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	<title>Spring Awakening-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Spring Awakening-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Gelungene, themen- und zielgruppengerechte Inszenierung</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2016 20:05:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Junge Staatstheater Wiesbaden macht seit einigen Jahren mit interessanten, mutigen Musicalproduktionen von und für junge Menschen auf sich aufmerksam. Zu den Highlights der letzten Jahre gehört sicherlich die Weltpremiere von Paul Grahams Browns „Superhero“. In diesem Jahr nahm sich Regisseurin Iris Limbarth Duncan Sheiks und Steven Saters Broadway-Hit „Spring Awakening“ vor. Als Spielstätte wurde ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Junge Staatstheater Wiesbaden macht seit einigen Jahren mit interessanten, mutigen Musicalproduktionen von und für junge Menschen auf sich aufmerksam. Zu den Highlights der letzten Jahre gehört sicherlich die Weltpremiere von Paul Grahams Browns „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=1070">Superhero</a></span>“.</p>
<p>In diesem Jahr nahm sich Regisseurin Iris Limbarth Duncan Sheiks und Steven Saters Broadway-Hit „Spring Awakening“ vor. Als Spielstätte wurde die kleine Bühne in der Wiesbadener Wartburg auserkoren. Das Publikum sitzt an drei Seiten um die Bühne herum. Die Bühne selbst ist einfach gehalten, vier verschieden hohe Podeste und einige, kleinere Kulissen wie eine Schaukel und ein Klavier reichen, um verschiedene Szenarien zu schaffen. Übersäht ist das ganz in schwarz-weiß gehaltene Bühnenbild mit Bibelzitaten. Britta Lammers hat hier eine sehr passende Umgebung für das tragische Dramamusical geschaffen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1916 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_04.jpg 846w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Sachen Kostüme orientiert sich Heike Korn an der Zeit, in der Frank Wedekind seine Geschichte von Moritz und seinen Freunden angesiedelt hat. Und so tragen die Jungen vornehmlich kurze Hosen und Pullunder und die Mädchen wenig vorteilhafte Kleinmädchenkleider, ohne Ausschnitt und mindestens eine Handbreit unter dem Knie endend. Das sieht für den heutigen Betrachter etwas ungewohnt aus, passt jedoch hervorragend zum Stück.</p>
<p>„Frühlings Erwachen“ befasst sich mit den mannigfaltigen Problemen des Erwachsenwerdens. Moritz eckt immer wieder an, obwohl er sich Mühe gibt. Sein Freund Melchior ist das genaue Gegenteil bis er sich in seine Nachbarin Wendla verliebt. Hin-und hergerissen zwischen Gehorsam und Verliebtsein, gesteuert von überkochenden Hormonen treffen die Jugendlichen fatale Entscheidungen, die am Ende zum Tod von Moritz und Wendla führen.</p>
<p>Iris Limbarth gelingt es, die zerbrechlichen Charaktere mit Einfühlungsvermögen zu inszenieren. Sie gibt ihren jungen Darstellern viel Raum zur Interpretation, was zu einer sehr authentischen Interaktion zwischen den Figuren führt. Die Darsteller können die komplexen Rollen sehr gut mit Leben füllen – allen voran David Rothe als Moritz. Leicht schusselig in der Schule, um Anerkennung vom Vater bettelnd, hilfesuchend bei Melchiors Mutter und schlussendlich den Ausweg im Freitod suchend – Rothe zeichnet diesen Leidensweg absolut glaubhaft nach. Sein „Mach nicht auf traurig / Wer steht auf traurig?“ ist beklemmend gut umgesetzt.</p>
<p>Auch Christopher Hastrich weiß als Melchior zu überzeugen. Er besitzt die Fähigkeit, gesungene Emotionen auch hörbar zu machen. Sein schöner Tenor passt gut zu dem charakterlich eher sanften Melchior. Ebenso passend ist seine sehr weiche Mimik. Dass er auch anders kann, beweist er nachdrücklich mit „Im Arsch“.</p>
<p>Wendla, in die sich Melchior Hals über Kopf verliebt und mit der er erste körperliche Erfahrungen sammelt, wird von Lisa Krämer sehr authentisch gespielt. Ihr gelingt es gut, die Zwickmühle zwischen Neugier und mütterlichem Rat aufzuzeigen.</p>
<p>Hastrich und Krämer harmonieren als Paar sehr gut. Sie verfügen über eine beeindruckende Bandbreite an schauspielerischem Können und es gelingt ihnen, die Zuschauer vergessen zu lassen, dass beide (noch) keine ausgebildeten Musicaldarsteller sind.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1917 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/03/springawakening_07.jpg 786w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Unterstützt werden die Jungschauspieler von zwei erfahrenen Kollegen: Felicitas Geipel u. a. als Wendla’s Mutter, Lehrerin Knüppeldick sowie Frau Gabor, und Peter Emig als Moritz strenger Vater, Schuldirektor Knochenbruch, Doktor von Brausepulver u. v. a. m. Die beiden Erwachsenen können sich in den verschiedenen Rollen austoben. Während sie als Lehrer eher wie Karikaturen aus „Wicked“ oder „Harry Potter“ wirken, können sie als besorgte und strenge Eltern punkten. Die Mimik von beiden ist herausragend und insbesondere Geipel hat bei dem Briefwechsel mit Moritz und nach Wendla’s ungewollter Schwangerschaft starke schauspielerische Momente.</p>
