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	<title>2020-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>2020-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Aktuelle Adaption des düsteren Psychodramas</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 13:27:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Plötzlich allein und zuhause, niemanden mehr treffen, keine Schule. Viel Zeit also zum Nachdenken, zum Angst haben, zum Träumen, zum Lesen und eintauchen in fremde, vergangene oder versunkene Welten. Und viel Zeit für Verschwörungstheorien: Da draußen ist dieser unbekannte Gegner, den man nicht sehen kann und der sich anschickt, die ganze Welt zu infizieren. Stammt er aus einem Labor in China? Oder aus den USA? Oder ist er eine Strafe Gottes? Jedenfalls scheint er das ultimative Böse zu bedeuten, eine Gefahr für die Menschheit. (…) Das Ensemble des Jungen Musicals am Theater Lüneburg wird sich der Geschichte erneut annehmen – und sich in der Isolation der eigenen Phantasie den größten Ängsten und dunkelsten Phantasien stellen.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2974 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_tw-_Andreas-Tamme-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Ankündigung für die Premiere von „Jekyll &amp; Hyde – ein Albtraum“ liest sich sehr spannend. Frank Wildhorns Musical gehört zu den anspruchsvollsten, die die Musicalwelt zu bieten hat. Was Regisseur Friedrich von Mansberg und die neun Jungdarsteller aus dem Stoff gemacht haben, wirkt leider manchmal etwas wirr. Die Bezüge der Handlung aus dem viktorianischen London ins Corona-geplagte hier und jetzt sind leider nicht sehr stimmig.</p>
<p>Ausgehend von Henry Jekylls Tod (allein und nach einem Kampf mit einem unsichtbaren Feind) werden seine letzten Monate in einer Rückblende erzählt.</p>
<p>Dabei werden viele Songs nur angespielt, teils auch mit leicht angepassten Texten (Musikalische Leitung: Daniel Stickan). Kein Wunder, wenn man die komplette Handlung in nur 65 Minuten unterbringen möchte. Gerade die Ensemble-Nummern wie „Fassade“ oder „Mörder“ klingen jedoch sehr gut. Das Vocal Coach Anna Schwemmer intensiv mit den Jugendlichen gearbeitet hat, beweisen insbesondere Miriam Wantikow als Lisa Carew und Jona Hoek als Lucy Harris. Beide zeigen nicht nur beachtliches schauspielerisches Können, sondern setzen auch gesanglich Maßstäbe in diesem Ensemble: „Du weißt wer ich bin“ und „Jemand wie Du“ gehören zu den solistischen Highlights der Show. Ihr Duett „Nur sein Blick“ jagt einem die Tränen in die Augen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2971 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-11-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Jekyll und Hyde hat von Mansberg mit zwei Jugendlichen besetzt. Lasse Kuk (Henry Jekyll) und Arndt Möller (Edward Hyde) teilen sich an diesem Abend eine der schwierigsten männlichen Musicalrollen. Kuk spielt sehr gut, ist aber – wer kann es ihm verdenken – mit den Showstoppern „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ gesanglich deutlich überfordert. Hier kommen auch gestandene Musicaldarsteller an ihre Grenzen. Möller hat eine düstere Erscheinung, wirkt aber manchmal etwas zu nett. In den tiefen Lagen singt er durchaus ansprechend. Aber leider kann er Wildhorns musikalischen Vorgaben an diesen bösartigen Charakter nicht gerecht werden.</p>
<p>Ein schöner Regieeinfall ist es, Hyde die Waffe, mit der Jekyll sich umbringt, „telepathisch“ führen zu lassen. Plakativer kann man nicht darstellen, dass Jekyll sich gegen sein bösartiges Alter Ego Hyde nicht mehr wehren kann.</p>
<p>Auch die Szene, in der Lucy in Henry einen Freund sucht und Hyde auf ihr Flehen antwortet, ist sehr clever umgesetzt.</p>
<p>Weitere Figuren wie Utterson (Fenja Gerken), Nellie (Belana Pittin), Sir Danvers (Sascha Littig, der einzige Erwachsene auf der Bühne), Simon Stride (Janosh Kratz) und Laurie (Morgane Meuthien) spielen in dieser Inszenierung so gut wie keine Rolle. Gerade im Fall von Gerken und Kratz ist dies bedauerlich, denn beide glänzen in ihren wenigen Momenten im Rampenlicht.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2972 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/JEKYLL-HYDE_c_tw_AndreasTamme-7-1024x683-1.jpg 1024w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Licht, Barbara Bloch (Kostüm und Bühne) schafft mit den beiden Glaskästen links und rechts der Bühne eine teils gespenstige, undurchsichtige Atmosphäre, die perfekt zum Thema passt.</p>
<p>Wie eingangs erwähnt, wirkt der Bezug zu aktuellen Nachrichten wie den Black Lives Matter Demonstrationen in den USA oder den Ausschreitungen in Belarus an den Haaren herbeigezogen. Ob sich Jekylls Arbeit an einem Mittel gegen das omnipräsente Virus nun auf Corona bezieht oder nicht, bleibt nebulös.</p>
