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	<title>Theater am Holstenwall-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Theater am Holstenwall-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein mäßiges 50er Jahre Revival</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-maessiges-50er-jahre-revival/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 10:09:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Thannhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jukebox Saturday Night]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Theater am Holstenwall]]></category>
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<div class="text-content style_External_669_587">
<div class="style_3">
<p class="Body">„The Fabulous Fifties“ – so lautet der Untertitel der letzten Show aus der Feder von Frank Thannhäuser. Wer „Hossa“ oder „Hot Stuff“ kennt, freute sich auf ein Hitfeuerwerk der bekannten Rock`n`Roll Songs aus den 50er Jahren. Doch diese Vorfreue wurde herbe enttäuscht… Natürlich waren viele typische 50er Jahre Sounds zu hören, doch die wenigsten davon waren dem Publikum einschlägig bekannt. So mühte sich das achtköpfige Ensemble redlich ab, die Zuschauer zum Mitmachen zu animieren. Wirklich gelingen wollte das jedoch nicht. Erst beim für Thannhäuser-Shows üblichen finalen Medley wurden bekannte Songs verarbeitet und die Gäste kamen in Klatsch- und Tanzlaune. Aber 20 Minuten am Schluss sind leider zu wenig, um die ganze Show positiv zu betrachten.</p>
<p class="Body">Das beeindruckendste an „Jukebox Saturday Night“ ist das gelungene Bühnenbild. Über die komplette Bühnenhöhe und -breite erstrecken sich die Konterfeis von Ikonen der 50er Jahre wie Marilyn Monroe, James Dean und natürlich Elvis. Hier hat die Kulissenwerkstatt des Royal Theater wieder einmal ganze Arbeit geleistet.</p>
<p class="Body">Auch die Choreographien von Sebastian Kraft sind schwungvoll und passen exzellent zur Musik. In manchen Szenen erscheinen sie jedoch für das Ensemble zu komplex und so schummeln sich einige Darsteller mehr durch die Tänze als dass sie wirklich synchron oder aufeinander abgestimmt tanzen.</p>
<p class="Body">Das Ensemble setzt sich zusammen aus „Imperial Theater“-Urgewächsen wie Sebastian Kraft und Frank Thannhäuser, wartet aber auch mit Neuzugängen wie Bianca Arndt und Jessika Bierik auf. Besonders Marion Campbell vermag mit ihrer vollen Soulstimme den Saal in Schwingung zu versetzen. Gleichzeitig verfügt sie über ein ausgeprägtes schauspielerisches Talent, so dass es eine wahre Wonne ist, ihr zuzusehen und zu hören. Von ihren Kollegen, zu denen auch Vanessa Wilcek, Alexander Grimm und Alexander Zamponi gehören, spielt sich niemand in der Vordergrund, was einerseits sehr sympathisch ist, da alle gleichermaßen Beachtung verdienen und bekommen, andererseits aber den Eindruck einer gleichförmigen Gruppe stärkt, die mit wenig Energie agiert.</p>
<p class="Body">Das Muster der Show kann funktionieren – „Hossa“ beweist dies regelmäßig, doch dafür sind bekannte Songs, die das Publikum mitsingen kann, unerlässlich. Daran hakt es leider bei „Jukebox Saturday Night“. Grundsätzlich könnte eine Show mit Elvis, Bill Haley und wie sie alle hießen ein Kassenschlager werden, aber ohne diese Gassenhauer funktioniert sie leider nicht.</p>
<p class="Body">Es gibt Gerüchte, dass Frank Thannhäuser das Royaltheater, das er erst vor zwei Jahren übernommen und umgebaut hat, im Sommer wieder abstoßen möchte. Das wäre sehr schade, denn Stücke wie „Hossa“ liefen und laufen dort vor ausverkauftem Haus. Man kann nur hoffen, dass er einen Investor findet, der dieses Haus weiter betreiben wird.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
</div>
<div class="tinyText stroke_0"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater am Holstenwall, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>November 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Frank Thannhäuser<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Imperial Theater<br />
</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Geburtsstunde eines Kult-Musicals?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-geburtsstunde-eines-kult-musicals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2005 17:14:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Movie Movie]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Susi Banzhaf]]></category>
