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	<title>Interviews mit Musikern &amp; Ensembles-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Interviews mit Musikern &amp; Ensembles-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>The Sankt Pauli Mad Pack: Swing ist eine Leidenschaft, die uns verbindet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 12:11:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Musikern & Ensembles]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Durant]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Swing und der Hamburger Kiez – wie passt das zusammen? Marcus Prell: Es gibt einen direkten Bezug zwischen Swing und Kiez, wenn man in die Geschichte des Dritten Reichs schaut. Dort gab es die legendären Swing Kids, die in höchstem Maße illegale Tanzveranstaltungen gemacht haben und für ihre Musik ihr Leben aufs Spiel ...</p>
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<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Swing und der Hamburger Kiez – wie passt das zusammen?</p>
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<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Es gibt einen direkten Bezug zwischen Swing und Kiez, wenn man in die Geschichte des Dritten Reichs schaut. Dort gab es die legendären Swing Kids, die in höchstem Maße illegale Tanzveranstaltungen gemacht haben und für ihre Musik ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Allerdings haben wir bei der Gründung des „Sankt Pauli Mad Pack“ nicht an diesen historischen Zusammenhang gedacht. Doch die Kombination aus vermeintlich schmuddeligem Kiez und Swing funktioniert sehr gut. Es kommen Zuschauer zu unseren Auftritten auf dem Spielbudenplatz, die lange nicht mehr auf der Reeperbahn waren. Und viele stellen dabei fest, dass der Kiez nicht mehr so dreckig und gefährlich ist, wie er vielleicht mal war, sondern sehr schöne, unterhaltsame Seiten hat.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie hat es denn mit dem Sankt Pauli Mad Pack angefangen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Dennis Durant: </span></strong>Marcus und ich haben uns schon vor ein paar Jahren auf einem Straßenfest kennengelernt. Ich habe dort mit meiner Funk &amp; Soul-Band gespielt und Marcus als Swing-Interpreten anmoderiert. Danach haben wir den Kontakt immer gehalten und waren auch gemeinsam auf Auftritten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Die Zusammenarbeit hat immer sehr gut funktioniert und deshalb habe ich dann im Winter 2007 auf dem Santa Pauli Weihnachtsmarkt gemeinsam mit Dennis meine Swing-Auftritte bestritten anstatt allein.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Wir haben sehr schnell gemerkt, wie gut wir als Duo harmonieren und dass wir zu zweit viel Erfolg haben können. Außerdem ist es zu zweit auf einer Bühne immer leichter, das Publikum zu gewinnen als allein. Und dann fiel mir eines Tages der Name „Sankt Pauli Mad Pack“ ein, der für unser Programm einfach perfekt war. Der Rest ist Geschichte…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Seit der Gründung des Sankt Pauli Mad Pack im Januar 2008 hat sich einiges getan…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Ja, vor allem das Tempo mit dem sich alles entwickelt, hat uns sehr überrascht, Wir waren von Anfang an überzeugt, dass unser Konzept erfolgversprechend ist, hätten aber nicht mit einem so rasanten Aufstieg gerechnet.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Aber ich muss auch dazu sagen, dass wir nicht bei Null angefangen haben, sondern dass wir Marcus’ Fanstamm von seinen Solokonzerten für uns gewinnen konnten. So hatten wir von Anfang an eine kleine Zuschauerbasis.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Mit jedem Auftritt konnten wir neue Kontakte knüpfen, aus denen dann neue Anfragen für Konzerte resultierten. Seit April 2008 spielen wir mindestens wöchentlich auf dem Spielbudenplatz und im Juni kam der NDR für ein Kurzporträt, im Sommer sind wir auf Hamburger Dom aufgetreten usw.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Aber der Spielbudenplatz ist und bleibt die Keimzelle, in der alles angefangen hat. Hier haben wir völlig unvoreingenommenes Publikum überzeugt, Menschen, die noch nie Swing gehört hatten. Das zu erreichen, ist schon sehr viel. Deshalb wollen und werden wir solange und sooft es geht, auch in unserem Wohnzimmer auftreten.<br />
