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	<title>Alexander di Capri-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Alexander di Capri-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Liebevolle Reise in die amerikanischen 1950er Jahre</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 16:28:16 +0000</pubDate>
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<p class="Body">Wer kennt sie nicht: die romantisch-kitschige Geschichte von Sandy und Danny, die sich in den Sommerferien verlieben, per Zufall auf der gleichen Highschool landen und nach einigen Wirrungen zueinander finden. John Travolta und Olivia Newton-John hat „Grease“ unsterblich gemacht. Schon sechs Jahre bevor der Film 1978 in die Kinos kam, feierte die Bühnenfassung am New Yorker Broadway große Erfolge.</p>
<p class="Body">In den 1990er Jahren hat David Gilmore die altmodische Highschool-Romanze entstaubt und im Londoner West End zur Aufführung gebracht. Seine Inszenierung hat er bereits 2011 für das deutsche Publikum nochmals überarbeitet und seither schickt Semmel Concerts die T-Birds und Pink Ladies durch deutschsprachige Lande.</p>
<p class="Body">Am 26. Januar 2012 wurde in Köln der Tourstart 2012 gefeiert. Die Besetzung hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert, doch das tut dem Spaß und der Spielfreude keinen Abbruch. Da jedem die Handlung bekannt ist, haben sowohl Darsteller als auch Musiker leichtes Spiel bei dieser Show. Die Songs sind Selbstgänger, das Ensemble sehr charismatisch und das Publikum freut sich auf einen Abend leichtfüßiger Unterhaltung &#8211; und das vollkommen zurecht!</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die beiden Hauptfiguren Danny und Sandy werden von Lars Redlich und Joana Fee Würz gespielt. Joana Fee Würz hat die Hauptrolle mit Jahresbeginn übernommen und gibt die süße, naive Sandy glaubwürdig. Es ist eine Freude ihrer schönen, klaren Stimme zuzuhören. In den Schatten gestellt wird sie nur von Lars Redlich, der als Danny über die nötige Bühnenpräsenz verfügt, um nicht nur vielen Schülerinnen, sondern auch Gästen im Publikum den Kopf zu verdrehen. Dass er schon seit einem Jahr in dieser Rolle zu sehen ist, kommt ihm hierbei sicherlich zugute. Optisch schlägt Redlich das Film-Vorbild um Längen und auch gesanglich kann sich John Travolta gern Nachhilfe bei Lars Redlich holen. Seine schmachtende Liebeserklärung „Sandy“ bringt Steine zum Erweichen.</p>
<p class="Body">Zusammen mit Stefan Rüh als Kenickie und den übrigen T-Birds bringt Redlich jede Menge Schwung in den Musical Dome. „Greased Lightning“ und „Those Magic Changes“ machen unglaublich viel Spaß! Dass sich in den Reihen der T-Birds und Pink Ladies wahre Perlen verbergen, hört das Publikum vor allem bei „Mooning“ &#8211; gesungen von Tim Edwards alias Roger und „There are worse things I could do“, hinreißend interpretiert von Denise Obedekah als Rizzo.</p>
<p class="Body">Omri Schein sticht als Eugene aus der Menge der Rydell High Schüler hervor, da er seine Rolle so wunderbar herzerfrischend spielt, dass man den strebhaften, stetig bemühten, aber immer scheiternden, Außenseiter einfach nur in den Arm nehmen möchte.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Eher etwas unauffällig kommt Jennifer Pöll als Frenchy daher. Sie gibt angehende Kosmetik-Schülerin lange nicht so quietschbunt wie sie sein könnte. Eine Ausnahme ist der Auftritt des Teen Angel, dem Frenchy sehr süß und schüchtern an den Lippen hängt. Alexander di Capri übernimmt die Rolle des stark an Elvis erinnernden Teen Angel mit Bravour. „Beauty School Dropout“ ist eines der schönsten Stücke des Abends. Auch die Anforderungen, die seitens der Regie an Vince Fontaine gestellt werden &#8211; aalglatt, egoistisch, eitel &#8211; erfüllt di Capri einwandfrei.</p>
<p class="Body">Szenisch ist die Verwandlung in die Umgebung der Rydell High School in den 1950er Jahren sehr gelungen.</p>
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<p class="Body">Einige perfekt ausgesuchte Requisiten machen aus der Bühne eine Sportumkleide, ein Mädchenzimmer oder die Aula der High School. Auch die Kostüme wirken authentisch.</p>
<p class="Body">Die Bühnenfassung von „Grease“ ist kurz, fast schon zu kurz. Nach nur zweieinhalb Stunden ist die Geschichte von Sandy und Danny im Schnelldurchlauf erzählt. Nebenhandlungen wie die nicht ganz leichte Beziehung von Rizzo und Kenickie oder Frenchy und dem Teen Angel finden nur in einem einzelnen Song statt. Das Autorennen und die damit verbundene Feindschaft zweier Jungenbanden fehlt gänzlich. Der Fokus liegt ganz klar auf den Songs und den beiden Hauptdarstellern. Das mag bei einem Tanzmusical legitim sein, vergibt aber jede Menge Chancen auf eine runde Story. Einen wirklichen roten Faden sucht man vergebens. Warum tanzt Danny beim Highschool-Ball mit Cha-Cha? Was für eine Vergangenheit haben die Cheerleaderin Patty und Danny? Warum bändelt Sandy plötzlich mit dem Sportstar der Highschool an? Wieso hat Frenchy mit einem Mal pinkfarbene Haare? Zur Beantwortung all dieser Fragen wäre der ein oder andere Dialog sicherlich hilfreich gewesen.</p>
<p class="Body">Obgleich man sehr dankbar sein kann, dass die Songs nicht übersetzt, sondern im englischen Original gesungen werden, verwundert der ein oder andere sprachliche Ausfall doch sehr. Rizzo hätte an einem „Gangbang“ vor 60 Jahren ganz sicher keinen Spaß gehabt. Auch Darsteller, die in feinster Angus Young Manier über die Bühne rocken, sind der Zeit doch um zwei Jahrzehnte voraus.</p>
