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	<title>Adrian Becker-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Adrian Becker-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Verstörende Inszenierung mit einem herausragenden Pegleg Man</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2019 16:57:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>William S. Burroughs‘ und Tom Waits’ “The Black Rider” ist alles andere als leichte Kost. Sowohl musikalisch als auch von der Handlung her wird dem Zuschauer hier einiges abverlangt. Vergleichbar hiermit ist allenfalls „Shockheaded Peter“ von den Tiger Lillies. Auch hier muss sich das Publikum auf die sehr spezielle Handlung und Musik einlassen, um einen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>William S. Burroughs‘ und Tom Waits’ “The Black Rider” ist alles andere als leichte Kost. Sowohl musikalisch als auch von der Handlung her wird dem Zuschauer hier einiges abverlangt. Vergleichbar hiermit ist allenfalls „Shockheaded Peter“ von den Tiger Lillies. Auch hier muss sich das Publikum auf die sehr spezielle Handlung und Musik einlassen, um einen künstlerischen Theaterabend zu erleben.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2526 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_AdrianBecker_ChristofMariaKaiser-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_AdrianBecker_ChristofMariaKaiser-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_AdrianBecker_ChristofMariaKaiser.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Beiden Stücken gemein ist, dass die Regisseure die ohnehin schon anspruchsvollen Grundlagen noch um eine meist sehr bizarre Inszenierung erweitern. So auch in Koblenz, wo Anja Nicklich die Geschichte von Wilhelm, Käthchen und dem Teufel – hier Pegleg genannt – in ein Zirkuszelt verbannt, in dem allerlei seltsame Gestalten ihr Dasein fristen.</p>
<p>Die Handlung an sich ist sehr überschaubar: Buchhalter Wilhelm verliebt sich in die Jägerstochter Käthchen. Deren Vater akzeptiert aber nur einen Jäger als standesgemäßen Ehemann für seine Tochter. Folglich muss sich Wilhelm, dem jegliche Gewalt zuwider ist, als Jäger beweisen, um seine Auserwählte heiraten zu können.</p>
<p>Er lässt sich auf einen Pakt mit dem Teufel ein, der ihm magische Kugeln gibt, die immer das Ziel treffen, welches Wilhelm sich wünscht. Lediglich eine Kugel wird vom Teufel selbst kontrolliert. Wilhelm ist überglücklich, dass seine List nicht erkannt wird und er Käthchens Vater überzeugen kann. Doch am Hochzeitstag geschieht ein vermeintliches Unglück und die letzte magische Kugel trifft ausgerechnet Käthchen. Dies ist natürlich kein Zufall, denn hier hat der Teufel seine Finger im Spiel… Wilhelm dreht daraufhin durch und findet sich am Ende im Kreis all derer wieder, die dem Teufel ebenfalls auf den Leim gegangen sind.</p>
<p>Vor dem Hintergrund, dass der Autor des Stücks seine Frau während eines aufgrund von Alkoholmissbrauch missglückten „Wilhelm-Tell-Spiels“ selbst erschossen hat, erklärt sich, warum während der gesamten Show über den Köpfen der Darsteller ein alter Mann an einer Schreibmaschine sitzend in einem Vogelkäfig vor sich hinvegetiert. Diesen Bezug kann aber der „normale“ Zuschauer nicht so ohne weiteres herstellen und so ist auch der Mann im Vogelkäfig nur eines von vielen Opern des Teufels.</p>
<p>Pegleg, der Teufel, kommt passenderweise mit einem Schweinskopf am Fuß auf die Bühne (anstatt des obligatorischen Hufs). Er ist ein Zirkusdirektor, der von einer großen Schar schauerlicher Kreaturen umgeben ist. Dazu atmet er sehr schwer und lautstark und erinnert nicht nur vage an Darth Vader aus „Star Wars“. „Der Teufel ist Dein Vater“ setzt sich im Laufe des Abends im Kopf so mancher Theaterbesucher fest.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2527 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adrian Becker spielt den Pegleg herausragend. Er hat eine raumgreifende Bühnenpräsenz, ist stimmgewaltig und sehr einschüchternd. Mit dem Teufel ist nicht gut Kirschen essen, das spürt man nur allzu deutlich. Dass alle um ihn herum nahezu vor Angst erstarren, wenn er in der Nähe ist, kann man sehr gut verstehen. Während „Pegleg Man“ kann Becker seine volle stimmliche Bandbreite nutzen und hat einen von vielen starken Momenten an diesem Premierenabend.</p>