Großer Dank gilt an dieser Stelle Julia Staron vom Kukuun, die uns die ersten Auftritte ermöglichte und Jochen Bohnsack von der Spielbudenplatzbetreibergesellschaft, der schon früh das Potential des „Sankt Pauli Mad Pack“ erkannte und uns für den Spielbudenplatz engagierte. Nicht zu vergessen unser Techniker Serge, der eigentlich Jörg heißt und uns jedes Mal hervorragend betreut, obwohl wir ihn auch ganz gern mal auf die Schippe nehmen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Warum haben Sie sich für ein Swing-Programm entschieden? Gerade in diesem Bereich ist die Konkurrenz mit Künstlern wie Roger Cicero oder Tom Gaebel nicht gerade klein…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Dennis Durant: </span></strong>Da gab es nie eine Diskussion. Marcus hat mit seinem Swing-Programm in und um Hamburg schon sehr früh angefangen. Er gehört meines Erachtens zu den besten Frank Sinatra Interpreten in Deutschland. Auch ich habe schon früher Swing gemacht; da gab es Roger Cicero und Tom Gaebel in dieser Form noch gar nicht. Swing ist eine Leidenschaft, die uns beide schon lange verbindet.<br />
Dass andere mit ihren Swing-Programmen erfolgreich sind, ist auch für uns nur von Vorteil. Aber Marcus und ich haben einfach immer das gemacht, was uns am besten gefällt, ohne auf die Konkurrenz zu schauen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Zudem heben wir uns allein schon durch den Entertainmentfaktor deutlich von den anderen Künstlern ab. Während Cicero oder Gaebel allein vor ihrer Big Band stehen, können wir zu zweit unsere Show abliefern. Genau diese kleinen Scherze und Frotzeleien sind es, die auch das Rat Pack mit Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. so beliebt gemacht haben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Wenn man so möchte, profitieren wir auch von Robbie Williams’ CD „Swing when you’re winning“. Mit diesem Album hat er klassischen Swing einem jüngeren Publikum zugänglich gemacht.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Die Spannbreite reicht bei unseren Konzerten von 20 bis 80 Jahren. Das ist jedes Mal wieder faszinierend.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Zu Ihrem Programm gehört es auch, dass Sie einige Songs inmitten Ihrer Zuschauer singen. Wie kommt das beim Publikum an?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Dadurch, dass wir die Nähe zum Publikum suchen, zeigen wir ganz klar „Wir gehören zu Euch!“. Die Zuschauer sind begeistert, dass wir „Künstler zum Anfassen“ sind. Die Menschen sagen uns immer wieder, wie dankbar sie sind, dass sie unser Konzert sehen konnten. Genau diese pure Ehrlichkeit macht unsere Auftritte auch für uns so außergewöhnlich.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Durch diese Loslösung von der reinen Bühnenshow durchbrechen wir die so genannte vierte Wand. Wir sehen Erstaunen in den Gesichtern, weil wir uns trauen, scheinbar eingefahrene Pfade zu verlassen und uns auch nicht zu schade sind, die schrägen Späße einiger Zuschauer mitzumachen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was waren denn die skurrilsten Momente, die Sie bei Ihren Auftritten auf dem Spielbudenplatz erlebt haben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Ich gebe ehrlich zu, manchmal sind die Betrunkenen und Obdachlosen echt sehr schwer zu ertragen. Aber zum Glück gibt es nur sehr wenige, die uns wirklich durch Grölen o. ä. belästigen. Viele tanzen einfach zu unseren Liedern oder singen unerwartet textsicher mit.