<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Altonaer Theater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/tag/altonaer-theater/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/altonaer-theater/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 Jun 2019 17:51:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Altonaer Theater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/tag/altonaer-theater/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Gelungenes Musiktheater mit viel Charme und „Star-Appeal“</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gelungenes-musiktheater-mit-viel-charme-und-star-appeal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Dec 2018 22:15:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Carina Böhmer]]></category>
		<category><![CDATA[Catch me if you can]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ilja Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Lillemor Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Moschitz]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Plathe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=2415</guid>

					<description><![CDATA[<p>Steven Spielbergs biografische Gaunerkomödie „Catch me if you can“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks begeisterte im Jahr 2002 die Kinogänger. Inspiriert von diesem Erfolg und der abstrusen Lebensgeschichte von Frank Abagnale Jr. haben Marc Shaiman und Scott Wittman eine Musicalfassung geschrieben, zu der Terrence McNally das Libretto beisteuerte. Das Altonaer Theater in Hamburg zeigt ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gelungenes-musiktheater-mit-viel-charme-und-star-appeal/">Gelungenes Musiktheater mit viel Charme und „Star-Appeal“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Steven Spielbergs biografische Gaunerkomödie „Catch me if you can“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks begeisterte im Jahr 2002 die Kinogänger. Inspiriert von diesem Erfolg und der abstrusen Lebensgeschichte von Frank Abagnale Jr. haben Marc Shaiman und Scott Wittman eine Musicalfassung geschrieben, zu der Terrence McNally das Libretto beisteuerte. Das Altonaer Theater in Hamburg zeigt die deutsche Fassung von Werner Sobotka in der Spielzeit 2018/2019.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2420 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-13-c-G2-Baraniak-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-13-c-G2-Baraniak-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-13-c-G2-Baraniak-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-13-c-G2-Baraniak.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mit Ilja Richter als Agent Carl Hanratty und Walter Plathe als Frank Abagnale Sr. wurden zwei bekannte Schauspieler verpflichtet, die das Publikum seit Jahrzehnten von der Bühne und aus dem Fernsehen kennt. Allein diese Namen ziehen viele neugierige Zuschauer an. So ist das Theater „zwischen den Jahren“ gut gefüllt und das Publikum wird schon beim Betreten des Saals im Wartebereich des Flughafens in Miami von Fluggästen empfangen. Ausgehend von seiner Verhaftung am Flughafen entspinnt sich die Geschichte des Verwandlungskünstlers und Trickbetrügers Frank Abagnale Jr., gespielt von Philipp Moschitz.</p>
<p>Die Idee, die vielen Stationen von Frank Jr. als eine Art Show zu inszenieren, geht vollends auf. Moschitz integriert das Publikum auf eine sehr charmante, gewinnende Art. Er hat den Schalk im Nacken und bringt alles mit, was man von einem Entertainer erwartet, inklusive Tanz und Gesang!</p>
<p>Der Auftaktsong „Live und ganz in Farbe“ hat viel Schwung und sorgt für richtig gute Laune. Die Choreographien hat Sven Niemeyer ideal an die 1960er Jahre angepasst; sie sind schön anzusehen, aber nicht zu anspruchsvoll. Auch „Jet Set“, eine Szene rund um das Leben von Piloten und Flugbegleitern, ist rundum gelungen mit tollen Choreographien und einer tollen Dynamik.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2419 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-11-c-G2-Baraniak-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-11-c-G2-Baraniak-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-11-c-G2-Baraniak-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-11-c-G2-Baraniak.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Hatz zwischen Agent Hanratty und Frank Jr. gleicht der Geschichte von Hase und Igel. Über lange Strecken ist Frank Jr. dem FBI eine Nasenlänge voraus. Ilja Richter spielt den fast schon besessenen Agenten sehr unaufdringlich, aber mit viel Sarkasmus und Nachdruck, wo es erforderlich ist. Außerdem tanzt und singt er auch ganz passabel (u. a „Der Mann da drin im Müll“).</p>
<p>Mit seinem unterhaltsamen Sprechgesang und seinem intensiven, hoch emotionalen Spiel wird Walter Plathe allen Erwartungen der Zuschauer gerecht. Hier agiert ein großer Schauspieler, was man in einem Stadttheater-Musical nicht unbedingt erwarten würde.</p>
<p>Regisseur Georg Münzel gelingt es, die schauspielerische Distanz zwischen seinen Solisten zu nutzen und in ein unterhaltsames Gesamtkunstwerk zu verwandeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Finale des ersten Aktes („Weihnachten ist mir die liebste Zeit“): Einerseits ist dieser Song sehr amüsant, andererseits bekommt jeder der Beteiligten (Moschitz, Richter, Plathe und Lillemor Spitzer als Paula Abagnale) seinen Moment mit Tiefgang.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2418 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-4-c-G2-Baraniak-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-4-c-G2-Baraniak-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-4-c-G2-Baraniak-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-4-c-G2-Baraniak.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Frivol, frech und weiterhin sehr unterhaltsam geht es weiter mit „Was der Arzt verordnet“. Frank Jr. hat vom Piloten zum Arzt „umgeschult“ und trifft auf seine große Liebe Brenda (Carina Böhmer). Auch Brendas Eltern (Olaf Paschner und Lillemor Spitzer) verspricht er das Blaue vom Himmel und lügt sie an. Spitzer zeigt an dieser Stelle ein besonders großes komödiantisches Talent und erntet viele Lacher.</p>