<p class="Body">Zudem wurden im Vergleich zum Film viele Songs an anderer Stelle platziert. Im Film werden viele Stücke im Rahmen des Balls gespielt, der auf der Bühne fast zu kurz kommt. Dafür erhalten aber einige Songs im Gegenzug ein stärkeres inhaltliches Gewicht wie bspw. das wunderschöne „Mooning“ von Roger und Jan. Unter anderem ändert sich aber bei „There are worse things I could do“ die Aussage des Songs (Rizzo schüttet damit in der Bühnenfassung Sandy ihr Herz aus &#8211; im Film ist sie traurig und allein, beobachtet „ihren“ Kenickie). Dass der Ball in der Bühnenshow auf ein Mindestmaß reduziert wird, ist mehr als bedauerlich. Gerade hier wäre viel tänzerisches und gesangliches Potential enthalten gewesen.</p>
<p class="Body">Alles in allem kommt der Zuschauer aber musikalisch voll auf seine Kosten, denn die bekannten Hits wie „Greased Lightning“, „Hopelessly devoted to you“, „Sanday“ und natürlich „You‘re the one that I want“ zünden erwartungsgemäß und man möchte unweigerlich das Tanzbein schwingen.</p>
<p class="Body">Daran trägt natürlich die Live-Band einen großen Anteil. Die Musiker haben den Rock‘N‘Roll im Blut und so hält es am Schluss keinen mehr auf den Sitzen; jeder macht beim Hand-Jive mit und das Premierenpublikum wird zu Rock‘N‘Roll Party Kings and Queens.</p>
<p class="Body">Dieses klassische Gute-Laune-Herz-Schmerz-Musical ist auch 40 Jahre nach seiner Uraufführung einen Besuch wert. Man verlässt das Theater beschwingt, tanzend und lachend. Eine schönere Auszeichnung kann man sich für Künstler und Kreative kaum wünschen!</p>
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<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Musical Dome, Köln</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Tour-Premiere: </span></strong>26. Januar 2012</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Alexander di Capri, Tim Edwards, Lars Redlich, Joana Fee Würz, Stefan Rüh</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Choreographien:</span></strong> David Gilmore / Melissa Williams<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Herbert Schulze<br />
</span></div>
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		<title>Loewes &#038; Lerners Klassiker erfrischend kurzweilig inszeniert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/loewes-lerners-klassiker-erfrischend-kurzweilig-inszeniert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2006 08:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander di Capri]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Lucas]]></category>
		<category><![CDATA[Schirin Kazemi]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Helga Wolf hat nach „Jesus Christ Superstar“ und „Les Misérables“ mit „Camelot“ in der neuen Spielzeit einen bewährten Musicalstoff für die Lüneburger Stadttheaterbühne ausgewählt, den Klassiker entstaubt und daraus einen amüsanten Musiktheatergenuss gemacht. Die Legende von König Arthur und dem Heiligen Gral, Merlin und den Rittern der Tafelrunde, Guenevere und Lancelot ist durch verschiedenste filmische ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Helga Wolf hat nach „Jesus Christ Superstar“ und „Les Misérables“ mit „Camelot“ in der neuen Spielzeit einen bewährten Musicalstoff für die Lüneburger Stadttheaterbühne ausgewählt, den Klassiker entstaubt und daraus einen amüsanten Musiktheatergenuss gemacht.</p>
<p class="Body">Die Legende von König Arthur und dem Heiligen Gral, Merlin und den Rittern der Tafelrunde, Guenevere und Lancelot ist durch verschiedenste filmische und bühnetechnische Bearbeitungen den meisten Menschen ein begriff. Bei der Komplexität der Saga verwundert es wenig, dass die Ursprungsversion von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe mehr als vier Stunden lang war und wenig Anklang fand. Selbst die letztjährige Produktion im Rahmen der <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1630">Bad Hersfelder Festspiele</a></span> (Regie: Reinfried Schießler, König Arthur: Yngve Gasoy-Romdal) erforderte von den Zuschauern jede Menge Sitzfleisch und Durchhaltevermögen.</p>
<p class="Body">Wolf nähert sich dem Stoff nunmehr mit einer unerwarteten Leichtigkeit und macht ihn so für ein breites Musicalpublikum zugänglich.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_923">
<div class="style_2">
<p class="Body">Merlin wirkt lange nicht so übermächtig und weise wie man sich den sagenumwobenen Zauberer gemeinhin vorstellt, Arthur macht vom verspielten Jungkönig zum generösen Staatsoberhaupt eine erstaunliche Wandlung durch. Pellinore wird zum Berater des Königs, der viele Situationen mit trockenem Humor auflockert.. Guenevere ist nicht die süßliche Prinzessin, die sich widerstandslos ihrem Schicksal ergibt, sondern eine selbstbewusste Lady, die kein Blatt vor den Mund nimmt und ihrem Mann gelegentlich auch mal gehörig die Leviten liest. Selbst der sonst eher blasse Lancelot wird in dieser Inszenierung zu einem echten Sympathieträger, dem man die Freundschaft zu Arthur ehrlich abnimmt. Die Regisseurin verzichtet nahezu komplett auf die düstere, meist recht verwirrende Geschichte von Modred und seiner Mutter Morgause / Morgan le Fay und stellt den unehelichen Sohn Arthurs schlicht als Aufrührer dar.</p>
<p class="Body">Diese Straffung der Handlung und die spritzige, ideenreiche Umsetzung sind große Pluspunkte der Lüneburger Produktion. Auch die moderne Sprache der Akteure trägt zu einem besseren Verständnis des Stücks bei. Warum jedoch aus Guenevere Jenny, aus Pellinore Pelli und aus Lancelot Lance werden musste, bleibt das Geheimnis der Regie.</p>
