<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>2013-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<atom:link href="https://www.musicals-online.com/category/2013/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.musicals-online.com/category/2013/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 31 Dec 2017 12:41:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/09/cropped-08062B90-DABA-4778-9C77-84DA20A86023_1_105_c-e1695646822420-1-32x32.jpeg</url>
	<title>2013-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
	<link>https://www.musicals-online.com/category/2013/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Liebevoll-komische Rundreise durch die Märchenwelt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/liebevoll-komische-rundreise-durch-die-maerchenwelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Dec 2017 14:49:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Petru]]></category>
		<category><![CDATA[Es war einmal]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Kuropka]]></category>
		<category><![CDATA[Hakan T. Aslan]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Haas]]></category>
		<category><![CDATA[Katharine Mehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Katrin Taylor]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Knorz]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Hamann]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Riegelsberger]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1230</guid>

					<description><![CDATA[<p>Update, 28.12.2017 In der diesjährigen Wiederaufnahme steht erneut Franziska Kuropka in ihrer Paraderolle als 13. Fee und böse Stiefmutter auf der Bühne. Sie überstrahlt in Verschlagenheit alle Kollegen und jagt einigen Kindern mit ihren nebelumwobenenen Auftritten einen ordentlichen Schrecken ein. Doch auch als rappende Rapunzel und Ossi-Zwerg hat Kuropka die Lacher auf ihrer Seite. Neu ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/liebevoll-komische-rundreise-durch-die-maerchenwelt/">Liebevoll-komische Rundreise durch die Märchenwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<h3>Update, 28.12.2017</h3>
<p>In der diesjährigen Wiederaufnahme steht erneut Franziska Kuropka in ihrer Paraderolle als 13. Fee und böse Stiefmutter auf der Bühne. Sie überstrahlt in Verschlagenheit alle Kollegen und jagt einigen Kindern mit ihren nebelumwobenenen Auftritten einen ordentlichen Schrecken ein. Doch auch als rappende Rapunzel und Ossi-Zwerg hat Kuropka die Lacher auf ihrer Seite. Neu im Ensemble ist Christian Petru, der als symatisch-schusseliges Schneiderlein eine Märchenschönheit nach der anderen befreit. Natürlich helfen hierbei aber der Zufall und eine gehöige Portion Glück gehörig mit.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-2174 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2013/12/Es_war_einmal_09-e1514723810774-400x333.jpg" alt="" width="281" height="234" /></p>
<p>Veit Schäfermeier steht erstmal als Vater und König auf der Bühne. Er macht seine Sache mehr als gut und bringt viele mit seiner gar nicht wirklich strengen Art zum Lachen. Katrin Taylor macht in sämtlichen Prinzessinnenrollen ene gute Figur: Ob als tumpes Dornröschen, liebliches Schneewittchen oder selbstbewusstes Rotkäppchen &#8211; durch den Wechsel von Dialekten und Habitus unterscheiden sich die Figuren so sehr, dass nicht jedes Kind sofort merkt, dass überall die gleiche Schauspielerin dahintersteckt. Timo Riegelsbeger komplettiert das Ensemble an diesem Tag und ist ein sehr niedlicher böser Wolf zum Knuddeln. Auch als leicht trotteliger Diener des Königs macht er viel Spaß.</p>
<p>Am Ende jubelt das Publikum begeistert und klatscht und tanzt zwischen den Stuhlreihen mit. &#8222;Es war einmal&#8220; ist hervorragende Familienunterhaltung und kann  jedem, der Freude an wortwitzigem Musiktheater für Groß &amp; Klein hat, dringend ans Herz gelegt werden.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p class="Body">Papa ist alles andere als Märchenfest &#8211; das merken seine drei Kinder mehr als deutlich als er ihnen die Geschichte vom „Tapferen Schneiderlein“ in einer sehr kreativen Fassung erzählt.</p>
<p class="Body">Das Schneiderlein erlegt sieben Fliegen mit einem Schlag, soweit so richtig. Gut, die Fliegen saßen nicht auf einem Pflaumenmusbrot, sondern auf einem Honigbrot&#8230; Aber richtig schräg wird es als der König, der dem vermeintlich übermächtigen Schneiderlein unlösbare Aufgaben stellt, die Hand seiner Tochter verspricht. Und dieses Töchterlein ist Schneewittchen. Da blättert man dann doch im Geiste in seinen Grimmschen Märchenbüchern und überlegt, welche Querverbindung man vergessen haben könnte.</p>
<p class="Body">Doch es kommt noch besser. Dss Schneiderlein muss nicht nur Dornröschen aus seinem 100jährigen Schlaf wachküssen, Rapunzel aus em Turmgefängnis retten und das Rotkäppchen sicher zu seiner Großmutter bringen. Nein, das Schneiderlein muss ich auch mit dem Froschkönig, Hänsel &amp; Gretel und Schneewittchens böser Stiefmutter herumschlagen.</p>
<p class="Body">Was wie das pure dichterische Chaos klingt, entpuppt sich als Riesenspaß für Groß und Klein auf der Bühne des Schmidt Theaters. Es läuft so einiges durcheinander, aber die Kinder lieben den jammernden und ganz und gar nicht bösen großen grauen Wolf. Sie unterstützen das Schneiderlein bei all seinen Abenteuern und helfen Dornröschen und Rapunzel lautstark gegen ihre Widersacher. Dass die böse Stiefmutter ausgebuht wird, versteht sich von selbst.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2173 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2013/12/Es_war_einmal_08-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" /></p>
<p class="Body">Auch Handpuppen kommen in diesem Stück in Gestalt von singenden Rosen und dem extrem flirtenden Froschkönig zu Ruhm. Kids haben an dieser Art von Mitmachtheater sehr viel Freude.</p>
<p class="Body">Aber auch für die erwachsenen Besucher bietet „Es war einmal&#8230;“ viel. Heiko Wohlgemuth hat gewohnt spitzfindige Dialoge und Songtexte geschrieben. Während Kinder so etwas wie „Wir gehen in den Har(t)z4!“ oder „&#8230;nur Spiegel-Leser wissen mehr.“ oder „Rapunzel, Du hast die Haare schön!“ einfach überhören, wissen die Großen ganz genau, was dahinter steckt und schütten sich aus vor Lachen.</p>
<p class="Body">Martin Lingnau hat schmissige, abwechslungsreiche Songs für das Märchenmusical geschrieben. Seine Handschrift ist unverkennbar, mitklatschen ist ausdrücklich erlaubt. Dass die Kreativen sich dabei selbst nicht so ernst nehmen, zeigt die Ballade „Dies ist ein trauriges Lied“, deren einziger Songtext aus der Wiederholung des Titels besteht.</p>
<p class="Body">Doch auch tänzerisch hat „Es war einmal“ einiges zu bieten. Benjamin Zobrys hat den Darstellern schwungvolle Choreographien beigebracht, die auch das Publikum zum Mittanzen anregen.</p>