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Dennis Durant: </span></strong>Einmal hatten wir Standard-Tanzpaar unter unseren Zuschauern; das war schon sehr beeindruckend. Und wenn unsere Zuschauer dann zu „New York, New York“ eine Kick-Line tanzen, sind wir auf der Bühne jedes Mal gerührt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Oder es gibt diese Zuschauer, die wochenlang nach den Auftritten zu uns kommen und fragen, ob wir auch was von Elvis im Programm haben. Das ist keine erfundene Geschichte, die wir auf der Bühne erzählen. Es war wirklich so! Wir haben uns dann hingesetzt und überlegt, welcher Elvis-Song am besten in unser Programm passt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Inzwischen ist „Can’t help falling in love“ zu einem der Programm-Highlights geworden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Nicht vergessen dürfen wir auch unsere ältesten Fans: Zwei Damen jenseits der 80, die uns sowohl auf dem Spielbudenplatz als auch auf dem Alstervergnügen immer wieder besuchen und vor unserer Bühne tanzen.</p>
<p class="Body"><strong>Michaela Flint:</strong> Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihr Programm?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Wir haben sehr schnell gemerkt, dass wir einander auf der Bühne positiv motivieren können, indem man den anderen neckt. Da wir beide ausgebildete Schauspieler sind, können wir sehr gut interagieren. Viele Zuschauer denken, dass sei einstudiert. Aber es ist alles spontan und in jedem Konzert anders. Unsere Fans, die teilweise auch bei dem größten Schietwetter mit uns ausharren, kennen sogar schon einige unsere Insider-Gags und stecken dann andere mit ihrem Lachen an.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Dadurch dass wir auch privat viel zusammen unternehmen, sind wir imstande immer wieder neue Witze zu machen und – was sehr wichtig ist – auch selbst darüber zu lachen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Das Sankt Pauli Mad Pack hat oft mehrere Auftritte pro Woche. Was machen Dennis Durant und Marcus Prell, um zu entspannen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Dennis Durant:</span> </strong>Ich fotografiere leidenschaftlich gern. Außerdem bin ich mindestens einmal pro Woche auf dem Fußballplatz. Und samstags gibt es für mich nichts Schöneres als über den Flohmarkt zu schlendern und nach verborgenen Schätzen zu stöbern.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Neben meiner Familie bleibt nicht mehr viel Platz für Hobbies. Meine Frau ist mein Ruhepol. Am besten erhole ich mich auf langen Spaziergängen mit ihr.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Sie sind beide ausgebildete Bühnen- und TV-Schauspieler. Juckt es Sie nicht manchmal in den Fingern, wieder auf die Schauspielbühne zu wechseln?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Momentan nicht. Denn dass, was wir zurzeit machen, macht uns beiden viel zu viel Spaß. Wir kennen die steife Maschinerie eines Theaters mit all ihren Abhängigkeiten und als „Sankt Pauli Mad Pack“ sind wir unser eigener Herr. Warum sollten wir das freiwillig aufgeben?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Es ist großartig, mit unserem Team etwas aufzubauen und zu erleben, wie es von Monat zu Monat wächst, erfolgreicher und natürlich auch lukrativer wird.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Am 27. November präsentieren Sie im Rahmen der Eröffnung des Santa Pauli Weihnachtsmarkts Ihre erste eigene CD „Swing is back in town“ Worauf dürfen wir uns freuen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Wir kommen gerade aus dem Studio und haben die ersten vier von elf Songs eingesungen. Wir haben eine klassische Jazz-Band gefunden, die sehr konzentrierte, klare, ehrliche Musik macht, die sehr gut zu unserer Art zu singen passt.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Natürlich sind Highlights wie „Mr. Bojangles“ oder „My Way“, aber auch neue Stücke wie „As time goes by“ auf unserer CD.