<p>Denn mit Ausnahme von Christof Maria Kaiser als Wilhelm spielen die anderen Darsteller ihre Rolle so überzeugend schräg, dass man kaum zu sagen vermag, was hier Zufall ist und was beabsichtigt.</p>
<p>Kaiser gibt einen herrlich schüchternen Buchhalter, verleiht dessen Liebe zu Käthchen im schwebenden Duett „A prior and a rose“ sehr gefühlvoll Ausdruck und auch den Spaß am erfolgreichen „Rumballern“ sowie die damit sofort einhergehenden Gewissensbisse nimmt man ihm ab.</p>
<p>Die repetitive Musik von „Waits‘ Wüstlingen“, wie die 10-köpfige Band im Programmheft liebevoll genannt wird, ist sehr enervierend und sorgt neben dem ohnehin schon gefährlich mächtigen Teufel für großes Unbehagen. Manchmal wirkt es gar so, als würden einige Instrumente, bspw. die Trompete, bewusst falsch gespielt, was das Publikum noch unruhiger auf den Sitzen herumrutschen lässt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2530 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Hinzu kommt, dass Monologe und Dialoge häufig auf deutsch und englisch vorgetragen werden (manchmal einfach nur als Übersetzung des vorher Gesagten), wohingegen die Songs allesamt ausschließlich auf englisch gesungen werden. Ein roter Faden ist nur in der Form erkennbar, dass auch hier weiterhin das verstörende Element der gesamten Inszenierung fortgeführt wird.</p>
<p>Neben den abwechslungsreichen Masken und Kostümen (Antonia Mautner Markhof) komplettieren die abgehackt und disharmonisch anmutenden Choreographien von Luches Huddleston jr. die Inszenierung. Man kann den Kreativen nicht vorwerfen, dass sie das Grundkonzept nicht durchgängig in allen Gewerken beherzigt hätten.</p>
<p>Am Ende gipfelt alles in dem wahnwitzigen „Don’t lie to the devil“. In dieser Szene drehen alle Kreaturen auf der Bühne komplett durch und man weiß gar nicht, wo man zuerst wegschauen soll, weil es so verwirrend ist. Zum Schluss manipuliert der Teufel dann auch noch das Publikum und lässt es irritiert zurück.</p>
<p>„The Black Rider“ polarisiert ohne jede Frage. Stört man sich an Einzelheiten und versucht Sinn und Verstand in diesem völlig verrückten Musical zu entdecken, wird man wenig Spaß haben, denn es geht hier nicht um die rationale Erzählung eines Dramas. Lässt man sich jedoch darauf ein und sieht den künstlerischen Gesamtzusammenhang und den mit Adrian Becker exzellent besetzten Pegleg kann man einen schönen Abend im Theater Koblenz erleben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>leicht gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Koblenz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">2</span>. Februar 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> <span class="Bold">Adrian Becker, Cynthia Grose, Jona Mues, Julia Steingaß, Michael Hamlett, Victoria Garcia Martinez, Nathaniel Yelton, Christof Maria Kaiser, Irina Golovatskaia, Marcel Hoffmann, Reinhard Riecke<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik:</strong> Anja Nicklich / Tom Waits<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus<br />
</span></div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Musikalisches Taktieren auf 64 Spielfeldern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musikalisches-taktieren-auf-64-spielfeldern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Aug 2018 14:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung schon kräftig angeheizt und so stehen sich zwei gegnerische Lager gegenüber, die die Weltpolitik mit Macht auf das Schachbrett übertragen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2290 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg" alt="" width="280" height="292" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg 384w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-768x800.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-982x1024.jpg 982w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981.jpg 993w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" />Gepaart mit der Verbissenheit Trumpers, der Verschlagenheit Molokovs, der Naivität Sergievskys und der Liebe von Florence entwickelt sich aus einem anfänglich sportlichen Wettbewerb eine tragische Geschichte um die Liebe einer Frau, die Zugehörigkeit zur eigenen Heimat und ganz am Rande um den erneuten Kampf um die Schachweltmeisterschaft.</p>