<p class="Body">Auch die Darsteller haben sichtlich Spaß, allen voran Franziska Kuropka, die sich als 13. Fee und böse Stiefmutter in der Ablehnung des Publikums weidet. Als überdrehte gute Fee und überschwänglicher Ossi-Zwerg hat sie aber ganz klar die Sympathien auf ihrer Seite. Auch Marco Knorz begeistert als sympathisch-tolpatschiges Schneiderlein. Torsten Hammann schüchtert allein ob seiner puren Statur als König ein. Seine sonore Stimme sorgt für Gänsehautschauer. Doch auch als schwuler Zwerg und schusseliger Papa macht er Spaß. Hakan T. Aslan ist der böse Wolf, dem gleich mehrfach der Bauch aufgeschnitten wird. Auch als „Türken-Zwerg“ sorgt er mit wunderbaren Sprüchen für Lacher („Hab‘ ich Kino im Gesicht, oder was?!“). Johanna Haas ist als Schneewittchen, Rotkäppchen, Dornröschen und Rapunzel zu sehen. Allesamt hübsche Prinzessinnen. Haas ist zuckersüß und gibt jeder der vier Ladys ihren eigen Stil.</p>
<p class="Body">Carolin Spieß, selbst seit Jahren festes Mitglied der Schmidt-Theater-Familie (u. a. „Villa Sonnenschein“, „Die Königs vom Kiez“), hat mit „Es war einmal“ ein ganz besonderes Weihnachtsmusical inszeniert. Ganz in der Tradition der Schmidtschen Musicalproduktionen haben die Zuschauer viel zu lachen, die Charaktere sind sehr sympathisch und gemeinsam mit den zweckdienlichen, aber nicht minder überraschenden Kulissen von Christine Grimm ergibt sich eine rundum gelungene Show und ganz bestimmt kein „Grims Grams“!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. Dezember 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Franziska Kuropka, Marco Knorz,  Thorsten Hamann, Johanna Haas, Hakan T. Aslan</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/liebevoll-komische-rundreise-durch-die-maerchenwelt/">Liebevoll-komische Rundreise durch die Märchenwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bühnenadaption mit guten Ansätzen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/buehnenadaption-mit-guten-ansaetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2013 14:16:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Hohler]]></category>
		<category><![CDATA[Anastasia]]></category>
		<category><![CDATA[Fabio Diso]]></category>
		<category><![CDATA[Jana Meyerdierks]]></category>
		<category><![CDATA[Leonie Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Musical Theater Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Arena]]></category>
		<category><![CDATA[Sara Dähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Kluge]]></category>
		<category><![CDATA[Sharon Isabelle Rupa]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Blaeschke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1204</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nicht alle Zeichentrickfilme aus der Disney-Schmiede taugen als Bühnen-Musicals. Auch an „Anastasia“, ein Film der 1997 in die Kino kam und vom dem zwei Songs im Folgejahr eine Oscar-Nominierung erhielten, hat sich bisher niemand wirklich herangewagt. Dabei bietet die Geschichte des Waisenmädchens Ana, das durch einen Zufall und mithilfe eines Freundes aus Kindertagen erkennt, dass ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/buehnenadaption-mit-guten-ansaetzen/">Bühnenadaption mit guten Ansätzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nicht alle Zeichentrickfilme aus der Disney-Schmiede taugen als Bühnen-Musicals. Auch an „Anastasia“, ein Film der 1997 in die Kino kam und vom dem zwei Songs im Folgejahr eine Oscar-Nominierung erhielten, hat sich bisher niemand wirklich herangewagt.</p>
<p class="Body">Dabei bietet die Geschichte des Waisenmädchens Ana, das durch einen Zufall und mithilfe eines Freundes aus Kindertagen erkennt, dass sie neben der Großfürstin Marie die einzige Überlebende der ehemaligen Zarenfamilie von Nikolai II. ist, durchaus genug tragisch-romantische Momente, die sich bühnenwirksam verarbeiten lassen.</p>
<p class="Body">Nina Arena, Bremer Schauspielerin und Regisseurin hat sich des Stoffs angenommen und im Dezember ihr Werk im Bremer Musicaltheater zur Uraufführung gebracht. Für die Komposition zeichnet Thomas Blaeschke verantwortlich, der sich nicht nur in Bremen um Umland einen Namen mit zahlreichen Musicalwerken (darunter u. a. „Maria Stuart“, „Peter Pan“, „Arielle“) gemacht hat.</p>
<p class="Body">„Anastasia“ ist eine komplexe Geschichte mit vielen Handlungssträngen: Da ist zum einen Ana, die in einem Waisenhaus aufwächst, dann gibt es ihre Großmutter, die den Gerüchten nicht glauben möchte und aus dem Exil heraus verzweifelt nach ihrer Enkelin sucht, die Nachfahren von Rasputin versuchen ihrerseits ihren Vorteil aus der verfahrenen Situation in Russland zu ziehen, dann erkennt Anas Jugendfreund sie als Prinzessin und eine abenteuerliche Reise zur Großmutter ins Ausland beginnt. Nicht zu vergessen, die aufblühende schüchterne Liebe zwischen Ana und ihrem Jugendfreund.</p>
<p class="Body">Dies alles unter einen Hut zu bekommen, ist sicherlich eine der größten Herausforderungen, wenn man „Anastasia“ auf die Bühne bringen möchte. Auch musikalisch bietet das Stück viele Möglichkeiten: von russischen Balalaika-Klängen, über düstere Melodien, die die Intrigen der Rasputins begleiten, von klassisch eleganten Streichern in der Umgebung des russischen Hofstaats bis hin zu romantischen Balladen der jungen Liebe. Dieser Raum für Abwechslung birgt aber immer die Gefahr, dass man den Faden verliert.</p>
<p class="Body">Dieser fehlende rote Faden zieht sich sowohl inhaltlich als auch musikalisch durch die Bremer Musicaladaption der klassischen Geschichte. Zahlreiche Ungereimtheiten (Wieso geben sich die Rasputins einfach damit zufrieden, dass sie mit ihrer „erschaffenen“ Anastasia nicht erfolgreich waren?, Warum kann Ana einfach nach Russland zurückkehren, obwohl bekannt ist, dass sie die Prinzessin ist und somit in Lebensgefahr schwebt?, Was passiert mit Franziska nachdem der Schwindel auffliegt?“) machen es schwer, eine runde Handlung zu erleben. Dass die Namen der Protagonisten geändert wurden, mag daran liegen, dass man nicht die Rechte hatte, die Disney-Version auf die Bühne zu bringen und man daher eine eigene Fassung schaffen musste. Also ist die Großfürstin Marie hier Zarin, Anas Freund Dimitri wird zu Niklas, usw. Insgesamt hat diese Version nur wenig Ähnlichkeit mit der Geschichte, die im Disneyfilm erzählt wird.</p>
<p class="Body">Die Charaktere sind leider nicht vollends ausgearbeitet. Ana bleibt bis kurz vor Schluss ein unsicheres, schüchternes Mädchen und wandelt sich dann sehr plötzlich zu einer selbstbewussten jungen Frau. Niklas ist zunächst die liebevoll treibende Kraft. Doch am Schluss bleibt ihm nur noch die Rolle als schmückendes Beiwerk seiner Ana. Oleg und Nadja Rasputin sind ein düsteres Duo, doch während Oleg durchaus mysteriöse Eigenarten an den Tag legt, ist Nadjas tumbe, kreischige Art einfach nur nervig. Franziska kann man gar nicht fassen: sie ist weder berechnet, noch komplett naiv &#8211; so jemandem glaubt man kaum, dass er sich für eine Intrige zur Verfügung stellt. Einzig die Zarin und ihre Hofdame wirken durchweg authentisch.</p>