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Was sind Ihre nächsten Ziele mit dem Sankt Pauli Mad Pack?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Marcus Prell:</strong> </span>Unser Programm hat ein großes Potential, das wir gern über Hamburgs Grenzen hinaus in ganz Deutschland bekannt machen möchten.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Dennis Durant: </span></strong>Ein Traum von uns ist es auch, einmal mit einer richtig großen Big Band live zu spielen. Unsere „Sankt Pauli Mad Pack“ Band, mit der wir das Eröffnungskonzert des Santa Pauli Weihnachtsmarkts spielen werden, ist schon ein erster Schritt in diese Richtung.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Seit 1. Oktober 2008 nennen Sie sich das „Sankt Pauli Mad Pack“. Wie kam es zu dieser Namensänderung?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Dennis Durant:</strong> </span>Als ich mir letztes Jahr den Namen „Sankt Pauli Rat Pack“ ausgedacht habe, habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob der Begriff „Rat Pack“ vielleicht geschützt ist. Wenn man jedoch eine CD produziert, muss man namensrechtliche Belange jedoch unbedingt prüfen. Dabei bin ich auf eine Entertainment-Show gestoßen, die sich den Namen „Rat Pack“ gesichert hat.<br />
Also mussten wir uns nach einer Alternative umsehen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Marcus Prell: </span></strong>Wichtig war es, das „Sankt Pauli“ im Namen zu erhalten. Denn das ist und bleibt unser Wohnzimmer. Ein Vorschlag war dann das „Sankt Pauli Bad Pack“, aber wir sind ja kein schlimmes Pack, da passt das „Mad Pack“ im Sinn von „crazy und abgedreht“ schon eher. Denn ungewöhnlich ist es allemal, was dort auf dem Spielbudenplatz stattfindet.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Ensemble der Maury Yeston Konzerte in Hamburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-ensemble-der-maury-yeston-konzerte-in-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2006 12:06:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Musikern & Ensembles]]></category>
		<category><![CDATA[Artur Molin]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Heinke]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelia Dresen]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Neubauer]]></category>
		<category><![CDATA[Maury Yeston]]></category>
		<category><![CDATA[Valerie Link]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Direkt nach einem der Konzerte im Hamburger Stage Club trafen wir das Ensemble und stellten drei einfache Fragen. So vielseitig wie Maury Yestons Kompositionen sind auch die Antworten der sechs Protagonisten. Als erstes wollten wir natürlich wissen, warum man sich neben einem festen Engagement parallel für die Mitarbeit an einem Maury Yeston Konzertabend entscheidet. „Das ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Direkt nach einem der Konzerte im Hamburger Stage Club trafen wir das Ensemble und stellten drei einfache Fragen. So vielseitig wie Maury Yestons Kompositionen sind auch die Antworten der sechs Protagonisten.</p>
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</div>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Als erstes wollten wir natürlich wissen, warum man sich neben einem festen Engagement parallel für die Mitarbeit an einem Maury Yeston Konzertabend entscheidet. „Das konnte ich gar nicht absagen.“, so Jörg Neubauer, „Ich habe Maury Yeston erst mit „Titanic“ für mich entdeckt. Vieles von dem, was wir hier singen, kannte ich vorher gar nicht. Aber es war eine großartige Möglichkeit, mal wieder etwas anderes zu machen und wieder als Sänger tätig zu sein.“ Jens Janke, der zum deutschen Premierenensemble von „Titanic“ gehörte, outet sich direkt als Fan von Maury Yeston: „Ich liebe seine Musik. Maury Yeston wird im deutschsprachigen Raum leider sehr wenig gespielt, aber er ist ein phantastischer Komponist.