<p class="Body">Die Besetzung mit Alexander di Capri als Arthur, Schirin Kazemi als Guenevere und Kristian Lucas ist ausgezeichnet. Di Capri zeigt als junger König kurz vor der Zwangsverheiratung einen natürlichen jungenhaften Charme, so dass Merlin (Marc Westphal) seine liebe Not mit ihm hat. Die Liebe zu Guenevere, die schlachten, das Motto „Recht ist Macht“ und schließllich der Verrat durch den geliebten Freund Lancelot verwandeln den Sagenkönig in einen ernsten nachdenklichen Mann. Aleksander di Capri kann jede einzelne Station dieser Wandlung schauspielerisch perfekt nachzeichnen. Man glaubt ihm die Verletzlichkeit genauso wie die Entschlossenheit, die Welt zu verändern. Arthur ist hier kein gefühlskalter Klotz – besonders deutlich wird dies, als er seine Frau gemäß seiner eigenen Gesetzte bestrafen muss und dafür sorgt, dass Lancelot sie befreien und retten kann.</p>
<p class="Body">Schirin Kazemi ist mir ihren jungen Jahren noch ein Neuling auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Doch sie lässt sich durch ihre erfahrenen Kollegen keinen Deut einschüchtern. Frech und unabhängig stellt sie eine Königin dar, die ihren Mann zu beeinflussen vermag, sich der Rechte und Pflichten ihres Standes bewusst ist, in einem Augenblick der Schwäche ihren Gefühlen für Lancelot nachgibt, die Konsequenzen ihres Handelns aber würdevoll erträgt und eine sehr weise finale Entscheidung trifft. Kazemis grazile Erscheinung geht einher mit einer unbändigen Energie und Spielfreude, die vor allem in den Schlagabtauschen mit Alexander di Capri („What Do the Simple Folk Do?“) zur Geltung kommen. Ihre junge, unverbrauchte Stimme macht Stücke wie „The Simple Joys of Maidenhood“ oder „Before I Gaze at You Again“ zu einem wahren Hochgenuss. Kristian Lucas übernimmt der Part des ehrgeizigen, erfolgreichen, Unglück verliebten Ritters Lancelot. In der aktuellen Lüneburger Produktion bekommt seine Figur jedoch wesentlich mehr Gewicht. Als Sympathieträger erster Güte gewinnt er nicht nur die Herzen des Königspaars, sondern auch das Publikum schnell für sich. Selbst das glücklose, gern ins Lächerliche abdriftende „Cest moi“ gelingt ihm überzeugend.</p>
<p class="Body">Während der Part von Modred (Ferdinand Steinhöfel) absolut ins Hintertreffen gerät, er auch keinen eigenen Song zum besten geben darf, wird Pellinore (Martin Edelbauer) von Wolf mit großer Bedeutung bedacht. Als vermeintlich schusseliger alter Mann kommt er an den Hof und wird schnell zum Freund und Ratgeber. Sein zu Beginn noch durch einen Jungdarsteller gespielten Hund zieht er im ganzen Handlungsablauf in Form eines Schals mit sich. Nicht nur damit hat Edelbauer die Lacher auf seiner Seite.</p>
<p class="Body">Der große Chor bildet den Hofstaat und füllt die Bühne mit Leben und Gesang. Das Thema Kulissen wurde von Barbara Bloch bei „Camelot“ – ganz im Gegensatz zur letztjährigen „Les Misérables“-Inszenierung – hervorragend gelöst: Eine Burg im Hintergrund, Zinnen links und rechts des Bühnenportals, große Tücher als Abgrenzung der einzelnen Gemächer ergeben ein schlüssiges Gesamtbild. Warum jedoch häufig drei Schwerter im Stein – nach dem Vorbild von Excalibur – auf der Bühne stehen und eines davon durch eine 180°-Drehung zu Gueneveres Scheiterhaufen wird, ist mehr als rätselhaft. Die Kostüme von Sabine Meinhardt sind hübsch, aber in erster Linie funktional.</p>
<p class="Body">Die aktuelle Musiktheaterproduktion lebt nicht von der Ausstattung. Auch das Orchester unter der Leitung von Urs-Michael Theus ist mehr Mittel zum Zweck. Im Vordergrund stehen drei Charaktere, die im Laufe der zweistündigen Aufführung reifen.</p>
<p class="Body">Die Intensität des Finales sorgt auch in den letzten Reihen für Gänsehaut-Feeling. Aleksander di Capri lässt Arthur mit Stolz und Würde in die finale Schlacht ziehen. „Camelot“ von Helga Wolf ist eine gelungene Inszenierung, die durch eine erfrischende Leichtigkeit in Spiel, Gesang und Dialogen gleichermaßen besticht.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">2006</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Alexander di Capri, Schirin Kazemi, Kristian Lucas</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Helga Wolf<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
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		<title>Aleksander di Capri über Stadttheater, Journalisten und Chancen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/aleksander-di-capri-ueber-stadttheater-journalisten-und-chancen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2006 14:26:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander di Capri]]></category>
		<category><![CDATA[Les Miserables]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aleksander di Capri setzt sich Ziele. Dass diese durchaus nicht ins Wolkenschloss der kleinen Cosette gehören, sondern sehr realistisch sind, beweist er mit der Übernahme des Jean Valjean bei „Les Misérables“ in Lüneburg. „Ché auf der „Evita“-Tour war meine erste Erstbesetzung in einer Hauptrolle, Jean Valjean ist die zweite. Es geht alles in die richtige ...</p>
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<p class="Body">Aleksander di Capri setzt sich Ziele. Dass diese durchaus nicht ins Wolkenschloss der kleinen Cosette gehören, sondern sehr realistisch sind, beweist er mit der Übernahme des Jean Valjean bei „Les Misérables“ in Lüneburg. „Ché auf der „Evita“-Tour war meine erste Erstbesetzung in einer Hauptrolle, Jean Valjean ist die zweite. Es geht alles in die richtige Richtung.“</p>