<p class="Body">Musikalisch wird Blaeschke den verschiedenen Charakteren und Spielorten bedauerlicherweise nicht gänzlich gerecht. Der Titelsong ist zwar gefällig, doch darüber hinaus verblasst alles andere schnell wieder. Die Verortung in Russland gelingt ansatzweise, aber im Großen und Ganzen fehlt es an einer eindeutigen Handschrift.</p>
<p class="Body">Die Darsteller singen deutlich besser als sie agieren. Es ragt jedoch niemand aus dem Ensemble hervor. Die Soli sind rar gestreut. Was jedoch wirklich ärgerlich ist, ist das allgegenwärtige Overacting. Man versteht den Ansatz dahinter, aber sowohl Alexander Hohler als Oleg Rasputin, Sharon Isabelle Rupa als Nadja Rasputin als auch Sarah Kluge als Franziska agieren so weit über das erträgliche Maß hinaus, sind so aufgesetzt exzentrisch, dass man ihnen die Rollen keine Sekunde abnimmt. Dagegen bleiben Sara Dähn und Fabio Diso als Ana und Dimitri blass und unscheinbar. Erneut sind es Nina Arena als Zarin und Leonie Fuchs als deren Hofdame die ihren Figuren die Würde und den Anstand verleihen, die ihnen angemessen sind.</p>
<p class="Body">Insgesamt gibt es viele gute Ansätze in dieser Bühnenadaption von „Anastasia“, doch eine Einmaligkeit kreieren die Macher mit diesem Stück nicht. Es ist sowohl süßlich wie Disney als auch geheimnisvoll wie ein Zeitroman, romantisch-verklärt durch die rosa Brille, hinterlässt aber den Beigeschmack von „gewollt und nicht ganz gekonnt“. Als Amateurmusical würde es sehr gut funktionieren, doch mit dem Anspruch, große Häuser zu füllen und hunderte Zuschauer zu begeistern, reicht diese semi-professionelle Inszenierung nicht aus. Vor allem in den Bereichen Buch und Regie müssten noch grundlegende Anpassungen erfolgen, bevor sich diese Produktion mit anderen Ensuite-Musicals messen kann.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Musical Theater Bremen</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">21</span>. Dezember 2013<strong><br />
<span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Nina Arena, Sara Dähn, Fabio Diso, Alexander Hohler , Leonie Fuchs, Sarah Kluge, Jana Meyerdierks, Sharon Isabelle Rupa</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Nina Arena / Thomas Blaeschke<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> bremen-musical.de<br />
</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/buehnenadaption-mit-guten-ansaetzen/">Bühnenadaption mit guten Ansätzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der perfekte Startschuss für Hamburgs Off-Musicalszene</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-perfekte-startschuss-fuer-hamburgs-off-musicalszene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 15:07:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Dörthe Thiel]]></category>
		<category><![CDATA[Gruenspan]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Larson]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Huk]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Rousseau]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Mehlich]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Affolter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1243</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neugegründete Produktionsfirma „Avenue A productions“ hat es sich zum Ziel gesetzt, kleinere und unabhängige Musical-Produktionen, in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Dass der Firmenname nicht von Ungefähr kommt, zeigt schon das erste Stück, das das Team um Urs Affolter und Sebastian Rousseau auf die Bühne des Gruenspans bringt: Das Tony Award dekorierte Musical ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-perfekte-startschuss-fuer-hamburgs-off-musicalszene/">Der perfekte Startschuss für Hamburgs Off-Musicalszene</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die neugegründete Produktionsfirma „Avenue A productions“ hat es sich zum Ziel gesetzt, kleinere und unabhängige Musical-Produktionen, in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Dass der Firmenname nicht von Ungefähr kommt, zeigt schon das erste Stück, das das Team um Urs Affolter und <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Sebastian_Rousseau_2014.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=810">Sebastian Rousseau</a></span> auf die Bühne des Gruenspans bringt: Das Tony Award dekorierte Musical „Rent“ aus der Feder von Jonathan Larson bildet den Auftakt zu einer Reihe von Musicalschätzen, die in New York und London Weltruhm erlangt haben, es aber in Deutschland mehr als schwer hatten, weil sie eben nicht bunt, fröhlich und massenkompatibel sind.</p>
<p class="Body">Kenner der Hamburger Musikszene kratzen sich sicherlich verwundert am Kopf: Der Rock-Club Gruenspan als Musical-Location? Oh ja, das funktioniert. Schon beim Try-Out von „Sherlock Holmes 2.0“ im August 2013 zeigte das Gruenspan seine Qualitäten als Spielstätte für kleine Musicals, denen eine intime Umgebung sehr gut zu Gesicht steht.</p>
<p class="Body">Auch „Rent“, die im New York Ende des letzten Jahrhunderts angesiedelte Handlung, seine acht Hauptfiguren mit ihren Problemen rund um Liebe, Drogen, AIDS und die titelgebende Wohnungsnot sind alles andere Mainstream. Dennoch oder gerade deshalb zählt „Rent“ mit mehr als 5.000 Vorstellungen zu den erfolgreichsten Broadway-Musicals.</p>
<p class="Body">Nach Düsseldorf 1999 und Wiesbaden 2007-2009 bekommen die Zuschauer in Hamburg die neuere deutsche Fassung von Wolfgang Adenberg zu hören. Wenn man jedoch eine der englischen Versionen – sei es nun die Broadway Cast oder den Soundtrack zum Film von 2006 &#8211; im Ohr hat, holpern einige deutsche Passagen doch arg. Das Wort Rent mit Geld zu übersetzen, ist inhaltlich zweifelsfrei korrekt und es passt zur Melodie des Titelsongs, und doch fühlt es sich befremdlich an, das Wort, das dem Stück seinen Namen verdankt, in der Show nicht einmal zu hören. Doch ein deutsches Publikum wünscht sich deutsche Texte und diese Hürde muss auch eine Off-Szene nehmen.</p>
<p class="Body">Urs Affolter inszeniert das Stück so klar, deutlich und ungeschminkt wie man es sich wünscht. Nichts lenkt von den starken Charakteren ab. Die Personenregie ist einwandfrei, jede Hauptrolle hat starke Momente und darf diese auch voll auskosten. Arnold Grevers kleidet alle Protagonisten treffend ein. Nichts stört das Bild der drogenabhängigen Mimi, der Drag Queen Angel oder des leicht spießigen Mark.</p>