<p>Johannes Meurer und Dwayne Gilbert Besier kommt die Rolle zu, Hänschens Verführung durch Ernst nachzustellen. Dies gelingt ihnen sehr gut, auch wenn diese vorsichtig-stürmische Annäherung im überwiegend jungen Publikum zu einigen Lachern führt. Dennoch füllen die beiden ihren Rollen sehr gut aus.</p>
<p>Auch Josefine Deusch und Viktoria Reese interpretieren als Martha und Ilse „Was sich nicht erzählen lässt“ sehr gut.</p>
<p>So stark einzelne Charaktere in dieser Inszenierung auch sein mögen, wenn das komplette Ensemble bspw. „So’n verficktes Leben“, „Im Arsch“ oder das finale „Lied vom Wind des Sommers“ mit voller Energie singt, sorgen sie für Gänsehaut beim Publikum.</p>
<p>Das einzige, was so gar nicht zu dieser ansonsten rundum gelungenen Aufführung passen mag, sind die Choreographien, für die ebenfalls Iris Limbarth verantwortlich zeichnet. Schon in der Eröffnungsszene wirken diese holprig und unausgereift. Dabei sind sie nun wirklich nicht sehr anspruchsvoll, erinnern sie doch mehrfach an Aerobic-Videos der 1980er Jahre. Dies wiederholt sich beim Briefwechsel zwischen Moritz und Mutter Gabor genauso wie bei der rockigen Protestnummer „Im Arsch“. Sehr gern hätte man auch hier Abwechslung und etwas dem Alter der Protagonisten Angemessenes gesehen.</p>
<p>Doch abgesehen davon ist „Frühlings Erwachen“ nach „Superhero“ ein erneuter Beweis dafür, dass man mit Jungdarstellern etwas Großes schaffen kann, wenn man ihnen die richtige Anleitung (und davon nicht zuviel) gibt.</p>
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<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Wartburg, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 18. Februar 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> David Rothe, Christopher Hastrich, Lisa Krämer, Dwayne Gilbert Besier, Johannes Meurer, Peter Emig, Felicitas Geipel, Josefine Deusch, Viktoria Reese</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Iris Limbarth</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Sven-Helge Czichy</span></div>
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		<title>Garantiert nicht jugendfrei</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/garantiert-nicht-jugendfrei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 16:14:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelius Dane]]></category>
		<category><![CDATA[Duncan Sheik]]></category>
		<category><![CDATA[Joanna Clamann]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Bühne T.3]]></category>
		<category><![CDATA[Lüneburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Oliver Hennes]]></category>
		<category><![CDATA[Sonja Gornik]]></category>
		<category><![CDATA[Spring Awakening]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrike Schäfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wendla lernt, dass sie ein Baby bekommt, wenn sie ihren Ehemann so sehr liebt wie keinen anderen, Moritz hält sich beharrlich an dem fest, was Kirche und Bibel ihm vorgeben, Hänschen passt sich nur vermeintlich den Konventionen an, Ilse kann ihrem Vater nicht entfliehen und Melchior rebelliert gegen zumindest in Gedanken gegen alles und Jeden. ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Wendla lernt, dass sie ein Baby bekommt, wenn sie ihren Ehemann so sehr liebt wie keinen anderen, Moritz hält sich beharrlich an dem fest, was Kirche und Bibel ihm vorgeben, Hänschen passt sich nur vermeintlich den Konventionen an, Ilse kann ihrem Vater nicht entfliehen und Melchior rebelliert gegen zumindest in Gedanken gegen alles und Jeden.</p>
<p class="Body">Auf den ersten Blick alles typische Teenager-Probleme, doch Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“ ist alles andere als Trivialliteratur. 1891 geschrieben, befasst er sich ausführlich mit der Gedankenwelt junger deutscher Schüler, die hin- und hergerissen sind zwischen den Erwartungen der Eltern, Anforderungen der Lehrer, Ideen der Freunde und den eigenen Wünschen an die Gestaltung ihres Lebens und die Auslebung ihrer (sexuellen) Phantasien.</p>
<p class="Body">Gepaart mit rockiger Musik, rebellischen Songtexten, interpretiert von charismatischen Jungdarstellern ergibt diese Literaturvorlage eines der am meisten gefeierten Off-Broadway-Musicals der letzten Jahre.</p>