<p>Regisseur Markus Dietze hat die Handlung optisch 100%ig in den 1980er Jahren verortet: Das fängt bei den schauderhaft-schönen Vokuhila- und Dauerwellen-Frisuren an, geht weiter über die exzentrischen Schnitte und breiten Schulterpolster der Kostüme, führt über die farbenfroh bespielte LED-Wand im Hintergrund und endet beim nicht minder leuchtend bunten Make-Up.</p>
<p>Christian Binz (Bühne und Kostüme) hat hier eine sehr harmonische Welt in schwarz-weiß-pink geschaffen, die auch die überdimensionalen Schachfiguren und das wenige Mobiliar mit einschließt. Ein wahrer Augenschmaus!</p>
<p>Besonderes Gewicht legt Dietze in seiner Inszenierung auf die Tanzszenen. Katrin Wolfram hat sehr schöne Choreographien geschaffen, in denen das Ballett die Handlung wahlweise ergänzt oder spiegelt. Ob es dabei immer die Schachfiguren herumtragen muss, kann man diskutieren, aber die tänzerische Leistung fügt sich nahtlos in das künstlerische Gesamtbild ein.</p>
<p>Benny Andersson und Björn Ulvaeus haben für „Chess“ voluminöse Songs erschaffen, die man – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt sofort mit ABBA in Verbindung bringt. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Karsten Huschke bringt die Kompositionen zwar klangvoll zu Gehör, doch allzu oft fehlt es an der richtigen Akzentuierung. Viele Songs werden einfach nur durchgespielt, was sehr schade ist, denn hier wäre viel Potential drin gewesen, das Stück dauerhaft im Gehör der Zuschauer zu verankern. Dies fällt besonders bei den Showstoppern „One night in Bangkok“ und „Wer ich sein wollte“ sehr negativ auf. Einzig bei „War es nicht gut?“ bildet das Orchester mit den Sängern eine Einheit und spielt auf den Punkt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2287 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg" alt="" width="302" height="282" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-768x716.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454.jpg 982w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" />Gesanglich können Laura Bos, Kristina Ruge und Karsten Huschke aus dem Vollen schöpfen, denn neben sieben Protagonisten stehen in einigen Szenen fast 50 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne im Innenhof der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Opernchor und Extrachor unterstützen die Hauptdarsteller nach Kräften, was in den meisten Fällen auch sehr gut gelingt.</p>
<p>Bei den Hauptdarstellern stechen insbesondere Markus Schneider als Anatoly Sergievsky und Adrian Becker als Alexander Molokov hervor. Schneider hat ein Gespür für die sanften Töne, die „Hymne“ gelingt ihm hervorragend. Ganz wundervoll harmoniert er mit Monika Maria Staszak als Florence (u. a. „Du und ich“), die zwar optisch eher seine Mutter denn seine Geliebte sein könnte, aber stimmlich sehr gut zu den Kompositionen der ABBA-Herren passt. Staszak kämpft während der ganzen Vorstellung mit ihrer Authentizität, der optische Altersunterschied zu den beiden Schachspielern, deren Herzen sie erobert hat, ist einfach zu deutlich.</p>