<p>Nichtsdestoweniger beweist das Junge Theater Lüneburg auch mit dieser Inszenierung, dass man auch aus Spaß an der Freud wirklich gute Unterhaltung auf die Beine stellen kann.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Oktober 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller (inkl. alternierender Besetzungen): </span></strong>Viktoria Fleck, Fenja Gerken, Sascha Littig, Emma Fee Schicke, Miriam Wantikow, Lasse Kuk, Gunt Chuluun, Pia Naegeli, Belana Pittin, Anton Frederik von Mansberg, Arndt Möller, Jona Hoek, Nike Just, Leo Ehmke, Janosh Kratz, Morgane Meuthin, Sarah Zürneck<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Friedrich von Mansberg<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></p>
</div>
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		<item>
		<title>Comeback &#8211; eine gelungene, kurzweilige Revue</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/comeback-eine-gelungene-kurzweilige-revue/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2020 13:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Comeback]]></category>
		<category><![CDATA[Emmanuel L. Duarte]]></category>
		<category><![CDATA[Farah Liss]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Wissert]]></category>
		<category><![CDATA[Mae Ann Jorolan]]></category>
		<category><![CDATA[Meltem Ürküt]]></category>
		<category><![CDATA[Niklas Heinrichs]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Apostel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Comeback der Theaterwelt in Deutschland war leider nur in ein kurzes. Schon im November mussten die Kulturbetriebe ihren Türen trotz ausgeklügelter und sehr gut funktionierender Hygienekonzepte wieder schließen. Doch da sich viele Menschen draußen vor den Theatern, in Bussen und S-Bahnen oder vor Restaurants und Kneipen eben nicht an die aktuell gültigen Abstandsregeln halten, ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Comeback der Theaterwelt in Deutschland war leider nur in ein kurzes. Schon im November mussten die Kulturbetriebe ihren Türen trotz ausgeklügelter und sehr gut funktionierender Hygienekonzepte wieder schließen.</p>
<p>Doch da sich viele Menschen draußen vor den Theatern, in Bussen und S-Bahnen oder vor Restaurants und Kneipen eben nicht an die aktuell gültigen Abstandsregeln halten, müssen leider u. a. die Kulturbetriebe die Zeche zahlen.</p>
<p>Aber auch in diesen wenigen Wochen haben Theater landesweit gezeigt, wie schnell sich Shows auf die Beine stellen lassen, die den herausfordernden Zeiten angemessen sind. Das First Stage in Hamburg brachte die Revue „Comeback“ auf die Bühne, in der sieben Darstellerinnen und Darsteller das Thema Comeback auf verschiedenste Arten interpretierten.</p>
<p>Da ist der Schriftsteller Bartholomäus Bob, der seiner langjährigen Freundin Amy einen Heiratsantrag machen will. Als sie das Treffen absagt, um mit seinem besten Freund zur Partnermassage zu gehen, beschließt er ein Buch über verlassene Männer zu schreiben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2978 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/first-stage-theater-comeback-dennis-mundkowski-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/first-stage-theater-comeback-dennis-mundkowski-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/first-stage-theater-comeback-dennis-mundkowski-1024x684.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/first-stage-theater-comeback-dennis-mundkowski-768x513.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/first-stage-theater-comeback-dennis-mundkowski-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/first-stage-theater-comeback-dennis-mundkowski.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Emmanuel L. Duarte liefert ein beeindruckendes „Puttin‘ on the ritz“ ab, zu dem seine tiefe, warme Stimme sehr gut passt. „Nebenbei“ steppt er auch noch zu diesem Klassiker und lässt beim finalen „Victorious“ seine ganze Energie frei.</p>
<p>Farah Liss gibt eine frustrierte Puppe, mit der niemand mehr spielen mag. Ihr „Sound of Silence“ Solo ist raumgreifend, ihr verstörender Tanz mitreißend. Sie hadert mit dem Schicksal, „kämpft mit dem (Teddy)Bär“ und träumt, obwohl sie nicht mehr machen möchte, was die Menschen ihr sagen, von früher. Mit „Puppet on a string“ verleiht sie ihrem Frust erneut tänzerisch Ausdruck.</p>
<p>Als gleich drei Damen, die ihr Herzblatt suchen, zeigt Lisa Wissert ihre Wandlungsfähigkeit. Sie beherrscht nicht nur verschiedene Dialekte und kann sich sekundenschnell in skurrile Charaktere verwandeln, sie zieht diese Eigenarten auch bis in den Gesang durch: So lispelt Kandidatin 1 ganz herzerweichend bei „Auf einmal“ aus „Tarzan“ und Roxy aus Eschborn erobert mit ihrem großen Selbstbewusstsein und „Roxy“ aus &#8222;Chicago&#8220; die Bühne.</p>