“. Die drei Damen hat das Konzert als solches und die Zusammenarbeit mit dem Künstlerteam gereizt. Während für Cornelia Drese die Abwechslung neben dem Job als Künstlerische Leiterin beim „Phantom der Oper“ im Vordergrund steht, hatte Valerie Link mit einer unerwarteten Herausforderung zu kämpfen: „Ich habe die Musik von Maury Yeston letzten Sommer zum ersten Mal gehört und war sofort begeistert.“, so die junge Hamburgerin, „aber es hat sich herausgestellt, dass ich die Stücke gesanglich wesentlich mehr proben musste als erwartet.“ Artur Molin hat, ähnlich wie Valerie Link, bisher keinerlei Berührungspunkte mit Maury Yeston gehabt. Parallel zu seinem Abschluss an der Folkwang Hochschule hat er sich auf diese Konzerte vorbereitet und dass, „obwohl dass ganze für mich Neuland war. Bisher habe ich mich eher im Rock-/Pop-Bereich gesehen. Dieses Projekt ist für mich eine sehr spannende Erfahrung.“ Dies nicht zuletzt, weil er Mitglied eines Teams ist, von dem er sehr viel gelernt hat: „Es ist großartig mit diesen Kollegen auf der Bühne zu stehen. Die Energie, die von jedem Einzelnen ausgeht ist unglaublich!“ Charlotte Heinke bestätigt die einhellige Meinung über die Qualität von Yestons Kompositionen und fügt hinzu, „dass wir als Team alle eine ähnliche Art zu arbeiten haben. Wir sind alle Seelenmenschen. Das macht diese Konzerte zu etwas ganz Besonderen.“</p>
<p class="Body">Gerade die „December Songs“ von Maury Yeston profitieren von dieser Energie auf ganz besondere Weise: Sie sind in jeder Note, jedem Wort sehr emotional. Die zweite Frage zielte daher darauf ab, wie man sich trotz einer sehr kurzen Probenzeit gefühlsmäßig auf diese Stücke einstellen kann. Alle antwortet uni sono, dass vor allem die einfühlsamen deutschen Texte dazu beitragen, dass diese Emotionen erst entstehen. „Die „December Songs“ sind ein grandioses Produkt von Maury Yeston und die deutschen Texte von Wolfgang Adenberg sind einfach phantastisch!“ antwortet Charlotte Heinke. Jens Janke bringt es auf den Punkt: „Wenn man sich entspannt auf den Text einlässt, kommen die Emotionen von ganz allein:“ Jörg Neubauer setzte sich für der Interpretation der Songs eine Messlatte, und die ist der Komponist selbst: „Die Gefühle an sich, sind der Grund, weshalb diese Melodien entstanden sind. Maury Yeston möchte mit seinen Liedern etwas ganz Bestimmtes ausdrücken. Meine Aufgabe als Künstler ist es, genau das gesanglich wiederzugeben und da passiert es automatisch, dass man sich emotional stärker beteiligt.“ Charlotte Heinke und Cornelia Drese berichten von eigenen Erlebnissen, an die sie sich durch verschiedene Songs erinnert fühlen und die sie dann für die Bühne nutzen können. Bei Charlotte Heinke sind es zum Beispiel „Großmutters Liebesbriefe“, die sie bewegen, da ihre Großmutter in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt hat. „Darüber hinaus liegen mir diese Songs emotional besonders, weil sie so auf den Punkt gebracht sind.“ Cornelia Drese hat Bezüge zu vielen Songs: „Sowohl Dezember Schnee“ als auch „Am Fluss“ beschreiben Situationen, die ich in ähnlicher Form in der jüngeren Vergangenheit erlebt habe.“ Und auch der „Bücherstand im Regen“ hat für Cornelia Drese eine spezielle Bedeutung: „Ich bin gelernte Buchhändlerin und bei diesem wunderschönen Lied kommen immer viele Erinnerungen an früher hoch.“</p>
<p class="Body">An jedem der vier Konzertabende war das Publikum emotional aufgewühlt und am Ende hörbar hingerissen von der Leistung der sechs bzw. sieben Darsteller. Aber wird sich in Deutschland dauerhaft ein Forum für derartige Konzerte finden? Während die Herren ganz klar ihrer Hoffnung und ihrem Wunsch Ausdruck verleihen, dass es solche Projekte gern häufiger geben sollte und sie immer wieder gern daran teilnehmen, sehen Cornelia Drese und Charlotte Heinke dieses Projekt auch von einer wirtschaftlichen Seite: „Man muss einfach gute Werbung machen für diese Projekte. Gerade Maury Yeston ist in der Musicalgemeinde nicht allzu bekannt und da müssen alle mit anpacken, es weiter erzählen, die Fanclubs und Internet-Foren informieren usw.