<p>Adrian Becker erinnert sicherlich nicht nur zufällig an die berechnende, fiese Cruella de Vil aus „101 Dalmatiner“. Mit seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz und der exzellenten Körperbeherrschung stellt er alle anderen in den sprichwörtlichen Schatten. Zudem singt und tanzt er hervorragend und bekommt folgerichtig beim Schlussapplaus mit am meisten Anerkennung durch die Zuschauer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2288 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-681x1024.jpg 681w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider.jpg 998w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" />Als exzentrischer Schiedsrichter macht Christof Maria Kaiser eine tolle Figur. Er verleiht dem Referee mit seiner nachdrücklichen Mimik und seiner erhabenen Gestik etwas Mächtiges und Verschlagenes zugleich. Nachdem er im ersten Akt dank der etwas schwachen Tontechnik dieser Optik stimmlich leider nicht gerecht werden konnte, macht er dies im 2. Akt spielend wieder wett.</p>
<p>Als eine Art Jürgen Drews mit einer gehörigen Portion Exaltiertheit kommt Marcel Hoffmann daher. Sein Freddie Trumper ist zu keinem Zeitpunkt sympathisch, sondern immer egozentrisch. Auch die wenigen Momente, in der das Publikum hinter diese Fassade blicken kann („Pity the child“), wirken aufgesetzt und nicht glaubwürdig. Das was Schneider an Glaubwürdigkeit in rauen Mengen mitbringt, fehlt Hoffmann leider gänzlich. Sehr schade, denn auch Trumper hat eigentlich ein gutes Herz.</p>
<p>Blass bleiben auch Wolfram Boelzle und Michèle Silvestrini als Walter und Svetlana, die zwar rollendeckend spielen, aber sich nicht nachhaltig präsentieren können.</p>
<p>„Chess“ ist keine leichte Kost – da bildet Koblenz keine Ausnahme. Viele bewusst disharmonische Melodien und aggressiv verfeindete, wenig sympathische Charaktere machen es den Zuschauern nicht leicht, sich auf dieses Stück vollends einzulassen. Dietze gelingt es jedoch, die häufig holprige Handlung dank gut umrissener Charaktere verständlich über die Rampe zu bringen. Zudem machen das optische Gesamtkunstwerk sowie die Leistungen von Becker und Schneider diese Show in der aktuellen Inszenierung durchaus sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Festung Ehrenbreitstein, Koblenz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 18. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Markus Schneider, Adrian Becker, Christof Maria Kaiser, Marcel Hoffmann, Monika Maria Staszak, Wolfram Boelzle, Michèle Silvestrini</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Markus Dietze / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus für das Theater Koblenz<br />
</span></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Moulin Rouge Story</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/moulin-rouge-story/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 12:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Drew Sarich]]></category>
		<category><![CDATA[Ethan Freeman]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Ammann]]></category>
		<category><![CDATA[Moulin Rouge Story]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Album versetzt den Zuhörer spielend ans Moulin Rouge in Paris Schon bei der Ouvertüre hört man förmlich das Rauschen der samtigen Vorhänge im Moulin Rouge. Die schwungvoll-begeisternde und gleichzeitig geheimnisvolle Einladung ins Theater wird von Ethan Freeman als Direktor Joseph Oller geradezu zelebriert. In der Folge werden die weiteren Hauptakteure durch Stücke vorgestellt, die ...</p>
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<div class="text-content style_External_665_940">
<div class="style_2">
<h3 class="Body">Dieses Album versetzt den Zuhörer spielend ans Moulin Rouge in Paris</h3>
<p class="Body">Schon bei der Ouvertüre hört man förmlich das Rauschen der samtigen Vorhänge im Moulin Rouge. Die schwungvoll-begeisternde und gleichzeitig geheimnisvolle Einladung ins Theater wird von Ethan Freeman als Direktor Joseph Oller geradezu zelebriert.</p>
<p class="Body">In der Folge werden die weiteren Hauptakteure durch Stücke vorgestellt, die große Leidenschaft, viele Emotionen und tiefe Liebe erspüren lassen. „Unangepasst und frei“ ist hierfür ein Paradebeispiel.</p>
<p class="Body">Marc Schubrings Kompositionen machen schon nach 3-4 Songs unbedingt Lust auf mehr. Man hat sofort Bilder im Kopf, wie die Szenen auf der Bühne aussehen könnten, welche opulent-sexy Kostüme die Damen tragen und mit welcher Eleganz sich die Herren durch das Paris des ausklingenden 19. Jahrhunderts bewegen.</p>