<p>Zu ZAYN &amp; Sias „Dusk till dawn“ nähern sich Kandidatin 2 (Roxy) und ihr Herzblatt (Robin Apostel) tänzerisch an. Beide überzeugen, auch wenn man deutlich sieht, dass Wissert eher aus dem klassischen Fach kommt und Apostel mit seiner Geschmeidigkeit eher dem Jazz zuzuordnen ist.</p>
<p>Meltem Ürküt darf als geschiedene, frustrierte Rose Ritz mit Passagen aus „Männer“ („3 Musketiere“) und „Was ist mit meiner Ehe passiert?“ (Fee aus dem See aus „Spamalot“) glänzen. Sie spielt die überspannte Single-Lady ganz prima und tanzt sich beim Steppaerobic mit 25 (großteils) imaginären Männern zu „It’s raining men“ frei.</p>
<p>Robin Apostel spielt einen Tänzer, der nach einer Audition mal wieder auf den erlösenden Anruf wartet. Er ist geplagt von Selbstzweifeln, sucht nach seiner „Bestimmung“ und verleiht mit einem ausdrucksstarken Contemporary zu „Believer“ seiner Ablehnung von Stereotypen jeglicher Art deutlich Nachdruck. Apostel überzeugt sowohl stimmlich mit seinem „Tanz durch die Welt“ („Wicked“) als auch mit seinem Vergleich von Fußball und Tanzen („Der ist wie ein Choreograph.“). Mit „I’m only human“ fasst er tänzerisch noch einmal zusammen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Jeder ist so genau richtig, wie er ist!</p>
<p>Im krassen Gegensatz dazu steht Niklas Heinrichs‘ „Stars in der Porzellanabteilung“, wo er als Friseur Udo Rosa über seinen Besuch auf der Toilette bei der Bambi-Verleihung schwadroniert. Hier wird kein Klischee ausgelassen. Doch mit dem Solo an seinen Vater sowie dem viel zu kurzen, Gänsehaut verursachenden Ausschnitt aus „Rise like a Phoenix“ von Conchita Wurst gleicht er diese Schieflage mehr als aus.</p>
<p>Außerhalb eines szenischen Rahmens kommen die Zuschauer in den Genuss von Mae Ann Jorolans Stimme. Sowohl „Flight“ als auch „One night only“ sind perfekt für ihre soulige Stimme, die sie mit einer perfekten Attitude über die Rampe bringt.</p>
<p>Die Darsteller haben ihre Szenen mit Kollegen aus dem Frist Stage gemeinsam erarbeitet. Vielfach wurden Texte auf die gespielte Situation angepasst. Doch auch die Ensemblenummern wie „Kasse bitte“ (ein schönes Spiegelbild der aktuellen Situation in Supermärkten) oder die Steppeinlage zu „Blinding lights“ (lichttechnisch sehr gut in Szene gesetzt) und natürlich das Finale zur George Michaels „Freedom“ (arrangiert wie in „Pitch Perfect 3“) gelingen ganz ausgezeichnet.</p>
<p>Dennis Schulze (Regie), Adam M. Cooper (Choreographie) und Felix Wienbürger (Licht, Set) haben einen sehr stilvollen Rahmen geschaffen, der jeden der sieben Darsteller – allesamt Absolventen der Stage School -in seine eigene Welt eintauchen ließ.</p>
<p>Ein Comeback in 78 Minuten und ohne Pause. Die Show wird sobald wie möglich wieder aufgenommen. Alle Künstler haben große Anerkennung für die Entbehrungen der letzten Monate verdient und umso mehr Applaus, wenn sie ihr Können endlich wieder auf den Bühnen dieses Landes zeigen dürfen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">9</span><span class="Bold">. Oktober 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Emmanuel L. Duarte, Farah Liss, Lisa Wissert, Robin Apostel, Meltem Ürküt, Niklas Heinrichs, Mae Ann Jorolan</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Dennis Schulze<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg<br />
</span></p>
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		<item>
		<title>Professionelle Behandlung von musikalischen Entzugserscheinungen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/professionelle-behandlung-von-musikalischen-entzugserscheinungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2020 09:07:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Gino Emnes]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[John Vooijs]]></category>
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		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Pasquale Aleardi]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stage Entertainment]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Mitte März blieben die Lichter in den Stage Entertainment Theatern dunkel. Künstlerinnen und Künstler aller Gewerke müssen auf die Bretter, die für sie nicht nur die Welt, sondern auch den Lebensunterhalt bedeuten, verzichten. Zuschauer versuchen, die fehlenden Theaterbesuche mit zahlreichen Streams von Musicals oder Konzerten zu kompensieren, doch kein noch so großer Fernseher kann ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Mitte März blieben die Lichter in den Stage Entertainment Theatern dunkel. Künstlerinnen und Künstler aller Gewerke müssen auf die Bretter, die für sie nicht nur die Welt, sondern auch den Lebensunterhalt bedeuten, verzichten. Zuschauer versuchen, die fehlenden Theaterbesuche mit zahlreichen Streams von Musicals oder Konzerten zu kompensieren, doch kein noch so großer Fernseher kann das Live-Erlebnis ersetzen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2962 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_1378-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Wie alle anderen Theater auch, muss die Stage Entertainment seit Monaten auf Einnahmen in Millionenhöhe verzichten. Doch der Musicalkonzern hat sich etwas überlegt, um in diesen Pandemie-geplagten Zeiten wenigstens ein bisschen Live-Musical-Feeling zu erzeugen. Mit der Premiere ihres Konzert-Formats „MUSICALSTARS UNPLUGGED“, einem Live-Konzert, welches dem Publikum per (kostenpflichtigem) Stream zur Verfügung gestellt wurde, soll allen die Wartezeit verkürzt werden, bis der Theaterbetrieb endlich wieder aufgenommen werden darf.</p>
