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	<title>Stage School of Music Dance and Drama-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Stage School of Music Dance and Drama-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Es ist nie zu früh für Weihnachten&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 10:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Adam M. Cooper]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Getreu diesem bewährten Motto haben sich auch diesmal mehr als 30 Studierende der Stage School daran gemacht, das Hamburger Publikum möglichst frühzeitig auf die besinnliche Zeit des Jahres vorzubereiten. Und so fand bereits am 4. November die Premiere der &#8222;Großen Weihnachtsshow 2024&#8220; statt. In 33 kleinen Szenen, die alle vor Kreativität und Individualität nur so ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Getreu diesem bewährten Motto haben sich auch diesmal mehr als 30 Studierende der Stage School daran gemacht, das Hamburger Publikum möglichst frühzeitig auf die besinnliche Zeit des Jahres vorzubereiten. Und so fand bereits am 4. November die Premiere der &#8222;Großen Weihnachtsshow 2024&#8220; statt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-3554 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-400x246.jpg" alt="" width="400" height="246" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-400x246.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-1024x629.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442-768x472.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-5-e1731959283442.jpg 1500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In 33 kleinen Szenen, die alle vor Kreativität und Individualität nur so strotzen, zeigen die Studierenden, was sie bereits können (und wo noch Luft nach oben besteht). Antonia Crames, selbst Absolventin der Stage School Hamburg (2022), hat die verschiedenen Gesangs- und Tanzszenen in eine kleine Handlung gebettet, in der die Bewohner von Mistelstadt im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs um die Auszeichnung als weihnachtslichste Stadt buhlen.</p>
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<p>Das Setting ist in diesem Jahr besonders gelungen: Felix Wienbürger zeichnet für Kulissen und Licht verantwortlich und schafft mit nahezu jeder Szene eine neue Weihnachtswelt. Der Fluss unter der Brücke, die Wasserbecken im Hintergrund, die den Dorfplatz umrahmenden Rundbögen sorgen für einen sehr harmonisch gestalteten Rahmen für das Auftaktfeuerwerk (&#8222;I wish it could be Christmas every day&#8220;).</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-3556 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-400x241.jpg" alt="" width="400" height="241" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-400x241.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-1024x616.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540-768x462.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-14-e1731959303540.jpg 1500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Für Highlights im ersten Akt sorgen Gina Tuveri und Luisa Neumann, die mit &#8222;Es ist so kalt hier&#8220; zur Melodie von &#8222;Was fühl ich in mir&#8220; aus &#8222;Wicked&#8220; für Begeisterung sorgen. Ihre Stimmen harmonieren perfekt, jeder Ton sitzt pointiert und die Timings sind perfekt!</p>
<p>Dass man auf einer Musicalbühne selten einen korrekt getanzten Langsamen Walzer erleben kann, zeigt sich auch im &#8222;Anastasia-Medley&#8220;, auch wenn das Gesamtbild dieser Szene sehr ansprechend ist. Optisch gilt Gleiches auch für &#8222;Noch in tausend Jahrn&#8220;: Die Kleider der Tänzerinnen sind wunderschön.</p>
<p>Dass man eine klassische Steppnummer auch ohne einen einzigen Steppschritt performen kann, zeigt Lorin Goltermann zur Roger Ciceros &#8222;Bin heute Abend bei Dir&#8220;: Goltermann ist ein Charmebolzen wie er im Buche steht und sein gewinnendes Lächeln passt perfekt zum schwungvollen Inhalt des Songs. Er wirbelt über die Bühne, Stepptanz drängt sich hier geradezu auf, doch das Publikum wartet vergeblich darauf.</p>
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<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3562 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-400x245.jpg" alt="" width="400" height="245" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-400x245.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-1024x628.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718-768x471.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-26-e1731959321718.jpg 1500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die &#8222;Christmas Party&#8220; hat sich Jule Marie Gilster als Hommage an Bob Fosse vorgestellt. Der Ansatz ist super und die Energie der Nachwuchskünstler ist super, doch leider sind die Choreos doch recht unsauber, was gerade bei Fosse deutlich sichtbar wird. Ein herausragendes Timing bei ihrer Schlittenfahrt beweist Ruby Smeets (&#8222;A lovely sleigh ride&#8220;), die diese komische Nummer perfekt umsetzt.</p>
<p>Die mit Abstand beste Sängerin an diesem Abend ist Munja Meier. Im ersten Akt verzaubert sie die Zuschauer mit &#8222;The first Noël&#8220;. Einfach traumhaft und auch szenisch ein hübsches Gesamtbild. Aus dieser weihnachtlichen Traumwelt wird man mit &#8222;Cowboy for Christmas&#8220; sehr schwungvoll wieder herausgezogen. Die Nummer zündet super, Laura Schäfer sorgt für lachende Gesichter. Warum sie allerdings jodelt, wird nicht ganz klar&#8230;</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3566 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-400x239.jpg" alt="" width="400" height="239" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-400x239.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-1024x612.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714-768x459.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-38-e1731959336714.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Folgeszene sorgt eher für Fragezeichen: &#8222;I&#8217;ll be home for Christmas&#8220; von Camila Cabello hat Nicole Torres Baker dazu inspiriert, die Tänzerinnen in Flamenco-Kleidern auftreten zu lassen, ohne jedoch auch nur ansatzweise lateinamerikanische oder spanische Tanzelemente zu integrieren oder das mit diesem Kleidungsstil gemeinhin verbundenen Temperament zu verbinden. Hier hätte man sich mehr Stringenz gewünscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Finale des ersten Akts geht es nach Irland. Zunächst mit einer sehr gelungenen Interpretation von &#8222;Fairytale of New York&#8220;, direkt gefolgt von einer &#8222;Lord of the Dance&#8220;-Interpretation, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Vergleiche mit Michael Flatley und seiner Kompagnie sind hier nicht angebracht, doch was Choreograf Adam M. Cooper aus den Studierenden herauskitzelt, ist aller Ehren wert. Das Publikum ist schlichtweg begeistert!