<p class="Body">Bereits als er sich vor zwei Jahren für „Les Misérables“ in Berlin bewarb hatte man ihm gesagt, dass er für die 1.Besetzung Jean Valjean leider noch zu jung sei. Mit diesem Wissen im Hinterkopf hatte er sich bei den Auditions für die Lüneburger Produktion für Marius und Enjolras beworben. „Ich weiß, dass ich ein sehr junger Jean Valjean bin, aber ob es wirklich funktioniert, kann man eben erst sehen, wenn man die Gelegenheit dazu bekommt. Die Regisseurin Helga Wolf und der musikalische Leiter Urs Theuss haben den Jean Valjean in mir gesehen und mir diese Chance gegeben.“ Die Lüneburger Regisseurin war nicht die erste, die dieses Potential in Aleksander di Capri erkannte. Schon Ken Caswell, der Regisseur der Duisburger Inszenierung, erkannte vor zehn Jahren, dass ein Jean Valjean in dem Absolventen schlummert. „“Les Misérables“ ist eines meiner Lieblingsstücke. Ich wusste schon damals, dass ich irgendwann den Valjean spielen würde. Dass ich das schon mit 31 Jahren erreicht habe, ist eine große Ehre für mich. Sollte ich in einigen Jahren erneut die Chance bekommen, diese Rolle in einer Großproduktion zu spielen, habe ich eine phantastische Basis, auf der ich aufbauen kann.“</p>
<p class="Body">Noch bis Juni steht der Hamburger 4-6 Mal pro Monat in Lüneburg auf der Bühne. Sein paralleles Engagement bei „Tanz der Vampire“ ist Mitte Januar zu Ende gegangen. Ein neues Engagement hat Aleksander di Capri bisher nicht unterschrieben. „Ich möchte die nächsten Monate einfach nutzen, um mal auszuspannen.</p>
<p class="Body">Nach mehr als zwei Jahren „Tanz der Vampire“ tut es einfach gut, nicht jeden Abend auf der Bühne stehen zu müssen, irgendwo hinfahren zu können, sich auszuruhen und neue Projekte in Angriff zu nehmen.“</p>
<p class="Body">Die Auftritte im Stadttheater sind für Aleksander di Capri eine spannende Abwechslung und das Arbeiten mit einem Amateur-Chor und einem Ensemble, das neben „Les Misérables“ noch in zahlreichen Theaterstücken und Opern in Lüneburg zu sehen ist, eine besondere Herausforderung: „Viele Kollegen aus dem Ensemble müssen ihre Energie auf verschiedene Stücke aufteilen. Das ist natürlich eine ganz andere Herangehensweise als bei mir, Valerie Link, Stephanie Sturm und ich sind nur für unsere Hauptrollen da und hatten im Vorfeld auch wesentlich mehr Zeit, uns auf diese Rollen vorzubereiten. Die braucht man für eine Hauptrolle aber auch.“ Auch in Sachen Stimmtechnik musste er sich umgewöhnen: „Die Tonanlage ist natürlich eine ganz andere. Hier muss ich an leisen Stellen viel deutlicher singen und sprechen, damit man mich im ganzen Saal auch wirklich versteht. Auf großen Bühnen wird auch ein Flüstern mit der Anlage perfekt in den Saal übertragen und jeder hört es. Hier musste ich mich ein wenig umstellen, aber inzwischen funktioniert es einwandfrei.“</p>
<p class="Body">„Les Misérables“ hat nicht nur gute Kritiken bekommen. Viele verglichen die Lüneburger Inszenierung mit den Großproduk-tionen in Berlin, London oder New York. Auch wenn Aleksander di Capri sich auch nicht so positive Kritiken durchliest, lässt er sich nicht von ihnen irritieren. :“Mir persönlich ist das egal, weil es mich in meinem Handeln nicht beeinflusst“ Was Ihn am meisten ärgert, sind Vergleiche. „Das Problem ist, dass es im Musicalbereich sehr wenige Journalisten gibt, die ihren Job wirklich gelernt haben. Jeder kann sich in ein Stück setzen und schreiben, was ihm gefällt und was nicht. Manchmal werden mir Fragen gestellt, auf die ich schon gar nicht mehr antworte, weil sie so abstrus sind. In Berlin oder London sind bei den „Les Misérables“-Produktionen Millionen im Spiel. Die haben viel größere Bühnen, mehr technische Möglichkeiten. Die Kritiker sollten sich das Stück von der Seite anschauen, was ein Stadttheater mit denen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aus diesem Stück gemacht hat. Wo berührt es einen und warum? Natürlich hat ein Regisseur in einer Großproduktion mit einer Drehbühne ganz andere Möglichkeiten und auch die riesigen Barrikaden beeindrucken, aber das kann man doch nicht ernsthaft vergleichen.</p>
<p class="Body">Für mich zählen nur Kritiken, in denen ich merke, dass dort jemand geschrieben hat, der sich mit der Materie auskennt, oder sich wenigstens damit auseinandergesetzt hat, aber nachdem man sich manche Kritiken durchliest, ist das bei einigen schon zuviel verlangt.“</p>
<p class="Body">Damit stößt Aleksander di Capri in das gleiche Horn wie Uwe Kröger, der diese Marotten der schreibenden Zunft ebenfalls schon angeprangert hatte (vgl. <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Uwe_Kroger.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=853">Interview).</a></span> Dennoch wird niemand umhin kommen, einzugestehen, dass Aleksander di Capri seinen Weg macht und das erreicht, was er sich vornimmt. „Ich bin sehr froh, dass ich schon lange auf der Bühne stehe. Ich kann nur schwer sagen, wo das hinführen wird. Ich möchte ja auch nicht irgendetwas spielen, nur damit ich einen Job habe. In den nächsten Wochen nutze ich auf jeden Fall die Zeit und schaue mich um.“ Und das ganz sicher nicht nur in Deutschland. Aleksander di Capri spricht viele Sprachen, ist vielseitig einsetzbar und wer weiß, vielleicht findet das nächste Interview in London statt. Kontakte dahin hat er auf jeden Fall schon geknüpft.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.alexdicapri.de/">www.alexcapri.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/aleksander-di-capri-ueber-stadttheater-journalisten-und-chancen/">Aleksander di Capri über Stadttheater, Journalisten und Chancen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Stadttheater sterben die Studenten noch selbst</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/im-stadttheater-sterben-die-studenten-noch-selbst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2006 08:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander di Capri]]></category>