<p>Brendas schön trauriges Abschiedssolo „Flieg, Flieg ins Glück“ (&#8222;Fly, Fly Away&#8220;) wurde nicht komplett übersetzt, funktioniert aber dennoch sehr gut. Böhmer interpretiert den gefühlvollen Titel sehr gut.</p>
<p>Wir sind wieder zurück am Flughafen von Miami. Mit „Goodbye“ möchte Frank Jr. seine ganz persönliche Show auf dem Zenit beenden, was ihm Hanratty aber nicht zugestehen kann. Moschitz beweist einmal mehr seine schauspielerische Intensität und sein sehr gutes Körpergefühl. Das Publikum hat er auf jeden Fall um den Finger gewickelt.</p>
<p>Es folgt das finale „Seltsam aber wahr“, in dem deutlich wird, dass Hanratty und Frank Jr. im wahrsten Wortsinn (verbildlicht durch Handschellen) aneinanderhängen. Richter und Moschitz harmonieren sehr gut und ihre Spielfreude ist bis zum Schluss deutlich spürbar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2416 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-1-c-G2-Baraniak-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-1-c-G2-Baraniak-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-1-c-G2-Baraniak-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/01/Catch-me-1-c-G2-Baraniak.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass „Catch me if you can“ so gut funktioniert, liegt nicht nur an der wirklich gelungenen Besetzung, sondern vor allem auch am durchdachten Gesamtkonzept. Daran haben auch Johannes Fischer (Bühne) und Volker Deutschmann (Kostüme) einen nicht unwesentlichen Anteil. Nicht vergessen darf man natürlich die kleine Band unter der Leitung von Felix Meyerle. Sie vertonen Marc Shaimans Kompositionen mit viel Schwung und lassen keine Sekunde nach.</p>
<p>„Catch me if you can“ ist Stadttheater-Unterhaltung auf hohem Niveau und eine sehr willkommene Abwechslung zu den vielen „My Fair Lady“-Inszenierungen, die ansonsten in Stadttheatern so gern gezeigt werden.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 28. Dezember 2018</span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Darsteller:</strong> Philipp Moschitz, Ilja Richter, Walter Plathe, Lillemor Spitzer, Carina Böhmer</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Georg Münzel / Marc Shaiman</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> <span class=" _2iem" role="heading" aria-level="4">G2 Baraniak<br />
</span></span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gelungenes-musiktheater-mit-viel-charme-und-star-appeal/">Gelungenes Musiktheater mit viel Charme und „Star-Appeal“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Familienmusical mit einer politischen Aussage</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-familienmusical-mit-einer-politischen-aussage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2016 12:14:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandra Kurzeja]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin Wecker]]></category>
		<category><![CDATA[Petter Bjällö]]></category>
		<category><![CDATA[Saskia Marie Senne]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Geske]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://andres-alvarez.de/?p=82</guid>

					<description><![CDATA[<p>Christian Berg hat jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Kinder- und Familienmusicals. Im Altonaer Theater fand nun die Wiederaufnahme seiner im letzten Sommer uraufgeführten Fassung von Charles Dickens’ „Oliver Twist“ statt. Die Kulissen sind schön düster und in grau-braun gehalten. So stellt man sich englische Städte in der Blütezeit der Industrialisierung vor. Auch die Kostüme ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-familienmusical-mit-einer-politischen-aussage/">Ein Familienmusical mit einer politischen Aussage</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">
<p>Christian Berg hat jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Kinder- und Familienmusicals. Im Altonaer Theater fand nun die Wiederaufnahme seiner im letzten Sommer uraufgeführten Fassung von Charles Dickens’ „Oliver Twist“ statt.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Kulissen sind schön düster und in grau-braun gehalten. So stellt man sich englische Städte in der Blütezeit der Industrialisierung vor. Auch die Kostüme sind zeitgemäß und für eine kleine Produktion wie diese mehr als angemessen. Für beides zeichnet Ulrike Engelbrecht verantwortlich.</p>
<p class="Title">Der Prolog, in dem eine Theatertruppe sich vorstellt und ankündigt, dass sie die Geschichte von Oliver Twist erzählen wird, ist etwas langatmig und eigentlich auch nicht notwendig, um die Geschichte zu verstehen. Die Vorstellung der Hauptfigur, dem Waisenjungen Oliver Twist, ist auch etwas zäh, doch danach nimmt das Stück deutlich an Fahrt auf. Die Brutalität von Mr. Bumble (Petter Bjällö), dem Fürsorgevorsteher in Olivers Heimatstadt, wird mehr als deutlich. So ist es für Oliver eine Erleichterung mit neun Jahren beim Sargtischler einen Job zu finden, entkommt er so doch dem Kohlenkeller und der Wassersuppe.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1494">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der Tanz des Tischlerpaares mit den Särgen („Gestorben wird immer“) ist herrlich schräg, auch wenn das Rock’n’Roll-Thema so gar nicht zu den übrigen Songs aus Konstantin Weckers Feder passen mag.</p>