“ erläutert Charlotte Heinke. Cornelia Drese sieht die Zukunft solcher Konzertreihen als eher schwierig an, aber „je öfter wir solche Konzerte machen, desto größer wird die Aufmerksamkeit, aber die breite Masse werden wir damit nicht so einfach erreichen. Wir haben keine Lobby und müssen diese Projekte in Eigeninitiative immer wieder voranbringen.“ „Als Künstler sollten wir nie aufhören, solche Projekte zu machen. Es ist eine einmalige Gelegenheit, sich auszutoben, Abwechslung zu den festen Engagements zu bekommen und selbst kreativ zu sein!“ Mit diesem Appell spricht Charlotte Heinke jedem der beteiligten Künstler aus der Seele.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Guys Sing Dolls Ensemble über die etwas andere Musical-Gala</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-guys-sing-dolls-ensemble-ueber-die-etwas-andere-musical-gala/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2006 12:02:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Musikern & Ensembles]]></category>
		<category><![CDATA[Fredrik Wickerts]]></category>
		<category><![CDATA[Guys sing Dolls]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Driesse]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Mares]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Reichwein]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das gab es bisher in Deutschland – und im übrigen auch sonst – noch nirgendwo: Fünf Musicaldarsteller, die in einer außergewöhnlichen Gala die Songs ihrer Kolleginnen zum Besten geben. Nicht „im Fummel“, sondern geschmackvoll gekleidet und ansprechend inszeniert. Vom Konzept, über die Arrangements bis hin zum Logodesign und der Locationsuche haben die Darsteller ihr Gemeinschaftsprojekt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das gab es bisher in Deutschland – und im übrigen auch sonst – noch nirgendwo: Fünf Musicaldarsteller, die in einer außergewöhnlichen Gala die Songs ihrer Kolleginnen zum Besten geben. Nicht „im Fummel“, sondern geschmackvoll gekleidet und ansprechend inszeniert.</p>
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<div class="text-content style_External_675_1612">
<div class="style_2">
<p class="Body">Vom Konzept, über die Arrangements bis hin zum Logodesign und der Locationsuche haben die Darsteller ihr Gemeinschaftsprojekt in Eigenregie und ohne Unterstützung durch einen Musicalkonzern o. ä. in Angriff genommen. Die Idee zu diesem abendfüllenden Programm hatte Michel Driesse im Winter 2005/2006. „Ich bin sehr kreativ und wollte schon immer einmal „Ich gehört mir“ singen, wofür es natürlich in der regulären Show keine Gelegenheit gibt. Eines Tages kam mir die Idee, daraus ein vollständiges Programm zu machen.“ erklärt der Holländer. Die fünf „Guys“, die die Damen-Lieder singen, sind neben Michel Driesse: Tim Reichwein, Patrick Mares, Veit Schäfermeier und Fredrik Wickerts. Als musikalische Unterstützung und einzige Frau auf dem Parkett steht den fünf Sängern Marina Kommisartchik zur Seite. Seit Jahren ist sie fester Bestandteil im Orchester der Neuen Flora und widmet sich gern ambitionierten Projekten abseits der großen Ensuite-Bühnen. Alle sechs gehörten zum Ensemble von „Tanz der Vampire“ in Hamburg und „da wir noch keine Engagements nach Hamburg hatten, hatten wir die Wahl zwischen gelangweilt zuhause herumsitzen oder etwas Neuem noch nie Dagewesenem.“ beschreibt Veit Schäfermeier den Ursprung dieser Kombo. Patrick Mares ergänzt: „Wir verstehen uns auch privat sehr gut und Michel musste uns gar nicht lange überreden bei „Guys sing Dolls“ mitzumachen.“</p>
<p class="Body">Das Programm haben Michel Driesse und Veit Schäfermeier gemeinsam erarbeitet, wobei Michel Driesse schon sehr konkrete Vorstellungen hatte, wo es hingehen sollte. Fredrik Wickerts erinnert sich: „Wir saßen mit einer langen Liste mit Damen-Songs aus Musicals bei mir und haben überlegt, wie wir das zusammensetzen.“ Bei der Masse war es schon ganz gut, dass Driesse die Oberhand behielt und sich programmatisch durchsetzte. Herausgekommen ist ein Potpourri aus Themenblocks, in denen nicht nur die bekannten Musicalklassiker präsentiert werden, sondern auch viele der breiten masse eher unbekannte Stücke, dazu zählen Songs aus „Yentl“ genauso wie Titel aus „Copacabana“ oder „A Little Night Music“.</p>