</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3571 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-400x242.jpg" alt="" width="400" height="242" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-400x242.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-1024x619.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924-768x464.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-53-e1731959355924.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Der zweite Akt hätte mit einem Knalleffekt beginnen können. &#8222;In diesem Zimmer&#8220; aus &#8222;Hamilton&#8220; hat genug Potential dafür. Doch auch wenn er eine sehr schöne Stimme hat, der Ausdruck lässt die Zuschauer nicht glauben, dass er unbedingt &#8222;in diesem Zimmer&#8220; sein möchte. Die Choreos sind leider nicht ganz sauber, doch die sehr guten Hip Hop Passagen versöhnen. Die folgende &#8222;Schwanensee&#8220;-Sequenz ist lustig, wenn auch ein bisschen zu sehr mit der Brechstange umgesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Traumhaft schön gelungen ist die Szene mit Geige und Tänzerin (&#8222;Elgar&#8220;), die eine wundervolle Einheit bilden. Hier erkennt man das große Potential und die Vielseitigkeit der jungen Künstlerinnen an diesem Abend. Ganz anders, aber auf ihre Art einfach perfekt sind Babak Malekzadeh und Aminata Ndaw. Sie zicken sich zu Stevie Wonders &#8222;Someday at Christmas&#8220; herrlich an. Ähnlich schwungvoll gelingt &#8222;Boss Christmas Party&#8220; zu Kelly Clarksons &#8222;Run Run Rudolph&#8220;. Elena Krieft singt sehr gut und auch die Choreos fügen sich stimmig in das Gesamtbild.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3577 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-400x217.jpg" alt="" width="400" height="217" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-400x217.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-1024x554.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871-768x416.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-68-e1731959373871.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das &#8222;Weihnachtsteam&#8220; überzeugt die Zuschauer zur Melodie von ABBAs &#8222;Dancing Queen&#8220;: Die Texte sind sehr gelungen adaptiert und die Szene ist als Ganzes sehr süß umgesetzt. Das Kontrastprogramm liefert direkt danach &#8222;Eiskalt&#8220; von Culcha Candela. Der Song wirkt frisch und die Darbietung authentisch. Man wird das Gefühl nicht los, dass sich die Studierenden mit diesem Song besonders gut identifizieren konnten und es ihnen so leichter fiel, ihn auf der Bühne umzusetzen.</p>
<p>Nach einem aufgrund des ungewöhnlichen Arrangements (Ellie Goulding) sehr gewöhnungsbedürftigen &#8222;Your Song&#8220; folgt der zweite Highlight-Moment mit Munja Meier. &#8222;Have yourself a merry little Christmas&#8220; ist einmal mehr rundum gelungen: Gesang, Kostüm, Ausdruck, Bühne, Licht &#8211; alles ist perfekt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3583 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-400x247.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-1024x633.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945-768x475.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/STAGE_XMas_2024_Premiere©-82-e1731959396945.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kurz vor Schluss wird es mit &#8222;Roter Glühwein&#8220; (statt Udo Jürgens&#8216; &#8222;Griechischer Wein&#8220;) nochmal richtig schwungvoll: Das Publikum darf mitsingen, die fast schon obligatorischen &#8222;Ugly Xmas Jumper&#8220; werden in gelungene Choreografien verpackt und die Energie des Ensembles ist ansteckend.</p>
<p>Henk Nagel setzt mit &#8222;Hallelujah&#8220; den Schlusspunkt einer sehr gelungenen Weihnachtsshow. Diese &#8222;Große Weihnachtsshow&#8220; hält, was sie verspricht: jede Menge Weihnachtssongs, schöne Choreographien, stimmungsvolle Szenenbilder und engagierte Nachwuchsdarsteller. Wer nach dem Besuch dieser Show nicht in Weihnachtsstimmung kommt, der ist der Grinch!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">4</span><span class="Bold">. November 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong>Studierende</span> der Stage School Of Music, Dance and Drama</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie &amp; Choreographie: </strong>Antonia Crames / Adam M. Cooper<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></p>
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		<title>Ein anspruchsvolles Semesterprojekt</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-anspruchsvolles-semesterprojekt/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 12:56:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School Of Music]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Rent&#8220;, Jonathan Larsons unvergleichliches musicalisches Vermächtnis, berührt seit Jahrzehnten Zuschauer rund um den Globus. In diesem Jahr haben sich die Studierenden der Stage School die ungeschönte Geschichte über das Leben von Mitzwangzigern im New York der 1990er Jahre als Semesterprojekt ausgesucht und bringen Wohnungsnot, Perspektivlosigkeit, Homosexualität, Drogenabhängigkeit und AIDS auf die Bühne des First Stage ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Rent&#8220;, Jonathan Larsons unvergleichliches musicalisches Vermächtnis, berührt seit Jahrzehnten Zuschauer rund um den Globus. In diesem Jahr haben sich die Studierenden der Stage School die ungeschönte Geschichte über das Leben von Mitzwangzigern im New York der 1990er Jahre als Semesterprojekt ausgesucht und bringen Wohnungsnot, Perspektivlosigkeit, Homosexualität, Drogenabhängigkeit und AIDS auf die Bühne des First Stage Theaters in Hamburg.