		<category><![CDATA[Theater am Holstenwall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der neuesten Schöpfung von Frank Thannhäuser (Inhaber von Imperial und Royal Theater) muss die Frage gestattet sein, ob er diesmal an die Erfolge seines Kult-Hits „Hossa“ anknüpfen kann. Die Antwort hierauf ist ein eindeutiges Jein. „Movie, Movie“ steht in der 11-jährigen Musical-Tradition des Imperial Theaters und greift auf ein bewährtes Team an Künstlern und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Bei der neuesten Schöpfung von Frank Thannhäuser (Inhaber von Imperial und Royal Theater) muss die Frage gestattet sein, ob er diesmal an die Erfolge seines Kult-Hits „Hossa“ anknüpfen kann. Die Antwort hierauf ist ein eindeutiges Jein.</p>
<p class="Body">„Movie, Movie“ steht in der 11-jährigen Musical-Tradition des Imperial Theaters und greift auf ein bewährtes Team an Künstlern und Kreativen zurück. So kommt einem die Gestaltung der Bühne im Royal Theater nicht unwesentlich bekannt vor und auch die Darsteller von „Movie, Movie“ gehören beinahe schon zum Inventar von Frank Thannhäusers Theatern.</p>
<p class="Body">Die Show möchte eine musikalische Liebeserklärung an 100 Jahre Kino sein und bedient sich dafür eines bunten Straußes an Musik, Tanz und Moderationen.</p>
<p class="Body">Von Seiten der Ausstattung ist „Movie, Movie“ eine beachtliche Weiterentwicklung des bisherigen Imperial-Standards.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_789">
<div class="style_2">
<p class="Body">Während die Bühne gewohnt schillernd und funkelnd daher kommt, ist das, was der Zuschauer an Kostümen sieht aller Ehren wert. Man könnte schon fast von einer wahren Kostümschlacht sprechen, führt man sich vor Augen, dass es sich um ein kleines Theater handelt, dass ohne eine zehnköpfige Kostüm- und Maskenabteilung auskommen muss. Herausragend ist die Verwandlung von Susi Banzhaf in Scarlett O’Hara und das Pin Up Girl und auch das von ihr sicherlich weniger geliebte Meerhexe-Ursula-Kostüm im Disney-Medley zeugt von einer sehr fleißigen und kreativen Kostüm“abteilung“.</p>
<p class="Body">Ausgehend von einer zunächst etwas langatmigen und ins Alberne abdriftenden Stummfilm-Sequenz wird über die 50er Petticoat-Jahre, Marilyn und Marlene, 007, Disney und Science Fiction nichts ausgelassen. Immer unterstützt von einer Leinwand im Hintergrund, die wahlweise Filmplakate oder Helden des Kinos zeigt, entwickelt sich aus dem etwas beschwerlichen Beginn eine recht amüsante Show.</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist die „Hero“-Szene, in der Katja Thiede vor den übergroßen Konterfeis der Superhelden zeigt, was sie kann. Die Stimmung dieser Szene ist perfekt eingefangen und sorgt für wohlige Erinnerungen beim Publikum. Auch das obligatorische Disney-Medley überzeugt vor allem durch mutige Songauswahl: Nicht die Klassiker, die jeder kennt, wurden von ausgewählt, sondern beispielsweise „Arme Seelen in Not!“ aus Arielle. Schlichtweg große Klasse. Das gleiche kann man über Steffi Connahs Interpretation von „Lili Marleen“ sagen: Einsame Spitze und nicht zu toppen. Ihre warme, volle Stimme mit dem Bildern im Hintergrund – perfekt.</p>
<p class="Body">007, dem weltbekannten Spion im Dienste Ihrer Majestät wird ebenfalls eine (leider viel zu lange) Passage gewidmet. Verdient haben es die zahlreichen Sängerinnen von James Bond Titelsongs allemal, doch zum Schluss hin wird diese Szene trotz des ausgezeichneten stimmlichen und körperlichen Einsatzes aller Beteiligten schlichtweg zu zäh. Auch Sebastian Kraft, der am Schluss dieser Sequenz als Austin Powers natürlich auch mit dabei sein muss, vermag den Kaugummi-Charakter dieser ansonsten sehr gut gedachten Szene nicht zu retten.</p>
<p class="Body">In diesem bunten Kartenspiel an Äras und Filmhelden geht ab und an der rote Faden ein wenig verloren. Nur so ist es wohl auch zu erklären, dass dem Western-Genre eine eigene Sequenz gewidmet wurde, die mit Lucky Luke (Luciano Di Gregorio) zwar noch ganz nett anfängt, aber im großen und ganzen komplett überflüssig ist. Oder können Sie sich an Ohrwürmer aus einem Western erinnern?</p>
<p class="Body">In Sachen Choreographie hat Sebastian Kraft erneut viele eigene Ideen umgesetzt, aber auch Anleihen bei Choreographen vom West End gemacht: So erinnert nicht nur der Regenschirm von Mary Poppins verdächtig an den Merchandise-Artikel des Londoner Musicals, auch die Choreographie von „Supercalifragilistic“ ist eine Light-Variante dessen, was das Ensemble in London jeden Abend mit rasanter Geschwindigkeit zum besten gibt. Wer diesen Vergleich nicht ziehen kann, der ist von dieser Choreographie im Hamburger Royal Theater überwältigt, denn die Geschwindigkeit zollt dem weniger tänzerisch versierten Zuschauer enormen Respekt ab. Kein Wunder also, dass genau diese Szene auch als eine der Zugaben gegeben wurde.</p>
