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	<title>Wicked-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Wicked-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Mit dem richtigen Händchen für Cast, Handlung und Anerkennung der Musik kanns gehen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 06:17:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 20 Jahre hat es seit der Premiere gedauert, bis eines der erfolgreichsten Musicals der Welt der Sprung auf die Kino-Leinwand gelang. Was &#8222;Wicked&#8220; seit jeher ausmacht, ist die perfekte Mischung von mitreißender Story, grandioser Ausstattung (Bühne &#38; Kostüme) und unvergesslichen Songs. Ganz zu schweigen von den Darstellerinnen, die diese Show berühmt gemacht haben: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/mit-dem-richtigen-haendchen-fuer-cast-handlung-und-anerkennung-der-musik-kanns-gehen/">Mit dem richtigen Händchen für Cast, Handlung und Anerkennung der Musik kanns gehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 20 Jahre hat es seit der Premiere gedauert, bis eines der erfolgreichsten Musicals der Welt der Sprung auf die Kino-Leinwand gelang.</p>
<p>Was &#8222;Wicked&#8220; seit jeher ausmacht, ist die <a href="https://www.musicals-online.com/wicked/">perfekte Mischung</a> von mitreißender Story, grandioser Ausstattung (Bühne &amp; Kostüme) und unvergesslichen Songs. Ganz zu schweigen von den Darstellerinnen, die diese Show berühmt gemacht haben: Idina Menzel und Kristin Chenoweth.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3651 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D031_00223R-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D031_00223R-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D031_00223R-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D031_00223R-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D031_00223R-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D031_00223R.jpg 2000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Regisseur Jon M. Chu (&#8222;Crazy Rich Asians&#8220;, &#8222;In the Heights&#8220;) hat die Köpfe mit Winnie Holzman und Stephen Schwartz (die schon Buch &amp; Musik der Bühnenfassung verantworteten) zusammengesteckt und herausgekommen ist ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wicked_(Film)">preisgekröntes Leinwand-Musical</a>, von dem man kaum genug bekommen kann. Es gibt so viel zu sehen:</p>
<ul>
<li>Nathan Crowleys zauberhaftes Produktionsdesign: Man erkennt alles wieder, nichts ist krampfhaft modernisiert worden. Farbwelten passen, Gebäude haben verspielte Details, erinnern aber an die Welt, die Eugene Lee für die Bühne erdacht hat.</li>
<li>Paul Tazewells treffsicheres Kostümbild: Munchkins, Shiz-Studierende, Ozians in der Emerald City, natürlich Glinda, Elphaba, Mme. Morrible und der Wizard &#8211; alles sieht vertraut aus.</li>
<li>Technische Finessen wie der Emerald City Express oder die wandelbare Shiz Bibliothek ergänzen das bekannte Setting perfekt.</li>
</ul>
<p>Man sieht in jeder Szene, dass sich Crowley und Tazewell intensiv damit befasst haben, wie man mit Farben ganze Lebensräume erschafft. Auf der Musicalbühne nichts Neues (vgl. &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/les-miserables-2/">Les Misérables</a>&#8222;), auf Celluloid für nicht Wenige sicherlich etwas gewagt. Tazewell ist sich bewusst, dass<br />
das Publikum aufgrund der langen Laufzeit des Musicals weltweit bereits bestimmte Vorstellungen von Oz und &#8222;Wicked&#8220; hat. „Ich musste dieses etablierte Universum respektieren und gleichzeitig den Geist von Wicked mit einer neuen Vision einfangen“, so Tazewell.</p>
<h3>Ein Ausflug in die Kostümwelt von Wicked (Auszug aus dem Presseheft)</h3>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3650 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D008_00538R_CROP_g_r709.086400-400x345.jpg" alt="" width="400" height="345" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D008_00538R_CROP_g_r709.086400-400x345.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D008_00538R_CROP_g_r709.086400-1024x884.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D008_00538R_CROP_g_r709.086400-768x663.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D008_00538R_CROP_g_r709.086400-1536x1326.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D008_00538R_CROP_g_r709.086400.jpg 2000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Tazewells wohl wichtigste Aufgabe bestand darin, den Kontrast zwischen den beiden Hauptfiguren des Films, Elphaba und Glinda, geschickt darzustellen. Ihre Kostüme sollten nicht nur ihre gegensätzlichen Persönlichkeiten widerspiegeln, sondern auch ihre Wandlungsprozesse und die tiefe Verbundenheit symbolisieren, die sie trotz ihrer Unterschiede empfinden.<br />
Bei den Kostümen von Elphaba und Glinda betont Tazewell die Gegenüberstellung von Dunkelheit und Licht sowie von Struktur und Verspieltheit. „Die Kostüme beider Figuren haben eine ähnliche Grundform, unterscheiden sich aber deutlich in den Details“, sagt Tazewell. „Elphabas Design ist schlank, starr und kantig und spiegelt ihre anfänglich zurückhaltende und bestimmte Persönlichkeit wider. Im krassen Gegensatz dazu besitzt Glinda eine raffinierte Ausstrahlung, die eine sorgenfreie Welt symbolisiert.“</p>
<p>Elphabas Kostüme in &#8222;Wicked&#8220; spiegeln ihre Entwicklung von einer Außenseiterin zu einer starken, selbstbewussten Frau wider – angefangen bei ihren Outfits aus Kindertagen mit strukturierten Elementen wie Filz und mit Laser zugeschnittenen Ranken bis hin zu ihrem erwachsenen Korsett-Look in Shiz. Tazewells Entwürfe verleihen Elphabas Charakter eine völlig neue und dynamische Dimension.</p>
<ul>
<li><strong>Inspiration durch die Natur: </strong>Elphabas Kostüme sind von natürlichen Elementen inspiriert, vor allem von Pilzen. Verschlungene Texturen und Muster wie die Fibonacci-Spirale symbolisieren das Leben und die Natur. Diese organischen Elemente unterstreichen ihre Verbundenheit mit der natürlichen Welt und ihren Einsatz für die Tiere.</li>
<li><strong>Filztechnik:</strong> Beim Filzen werden Woll- oder Seidenfasern durch Dämpfen und Stampfen zu einem Stoff verarbeitet. Bei Elphaba trägt dieser Stoff zu einem sehr organischen Look bei: Das erste Kleid, in dem sie an der Universität Shiz zu sehen ist, besteht vollständig aus Filz und verfügt über organische Elemente am Saum – beides kennzeichnet sie als Außenseiterin.</li>
<li><strong>Der „Wicked-Look“:</strong> Zu Elphabas charakteristischem „Wicked-Look“ gehört ein Kleid aus Mikroplissee-Stoff, der akribisch auf eine Basis aufgezogen wurde, sodass eine wellenförmige Bewegung entsteht. Mit seiner organischen Filzstruktur greift das Kleid ihre Herkunft auf und unterstreicht den Gedanken, dass Elphaba ihr wahres Ich bewahrt.</li>
<li><strong>Veränderung:</strong> Während Elphabas Weg durch entscheidende Momente auf den Höhepunkt ihrer Geschichte zusteuert, verändert sich auch ihre Kleidung. Die Überreste ihres Kleides werden zu einem bedeutenden Stück umfunktioniert, in das Elemente aus früheren Zeiten eingearbeitet sind. Diese Verwandlung spiegelt ihr persönliches Wachstum und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte wider.</li>
</ul>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3654 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D073_00030R-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D073_00030R-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D073_00030R-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D073_00030R-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D073_00030R-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D073_00030R.jpg 2000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Glindas Kostüme zeugen von der Kraft der Weiblichkeit und der Anziehungskraft von Zartheit und geschwungenen Formen. Durch eine Palette von Rosa, Lavendel sowie schimmernden Farbtönen, die an eine Seifenblase oder Polarlichter erinnern, ruft Tazewells Vision für Glinda ein Gefühl der Gutherzigkeit hervor. Diese Elemente sind auf ihren Charakter abgestimmt und heben ihre besonderen Eigenschaften in verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung hervor.</p>
<ul>
<li><strong>Historische Inspiration:</strong> Glindas charakteristischer Look ist stark von historischen Formen inspiriert. Tazewells Design kombiniert Formen, Stoffe und Verzierungen.</li>
<li><strong>Seifenblasen und Schmetterlinge:</strong> Glindas Garderobe versinnbildlicht die Themen Fliegen und Überschwang: Seifenblasen und Schmetterlinge symbolisieren ihr Temperament und ihre Persönlichkeit. Rosa- und Lavendelfarben, die an das viktorianische Zeitalter erinnern, verleihen ihrer Kleidung Weiblichkeit und Eleganz.</li>
<li><strong>Schillernder Lagen-Look:</strong> Das legendäre rosafarbene Bubble-Kleid erinnert an die Fibonacci-Spirale, die Ausführung in fließendem Lavendel weist mehrere schillernde Lagen auf. Diese Elemente spiegeln Glindas ätherisches und bezauberndes Wesen wider.</li>
<li><strong>Individuelle Stickereien und Drucke:</strong> Glindas Kostüme sind mit individuellen Stickereien und Prints auf Kleidern in verschiedenen Schnitten gestaltet. Die Kombination aus Rock und Blazer, die sie zu Beginn trägt, erinnert an den Dior-Stil der 1950er-Jahre – das Kostüm betont eine schmale Taille und weiche Hüften.</li>
<li><strong>Ozkothek-Outfit:</strong> Glindas Kostüm für den Ball in der Ozkothek verbindet die bekannte Dior-Ästhetik mit übergroßen Blütenblättern aus Seide. Der Farbverlauf wechselt von leuchtendem Gelb zu zartem Rosa und soll die Farbenpracht der blühenden Rosen im Queen Mary’s Rose Garden im Londoner Regents Park widerspiegeln.</li>
</ul>
<p>Auch bei den weiteren Charakteren lohnt ein genauer Blick auf die Kostüme:</p>
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<p><strong>Der Wizard of Oz:</strong> Die Kostüme von Jeff Goldblum zielen darauf ab, den Zauberer als einen Amerikaner aus dem Mittleren Westen – genauer gesagt aus Omaha – darzustellen. Der Schnitt seines Anzugs erinnert an einen Gehrock aus der Zeit um 1900. Ursprünglich trug der Zauberer grün, um einen visuellen Bezug zur Smaragdstadt herzustellen, doch seine Kleidung enthält auch persönliche Details wie einen Uhrenanhänger in Ballonform und ein goldenes Medaillon seines früheren Auftritts bei der Weltausstellung. Außerdem integrierte das Team Goldblums persönliche Brillenlinie in die Kostüme, wodurch der Look der Figur ein besonderes Flair bekommt.</p>
<p>Bei <strong>Madam Morrible</strong><strong>,</strong> gespielt von Michelle Yeoh, ließ Tazewell besondere Vorsicht walten und gestaltete die Garderobe bei der Einführung an der Universität Shiz so, dass sie das Publikum durch ihre mystische Persönlichkeit fasziniert. Ihre Kleidung ist – thematisch passend – mit Wettermotiven wie wirbelnden Wolken und dynamischen Elementen geschmückt, die entweder aufwendig gestickt oder Teil eines Perlenmusters sind. Die Farbvariationen, die die Wolkenmuster aufgreifen, verleihen ihren Kostümen Tiefe und einen geheimnisvollen Touch.</p>