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3514 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8914_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Studierenden des 2. Jahrgangs haben in kompletter Eigenarbeit von den Kulissen über die Kostüme, von den Choreografien über die musikalische Leitung bis hin zu Maske und natürlich Regie alles selbst geschaffen und nur bei Bedarf Unterstützung eines Supervisors erhalten. Was die 38 Nachwuchsdarstellenden hier auf die Beine gestellt haben, ist aller Ehren wert. Nichts erinnert mehr an &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-produktion-ueber-das-echte-leben/">A Chorus Line</a>&#8222;, welches auf derselben Bühne gezeigt wird. Die Kostüme sind zeitgenössisch, die Kulissen und Requisiten stimmig, das Licht passt. Die Choreografien sind gut erdacht, wirken jedoch manchmal einfach sehr überladen, als wolle man unbedingt zeigen, was man kann, obwohl dies in diesem Stück in der Form nicht notwendig wäre. Der &#8222;Tango Maureen&#8220; ist beispielsweise sehr gut inszeniert, aber tänzerisch offenbaren sich jedoch deutliche Schwächen bei den vier Paaren. Gerade in solchen Szenen wäre hier ein größerer Fokus wünschenswert gewesen. Dafür funktionieren Szenen wir Maureens Protest (&#8222;Flieg mit mir zum Mond&#8220;) oder Mimis Auftritt im KitKat Club (&#8222;Raus heut Nacht&#8220;) ganz hervorragend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3517 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9166_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Was am Premierenabend leider so gar nicht überzeugen kann, ist der Sound. Üblicherweise gehört das Sound Design im First Stage Theater mit zu den besseren in Hamburgs Theater, doch bei &#8222;Rent&#8220; klingt es durchgehend so, als würden die Sängerinnen und Sänger hinter einer Wand stehen. So gut die Ensemblenummern auch einstudiert sind (die &#8222;Selbsthilfegruppe&#8220; ist herausragend), so bedauerlich ist es, dass man solistisch dargebotene Zeilen kaum versteht.</p>
<p>Wenn man acht Protagonisten aus den Reihen von Studierenden zu besetzen hat, ist dies sicherlich kein leichtes Unterfangen, denn die jungen Künstler sind vielfach noch im Findungsprozess und haben ihren künstlerischen Schwerpunkt noch nicht vollumfänglich ausgebildet. Daher kann man natürlich auch keine Idealbesetzungen erwarten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3507 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8228_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mit Lorin Goltermann wurde der in seinen bittersüßen Gedanken gefangene Roger sehr gut ausgewählt. Er zeichnet die depressiven Züge des jungen Rockmusikers genauso gut nach wie die schüchternen Annäherungsversuche an Mimi und das gebrochene Herz, als sie sich Benny zuwendet. Auch gesanglich kann Goltermann absolut überzeugen. Duygu Yüzbasioglu erinnert optisch sehr an Fran Dreschers &#8222;Nanny&#8220; und wirkt weniger zerbrechlich als in anderen Inszenierungen. Sie hat eine tolle Energie, man merkt jedoch, dass gleichzeitiges Singen und Tanzen &#8211; wie bspw. bei &#8222;Raus heut Nacht&#8220; &#8211; sie sehr stark fordert.</p>
<p>Von den weiblichen Hauptfiguren sticht Annika Müller als Joanne heraus: Sie ist genauso so stark und selbstbewusst, wie man es von einer Anwältin erwartet, zeigt sich aber auch gefühlvoll und emotional aufbrausend im Umgang mit Maureen. Jessica Schaffler gibt Joanne&#8217;s exzentrische on/off-Liebe Maureen. Schaffler kniet sich richtig in die Rolle hinein: Ihr Protest ist frech, ihre Auseinandersetzungen mit Joanne kraftvoll. Auch gesanglich kann Schaffler diese so wichtige Rolle gut ausfüllen. Das Duett der beiden (&#8222;Lass mich oder verlass mich&#8220;) gehört zu den Highlights dieser Inszenierung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3509 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC8354_mit-WZ-1-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Babak Malekzadeh und Dominik Krumschmidt geben das ungleiche, aber wahnsinnig liebevolle Paar Tom Collins III. und Angel. Beide spielen die so unterschiedlichen Charaktere sehr authentisch und mit viel Einsatz. Malekzadeh wirkt auf den ersten Blick nicht wie der erfolgreiche MIT-Professor, doch es gelingt ihm, Collins die nötige Souveränität zu verleihen. Krumschmidt ist anfangs noch sehr technisch und es fehlt ihm das Herz im Ausdruck und Gesang. Doch das Potential ist mehr als erkennbar. Während &#8222;Mit Liebe bedeck ich Dich&#8220; leider nicht so verliebt-romantisch über die Rampe kommt, wie man es sich wünscht, ist Angels Sterbeszene eine der stärksten (und verstörendsten) des Abends. Malekzadeh verleiht dieser Szene eine greifbare Intensität.</p>
<p>Als Dokumentarfilmer Mark und Hausbesitzer Benny komplettieren Philip Rakoczy und Tobias Graiger die Riege der Protagonisten. Beide spielen rollendeckend, offenbaren aber auch noch viel Luft nach oben. Das mag aber auch einmal mehr an der unausgewogenen Tontechnik liegen, die Songs wie &#8222;La vie bohème&#8220; mit stark gebremster Energie zu Gehör bringt. Dieser Inszenierung von &#8222;Rent&#8220; fehlt es an &#8222;Wumms&#8220;, wofür aber schlussendlich keiner der Nachwuchsdarsteller etwas kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3516 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/08/DSC9102_mit-WZ-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Neben den Protagonisten gibt aber noch zwei Studierende, die aufhorchen lassen: Anna Fix ist eine herrliche überspannte Alexi Darling und sorgt mit ihren akkuraten Anrufbeantworter-Nachrichten für viele Lacher. Auch Sophie Brommund setzt mit ihrem in perfektem Sopran intonierten Solo-Satz &#8222;Lass Dein Maß die Liebe sein&#8220; zum Auftakt des 2. Akts Maßstäbe.</p>
<p>Einmal mehr liefern die Studierenden eine beeindruckende Leistung ab. Ein abendfüllendes Musical von A-Z selbst umzusetzen, zudem noch eines, das so kontroverse Themen behandelt, verdient Respekt. Dass man hierbei künstlerisch an Grenzen stößt und diese auch manchmal überschreiten muss, ist mehr als verständlich. Der Mut, dieses Semesterprojekt so durchzuziehen, wird am Premierenabend durch nicht enden wollende stehende Ovationen belohnt. Verdient haben diesen Applaus ganz sicher alle Beteiligten!</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">28</span><span class="Bold">. Juli 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Studierende der Stage School of Music, Dance and Drama</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Creative Team: </strong>Studierende der Stage School of Music, Dance and Drama<br />
<strong>Fotos: </strong></span><span style="color: #000080;">Patrick Sobottka</span></p>
</div>
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			</item>