<p>Gino Emnes, Maricel, Kristina Love, Pasquale Aleardi, Mathias Edenborn, John Vooijs und Sabrina Weckerlin liefern gemeinsam mit der siebenköpfigen Live-Band ein buntes Potpourri an Musical-Songs – natürlich zumeist aus Stage Entertainment Shows – ab, das insbesondere aufgrund außergewöhnlicher Interpretationen einige Highlights bietet.</p>
<p>Pasquale Aleardi („Panamour“) führt als Moderator durch den Abend. Jeder Darsteller muss sich allein oder paarweise musikalischen Challenges stellen. Die Künstler sinnieren über die gemeinsame Vergangenheit, die Herausforderungen von Corona-Beschränkungen und was sie an den Challenge-Songs besonders mögen.</p>
<p>So kommt es, dass Sabrina Weckerlin eine Gänsehaut-Fassung des „Ewigen Kreis“ aus „Der König der Löwen“ zum Besten gibt. Ihre Stimmfarbe und greifbaren Emotionen verleihen dem Song eine ganz neue Tiefe. Als Duettpartner steht ihr Gino Emnes zur Seite, der das Stück natürlich aus dem Effeff kennt. Emnes darf dann mit „Waiving through a window“ aus dem Broadway und West End Hitmusical „Dear Evan Hansen“ seinerseits zeigen, was er technisch und stimmlich draufhat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2963 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-400x205.jpg" alt="" width="400" height="205" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-400x205.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-1024x526.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-768x394.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-1536x788.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/musicalstars_2874-2048x1051.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Auch die nächste Gruppe – Mathias Edenborn und Kristina Love mit Gino Emnes – liefert ungewöhnliche Versionen bekannter Songs: Edenborns „Music of the Night“ wirkt durch die alleinige Begleitung mit einer Akustikgitarre ganz pur und verletzlich, während Love mit Emnes das perfekte Duo formt, wenn sie „A whole New World“ aus „Aladdin“ singen. Die beiden warmen Soulstimmen harmonieren wundervoll.</p>
<p>Sabrina Weckerlin und Mathias Edenborn lassen in der Folge noch einmal ihre gemeinsame Zeit bei „Wicked“ aufleben und zeigen mit „Solang ich Dich hab“, dass sie nicht zufällig als Elphaba und Fiyero besetzt wurden, auch wenn Edenborn ganz klar macht, dass er – trotz seines jugendlich-frischen Klangs – sicherlich kein College Prince mehr ist und somit für die neue Fassung von „Wicked“ in Hamburg nicht zur Verfügung steht.</p>
<p>Anton Zetterholm kann zwar aufgrund der Corona-bedingten Reisebeschränkungen nicht mit seinen Kollegen auf der Bühne stehen, wird aber mit einigen Grußbotschaften in das Konzert integriert, u. a. ein sehr gefühlvolles „Dir gehört mein Herz“ mit seiner sichtlich schwangeren Frau Harriet Jones.</p>
<p>Lustige Einsätze steuern Pasquale Aleardi und John Voijs mit Einlagen aus „Ich war noch niemals in New York“ bei: Aleardi singt „Griechischer Wein“ auf griechisch, während Voijs ihn an der Gitarre begleitet und simultan übersetzt. Das Voijs mehr bieten kann als den Gassenhauer „Ehrenwertes Haus“ wird mehr als deutlich, aber die Stimmung passt perfekt.</p>
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<p>Die Runde wird komplettiert von Maricel, die neben ihrem Showstopper „Rodeo Drive“ aus „Pretty Woman“ noch eine ziemlich gewöhnungsbedürftige Version der „Totalen Finsternis“ zum Besten gibt: Maricel ist eindeutig zu rockig und Edenborn im Verhältnis zu brav. So verpufft die Intensität dieses Songs.</p>
<p>Ein Highlight dieses Konzerts ist sicherlich einmal mehr Sabrina Weckerlin, die Lady Gagas „Always remember us this way“ ( „A star is born“) sehr zu ihrer eigenen Überraschung auf Wunsch von Maricel singt. Gute Emotionen, berührende Mimik und eine beeindruckende stimmliche Wandlungsfähigskeit machen diesen Moment sehr besonders.</p>
<p>Gemeinsam performen die Darsteller dann noch eine mehrsprachige Version von „Du hast einen Freund“, die nur noch Kristina Loves „Nutbush City Limits“ und dem finalen „Simply the Best“ aus „Tina Turner – Das Musical“ getoppt wird.</p>