<p class="Body">„Die schönste Unbekannte von Paris“ transportiert das Mystische und Sagenumwobene, das Isabelle bei ihren maskierten Auftritten im Moulin Rouge umgibt, allein schon durch die Melodie. Sabrina Weckerlins raue, aber deshalb nicht weniger gefühlvolle Stimme, kann den Wechsel zwischen Isabelles Lebenswelten – auf der einen Seite die Ehe mit dem verwitweten Aristokraten Henri, auf der anderen die romantisch-verklärte Theaterwelt – gut erfassen.</p>
<p class="Body">Im Booklet wird die komplette Handlung skizziert, inkl. Markierung der Szenen, in denen die 28 Songs auf diesem Album platziert sind. Das ist gerade bei kleineren Stücken eine sehr willkommene und heutzutage schon fast unübliche Art, den Zuhörer an das Stück heranzuführen. Zudem enthält das Booklet auch sämtliche Songtexte.</p>
<p class="Body">Das hochkarätige Ensemble mit Ethan Freeman als Theaterdirektor, Sabrina Weckerlin als junge Mutter, die aus ihrem goldenen Käfig ausbricht und dafür alles aufs Spiel setzt, Jan Ammann als Isabelles Gatte Henri, Drew Sarich als Isabelles Affäre Arsène und Adrian Becker als Isabelles „starke Schulter“ Maurice, begeistert in jedem Stück.</p>
<p class="Body">Henri muss als Witwer, den der Tod seiner ersten Frau nicht loslässt, erleben, wie sich seine zweite Frau, Isabelle, von ihm entfremdet. Ammann kann hier seine Stärken ausspielen und bringt die komplette Palette an Emotionen sehr überzeugend zu Gehör.</p>
<p class="Body">Drew Sarich gibt den Maler Arsène, der in Liebe zu Isabelle entbrennt und sie schließlich zu einer fatalen Affäre überredet, an deren Ende Isabelle vor den Scherben ihrer Ehe steht. Es macht Spaß, ihm in seiner Leidenschaft zuzuhören.</p>
<p class="Body">Die dramatische Entwicklung der Handlung ist auch in der Musik deutlich ablesbar. Wenn Isabelle Arsènes Drängen nachgibt, die beiden von Henri erwischt werden und Henri seine Frau daraufhin aus seinem Leben und dem Leben der gemeinsamen Tochter verstößt, ist dies sehr tragisch Schubring kann die verschiedenen Gefühle wie Liebe, Leidenschaft und Verzweiflung hervorragend intonieren. Bei „Was kann ein Mann ertragen?“ ist Jan Ammann kaum zu erkennen, so rau und verletzt klingt er in diesem Song.  Im Gegenzug dazu sprüht „Ich wird’ mich davon nie befrei’n“ vor Entschlusskraft und Zukunftsvision von Henri. Auch die Melodie hat eine schöne, richtungsweisende Energie.</p>
<p class="Body">Wolfgang Adenbergs Texte schmiegen sich perfekt an Schubrings Kompositionen. Man hört in jedem Stück, dass die beiden ein eingespieltes Team sind und schon viele Musicals gemeinsam geschaffen haben.</p>
<p class="Body">Maurices schwungvoller Walzer „Die Flügel der Mühle“ ist hierfür ein gutes Beispiel. Der Zuhörer fühlt sich nach Montmartre versetzt, das Lebensgefühl, das dieser Song vermittelt, passt perfekt zu Paris. Die Metapher, die Flügel der Mühle mit dem Hamsterrad des Lebens gleichzusetzen, funktioniert hervorragend.</p>
<p class="Body">Zum Ende hin zeigt Weckerlin noch einmal eine andere Facette: „Ich hatte alles“ offenbart Isbaelles tiefe Schuldgefühle auf, Weckerlin intoniert diese Erkenntnis sehr hart und kann die Läuterung der alternden Tänzerin auch akustisch glaubwürdig umsetzen.</p>
<p class="Body">Das Finale beginnt als Duett zwischen Isabelle und Henri, nimmt dann aber nach und nach Reprisen der verschiedenen Highlight-Themen der (inzwischen verstorbenen) Wegbegleiter der beiden mit auf. Mit diesem dramaturgischen Kniff schließt sich der Kreis perfekt und der Zuhörer lehnt sich beseelt im Sessel zurück.</p>
<p class="Body">„Moulin Rouge Story“ ist ein gelungenes, ausgezeichnet orchestriertes Album. Es gibt nichts daran auszusetzen – außer, dass man den Intendanten dieses Landes dringend dazu raten möchte, dieses Stück schnellstens bei sich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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