<p>Mit einer Palette aus hellen und cremefarbenen Tönen vermitteln die Kleider von <strong>Nessarose</strong> absolute Unschuld und verleihen ihr eine frische und optimistische Ausstrahlung. Die texturierten Stoffe knüpfen thematisch an die Kostüme ihrer Schwester Elphaba an, während ein Hauch von Rot den Einfluss ihrer Mutter versinnbildlicht und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.</p>
<p>Dieser neue Geist, den Chu und Tazewell beschwören, zeigt sich auch in der Besetzung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3655 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D101_00029R-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D101_00029R-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D101_00029R-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D101_00029R-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D101_00029R-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D101_00029R.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Die Rolle der Elphaba umfasst mehr als nur Gesang und Bühnenpräsenz – sie verlangt emotionale Tiefe, die Fähigkeit, das Leid und den Schmerz auszudrücken, den Elphaba ihr Leben lang erfährt. Als einzige Person in Oz mit grüner Haut stellt sie die kleinste Minderheit dar, was sie zur Außenseiterin macht. Hinter ihrem harten Äußeren verbirgt sich jedoch ein reines, gutes Herz. Eine Schauspielerin zu finden, die all diese Facetten – oft ohne Worte – transportieren kann, war keine einfache Aufgabe. Regisseur Chu entdeckte dies in Cynthia Erivo. „Dass Cynthia Erivo, eine Person of Colour, eine Frau spielt, die grüne Haut hat, macht einen großen Unterschied“, sagt Chu. „Als sie ‚Defying Gravity‘ sang, hat sie förmlich die Bühne gesprengt. Wir wussten sofort, dass unsere Suche endlich ein Ende hatte.“<br />
Stephen Schwartz hat mit allen Darstellerinnen von Elphaba zusammengearbeitet, um den einzigartigen Sound für seine Musik zu entwickeln. Auch für ihn ist Erivo unvergleichlich. &#8222;Cynthia ist eine außergewöhnliche Schauspielerin mit einem hervorragenden Gespür dafür, was in der Figur vorgeht und wie sie es zum Ausdruck bringen kann“, sagt Schwartz. „Sie hat eine unglaubliche Kontrolle über ihre Stimme. Es ist wie bei einem Musiker, der weiß, wie er das Optimum aus einem guten Instrument herausholen kann. Das ist es, was ich erlebt habe, als sie diese Lieder gesungen hat. Sie gibt Elphaba eine Wildheit und Tiefe, die in allem, was sie tut, wunderbar zum Ausdruck kommt, besonders in ‚Defying Gravity‘.“</p>
<p>Glinda wirkt auf den ersten Blick oberflächlich, doch hinter ihrem rosaroten Äußeren verbergen sich Empathie, Loyalität und eine tiefere Persönlichkeit. Jon M. Chu und Drehbuchautorin Winnie Holzman wollten herausarbeiten, dass Glinda im Verlauf der Geschichte ihre innere Komplexität entdeckt. Ariana Grande überzeugte Chu durch ihre detaillierte und leidenschaftliche Vorbereitung auf die Rolle. Sie hatte sich über zehn Jahre darauf vorbereitet, trainierte intensiv Gesang und Schauspiel, um Glindas Charakter glaubhaft darzustellen. &#8222;Ich musste meine Stimme umtrainieren, um klassischer und opernhafter zu singen. Mein Stimmvolumen gibt das zwar her, aber die Stimmbänder brauchen eine Weile, um sich daran zu gewöhnen, wie jeder andere Muskel auch. Das erfordert eine Menge Training.“ erinnert sich Grande. Ihre Hingabe zeigte sich bis ins kleinste Detail, während sie voller Begeisterung auf die Rolle hinarbeitete. „Jedes Mal, wenn Ariana kam, war sie die faszinierendste Glinda im ganzen Raum“, sagt Chu. „Dann kam sie wieder zurück und wurde sogar noch interessanter. So sehr, dass wir beschlossen, dass sie unsere Glinda ist.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3660 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00072A-400x167.jpg" alt="" width="400" height="167" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00072A-400x167.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00072A-1024x428.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00072A-768x321.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00072A-1536x642.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00072A.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Den einzigartigen Jeff Goldblum für die Rolle zu gewinnen, war ein echter Coup für die Filmemacher. „Wir haben nicht nur exzellente Schauspieler und Persönlichkeiten gefunden, sondern auch Darsteller, die allesamt singen können“, erklärt Komponist Stephen Schwartz. „In einem Musical muss man das Gefühl haben, dass die Leute die Songs auch wirklich performen können. Jeff Goldblum als unser Zauberer war definitiv in der Lage, Musik live vorzutragen. Das macht die Aufnahmen mit ihm unkompliziert und zugleich aufregend. Wir müssen nichts vortäuschen oder auf eine Menge technischer Tricks zurückgreifen.“</p>
<p>Bei der Suche nach einer Darstellerin für die Rolle der Madame Akaber hat Chu mit Michelle Yeoh seine Wunschkandidatin besetzt. Beide haben schon bei &#8222;Crazy Rich&#8220; zusammengearbeitet. Zuneigung und Respekt beruhen auf Gegenseitigkeit: „Wenn Jon anruft, komme ich sofort gerannt“, sagt Yeoh. Sie gibt zu, dass Singen nicht ihre erste künstlerische Ausdrucksform ist. Dennoch war sie bereit für jede Aufgabe, die das Filmteam an sie herantrug. „Als Künstler lebt man dafür, Herausforderungen anzunehmen und etwas Neues zu machen“, so Yeoh.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3649 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_JBT_00014-400x167.jpg" alt="" width="400" height="167" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_JBT_00014-400x167.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_JBT_00014-1024x428.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_JBT_00014-768x321.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_JBT_00014-1536x642.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_JBT_00014.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Auf der Leinwand verkörpert Jonathan Bailey (den meisten wohl bekannt aus &#8222;Bridgerton&#8220;) die Figur des Fiyero, der als unbekümmerter Lebemann die Universität Shiz auf den Kopf stellt. „Ich trage die blonde Tolle und die Reiterhosen mit Stolz“, gibt Bailey zu Protokoll. Als ozianischer Adeliger ist der gutaussehende und charismatische Fiyero an Bewunderung gewöhnt und tut nur das, was ihm Spaß bereitet. Seine Weltsicht bringt Bailey mitköstlichem (und sportlichem) Charme in dem Song „Dancing Through Life“ zum Ausdruck. Doch genau wie bei Glinda steckt auch hinter Fiyero weit mehr, als man auf den ersten Blick sieht.</p>
<p>Nessarose, die jüngere Schwester von Elphaba sehnt sie sich nach Selbstständigkeit. Besonders ihre unerwiderte Liebe zu Munchkin Boq, der jedoch hoffnungslos in Glinda verkliebt ist, prägt Nessaroses Leben stark – ebenso wie die zunehmende Macht ihrer Schwester. Laut Drehbuchautorin Winnie Holzman kreisen Nessas Wünsche vollständig um diese unerfüllte Liebe: „Sie glaubt, dass ihr Leben nur dann Bedeutung hätte, wenn sie Boq dazu bringen könnte, sie zu lieben.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3653 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D056_00428R-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D056_00428R-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D056_00428R-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D056_00428R-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D056_00428R-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_D056_00428R.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Nach einer intensiven Suche entschieden sich die Filmemacher für Marissa Bode für die Rolle der jungen Frau, die nach Selbstbestimmung strebt. Produzent Marc Platt erinnert sich: „Wir haben viele großartige Schauspielerinnen getroffen, aber Marissa war ein besonderer Glücksfall. Sie verkörpert diese Rolle mit Sensibilität und Schönheit.“ Als Person of Colour und Rollstuhlfahrerin verleiht sie der Figur auf einzigartige Weise Tiefe. Für Bode ist es ein beeindruckendes Erlebnis, Teil dieser Produktion zu sein. Die junge Schauspielerin ist sich bewusst, wie wichtig ihre Rolle für Menschen ist, die wie sie im Rollstuhl sitzen oder mit anderen Beeinträchtigungen leben. „Ich wurde im Alter von elf Jahren verletzt. Schon damals habe ich festgestellt, dass beeinträchtigte Menschen auf der Leinwand kaum zu finden sind“, so Bode. „Das war hart, vor allem, wenn man diesen Karriereweg weiterverfolgen will. Umso wichtiger ist es, nun für andere Personen ein Vorbild zu sein.“</p>
<p>Die Erwartungen, die mit diesen Grundvoraussetzungen der &#8222;Wicked&#8220;-Verflmung einhergehen, waren hoch. Sehr hoch, da das Musical ja durch zwei Jahrzehnte weltweite Spielzeit bereits einem großen Publikum bekannt ist. Aber selbst bei aller gebotenen Skepsis, die auf bisherigen mehr oder minder geglückten Kino-Adaptionen großer Musicals beruht (man denke nur an &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/les-miserables/">Les Misérables</a>&#8220; oder &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/das-phantom-der-oper/">Das Phantom der Oper</a>&#8222;), kommt man nicht umhin, den Hut vor der Leistung aller Beteiligten zu ziehen.</p>
<p>Das beginnt bei der wirklich hervorragenden Umsetzung von Set &amp; Kostümen, zieht sich weiter durch die gelungene Personenregie bis hin zur Besetzung: Cynthia Erivos Mimik und gesanglicher Ausdruck sind raumgreifend und sorgen mehr als einmal für Gänsehaut. Elphabas Wunsch nach Normalität, ihr Einsatz für Unterdrückte, ihre Verletztheit, als sie feststellen muss, dass Glinda sie einmal mehr aufzieht &#8211; Eriva ist in jeder Sekunde präsent und glaubhaft! Man fühlt mit der Außenseiterin und möchte ihr einfach nur zur Seite stehen</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3656 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_SB_00005-400x167.jpg" alt="" width="400" height="167" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_SB_00005-400x167.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_SB_00005-1024x428.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_SB_00005-768x321.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_SB_00005-1536x642.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_SB_00005.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Ariana Grande spielt das beliebte Püppchen mit viel Divapotential. &#8222;Popular&#8220; ist eine Explosion in rosa Goodwill und auch auf der Leinwand richtig lustig inszeniert. Die Wandlung von der oberflächlichen, nur auf Äußeres und Anerkennung bezogenen Galinda zur ernsthaften Glinda nimmt man ihr noch nicht vollumfänglich ab. Aber diese Wandlung wird in der zweiten Hälfte ja auch noch viel mehr thematisiert.</p>