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		<category><![CDATA[Petra Weidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Stephnie Sturm]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[Valerie Link]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu den großen Ensuite-Produktionen der revoltierenden Studenten ist die Lüneburger Inszenierung wesentlich bodenständiger. Die Requisiten wurden auf das allernotwendigste (Fahne, Kerzenleuchter usw.) beschränkt. Während in Berlin zahlreiche Stoffpuppen die Toten auf den Barrikaden „darstellten“, liegen die Schauspieler in Lüneburg nach der entscheidenden Schlacht selbst in den zur Barrikade aufgetürmten Möbelstücken. Auch wenn dem ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Im Gegensatz zu den großen Ensuite-Produktionen der revoltierenden Studenten ist die Lüneburger Inszenierung wesentlich bodenständiger. Die Requisiten wurden auf das allernotwendigste (Fahne, Kerzenleuchter usw.) beschränkt. Während in Berlin zahlreiche Stoffpuppen die Toten auf den Barrikaden „darstellten“, liegen die Schauspieler in Lüneburg nach der entscheidenden Schlacht selbst in den zur Barrikade aufgetürmten Möbelstücken. Auch wenn dem ein oder anderen die aus der sonst üblichen Drehbühne und der motorisierten Mega-Barrikade abgeleiteten Effekte fehlen (mal ehrlich: Wer in einem Stadttheater derartige technische Effekte erwartet, ist dort sowieso falsch.), so rückt die Inszenierung von Helga Wolf das in den Mittelpunkt, was zählt: die Lebensgeschichte von Jean Valjean, die untrennbar mit den Folgen der französischen Revolution und den Klassenkämpfen verbunden ist. Ohne das technische Brimborium werden die Menschen auf der Bühne um ein Vielfaches bedeutsamer, man legt mehr Augenmerk auf die Ausarbeitung und Schlüssigkeit der Charaktere und auch die Kompositionen von Boublil/Schönberg bekommen automatisch mehr Gewicht. Das Revolutions-Musical gewinnt durch diese Schwerpunktverschiebung an Tiefe und Relevanz und wird so den tragischen Schicksalen dunkler Weltgeschichte nur umso gerechter.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1192">
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<p class="Body">Wer „Les Misérables“ kennt, weiß, dass dieses Musical ein Ensemble-Stück ist – es lebt von Massenszenen wie den Studenten im ABC-Café, den Huren auf der Straße, den Fabrikarbeitern usw. Beim Betreten des Saals fragt man sich daher unweigerlich, wo diese 30-40 Personen auf der kleinen Stadttheaterbühne Platz finden sollen ohne eine optische Überbevölkerung hervorzurufen. Regisseurin Helga Wolf spielt hier ihren Heimvorteil aus. Mit &#8222;Evita&#8220; und &#8222;Jesus Christ Superstar&#8220; hat sie in den vergangenen Jahren bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was man aus einem Stadttheater alles herausholen kann. Und so funktioniert das Zusammenspiel von Ensemble und den wenigen Großkulissen sehr harmonisch und führt zu schönen Gruppenszenen.</p>
<p class="Body">Wenn wir schon bei der Optik sind: Das Bühnenbild von Barbara Bloch und die von ihre kreierten Brückenbögen helfen, die verschiedenen Szenen mal mehr mal weniger deutlich voneinander abzugrenzen. Sie lassen Raum für ungewöhnliche Auftritte und machen die Inszenierung besonders. An einigen Stellen fragt man sich jedoch, ob der Einsatz dieser Brückenbögen so glücklich ist, bspw. wenn Marius zum Grundstück von Valjean und Cosette kommt und sich die beiden Liebenden in einer vertauschten Romeo &amp; Julia Szene (Marius steht die ganze Zeit in 2 Meter Höhe über seiner Cosette, die wie ein aufgescheuchtes Huhn am Boden herumläuft) ihre Sympathie gestehen. Diese an sich sehr romantische Szene verpufft durch diese Anordnung von Schauspielern und Kulissen komplett.</p>
<p class="Body">Ein wenig kritisch kann man auch die Kostüme von Sabine Meinhardt erwähnen. Die in der ursprünglichen Inszenierung angedachten Farbwelten der Ensemblekostüme, die einzelne Szenen und Klassen betonen sollen (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Les_Miserables_2004.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=436">Backstage-Bericht</a></span> aus Berlin), wurden in Lüneburg komplett ignoriert. Bei vielen Schnitten wurde auf zu aktuelle Modelle zurückgegriffen, was dem Ganzen phasenweise den Touch eines Fundus-Patchworks verleiht. Das ist schade und passt auch so gar nicht zu den ansonsten sehr bewusst eingesetzten Stilmitteln dieser Produktion.</p>
<p class="Body">Genug vom Drumherum, kommen wir zu den Menschen, die ganz klar im Fokus von Helga Wolfs Inszenierung stehen. Das Lüneburger Ensemble wurde für die Musicalpremiere dieser Spielzeit durch einige Gäste verstärkt. Allen voran Aleksander di Capri, der in der Rolle des Jean Vealjean ein Wiedersehen der besonderen Art feiert: Bereits vor 10 Jahren stand er in der Duisburger Inszenierung von „Les Misérables“ u. a. als Enjolras und Marius auf der Bühne. Nun konnte er sich mit der Hauptrolle einen großen Traum erfüllen. Schon in früheren Interviews nannte er Jean Valjean ganz klar als eins seiner beruflichen Ziele (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="AdC_2004.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=853">Interview</a></span>).</p>