<p class="Body">Die fünfköpfige Band unter der Leitung von Peter Koobs ist auf der rechten Bühnenhälfte platziert – eine echte Herausforderung für die Tontechnik. Um zu vermeiden, dass die volle Wucht der rockigen Sounds das Ensemble auf der Bühne übertönt, hat man Drummer Henning Brandt in einen Plexiglaskäfig verbannt. Aber es gelingt ihm und seinen Kollegen Ulrich Rohde (Gitarre), Julius Trautvetter (Keyboard) und Sebastian Behnk (Bass) dem Stück die musikalische Intensität zu verleihen, die es braucht, um seine volle Wirkung zu entfalten.</p>
<p class="Body">Doch am Anfang wird es ganz still im Gruenspan: Die Ouvertüre wird a-cappella vom Ensemble intoniert. Ganz pur sorgen die Sänger so für den ersten Gänsehautschauer. Als erstes lernen die Zuschauer naturgemäß Mark Cohen kennen, der als eine Art Erzähler durch die Handlung führt. Simon Mehlich spielt den unentschlossenen, frisch verlassenen Filmemacher sehr überzeugend und sympathisch. Sowohl im „Tango Maureen“ als auch bei „Living in America“ kann er zeigen, was gesanglich in ihm steckt.</p>
<p class="Body">Robert Meyer wurde als erfolgloser Musiker Roger gecastet. Dass was Meyer im Vergleich zu Rollen-Vorgängern an Rockröhre fehlt, macht er durch eine große emotionale Bandbreite weit. Er spielt seinen Frust über das Leben im Allgemeinen genauso ergreifend wie seine unterdrückte und doch übermächtige Liebe zu Mimi. Wenn ihm bei Angels Beerdigung die Tränen übers Gesicht laufen, ist das Publikum von dieser Gefühlstiefe sehr beeindruckt.</p>
<p class="Body">Mimi gewinnt Roger mit einer List für sich. Lisa Huk wickelt als Mimi Roger in der Kerzen-Szene spielend um den kleinen Finger. Drogensucht und Krankheit haben das Mädchen gezeichnet. Huk trägt diesem Verfall überzeugend Rechnung, sprüht in den richtigen Momenten vor Energie und lässt es stimmlich an nichts vermissen.</p>
<p class="Body">Das zweite Paar, Angel und Collins, lernt sich nach einem Überfall auf der Straße kennen. Nicht nur Collins ist von Angels Fürsorge und Güte begeistert. Sebastian Rousseau spielt die AIDS-kranke und dennoch lebensbejahende Drag Queen ergreifend, sorgt für Lacher und viele Damen im Publikum zollen ihm ob seines artistischen Könnens auf High Heels („Today for you, tomorrow for me“) sicherlich Respekt.</p>
<p class="Body">Gerd Achilles spielt den desillusionierten MIT-Absolventen Tom Collins. Dass Collins ein wesentliches Bindeglied der Gruppe ist, fließt immer wieder in seine liebevollen Gestiken ein. Man glaube Achilles sofort, dass Collins ein herzensguter Mensch ist, der für Angel unendlich tief empfindet. „Ich deck Dich zu“ (zunächst im Duett mit Rousseau, dann auf Angels Beerdigung solo) gehört auch in dieser Inszenierung zu den schönsten und traurigsten Momenten.</p>
<p class="Body">Die Performance-Künstlerin Maureen wird abwechselnd von Dörthe Thiel und Dorothea Maria Müller gespielt. Beide Darstellerinnen haben sichtlich Spaß daran, das Publikum mit der „Fliegenden Kuh“ zum Muhen zu animieren (was im übrigen einwandfrei klappt). Ihre Interpretationen unterscheiden sich in Nuancen. Beide werden der kraftvollen, raumgreifenden, sexy provozierenden Maureen mehr als gerecht.</p>
<p class="Body">Als Maureens Freundin Joanne steht Stefanie Derner auf der Gruenspan-Bühne. Dass in der Blondine jede Menge Kraft steckt, erlebt man nicht nur in ihrem Duett mit Maureen „Lass mich oder verlass mich“ eindrucksvoll, sondern auch in ihren Soli während „Seasons of Love“. Sie gibt eine wundervoll gestresste, überperfekte Anwältin, die auch noch das Leben ihrer Partnerin auf die Reihe kriegen will.</p>
<p class="Body">Einzig Benny, gespielt von Johannes Braun, bleibt in dieser Inszenierung verglichen mit den übrigen Protagonisten etwas blass. Er wirkt weder bedrohlich noch besonders zielstrebig. Vielmehr steht seine gute Seite im Fokus, die in anderen Produktionen fast untergeht.</p>
<p class="Body">Das „Rent“ kein buntes Spaßprogramm ist, spürt man während der Szene in der Selbsthilfegruppe bis in die letzte Fingerspitze. Das Ensemble spielt beklemmend authentisch.</p>
<p class="Body">„Du fehlst mir / Without you“ ist ein weiteres Beispiel dafür, dass weniger manchmal mehr ist. Während vorn rechts auf der Bühne Collins an Angels Sterbebett wacht, singt sich Mimi ihre Trauer und Verlustängste auf der Galerie von der Seele, während vorn links ein sehr verloren wirkender Roger leidet. Im Hintergrund wird per Videoprojektion ein Goldfisch eingeblendet, der nahezu auf dem Trockenen vor sich hinzappelt.</p>
<p class="Body">So viele Emotionen muss das Publikum erst einmal verarbeiten.</p>
<p class="Body">Diese Inszenierung besticht durch ihre puren Gefühle. Jeder Darsteller geht zu 100 % in seiner Rolle auf. Hinzu kommt, dass Band und Ensemble nahezu perfekt aufeinander abgestimmt sind. Nur in wenigen Momenten übertönt die Band die leisen Einsätze der Solisten. So wird jeder Zuschauer erreicht und es gibt – glaubt man den stehenden Ovationen &#8211; niemanden, der nicht restlos von „Rent“ begeistert ist.</p>
<p class="Body">Ja, es ist schwere Kost, die beileibe nicht in mundgerechten Häppchen serviert wird, sondern brutal und direkt. Aber genau das wollte Jonathan Larson mit seinem Stück bewirken: Das Leben ist eben nicht nur rosarot und fröhlich, sondern hat Schattenseiten, die gezeigt werden müssen.</p>
<p class="Body">Man kann Avenue A Productions nur wünschen, dass es nicht bei „Rent“ bleibt, sondern dass auf diesem Niveau noch weitere Produktionen folgen und man so den ersten Grundstein zu einer echten Fringe-Szene in Deutschland legt. Diese ist seit langem mehr als überfällig.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Gruenspan, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellungen: </span></strong>14. + 22. Dezember 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Lisa Huk, Simon Mehlich, Robert Meyer, Sebastian Rousseau, Dörthe Thiel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Jonathan Larson / Urs Affolter<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Avenue A productions<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-perfekte-startschuss-fuer-hamburgs-off-musicalszene/">Der perfekte Startschuss für Hamburgs Off-Musicalszene</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Ausflug in die Welt des 80er Jahre Musicals</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-ausflug-in-die-welt-des-80er-jahre-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 14:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Das Phantom der Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harold Prince]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Edenborn]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Nicky Wuchinger]]></category>
		<category><![CDATA[Valerie Link]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1211</guid>