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		<title>Eine gelungene Produktion über das echte Leben</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-produktion-ueber-das-echte-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 12:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School Of Music]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Richard Attenboroughs Film &#8222;A Chorus Line&#8220; aus dem Jahr 1985 gehört im Musicalfach zur Pflichtlektüre. Jede:r kennt den Film, viele habe schon Inszenierungen dieses so dankbaren Stoffs auf einer Bühne gesehen oder darin mitgewirkt. &#8222;One&#8220;, &#8222;At the ballett&#8220;, &#8222;What I did for love&#8220; und natürlich &#8222;Tits and ass&#8220; sind weltbekannte Musicalhits, die man unweigerlich mitsummt. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Attenboroughs Film &#8222;A Chorus Line&#8220; aus dem Jahr 1985 gehört im Musicalfach zur Pflichtlektüre. Jede:r kennt den Film, viele habe schon Inszenierungen dieses so dankbaren Stoffs auf einer Bühne gesehen oder darin mitgewirkt. &#8222;One&#8220;, &#8222;At the ballett&#8220;, &#8222;What I did for love&#8220; und natürlich &#8222;Tits and ass&#8220; sind weltbekannte Musicalhits, die man unweigerlich mitsummt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3487 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-1024x681.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-1536x1022.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-40-2048x1362.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Nach neueren Stücken im letzten Jahr (<a href="https://www.musicals-online.com/blonder-gehts-nicht/">&#8222;Natürlich Blond&#8220;</a>, <a href="https://www.musicals-online.com/gute-laune-pur-in-altehrwuerdigen-klostermauern/">&#8222;Sister Act&#8220;</a>) hat sich die Stage School in Hamburg in diesem Sommer vorgenommen, einen Klassiker zu entstauben und ihn einer neuen Generation schmackhaft zu machen.</p>
<p><em>&#8222;Das Musical entführt das Publikum in die aufregende Welt einer Audition, bei der die hoffnungsvollen Bewerber:innen bis an ihre emotionalen Grenzen gehen müssen. Acht begehrte Ensemble-Rollen für ein neues Broadway-Stück stehen zur Vergabe und der charismatische Choreograf Zach sucht nicht nur nach herausragenden Tänzer:innen, sondern fordert die Talente auch dazu auf, ihre innersten Gefühle preiszugeben. Das Drama entfaltet sich, als die Protagonist:innen nach und nach ihre Lebensgeschichten offenbaren – mal trotzig, mal Humor als schützenden Schleier nutzend, und dann wieder in schonungsloser Ehrlichkeit, was die Emotionen umso berührender macht.&#8220;</em> so die <a href="https://firststagehamburg.de/produktion/a-chorus-line/">Beschreibung der Stage School auf ihrer Website</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3482 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-36-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Man fühlt die Anspannung an diesem Premienabend. Fast 30 Absolvent:innen fiebern ihrem Auftritt in einem der bekanntesten Musicals überhaupt entgegen. Da werden unweigerlich Vergleiche gezogen, das Urteil des Publikums wird nur umso härter. Davon sind natürlich auch die Gäste nicht frei. Denn unterstützt wird der Stage School Nachwuchs in von gleich elf erfahrenen Musical-Darsteller:innen. Jede:r bekommt seinen Augenblick im Scheinwerferlicht, seine Textzeile, die im Ohr bleibt, seine Schrittfolge, die Staunen lässt. Denn was hier als allererstes auffällt, ist, dass &#8222;A Chorus Line&#8220; kaum in einer authentischeren Umgebung umgesetzt werden könnte.</p>
<p>Die Bühne (Felix Wienbürger) wandelt sich vom kargen Probenraum zur schillernden Broadway-Bühne, die Kostüme vom sportlichen Trainingsdress zur gold-glitzernden Gala-Uniform mit Zylinder. Das Licht Design (Till Nau) tut ein übrigens, um mit (vermeintlich) wenig Aufwand eine neue Welt zu erschaffen. Auch die einzelnen Charaktere machen eine teilweise erstaunliche Wandlung durch, treibt Zach (Benjamin Plautz) sie doch während der Audition gnadenlos zu Höchstleistungen an. Plautz ist zielstrebig und klar, hat aber zugleich eine sehr warme, gefühlvolle Ausstrahlung, was für diese Rolle einfach ideal ist.</p>
<p>In den Reihen derer, die sich für eine der acht zu besetzenden Rollen bewerben, finden sich Mike (Sanny J. Roumimper), Bobby (Maximilian Vogel), Sheila (Judith Urban), Maggie (Leonie Hammel), Al (Torben Bach) nebst Ehefrau Kristin (Chiara Goetschi), Mark (Vincent Treftz), Paul (Lukas Poischbeg), Diana Morales (Anna Talimaa), Val (Elisabeth Bengs), Judy (Rike Wischhöfer), Connie (Abby Cheng) und natürlich Cassie (Natascha Cecilia Hill), die eine gemeinsame Vergangenheit mit Zach hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3494 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-40-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon nach der Eröffnungsnummer trennt sich die sprichwörtliche Spreu vom Weizen und man erkennt sofort, wessen Stärken im Tanz liegen und wessen eher im Gesang oder Schauspiel. Das erste Statement setzt rollenkonform Sheila, die sofort klar macht, wie der Hase zu laufen hat. Judith Urban hat eine raumgreifende Präsenz, eine tolle Mimik, doch leider passt ihre Stimmfarbe nicht so recht zu &#8222;Im Ballettsaal&#8220;. Leonie Hammel hingegen verleiht Maggie etwas verletzliches, ihr schönes Timbre sorgt für eine herzerwärmende Ausstrahlung der Bewerberin. Al und Kristin bestechen durch ihre Ehrlichkeit und Natürlichkeit. Torben Bach und Chiara Goetschl bringen ihre Alter Egos &#8211; so unterschiedlich die beiden auch sind &#8211; glaubwürdig auf die Bühne. Anna Talimaa fehlt es als Morales anfänglich (&#8222;Gar nichts&#8220;) ein wenig an Stimmvolumen, wobei sich dies im Laufe der Show bessert. &#8222;Was mein Herz mir sagt&#8220; wirkte deutlich klangvoller und selbstbewusster als man nach ihrem ersten Song hätte vermuten können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3478 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-63-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch Kevin Gordon Valentine wirkt als Greg zunächst total unscheinbar, hat aber mit &#8222;Das Leben fängt an&#8220; einen richtig schönen Moment. Dass Elisabeth Bengs als Val die kritischsten Blicke über sich ergehen lassen muss, ist klar. Repräsentiert sie doch das kurvenlose Mädchen vom Lande (&#8222;Tanz: zehn, Typ: drei&#8220;). Audrey Landers hat mit ihrer Vorlage im Film die Latte sehr sehr hoch gelegt. Soviel Sex Appeal muss eine Nachwuchsdarstellerin erst einmal aufbieten. Bengs bemüht sich, aber sie bleibt weitgehend arrogant und unnahbar und setzt ihre Weiblichkeit nicht sehr gekonnt ein.</p>