<p class="Body">Aleksander di Capri verleiht dem gebrochenen Mann Valjean einer unterschwellige Kraft und Intensität, die von der Eröffnungsszene bis zum Finale zu spüren ist. Sowohl schauspielerisch als auch gesanglich eifert er keinem seiner zahlreichen Vorgänger nach, sondern setzt seine eigenen Akzente. So wird aus „Bring ihn heim“ statt einer flehentlich verzweifelten Bitte ein Beweis von Valjeans Willensstärke. Im Zusammenspiel mit seinen Kollegen wird deutlich, dass sich Aleksander di Capri stark mit seiner Rolle auseinandergesetzt hat, was sein Schauspiel ungleich viel glaubwürdiger macht. Gleiches trifft auch auf Stephanie Sturm, Valerie Link und Petra Weidenbach zu, die ihre Rollen auf der Bühne „leben“ und nicht nur singen.</p>
<p class="Body">Damit kommt man zum größten Knackpunkt dieser Inszenierung: Das Lüneburger Ensemble wirkt phasenweise unmotiviert und verliert den Kontakt zu seinen Rollen. Vor dem Hintergrund, dass „Les Misérables“ für viele nur eins von mehreren Stücken in dieser Spielzeit ist und auch nicht jeden Tag gespielt wird, mag das nachvollziehbar sein, aber für die Energie des Stücks tödlich. Die Elenden, die nicht elend, sondern ferngesteuert und indifferent scheinen, studentische Aufrührer, die nicht anstacheln, sondern mäßig motiviert den intensivsten Song des Stücks „heruntersingen“, wirken genauso fehl am Platz wie die Wirtsleute Thénardier (Kirsten Platt und Uwe Salzmann), die das Potential ihrer Rollen überhaupt nicht erkennen. Zumindest Uwe Salzmann singt sich gut durch seine Partie, aber die komisch-tolpatschige Bösartigkeit des Wirts fehlt ihm leider vollkommen. Ganz zu schweigen von einer aggressiv-polternden Mme. Thénardier, die kleine Kinder einschüchtert und die Fäden hinter ihrem Mann zusammenhält. Eine solche Matrone sucht man in Lüneburg vergebens.</p>
<p class="Body">Das positive Highlight aus dem Lüneburger Ensemble ist ganz eindeutig Ulrich Kratz als Inspektor Javert. Er steht seinen musicalerfahrenen Kollegen in nichts nach. Man nimmt ihm den vom Wahn besessenen Polizisten in jeder Minute ab und auch gesanglich meistert er die Rolle einwandfrei. Wenn Kratz und di Capri sich gegenüberstehen, bekommt keiner die Übermacht über den anderen, was für die Qualität der beiden Protagonisten spricht.</p>
<p class="Body">Qualitativ hochwertige Interpretationen ihrer Alter Egos liefern auch die Damen ab: Petra Weidenbach rührt als verzweifelte, von Krankheit und Sorge zerfressene Fantine zu Tränen, Valerie Link verleiht der braven Cosette wesentlich mehr Charakter und macht die schauspielerisch sonst eher vernachlässigte Rolle zu einer wirklichen Hauptrolle. Ihr lupenreiner Sopran ist ein wahrer Genuss und die Lebensfreude, die ihr in den Szenen mit Kristian Lucas (Marius) ins Gesicht geschrieben steht, entschädigen für vieles.</p>
<p class="Body">Die unglückliche Eponine wurde mit Stephanie Sturm ebenfalls mit jemandem besetzt, der über Musicalerfahrung verfügt. Dass sie sich mit ihrer burschikosen Rolle wohl fühlt, merkt man besonders, wenn sie hoffnungslos verliebt, aber dennoch ganz allein, auf der Bühne steht und ihrem Kummer mit „Nur für mich“ ergreifend Platz macht.</p>
<p class="Body">Wie das Beispiel Lüneburg beweist, funktioniert „Les Misérables“ prinzipiell auch ohne Drehbühne und turmhohe Kulissen. Doch essentiell für den Genuss dieses inhaltlich und musikalisch anspruchsvollen und emotional intensiven Werks sind Künstler auf der Bühne, die diesen Anforderungen gerecht werden. Das war bei den Gästen durchweg der Fall, doch „Les Misérables“ lebt eben nicht nur von sechs großartigen Protagonisten, sondern auch und vor allem von den starken Ensemblenummern, die in Lüneburg leider keine Tragfähigkeit entwickeln können.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">2006</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Alexander di Capri, Valerie Link, Ulrich Kratz, Stephnie Sturm, Petra Weidenbach</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Alain Boublil / Helga Wolf<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></div>
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		<title>Alexander di Capri: &#8222;Tanz der Vampire&#8220; &#8211; immer und immer wieder!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/alexander-di-capri-tanz-der-vampire-immer-und-immer-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Dec 2004 14:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander di Capri]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alexander di Capri gehört zum Hamburger Ensemble von „Tanz der Vampire“ und steht als Zweitbesetzung des Grafen von Krolock auf der Bühne. Michaela Flint hat mit ihm über die Vor- und Nachteile einer Zweitbesetzung, Auditions und seine vielfältigen ‚außer-vampirischen’ Aktivitäten gesprochen. Michaela Flint: Ist der Aufwand für einen Cover größer als für die eigentliche Erstbesetzung? Immerhin ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Alexander di Capri gehört zum Hamburger Ensemble von „Tanz der Vampire“ und steht als Zweitbesetzung des Grafen von Krolock auf der Bühne. Michaela Flint hat mit ihm über die Vor- und Nachteile einer Zweitbesetzung, Auditions und seine vielfältigen ‚außer-vampirischen’ Aktivitäten gesprochen.</p>