<p class="Body">Eine weitere Zugabe sind die 70er Jahre Disco-Funk-Filme: Schade, dass sich Thannhäsuer dagegen entschieden hat, diese Showstopper in die Show einzubauen und sie stattdessen an den Schluss setzt. Die Qualität des Dargebotenen mindert dies jedoch nicht im Ansatz.</p>
<p class="Body">Insgesamt ist diese Filmrevue eine sehr gute und längst überfällige Idee, dadurch dass jedoch viele Konzepte vermischt wurden, wirkt sie ganz mit fast 3 Stunden eindeutig zu lang und phasenweise etwas unstrukturiert und unruhig. Mit etwas Straffung an der ein oder anderen Stelle wird diese Show ganz sicher rund, auch wenn sie am Ende nicht an „Hossa“ wird anknüpfen können.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater am Holstenwall, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Herbst 2005</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Susi Banzhaf, Sebastian Kraft</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Buch<span class="Bold"> / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Frank Thannhäuser<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Imperial Theater</span></div>
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		<title>Kult hat einen Namen: Hossa!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kult-hat-einen-namen-hossa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Oct 2004 15:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Carolanne Wright]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Thannhäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hossa]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Theater am Holstenwall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die knallbunte Gute-Laune-Show von Frank Thannhäuser ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Die Schlagerrevue der 70er Jahre lässt kein Klischee und keinen Hit aus. Das Publikum schwelgt abwechselnd in Erinnerungen („Weißt Du noch…?“) oder singt die Schlager (‚Aber bitte mit Sahne’) seiner unbeschwerten Jugend mit. Am 8. Oktober feierte die Kult-Show ihre Hamburger Wiederaufnahme in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="id5" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1141">
<div class="style_3">
<p class="Body">Die knallbunte Gute-Laune-Show von Frank Thannhäuser ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Die Schlagerrevue der 70er Jahre lässt kein Klischee und keinen Hit aus. Das Publikum schwelgt abwechselnd in Erinnerungen („Weißt Du noch…?“) oder singt die Schlager (‚Aber bitte mit Sahne’) seiner unbeschwerten Jugend mit.</p>
<p class="Body">Am 8. Oktober feierte die Kult-Show ihre Hamburger Wiederaufnahme in dem erst kürzlich von Frank Thannhäuser übernommenen Royal Theater am Holstenwall. Genau wie das nur 400 m entfernte Imperial Theater, in dem seit eineinhalb Jahren sehr erfolgreich Krimistücke von Agatha Christie und Egdar Wallace aufgeführt werden, ist auch das Royal ein gemütliches kleines Theater, in dem sich die Gäste sofort wohl fühlen. Der violette Farbton an den Wänden wird in den Polstern der 250 Sitze wieder aufgenommen. Ein glitzernder Kronleuchter blinkt mit dem flitternden Vorhang um die Wette. Die Rahmenbedingungen konnten besser kaum sein.</p>
<p class="Body">Auch bei den Kostümen ist alles beim alten geblieben: Vom neongrellen Tanzanzug ‚Andreas’ mit abnehmbaren Federpuscheln über Hippie-Kostüme nach Woodstock-Vorbild bis hin zu den überschwänglich blumig gemusterten Polyesterkleidern der Damen und den karierten Hosen kombiniert mit gestreiften Hemden und Plateaustiefeletten der Herren ist alles zu sehen, was man mit dem „modischen Chic“ der 70er verbindet.</p>
<p class="Body">Bei der sechsköpfigen Besetzung griff Frank Thannhäuser ebenfalls auf Bewährtes zurück – und er tat sehr gut daran. Mit Susi Banzhaf, Steffi Görtemöller, Carolanne Wright, Luciano Di Gregorio und Sebastian Kraft stehen dem schauspielernden Regisseur Kollegen zur Seite, die schon im Imperial Theater in den unzähligen 70er Jahre-Charakteren zu sehen waren. Die Stuttgarter „Mamma Mia“-Rosie Iris Schumacher kam eigens zur Premiere nach Hamburg, um mit ihren ehemaligen Kollegen die Wiederaufnahme zu feiern – wenn auch etwas wehmütig vom Zuschauerraum aus und nicht direkt auf der Bühne. Wie bei der Imperial-Familie üblich waren noch weitere Kollegen aus diversen anderen Hausstücken überall im Publikum verteilt und sorgten für richtig Stimmung.</p>