<p>Kurz vor der Pause setzt Lukas Poischbeg als Paul noch ein Highlight: sein Lächeln ist so gewinnend und sein Tanz so auf den Punkt, dass man es fast bedauert, dass in diesem eigentlich pausenlosen Stück eine Unterbrechung folgt. Hier möchte ich aber eine Lanze für das Publikum brechen: Es wurden zehn Minuten Bio-Pause gewährt, nach zehn Minuten ging es auch wirklich weiter &#8211; und es waren alle im Saal!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3493 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/STAGE_2024_ChorusLine_Premiere-85-2048x1364.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />&#8222;Musik und einen Spiegel&#8220; ist Cassies großer Auftritt: Natascha Cecilia Hill singt sehr gefühlvoll und zeigt wahnsinnig ausdrucksstarke Posen. Die Sequenz ist wunderbar inszeniert und sprüht vor Emotionen. Auch der sehr intensive Dialog von Zach und Cassie zeigt Till Naus Gespür für die Gefühlswelten seiner Protagonisten. Gänsehaut pur!</p>
<p>Nachdem die Gruppe die Verletzung von Paul (Poischbeg spielt diese Szene herzzerreißend) verdaut hat, sorgt Abby Cheng als Conny nochmal für viele Lacher.</p>
<p>Viele Tränen fließen &#8211; nicht nur im Publikum &#8211; bei &#8222;Was mein Herz mir sagt&#8220;: Die Bewerber:innen sind am Ende ihrer Kräfte und Cassie und Diana träumen von anderen Zeiten. Schauspielerisch ein wirkliches Highlight, wenn auch von der Handlung her eigentlich unendlich traurig. Am Ende des Songs sind wirklich alle auf der Bühne sehr ergriffen und brauchen einige Sekunden, um sich zu sammeln. Insbesondere Natascha Cecilia Hill sieht man die Intensität dieser Szene noch Minuten später an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3474 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-1024x681.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-1536x1022.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/06/1-STAGE_2024_ChorusLine_Durchlauf-107-2048x1363.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die aufgestauten Gefühle &#8211; sowohl im Rahmen der Handlung als auch durch die Premiere an sich &#8211; brechen sich bei &#8222;Eins&#8220; Bahn. Innerhalb kürzester Zeit wird die Bühne in ein schillerndes Gewand gehüllt und die Darsteller:innen tauschen ihre Sport-Outfits in strahlende Kleider und Anzüge. Die Choreographie dieser Szene ist wunderschön und setzt einen leuchtenden Schlusspunkt.</p>
<p>Till Nau und dem Team des First Stage Theaters ist es gelungen, einem Musical-Welthit neues Leben einzuhauchen. Kurzweilig, mit guten Akzenten und Möglichkeiten für die Nachwuchs-Darsteller sich zu präsentieren &#8211; ganz so wie es in &#8222;A Chorus Line&#8220; sein muss. Robin Kulisch hat die bald 40 Jahre Übersetzung von Michael Kunze modernisiert und Referenzen zum Zeitgeschehen eingebaut. Das klingt nicht nur gut, sondern ließ sich ganz offenbar von den Künstlern auch ohne Holpern intonieren.</p>
<p>Zu Recht lassen sich die Protagonisten an diesem Abend lange beklatschen. Man vermag sich kaum vorzustellen, wie anstrengend es inbesondere für die Studierenden sein muss, neben dem &#8222;Prüfungsalltag&#8220; &#8211; immerhin haben sie ihr Studium erst im Mai erfolgreich abgeschlossen &#8211; auch noch das große Abschlussprojekt &#8222;A Chorus Line&#8220; einzustudieren.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">10</span><span class="Bold">. Juni 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Absolvent:innen der Stage School Of Music, Dance and Drama, Benjamin Plautz, Natascha Cecilia Hill, Sanny J. Roumimper, Lukas Poischbeg, Abby Cheng, Reginald Holden Jennings, Maximilian Vogel, Leonhard Lechner, Judith Urban, Vincent Treftz, Kevin Gordon Valentine</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie &amp; Choreographie: </strong>Till Nau<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></p>
</div>
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		<title>Blonder gehts nicht!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/blonder-gehts-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2023 12:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Natürlich Blond]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr stellt sich der zweite Jahrgang der Stage School vor Beginn seines letzten Ausbildungsjahres der Herausforderung, komplett eigenständig ein Musical auf die Bühne des First Stage Theaters zu bringen. In diesem Jahr fiel die Wahl der Studienden auf „Natürlich Blond“ von Heather Hach (Buch) sowie Laurence O’Keefe und Nell Benjamin (Musik). Dem breiten Publikum ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr stellt sich der zweite Jahrgang der Stage School vor Beginn seines letzten Ausbildungsjahres der Herausforderung, komplett eigenständig ein Musical auf die Bühne des First Stage Theaters zu bringen. In diesem Jahr fiel die Wahl der Studienden auf „Natürlich Blond“ von Heather Hach (Buch) sowie Laurence O’Keefe und Nell Benjamin (Musik).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3369 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/Um1np3mQ-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/Um1np3mQ-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/Um1np3mQ-1024x683.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/Um1np3mQ-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/Um1np3mQ-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/Um1np3mQ-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dem breiten Publikum ist der gleichnamige Film aus dem Jahr 2001 mit Reese Witherspoon als überspannt-oberflächliche Elle Woods sicherlich ein Begriff.</p>
<p>Tatsächlich ist auch auf der Musicalbühne die bestimmende Farbe „pink“. Elle Woods ist ein Highschool-Darling durch und durch. Aussehen und Status spielen in ihrem Leben die größte Rolle. Doch als der von ihr als zukünftiger Ehemann auserkorene Warner sie kurzerhand abserviert, um in Harvard Jura zu studieren, wandelt Elle ihren verletzten Stolz in Ehrgeiz um. Zunächst noch mit dem einzigen Ziel, Warner zurückzuerobern, später aber durchaus mit einem guten Gespür für Gerechtigkeit, beginnt sie ebenfalls Jura in Harvard zur studieren – und das mit vollem Erfolg! Zumindest beruflich… Sie wird zum gefeierten Star der Fakultät: ein Händchen für Mode und Cleverness schließen sich eben doch nicht aus. Sie erkennt Warners Oberflächlichkeit und wendet sich von ihm ab. Emmett Richmond hat von Anfang an ihr Potential erkennt. Schließlich merkt auch Elle, dass er der Richtige für sie ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3366 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/m1eH1FC5-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/m1eH1FC5-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/m1eH1FC5-1024x683.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/m1eH1FC5-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/m1eH1FC5-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/m1eH1FC5-2048x1366.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Studierenden haben sich alles selbst erarbeitet: Von der Regie über die Besetzung, Choreografie und Ausstattung lag alles in ihren Händen. Man kann dem Nachwuchs nur gratulieren: Sie haben eine gelungene, kurzweilige Produktion auf die Bühne gebracht. Unter der Supervision von Nadja Dan Bernhardt hat Talitha Kemnitzer (Regie) Handlung und Charaktere sehr stimmig in Einklang gebracht (Assistenz: Sarina Böker). Nadja Kilchherr hat ihren Mitstudierenden spannende Choreografien auferlegt, die diese wunderbar flüssig interpretieren (Assistenz: Monique Weißflog). Elles getanztes Motivationsschreiben ist nicht nur sehr pink, sondern durch seine Steppeinlagen auch richtig cool. Auch die herausfordernde Springseil-Choreografie bei „Bring Dich in Form“ darf hier nicht unerwähnt bleiben.</p>
