahlreichen Ebenenwechsel nicht sehr konsequent und für den Zuschauer schwer nachvollziehbar.</p>
<p class="Body">Extrem affig wird es als Christian (André Haedicke) in einem bauchfreien, rosa Einteiler Ana verführen will, ihr aber gleichzeitig verdeutlicht, dass er kein Gefühlsmensch sei: „Alles was geht, ist ein Fick!“ Dazu tanzt er mit drei überlebensgroßen pinkfarbenen Phallen mit behaartem Skrotum und lässt Sprüche vom Stapel wie „Ihr Ladies von der Düssel, schnuppert mal an meinem Rüssel!“ Das ist so trivial und so bemüht frivol, dass es nicht einmal ansatzweise komisch ist. Das Lachen bleibt einem bei so viel Stillosigkeit und Lieblosigkeit bei der Entwicklung des Charakters im Hals stecken.</p>
<p class="Body">Zu Beginn des zweiten Akts werden hinter einer Leinwand Schattenspiele veranstaltet, bei denen von Liebeskugeln über Dildos, Karotten und Auberginen alles Mögliche zwischen die weit gespreizten Beine einer Dame versenkt werden. Wirklich witzig ist auch das nicht&#8230;</p>
<p class="Body">Ein Mann im Panda-Kostüm verleitet die drei Leserinnen zu einer kurzen Sinnierung über ihre Männer, die wie „ein fauler Panda auf der Veranda“ abhängen. Das einzig Schöne an dieser Szene ist die Melodie des 80er Jahre Hits „Eternal Flame“.</p>
<p class="Body">Die sich weiter entwickelnde Beziehung von Ana und Christian wird in „Ein ganz normales Pärchen“ skizziert, während dessen Christian Ana am Halsband hinter sich her führt. Die Texte dieses leider sehr banalen Stücks lassen aufhorchen, bleiben aber auch nicht länger haften. Hier wurde die Chance auf einen Ohrwurm vertan.</p>
<p class="Body">Die drei Leseratten werden nun selbst experimentierfreudig, zeigen ihre Lack-/Leder-/Latex-Outfits und geben eine anschauliche Anleitung zum Umgang mit Liebeskugeln inklusive der daraus resultierenden musikalischen Ergüsse von Steeldrums bis Kirchenglocken, die bei jeder Bewegung erschallen. Diese Szene hat durchaus Potential, aber auch hier fehlt das gewisse Etwas.</p>
<p class="Body">Vollends ins Trashfach gleitet Anas erste Züchtigung ab: Mit einem überdimensionalen Kochlöffel, einem gigantischen Tischtennisschläger und am Schluss gar mit Darth Vaders Lichtschwert („Ana, ich bin Dein Vater!“) klopft der Mini-Grey auf die einladende Kehrseite seiner Sub Ana.</p>
<p class="Body">Nun schlägt die große Stunde von Anas sehr dominanter, innerer Göttin, die sie ganz gezielt in Christians Arme treibt. „Lass es raus“ zu J.Los „Let&#8217;s get loud“ inklusive wackelnder XXL-Hinterteile gehört zu den wenigen Highlights der Show. Die Choreographien von Paul Kribbe sind schwungvoll, abwechslungsreich und das Publikum klatscht begeistert mit.</p>
<p class="Body">Nach dieser Szene endet die Show plötzlich. Nachdem sich die Irritation darüber gelegt hat, brandet Applaus auf. Wobei es schon befremdlich ist, dass die hauseigenen Mitarbeiter als erstes aufstehen und den Darstellern zujubeln&#8230;</p>
<p class="Body">Es folgt eine Zugabe „Das Loch war leer, jetzt ist es voll.“ zu „When the saints go marching in“. Der obligatorische Premierenschlussapplaus versiegt direkt nach der Rede von Regisseurin Gerburg Jahnke und das Publikum verlässt den Saal.</p>
<p class="Body">Diese Musicalparodie hält leider über weite Strecken nicht, was sie verspricht. Sie ist nicht von dem spitzen Humor gekennzeichnet, den man von Gerburg Jahnke gemeinhin kennt. Im Gegenteil, allzu platte Dialoge und Songtexte (für letztere zeichnet Anna Bolk verantwortlich) lassen das Niveau ins Bodenlose sinken. Die Band unter der Leitung von Jan Christof Scheibe leistet Beachtliches, schafft es aber leider auch nicht, diese Show aus der Belanglosigkeit zu ziehen.</p>
<p class="Body">Dort, wo es ein klein wenig Potential gibt, werden die Szenen nicht konsequent zu Ende gestaltet. Mehrfach warten die Zuschauer auf den zündenden Aha-Effekt, den genialen Kniff, aber die Show bleibt banal, unaufgeregt und plump.</p>
<p class="Body">Die Darsteller mühen sich redlich, auch wenn man ihnen den Spaß an der Arbeit nicht anmerkt. Beatrice Reece spielt und singt die Ana gut und überzeugend. Kira Primke als Mauerblümchen Susanne und in einer Doppelrolle als Anas notgeile Freundin Katrin sorgt für viele Lacher. Dustin Smalles bringt als José und innere Göttin etwas Schwung und Abwechslung in diese ansonsten recht lahme Show, die weder eine Parodie ist noch ein Trashical, sondern vielmehr den Eindruck eines mit heißer Nadel, zu schnell gestrickten Musiktheaterstücks macht, das aufgrund zahlreicher Löcher und gefallener Maschen unförmig und unpassend wirkt.</p>
<p class="Body">Das Publikum hofft die ganze Zeit &#8211; insgesamt knapp zweieinhalb Stunden – auf den Höhepunkt, wartet dass sich der Knoten löst und bleibt am Ende doch etwas ratlos und unbefriedigt zurück.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
<p class="paragraph_style"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Capitol Theater, Düsseldorf</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>16. Februar 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Beatrice Reece, André Haedicke, Dustin Smalles, Kira Primke</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Gerburg Jahnke / Jan Christof Scheibe<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Jens Hauer<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/leider-gaenzlich-misslungene-buehnenfassung-der-bdsm-weltbesteller/">Leider gänzlich misslungene Bühnenfassung der BDSM-Weltbesteller</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