<p>Marissa Bode wirkt auf den ersten Blick rollendeckend unscheinbar, doch sie setzt deutliche Statements und ist gerade im Zusammenspiel mit Boq wirklich zauberhaft. Ethan Slater verkörpert den Munchkin (in der bisher bekannten ersten Hälfte) tolpatschig und liebenswert, genau so, wie man ihn sich vorstellt. Seine Wandlung zum Tim Man wird sicherlich noch einmal spannend werden.</p>
<p>Die überhaupt nicht nette Madame Morrible und der der ganz und gar nicht wundervolle Wizard werden von Michelle Yeoh und Jeff Goldblum zum Leben erweckt. Schauspielerisch sind beide über jeden Zweifel erhaben. Goldblum wirkt verspielt, die Berechnung, mit der der Wizard alles geplant hat, mag man dem lieben, netten &#8222;Zauberer von nebenan&#8220; einfach nicht glauben. Großartig! Michelle Yeoh zeigt die hinterlistige Art von Madame Morrible dagegen doch sehr deutlich. Sie verfolgt einen fiesen Plan und das spürt man sofort. Sie sagt ja selbst im Interview, dass Gesang nicht ihre Stärke ist. Das kann man leider nur bestätigen. Sehr schade&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3657 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00021-400x167.jpg" alt="" width="400" height="167" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00021-400x167.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00021-1024x428.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00021-768x321.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00021-1536x642.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/2551_TP_00021.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Für gute Laune sorgt Fiyero nicht nur in Shiz. Der Schalk, der offenbar auch Jonathan Bailey bei der Interpretation dieser Rolle im Nacken saß ist allgegenwärtig. Er ist ein Allroundtalent und überzeugt nicht nur schauspielerisch als oberflächlicher Prince Charming, sondern auch gesanglich gibt es keinen Grund zu Klagen. Besonders begeistert er mit seinem tänzerischen Können. &#8222;Dancing through Life&#8220; ist nicht nur szenisch einer der spannendsten Momente, auch sportlich verlangt Chu seinen Darstellern hier viel ab.</p>
<p>Übrigens hat auch Stephen Schwartz seinen ganz persönlichen Auftritt im Film: Er ist es, der Elphaba und Glinda mit &#8222;The Wizard will see you now.&#8220; in die Emerald City bittet. Eine hübsche kleine Idee.</p>
<p>Apropos, erste Hälfte: Dass &#8222;Wicked&#8220; künstlich aufgeblasen und zwei Abendfüllende Filme daraus gemacht wurden, mag zunächst Kritiker auf den Plan rufen. Nicht selten sind durch weitere Charaktere oder Hintergrund-Stories angereicherte Filme weniger authentisch oder zu langatmig. Allerdings muss man den Kreativen auch hier zugute halten, dass sie genau wussten, was sie taten, als sie die Zweiteilung planten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3661 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-283x400.jpg" alt="" width="283" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-283x400.jpg 283w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-724x1024.jpg 724w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-768x1086.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-1086x1536.jpg 1086w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-1448x2048.jpg 1448w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/03/Wicked-ForestDuo-A4-RGB-scaled.jpg 1810w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" />So erfährt der Zuschauende noch mehr über Elphabas Vergangenheit und dass schon damals Tiere wichtige Bezugspersonen für sie waren. Man lernt die Hintergründe zum Verschwinden von Dr. Dillamonds Kollegen. Ein schöner Nebeneffekt ist natürlich auch, dass man die verschiedenen Umgebungen, die für den Film geschaffen wurden, viel länger genießen kann. Man entdeckt viele kleine Details, wie bspw. die Spiegelung von Elphabas düsterer Zukunftsvision im Brunnen von Shiz oder die Verwandlungen der Seiten im Grimmerie, einem uralten Buch der Weisheit, Wundertätigkeit und Zaubersprüche. Auch eine neue Kollegin in Shiz &#8211; Miss Coddle (gespielt von Keala Settle (&#8222;The Greatest Showman&#8220;)) &#8211; lernen die Kinobesucher kennen: Sie ist die Hausmutter der Studierenden, zu denen auch Elphaba und Glinda gehören. Die für die Zuteilung der Zimmer zuständige Betreuerin wird von Ängsten geplagt. „Sie versucht, es ihrer Vorgesetzten Madam Morrible recht zu machen, der man es unmöglich recht machen kann. Und sie eifert ihr in jeder Hinsicht nach“, so Settle. „Aber sie liebt auch die Kinder an der<br />
Universität und will, dass sie bei allem, was sie tun, erfolgreich sind.“</p>
<p>Jon M. Chus Idee von &#8222;Wicked&#8220; funktioniert in jeder Hinsicht. Dass der zweite Teil erst im November 2025 in die Kinos kommt, ist mehr als bedauerlich&#8230; Dass die Verfilmung so gut funktioniert, liegt aber auch an den weltbekannten Songs, deren englische Texte den meisten geläufiger sind als die deutschen. Es wirkt schon unfreiwillig komisch, wenn man im Kino eine Fassung mit Untertiteln schaut, denn bei den Songtexten sind die deutschen Adaptionen eingeblendet, die naturgemäß keine direkte Übersetzung der englischen Version sind. Auch passen die deutschen Einspielungen der Songs nicht zu den Lippenbewegungen, was bei der Intensität einiger Stücke einfach stört. Meine Empfehlung ist, sich in jedem Fall die englische Originalversion (ohne Untertitel) anzuschauen.</p>
<h3>Nachhaltigkeit wird bei &#8222;Wicked&#8220; großgeschrieben</h3>
<p>Noch ein paar Worte zu den Nachhaltigkeitsbemühungen, die ganz offenbar auch vor der Filmbranche nicht Halt machen. &#8222;Wicked&#8220; ist der erste Film, der im Rahmen des GreenerLight-Programms von Universal produziert wurde. Das Projekt fördert die Nachhaltigkeit während des gesamten Filmprozesses – vom Drehbuch bis zur Leinwand. Universal verfolgt gemeinsam mit Comcast NBCUniversal das Ziel, bis 2035 weltweit CO2-neutral zu arbeiten. Vor diesem Hintergrund wurde das Umweltberatungsunternehmen Sustainable Films damit beauftragt, einen umfassenden Plan zu entwickeln und die Produktion zu begleiten. Zu den ökologischen Kriterien zählten u.a. bis zu 40 % veganes Catering, Vermeidung von Food Waste, Elektrofahrzeuge im Fuhrpark (inkl. 18 E-LKWs), 75 % der Beleuchtung waren energieeffiziente LEDs, Verwendung recycleter Baumaterialien aus früheren Sets oder bei Neukauf nur FSC-zertifiziertes Holz sowie das Einfärbern bereits genutzter Stoffe, um sie wiederzuverwenden. Cynthia Erivo, Ariana Grande, Michelle Yeoh und Jeff Goldblum engagieren sich allesamt persönlich für Klimaschutzinitiativen und -organisationen. Cast und Crew setzten sich abteilungsübergreifend dafür ein, eine Produktion zu schaffen, die die<br />
Umwelt entlastet, unter anderem durch Newsletter, Wohltätigkeitsaktionen und Wettbewerbe.</p>
<p>Dazu zählt neben den genannten, ausschließlich auf ökologische Nachhaltigkeit abzielenden Maßnahmen, auch die Berücksichtigung von sozialen Aspekten eine Rolle. Die Figur Nessarose verwendet in &#8222;Wicked&#8220; einen ozianischen Rollstuhl. Da Marissa Bode, die Nessarose darstellt, auch im wahren Leben auf einen Rollstuhl angewiesen ist, waren Regisseur Jon M. Chu, Produzent Marc Platt und die anderen Filmemacher fest entschlossen, nicht nur das Set rollstuhlgerecht zu gestalten, sondern auch einen innovativen neuen Standard für Barrierefreiheit am Drehort zu setzen. Dies gelang durch den Bau eines barrierefreien Artist-Trailers, die Anpassung der Kostüme, damit diese dem Rollstuhl nicht im Weg sind sowie der Integration des Rollstuhls in die Tanzszenen: Gemeinsam mit Christopher Scott (Choreograph) und dessen Mitarbeiter Emilo Dosal erarbeitete Bode die Bewegungsabläufe des Rollstuhls. „Emilio hat mich immer wieder gefragt, was für mich gut funktioniert. Danach wurde die Choreografie ausgerichtet“,erläutert Bode. „Die beiden waren großartige Lehrer. Außerdem durfte ich mit Hannah Raynor zusammenarbeiten, einer echten Rollstuhl-Tänzerin. Es war sehr hilfreich, jemanden zu erleben, der seine Sache so unglaublich gut macht.“</p>
<p>&#8222;Wicked&#8220; setzt also nicht nur künstlerisch einmal mehr Maßstäbe, sondern legt mit dem Anspruch an Diversität in der Cast, der gelebten Inklusion am Set sowie einer nachhaltigeren Produktion ingesamt die Latte sehr hoch. Mich begeistert dies sehr und ich freue mich auf den zweiten Teil!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #333399;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Jon M. Chu</span><br />
<span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Cynthia Erivo, Ariana Grande, Jonathan Bailey, Ethan Slater, Marissa Bode, Michelle Yeoh, Jeff Goldblum, Peter Dinklage (Stimme)</span><br />
<span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Stephen Schwartz</span><br />
<span style="color: #333399;"><strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>Universal Pictures Germany</span></div>
</div>
</div>
<div></div>
<div><span style="color: #000080;">https://www.youtube.com/watch?v=6COmYeLsz4c </span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/mit-dem-richtigen-haendchen-fuer-cast-handlung-und-anerkennung-der-musik-kanns-gehen/">Mit dem richtigen Händchen für Cast, Handlung und Anerkennung der Musik kanns gehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Hexen auf Diät</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/hexen-auf-diaet/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 10:34:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Neue Flora in Hamburg war schon immer prädestiniert für „Wicked“: ein hohes und weites Bühnenportal sowie eine große Bühne mit viel Platz daneben, darunter und darüber, um Kulissen und technische Finessen gekonnt zu verstecken. Dass die deutsche Fassung bisher nur in Stuttgart (2007) und Oberhausen (2010) zu sehen war, war für Deutschlands Musical-Hauptstadt immer ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/hexen-auf-diaet/">Hexen auf Diät</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neue Flora in Hamburg war schon immer prädestiniert für „Wicked“: ein hohes und weites Bühnenportal sowie eine große Bühne mit viel Platz daneben, darunter und darüber, um Kulissen und technische Finessen gekonnt zu verstecken. Dass die deutsche Fassung bisher nur in Stuttgart (2007) und Oberhausen (2010) zu sehen war, war für Deutschlands Musical-Hauptstadt immer sehr bedauerlich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3118 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Emerald-City_GlindacBrinkhoff-Moegenburg-1056-0288-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Zehn Jahre nach dem letzten Vorhang in Metronom Theater wurde nun die Neue Flora grünifiziert und die neue, moderne Fassung des Broadway-Hits „Wicked“ feierte (Corona-bedingt ein Jahr später als geplant) am 5. September 2021 Premiere.</p>