<p>Für die Optik waren Jule Kim Herrmann (Kostüme) und Elisabeth Bengs (Maske &amp; Make-Up) zuständig. Beiden gelingt es, die Protagonisten nicht zu überzogen einzukleiden und ein durchdachtes Gesamtbild zu kreieren. Emil Schuler zeichnete verantwortlich für die sehr gute musikalische Leitung in den elf Vorstellungen. Das Team vom First Stage unterstützte bei der akustischen und optischen Einrichtung der Bühne (Daniel Holtz: Light Design und Sebastian Rieß: Sound Design).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3367 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/WtFCDol0-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/WtFCDol0-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/WtFCDol0-1024x683.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/WtFCDol0-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/WtFCDol0-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/WtFCDol0-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Natürlich Blond“ ist eine temporeiche Show, in der es vor Wortwitz (Kevin Schroeder &amp; Heiko Wohlgemuth) nur so sprüht. Manch ein Nachwuchskünstler hat hier noch seine liebe Müh gesanglich oder vom Sprachtempo her mitzuhalten, doch im Großen und Ganzen überzeugt der inzwischen dritte Jahrgang der Stage School.</p>
<p>Elisabeth Bengs gelingt die Gratwanderung von der zwar engagierten, aber reichlich oberflächlichen Delta Nu Schwester zur entschlossenen Nachwuchs-Juristin und mitunter durchaus tiefsinnigen Freundin von Paulette sehr gut. Sie „quietscht“, wenn man es erwartet, und ist seriös, wenn es angebracht ist. Auch gesanglich stemmt sie die Partie ohne Grund zu klagen. „Oh mein Gott“ ist wirklich fabelhaft!</p>
<p>Entsprechend dem Rollenprofil (Männer machen in dieser Show keinen Stich) gibt Maximilian Kikken einen eher blassen und langweiligen Warner ab, bei dem man sich fragt, was Elle und später auch Vivienne an ihm finden (außer seinem Geld). Auch Melina Stauffer geht als Vivienne eine Wandlung von der Karriere-besessenen Studentin zur anerkennenden Mitstreiterin Elles durch. Beide Facetten bringt sich glaubwürdig über die Rampe. Den Buhmann in diesem Stück gibt Dominik Krumschmidt, der als Professor Callahan nicht nur seine Studierenden nach Strich und Faden gängelt, sondern seine Position auch gegenüber Studentinnen missbraucht und u.a. Elle begrapscht. Krumschmidt hinterlässt mit seiner Interpretation einen bleibenden Eindruck im besten Sinn. Unsympathische Charaktere kann nicht jeder so authentisch spielen. „Blut in den Kiemen“ besticht nicht nur durch den hervorragenden Text, sondern auch durch Krumschmidts Intensität. So einen Professor möchte ganz sicher niemand haben!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3368 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/XJQmPFYk-400x267.jpeg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/XJQmPFYk-400x267.jpeg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/XJQmPFYk-1024x683.jpeg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/XJQmPFYk-768x512.jpeg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/XJQmPFYk-1536x1024.jpeg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2023/10/XJQmPFYk-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Neben Elle Woods sind Paulette und Emmett die dankbarsten Figuren in „Natürlich Blond“. Lena Detert darf als selbstbewusste Stylistin einerseits Elle motivieren, ihren Weg weiterzugehen; andererseits muss sie sich selbst zum Glück zwingen lassen, ihren Postboten Kyle (großartig gespielt von Lorin Goltermann) anzusprechen. Detert hat ein gutes Gespür für Komik, ist emotional immer auf den Punkt und liefert gesanglich einige wunderbare Momente ab. Emmett ist zunächst der unscheinbare Erstsemester-Tutor, der sich aber schnell als echter Mentor und Freund für Elle entpuppt. Dass Emmett mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Elle hegt, spüren die Zuschauer sofort. Philip Kuhn setzt mit seinem einfühlsamen und doch beharrlichen Spiel ein Ausrufezeichen.</p>
<p>Szenen, die in Erinnerung bleiben, sind „Knick und Pop!“, wo dank gekonnt pointierter Situationskomik ein sehr lustiger Moment entsteht. Auch die finale Szene bei Gericht, in der mit „Schwul oder Franzose“ der wahre Täter überführt wird, besticht gleichermaßen durch die schon erwähnten exzellenten Texte von Wohlgemuth und Schroeder sowie eine ausgeklügelte „Hand-Choreographie“.</p>
<p>„Natürlich Blond“ ist eine knallbunte, unbeschwerte Show, die für viele Lacher sorgt und an einigen Stellen auch unerwartet Tiefgang hat. Dass sich die 36 Studierenden genau dieses Semesterprojekt ausgesucht haben, ist ein Gewinn für die Hamburger Musicalszene. Nicht nur, dass sich die Nachwuchsdarstellenden für weitere Engagements nach Abschluss empfehlen, auch Hamburg steht es gut zu Gesicht, mal wieder ein Stück zu sehen, das es auf deutschen Bühnen noch nicht allzu oft gab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">29</span><span class="Bold">. Juli 2023</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller:</strong> Studierende der Stage School of Music, Dance &amp; Drama<br />
<strong>Regie / Kostüme / Choreografie / etc.: Studierende der Stage School od Music, Dance &amp; Drama</strong><br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski</span></span></p>
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		<title>Glitzernd, unterhaltsam und sehr kreativ!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/glitzernd-unterhaltsam-und-sehr-kreativ/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2021 16:07:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Aliosha Jorge Ungur]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Schulze]]></category>