					<description><![CDATA[<p>Knapp zwölfeinhalb Jahre nachdem in Hamburg der letzte Vorhang für Andrew Lloyd Webbers ‘Das Phantom der Oper’ gefallen ist, erlebte das wohl klassischste aller Musicals am 28. November 2013 seine Wiederaufnahme in der Neuen Flora – dem Theater, das seinerzeit unter lautstarkem und pressewirksamem Protest eigens für dieses Stück gebaut wurde. Man kann darüber streiten, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-ausflug-in-die-welt-des-80er-jahre-musicals/">Ein Ausflug in die Welt des 80er Jahre Musicals</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Knapp zwölfeinhalb Jahre nachdem in Hamburg der letzte Vorhang für Andrew Lloyd Webbers ‘Das Phantom der Oper’ gefallen ist, erlebte das wohl klassischste aller Musicals am 28. November 2013 seine Wiederaufnahme in der Neuen Flora – dem Theater, das seinerzeit unter lautstarkem und pressewirksamem Protest eigens für dieses Stück gebaut wurde.</p>
<p class="Body">Man kann darüber streiten, ob nur sechs Jahre nach der letzten Stage Entertainment Produktion in Essen das Phantom seine Katakomben in Hamburg erneut beziehen muss und nicht inzwischen wirklich ganz Deutschland dieses Musical gesehen hat. Aber glaubt man den Gerüchten, handelt es sich bei der mit zehn Monaten recht kurz bemessenen Spielzeit nur um den Auftakt zur Deutschland-Premiere des Sequels ‘Love Never Dies’. So betrachtet, ist es natürlich clever, dem Publikum nochmals die Pariser Zeit von Christine, Raoul und dem Phantom zu zeigen, bevor man im Winter 2014 gemeinsam nach New York aufbricht und erlebt, was zehn Jahre nach dem Kronleuchter-Sturz aus den drei Protagonisten geworden ist.</p>
<p class="Body">Beim Betreten des Theatersaals sieht auf den ersten Blick alles aus wie früher. Lediglich das Bühnenportal wirkt etwas schmaler und die unzähligen, einen Sternenhimmel darstellenden Glühbirnen links und rechts der Stuhlreihen sind abgehängt. Der Zuschauer fühlt sich aber sofort wieder in die Pariser Oper versetzt: goldene Büsten umrahmen die Bühne und ein schwerer roter Samtvorhang macht neugierig auf das Geschehen dahinter.</p>
<p class="Body">Die Auktion zu Beginn des Stücks wartet mit keinerlei Überraschungen auf. Doch als das Orchester bei der Illumination des Kronleuchters zum ersten Mal in voller Pracht erklingt, zuckt man unweigerlich zusammen. Irgendwie klingt es anders, nicht so druckvoll wie früher. Laut Stage Entertainment hat Andrew Lloyd Webber sein Musical für die Hamburger Inszenierung neu orchestriert. Statt wie früher 29 sitzen jetzt nur noch 14 Musiker im Orchestergraben. Dass diese Reduzierung der Live-Musiker um die Hälfte Auswirkungen auf den Klang haben muss, leuchtet ein. Selbst wenn die fehlenden Instrumente virtuell mit Keyboards ergänzt werden, bekommt man den Eindruck, die weltbekannten Melodien würden mit halber Kraft gespielt.</p>
<p class="Body">Wenn man sich dazu in Erinnerung ruft, dass die Gewerkschaft Verdi aufmerksamkeitsstark vor dem Theater mit einer Brass Band gegen den Ersatz von Live-Musikern durch Technologie demonstriert hat, drängt sich der Gedanke auf, dass es sich hier keineswegs um eine Neu-Orchestrierung durch den Komponisten handelt, sondern um eine strategische Entscheidung des Musical-Multis, die dieser im übrigen auch bei ‘Tarzan’ in Stuttgart (10 statt 17 Musiker) sowie ‘Sister Act’ in Oberhausen (8 statt 15 Musiker) umgesetzt hat.</p>
<p class="Body">Zuschauer, die das von der Stage Entertainment angekündigte “Original zurück in Hamburg” erwarten, dürfen daher zurecht enttäuscht sein. Zumal die Ticketpreise dieser deutlichen Verkleinerung des künstlerischen Personals keineswegs folgen, sondern konstant auf sehr hohem Niveau bleiben: Inklusive aller Gebühren zahlt der Zuschauer für ein ‘Phantom’-Ticket in der 1. Preiskategorie an einem Samstagabend mehr als 150 Euro.</p>
<p class="Body">Eine weitere Entscheidung, die leicht verstörend wirken kann, ist die Internationalität des Ensembles. Die 41 Ensemblemitglieder kommen aus 14 verschiedenen Ländern. So sehr Arthur Masella (Associate Director) die Frische der neuen Generation auch lobt, so bedauerlich ist es, dass man Meg Giry, den Auktionator oder Monsieur André teilweise ob ihres ausgeprägten Akzents kaum verstehen kann. Wir haben unzählige junge Musicaldarsteller im eigenen Land, durch deren Engagement diese unschöne Nebenwirkung hätte vermieden werden können. Da muss die Frage gestattet sein, wieso man auf fremdsprachige Talente setzt, deren phonetische Fähigkeiten für eine deutschsprachige Produktion nicht ausreichen.</p>
<p class="Body">Bei der Inszenierung hingegen kann sich das Publikum auf Altbewährtes freuen. Es hat sich nichts geändert: Die Gesten sind ausladend, die Mimik ist unbestreitbar eindeutig und die Charaktere agieren vollkommen erwartungsgemäß. Regisseur <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Harold_Prince_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=807">Harold Prince</a></span> betont, dass es sich beim ‘Phantom der Oper’ nicht um eines der Musicals handelt, das angepasst werden muss. Daher geistert das Phantom seit mehr als 25 Jahren absolut unverändert über die Bühnen dieser Welt. Doch auch dem „Phantom der Oper“ Trotzdem würde der Show eine Verjüngungskur sicherlich gut zu Gesicht stehen, denn sie Die ganze Show ist so spürbar im Stil der 80er-Jahre inszeniert, dass es manchmal schon unfreiwillig komisch wirkt, wenn Christine ihre Arme gen Himmel reckt oder das Phantom über alle Maßen theatralisch leidet. Durch eine gezieltere, modernere Personenregie würde dieser Musical-Klassiker auch heute noch einen Platz in den ersten Reihen der Beliebtheitslisten innehaben und sich nicht Stücken wie ‘Wicked’ geschlagen geben müssen. Ein Paradebeispiel, wie man ein 80er-Jahre Musical auch für heutige Generationen spannend gestalten kann, ist ‘Starlight Express’ in Bochum. Durch eine veränderte Bühne, neue Songs, neues Staging ist das Stück immer weiter gereift und sicherlich auch deshalb Deutschlands am längsten gespieltes Musical.</p>
<p class="Body">Es hängt also wieder einmal wie so oft an den Darstellern. Können sie das Publikum für sich gewinnen? Überzeugen sie mit ihrem Schauspiel und Gesang? Rühren sie die Zuschauer vielleicht sogar zu Tränen?</p>
<p class="Body">Valerie Link wurde als Christine Daaé engagiert. Sie profitierte sicherlich davon, dass sie von der ersten deutschen Christine, Anna Maria Kaufmann, gecoacht wurde. Denn wer, wenn nicht Kaufmann, weiß, wie sich Christine fühlt?</p>
<p class="Body">Link verleiht dem Ballettmädchen mit Gesangsambitionen eine erfrischend selbstbewusste, erwachsene Note. Christine ist nicht mehr das naive Mäuschen, sondern zeigt Durchsetzungsstärke und kann sich gegenüber den beiden Männern, die um ihre Liebe buhlen, behaupten. Auch stimmlich wirkt Christine dank Links gelungener Intonation gereifter, was ihr sehr gut zu Gesicht steht. Ihrem klaren Sopran zu lauschen, ist eine Freude. Ihr “Könntest Du doch wieder bei mir sein” ist sehr intensiv und sorgt für Gänsehaut. Bedauerlich ist, dass beispielsweise bei “Engel der Muse” der Gesang der Protagonisten teilweise stark vom Orchester überlagert wird. Dadurch verliert nicht nur diese wesentliche Szene deutlich an Wirkung.</p>