<p>Gleich vorneweg: Dem Vergleich mit der Original-Produktion hält diese Tourfassung nicht stand. Nicht ohne Grund hat „Wicked“ nach seiner Weltpremiere Tony Awards für die besten Kostüme und das beste szenische Design bekommen. Doch die magische Welt von Oz, das in jedem Detail grüne Glitzern der Emerald City, das fiel in der neuen Inszenierung der Modernisierungsschere zum Opfer.</p>
<p>Es ist völlig legitim, ein Stück, dass schon 18 Jahre alt ist, auf Herz und Nieren zu prüfen und zu schauen, ob es noch „State of the Art“ ist und künstlerische Elemente noch funktionieren. Das wird beim „Starlight Express“ seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert und auch eine „Evita“ kommt immer mal wieder in modernerem Gewand daher.</p>
<p>Doch warum etwas ändern, das in sich stimmig ist, wo alle Gewerke perfekt harmonieren und dass das Publikum in New York und London auch nach 18 Jahren noch jeden Abend begeistert von den Sitzen reißt?</p>
<p>Wie immer spielt das Geld eine entscheidende Rolle: Schon der Drache über dem Bühnenportal ist nur bedingt für den Tour-Betrieb geeignet. Die überbordende Farben-, Design und Detailvielfalt der Kostüme verschlingt ebenfalls Unsummen. Ganz zu schweigen von einem 25-köpfigen Orchester wie in der Originalproduktion. Ein Drittel davon muss für die Neuinszenierung reichen.</p>
<p>Das lokale Kreativ-Team (Regie: Lindsay Posner, Choreografie: Fabian Aloise, Set-Design: Jon Bausor, Kostüme: Moritz Junge, Music-Supervisor: Sebastian de Domenico) möchte „für Hamburg ein neues, modernes „Wicked“ schaffen. Ein anderes „Wicked“. Ein Musical-Märchen, magisch, aber doch voller Humor. Inhaltlich in Teilen brandaktuell, fast schon politisch, aber auch klassisch-berührend.“, so Posner. Man wollte eine komplett neue Kostümwelt erfinden, ein zeitgemäßes Bühnenbild kreieren sowie urbane Choreografien, die die Story voranbringen, aber nicht zu stark von ihr ablenken. Soweit die Aussagen der Kreativen in der Pressemappe der Stage Entertainment.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3116 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/WIC_HH_Prio1_Der-Kuss_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1455-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Kreativ-Team muss sich an seinen eigenen Zielen messen lassen. Ein anderes „Wicked“ bringen sie ganz sicher auf die Bühne. Aber ist es wirklich so modern und neuartig wie angestrebt? Eine neutrale Betrachtung wird zwangsläufig schwer, denn innerlich vergleicht man immer wieder mit der Fassung am Broadway oder London. Hat man diesen Vergleich jedoch nicht, lohnt es sich, sich auf das neue „Wicked“ einzulassen.</p>
<p>Das Publikum findet sich unter den herumfliegenden Trümmern von Dorothys Haus wieder. Im Schachbrett-Verfahren platziert, sieht der Saal auch gut gefüllt aus.</p>
<p>Es fällt direkt ins Auge, dass in der Neuinszenierung der Fokus auf Videoprojektionen anstatt handwerklicher Kulissen liegt. Anstatt verschiedener Spielorte spricht Glinda fast ausschließlich vom Balkon des angedeuteten Oz-Wolkenkratzers zu ihren „Mitbürger:innen“ (diese Anrede wird von Glinda nur an dieser Stelle verwendet).</p>
<p>Ein rosa beleuchteter Kreis fliegt von oben in die Eröffnungsszene und wird ruckelnd auf dem Balkon platziert, auf dem dann Glinda auftaucht und die wartende Menge (allesamt in identischen gründen Regenmänteln) über den aktuellen Stand zu Elphabas Verbleib aufklärt. Magische Seifenblase? Fehlanzeige!</p>
<p>So wie Glinda auf dem Balkon steht, erinnert das Geschehen an die bekannte Szene aus „Evita“ („Don’t cry for me, Argentina“). Die gleichförmigen Bewegungen der Ozianer tragen gemeinsam mit den identischen Regenmänteln dazu bei, dass man den Eindruck bekommt, hier handele es sich um Bürger ohne eigene Gedanken. Da hilft auch der alles überragende Regenbogen, der im Verlauf der Inszenierung mehrfach zum Einsatz kommt, nicht. Während Glinda von „Propaganda und Contraganda“ spricht, tanzen die Ozianer mehrfach dasselbe. In der Tat lenken diese Choreografien von der Handlung nicht ab. Die deutschen Dialoge (Ruth Deny) bleiben holprig und leider nur allzu häufig verkrampft witzig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3113 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio2_Tanz-in-der-Kantinec_Brinkhoff-Moegenburg-_1056-0502-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das erste Treffen in der Universität erinnert optisch (projizierte Ziegelstein-Krypta, Schuluniformen in Gryffindor-Farben) sehr stark an Harry Potters Zauber-Schule Hogwarts. Madame Akaber wirkt in ihrem Flatter-Umhang und wackeligen Hut jedoch wie eine ältere, wenig souveräne Lehrerin und nicht wie die strippenziehende, bösartige Intrigantin, die sie tatsächlich ist.</p>
<p>Musikalisch bestimmen in der Neu-Inszenierung elektronische Instrumente den Klang. Dies wird nicht nur bei „Der Zauberer und ich“ überdeutlich. Dadurch geht sehr viel Gefühl verloren, es klingt alles recht nüchtern. Zusätzlich war das Sound-Design an diesem Abend (noch) nicht ganz ausgewogen und die Musiker haben die Sänger nicht selten übertönt. Dass die Projektionen nicht immer von Vorteil sind, zeigt sich hier ebenfalls, denn anstelle sich auf Elphaba und ihre Träume und Ängste zu konzentrieren, lässt man sich nur allzu leicht von den Sternen etc. rund um die Protagonistin ablenken.</p>
<p>Dass die Choreografien noch nicht ganz sitzen, sieht man in der Szene „Was fühl ich in mir?“ sehr deutlich. Viele nicht synchrone Schrittfolgen, eine Schlangenlinie anstelle einer geraden Reihe, alles noch nicht gänzlich überzeugend. Auch „Tanz durch die Welt“ wirkt durch den ziemlich plumpen Pop-Beat und etwas altmodische Hip-Hop-Elemente sehr holprig. Fiyeros Auftritt in der Uni-Mensa gerät hier beinahe zur Nebensache.</p>
<p>Deutlich kritisieren kann man, dass auf Deutsch von der „Ozkothek“ als dem angesagtesten Tanz-Club gesprochen wird, in diesem allerdings „Oz Dust Ballroom“ (die englische Bezeichnung) auf dem DJ Pult steht. Solche Inkonsistenzen müssen nicht sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3114 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-1366x2048.jpg 1366w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenmagie_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1473-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Ein Highlight dieser Inszenierung ist &#8211; dank Jeannine Wacker als Glinda &#8211; „Heiß geliebt“: Sie quietscht nicht so arg beim Singen, aber spielt die Klischee-Tussi sehr glaubhaft. Wacker und Vajèn van den Bosch als Elphaba harmonieren nicht nur gesanglich gut, sondern ergänzen sich auch schauspielerisch. Van den Bosch überzeugt zudem mit „Ich bin es nicht“ durch viel Gefühl.</p>
<p>Irgendwann darf Elphaba zum Zauberer in die Smaragdstadt fahren: Der Zug erinnert mehr als nur vage an den 1940er Jahre Comic-Stil, die Kostüme sind wieder sehr gleichförmig und maximal zweifarbig. Von Grüntönen in allen erdenklichen Schattierungen und Designs, für die es 2004 einen Tony Award gab, sieht man hier nichts. Die Choreografien mit Zylinder und grünen Handschuhen wecken Erinnerungen große Ensemble-Nummern à la Bob Fosse und / oder „Chorus Line“. Sie stören das Gesamtbild nicht, aber neu oder urban ist hieran nichts.</p>
<p>Der Zauberer von Oz nutzt in der Neuinszenierung eine an Abraham Lincoln erinnernde Statue mit Wasserkopf, um die Ozianer einzuschüchtern. Die projizierte Mimik ist sehr hölzern und Frankenstein-ähnlich. Das hätte man mit modernen Mitteln sicherlich authentischer umsetzen können.</p>
<p>Der Zauberer selbst ist kein eleganter älterer Herr, sondern ausnehmend böse, nur auf seinen Eigennutz fokussiert und hat in Madame Akaber (übrigens unverändert im Schul-Outfit) seine hinterlistige Gespielin. Sofort wird von den fliegenden Affen als Spitzel gesprochen. Um das Wohlergehen der Tiere geht es dem Gespann in keinster Weise. Dass Elphaba hier nur noch weg möchte und zutiefst enttäuscht ist, kann man gut verstehen.</p>
<p>Es folgt der eigentliche Showstopper der Show: „Defying Gravity“, zu Deutsch „Frei und schwerelos“. Leider fingert Van den Bosch etwas lange an ihrem Besen herum und auch der aus dem Hintergrund zu Hilfe eilende Bühnenmitarbeiter hilft nicht, die Magie dieser Szene aufzubauen. Sanft an zwei Seilen hin und her schaukelnd, gibt Van den Bosch ein druckloses „Frei und schwerelos“ zum Besten und schwebt dann in bester „Mary Poppins“ Manier über die Köpfe der Zuschauer hinweg in den Rang.</p>
<p>Ja, die Szene ist anders als bisher, aber moderner als das mit Licht, Wind und Stoff gelungen eingefasste Hubpodest der Originalproduktion ist dieser Flug keinesfalls. Denn „Mary Poppins“ fliegt schon seit 2004 auf diese Weise durch die Musicaltheater dieser Welt…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3119 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Ankunft_Emerald-City-cBrinkhoff-Moegenburg-min_1056-1373-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auf dem rosenumrankten Balkon des Oz-Towers überrascht eine etwas geknickt wirkende Glinda das Volk und Fiyero mit ihrer Verlobung. In Evita-Pose zelebriert sie unter dem allgegenwärtigen Regenbogen „Wie herrlich“ das Leben ist, nachdem Elphaba verschwunden ist. Die Flügelbewegung der Hände von den sie anhimmelnden Ozianern erklären sich vor allem vor dem Hintergrund der fliegenden Spitzel-Affen jedoch nicht wirklich.</p>
<p>Nach dem Tod des Vaters ist Nessa, Elphabas Schwester, die Gouverneurin. In einem spritzigen Elektro-Rollstuhl fährt sie über die Bühne. Für Spiegelfolie auf dem Standspiegel hat es offenbar leider nicht gereicht. Welchen Zweck diese Kulisse hat, bleibt im Verborgenen. Der Effekt ihrer sich von silbernem Diamantglitzer in die bekannten roten Schuhe verwandelnden Pumps ist hingegen gelungen. Pamina Lenn spielt und singt hier sehr intensiv, fast schon bösartig, als sie erkennt, dass Elphaba alles nur noch schlimmer macht.</p>
<p>Etwas befremdlich wirkt die Drehscheibe, auf der Elphaba und Fiyero ihre Zweisamkeit („Solang ich Dich hab“) genießen. Gesanglich ist dieses Duett jedoch sehr schön. Van den Bosch ist gefühlvoll intensiv und Naidjim Severina kann den Soul in seiner Stimme sehr effektvoll einsetzen.</p>
<p>Der von Madame Akaber herbeigeführte Wirbelsturm, dem Nessa zum Opfer fällt, um Elphaba aus ihrem Versteck zu locken, bleibt hinter den technischen Möglichkeiten zurück: Eine Strudelprojektion, ein paar Lichtblitze in den Trümmerkulissen an der Saaldecke, ein defekter Fernseher (gab es die damals schon?) auf der Bühne, dem unerwartet Dorothy entsteigt und von Glinda zum Diebstahl der roten Schuhe motiviert wird.</p>