		<category><![CDATA[Die Große Weihnachtsshow]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Hanselmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Nina Rehn]]></category>
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		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weihnachten 2020 wird im First Stage Theater in diesem Jahr richtig groß nachgefeiert! Die fast schon traditionelle Gala dient auch in diesem Jahr als Plattform für die Studierenden der Stage School Hamburg. Im Rahmen einer Fernsehaufzeichnung werden 24 musikalisch sehr abwechslungsreiche Adventskalendertürchen geöffnet. 46 angehende Musicaldarsteller und sechs Absolventen bringen das Publikum im einmal mehr ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachten 2020 wird im First Stage Theater in diesem Jahr richtig groß nachgefeiert! Die fast schon traditionelle Gala dient auch in diesem Jahr als Plattform für die Studierenden der Stage School Hamburg. Im Rahmen einer Fernsehaufzeichnung werden 24 musikalisch sehr abwechslungsreiche Adventskalendertürchen geöffnet. 46 angehende Musicaldarsteller und sechs Absolventen bringen das Publikum im einmal mehr reich dekorierten First Stage Theater in Weihnachtsstimmung.</p>
<p>Inszeniert wurde das Ganze von Dennis Schulze, der auch schon für „<a href="https://www.musicals-online.com/?p=3124">Footloose</a>“ verantwortlich zeichnete. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Choreografien von Adam M. Cooper, der auch die Co-Regie übernahm.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3177 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/dennis-mundkowski-2771-1024x768-1.jpg 990w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bühne, Licht und Technik stammen erneut von Felix Wienbürger, der optisch wie technisch aus dem Vollen schöpft: So wird das Publikum von einer an einen Eispalast erinnernden in blau-weiß-silber gehaltenen Bühne begrüßt. Überall funkelt und glitzert es. Eine Anspielung auf die tags zuvor im Theater an der Elbe gestarteten „Eiskönigin“? Sicherlich nur purer Zufall… Im Laufe des Abends erinnern die Szenenbilder an amerikanische Revuetheater oder Cabaret-Bühnen inkl. Springbrunnen und Bühnenfeuerwerk.</p>
<p>Lisa Zell führt als Gastgeberin der von Thomas Gehle als Live-Schalte anmoderierten Gala durch den Abend. Die Bilder, die die beiden Kameras auf den großen Bildschirm oberhalb der Bühne liefern, sind jedoch qualitativ sehr dürftig. Insofern ist schnell klar, dass es keine wirkliche Live-Schalte mit Stream ins Internet ist.</p>
<p>Zell ist überdreht, nervig und aufgesetzt – so wie Moderatoren früher (einige auch noch heute) tatsächlich im Fernsehen wirkten. Ihr Zusammenspiel mit Antonia Crames als Barbara Baké, der Köchin des Hauptsponsoren, ist herrlich schräg und sorgt für viele Lacher, wenn die präsentierten Küchenhelfer ein wenig aus der Reihe tanzen, die Bühne mit Sahnehäubchen übersät wird und der French Toast an der Decke kleben bleibt.</p>
<p>„Die große Weihnachtsshow“ ist gespickt mit witzigen Ideen, wie bspw. der Kisten-Choreografie zu „We got the beat“, dem gesteppten Eistanz (großartig: Lisa Hanselmann) zu „Silent Night“ oder dem Zauberer Klack Kazonk, den Aliosha Jorge Ungur mit einer unglaublichen Mimik spielt und dessen Tricks so billig sind, dass das Publikum sich vor Lachen biegt.</p>
<p>Komödiantisches Talent zeigen die Nachwuchskünstler auch in Szenen wie dem Tannenbaum-Medley, „Mama kuschelt mit dem Nikolaus“ (beides von der Schweizer A-Capella Comedy gruppe Bliss) und „In der Keksdose“. Mimik, Gesang und Timing stimmen hier immer. Im Tannenbaum-Medley klingen viele bekannte Melodien an, zu denen der allgegenwärtige Tannenbaum beschworen wird. Das gerät dann bei <em>Gangnam Style</em>, <em>Kalinka</em>, <em>Circle of Life</em> oder <em>Bamboleo</em> sehr schnell zur amüsanten Farce. An Kreativität sind diese Szenen jedoch kaum zu überbieten. Mamas Tête-à-tête mit dem Nikloaus ist zudem alles andere als jugendfrei, auch wenn es so harmlos beginnt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3179 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/weihnachtsshow-3-c-dennis-mundkowski-1024x768-1.jpg 990w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch wenn viele Choreografien, gerade im großen Ensemble, nicht immer synchron sind, zeigen einige, dass sie gerade in diesem Bereich über große Stärken verfügen. Viele Pas de Trois, gern auch mal nur 2-3 Tanzpaare, begleiten und ergänzen die verschiedenen Gesangsnummern, was in sich alles sehr geschmackvoll und stimmig wirkt. Etwas seltsam wirkt jedoch die Anmoderation von „Frauen, die stark und unerschrocken zeigen, was sie wirklich wollen“, woraufhin eine zugegebenermaßen komplex choreographierte Showballett-Nummer folgt, die mit kurzen Glitzer-Röckchen, Federkopfschmuck und hoch geschwungenen Beinen das Klischee der Fernsehballett-Tanzmaus bedient. Das wollen Frauen???</p>
<p>Einige Solisten dürfen auch gesanglich zeigen, was sie bisher gelernt haben: Nina Rehn und Sarah Schumacher liefern sich zu „Was fühl ich in mir“ aus „Wicked“ einen herrlichen Elfen-Zickenkrieg, Jenny Häuser zeigt viel Soul zu Jesse Js Version von „Santa Claus is comin‘ to town“ und Max Best schrammt bei Michael Bublés „Christmas“ knapp an einer Persiflage vorbei. Gesanglich ist er spitze, aber schauspielerisch wird nicht ganz deutlich, wo die Reise hingeht. Ramona Schander trägt in diesem Jahr die Last auf ihren Schultern einen Whitney Houston Klassiker zu performen: Sie trifft jeden Ton bei „I will always love you“, doch mangelnder Soul und die (noch) fehlende Souveränität sorgen für einen leichten Beigeschmack.</p>
<p>Beim Finale tanzen dann alle gemeinsam zu „Find your grail“ aus „Spamalot“ in ihren verschiedenen Kostümen auf der Bühne und sorgen für ein kunterbuntes, sehr unterhaltsames Chaos. Genau das bleibt von dieser „Weihnachtsshow“: Kurzweilige Unterhaltung, manchmal etwas viel Schenkelklopfhumor, toller Gesang &amp; Tanz, engagierte junge Menschen, die Spaß an ihrer Berufung haben. So gehen die Zuschauer festlich gestimmt und fröhlich vor sich hin pfeifend in die dunkle Nacht und überlegen sich, wem sie welches Geschenk und den Weihnachtsbaum legen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">7. September 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Lisa Zell, Lisa Hanselmann, Aliosha Jorge Ungur, Nina Rehn, Sarah Schumacher, Max Best, Ramona Schander und weitere Studierende der Stage School<br />
<strong>Regie / Choreographie: </strong>Dennis Schulze / Adam M. Cooper<br />
<strong>Fotos: </strong>Dennis Mundkowski<br />
</span></span></p>