<p class="Body">Der Spaß an ihrer Arbeit ist den fünf Darstellern zu jeder Zeit anzumerken: Sei es nun in dem „Hurenblock“, in den Stücke aus „Cabaret“, „Jekyll &amp; Hyde“ oder „Chicago“ untergebracht und klassisch auf der Stuhlreihe inszeniert sind oder der Duett-Block, der viele großen Damenduette wie „I know him so well“ („Chess“) oder „I still believe“ („Miss Saigon“) beinhaltet. Besonders viel Spaß haben Künstler und Publikum bei der musikalischen „Reise nach Jerusalem“, in der sich die fünf Sänger um die Stühle jagen und der Verlierer einen neuen Titel singen muss. Im Schnelldurchlauf werden hier „Evita“. „Cats“, „Mozart!“ und „Die schöne und das Biest“ abgehakt. Und das ganze immer mit der nötigen Wertschätzung. Während des gesamten Abends wird kein Song verunglimpft oder durch unpassende Choreographien oder Kostüme in ein falsches Licht gerückt.</p>
<p class="Body">Wie Driesse, der natürlich „Ich gehör nur mir“ intoniert, haben auch seine vier Kollegen einen absoluten Lieblingssong, den sie schon immer einmal live auf einer Bühne performen wollten. Für Tim Reichwein ist dies „I am telling you“ aus „Dreamgirls“ – „meinem absoluten Lieblingsstück“ gibt der Neu-Wiener zu. Patrick Mares Herz schlägt für „So einfach, so schwer“ aus „Aida“ und Fredrik Wickerts überrascht das Publikum mit „Du maste finas“ aus dem schwedischen Erfolgmusical „Kristina“. Veit Schäfermeier schlüpft in die Rolle von Milady de Winter und verkündet ergreifend „Milady ist zrück“ aus den „3 Musketieren“. So unterschiedlich diese persönlichen Gesangsvorlieben sind, so verschieden sind auch die fünf Menschen dahinter.</p>
<p class="Body">Auch wenn sie die erste Zeit nach „Tanz der Vampire“ noch gemeinsam in Hamburg waren, zerstreuten sich ihre Wege bald in alle Regionen Deutschlands und darüber hinaus. Einzig Patrick Mares ist noch in der Hansestadt geblieben, doch auch er wird bald auf der „Aida“ anheuern und als Solist auf Kreuzfahrt gehen. Tim Reichwein gehört zum „Rebecca“-Ensemble in Wien, Veit Schäfermeier gibt den Prof. Abronsius beim „Tanz der Vampire“ in Berlin, Michel Driesse kämpft mit den „3 Musketieren“ in Stuttgart und Fredrick Wickerts pendelt zwischen Hannover und den umliegenden Städten mit „Arielle“. Es war also gar nicht so leicht für Marina Kommisartchik ihre fünf Guys zum Proben unter einen Hut zu bekommen. „Die Proben waren sehr schwierig. Weil wir so wenig gemeinsame Zeit hatten, mussten wir sehr konzentriert arbeiten.“ erzählt Patrick Mares. Tim Reichwein fügt hinzu, dass es gut war, „dass Michel eingegriffen hat, wenn wir zu undiszipliniert waren. Er war von Anfang der Regisseur des Ganzen und seine Sache sehr gut gemacht.“ Fredrik Wickerts ergänzt: „Es gab nie Streit. Wir sind alle Profis genug, um zu wissen, dass einer die letzte Entscheidung treffen muss, die dann zu akzeptieren ist. Viele Köche verderben eben auch in unserer Branche den Brei.“</p>
<p class="Body">Wenn man Songs nur von Frauen gesungen kennt, hat man automatisch auch die entsprechende Stimmlage im Ohr. Die fünf Jungs und ihre begnadete Pianistin wollten jedoch keine Persiflage auf die Bühne bringen, sondern sich ernsthaft mit diesem Thema befassen. „Deshalb haben wir die Songs alle für unsere Stimmlage umarrangiert.“ erklärt Veit Schäfermeier. „Das war ganz schön viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt.“ meint Michel Driesse. Natürlich kann man nicht jeden Song auch thematisch von Frauen auf Männer umändern, „zum Beispiel ist es bei „Amerika“ aus „Titanic“ nicht leicht, immer ernst zu bleiben, wenn ich singe, dass ich Zofe/Lehrerin werde“, sagt Fredrik Wickerts, aber im Großen und Ganzen passt ein Damen-Soli auch für Männer.</p>