<p>Glinda mutiert in dieser Szene optisch endgültig zur Barbie, sind ihre Korsage und die Volants um die Taille doch aus unbeweglichem Plastik geformt. Elphaba adressiert das „blonde Wonneproppenhirn“ ganz zutreffend…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3115 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/11/JPG-72-dpi-RGB-WIC_HH_Prio1_Hexenflug_c_Brinkhoff-Moegenburg-1056-1273-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Außer sich vor Wut zieht sich Elphaba in einen kirchenähnlichen Raum zurück. Der durch Lichtschienen auf den Boden dargestellte Stern bildet das Zentrum des Raums und soll augenscheinlich ein „Hexenkreuz“ darstellen. Warum dieser Stern auf der Bühne aber acht Ecken hat und kein Pentagramm mit den überlieferten fünf Zacken ist, verwirrt sehr. „Gutes tun“ ist sehr klassisch musicalesque inszeniert. Leider baut der Song so nicht die Intensität auf, die ihm innewohnt.</p>
<p>Nach dem „Marsch der Hexenjäger“, bei dem Moq (leider in einem Blechmannkostüm aus Stoff) in Anwesenheit des feigen Löwen direkt zur Tötung von Elphaba aufruft, finden Moq, Löwe und Vogelscheuche die grüne Hexe in ihrem Kirchenzimmer. Dorothy, die ebenfalls dabei ist, gießt einen Eimer mit Glitzerpartikeln über Elphaba, die daraufhin im Bühnenboden verschwindet und nur ihren Hut zurücklässt. Diese plakative Art der Inszenierung nimmt den Zuschauern jegliche Fantasie ab und greift einmal mehr auf veraltete kreative Möglichkeiten zurück.</p>
<p>Als der Zauberer von Glinda erfährt, dass er seine eigene Tochter auf dem Gewissen hat, liefert Andreas Lichtenberger ein weithin sichtbares mimisches Overacting ab. Der in dieser Inszenierung von sich so überzeugte Zauberer fällt unerwartet schnell in sich zusammen und verlässt Oz auf Nimmerwiedersehen.</p>
<p>Während Glinda ihrer Rolle treu bleibt, Madame Akaber wegsperren lässt und dem Volk als neue Anführerin die seifenblasig-rosige Richtung vorgibt, eilt Vogelscheuche Fiyero zu seiner Elphaba und befreit sie aus ihrem Versteck. Die Maske scheint jedoch für Severina nicht optimal zu sitzen, denn sein Gesang klingt doch allzu nasal.</p>
<p>Zurückgehend auf das Ziel des Kreativ-Teams, für Hamburg ein neues und modernes „Wicked“ zu schaffen, das mit viel Magie und Humor ein brandaktuelles, klassisch-berührendes Musicalmärchen ist, muss man leider feststellen, dass diese Ziele nicht erreicht wurden.</p>
<p>Weder ist die Neuinszenierung von „Wicked“ technisch auf einem besonders modernen Niveau, noch sind die Kostüme sonderlich kreativ – im Gegenteil. Das penetrante Einblenden des Regenbogens, der spärliche Einsatz von genderkonformer Sprache und ein Hexenjäger-Schild, das proklamiert, dass „Hexen schlecht für das Klima“ sind, machen die Show nur oberflächlich politisch. Da viele Zusammenhänge nur allzu plastisch gezeigt werden, brauchen die Zuschauer auch kaum mehr nachzudenken, um der Handlung folgen zu können. Einzig die Choreografie wird ihren Zielen gerecht: Sie fällt so wenig auf, dass man im Nachhinein kaum zu sagen vermag, ob sie nun urban war oder nicht.</p>
<p>Das neue „Wicked“ hätte neben all diesen äußeren Faktoren auch schlichtweg durch herausragende Darsteller punkten können. Doch leider kann Jeannine Wacker die Show nicht allein tragen. Das wäre auch gar nicht die Aufgabe der Glinda. Vajèn van den Bosch überzeugt in erster Linie in den Duetten, solistisch scheint ihr jedoch leider manches Mal – sicher auch aufgrund des nicht ganz optimalen Sounds &#8211; der Halt zu fehlen, weshalb Songs wie „Frei und schwerelos“ und „Gutes tun“ nicht wirklich zünden.</p>
<p>Susanne-Elisabeth Walbaum und Andreas Lichtenberger bleiben als Duo Infernale hinter den Erwartungen zurück. Es mag an der Personenregie liegen, dass die beiden nicht an die spitzfindigen Interpretationen ihrer Rollenvorgänger anknüpfen können, ist aber sehr schade.</p>
<p>Schauspielerisch und gesanglich können Gianni Meurer als Dr. Dillamonth und Pamina Lenn als Nessarose Glanzpunkte setzen, doch auch sie können das Ruder nicht herumreißen.</p>
<p>Führt man sich vor Augen, dass die teuersten Tickets in Hamburg mit allen Gebühren 170 Euro kosten, während man in London eine wesentlich opulenter ausgestattete Inszenierung in derselben Preiskategorie für „nur“ 150 Euro anschauen kann, stellt sich wirklich die Frage, ob künstlerische Ziele bei dieser Neuinszenierung überhaupt eine Rolle gespielt haben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">7. September 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Vajèn van den Bosch, Jeannine Wacker, GIanni Meurer, Pamina Lenn, Susanne-Elisabeth Walbaum, Andreas Lichtenberger, Naidjim Severina, Jan Rogler<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Stephen Schwartz / Lindsay Posner<br />
<strong>Fotos: </strong>Brinkhoff-Moegenburg</span></span></p>
</div>
</div>
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		<title>Wicked in Concert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wicked-in-concert/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2021 09:12:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Live-Streams / Live on tape Streams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PBS ist eine US-amerikanische Organisation, die in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedssendern die Medien einsetzt, um zu bilden, zu inspirieren, zu unterhalten und eine Vielfalt von Perspektiven zu vermitteln. Auf pbs.org werden neben zahlreichen Dokumentationen auch sehr häufig kulturelle Highlights gezeigt, nicht selten auch Musicals. Am 29. August 2021 wurde eine sehr besondere „Wicked in Concert“ ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>PBS ist eine US-amerikanische Organisation, die in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedssendern die Medien einsetzt, um zu bilden, zu inspirieren, zu unterhalten und eine Vielfalt von Perspektiven zu vermitteln. Auf pbs.org werden neben zahlreichen Dokumentationen auch sehr häufig kulturelle Highlights gezeigt, nicht selten auch Musicals.</p>
<p>Am 29. August 2021 wurde eine sehr besondere <a href="https://www.pbs.org/show/wicked-concert/)">„Wicked in Concert“ Aufnahme</a> gezeigt – aufgenommen an verschiedenen Orten in den USA, mit der Spenden gesammelt wurden, um die Zwecke von PBS zu unterstützen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3161 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-400x225.webp" alt="" width="356" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-400x225.webp 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-1024x576.webp 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928-768x432.webp 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/41d0963e-79ad-446d-94dd-0e8758367928.webp 1216w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" />Das American Pops Orchestra unter der Leitung von Luke Frazier liefert ein beeindruckendes Opening ab und setzt direkt Maßstäbe, die die Musiker auch den Rest des Abends auf höchstem Niveau halten können. Frazier betont, dass es Stephen Schwartz gelingt, die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle in seiner Musik einzufangen. Da macht es auch ihm als Dirigenten besonders viel Spaß, diese Emotionen mit seinem Orchester zu entfesseln.</p>
<p>Idina Menzel und Kristin Chenoweth übernehmen bei diesem von Bayoork Lee inszenierten Konzert die Moderation. Sie erzählen die Geschichte von „Wicked“, die dann durch ganz spezielle Performances der Songs ergänzt werden.</p>
<p>Gabrielle Ruiz („In the Heights“) und Amber Riley („Glee“, „Dreamgirls“) machen den Anfang: Ganz pur gestaged kommt die Energie des Songs „What is this feeling?“ prächtig zum Tragen. Nach ihrem Auftritt kommen beide Künstlerinnen noch in einer kurzen Interview-Sequenz zu Wort und dürfen ihre Beziehung zu „Wicked“ schildern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3159 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/8ce58680-9964-4945-b4ec-127439ac0817-267x400.webp" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/8ce58680-9964-4945-b4ec-127439ac0817-267x400.webp 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/8ce58680-9964-4945-b4ec-127439ac0817.webp 456w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Chenoweth betont, dass es bei „Wicked“ nicht um die Vogelscheuche oder den Wirbelsturm geht, sondern um Freundschaft und um Elphabas Visionen von einer besseren Welt. Menzel fügt hinzu, dass Freundschaft manchmal eine holprige und verwirrende Angelegenheit sein kann.</p>
<p>Rita Moreno (Anita in der „West Side Story“ von 1961) und Ariana DeBose („Hamilton“, „West Side Story“ 2021) performen in der Folge eine Gänsehaut-Version von „The Wizard and I“. DeBose hat eine wunderbare Klangfarbe, ihre Phrasierungen verleihen diesem Song noch mehr Magie.</p>
<p>Im folgenden Special werden eine „original arrangements and interpretations“ zum Besten gegeben. Das ist dann aber manchmal doch etwas zu schräg und individuell.</p>
<p>Seit der 7. Klasse liebt Isaac Powell (“Mamma Mia”, “Once on this island”) Musicals. Und das nur weil er “Wicked“ gesehen hat. Das glaubt man ihm sofort! Seine Version von „Dancing through life“ in einer Big Band Fassung klingt ungewohnt, aber funktioniert sehr gut.</p>
<p>Nicht weniger ungewöhnlich ist das daran anschließende „I’m not that girl“ von Stephanie Hsu („SpongeBob Musical“). Nur mit Cello und Harfe begleitet, bekommt dieser Song eine ungeahnte Verletzlichkeit und Tiefe.</p>
<p>Wenn jedoch direkt danach Alex Newell („Glee“, „Once on this island“) übernimmt, wird’s lustig: Zu „Popular“ tanzt er zwischen vier Klavieren umher, umgarnt die Pianisten und bringt die Zuschauer mit seiner unnachahmlichen Mimik zum Lachen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-3160 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-400x225.webp" alt="" width="356" height="200" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-400x225.webp 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-1024x576.webp 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1-768x432.webp 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/ca9f1125-2fdd-4353-8e2f-cc80eda098d1.webp 1216w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" />Auch wenn Mario Cantone (Sex and the City“) findet, dass „Wicked“ wie die Beatles seien – „Jeder ist davon besessen!“ – ist seine Version von „Wonderful“ eher schauderhaft. Das Orgel-Intro in bester Hollywood-Manier klingt super, doch im Zusammenspiel mit dem Gesang wird das Ganze sehr disharmonisch. Und für eine bewusste Persiflage eignet sich diese Fassung leider auch nicht.</p>
<p>Cynthia Erivo „Harriet“, „The Color Purple“) hat sehr viel Freude an ihrem Song: „I couldn’t be happier“ klingt für sie zwar eher wie ein Schlaflied, aber sicherlich wie eines, das man sehr gern und sehr oft singt.</p>
<p>„Defying Gravity“ von einer Soul-Sängerin? Ist das vorstellbar? Nicht nur das, Amber Riley zeigt deutlich hörbar, wie gut Soul &amp; Stephen Schwartz zusammenpassen. Zweifelsohne eine ungewöhnliche, aber sehr gelungene Mischung und Rileys Energie trägt ihren Teil dazu bei, diesen Auftritt zu einem der Konzert-Highlights zu machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3156 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/3ad8218c-da94-4dbf-839b-39ab859ad99f-267x400.webp" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/3ad8218c-da94-4dbf-839b-39ab859ad99f-267x400.webp 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/09/3ad8218c-da94-4dbf-839b-39ab859ad99f.webp 456w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Im nächsten Special werden einige Szenen aus den Proben gezeigt. Bayoork Lee bei der Arbeit zuzusehen, ist manchmal sehr amüsant.</p>