<p class="Body"><strong>Michaela Flint: </strong>Ist der Aufwand für einen Cover größer als für die eigentliche Erstbesetzung? Immerhin muss man mindestens zwei, manchmal auch drei, Rollen einstudieren.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Alexander di Capri:</strong> </span>Wenn man in einer Produktion zwei bis drei Rollen regelmäßig spielt, ist das kein Problem. Man kann sich gut einspielen und seine Parts verinnerlichen. Viel schwieriger ist es, wenn man eine Ensemblerolle hat und nur einmal Monat oder noch seltener die Zweitbesetzung spielt. Es viele musikalische und szenische Kleinigkeiten, die man sich vorher noch mal anschauen muss, damit man richtig im Licht steht o. ä. Ich komme hier leider sehr selten dazu, den Graf von Krolock zu spielen. Ob das für mich zu wenig ist, muss ich mit mir selbst ausmachen; aber ich wusste das vorher. Gerade deshalb ist es für mich so wichtig, möglichst viel neben dem eigentlichen Job im Theater zu machen. Dazu gehören Workshops an der ‚Stage School of Music, Dance and Drama’, ich nehme u. a. Interpretations-Unterricht bei John Lehman und Schauspielunterricht bei Dr. Antlitz, wirke auf Galakonzerten mit usw.<br />
Der Vorteil an dieser Konstellation ist, dass ich lerne, dass mein Theater-Engagement nicht das wichtigste ist. Früher in Stuttgart und Duisburg habe ich nur für das Theater gelebt. Ich bin nur ins Theater gefahren, um meine Rollen zu spielen und habe nebenher nichts weiter gemacht.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Woher nehmen Sie die Kraft für diese vielen Aktivitäten? Bleibt da überhaupt noch Zeit für Privatleben und Hobbies?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Alexander di Capri: </span></strong> Ehrlich gesagt nein. Es klingt ein bisschen seltsam, aber ich lebe im Moment nur für meinen Beruf. Ich habe von Natur aus sehr viel Energie, trainiere jeden Tag und halte mich mit Joggen fit. Darüber hinaus bleibt kaum Zeit für andere richtige Hobbies. Aber solange ich jung bin und mich gut dabei fühle…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Wichtig ist, dass ich mich in meinem gewohnten Umfeld bewege. In einer anderen Stadt hätte ich dieses Engagement nicht angenommen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Demnach stellt ein möglicher Ortswechsel eher eine Belastung für Sie dar?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Alexander di Capri:</span> </strong>Früher hat mir das nicht so viel ausgemacht, aber inzwischen brauche ich meine feste Basis, zu der ich immer wieder zurückkomme.<br />
Neue Städte kennen zu lernen ist cool, aber nur für eine gewisse Zeit. Es ist unheimlich schwer, Freundschaften geschweige denn Partnerschaften aufzubauen, wenn man nur für ein paar Monate an einem Standort spielt. Ich kann jede Frau verstehen, die nicht bereit ist, tiefe Gefühle in eine von vornherein zeitlich und örtlich begrenzte Partnerschaft zu investieren. Vor einem Jahr habe ich in Kroatien Maja kennen gelernt, mit der ich gern eine echte Beziehung aufbauen würde. Aber aufgrund der Distanz und meiner dauernd wechselnden Engagements war das bisher nicht möglich.<br />
Der Vorteil an meinem Job in der Neuen Flora ist, dass ich mich in Hamburg genau auskenne und weiß wo ich mich abends mit meinen Freunden, von denen viele nichts mit der Theaterbranche zu tun haben, treffe.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Warum haben Sie sich erneut für „Tanz der Vampire“ entschieden? Sie hatten in diesem Musical doch schon zwei Jahre in Stuttgart gespielt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Alexander di Capri:</strong> </span>Nach dem Ende von „Mozart!“ im Juni 2002 habe ich erstmal eine lange Auszeit genommen. Ich habe mich gefragt, ob es das ist, was ich von meinem Leben erwarte. Wollte ich wirklich weiterhin achtmal pro Woche auf einer Bühne stehen? Die stimmlichen und körperlichen Belastungen sind sehr hoch und unglaublich Kräfte zehrend.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Hinzu kommt, dass es in Deutschland sehr schwer ist, an Hauptrollen heranzukommen. Und mit fast 30 Jahren, wollte ich mich langsam in diese Richtung positionieren.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Mittelfristig sehe ich mich eher im Schauspielbereich, sei es nun Fernsehen oder Theater, als auf einer Musicalbühne. Das Musical-Business ist in den letzten Jahren sehr viel schnelllebiger geworden und da ist es für mich ganz wichtig, ein zweites Standbein zu haben. Ich möchte nicht irgendwann zu denen gehören, die aus Angst arbeitslos zu sein, irgendein Engagement annehmen, hinter dem sie nicht vollkommen stehen.<br />
Das Engagement an der Neuen Flora lässt sich perfekt mit meinen Schauspiel-Aktivitäten verbinden. Außerdem hat mich das Stück auch wieder gereizt.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was genau ist für Sie das Besondere an „Tanz der Vampire“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Alexander di Capri:</strong> </span>„Tanz der Vampire“ lebt ganz entschieden von der Energie der Darsteller auf der Bühne. Wenn hier jemand auf Sparflamme tanzen, spielen oder singen würde, würde der Wert des Musicals extrem darunter leiden.<br />