<p class="Body">Stimmlich ist Mathias Edenborn als Phantom die perfekte Ergänzung zu Valerie Link. Die Duette vom Phantom und Christine sind wunderbar harmonisch, beide lassen sich genug Raum zur Entfaltung. Auch energische oder schwache Partien setzen beide stimmlich ideal um.</p>
<p class="Body">Schauspielerisch muss Edenborn noch in seine neue Rolle hineinwachsen. Er hat ganz starke Momente, insbesondere wenn er auf dem Engel kauernd das Eheversprechen von Christine und Raoul (“Mehr will ich nicht von Dir”) miterleben muss. Das Publikum bekommt unweigerlich Mitleid mit ihm. Auch das Finale und die Auseinandersetzung mit Raoul und Christine gelingen ihm exzellent. Dazwischen fehlt es ihm noch zu häufig an dem gewissen Etwas und er lässt es an der Stärke vermissen, die das Phantom auszeichnet. Dies wird sich aber mit etwas Routine sicherlich legen.</p>
<p class="Body">Die undankbarste Rolle der drei Hauptfiguren hat Nicky Wuchinger als Raoul, Vicomte de Chagny. Sich merklich gegen das Phantom und Christine durchzusetzen, gelingt den wenigsten Darstellern, die diese Rolle übernehmen. Auch Wuchinger kämpft hier einen aussichtslosen Kampf. Sein warmer, vielseitiger Tenor kommt kaum zur Geltung und dass Raoul durchaus seinen Mann stehen kann, kommt lediglich in der Szene zum Vorschein, in der er im Direktorenbüro dem Phantom den Krieg erklärt (“Briefe”).</p>
<p class="Body">Zudem hat auch er darunter zu leiden, dass das Orchester so manchen Gesang übertönt.</p>
<p class="Body">Rachel Anne Moore muss sich solchen Problemen als Primadonna Carlotta naturgemäß nicht stellen. Die erstaunlich junge und im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen sehr schlanke Sängerin wirkt am Anfang noch etwas schüchtern. Sie singt ihre Arien zwar lupenrein und ist auch wunderbar zickig, aber wirklich überzeugend ist sie erst im zweiten Akt. Carlottas Operndirektoren Monsieur Firmin und Monsieur André (Anton Rattinger und Guido Gottenbos) sorgen für die tolpatschigen, lustigen Momente. Vielleicht liegt es daran, dass man ‘Das Phantom der Oper’ schon unzählige Male gehört hat, aber zum ersten Mal kann man jedes Wort ihrer sehr schnellen Schlagabtausch-Duette verstehen.</p>
<p class="Body">Das Ballett zaubert den Zuschauern auch in der vierten deutschen Großproduktion ein Lächeln ins Gesicht und sorgt für etwas Auflockerung der tragischen Handlung. Darüber hinaus besticht das Stück durch opulente Kostüme, weltbekannte Bühnenbilder wie den Maskenball, den Opern-See und natürlich den Kronleuchter, der mit einer erfreulich hohen Geschwindigkeit auf die Bühne hinabrauscht. Es mag daran liegen, dass man im Musicalfach schon viel gesehen hat, aber die Tricks, die in den 80er-Jahren Staunen ausgelöst haben, etwa das Phantom, das hinter Christines Garderobenspiegel auftaucht oder der rote Tod, der sich nach dem Maskenball in Luft auflöst, haben ihre Magie verloren und wirken beinahe altmodisch.</p>
<p class="Body">Alles in allem hält ‘Das Phantom der Oper’ in der Hamburger Neuen Flora keine Überraschungen bereit. Inszenatorisch wäre sicherlich der ein oder andere moderne Kunstgriff wünschenswert gewesen. Musikalisch ist es zudem etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat, dürfte Letzteres aber kaum ins Gewicht fallen.</p>
<p class="Body">Man kann nur hoffen, dass dieser Rückgriff auf alte Bewährtes eine Ausnahme bleibt und die Stage Entertainment das Publikum nach dem ‘Phantom der Oper’ wieder mit neuen, kreativen Musicals bedient.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Mathias Edenborn, Valerie Link, Nicky Wuchinger</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Andrew Lloyd Webber / Harold Prince<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-ausflug-in-die-welt-des-80er-jahre-musicals/">Ein Ausflug in die Welt des 80er Jahre Musicals</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stilvolle Inszenierung von Andrew Lloyd Webbers Hommage an die großen Diven der Stummfilmzeit</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/stilvolle-inszenierung-von-andrew-lloyd-webbers-hommage-an-die-grossen-diven-der-stummfilmzeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2013 15:15:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Sunset Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1249</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hollywood Ende der 1940er Jahre. Für die Stummfilmdiva Norma Desmond hat sich viel geändert: Der beliebte Star der Stummfilmära hat den Anschluss an den Tonfilm verpasst. Mithilfe ihres pflichtschuldigen Dieners Max hat sie sich eine Parallelwelt erschaffen, in der sie sich weiterhin im Ruhm sonnt. Um endlich wieder in den begehrten Paramount Studios arbeiten zu ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/stilvolle-inszenierung-von-andrew-lloyd-webbers-hommage-an-die-grossen-diven-der-stummfilmzeit/">Stilvolle Inszenierung von Andrew Lloyd Webbers Hommage an die großen Diven der Stummfilmzeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Hollywood Ende der 1940er Jahre. Für die Stummfilmdiva Norma Desmond hat sich viel geändert: Der beliebte Star der Stummfilmära hat den Anschluss an den Tonfilm verpasst. Mithilfe ihres pflichtschuldigen Dieners Max hat sie sich eine Parallelwelt erschaffen, in der sie sich weiterhin im Ruhm sonnt.</p>
<p class="Body">Um endlich wieder in den begehrten Paramount Studios arbeiten zu können, schreibt sie ein Drehbuch und sich selbst mit der Titelfigur Salomé die Hauptrolle auf den Leib.</p>
<p class="Body">Als der erfolglose Autor Joe Gillis vom Zufall in ihre Villa am bekannten Sunset Boulevard geweht wird, zieht sie ihn sofort in ihren Bann und spannt den jungen Mann für ihre Zwecke ein.</p>
<p class="Body">Joe Gillis nimmt diese Gelegenheit dankend an, erkennt aber schnell, dass viele Vorstellungen Normas wahnwitzig und unrealistisch sind.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Sukzessive macht Norma Joe von ihrem Schoßhündchen, das von ihr ausstaffiert wird, zu ihrem jugendlichen Geliebten. Als Joe sich jedoch in eine Kollegin verliebt, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Norma landet unsanft in der Realität, steigert sich umso mehr in ihren Divenwahn und bringt schließlich den einzigen Menschen um, der sich traute, ihr die Wahrheit zu sagen.</p>