<p>Eine der ergreifendsten Performances zeigen Ali Stroker („Spring Awakening”, “Oklahoma”) und Gavin Creel („Hello, Dolly“, „Waitress“) mit „As long as you’re mine“. Der Song scheint ihnen auf den Leib geschrieben: Stimmen, Klangfarbe und Emotionen sind perfekt. Die Energie zwischen den beiden ist fantastisch.</p>
<p>Etwas befremdlich kommt dagegen Jennifer Nettles („Chicago“) „No good deed“ daher: Sie hat eine klassische Stimme und phrasiert den Song so seltsam, dass man denken könnte, sie hätte nicht verstanden, worum es geht. Auch ihr durchaus sehr starker Ausdruck weckt hieran Zweifel.</p>
<p>Gabrielle Ruiz versöhnt dann aber wieder mit einer sehr schönen Version von „I‘m not that girl“.</p>
<p>Das Highlight schlechthin ist natürlich „For good“, das Idina Menzel und Kristin Chenoweth auf sehr persönliche Art interpretieren. Man möchte auf jeden Fall glauben, dass die beiden Leading Ladies durch „Wicked“ auch im echten Leben zu Freundinnen geworden sind.</p>
<p>„Wicked in Concert“ ist eine großartige Möglichkeit mit einmaligen Interpretationen bekannter Songs Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.</p>
<p>PBS erbringt einen enormen Beitrag, um den Horizont von Kindern zu erweitern, mit Dokumentarfilmen neue Welten zu erschließen und Amerika die Welt der Musik, des Theaters, des Tanzes und der Kunst näherzubringen. So macht Spendensammeln Spaß!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> diverse</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Stream auf PBS.org:</strong> seit 29. August 2021</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Idina Menzel, Kristin Chenoweth, Amber Riley, Gabrielle Ruiz, Cynthia Erivo, Rita Moreno, Ali Stroker, Gavin Creel, Ariana DeBose, Isaac Powell, Alex Newell, Stephanie Hsu, Jennifer Nettles, Mario Cantone </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Bayoork Lee / Stephen Schwartz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Elman Studio, LLC / Nouveau Productions, LLC<br />
</span></p>
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		<title>The Show Must Go On!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/the-show-must-go-on/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 08:06:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was im Mai 2020, als alle Theater weltweit pandemiebedingt schließen mussten, als Idee von Chris Marcus und Damien Stanton begann, zog deutlich größere Kreise als erwartet. Die beiden Theater-Mitarbeiter wollten eigentlich nur mit dem Verkauf von T-Shirts die Kollegen unterstützen, denn Theaterschaffende (nicht nur) in Großbritannien fallen auch heute noch durch sämtliche Netze der staatlichen Unterstützung.</p>
<p>Dieser <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://theatresupportfund.co.uk/">Theatre Support Fund+</a></strong></span> bekam sehr schnell viel Unterstützung aus der Branche – sei es nun werblich oder finanziell – und schon bald sah man überall auf Social Media das unverkennbare Logo dieser Initiative.</p>
<p>Zu den T-Shirts gesellten sich bald unzählige weitere Merchandise-Artikel wie Hoodies oder Becher; auch Masken waren dabei und so konnten die Initiatoren binnen eines Jahres mehr als 50.000 Artikel in die ganze Welt verschicken.</p>
<p>Ein Christmas Charity Song, gesungen von 30 West End Darstellern, spülte weitere Spenden in die Kasse, so dass man nach nur 7 Monaten schon mehr 600.000 GBP gesammelt hatte, die an <strong><span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://www.actingforothers.co.uk/">Acting for Others</a></span></strong>, den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.trtf.com/fleabag-support-fund">Fleabag Support Fund</a></strong></span> und den <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.nhscharitiestogether.co.uk/our-covid-19-appeal/">NHS Covid-19 Urgent Appeal</a></strong></span> weitergegeben wurden.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Es sollte auch ein Konzert geben! Eigentlich nur konsequent, doch aufgrund der dynamischen Entwicklung von Corona und den entsprechenden Gegenmaßnahmen wurde dies bis zum Sommer 2021 mehrfach verschoben. Aber Anfang Juni war es soweit und das Benefizkonzert konnte vor einem Live Publikum im wunderschönen Palace Theatre stattfinden. Vom 2.-6. Juni 2021 wurde das Konzert mit Stücken aus den 16 Musicals aufgeführt, die dem Logo der Initiative ihr unverwechselbares Aussehen gegeben haben. Die letzte der sieben Aufführungen wurde dann weltweit gestreamed, so dass am Ende mehr als 40.000 Menschen dieses Konzert erleben konnten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2989 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146034.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bonnie Langford, seit mehr als 40 Jahren eine feste Größe nicht nur im West End, und Trevor Dion Nicholas (aktuell bei „Hamilton“ im Victoria Palace Theatre engagiert) führten als sympathische Hosts mit einem Augenzwinkern durch den Abend.</p>
<p>Schon der Opening Song (aus der Feder von George Stiles und Anthony Drewe) punktet durch super aktuelle, pfiffige Texte und eine schmissige Melodie. Stuart Morley leitet das Orchester an diesem Abend. Es ist eine Freude, Musiker wieder live spielen zu sehen und zu hören.</p>
<p>Das Besondere an diesem Konzert war, dass nicht die üblichen Highlight Songs aus den jeweiligen Musicals zum Besten gegeben wurden, sondern durchaus zwar bekannte Stücke, die aber eigentlich eher in der sprichwörtlichen zweiten Reihe hinter den Showstoppern zu finden sind.</p>
<p>Den Auftakt macht Jordan Luke Gage mit „It’s my life“ aus dem hierzulande eher unbekannten Stück „&amp; Juliet“. Gefolgt von Collette Guitarts “Heart of Stone” aus “Six” merkte man sofort, wo die Reise an diesem Abend hinging: unerwartete Songs präsentiert von sehr guten Protagonisten in einem familiären Rahmen.</p>
<p>Unterstützt werden die West End Darsteller vom „Choir of the Graduates 2020“, die im letzten Jahr nicht die Chance hatte, ihr Können öffentlich unter Beweis zu stellen. Dies holen sie im Palace Theatre aber auf beeindruckende Weise nach!</p>
<p>Janique Charles und Kayi Ushe (dieses Konzert bildet sein West End Debüt) performen ein leider leicht disharmonisches „Can you feel the love tonight“ aus „Disney&#8217;s The Lion King“. Hier hört man deutlich, dass den Akteuren das tägliche Zusammenspiel auf der Bühne fehlt, um diesen Song authentisch interpretieren zu können.</p>
<p>Zizi Strallen schlüpft wieder in die Rolle des Kindermädchens und legt mit „Practically Perfect“ aus „Mary Poppins“ einen Auftritt „völlig ohne Fehler“ hin. Ihr Strahlen und ihr Gesang wirken nach. Dass als Jane eine Nichte von Bonnie Langford auf der Bühne steht, macht diesen Abend nur noch persönlicher.</p>
<p>Marcus Harman hat einen der emotionalsten Auftritte des Abends. Sein „For Forever“ aus “Dear Evan Hansen“ sorgt nicht zuletzt auch wegen seiner eindrücklichen Gestik und Mimik für Gänsehaut auch vor dem heimischen Bildschirm.</p>
<p>Trevor Dion Nicholas, bei „Hamilton“ eigentlich als George Washington auf der Bühne, hat sich für diesen Anlass etwas ganz Besonderes ausgedacht: Er gibt eine auf die aktuelle Situation umgetextete Version von King George’s „You’ll be back“ zum Besten und hat damit ganz sicher jede Menge Lacher auf seiner Seite! Seine Mimik ist herausragend und seine positive Ausstrahlung nimmt die Zuschauer mit!</p>
<p>Zwischendurch gab es einige Einspieler von Darstellern, die die Aktion im Laufe der letzten Monate unterstützt haben, u. a. auch von David Bedella, der die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der „Theatre People“ herausstellte.</p>
<p>Aimie Atkinson zeigt ihre stimmliche Vielseitigkeit (rockig und gefühlvoll) mit „I can’t go back“ aus “Pretty Woman“. Direkt danach mach Aisha Jawando deutlich, warum sie die perfekte Erstbesetzung für Tina Turner im gleichnamigen Musical ist: Ihr „We don’t need another hero“ lässt keine Wünsche offen!</p>
<p>Das Finale des ersten Akts bestreitet Mazz Murray mit „The winner takes it all“ aus „Mamma Mia!“. Sie scheint voll in der Rolle zu sein: hart zu sich und selbstbewusst nach außen. Ihre raue Stimme lässt die tiefen Verletzungen von Donna für die Zuschauer nur umso klarer nachspüren.</p>
<p>In Momenten wie diesen entfalten das schlichte Set Design von Soutra Gilmour und das Lichtdesign von Howard Hudson ihre volle Wirkung. Es muss nicht immer alles groß und ausladend sein. Manchmal ist weniger mehr. Und an diesem Abend stehen schließlich die Künstler selbst im Mittelpunkt!</p>
<p>Nach der Pause legt Olly Dobson mit “The Power of Love” aus dem neuen Compilation-Musical “Back to the Future &#8211; The Musical” eine fröhliche Performance hin. Er ist ein lustiger Typ, der auf die Rolle des Marty McFly ganz hervorragend passt.</p>
<p>Dom Simpson und Tom Xander sind so tief in ihren Rollen drin, dass man bei “You and me“ sofort mitbekommt, dass „The Book of Mormon“ ein durchaus kontroverses Musical ist. Die beiden harmonieren sehr gut.</p>
<p>Ein weiteres Stück, dass in Deutschland bisher kaum bekannt ist, ist „Come from Away“ basierend auf den Ereignissen von 9/11. Alice Fearn klingt bei “Me and the sky” sehr amerikanisch-kraftvoll, wozu der leichte Country-Einschlag in ihrer Stimme perfekt passt.</p>
<p>Mit gleich vier Matildas steht Carly Thoms auf der Bühne: Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza und Alex Munden stehlen ihr bei „When I grow up“ aus „Matilda &#8211; The Musical“ schlichtweg die Show. Die einzige Erwachsene ist in diesem Song kaum zu hören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2988 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/06/146035.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adam Fisher zeichnet für das Sound Design verantwortlich. Vielleicht liegt es am Streaming, aber deutlich zu oft sind die Lead-Sänger schlecht ausgesteuert und somit nicht immer gut zu verstehen. Das ist schade, denn gegen einen Chor oder ein Orchester ansingen zu müssen, ist sicherlich nicht das, was sich ein Darsteller wünscht.</p>
<p>Auch Sharan Phull gehört mit dem Medley “Beautiful / Spotlight” aus “Everybody&#8217;s Talking About Jamie” zu denjenigen, die in ihrer Ballade viel Gefühl zeigen dürfen und dies auch macht.</p>
<p>John Owen-Jones bringt es auf den Punkt: “It feels good to be back”! Sein “Bring him home” aus “Les Misérables” gehört zu den eindrücklichsten Momenten des Abends. Man sieht überall Zuschauer, die sich verstohlen die Tränen aus den Augen wischen. Und auch auf der heimischen Couch ist man davor nicht sicher.</p>