<p class="Body">Als Tischlerlehrling Noah Olivers bei der Geburt verstorbene Mutter beleidigt, rastet dieser aus, verliert in der Folge den Job und flieht nach London, wo er sich ein besseres Leben erhofft. Warum sowohl Noah als auch Oliver von Frauen gespielt werden, erklärt sich nicht. Es gibt sicherlich auch männliche Nachwuchsdarsteller, die diese Rollen mit gleicher Energie und Herzlichkeit übernehmen könnten.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Oliver_Twist_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="345" height="411" /></div>
<p class="Body">Olivers Flucht wird mit Musik untermalt, die an einen süßlichen ZDF-Sonntagsfilm erinnert. Sie wirkt gewollt rockig-schwungvoll, ohne jedoch tatsächlich die gewünschte Energie auf das Publikum übertragen zu können. Das traurige Solo („Liebe Mami“) hingegen wird von Saskia Marie Senne alias Oliver Twist sehr anrührend vorgetragen.</p>
<p class="Body">An dieser Stelle wird es zum ersten Mal politisch: Christian Berg, der in mehreren Rollen mit auf der Bühne steht, führt ein Zwiegespräch mit seiner Kasperle-Puppe (im englisch „Punch“ genannt). Über Olivers Flucht in die fremde Großstadt wird ein Bezug zur Flüchtlingskrise hergestellt, die Europa seit Sommer 2015 intensiv beschäftigt. Auch das viel zitierte „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel wird mit untergebracht.</p>
<p class="Body">Das anschließende „Tu doch was Dein Herz Dir sagt“ – quasi der Titelsong der Show – ist schwungvoll, kindgerecht und verbreitet gute Laune.</p>
<p class="Body">Mit die souveränste Leistung liefert Alexandra Kurzeja als Artful Dodger ab. Als Bandenchef nimmt sie den schüchternen Oliver unter ihre Fittiche und lehrt ihn, wie er sich in der großen Stadt mit den vielen Straßen und unzähligen Menschen zurechtfindet. „Mach Dir die Stadt zu Deinem Königreich“ ist ein passendes Stück, das auch choreographisch (Ute Geske) sehr gut ausgearbeitet ist. Der Song, mit dem Oliver sein neues Handwerk beigebracht werden soll, „Kleptomanie“, ist ebenfalls rund, allerdings fragt sich, wie viele Kinder wirklich verstehen, was Kleptomanie bedeutet. Zumal dieser Begriff inhaltlich auch nicht ganz korrekt ist, denn die Kinder rund um Dodger stehlen ja nicht aus pathologisch zwanghaften Gründen, sondern weil sie von Fagin entsprechend angetrieben werden.</p>
<p class="Body">Nach den ersten 60 Minuten, quasi als Finale des 1. Akts, wird das Stück unterbrochen, um der gesetzlichen Auflage nachzukommen, die vorsieht, dass Kinder nicht länger als 60 Minuten auf der Bühne stehen dürfen. Wieso allerdings andere Musical- und Theaterproduzenten es schaffen, dass ihre Bühnenkinder eine komplette Show absolvieren, ist vor diesem Hintergrund fraglich. Im §2 Abs. 3 des Jugendarbeitsschutzgesetzes heißt es, dass Kinder über sechs Jahren bis zu 3 Stunden täglich in der Zeit von 08.00 Uhr bis 22.00 an Veranstaltungen gestaltend mitwirken und an den erforderlichen Proben teilnehmen dürfen.</p>
<p class="Body">Nach der Pause erwacht Oliver, der zuvor in einer Gerichtsverhandlung wegen Diebstahls von seinem Kläger in Obhut genommen wurde, in einer anderen Welt. Sikes, der „Chef“ von Fagin, sucht den feinen Herrn Brownlow auf, um Oliver wieder zurück in seine Bande zu holen. Petter Bjällö spielt auch diesen Bösewicht überzeugend, und der Tango „Der Herr im Haus“, den er mit Dominik Müller (Brownlow) tanzt, gelingt gut. Die folgenden Kurzszenen und Dialoge stören den Fluss des Stücks arg, da zuviel Handlung in zu wenig Zeit gepresst wurde, und sind zudem nicht sprachlich kindgerecht.</p>
<p class="Body">Die beiden Erzählerpuppen (Katze und Maus) funktionieren hingegen ganz ausgezeichnet. Leider erscheinen sie etwas wahllos. Hier hätte man sich mehr zielgerechten Einsatz gewünscht, um den roten Faden nicht zu verlieren.</p>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Oliver_Twist_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="433" height="278" />Nancy, die in Fagins Truppe groß geworden und inzwischen Sikes Geliebte ist, hat Mitleid mit Oliver und versucht, ihm zu helfen, indem sie verhindert, dass Sikes und Fagin ihn entführen. Doch vergebens, Oliver landet wieder in der Gosse bei Fagin und wird von Sikes zu einem gefährlichen Einbruch gezwungen. Er wird ertappt und auf der Flucht verletzt. Nancy schleicht sich zu Brownlow und berichtet, was geschehen ist. Sie verspricht, ihm Oliver zu bringen, damit dieser endlich in Sicherheit ist.</p>
<p class="Body">Sikes ist so aufgebracht als er von Nancys Plan hört, dass er sie brutal erschlägt. Dodger, der diesen feigen Mord mit angesehen hat, flüchtet zu Brownlow und verrät ihm, was passiert ist. Beim anschließenden Polizeieinsatz stürzt Sikes auf seiner Flucht vom Dach, während Fagin gefasst werden.</p>
<p class="Body">Oliver kann fortan in Frieden bei Mr. Brownlow leben, der in dem Jungen den Sohn eines guten Freundes wiedererkennt und alles tut, damit ihm das Schicksal seiner Mutter – von der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden &#8211; erspart bleibt. Und auch für Dodger und Charlie hat das Leben in der Gosse ein Ende: Mr. Brownlow besorgt ihnen anständige Jobs bei einem Schumacher.</p>
<p class="Body">Ende gut, alles gut. Zumindest theoretisch&#8230; Es folgt noch ein Aufruf von Christian Berg und seinem Ensemble, darauf zu achten, „was in Eurem Namen, in Eurem Land und Eurem Namen passiert“. Dazu halten die Darsteller Protestplakate hoch. Sie singen noch einmal gemeinsam „Tu was Dein Herz Dir sagt“ und dann ist wirklich Schluss.</p>