<p class="Body">Andrew Lloyd-Webbers Musical erzählt die emotionale Handlung aus der Sicht von Joe Gillis. Was zunächst wie die große Chance aussieht, entpuppt sich ziemlich schnell als Alptraum im goldenen Käfig. Was es dazu braucht, sind zwei ausnehmend starke Charaktere, die die exzentrische Norma und den eigensinnigen Joe darstellen. Mit Masha Karell und Kristian Lucas wurden zwei Künstler engagiert, die ihren Rollen mehr als gerecht werden.</p>
<p class="Body">Masha Karell nimmt man die egozentrische Stummfilmdiva in jeder Sekunde ab. Sie stolziert über die Bühne, agiert raumgreifend und setzt ihre überbordenden Emotionen gekonnt ein, um Joe um den Finger zu wickeln. Einige Handbewegungen erinnern stark an ihre letzte Rolle als Grizabella, doch auch die Glamourkatze der „Cats“  war schließlich eine ganz besondere Diva. Insofern passt das durchaus. Auch stimmlich ist sie der druckvollen Rolle gewachsen und überzeugt in den energiegeladenen Soli und gefühlvollen Duetten gleichermaßen.</p>
<p class="Body">Kristian Lucas ist schon seit einigen Jahren kaum mehr aus Lüneburg wegzudenken. Sein Joe Gillis ist sehr gefühlsbetont und weniger berechnend als man es an einigen Stellen erwarten könnte. Dass er zwischen dem schönen, bequemen und sorgenfreien Leben in Normas Villa und dem kreativen, unabhängigen „Hands-On“-Dasein als Drehbuchautor im Filmstudio hin- und hergerissen ist, kann das Publikum sehr gut nachvollziehen. Seinen variablen Tenor stellt er in den schwungvollen Passagen genauso gut unter Beweis wie in den Szenen, in denen Joes Verletztheit im Vordergrund steht.</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_392_342">
<div class="style_2">
<p class="Body">Eine imposante Erscheinung ist Ulrich Kratz als Normas Diener Max, der auch ihr erster Regisseur und Ehemann war. Er hat eine elegante, fast staatsmännische Ausstrahlung, ordnet sich mit unbeschreiblichem Pflichtbewusstsein seiner großen Liebe unter. Kratz muss sich stimmlich hinter den beiden Hauptdarstellern nicht verstecken. Sein Bariton ist sehr beeindruckend und unterstützt Maxs hintergründige Machtposition in Normas Leben ideal.</p>
<p class="Body">Regisseur Frank-Lorenz Engel reizte vor allem die Vielschichtigkeit des Musicalstoffs zwischen Hollywood-Opulenz und psychologischer Studie: „Diese Charaktere, insbesondere Norma und Joe, stehen mit ihrer Einsamkeit, ihrem Egoismus ihrer Gier nach Liebe verloren in der prunkvollen Fassade der Hollywood-Welt. In Lloyd-Webbers Musical ist noch viel von der genauen Figurenzeichnung von Billy Wilder zu spüren: Die Geschichte hat vielschichtige psychologische Beziehungs- und Gefühlsgeflechte, die sich in der Welt des schönen Scheins der Filmindustrie ganz anders darstellen als im Inneren der Protagonisten, die aber in Lloyd-Webbers Musik wunderbar artikuliert werden.“ Engels gelingt es mehr als treffend dieser sehr genauen Beobachtung seiner Hauptfiguren gerecht zu werden.</p>
<p class="Body">Seine Personenregie ist exzellent und kleine Kniffe wie bspw. die Verfolgungsjagd umgesetzt mit zwei Darstellern in Schwarz, die jeweils zwei Taschenlampen in Händen halten, machen seine Arbeit sehenswert.</p>
<p class="Body">Videofilme, die an die Rückwand von Normas Salon projiziert werden, machen Szenen wie „Träume aus Licht“ oder die Finalszene, in der der tote Joe Gillis im Swimming Pool treibt, während Norma sich in der Villa Polizei und Presse stellen muss, noch intensiver und zeigen einmal mehr, dass auch Stadttheater die komplette technische Klaviatur bedienen können.</p>
<p class="Body">Dankbar bin ich erneut für die stimmigen Kulissen und Kostüme von Barbara Bloch. Seit Jahren beweist die Bühnenbildnerin immer wieder erfolgreich, dass sie ein Gespür für das richtige Setting, passende Kostüme und geeignete Details hat. Ihr gelingt es spielend, die Bühne in das Hollywood von 1950 zu verwandeln. Nichts irritiert, Normas Roben sind wundervoll und auch die Anzüge und Kleider des großen Ensembles passen perfekt in die Zeit.</p>
<p class="Body">Komplettiert wird diese äußerst gelungene, runde Inszenierung von den Lüneburger Symphonikern unter der Leitung von Nezih Seckin. Orchester und Gesang sind perfekt aufeinander abgestimmt &#8211; etwas das in Lüneburg in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Doch in „Sunset Boulevard“ beeindrucken die wunderbar intonierten, teilweise sehr voluminösen Kompositionen von Andrew Lloyd-Webber ein ums andere Mal.</p>
<p class="Body">„Sunset Boulevard“ gehört sicherlich nicht zu en einfachsten Stoffen, die die Musicalwelt zu bieten hat. Die Glaubwürdigkeit des Stücks steht und und fällt mit der Ausstrahlung und Präsenz der Hauptfigur Normas Desmond. In Lüneburg hat man in diesem Jahr alles richtig gemacht: Masha Karell beeindruckt tief. Regie, Gesang, Orchester und Bühnenbild liefern ein selten rundes, stimmiges Gesamtbild ab. Von diesem Team möchte nicht nur das begeisterte Premierenpublikum eindeutig mehr sehen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>16. November 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Masha Karell, Kristian Lucas, Ulrich Kratz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Andrew Lloyd Webber / Frank-Lorenz Engel<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Andreas Tamme<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/stilvolle-inszenierung-von-andrew-lloyd-webbers-hommage-an-die-grossen-diven-der-stummfilmzeit/">Stilvolle Inszenierung von Andrew Lloyd Webbers Hommage an die großen Diven der Stummfilmzeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auch Stadttheater können Broadway-Feeling vermitteln</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/auch-stadttheater-koennen-broadway-feeling-vermitteln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2013 15:20:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Lembcke]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bornmüller]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Audehm]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Bieligk]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburgisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Mel Brooks]]></category>
		<category><![CDATA[Özgür Platte]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Dehler]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerin]]></category>
		<category><![CDATA[Sonja Isemer]]></category>
		<category><![CDATA[The Producers]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.musicals-online.com/?p=1252</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Frühling für Hitler“ &#8211; das wohl schlechteste Musical aller Zeiten sollte Max Bialystock und Leo Bloom auf zugegebenermaßen leicht illegalem Weg zu Reichtum verhelfen. Doch die skurrile Show über einen tanzenden Hitler, hüftschwingende SS-Soldaten, mit klischeetriefenden Texten und banalsten Choreographien wird zum Erfolg! Kritiker und Publikum lieben die Show gleichermaßen, Max Bialystock wird eingebuchtet und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/auch-stadttheater-koennen-broadway-feeling-vermitteln/">Auch Stadttheater können Broadway-Feeling vermitteln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">„Frühling für Hitler“ &#8211; das wohl schlechteste Musical aller Zeiten sollte Max Bialystock und Leo Bloom auf zugegebenermaßen leicht illegalem Weg zu Reichtum verhelfen. Doch die skurrile Show über einen tanzenden Hitler, hüftschwingende SS-Soldaten, mit klischeetriefenden Texten und banalsten Choreographien wird zum Erfolg! Kritiker und Publikum lieben die Show gleichermaßen, Max Bialystock wird eingebuchtet und Leo Bloom flüchtet mit seiner Ulla nach Rio.</p>