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		<title>Kreative Inszenierung von und mit talentierten Nachwuchsdarstellern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/kreative-inszenierung-von-und-mit-talentierten-nachwuchsdarstellern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 15:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Die Große Weihnachtsshow]]></category>
		<category><![CDATA[First Stage Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer Weihnachten und Musicals liebt, ist in der „Großen Weihnachtsshow“ im Hamburger First Stage Theater goldrichtig! Schon beim Betreten des Theaters gelangt man in ein überschwänglich dekoriertes WinterWonderLand: Überall glitzert und funkelt es, lachen einen Weihnachtsmänner und Rentiere an. Die Terrasse wurde kurzerhand in eine beeindruckende Eisbar verwandelt – eine ganz andere Welt als im ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Weihnachten und Musicals liebt, ist in der „Großen Weihnachtsshow“ im Hamburger First Stage Theater goldrichtig! Schon beim Betreten des Theaters gelangt man in ein überschwänglich dekoriertes WinterWonderLand: Überall glitzert und funkelt es, lachen einen Weihnachtsmänner und Rentiere an. Die Terrasse wurde kurzerhand in eine beeindruckende Eisbar verwandelt – eine ganz andere Welt als im klassisch rot-goldenen Ambiente der Foyerbar.</p>
<p>Schon allein diese Verwandlung sucht ihresgleichen!</p>
<p>Das Publikum wird schon vor der eigentlichen Show durch ein Spalier singender Engel geleitet. Im Saal und auf der Bühne stimmt das Ensemble die Gäste mit weltbekannten Weihnachtsklassikern auf den Abend ein.</p>
<p>Auch der Theatersaal und die Bühne sind zauberhaft gestaltet. Auf der Bühne finden sich ein Winterwald am Teich, eine einladende Winterhütte, ein riesiger Stapel Geschenke und die Bühne links und rechts flanierende, saalhohe Weihnachtsbäume. Wirklich spitze, was sich Felix Wienbürger und Nils Hagelstein an Kulissen haben einfallen lassen!</p>
<p>Auch die vielseitigen Kostüme des aus Absolventen und Studierenden bestehenden Ensembles übersteigen das Niveau einer „Musical-School Produktion“ bei weitem: Die Kleider der Damen funkeln um die Wette, rote Pfauenfedern schmücken ihre Köpfe, Elfen und zahlreiche, sehr putzige „ugly jumpers“ runden das Bild ab.</p>
<p>Dieses sehr stilvolle Ambiente wird ebenfalls von Felix Wienbürger ins rechte Licht gerückt. Das Lichtdesign mit zahlreichen moving lights und wechselnden Farbspektren unterstreicht den hohen Anspruch der Stage School bei ihren Produktionen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2874 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-1024x576.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault-768x432.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/03/maxresdefault.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Inszenierung (jede Szene wurde von den Studierenden selbst erarbeitet), Regie (Dennis Schulze und Adam M. Cooper), Kulissen, Licht – das alles ist ganz großes Kino bzw. großes Musical!</p>
<p>Die „Große Weihnachtsshow“ ist ein Stück im Stück: Die Zuschauer erleben die letzte Probe vor der eigentlichen Show – inkl. gestresstem Regisseur, überspannter (und im späteren Verlauf unter Gedächtnisverlust leidender) Diva, Putzfrau mit Bühnenambitionen und herumwuselndem Choreografen.</p>
<p>Die „Weihnachtsmarkt Live-Kapelle“ unter der Leitung von Christian Feltkamp begleitet die über 45 Darstellerinnen und Darsteller. Es wurde natürlich darauf geachtet, dass jeder mal drankommt und sich von seiner besten Seite zeigen kann. Doch einige wenige ragen aus der Menge der Studierenden deutlich hervor.</p>
<p>Hierzu zählt an erster Stelle Niklas Heinrichs, der als reichlich tuntiger Choreograf versucht, den aufgeregten Hühnerhaufen kurz vor der Premiere auf die richtigen Positionen zu dirigieren und es nebenbei dem unüberhörbar genervten Regisseur (Nicolas Schulze) recht zu machen. Heinrichs macht „Home“ und „Hero“ zu den Gänsehautmomenten des Abends. Er hat nicht nur eine spannende Stimmfarbe, sondern verfügt auch über eine beachtliche Stimmkontrolle. Ihm gelingt, was seinen Mitschülern in den meisten Fällen noch fehlt: Er legt viel Gefühl in die Songs und gewinnt so die Herzen des Publikums im Sturm.</p>
<p>Für die lustigen Momente sind die beiden Elfen 1305 und 1.305 zuständig. Lisa Zell und Thomas Perkins werfen sich gekonnt die Bälle zu, zeigen Gespür für Timing und singen nebenbei „Alles was Du kannst“ noch sehr ansprechend.</p>
<p>Cedric J. Nayna ist ebenfalls einer der besseren Sänger an diesem Abend. Er hat eine sehr gute Technik, phrasiert vielleicht an der ein oder anderen Stelle zuviel, doch mit „O Holy Night“ und „Amazing Grace“ weiß er zu überzeugen.</p>
<p>Miss L. Toe, der Star der Weihnachtsshow, wird von Alexandra Nikolina gespielt. Sie weiß, worauf es ankommt, spielt überheblich und selbstverliebt, wie man es von einer Klischee-Diva erwartet. Auch die diesjährige Absolventin der Stage School verfügt über eine bemerkenswerte Technik, doch man wird das Gefühl nicht los, dass sie stimmlich an diesem Abend etwas angeschlagen war. Folglich gelingt ihr auch Whitney Houstons Showstopper „I have nothing“ nicht gänzlich. Auch bei Nikolina vermisst man die Emotionen.</p>
<p>Die „Große Weihnachtsshow“ ist eine bunte Mischung aus bekannten Weihnachtsliedern, Welthits und lustigen Showeinlagen. Jede Szene ist in sich stimmig und auch die umspannende Klammer der Show in der Show funktioniert. Viele Szenen sind eine Kombination aus Gesang und Tanz oder Schauspiel. Schauspielerisch sind die Studierenden allesamt sehr gut aufgestellt. Auch gesanglich sorgen sie vor allem in Ensemble-Nummern für fröhliche Momente. Schwachpunkte kann man vor allem im Tanz ausmachen: Viele Choreografien sind wundervoll gedacht, doch die Umsetzung ist nicht selten unsauber. Timings stimmen nicht und vielfach lassen es die Nachwuchsdarsteller auch an Körperspannung vermissen. Nichtsdestoweniger kann man den Contemporary Dance Einlagen und auch den Ballett-Nummern sehr viel Schönes abgewinnen.</p>
<p>Die „Große Weihnachtsshow“ liefert eine Überdosis Weihnachten – wobei, kann es von Weihnachten je genug geben?</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage, Hamburg</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 26. Dezember 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Absolventen &amp; Studierende der Stage School</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> Dennis Schulze und Adam M. Cooper</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> First Stage / Dennis Mundkowski<br />
</span></div>
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