<p class="Body">Eine derartige Politisierung, die zudem künstlich aufgebauscht und mit Zwang hergestellt wird, passt nicht zu einem Familienmusical. Die Aussage, auf sein Herz zu hören, hätte vollkommen genügt und würde gut zur Handlung passen. Hier mit Druck noch eine politische Botschaft mit unterzubringen, wirkt deplatziert.</p>
<p class="Body">Die Spielfreude der Darsteller kann dies zwar nicht gänzlich wettmachen, aber dennoch überzeugen Saskia Marie Senne (Oliver), Alexandra Kurzeja (Dodger) und Ute Geske (Noah, Charly) insbesondere durch ihr gefühlvolles Spiel. Dominik Müller hat allein schon durch seine überragende Statur eine gewisse Bühnenpräsenz, aber als Mr. Brownlow kann er zudem auch mit Gesang und Schauspiel Pluspunkte sammeln. Valerija Laubach ist als Olivers Mutter und Nancy zu erleben und wirkt besonders in den schwachen, zarten Momenten glaubhaft. Gesanglich verkauft sie sich hier ein wenig unter Wert, was im Übrigen auch für Petter Bjällö gilt, der in Bergs „Oliver Twist“ ein Abo auf die fiesen Charaktere hat. Dass er stimmlich mehr drauf hat, kann er nur andeuten, aber die Gemeinheiten seiner Alter Egos darzustellen, gelingt ihm tadellos. Bleibt noch Christian Berg, der sein eigenes Stück als Theaterdirektor und Fagin mitbestimmt. Ihm stehen beide Rollen gleichermaßen gut, doch für die Konsistenz des Stücks wäre es sicherlich zuträglicher gewesen, wenn er sich auf die Erzähler-Figur konzentriert hätte.</p>
<p class="Body">„Oliver Twist“ ein unterhaltsames Familienmusical, bei dem optisch und darstellerisch alles stimmt, auch wenn der musikalische rote Faden leider nicht zu erkennen ist und einige Texte und Zusammenhänge für Grundschulkinder kaum zu verstehen sind. Wäre nicht die der Handlung nachträglich übergestülpte politische Aussage, würde ich von einer gelungenen Interpretation von Dickens’ Klassiker sprechen, so jedoch fällt mir dies zugegebenermaßen eher schwer.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_112">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> </span>3. April 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span> </strong>Saskia Marie Senne, Alexandra Kurzeja, Petter Bjällö, Ute Geske</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Konstantin Wecker / Christian Berg<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span> </strong>G2 Baraniak / Harburger Theater</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-familienmusical-mit-einer-politischen-aussage/">Ein Familienmusical mit einer politischen Aussage</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die perfekte Umsetzung des Gelernten!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-perfekte-umsetzung-des-gelernten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2014 12:47:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School]]></category>
		<category><![CDATA[Sweet Charity]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1154</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Hamburger Stage School präsentiert ihre Schüler nicht nur beim jährlichen Abschlussprojekt (in diesem Jahr „Hairspray Jr.“), sondern stellt auch für das Semesterprojekt des Abschlussjahrgangs des Folgejahres eine Bühne zur Verfügung. In diesem Jahr haben sich die Schüler im Altonaer Theater des 1960er Jahre Klassikers „Sweet Charity“ angenommen. Mit Ausnahme der Regie, die von den ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-perfekte-umsetzung-des-gelernten/">Die perfekte Umsetzung des Gelernten!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Hamburger Stage School präsentiert ihre Schüler nicht nur beim jährlichen Abschlussprojekt (in diesem Jahr „<a title="Hairspray_Jr_2014.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1134">Hairspray Jr.</a>“), sondern stellt auch für das Semesterprojekt des Abschlussjahrgangs des Folgejahres eine Bühne zur Verfügung.</p>
<p class="Body">In diesem Jahr haben sich die Schüler im Altonaer Theater des 1960er Jahre Klassikers „Sweet Charity“ angenommen. Mit Ausnahme der Regie, die von den Dozenten übernommen wurde, haben die mehr als 30 Schülerinnen und Schüler Choreographien, Kostüme, Gesang und Schauspiel in Eigenarbeit geschaffen und einstudiert.</p>
<p class="Body">Jessica Lapp setzt mit ihrer Interpretation der naiven Charity ein Zeichen und empfiehlt sich schon jetzt für ein Engagement nach dem Ende ihrer Ausbildung im Sommer 2015. Sie ist und spielt schön blond, hat aber dennoch Stil, kann sich gleichermaßen bewegen und trifft alle Töne. Ihrem Charme und ihrer Bühnenpräsenz kann man sich nicht entziehen.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_419">
<div class="style_2">
<p class="Body">Wenn sie herrlich x-beinig und doch lasziv auf der Couch sitzt, hat sich die Sympathien ganz klar auf ihrer Seite. Auch ihr komödiantisches Talent stellt sie mehr als einmal nachdrücklich unter Beweis.</p>
<p class="Body">In Sachen Comedy steht ihr Florian Minnerop als Oscar in nichts nach. Vom schüchternen Zwangsneurotiker zum vermeintlich gehörnten Verlobten spielt er jede Szene überzeugend und tritt selbstbewusst aus dem Schatten der Titelheldin hervor.</p>
<p class="Body">Die durch Bob Fosse weltberühmten Choreographien von „Big Spender“ bringen 15 Schülerinnen nahezu perfekt auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Auch wenn nicht alle Einsätze stimmen oder am exakten Timing noch gearbeitet werden könnte, setzen die Nachwuchsdarstellerinnen ihren Sexappeal gekonnt ein und der spontane Jubel im Publikum zeigt, wie sehr sie mit dieser Szene überzeugen konnten.</p>
<p class="Body">„Es muss etwas geben“ erinnert sehr an die „West Side Story“, was aber nicht als negativ verstanden werden soll, denn die Szene ist rundum gelungen und wurde sehr gefällig umgesetzt. Auch die Choreographien zu „Ich wein auf jeder Hochzeit“ sind sehr schön ausgedacht und auf die Bühne gebracht.</p>