<p class="Body">Luciano Di Gregorio eröffnete den Abend mit den bekannten Worten: „Es war einmal in einer Zeit, nicht lange vor der unseren, da trugen viele Menschen auf dem Planeten Erde freiwillig Polyesterhemden und Plateauschuhe. Sie ließen sich die Haare lang wachsen und schwangen die Hüften zu merkwürdigen Klängen – und irgendwie können wir sie bis heute nicht vergessen&#8230;“ Der ihm entgegen schallende Beifall machte deutlich, dass dem Premierenpublikum die Show nicht wirklich unbekannt war. Im Laufe des Abends stellte sich dann heraus, dass die meisten Gäste „Hossa“ schon das ein oder andere Mal gesehen hatten, jeden Satz, jeden Song und jeden Gag bereits im Vorwege kannten.</p>
<p class="Body">In über 20 Szenen wurde immer wieder Ausschnitte aus dem Leben von Horst (Frank Thannhäuser) und Gisela Hossa (Steffi Görtemöller) gezeigt. Duette des Ehepaares wie ‚Komm unter meine Decke’ oder ‚Tanze Samba mit mir’ wurden mit einer bestechenden Situationskomik präsentiert.</p>
<p class="Body">Imperial-‚Inventar’ Sebastian Kraft zeichnete auch für die Wiederaufnahme-Choreographie verantwortlich und überzeugte sowohl als pubertierender ‚Rolf aus Pinneberg’ als auch als unbeliebter Heino, der sich von den diversen Attentaten seiner Sangeskollegen immer wieder erholte. Unschlagbar komisch gab sich Susi Banzhaf: Sei es nun als komplett unterbelichtete Angelika Kaluppke oder als Schlagersternchen Michelle. Als TV-Ansagerin kündigt sie eine mehrteilige englische Serie an und verliert sich nach bester Evelyn-Hamann-Manier in einem großartigen Monolog zwischen englischer und deutscher Sprache, was bei vielen Premierengästen zu Lachmuskelkrämpfen führte.</p>
<p class="Body">Luciano Di Gregorio begibt sich als Moderator auf eine Gratwanderung zwischen souveräner Schilderung der bekannten Entgleisungen wie Pril-Blumen und extrem albernen Nummern wie „Verliebt in den Lehrer“. Diese beiden so unterschiedlichen Charakterzüge beherrscht er bis in kleinste Detail.</p>
<p class="Body">Da es ganz sicher inszenatorisch nicht zu leisten wäre, jeden einzelnen der 50 verarbeiteten 70er Schlager komplett zu präsentieren, gibt es mehrere Medleys, die die Vielseitigkeit der Darsteller und die Absonderlichkeiten der 70er Jahre hervorheben: In rasender Geschwindigkeit werden beispielsweise die Grand Prix-Entscheidungen von 1970 bis 1979 vorgestellt. Und die „Kinderstunde“ ist dann endlich auch etwas für die Jüngeren im Publikum, die den 70er-Kult am eigenen Leib nicht erfahren haben: Luciano Di Gregorio als Willi, der seine ‚Biene Maja’ sucht, Steffi Görtemöller und Susi Banzhaf als Gitti &amp; Erika, die ‚Heidi’ rufen und Sebastian Kraft als ‚Vicky, der Wikinger’ geben nur einen kleinen, mega-witzigen Einblick in die heldenhaften Ideen der TV-Macher in den 70ern.</p>
<p class="Body">Das schönste Duett des Abends kommt von Carolanne Wright und Sebastian Kraft, die mit „18 Jahr“ und „Es war Sommer“ zunächst einzeln, dann gemeinsam die doch recht unterschiedlichen Sichtweisen von Männlein und Weiblein zum Thema Sex mit älteren Partnern zum Besten geben.</p>
<p class="Body">Jede einzelne Nummer wäre erwähnenswert und ist durch Frank Thannhäusers bewährte Regiearbeit sehr speziell. Logisch, dass die ein oder andere Szene aus Platzgründen hier nicht genannt werden kann. Da bleibt nur eine Lösung: Karte kaufen und rein ins Vergnügen. Denn „Hossa“ ist eben nicht nur etwas für Schlagerfans.</p>
<p class="Body">Oder um es mit den Worten von Regisseur, Theaterbetreiber und Schauspieler-Sänger Frank Thannhäuser zu sagen: „<span class="style_4">Wenn man mal wieder einen Abend zwischen Dalli-Klick und Grand Prix, zwischen Dr. Sommer und Schulmädchenreport, Sonntagsfahrverbot, Starparade, Spanien-Urlaub und Flower Power verbringen möchte, dann sollte man sich in sein Polyesterhemd werfen und die Plateauschuhe hervorkramen..</span>.“</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in Da Capo</em></p>
</div>
</div>
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<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater am Holstenwall, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Oktober 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Sebastian Kraft, Carolanne Wright</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Frank Thannhäuser<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Imperial Theater Hamburg<br />
</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/kult-hat-einen-namen-hossa/">Kult hat einen Namen: Hossa!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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