<p>Ein weiteres sehr junges Duo sind Lucy St Louis und Rhys Whitfield, die “All I ask of you” aus ”The Phantom Of The Opera” singen. Gerade bei St Louis spürt man die Nervosität der Debütantin, denn sie singt etwas zu schnell. Whitfield kann ihr jedoch schon jetzt kaum etwas entgegensetzen.</p>
<p>Chris Marcus und Damien Stanton beschreiben im nächsten Einspieler noch einmal allen den Weg, den sie mit ihrer Initiative seit Mai 2020 gegangen sind. Es ist schön zu sehen, wieviel Unterstützung die beiden im Laufe der Monate erfahren haben.</p>
<p>Mit “The Wizard and I” gibt die aktuelle Elphaba-Erstbesetzung Laura Pick eine weitere gnadenlos gute Perfomance aus „Wicked“ zum Besten. Ihre warme Stimme und ihre sympathische Ausstrahlung tun ihr übriges, um das Publikum zu begeistern.</p>
<p>Christine Allado und Alexia Khadime fügen mit “Miracles” aus “The Prince of Egypt” einen weiteren Stephen Schwartz Musical-Erfolg an und machen damit Lust auf mehr.</p>
<p>Nun folgt, was bei allen Charity-Konzerten obligatorisch ist: Sadiq Khan, Londons Bürgermeister, betritt die Bühne und betont, dass London die „Theater-Hauptstadt der Welt“ ist und „Kultur der Klebstoff, der die Stadt zusammenhält“.</p>
<p>Gemeinsam mit den beiden Gründern von <span style="color: #333399;"><strong><a style="color: #333399;" href="https://www.theshowmustgoonlive.com">„The Show Must Go On!“</a></strong></span> wird verkündet, dass das Spendenziel von 1 Mio GBP erreicht wurde.</p>
<p>Das Finale wird dann von Alice Fearn, John Owen-Jones, Mazz Murray und Laura Pick als Solisten eingeleitet: Queens Welthit „The Show Must Go On” wird von allen gemeinsam gefeiert!</p>
<p>Was für ein Abend! Es ist großartig zu erleben, wie aus einer Idee so etwas Wundervolles werden kann! Alles für einen guten Zweck, alle gemeinsam. Insgesamt waren mehr als 5000 Darsteller an diesem Konzert beteiligt und mehr als 120 Mitarbeiter wurden eingestellt, um diese Konzerte auf die Bühne zu bringen. Beeindruckend und dringend zur Nachahmung empfohlen! Die Menschen brauchen Kultur wie die Luft zum Atmen!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Palace Theatre London via Stream</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">6</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Bonnie Langford, Trevor Dion Nicholas, Aisha Jawando, Marcus Harman, Sharan Phull, Collette Guitart, Dom Simpson, Tom Xander, Laura Pick, Tilly-Raye Bayer, Imogen Cole, Alyssa D&#8217;Souza, Alex Munden, Carly Thoms, Jordan Luke Gage, John Owen-Jones, Janique Charles, Kayi Ushe, Christine Allado, Alexia Khadime, Alice Fearn, Lucy St Louis, Rhys Whitfield, Zizi Strallen, Mazz Murray, Olly Dobson, Aimie Atkinson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Luke Sheppard &amp; Anna Fox<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson</span></p>
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		<title>Wicked</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wicked-2/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 08 Oct 2019 11:48:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren ist das Apollo Victoria Theatre die Heimat von sprechenden Tieren, Munchkins, Glinda, Elphaba und dem Wizard of Oz. Die Landkarte von Oz mit der strahlenden Emerald City in der Mitte und dem sie überragenden Drachen empfängt die Zuschauer in dem über 2.300 Plätze fassenden Theatersaal und sorgt sofort für eine magische Stimmung. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren ist das Apollo Victoria Theatre die Heimat von sprechenden Tieren, Munchkins, Glinda, Elphaba und dem Wizard of Oz. Die Landkarte von Oz mit der strahlenden Emerald City in der Mitte und dem sie überragenden Drachen empfängt die Zuschauer in dem über 2.300 Plätze fassenden Theatersaal und sorgt sofort für eine magische Stimmung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2691 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698-334x400.jpg" alt="" width="334" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698-334x400.jpg 334w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698-768x921.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9146_RT-e1573733042698.jpg 785w" sizes="auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px" />Magie spielt eine große Rolle bei „Wicked“. Winnie Holzman hat “Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West” von Gregory Maguire für die Musicalbühne adaptiert und erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft, von Neid und Eifersucht, Starrsinn und Liebe. Es geht um Elphaba und Glinda, die Kinder als die gute und böse Hexe aus dem „Zauberer von Oz“ kennen. Glinda ist eine wohlerzogene, sehr von sich überzeugte junge Frau, die es gewohnt ist, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen. Elphaba kämpft wegen ihrer grünen Hautfarbe zeitlebens gegen Vorurteile und Ablehnung. Beide treffen an der Universität aufeinander und freunden sich trotz ihrer deutlichen Verschiedenheit an. Dies geht solange gut, bis Elphaba beginnt, das Handeln des allmächtigen Wizard of Oz zu hinterfragen, und eskaliert als Glinda feststellen muss, dass sich ihr Auserwählter Fiyero in Elphaba verliebt hat. Aus Freundinnen werden erbitterte Feinde, auch wenn es beiden sehr leidtut, dass die frühere Freundin nicht mehr zu den eigenen Überzeugungen passt.</p>
<p>Glinda handelt grundsätzlich sehr opportunistisch und kann es nicht ertragen, nicht beliebt zu sein. Elphaba ist es gewohnt anzuecken und steht zu ihrem polarisierenden Äußeren. Diese beiden konträren Charaktere werden von Mme. Morrible zu Zimmerkameradinnen gemacht. Glinda hat Mitleid mit Elphaba und macht sie zu ihrem neuen Projekt („Popular“). Elphaba, die eigentlich nur auf der Uni ist, um ihre Schwester Nessarose zu unterstützen, fühlt sich geschmeichelt. Doch die Veränderungen an der Uni – der Verweis von sprechenden Tieren als Lehrkräfte – treiben sie sehr um. Ihre „magischen“ Wutausbrüche bringen jede Menge Schrecken mit sich, doch Mme. Morrible erkennt Elphabas Talent und fördert sie. Elphaba bekommt die Chance, den Wizard of Oz kennenzulernen und merkt sofort, dass der alte Mann eine Mogelpackung ist. Sie sagt dem ach so großartigen Zauberer den Kampf an („Defying Gravity“) und wird dank ihrer Unbeugsamkeit von Mme. Morrible zur „Wicked Witch of the West“ erklärt, die es einzusperren gilt. Im Gegenzug wird Glinda als „Glinda the Good“ postuliert.</p>
<p>Elphaba weiß Fiyero an ihrer Seite und fühlt sich stark genug, ihre Schwester mithilfe von Magie aus dem Rollstuhl zu befreien, an den sie seit ihrer Geburt gefesselt ist. Nessarose freut sich so sehr, dass sie hofft, nun endlich Boqs Liebe zu gewinnen. Doch als dieser die Gelegenheit nutzt, um sich von seiner Pflicht als Nessas „Bediensteter“ zu entsagen, versucht sie ihn mit einem Zauberspruch an sich zu binden. Doch dies misslingt und Boqs Herz wird zu Stein. Elphaba versucht ihn zu retten und macht ihn zum Blechman (Tin Man). Keine Frage, dass weder Nessarose noch Boq mit dieser Lösung glücklich sind und Elphaba die Schuld an allem geben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2689 size-medium alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632-317x400.jpg" alt="" width="317" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632-317x400.jpg 317w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632-768x969.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda-and-Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_9305_RT-e1573733079632.jpg 791w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" />Elphaba ist verzweifelt und geht nochmal zum Wizard of Oz, der ihr erneut eine Zusammenarbeit anbietet. Doch als sie ihren ehemaligen Lehrer Dr. Dillamond in einem der unterdrückten Tiere erkennt, platzt ihr der Kragen und sie flieht mit Fiyeros Hilfe. Um sie aus ihrem Versteck zu locken, lässt Mme. Morrible einen Wirbelsturm wüten, der zu Nessas Tod führt. In dem Haus, das Nessa erschlägt, befanden sich Dorothy und ihr Hund Toto. Als Elphaba herausfindet, dass Glinda Dorothy die roten Schuhe ihrer Schwester geschenkt hat, sperrt sie das Mädchen in einem Verlies ein, bis diese ihr die Schuhe zurückgibt.</p>
<p>Es kommt zum Showdown als Glinda versucht, die trauernde Elphaba in eine Falle zu locken. Fiyero, inzwischen zum Captain der Wachen befördert, verhindert dies, wird daraufhin aber selbst festgenommen. Auch ihm versucht Elphaba mit einem Zauberspruch zu helfen, was erneut misslingt. Inzwischen hat Mme. Morrible ganz Oz gegen Elphaba aufgehetzt („March of the Witch Hunters“). Da alles, was sie an guten Taten in Angriff nimmt, nicht klappen will, schwört sie, sich nur noch ihrem Ruf entsprechend zu verhalten („No Good Deed“).</p>
<p>Glinda versucht Elphaba ein letztes Mal ins Gewissen zu reden. Die Hexen erkennen, das beide Fehler gemacht haben. Insbesondere Glinda muss erkennen, dass sie Mme. Morrible und den Wizard falsch eingeschätzt hat. Als Elphaba die Nachricht von Fiyeros Tod erhält, gibt sie auf. Glinda muss tatenlos mit ansehen, wie es Dorothy gelingt, einen Eimer Wasser über Elphaba auszuschütten, so dass sie sich in Luft auflöst.</p>
<p>In Oz kann wieder Ruhe einkehren und eine sichtlich geläuterte Glinda muss den Bürger die Geschichte von der „Wicked Witch of the West“ immer wieder erzählen.</p>
<p>Doch sowohl Fiyeros als auch Elphabas Tod waren eine List: Die beiden treffen sich in einem versteckten Schloss von Fiyeros Familie wieder und leben fortan als Vogelscheuche und Hexe zusammen. Wissen darf davon natürlich niemand…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2694 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/2013-2014-London-Company_photo-by-Matt-Crockett_6616_RT-Low-Res.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es ist wundervoll zu erleben, wie phantasievoll die Geschichte hinter dem weltbekannten „Zauberer von Oz“ auf der Musicalbühne erzählt wird. Schon die Bühne (Eugene Lee) mit Zahnrad-Konstruktionen links und rechts, einer großen Brücke, Glindas „fliegender Seifenblase“, dem „Thron“ des Wizard und nicht zuletzt Elphabas Flug am Ende des 1. Akts sind beeindruckend. Wunderschön sind auch die Kostüme, die Susan Hilferty entworfen hat: Es sind wirklich alle Schattierungen von grün dabei. Spannend sind die zahlreichen Details, denn kein Kleid sieht aus wie das andere. Gleiches gilt auch für die Perücken und Hüte (Tom Watson). Natürlich sticht Glinda mit ihren zunächst pinkfarbenen, später hellblauen Kleidern und Pumps aus der Masse hervor. Aber auch Elphabas durchgehend schwarze Kleider sind in dieser Show „besonders“.<br />
So prachtvoll die Damen ausgestattet sind, so schlicht schaut es bei den Männern aus. Klassische Schnitte und Uniformen bilden einen gelungenen Gegenpol zu all dem smaragdfarbenen Prunk der Ozians.</p>