<p class="Body">Ideen wie die Darstellung des Fahrstuhls, in dem sich Charity und Oscar zum ersten Mal begegnen, als Lichtquadrat auf dem Vorhang oder der Ortswechsel von den Kirmes-Besuchern hin zur Riesenrad-Gondel, in der Charity und Oscar sitzen, machen Spaß und zeigen, dass man mit verhältnismäßig wenig Einsatz beeindruckende Effekte erzielen kann.</p>
<p class="Body">Viele Zuschauer sind ohne jegliche Erwartungen in dieses Stück gegangen und wurden sehr positiv überrascht. Der Musical-Klassiker ist stimmig inszeniert und sorgt für die gute Laune, die man von einer 60er Jahre Show mit den schwungvollen Melodien von Cy Coleman erwarten darf.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>19. August 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Abschlussjahrgang 2015 der Stage School HamburgAbschlussjahrgang 2015 der Stage School Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> <span class="Bold">Cy Coleman<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Dennis Mundkowski<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-perfekte-umsetzung-des-gelernten/">Die perfekte Umsetzung des Gelernten!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Musical Moments</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musical-moments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 18:20:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Carin Filipcic]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Ammann]]></category>
		<category><![CDATA[Katja Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Marina Komissartchik]]></category>
		<category><![CDATA[Musical Moments]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=690</guid>

					<description><![CDATA[<p>Für einen gelungenes Musicalkonzert braucht man nicht nur exzellente Sänger und Musiker, sondern ebenso brillante Ton- und Lichttechniker, einen Regisseur, de seinen Künstlern die Luft zum Atmen lässt und eine gut abgestimmte Songauswahl. All diese Zutaten hält „Musical Moments“ vom Sound of Music Team in Essen bereit. Jan Amman, Katja Berg, Andreas Bieber und Carin ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/musical-moments/">Musical Moments</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Für einen gelungenes Musicalkonzert braucht man nicht nur exzellente Sänger und Musiker, sondern ebenso brillante Ton- und Lichttechniker, einen Regisseur, de seinen Künstlern die Luft zum Atmen lässt und eine gut abgestimmte Songauswahl.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">All diese Zutaten hält „Musical Moments“ vom Sound of Music Team in Essen bereit. Jan Amman, Katja Berg, Andreas Bieber und Carin Filipcic haben sich in der Musicalszene schon lange einen Namen gemacht &#8211; doch in dieser Zusammensetzung hat man die vier Sängerinnen und Sänger noch nicht erlebt. Begleitet werden sie von einer dreiköpfigen Band, die unter der Leitung von Pianistin Marina Komissartchik mit Cajon und Akustikgitarre den wohldosierten Rahmen für die 30 Songs bilden, die für diese Konzertreihe ausgewählt wurden.</p>
<p class="Body">Bei den ausgewählten Stücken hat man sich auf die musicalischen Lebensläufe der Darsteller konzentriert und so hört man von allen vieren Songs aus Musicals, in denen sie schon auf großen Bühnen standen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_637">
<div class="style_2">
<p class="Body">Jan Amman singt die bekanntesten Songs aus „Jekyll &amp; Hyde“, „Tanz der Vampire“, Andreas Bieber gibt Klassiker aus „Joseph“ und „Tabaluga“, Katja Berg erinnert an ihre Zeit bei „Mamma Mia“ und Carin Filipcic rückt „Mozart!“ und „Elisabeth“ wieder ins Bewusstsein der Zuschauer.</p>
<p class="Body">Neben diesen beinahe zu erwartenden Stücken gibt es einen Streifzug durch die bekanntesten Musicals der Welt: „Les Misérables“, „Cats“, „Phantom der Oper“, „König der Löwen“. Spannend wird es bei Highlights aus West End Shows wie „Billy Elliot“ („Electricity“ von Andreas Bieber), „Ghost (Katja Berg und Jan Ammann mit „Here right now“, „Unchained Melody“, „With You“), „Love Never Dies“ (Till I hear your song“ von Jan Ammann). Auch „For the Glory“ aus „The Cicil War“ gehört zu diesen Perlen, von denen es sehr gern mehr hätte geben dürfen.</p>
<p class="Body">Dass man auch bei einem Musical Highlights Konzert scheinbar nicht um Compilation Shows herumkommt, beweisen die Stücke aus „Hinterm Horizont“, „Ich will Spaß“ und „Ich war noch niemals in New York“. Aus letzterem wurde für Jan Ammann und Andreas Bieber eine Version von „Griechischer Wein“ erschaffen, die ihresgleichen sucht &#8211; ganz sicher der komödiantische Höhepunkt des Abends.</p>
<p class="Body">Carin Filipcic sorgt mit dem Titelsong aus „Rebecca“ für Gänsehaut und ihr „Gold von den Sternen“ rührt zu Tränen. Katja Berg begeistert vor allem in den Duetten, bspw. „Last night of the world“ („Miss Saigon“) mit Andreas Bieber. Jan Ammann zeigt eine für einen Bariton unerwartete stimmliche Bandbreite und überzeugt mit „Bring ihn heim“ („Les Misérables“) genauso wie mit „Unstillbare Gier“ („Tanz der Vampire“). Dass Andreas Bieber fast 16 Jahre nach der deutschen Erstaufführung von „Joseph“ noch einmal in sein buntes Zauberkleid schlüpft, wird vom Publikum begeistert honoriert. „Die Schatten werden länger“ („Elisabeth“) mit Ammann und Bieber zeigt wieder einmal wie beeindruckend ein einzelner Musiktitel sein kann, wenn er mit Herzblut interpretiert wird.</p>
<p class="Body">Die Arrangements der sehr geläufigen Musicalstücke sind perfekt. Akustikgitarre und Cajon geben vielen Liedern eine ganz besondere Note und Marina Komissartchik beweist einmal mehr, warum sie als eine der besten (Musical-) Konzertpianisten Deutschlands gilt.</p>