<p class="Body">In dieser Spielzeit nimmt sich das Junge Theater in Lüneburg in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg und Haute Culture e. V. diesem aufwühlenden Stoff an. Elf Nachwuchsdarsteller, unterstützt von zwei erfahrenen Kollegen, versetzen sich in eine Zeit als Normen und Regeln wichtiger waren als Individualität, als Eltern und Lehrer noch mit Maßregelungen und bewusster Fehl-Information die aufkeimende Selbständigkeit der Kinder unterdrückten.</p>
<p class="Body">Das Stück ist keine leichte Kost, umso wichtiger ist die Glaubwürdigkeit der Protagonisten. Dies gelingt durch die Jugend der Akteure, die zeitgemäßen Kostüme und die wieder einmal sehr guten Kulissen (in Form von Vorhängen, die die verschiedenen Räumlichkeiten andeuten) von Barbara Bloch.</p>
<p class="Body">„Spring Awakening“ ist sowohl gesanglich als auch schauspielerisch eine Herausforderung. Nahezu jeder Charakter hat eine extreme Seite oder muss extreme Erfahrungen ausdrücken. Die elf Jungdarsteller sind schauspielerisch ganz klar auf dem richtigen Weg: Cornelius Dane transportiert Melchiors überbordende Energie und den Drang, die Welt zu verändern sehr glaubhaft. Manches Mal scheint er nah am Wahnsinn, was gut zu dieser von der Gesellschaft zerrissenen Figur passt. Niclas Schmidt interpretiert die tiefe Verwirrung von Moritz und dessen Hilflosigkeit bis hin zum Selbstmord sehr eindrucksvoll. Dass Wendla zwischen Baum und Borke steht, einerseits das kleine Mädchen, das seiner Mutter glaubt und andererseits eine junge Frau, die mit Melchior ihr erstes Mal erlebt, bringt Ulrike Schäfer ehrlich und nachvollziehbar über die Rampe.</p>
<p class="Body">Zwei Szenen erhielten vom Publikum besonders viel Aufmerksamkeit: Zum einen der erste Geschlechtsverkehr von Melchior und Wendla, der ausführlich, mit sportlichem Höchsteinsatz und nackten Tatsachen der Phantasie keinen Spielraum mehr lässt sowie die Kussszene des schwulen Paares Hänschen (Thomas Nienhaus) und Ernst (Joscha Enger), die bei den jungen Zuschauern für anhaltenden Zwischenapplaus und Jubel sorgte. Die Altersbeschränkung „ab 15 Jahre“ erklärt sich mit diesen beiden Szenen nur allzu deutlich. nicht zu vergessen die explizite Sprache, die keinerlei Blatt vor dem Mund nimmt.</p>
<p class="Body">In den Ensemble-Stücken gelingt es den Sängerinnen und Sängern die Energie, von der in Duncan Sheiks Kompositionen reichlich zu finden ist, auf das Publikum zu übertragen. Auch die zahlreichen Duette werden mal rockig, mal gefühlvoll intoniert und unterstreichen die verschiedenen Beziehungsgeflechte. Dass hier keine ausgebildeten Sänger auf der Bühne stehen, merkt man besonders während der Rebellion im Lateinunterricht („So&#8217;n verficktes Leben“) und beim Briefwechsel von Moritz und seiner Vertrauten Fanny Gabor, der Mutter von Melchior („Und dann ist&#8217;s vorbei“): Immer wenn es in die hohen Lagen geht, fehlt es sowohl Cornelius Dane als auch Niclas Schmidt an Kraft, die Töne auszusingen oder auch nur zu treffen. Doch diese Fehlgriffe sind Ausnahmen und stören den Gesamteindruck dieses jungen Musicals mit und für junge Menschen nicht.</p>
<p class="Body">Die vierköpfige Band unter der Leitung von Franziska Polmann haut kräftig in die Tasten und Saiten und wird Sheiks Partitur in vollem Umfang gerecht. Auch hier gibt es zwar ab und an einen Misston oder die Einsätze stimmen nicht, doch bei einem Nachwuchs-Musical verzeiht man so etwas gern. Schwierig ist jedoch, dass die Band für die Sänger vor dem abgrenzenden Gaze-Vorhang viel zu laut ist. Unverstärkt, d. h. ohne Mikrofon, hat auch ein ausgebildeter Vollprofi gegen satten Rocksound keine Chance.</p>
<p class="Body">„Spring Awakening“ ist einen Besuch wert. Allerdings ist hinterher durchaus Gesprächsbedarf vorhanden, der befriedigt werden will. Dies liegt unter anderem auch daran, dass der erste Akt sich auf die Entwicklung der Jugendlichen fokussiert und die verschiedenen Charaktere vorstellt, während im zweiten Akt ein Unglück auf das nächste folgt. Hiermit wird das Publikum weitgehend allein gelassen. Ein heiterer Musicalabend ist definitiv etwas anderes, das Label „gute Unterhaltung“ kann man aber in jedem Fall vergeben.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Junge Bühne T.3, Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>26. April 2012</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Joanna Clamann, Cornelius Dane, Sonja Gornik, Ulrike Schäfer, Niclas Schmidt</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Duncan Sheik / Oliver Hennes<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Theater Lüneburg<br />
</span></div>
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