<p>Dieses singende Get-Together ist eine schöne Idee – insbesondere, wenn es wirklich nur den Auftakt zu einer Reihe von Konzerten bieten sollte. Der Preis von fast 15 Euro (für 30 Tage unbegrenztes Streamen) ist für die Qualität, die die Stage Entertainment hiermit abliefert, absolut gerechtfertigt. Die Darsteller hatten sichtlich Spaß während der Aufzeichnung und die Band sorgt für die richtige Energie.</p>
<p>Ja, auch dieser Stream ersetzt kein Live-Konzert, kommt aber ziemlich nah dran. Es bleibt zu hoffen, dass sich Theater und Politik im Laufe der Wintermonate tragfähige Konzepte überlegen, um die Häuser endlich wieder mit Leben zu füllen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus Hamburg via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">29</span><span class="Bold">. Mai 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Gino Emnes, Maricel, Kristina Love, Pasquale Aleardi, Mathias Edenborn, John Vooijs, Sabrina Weckerlin </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Dr. Britta Heiligenthal<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment/Morris Mac Matzen</span></p>
</div>
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		<title>Endlich wieder richtiges Theater in Deutschland!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/endlich-wieder-richtiges-theater-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2020 08:54:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Nik Breidenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Paradiso]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt‘s Tivoli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als erstes deutsches Privattheater öffnete das Schmidts Tivoli in Hamburg Anfang Juli seine Türen wieder für Publikum. Stilecht empfangen von den Darstellern der Schmidt Theater Erfolge „Heiße Ecke“ und „Die Königs vom Kiez“ betritt der Zuschauer nach der obligatorischen Hand-Desinfektion am Eingang ein üppig grünes Dschungelparadies. Die Zuschauer wurden in Gruppen unterteilt, die jeweils in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als erstes deutsches Privattheater öffnete das Schmidts Tivoli in Hamburg Anfang Juli seine Türen wieder für Publikum. Stilecht empfangen von den Darstellern der Schmidt Theater Erfolge „Heiße Ecke“ und „Die Königs vom Kiez“ betritt der Zuschauer nach der obligatorischen Hand-Desinfektion am Eingang ein üppig grünes Dschungelparadies.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2955 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_6_c_MorrisMacMatzen-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Zuschauer wurden in Gruppen unterteilt, die jeweils in einem bestimmten Zeitfenster das Theater betreten durften. Ja, so vermeidet man erfolgreich lange Schlangen und Gedränge. Das bedeutet aber auch, dass David Harrington und Florian Born fast drei Stunden lang live Hintergrundmusik für alle jene liefern müssen, die sich bereits im Theatersaal befinden. Dafür werden sie von der stetig steigenden Zuschauerzahl gebührend gefeiert!</p>
<p>Apropos Zuschauersaal, anstatt der sonst bis zu 620 Sitzplätze sind nur 250 belegt. Diese sind in Kleingruppen oder paarweise so arrangiert, dass der vom Hamburger Senat vorgegebene Abstand jederzeit eingehalten werden kann und die Gäste – einmal an ihrem Platz befindlich – den Mund-Nasen-Schutz abnehmen dürfen.</p>
<p>Durch die zahlreich im Saal platzierten Kunstblumen, für die laut Corny Littmann Lagerbestände im ganzen Hamburger Umland aufgekauft wurden, sieht es gar nicht so leer aus, wie man es vielleicht erwarten würde. Im Gegenteil, es fühlt sich ziemlich gut an, endlich wieder im Theatersaal zu sitzen und auf eine Vorstellung zu warten. Auch die im Mittelbereich des Parketts eingesetzten Plexiglastrennscheiben stören den Blick nicht, sind sie doch exzellent entspiegelt.</p>
<p>„Paradiso“ ist eine Revue, die in typischer Schmidt-Manier alle Sparten der Unterhaltung zeigt: So begrüßt Henning Mehrtens, ansonsten Hausherr im Schmidtchen, das mit seiner Online-Show Schmidtflyx über Wochen vorzüglich unterhielt, das Publikum, platziert seine Pinneberg-Witze treffsicher und leitet direkt über zu Nik Breidenbach, der den eigens komponierten Titelsong „Paradiso“ zum Besten gibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2954 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_12_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_12_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_12_c_MorrisMacMatzen-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_12_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_12_c_MorrisMacMatzen-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_12_c_MorrisMacMatzen-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Corny Littmann, der im Juli als Gastgeber durch die 75-minütige Revue führt, passt sich – wie auch Mehrtens und Breidenbach – optisch dem Thema an. Unter normalen Bedingungen würden die Anzüge der Herren bei deren Anblick wirklich Schmerzen verursachen, aber in diese so liebevoll geschaffene Show-Oase passen sie perfekt!</p>