<p class="Body">„Musical Moments“ ist ein gelungener Konzertabend mit souveränen und begeisterungsfähigen Künstlern auf der Bühne und sehr guten Technikern im Hintergrund. Noch nie habe ich im Altonaer Theater einen derart lupenreinen Sound gehört, ohne Kratzer, Schwankungen oder sonstige Störungen!</p>
<p class="Body">Man kann dem Produzenten sicherlich vorhalten, dass er es sich mit der Songauswahl sehr einfach gemacht hat, indem er sich nahezu ausschließlich auf bewährtes und von den Künstlern aus dem Effeff rezitiertes Musikwerk verlässt. Stücke aus größeren Broadway-Produktionen („Wicked“ oder „Rent“) oder von Komponisten wie Jason Robert Brown, wären sicherlich eine Überlegung wert und würden diesen Abend noch spezieller machen. Aber auch ohne jegliche programmatische Experimentierfreude lässt „Musical Moments“ das Publikum für zweieinhalb Stunden in andere Welten abtauchen und mit einem Lächeln in den Alltag zurückkehren.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div id="footer_layer">
<div class="bumper">
<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere:</span></strong> 1. Februar 2012</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Sänger:</span></strong> Jan Ammann, Katja Berg, Andreas Bieber, Carin Filipcic</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong>Musikalische Leitung:</strong> Marina Komissartchik</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Sound of Music</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/musical-moments/">Musical Moments</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Melancholie und Freude in perfekter Kombination</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/melancholie-und-freude-in-perfekter-kombination/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 08:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Katharina Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Hübner]]></category>
		<category><![CDATA[Das Orangenmädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Weiler]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Gerken]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Rotermund]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1300</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stell Dir vor, Du bekommst zwölf Jahre nach dem Tod Deines Vaters einen Brief von ihm, in dem er Dir die Liebesgeschichte Deiner Eltern erzählt und Dich ganz nebenbei nach dem Sinn des Lebens fragt. Ganz schön viel für einen Teeanger, der mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens schon genug zu tun hat. Doch genau ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/melancholie-und-freude-in-perfekter-kombination/">Melancholie und Freude in perfekter Kombination</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Stell Dir vor, Du bekommst zwölf Jahre nach dem Tod Deines Vaters einen Brief von ihm, in dem er Dir die Liebesgeschichte Deiner Eltern erzählt und Dich ganz nebenbei nach dem Sinn des Lebens fragt. Ganz schön viel für einen Teeanger, der mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens schon genug zu tun hat.</p>
<p class="Body">Doch genau dies erlebt der 15-jährige Georg. Zwölf Jahre nachdem sein Vater Jan-Olav unerwartet, viel zu früh verstorben ist, findet seine Mutter Veronika beim Aufräumen einen Brief, den der Vater kurz vorm Tod an seinen Sohn verfasst hat. Beim Lesen dieses Briefs gerät der Teenager auf eine Achterbahn der Gefühle.</p>
<p class="Body">Die Geschichten von Vater und Sohn gleichen sich, denn nicht nur der junge Jan-Olav lässt sich durch die Treffen mit dem Orangenmädchen nur zu gern von seinem Medizinstudium ablenken, auch Georg steht vor der schier unüberwindlichen Aufgabe, die hübsche Geigenschülerin Isabell anzusprechen und sie um ein Date zu bitten.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_1091">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Romanvorlage zu diesem Stück stammt von Jostein Gaarder, der das Thema Tod eng mit dem Thema Liebe verbindet und so eine warmherzige Geschichte über das Leben erschafft, in der sich viele Leser in der ein oder anderen Episode wieder finden. Für die Musiktheater-Fassung wurde die komplexe Handlung gestrafft und ein kurzweiliges Vier-Personen-Stück kreiert.</p>
<p class="Body">Im Fokus von Christian Gundlachs Buch stehen zwei Parallelhandlungen: Der Medizinstudent Jan-Olav trifft das Mädchen im orangen Mantel mit der Tüte voll Orangen und verliebt sich Hals über Kopf in das „Orangenmädchen“. Die Irrungen dieses Kennenlernens und sich wieder aus den Augen-Verlierens führen von Oslo nach Spanien und wieder zurück. Schlussendlich stellt sich heraus, dass Veronika und Jan-Olav schon als Kinder befreundet waren und Veronika dieses Verwirrspiel geplant hat, damit die beiden Kinder von einst sich neu finden, kennen-, und liebenlernen können.</p>
<p class="Body">Georg, angehender Weltraumforscher, Träumer und Teenager-Sohn von Jan-Olav und Veronika, lernt seine erste Jugendliebe Isabell kennen und muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, einem Mädchen seine Gefühle zu zeigen &#8211; geschweige denn, es erst einmal überhaupt anzusprechen.</p>
<p class="Body">In dieser Situation liest Georg den Brief seines Vaters und findet darin das, was ihm bei seiner Mutter fehlt: Verständnis. Zudem erfährt er, dass der neue Mann an der Seite seiner Mutter schon da war, bevor sie seinen Vater kannte. Das wirkt sich nicht unbedingt förderlich auf das abgespannte Verhältnis zu seiner Mutter aus. Dass gerade die ersten Begegnungen mit der Liebe keineswegs nur dramatisch, sondern durchaus auch sehr lustig sein können, wird immer wieder deutlich.</p>