<p class="Body">Dass einige Szenen sich nicht nur beim Publikum besonderer Beliebtheit erfreuen, wird beispielsweise beim Hexenblock deutlich: Veit Schäfermeier und Tim Reichwein blühen geradezu auf und fegen zu „Popular“ und „Defying Gravity“ wie ein Wirbelwind über die Bühne. Ganz großartig ist auch die Interpretation von Tim Reichwein, Michel Driesse und Patrick Mares von „Wer kann schon ohne Liebe sein“ aus „3 Musketiere“. Urkomisch ist Fredrik Wickerts „Hula-Song“ aus „Dirty Dancing“. Auch als Veit Schäfermeier, in Hamburg noch als Zweitbesetzung des Grafen von Krolock auf der Bühne, einige Textzeilen von den „Roten Stiefeln“ anstimmt, johlen die Zuschauer. Das Publikum biegt sich vor Lachen. Überhaupt ist die „Guys sing Dolls“-Gala mit kleinen komödiantischen Einlagen gespickt, die den Ablauf etwas auflockern, das Konzept aber dadurch nicht ins Wanken bringen. Dazu gehört auch schon die bereits erwähnte „Reise nach Jerusalem“, die den Künstlern nicht nur Ausdauer abverlangt, sondern auch eine hohe Konzentration voraussetzt. Denn während die Zuschauer ihren Spaß haben, dürfen die Sänger nicht vergessen, welcher Song als nächstes kommt. Auch Initiator und Regisseur Driesse erfreut sich jedes Mal aufs Neue an seinem Werk: „Ich bin so stolz auf die Jungs. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, mit fünf Freunden auf der Bühne zu stehen.“ Ein emotionales Highlight für den jungen Holländer ist die Version von „I will never leave you“ aus „Side Show“, die in Gebärdensprache präsentiert wird. „Mein Ex-Freund war taub, deshalb weiß ich wie wichtig Gebärdensprache ist. Ich erinnere mich gern daran, was ich durch ihn an Erfahrungen gewonnen habe.“</p>
<p class="Body">Dass Michel Driesse und seine fünf Kollegen mit diesem Konzept etwas völlig Neues auf die Beine gestellt haben, ist ihnen inzwischen bewusst. „Am Anfang ging es darum, zu testen wie das Konzept beim Publikum ankommt. Wir hatten keine Idee, dass es so gut angenommen würde, dass wir jetzt sogar eine Sommer-Tournee damit machen.“ sagt Driesse nicht ohne Stolz. Man kennt zahlreiche Shows, in denen Drag-Queens oder Travestie-Künstler Songs von Sängerinnen auf die Schippe nehmen, doch davon distanzieren sich die ehemaligen Hamburger Vampire ausdrücklich. „Wir sind keine Männer in Frauenkleidern, sondern ernstzunehmende Sänger, die mit dieser Show die Musik ehren wollen.“ führt Reichwein an. Patrick Mares fährt fort: „Einige Songs sind schon sehr schwierig, da sie besonders weich und melodisch sind. Da könnte es passieren, dass es lächerlich wirkt, wenn man nicht ernsthaft an die Sache herangeht.“ Doch die Songliste ist von Michel Driesse und Veit Schäfermeier so gut zusammengestellt, dass diese Stücke nicht so prägnant sind.</p>
<p class="Body">Die ersten drei Vorstellungen fanden in Hamburg vor durchaus musical-interessiertem Publikum statt. Die ursprünglich als Einzelshow geplante erste Aufführung war so schnell ausverkauft, dass man eine zweite und ritte nachschieben „musste“. „Spannend wird es zu erleben, wie Zuschauer auf uns reagieren, die nicht in einer großen Musicalstadt wohnen.“ sagt Wickerts. Pragmatisch fügt Reichwein hinzu: „Wenn man nicht zu hohe Erwartungen hat, kann man – wie immer im Leben &#8211; nicht enttäuscht werden. Ich kann nur jeden motivieren, seine Ideen umzusetzen und sich durch eventuelle Hürden nicht aufhalten zu lassen.“ Alle sechs freuen sich sehr auf die geplante Sommer-Tournee und darauf endlich mal wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen.</p>
<p class="Body">Die nächste Chance „Guys sing Dolls“ live zu erleben, hat man am 15. Januar in Norden. Bis dahin wird sich wieder jeder in seinem stillen Kämmerlein in Berlin, Wien, Stuttgart, Hannover bzw. auf einem Schiff vorbereiten und erst am Vorstellungstag in Norden werden Choreographie und Staging erneut gemeinsam geprobt.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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