<p class="Body">Dass eine solch ungewöhnliche Idee zu einer Bühnenshow nur einem ausgemachten Querdenker wie Mel Brooks entstammen kann, ist klar. Und doch hätte ihn mit der Adaption seines Films dasselbe Schicksal ereilen können wie Max Bialystock vor „Frühling für Hitler“. Doch sechs erfolgreiche Jahre am Broadway, vier Jahre im West End und unzählige Auszeichnungen machten „The Producers“ zu einem der erfolgreichsten Stücke der letzten Jahre.</p>
<p class="Body">Die kurzen Spielzeiten in Wien und Berlin (2008 und 2009) reichten bei weitem nicht an den Erfolg der internationalen Vorgänger-Produktionen heran.</p>
<p class="Body">Nun hat sich also das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin die Aufführungsrechte sichern können. Sicherlich nicht das einfachste Pflaster für ein Stück, in dem vermeintlich die deutsche Geschichte verhohnepipelt wird. Und doch kann man den Entscheidern und Kreativen nur zur ihrer mehr als gelungenen Inszenierung gratulieren. „The Producers“ in Schwerin lässt es an nichts vermissen und braucht sich hinter den großen Produktionen in Wien und London nicht verstecken. Ein Hauch von Broadway im Nord-Osten unserer Republik &#8211; wie das geht, kann man sich jetzt in Schwerin anschauen!</p>
<p class="Body">Optisch schöpft die Inszenierung von Peter Dehler (Regie) aus dem Vollen, Ulv Jakobsen schafft mit seinen Kulissen zu jeder Szene den richtigen Rahmen, spart nicht mit Klischees (mein Favorit: die rosa Plüschtreppe in Roger DeBris Appartement) und die Kostüme von Susanne Richter unterstützen diesen rundum gelungenen Eindruck. Sogar der Chor trat in eigens entworfenen Kleidern auf. Hier wurde offenbar nicht am falschen Ende gespart, wie es leider recht oft in vielen Stadttheatern der Fall ist.</p>
<p class="Body">Die Hauptdarsteller spielen also vor eindrucksvollen Kulissen und werden von einem nicht minder beindruckenden Orchester begleitet. Unter der Leitung von Martin Schelhaas gelangen die schmissigen, typisch amerikanischen Broadwayklänge aus der Feder von Mel Brooks direkt ins Ohr. Das Publikum wippt mit den Füßen und klatscht begeistert mit, wenn das mehr als 30-köpfige Orchester loslegt.</p>
<p class="Body">Dirk Audehm gibt einen sehr charismatischen Max Bialystock. Er überzeugt durch komödiantisches Talent, zeigt Stärken in Gesang und Tanz und lässt seinen Kollegen ausreichend Raum zur Entfaltung. Als Leopold Bloom steht Christoph Bornmüller seinen Mann. Er ist gleichermaßen bedauernswert als auch idealistisch, seine Tolpatschigkeit ist herzerwärmend und seine Anbandelei mit Ulla schreiend komisch. Als schwedisches Multitalent Ulla steht Sonja Isemer auf der Bühne. Sie überzieht den Charakter der dummen, schwedischen Blondine perfekt und fügt durch ein sehr ausgeprägtes Minenspiel noch das gewisse Etwas hinzu.</p>
<p class="Body">Andreas Lembcke fällt die Rolle des exzentrischen, in der Vergangenheit verhafteten Autoren Franz Liebkind zu. Dieser Charakter ist sicherlich einer der schwierigsten in „The Producers“, muss doch eine Gratwanderung zwischen der Propagierung nationalsozialistischen Gedankenguts und psychischer Entrücktheit gelingen. In Schwerin wurde diese Rolle leider etwas zu sehr ins Lächerliche gezogen. Lembckes Grimassen schießen deutlich über das Ziel hinaus und so kann man die Figur nicht einordnen, Liebkind als „Alpin Rambo“ weder Ernst nehmen noch über ihn lachen. Dennoch ist „Grüß di Gott, pitsch patsch“ eine der lustigsten Szenen des Abends, was nicht zuletzt auch an der perfekt umgesetzten Choreographie (Rüdiger Daas) liegt.</p>
<p class="Body">Roger DeBris „Lebensabschnittsassistentin“ Carmen Ghia wird von Klaus Bieligk wunderbar einfühlsam gespielt. Er bedient die Klischees der so genannten „weiblichen Seite“, ist mal extrem beleidigt, mal der Retter in der Not. Özgür Platte ist als zickiger, überkandidelter Regisseur und notgedrungener Titelheld von „Frühling für Hitler“ sehr überzeugend. Sein Roger DeBris gewinnt viele Sympathien, nicht zuletzt auch wegen seines einzigartigen Teams, das in „Mach es warm“ die volle Ladung Klischees und Vorurteile über Homosexuelle jeglicher Couleur über dem Publikum ausschüttet.</p>
<p class="Body">„The Producers“ lebt vom schönen Schein des Broadway. Dies muss sich natürlich auch in den Choreographien widerspiegeln. Ähnlich wie Peter Dehler in der Personenregie hat sich Rüdiger Daas in den Choreographien weitestgehend an der Originalinszenierung orientiert. So bekommt das Publikum 14 mit ihren Gehhilfen steppende Großmütterchen zu sehen, erfreut sich an Beine schwingenden Wehrmachtssoldatinnen in Hotpants und schüttet sich vor Lachen aus als die Bier-, Brezel- und Weißwurst-Tänzerinnen die Showtreppe hinunter balancieren. Ein Highlight bildet sicherlich das getanzte Hakenkreuz, das den Zuschauern durch einen gekippten Spiegel auch bis in die letzte Reihe deutlich gezeigt wird.</p>
<p class="Body">Ja, es ist befremdlich über diese abstruse Show so herzhaft zu lachen wie sie es verdient. Aber wenn man sich vor Augen führt, dass es letztlich um zwei jüdische Produzenten geht, die um jeden Preis einen Misserfolg am Broadway erzielen wollen und dafür ausgerechnet eine Hitler-Persiflage wählen, bekommt man eine andere Sichtweise. Dann fällt es auch nicht mehr schwer über Franz Liebkinds weiße Friedenstaube namens Adolf zu lachen, die unter ihrem rechten Flüge eine Mini-Hakenkreuzfahne versteckt hat.</p>
<p class="Body">Es wurde Zeit, dass „The Producers“ wieder auf einer deutschen Bühne gezeigt wird. Mit viel Liebe zum Detail, prächtig ausgestatteten Szenen und Darstellern, die ihr Handwerkszeug gekonnt einsetzen, beweist das Mecklenburgische Staatstheater, dass „Think Big“ nicht nur den Produzenten von Ensuite-Musicals vorbehalten sein muss.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>25. Oktober 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Dirk Audehm, Christoph Bornmüller, Sonja Isemer, Andreas Lembcke, Klaus Bieligk, Özgür Platte</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Mel Brooks / Peter Dehler<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/auch-stadttheater-koennen-broadway-feeling-vermitteln/">Auch Stadttheater können Broadway-Feeling vermitteln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