<p>Ergänzt werden die monatlich wechselnden Acts von „Siegfried &amp; Joy“, zwei „Disco-Magier“, die sich das Zunichtemachen aller Zauberklischees zur Aufgabe gemacht haben und auf ziemlich schräge Weise und mit viel Selbstironie zeigen, dass sie ihr Fach beherrschen. Sina Brunner begeistert mit ihrer kraftvoll-eleganten Performance sowohl am Tuch als auch am Vertical Pole und setzt den artistischen Höhepunkt der Show.</p>
<p>Carolin Fortenbacher, die mit Nik Breidenbach schon in „Oh, Alpenglühn“ und „Entführung aus dem Paradies“ die Zuschauer begeisterte, gab zwei Songs aus diesen Shows zum Besten. Leider zündeten diese aus dem Zusammenhang gerissen und ohne das Zusammenspiel mit Breidenbach nicht ganz so gut. Doch dass die „Musical-Diva“ extrem vielseitig ist, kann niemand bestreiten.</p>
<p>Auch Breidenbachs ansonsten urkomisches Tina Turner Medley kam an diesem Abend nicht ganz so souverän rüber.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2953 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/12/Paradiso_SchmidsTivoli_Juli2020_10_c_MorrisMacMatzen-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Vielleicht ist dies aber auch dem Eindruck geschuldet, dass 250 begeisterte Menschen einfach anders (leiser) klingen als 600?</p>
<p>Littmanns Frage: „Was erzählen Sie Ihren Enkeln über diese Zeit?“ regt zum Nachdenken an… Es ist eine herausfordernde Zeit – für alle! Doch gerade die Unterhaltungsbranche leidet mehr als alle anderen Industriezweige unter den Einschränkungen. Umso dankbarer ist man, wenn man miterleben darf, dass Theater und Musical trotz Abstands- und Hygieneregeln funktioniert. Es muss auch einfach funktionieren, denn ohne Theater, ohne Musicals fehlt unserer Welt etwas ganz Entscheidendes! Zu jeder Zeit haben Künstler den Menschen geholfen, ihren Alltag besser zu meistern, ein wenig abzuschalten oder einfach mal ein paar Stunden gute Unterhaltung zu genießen und zu entspannen. Ich wünsche mir sehr, dass es in den nächsten Monaten, die uns Covid-19 sicherlich begleiten wird, viele weitere Theatermacher geben wird, denen es gelingt, wieder Künstler auf die Bühne zu bringen und allen auf, hinter, unter sowie dem Publikum vor der Bühne ein Stück Normalität zurückzugeben.</p>
<p>„Paradiso“ wird im Juli, August und September mit monatlich wechselnden Künstlern zu sehen sein. Auch in den kommenden Monaten wird die Schmidt Familie mit Soloprogrammen und kleinen Shows das Bestmögliche aus der aktuellen Situation machen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint<br />
</span><span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidts Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">9</span><span class="Bold">. Juli 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Corny Littmann, Carolin Fortenbacher, Nik Breidenbach</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold">, Siegfried &amp; Joy, Sina Brunner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> <span class="ce-uploads-description">Morris Mac Matzen</span><br />
</span></p>
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		<title>Rent im Autokino &#8211; der Versuch, Corona die Stirn zu bieten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/rent-im-autokino-der-versuch-corona-die-stirn-zu-bieten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2020 07:24:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Autokino]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Katzer]]></category>
		<category><![CDATA[Craig Simmons]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Köstner]]></category>
		<category><![CDATA[Gerald Michel]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Osenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Larson]]></category>
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		<category><![CDATA[Nicolo Soller]]></category>
		<category><![CDATA[Rent]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Pangl]]></category>
		<category><![CDATA[TfN]]></category>