<p class="Body">In diesem Brief stellt sein Vater ihm eine bereits in Kindertagen gestellte Frage erneut: Würdest Du geboren werden wollen, wenn Du wüsstest, wie Dein Leben verlaufen wird?</p>
<p class="Body">Georg versteht diese Frage erst jetzt richtig und würde sie, wie sein Vater, tendenziell mit „Nein“ beantworten.</p>
<p class="Body">Erst als seine Mutter ihm erklärt, dass sein Vater seine Antwort aufgrund von Verbitterung und Schmerz wegen des viel zu früh endenden Lebens gegeben hat, gibt der Junge sich und seinem Leben eine richtige Chance und fasst den Mut, Jasmin um eine Verabredung zu bitten.</p>
<p class="Body">Das Stück wird szenisch sehr schlank umgesetzt. Fünf Podeste geben die verschiedenen Spielwiesen der vier Protagonisten ab. Ein großer oranger Mond eignet sich sowohl als romantischer Hintergrund für Jan-Olav und Veronika als auch als Ziel der Sehnsüchte des sternenguckenden Georg. Das Thema Orangen findet sich in in drei Stillleben mit Orangen wieder, die die Nationalgalerie Oslo und den Ort des ersten Treffen von Jan-Olav und Veronika darstellen. Das funktioniert prima und ist für dieses sehr emotionale Stück ideal. Die vielen Orangen, die in Papiertüten herumgetragen oder kunstvollen Pyramiden auf der Bühne drapiert werden, lassen das Publikum in den Genuss eines Dufttheaters kommen und machen dieses Stück nur umso besonderer.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau hat für die vier Darsteller wunderschöne Balladen geschrieben, die von Piano (Stephan Sieveking) und Cello (Hagen Kuhr) einfühlsam untermalt werden. Auch die Aufgewühltheit wird musikalisch durch diese Instrumenten-Kombination perfekt transportiert und durch poppige Uptempo-Songs über die Rampe gebracht. Erfreulich ist, dass sich Lingnau mit diesem Stück deutlich von seinen übrigen Kompositionen absetzt und der sonst so oft beklagte Wiedererkennungswert kaum vorhanden ist. Die Texte von Edith Jeske könnten an der ein oder anderen Stelle etwas ausgefeilter oder weniger plump sein, doch im Großen und Ganzen überbringen die Texte sowohl die lustigen und romantischen als auch die traurigen Passagen dieses Stücks.</p>
<p class="Body">Ein Musical mit einem so philosophischen Ansatz wie „Das Orangenmädchen“ steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit der Darsteller. Anna Katharina Bauer hat in der Rolle der Isabell den undankbarsten Part, da diese Figur eher eine Nebenrolle ist. So fällt sie leider kaum nachhaltig auf. Ihre drei Kollegen hingegen haben alle sehr starke Alter Egos &#8211; allen voran Sascha Rotermund als Jan-Olav. Er gibt den verliebten Medizinstudenten genauso überzeugend wie den genervten Ehemann, besticht aber vor allem im Zusammenspiel mit seinem Sohn. Gesanglich bedient Rotermund eine große emotionale Bandbreite. Sein finales Duett mit dem Sohn, in dem er ihm die entscheidende Frage stellt, geht sehr zu Herzen.</p>
<p class="Body">Benjamin Hübner hat es als „Halbstarker“ nicht leicht, dieser geballten Manneskraft etwas entgegenzusetzen, doch zeigt er Georgs Zerrissenheit sehr glaubhaft. Hier kommt ihm sicherlich zugute, dass seine Teenagertage noch nicht allzu lange her sind. Das Aufbäumen gegen die überfürsorgliche Mutter ist tragikomisch und nur zu nachvollziehbar.</p>
<p class="Body">Katrin Gerken gelingt der Spagat zwischen besorgter Mutter und jugendlichem Orangenmädchen sehr gut, wobei ihr der mütterliche Part deutlich besser zu Gesicht steht. Wenn sie ihrem Sohn die Welt der Liebe erklärt („Eine Leinwand ist kein Bild“, „Wenn Liebe sich ergibt“) ist dies sehr herzerwärmend.</p>
<p class="Body">Bei Themen wie dem Tod des Vaters, dem Sohn, der sich gegen die Mutter und deren neuen Mann auflehnt und damit kämpft, seinen Weg im Leben zu finden, könnte man durchaus ins Grübeln geraten. Doch dem Kreativ-Team ist es gelungen, dass Publikum durch viele amüsante und einfühlsam gestaltete Szenen mit einem guten Gefühl aus dem Theater zu entlassen.</p>
<p class="Body">Jeder, der Musiktheater mag, in dem die Menschen im Vordergrund stehen und nicht großartige Kulissen und pompöse Orchestrierungen; jeder, der Musicals mag, indem es nicht um seichte Unterhaltung geht, sondern in denen man seinen Kopf durchaus mitbenutzen darf, sollte sich dieses Stück nicht entgehen lassen. Glücklicherweise sind für 2012 weitere Spieltermine in und um Hamburg angesetzt, so dass die Geschichte vom „Orangenmädchen“ noch viele weitere Zuschauer berühren wird.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>29. Dezember 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anna Katharina Bauer, Katrin Gerken, Benjamin Hübner, Sascha Rotermund</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Harald Weiler / Martin Lingnau<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/melancholie-und-freude-in-perfekter-kombination/">Melancholie und Freude in perfekter Kombination</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Charmantes Verwicklungsspiel als Garant für gute Laune</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/charmantes-verwicklungsspiel-als-garant-fuer-gute-laune/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 11:19:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Altonaer Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Jörg Frey]]></category>
		<category><![CDATA[Meike Kircher]]></category>