Eine Show ist für mich dann besonders interessant, wenn ich erlebe, dass Menschen, die – im Unterschied zu richtigen Fans – keine ‚persönliche’ Beziehung zu einem Darsteller oder einem Stück aufgebaut haben, immer wieder kommen, um einfach einen schönen Abend zu haben. Gerade die Neue Flora mit ihren 2000 Plätzen lebt von diesen Menschen, die sich von der Energie auf der Bühne mitreißen lassen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Fast zeitgleich zu den „Tanz der Vampire“-Auditions fand auch das Casting für „Les Misérables“ in Berlin statt. Hätte es Sie nicht auch interessiert, im Theater des Westens zu spielen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Alexander di Capri: </span></strong>Tatsächlich wurde ich zum Vorsingen nach Berlin eingeladen. Ich hatte mich auf die Studentenrollen von Marius oder Enjolras vorbereitet und war sehr überrascht als der Regisseur mir sagte, dass sich dafür zu alt sei. Stattdessen wollte er mich gern für den Part des Jean Valjean hören. Bisher hatte ich mich in dieser Rolle nicht gesehen und fand mich auch noch zu jung für einen Mann, der nach 19 Jahren Gefängnis alle Stufen des Alterns bis zu seinem Tod durchlebt. Für meine Begriffe habe ich die schauspielerische Tiefe für diese Figur noch nicht erreicht.<br />
Dennoch habe ich mich intensiv auf dieses Vorsingen vorbereitet. Nach einer Dreiviertelstunde rief der Regisseur mich zu sich und eröffnete mir, dass ich all das hätte, was für die Rolle von Jean Valjean wichtig und notwendig ist. Aber leider sei ich noch etwas zu jung. Das war eine herbe Enttäuschung für mich, aber ich hatte das ja befürchtet.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Könnte man sagen, dass der Graf von Krolock Ihre Traumrolle ist?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Alexander di Capri: </span></strong>Ja, der Graf ist sicherlich eine meiner Traumrollen. Es ist eine ganz besondere Rolle, weil sie einerseits fiktiv ist, aber andererseits viel von mir hat. Der Graf strahlt Ruhe aus, hat aber ein spezielle Energie, Probleme anzugehen. Er tritt mit einer unglaublichen Selbstsicherheit auf. Und so bin auch. Der Graf behält viel von seiner Energie für sich und dennoch zieht er das Publikum in seinen Bann.<br />
Abgesehen vom Grafen finde ich Jekyll &amp; Hyde sehr spannend. Ich habe die Show vor ein paar Jahren in New York gesehen und bin von dem Hauptdarsteller schlichtweg begeistert. Anthony Warlow hat die beiden Rollen stimmlich so brillant auseinander gehalten, dass man meinte, man würde ein Playback hören. Dazu hat er unglaublich gut gespielt. Gerade das macht diese Rolle aus: Man muss Gesang und Schauspiel so vereinen, dass keine Seite zu kurz kommt. Wenn man das schafft, dann gehört man zur Crème-de-la-Crème.<br />
Beim Grafen kann man sich mehr auf sein Schauspiel konzentrieren, da die Stimmlage fast immer gleich bleibt.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Worauf legen Sie bei Ihrer Interpretation des Grafen von Krolock das Hauptaugenmerk?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Alexander di Capri:</strong> </span>Ich hatte in Stuttgart das Glück mit Roman Polanski direkt zu arbeiten, da Charles Fornara, der den Grafen neben Kevin Tarte alternierend spielen sollte, krank wurde. Dadurch habe ich sehr viel persönlich von Roman Polanski mitbekommen, wie diese Rolle anzusetzen ist. Er hat zu mir gesagt, dass ich nicht vorgeben solle, ein Vampirgraf zu sein, sondern dass ich es sein muss. Die Energie hierfür muss gebündelt werden und darf sich nicht in alle Richtungen verstreuen. So wie bei Steve Barton: Er stand auf der Bühne und ich dachte nur ‚Wow!’ Wenn man das über einen Menschen sagen kann, zu dem man keine persönliche Beziehung hat, hat dieser seinen Bühnenpart absolut erfüllt.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie viel Gestaltungsfreiraum hat man Ihnen in Hamburg gelassen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Alexander di Capri: </span></strong>Als ich die Rolle einstudiert habe, habe ich dem Künstlerischen Leiter Sebastian Hund meine Version des Grafen gezeigt und er fand meine Anlegung der Rolle gut. Er hat nicht gesagt: ‚Mach das so wie Thomas’ – er ist ja auch ein ganz andere Typ als ich, sondern mich bestärkt, bei meiner Interpretation zu bleiben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich liebe Darsteller, die auf der Bühne immer wieder was Neues machen und nicht jede Show wie auf Knopfdruck abspulen. Das habe ich auch bei „Mozart!“ so geliebt: Yngve Gasoy-Romdal und ich haben immer mal wieder Kleinigkeiten variiert. Genau dadurch hat das ganze gelebt. Und das hat das Publikum gespürt!</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Diese Flexibilität ist für mich darstellende Kunst.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Wie sehen Ihre Pläne für die kommenden Monate aus?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Alexander di Capri:</strong> </span>Im Mai bin ich mit Karin Seyfried auf einer Gala von John Lehman in der Nähe von Stuttgart. Im Sommer werde ich wieder Workshops an der Stage School geben und für den Oktober steht ein Konzert mit Anne Welte &amp; Friends auf dem Plan. Außerdem werde ich im Spätsommer bei einem Theaterstück im ‚Theater im Zimmer’ in Hamburg mitwirken. Der Produzent hat mich angesprochen, ob ich mitmachen möchte und ich fühle mich sehr geehrt, da als weitere Schauspieler für dieses Stück Namen wie Heiner Lauterbach oder Klaus-Maria Brandauer im Gespräch sind.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Herr di Capri, vielen Dank für dieses offene Gespräch. Für Ihre Projekte drücken wir Ihnen die Daumen und wünschen Ihnen viel Erfolg!</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.alexdicapri.de/">www.alexdicapri.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/alexander-di-capri-tanz-der-vampire-immer-und-immer-wieder/">Alexander di Capri: &#8222;Tanz der Vampire&#8220; &#8211; immer und immer wieder!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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