		<category><![CDATA[Theater für Niedersachsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was soll man machen, wenn aufgrund strenger Abstands- und Hygienemaßnahmen jegliche Form des Indoor-Theaters bis auf weiteres untersagt sind? Das TfN, Theater für Niedersachsen, gehörte zu den ersten, die ihre Musicalproduktion „kurzerhand“ an die frische Luft setzten: Anstatt der für April geplanten Premiere im Stadttheater Hildesheim feierte „Rent“ am 29. Mai in einer konzertanten Fassung ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll man machen, wenn aufgrund strenger Abstands- und Hygienemaßnahmen jegliche Form des Indoor-Theaters bis auf weiteres untersagt sind? Das TfN, Theater für Niedersachsen, gehörte zu den ersten, die ihre Musicalproduktion „kurzerhand“ an die frische Luft setzten: Anstatt der für April geplanten Premiere im Stadttheater Hildesheim feierte „Rent“ am 29. Mai in einer konzertanten Fassung seine Open Air Premiere.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2942 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/006_RENT_Osenberg_Soller_tbehind-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/006_RENT_Osenberg_Soller_tbehind-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/006_RENT_Osenberg_Soller_tbehind-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/006_RENT_Osenberg_Soller_tbehind.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Warum auch nicht? Denn auch die allererste Fassung, die von „Rent“ jemals gezeigt wurde, war konzertant. Was folgte, war eine beispiellose Erfolgsgeschichte. „Rent“ traf den Nerv der Zeit. Jonathan Larsons Songs und die herausragenden Darsteller machten „Rent“ innerhalb kürzester Zeit zu einer der anerkanntesten Shows weltweit. „Rent“ ist kein Gute-Laune-Musical, „Rent“ hat eine Botschaft. Es geht um Leben mit AIDS, den Kampf gegen Vorurteile, um bedingungslose Freundschaft und Liebe in all ihren wunderbaren Spielarten.</p>
<p>Craig Simmons musste in kurzer Zeit von seiner geplanten Bühnen-Inszenierung auf die Regie von zehn Darstellern umschwenken, die sich zu keinem Zeitpunkt auch nur berühren durften. So schrieben es die Corona-Spielregeln vor. Doch „Rent“ ist inhaltlich und musikalisch so kraftvoll, dass dies problemlos gelingen kann.</p>
<p>Die fünfköpfige Live-Band unter der Leitung von Andreas Unsicker ließ schon bei der Einfahrt ins Areal direkt aufhorchen.</p>
<p>Das man als Zuschauer seinen Wagen nicht verlassen durfte, der Sound aus dem eigenen Autoradio kam (was natürlich maßgeblichen Einfluss auf die Klangqualität hat) und man anstatt zu applaudieren, die Lichthupe betätigte, ist gewöhnungsbedürftig. Doch dank der Videoprojektion hatte man von allen Parkplätzen einen guten Blick auf das Geschehen und verpasste nichts.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2945 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/153_RENT_Koestner_Katzer_tbehind-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/153_RENT_Koestner_Katzer_tbehind-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/153_RENT_Koestner_Katzer_tbehind-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/153_RENT_Koestner_Katzer_tbehind.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Leider war am Premierenabend Alexander Prosek, der den Tom Collins spielen sollte, kurzfristig erkrankt, so dass es für das Team noch eine weitere Herausforderung zu stemmen galt. Doch mit vereinten Kräften übernahmen die verbliebenen Künstler Proseks Part und man vermisste kaum etwas.</p>
<p>Bei hochsommerlichen Temperaturen in Winterkleidung in der prallen Sonne zu stehen, ist sicherlich etwas, auf dass die Darsteller gut hätten verzichten können. Doch sie ließen sich diese zusätzlichen Strapazen während der 90 Minuten (es wurde ohne Pause durchgespielt) nicht anmerken.</p>
<p>Nicolo Soller hatte als Roger die komplette emotionale Bandbreite von gefühlvoll-verliebt bis hin zu verletzt-aggressiv zu bedienen. Ihm gelang dieser Spagat über weite Strecken sehr glaubhaft. Als Mimi war Sandra Pangl zu erleben. Sie legte die Rolle ungewöhnlich ernst an, was der Figur an sich aber nicht schadete. Es fiel auf, dass sie in Duetten – insbesondere mit Johannes Osenberg alias Mark – deutlich selbstbewusster war als in ihren Soloparts.</p>
<p>Osenberg war ein sympathischer „Erzähler“, auch wenn er einige Einsätze verpasste und nicht alle Texte saßen. Dennoch kann man sich gut vorstellen, dass er die Rolle von Mark auf einer kompakteren Bühne überzeugend hätte ausfüllen können.</p>
<p>Maureen und Joanne (Charlotte Katzer und Elisabeth Köstner) blieben in dieser Inszenierung leider etwas blass, obwohl sie optisch und auch spielerisch durchaus zu überzeugen wussten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2940 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/020_RENT_Pangl_Soller_tbehind-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/020_RENT_Pangl_Soller_tbehind-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/020_RENT_Pangl_Soller_tbehind-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/08/020_RENT_Pangl_Soller_tbehind.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bleiben noch Benny und Angel, um die Riege der Protagonisten zu komplettieren: Während Gerald Michel noch keine Verbindung zu seinem Charakter Benny gefunden zu haben schien (er konnte weder gesanglich noch schauspielerisch überzeugen), bestach Nico Went nicht nur optisch (tolle Kostüme!), sondern verlieh Angel durch seine tiefe Stimme einen seriösen Touch, der sehr gefiel.</p>