		<category><![CDATA[Victor/Victoria]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1372</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das beschauliche Altonaer Theater in Hamburg ist seit Jahren ein Garant für kurzweilige Unterhaltung. Ob nun „My Fair Lady“, „Jailbirds“ oder “Victor/Victoria” – jede Produktion hat ihren ganz persönlichen Charme und zaubert dem Publikum ein Lächeln auf das Gesicht. In diesem Jahr hat man sich also des Klassikers von Blake Edwards (Buch), Henry Mancini (Musik) ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/charmantes-verwicklungsspiel-als-garant-fuer-gute-laune/">Charmantes Verwicklungsspiel als Garant für gute Laune</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das beschauliche Altonaer Theater in Hamburg ist seit Jahren ein Garant für kurzweilige Unterhaltung. Ob nun „My Fair Lady“, „Jailbirds“ oder “Victor/Victoria” – jede Produktion hat ihren ganz persönlichen Charme und zaubert dem Publikum ein Lächeln auf das Gesicht.</p>
<p class="Body">In diesem Jahr hat man sich also des Klassikers von Blake Edwards (Buch), Henry Mancini (Musik) und Leslie Bricusse (Songtexte) angenommen. In der Regie von Ulrike Grote entwickelt sich die Geschichte von Victoria Grant, die aus der Not eine Tugend macht und mithilfe von Toddy der gefeierte polnische Travestiedarsteller Victor Grazinski wird.</p>
<p class="Body">Das Stück spielt Anfang der 30er Jahre in Paris. Victoria lernt bei einem Vorsingen in einem Nachtclub den schwulen Chansonnier Carol Todd, genannt Toddy, kennen. Im Gegensatz zum Nachtclubbesitzer erkennt Toddy das Potential der jungen Frau. Durch einen Zufall kommt er auf die Idee, Victoria als Graf Victor auszugeben. Das macht er natürlich nicht ganz uneigennützig. Denn mit dem schicken jungen Grafen an seiner Seite möchte Toddy seinen Ex-Freund eifersüchtig machen. Dass die Auftritte von Victor in kurzer Zeit ganz Paris begeistern, kommt ihm da sehr gut zu Pass.</p>
<p class="Body">Dass Victor auch Leute neugierig macht, mit denen man sich besser nicht anlegt, ist nahezu unvermeidlich. Der Kleinkriminelle King Marchand sieht Victor auf der Bühne und ist zunächst von dem Mann im Damenkleid abgestoßen. Plötzlich bemerkt er jedoch, dass er sich zu Victor hingezogen fühlt und bekommt arge Selbstzweifel. Nach einem Zwischenfall offenbart sich Victoria King Marchand und die beiden beginnen eine Affäre. Sehr zum Leidwesen der nunmehr abservierten Norma, die auf Rache sinnt und versucht, King Marchand mit seiner vermeintlichen Homosexualität in Gangsterkreisen in Unbill zu bringen.</p>
<p class="Body">Das Finale ist ein heiteres Durcheinander, an dessen Ende Victoria und King Marchand als echtes Paar aus Frau und Mann hervorgehen, Norma frustriert davonläuft und King Marchands Leibwächter sich hoffnungslos in Toddy verliebt.</p>
<p class="Body">Die Handlung an sich gibt viele Möglichkeiten, um Nebenhandlungen aufzubauen und verschiedenste Charaktere wechselseitig in den Mittelpunkt zu stellen. Leider misslingt Ulrike Grote dieses feine Zusammenspiel gründlich. Ihre Figuren scheinen nicht zu Ende gedacht und kratzen nur an der Oberfläche der vielschichtigen Geschichte.</p>
<p class="Body">So steht erstaunlicherweise nicht Victor/Victoria alias Meike Kircher im Mittelpunkt des Geschehens, sondern Toddy (Hans-Jörg Frey) und Norma (Regina Stötzel) avancieren zu den absoluten Publikumslieblingen. Frey gibt einen sehr charmanten alternden Homosexuellen, der aus seiner Leidenschaft keinen Hehl macht und Victoria mit viel Gefühl als bester Freund zur Seite steht. Er überzeichnet den Charakter dort, wo es passt und nimmt sich an anderer Stelle gleichermaßen zurück.</p>
<p class="Body">Regina Stötzel spielt die nervige, strunzdoofe Vorzeige-Blondine Norma exzellent. Ihre Auftritte sorgen für Lacher und anhaltenden Zwischenapplaus. Sie hat mit Abstand die dankbarste Rolle und macht was daraus.</p>
<p class="Body">Als King Marchand versucht Stefan Haschke seinen Mann zu stehen. Leider fällt es ihm schwer den gerissenen Gangster glaubhaft über die Rampe zu bringen. Natürlich spielt hierbei auch eine Rolle, dass er nicht das gängige Klischee eines gutaussehenden Adonis erfüllt. Seine Kolleginnen sind größer als er und allein dadurch gerät ganz schnell an die Grenze zur Witzfigur. Berücksichtigt man hierbei nun noch, dass sein Leibwächter (gespielt von Simon Zigah) – ein Bär von einem Mann – ihn an komödiantischen Szenen und Bühnenpräsenz deutlich übertrumpft, kann einem Haschke schon fast leid tun. Und doch drängt sich der verdacht auf, dass er nichts dafür kann. Denn auch die Rolle von Victor/Victoria gerät zur Randfigur. Dies liegt sicherlich nicht an dem nicht vorhandenen schauspielerischen Unvermögen von Meike Kircher – im Gegenteil, sie spielt ihre beiden Parts sehr gut und zeigt auch Ansätze, die die innere Zerrissenheit erahnen lassen. Und doch bleibt sie am Ende blass.</p>
<p class="Body">Bleiben noch die Songs, von denen vor allem „ Le Jazz Hot“ und „The Shady Dame from Seville“ sowie die wunderschöne Ballade „Du und Ich“ im Gedächtnis bleiben. Erstere wegen der farbenfrohen Kostüme der vier Tänzer und des Stars Victor sowie der ausladenden Choreographien; letzterer wegen der schönen Stimmfarben von Meike Kirchen und Hans-Jörg Frey, die erahnen lassen, was möglich gewesen wäre.</p>
<p class="Body">So schön „Victor/Victoria“ oberflächlich betrachtet sein mag und so sehr man auch über die Comedy-Nummern lacht – ein Slapstick-Musical ist das Stück nun bei weitem nicht. Und diese Grenze wurde in der Regie von Ulrike Grote leider nicht gewahrt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Altonaer Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>2. August 2009</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Meike Kircher, Hans-Jörg Frey</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Ulrike Grote<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Joachim Hiltmann<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/charmantes-verwicklungsspiel-als-garant-fuer-gute-laune/">Charmantes Verwicklungsspiel als Garant für gute Laune</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