<p>Nicht zuletzt sind es aber Stephen Schwartzs mitreißende, abwechslungsreiche Songs, die diese Show zu einem Dauerbrenner am Broadway und im West End machen. Auch seine Texte sind mal spitze, mal lustig, mal einfühlsam, und tragen somit dazu bei, dass man sich gern mit den Charakteren befasst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2688 size-medium alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_8769_RT-e1573733124432-301x400.jpg" alt="" width="301" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_8769_RT-e1573733124432-301x400.jpg 301w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba_Photo-By-Matt-Crockett_8769_RT-e1573733124432.jpg 735w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" />Am Ende steht und fällt „Wicked“ aber mit der Besetzung der Hauptrollen. Idina Menzel und Kristin Chenoweth haben die Rollen von Elphaba und Glinda 2003 am Broadway kreiert und jede nachfolgende Hexe muss sich an ihnen messen lassen. In London hat man mit Nikki Bentley eine exzellente Künstlerin als Elphaba engagiert. Sie verfügt über eine unglaubliche Stimmkontrolle und legt viel Gefühl in ihre Interpretation. Ihre intensive Mimik und ihr Gespür für Pointen begeistern. Natürlich ist „Defying Gravity“ DER Showstopper dieses Musicals, aber Bentleys „No good deed“ ist derart raumgreifend und eindringlich, dass man fast das Atmen vergisst. Helen Woolf verleiht Glinda ein fast schon zu strenges Auftreten. Doch sie spielt schön überdreht (“Popular“) und sammelt einige Sympathiepunkte.</p>
<p>Idriss Kargbo bleibt als Boq leider etwas blass, dabei kann man auch aus der Rolle des unsterblich in Glinda verliebten Munchkins einiges herausholen. Mme. Morrible ist streng und sehr herablassend. Kim Ismay spielt diese Rolle in Perfektion, wenn sie auch gesanglich nichts ganz überzeugen kann. Den großväterlich-liebevollen Wizard gibt Andy Hockley, doch es schwingt ganz klar mit, dass der Wizard nicht ganz ungefährlich ist. Als Glindas Objekt der Begierde und Elphabas Beschützer Fiyero steht Alistair Brammer auf der Bühne. Er ist hübsch anzusehen, setzt aber keine Akzente, was insbesondere im Hinblick auf seine gesanglichen Fähigkeiten (u. a. Chris in „Miss Saigon“) sehr bedauerlich ist.</p>
<p>Das Ensemble reißt das Publikum mit. Wayne Cilento (Musical Staging) und James Lynn Abbott (Dance Arrangements) nutzen die gesamte Bühne in Breite und Tiefe. Die Choreographien sind genauso phantasievoll wie das Stück selbst. Sie sind raumgreifend und ausladend. Die schwingenden Röcke werden von beiden sehr gelungen in Szene gesetzt.</p>
<p>Die mehr als 25 Orchestermusiker unter der Leitung von Adam Rowe sorgen für satten Klang. Genauso klingt ein Broadway-Hitmusical! „Wicked“ ist ein Beleg dafür, dass es auch heute noch erfolgreiche Long-Runs gibt, denn in London wurde am 10. Oktober 2019 der 10-millionste Besucher begrüßt und am Broadway überholte „Wicked“ nur wenige Tage später „Les Misérables“ als dort am fünflängsten gespieltes Musical (6.681 Shows am 28. Oktober 2019).</p>
<p>Musik, Story, Bühne, Kostüme, Choreographien und herausragende Darsteller bilden hier ein unwiderstehliches Gesamtkunstwerk, dem sich niemand entziehen kann!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2697" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-267x400.jpg" alt="" width="179" height="269" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm-768x1151.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Idriss-Kargbo-Boq_Photo-By-Matt-Crockett_4841_RT_sm.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2696 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda_Photo-by-Matt-Crockett_DSC_0620_RT-e1573733233276-335x400.jpg" alt="" width="225" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda_Photo-by-Matt-Crockett_DSC_0620_RT-e1573733233276-335x400.jpg 335w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Helen-Woolf-Glinda_Photo-by-Matt-Crockett_DSC_0620_RT-e1573733233276.jpg 444w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2693" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-267x400.jpg" alt="" width="179" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT-768x1151.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Alistair-Brammer-Fiyero_Photo-By-Matt-Crockett_8081_RT.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2692 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba-and-Andy-Hockley-Wizard_Photo-By-Matt-Crockett_9059_RT-e1573733282860-400x355.jpg" alt="" width="303" height="269" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba-and-Andy-Hockley-Wizard_Photo-By-Matt-Crockett_9059_RT-e1573733282860-400x355.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Nikki-Bentley-Elphaba-and-Andy-Hockley-Wizard_Photo-By-Matt-Crockett_9059_RT-e1573733282860.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2687 " src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Kim-Ismay-Madame-Morrible_Photo-By-Matt-Crockett_7342_RT-e1573733314781-400x351.jpg" alt="" width="305" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Kim-Ismay-Madame-Morrible_Photo-By-Matt-Crockett_7342_RT-e1573733314781-400x351.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/Kim-Ismay-Madame-Morrible_Photo-By-Matt-Crockett_7342_RT-e1573733314781.jpg 608w" sizes="auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2690" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT-400x268.jpg" alt="" width="400" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT-400x268.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT-768x514.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/201617-London-Company_Photo-by-Matt-Crockett_8271_RT.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Victoria Theatre, London</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 5. Oktober 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Nikki Bentley, Helen Woolf, Idriss Kargbo, Kim Ismay, Andy Hockley, Alistair Brammer</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Kostüme: </span></strong><span class="Bold">Stephen Schwartz / </span><span class="Bold">Susan Hilferty<br />
</span></span></div>
<div><span style="color: #000080;"><strong>Fotos:</strong> Matt Crockett</span></div>
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		<title>Willemijn Verkaik über Hexen, die Farbe Grün und Spaß bei der Arbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 16:32:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Wicked]]></category>
		<category><![CDATA[Willemijn Verkaik]]></category>
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<p class="Body">Seit 15. November 2007 ist nach dem Broadway und dem West End auch Stuttgart grünifiziert. Seither begeistert die ungewöhnliche Freundschaft von Elphaba und Glinda achtmal pro Woche das Publikum im Palladium Theater und nimmt die Zuschauer mit in die Zauberwelt von Oz.</p>
<p class="Body">Die Holländerin Willemijn Verkaik hat alle Konkurrentinnen bei den Auditions ausgestochen und sich eine der beliebtesten weiblichen Rollen im deutschen Musicalbereich gesichert. Mit Idina Menzel, die die Rolle der Elphaba am Broadway kreierte und damit einen gigantischen Fankult auslöste, hat die sympathische Holländerin ein großes „Vorbild“. Doch davon lässt sich Verkaik nicht einschüchtern. Schon als Killer Queen in „We Will Rock You“ wickelte sie Kollegen wie Publikum gleichermaßen um den Finger und rockte bis die Wände wackelten.</p>
<p class="Body">Die Elphaba gehört zu den derzeit anspruchsvollsten Rollen im Musical-business. Sowohl gesanglich als auch textlich muss die Darstellerin der grünen Hexe jederzeit topfit sein, um alle Höhen und Tiefen dieses Charakters adäquat bedienen zu können. Verkaik stellt sich dieser Heraus-forderung mehr als gern: „Elphaba ist meine Traumrolle und es macht mir jeden Abend wieder aufs Neue viel Freude, sie zu spielen.“ Auch mensch-lich liegt ihr die vermeintliche Querulantin sehr am Herzen, „da sie eine Kämpferin ist. Das ist eine sehr schöne und wichtige Eigenschaft.“</p>
<p class="Body">Auf eine solche Rolle bereitet man sich natürlich besonders intensiv vor. Schon bevor sie sich überhaupt für die Audition angemeldet hat, hat sich Verkaik das Stück im West End angesehen. Zudem hat sie alle Presse-termine im Vorwege zur Deutschlandpremiere schon mit grün geschmink-tem Gesicht wahrgenommen, um sich noch besser in die Figur als Außenseiterin hineinzufinden. Erkennt man sich überhaupt noch wieder, wenn man sich fast jeden Tag grün geschminkt im Spiegel sieht?</p>
<p class="Body">„Tja, ich höre meine Haut manchmal schon schreien. Aber eigentlich geht es. Ich finde, grün ist eine schöne Farbe und viele sagen, dass sie mir sehr gut steht.“ sagt Verkaik lachend.</p>
<p class="Body">Es haben sich sicherlich nicht wenige gewundert, dass Willemijn Verkaik diese dialoglastige Rolle als Nicht-Muttersprachlerin bekommen hat. Aber möglichen Kritikern stellt sich die Neu-Stuttgarterin selbstbewusst entgegen: „Ich hatte viel Phonetikunterricht. Das gibt mir Sicherheit, wenn ich auf der Bühne stehe, und ich fühle mich sehr viel wohler.“ Aber wie jeder normale Mensch hat auch eine Hauptdarstellerin mal schlechte Tage, „da ist es dann schwerer für mich, weil ich müde bin. Aber die meiste Zeit klappt es sehr gut.“</p>
<p class="Body">„Wicked“ besticht durch Situationskomik, großartige Kompositionen, beeindruckende Kulissen und Kostüme. Da verfallen auch Mitwirkende ins Schwärmen: „Es gibt sehr viele spannende, lustige und emotionale Szenen. Ich freue mich jeden Abend auf die „Fallen House-Szene“, in der Elphaba und Glinda miteinander kämpfen und Fiyero einen doch recht außergewöhn-lichen Auftritt hat. [Stichwort: Tarzan, Anm. d. Red.] Sie ist so herrlich absurd – aber auf positive Weise.“</p>
<p class="Body">Teil dieser weltweiten Erfolgs-Produktion zu sein, löst auch bei Willemijn Verkaik einen gewissen Stolz aus. Da gibt es zahlreiche Situationen, die man nicht vergisst. Für Verkaik ist dies aber in erster Linie Glinda-Darstellerin Lucy Scherer: „Sie ist jeden Tag superkomisch! Manchmal ist es wirklich schwer sich zu beherrschen und ich muss aufpassen, dass ich nicht loslache.“ Pannen wie das Hängen bleiben mit dem Kleid während der Szene „Gutes tun“ fallen da schon in die Rubrik „kann vorkommen, ist aber kaum bemerkenswert“.</p>
<p class="Body">Wenn man sich sechsmal pro Woche komplett verausgabt, braucht man einen Ausgleich. Viele ihrer Kollegen machen Sport, aber Willemijn Verkaik versucht einfach, sich Ruhe zu gönnen und gesund zu essen. Ist das schon das ganze Geheimnis ihrer bezaubernden Ausstrahlung? Natürlich nicht. „In meiner Freizeit versuche ich, Zeit mit meinem Mann, meiner Familie und Freunden zu verbringen.“ Aber noch ist auch Verkaik komplett grünifiziert, denn die „Rolle macht mir einfach soviel Spaß, dass ich sie am liebsten jeden Tag spielen würde.“ Diesen Enthusiasmus transportiert sie auch jeden Abend auf der Bühne. Kein Wunder, dass das Publikum immer wieder gut gelaunt aus dem Theater strömt. Wir hoffen, nicht nur für Willemijn Verkaik, dass diese Begeisterung auf allen Seiten noch lange anhalten wird.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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