<p>Man vermag sich kaum vorzustellen, wie es für Darsteller sein muss, kein direktes akustisches Feedback für die eigene Leistung zu bekommen. Spätestens bei „Werd ich ohne Würde sein?“ möchte man als Zuschauer, ob der herausragenden Choreinstudierung, eigentlich klatschend, pfeifend und johlend ausrasten. Die Lichthupe kann dieser Begeisterung kaum den richtigen Nachdruck verleihen…</p>
<p>Die Idee, dem Publikum (und auch den Darstellern) das Erlebnis Musical in einem Autokino zu präsentieren, kann im Nachgang nur als sehr gut gewertet werden. Dass es an der Umsetzung beim vorliegenden Stück noch ein paar Optimierungen gab und man sich an die doch deutlich andere Atmosphäre erst noch gewöhnen muss, soll niemanden davon abhalten, weiter nach Lösungen für die aktuelle Situation zu suchen.</p>
<p>Musical-Konzerte, Best-Of-Shows, Revuen o.ä. kann ich mir unter den genannten Bedingungen sehr gut vorstellen. Komplette Stücke (mit mehreren Darstellern und einer entsprechend komplexen Handlung) sind in einem Autokino sicherlich auch weiterhin eher etwas schwieriger umzusetzen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3" style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> TfN, Autokino Hildesheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">29</span><span class="Bold">. Mai 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Nicolo Soller, Johannes Osenberg, Gerald Michel, Elisabeth Köstner, Nico Went, Sandra Pangl, Charlotte Katzer</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Craig Simmons / Jonathan Larson<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater für Niedersachsen<br />
</span></p>
</div>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Gergen]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelius Lewenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Fabio Diso]]></category>
		<category><![CDATA[Femke Soetenga]]></category>
		<category><![CDATA[Itziar Lesaka]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Clear]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburgisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Rasmus Borkowski]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerin]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kroggel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2925 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x980.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1306.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch mit Highlights wie der brennenden Bühne bei Trumpers ergreifenden Erinnerungen an seine unglückliche Kindheit („Sei nie ein Kind“) macht Hinrichs dies spielend wett.</p>
<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2924 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Trumpers Widersacher, Anatoly Sergievsky, wird von Marc Clear gespielt. Das Schweriner Publikum kennt ihn bereits von „Jekyll &amp; Hyde“ und wird auch bei „Chess“ nicht enttäuscht. Clears nur scheinbar unauffällige Erscheinung mündet in einer raumgreifenden Bühnenpräsenz, die sich bei „Wer ich sein will“ und natürlich der ergreifenden „Hymne“ Bahn bricht. Gergen hat die Dramaturgie bei „Anthem“ perfekt nachgezeichnet. Gesanglich meistert er die schwungvollen und textreichen Songs beeindruckend souverän. Wenn Clear am Schluss auf einer Mauer steht und um ihn herum Wachtürme, Stacheldraht und die UdSSR-Flagge projiziert werden, muss man dies neidlos als ein perfektes Szenenbild mit einer unzweideutigen Botschaft und einem herausragenden Protagonisten anerkennen. Gänsehaut pur!</p>
<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2927 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg" alt="" width="400" height="289" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x740.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x555.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1109.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1479.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Besetzung könnte insgesamt kaum besser sein. Einzig „One Night in Bangkok“ – der vom Publikum heiß ersehnte Welthit dieser Show – verpufft etwas. Die Szene sieht gut aus, das Ensemble tanzt mitreißend, doch Fabio Diso scheint in den Song nicht reinzukommen. Warum am Schluss die englischen Songtexte eingeblendet werden (während zu Beginn Deutsch gesungen wird) und man nun offenbar in einer Karaoke-Bar ist, kommt beim Publikum nicht an. Anstatt Jubelstürmen, die man sonst bei diesem Hit gern erlebt, geht das Publikum einfach zur nächsten Szene über.</p>
<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/beeindruckende-umsetzung-dieses-hochpolitischen-und-nicht-weniger-hochemotionalen-musicals-mit-einem-wermutstropfen/">Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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